1888. Nr. «4 ^rrreaur Schulstraße 7. Nover. Gießen, den 14. März 1888. iehencr Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Deutschland. Darmstadt, 13. März. St. König!. Hoheit der Großherzog hoben Mergnädigst geruht: ordentlichen Professor in der medicinischen Fakultät Q.„h,s.iintDerRtät Dr Sutiu« Milbrand, unter Anerkennung feinet hSataiä. auf fein Nachsuchen, mit Wirkung vorn 1 April ( I, an® in den Ruhestand zu versetzen und demfelben zugleich den Charakter ,l« Geh. Medicinalrath zu verleihen. DarmNadt 13. März. Dar Großh. Ministerium der Innern und oer Justiz, Abtheilung für Schulangelegenhetten, hat die Großh. Direclionen 'er Gymnasten, Realgymnafien, Realschulen, ^^renMLdchenschum,Schu lehrer SemMarien, Taubstummen-Anstalten und der Blinden-Anstalt, fow'e an ite Großh. Kreir^Schulkommifstonen ein Aurschreib-n °rl°isen, wonach mit Ge rebmiauna Großh Ministerturnr der Innern und der Justiz bestimmt wird, daß Leiche der MRM£ £ nach der bir jetzt getroffenen Anordnung auf Freitag ben 16. I, W, sestge- setzt ist, in allen öffentlichen Schulen und Lehranstalten der Großherzogthum, 'er eigentliche Unterricht aurgesetzt und dagegen zu der nach den örtlichen Ber- hältniffen geeigneten Stunde eine Gedächtnißfeier abgehalten werden soll, bei velcher den Schülern die hohen Tugenden de» großen Kaiser« und die Wohl- chaten und Segnungen, welche dar deutsche Vaterland ihm zu danken hat, in mtsprechender Weise vor Augen geführt werden. Erstes Blatt. Donnerstag den 15. Marz »etlin, 12. März. Volk und Fürsten in Deutschland haben e, alr Trost und Erhebung empfunden, daß die gesummte gesittete Wett mit ihnen den Heimgang der edeln Kaiser» Wilhelm betrauert und dieser Empsindung so be- redten Ausdruck verliehen hat. Der deutsche R-ich«tag, alr die berufenste Ver- tretung der deutschen Nation, wird er fich zur Pflicht rechnen, für dttfe Bew-ne der Achtung und Verehrung, welche alle Völker der Erde am Sarge Wilhelm« niederlegten, dm Dank der deutschen Volker zu bekunden. — Bei dem andauernd leidenden Zustande Kaiser Friedrich», für dm der plötzlich wieder so rauh aufgetretene Winter doppelte Sorgfalt und Ausmert. samkeit erforderlich macht, wird die Frage natürlich weiter erörtert, die sei längerer Zeit die öffentliche Meinung beschäftigt, ob derKaiserfichnichtind^ Besorgung der Regierungrgeschäste vertreten lassen werde. Diese Vertretung ist nicht zu verwechseln intt einer Regentschast. Sie entspringt der Wlllmrm inung de« Kaiser« au-schließlich, und der Herrscher würde staat-rechtlich an keiner! t Vorschriften bezüglich der Person seine« Vertreter« oder de» Umsange» der Ge- schäste, in welchen er stch vertreten lassen wollte, gebunden ein. Er wäre selbst denkbar, daß er die Vertretung theilte. Wenn übrigens Kaiser Friedrich dauernd in der Residenz verbleibt und nicht wieder zur Kräftigung seiner Gesundhei in'» Ausland zu reisen genöthigt sein wird, so ist die Stellvertretung überhaupt weit weniger wahrscheinlich, al, ste e« im andern ^^-senwllrd dennd Kaiser ist körperlich so weit hergeftellt, daß er die unchtigen Geschäfte selber erledigen kann, wenn er regelmäßige jVorträge der leitenden Minister ent* gegennimmt. --------------—— ---«reiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Prhtflcrlobn Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich2 Mark 50Pi " Gießen, den 14. März 1888. Bitr - Das Ableben Sr. Masestät M Deutschen Kaisers und Königs von Preußen Wilb-lm I. Dic Großherzogliche Kreis-Schul-Commisswn Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Nachfolgende Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz, Abtheilung für Lchulangttegenheiten, theilen wir Ihnen zur erforderlichen Anordnung mit. w Dr. Boekmann. Mi. Genehmigung Großh. Muistenmns des Innern Tage der B-tschung der Leiche des HW «®f«« ff Schulen und L-Hran,alten deg ÄÄ* RM zu danken hat, IN entsprechender Weise vor Augen geführt werden. Achenbach. Mnon* _____________________ Dekan n t m a ch u n g. ".ma ».«» Gießen, den 14. Marz 1888. ^ndwirthschastlichen Bezirksoerein« Gießen. ■ A»l Allerhöchsten Befehl soll die Trauerseier zumGedächtmßan dm Kaiser Wilhelm^in allen °°°n»°M°n.Gememden d^n M ^i. stattfinden. Er werden als Texte für die Gedächtmßpredigt empfohlen. 1- Chor. 18, 8, Jezatas »u, Lucas 10, 20. Strack, Dekan. Lang-Göns, den 12. März 1888. ____ *------ " ---------- Lehrer -Confere«; bcS Pa kart 01 Mär 1 Vor!mittags 10 Uhr in Lich. — Lieder 10, 14, 99. d«S ConferenzbezirkS LichSangen Mittwoch d°n 21- Marz^Vormit g 1 Lieder 143, 123. d«S Eonfer.nzb.zi.k» Gruuberg: Montag den 2 6. Marz, Vormittags iv y Büchner, Schuttach — Amtlich wird bekannt gemacht: Se. Majestät der Kaiser und König haben mittelst Allerhöchsten Erlasses vom 11. Mär- d. J-. zu genehmigen geruht, daß für weiland Se. Majestät den in Gott ruhenden Kaiser und König Wilh.lm eine Gedächtnißfeier am 22. März d. J-. in allen Lehranstalten and Schulen der Monarchie stattfindet. — Zu den Beerdigungs-Feierlichkeiten treffen sämmtliche commandirende Generäle, auch die der süddeutschen Armee-Corps, hier ein. Der General * la suite des See-Bataillons v. Stosch ist aus gleichem Anlaß hier bereits angekommev. Die Beisetzung der Leiche im Mausoleum zu Charlottenburg wird am Freitag Mittag um 12 Uhr stattfinden. Zur Leichenbefichtigung hat in den dafür angesetzten Stunden der nächsten drei Tage Jedermann ohne Ansehen der Person Zutritt. Die Kaiserin Augusta hat ausdrücklich verboten, daß besondere Zutritts« Vergünstigungen stattfinden; in Folge deffen war der Andrang zum Dome trotz des schlechten Wetters so außerordentlich groß, daß die Mehrzahl der anströmenden Menschen unverrichteter Sache zurückkehren mußte. Alle, welche den Kaiser zum letzten Male sehen wollten, waren in Trauerkleidung; im langsamen Schritt durchzogen diejenigen, welche nach der Reihenfolge in den Dom den Zutritt erlangten, da» Gotteshaus. Vom Auslande treffen aus allen Soden der Windrose Depeschen und Adressen ein, nicht nur von Deutschen, sondern nicht minder von zahllosen Ausländern, welche eine Theilnahme der ganzen Welt bekunden, wie man fie nicht erwarten durste. Wir Deutsche haben allen Grund, dieses außerordentliche Zeichen der Sympathie, welches das Ausland unferm verstorbenen Heldenkaiser zollt, als eine ernste Mahnung zu betrachten, auf eine besondere Pflege und Entwicklung der bürgerlichen Tugenden Bedacht zu nehmen, die vor Allem den Kaiser ausgezeichnet haben: Gerechtigkeit, Menschenliebe, Pflichttreue, Arbeitsamkeit, ohne die ein Fortschritt in unserer Entwicklung unmöglich ist. Berlin, 13. März. Die Abendblätter besprechen die Proklamation und den Erlaß de» Kaisers Friedrich. Die „Post* sagt, fie seien wahrhafte Erquickungen für jeden Preußen und Deutschen. Sie rühmt dm Adel und die Klarheit der Gestnnung, vor Allem aber, daß der königliche Wille ohne Gegenzeichnung kundgegeben werde. So müsse es sein in Preußen. Auch die „Kreuzzeitung" ist von dem Erlaß b-sriedigt. Die »Norddeutsche Allg. Zig." enthält fick eigener Aeußerung. (Fr. Ztg.) — Die Proklamation und der Erlaß de» Kaisers Friedrich finden hier, soweit fich bi- jetzt konstatiren läßt, begeisterte Ausnahme. Der streng konsti- tuttonelle Geist und die eminent friedliche Politik, die aus diesem Programm sprechen, erwecken weitest gehende Hoffnungen. Vor Allem aber findet die Energie des Willens Bewunderung, die den Kaiser unter dm jetzigen, so mannigfach schwierigen Verhältnissen ein so fest gezeichneter Programm auf« stellm ließ. (Fr. Ztg.) München, 13. März. Der Erlaß de» Kaisers Friedrich an dm Fiir- stm Bismarck hat in der hiefigen Bevölkerung, wie in dm politischen Kreisen, eine lebhafte und freudige Erregung hervorgerusen. (Fr. Ztg.) England. London, 13. März. Der Prinz von Wales, deffen ältester Sohn Prinz Albert Victor und der Kronprinz von Dänemark, reifen heute Abend nach Berlin. — Im Unterhaufe erschienen der Sprecher, die Beamten und viele Abgeordnete im Trauerkleide. (Fr. Ztg.) Die beiden Erlasse des Kaisers. In den in gestriger Nummer veröffentlichten Erlassen „An mein Volk" und „Erlaß Sr. Majestät des Kaisers und Königs an den Reichskanzler und Präsidenten des Staats-Ministeriums" wendet sich Kaiser Friedrich zum ersten Male an das deutsche Volk, die Grundsätze, nach welchen er seine Regierung leiten wird, klar darlegend. Die deutsche Nation hegt zu ihrem neuen Kaiser ein rückhaltloses Vertrauen und sieht nut warmer Liebe und Verehrung zu ihm empor. Die Schmer-cnstage, die der königliche Dulder durchzumachen hatte, die heldenhafte Art, mit welcher er alle Schicksalsfügungen hinzenommen, haben ihn dem Herzen seines Volkes noch näher gebracht. Dach nicht allem in Deutschland, in ganz Europa erfreut sich unser Kaiser einer betspielslosen Sympathie. Die offene, maßvolle Sprache der beiden hochbedeutsamen Publikationen ist so recht geeignet das volle Vertrauen, welches die europäischen Völker zu der Friedenspolitik Kaiser Friedrichs hegen, zu bestärken. Besonders der Schlußsatz des Erlasses an den Reichskanzler: Unbekümmert um den Glanz ruhm- brrngender Großthaten werde Ich zufrieden sein, wenn dereinst von Meiner Regierung gesagt werden kann, sie sei Meinem Volke wohl- lyuttg, Meinem Lande nützlich und dem Reiche ein Segen gewesen, wird allseitig mit der größten Befriedigung ausgenommen werden. Machen uns doch diese Worte die geheglen Erwartungen zur Gewißheit, daß Kaiser Friedrich vor Allem seine Aufgabe darin sehen wird, die friedliche Wohlfahrt des Reiches, das Glück und die Zufriedenheit seiner Untertanen zu fördern und dem Volke ein gerechter, in frohen wie schmerzlichen Ereignissen fest zu ihm stehender Herrscher zu werden. In der Proklamation „An mein Volk" widmet Kaiser Friedrich den Verdiensten des hochseligen Kaisers eine gerechte Würdigung. Das sind goldene Worte, die sich für immer in die Herzen aller Deutschen einschreiben werden und dem theuren Ver- evigten ein werthoollercs Andenken sichern, wie alle Denkmale von Stein und Erz Die Proklamation des Kaisers an das Volk ist von dem Geiste edelster Gesinnung dlktir t. Unbegrenztes gegenseitiges Vertrauen ist die Grundlage der Verbindung zwischen Fürst und Volk und die Brücke, welche die oft wettklaffenden Abgründe verbindet Das größte Interesse der beiden Proklamationen beansprucht naturgemäß der Erlaß au den Reichskanzler, in welchem der Kaiser die Gesichtspunkte, die für die Haltung seiner Regierung maßgebend sein sollen, darlegt. Nachdem der Kaiser dem Reichskanzler seinen Dank für die dem hochseligen Kaiser und Reich geleisteten Dienste ausgesprochen wendet er sich der grundlegenden Frage, den Verfassungs- und Rechts- Ordnungen im Reiche, zu. Dieselben müssen in der Ehrfurcht und den Sitten des Volkes sich befestigen, alle durch den häufigen Wechsel der Staatseinrichtungen und der Gesetze veranlaßten Erschütterungen sind deshalb zu vermeiden. Die Rechte des Kaisers sowohl wie die der verbündeten Regierungen und des Reichstages sollen voll gewahrt bleiben, dabei ist aber im Auge zu behalten, daß dieselben nur zur Hebung der öffentlichen Wohlfahrt dienen, diese bleibt das oberste Gesetz. Welcher Abstand zwischen dreien von der Liebe zum Volke diktirten und im Vertrauen auf dessen Tüchtigkeit und Gradheit ausgesprochenen Worten und dem frivolen Programm Ludwig xiv J/tot o’est moig Zn gewisserhafter Beobachtung der Bestimmungen von Reichs- und \ Landesverfassung will der Kaiser seine Negierung führen; sollen dieselben ihre Kraft und seginsreiche Wirksamkeit bethätigen, müssen sie allseitig geachtet werden. Den wüsten antisemitischen Bestrebungen wird hoffentlich durch den vom Kaiser ausgesprochenen Grundsatz der religiösen Duldung ein wirksamer Riegel vorgeschoben. Kronprinz Friedrich Wilhelm hat wiederholt seine Abneigung gegen diese häßlichen Auswüchse kundgethan, es steht zu erwarten, daß Kaiser Friedrich denselben mit aller Schärfe entgegentreten wird. Der tiefgreifendsten Frage der Gegenwart, die Sorge, das wirth- schaftliche Gedeihen der verschiedenen Gesellschaftsklassen zu heben, die unvermeidlichen Mißstände zu mildern und die widerstreitenden Interessen zii ve>- sähnkn, wird der Kaiser besondere Aufmerksamkeit schenken. Das begonnene Werk der sittlichen und culturellen Hebung der ärmeren Klassen, wird unter seiner Regierung dieses volle Vertrauen haben wir, einen rüstigen Fortgong nehmen. Besondere »e_- atStung ocrinent der Passus, in welchem der Erlaß sich gegen die leider immer mcU nm sich greifende Halbbildung und Erweckung übertriebener, des gesunden Gefühls der Einfachheit und Zufriedenheit entbehrender Lebensansprüche richtet. Zwei wichtige neue Fragen, an deren Besprechung die zuständigen Kreise wohl bald heran- treten werden, regt sodann der Erlaß an. Di- Frag-, ob nicht das Recht der Steuer- Auflagen in den einzelnen Verbänden des Staates, den Einzelnen uno-rhältnißmäßig beschweren kann, und ob nicht durch eine Verminderung der Zahl der Angestellten in den einzelnen Behörden -ine Erhöhung ihrer Bezüge ermöglichen würde. Das große Zntercsse, das Kaiser Friedrich an Kunst und Wissenschaft seit jeher g-nommen, wird dtesm edelsten Blüthen menschlichen Geistes im besonderen Maße bieiben und befruchtend aus ihre Erscheinungen cinwirken. Roch -in- froh- Hoffnung wird dem deutschen Volk durch diese aus dem Geist- w eifer Mäßigung, Vorurtheilo- losigkeit und gereister Anschauung h-rvorgegangen-n Kundgebung werden die ausgesprochen- Zuversicht Kaiser Friedrichs, daß cs ihm noch lange Jahre u-rgönnt'si n werde, die Regierung zu führen. Gebe Golt, daß sie sich bewahrheite, sich und d.ar deutschen Volke zum Heil und Segen. Telegraphische Depesche«, Wolff'S telegr. Tsnrspynderrz-Vvrearr« Berlin, 13. März. Der Kaiser nahm Vormittags den Vortrag des General- F-7bm°rsch°"llM°l./-"L-N,-N i"5ürflen B'swarck und dem bürg, um eine Beileidsabresse zu überreichen. ° öcr ®ro^erj00 DOn Sachsen und die schwedischen Herrschaften sind gestern Abend zum Thee bei der Großherzogin von Baden gewesen U Dom. Das Großherzoglich badische Paar stattete Mittags dem Nachmittags^etn dncn besuch ab. — Der Kronprinz von Griechenland trifft H^dernehmen nach beabsichtigt der Kaiser sobald als b aut ?ie ^Eußtsche Verfassung zu leisten. Heber Ort und Zeit sind die Bestimmungen noch vorbehalten. In der nächsten Sitzung des Reichstages dürfte htm C hUn8?n fnmt>cn Parlamente |ür deren Theilnahme an dem Hinschelden Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm erfolgen. Heute Vormittag um Hoheit der Kronprinz das gefammte Offiziercorps der Garde-Husaren an der Leiche des Kaisers im Dome vorbei. Der Zufluß von Fremden ist bereits auverordenllich groß, jeher Bahnzug bringt neue Massen, welche den verewigten Kaiser nochmals sehen oder der Beisetzung beiwohnen wollen Die Adresse des Berliner Magistrats und der Stadt- ÄSb'Ä SuÄTw" ’• 5otttenb,tf 0cftern ^°r»-n bem Kaiser Über- Allerdurchlauchtigster, großmächtigster Kaiser, allergnädigster Kaiser, König und >!^ ^bn Frieden ging des deutschen Reiches Schöpfer, im Sterben noch den Völkerfneden hütend. In Trauer versenkt sein Heimgang die Welt, Thränen heißeThränen seine dankbare Reichshauptstadt. Unauslöschlich nirt9CnfiMn er i" Kerzen: „Mein ganzes Streben, meine unablässige Sorge ? meines geliebten Volkes." Der hochselige Kaiser schrieb es und huldreich beim ätzten Jahres Anfang. An uns war es fein letztes Wort. Seine Feder war der ©riffel ber Geschichte. Allergnädigster Kaiser! Mit Ew. kaiserlichen Majestät Kin HeftbmireffcCr$ ietnc^ Vaters Abschied aus dem verklärten 2 m bem Feldherrn, wie er voll Wehrnuth die Palme auf den &artopl)ag des Kriegsherrn legt, wir fühlen mit den Hohenzollern die Trauer um den Hohenzollern-Kaiser. Ehrfurchtsvoll bitten wir, unserer innigen Gefühle schlichten Aus- druck gnädig aufzunehmen. Bewundernd sehen wir hinauf zu der GeisteSslärke, die N"7°^Leiden überwindet, vom Pflichtgefühl geleitet. Längst erworbene Liebe detz herzlich ergebenen Volkes begleitete Eure Majestät auf dem Zuge zur Heimath. In hAr,?anntr Ut?kn ? abt ft!bt an eutcr Majestät Thron das ernste Gelübde unroanbL ßVhrt rf?Hr?rCnmU- unf”cr. Aller Herzen mit ihm ein inbrünstiges Gesundheit, mit ihm der ehrfurchtsvolle Dank an Eurer Sfi »iw TOAbSK*? tfCue ^bsahrkin und Allerhöchste Gemahlin, mit ihm der Wunsch, daß Eure Majestät in langen glücklichen Tagen getröstet für datz Leid der Gegenwart regieren mögen als des Vaterlandes mächtiger Hort, seiner reichen Kräfte weiser Lenker t ^istaückelung gnädiger Beschützer! Eurer Kaiserlichen Königlichen Stad^ero?d^neten^gez""S^Iryck.^^^^"^ 5D}a9ift,at' flej' Di- °uch di?Ankw°tt zu"°«l!f-n° wi/'W: "" b™ an $errn ’• 8«*nb«r,. Da ich zu meinem Bedauern noch nicht wieder in den vollen Besitz meiner Sprache gelangt bin, so sehe ich mich genötigt, in dieser Weise Ihnen, sowie den Ver- ™ ApnHpV^aUPRt; Unb Residenzstadt meinen Dank für die Theilnahme auszusprechen, welche die Bewohner von Berlin mir in solchem Augenblick des Kummers und der 2RA»e\£arbrtn?*exn* ^gesichls des Schmerzes, der uns Alle erfüllt, gedenke ich zu- hPaH5\nmrnh0ne^ffit^n, ^ken Ereignisse, an welchen der Heimgegangene Kaiser inmitten ?1T 1 jährend seiner langen Lebenszeit theilgenommen, dann aber richte td) meinen Blick auf die zahlreichen Beweise seines Wohlwollens gleichwie seiner regen Theilnahme am Ergehen Berlins, dessen Aufblühen in den letzten Jahrzehnten ihm zur ??^ichte. In nämlicher Weise verfolgte ich bisher die Entwickelung m i^ahl mir stets am Herzen log, für welches zu wirken mir eine theure w \ 1 Ct^ cinÖ?benC der Beweise treuer Anthcilsnahme, welche mir die Refibenz m freudigen wie ernsten Augenblicken meines Lebens erwiesen hat." nnFn’a La Bublikation der Telegramme Bismarck's und Kal- nokys sagt das „Fremdenblatt"-. Treuer als in diesem Depeschenwechsel konnte die C" Reiben Reichen nirgends zum Ausdrucke kommen, öwischm betben Staatsmännern ausgetauschten Telegramme werden die Völker beider Reiche sowohl als die Europas belehren, daß Deutschland und Otsterreich- Ungarn ihre Kraft nicht aus den geschriebenen Verträgen allein schöpfen, sondern aus der Gemeinsamkeit der Gefühle und ihrer Interessen, welche durch keine noch so ergreifenden Zwischenfalle zu erschüttern sind. Wir stehen heute bereits vor einem sSÄtnWuS 3k5cJ?rMr veröffentlichten BÜndnißvertrage, dessen mächtige Beredttamkeit nicht allein durch die unmittelbaren Erklärungen beider Staatsmänner auih durch bas fe erliche, Europa tief bewegende Ereigniß gehoben wird. — äu ber Proklaination Kaiser Friedrichs bemerkt das „Fremdenblatt": In den Wortew in Erlaß des Monarchen an den Reichskanzler, den aCUe& «r ? öce ^en Rathgeber seines kaiserlichen Vaters, ist der Geist des neuen /In«ausgeprägt. Er drückt sich in dem Regierungs- programmt aus, dessen Ausführung das deutsche Volk mit begeisterter Zustimmung unb voller Hingebung an den Kaiserthron entgegensehen wird. Deutschlartd soll unter lern neuen Kaiser auf der festen Basis eigener Kraft mächtig bleiben im Rathe der Bötier, es soll des Gewonnenen tn friedlicher Entwickelung froh werden und ein Hort des Friedens sein, wie es dies unter dem verewigten Greise auf dem Katserthrone gewesen. Pari-, 13. Marz. Präsident Carnot und seine Gemahlin haben den auf den Donnerstag lallenden Wochenempfang für diesmal abgesagt. txl££3 - Eine Depesche an den Martnemintster bestätigt den Untergang des Kriegs- „^apot in den Gewässern von Madagaskar. Die Mannschaft, ausgenommen ttnen Matrosen, wurde gerettet. — Die oeutsche Boffchaft veranstaltet Freitag Mittag einen Trauergottesdienst in der protestantischen Kirche tn der Rue Chanchat. Sottoon, 13. März. Die Proclamatton des Kaisers Friedrich wird von den Morgendlattern sehr beifällig besprochen und als ein Document des Friedens charakteristrt. „Daily News" meint. Kaiser Friedrich wisse die Bedürfnisie seiner Naiton und seiner Zeitgenossen zu schätzen. Der „Standard" preist den Geist des einfach reinen Ernstes, der nicht ermangeln werde, tiefen Eindruck zu machen. „Times" hebt hervor, der Thronwechsel werde keinen Wechsel der auswärtigen Politik Deutschlands bringen. Die Bundesgenosien des Reichs könntm mit völligem Vertrauen rechnen, daß die Beziehungen unverändert blieben. Der Sohn werde dieselbe Stütze für den Frieden Europas sein, wie der Vater. Darmstadt, 14. Marz, 12 Uhr Mittags. fPrioatdepesche.] Der Grobherzog, Erdgroßherzog, Prinzessin Irene, die Prinzen Heinrich und Alexander sind soeben nach Berlin abgereist. L o f a 1 e ♦. Gießen, 14. März. Tie aus Anlaß des Ablebens des Kaisers Wilhelm auf gestern Nachmittag anberaumte außerordentliche Stadtverordneten-Sitzung wurde von Herrn Bürgermeister Bramm mit folgenden Worten eröffnet: „Meine Herren! Ich habe Sic zu einer außerordentlichen Sitzung zusammenberufen, damit wir Namens unserer Stadt den Gefühlen der innigsten und tiefsten Trauer um den schweren Verlust, welcher das deutsche Volk durch das Hinscheiden seines erhabenen Kaisers Wilhelm betroffen hat, Ausdruck geben. Es kann nicht meine Absicht sein, die großen und hohen Verdienste zu schildern, welche unser nun verewigter Kaiser sich um Deutschland erworben hat, da sie uns Allen wohl bewußt und tief in unseren Herzen eingeschrieben sind. Sein Gedächtniß wird in alle Ewigkeit währen. Meine Herren! Von der Bahre des großen Kaisers wendet sich unser Blick nach dem Erben der deutschen Kaiserkrone, um dessen Gesundheit das deutsche Volk bange Sorgen trägt. Lasten Sie uns die Bitte zu Gott dem Allmächtigen richten, daß er unserem theuren Kaiser die volle Gesundheit wieder schenken möge, damit er noch lange Jahre die Geschicke Deutschlands zu des Vaterlandes Heil und Segen lenke, indem wir zugleich geloben, ihm stets treu ergebene Untertanen zu sein." Nach dielen Worten, welche von der Stadtverordneten-Versammlung stehend an- gehort wurden, verlas der Vorsitzende die nachfolgenden von ihm entworfenen Beileids- adresten, welche die einstimmige Annahme der Versammlung sanden: Allerdurchlauchtigster Großmächtigster Kaiser! Allergnädigster Kaiser, König und Herr! Nachdem es dem allmächtigen Gebieter über Leben und Tod gefallen hat, Seine Majestät Kaiser Wilhelm, Ew. Majestät Erlauchten Herrn Vater zu sich in sein himmlisches Reich zu berufen, wagt cs auch der allerunterthänigst unterzeichnete Stadtvorstand der Stadt Gießen, den Gefühlen der tiefsten Trauer, welche ganz Deutschland erfüllt, Ew. Majestät gegenüber Ausdruck zu geben. Wenn das deuffche Volk in diesem schweren Leid nach einem Tröste sich umschaut, so findet es solchen in dem Bewußtsein, daß der Erbe der deutschen Kaiserkrone, ausgestattet mit den höchsten und glänzendsten Eigenschaften des Geistes und Herzens, seine Geschicke in demselben Sinne leiten und fortführen wird, wie der erhabene, nun verewigte Begründer des Deutschen Reiches sie geschaffen hat. Möge der Allmächtige und Allgütige Gott hierzu seinen Segen geben und Eure Kaiserliche Majestät in seinen gnädigen Schutz nehmen. In allertiefster Ehrfurcht verharrt Ew. Majestät allerunterthäuigster Stadtvorstand von Gießen und in dessen Namen A. Bramm, Bürgermeister. Gießen, im Großherzogthum Hessen, den 12. März 1888. Allerdurchlauchtigste Kaiserin! Allergnädigste Kaiserin uud Königin! Schmerzerfüllt und in tiefster Trauer umsteht das deutsche Volk die Bahre seines heißgelieöten Kaisers Wilhelm, seines guten, milden und gerechten Herrschers, welchem es seine Einheit und heutige Größe verdankt. Mit dem Schmerze und der Trauer um den Verewigten, welchem der gütige Gott ein so reich gesegnetes Leben bis in sein höchstes Alter beschieden hat, verbindet sich die innigste Theilnahme an dem herben Schmerze, von welchem Ew. Majestät durch das Hinscheiden des theuern Gemahls nach einer langen glücklichen Ehe betroffen worden ist. Dieser Theilnahme Ausdruck zu geben, wagt es der unterthänigst unterzeichnete Stadtvorstand der Stadt Gießen, sich Ew. Majestät mit der Hoffnung zu nahen, daß der Schmerz, welchen ganz Deutschland bei dem Heimgange seines allgeliebten Kaisers empfindet Ew. Majestät zum Tröste gereichen möge. Gott der Allmächtige wolle Ew. Majestät in diesem tiefen Leid beistehen und auch fernerhin das Leben Ew. Majestät gnädig beschützen. In allertiefster Ehrfurcht verharrt Ew. Majestät allerunterthänigster Stadtvorstand von Gießen * und in dessen Namen A. Bramm, Bürgermeister. Gießen, im Großherzogthum Hessen, den 12. März 1888. 1 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. X Uuch des Schreinermetsters Ferd. Wiedmeyer um Bauerlaubntß Desgl. des MetzgermeistelS Georg Möhl. ucuuuühib. Ausbau der Oltanlage. Tagesordnung für die Stadtv-rordnel-n-Sttzuno am DorrirerStag den 15* März 1888, Nachmittags 4 Uhr. 8 o w "rn «^tndevoranschlag tür das Etaitzjahr 1888/89 bett. A- '^"Bemerkungen zur Rechnung vom Jahre 1885/86. jute Ausführung deS UnfalloerstcherungSgefetzes. Düngung Der städtischen W.esen. Anschaffungen für die Stadtknabenschulgebäude. Kntdttm 6 Schmidt II. um Erlaubnis jur L-gung oon ", N°rz. Im amtlichen Th-il der heutigen Nummer unseres Blattes r £.blVJ et eme ^fugung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, Abthei- ^c-!"Ic^"^^blegenheiten, zufolge diese Behörde am Beisetzungstage der irdischen Hülle des Hochftltgen und jedem Deutschen unvergeßlichen Kaiser Wilhelm eine Gedenkfeier m allen Lehranstalten und Schulen anordnet. Anschließend hieran mochten wir die Be- q-,»en T etGbt titten' ccfp- ‘9nen die Frage an's Herz legen, auch ihrerseits als m a" btef™ $,*3e fid> iEbct geräuschvollen Arbeiten zu enthalten und unsere Kaufleute ersuchen, namentlich während der Stunden der Beisetzung die Verkaufs- okale so geschlossen zu halten als es an Sonn- und Feiertagen üblich ist. Ein Beflaamn der Häuser aus Halbmast wie es in vielen anderen deutschen Städten angeregt worden würde auch hier der Trauer einen erhöhten Ausdruck verleihen. , F, Gestern wurde dahier ein Taglöhner aus Hattenrod verhaftet welcher dem ^?teh?ner S|CIihCin*a^lßcn wahrend derselbe krank in der Klinik lag Äft fatte 8 entoenbet »Nb solch- lh-ilwcts- schon für einig- Ps-nutg- v. ^Jahresbericht des Großherzogl. Realgymnasiums und der R-°ls-bul° Schulnachnchten, denen wir Folgendes entnehmen. Der Schülerbestand Schuljahres beträgt 538, wovon auf das Realgymnasium 209 nur und auf die Vorschule 149 Schüler kamen. - e W ! i«mäffl°rÖ^n9eü Bestehens der Realschule schließt mit einem Dank an alle Diejenigen dw jum gelingen bes, öefteä in irgend einer Weise beigetrag.n haben. Tie RinfeiAre $e5ec=®onftein:Stiftung im Betrage von 65 werden in diesem Jahre zum ersten Male zu Prämien für fleißige und gewandte Schüler verwendet werden. Der Unterricht wird Nicht wie anfangs beabsichtigt, am Samstag, sondern schon am Freitag Ml einer Trau r feierlichleit für Seme Maiestät den Kaiser Wilhelm geschlossen werden. „ ,, 13- März. Die heute Abend um 7V, Uhr ihr Ende erreichende Sckwur- gerichtsverhandtung zog die Derurtheilung des auf der Anklagebank sitzenden Mannes in eme Zuchthausstrafe von 1 Jahr 3 Monate nach sich ; auch wurden dem Anaeklaateil d e liche Kosten auferlegN$aUet °°" 5 S^en aberkannt und >hm°fämmt- Der Angeklagie Johannes Zöckler IV. aus Kbddingen wurde vor etwa 6 Monaten D?eMabl^ia^ Uln*fte,n ™ cincc Strafsache gegen Johannes Stein IX. von da wegen Diebstahls als Zeuge vernommen und nach feiner Vernehmung beeidigt. Er batte aus gesagt, daß Siem ihm zugestanden, einen Dachsparren gestohlen zu haben und auf Se- 'r°»°n habe er dies der Wittwe Stein, der Bestohlenen, mitgetheilt/Auch hatte ir b ' hauplet mit einem anderen vernommenen Zeugen am Morgen vor der schöflengerichtlichen Verhandlung Nicht über den Fall gesprochen zu haben und war Angeklagter trotz entäeaen gehaltener anderer Zeugenaussagen hierbei stehen geblieben. Tie Berdaftunq wegen Me n- e.d- vor dem Schoflengerichte war das Resultat. Bei der vorigen Schwurge"Ler^de simulkrte Slngeklagter Geistesschwäche und wurde von einem auswärtigen und hiesigen Arrre auf einen Gesundheitszustand beobachtet. Die heute vernomm neu Sachverständigen geben Erklärung dahin ab, daß Angeklagter, als er als Zeuge vernomn n Worten, ebemowemg als wie heute geistig gestört sei. Aus der Z-ugmvernehmunq g tu klar hervor, daß der Angeklagte Zockler die eigentliche Triebfeder de? gegen bürget Stein emgel-i eten Untersuchung wegen des Holzdiebstahls gewesen ist. Die Beiwb- lene hatte die Sache längst vergessen, als der Angeklagte an sie herantrat und her-eiben ben non ihm verhaßten Stein als den Thäler bezeichnete. Derselbe, habe es ihm a ae standen, sie muffe es an,eigen, wenn es auch schief ausgehe, der Staat müsse ja die Kosten wie auch d,e übrigen ihn belastenden Momente stellt Angeklagter in Abrede mH fc"leu lchlechten Gedachtnißzustand zu verschanzen, was ihm, wie seine' letzte Bertheidigung vor den Geschworenen ergab, schlecht gelang. Er machte den Eindruck «nes Mannes, der gar nicht so schwach mit dem Gedächtniß bestellt war, und spra-ben di- Geschworenen nach halbstündiger Berathung das Schuldig. P $ 6le ”on dem Berthe,diger deni Angeklagten zu Gunsten lautende Nebenfraoe ob sich Angeklagter wenn er damals als Zeuge die Wahrheit gesagt, einer strafrechtlichen Ver- olgung wegen Verbrechens oder Vergehens ausgesetzt hätte, wurde bejaht. Die Staatsbehörde Beantragte 3 ^ahre Zuchthaus, die durch Bejahung der Nebenfrage auf 11/2 Satire zu reduciren sei. Die Vertheidigong beantragte gelindere Strafe und fällte der Gerichts Hof nach kurzes Berathung das Eingangs erwähnte Unheil. Daß der Angeklagte sich de^ Tragweite des Spruchs der Geschworenen wohl bewußt war, zeigte wie er mit 7inem Sanbämann im Gespräch heftig erregt war, diesem die Sache ordentlich auseinandersetzte und dabei mehrmals heftig auf das Gitter der Anklagebank schlug. - Mit klingender SS LS bQn” U°n 5teUni,e und er Ä Vermischte«. Lübeck, 13 Mürz. Hafen und See sind, soweit sie oom Trav-münd-r Lenibl- thurm sichtbar, mtt einer festen Eisdecke überzogen. Nach hier elnaeaanaenen sind fast all- Ostse-Hllf-U blockirt. G-fl-rn wüthete tln%Cf ge^eGurm j n Norden werden «iel B-ik-brsst.ckung-n gemeldet. eajneqiurm. Von Rohseidene Bastkleider — ganz Seide — Mk 16 sn ... kompl. Robe und bessere Qualitäten vers. Porto- u. zollfrei das Fabrik- ______ 2143 Kirchliche Antigen der eosngrl. Gemeinde S! z...” .'.“uSÜl'n <,ued- ‘n” m Sonntag, Vormittags 9Vr Uhr, wird darum auch in unserer Gemeinde ein solcher Trauergottesdienst gehalten werden. niesit ftoit-09hT heiligen Abendmahls findet an diesem Sonntag bft Beichte acht Tage spater, am Sonntag Palmarum, im Abendgottesdtenst oorgenommen werden. wBW* Reingehaltene Exemplare dcK Anzeiger- Nr. 60 werden in der Expedition Schulstraße 7 anae> kauft. Pensionäre finden freundliche Aufnabme in einer gebildeten Familie. Wo? sagt die Expedition d. Bl._______ lotio Ein Bäckerlehrling gesucht. Wilhelm Läver, Brandgaffe. Atkge meiner Einen Lehrling sucht A. Vogel. Lackirer.___________2161 Birnbäumchen | zu verkaufen. Körner'- «arten. 2165 Ein gebrauchter Ofen (Amerikaner) zu verkaufen. Wo? lagt die Expedition d. Bl. Anzeiger. Schellfische, Cabliau, Zander, Seezungen, geräucberter Lachs, Sielet Sprotten empfiehlt 2172 C. C*. KJeinhenn. 1800 Gesucht ein Logis von 2 Zimmern und Küche in der Nordanlage oder deren Nähe. 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Tagesordnung: 1) Bericht. 2) Rechnungsvorlage. 3) Vorstands wähl. Beitritts- sowie Austritts-Erklärunaen sind bis zum 1. April schriftlich bei uns einzureichen.[2151]Der Vorstand. Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß heute Morgen 9 Uhr unser innigstgeliebtes Töchterchen Johanna im Alter von 1 Jahr 2 Monaten sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. 2175 Theodor Damm und Frau, geb. Klamberg. Versteigerung Donnerstag, den 15. März I. I.- Mittags 2 Uhr, versteigere ich in meinem Bureau öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung: 1 Ladeneinrichtung, Kleiderschränke, Sophas, Kommode und verschiedene sonstige Mobilien. Gießen, den 9. März 1888. Bühner, 2162 Gerichtsvollzieher. Iermietyungen. 2167 Eine Wohnung, bestehend auS 6 Zimmern mit allem Zubehör und Gar- tenantheil zum 1. April an eine ruhige Zamilie zu vermiethen. Frau Körner (Körner's Garte«). 2138 Der zweite Stock meines Hauses, 4 cd. 6 Zimmer, Gartenantheil u. 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