Nr. 288 Dienstag den 13. November 1888. Meßmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. iBnteaut Schulstraße 7. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pst Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Politische Rundschau. Gießen, 12. November. Die kaiserliche Ordre über die Einberufung deS Reichstages ist nunmehr erschienen und wird ihr zufolge der Reichstag am 22. November zu seiner Wintersesston zusammentreten. Derselbe dürfte bei seinem Zusammentritte jedenfalls den Reichshaushaltsetat vollständig vorfinden, denn vom Bundesralh sind schon in der Plenarsitzung vom 8. d. M. eine ganze Reihe von Etatsthetlen definitiv genehmigt worden und den Rest der Etats-Vorberathung wird der Bundesrath bis zum 22. November sicherlich noch erledigen. Auch die Alters- und Jnvaliditätsversicherungsvorlage soll, entgegen den bisherigen Annahmen, dem Reichstage bei Eröffnung der Session doch noch zugehen. ET heißt, daß in der Bundesrathscommission, welche zur Bearbeitung der Abänderungsvorschläge zum Altersversicherungsgesetz eingesetzt wurde, neben andern minder wichtigen Aenderungen vor Allem die Beseitigung des in dem früheren Entwürfe vorgesehenen einheitlichen Satzes für die Invalidenrente beschlossen worden sei. Es soll hierbei als zweckmäßig erachtet worden sein, die Rente In Abstufungen nach Maßgabe der in großen Octschaftsgruppen gezahlten Tagelöhne so steigen zu lassen, daß die Rente in ein bestimmtes Verhältniß zu der Höhe des ortsüblichen Tagelohns gesetzt wird. Dabei würde davon ausgegangen werden, daß die Gesammt- belastung der Arbeiter und Arbeitgeber nicht erhöht werden dürfe, sondern nur eine auderwette Vertheilung der Beiträge nach Maßgabe der Höhe der Durchschnittslöhne zu erfolgen haben würde. Zweifellos wild diese wichtige Aenderung bei der in dieser Woche erfolgenden Plenarberathung des Bundesrathes über die Jnvaliditätsoersicherungs- Vorlage Zustimmung finden, ebenso wie der ganze übrige Entwurf und es steht somit allerdings zu erwarten, daß derselbe sich bei der Reichstags-Eröffnung auf dem „Tische des Hauses" vorfinden wird, so daß bis Weihnachten die erste Lesung dieser wichtigsten Vorlage der bevorstehenden Session vom Hause vielleicht beendigt sein könnte. Die preutzischen StaatSeisenbahnen haben, wie die „Nordd. Allg. Ztg." jüngst mittheilte, noch niemals eine so starke Einnahme erzielt, wie im ersten Semester des laufenden Rechnungsjahres, denn sie betrug am Schluffe des Semesters rund 394,974,000 Mark und erscheint dies um so bemerkenswerther, als die Gütertarife auf den preußischen Staatsbahnen vielfach ermäßigt worben sind. Gegenüber dem sich unerwartet steigernden Verkehr hat sich das rollende Material der Staatsbahnen ganz ungenügend erwiesen und stellt darum die „Nordd. Allg. Ztg." eine Vorlage an den Landtag in Aussicht, welche einen besonderen Eredir zur Verstärkung des Fuhrparkes der Staatsbahnen von nicht weniger als 45 Millionen Mark fordert. Trotz der bedeutenden Ueberschüsse bet der Staatsbahnverwaltung leuchtet die Noth- wendigkeit einer so enormen Eredttmaßregel nicht ohne Weiteres ein und wird sie daher seitens der preußischen Regierung dem Landtage gegenüber jedenfalls erst sehr eingehend begründet werden müssen. In der diplomatischen Vertretung Oesterreich»Ungarns an den Höfen der deutschen Mittelstaalen sind Personaloeränderungen erfolgt. Zum Gesandten Oesterreich-Ungarns in München ist Fürst Wrede neu ernannt worden, der bisherige österreichische Gesandte in Dresden, Baron Herbert Nathkeal, wurde nach Stuttgart versetzt und der bisherige Vertreter Oesterreich - Ungarns am Brüsseler Hofe, Graf Chotek, zum Gesandten in Dresden ernannt. Das deutsche Lchulgeschwader, welches anläßlich des Regierungsjubiläums des Königs von Griechenland nach Athen beordert worden war, hat von hier aus den Häfen von Triest und Pola einen Besuch abgestattet und sind vom Kaiser Franz Josef besondere Befehle zu einer glänzenden Aufnahme des deutschen Geschwaders seitens der österreichischen Behörden gegeben worden. Von den österreichischen Gewässern aus wird das deutsche Schulgeschwader, wie verlautet, direct nach Zanzibar segeln, um an der zur Bekämpfung des Sclavenhandels beschlossenen deutsch-englischen Blokade der Zanzibarküste theilzuuehmen; auch die englische Flottenmacht in den ostafrikanischen Gewässern wird anläßlich der Blokade auf 7 Panzerschiffe erhöht werden. König Christian IX von Dänemark feiert am kommenden Donnerstag sein 25jähriges Regierungsjubiläum und wird aus diesem Anlasse sich ein glänzender Kreis von Fürstlichkeiten an seinem Hofe vereinen, unter ihnen zunächst die Vertreter der dem dänischen Königshanse so nah verwandten Herrscherfamilien von Rußland, England und Griechenland, bann die Vertreter des preußischen Königshauses (Prinz Heinrich von Preußen), der österreichischen Kaiserfamilie (Erzherzog Wilhelm), des belgischen und des schwedischen Königshauses u. s. w. In einer sehr bewegten Zeit übernahm König Christian, damals 45 Jahre alt, die Regierung Dänemarks, als Nachfolger des kinderlosen Königs Friedrich VII. Die schleswig-holsteinische Frage drängte mit Gewalt ihrer Lösung zu und hielt die Gemüther in Dänemark in Aufregung und stürmisch drängten die politischen Parteien Dänemarks nach vollständiger Vereinigung der Elbherzogthümer mit dem übrigen dänischen Reiche. Aber diese Strömung beschleunigte nur den Ausbruch der Crisis und fand 1864 zunächst der Einmarsch der deutschen Bundestruppen, der Sachsen und Hannoveraner, in Holstein und bann, nach deren von ben beiden deutschen Großmächten erzwungenen Zurückziehung, der Einmarsch der Preußen und Oesterretcher in die Elbherzogthümer statt, was natürlich den Krieg zwischen den deutschen Großmächten und Dänemark zur Folge hatte. Derselbe führte bekanntlich für Dänemark zum Verluste seiner beiden deutschen Provinzen, aber | das dänische Volk konnte diese schwere Niederlage lange nicht verwinden und der I deutsch-französische Krieg erweckte bei seinem Ausbruche in Dänemark die Hoffnung, i durch ein Bündniß mit Frankreich die verlorenen Provinzen wieder zu erlangen. * Es ist zum Theil ein persönliches Verdienst des Königs Christian, daß er dem Drängen j 6er revanchebegierigen sogenannten Eiderdänenpartei, welche durchaus mit Frankreich j Zusammengehen wollte, entschieden widerstand und der Verlauf der Dinge hat gezeigt, § noie unheilvoll für Dänemark das angestrebte Bündniß mit Frankreich geworden wäre. 5 Seitdem wurden die Dänen in ihren nationalen Wünschen bescheidener, sie zielten zu- ; letzt nur noch auf eine friedliche Rückgewinnung Nordschleswigs, aber auch in dieser Richtung sind die dänischen Aspirationen so aussichtslos, daß in Dänemark mehr und mehr eine Strömung zum Durchbruche kommt, welche unter Verzicht auf Nordschleswig eine ehrliche Annäherung Dänemarks an ben mächtigen deutschen Nachbar sucht Der ' Äesuch Kaiser Wilhelms II. in Kopenhagen beweist, daß die deutsch-dänischen Be-1 ; Ziehungen in der That einen freundlicheren Charakter angenommen haben und die * Hoffnung, daß sich dieses Verhältniß noch weiter bessern werde, wirft nicht zum Ge^ i ringsten einen Hellen Schein auf das in der dänischen Hauptstadt bevorstehende festliche Ereigniß. KerttlÄtand. Darmstadt, 10. November. Seine Königliche Hobelt der Großherzog empfingen heute u. A. brn Landrichter Dr. Linkenheld von Gießen. Darmstadt, 10. November. Für die Emin-Pascha-Expedition hat Se. Königl. Hoheit der Großherzog einen Beitrag von 1000 JL gespendet und damit sein warmes Interesse für das nationale Unternehmen in hohem Maße zu erkennen gegeben. Die Sammlung, welche für dasselbe eben hier im Gange ist, nimmt trotzdem, daß die öffentliche Freigebigkeit eben von verschiedenen Seiten stark in Anspruch genommen ist, doch einen verhältnißmäßig guten Verlauf und zeigt, daß das Verständniß für die Nothwendigkelt der Expedition als Gebot der Humanität und als Ehrenpflicht deS Vaterlandes in immer weitere Kreise bringt. Berlin, 10. November. Dem Vernehmenlnach dürfte ben Bundesrath demnächst eine Novelle zum Krankenverücherungsgesetz beschäftigen, welche dem Reichstag in dieser Session zugehen soll. Areibura i» B», 10.November. Unter dem Vorsitz des Generals v. Gluemer fand gestern in Anwesenheit des Erzbischofs eine stack besuchte Versammlung betreffs des Emln-Pascha-Untexnehmer.s statt. Es sprachen Professor Philippopich über Emin Pascha, Professor Hardy über die gegen die Sklaverei gerichtete Bewegung und der Minlsterialpräsident Grimm aus Karlsruhe über die Lage in Ost-Afrika. D»e Versammlung billigte die Beschlüsse bezüglich der Theilnahme Deutschlands an der Unterdrückung der Sklaverei, und beschloß, der Reichsregierung für die getanen Schritte zu* danken und ihr Vertrauen zu der Wahrung der deutschen Interessen in Ost - Afrika auszusprechen. Hierzu empfiehlt die Versammlung die einmüthige Unterstützung des Volkes ohne religiösen und politischen Unterschied ebenso wie die Unterstützung der Emin-Pascha-Expedition. fc Schweden. Stockholm, 10. November. Die Deputation der schwedischen Marine, welche sich am 16. ds. MtS. nach Berlin begibt, um Seine Majestät den Kaiser Wilhelm als Admiral der schwedischen Marine zu begrüßen, besteht aus dem Viceadmiral Lager- crantz, Commandeur - Capitän Klintberg, Capltän Dryssen und Lieutenant Freiherr nLUgglaS. Amerika. , Rew'Vork, 10. November. In den Minen bei Pittsbura fand eine Explosion statt, bei der 160 Grubenarbeiter verschüttet wurden. Man fürchtet, daß sie alle oer- loren sind. Telegraphische Depeschen. Wolst'ö telegr. Sorrespsndeuz • Bureau Triest, 11, November. Das Galadiner, welches von den hiesigen Marinebehörden zu Ehren des deutschen Schulgeschwaders in Miramare veranstaltet werden sollte, ist wegen der augenblicklich herrschenden heftigen Bora auf Dienstag verschoben worden. Triest, 11. November. Contre-Admlral Hollmann und die Commandanten der zum deutschen Schulgeschwader gehörigen Schiffe statteten heute Mittag dem Statthalter Baron Pretis, dem Commandanten des Trlestiner Seebezirks, Vice-Admiral Baron Wiplinger, und anderen hervorragenden Persönlichkeiten von Triest Besuche ab. Die Bora bat nachgelassen, das Wetter ist wieder schön geworden. Madrid, 11. November. Canooas del Castillo kam heute Morgen hier an, konnte aber nur mit Mühe inmitten feindlicher Kundgebungen der Studenten und einer großen Volksmenge, welche unausgesetzt rief: „Nieder mit Canooas!" seine Behausung gewinnen. Die Polizei war genöthlgt, den Wagen Canooas' unter ihren Schutz zu nehmen. Am Nachmittag erneuten sich die Kundgebungen; es wurden Steine gegen das Gebäude des conservativen Clubs und das Redacttonslocal des Journals „Epoca" geworfen. Petersburg, 11. November. Anknüpfend an verschiedene Meldungen auswärtiger Blätter über eine angeblich kriegerische Rede des Generals Gurko sagt das „Journal de St. Petersbourg", es gehöre eine große Unwissenheit oder Unredlichkeit dazu, um ein derartiges Geschwätz zu glauben ober zu verbreiten. Lissabon, 11. November. Der Kriegsminister General Januario hat demlssionirt. Wie es hetßt, würde General Castro an seine Stelle treten. Newyork, 11. November. Gestern brach in Rochester (Staat Newyork) in einer Manometer-Fabrik Feuer aus. Die in der Fabrik Beschäftigten versuchten sich zu retten, indem sie durch die Fenster sprangen, 12 Personen wurden jedoch durch den Einsturz der Fabrik getöbtet und 20 verwundet. Man glaubt, daß 21 weitere Personen, die noch fehlen, unter den Trümmern begraben sind. Konstantinopel, 11. November. Der Specialgesandte des Königs von Griechenland, General Valtimos, überreichte heute dem Sultan in feierlicher Audienz das Großkreuz des Erlöserordens. Der Sultan gab dabei dem Wunsche Ausdruck, baß sich die zwischen Griechenland und der Türkei bestehenden Bande der Freundschaft immer enger knüpfen möchten. Derselbe verlieh dem General das Großkreuz deö Osmanie-Ordens. Nach der Audienz fand großes Galadiner statt. Alsdann wurde der Gesandte noch in Privataudienz empfangen. £ 9 f a 1 e ü« Gießen, 12. November. Die theologische Fakultät der Landes-Universität zu Gießen hat dem Fürsten von Bismarck am 10. November, als dem Geburtstag Dr. Martin Luthers, die theologische Doctorwürde verliehen und dem Diplom folgendes Elogium eingefügt: Illaetrissimo prinoipi Ottoni de Bismarck imperii germanici oancellario, viro magno unioo, qui tribns imperatoribus singulari cum fide operam et quasi vitam euam dicavit, dicat, impavido, indefeesö, qui timet neminem praeter De um eiusque numine res humanas regi pie confidit; consiliario summo spectatissimoque regum Boruseiae evangelicorum atque CTangeJii ubicunque protectorum, qui diligenter providet, ut ex sua natura et indole, non ad exemplum alienum et perniciosum ecclesia nostra regatur; rei publicae gerendae scientissimo atque peritissimo, qui sooietatis huma- nae angustiis miseriisque unuro credit remedium paratum esse in religione christiana, ea qaae non verbismsed amore et opera, quae animo et voluntate, non vana cogitatione contineatur; universitatnm Germaniae omniuni amico prudentissimo et praecipue theo- logorum evangelicormn ordinibue dilectisaimo ob libertatem eorum fortiter vindi- caiam, qua aublata u evangelio et eoolesiae recte eervire nequeant" In authentischer deutscher Fassung: ,'Dem hohen einzigartigen Manne, der drei Kaisern in unvergleichlicher -i .eue fein Leben äu Dienste geweiht hat und noch weiht, nie verzagt, nie zu t"auDen, niemanden fürchtend als Gott und dessen Walten in den Geschicken t)ii Volker demüthtg vertrauend; Dem reichbewährten vornehmsten Rathgeber der evangelischen Könige von Preußen, der erlauchten Stützen der evangelischen Sache in aller Welt, welcher darüber wacht, daß die evangelische Kirche gemäß ihrer Eigenart und nicht nach fremdartigem für sie verderblichen Vorbilde regiert werde; * Dem tiefblickenden Staatsmann^ der erkannt hat, daß die christliche Religion allein Herl bringen kann der sozialen Roth, die christliche Religion, die tjm die Religion der tatkräftigen Liebe, nicht der Worte, des Herzens und Willens, nicht der bloßen Spekulationen ist; Dem einsichtigen Freunde aller deutschen Universitäten, der zumal den evangelisch. geologischen Fakultäten theuer geworden ist durch die Entschlossen- bett, mit welcher er für die Freiheit derselben eingetreten ist, ohne welche sie dem Evangelium und der Kirche nicht dienen können". 12e November. Früher wie in anderen Jahren war es in diesem ^dbrc dem Etsverein möglich, seinen Mitgliedern und allen Freunden des Eissports die Ersbahn m den Eichgarten zugänglich zu mach n. Die kalten Nächte der vorigen Woche haben eine, wenn auch nicht gerade spiegelglatte, so doch für den An- fang ganz annehmbare Eisfläche gebildet, die, bereits am Samstag officiell eröffnet, am gestrigen Sonntag der Tummelplatz zahlreicher geübter und übender Schlittschuh- laufer und Schlittschuhläuferinnen war. Es hat sich dabei wiederum gezeigt, welches Verdienst der Eisverein fich durch Schaffung einer Eisbahn wie die eben vorhandene, b"r. Forderung von geselligen, Allen zugänglichen und vor Allem auch die Gesund- bett erhaltenden und fordernden Winteroergnügungen erworben hat- Die Zeit des ElSoergnügens ist durch die Eisbahn in den Eichgärten eine ausgedehntere geworden, r? gestattet das Schlittschuhlaufen lange bevor die Lahn auch nur Miene macht, sich mit emer Eisdecke zu überziehen. Gießen, 12. November. sVorläufige Benachrichtigung.) Am 24.d. M. wno Herr Reallehler Kahl aus Wimpfen im Kaufmännischen Vereine dahier einen 450^:00 ballen über: Victor v. Scheffel. Herr Kahl hat auch in anderen Städten Viesen Vortrag schon gehalten, und bas Bild, welches er von dem Dichter des Eckehard, 6eö Trompeters rc. rc., des Gaudeamus, der herrlichen Kneip- und Studentenlieder entroarr, fesselte das Publikum ungemein und erwarb dem Vortragenden den reichsten geifaU Wir sind überzeugt, daß der Vorstand des Kaufmännischen Vereins keinen Fehlgriff gethan hat, indem er gerade dieses interessante Thema tem als gewandten Redner bekannten Herrn Kahl übertrug. 12. 9^0611^. (Theater.) „Das Mädel ohne Geld" von Berg UHt. c n Zulänglich seichtes und, wie ja schon der Titel andeutet, gehaltloses Machwerk; aber gerade das macht es für unter Sonntagspubltkum ge- C1 des komischen wie des komisch sein sollenden eine reiche Fülle bietet. t*tn —heil der Handlung — Beweis genug für deren Trivialität — war uns schon ^Ntttag aus „Ihre Familie" bekannt, die Heirath des Barons Sontheim Irr: blahterin Marie Stern; denn daß neulich die Namen Graf Ebersburg und Litt Kruger lauteten, ändert an der Sache nichts, ebensowenig, ob im Verlaufe der K?Eu-.g Paare mehr oder weniger glücklich werden. Und gerade in diesem hab i "$c*ncn be ^ct^en Verfasser mit vereinten Kräften ihr möglichstes gethan zu Unter den Darstellern nahmen wohl Frl. Hellmut und Herr Sternau als „frisch eingettossene Neuheiten' das Hauptinteresse in Anspruch. Elftere (Frau Kiebitz) spielte, abgesehen von einigen Stellen, wo sie die Farben etwas stark aafttug, mersterhaft, besonders im dritten Bilde als energische Geschäftsfrau war die Dame vorzüglich Herrn sternau s ^piel (Eduard) zeugte von großer Routine, ließ aber hie und da an itoärnie zu wünschen übrig. Dasselbe müssen wir auch von Frl. Müller's im übrigen Tedjt gewandtem Spiele sagen. Schon im ersten Bilde schien sie uns ihre bevorstehende Vermahlung mit dem Baron — für eine Nähterin doch, obwohl jetzt aus der Bühne bcbanbeln ge^°rbnUn®, ganz alltäglich — allzusehr en bagatelle zu . . . Dor Herrn Neiner's Spiel verstummt die Kritik und auch seine Gattin (Franz) W uns in Verlegenheit, wie wir ihr das verdiente Lob beibringen sollen, ohne Ge- Ä w'voerstanden zu werden. Denn wenn wir sagen: „Es ist Schade, daß sie kein erlehrltng geworden ist", so klingt das beleidigend. Sagen wir dagegen: „Es roare Schade gewesen, wenn sie Bäckerlehrling geworden wäre", also das Gegentheil, )o ist ebenfalls falsche Auffassung zu befürchten. Am besten ist es daher, wir schweigen auch von ihr und ihrer reizenden Darstellung einer an sich ziemlich untergeordneten Nolle. or a als Wtttwe Stern ungetheiltes Lob und auch an Herrn gorttei s Spiel hatten wir nichts auszusetzen. Die Nebenrollen befanden sich ebenfalls in guigneten Händen. Dualität nad) das Herbsterträgniß ein sehr geringes und läßt sich heute schon erkennen 5 ^88er aus der Sanzen Provinz im Allgemeinen einen recht geringen und gehalt- s SSL? ! ) erheb icher Säure enthalten die Moste nur sehr^ wenig Süße ; btes? unbefriebtgenben Herbstausfall werden die älteren Weine eben ; sehr gesucht und zu hohen Preisen von dem Weinhandel gekauft > Bon bem Rhein, II. November. Während seither schon eine lebhaft? 1 WNb/lm"bben wurde, um das für die Rheinlande projectirte Denkmal für- Kaiser I Denkmal zu bekommen, ist soeben unter dem Titel „Das Kalser- ! R^inprooinz, em Denkmal für alle Rheinländer, von Irenäus e?n I Sckristchen erschienen, das mit sehr warmen Worten als Standort des Denkmals ! Koblenz empfiehlt. An der Spitze aller Erwägungen, die für Coblenz sprechen wird j "?^fuhrt, daß das rheinische Kaiserdenkmal ein Denkmal für alle Rheinländer Sein b und daher im Mittelpunkt des Stromes errichtet werden müsse. i i?*?aksurt, II. November. Binnen acht Tagen haben sich Bier nirht ! ?Ä?br als drei Unglücksfälle auf den Bahnhöfen ereignet, der eine auf dem Ost- : bk ^anh ^^trJ au dem Hauptbahnhof, welcher noch gut ablief unb nur i ™ Betroffenen verletzte, der dritte in der Nacht vom Freitag zum Samsiao e auf dem Nangrrbahnhof des Staats-Güterbahnhofs. Der letztere Fall endete mit dem des Verletzten. In der erwähnten Nacht gerieth der erst fett kur er Bett im (Stfenbabnbtenft beschäftigte Rangirer Jacob Flöck aus Bockenheim beim Ver- I b'-Puff-r. Su Brust w«?be ifm dngTrütft unb dn t gebrochen, der Bedauernswerthe war auf der Stelle tobt. Flöck war 30 ^abre ^lenLU")?er,,Ta,6eL Ätc r,d’?/ä Unglück jugdragen, wdß man nicht 'mun nM inbe6 der Annahme zu, daß wenigstens zum Theil Unvorsichtigkeit schuld daran ist s den hiesigen Gerichten ist neuestens ein Prozeß anhängig gemacht worden de/en Ausgang für dir weitesten Kreise von Interesse ist/ Jm März d J k^m von Langen eine Anzahl Maurer hierher, um hier Arbeit zu suchm. Einer derselben glitt 1 ^e<-rr°n ?Cr Dtain-Neckar-Bahn aus und verletzte sich die Hüfte. Der Mann i ?ehr gehen und mußte in feine Heimath zurückbefördert werden. Es Monn tzundung der Huste und diese zog eine Lähmung nach sich, so daß der Su11110 0^. ?rat nun 6egen den Eisenbahnfiskus Klage auf Zahlung imsowie Zahlung von 3.70 JL täglich im Sommer und 3 40 erOi(ihnfiof»ah 70. Lebensjahre angestrengt. Er stützt seine Klage gegen den X § darauf, daß der Perron nicht eisfrei, bezw. nicht vorschriftsmanig mit N/^ut war, wodurch er zu Fall gekommen sei? Der Fiskus dagegen hrh.Tpn Derpflichtung habe, den Passagier gesund nach Frankfur/zu niAt9-CHinFan il^n an0e^fe' ob derselbe auf dem Perron ausgleite oder nic^t- im Uebrigen behauptet er, es sei an fraglichem Tage Alles in bester Ordnuna j ^Crid?^ ?ar augenscheinlich abweichender Ansicht und beschloß, Beweis .! u ö u er heben, ob der Perron wirklich, wie Kläger behauptet, mit Eis bedeckt war. § z> unterliegt keinem Zweifel, daß der Prozeß alle Instanzen vassiren und schließlich ! S a * beschäftigen wird.^ Die Entscheidung ist nicht allein des speciellen 5 o^ern uamentlrch seines präjudiciellen Charakters wegen wichtig- namentlich | sollten auch Hauseigenthumer aus demselben die nöthtgc Lehre ziehen. L , ” $n] Monat November wird eine große Anzahl von Sternschnuppen ru beobachten sein Die Haupttage sind vom 12 -14. und späterhin am 27 November | worauf wir unsere verehrten Leser aufmerksam macken. § , Llebenwerda (Regbez. Merseburg), 10. November. Bei einem aeftern im ebemaltgen Schlosse ausgebrochenen Brande sind fünf Personen, der ^re^sphysikus umg^ommemC Cn ^cfrau unb $0^tcr^ sowie zwei Dienstmädchen, in den Flammen "ker-Examen.) Professor: „Können Sie mir einige praktische Bei^iele über das Gesetz der schwere anführen/" — Candidat- O ja' ! Porto meh?!"^^ welche über fünfzehn Gramm wiegen, kosten zehn Pfennige .große Geheimniß spukt wieder im ganzen Hause. Jetzt fangen die ? weiblichen Mltglieder der Familie ihr Stick-, Strick-, Häkel- und Nähwerk der Üeber- rafcbung an und man ist nirgends sicher, eine solch fleißige Ueberrasiherin zu stören j Aerger und verdorbene Freuden meiden will, dem sei ein probates Haus- i wohl an s Herz gelegt. Jeglicher, der ohne Ueberraschungspläne durch's ! oder wenigstens durch seine vier Pfähle wandelt, mache es sich zur Pflicht, jede । Leisetreterei zu unterlassen^ Husten und Räuspern, ehe er eine Thür öffnet ist nicht | zu verachten knarrende Stiefel sind schon um Vieles besser, aber man hat sie nicht i nach uberftandener Geheimniß-Epoche unangenehm, pfeifend oder mit einer Klingel um den Hals wie eine Alpenkuh kann man auch nicht immer herum- ää? mpib-h O1htu6 mahn *nnJr?r bie- unvermeidliche Periode des chronischen Geheim- ntffeä, welche letzt angebrochen .st, auf andere Auskunft sinnen. Es gibt eine ganz einfache man theile sich Raum unb Zeit verständig ein. Zu einer Stunde un^ch ^ick^'^^h^^^^wahrender Störung ausgesetzt sind, gedeiht kein solches oder Hakelwerk. Man wähle sich also das passendste Kimmer Ä a6er' Herren der Schöpfung, welche meist bestickt, benäht, t bestrickt und behakelt werdet, nehmt ein Generalrecept mit auf den Weg: Seid blind ein lunger Hund tn den ersten sieben Tagen seines Lebens und lasset Euch niemals werken, baß Ihr etwas merkt, bann werbet Ihr Freude machen und Freube haben roaItetCm ad)tun9§DoCl ^spectirten großen Geheimniß, das .derzeit um und über Euch Mit Bedauern vernehmen wir von umfassenden Veränderungen, die allernächstens unter dem Personal des „neuen Theaters" bevorstehen. Aber soweit sich bis jetzt er- fennen laßt, hat Herr Direktor Reiners bei der Wahl von Nachfolgern für die Abgehenden großes Glück gehabt. Th. M-n. * Gießen, 12. November. Mit Dienstag den 13. b. Mts. schließt das erste Abonnement und zwar wird an diesem Tage der überall mit dem größten Beifall auf: gefühlte Schwank von Franz v. Schönthan, „Der Raub der Sabinerinnen" gegeben. Wir machen hiermit auf dieses vortreffliche Stück ganz besonders aufmerksam. -Wit Donnerstag den 15. beginnt das zweite Abonnement auf weitere 20 Vorstellungen. S)ic noch ausstehenden Karten haben auch für das zweite Abonnement Gültigkeit. Vermischtes. Qi 1 o^kDenJleJ‘a?m^3Ian0 sehr geachtete und in den geordnetesten lebende Landgerichts-Registrator Wolff ist gestern Morgen auf Verfügung des Oberlandesgerichts in Darmstadt verhaftet worden. Wolff hatte die Gelder im Derwahr, die von hier an das Reichsgericht abgeführt werden und ist nunmehr be- Mdigt, von diesen Geldern verschiedene - wie behauptet wird - nicht sehr große m V1?' unterlagen und für seine Zwecke verwendet zu haben. Schon lange lag der Derdacht gegen Wolff vor, ledoch waren die Momente nicht derart, daß sich die hiesigen 93OrrSC?Cm ben llch eines guten Rufes erfreuenden Beamten veranlaßt glaubten. Die Beschlußkammer des Oberlandesgerichts, dem die Sache von Der Staatsanwaltschaft unterbreitet worden war, faßte die Angelegenheit von einem anberen Gesichtspunkte auf und verfügte die Verhaftung Wolff's. Von der Verfügung s Doerlandesgerichts mußte Wolff Wind bekommen haben, denn er wollte sich der Verhaftung durch die Flucht entziehen, wurde aber in dem Augenblick, als er auf einem entlegenen Wege die Stadt verließ, eingeholt und festgenommen. sRm, ?rr i' U^??^mber. Kaum ist Seitens der Stadt ernstlich an den allgemeinen Schlachthauses mit Viehbof herangetreten worden und schon hat bie Metzgerinnung eine Denkschrift bei der Hand, worin die mit dem Schlachthausbau m rlIfleniK ’S??6 b^rr Aufhebung der Prtvatschlachthäuser nach rechtlichen lC^ eH E's^.uchlet und selbstrebend diese Aufhebung der privaten Schlächtereien als rechtlich unzulässig erklärt wird. Mit diesem Mittel den Bau des Schlachthauses 8U hintertreiben, wird die Metzgerinnung wenig Glück haben, denn die rechtliche Frage ift öon ben Juristen der Stadt eingehend geprüft und im entgegengesetzten Sinne der Metzger erachtet worben. 4» ; r^hbEnhessen, 11. November. Bis auf einzelne wenige Gemeinden drooinz bie We nlese beendigt. Hinsichtlich der Quantität ist ber Ausfall des Herbstes sehr verschieden. Während In einzelnen Gemarkungen, be'°"ders in den niederen Lagen, nur wenig zu lesen war, haben andere Gemeinden, - r Büdesheim u. s. w. einen Zweidrittel-Herbst gemacht. Durchschnittlich bat es einen halben Herbst gegeben. Von ganz bevorzugten Lagen abgesehen, ist der Handel und Verkehr. mr — Sie eommiffton des Vereins deutscher Eisenbahnverwaltungen bat eine febr willkommene Verbesterung der zusammenstellbaren Rundreisekarten beschlossen Der Inhaber einer solchen war bisher nur berechtigt, die Reise auf b Aufenthaltsstationen und außerdem noch einmal auf jeder Abschnittstrecke au^eMer beliebig zu wählenden Station zu unterbrechen. Demnächst soll nun h-n S/rhpn volle Freiheit in der, Fahrunterbrechung gestattet werden, was au einer AnzaÄ österreichischer Bahnen und tn der Schweiz schon der Fall ist. ja°l Universttäts-Chronik. n m 10-^Oöember. Der Rücktritt des Geheimerath Professor i^On ltncm Lehramt ist jetzt officiell verkündet worden lieber einen Nachfolger desselben ist noch nichts bekannt. hpm-^Hr19??ntftedaIr^ Hosseus in Straßburg ist zum Vortragenden Rath ber Unto^fitä? Ct Crnannt roorbcn- unter Belassung in feiner Funktion als Kurator «rx Studentenschaft in Halle hat dem Prof. Kaltenbach als Kelchen des Dankes^daß er den Ruf nach Würzburg abgelehnt hat, einen Fackelzug dargebrachtt M, $abCr?cJat m Gegensatz zu ben meisten anderen deutschen Ländern Zahl der evangelischen Theologen neuerdings ganz erheblich vermehrt so daß bei ben, rote nie^9ardounatrou-Heizung in tragbaren Oesen (ohne Schornstein brennend) rc. ist von der Carbon-Natron-Heiz-Cie. in Dresden gratrs zu beziehen. 7223 s,eyftc.rt Greiz (Wollwaarenfabrlcatlon) bietet zu Fabrikpreisen die reichhaltigste Auswahl 3797 ... ,, ., ' wollener Damenkteiderstoffe ■■ (Morgenkleider, Strassen- und Ball-Toiletten). — Fehlerfreie Roben knappen Maasses) zu Geschenken geeignet, äusserst billig. — Muster umgehend. 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November: Cornelius Voß. Große Preise. Mittwom den 14 9iovember, Abends 7 Uhr: Sappho. Große Preise Donnerstag den 15. November geschlossen. . Freitag den 16. November: Zum ersten Male wiederholt: Der Zaunkönig Große Preise. q »c 17k November: Zum ersten Male: Unsere Zeitung. Lustspiel in 4 Akten von Johannes Prolß. Große Preise. Ansang^V G^'Pr°tt".'^^ Zum ersten Male wiederholt: Unsere Zeitung. Montag den 19. November: Egmont. Große Preise. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Geschirrhändlers Philipp Pfeiffer in Gießen ist zur Abnahme her Schlußrechnung des Verwalters, Mr Erhebung von Einwendungen gegen Lias Schlußverzeichniß der bei der Ver- tlheilung zu berücksichtigenden Forderungen und zur Beschlußfassung der Gläubiger über die nicht verwerthbaren WermögungSstücke der Schlußtermin auf Mittwoch den 5. Dezember 1888, Nachmittags 3 Uhr, wr dem Großherzoglichen Amtsgerichte hiierselbst bestimmt. Gießen, den 9. November 1888. Glässing, [9136 Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts. Aus der Strecke Wabern—Gießen find 6396 cbm Steinschlag aus Basalt, sieste blaue Grauwack- oder Grünsteine erforderlich. Das Angebot kann auf diie Gesammt- oder Teillieferung er* siolgen. Oeffentlicher Verdingungstermin ist auf Montag den 26. November 1888, Vormittags 11V2 llhr, in der Amtsstube des Unterzeichneten anberaumt. Angebotsfor- Mulare sind von da gegen freie Einsendung von 0,50 «X zu beziehen. .Königliche Eisenbahn-Bau-Jnspection. __ __Schwa mborn. 9135 MöbeFfersteigeruög Ms einem eleganten Haushalte. Dienstag den 13. d. M., Nachmittags 2'/i Uhr, Werden im früheren Bramw'schen SLl- Oen, Neustadt 55: 1 seine Plüschgarnitur, 1 Buffet, 1 Auszie zi sch, 6 Stühle, ein Spieltisch, 1 Bett (bestehend aus pol. Bettstelle. Sprungfeder-und 3th. Roßhaarmatratze, Decke und Kissen), ferner 1 ovaler Tisch, 1 Cello u. 1 Velociped (Zweirad) L «ersteigert. Im Auftrag: Louis Rothenberger, 9W69 Taxator. Eine Zimmerdouche, wenig gebraucht und fast noch wie neu, billig avzugeben. Wo? sagt die Exped. ds. Bl. 7812 Allgemeiner Anzeiger. Vorkehrungen gegen das Einfrieren der Wasser- leitungen. Unter Hinweis aus die Bestimmungen über Anlage der Haus- ! Wasserleitungen zu Gießen machen wir daraus aufmerksam, daß, um dem Einfrieren des Wassers in den Hauswafferleitungen bei eintretender stärkerer Kälte vorzubeugen, es erforderlich ist, die Hauswafferleitungen des Abends für die Dauer der Nacht zu entleeren. — Dies geschieht dadurch, daß zuerst der vor dem Wassermeffer befindliche Hauptabsperrhahn geschloffen und Dann das seitlich desselben befindliche Entleerungshähnchen geöffnet roirb und dieses so lange geöffnet bleibt, bis das in der Hausleitung stehende Wasser vollständig abgelausen ist, worauf bezeichnetes Hähnchen wieder geschlossen wird. Um eine vollständige Entleerung zu erwirken, ist es geboten, während derselben das in dem obersten Stockwerk des Hauses befindliche Zapfventil der Hausleitung offen zu halten, damit die Lust Zutritt in die Leitung erhalte. — — Ein größerer Theil des Wassers kann auch schon durch das Zapfventil der untersten Küche entleert werden. — Nach stattgehabter Entleerung sind diese beiden Zapfventile, welche dem Eintritt der Luft, bezw. der Entleerung des Wassers dienten, wieder zu schließen. Das Schließen des Hauptabsperrhahns erfolgt durch Aufsetzen des bei- gegebenen Schlüssels auf den vierkantigen Hahnzapfen und Drehung in der Richtung von links nach rechts — im Sinne eines Uhrzeigers — bis Widerstand erfolgt. — Das Oeffnen des Hauptabsperrhahns geschieht durch Drehung in entgegengesetztem Sinne, bis Widerstand erfolgt. Behufs Wasserentnahme muß des Morgens der Hauptabsperrhahn wieder geöffnet werden. Abzweigleitungen nach Waschküchen, Hofräumen, Gärten u. s. w. sind während des Winters mittelst ihrer besonderen Vorrichtungen auf ähnliche Weise zu entleeren und erthellt hierüber im Besonderen am besten derjenige Installateur Auskunft, welcher die betr. Leitung gefertigt hat. Die Wassermesser sind während des Winters mit Stroh, Säcken oder ähnlichen Schutzmitteln gegen Kälte zu umkleiden, auch namentlich die betr. Kellerfenster geschlossen zu halten. Durch diese Vorkehrungen wird dem Wasserabnehmer die Lieferung des Wassers möglichst gewährleistet, dem Hausbesitzer aber werden Beschädigungen an Leitung und Gebäude fern gehalten. — Wir empfehlen daher vorstehende Borstchtsmaßregeln allen Be- theiligteu zur ganz besonderen Beachtung. Gießen, den 3. November 1888. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. ’ _______________________Otto Bergen.____________________8886 j Haus Verkauf. Freitag den 16. November, Nachmittags 2 Uhr, läßt Unterzeichneter auf hiesigem Rathhause sein in der Schlotzgaffe, am Marktplätze in guter Geschäfts« läge gelegenes Haus, nebst Scheuer und Stallung, einer dritten und letzten Ver- ! Weigerung aussetzen. 9138 Butzbach, den 10. November 1888. j____Heinr. Steinhäußer V« I 8872] Ein Kneiplocal abzugeben bei | 9142 Ein feiner Arbeitsbeutel ge- j Louis Lüter, Brandgaffe 8. { funden- Wolkengasse 7. j Dienstag den 13. d. Mts. sollen durch den Unterzeichneten gegen gleiche baare Zahlung öffentlich versteigert werden: Nachmittags 2 Uhr ln ^r Bramw'schen Hofraithe dahier: 1 Wagen, 1 Parthie Kartoffeln, 4 Schweine, 1 Hobelbank, 2 Buffets, 1 Cassaschrank, 1 Clavier, 2 Sophas, Commoden, 1 Secretär, 18 Bände Plerer's Conoersations-Lexikon rc. rc Gießen, den 10. November 1888. m Engel, Gr. Gerichtsvollzieher. Mittwoch den 14. November. Nachmittags 2 Uhr, werden in der Flett'schen Hofraithe gegen Baarzahlung versteigert: AO^KvtMnoden, Kleiderschränke, Tische, Spiegel, Bilder, zwei Betten, 1 Bierapparat, 1 Buffet, 1 Stoßkarren, 1 Hobelbank, 2 Kühe und 2 Oeco- nomtewagen. Q1R9 m Eeißler, yii)^ Gr. Gerichtsvollzieher. Ieilgevoteues. Lebende Karpfen, Prachtvolle Schellfische, Aander, Hechte, Steinbutten und „ gewässerte Stockfische empfiehlt 9153 C. G. KJeinhenn. Aechte italienische Dauer-Maronen eingetroffen bei 9151 Ferd. Drehes. Xu verkaufen 1 Pelzmantel, 1 Eisenbahnmantel, 4, Damen-Winter- Mäntel, 1 Cachemirkleid; sämmtliches rote neu und la. Qualität. Louis Rothenberger, 9004 Neuenweg 22. Universal- h Möbel-Putz I entfernt den Schmutz, gibt prachtvollen H Glanz, schützt gegen Wurmfraß und ■ conferoirt das Holz. 9096 In Dosen i» 25 H in der Drogenhandlung von Otto Schaaf, Seltersweg 39. Oberheff. Verein für Iocalgeschichte zu Giessen. Hauptversammlung Mittwoch den 1 ü. November, Abends 8 Uhr, im Saale des Cafs Balzer (Ebel) Tagesordnung: Rechenschaftsbericht, Abrechnung, Satzungsänderung, Vorstandswahl. • Vorträge: Herr Geheimerath v. Ritgen über die Kirche in Effolder» bach. Herr Dr. Buchner: kleine Mittheilungen aus Kloster Arnsburg. Herr R. Wolfs über Hünengräber bei Gießen. Herr Dr. K tewitz: Gießen zu Beginn des 19. Jahrhunderts. 9144 kJjLi Krieger Verein Gießen. Sp Monatsversammlung Mittwoch den 14. d. M., Abends V29 Uhr, Ä im Vereinslokale.[9150]Der Vorstand. L. Mühlhausen Westanlage 13 parterre. Große Auswahl in Wintermänteln, Regenmänteln, Jacken, das Neueste zu billigen Preisen. 8720 Neuheiten in ZZesuharliketn. I Kaan jr., am Kreuz, empfiehlt in größter Auswahl zu billigsten Preisen: Krimmer, Pelz- und Kederbesatz, Garnituren, Gimpen, Spitzen, Ornamente, Bänder in allen Farben und Breiten u. s. w._________________________________9059 Geschäfts Eröffnung. 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