Mr. 268. Erstes Blatt. Donnerstag den 15. November 1888. Meßmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Amtlicher Hheic Betreffend: Den Rundgang der Feldgeschwarenen. Gießen, den 12. November 1888. Das Großlmzogliche KreisamL Gießen an die Grotzherzogtichen Bürgermeistereien des Kreises. baldiae Sm.«?“ ^'^llgung vom 3. °. MtS. - Gießener Anzeiger Nr. 238, II. Blatt - noch nicht nachgekommen sind, erinnern wir Sie an yuruigc ti/tieoigUTlg. _____________v. Gagern._______________ Beta nntin aHH a-, ®.*u?l?t0,6 beM. 17 Sj?oü«»nl»jr ,888, Nachmittag, 1 Uhr, wird zu Grünberg im Saale des Herrn Gastwirth Hoffmann (rum Hirsch) eine GeneralversaMmiung de« landw.rthschaftl.chen «ezirköverein- Gieüeo abgehalten werden. W E s „ ? landwrrthschaftlrchen Bezirksverein ist zum Zwecke der Verloosung eine Geisenheimer Obstdörre im Werthe von 30 JL angekauft worden- ®4 «°rden in der Versammlung 150 Loose an Jedermann, der Loose wünscht, zu dem Preise von 20 H pro Loos abgegeben werden. Alle Mitglieder de, Vereins und Freunde der Landwirlhfchaft werden zu dieser Versammlung hierdurch freundlichst eingeladen. G.eßen, den 8. November 1888. Der Director des landwtrthschastlichen BezirkSvereinr. Jost, Regierungsrath. Tage-ordnang: 1) Referat des Herrn Professor Dr. Pflug über Schutz gegen Verluste durch perlsüchtiges Schlachtvieh. Z) Berathung über den mit einer HageloerstcherungSgeseUschaft abzuschließenden Vertrag. Referent: Herr Amtmann Rebel. o) BtzUg von Saatkartoffeln oder Saatftucht aus ftemden Gegenden durch den Verein. 4) Beschlußfassung über die Abhaltung von Faselmärkten im Kreise Gießen mit Ankörung verkäuflicher Thiere. 5) Verloosung einer Geisenheimer Obstdörre. Politische Rundschau. Gteßen, 14. November. Die Uebersiedelung der kaiserlichen Aamilie aus dem Marmorpalats bet Potsdam nach dem königlichen Schlosse in Berlin zum ständigen Winteraufenthalte daselbst wird am 22. November, also gerade am Tage des Neichstags-Zusammentrtttes, erfolgen. Es haben im königlichen Schlosse zur Herrichtung der kaiserlichen Wohnung umfassende bauliche Umänderungen während der letzten Zeit ftattgefunden, die nunmehr beendigt sind und sollen die Räumlichkeiten für die kaiserliche Familie ebenso glänzend, wie zweckmäßig eingerichtet sein. Der BundeSrath arbeitet jetzt angesichts der herangenahten Reichstagssesston mit Hochdruck und kann es keinem Zweifel unterliegen, daß das Parlament bei seinem Zusammentritte mindestens den Reickshaushaltsetat six und fertig vorfindcn wird. Von den noch restirenden Theilen desselben genehmigte der Bundesrath in seiner am Montag abgehaltenen Plenarsitzung den Postetat und den Etat der Reichsdruckeret uyd auch die noch übrigen EtatStheile, namentlich die umfangreicheren Etats des Reichsheeres, der Marine und des Auswärtigen Amtes, dürften in einer der nächsten Plenarsitzungen des Bundesrathes, vielleicht schon an diesem Donnerstag, zur Erledigung gelangen. Wetter beschäftigte sich der Bundesrath am Montag mit den Abänderungsvorschlägen seiner Ausschüsse zur Alters- und Jnoaliditätsversicherungsvorlage und setzte er die Berathung hierüber auch am Dienstag fort, eine abschließende Meldung über das Ergebniß dieser Berathung liegt indessen noch nicht vor. Doch erhält sich die Anschauung, daß es möglich sein werde, dem Reichstage bei seinem Zusammentritte auch die letztere Vorlage und hiermit den wichtigsten ArbettSstoff der neuen Session ebenfalls schon unterbreiten zu können. Es bestätigt sich, daß Kaiser Wilhelm auch die bevorstehende erste ordentliche Reichstagssesston unter seiner Regierung in Person zu eröffnen gedenkt; fraglich bleibt jedoch noch immer die Thetlnahme des Reichskanzlers bei dem Eröffnungsacte. Die Unterzeichnung der neuen deutsch - schweizerischen Tarifübereinkunft (Handelsvertrag) ist am Sonntag in Berlin durch die detderieitigen Bevollmächtigten erfolgt. Der Inhalt des neuen Uebereinkommens soll aber nach einer amtlichen Mittheilung des schweizerischen Handelsamtsblattes erst nach dem Abschlüsse der gleichen, zwischen Oesterreich-Ungarn und der Schweiz schwebenden Verhandlungen und nach Abschluß des bezüglichen Vertrages bekannt gegeben werden. Der greise Herzog Max Joses von Bayern, welcher erst am 9. September d. I. das diamantene Hochzeitsjubtläum — der Herzog ist seit 9. September 1828 mit Prinzessin Ludovica von Bayern vermählt — unter herzlicher Thetlnahme weiter Kreise beging, ist ernstlich erkrankt. Ein Bulletin aus München vom Montag Abend meldete, daß die Bewußtlosigkeit bei dem hohen Patimten andauere und sein Zustand sehr ernst und gefahrdrohend sei. Herzog Max Josef ist am 4. Dezember 1808 als Sohn des Herzogs Pius August aus der Linie Pfalz - Zweibrücken-Birkenfeld geboren und studtrte in München Geschichte, Jurisprudenz und Naturwissenschaften. 1827 trat er in die Kammer der bayerischen Reichsräthe ein, unternahm später verschiedene große Reisen und wurde dann zum Generalmajor, nachher zum Generallteutenant und schließlich zum General der Eavallerie der bayerischen Armee ernannt. Der Herzog lebt schon seit einer Reihe von Jahren theils in München, theils in Possenhofen am Starnberger See in Zurückgezogenheit. Herzog Max Josef ist der Vater der Kaiserin Elisabeth von Oesterreich und der Ex-Königin Marte von Neapel. Der Beginn der deutsch-englischen Flottenaction in den ostafrikanifchen ’ Gewässern ist bis auf nächste Woche verschoben worden, um den englischen Missionaren in Magila Zeit zur Abreise zu gönnen. Die Blokade wird sich längs der ganzen Küstenlinie der deutschen Schutzgebiete ausdehnen, die deutschen Kriegsschiffe werden die Küste südwärts von Tanga bis zur Insel Matnia decken, von wo aus die englischen Schiffe die Blokade bis zum Flusse Rowuma forlsetzen sollen. Die Maßregel bezweckt bekanntlich die Verhinderung deS SclaoenhandelS an der Küste von Zanzibar und der anschließenden Küstenthetle und in Verbindung hiermit die Verhinderung der | Einfuhr von Waffen und Munition von der Küste nach dem Innern Ostaftikas. Um aber die Blokade einigermaßen wirksam zu machen, müssen innerhalb der genannte» • Grenzt noch mehr Schiffe Aufstellung finden und werden hierbei auch die von Jtalie» ! und Frankreich nach Zanzibar beorderten Kriegsschiffe willkommene Verwendung finden. ' Da die Portugiesen aus ihrer Besitzung Minegani in der Thunghi - Bay von den , Arabern vertrieben worden sein sollen, so kann wohl auch auf Mitwirkung eines i portugiesischen Kriegsschiffes bei der Blokade gerechnet werden. Im Wehrauüschusse des österreichischen Abgeordnetenhauses begannen | am Montag die Verhandlungen über das neue Wehrgesetz zunächst mit einer General- i debatte. In derselben präcisirten die einzelnen Parteien ihren Standpunkt gegenüber dem neuen Gesetzentwürfe, wobei Abgeordneter Baernreither in längerer Rede die Anschauungen der deutschen Opposition darlegte. Die Erklärungen des genannten Abgeordneten lassen sich dahin zusammenfassen, daß die deutsche Partei der Wehrvorlage, da sie eine politische Nothwendigkett sei, im Allgemeinen zustimme, daß sie aber verschiedene Milderungen des Entwurfes verlangen müsse und setzte dann Abgeordneter Baernreither die bezüglichen Forderungen der Deutschltberalen näher auseinander. Auch der Abgeordnete Promber verlangte verschiedene Aufklärungen über die Vorlage von der Regierung, doch meldete der Telegraph am Dienstag über die Antwort des LandesoertheidigungsministerS noch nichts. Am Dienstag hielt der Wehrausschuß eine vertrauliche Sitzung ab. Der russische Verkehrs Minister, Admiral Pos siet hat dem von ihm infolge der Eisenbahnkatastrophe von Borkt erbetenen Abschied erhalten; nur wird der Minister noch bis zur Beendigung der Untersuchung über den Unglücksfall auf seinem Posten verbleiben. Jedenfalls wird man in den amtlichen Kreisen Rußlands froh sein, daß man in Herrn Possiet nunmehr den Hauptsündenbock für das tragische Eretgniß von Borkt gleichsam ex officio besitzt! Inzwischen hat sich an der Unglücksstätte bei Borkt eine neue Katastrophe ereignet, wenngleich von viel geringerem Umfange, als bet der Czarenreise. Es fand nämlich anläßlich einer Zugsentgletsung auf dieser ominösen Strecke ein Zusammenstoß zweier Züge statt, bei welchem mehrere Personen verletzt wurden. Pekegrapyis§< Aeprschen. »OkU's UUet. GarrespOnben,, Brrreim. Berlin, 13. November. Der „Retchsanzeiger" schreibt: Anläßlich der Unruhen in Ostafftka ist zwischen der deutschen und der großbritannischen Regierung eine aus nachfolgenden Noten ersichtliche Vereinbarung getroffen worden. Eine Note des Grafen Hatzfeldt vom 3. d. M. an Lord Salisbury schlägt angesichts der zunehmenden Ausdehnung der Feindseligkeiten der arabischen Sklavenhändler vor, gemeinschaftlich und mit Zustimmung des Sultans von Zanzibar die diesem Herrscher gehörigen Küsten von Ostafrika zu bloktren, um die Ausfuhr von Sklaven und die Einfuhr von Waffen und Kriegsmunition daselbst zu unterdrücken, lieber die Einzelheiten der Ausführung der Blokade werden der deutsche und der englische Admiral in Zanzibar verhandeln und eine Vereinbarung treffen. Um die Blokade wirksam gegen den Sklavenhandel zu machen, wird es erforderlich sein, daß Kriegsschiffe beider Stationen jedes verdächtige Fahrzeug, unter welcher Flagge auch, durchsuchen und gegebenenfalls aufbringen. Die deutsche Negierung tft bereit, in Gemeinschaft mit der englischen bet den anderen Mächten die nöthigen Schritte in diesem Sinne zu thun. Da der Negerhandel unfr die Feindseligkeiten der Sklavenhändler sich auch auf das angrenzende portugiesische Küstengebiet erstrecken, so wird es nützlich und wünschenswerth sein, die Mitwirkung und Zustimmung Portugals zur Ausdehnung der Blokade zu erlangen. Eine Role Lord Salisbury's vom 5. ds. tritt unter einer mit der deutschen Note wesentlich gleichlautenden Motivirung dem Vorschläge des Grafen Hatzfeldt bei und erklärt noch, die Blokade solle fortdauern, bis eine der Mächte die Absicht anzeigt, diefelbe aufzugeben. Der übrige Theil der Note stimmt wieder völlig mit dem deutschen Vorschläge überein. Stuttgart, 13. November. Der „Staatsanzeiger für Württemberg" schreibt: Eine in letzter Zeit vielgenannte Persönlichkeit, Frhr. v. Woodcock-Saoage, hat, wie wir zuverlässig vernehmen, aus eigener Entschließung mit seinem Begleiter sich aus der Umgebung des Königs zurückgezogen. Der König, der sich ihm Insbesondere aus der Zett seiner Erkrankung verpflichtet fühlt, wird ihm ein gnädiges Andenken bewahren. Zugleich wollen Se. Majestät ausgesprochen wissen, daß der genannte Herr an spiritistischen Experimenten sich niemals betheiligt habe. Die Minister haben, da sie über die schädliche Einflußnahme Dritter auf den Gang der Regierungsgeschäfte sich nicht zu beklagen hatten, ihre Entlassung zu dem Zweck, die Entfernung irgendwelcher Personen aus der Umgebung des Staatsoberhauptes herbeizuführen, weder etngereicht, noch in Aussicht gestellt, sie haben jene Entfernung auch nicht ohne ein gleichzeitiges Entlassungsgesuch verlangt. Sie haben nach einer unter dem Vorsitz des Prinzen Wilhelm, der mit der Stellvertretung Sr. Majestät betraut ist, stattgehabten Berathung in einem Anbringen vom 24./25. Oktober zur Kenntniß des Königs gebracht, daß zur Beschlagnahme des bekannten Artikels der Münchener „Neuesten Nachrichten" sofortige Einleitung getroffen worden sei und um Eröffnung der Willensmeinung des Königs darüber gebeten, ob das gegen zwei Personen, welche der Verbreitung des Blattes beschuldigt waren, eingeleitete Verfahren wegen Majestätsbeleidigung im Sinne des Paragraphen 95 des Strafgesetzbuchs seinen Fortgang nehmen soll, oder ob der König die Niederschlagung des Verfahrens befehlen wolle. Hinsichtlich des etwaigen strafrechtlichen Vorgehens gegen das Blatt in München wegen Beleidigung eines Bundesfürsten im Sinne des § 99 des Strafgesetzbuchs, wozu eine Ermächtigung des betreffenden Bundesfürsten erforderlich ist, war besonderer Antrag vorbehalten. Das gleichzeitig Sr. Majestät vorgelegte Protokoll über die Sitzung des Staats- minifteriums enthält am Schluß folgende Stelle: „Weiterhin ergab sich bei der Erörterung der Sachlage auch das Elnoerständniß aller Anwesenden darüber, daß diese Vorgänge vielfach ein erhebliches Aufsehen erregt haben und daß die Besorgntß nahe liege, es könnte hieraus im Falle fortdauernder aufregender Preßkundgebungen eine Beunruhigung selbst in weiteren Kreisen des Landes entstehen; man erachte es für eine Gewtssenspflicht, den König hiervon ehrfurchtsvollst in Kenntniß zu setzen." In dem hierauf ergangenen kgl. Dekret vom 29. October ist dem Staatsministerium „für die bei diesem Anlaß kundgegebenen guten Absichten und treuen Gesinnungen" der gnädige Dank des Königs ausgesprochen. Am 31. October erhielt der am 26. von Stuttgart nach Berlin und Hamburg abgereiste Ministerpräsident, der zugleich Minister des königl. Hauses ist, ein Telegramm Sr. Majestät, wonach Höchstdieselben seine Anwesenheit in Nizza wünschten. Vor seiner Abreise wui de im Staatsministerium sest- gestellt, daß ein Anlaß, die bisherige Haltung des Ministeriums zu ändern, nicht vor- ltege. Der Minister traf die mehrgenannten Herren nicht mehr in Nizza; während seines Dortseins traf die Nachricht ein, daß sie aus der Umgebung des Königs sich zurückzuztehen entschlossen seien. Neuestens haben Se. Majestät zu befehlen geruht, daß von einem ferneren strafrechtlichen Vorgeben wegen des Vorgekommenen Umgang genommen werde in der Erwartung, daß nach vorstehender Darlegung der Sachlage eine ruhige unbefangene Beurtheilung derselben seitens der Gutgesinnten Platz greifen werde." Triest, 13. November. Der Oberbezirkskommandant Wtplinger unternahm gestern mit den Officieren des deutschen Geschwaders einen Ausflug nach der Adelsberger Grotte. Nach 3stündiger Besichtigung, wobei ein Hoch auf den deutschen Kaiser ausgebracht und mit einem Hoch auf den Kaiser von Oesterreich erwidert worden war, fand ein Diner im Gasthof „Zur Krone" statt. Wtplinger trank auf die deutsche Marine, Hollmann auf die österreichische; Eontreadmiral Ezedtck toastete auf den Prinzen Heinrich, Hollmann auf die österreichische Land- und Seemacht, Generalmajor Probst auf die Waffenbrüderschaft zwischen Oesterreich und Deutschland. Bukarest, 13. November. Der König eröffnete heute in Gegenwart der Minister, des diplomatischen Corps und der Würdenträger die Kammern. Die Thronrede weist auf die guten Beziehungen Rumäniens zu allen Mächten hin. Rumäniens korrekte Haltung sei ein sicheres Pfand dafür, daß Rumänien auch fernerhin das Vertrauen der Großmächte und eine sichere Freundschaft der benachbarten Balkanstaaten genießen werde^ Die Thronrede kündigt verschiedene Gesetzentwürfe an, darunter einen in Betreff der Sequestration der Czernowitz-Jassy-Bahn, durch deren Betriebsüberyahme die Regierung beträchtliche Ersparnisse erzielen werde.______________________________' Lo talles. (Ziesten, 14. November. Aus der Superintendent D. Simon-Stiftung sollen auch in diesem Jahre wieder 70 JL an Unterstützungen vergeben werden. Hilfsbedürftige Angehörige evangelischer Geistlicher aus Oberhessen haben ihre Gesuche binnen 8 Tagen an Prälat D. Habicht in Darmstadt einzureichen. Gießen, 14. November. sStrafkammer-VerhandlungJ Am 13. l. M. wurde bei der Strafkammer Großh. Landgerichts dahier gegen einen Standesbeamten des Kreises Gießen eine Gefängnißstrafe von sechs Wochen nebst 30 JL Geldstrafe erkannt, weil derselbe eine Eheschließung vollzogen hatte, ehe von einer Nachbar- gemeinde die Bescheinigung des Aufgebots eingelangt war und weil er hierauf auch noch die Urkunde über Aushang des Aufgebots durch Veränderung der Daten verfälscht hatte. — Die Familie Ferrari', welcher die beiden künstlerisch hochbegabten jungen Comtessen angehören, stammt aus dem Piemontesischen. Die Familie gab der österreichischen Armee eine Anzahl hervorragender Heerführer, ein Graf Joseph Ferrari z. B. war zu Anfang des Jahrhunderts Feldmarschall und Präsident des Hofkriegsraths in Wien. Auch der Vater der beiden liebenswürdigen Künstlerinnen war österreichischer Major. Die Comtessen wurden in Venedig gebo^n, sie stehen in der ersten Blüthe der Jugend, ausgezeichnet durch äußere Reize und hohe geistige und künstlerische Ausbildung. Das ausgesprochene musikalische Talent der beiden Töchter, das sich schon früh offenbarte, veranlaßte die Eltern, die musikalische Bildung der Comtessen auf dem Wiener Conservatorium vollenden zu lassen. Schon bet der Aufnahmeprüfung machten sie Aufsehen und wurden auf Grund ihrer Leistungen gleich in die Ausbildungsklasse versetzt. Unter Prof. Julius Epstein wurden so rasche Fortschritte erzielt, daß sie bei Preis-Concurrenzen jedesmal als Siegerinnen heroorgingen und Vorzugscensuren sich verdienten. Nach Absoloirung dieser Studim genossen die jungen Damm noch das seltene Glück, vom Altmeister Liszt und von einem Anton Rubinstein wohlwollend geprüft und durch Fingerzeige in das innere Heiligthum der Kunst ein- geführt zu werden. Gießen, 14. November. jTheater.I Das gestern gegebene lustige Werk der beliebten Brüder von Schönthan, „Der Raub der Sabinerinnen", dem hiesigen Publikum schon von früher bekannt, errang auch gestern wieder den stürmischsten Beifall, der nicht zum kleinsten Theil der guten Aufführung galt. In der That war das Zusammenspiel tadellos, während die Einzelleistungen nur ganz wenig zu wünschen übrig ließen. Frl. Frey's Spiel (Rosa) schien uns vielfach allzu übertrieben. Selbst die sentimentalste Köchin läßt sich durch das rührseligste Stück nicht bis zu derartigen Ausbrüchen des Lamentos — von Thränenftrömen kann ja auf der Bühne nicht gut die Rede sein — erweichen. Frl. Hellmut gefiel uns als Friederike ausnehmend. Nur stört sie häufig den Eindruck ihres ausdrucksvollen Mienenspiels durch ein unseres Erachtens unbegründetes Schließen der Augen. Auch Frl. Hellmut neigt etwas- zu Uebertreibungen. Frl. Friedrichs spielte in den Scenen mit freundlichem Gesicht ganz reizend, mit einer bestrickenden Liebenswürdigkeit und Treuherzigkeit. Dagegen bei den Zornesscenen verwischte sie den Charakter der Rolle (Marianne) etwas durch den schalkhaften Ausdruck ihrer Züge, der das krampfhafte Ballen der Fäustchen lügen strafte. Frau Reiners spielte wie immer; könnte man es überhaupt besser machen, so hätte sie es wohl gethan. Emanuel Striese (Herr Reiners) schien uns im Aeußeren zu jung für einen, der „seit 25 Jahren Theaterdirector ist". Aber das beeinträchtigte sein vorzügliches Spiel nicht im mindesten. Herr Sternau vereinigt mit sehr gewandtem Spiel ein schönes Organ, das er auch schön zu gebrauchen versteht. Aber eines möchten wir in Zweifel ziehen, daß nämlich Sterneck's Garderobe der ganzen Truppe Striese's, diesen selbst nicht ausgeschlossen, „paßt wie angegossen". Herrn Taußig's ausgepfiffener Dichter war durch seine Resignation rührend. Die dankbare Rolle des aufgeregten Weinhändlers Groß hatte in Herrn Pieper einen ausgezeichneten Darsteller, der jedoch hie und da etwas zu abgerissen spricht, während gerade in der heutigen Rolle Abgerissenheit ganz und gar nicht am Platze war. Den Dr. Neumeister sp«lte Herr Förster zwar an sich recht hübsch, aber er befriedigte doch nicht in gleichem Maße wie sonst, was zum Theil wohl der undankbaren Rolle Schuld gegeben werden muß. Auch die Vertreter der Nebenrollen thaten ihre Schuldigkeit. Wie wir hören wird eine der ersten Vorstellungen der neuen Abonnementsabtheilun» den „Salontgroler' bringen, der ia ebensalls füt die Gießener leine Neuheit rnTht«? Nach den bisherigen Leistungen des .Neuen Theaters" ist es keine Frage, daß den Be- uchern der Aufführung em vergnügter Abend bevorsteht. Darum wollen wir nicht unt«,' lassen, die Vorstellung warm zu empfehlen. Th. M—n ” Gießen, 9. November. Wir glauben nicht unterlassen zu dürfen, unsere Leser auf ein Unternehmen aufmerksam zu machen, welches die vollste Billigung und Unterstützung jedes Kunstfreundes verdient; wir meinen die Kunstausstellung, welche die hiesige Fehsenfeld'fche Universitäts-Buchhandlung des Herrn M Balk im Hause des Herrn Kaufmann Leo, Seltersweg 71, für die Monate November und December eröffnet hat. Es wird uns hier ein ungewöhnlich großes und mannigfaltiges Kunstlager vor Augen geführt, wie wir es gleich gut sortirt und geschmackvoll ausgestellt selbst in größeren Städten gesehen zu haben nicht erinnern können. Mit den Meister- werken unserer hervorragendsten Künstler, fpeciell der Jetztzeit, werden wir durch vorzügliche Photographien, dre in den verschiedensten Formaten ausgestellt sind, bekannt gemacht, dle Wirkung dieser Kunstblätter wird noch durch ihre gediegene Einrahmung bedeutend erhöht. Jedes Kunstgenre finden wir reichlich vertreten. Neben den jetzt so viel begehrten Portrarts unserer drei erhabenen Kaiser sehen wir die schönen religiösen Bilder eines Pfannschmidt, Kaulbach, C. Müller, Gabriel Max, Plockhorst, Hofmann rc Besonders fallen in die Augen die großen Extraformate der Photographien von Gustav Richter, Königin Luise, Anton v. Werner, Sedan und dessen Kaiserproclamation, die großen Stiche von Rafael's Sixtina und Kntlle's Weimar 1803. Nicht minder zahlreich sind unter den ausgestellten Photographien die Werke unserer bekanntesten Genremaler wie Defregger, Erdmann, Schweninger, Vautier, Bodenhausen rc. vertreten wie wir auch ganz vorzügliche Landschaften, Jagdbilder, Studienköpfe nach Originalen'von Max Schmidt, Hofften, Aßmus (Trompeter von Säkklngen), Deiker, Kröner u. a. ausgestellt fanden. , Außer diesen Photographien bemerkten wir eine größere Anzahl gut ausgeführter § "te Tizian s Flora, Angelica Kauffmann, Vestalin, Knille, Weimar 1803, Rubens, Fruchtekranz, Beyschlag, Hochzeitsfest rc, sämmtliche Bilder in feinen Stickrahmen. An Oelbildern fielen uns besonders auf die vorzüglich ausgeführten Bildnisse von Kaiser Wilhelm I. und der Königin Luise (nach Richter), welche in den prächtigen Broncerahmen eine Zierde der Ausstellung sind. y £ All die vielen hervorragenden Bilder zu besprechen oder auch nur namentlich aufzuführen, würde zu weit führen, wir beschränken uns auf diesen kurzen Hinweis der dazu dienen möge, unsere Leser, welche Sinn für Kunst habest und welche sich ihre Zimmer durch schon geschmückte Wände verschönern wollen, in die Ausstellung 3U 'Uhren. 9192 Vermischtes. _ .. D-rmstadt, 13. November. Ernannt wurden: Am 7. November br (Stxxte- HSf'Ä •>» Wl-rWM», M S W.ÄÄ iÄ'iKÄÄ1""16“' **" »» Fulda, 13. November. Die auch von uns wiedergegebenc Meldung der Käst Allg. Zig. , der Gendarm Stcindamm in Hünfeld, der sich gestern entleibte, bab, den großen Hünfelder Brand verursacht, scheint aus müßigem Gerede zu beruhen Dasselbe Blatt laßt sich nämlich unter dem Heutigen berichten : Gendarm Steindamm war nach und nach in zerrüttet- V-rmögensverhältniss- gekommen und suchte tleä auf aU- mögliche Arten zu verdecken. So entlehnte er auch auf Grund eines singst,-n Sparkassenbuchs bet dem Pfarrer zu Mackenzell eine Summe und als er diese nicht zuruckzahlen konnte, zeigte ihn der b-tr. Pfarrer bet seiner vorgesetzten Behörde in Kassel wegen UrkundenfMschung an, welche die Verhaftung Steindamms durch den Hers elder Gendarmeri-^Wachtmeister verfügte. Dieser, gerade auf einer Dienstreise begriffen, erhielt das Telegramm etwas spät und so war es möglich, daß Steindamm gewarnt werden konnte, nachdem ein zweiter Verhastsbesehl an die zuständige Fuldaw Behörde gekommen war. Er entzog sich durch einen Schuß feinem stdsichen Richter. - Weiter wird milgctheilt, daß die „Volksstimme" den St. als Brandstttler bezeichne. 1 ‘,lcr . ... - Am Sonntag hat im „Storch" zu Frankfurt a. M. der Verband b-snsch-r Feuerwehren getagt. Der erstattete Jahresbericht lieferte ein Bild von der Entwicklung und dem gegenwärtigen Stande des hessischen Löschwesens Die B-r Handlungen, welche sich meist auf praktische Fragen innerhalb des Löschwesens b.-oaen "a?>menr mehrere Stunben in Anspruch. Am Nachmittag fand eine Besichtigung dw Centralstelle der Frankiurter Feuerwehr statt, wobei die Dampfspiihe vorgeführl und Exercttien mit dem Rauchapparate gemocht wurden, welche glänzend ausfielen , M-tz. 11. N°°-mber. Unsere Stadt wird sich diesen Winter zum ersten Male unter der deutschen Verwaltung ohne französische Theatervorstellungen behelfen müssen nachdem der französischen Schauspielergesellschaft zu Nancy, welche hier eine An>M von Gesammtgaftspielen geben sollte, endgiltig das zum Ueberschreiten der deutschen Grenze erforder ich- Paßvisa verweigert worden ist. In hiesiger Stadt werden übrigens nur wenige Personen das Auf Horen der französischen Vorstellungen bedauern. Nachdem die größere Mehrheit der Bevölkerung der deutschen Sprache mächtig ist und die Minder- welche nur wenige Theaterbesucher hatte, so lag eigen,ii» schon seit Jahren kein Bedürfnis mehr nach sranzösischen Vorstellungen vor. Veiileu wären wohl schon früher etngegangen, wenn sie nicht hauptsächlich von der einae- wänderten Bevölkerung besucht worden wären. — Gestern fand die Beerdiauna des Gememderathsmttgliedes und Abgeordneten des Landesausschusses, Neumann statt Am Grabe widmete Bürgermeister Halm dem Verblichenen einen warm empfundenen Nachruf, in welchem er das Wirken desselben in versöhnlichem Sinne ganz bcsonde s hervorhob. Nach ihm hielt Gemeinderath Lanique eine französische Ansprache - . "7 Am 9.'?°°°Er u>a„n ini deutschen Reichspostgebiet gggg Telegraphen- amter im Betriebe. Am 10. erfolgte die Einrichtung eines weiteren Telegraphenamts st, Kreisau i. Schl., bekanntlich dem Sitz des Generalseldmarschalls Grafen ° Moitkc Somit ist Kreisau die 10,000fte T-legraphenstatton des Reiches gewogen Frankfurter Stadttheater. Die auf vielfaches Verlangen nunmehr von der Intendanz der Frankfurter Theater arrangirten Nachmittags-Vorstellungen des Ausstattungs-Schauspiels Die Reise um die Erde in achtzig Tagen" bewähren sich vortrefflich und sind nicht nur'vou den einheimischen, sondern auch von der ganzen Umgebung zahlreich besucht. Diese 30rI*^u,I?lc.n..m6cn toon Dor 7 Udr Abends und geben den auswärtigen Besuchern di- Möglichkeit bequemer Rucktahrt. Die nächste Vorstellung ist angefetz, für Sonntag Den 18. d. M., Nachmittags 3Va Uhr. An unsere geehrten Abonnenten. Wiederholte Beschwerden, welche in der letzten Zeit uns kund wurden veranlassen uns, die geehrten Abonnenten unseres Blattes zu bitten, jede Unregelmäßigkeit der Austräger uns mit kurzer Notiz gefl. direet zu melden. Nur dadurch sind wir in Stand gesetzt, Abhilfe zu schaffen. Die Austräger sind angewiesen, den Anzeiger in die Wohnung der Abonnenten zu bringen und nicht, wie vielfach zu geschehen scheint, aus Treppen und Muren abzulegen. Die Expedition de- „Gießener Anzeiger". Briefkasten. Herrn — n. hier. Von Ihrem uns gütigst übermittelten Berichte können wir leider keinen Gebrauch mehr machen. Hoffentlich bietet sich später Gelegenheit zur Der- werthung Ihrer geschätzten Zusendungen. Garantie für guten Sitz. ä Pfd. 15 H, billigst bei 9199 €?• Wiltschke 9188 Poessneck b. Jena 8929 ä h ä Louis Huth, Poyellanmalerei^ 18 „ 25 „ 22 „ 17 [9196 empfiehlt den Herren Studirenden seine Dedikation-artikel mit \ Wappenmalerei bei exakter schneller Ausführung zu billigen Preisen. I zu enorm billigen und festen Preisen. Anfertigung nach Maaß. (10 Pfd. für vM 2.25), Mittel-Linsen, (10 Pfd. für v*L 2.-), weiße kleine Bohnen, ä (10 Pfd. für JL 1.50) offerirt Einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich am heutigen Tage das Hotel „zum hessischen Hof" in Gelnhausen käuflich übernommen habe. Vereint mit meinem langjährig innehabenden Bahnhof-Restaurationsgeschäft wird es mein eifrigstes Bestreben sein, auch bei meinem neuen Unternehmen durch prompte und reelle Bedienung mir die Gunst eines verehrten reisenden Publikums in jeder Beziehung erhalten zu suchen. Gelnhausen, den 15. November 1888. Hochachtungsvoll Schöne Jett-Gänselebern werden gekauft. A. Koch Nachf., 9205 Hamburger Fisch- u. Delic.-Handlung. Chrtstbefcheerimg der Kleinkinder * Bewahranstalt . „Am 4. Adventssonntag, den 23 Dezember d. I., soll die ChriS- vescheerung für die Kinder unserer Anstalt stattfinden. r. Wir haben in diesem Jahre für 212 Kinder den Christbaum ,u schmücken und den Tisch mit Gaben zu decken. Um dies zu können, wenden wir uns wieder an die Liebe und den wohl- wollenden Sinn der Freunde unserer Anstalt und ihrer Kinder und bitten uns Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen, Garn u. bergt., besonders aber auch an «Seid, das uns die gleichmäßigste Bescheerung für unsere Kleinen ermöglicht, zuwenden zu wollen. Eine List« zur Erhebung von Beiträgen wird nicht herumgegeben. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine der nach- benannten Vorstandsdamen gelangen zu lasten: Fräulein Amalie Banja (llcordanlage 4l), Frau Oberbürgermeister Bra m m (Ludwigsplatz 10), Frau Dr. Brüel (Neuenbäue 41), Frau Amtsrichter Gebhardt (Gartenstr. 15) Fräulein Emilie Langermann (Südanlage 21), Frau Pfarrer Naumann (Sudanlage 8), Frau Louise Ottens (Bismarckstraße 11), Frau Auguste Schwan (Seltersweg 64), Fräulein Louise Wortmann (Asterweg 16). Auch die Schwestern unserer Anstalt sind bereit, Gaben in Empfang zu nehmen. Gießen, den 10. November 1888. Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt. __________________Dr. Nauman n, Pfarrer. «J. Hllpstein, _________Lindenplatz. Mdenplatz Z Klipstein Mndenplatz empfiehlt (9198 größte Auswahl von fämmtlichen Neuheiten in: Buckskins und Paletotstoffen Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. findet 2lud£o<’funa der Reihenfolge btt Schöffen pro 1889 Donnerstag den 6. December l. I., Nachmittags 3 Uhr, in öffentlicher Sitzung statt. Lieh, den 9. November 1888. Grobherzogliches Amtsgericht Lich. _________ Langermann. (gutkochend): gelbe Bietoria-Erbsen, (lu Pfd. für JL 1.30), gesch. Victoria-Erbsen, (10 Pfd. für JL 1.60), Heller-Linse«, Eine Parthie Buckskin-Reste Arbeitsvergebung. Montag bett 19 Novbr. d.J , Nachmittags 2 Uhr, sollen bei unterzeichneter Stelle in Accord gegeben werden: 1) Pumpenmacherarbeit, bestehend in Lieferung zweier eiserner Wasser» Pumpen in Gemeinde - Brunnen, veranschlagt zu 270 JL, 2) Maurer- und Steinhauerarbeit dazu, veranschlagt zu 110 Jt., unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen. Londorf, 12. November 1888. Großherzogliche Bürgermeisterei. Aumann. 9187 IraclKbriefe für Fracht- und Eilgut, mit Bahnstempel (gültig für alle Bahnstationen Deutschlands) liefert mit und ohne Firmendruck zu billigem Preise die BrühFsche Druckerei Giessen — Schulstrasse 7. ( lll illr. stinst groh- o«1 körnig, 'empfiehlt 9214 Emil Elschbach. Frische Schellfische treffen heute Mittwoch Abend ein bei 9211 Ferd, Drehes. Neue Thüringer Hülsenfrüchte Ieilgeöotenes. Kieler Bücklinge, Sprotten, Lachs, grobk. Caviar, Oel-Sardinen, Hummern, Ostsee-Delicateß-Häringe (in verschied. 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Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 3 Uhr 0W P e r s o Gräfin von Ebersburg Georg von Ebersburg Adelhaid von Seefeld Alexander von Feldern Krüger Lillj^ | 8e*ne Töchter Hedwig Müller. Ludolf Mädicke, Mechanik. Adam Reiners. 4% Preußische Consols 3Vz% do. 4% Nassauer Obltg. 4% Bayerische Obng. 4°/0 Badische Obltg. 4% Hessische Obltg. 40/0 Franks. Hvpothbk.-Pfandbr. fertigen wir~anch'behufs in auswärtige Zeitungen an; ^-^ß^AbgüLso (Stereotypen) werden billig berechnet. Coursdencht der frankfurter Börse. NeichSbank-DiSconto 4% 13. November 1838. Franks. Bank-DiSconto 4 /0 Donnerstag den 15. November: 2. Abonnements - Coneert. 2. Abtheilung ,,Mozart". Ouvertüre z. Op.: Jdomeneo, Figaros Hochzeit, Don Juan, Zaüberflöte. Außerdem: Serenata von Moczkowski, Träumereien von Schumann, Gavotte Mignon rc. rc. 221.10 4310 84 00 91.00 8934 Als Ofenputzer empfiehlt sich Karl Keil, Marttsttaße 8 b. Kaufm. 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