Nr. 66 htrcdit: Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Betreffend: Die Frühjahr» - Controlversammlung in 1888. Gießen, am 13. März 1888. Di« diesjährigen Frühjahrs-Control-Versammlunge« werden im Lreise Gießen wie folgt abgehalten werden: um im um um und zwar: 3 Uhr für sämmtliche Reservisten, sowie zur Disposition der Truppen- theile und der Ersatz-Behörden entlasienen Mannschaften aller Waffen; 4 Uhr für sämmtliche Wehrleute des I. Aufgebots aller Waffen; S Uhr für sämmtliche Ersatzreservisten. Hierher gehören die Orte: Wach, Mendorf a. d. Lahn, Birklar, Dorf- GM, Eberstadt mit Arnsburg, Ettingshausen, Garbenteich, Großen-Linden, Grüningen, Hausen, Holzheim, Lang-Göns, Leihgestern, Lich mit Albacher- Hof, Kolnhausen und Dttchlsachsen, Münster, Rieder-Bessingen, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern, Steinbach, Watzenborn mü Steinberg. Caspary, Oberstlieutenant und Kommandeur des Landwehr-Bataillons-Bezirks Gießen. n. Im Bezirke der II. Compagnie (Lich). 1) 3« Hungeu am 14. April 1888, Vormittags am Friedhöfe und zwar: um 9V2 Uhr für sämmtliche Reservisten und Wehrleute des I. Aufgebots, sowie zur Disposition der Truppenthelle und der Ersatzbehörden entlassenen Mannschaften aller Waffen; um IOV2 Uhr für sämmtliche Ersatzreservisten. Hierher gehören die Orte: Bellersheim, Bettenhausen, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Muschenheim mit Hof GM, Nonnenroth, Obbornhofen, Rabertshausen mit Ringelhausen, Rodheim mü Hof Graß, Röthges, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Villingen. 2) Zu Lich am 14. April 1888, Nachmittags am Bahnhofe Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brirrgerlobn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen a« di« «rotzh«rzog»ichen vürg-rm-iftereis« der «reifer. Nachstehende Bekannlinachung wollen Sie auf ortsübliche Weise zur öffentlichen Kenntniß bringen und die Ihnen bekannten Interessenten von dem Inhalt derselben speciell in Kenntniß setzen lassen. Dr. Boekmann. Es haben aus den genannten Orten zur bestimmten Stunde sämmtliche betreffenden Bezirke wohnenden Offiziere und Mannschaften des Beurlaubten- I. Im Bezirke der I. Compagnie (Gießen). I) Zu Gießen am 5. April 1888 im Oswald'scheu Garten und zwar: a) Vormittag- 9 Uhr für sämmtliche Reservisten der Infanterie, sowie sämmttiche zur Disposition der Truppenthelle und der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften Mer Waffen; ) Vormittag- 10 Uhr für sämmtliche Wehrleute des I. Aufgebots der | Infanterie; ;c) Nachmittag- 2 Uhr für sämmtliche Reservisten und Wehrleute des I. Aufgebots der übriaen Waffen; 4 d) Nachmittag- 8 Uhr für sämmtliche Ersatz-Reservisten. Hierher gehören die Orte: Annerod, Burkhardsfelden, Gießen (mü Cchiffen- berg und Herrnwald), Heuchelheim, Klein-Linden und Oppenrod. 2) 3« Lollar am 6. April 1888, Vormittags, neben dem neuen Bahnhofsgebäude und zwar: um gi/2 Uhr für sämmtliche Reservisten, sowie zur Disposition der Truppen- hcile und der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften aller Waffen; um 9i/2 Uhr für sämmtliche Wehrleute des I. Aufgebots aller Waffen; um JOV2 Uhr für sämmtliche Ersatz-Reservisten. Hierher gehören die Orte: Mendorf a. d. Lda., Alten - Buseck, Bersrod, Beuern, Climbach, Daubringen (mit Heibertshausen), Großen - Buseck, Lollar, Mainzlar, Rödgen, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Friedelhausen, Treis a. d. Lda., Trohe und Wieseck. 3) Zu Grünberg am 7. April 1888, Vormittags, an dem Bahnhofe und zwar: um 8 Uhr für sämmtliche Reservisten, sowie zur Disposition der Truppen- tbeile und der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften aller Waffen; um 9 Uhr für sämmtliche Wehrleute des I. Aufgebots aller Waffen und sämmtliche Ersatz-Reservisten. Hierher gehören die Orte: Allertshausen, Beltershain, Gellshausen, Göbelnrod, Grünberg (mit der Dickelsmühle, Neumühle, Stadtmühle, Steinmühle, Obere und Untere Ziegelhütte, Latzmühle), Hattenrod, Harbach mü der Kolbenmühle und Sommermühle, Keffelbach mit der Rabenauffchen Papiermühle, Lauter mit der Arztmühle, Bingmühle, Georgenhammer, Strellesmühle und Walkmühle, Lindenstruth, Londorf mit der Burg Rabenau, Burgmühle, Schmidtmühle, Reitzenmühle und Ziegelhütte, Lumda (Groß- und Klein-), Odenhausen mü Appenbörnerhos, Queckborn, Rein- hardshain, Reiskirchen, Rüddingshausen, Saasen mit Bollenbach, Veitsberg und Wirberg, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain, Weitershain mit dem Hainer-Hof, Winnerod. standes aller Waffen des Deutschen Reichs zu erscheinen, welche zur Reserve und Landwehr de- I. Aufgebot- gehören, zur Disposition der Truppentheile beurlaubt oder zur Disposition der Erfatz-Behörden entlassen find, sowie sämmtliche Grsatz- Reservisten. Dispensationen können nur in ganz dringenden Fällen eintreten und müssen darauf bezügliche Gesuche, welche von den betreffenden Bürgermeistereien beglaubigt sein muffen, spätestens 8 Tage vor den betreffenden Control-Versammlungen auf dem Dienstwege eingereicht werden. Die ohne Entschuldigung fehlenden Mannschaften haben sich der gesetzlichen Strafe zu gewärttgen. ES wird noch bemerkt, daß die Leute mit Mllitär-Paß und Führungs- Attest versehen in bürgerlicher Kleidung zu erscheinen haben, und vor dein Beginn der Control-Versammlung Schirme, Stöcke, Pfeifen rc. fortzulegen sind. Schließlich wird noch ganz besonders darauf hingewiesen, daß sämmtliche an der Control-Versammlung theilnehmenden Mannschaften für den g a n z e n Tag, an welchem die Control-Versammlung stattfindet, zum activen Heere gehören und den Militärgesetzen unterworfen sind. Freitag den 16. Marz 1888 i (Heuer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Kaiser Friedrich. Während die Vertreter der gesammten deutschen Nation und der Cultur- oölker der ganzen Welt unserem entschlafenen glorreichen Kaiser WUhelm in tiefster Rührung noch die letzten Ehren erweisen, da hat auch bereits des verewigten Herrschers verehrter Sohn, Kaiser Friedrich III., die Herzen Mer Deutschen, ja, wir dürfen wohl sagen, Mer gebildeten Menschen mit Freude, Trost und herrlichen und zuversichtlichen Hoffnungen erquickt. Getreu dem tzohenzollern-Wahlspruche, daß der König der erste Diener des Staates sei, war der Kaiser und König Friedrich ungeachtet seiner schweren Krankheit alsbald nach dem Hinscheiden seines erlauchten Baters au» dem üalienischen Kurorte San Remo nach der deutschen Reichshauptstadt geeilt, und bereits am Tage nach seinem Eintreffen verkündete der Kaiser in einem Manifeste an „Sein Volt" und in einem Erlasse an den Reichskanzler und Ministerpräsidenten Fürst Bismarck sein Regierungsprogramm. Wohl sind diese beiden kaiserlichen Erlasse ihrem Wortlaute nach bereits bekannt gworden, aber nichts Tröstlicheres kann es in der jetzigen Lage des deutschen Vaterlandes geben, als Kaiser Friedrichs hohes Streben und Thun an der Hand dieser Erlasse und der übrigen kaiserlichen Kundgebungen uns so sehr wie möglich klarzulegen und dem Gedächtniß einzupiägen. H'-'L über den Parteien und den politischen Schwankungen des Tages stehend, erblickt Kaiser Friedrich das Ziel seiner Regierung hauptsächlich in der A^irechttrhaltung der Sketigkeit und der Harmonie im Staats- und Volksleben w sicht gleichzeitig der Monarch in der Verfassung und den parlamentarischen Körperschasttn das wichtigste Mittel, um die Schwierigkeiten rm staatlichen und ftcalcn Leben zu beseitigen. Alles, was sich im Reiche als gut bewährt hat, soll also auch weiter auf dos Beste gepflegt werden und Neuerungen sollen nur dann zur Einführung ge- larigdn, wenn sich Regierungen und Volksvertreter genügend über die Nützlichkeit verständigt haben. In bie praktische Politik übertragen heißt dies: Die Eintracht der deut' chen Fürsten und Stämme, beruhend aus der Gleichberechtigung Aller, ist auch ferner hochzuhalteu. Dec Kaiser übt keine besondere Gewalt über r?os Resth aus, sondern ist nur der Vollstrecker des Willens der im Bundesrathe v reinigten deutschen Fürsten und der im Reichstage versammelten Volksver- tr.ier. Naturgemäß vereinigt der Kaiser als Präsident und Führer der Fürsten in seiner Person aber die höchste Gewalt im Reiche und übt dieselbe verfaffungs- mävig, also als der Wtllensausdruck der deutschen Fürsten und Völker aus Nicht die kaiserliche Machtfülle, nicht die Stärke des deutschen Heeres, nicht der Drang nach kriegerischen Lorbeeren, nicht der Ehrgeit eines Kunst- müc-ns erfüllen aber des Kaisers Denken und Thun, fordern friedliche Culrur- arbeit, weise Sparsamkeit, Vermeidung aller religiösen und politischen Extremen, gediegene H.ranbstdung der Jugend, innerhalb der gegebenen Verhältnisse mögliche Linderung der Noch der Armen, Förderung von Wiffer.schasten und Künsten, wir einem Worte Hebung der wahren Wohlfahrt des Volkes ist Kaiser Fried- richs eirziger Ehrgeiz. Alle Welt muß zvgestehen, daß auf Deutschlands Kaiser- thron ein Herrscher von fast bürgerlicher Bescheidenheit, ein siegreicher Feldherr ohne Ehrgeiz und ohne Ruhmbegierde und ein Staatsmann und Politiker von reichster und reisster Erfahrung fitzt, daß der herrliche Sohn Kaiser Friedrich seines erlauchten, glorreichen Vaters Kaiser Wilhelm schönste Tugenden ererbt hat und, so lange es Gott gefällt, auch ausüben wird. Darmstadt, 14. März. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 26. Februar den Baumeister Friedrich Heß aus Darmstadt zum Betriebs-Controleur bet den Oberhesfischen Eisenbahnen am 7. März den Steuerkomrmssär des Steuerkomm'ffariats Ober-Jngel» beim Friedrich Casimir Deisler mit Wirkung vom 1. April o. Js. an zum Ober-Steuerinspector des Hauptsteueramls Worms zu ernennen. Darmstadt, 14. März. Se. Köntgl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 12. März den Director der Realschule zu Friedberg Dr. Friedrich ! Möller auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen und ersprießltchen Dienste mit Wirkung vom 1. April an dis zur Wiederher- ! Peilung seiner Gesundheit in den Ruhestand zu versetzen. — Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 12 März dem Director der Realschule zu Frteobcrg Dr. Friedrich Möller die Krone zum Ritterkreuz 1. Klosse des Verdünst-Ocdens Philipps । der Gr. ßmüthigen zu verleihen. Darmstadt, 14. März. Der Eisenbahnbetrath für das Großherzog' thum ist auf Donnerstag den 5. April l. Js., Vormittags 10 Uhr, zu seiner 14. Sitzung etnberufen. nu Darmstadt, 14. März. Wie wir ersahren, tritt die Erste Kammer am 20. März zu einer kurzen Session zusammen, um das Unsallverfich> rungs Gesetz für land- und forstwirtschaftliche Arbeiter zu berathen. — Am nächsten Freitag, dem Tage der Beisetzung Sr. Maj. des Käsers, werden nach einem Aufruf des Oberbüraermeisters sämmtlichs Geschäfte geschloffen bleiben. Desgleichen sämmtliche Schulen. Berlin, 14. März. Die Kaiserin Augusta begab sich heute Abends 6y2 Uhr nach Charlottenburg zum Besuch des Kaiserpaares. — Der Kaiser roiomet sich anhaltend den Regierungsgeschästen, er nimmt mehrfach Vorträge entgegen. Uever die Frage des Gelübniffes auf die Vers ffung dürfte heute die Entschließung des Kaffer« erfolgt se n. Wahrscheinlich bildet diese Ange legenyeit den Gegenstand des Vortrages, welchen der Reichskanzler heute Nach- mittag hielt. Betreffs der kaiserlichen Botschaft an den Rerch-tag ist die Entschließung noch ausstehend, es gilt für wahrscheinlich, daß eine solche Bot- schalt dem Reichstag am Montag zugehen werde. Es heißt, der Kaffer werde die Präsidien des Reichstage-, des Herrenhauses und des Abgeordnetenhauses zur Entgegennahme der Bei eidskundgebung in gemeinsamer Audienz empfangen. — Der Seniorenkonvent de» Abgeordnetenhauses trat heute Nachmittag, einer gestern vom Reichskanzler Bismarck gegebenen Anregung folgend, zusammen. In gemeinschaftlichem Gedankenaustausch stellte sich Ueberetnsitmmung ba-über heraus, daß den Vorschrffcen der Verfassung am besten genügt würde, wenn der Kaiser an die beiden Häuser eine Botschaft richtet, in welcher er gelobt, die Verfassung treu zu halten und sich voroehält, den formellen Eid zu leisten sobald ihm sein Zustand ,u sprechen gestattet. — Der Prinz von Wales nebst Sohn, der Graf von Flandern, dessen Sohn Prinz Balduin und drr Kronprinz von Dänemark sind heute Abend hrer eingetroffen und wurden vom Kronprinzen Wilhelm und dem Prinzen Heinrich empfangen. — Den Mitgliedern des Reichstag« und beider Landtagshäuser wird heute Abend lO1^ Uhr etnstündiger Zutritt in den Dom gewährt. — Der Kaffer empfing Vormurags den OberbosmarsSall Perponcher, den Oberstallmelster Rauch und arbeitete später mit Wilmowrki; er ertheilie ferner um 12^2 Uhr dem General-L-eutenant Mtschke Audienz. — Der Kaiser befahl, durch die Ehrendienste Thuenden allen etntnffenbcn Fürstlichkeiten mitzuthetlen, baß sie sich, ohne auf ihn zu warten, sogleich bei der Kaiserin-Mutter melden möchten. Berlin, U. März. Das Befinden bet Kaiser« ist heute in folge der Anstrengungen der letzten Tage nicht so befriedigend, wie zu wünschen wäre. (Fr. — Der Kaiser ist gutem Vernehmen nach von einem leichten Fieber beiallen; es scheint eine Affektion der Luftröhre vorzultegen. (Fr. Ztg.) — In der feierlichen Sitzung des Reichstags am Montag wird eine kaiserliche Botschaft erwartet. Da» Dankes Votum des Reichstags an die aus- ländischen Parlamente wird durch den Reichskanzler auf diplomatischem Weg erfiaiM «ec den. — D^s Lctchenbegävgmß oes Koffers Wilhelm ist i€6t tufhn-D aut Fieitag M ton 12 Uhr ongefefct. Nur die Präsidenten re- Pci'ramente we^.n da'---, o-ficiell oerirettn sein. (§r j Bas Zeremoniell für die Beisetzung Kaiser Wilhelms. r- <$an L^nbegängniß findet Freitag Mittag 12 Uhr statt. Von 11 Uhr ob Gelaule aller Glocken; nach dein ersten Geläute treten Graf Otto Stolberg-Wernigerode MinisterÄ^bn«^'J Minister ?- Putkammer hinter Tabouret mit Rcichsscepier, hinter Tabouret mit Reichsapfel, der Kriegsmtnister hinter Tabouret £mS$Ä JuMzminister hinter Tabouret mit Reichsinsiegel. Minister Kette des Schwarzen Adlerorden-Z, Staatssecreiär v. Bottrcher hinter Tabouret mit Kurhut, die Minister v. Goßler und v. Schol, hinter Der kommandirende General detz Gardecorps v. Pape tritt M (Spnprniofuan er Sarges, neben ihm mit gezogenem Degen är?a tS ,ra £I,r Lehndorst und Fürst Radztwill, an das Fußende des Sarges treten Generaladiutanten, Flügeladjutanten, Generäle ä la suite, Deputationen ' bayerischen, sächsischen, württembergischen und ausländischen Regi brLCnk -1er. fiai,er "ar. Unter den zur Feier eingeladenen Personen oLth*f bcr ^-^kanzler, Generalseldmarschall Molike und der Statthalter non ni»?Äett a Hahenlohe. Die Kaiserin-Wittwe nimmt an der Trauerfeiei Sf ®otte«brenft rotrb nach letztwilliger Bestimmung des Kaisers von unter Assistenz der Domgeistlichkeit abgehalten. Während del GeistUche über die sterbliche Hülle des Kaisers den Segen spricht, gibt Infanterie die Sftrnh?lihbC12CIi bre ®alDen ab. Hierauf wird der Sarg durch 12 Obersten von der S S ft" und unter Vortritt der Kammerherrn, der die Reichstnsignien n nnd der als Marschälle fungirenden Hofchargen, begleitet von zwei die Bedeckung brldenden L>tabsosficieren und 12 Hauptleuten und dem das Reichs- ra™fero ^neral v Pape und den Letzteren begleitenden Generaladjutanten Gras ^ehndorss und Fürst Radztwill, bis zum Leichenwagen getragen und auf diesen gehoben. Ächt Stabsofficiere, welche die Pferde des Leichenwagens führen sollen, deren Zugel, vier Ritter des schwarzen Adlerordens ergreifen die Zipfel des tr?°5n ben Baldachin über dem Sarge und dessen Cordons. Orgel fahrt fort zu spielen, wahrend die allerhöchsten und höchsten Herrschaften nlpn 4Qn ^'bEnzuge einnehmen. Letzterer setzt sich unter dem Geläute aller Glocken in Bewegung und geht über die Schloßbrücke durch die Mittelpromenade Unter Ö i iS? Brandenburger Thor bis zur Siegesallee, wo die allerhöchsten Un Ltc J®aßcn besteigen und zurück zur Stadt oder auf anderem Wege zum Mausoleum nach Charlottenburg sich begeben. Die Reichstnsignien werden ?er ^legesallee aus «ach dem Kron-Tresor zurückgebracht; der Baldachin wird abgehoben, bte Zugel der Pferde übernehmen 8 Lieutenants, die Zipfel des Letchen- Hauptleute. Die weitere Eskorte des Leichenzugs von der Siegesallee bis zum IlliaMoleum in Charlottenburg erfolgt nur durch das Regiment der Garde du Corps oih Mausoleum ist die Leibcompagnie des 1. Garderegiments aufgestellt. Sobald der Degen über die Leiche gesprochen wird, gibt Artillerie den Trauersalut von 101 Schüssen ab. Ter ^eichenzug wird eröffnet durch je 1 Schwadron und je 1 Bataillon sämmtlicher ^rd^eglmenter, 1 kombinirtes Bataillon vom Köntgs-Grenadier-Regiment, vom Lehr- batalllon und von der PotsdamerUnterofficierschule und 12 Geschützen der beiden Garde- Feld-Art, llerieregimenter. Die Standarten und Fahnen befinden sich vor der ersten Sektion. Hierauf folgen Dienerschaft, Hausoffizianten, Beamte des Hofmarschallamts uns der übrigen königlichen Hofbehörden, der Correspondenzsecretär des Königs, Hof- und tetbpagen, die Leibärzte, Kammerjunker, Kammerherren, die die Reichstnsignien tragenden Mrmster und Graf Ott-Stolberg mit derReichskrone, Hofchargen, Viceoberbofchargen und Oberhofchargen. Dann kommt der Leichenwagen. Die Ritter des Schwarzen Ädlerordens, welche die Zipfel des Leichentuchs halten, sind die Generale v. Blumenthal, v. Treskow, v. Obernitz und Generaladjutant Graf v. d. Goltz. Hinter dem Leichenwagen wird das Leibpferd des Verewigten geführt, darauf folgt das von General v. Bape getragene Rerchspanier, alsdann der Kaiser, umgeben von den Königen von Sachsen, Belgien und Rumänien, der Kronprinz, Prinz Heinrich und die Mitglieder der ^onigssamllie. Nach ihnen die zur Beisetzung erschienenen allerhöchsten und höchsten Herrschaften^ die Abgesandten der fremden Fürsten, Generaladjutanten, Flügeladjutanten und das Gefolge des verewigten Kaisers, die Prinzen aus souveränen Häusern, Bismarck, Moltke, der Statthalter von Elsaß-Lothringen, die Ritter des schwarzen Ädlerordens die Chefs der fürstlichen Häuser, die Generalität, die Milglieder des Bundesraths, die Präsidenten des Reichstags und beider Häuser des Landtags, hierauf nach der Hofrangordnung alle Beamten und Mitglieder der Behörden, sowie des Reichstags und des Landtags, Deputationen der Städte Berlin und Potsdam, sowie anderer L-tädte. Den Zug schließen zwei Gardebataillone. Zu beiden Seilen des Weges vom Dom bis zur Sieges-Allee bilden Innungen, Kriegerveretne und andere Corporatlonen Spalier. Telegraphische Depeschm. Wolff'S telegr. CEi-wondenz-BUrea«. Berlin. 14. März. Se. Majestät der Kaiser hatte eine recht gute Nacht, der Appetit war rege, die Körperkräfte im Zunehmen, Husten und Auswurf geringer. ~ Der Kronprinz wurde gestern längere Zeit von seinem Kaiserlichen Vater im Schlosse zu Charlottenburg empfangen; außerdem wurden noch empfangen der Groß- herzog und die Großherzogin von Baden sowie andere Fürstlichkeiten. . — Der „Reichsanzeiger" macht in seiner heutigen Ausgabe bekannt, daß zwecks Meldung beim Katserpaar vorher Karten im bisher kronprinzlichen Hofmarschallamte abzugeben sind. Berlin, 14. März. Generalarzt Dr. v. Lauer soll nicht unbedenklich erkrankt sein, wozu hauptsächlich die durch den Tod des Kaisers hervorgerufenen Gemüths- bewegunqen beitragen. Pari«, 14. März. Im Prozeß wegen des Brandes der Opära comique wurden Director Carvalho und Pompier Andr« vom Appellhofe sreigesprochen. . Petersburg, 14. März. Alle Blätter heben den eminent friedlichen Ton der jüngsten Erlasse des deutschen Kaisers hervor und prognostizire daraus eine Consoli- Dirung des allgemeinen Friedens. Die „Börsenzeitung" will wissen, der gegenwärtig günstige Stand der Politik solle der Finanzverwaltung Anregung gegeben haben, der Frage wegen Abschlusses eines Handelsvertrags mit Deutschland näherzutreten, um damit dein beide Staaten gleichmäßig schädigenden wirthschaftltchen Krieg ein Ende zu machen. Eine anderweite diesbezügliche Bestätigung liegt nicht vor. Petersburg, 14. März. Der „Regierungsanzeiger" meldet: Auf Befehl des Kaisers Haden Freitag Vormittag in der lutherischen Petrikirche zum Trauergottesdienst für den Kaiser Wilhelm zu erscheinen: Die Hofstaaten, die Reichsrathsmilglieder, die Minister, die Senatoren, die Hofchargen, die Staatssecretäre, die Generaladjutanten, Flügeladjutanten, Generale, Admirale und Stabsoffiziere. In den kaiserlichen Theatern wird Freitag keine Vorstellung gegeben. Die Russische Reichsbank bleibt geschlossen. Newyork, 14. März. Mitglieder des Stadtraths beschlossen, eine Beileids- Resolution an Deutschland zu richten. Sie beantragten, die Flagge auf dem Rathhause Halbmast hissen zu lassen. Lokale-. Gießen, 15. März. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben den Wunsch zu erkennen gegeben, daß bet dem aus Anlaß des Hinscheidens Seiner Majestät des Kaisers Wilhelm am nächsten Sonntag, den 18. d. Mts., stattfindenden Trauergottesdienst von den untformsberechtigten Beamten, welche dieser Trauerfeter beiwohnen, die Uniform mit Trauerabzeichen (Flor um den linken Oberarm und schwarze Handschuhe) angelegt werde. Hießen, 14. März. (Schwurgericht.) Conrad Döring aus Maar, ein Lediger Bur'che, wurde angekiagt, unzüchtige Handlungen an einer Frauensperson mit Gewalt vvrgenommen zu haben. Die Geschworenen bejahten die Schuldfrage, billigten dem Angeklagten jedoch mildernde Umstände zu. Das Urtheil lautete auf 8 Monate Gefängnitz, abzüglich von 1 Monat erlittener Untersuchungshaft. — Mit Bezug auf die gestrige Nachricht betreffend das Realgymnasium und die Realschule geht uns nachstehende Berichtigung zu: Die gestrigen Metlheilungen «us dem Jahresbericht des Großh. Realgymnasiums und der Realschule bedürfen fiolgender Berichtigungen: Der Schülerbestand am Schluß des Schuljahres beträgt nicht 5»38 sondern 564 Schüler, wovon auf das Realgymnasium 218, auf die Realschule 188 mnb auf die Vorschule 158 entfallen. Die Zinsen der Heyer-Hanstein-Stiftung werden nicht »uPrämien für fleißige und „gewandte", sondern für fleißige und wohlgesittete Schüler verwendet. (Wir gaben der gestrigen Notiz Aufnahme, weil wir von dem Herrn Einsender sonst immer correcte Nachricht erhielten. Wir konnten die Nachricht «uf ihre Richtigkeit nicht prüfen, weil uns das sonst immer zugesandte Schulprogramm rn diesem Jahre nicht zugestellt wurde. Das Schulprogramm deS Gymnasiums erhielten wir, dasjenige der höheren und erweiterten Mädchenschule dagegen auch mtcht. D. Red.) Gießen, 15. März. fAuszeichnungen.j Nach einer kurzen Ansprache des Herrn Prot. Buchner, an Stelle des erkranktenDtrectors Nodnagel, wurden heute Morgen um 12 Uhr im großen Saale der Realschule 14 Schüler der Anstalt, welche fid) durch Fleiß und Betragen besonders ausgezeichnet hatten, vor ihren Mitschülern mtt werthoollen Prämien belohnt. — Der Vorstand des Veteranen-Vereins beschloß in seiner gestrigen Sitzung anläßlich des Ablebens Sr. Majestät des Kaisers, unseres -obersten Kriegsherrn, am Lage seiner Beisetzung einen größeren Betrag an kranke Kameraden zu spenden. Nach j toern Vorbllde unseres dahingeschiedenen geliebten Kaisers glaubt der Veteranen-Verein j.einer kranken Kameraden am besten zu gedenken, wenn er durch Milde und Wohlthat tote Leiden derselben zu lindern sucht. BsrmisGtes Darmstadt, 14. März. Seine Excellenz der Staatsminister Finger wird sich Zerrte zur Theilnabme an den Beisetzungsfeierltchkeiten nach Berlin begeben. — Oberbü germeister Ohly und Stadtverordneter Bcrgsträßer sind als Depu- ttirte der Stadt Darmstadt bei den Beisetzungsfeierltchkeiten heute Vormittag 11 Uhr mach Berlin abgereift. ][ Darmstadt, 13. März. Am Ludwig-Georgs-Gymnasium Hierselbst wurde gestern und heute das Muturttäts - Examen abgehalten. Der mündlichen Prüfung unterzogen sich 34 Oberprimaner, welche sämmtlich bestanden. Ein Abiturient, welcher Las schriftliche Examen bereits bestanden hatte, sich aber wegen Erkrankung am Schar- Lachfteber der mündlichen Prüfung nicht mit unterziehen konnte, wird demnächst eine »Einzelprüfung absolviren müssen. Als Großh. Regierungs-Eommissarius fungirte der Director der Anstalt, Dr. Becker. Budapest, 13. März. In Sasoar ist am Sonntag eine Brücke eingesturzt, fünfzig Menjchen stürzten in Den angeschwollenen Mlavaftuß. Zwölf Personen, zumeist Frauen und Kinder, sind umgekommen. — Die Nachrichten über Verwüstungen durch Hochwasser aus allen Gegenben des Landes lauten immer bedrohlicher, viele Orte sind üderschwemmt. Der Bahnoerkehr ist in manchen Richtungen unterbrochen oder auf Wochenfrist gänzlich eingestellt. ___ Gottesdienst der israelitischen Religionsgeselischast. Freitag Abend 5« Uhr, Samstag Vormittag 830 Uhr, Samstag Nachmittag 330 Uhr, Samstag Abend 645 Uhr- _______________ — Schätze deS Erdreichs sind nicht blos Silber und Gold, sondern auch jene in Kochbrunnen zum Heile Der Leidenden von der Natur selbst gemischten Mineralien , durch deren Abdampfung unter ofsiciell ärztlicher Aufsicht die bewahrten Sodener Mineral-Pastillen (erhältlich in allen Apotheken ä 85 H per L>chachtel) gewonnen werden und so ausgezeichnete Wirkung bei Bronchial- und Kehlkatarrhe aus- üben. Herr Rodies, Weißenburg t. E., schreibt: Nachdem ich für meinen chronischen Kehlkopfkatarrh so verschiedene Mittel gebraucht habe, jedoch denselben nicht losbrtngen konnte, so nahm ich die Zuflucht zu den Sodener Pastillen und konnte zu meinem großen Erstaunen conftatiren, daß, trotzdem ich noch lehr wenig verbraucht habe, der Schleim sich sehr leicht löste und freiere Athmung eintrat; ich bin fest überzeugt, wenn ich die Pastillen fondrauche, ich gänzlich von meinem Leiden befreit werde. Ich kann diese vorzüglichen Pastillen Jedermann empfehlen. 24 Literarische-. — Im Interesse unserer Leser glauben wir jetzt schon darauf Hinweisen zu müssen, daß von »Meyers Hand-Lexikon des allgemeinen Wissens", dem bekannten, in Hunderttausenden verbreiteten 'Nachschlagebuch ersten Ranges, demnächst eine neue vierte, gänzlich umgearbeitete Auflage erscheinen wird. Dieselbe soll eine Vermehrung von nahezu 20,000 Artikel, eine reiche illustrative Ausstattung, größeres Format und deutsche Schrift erhalten- Die Ausgabe wird in vierzig wöchentlichen Lieferungen zu dem erstaunlich niedrigen Preis von 30 H erfolgen, eine bequeme Gelegenheit zur Erwerbung dieses kostbaren Kleinods, die selbst der Unbemittelte nicht versäumen sollte. Haudet mtfc Bcrkeh, Limburg, 14. März Rother Weizen pro Malters 1545 weißer Weizen M 15.00, Korn M. 10.25, Gerste * 9.40, Hafer X 6.85, Erbsen X 00.00, Kartoffeln JL 0.00. S Ist vom feinsten Geschmack und grösster An»- A&V&aääÄ&V* SiVM» w jpebigkeit. Das Beste ist stets das Billigste. co Lieferungs- Verdingung. Die Lieferung von 99 Raummeter Buchen- und 55 Raummeter Tannen- ffcheitholz für 1888/89, sowie das Kleinmachen von 89 Raummeter Buchen- und 27 Raummeter Tannenscheitholz soll auf dem Wege öffentlicher Verdingung vergeben werden, und sind Angebote bis Samstag, den 31. I. M, Vormittags 10 Uhr, zu welchem Zeitpunkte die Eröffnung der Angebote stattfinden soll, verschloffen unter der Aufschrift „Angebote für Brennmaterialien" bei der unterzeichneten Behörde einzureichen. Die Lieferungsbedingungen können auf unserer Schreibstube eingesehen oder gegen Erstattung der Abschrifts- Gebühren bezogen werden. Gießen, den 12. März 1888. Großherzogliche Akadem. Administrations-Commission. Dr. Gareis. 2188 Einträge in das Handelsregister Gr. Amtsgerichts Gießen am 8. März 1888. 1. Adolf und Paul Müller in Gießen eröffneten daselbst am 1. Dezember 1887 eine photographische Anstalt unter der Firma„Gebrüder Müller". Jeder von ihnen vertritt die Firma. am 12. März: 2. Max Bär und Jacob Bär in Gießen betreiben seit 1. October 1887 daselbst ein Manufactur- waaren- und Herrenconfectionsge- schäst unter der Firma „Gebrüder Bär". Jeder von ihnen vertritt und zeichnet die Firma. 3. Der Mitinhaber der Firma Burk und Storck in Gießen Herr Otto Kemp ff ist gestorben. Neidhart, 2199 Gerichtsschreiber. 2 Caffaschränke Gill. b. W. Handwerk in Wetzlar. 2191 Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Au» Anlaß der morgen — Freitag den 16. d. M. — in Charlottenburg stattfiudenden feierlichen Beisetzung der sterblichen Hülle Seiner Majestät des Kaiser» Wilhelm find di« städtischen Bureaus, mit Ausnahme de» Standesamt», an diesem Lage geschloffen. Gieße», den 15. März 1888. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Rramm. 2200 Großh. Gymnasium zu Gießen. Zufolge höherer Weisung fallen die auf Freitag den 16. l. M. anberaumten öffentlichen Prüfungen aus. 2196 Die Direktion. Bekanntmachung. Am Tage der Beisetzung weiland Sr. Majestät deS Kaisers Wilhem — den 16. l M. — bleiben die Gefchäfts- gelaffe des unterzeichneten AmteS geschloffen. Gießen, den 13. März 1888. Großherzogliches Hauptsteueramt. Hörr. Holzversteigerung. Samstag, den 17. März er werden in den Gemeinde-Waldungen von Erda folgende Holzsortimente an Ort und Stelle versteigert: Anfang Morgens 9 Uhr im District „Hungerberg". 1) Im District „Hungerberg Nr. 6 u. 7", 13 Stück Kiefern - Stämme mit 2,60 fm, 8 Stück Kiefern-Stangen mit 0,38 fm, und 36 rm Kiefern-Nutzholz. 2) Im District „Eichenhardt Nr. 13 u. 14", 18 Stück Eichen-Stämme mit 28,47 fm. 3) Im District „Hain Nr. 22", 12 Stück Eichen-Stämme mit 2,50 fm, und 1 rm. Eichen-Nutzholz. 4) Im District „Elbersthal Nr. 31—32", 7 Stück Eichen-Stämme mit 0,89 fm und 4 Stück Eichen-Stangen mit 0,32 fm. 5) Im District „Langholz Nr. 34 u. 35", 39 Stück Eichen-Stangen mit 0,83 fm und 2 rm Eichen-Nutzholz 6) Im District ,,Lochskopf Nr. 36" 1 Eichen-Stamm mit 0,10 fm, 15 Stück Kiefern-Stämme mit 2,34 fm und 28 rm Kiesern-Rutzholz. 7) Im District „Pfaffenhardt Nr. 40" 52 Stück Eichen-Stämme mit 24,08 fm. 8) Im District „Berg Nr. 27, 28 u. 30" 26 Stück Eichen-Stämme mit 13,00 fm und 1 Kiefern-Stamm mit 0,20 fm. 9) Im District „Mainscheid Nr. 6 u- 7", 2 Stück Kiefern - Stangen mit 0,16 fm und 8 rm Kiefern-Nutzholz. Hohensolms, den 13. März 1888. 2177 Das Bürgermeister Amt Die am 10. d. M. im Oberkleener Gemeindewald abgehaltene Stamm- und Stangenholz Versteigerung ist des schlechten Wetters wegen nicht genehmigt worden. Es soll daher Dienstag, den 20. ds. Mts«, Vormittags von 9 Uhr ab, Beginn am „Schalsberg" in dem genannten Gemeindewald nochmals versteigert werden: Eichen 101 Stämme II. und III. Kl. = 44,54 fm, 5 Stangen I. und III. Kl. Nadel: 350 Stämme II. und IV. Kl. =. 46,30 fm, 507 Stangen I. und V. Kl. Groß-Rechtenbach, 14. März 1888. 2185 Das Bürgermeister-Amt. Holzversteigerung. Dienstag, den 20. März, sollen in dem Langsdorfer Gemeindewald folgende Holzsortimente versteigert werden: 15 Raummeter Buchen-Scheitholz, 180 „ Stamm-Knüppel 1. Klaffe, 50 Raummeter Kiesern-Knüppel, 400 „ Buchen-, Eichen-, Kiefern-Reiser, 800 Raummeter Durchsorstungsreiser, 30 „ Stockholm Der Anfang ist Morgens 9 Uhr ] an der Staatsstraße von Langsdorf I nach Lich, wo das Scheit- und Buchen- ' Knüppelholz sitzt. Langsdorf, den 13. März 1888. Großh. Bürgermeisterei Langsdorf. Köhler. 2181 Aicktionator. 2205 In Auftrag: versteigere Mittwoch, den 21. d. M. Nackrnittags von 2 Uhr an, im Brarnm- schen Local, Neustadt 55: 1 fast neurS Bett, 1 Bettstelle mit Sprungfeder, und Stheil. Matratze, 1 Suvsellie (Schul- dank), neues System, Gartenmöbel, eine Saison gebraucht, Tische, schöner Nähtisch, 1 Waschtich, 1 W lisch, 1 Sessel, 1 Wecker, 1 Sitzbad von Zink, 1 schön eingerichteter Mnderstuhl, 2 Petroleumlampen 1 Wanduhr, 2 kleine Bütten, 1 «üchenschrank, 2 eiserne Bettstellen re. re. Loiiis Rothenberger, Hamburger Fisch- u. Delik. Handlung A. Koch Nachf M WM Vater 2180 E. Buseck nebst Kinder Stein’sGarten Schweizer Stickereien alte 100.80, neue 102^0 ^eldsorte». 3Vi% do. Tendenz: fest. Rebactio«: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brühl'sche« Drucke. 138.25 85.90 97.30 103.00 102^0 97.50 104.00 106.90 10180 102.70 106.10 10510 106.20 16.11-16.15 16.10-16.14 2039-20.34 4.16—120 94.10 8690 63.30 96 90 13730 März 1888. 193.50 89.75 77.50 89.30 Von heute an ächt Münchener Sal- s^t®rbiero aus der Brauerei Z a ch e r l in München in Zapf. --— '---- 2203 20 Francs-Stücke do. in Vi Engl. Souvereigns Dollars in Gold W/o Franks. Landwsch. Credttbk.- Obltg. H°mb. Hypothbk.-Pfandbr. d/2U/0 do. 5% Buderus Oblig. -----1076 _____ Einen Lehrling sucht I. Bogel, Lackirer. "61 «onrsbrrtchl der frankfurter Jörtt WM.»,,,, », ,Ma. M/nSolmS-Braunf. Oblig. f/o G'eßener Oblig. f/%PeXterr- Goldrente £/8 m Oefterr. Silberrente 5®/o Portugiesen Oblig. Darmst. Bank-Actien Herr Postpackmeister J. 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Bratbückinge, ><>• Beflügel. Eichen - Stämme, zusammen 34 Festmeter, Eichen-Stangen, zu Wagnerholz geeignet, Rmtr. Eichen-Scheit, „ „ Knüppel, „ „ Reiser, „ Buchen-Scheit, m 1, Knüppel, 11 „ Reiser, n „ Stockholz, „ Radel-Knüppel aus Todmahl, 600 Rmtr. Nadel-Reiser. Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr im Grubenwäldchen. — Fortsetzung um 1 Uhr auf der Todmahl. Königsberg, den 13. März 1888. Der Bürgermeister: 2179 Scherer. 8 „Zur guten Stunde", g Q Jllustrirte deutsche Zeitschrift, O O bringt Romane und Novellen der besten und bedeutendsten Schriftsteller! 9 X , Glänzende künstlerische Ausstettung! O X Preis pro Quartal (13 Nummern) 2 Mk. 30 Pf. O X Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen und Postanstalten O g (Zeitungsliste 6650) entgegen. Q X — Probenummern - -— O Lesern alle Buchhandlungen, sowie die Verlagshandlung 9 8Berlin W. io. Deuts-Les Derlagshaus. R Emil Dominik, 2t unter A. 33 an bte Exped. d. Bl..' Ein ordenIIicheH^ifiHdH Zu Ostern gesucht. Näheres tn der Exped. b. Bl. Vertage zu Jlr, 65 des „stießener Anzeiger". ■n. Darmstadt, 13. März. fZweite Kammer der Stände.^ Nachmittags-Sitzung. Der Art. 16 des Unsall-Versicherungs-Gesetzes, welcher heute Morgen an den Ausschutz zurückverwiesen wurde, steht nochmals zur Debatte. Hierzu haben Abg. Gutfleisch und Genossen einen Abänderungsantrag etn- gebrachl, welcher bezweckt, daß die Besitzer von Grundstücken, die nicht zu forst- und landwirthschafilichen Zwecken dienen, sowie Haus- und Ziergärten u. s. w. zu der Versicherung nicht hinzugezogen werden sollen. Auch Seitens des Ausschusses war man der Ansicht, daß man diesem Anträge Gutfleisch beitreten könne. Auch proponirte derselbe noch ferner, daß von demjenigen im Großherzogthum gelegenen Grundbesitze, welcher zu einem Betriebe gehört, dessen Sitz außerhalb des Großherzogthums gelegen ist, jener Beitrag nicht erhoben werden soll. Nach einer kurzen Debatte wird der Antrag des Ausschusses in dieser neuen Fassung mit allen Stimmen angenommen. Art. 19, Untersuchung der Unfälle, Art. 20-22, Schiedsgericht, Art. 22-27, werden ohne Debatte genehmigt. Nach Abstimmung über das ganze Gesetz wird dasselbe mit allen gegen 6 Stimmen angenommen. Sodann wird die Berathung des Budgets mit Kap. 133, Bauwesen im Ressort der Section für innere Verwaltung, Tit. 2, Bau einer psychiatrischen Klinik bei der Landesuniversttät rc., fortgesetzt. Da die von der Regierung in Aussicht gestellte Proposition nebst Voranschlag und Pläne noch nicht vorltegen, beantragt der Ausschuß, die angeforderten 600,000 JL abzusetzen und findet dieser Antrag einstimmige Annahme. Desgl. Tit. 3, Erbauung eines neuen Museums zu Darmstadt für 1,500,000 JL, aus den ganz gleichen Gründen abzulehnen. Tit. 4, Kalharinenkirche zu Oppenheim, werden 14,300 JL bewilligt. Tit. 5, Landcsirrenanstalt Heppenheim (97,545 J4), wird unter denselben Gründen wie Tit. 2 und 3 abgesetzt. Tit. 6, Kreisamlsgebaude Schotten, Neubau desselben (51,600 JL). Abg. Erk plaidirt für Nichtbewilligung und Verlegung des Kreisamts von Schotten nach Nidda, wo es schon seit frühester Zeit zum Vortheil der Bewohner Ober- hestens gewesen sei. Mintfterialrath Rohde erwidert, ein Neubau am Kreisamt in Schotten sei unter allen Umständen nöthtg, da das alte Gebäude baufällig und unzureichend sei. Einer Verlegung des Kreisamts nach Nidda könne er nicht zustimmen. Die Position wird hierauf mit allen gegen 2 Stimmen genehmigt. Nachdem noch einige kleinere Positionen aus verschiedenen Thetlen des Budgets genehmigt, ist die Berathung desselben beendigt. Nach Verkündigung einiger Einläufe wird die Sitzung um 6 Uhr geschlossen. Morgen 9 Uhr Sitzung. Finanzgesetz. man tn's Freie, wo der Selbstmordcandidat einen Revolver aus der Tasche zog und ausrief: „Jetzt seht einmal wie ich mich todtschteße!" Der Schuß krachte und brachte eine lebensgefährliche Verwundung hervor. — Die Concursmasse des seiner Zeit von hier flüchtig gegangenen Restaurateurs aus dem „Caf4 Paris" kommt dieser Tage zur Ausschüttung und erhalten die Gläubiger 65pEt. Der hohe Betrag läßt darauf schließen, daß Jung nicht Schulden halber das Wette gesucht hat. — In der heute Nachmittag stattgehabten Verwaltungsrathssitzung der Hessischen Ludwigsbahngesellfchaft wurde beschlossen, die diesjährige Generalversammlung den 18. April abzuhalten. — Die Einnahmen der Gesellschaft haben sich im abgelaufenen Februar wieder sehr günstig gestellt. Der Personenverkehr brachte in runder Summe 50 000 Das se ther von Herrn Major^ von Follenius bewohnte Logis im Hause des Herrn Finanzraths Dr. Muhl ist -um 1. Juni d. I. anderweit zu per: miethen. K. Klees, Ludmigsstr. 5, . ~42 Die Wohnung im 3. Stock meines Hauses, o Zimmer mit Zubehör, neben Stein's Garten, ist wegzugshalber sofort zu vermiethen.________Ernst Mörser. 652 ~ Der 2. Stock, 5 Zimmer und Zubehör, alsbald zu vermiethen. __________________________Lahnstroße 5. 667] Südanlage 11 der dritte Stock vom 1. April ab zu verm. Nau mann. HOI] 3. Stock, 6 Zimmer mit Zubeh., neu hergerichtet, sofort oder sväter zu ver- miethen.____________Bismarckstraße 10. 1610 Dir mittlere Etage meine-! HauseS, Ecke des AsterwegS und Nordanlage, ist per 1. April mit und ohne Pferdestall zu vermiethen. __Louis Petri IU. 1969 Ein Familienlogis, bestehend aus^ 2 Zimmern und Küche u. s. w., vom! 1. April ab zu vermiethen. _______Marktstraße 18, im Hinterhaus. 86] Wohnung in schönster Laar, 6 Zimmer mit allem Zubehör und Garten antheil zum 1. April an ruhige Familüi zu vermiethen. ________Frankfurterstraße 53. 1332 Ein kleines Logis im Hinterhaus zu vermiethen. Neuenweg 40. 1714] Gartenstraße 13 ist der 1. und 3. Stock mit je 7 Zimmern u. Zubeh. -I auch Pferdestall — zu vermiethen. 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