Nr. 2S2 Erstes Blatt. Donnerstag den 13. December 1888. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. jvrrrearrr Schulstraße 7. Betreffend: Die Rachsuchung der Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen. 94 Diejenigen jungen Leute, welche aus Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werden hierdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvollständige während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, aaszurüsten und zu verpflegen; e. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realschulen. Progymnasien und höheren Bürgerschulen) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leule durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde außzuftellen ist; d. das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b: daß in dem Einwilligungs-Attest die Erklärung des Vaters oder Vormundes, in der Lage zu fein, den Freiwilligen während des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen darf. Zu pos. d: daß d'e Schulzeugnis! e, mit Ausnahme der Reifezeugnisse für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezeugnisse für die Prima der Gymnasien und Realschulen L Oid., sämmtlich nach dem Schema 17 zur Ersatz-Ordnung (I. Theil der Webr - Ordnung vom 28. September 1875 — Reg.-Bl. Nr. 55 von 1875) ausgestellt sein müssen. der angeführten Ersatz-Ord. verwiesen. Großherzogliche PrüfungS^Comnnjsion für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Dr Zeller. ____________ Gesuche ohne Weiteres zuruckgegeben werden. 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzog- thum Hessen gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2. Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Jahres nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das 20. Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahres zu erbringen. S. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actensormat (nicht Briefpapier) zu verwenden. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. 4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. GeburtSzeugniß; b. ein Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit u. Fähigkeit, den Freiwilligen Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der §§ 88, 89, 90, 93 und rHS 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. mrdi vierteljährlich 2 Mark 50 Pf; Deutschland. Darmstadt, 11. December. II. KK. HH. der Prinz und die Prinzessin Heinrich von Preußen, Prinzessin Beatrice von Großbritannien, sind heute Vormiltag aus England hier eingetroffen. Höchsidieselben wurden am Bahnhofe von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog, Seiner Hoheit dem Fürsten Alexander, Prinzen von Battenberg, Sr. Durchlaucht dem Prinzen Franz Josef von Battenberg und Seiner Erlaucht dem Grafen zu Elbach-Schönberg empfangen und begrüßt. Der Königlich Großbritannische Geschäftslräger Hon. Nassau - Jocelyn war bei dem Empfange zugegen. Die Höchsten Herrschaften sind im Großh. Schlosse abgesttegen. Telegraphisch« Depeschen. gBelW’i trlegr. e^rrtspaadri»,, Vvreair. Berlin, 11. December. Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet aus Zanzibar, daß ein italienisches Kriegsschiff am 5. December im Auftrage der Regierung und Namens des Sultans eine Blockadeerklärung erlaffen und seitdem an der Blockade actio theil- genommen babe. , _ r t Berlin, 11. December. Der geschastsfuhrende Ausschuß des Verbandes der deutschen Berufsgenossenschaften beschloß in seiner gestrigen außerordentlichen Sitzung bezüglich der Alters- und Jnvaliden-Verficherung eine Resolution, welche sich für die Errichtung einer Reichs - Versicherungsanstalt, deren untere Verwaltungsorgane aber Berufsgenossenschaften sein sollen, aussprtcht. Die Resolution soll dem Reichstage überreicht werden. t London, 11. December. Im Oberhause erklärte Lord Salisbury heute, daß die Regierung von der Eröffnung des Karunflusses und des Hafens Mohommesch in Persien meist telegraphisch Kenntniß erlangt habe, daher noch nicht in der Lage sei, einen diplomatischen Schriftwechsel über diese Angelegenheit vorzulegen. Der Premierminister glaubt, das Ergebniß sei Str Drummond Wolff's diplomatischer Befähigung, aber auch im großen Maßstabe einem spontanen Akte des Perserschahs zuzuschreiben, der eingeseben habe, daß Persien der Beseitigung der Hindernisse gegen den freien Verkehr und der Wiederbelebung seines Handels bedürfe. Der Fortschritt in dieser Richtung könne allein die bedeutenden Httssquellen Persiens verwerten. Sollte Persien seinen Platz unter den Nationen behalten, so müsse seine materielle Wohlfahrt weiter gefördert werden. , „ „, , . Madrid, 11. December. Das neugebildete Eabtnet stellte sich heute dem Senate vor. Sagasta erklärte, er werde dieselbe Politik wie früher befolgen, u. A. den Cortes vorschlagen, das allgemeine Stimmrecht und die Mtlitärreformen einzuführen und die Ausgaben zu vermindern. Das Ministerium begab sich darauf in feie 11. December. Der deutsche Botschafter notificirte der Pforte gestern die über die ostafrikanische Küste verhängte Blockade. London, 11. December. In der heutigen Unterhaussitzung erklärte Unterstaatssekretär Fergusson, Bagamoyo sei keineswegs ein Platz von höchster Wichtigkeit und nur für feen Handel gewählt, weil es für die Karawanenroute bequem erscheint. Häuptlinge aus dem Innern griffen mit einer großen Streitmacht, die sogar Kanonen führte, die deutsche Handelsstation an, plünderten und brannten den Platz nieder. Selbstredend sollen die Verluste hauptsächlich auf den Sultan und auf die Handelsgemeinschaft, darunter die britischen Indier und die deutsche Gesellschaft. Die Deutschen verlhetdigten sich mit Hilfe ihrer Kriegsschiffe. Die Jnsuraenten haben sich zurückgezogen und ihre Kanonen hinterlassen. Die Deutschen blieben im Besitz des Platzes. Der Entsatz deutscher oder britischer Posten oder (Stationen hat nichts mit der Blo- kade zu schaffen, aber England müßte, wenn nöthig, die dortigen Landsleute verthei- digen, wenn sie ähnlich angegriffen würden. — Die Insel Pemba sei zwar nicht in bie Blokade hineingezogen, werde jedoch überwacht» Lokales» Gieße«, 12. December. Herr Geheimrath Prof. v. Ritgen feierte gestern sein fünfzigjähriges Professoren-Jubiläum. Die philosophische Fakultät Überreichte dem Jubilar eine von den Professoren und Docenten der Fakultät unterzeichnete Glückwunsch-Tafel. Der Rektor der Universität erschien zur Beglückwünschung mit einer Abordnung des Senats. Dem hochangesehenen Jubilar wurde die Freude zu Theil, durch ein überaus schmeichelhaftes Telegramm der Kaiserin Augusta, sowie durch ein prachtvolles Geschenk des Großherzogs von Sachsen-Weimar ausgezeichnet zu werden. — Das fünfzigjährige Jubiläum im hessischen Staatsdienst hat Herr Geheimrath v. Ritgen bereits vor einigen Jahren unter Betheiltgung der hessischen Staatsbehörden gefeiert. Gießen, 12. December. Die „Unfall- und Krankenversicherung der land- und sorstwirthschastlichen Arbeiter" bildete das Thema des dritten Vortrages, welchen Herr Unioersitätsamtmann Dr. Dietz gestern Abend im Localgewerbeveretn hielt. Der Herr Vortragende legte, nachdem er nochmals auf die Entstehung der bereits erwähnten Kranken- und Unfallversicherungsgesetze zurückgekommen, die Gründe dar, von welchen aus es geboten erschien, auch die in land- und sorstwirthschastlichen Betrieben beschäftigten Arbeiter der Versicherungspflicht zu unterziehen, dabei betonend, daß es namentlich die gegen früher veränderten Verhältnisse der genannten Arbeitercategorie zu ihren Arbeitgebern gewesen sind, welche ein solches Gebot rechtfertigten. Das Unfallversicherungsgesetz vom 5. Mai 1886 entspricht im Großen und Ganzen demjenigen vom 6. Juli 1884, nur daß dem ersteren die ausschließlich in landwirthschaftlichen Betrieben beschäftigten Arbeiter unterliegen, während auf Grund des letzteren die in landwirth- schaftltchen Nebenbetrieben, die sich als Fabrikbetriebe charakterisiren, beschäftigten Arbeiter gegen Unfälle zu versichern sind. Fuhrwerksbetkiebe^ in der Landwirthschaft vorgenommene Regiearbetten, sowie die Kunst- und Handelsgartnerei unterliegen ebenfalls dem Gesetz vom 5. Mai 1886. Ausgenommen sind Hausgärten und sog. Trteb- viertel, sofern auf letzteren nur die zum eigenen Haushalt benöthigten Gemüse und Kartoffeln gebaut werden. Das Unfallversicherungsgesetz für die land- und forstwirth- schaftltchen Arbeiter vom 5. Mai 1886 zieht in den Bereich der Versicherungspfltcht alle in feer Land- und Forstwirthschaft beschäftigten Personen nebst deren Familienmitgliedern (ausschließlich der Kinder unter 14 Jahren), ferner Betriebsbeamte, sofern deren Jahresarbeitsverdienst 2000 JL nicht übersteigt, ferner Diejenigen, die selbst Grund und Boden besitzen, dabei aber noch als Arbeiter in anderen Betrieben thatig sind. Herr Dr. Dietz ging sodann auf die Erörterung der Frage über, welche Unfälle als solche im Sinne des Gesetzes zu bezeichnen sind und erläuterte dies durch Anführung einiger Beispiele. Ein Unfall im Sinne des Gesetzes liegt vor, wenn z. B. ein Förster in Ausübung seines Berufes von einem Wilderer erschossen oder durch einen abfallenden Baumast beschädigt wird oder wenn eine Dienstmagd beim Kochen des EssenS für das Gesinde sich verbrüht, ober wenn ein Landwirth auf seinem Grund und Boden bei Ausübung feer Jagd verletzt oder getödtet wird, wogegen ein Unfall im Sinne des Gesetzes nicht vorliegt, wenn z. B. ein Beamter oder Commerzienrath auf seinem gepachteten Jagdterrain verunglückt. Die Enlschädigungsverpflichtung nach einem Unfall » haben die Angehörigen oder Hinterbliebenen des Verunglückten nachzuwetsen. Die auf \ Grund des Gesetzes in's Leben getretene Berufsgenossenschaft ist mit denselben Befugnissen ausgestattet wie andere Berufsgenossenschaften. Die Verwaltung wird gebildet { durch feie Genossenschastsversammlung, feie Vorstände und die Vertrauensmänner. I Berufungsinstanz ist das Landesversicherung?amt. Die Festsetzung der Beiträge erfolgt i auf Grund der von den Steuercommissariaten festgestellten Cataster durch die Burgn- ! meiftereien. Wie bei anderen Berufsarten, so sind auch im Gesetz vom 5. Mai 1886 Arbeitervertreter zur Untersuchung der Unfälle vorgesehen. Diese Arbettervertreter werden durch die Vorstände feer Orts- und Betriebskrankenkassen gewählt, re p. bei Nichlvorhandensettr feer erforderlichen Zahl feer Kassen durch feie Gemeinden. Die Anmeldung von Unfällen kann mündlich geschehen. In den ersten 13 Wochen nach dem Un- 1 falle übernehmen die Krankenkassen die Unterstützung, war der Verunglückte aber nicht 9762 Meter Acker daselbst, """ 16 «t. 137 - 88 Meter Acker - oaselbst, neirotnifl meistbietend unter den bei der «^igerung bekannt gemacht werdenden ELuu°7,°»»-igert werden. Meßen, 12. December 1888 O) I 9910 16 16 Mur Flur Meter Meter Meter Meter Wiese Wiese Wiese Wiese Wiese Acker len, 12. December 1888. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A.: Dogt, Ortsgerichtsmann. 9983 Bekanntmachung. „Das in hiesigem Gemeindewald, Dlstrict Groß-Häuserberg, bereits schon lagernde und etwa noch zur Fällung kommende Fichten-, Bau- und Schnitt- Holz ca. 140 Festmtr., soll auf dem Sudmisstonsweg verkauft werden und wollen Interessenten ihre Angebote bis zum. Montag den 17. d. M. OTittag« 1 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei, verstegelt und mit »nk vU^nfVertoen »Submission aiif Fichten-, Bau- und Schnittholz' abgegeben haben, nach welcher Zeit alsdann die Eröffnung der eingelaufenen Offerten sogleich stattfindet. Lich, den 11. December 1888. Großh. Bürgermeisterei Lich. Walz. 9972 Neuheit! Äusser der Concurrenz l Mtener's Hausmacher- Eierschnitt-Uudeln %L?f°4rC3cptcn !?r Gemüse und Suppen Mnhn^nfnMnntcn Fabrtknudeln) anerkannt von den ersten Köchen und ökonomischen Hausfrauen- V«rkaussft«ll-n bei: r7307 w Wall,horstraße ö. w. schomber, Neuen Bäue. WttgNed einer Krankenkasse, so haben für diese Zett die Gemeinden für die Kosten auszukommen. Das Unfalloersicherungsgesetz für die land- und sorstwirthschostllLen Arbeiter vom 5. Mat 1886 wird In den einzelnen Bundesstaaten durch Ausfübrunas gefetze (in Hessm durch Gesetz vom 4. April 1888) gehandhabt, welche je nach Umfang und Einrichtung der landwtrthfchaftltchen Betriebe verfchieden sind, denn während in den östlichen Provinzen des Deutschen Reiches der Großgrundbesitz vorherrschend ist und ganz andere BestMimungen für denselben zu schaffen fein würden, hat das Groß- berzogthum Hessen z. B. zum größten Thetle mit mittelgroßen und kleinen land- und forstwirtdschaftlichen Betrieben zu rechnen. Zum Schluffe seines Vortrages bemerkte Herr Oe. Dietz, daß, obwohl das Gesetz der Landwtrthschaft nicht gerade erwünschte Lasten auscrlegt zu haben scheine, man doch nur wünschen könne, daß dasselbe für die Arbeiter sich segensreich erwetfen möge. Je näher die Gesetzgebung den in der denk- rourblgen Solfrbaft Kaiser Wilhelms I. gesteckten Zielen durch Verbesserung der Lage der Arbeiter rücke, desto mehr fordere und befestige sie den Frieden unter denselben zum WoÄe des deutschen Vaterlandes. In der hierauf folgenden Befprechung bemerkt Herr Schlenke, daß gerade die Mehrzahl der Landwtrthe dem Gesetze sympathisch g-genuberstanden und die Befürchtung, daß das Gesetz bei ihnen auf Widerspruch stoßen oder sie aus Furcht vor neuen Lasten demselben weniger günstig gestimmt er- schemen lasse, sei mcht gerechtfertigt. Gerade das Gesetz entlaste die Landwirtschaft der welcher im Gegensatz zur Industrie noch Verhältnisse beständen, die eine Verpflichtung zur Unterstützung ihrer Arbeiter aus eigenen Mitteln der Landwirthe nötbia machten. Dlete Last werde ihnen durch das Unfalloersicherungsgesetz vom 5. Mat 1886 erleichtert, gle.chzeil.g aber auch ihre Arbeiter auf die gleiche Stufe der industriellen Arbeiter gestellt, auf deren Vorthetle in Bezug auf Unterstützung in Fällen von Arbeitsunfähigkeit die iandwirthschaftlichen Arbeiter so oft hingewtefen. Der Vorsitzende Herr Aug. Heß, dankte dem Vortragenden, Herrn Dr. Dietz, für die Belehrung, die die Anwesenden aus den von ihm gehaltenen drei Vorträgen erhalten und gab auch feiner' Kr? ^aä9>un(tof Ä'U£f' daß die soeialpotttischen Gesetze in ihren Wirkungen dem Wohle des Vaterlandes bleuen möchten. b -ÄÄÄ ** Ausstellung von Weihnachtsarbeitcn der SchAerinnen, sowie Ausstellung der iltbüatlttn E Freunde der Anstalt freundlichst eingkl°den"werden. m°3U e Nürnberger Lebkuchen. tägttch snsch mtd atff LLg'r^ch'a"^Marcipant°rt.n werben Echter^ > Waldenburger k „ Benedicfine" Preisgekrönt aaf allen Aasstellungen. Stets vorräthig in Flaschen JC 4.75 — vH. 2.50 — u j in 80 Pfg. und 40 Pfg bei C. G. Kleinhenn, 9965 am Kreuz 1. M Hochachtungsvoll l acliiiiaini i H Schürzenfabrlk, Bismarckstraße 6. ’ Vermischtes. rrri Darmstadt, 11. Deceniber. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde erthetlt durch Entschließung Großh Minister ums des Innern und der Justiz oom 9. November l. Js. dem Mitgliede der fre wMigm Feuerwehr zu Mainz Oberbrandmeister Carl Keller. ireiwiulgen H^te früh hat im Grünewald ein Studenten- ^..^^"gefunden, in welchem der stud. med. Bluhm durch einen Schutz in die Brust n e,9r 51rTIaflYn0 3U dem Duell waren Streitigkeiten, die aus Anlaß der studentischen Ausschußwahlen zwischen Bluhm und einem Mitgliede des Vereins Deutscher Studenten entstanden waren. Dc5 Weihnachtsbaum der Kaiserin Friedrich.) Nicht weniger als 37 Schreiben sind in den letzten Tagen an die Adresse der Kaiserin Friedrich im ! °*0taf!n9t' ? öeIf?cn ^"ische Gutsbesitzer um die Erlaubntß nach- suchen den Weihnachtsbaum der Kaiserin aus ihren Waldungen nach England senden zu dürfen, ^ie Kaiserin ließ alle diese Spender wissen, daß sie bereit sei, die Bäume Die Eröffnung meiner m *®ihnachts-Ausstellunq selben freunbi^eitt’96 ^lermlt an unb (abe i“ recht regem Besuche der- WtilioÄossMte. Billigste Bezugsquelle Weihnachls-Sonfecl. »arripait, Anw, Mer- gebackenem, Vetilmdmi eie. mH. Lind, Schulstrasse. eÄÄUiiä"Ä m« Grethel-Häuschen. 4 ' ^'penkuchen 2c., Confect für Hansel unb ÜÄ Ji«Ä• »*” nebmunaen Bor dem Untersüch°ungsrichttr zu^beste'hen ge°b^abtEbat^°^' ’s*6' Don ®er= wesentlich Neues dabei ergeben hätte,istl r S ÄÄ* daß sich etwa« Seefahrten an Bord verschiedene ®i Mtäble aäÄfi '»6 er während feiner das Gepäck der seekranken Reisenden beraubt hab ""muthet. daß er oon Fällen zur Anzeige gebracht und babei auV t>e®un?erbäI6tni6mUa6btA cinS3?nia6J ?n°7L^efe°tz"t?""'"'''' e‘nfleIailfm und man'hat Ls N-L um Mitternacht ein w§hen"e^'Vott"haufm"das^esänanib'' 3tIabatna' 6rlff beute Namens Hawes zu lynchen, der eingesperrtworden an' T-Jne"^ann Frau und zwei Töchter ermordet zu haben um anaeblick pt™ 9seine Zu können. Der Volkshaufe verlangte die Ausltes^nn k andere Frau heirathen gelehnt wurde, rückte die Menge vor moraiifhL^L^3 und als dies ab- Füstlade auf die Angreifer eröffneten 'non benen nTun ae^bM SfLeri?ä, cine wurden. Der Postmeister des Ortes Trockmortan und Diele verwundet beschwichtigen, wurde ebenfalls getödtet nämlick versuchte, das Volk zu Sheriff selbst soll den Befehl zum Feuern gegeben und dne ^eamten. Der Menge gerichtet haben. Von den Beamten ist Wbmnnhn n™a,nonc gegen die später alle >um Gefängniß führenden Straßen ÜCrIc6t Dieselben besetzten Ieilgeöotenes. Schellfische treffen heute Mittwoch ein. Ford. Drebea ________ Marktplatz 21. ' Dulclslma 10,° Stück JL 5 59. ___Friedrich Leo. Mittwoch den 19. December, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die ^^t^ustadter Schäferei - Gesellschaft gehörigen Immobilien: Flur 3 Nr. 82 und 83 — 5450 Meter Acker am Krofdorferweg, Flur 10 Nr. 10a — 1594 Meter Wiese unter der Harth, ST ! 5Ä‘T ®‘efe I T ' »er Vorhand ® Of ber^oüei^ E- »üg-leu-su- beginnt Montag den T Januar 1889. Flur 16 Nr. 133,। — 544 Meter daselbst, Flur 16 Nr. 133a,, - 263 Meter daselbst, Nr. 133a,5 — 269 daselbst, Nr. 134,8 — 44 Flur 16 Nr^lN.z — 44 Flur 16 Nr.^lA - 555 daselbst, Flur 16 Nr. 136 — 1087 sirchlicht Anftigkn brr runngrlifdirn Crmrinbr (Gö rotrb zu biesem Gottesdienste gelautet werden-, An unsere geehrten Abonncuten.^ L,"L Austräger sind angewiesen, den Anzeiger in bie hj?sirlen' ?ie Die Expedition bd „Gießener Anzeiger". Rotbkraut, Wirffrrg und | aelbe Kohlrabeu I verkauft gggg Friedrich Fest, Neustabt 10. Kklgemeiner Anzeiger. •taWffltt I Bekanntmachung. ^,Ä"En-und Gepäcku,rff für°be^Verkehr aba-scha^Ä" ^bsigen Einwohner, welche im Laufe dieses Jahres Hunde zwischen Stationen der Königlichen Eifer- ?r^?ichafft haben, wollen dies spätestens bis zum 31. December d ^tmod-r bahn-Direetion Frankfurt a. M, der Hef- schnstltch ober mündlich in Selbstperson bei der nntenlS™ Cnt”eber Wien £ubn)ia§» und bet Oberhessischen indem sonst die Verbindlichkeit ,tir ""^^btchUkterl Stelle anzetgen, Eisenbahn zur Nnführung. Ueber die solaenden „„k t„ iur Entrichtung der Hundeabgaben auch im burch denselben eintretenben Taxenände- 8 ß * “nb *° !“n0e fortdauert, als diese Anzeige versäumt wird. Austtmst^^o die Billetexpediiionen I Gießen, den 3. December 1888. Gießen, den 10. December 1888. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. yvbJ Großherzogliche Direktion.__Keller, Beigeordneter. MrniM: Sessel, BlameDlisdie e(c„ IriiiiiipttliippsWte Th. Brück, ie IIUlllllllIll " ir liefern alle Drucksachen, vom V erlag des VS mit Entwürfen, Mustern BrflhTsche Druckerei Schulstrasse No. 7. 9977 C. G. Kleinhenn. NM- Wer Sprachen kennt, KosenihaFsche Aerlagshandlung. [8769 empfiehlt äußerst billig Frledr. 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JE, Denker^ „FranksurterHof." Donnerstag den 13. December: Metzelsuppe. Morgen«: Wellfleisch. 9985 „Jugendfreund". 1Z> Der Verein „Jugendfreund" veranstaltet nächsten Sonntag den *”• December, Abends 5 Uhr, in der Turnhalle der höheren Töchterschule feine diesjährige WeihnachtSbescheerung. Zu zahlreichem Besuch werden Freunde und Gönner des Vereins ergebenst eingeladen. ________________ Der Vorstand Donnerstag den 13. December: 6. u. letztes Abonnements Concert. 2 ^hnl: R. Wggnrr. Kaiser-Marsch. Vorspiel 5. £)p. Lohengrin. Trauermarsch a. d. Götter» d-mmerung Ouvertüre, Op. Tannhäuser. - Außerdem: Krönungsmar ch Kuvertüre Ruy Blaß (Mendelssohns, Con» cert für die Violine (Max Bruch), Scherzo und Finale a. d. 6-moU-Smsonie (Beethoven) u. s. w. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pfg. _____________ <7. Rrausse, Großh. Musikdirector. Cafe-Restaurant zum Stern. , , Da in verschiedenen Kreisen die irrige Nachricht Verbreitung gefunden Ib Mahnn bM,rWkthschast einginge, so theile einem geehrten Publikum hüstichst mit, daß der „Stern1 als Cafe-Restaurant fernerhin von mir stets weiter geführt wird und halte mich wie bisher in Zu- kunst mit vorzüglichen Speisen und Getränken, sowie reeller guter Bedienuna bestens empfohlen. Hochachtungsvoll 9 »ein vorgestriges Inserat finde ich mich veranlaßt zu erklären und zwar • ßot co. 3 Jahren haben sich sämmlliche Fabrikanten für Schirmstahl re. — und besonders deshalb, um fich gegenseitta die P'^s« nicht herunter,u drücken. Dies zu bezwecken, wurden zwei Listen sämmtlicher deutscher Schlrmfabnkanten aufgestellt, 1) Grossisten, 2) De- taüisten, für beide die verschiedenen Preise festgestellt und ein Abweichen non diesen Preisen einer sehr hohen Conventionalstrafe unterworfen. Jom habe ich es besonders den Bemühungen eines Gönners zu verdanken daß ich der ersteren Liste zugetheilt wurde. 6 Meine werthen Kunden erlaube ich mir an dieser Stelle nochmals auf dm bedeutenden Vorth eil aufmerksam zu machen und zeichne 9981 Achtungsvollst M. Levi, Schirmfabrik. Frankfurt t13, 8«, O38*, 11* iwe 2« 433, 727, 848* 1050 HM» ' Grotzeu-Linden 6M 8^, 2«, 727 10». Loüar 7<6, 2" (Localzüge). Marburg 2-«, 5ZO ♦, 618, 8to# 11« 431 658* 800, 11». ' * Gaffel 2M, 520*, 812*, 11«, 431 6** 65«*, 80", 11». * Wetzlar 7" (von Weilburg), 7« (von Betzdorf), 9