Mr. 113 Mittwoch den 16 Mai 1888. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Schulstraß- 7, '_____________Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. KÄMÄÄft Amtticher Hß § it. Betreffend: Remunerirung des Feldschutzpersonals in dem Rechnungsjahr 1887/88. Gießen, 12, Mai 1888. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglicherr Bürgermeistereien der Landgemeinde« des Kreises. Zur Belohnung besonders pflichtgetreuer Feldpolizeibediensteter ist uns wieder ein entsprechender Betrag zur Verfügung gestellt worden. Wir geben Ihnen daher auf, uns diejenigen Bediensteten Ihrer Gemeinde, welche auf den Feldschutz verpflichtet und einer Belohnung würdig und bedürftig sind bis zum 10 Juni l I. zu bezeichnen. Werden Bedienstete in Vorschlag gebracht, welche schon in vorhergehenden Jahren Remunerationen erhalten haben so genügt die Bezugnahme aus die früheren Berichte, falls eine Veränderung in den Verhältniffen nicht eingetreten ist. Wenn solche Bedienstete zum erstenmal vorgeschlagen werden, so müssen aus den Berichten die persönlichen und dienstlichen Verhältnisse genau hervorgehen. Vorschläge, welche nach dem oben bestimmten Termine einlaufen, bleiben in diesem Jahre unberücksichtigt. Dr. Boekmann. Nr. 23 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 12 d. M, enthält: be irke 30°^ ,$^önntmadjung, betreffend die Gestattung des Umlaufs der Scheidemünzen der österreichischen Währung innerhalb sächsischer Grenz- (Nr. 1802.) Bekanntmachung, betreffend die Einrichtung und den Betrieb der zur Anfertigung von Cigarren bestimmten Anlagen. Vom 9. Mai 1888 Gießen, am 14. Mai 1888. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Auszug aus der von Großherzogttchev Ober-Rechnungskammer abgeschloffenen Rechnung der Kreiskaffe des Kreises Gießen für 1883/86. Rubrik-Nr. Einnahme. jl H 1. Beiträge der Gemeinden und Gemarkungen . . . 92150 — 3. Gebühren..... . . . 1357 50 4. Strafen......... 4381 41 6. Kapitalzinsen........ 1692 48 8. Proceßkosten........211 27 9. Zurückempfangene Beihülfe von Reservisten . . . 249 81 10. Ersatzposten........ 99. 45 11. Zuschuß aus anderen Kaffen..... 54663 33 12. Aus Gras und anderen Naturalien . . . . 3 10 19. Ausstände aus vorhergehenden Jahren .... 604 — 20. Kassevorrath aus vorhergehenden Jahren . . . 17286 47 Abschluß. Gesammtsumme der Einnahme .... Gesammtsumme der Ausgabe .... Verglichen, bleibt Rest und dieser besteht: H a. in baarem Vorrath . . . 6890 51 b. „ in liquidirten Ausständen . . 626 75 Zusammen wie oben . 7517 26 Davon gehören an: I. Der Kreiskaffe: jl a. baar 6849 05 b. in Ausständen 626 75 7475 80 II. Dem Fond zur Gewährung von Bechülfen an Reservisten: a. baar Jt 41,46 b. in Ausständen „-- 41 4g 7517 26 Gießen, am 20. December 1886. Der Rechner der Kreiskaffe. Grüneberg, Rendant. Revidirt, ohne daß sich für vorstehenden Abschluß ergeben hat. Darmstadt, am 2. Mai 1888. Großherzogliche Ober-Rechnungskammer. Heß. Summe der Einnahme . 172698 82 Ausgabe. 22. Besoldungen.........12650 — 23. Diäten und Gebühren ....... 9252 61 24. Botenlohn und Verkündigungskosten . . . . 116 70 25. Für Bureaubedürfniffe und Geräthschasten . . . 1069 64 26. Kreisunterstützungen.......8116 58 28. Erbauung und Unterhaltung von Kreisstraßen . . 94329 59 29. Für den Lesezirkel der Lehrer-Conserenzen . . . 126 14 31. Zuschuß in andere Kassen......39111 46 32. Beihülfe an Reservisten . 208 35 34. Remunerationen........ 200 — 35. Uneinbringliche Posten und Nachlässe .... 49 Summe der Ausgabe . 165181 56 In Gemäßheit des Art. 43 der Kreisordnung wird der vorstehende Auszug zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Gießen, am 12. Mai 1888. Der Vorsitzende des Kreisausschusses des Kreises Gießen. Dr. Boekmann. 172698 82 165181 56 7517 26 eine Aenderung Grimm. Politische Ueberfieht. Gießen, 15. Mai. Das Befinden des Kaisers hat sich in den letzten Tagen consequent gebessert, indem die Krankhettserscheinungen insgesammt an Intensität nachgelassen haben. Das Fieber ist fast gänzlich verschwunden, der Puls ruhiger und gleichmäßiger geworden, die Kräfte haben sich mehr und mehr gehoben und in Folge dessen macht sich auch eine Zunahme des Appetits bemerklich. Der Kaiser, durch nächtlichen Husten weniger belästigt, kann sich wieder leichter, ohne jede Unterstützung, im Zimmer bewegen. Der Monarch ist sonst bei vorzüglicher Stimmung und nimmt reichlich Nahrung zu sich. Die neu eingesetzte Canüle gewährt ihm große Erleichterung. Von nationalltberaler Seite ist ein eigenartiges journalistisches Unternehmen beschlossen worden, welches lediglich der Förderung der socialpolttischen Fragen gewidmet sein soll, nämlich die Gründung einer »Deutschen Arbeiter-Zeitung." Dieselbe wird vom 1. Juli d. I. ab in Berlin erscheinen und steht sie unter der Aegtde des bekannten Socialpolitikers und nationalliberalen Reichstagsabgeordneten für Bernburg- Ballenstedt, W. Oechelhäuser, mährend außerdem noch eine ganze Reihe anderer hervorragender Mitglieder der nationalltberalen Partei für das Zustandekommen des Unternehmens thätig gewesen sind. Ob das neue Blatt indessen wirklich zu dem angekündigten Zeitpunkte erscheinen kann, hängt noch wesentlich von der Unterstützung nb, welches das Project in weiteren Kreisen der Arbeitgeber und aller Arbeiterfreunde | finden wird, denn bet dem Abonnementspreise von nur 45 $ pro Quartal bedarf die | „Deutsche Arbeiter-Zeltung" selbst bei nur einmaligem Erscheinen wöchentlich einer | Auflage von mindestens 20,000 Exemplaren, wenn ihre Existenzfähigkeit gesichert werden soll. Das Blatt will alle Fragen des socialpolitischen Gebietes in volkstümlicher unparteiischer Weise besprechen und sich hierbei namentlich bemühen, nach Kräften zu einer Besserung des Verhältnisses zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern beitragen, dabet aber im Allgemeinen den Standpunkt der heutigen socialpolttischen Gesetzgebung wahren. Neben dieser seiner speciellen Aufgabe wird das Blatt aber auch die übrigen Gebiete menschlichen Wissens und insbesondere die schwebenden Zeitfragen keineswegs vernachlässigen, hierbei jedoch confessioneüe und spectstsch politische Gesichtspunkte entschieden ausschließen. Im Wahlkreise Altena i. W. Iserlohn findet an diesem Pfingstsamstag die Stichwahl zum Reichstage zwischen dem natwnalliberalen Candidaten Herbes und dem freisinnigen Candidaten Langerhans statt. Ersterer ist seinem Mitbewerber um das Mandat nur um wenige hundert Stimmen voraus und da die Centrumswähler von ihrer Parteileitung strikten Befehl erhalten haben, für Langerhans einzutreten und das clericale Hilfscorps etwa 3000 Stimmen ausmacht, so stehen die Chancen für den freisinnigen Candidaten allerdings sehr günstig, selbst wenn sich die Socialdemokraten der Wahlbethelligung enthalten sollten. In Wien „criselt" es jetzt fortwährend bedenklich! Kaum hat das Ministerium Taaffe die Klippe des Etats des Unterrichtsministeriums im Abgeordnetenhause glücklich umschifft, was nur dadurch möglich war, daß Graf Taaffe der renitenten Rechten mit dem Rücktritte des Gesammtcabinets drohte, so sieht sich jetzt das Schifflein des österreichischen Ministerpräsidenten vor einer neue» parlamentarischen Klippe. Es wird dieselbe durch die Spiritussteuer repräsentirt, über welche nunmehr im österreichischen Abgeordnetenhause die Entscheidung vor sich gehen soll und macht der Polenclud. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 30. 31. 32. 33. 34. ' 35. J * * * 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. Darmstadt, 12. Mar. Zu Pfarroerwaltern resp. -Vicaren wurden bestellt: MarrverwaUer Fnedrtch Jager zu Munster zum Pfarrverwalrer von Billertshausen Theodor Rom Held zu Erchen zum Pfarroerwalter von Ober-Ofleiden, Pfarrassistent ®rnA^nrel ru Hochweisel zum Pfarrverwalter von Ober-Saulheim, Psarramts- candrdat Karl Haacke zu Frredberg zum Pfarrverwalter von Wenrngs, Illert ru Leeheim zum Pfarroerwalter von Burkhards, Pfarroerwalter Theodor Wahl ru Lampertheim zum Pfarroerwalter von Kirtorf, Pfarrassistent Guyot zu Mainz zum Pfarroerwalter der Landpfarrei Mainz (Bretzenheim-Mombach-Weisenau), Pf«" 0 Appel zu Ober-Saulheim zum Assistenten und Htlfspredtger zu Darmstadt, Psarrvicar Hermann Melror zu Raunheim zum Pfarroerwalter daselbst Pfarroerwalter Rippert zu Bellersheim zum Pfarroerwalter von Ranstadt, Adam ^-^nhaub zum Pfarroerwalter zu Münster; ferner am 10. April Pfarrverwalt" Terdtnand Kari er zu Bingenheim zum Pfarroerwalter von Landenhausen am 11. April Pfarroerwalter Adam Schaich zu Ossenheim zum Pfarroerwalte/ nnn ^f1ftenUuaSocbmeikIPrtl Plarramtscandida! Otto Pabst zu Jugenheim zum Pfarr- Miene, in dieser Frage „umzuf'allen", obwohl er erst vor Kurzem in Folge der persönlichen Intervention des Kaisers seinen Widerspruch gegen die Spiritussteuer aufgegeben zu haben schien. Aber die polnischen Wähler lehnen sich jetzt gegen ihre parlamentarischen Vertreter auf, die galizischen Branntweinbrenner sehen nur auf ihren Beutel und kümmern sich den Kukuk um die finanziellen Interessen des Gesammtstaates. Sie sollen ihren Abgeordneten tüchtig zusetzen, während anderseits Graf Taaffe für den Fall der Ablehnung der Spiritussteuer mit der Demission des Ministeriums droht, so daß sich die Herren Smolka und Genossen in einer recht unangenehmen Klemme befinden. Schließlich werden fie aber in der Spiritusfrage doch klein beigeben und lür ihre Nachgiebigkeit schon durch irgend ein neues Zugeständniß der Regierung belohnt werden; die große Regierungstasche ist zwar durch die verschiedenen Concessionen an die Parteien der Rechten bereits bedenklich erleichtert worden, indessen, Graf Taaffe wird für die braven Polen schon noch etwas aufzutreiben wissen! In Wien hat am Sonntag die Enthüllung des prächtigen Maria Theresia- Denkmals unter Entfaltung des größten Pompes im Beisein des Kaisers, der kaiserlichen Familie und unter zahlreichster Betheiligung aller Kreise der Einwohner schäft Wiens stattgefunden. In Frankreich rührt Boulanger wieder einmal die Reclametrommel für -seine „große" Sache. Er hat am Freitag, begleitet von seinem „Generalstab", die angekündigte Reise nach dem Norddepartement angetreten und sich zunächst nach Dünkirchen begeben, wo ihm zu Ehren am Abend ein großes Bankett veranstaltet wurde. Am Samstag reiste der Ex-General nach Douai weiter und hier, wie an den übrigen Städten des Norddepartements, welche Boulanger durch seinen Besuch auszuzeichnen gedachte, waren ebenfalls politische Banketts zu Ehren des großen Mannes geplant und an schwülstigen Reden wird es hierbei Boulanger nirgends haben fehlen lassen. Uebrigens wird behauptet, daß der Ex-General über das Ergebuiß der Gemeinderathswahlen ziemlich verstimmt sei, da sie seiner Sache lange nicht die Erfolge gebracht hätten, auf die man in boulangistischen Kreisen glaubte rechnen zu dürfen; in der That sind die Boulangiften mit ihren gemeinderäthlichen Listen fast überall,' wo sie mit denselben heroortraten, glänzend abgefallen. Ueber den Abschluß der abermaligen Afrikadebatte in der italienischen Deputtrtenkammer liegt noch keine officielle Mittheilung vor, doch ist an dem Siege der Regierung schwerlich zu zweifeln. In Bulgarien tauchen wieder einmal Banden auf, von denen eine, die von Serbien aus das bulgctrische Gebiet betreten hatte, von den bulgarischen Truppen angegriffen und zerstreut wurde. In Marokko ist eine aufständische Bewegung ausgebrochen und erlitten die Soldaten des Sultans durch die Aufständischen eine schwere Niederlage. ^on der brasilianischen Deputirtenkarrrmer ist die Regierungsvorlage welche die unbedingte Ab.schaffung der Sklaverei in Brasilien aussprtcht an- genommen worden; hoffentlich bleibt dieser Beschluß nicht auf dem Papiere sichern Realgymnasiums und der Realschule für das Jahr 1889. ÄÄ®1“ dhilipp Müller um pachtweise u-der- £ubroi9 ®cnbcr- Verbesserung eines Feldweges auf der Hohleiche. Errichtung einer Badehalle für die städtischen Volksschulen. Badeemrichtung in der Stadtmädchenschule. «Sri Schulräumen für die Stadtknabenschule. D sn? d-k Exbelhändlers Karl Stückrath um Bauerlaubniß. Desgl. des Schreinermeisters Emil Heinrich Müller Desg. des Wagnermeisters Karl Lind enstr uth. Desgl. des Kaufmanns August Vogt. Ä .'.VttV" 3«‘» -""II »m Erlaubnis s*„b;8.®i?sia.!”d" - “““» Die Friedhofwege betreffend. Die Dienstwohnung des Friedhofaufsehers. Gärtnereibetrieb seitens des Friedhofaufsehers. D e Einfriedigung der städtischen Anlagen. Die Anbringung von Ruhebänken in den städtischen Anlagen. Die sogenannte Wodestraße. B Das Feuerlöschwesen. Das neue Schlachthaus betreffend. Ueberfluthungen des Neustädterfeldes. Die Pflasterung eines Gäßchens auf dem Neuenweg. ®o8püaI8CeiänbeKCb§ler8 ^°6 Häuser um käufliche Ueberlassung »ort Erhöhung der städtischen Trottoirs. ®n1t*ätbRuÄ"ann5 3StaCl 9iOt6,d,iIb um Erlaubnis zur Anlegung. Ausbau der Ludwigstraße. Asterw-g'b?lreffend'^^ b™ der Wittwe Spier u. s. n>. auf denr Die Ausführung der allgemeinen Bauordnung. Kostendecreturen. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correfpondenz-Bureau. Berlin, 14. Mai Dasi Befinden des Kaisers macht Fortschritte. Seit einiaen Tagen hat er geringe Schling-Befchwerden. Der Kaiser nimmt reichlich Spe se Die ÄÄtÄi?“ “ «■« Berlin, 14. Mai. Der Kaiser, welcher gestern auch Vorträge Wtnterfeld's entgegengenommen und dem Generallteutenant v. Mischke Audienz ertbeilt hatte arLiSt heute Vormittag längere Zett mit Wilmowski. Nachmittagsstattetn Ä °°n M-ining^d-n ÄÄTÄ’iSSli . . < ~ Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die Wiedergewinnung der Kräfte nmi-fit Kaiser unverkennbare Fortschritte. Seit wenigen Tagen kommen'zwar 2 ?or wie sie schon öfter vorübergehend vorhanden waren indekr kann das Fieber als beseitigt gelten. Der Schlaf war in den letzten Nächten in ber Verringerung der Eiterabsonberung wenig unterbrochen und stärkenb- Die Nabrunas- aufnahme ,ft ausreichenb unb erfolgt nicht ohne Appetit, Der Kaiser fühlt fiA8«« Bewegungen im Zimmer seit Samswg ohne stb- Un,-rstützü/?nllt «rotzer Leichtigkeit ausgc ührt werben. Der gehobene Kräfte,ustanb a-ffott-t etwas umsaugretchere geistig- Beschäftigung,bie inb?|nÄ wÄfe „IS S Mn. yC‘ 6Unf,i6em 2Be,,er bür"° in nächster Lei. b«tufS im'Ä W 'S»"Ä8 WUH-l^'-L Ä im e,ne @,6un8 ber feabeöUte iöil“a0 um 2 Uhr 48 Minuten nach Malm°°L"Pzu^'^raftnPNn?en''stein' lum 12 bc8 ^?mitä's für bi- U-b-rschw-mmt-n b-,rug-n bis zum JJiai 2 4bu 426 uH. Hiervon gelangten neuerdinaci ßn nnn » _„ $, Ärun8 in S4rocr,n unb Uten Beschlüssen st-h-n blähet.^'©benfo"bÄX £ XÄ&sSBSfi Ä,"» ---------- *« unb^m-H^EP-Ution'-u^"" 11116 ffcbcn Quf bcx T-g-S-rbnung bi- Ob-rkanal-Vorlagp -,„,..^Die „Notbbeu,sch- Allgemeine Zeitung" veröffentlicht ein am Bahnhose ,» *=' Aaricourt verhandeltes Protokoll, wonach einem deutschen Geschäftsreisenden Namens Benno Littauer, der sich nach Reims begeben wollte, an der Grenze bei Jgnen- rtenat ertheilte der sofortigen bedinaunas- losen Aufhebung Der Sklaverei ebenfalls seine Zustimmung. oeomgungs- „ K . [VriDatbepetoc.] Bulletin von 9 Uhr Morgens. DaS Beftnben Seiner M-z-stat b-s Kaisers ist in ben letzten Tagen gut g-bli-h-n. Der Appetit, lornte bte Kräfte haben zugenommen. In Folge einer leichten Rachen- -ntzuni-ung bestehen feit einigen.Tagen geringe Schlingbefchwerben, welche sich aber bereits beffern. Das abenbliche Fieber bleibt ganz gering. Berlin, 15. Mai. Dek Reichskanzler Fürst Bismarck ist heute Morgen nach. Varzin abgereist. ö 8 o f a l e H. - »s,.6,„ 1. Vertilgung der Blutlaus. 2. Wahl eines Mitglieds des Wiesenvorftandes. A volzversteigerung vom 27. Februar d. I. ^?Rathhaussaalls7 ^rü-ur-unb Perrück-nmach-r-Jnnung um U-b-rlassung. Gießen, 15. Mai. [®auturnfeft.] Die Vorarbeiten zu dem dieses Jahr dahier staustndenben Turnfest des Lahn-Wetter-Gaues haben bereits beaonnen einer gelicrn Abend in Stein's Garten Itattgehabten Sitzungcanst.tLr?- sich das durch den Vorstand mit Eooptation verschiedener Herren ged Id - F st 8°m tS B-bMs Ausführung der nöthlgen Arbeiten wurden einzelne Commission^ w^m wLüm aestattet ist nach Bedarf zu cvvvfiren, gebildet; dieselben bestehen in je einer Turn^ Munk - und Finanz -, VergnugungS - und Ordnunas - sowie Vreki - Commission - Als Tage der Abhaltung des Festes wurden der 7. und 8 Juli festgesetzt ' Gießen, 15. Mai Ein Bursche von Lollar, welcher verdächtig, die Bäumchen wieder in^Frcihcit^ge"etzt 6Ctoab'9t JU 6abcn unb 8ur £>aft gebracht worden war, ist -rmtfetzie«. m 1re’-S,ai- ^Vogelsberger Höhen-Club.l Am Pfingstsonntag, den 20. Mai, findet die Erossnung der bis zum 16. September o I etnaerichleten fiändiaeir Gastwir-b'chaft m Clubhause aus den'. Hoherodskopf s.aV (Etns°§° ÄwiWng" C.f ~?ICr' n^11.1!1 llebernachten sind vorläufig 5 einfache Fremdenbetien ausgestellt. Vel größeren Partien empfiehlt sich Vorausbcstellung bet dem Wirth Jobs. Stem. Hoberodskops, Post L-cho ton. Vom I. Juni an tritt täglich einmalige Post- bestellung durch den Landbrreftrager ein. 0 Mainz li. Mai. Seit heute ist der Maurerstrike vollständig beendet. In einer gestern ,tat gehabten Versammlung der Gehülsen wurde constatirt, daß von Hamburg die ^gelmaßtgen Unterstützungen ausgeblieben und sämmtliche Hechtsheimer Ge.ellen heute die Arbeit wieder aufnehmen würden. Unter scharfer Verurtheilung des Vorgebens der Hechlsheimer Genossen wurde bei dieser Sachlage die Fortsetzung des «trikes als zwecklos erklärt, doch stellte der Vorsitzende der Versammlung in Aussicht, datz unter Umstanden im nächsten Frühjahr eine abermalige Arbeitseinstellung erfolgen _ “ Der rn dem nahen Gonsenheim domicilirte „Gemüsecultur-Verein" sandte gestern er. Maiestat dem Kaiser Friedrich eine Sendung auserlesener Spargeln um demselben ein Zeichen seiner Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Unter der Sendung finden üch Spargeln von seltener Größe. Hoffentlich wird die Sendung dem hohen Patienten eine Freude bereiten. - i "Innerhalb der letzten drei Tage sind hier zwei vollständig gesunde Personen auf der etrasze von Schlaganfällen betroffen worden, denen der sofortige Tod gefolgt c l - Trotz der Strenge mit welcher das Nahrungsmittelgesetz gehandhabt wird, findet das Falschen an Lebensmitteln nach rote vor statt. Von 6 von der Behörde in unserer Nachbargemeinde Kastel bei Metzgern erhobenen Wurstproben waren nur 2 unverfälicht, während 4 ftarfe Zusätze von Kartoffelmehl aufwtesen. „n Nheinhessen, 14. Mat. Die vor einigen Tagen aus mysteriöse Wetse von Wonshem verschwundene Frau, über welches Vorkommniß wir gestern berrchteten, ist von Familtenangehmigen bet Anverwandten in Weiienau wohl und munter ermittelt worden. Von Geistesstörung, an welcher die Frau nach der Fama leiden sollte, haben Leute, welche dieselbe in Weisenau gesehen, nichts bemerkt Frankfurt a M., 15. Mat. Die große Rosen-, Blumen- und Pflanzen-Aus- stellung vom 8.—12. Jun: d. I., veranstaltet von der Frankfurter Gartenbau-Gesell- schaft, verbunden mit dem Congreß deutscher Rosenfreunde, ist laut Beschluß des Ausstellungs-Comit6s wegen der seither anhaltend kühlen Witterung auf 8 Tage verlegt worden und zwar auf den 15. bis 19. Juni d. I. Aus dem in den nächsten Tagen erscheinenden Nachtrag ist alles Nähere, sowie auch die in großer Anzahl gestifteten Ehrenpreise ersichtlich. Der Nachtrag, sowie das Hauptprogramm steht jedem Interessenten bereitwilligst zur Verfügung. Man wolle dasselbe nur bet Herrn Jean Ibach in Frankfurt a. M. verlange^ _ ni a $raon£f!l.rt'c 14, Die Eröffnung des Centralbahnhofes soll bestimmt am 3. Juli erfolgen. Demnach wäre das fachmännische Urthetl, nach welchem mit Rücksicht auf die hydraulische Anlage vor October an die Eröffnung nicht zu denken sei, hinfällig. — Ter Restaurateur Halfen vom Taunusbahnhof hlerselbst, welchem die Restauration des Centralbahnhofs übertragen worden war, ist heute an einem Lungenschlage gestorben. Man erzählt sich, Herr H. sei von einer Lungenentzündung kaum genesen gewesen, als man ihm die Nachricht überbrachte, daß er die Restauration im neuen Centralbahnhof erhalten habe. Die freudige Nachricht habe so erregend auf den Reconvalescenten gewirkt, daß ein Rückschlag etngetreten, der jetzt den Tod im Gefolge gehabt habe. Diese Nachricht wollen indetz alle Diejenigen, welche nicht schon selbst erfahren, daß ein Mensch vor Freude gestorben, mit der nöthigen Vorsicht aufnehmen. — Die hiesige Schutz mann schäft ist um 10 Mann vermehrt worden, vermuthlich um endlich einmal den in letzter Zeit in beängstigender Weise zunehmenden Einbruchsdiebstählen zu steuern!? — Die Hundeausstellung liefert gutem Vernehmen nach auch in fianzieller Hinsicht ein erfreuliches Resultat, wenn auch von großen Ueberschüssen nicht geredet werden darf. Der gestrige Schlußtag soll 10,000 Personen in die Ausstellung geführt haben. Heute Vormittag war das Gebell in der Halle schon etwas geringer, aber immer noch stark genug, um nervösen Leuten den Rath geben zu können, draußen zu bleiben. — sBoulanger's Haare.j Der Pariser Correspondent (Frau Crawfurd) des „Truth" schreibt: „Auch ich habe ein Jnterwiew mit dem General gehabt: errathen Sie worüber. Heule Morgen hörte ich, wie man ihn hefng angriff, nicht wegen seines | Rappen, sondern weil er eine Perrücke trage und ein faux Jeune homme sei. Daher ging ich stracks zu ihm und fragte ihn aus. Er antwortete: „Ich gebe Ihnen die I im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr r Anm. 1 1 1 2 1 1 2^2) 1 - sWa'JfMS -- Landwirthfchaftlich« Nachrichten. (Nachdruck verboten.) und Rindern fibinJ.u Lugzmecken verwendeten Pferden SzMKMLLLM'r'TSLL nh?r nnTr verbreitet oder hat seinen Sitz vornehmlich an der Mähne Schweis IstOd^^^^^en und es zeigt dann auch die Neigung zur öfteren Wiederkehr Es Jt ?°r? ^gezeigt, eine Behandlung vorzunehmen, zumal dieselbe sehr einfach ist Man bestreicht nämlich die erfrunFten ©teilen nur mh einer iTD(Sf lofung, täglich einmal, als innerliches Mittel gibt man etwas Glvuberstckz 6 6 — [wegen das Keimen und Faulen der Kartoffeln.) Mit dem ß4ntrttt k,, samkei^nrnOhreszeit ist den Gemüse- :c. Vorräten im Keller eine doppelte Aufmerk- hnsf9 ,8fri^enben< »ENN fetzt faulen die Vvriäthe nicht nur, sie werden auch durch das Austreiben und Ketmen unbrauchbar gemacht. Insbesondere ist es die ftartnff/r n * in ken Lrv tDiel 6org,e und zu Nutz ^nd Frvmmen der Vvrräthe ^e den Kellern lagern, erinnern rotr daran, daß es ein einfaches Mittel aibt um Rübe Len brenr6^Qrt0rre? l^Keller zu verhüten. Sie keimen nämlich nur, wenn s7e 9iuhe haben, laßt man ihnen diese nicht, so ist das Keimen Dmmehpn 8 4146 0 1368 Marktstrasse 9. 4161 Von hervorragendsten Aerzten und Che- Bahnbofstraße 24 III. Schmidt. 4138 woselbst auch 675 675 Schutzmarke zu achten Die besten billigsten 4143 Zwei möblirte Zimmer zu verm. C. Rahn Löwe., Wetzsteingasse. 4149 Ein junges Mädchen tagsüber zu einem Kinde gesucht. _____________Bahnhofstraße 18. 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Näheres Lei Hebamme S ch i r m a n n Wolkengasse Nr. 22. m UZ Zur Herstellung eines Doppelgestänges für die Reichs-Telegraphenleitunaen ans der Strecke von Gießen bis Vilbel soll die Lieferung folgender Materialien im Wege des Anbietungsoerfahrens vergeben werden. A. Hölzerne Querverbindungen: zum Auffüllen kann gratis abgefaw ren werden. Textor's Hardt. hSchweineschmalz oiferirt billigst Eberh. Metzger, Neustadt Nr. 8. [4152 4147 Ein oolPetter Ring verloren. Der Finder wird gebeten, solchen gegen gute Belohnung abzugeben _Selter? weg 61. Haupt-Niederlage für Giessen und Umgegend bei Emil Fischbach. 4156 Für ein hteflges Mannfae. tnrwaaren. Geschäft wird ein g«. wandte. jüngere« Mädchen gesucht. Gebackene Fische im Postkeller. 4158 Bekanntmachung. Alle Steigerer, welche bei den bis einschließlich 12. März b. I. ab- gehaltenen Versteigerungen Holz ersteigert und noch nicht aus dem Walde ge- bracht haben, werden aufgefordert, dies um so gewisser bis 13. Juni d. I. zu thun, als sonst Anzeige gegen sie erhoben wird. Gießen, 14. Mai 1888. Cafe Leib, Giessen. Täglich von Nachmittags 4 bis 10 Abends, jede halbe Stunde: Galathee, das größte Kunstwerk der Gegenwart von Castan's Panoptikum in Berlin. 50 Schüler und Militair vom Feldwebel abwärts 25 [4037 Iiir Maschinentechniker. Eine Anzahl Bücher für Maschinentechniker, darunter „der practische Maschinenconstructeur" o. Uhland, sind preiswürdig zu verkaufen. Näh, in der Exped. d. Bl. 4134 g Otto Herz - EröffnungSommer-Wirtl ottf dem Bierkeller zeige hiermit ergebens! an. 4129 Chr. T.Ö Stück hölzerne Oberriegel, „ desgl. Mittelriegel. B. Gifentheile: Stück Schraubenbolzen, „ grade Jsolatorstützen, 4221 2025 306 „ Winkelstützen für 2 Isolatoren. Dre näheren Bedingungen können während der Dienststunden im Zimmer 9tr. 102 der hiesigen Ober-Postdirection eingesehen oder gegen Einsendung von 50 Pfg. Schreibgebühren für jedes Exemplar von hier bezogen werden. Die Preisforderungen sind schriftlich und versiegelt mit der Aufschrift: „Lieferung von Materialien zum Doppelgestänge Vilbel-Gießen" versehen, unter Anschluß der von den Bewerbern zu unterschreibenden Be- dmgungen bis zum 23. Mai d. I. an die hiesige Ober.Postdirection einzusenden, bei welcher am gedachten Tage Vormittags 11 Uhr die (Jp öffnung der Angebote, welche auf die vorstehend unter A und B bezeichneten hölzernen und eisernen Materialien getrennt abzugeben sind, in Gegenwart der etwa persönlich erscheinenden Bewerber erfolgen wird. Nachgebote oder Anerbietungen, welche den festgestellten Bedingungen nicht entsprechen, sowie solche Gebote, welche ohne Beifügung der unterschriebenen Lieferungsbedingungen eingehen, werden nicht berücknchtigt. Die Bewerber bleiben 4 Wochen an ihre Angebote gebunden- Die Auswahl unter den Bewerbern, sowie die Ablehnung sämmtlicher Angebote bleibt vorbehalten. ________Helnricii JenUcit 8Schuhwaaren aller Art bekommt man unstreitig bei Fst. 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Im Schlaf- einzeln vor Dabei beS ®ubben er ‘ötteSfe «^dden stellte das Audienz gehabt, worauf die Antwort kam' ia irh T?l4 bie Gnade einer d°r König sich noch nach verschiedenen Eimelh'eit°n ch der Reb" 9ioc6bein Otto erkundigt halte, wobei man ihm anmerkte wie er bi3 Prinzen SW« .Ä-ÄS^i » äs wurde ein Jahr vorläufig ber kürzeste Termin sein " — ^Ühafl em; also gehen, man kann es ja so machen w e mit dem Sultan - L /s wird wohl rascher aus der Welt zu schaffen." - Wai/f ät TnSn 4 ft la einen Menschen Ehre." — Darauf wandte sich der König'zu mir und sraate^mi'^i^^^t mir meine nach dem Zustande des Prinzen Otto aus Nun nmi m idU? a^nIid)et Weise berichteten auf Fragen Übel ihreP^sonalangelegenL *««« unb bie Unterredung mit jedem mit der Frage: ^Warum aeben ^??bpn^gelmaßig schloß Zimmer? Ich möchte allein sein, es' ist doch ' n unangenehm^ UnÄ bc? mäßig erwiderten die Leute: „Der Herr Dbermebichiafrnfh^^ 7 r Unb ^enso regel- Darauf sprach der Kranke von seinem Aiffentbalt in deu^B?^-^ ° ^^eordnet." — sei als in der dumpKn Stadt. Die Luft sei rein das M uilV3 doch schöner es doch Niemand verargen, wenn er gern in den ° ^an könne Beide, Gudden und ich, das Schlafzimmer auf den zerließen wir aber blieben zurück. Nach, kurze? Zeit ging Gudden miebe^in baf°S;flbie Königs jvrudf; von der weiter geführten Unterbaltuna nrrftnnS ^ch-afzimmer des so lauge ich an ber Thiire staub Diese §in nnb ß8er?eb n m,"Ur ,£‘!'ielne Sätze, auf 4 Uhr Morgens bestellte Wagen vorgifahren war." ° ö-halten, bis ber C. Both II., Wallthorstraße 5^ Brennholz. Buchen- und Tannenholz, in guter trockener Waare, per Meter und per Centner, bMgst bei 96 Awrfregjf jEuler. Sonnenschirme von den feinsten bis zu den billigsten Genres kauft man am billigsten bei Johannes Zufall, 7 Marktstraße 7. 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