Nr. 2S2 Drittes Blatt. Donnerstag den 13. December 1Ä Gießener Hmeiner __I \J * B © W Amts- und Anzeigeblatt für dm Kreis Gießen. Bnrraur Schulstraße 7. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit BrinaerloLn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Politische Rundschau. Gießen, 12. December. Durch die Vorlegung des Weißbuches über die ostafrikanischen Angelegenheiten im Reichstage kann derselbe eine neue bedeutsame Bereicherung seines Arbeitsmatertals verzeichnen. Die Debatte hierüber soll in Verbindung mit der Be- rathung des Centrumsantrages,' betr. die Maßnahmen gegen den Sclaoenhandel, an diesem Freitag stattfinden, falls nicht in letzter Stunde noch andere Dispositionen beliebt werdem Die Debatte verspricht, sich zu einer großangelegten Erörterung unserer gesummten Colonialpolittk, im Spectellen aber zu einer entscheidenden Verhandlung über die Frage, ob die deutsch ostafrikanischen Schutzgebiete eventuell durch das Reich zu übernehmen sind, zu gestalten und sieht man hierbei wichtigen Erklärungen des Staats- secretärs für das Auswärtige, Grafen Herbert Bismarck, entgegen. — Am Samstag geht der Reichstag in die Weihnachtsferten, die bis zum 8. Januar 1889 dauern; vor seiner Vertagung gedenkt das Haus neben der Debatte über Ostafrika noch die erste Lesung des Genossenschaftsgesetzentwurfes und den deutsch-schweizerischen Handelsvertrag in allen drei Lesungen zu erledigen, während die Specialberathung über den Etat erst im neuen Jahre wieder ausgenommen werden soll. Die Gerüchte über angebliche Meinungsverschiedenheiten zwischen Deutschland und Spanien in Folge der Abberufung des bisherigen spanischen Botschafters in Berlin, de Benomar, werben von der „Post" dahin richtig gestellt, daß sich Differenzen nur hinsichtlich der formalen Behandlung des Falles ergeben hätten. Die „Post" erklärt dies daraus, daß die spanische Regierung Abweichungen von einem altherkömmlichen diplomatischen Brauche vornehmen wollte, dagegen sei es eine Unwahrheit. daß die deutsche Regierung auch nur Miene gemacht habe, die Abberufung de Benomar's zu Hintertreiben. Eine Aufforderung zum Eintritte in den Dreibund sei von Deutschland niemals an Spanien gerichtet worden. Prinz Alexander von Hessen, der Vater des ehemaligen Bulgarenfürsten, ist in Darmstadt schwer erkrankt und gibt sein Befinden, namentlich in Anbetracht des hohen Alters des Patienten, zu den ernstesten Besorgnissen Anlaß. (L.rgl. die Nachricht unter „Deutschland" im zweiten Blatte der heutigen Nr.) In Württemberg finden am 7. Januar die Neuwahlen zur Abgcordneten- lammer statt. Die boulangisti sche Propaganda scheint sich in neuester Zeit den Osten Frankreichs als Feld für ihre Thätigkeit erkoren zu haben, bis jetzt aber können die Jünger Boulanger'S hier nur schlechte Geschäfte verzeichnen. In St. Diö, also im Wahlkreise Ferry's, sollte am Samstag eine große boulangtstische Versammlung statt- nnden, statt deren kam es aber zu einer gewaltigen Prügelei zwischen Boulangtsten und Antlboulangiften, bei welcher namentlich die beiden erzboulangistischen DepulUten Lai- sant und Laguerrr ganz gehörig durchgebläut wurden. Nun sollte die Zusammenkunft in der DepartememShauplstadt Epinal, und zwar am Montag, stattfinden, aber es wurde wiederum nichts daraus. Tie Gegner machten in dem betreffenden Versammlungslocal einen solchen „Heidenlärm", daß die Polizei den Saal räumen und Boulan- gisten wie Antiboulangisten an die Luft setzen ließ. Laguerre, der Veranstalter der verunglückten Versammlung, wurde von der Menge tüchtig ausgepfiffen, doch scheint es in Epinal keine Prügel adg. fitzt zu haben. Ob die Herren Laguerre und Laisant trotzdem noch ihre Agitarionsreise im französischen Osten sortsetzen werden, ist vorläufig nicht bekannt. Die in Spanien eingetretene Ministerkrisis wird jetzt auf das vom bisherigen Minister des Innern, Moret, ausgearbeitete Wahlgesetz und auf die vom Kriegsminister Cassala geplanten Militärreformen zurückgeführt und die hierüber entstandenen Differenzen veranlaßten sämmtliche Mitglieder des Cabinets Sagasta zur Drniistion. Von der Königin-Regentin wurde Sagasta sofort mit der Neubildung des Minrsteriums beauftragt und ist ihm die Ausführung dieses Auftrages bereits gelungen; auch über das allgemeine Regierungsprogramm des neuen spanischen Cabinets hat zwischen den Mitgliedern desselben bereils eine Verständigung stattgesunden. Die Finanz frage droht in Italien zu einer Mmisterkrisis zu führen, da die Kammer Commission die Ablehnung der von der Regierung oorgeschlagenen außerordentlichen Finanzmaßregeln für Heereszwecke befürwortet. Vor SuakiN wird es demnächst wieder etwas lebendiger zugehen. Die Besatzung dieses Platzes ist durch die neuerdings dahin abgesandten englischen Verstärkungen auf 4500 Mann gebracht worden und befinden sich noch wettere Verstärkungen auf dem Wege nach Suaktn. General Grenfill, der englische Oberbefehlshaber in Suakin, will demnächst den großen Ausfall gegen die belagernden Sudanesen unternehmen, deren Stärke er auf nur 1700 Mann „schätzt", während die Sudanesen nach Berichten der Kundschafter 8000 Mann stark sein sollen. Wenn nur da General Grenfcll nicht eine unangenehme Erfahrung macht! Deutscher Reichstag. 12. Plenarsitzung. Dienstag, den 11. December 1888, 1 Uhr. Die Tribünen und die Plätze des Hauses sind mäßig besetzt. Am Bundesraths- tische: Dr. v. Boetticher, Frhr. v. Marschall, v. Hohenthal und Bergen. Das Haus tritt in die Tagesordnung etn: Berathung des Gesetzentwurfs betr. die Vorarbeiten für das Nattonal-Denkmal Kaiser Wilhelms I. Staatssecretär v. Boetticher: Nachdem vom Neichtage die Errichtung eines Denkmals beschlossen, handelt es sich nun um die Ausführung. Die Vorlage fordert für die Concurrenz deutscher Künstler 100 000 JL und es sollen hierzu sämmtliche deutsche Künstler etngeladen werden. Die Jury besteht zu gleicher Zahl aus Mitgliedern des Bundesraths und des Reichstages. Einen bestimmten Platz hat man bisher nicht festgesetzt, um hierin die Künstler nicht zu beschränken. Für die Einreichung von Concurrenz-Entwürfen hat man die Frist von 9 Monaten in Aussicht genommen. Abg. Römer (natl.) gibt zu bedenken, daß zu großer Spielraum den Künstlern eher schade als nütze. Die Vorlage wird hierauf in erster und zweiter Lesung mit allen gegen die Stimmen der Socialdemokraten angenommen. Debattelos wird die Vorlage betr. die Nationalität der Kauffahrteischiffe in zweiter Lefung angenommen. Es folgt die Berathung des Zusatzvertrages zum deutsch-schweizerischen Handelsverträge. Adg. Lucius (Ctr.) findet die deutschen Gärtnerei-Interessen durch den Vertrag nicht genügend gewahrt und beantragt Vorderathung des Vertrages durch eine Commission. Abg. Trimborn (Ctr.) führt aus, daß durch die Ermäßigung des Seidenzolles, den man hicr der Schweiz gegenüber eintreten lasse, die Crefelder Seidenfabrikation schwer geschädigt werde, umsomehr, als diese Ermäßigung von 800 auf 600 JL 8lurz plötzlich komme. Auch er empfiehlt Commissionsberalhur g und zwar eine sehr eingehende, da es sich um eine Lebensfrage für die Crefelder Seiden-Jndustrie handle. Staatssecretär v. Boetticher: Es bleibt zu bedenken, daß die Ablehnung der vom Vorredner angeregten Posilion das Scheitern des Vertrages zur Folge laben würde, da diese Position zu einer conditio sine qua non von der Schweiz gemacht wurde. Die Herabsetzung des Zolles wird die Vortheile nicht aurroteQen, welche der Vertrag sonst mit sich bringt. Bisher hat sich der Export der dewschen Seiden-Jndustrie beständig gehoben, die Einfuhr abgenommen. Der Niedergang der Handweberei ist eine unabwendbare Folge der Maschinen-Weberei, den wir vielleicht verzögern, aber nicht ganz verhindern können. Es ist ja zu wünschen, daß dieser Proceß möglichst schonend sich vollziehe. Beruhigend für die Seiden Industrie mutz es auch sein, daß zugleich mit Deutschland auch Oesterreich ein Abkommen mit der Schweiz getroffen hat, wonach auch Oesterreich einen ermäßigten 'Leidenzoll ieftsetzt, der unserer Seiden- industrie zu Gute kommt. Bei einem oertraglosen Zustande mit der Schweiz würden wir einen Export von jährlich 114 Millionen einbützen. Abg. Broemel (dir ) ist mit seinen Freunden bereit, für den Vertrag zu stimmen und hält Commiffionsberathung nicht nöthig. Das Haus und die Regierung befänden sich leider in einer Zwangslage, die aber nicht zu ändern sei, es sei eine Folge der verfehlten Handelspolitik, datz die Schweiz dem mächtigen Deutschen Reiche heule Bedingungen stellen könne. Oesterreich habe bei der Schweiz mehr erreicht als wir. Staatssecretär o. Boetticher: Bei der Geschickte von den Postillonen schlägt Jeder den Juden des Andern. Beim Vorredner ist die Sache insofern anders, als Jeder die andere Regierung lobt. Forderungen stellen kann jede Regierung. .Niemand kann sie daran hindern. Wir haben der Schweiz nachgeben müssen, weil wir nicht Schutzzoll, auch nicht Freihandel treiben, sondern rationelle Handelspolitik. Abg. Dr. Webski (natl.) bemängelt die Herabsetzung des Zolles auf Taschenuhren zu Gunsten der Schweiz. Abg. Hu ltzsch (cons.): Alle Wünsche kann der Vertrag freilich nicht befriedigen, vielleicht bringt eine spätere Zeit Gelegenheit, die Verhandlungen wieder auszunehmen und günstiger zu gestalten. Immerhin gebühre der Regierung Dank für das, was sie erreicht habe. Abg. Dr. Windhorst (Ctr.): Ter mit großer Mühe zu Stande gebrachte Tarif werde durch solche Verträge langsam abgebröckelt und man kehre auf diesem Wege langsam zum Freihandel zurück. Commissionsberathung ist nöthig; der Seiden- zoll ist das Enischeidende des Vertrages und die Noth am Niederrhein groß. Die Tausende, die durch diesen Vertrag zu Schaden kommen, will ich nickt auf der Seele haben. Wenn die Pcsition für Seide nicht geändert wird, sage ich ruhig „Nein." Abg. Dr. Buhl (natl.): Von Abbröckelung des Zolltarifs kann nicht die Rede sein; es ist ja das Wesen jedes Handelsvertrages, daß man die Tarife gegenseitig ermäßigt. Dem Seidenzoll stehen doch sehr wichtige andere Interessen gegenüber. Der Schaden, der aus einer Vertagung des Vertrages erwächst, ist größer als der Schaden beim Zustandekommen. Eine Commissionsberathung empfiehlt sich bei der Geschäftslage des Hauses nicht. Abg. Grad (Els.): Die Lage der rheinischen Handweberei sei eine traurige, könne aber durch Handelsverträge nicht geändert werden. Commissionsberathung stellt er anheim. Abg. Dr. Bamberger (dfr.) ist mit dem Vertrag einverstanden. Ohne gegenseitige Concessionen seien solche Verträge nicht möglich. Nehmen Sie den Vertrag ohne Commissionsberathung an -und die ganze deutsche Industrie wird es Ihnen danken. Abg. Trimborn (Ctr.) empfiehlt nochmals Commissionsberathung, die jedcch vom Hause abgelehnt wird. Der Vertrag wird sodann ohne wesentliche Debatte in zweite Lesung angenommen. lieber d e eingegangenen Petitionen referirt Abg. Siegle (nl.). Atg. Trimborn (nl.) hält die Petitionen für begründet. — Die Beschlußfassung über die Petitionen erfolgt bei der dritten Lesung. Hierauf vertagt sich das Haus. Nächste Sitzung Mittwoch 1 Uhr. Anträge Hitze und Gen. (Befähigungs-Nachweis), Wahlprüfungen und Antrag Baumbach (Gewerbegerichte). Schluß 43/4 Uhr. Lokales. Gießen, 12. December. sSchw urgerichtsoer Handlung vom 11. De- cember.] Die Heinrich Hölzinger VIII. Wittwe von Mittel-Gründau war des Verbrechens des Todtschlags angeklagt, weil sie am 24. September I. I. zu Mrttel-Grundau ihren Ehemann mit einem Beile vorsätzlich, jedoch nicht mit Ueberlegung getodtet habe. Die Angeklagte, obwohl sie bei ihrer ersten Vernehmung leugnete, stdoch spater einge- standen, sich dieses Verbrechens schuldig gemacht zu haben, ist, wie ja sämmtliche Leugen btponiren , zu diesem Verbrechen im Zorne von ihrem Manne hingeristen worden, zumal derselbe ein dem Trünke sehr ergebenes Subjekt war und öfters seine Frau arg mißhandelt habe. Die Vertheidlgung beantragte bezüglich besten, datz sich Arau Hölzinger in Notbwehr befunden habe, um Freisprechung. Die Geschworenen verneinten die Frage bezüglich des Tobstchlags, bejahten jedoch die F'age bezüglich der Körperverletzung mit tödtlickem Erfolg und erkannte demgematz das Gericht aus Grund der SS 223a, 226, 228 des R.-Sl.-G. auf eine Gefängnißstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten, unter Aufrechnung der Untersuchungshaft von zwei Monaten. — Nachdem in der Nacht vom 5./6. d. Mts. in dem Laden des Kaufmanns Christian Wallenfels eingebrochen und die Ladenkasse um ca. 30 bis 40 X bestohlen worben war, sind in der Nacht tom 10./11. d. im Laden des Kausmanns M - beim Crbig cm Marktplatz zwei Ladenkassen erbrochen und daraus etwa enr wendet worden. Hier hatte der Einbrecher den Rollladen vor ber Labenthur von aufeen in bie Höhe geschoben unb war so ohne große Muhe durch die rinoerschlostene Ladenthür in bas Innere des Labens gelangt. Nachdem ber nächtliche Besucher dm Draht ber verrätherifchen elektrischen Schelle durchschnitten, mcdjte er fidi ungeftort an die Arbeit unb nahm seinen Rückweg wieder unter bem gehobenen Roll aden durch ins Freie. Es bürste im Interesse ber Labenbesitzer erscheinen, ihre Rollladen, insoweit b.es noch M e» • 9826 ei Bettcolter empfehlen in guten Qualitäten 9732 Gebrüder Scheel Wallnüsse, _ Werd* Urehe»' la» Sauerkraut empfiehlt 9)85 H- Becker, ööwengosse 28. Geneigten Besuchen entgegensehend zeichne Hochachtungsvoll Wilh. Böge? Nürnberger Lebkuchen "" «• «•«.. (. Vür„6«rg empfehlen zu tiebrüder Adami im Ritter. ° mcht geschehen, durch Vorrichtungen von innen so zu befestigen, daß ein Verschiebe» derselben unmöglich wäre und außerdem bet Schluß ihres Ladens u.s.w bte Poh7nfnf£ bezw. den Inhalt derselben zu entfernen. looenraue — Nach uns gewordenen Mittheilungen grassiren eben Dtphtheritis und Scharlach wieder sehr stark in unserer Stadt Im Interesse der davon betroffenen Familien machen wir darauf aufmerksam, dag die Familienvorstände verpflichtet sind diesbezügliche Anzeigen bei dem Polizeiamte zu machen, im anderen Falle Straianreiae gegen sie erstattet werden müßte. ' ‘0C — Am 1. November d. I. wurde in Frankfurt eine muthmaßlich aestoblene goldene Damen-Cyltnderuhr nebst Talmi-Kette für 12 versetzt. Die Uhr ^träat bk Nr. 1696, hat römische Zahlen, Stahlzetger, Sprungdcckel, auf dem Rückdeckel ein wappenähnltches Schild, umgeben von einem Blumenkranz, eingraoirt ^nnprn des Rückdeckels ist der Name Anna Keil und die Zahl 58 eingekratzt ‘ Dk Kette itt dreithetlig, der mittlere Theil zweireihig und mit einem dicken Schieber versehen An der Kette befindet sich ein Balken und eine Quaste. Wer nähere Auskunft über hie Kette ertheilen kann, wird gebeten, Großh. Polizeiamte Mittheilung hiervon zu machen sehr werlhvolles P-erd seines Herrn ausgeritten und stürzte hierbei wodurch sich Thter eme Verletzung zuzog, die dessen Tödtung nothwendtg macht K, w an dem Festungsgraben vorüberkamen, zogen den Burschen noch khTih und verbrachten denselben nach dem Spital. no* lebenb aud dem Waffcr - Die „Anrempelung" eines Nachtwächters soll in . einer ganzen Familie zur Folge gehabt Haden. - In der Nacht zum 20 N^-Ä^rgaua eine Frau von Wehen befallen. Ihr Mann ettt »um Arrt i.nh i»-November wird auf den Nachtwächter, der tbn deshalb festnimmt Die Mutter der f%er das lange Ausbleiben ihres Schwiegersohnes will nack ibm orgt über die Treppe hinunter und brich, bas Genick ' Ms man^ Mu?tt '?odt7n ^°bei der Tochter tragt, gibt dieselbe einem K«nde das Pehpn° nirh?1 tOh das Zimmer nach der Entbindung am Herzschlage. Ein d.eijäbrtaes'° »r wenige Minuten gelassen, mit einem schatten Messer gespielt °bnc Aussicht Als der Mann ein paar Stunden "später' p°n'° b« L^e7iIa»en^u?b?Ü^^" HÄÄ1"**®“b“ “S.*'£«■?,,‘X .w« di-n» folgt dieser Anmahnun " someit es in se nen Bütten ®etr,lcbS; Rücksicht aus ben bei Versendung von W-ihnach?s"°b-noerfoaten Sm,W T tbätigung von Verehrung, Liebe, Wohitha^keit E? denkt der - bcr Mütterleins, die Friedrich Hoffmann uns aufgezeichnet; ® beS for8cnbt” "Gepackt, gesiegelt! Nun geh' hin, Erfreue meinen Herzensjungen! Denn Alles, was ich denk' und thu' Vom Morgen- bis zum Abendsegen, Eilt meinem Sohn, dem etnz'gen zu Der ist mein Alles allerwegen, Und was ich sür ihn thu' und sinn', Das steckt in diesem Päcklein drin. — So hat das Mütterlein bewegt Ihr Werk vollbracht in stillem Sehnen, Ob auch der Mutierstolz sich regt, IIU(, m Aus's Siegel fallen heiße Thränen.--" Und solcher We bnachtsstucke gibt es viele Tausende. Welch' einer wäre wobl ^^^Uger uns anoertrauten Sendung, der Muttcrlhränen das Geleit 6^en, leichtfertig Schaden zuzufügen? Ein rechter Mann, ob hoch ob niedrig kann geschenk, da?Är"dem^deui^chen^V^oIke"bittentt f° ‘f‘ '8 fclbft cl" Christ- Vermischtes. △ Mainz, 11. December. Die heutige Generalversammlung der Actien- brauerel genehmigte die Gewinnoertheilung nach den schon mttgetheilten Anträgen des Aufsichtsraths Ferner wurde beschlossen, aus dem auf JL 750,000 angewachsenen Reservefonds II, der in sicheren Immobilien der Gesellschaft angelegt ist, 1OOO Stück 4procenttge Schuldverschreibungen ä JL 600 an die Actionäre zur Vertbetluna ru bringen und zwar in der Art, daß 10 Actien zum Bezug einer Schuldoerschreibuna und 1 Actie zum Bezug eines Vio Antheils einer Schuldverschreibung berechtigen Die Verzinsung der Schuldverschreibungen beginnt mit dem 1. Januar 1889 und ift her erfle Coupon am 1. Juli 1889 fällig. Dieser Antrag des Aufsichtsraths wurde mit 667 gegen lo Stimmen angenommen. Ein Antrag aus der Generaloersammluna diese bOO'OOO des Reservefonds II zu einer Erhöhung der Dividende zu benutzen konnte nut Rücksicht darauf, daß die Statuten nur die Vertheilung einer Dividende von 8 Procent zulassen, keine Berücksichtigung finden. Schließlich wurde der Aussichtsrath noch ermächtig , im kommenden Jahre Immobilien im Werthe bis zu «X 300 000 ohne vorheriges Befragen der Generalversammlung anzukaufcn. ' m «△ Mainz, 11. December. Das Großherzogltche Mmistertum in Darmstadt widmet dem Treiben der „Heilsarmee" eine große Aufmerksamkeit. Eine vor Monatsfrist durch die Vrefse gegangene Mittheilung, daß Abgesandte in einem eleganten tn «ik\0Cr ®ek0CSb ?.ON Ortschaft zu Ortschaft reisen und unter die ländliche SÄ hf kUnb 2raffctatd)£en verthetlen, bat dem Ministerium Veranlassung mt9f ®e^Den beauftragen zu erforschen, ob diese Mittheilungen auf Richtigkeit beruhen und, wenn begründet, für den Fall, daß sich solche Emissäre wieder sehen ließen, sofort hiervon Nachricht zu geben. W V L Uarc nnnr ' 1L December. Wegen Falschmünzerei stand heute hier ein ®be; he°ni ? n^$HllUr9/r ®cr Mann, Julius Franken aus Lobbenich, hatte an bc™ hefigen Stadttheater ein Engagement als Chorsänger gefunden, zu welchem er sich aber schon lange vor Beginn der Theatersaison hierher begeben hatteVollständia ke ennnd?eT ht6-9ranfC? n *baIb ,in 9ro&e Noth, aus welcher er sich dadurch zu be^ freien suchte, dag er aus Zinn und Blei Markstücke aoß die kine ftrn» »iah ö S" 5er““;$0abte- . ^/de Angeklagten sind geständig und wstd der Mann \ X ¥nb W? ^au zu 6 Wochen Gefängntß verurtheilt. Von den * rzalfifikaten gluckte es dem Ehepaar nur 6 Stucke zu verwerthen n f fiAt h5Uo Aur-Ht vor Straf- stürzte sich gestern ein DfficierSbuttoe mit bcr Ab- । fgt, sich bog Leben zu nehmen, in einen tiefen,Feftungsgraben. Derselbe hatte ein ' Billig und doch hoch feine Qualität Burgunder-Punsch, Rum-Punsch, j Arrar-Punsch, f Ananas-Punsch, i Erdbeer-Punsch, ) ?us Fa?on., sondern aus Original-Waar- bereitet, nicht Kopfschmerzen erregend, ebenso feinsten Stu«, Arrac u. Cognac empfiehlt __Mteinhenn» SMT Hochheimer Mouffeur «aiser-Sect u. 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Decbr. sPer transatlantischen Telegraph.l Der Scknelldam»si»r 6(?pt.tan Jungst, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am ist ?pftprnbC|l9 itT “Srr 2 December von Southampton abgegangen war st gestern 1^ Uhr Nachts wohlbehalten tn Newyork angekommen ' 9909] 20 Zentner gut geerntetes Ä leet) tu , vorzügliches Pferdefutter, zu verkaufen. / Grube Moritzbura lPost fHobensolnis) Zinn - Brillant - Christ baumschmuck, Spiel Soldaten, Teppiche, Tischdecken etc. (9490j*^lt Th. Bruck, ___ Möbellager u. AusstattungSgeschäft. Wir empfehlen Pelzwaaren aller Art: Muffe, Kragen und BoaS, BaretS, Besatz und Vorlagen, Pelzmäntel und Jaguet», sowie Anfertigung derselben nach Maß unter Garantie des Paffens. Reparaturen und Umänderungen aller PKzwaaren in eigener Werkstätte werden rasch und billigst besorgt Schmidt & Rapp, 9464 29 Bahnhofstraße 29. _ Specialität feinerer Pelzconsection. 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