Nr. 63 Mittwoch dm 14. März 4888. Gießener Anzeiger Amts-- und Anzeigeblatt für beit Kreis Gießen. Sureout Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. bie1p»^bc2m'arT50°®' Friedrich III. Leben geweiht ist! Berlin, den 12. März 1888. Plckimtm drs Kliiskls nnb Königs KmdM III. An mein Volk; Aus seinem glorreichen Leben schied der Kaiser. In dem vielgeliebten Vater, den ich beweine, und nm den mit mir mein königliches Haus in' ticsstcm Schmerze trauert, verlor Preußens Volk seinen ruhmgekrönten König, die deutsche Nation den Gründer ihrer Einigung, das wiedercrstandene Reich den ersten deutschen Kaiser! Unzertrennlich wird sein hehrer Name verbunden bleiben mit aller Größe des deutschen Vaterlandes, in dessen Neubegründung die ausdauernde Arbeit von Preußens Volk und Fürsten ihren schönsten Lohn gefunden hat Indem König Wilhelm mit nie ermüdender landesväterlicher Fürsorge das preußische Heer auf die Höhe seines ernsten Berufes erhob, legte er den sicheren Grund zu den unter seiner Führung errungenen Siegen der deutschen Waffen, aus denen die nationale Einigung hcrvorging. Er sicherte dadurch dem Reiche eine Machtstellung, wie sie bis dahin jedes dcuffche Herz ersehnt, aberkannt zu erhoffen gewagt hatte, und was er in heißem, opfervollcm Karnpfe seinem Volke errungen, das war ihm beschicden, durch lange Fricdcns- arbeit mühevoller Regierungsjahre zu befestigen und segensreich zu fördern. Sicher in. seiner eigenen Kraft ruhend, steht Deutschland geachtet im Rathe der Völker und begehrt nur, des Gewonnenen in friedlicher Entwickelung froh zu werden. Daß dem so ift, verdanken wir Kaiser Wilhelm feiner nie wankenden Pflichttreue, seiner unablässigen nur dem Wohle des Vaterlandes gewidmeten Thätigkeit, gestützt ans die von dem preußischen Volke unwandelbar bewiesene, und von allen deutschen Stämmen gcthcilte opferfreudige Hingebung. Auf mich sind nunmehr alle Rechte und Pflichten übcrgegangcn, die mit der Krone meines Hauses verbunden sind, und welche ich m bei' Beit die nach Gottes Willen meiner Regierung beschicden sein mag, gcttculich wahrzunehmen entschlossen bin. Durchdrungen von der Größe meiner Aufgabe, wird es mein ganzes Bestreben sein, das Werk in dem Sinne fortzuführen, in dem es begründet wurde, Deutschland zu einem Horte des Friedens zil machen uiid in Uebereiüstimmung mit den verbündeten Regierungen sowie mit den verfassungsmäßigen Organen des Reiches wie Preußens die Wohlfahrt des deutschen Landes zu pflegen. Meinem getreuen Volke, das durch eine Jahrhunderte lange Geschichte in guten wie schweren Tagen zu meinem Hause gestanden, bringe ich mem ruckhaltsloscs Verttailcn entgegen. Denn ich bin überzeugt, daß auf dem Grunde der untrennbaren Verbindung von Fürst und Volk, welche unabhängig von jeglicher Veränderung im Staatenlcben, das unvergängliche Erbe des Hoheuzollernstammes bildet, meine Krone allezeit ebenso sicher ruht, wie das Gedeihen des Landes, zu dessen Regierung ich nunmehr berufen bin, und dem ich gelobe cm gerechter, nnb in Freud' wie Leid ein treuer König zu sein. Gott wolle mir seinen Segen und Kraft zu diesem Werke geben, dem fortan mein Erlak Sr. Majestät des Kaisers und Königs an den Reichskanzler nnd Präsidenten des Staats- Ministeriums. Bei dem Antritt mew» Regierun^st^es mir ein B-dürfniß, mich an Sie, den langjährigen vi-lbew-htten ersten Diener meines in Gatt ruhenden Herrn Vaters zu wenden. Sie sind der treue und muthvolle Rathgeber gewesen, der den Zielen seiner Politik ine Fiwm gegeben und deren erfolgreiche Durchführung gesichert hat. Ihnen bin ich und bleibt mein Haus zu warmem Dank verpflichtet, Sie haben daher em Recht, vor Allem zu wißen, welches die Gesichtspunkt sind, die für die Haltung meiner Regierung maßgebend fein sollen. Die V-rfassungs- und Rechts-Ordnungen des Reiches und Preußens muffen vor allem in der Ehrfurcht und in den Sitten der Ration sich befestigen. Es sind daher die Erschütterungen möglichst zu vermeiden, welche häufiger Wechsel der Staatseinrichtungen und Gesetze veranlaßt. Die Förderung der Aufgaben der Reichsregierung muß d,e festen Grundlagen unberührt lasten, auf denen bisher der preußische Staat sicher geruht hat. Im Reiche sind die verfassungsmäßigen Rechte aller verbündeten Regierungen ebenso gewiffenhast ru achten, wie die des Reichstags; aber von beiden ist eine gleiche Achtung der Rechte des Kaisers zu erheischen. Dabei ist im Auge zu behalten, daß diese gegenseitigen Rechte nur zur Hebung der öffentlichen Wohlfahrt dienen sollen, welche das oberste Gesetz bleibt, und daß neu, hervortretenden^ unzweifelhafte., nationalen Bedürfnissen stets in vollem Maße Genüge geleistet werden muß. Die nothwendigste und sicherste Burgschäft für ungestotte gorberung dieser Auiaaben lebe ick in der ungeschwächten Erhaltung der Wehrkraft des Landes, meines erprobten Heeres und der aufbluhenden Marme, der durch Gewinnung überseeischer B-sitzunaen ernste Pflichten erwachsen sind. Beide muffen jederzeit auf der Höhe der Ausbildung und der Vollendung der Organisation erhalten werden welche beren^Mhm begründet hat und welche deren fernere Leistungsfähigkeit sichert. Ich bin entschlossen, im Reiche und in Preußen die Regierung in aewillenbaster Beobachtung der Bestimmungen von Reichs- und Landesverfaffung zu führen. Dieselben sind von meinen Vorfahren auf dem Throne in „eifer Erkenntniß der unabweisbaren Bedürfniffe und zu lösenden schwierigen Ausgaben des gesellschaftlichen und staatlichen Lebens begründet worden und mü sen allseitig geachtet werden, um ihre Kraft und segensreiche Wirksamkeit betätigen zu können. Ich will, daß der feit Jahrhunderten in meinem Hause heilia gehaltene Grundsatz religiöser Duldung auch ferner meine Untertanen, welcher Religionsgemeinschaft und welchem Bekenntnisse sie auch angehoren, um Ätze gereiche. Ein jeglicher unter ihnen steht meinem Herzen gleich nahe - haben doch alle gleichmäßig in den Tagen der Gefahr ihre volle H-n. gebung bewährt! Einig mit den Anschauungen meines kaiserlichen Herrn Vaters, werde ich warm alle Bestrebungen unterstützen, welch- geeignet sind, das wirtbschastlicke Gedeihen der verschiedenen Gesellschaftsklassen zu heben, widerstreitende Interessen derselben zu versöhnen und unvermeidliche Mißstände nach Kräften u mildern, ohne doch bie Erwartung hervorzurufen, als ob es möglich sei, durch Eingreifen bes Staates allen Uebeln ber Gesellschaft nn Ende zu machen Mit ben sozialen Fragen enge verbunden erachte ich die der Erziehung der Heranwachsenden Jugend zugewandte Pflege. Muß einerseits mh°h-° Bi dung immer weiteren Kreisen zugänglich gemacht werben, so ist doch zu vermeiden, daß durch Halbbildung ernste Gefahren geschaffen, daß Leb-nsansp uche geweckt werden denen die wirtbschaftlichen Kräfte der Ration nicht genügen können, oder daß durch einseitige Erstrebung vermehrten Wissens die erzlehllche -lufgabe unberücksichtigt bleibe. Rur ein auf der gesunden Grundlage von Gottesfurcht in einfacher Sitte aufwachsendes Geschlecht wirb hinreichend ^>lberstanbskraft besitzen die Gefahren zu überwinden, welche in einer Zeit rascher wirthschaftlicher Bewegung durch die Beispiele hochgesteigerter Lebensführung Einzelner für b"e' @efam5eit XSaftiS» daß keine Gelegenheit versäumt werde, in dem öffentlichen Dienste bahin einzuwirken, baß b°r Versuchung zu unverhältmßmäßigem Aufwande entgegengetreten werde. Jedem Vorschläge finanzieller Reformen ist meine vorurtheilsfreie Erwägung im voraus gesickert wenn nicht die in Preußen altbewährte Sparsamkeit die Auslegung neuer Lasten umgehen und eine Erleichterung bisheriger Anforderungen herbeiführen läßt." Die größeren und kleineren Verbänden im Staate verliehene Selbstverwaltung halte ich für ersprießlich, dagegen stelle ich es zur Prüfung: ob nicht das' diesen Verbänden gewährte Recht der Steuerauflagen, welches von ihnen ohne hinreichende Rücksicht auf die gleichzeitig von Reich und Staat ausgehende Belastung geübt wird, den Einzelnen unverhältnißmäßig beschweren kann. In gleicher Weise wird zu erwägen sein, ob nicht in der Gliederung der Behörden eine vereinfachende Aenderung zulässig erscheint, in welcher die Verminderung der Zahl der Angestellten eine Erhöhung ihrer Bezüge ermöglichen würde Gelingt es, die Grundlagen des staatlichen und gesellschaftlichen Lebens kräftig zu erhalten, so wird es mir zu besonderer Genugthuung gereichen, die Blüthe, welche deutsche Kunst und Wiflenschaft in so reichem Maße zeigt, zu voller Entfaltung zu bringen. Zur Verwirklichung dieser meiner Absichten rechne ich auf Ihre so oft bewiesene Hingebung und auf die Unterstützung Ihrer bewährten Erfahrung. Möge es mir beschießen sein, dergestalt unter einmüthigem Zusammenwirken der Reichsorgane, der hingebenden Thätigkeit der Volksvertretung, wie aller Behörden, und durch vertrauensvolle Mtarbeit sämmtlicher Klaffen der Bevölkerung Deutschland und Preußen zu neuen Ehren in friedlicher Entwickelung zu führen! Unbekümmert um den Glan; ruhmbringendcr Großthaten, werde ich zufrieden sein, wenn dereinst von meiner Regierung gesagt werden kann, sie sei meinem Volke wohlthätig, meinem Lande nützlich und dem Reiche ein Segen gewesen! Berlin, den 12. März 1888. Ihr wohlgeneigter Friedrich III. Amtlicher Ißeil. Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur Kenntniß der Interessenten gebracht, daß der Vorstand der deutschen Buchdrucker-Berussgenossenschast den Versicherungsagenten Herrn Fr. Hartung in Fulda zum Beauftragten ernannt hat. Gießen, am 12. März 1888. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ______ Dr. Boekmann. Berlin, 12. März. Die Uebersührung der Leiche der Kaisers wird am Freitag Mittag um 12 Uhr vom Dom aus nach dem Mausoleum in Char- lottenburg stattfinden. Die hier anwesenden Prinzen und Prinzessinnen verwellten heute Vormittag einzeln längere Zeit am Sarge des Kaisers. Von allen Seiten treffen Deputationen ein. (Fr. Ztg.) — Von Mittag au strömt eine ununterbrochene Menschenmenge in tiefer TraueMeidung nach dem Dom, um die sterbliche Hülle des Kaiser- nochmals zu sehen. — Es ist angeregt, daß bei der Beisetzung des Kaisers Wilhelm von Arbeitern, welche der Unfall- und Krankenversicherung theilhast geworden und der Initiative Kaiser Wilhelms die Wohlthaten dieser Vorsorge verdanken, eine lebendige Hecke gebildet werde, die vom Dome bis zum Mausoleum in Char- lottenburg reichen und circa 180,000 Menschen umfassen würde. Berlin, 12. März. Die Kaiserin Victoria begab sich mit den Priv- zessinnen-Töchtern nach einem Besuche bei der Kaiserin Augusta nach dem Dom und verweilte längere Zeit am Sarge des Kaisers Wilhelm. Berlin, 12. März. Das osficiclle Bulletin bestätigt, daß der Kaiser eine gute Nacht gehabt hat, keine Beschwerden suhlt und ungehinderte Respiration hat. (Fr. Ztg.) — Es bestätigt sich, daß Kaiser Friedrich mit keinem der ihn in Leipzig begrüßenden Minister und Hosherren ein Wort hat sprechen können. Er umarmte aus's Herzlichste und wiederholt den Reichskanzler, ebenso den Justiz- Minister Dr. Friedberg und schüttelte den andern Herren warm die Hand. Dem Zustizminister hat er den hohen Orden vom Schwarzen Adler verliehen. Der Reichskanzler blieb im Wagen des Kaisers bis Jüterbog und hatte während dieser Zett Vortrag; der Kaiser gab seine Entschlüsse theils durch Kopszetchen, theils schriftlich kund. Später hatte auch der Oberst-Kämmerer Graf Stolberg und der Ober-Ceremonienmeister Graf Eulenburg Vortrag. — Uebereinstimmend wird von allen Setten das vortreffliche Aussehen, die stramme Haltung, die elastische Bewegung des Kaisers gerühmt. Dagegen enthält er sich ganz des Sprechens. Alle Unterhaltungen werden schriftlich geführt. Der Kaiser schreibt aus Zettel, die er von einem Blatt abreißt und, wenn sie gelesen, dann sofort vernichtet. Der Kaiser war heute nicht im Dom, wohl aber die Kaiserin Victoria, der Grobherzog und die Großherzogin von Baden und der Grobherzog von Weimar. Die Kaiserin von Oesterreich sandte einen riesengroßen Kranz. Der Präsident des Reichstags, Herr v. Wedell- Piesdors, legte Namens desselben einen mächtigen Kranz am Sarge des Kaisers nieder. Die parlamentarischen Körperschaften wünschen besonderen Zutritt zur Aufbahrung des Kaisers; es heißt, die Gewährung dieses Ansuchens sei zweifelhaft. — Den Abendblättern zufolge verlieh der Kaiser der Kaiserin Victoria den Schwarzen Adler-Orden. — Der Reichskanzler Fürst Bismarck fährt um 3 Uhr zum Vortrage beim Kaiser nach Charlottenburg. Kaiser Wilhelms Leiche im Dom. Berlin, 12. März. Zu einem überaus ergreifenden Akt gestaltete fick die Uebeiführung der Leiche des Kaders Wilhelm aus seinem Palais in den Dom. Vierzig Minuten nach Mitternacht war es, als bte irdische Hülle weiland Kaiser Wilhelms nach dem Gotteshause gebracht wurde, in welchem sie eine kurze Frist verweilen soll, ehe sie der letzten Ruhestätte übergeben wird. Die Leiche war bis nach dem Gottesdienst um 6 Uhr im Sterbezimmer verblieben, dann erst wurde sie in den Zinksarg gebettet, später in den Parademrg gelegt. Offen wurde dieser in das historische Eckzimmer und dann nach kurzer Rast in das anstoßende Vortragszimmer gebracht, von dem aus in der letzten Zett der Kaiser das Volk zu grüßen pflegte und wo heute Kaiserin Augusta mit den Prinzessinnen des kaiserlichen Hauses sich von dem geliebten Todten verabschiedete Roch ein kurzes Gebet, dann wurde der Sarg in das Adjutantenzimmer gebracht und hier zuyeschraubt. Die bewährtesten Diener des Hauses trugen dann die theure Hülle bis zur Rampe des Palais; hier übernahmen sie 32 Unteroffictere, die in Abheilungen von IG Mann den Sarg abwechselnd trugen. Trotz des gewaltigen Schneesturmes wohnte eine dichte Menschenmenge dem ernsten Vorgänge bei. Vierhundert Soldaten von allen Regimentern der Berliner Garnison bildeten auf dem Wege vom Palais bis zum Dom mit brennenden, weithin leuchtenden Fackeln Spalier; durch diese Gasse bewegte sich der düstere Zug. Die 5. Compagnie des Regiments Gardes du Corps unter dem Kommando des Majors von Bredow eröffnete ihn, dann folgte die Letb- compagnie des ersten Garderegimenls zu Fuß mit der Fahne des ersten Bataillons mit der stummen Regimentsmusik. Die Letbcompagnie trug die bekannten historischen Blechmutzen. Dem Sarge voran, der nunmehr folgte, schritten die Hofdienerschaft und Beamte des kaiserlichen Hauses. Die irdische Hülle des Kaisers lag in dem Parade- sarg, der, aus Eichenholz gefertigt und roth ausgeschlagen, bereits den Zinksarg ein- )chloß. Eine einfache schwarze Decke war darüber auögebreitet. Hinter dem Sarge schritten der .Gronprinz Wilhelm, Prinz Heinrich, Prinz Leopold, ber. Erbprinz von Meiningen, Prinz Georg, Prinz Alexanber unb der Kronprinz von Schweben, dann folgten bie maieon militaire bes Heimgegangenen Kaisers, sämmtliche Generäle und Flügeladjutanien, baran schlossen sich bie Hofchargen in allen ihren Abthetlungen unb den Beschluß bildete wieder ein Zug Gardes du Corps. Der Zug erreichte den Dom genau um 1 Uhr. Vor dem Portal erwarteten den Sarg die Domgefftlichkeit mit dem Ober-Hosprediger vr. Kögel an der Spitze. Derselbe breit, nachdem der Sarg auf dem Katafalk niedergesetzt war, eine kurze, inbrünstige Ansprache. Kronprinz Wilhelm trat dann an den Sarg, kniete nieder und verrichtete ein Gebet. DerKronprinz erhob sich, worauf Prinz Heinrich ebenfalls betete. Nun trat Kronprinz Wilhelm wirdcr an den Sarg und legte zu Füßen desselben einen großen Lorbeerkranz nieder, wobei der Kronprinz Oskar von Schweden ihm behilflich war. Der Sarg wurde nun wieder geöffnet, Kränze und Blumen wurden darauf niedergelegt. Kronprinzessin Wilhelm war uom Palais aus im Wagen zum Dom geeilt und wohnte der Feierlichkeit im Gotteshause bei. Damit fand der feierliche Akt sein Ende. — W»e wir einem Berichte der „Nationalzeitung" entnehmen, waren die baulichen Arbeiten für die Aufbahrung im Dom gestern Nachmittag schon nahezu vollendet. In der Nacht von Samstag auf Sonntag war das Podium, der auf dasselbe zu stellende Katafalk, die Taburets unb Candelaber, bie bei ben Trauerceremonien bes Königs Friebrich Wilhelm IV. gebient hatten, nach bem Dom geschafft worden, desgleichen die erforderlichen Blumen- und Topfgewächse aus der Gärtnerei des Schlosses 'Monbijou. Unmittelbar vor dem Altar erhebt sich das 30 Cm. hohe Podium für den Katafalk, ungefähr 6 M. tief und 8 M. in ber Front. Dasselbe ist mit schwarzem Tuch behängt unb trägt in seiner Mitte den Katafalk, welcher zur Aufnahme bes Sarges bestimmt fft unb auf einer mit Hermelin und Goldborten eingefaßten violetten Sammetbecke ruht. Zu jeber Seite bes Katafalks stehen fünf Taburets zur Aufnahme ber Kron- unb Orbensinsignien unb außerhalb berselben auf jeber Seite zwei große Candelaber. Vor dem Podium breitet sich ein großer, mit Flor bedeckter Teppich aus, auf dem 50 Sessel für die allerhöchsten Leidtragenden stehen, dahinter ist zur Absperrung eine Schranke angebracht. Quer durch das ganze Kirchenschiff von ber Seite bes Haupteinganges zum Dom am tiuftgaiten erstreckt sich ein 60 Cm. hohes, 2 M. breites Wanbelgeiüst für bte großen Zuschaucr- mengen, welche später im Laufe ber Woche ihren Weg hier vorbei nehmen werden, um an ber Ostseite ben Dom burd) den Ausgang nach ber Kaiser-Wilhelmsbrücke zu verlassen. Der weitaus größere Raum zwischen biefem Wanbelgcrüst unb der Nordwand wird durchweine schräg bis zur Höhe von 2 M. emporsteigende Bühne ausgefüllt, die etwa 550 Stehplätze enthält und für bte Generalität unb commandirenben Os freiere beftirnrnt ist. Emporen, Pfeiler, Wänbe, Kanzel, Altar, kurzum, bas ganze Kiichen- schiff ist schwarz verhängt, während ber Trauerfeier werden auch bie Fenster schwarz verhängt, so daß das ganze Innere eine chapelle ardente bildet. Die Schalen an den Gasarmcn werden durch Kerzen ersetzt, um die Beleuchtung weihevoller zu gestalten. Zu beiden Seiten des Altars sind Topfgewächse unb Blumen zu prachtvollen Gruppen vereinigt. Die Kirchenstühle zu beiden Seiten unter ben Längsemporen, sowie die Platze auf ben Emporen selbst werben Vertretern frember Fürsten unb Staaten, bem biplomatischen Corps, ben Mitgliedern des Reichstags unb Abgeordnetenhauses, den Staats- unb stäbtischcn Behörben eingeräumt, soweit ber Raum solches eben zuläßr. Der ganze Dom ist im Innern schwarz ausgeschlagen. Der Kaiser ruht im Sarg in ber Uniform bes ersten Garberegiments mit Felbmütze. Einzelnen Personen unb Aborbnungen war bie Erlaudniß gegeben worben, schon vor ber Stunbe, zu welcher ber Zutritt allgemein gestattet wirb, einen Blick auf ben theuren Heimgegangenen zu werfen unb ihre Hulbigung barzubringen. Es traf sich gut, bag bie deutsche Stabt, welche dem hochseligen Kaiser besonbers verpflichtet ist, welche allein von allen beutschen Stäbten im Jahre 1870 einige Tage im Besitze des Feindes war, den ersten Kranz ntederlegen ließ. Die Abgeordneten Vopelius, Jordan unb Olzem, Vertreter bes Wahlkreises Saarbrücken, legten im Auftrage ber Stabt St. Johann- Saarbrücken unb Malstatt Bürbach Trauerkränze nieber. Es folgten bie Kränze ber Stabt Riga, von Krupp, von bem Braunschweigischen Husaren-Regiment uj.ro. Auf bem Antlitz des Kaisers, welches mit einem Schleier bedeckt war, aber zeitweise enthüllt wurde, ruht ber Ausdruck jener Liebe und Milde, die im Leden bie unzertrennliche Begleitung bes Monarchen waren. Telegraphische Depeschen Wolffs telegr. Darmstadt, 12. März. Der Großherzog, ber Erbgroßherzog, sowie bie Prinzen Hemrich unb Alexanber werben sich zu ben Beisetzungsfeierlichkeiten nach Berlin begeben. , Berlin, 12. März. Der „Reichsanzeiger" bringt folgenbes Bulletin aus Charlottenburg vom 12. März: Der Kaiser hat trotz angreifenber Reise unb Gemüths- beroegung eine sehr gute Nacht gehabt unb fühlt heute keine Beschwerben. Die Respiration ist unbehinbert, bie örtlichen Erscheinungen sinb unveränbert. Weitere Bulletins werben auf Allerhöchsten Befehl von Zeit zu Zeit ausgegeben. Mackenzie, Wegner, Krause, Hovell. — Die „Norbb. Allg. Ztg." melbet: Der Reichskanzler befinbet sich infolge Aufregung ber letzten Tage in sehr angegriffenem Zustanbe; ber Verlust seines langjährigen Herrn hat ben Kanzler nicht nur seelisch tief ergriffen. Leiber hak sich auch bas alte Venenleiben roieber eingestellt. Professor Schweninger erachtete es beshalb für angezeigt, ben Kanzler gestern auf ber Fahrt nach Leipzig zum Empfang Sr. Majestät zu begleiten. Ruhe unb thunlichste Beschränkung ber Geschäfte sinb nach Ansicht Schweningers bringenb geboten. . Berlin, ^2. März. Herrenhaus. Der Präsibenf, Herzoy von Ratibor, verliest das bekannte Schreiben bes Staatsministeriums sowie ben Dankerlaß bes Kaisers aus San-Remo an ben Reichskanzler unb bie Minister gerichtet unb knüpft baran Worte des tiefsten Schmerzes um den dahingeschiedenen Kaiser Wilhelm und die besten WünsLe für Kaiser Friedrich III. und bittet das Haus um die Ermächtigung Se. Majestät im Namen des Herrenhauses die Gefühle treuester Anhänglichkeit und Ergebenheit aussprechen ju dürfen. Zum Schluß bringt er ein dreifaches Hoch auf Se. Majestät, Kaiser Friedrich III aus, worin die Versammlung begeistert einstimmt. Der Tag der nächsten Sitzung ist unbestimmt. Wien, 12. Marz. Die zwischen Kaiser Franz Josef und dem deutschen Kaiser Friedrich fosort gewechselten Telegramme gaben der persönlichen Freundschaft beider Monarchen warmen Ausdruck und bestätigten den unveränderten Fortbestand des Bündnißverhältnisses. Bern, 12. März. Beide eidgenössische Räthe wurden mit Ansprachen des Präsidenten eröffnet. Im Nationalrathe sagte Präsident Kurz-Sargans: Wir stehen vor einem weltgeschichtlichen Ereignisse, dem Htnscheiden des deutschen Kaisers Wilhelm. Wir begreifen, daß unsere Nachbarn schmerzerfüllt am Grabe ihrers Herrschers stehen, der sie zur Einigung geführt. Ich bin überzeugt, daß ich der Gesinnung des Schweizer Volkes Ausdruck verleihe, wenn ich der befreundeten deutschen Nation unser aufrichtiges Beileid ausspreche und damit die besten Wünsche für die Genesung des nunmehr regierenden Kaisers verbinde. — Im Ständerathe sagte Gaoard-Genf: In Deutschland ist ein Ereigniß eingetrcten, das ganz Europa tief berührt, in Anbetracht der freundnachbarlichen Beziehungen, worin wir mit Deutschland stehen, halte ich mich für vollberechtigt, in Ihrem Namen zu erklären, daß der Ständerath die Gefühle des Betleids theilt, welche der Bundesrath gegenüber der deutschen Regierung bekundete. Petersburg, 12. März. Der Kaiser wird bet den Beisetzungsfeterlichkeiten in Berlin durch den Großfürsten-Thronfolger vertreten sein. Es treffen außerdem in Berlin die Feldmarschälle und Großfürsten Nikolaus und Michael nebst Sutten ein, Deputationen des kaiserlichen Milttärhauses, Generaladjutant Ehakooskoy, General der Suite Fredertks, die Flügeladjutanten Oberst Obolensky, Rittmeister Benekendorff, endlich Deputationen der drei Regimenter, deren Chef Kaiser Wilhelm gewesen. Newyork, 12. März. Durch heftigen Schneesturm ist hier und in der Umgegend der Velkehr ,ast ganz unterbrochen. Die Telegraphenlettungen sind vielfach zerstört, die Eisenbahnverbindungen unterbrochen. Der Verkehr mit Washington stockt seit Mitternacht. Lokale» Gießen, 13. März. Der Kranz, welcher Namens der Frauen und Jungfrauen Guvens am Sarge des verewigten Kaisers Wilhelm ntedergelegt werden wird, ist bis morgen Vormittag 11 Uhr im Laden des Herrn Gärtner Berger am Lind'enplatz im Schaufenster ausgelegt. Gießen 13. März. Die mündliche Maturitäts-Prüfung am hiesigen Gymnasium findet am 15. März, die öffentlichen Schlußprüfungen am 16 und 17 März stast Dem diesjährigen Programm ist eine Abhandlung des proo. Gymnasiallehrers Dr. Ganz, „Turnsaal und Exercier platz" behandelnd, beigegeben. Gießen, 13. März. Ein Schwindler, angeblich Photograph, der sich Schneider nannte benutzte hier vor einigen Tagen die Abwesenheit verschiedener Officiere, um s,ch in' deren Wohnungen zu begeben und dort bei den Burschen gegen gefälschte Quittungen Geld für angeblich gefertigte Photographien zu erschwindeln, was ihm and) in einigen Fällen gelang. Der Fremde ist von mittlerer, untersetzter Statur, 25-30 Jahre alt, hat schwarzen Schnurrbart und rundes vollkommenes Gesicht, trug dunklen Anzug und Ueberzieher (Havelock) nebst schwarzem oder grauem niedrigen Fllzhut Im Gesicht soll der Menscb mehrere Schrammen (Kratzwunden) haben. Er dürfte dies Handwerk auch in anderen Garnisonen treiben und sei deshalb vor demselben gewarnt. Gießen, 13. Marz. Heute Morgen sprang am Viebmarktplatz eine scheu gewordene Kuo oberhalb der Lahnbrücke in die hochgeschwollene Lahn. In der Nähe der Nübsamen'schen Badeanstalt trieb der Strom das Thier wieder an das Land, ohne daß es einen Schaden erlitt. Vermischtes. a $om Rhein, 12. März. Während noch vor einigen Tagen die allgemeinen Klagen über den niederen Rheinstand ertönten, befürchtet man heute schon die Gefahr einer Ueberschwemmung. Der Rhein und seine Nebenflüsse steigen sehr heftig: beute ist der erstere nahezu einen halben Meter gewachsen. Gleich schnelles -L-teigen wird vom Oberrhein, Neckar und Main gemeldet. Aus dem Mainkanal-wurden gestern aus den SLleußen die Nadeln entfernt und heute sind die Thore der Schleusen schon überfluthet, so daß der Betrieb eingestellt und die Keltenschleppschrfffahrt aufgehoben werden mußte. . _ Frankfurt, 12. März. Gestern Abend entluden sich tn einem Zwischenraum von 2 Stunden zwei schwere Gewitter mit Hagelschlag über unsere Stadt. Das erste gegen 6 Uhr Abends war von einer Heftigkeit wie man es nur im Hochsommer gewöhnt ist. Die Blitze zuckten unaufhörlich und erleuchteten den Himmel in weitem K^is Das zweite Gewitter um >/r9 Uhr war weniger heftig, aber auch von starkem Hagelichlag begleitet. Ein Gluck, baß in Gärten und Feldern noch nichts zu verderben ist der durch die Gewitter angerichtele Schaden wäre sonst sehr groß. —' Ueber die letzte bildliche Aufnahme des Kaisers Wrlhelm, die am Freitag Morgen nach dem Hinscheiden des Kaisers durch Professor Anton von Werner erfolgte, erhält die „Voss. Ztg." von verläßlichster Seite folgende Schilderung: Freitag früh vor 8 Ihr wurde Anton von Werner durch einen Corpsgensdarmen auf höchsten Befehl nach dem Kaiserlichen Palais geholt. Als er dort um 8^/4 Uhr eintraf, war der Kaiser soeben verschieden. Vorn Großherzog von Baden, -welcher mit dem Kronprinzen und der Kronprinzessin von Schweden sich im Sterbezimmer befand, wurde er an das Sterbebett des Kaisers geführt, um denselben zum letzten Mal zu zeichnen. Der Kaiser befand sich in halbsitzender Stellung auf seinem schlichten Feldbett, nur mit einer Steppdecke bedeckt, bekleidet mit einer weißen Jacke, unter welcher eine dunkelrothe Unterjacke am Halse und der Brust etwas sichtbar wurde. Sein Antlitz war in still-m Frieden verklärt, wie das eines eben ruhig Eingeschlafenen. Eine Lampe beleuchtete den Kopf von der rechten Sette, während das trübe Morgenlicht gerade von vorn das Antlitz mit seinem bleichen Schimmer übergoß. Während Anton v. Werner zeichnete, knieten graubärtige Generale an der Seite des Lagers nieder und küßten die kaiserliche Hanb- die Drenerschaft wurde zugelassen und umstand laut schluchzend das Lager. Rächend nach füllte sich das enge, schlichte Sterbezimmer dicht mit Offizieren. Die Kronprinzessin Wilhelm schickte einen Korb frischer Blumen, weiße Rosen und Maiglöckchen mit dem Befehl an Anton 0. Werner, damit das Sterbebett zu schmücken. Der Maler gab dem Kaffer drei weiße Rosen in die Hand und bestreute die Decke mit Maiglöckchen. Der Photograph Reichardt sollte darauf noch eine photographische Aufnahme machen und Professor Reinhold Begas nahm die Todtenmaske ab, als Anton 0. Werner das Palais um 11 Uhr verließ. Köln, 9. März. (Ewald August König f-J Heute Nacht ist hier in Folge eines Gehirnschlages der auch unseren Lesern bekannte Romanschriftsteller Ewald August König gestorben. Derselbe war am 22. August 1833 in Barmen geboren und hatte, nachdem er das hiesige Friedrich-Wilhelms-Gymnasium besucht, durch die Verhältnisse genöthigt, sich dem Kaufmannsstande gewidmet und von 1854 an drei Jahre lang im Heere gedient, worauf er von 1857 bis 1868 in einem Handelshause in Elberfeld als Buchhalter thätig war. Im Jahre 1867 trat^er zuerst als Schriftsteller hervor und zwar mit humoristischen Skizzen aus dem Soldatenleben. Dieselben hatten einen solchen Erfolg, daß er sich entschloß, sich ganz der literarischen Thätigkeit hinzugeben. Unter dem Namen E. Kaiser gab er 1866 seinen ersten Roman „Der Deserteur" heraus, dem nun in ununterbrochener Reihe bis in die jüngste Zeit eine sehr große Zahl von Romanen und Novellen gefolgt ist. Von Neuwied, wo er 1871 seinen Wohnsitz genommen, siedelte er 1881 nach Köln über und gewann hier durch sein freundlich biederes Wesen auch persönlich viele Freunde, die seinen allzu frühen Heimgang aufrichtig betrauern. Auch die Tausende seiner Leser werden mit Bedauern erfahren, daß feine ungemein fruchtbare Feder nun für immer ruhen muß. — Die Lebensoersicherungs- und Ersparnißbank in Stuttgart wird demnächst eine außerordentliche Generalversammlung auf den 6. April d. I. berufen, welche über die Frage der von der Direktion beantragten unentgeltlichen Uebernahme der Kriegß- Sefahr für sämmtliche Versicherte zu entscheiden haken wird. Der Verwaltungsrath er Bank hat diesen Antrag bereits einstimmig zum Beschluß erhoben. Das Streben der Bankleitung, jedem Versicherten die Aufrechterhaltung der Versicherung selbst im Falle des Krieges zu ermöglichen, wird von der Generalversammlung voraussichtlich freudigst begrüßt werden, denn bei der derzeitigen Wehroerfassung ist die Uebernahme der Kriegsgefahr eine unabwendbare Pflicht für die Lebensversicherung geworden. — Die „grrrrande Nation“, welche an der Spitze der Cioilisation marschirt! Aus Paris, 9. Uiärj, meldet die „Köln. Zig.": Heute Mittag wurde eine unsagbar gemeine, Tod und Begrübnitz des Kaisers in schmutzigster Weise verhöhnende Illustration mit unsagbarem Text in Versen öffentlich verkauft. Der Ministerrath beschloß, gegen dasselbe als unmoralisch, die öffentliche Sittlichkeit verletzend gerichtlich vor- zugehen, und gab um 2 Ubr der Polizei Befehl, es überall^ mit Beschlag zu belege». Flourens sprach die tiefste Entrüstung über das unsagbare Schandwerk aus und sagte die strengste gerichtliche Verfolgung auch ckhne Stellung des Strafantrags von deutscher Seite aus zu und erklärte, daß die französische Regierung bereit sei, gegen gleiche oder ähnliche Machwerke überall gerichtlich vorzugehen, wenn die deutsche Regierung hierzu ihre Einwilligung gebe. Hiermit scheint dieser Zwischenfall beseitigt, der sonst in Anbetracht der unerhörten Gemeinheit der Beleidigung nicht ohne ernste Folgen hätte bleiben können. Eingesandt. Gießen, 13. März. Freunde der Kunst machen wir auf das im Erker des Herrn Friseur Conrad (Mäusdurg) ausgestellte Bilo des gemischten Chores der „Bürger-Gesellschaft" aufmerksam. Die einzelnen Gruppen desselben sind zu dem passend gewählten Hintergründe (Gleiberg und Vetzberg) in echt künstlerischem Sinne zusammengestellt und gebübrt dem Verfertiger dieses Bildes, Herrn Wilhelm Becker (Gustav Backofen's Nachfolger) hier die vollste Anerkennung. s. Dff - nachrichten. Bremen, 10. März. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Lahn, Capt. H. Hellmers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 29. Februar von Bremen und am 2. März von Southampton abgegangen war, ist gestern 11 Uhr Abends wohlbehalten in Newvork angekommen. Elennneridi’s Fletsch-Hxtract. Pepton u. i'.ouillon sind in kurz. Zeit bereits mit 16 Ehrendiplomen u. goldenen Medaillen ausgezeichnet worden. Handel und Verkehr. Gießen, 13. März Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfurd 0.90—0 95, Hühnereier pr. St. 5—6 H, Gänseeier St- 10—00 Käse or. St. 4-8H, Käsematte 2—3 Erbsen pr- Liter 19 H, Linsen 32 H, Tauben per Paar 80 bis 100 Hühner per Stück JL 0.90—120, Hahnen pr. Stück JL. 1.40—1.50, Enten per Stück 2.00—240, Gänse per Pfund 00—00 Ochsenfleisch per Pfund 58 bis 60 H, Kuh- und Rindfleisch 45—50 .^, Schweinefleisch 54—60 Hammelfleisch 40 bis 60 <3>, Kalbfleisch 40—46 Kartoffeln per 100 Kilo JL 5 00—5.50, Milch oer Liter 12—18 H, Weißkraut Stück 0-00 H, Zwiebeln per Gentner JL 12.00-18.00. Einwohnerzahl: 19 002 (incl. 1600 Mann Militär). Zusammen: Erwachsene: Es starben an: Summa: 8 5 2 (1) 1 (1) 1 1 2 (1) 1 (1) 1 1 2 1 Bauchfellentzündung Lungenentzündung Lungenschwindsucht Altersschwäche Atrophie Entzündung der Bronchien Sterblichkeitsziffer: 21,9 %o. Kinder im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr; Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Wöchentliche Neberficht dec Todesfälle in der Stadt Gießen. 10. Woche. Vom 4. März bis 10. März 1888. 2 1 3 Geschäftshäuser, beste Lagen, zu verkaufen durch 2134 Jost. Fr. Schaas, Neustadt 55- 2121 Eine Partbie Polstermöbel, als: Sophas, Sessel, Stühle u. f. w. gebe ich so billig wie möglich ab-^ 1*. il oll mann. 'Neuen Baue 6- Soeben: la. Schellfische, Zander, Cabliau, Seezungen einaetrorfen bei 2147 C. G. Kleinhenii. Gartenerde wird ungefähren per Wagen zu JL 2.—. Näheres in der Exped. d. Bl. 2121 4122 Ein braver Junge vom Lande, welcher Kellner werden will, kann sofort eintreten im frankfurter Hof. 2123 Ern ordentliches Dienstmädchen per.l. April zu miethen gesucht. Bahnhofstraße 15, parterre. Allgemeiner Anzeiger. LehensversicberiHigs- L Erspamss-Bank in Stuttgart. Die Bank übernimmt: t Versicherungen auf den Todesfall, zahlbar noch einer bestimmten Reche von Jahren oder bet früherem Tode von Mk. 1000.— vis Mt. 100000.- für eine Person, Vussteuer.Berficherungen von Mk. 100.- bis zu einer unbeschränkten Summe Die Ueverschüsse fallen bei beiden Versicherungsarten voll und ganz den Versicherten zu. Dividende der Todesfall-Versicherungen nach Plan AI: 35°/0 der gewöhnlichen Prämie — 42% nach Plan All; nach Plan A1II entfallen Gewinnantheile, die möglicherweise die Versicherungssumme übertreffen. Nach Plan B wird die Prämienleistung alljährlich vermindert, so daß nach 33 Jahren voraussichtlich nichts mehr zu bezahlen, sondern vielmehr von da ab eine steigende Rente zu gewärtigen in. Die von der Direktion beantragte unentgeltliche Uebernahme der Kriegsgefahr für alle Versicherte wurde vom VerwaltungSrath einstimmig genehmigt; die endgültige Entscheidung ist der auf b- April d. I. anberaumten »außerordentlichen Generalversammlung" vorbehalten. 21Ub Zu weiterem Beitritt laben ein: , ... „ ,, _____H. Flick, Westanlage 28, E. Fischbach, SelterSweg, Carl Martell tn Wetzlar. 2120 In der Ränberbude is gut ab- l 2084 Ein Lehrling gesucht. I 1955 Einige Schüler linden gut? gelaufen. $i< Ränder. > I. Denker, Bäcker, Neuenweg 38. 1 Pension. Wo, faßt die Exped. ds. Bl- Von Damen hiesiger Stadt wird beabsichtigt, an der Bahre Kaiser Wilhelms einen Kranz niederlegen zu lassen. Eine Liste zum Zwecke der Einzeichnung ist auf der Bürgermeisterei auf- gelegt. 2132 Holzversteigerung. Es werden versteigert: 1. Mittwoch 21. März aus den Abthei- lungen Brauhof 2b und 3a, Hasenkopf 5 und 6: Buchen: 64 rm Scheiter, 34 rm Knüppel, 5110 Wellen, 87,3 rm Stöcke; Eichen: 59,5 rm Scheiter, 48,5 rm Knüppel, 3100 Wellen, 77,4 rm Stöcke; Nadelbolz: 16 rm Knüppel, 580 Wellen, 11,4 rm Stöcke; Weichholz: 3880 Wellen. Das Holz in Brauhof 2b und 3a wird nicht vorgezeigt, dasselbe kommt gegen 11 Uhr im Hasenkopf zum Ausgebot. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr im Hasenkopf am Forstgarten. 2. Freitag 23. März aus den Abtheilungen Zellenrod 8, Schiffenberg 32, Sommerberg 35a, Häuserseite 38, Fichtenbaum 40 und Buchenberg 57: Buchen: 2 rm Scheiter, 2,6 rm Knüppel, 2000 Wellen, 12 rm Stöcke; Eschen: 2 rm Scheiter, 21 rm Knüppel, 390 Wellen; Eichen: 38,8 rm Scheiter, 37,3 rm Knüppel, 2930 Wellen, 52 rm Stöcke; Nadeldolz: 53,7 rm Knüppel, 1450 Wellen, 13,8 rm Stöcke; Weichholz: 2270 Wellen. Das Holz in Sommerberg, Häuserseite, Fichtenbaum und Buchenberg wird nicht vorgezeigt, dasselbe kommt geaen 11 Uhr in Schiffenberg 32 zum AuS- gebot- Zusammenkunft Morgens 9 Uhr auf der Kreisstraße Gießen-Hausen an der Sackschneise. Nähere Auskunft erthellt Gr. Forstwart Schlag m Baumgarten. 2119 Gießen, 12. März 1888. Großh. Obersörsterei Schiffenberg. Bekanntmachung. Anmeldungen zum Bezüge von Zinsen aus der Schottischen Stiftung haben bis zum 24. dieses Monats bei Herrn Armenkafferechner Laub er zu erfolgen. Gießen, am 10. März 1888. Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. A. Bramm. oooaooooaoocxxxxxxxaoo Gesuchs-Anzeige § von org Benz .« Wiesbaden in Gießen nur vom 20 bis 31. d M. 21 ie OOOOOOOOOOOOOIO Heyer. Coursdericht der frankfurter Börse Reichsbank-Disconto 3% I I I Geldsorteu. *W/o do. 5% BuderuS Oblig. Telegraphischer Coursbericht der Berliner Börse vom 13. März 1888. 4% Ungar. Goldrente 75.50 5% Gemischte Russen Röhr. Tendenz: sehr fest. 2115 Frau Elisabetha Huhn, geb. Hofmann Giessen, den 13. März 1888. 2130 Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 3 Uhr vom Sterbehaus (Löwengasse 20) aus statt. Ililllli'OIIVITLS In allen Qualitäten mit Firmendruck Flur Flur Flur 4,/e% Franks. Landwsch. Creditbk.- Oblig. 4% Hamb. Hypothbk.-Pfandbr. 94.19 V 4.10 86.40 63.20 96 20 136.8t 193.00 90.00 77.20 89 00 Oesterr. Creditactien Oesterr. Staatsbabn-Actien 1880 4% Russen Oblig. 4°/o unif. Egypter Oblig. 138.25 86.25 75 90 16.11-16.15 16.10-16.14 20.29-20-34 4.16—4.20 106 90 101.70 102.90 K6.00 105 00 105 90 I empfiehlt zu billigen Preise« 1 Britische Druckerei Nr. 33 — 106 Meter Hofraum in der Mühlgasse, Nr. 33b — 25 Meter Grabgarten daselbst, Nr- 43 — 62 Meter Hofraithe in der Neustadt, 1800 Gesucht ein Logis von 2 Zimmern und Küche in der Nordanlage oder deren Nähe. Offerten mit Preisangabe unter A. 33 an btc Exped. d. Bl. Heute Nacht kurz nach 12 Lhr entschlief sanft nach kurzem schweren Kranksein in ihrem 62. unsere liebe gute Gattin, Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwägerin und Tante 2129 Ein Mädchen mit guter Figur, w lches im Nähen perfect geübt ist, wird zu engagiren gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Disconto-Com.-Anthetle Laura-Actien 3V,o/o Solms-Brauns. Oblig. 4% Gießener Oblig. 4% Oesterr. Goldrente 41/g°/o Oesterr. Silberrente 5% Portugiesen Oblig. Darmst. Bank-Actien Nutzholzverkauf. Am Montag den 19 März d I., von Vormittags VzlO Uhr an, sollen in der Waldung zu Nordeck 13 Stück Eichen'Abschnitte 2^—5. Cl. mit 9 fm, 101 Stück Fichten-Abschnitte, bis 18rn Länge und 81 cm Durchmesser 3, 4. und 5. Classe mit 49 fm, Fichtenstangen: 53 1., 26 2., 32 3., 800 4. bis 7. Äaffe nieistbietend versteigert werden. Versammlung in der Stelzen- bach'scheu Wirthschast in Nordeck, woselbst bei ungünstiger Witterung auch der Verkauf stattfindet. Marburg, den 12. März 1888. Der Administrator: Statt jeder besonderen Anzeige theilen dies, um Theilnahme bittend, hierdurch mit die trauernden Hinterbliebenen. alte 100.80, neue 102.20 97.30 Freitag, den 20. April L I, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Georg Dietrich Dörner Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien: 103.00 1022)0 97.50 103.70 Darmstädter Frühjahrs-Pferde- und Fohleu-Markt am 16., 17. und 18. April 1888. mit Berloosung und Prämiirung auf dem Biehmarktplah nächst den Bahnhöfen, zu welchem der Verein die geehrten Herren Züchter, Verkäufer und Käufer freundlichst einladet. Musterung und Prämiirung von Pferden und Fohlen am 16. April 1888, Vormittags 9 Uhr, Prämienvertheilung Nachmittags 3 Uhr, wozu namhafte Geldpreise und Diplome vorgesehen sind. öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 8. März 1888. Großh. Ortsgericht Gießen. Vogt, Ortsgerichtsmann. 2133 12. März 1888. Franks. Bank-DiSconto 8^ Webaction; A. Scheyda. — Trutt und Verlag der Drühl'scheu Drucke, ft- G hr. Pietsch) in Gießen. Dt« heutigr Stummer enthält 1 Blatt med 1 Beilage Die Berloosung findet statt am 18. April, Nachmittags 4 Uhr, im AuSsteüungSgebäude. Zur Ausgabe kommen 20,000 Loose, per Stück 2 Mark. Gewinne: 1 eleganter Wagen, Zweispänner, mit 2 Pferden und com- pletem Geschirr im Werthe von ca. 6000 Mk., 1 Reitpferd mit Sattel und Ja«« im Werthe von ca. 2000 Mk., 1 Stuhlwagen mit einem Pferde und Geschirr im Werthe von ca. 1700 Mk., 16 Pferde oder Fohlen im Gesammt- werths von 10,000 Mk., 315 andere Gewinne im Gesammtwerth v. 4,300 Mk. j Den Vertrieb der Loose haben wir dem Herrn L. F. tOhnacker in I Darmstadt im alleinigen General-Debit übergeben. Der Darmstädter PferdemarM- Verein. 20 FrancS-Stücke do. in Va Engl. Souvereigns Dollars in Gold 2103] Harzer (Stamm Trute) Weibchen «. Männchen z. verk. Wolfstr. 4. 2131 In einer kleinen Familie finden 1 ob. 2 die hiesigen Schulen besuchenden Schüler freundliche Aufnahme und gute Pension- Offerten an die Exped. d. Bl. Nahrungsberg 20 ' , v. . 2126 Zw« einzeln- Zimmer mit ober I «»stehlt 8U billigen Preise« | ohne Bett zu vermiethen. ..... “ Neuenweg 58. 4% Preußische Consols 3V,o/o do. 4% Nassauer Oblta. 4°/0 Baverische Oblig. 4°/0 Badische Oblig. 4% Hessische Oblig. 4% Franks. Hypothbk.-Pfandbr. 3V»% do. Bermietyungen. Mr Einjährige! vermiethen. 2109 Aug. Weidig Wwe., Westanlage 15. 2105 Ein fteundl. möbl Zimmer in der Nähe der neuen Kaserne zu vermiethen. __Wolfstraße 4 II. Alicestraße 12: Belletage, 8 Zimmer, 2 Bodenkammern per 1. Mai infolge Berufung d. Hrn. Kanzlers Prof. Dr. Gareis. __934]_____________ H. Adami. 2111 Eine Stube zu vermiethen. Mage zu JTr. 63 des „Achmer Anzeiger". HbttheWe Eisenbllhntll. Am 1. Mai d. I. tritt der Ausnahmesatz für den Transport von Infusorienerde zwischen Lauterbach und Lille Mangels Frequenz außer Kraft- Gießen, den 8. März 1888. 2114________Großherzogliche Direction- SberheWe Eisenbahnen. Mit dem 1- April b. I. gelangt der Nachtrag I zum Deutschen Eisenbahn- Gütertarif Tbeil I zur Einführung. Derselbe ist zum Preise von 30 $ bei den Güterspeditionen erhältlich, welch letztere auch jede gewünschte Auskunft über den Inhalt ertbeilen. Gießen, den 7. März 1888. 2113________Großherzogliche Direction. Holzverstelgerung. Samstag, den 17. März I* I-, Vormittags 9 Uhr anfangend, soll in den Rodheimer Gemeinde« Waldungen, Distritten Heegstrauch, Dernburgswald, Raunscheid u- Wanne folgendes Holz öffentlich meistbietend versteigert werden: 55 Eichen-Stämme mit 28,34 Festmeter, 62 Nadel-Stämme mit 25,26 Festmeter, 16 Eichen-Stangen, 265 Fichten-Stangen, 17 Rmtr. Eichen-Scheit und Knüppel, 54 „ Buchen- „ „ 61 „ Nadel- „ „ „ 150 „ Nadel-Reiser, 27 „ Stockholz, Die Zusammenkunft, sowie der Anfang ist im District Heegstrauch bei Nr- 1 des Stammholzes. Rodheim a. d. Bieber, am 12. März 1888. Der Bürgermeister: 2108__________Schneider. Holzversteigerung. Donnerstag, den 18. März d. I., von Morgens 9 Uhr an, soll in hiesigem Gemeindewald folgendes Holz versteigert werden: 142 Nadel-Stämme mit 46,80 Festm-, 188 Nadel-Stangen „ 13 40 „ Echeith. Kuüppelh. Reish Stockh. Rmtr Wellen Rmtr. Buchen 62 24 840 9,2 Nadel 85 57 2280 13,8 Der Anfang beginnt am Stammholz zur oben genannten Stunde im District Pfaffenstrauch in Nähe der Holzmühle. Lollar, den 10. März 1888. Großh. Bürgermeisterei Lollar. ____________Fuchs.________2069 Holzversteigerung. Donnerstag, den 13. März d. I. kommen in den Walddistricten „Bauerheid", „Eichküppel", „Zipfen" und „Neuhof" der Zimmer'schen Waldung nachstehende Holzsortimente zur Versteigerung: 3 Eichenstämme — 3,26 Fstmtr. 3 Eichenstangen — 0,14 „ 17 Nadelstämme — 3,63 „ 2000 Nadelstangen —19,62 „ 89 Rm. Buchen- und 4 Rm. Eichenscheit; 68 „ Buchen- und 4 Rm. Eichenprügel ; 58 „ Nadelprügel; 48 Rm. Buchenstock; 30 „ Nadel- und 17 Rm. Eichen.stockholz; 24 „ Eichen-, 135 Rm. Buchen- und 280 Rm. Nadelreiser. Anfang Vormittags 9 Uhr an der ^Bauerheid". 1996 Winnerod, den 9. März 1888. Aimruer'sche Försterei. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Mit dem auf Mittwoch den 18. April d. I. fallende« Diebmarkt wird auch eia Krämermarkt abgehalten. Gießen, de« 3. März 1888. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________A. Bramm. __________is~9 Bekanntmachung. Die Lieferung des Armenbrodes und des Bedarfs des Bürgerhospitals für das Rechnungsjahr 1888/9 an Brod, Wecken, Kuchen, Mehl, Milch, Fleisch, Schmelzfett, Colonialwaaren, Hülsenfrüchten, Seife, Petroleum rc. rc., die Fertigung der Schuhe und Särge für Arme, soll im Wege der Submission vergeben werden und sind Offerten hieraus verschlossen, unter Beifügung von Mustern, bis zum 17. dieses Monats bei Armenkafferechner Lauber, bei welchem auch die Bedingungen eingesehen, sowie die zur Submission auf Colonialwaaren rc. zu verwendenden Form ularien bezogen werden können, einzureichen. Gießen, den 10. März 1888. Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. A. Bramm. Holzversteigerung. Freitag, den 16. März, werden aus Schinderskopf 21 a, 22 a und Nabenpfuhl 63, 68 a und 69 versteigert: 2 Eichenstämme von 30 u. 37 cm Durchm. und 6 m Länge mit 1,07 fm, 2 Weibtannen „ 40 u. 42 „ „ u. 11—12,, „ „ 3,10 „ 321 Fichtenderbstangen mit 9,56 fm, 130 Fichtenreisstangen mit 1,49 fm, sodann Eichen: 5 rm Scheiter, 18 rm Knüppel (hiervon 10 rm von 3 m Länge), 530 Wellen, 5 rm Stöcke, Birken: 2 rm Knüppel, Nadelholz: 10 rm Scheiter, 115 rm Knüppel, 23460 Wellen (hiervon 6900 Wellen in Schichten von 3—5 m Länge, zu Bohnenstangen, Baum, stützen rc., geeignet), 14 rm Stöcke, Weichbolz: 3040 Wellen. Die in Schinderskopf, Abth. 21 a und 22 a lagernden Birken- und Eichenknüppel, sowie 3040 Wellen Weichholz, werden nicht vorgezeigt. Dieselben kommen gegen 12 Uhr im Rabenpfuhl zum Ausgebot. Nähere Auskunft erlheilt Gr. Forstwart Schlag zu Baumgarten. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr auf der Kreisstraße Gießen-Steinberg an der Knickschneise. Gießen, 8. März 1888. Großherzogliche Obersörsterei Schiffenberg. __________________________Heyer. ______________________1973 Holzversteigerung. Freitag den 16. und SamStag den 17. März d. I. sollen in dem Ge- e?a ln den Distrikten Buchwald, Marksteinmühl, Galgenwald und Hubbach nachfolgende Holzsortimente versteigert werden: M 1 Bau-, Werk- und Nutzholz. 51 Elchen-Stamme von 21—6d cm Durchmesser und 3-14 m Länge = 43,80 fm, ™ Buchen-Stamme von 42-58 cm Durchmesser und 6-10 m Länge = 12,56 fm, ^adel-Stamme von 15—27 cm Durchmesser und 5—20 m Länge — 1C3 fm, IniS ^^l-Derbstangen von 8—14 cm Durchmesser und 5—18 m Lange — 45,50 fm, 2ö/y ycadel-Relsstangen von 3—7 cm Durchmesser und 5—10 m Länge — 29 fm. x , 2. Brennholz. 17 Raummeter Buchen-Knüppel, 3758 Raummeter Buchen-, Eichen-. Nadel- % » Elchen-Knüppel, j und Weichholzreiser 1., 2. und 3. » Nadel-Knüppel, , Durchforstung, „0 u Elchen-Stöcke, f 723 Raummeter Aftreisig. 24 „ Nadel-Stöcke, । Sämmtliches Stamm- und Stangenholz kommt am ersten Tag und das Brenn- yolz am -werten Tag zur Versteigerung. Der Anfang der Versteigerung ist jedesmal am ersten Tag im Distrikt Buchwald an der Straße von Hungen nach Vellingen, am zweiten Tag im Distrikt Hubbach an dem Hubbacher Teiche- Hungen, am 8. März 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen- Bender. 2015 Das durch seine gute Qualität so allgemein beliebt D Pferde ?um Schlachten werden stets angekauft. 2044 Keßler, Pferdemetzger. 3 3 3 d 562 OOOOGGOSchGOGOSOGGGOOGOOOG Waschmaschine bester Conftruction täglich zu verleihen. Näheres bei 1686 H. Kraft, Mechaniker, Neuenweg 46. V gewordene Flaschenbier von Ciebr. 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Bl. 2016] Tapeziergehülfe gesucht. ________Wilh. Kutzschrad, Tapezier. 2041 Eine gesunde Schenkamme sucht alsbald Stellung- Näheres bei Frau Löb, Hebamme, Kreuzplatz 4. 1885 Einen Lehrling sucht Ludwig Schmitt, Glaser. 86] Wohnung in schönster Lage, 6 Zimmer mit allem Zubehör und Gartenantheil zum 1. April an ruhige Familie zu vermiethen. ___________________Frankfurterftraße 53. 931] Nordanlage k7: der mittl. Stock, 6 Zimmer, Baucz. mit compl. Badeein- richtuug und allem Zubeh. pr. 1. April zu vermiethen. Näheres im Hause, parterre. 1332 Ein kleines Logis im Hinterhaus zu vermiethen. Neuenweg^40^ 1760 Ein Familienlogis^ bestehend aus 4 Zimmern mit Zubehör, per 15. April, eventuell früher, zu vermietben. _______Brandgasse 5- 1366 Der 2. und 3. Stock von je 4-5 Zimmern nut allem Zubehör und Quellwasserleitung per 1. Juni, event- auch früher, zu vermiethen. Neuen Bäue 16. 1714] Gartenstrabe 13 ist der 1. und O' Ic 7 Zimmern u. 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Weidig Wittwe. ____________Westanlage 15.______ 2003 20 vis 30 tüchtige Gruben- arbeiter finden gegen hohen Lohn dauernde Beschäftigung. Anmeldungen werden von Steiger Bernhardts Jlsdorfcntgegengenonimen 1842 Ein mit allen Arbeiten. Schürfen rc. rc. vertrauter Müller wird gesucht Zu erfragen in der Expedition d Bl. 2088 Geprüfter Heizer gesucht. L. C. Rübsamen. 2123 Gesucht auf sogleich ober Ostern ein Müdchen, welches fertig kochen kann. Neuen Bäue 43 I. Rsdaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schcn Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.