Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureaur Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. -reis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. >urch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hßeil. Das Großherzoalichc Stcucr-Commissariat Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Landbezirks. hier abhokn S°mmun°lst°uerzettel sind gefertigt und ersuchen wir Sie, solche, zur Ersparung von Porto, in den nächsten Tagen, mit sicherer Gelegenheit ________Gießen, 12. Mai 1888.______________________________Süffert. Gefundene Gegenstände: 1 Trauring, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Messer, 1 eiserner Reif, 1 gold. Armband, 1 weiße» Taschentuch^' _ M. T., 1 Brille mit Futteral. am 12. Mai 1888. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. ___ __Fresenius, —"»"■■‘■n i ihm miw ii—iwt—n—— ■■ Politische Ueberficht. Gießen, 12. Mai. Das officielle Bulletin aus Charloltcnburg vom Vormittag des 9. d. M. besagt, daß das Befinden deS Kaisers in den letzten Tagen verhältnißmäßtg gut und das Fieber ganz gering gewesen sei. Der Schlaf ist allerdings öfters unterbrochen gewesen, doch war er erquickend und haben sich auch die Kräfte wieder gehoben. Der BundeSrath soll in seinen Ausschüssen die Vorberathung des Genossen- schaftsgesehentwurfes bereits beendigt haben, doch fehlt es noch an näheren Mtttheilungen über den Verlauf dieser Verhandlungen. Was den Stand der bundesräthlichen Vorarbeiten zum Arbeiter-Altersversicherungsgesetze anbelangt, so heißt es, daß diese ebenfalls kräftig weiterschreiten, so daß diese wichtige gesetzgeberische Materie wenigstens in ihrem erlten Stadium bis zum Eintritt der sommerlichen Pause in unserer inneren Politik erledigt werden dürfte. Die dem preußischen Abgeordnetenhause noch im letzten Theile seiner Session zugegangene Vorlage über die Regulrrung der Flußläufe der Oder und der Spree ist bekanntlich in der betreffenden Commission einstimmig und ohne Abänderung angenommen worden und somit erscheint das Zustandekommen auch dieses Gesetzes, im Anschlüsse an die Weichsel- und Nogatregulirungs-Vorlage gesichert. Der die Regulirung der Oder und der Spree bezweckende Gesetzentwurf will den oberschlesischen Berg- und Jnduftriedistrict durch Gewährung einer leistungsfähigen Wasserverbindung nach den wichtigsten Absatzmärkten des Inlandes lebens- und concurrenzfähtg erhalten und damit der zahlreichen Arbeiterbeoölkerung Oberschlesiens die Arbeitsgelegenheit und den Arbeitsverdienst sichern. Die Hamburger Bürgerschaft (Stadtverordneten-Collegium) hat den Senatsantrag, betreffend die definitive Ausdehnung des nördlichen Freihafenbezirkes debattelos angenommen. Der Senat wird demnach auf Grund des Anschlußvertrages dem Reiche gegenüber die Erklärung abgeben, daß das zwischen Kleinfleeth und St. Anna einerseits, St. Annenfleeth und Neuwandrahm anderseits gelegene Areal, einschließlich letztgenannter Straße, zu dem Freihafenbezirk zugezogen werde, daß aber hinsichtlich weiterer Zuziehung des im Anschlußoertrage bezeichneten Stadttheiles zur Ausdehnung des Freihafens eine Frist auf drei Jahre nach erfolgtem Anschlüsse beim Bundesrathe beantragt werde. Von hochamtltcher russischer Seite liegt nach längerer Pause wieder eine Aeußerung zur bulgarischen Frage vor. Der Petersburger „Negierungsbote" wendet sich gegen verschiedene Hetzarttkel, welche der panslaolsttsche Journalist Tatistschew jüngst in der „Nowoje Wremja" über die bulgarischen Angelegenheiten gebracht hatte und läßt sich das Petersburger Regierungsblatt ungefähr dahin vernehmen: Die Ereignisse aus dem Kriege 1877/78 seien noch zu frisch, um einer unparteiischen geschichtlichen Kritik unterzogen werden zu föimen und müsse daher die russische Regierung mit den über den letzten Orientkrieg aufklärenden Actenstücken noch zurückhalten. Diese Reserve sei um so mehr geboten, als die aus dem Kriege resultirenden Ergebnisse mit der gegenwärtigen politischen Lage eng verknüpft seien. Weiter tritt der „Regierungsbote" der Meinung entgegen, die russischen Vertreter in Bulgarien hätten in ihrer Action eine schwankende Haltung eingenommen und alsdann kommt das Blatt auf die Ursachen der Verschlechterung in den russisch-bulgarischen Beziehungen zu sprechen, die es einen- theils in den unfertigen Zuständen Bulgariens, anderntheils in „russenfeindltchen" Einwirkungen sucht. Zum Schlüsse spricht der „Bote" die Hoffnung aus, daß die bulgarischen Staatslenker von ihren „Verirrungen" zurückkommen und endlich das Wohlwollen Rußlands für Bulgarien anerkennen würden und betont, daß die russische Regierung an ihrem auf Bulgarien bezüglichen Programme durchaus festbalten werde. Irgendwelche Drohungen gegen Bulgarien enthält diese hochofficiöse russische Auslassung zwar nicht, aber sie läßt deutlich erkennen, daß Rußland seinen Standpunkt in der bulgarischen Frage nicht verändert hat und die Dinge an sich herankommen lassen will und diese Speculation erscheint bet den sich mehrenden Wirren in Bulgarien nicht unberechtigt. In England ist jetzt viel von militärischen Reformen die Rede, die aber im Wesentlichen nur die Sicherung des Landes gegen einen feindlichen Angriff bezwecken, also lediglich auf die Defensive gerichtet sind. In einer Unterredung mit einflußreichen Parlamentsmitgliedern erklärte der Kriegsminister Lord Stanhope ebenfalls, daß die englische Regierung bestrebt sei, die Vertheidigungsmittel des Landes zu stärken und wies er hierbei namentlich auf die Nothwendigkeit hin, London gegen einen Angriff von der Themse aus möglichst zu schützen. Lord Stanhope entwickelte alsdann die Grundzüge der im Kriegsministerium in Ausarbeitung begriffenen Wehroorlage, welche auf Errichtung eines aus regulären und Miliztruppen bestehenden Armeecorps zielt, während die Freiwilligen 'zur „Unterstützung dieses Corps so schnell wie möglich" concentrirt werden sollen." Hierbei drückte der Kriegsminister sein besonderes Vertrauen hinsichtlich der Leistungsfähigkeit der Freiwilligen aus und theilte er schließlich | mit, daß denselben sogar Artillerie, aus 250 Feldgeschützen und 80 Geschützen größeren I Kalibers bestehend, gegeben werden solle. — Dies Alles ist ganz gut und schön, aber 1 kommt doch vor Allem darauf an, daß England's Wehrkraft auch in einem conti- nentalen Kriege zur Geltung kommt und dieser Auffassung scheint man sich in den leitenden Kreifen des britischen Jnselreiches noch immer zu verschließen. Dr. Mackenzie läßt in englischen Blättern erklären, daß er niemals der Preffe irgendwelche Milthetlungen habe zugehen lassen, ausgenommen solche zur Widcrleauna falscher und übertriebener Berichte. B 0 In Paris fand cm Mittwoch eine Art Vorfeier zur Reooluttonsfeier des nächsten Jahres statt, indem die historifche Ausstellung zur Erinnerung an den Bastillensturm eröffnet wurde. Der Ministerpräsident Floquet wohnte dem Eröffnungsacte bei und titelt er hierbei eine Rede, in welcher er unter Hinweis auf die Bedeutung des Baftillenfturmes sagte, die Franzosen hätten Götzenbilder umgestürzt, die Jahrhunderte lang verehrt worden seien und betonte, daß die heutigen Franzosen nicht Götzen verehren wollten, die nur nach Wochen zählten. - Meister Boulanger werden die Ohren gewaltig brummen! Deutschland. Darmstadt, 11. Mat. Das Großherzogl. Regierungsblatt (Beilage Nr. 12) enthält: ' 1. Ueberficht der von Großherzogl. Ministerium des Innern und der Justiz genebmtgten Umlagen zur Bestteitung von Comunalbedürfnissen in den Gemeinden des Kreises Erbach pro 1888-89. ^cuicuivcn 2. Namensveränderung. . Am 28. April wurde der am 23. März 1877 zu Ulrichstein geborenen Tochter des Dr. Otto Jochem, Louise Lina Ottilie Jochem zu Darmstadt gestattet, daß dieselbe statt ihres bishertgen in Zukunft den Familiennamen „Scheer" führe. 3. Dienstnachrichten. Am 15. April wurde der von dem Herrn Grafen zu Erbach-Erbach auf die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Kirch-Beerfurth präsenttrte Schulamtsaspirant Gustav Kraft aus Hungen für diese Stelle bestätigt; am 17. April wurde dem Schullehrer Ehristoph Metzler zu Trebur die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Harbach übertragen; am 21. April wurde der Heizer an der Main - Neckar-Bahn Hermann Breitwieser zum Lokomotivführer bei dieser Bahn und der Hilfsheizer bei der Main- Neckar-Bahn Ludwig Nungesser aus Eberstadt zum Heizer bei dieser Bahn, beide mit Wirkung vom 1. Mai an, ernannt; am 22. April wurde dem Schulverwalter Theodor Görtz zu Offstein eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Groß - Winternheim an demselben Tage wurde dem Schulverwalter Anton Jost zu Ebersheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Dromersheim, an demselben Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Heinrich Büttner aus Ober-Wegfurth eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober-Ingelheim übertragen. 4. Concurrenzeröffnung. Erledigt ist: Die mit einem ev. Lehrer zu besetzende III. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu König mit einem Gehalte von 900 Jt Dem Herrn Grafen iu Erbach-Schönberg steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu. Die Concurrenzeröffnung für die IV. Lehrerstelle zu König in der Beilage Mr. 8 wird zurückgenommen. Kugkavd. London, 10. Mai. Das „British Medical Journal" veröffentlicht ein Schreiben Sir Morell Mackenzie's, d. d. Charlottenburg, 8. Mai, in welchem derselben erklärt, er habe niemals an die Presse irgendwelche Informationen gegeben, ausgenommen solche, die ausdrücklich gestattet waren behufs Widerlegung falscher und übertriebeckdr Berichte. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenz-Brrrearr. ir Berlin, 11 Mai. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Das Befinden des Kaisers hat sich in den letzten Tagen verhältnißmaßig günstig gestaltet, insofern die Krankhettserscheinungen insgesammt an Intensität nachließen. Das Fieber ist fast gänzlich geschwunden, der Puls ruhiger und gleichmäßiger, die Nächte bringen tieferen, stärkeren, wenn auch durch den noch immer reichlichen Auswurf unterbrochenen Schlaf. Die auf Stärkung und Kräftigung berechnete Ernährung wird gut vertragen, wenn auch der Appetit noch zu wünschen übrig läßt. Trotz der Zunahme der Kräfte reichen dieselben noch nicht aus, um freie Körperbewegung und Verweilen außerhalb des Bettes oder des bettähnlichen Sophas zu gestatten. — Der Kaiser nahm Vormittags die regelmäßigen Vorträge entgegen unb Fonferirte darauf mit Wilmowski. »erlitt, 11. Mat. Dt- „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: D-r Geburtstag der Königin von Großbritannien wird voraussichtlich am 24. Mai durch die Hochzeit des Prinzen Heinrich mit der Prinzessin Irene begangen werden. Die Vermählung findet in der Schloßkapelle von Charlottenburg statt, und wenn die Besserung im Befinden des Kaisers, wie sie sich gestern so erfreulich zeigte, anhält, so ist die Hoffnung nicht ausgeschlossen, daß der Kaiser bei der Trauung zugegen sein kann. Die Braut wirb in Begleitung des Großherzogs von Hessen und ihrer bisherigen Umgebung in dem königlichen Extrazuge von Darmstadt abgeholt, an der Grenze des Königreichs fderltd) empfangen und unter den der Braut eines preußischen Prinzen gebührenden Ehren^. durch die Monac chie bis Charlottenburg geleitet, wo für sie die Zimmer in Bereitschaft gesetzt werd en , welche die Königin von Großbritannien jüngst bewohnte. Von fremden Fürstlichk eiten werden, wie man hört, der König von Sachsen als Haupt des sächsischen Hause- , der Prinz von Wales als Vertreter der britischen Königin anwesend sein. Wird die Hochzeit unter den obwaltenden Verhältnissen auch nur als eine stille zu betrachten sein, so wird das Biautpaar doch von einem Kreise von Hochzeitszeugen umgeben sein, wie sie die hohe Stellung des Bräutigams erfordert. Der Trauung folgt ein Dejeuner dinatoire. Abends reisen die Neuvermählten nach Schloß Erbmannsborf ab. Don sonstigen Feierlichkeiten wird in Anbetracht der Verhältnisse des Ortes der Trauung abgesehen. Residenz nimmt das junge Paar in dem früheren herzoglichen Schlosse zu Kiel. Berlin, 11. Mai. Bet dem Kaiser war die Temperatur gestern Abend 37.8, heule früy 37,1 Grad. Er fühlt sich ziemlich wohl, obwohl der Auswurf noch reichlich ist und nimmt eine genügende Menge Nahrung. Seit IO1/* Uhr befindet er sich auf dem Sopha seines Arbeitszimmers; hier machte er auch Gehversuche, indem er das Zimmer zweimal ohne Stütze durchschritt, ohne sich ermüdet zu fühlen. — Die Kaiserin und die Prinzessinnen - Töchter machten Morgens einen Spazierritt. Berlin, 11. Mat. Der Kaiser hatte einen guten Tag, er verweilte bis Abends 8V2 Uhr im Arbeitszimmer. Ein ärztliches Bulletin ist für morgen wahrscheinlich nicht zu erwarten. — Im Prozeß Reiff wegen Bankerotts, wiederholten Betrugs und Unterschlagung wurde der Angeklagte zu neunjährigem Gesängniß und fünfjährigen! Ehrverlust verurtheilt, unter Anrechnung eines Jahres auf Untersuchungshaft. Pari-, 11. Mai. Die „Rep. fr." veröffentlicht einen Artikel Spuller's, welcher die Unzufriedenheit der Opportunisten gegenüber dem Eabinet Floquet hervorhebt und erklärt, das Bündntß gegen den Boulangismus würde sofort zerfallen, wenn das Eabinet die Situation benutzen wollte, um andere Gruppen zu Gunsten der Radikalen zu vernichten. — Boulanger ist heute Morgen um 8 Uhr, begleitet von Laguerre, dem Depu- tirten, Graf Dillon, und dem Director der „Lanterne", Mayer, nach Dünkirchen abgereist. Starke Polizetmannschaften waren am Nordbahnhofe aufgestellt, um Ruhestörungen vorzubeugen. Etwa 200 Personen waren versammelt, welche den General mit Zurufen begrüßten. Pari-, 11. Mai. (Havasmcldung.) Aus Tanger wird gemeldet: Die Truppen des Sultans von Marokko sind von den Aufständischen geschlagen. Zweihundert Mann sind gefallen. Der Gouverneur Mequinez wurde gelobtet. Der Sultan wird persönlich eine neue Expedition gegen die Aufständischen ausrüsten. Dublin, 11. Mai. In einer Versammlung der irischen Bischöfe zu Elonleiph wurde eine Resolution gefaßt, in welcher erklärt wird, daß, obschon das päpstliche Reskript mit der größten Achtung betrachtet werden müsse, die Bischöfe dennoch sich verpflichtet hielten, deswegen eine Mittheilung an den Papst gelangen zu lassen. In einem Brief dcS Dubliner Erzbischofs Dr. Walsh heißt es, das päpstliche Reskript würde weder der nationallisttschen Bewegung noch der Nationalliga den geringsten Nachtheil bringen; Niemand sei berechtigt anzunehmen, daß der Papst einen Triumph über die Bewegung betreffend die irische Verfassung sichern wolle; dieselbe würde um ihrer selbst Willen den Sieg davontragen. Rom, 11. Mai. Der Papst beabsichtigt, morgen mit dem gruppenweisen Empfange der deutschen Pilger zu beginnen, am Sonntag werden die Pilger einer vom Papste celebrirten Messe beiwohnen. Die vatikanische Ausstellung wird Ende Mai geschlossen. Bologna, 11. Mai. Gestern Nachmittag, während die Königin die Ausstellung der Schönen Künste besichtigte, ließ ein Sicherheits-Wachmann durch Unachtsamkeit sein Gewehr fallen, welches sich entlud. Es ist kein Unfall zu verzeichnen und es gab auch keine Unruhe. Das Königspaar reift morgen früh nach Rom zurück. Mailand, 11. Mat. Der Kaiser von Brasilien hatte Abends ernste Symptome von Gehirncongesttonen, verbunden mit Fieber. Dr. Simola hält seinen Zustand für ziemlich ernst. Er berief telegraphisch Professor Acharcot (Paris) 'und'Degiovanni (Padua) zur Eonsultation. Mailand, 11. Mat. Dr. Semola hielt heute Vormittag mit anderen jvr Behandlung des Kaisers von Brasilien hinzugezogenen Aerzten eine Konsulation ab, worin der regelmäßige Verlauf der Pleuritis und die gewisse Abnahme der auf Gehirn- kongestlon deutenden Symptome konstattrt wurde. Die Aerzte fürchten nur noch den Einfluß der allgemeinen Schwäche. Das Fieber ist mäßig. Sofia, 11. Mai. (Haoasmeldung). Nach hier eingegangenen Depeschen, haben sich neuerdings verschiedene bulgarisch-montenegrinische Banden organifirl. Eine derselben, welche bulgarisches Gebiet von serbischer Sette her betreten, sei zerstreut und mehrere Mitglieder derselben getöbtet. Rio de Janeiro, 11. Mai. Die Kammer nahm bie Regierungsvorlage an, betreffenb bie unmittelbare unb bebingungslose Abschaffung ber Sklaverei. Berlin, 12. Mai. (Privatbepesche.) Der Kaiser hatte eine recht gute Nacht nach erquickenbem Schlaf unb verläßt soeben (10 Uhr) bas Bett. Se. Majestät wird sich im Arbeitszimmer thetls auf dem Sopha, theils im Stuhle aufhalten. Der Kaiser ist bei vorzüglicher Stimmung und nimmt reichliche Nahrung. Lokale-. Gietzen, 12. Mai. Das gestern Abend aus dem Lenz'schm Felsenkeller vom „Nativ nalliberalen Verein" zu Ehren des von hier scheibenden Herrn Ministerialraths Dr. D ittmar veranstaltete Banket war so zahlreich von hiesigen und auswärtigen Gesinnungsgenossen desselben besucht, daß der Saal bie Zahl ber Teilnehmer kaum zu fassen vermochte. Herr Prof. Dr. On cf en führte ben Vorsitz unb feierte in fchönen Worten unfere Herrscherhäuser, inbem er namentlich bes verewigten Kaisers Wilhelm, bes Grünbers bes neuen Deutschen Reiches, gebuchte, besten Tugenben unb Werke pries unb bes Schmerzes erwähnte, ber bie Station in bem Augenblicke ergriff, als man, noch im Angebenken ber vorjährigen Feier bes 90. Geburtstages bie Vorbereitungen zur Feier feines 91. Geburtstages treffen wollte — als bem deutschen Vaterlande fein Kaiser entrissen würbe. Wenn man in früheren Jahren sich die Person des Kronprinzen Friedrich vergegenwärtige, wie er, eine kraftvolle Heldengestalt, sich dem deutschen Volke zeigte, so werde man mit Wehmuth erfüllt, den Kaiser Friedrich an das Krankenbett gefesselt zu sehen, wie er trotz feiner schweren Krankheit die schwere Last der Regierungsgefchäfte trage, wie er arbeite im Dienste seines hoben Berufes unb wie man mit Recht von ihm sagen könne, ein Hohenzoller bat nicht Zeit, krank zu sein. Unser Großherzog, der treue Waffengefährte bes Kaisers Friebrich, ber tapfere Führer ber hessischen Division in bem großen Kriege gegen Frankreich, auch er habe mitgewirkt an dem Ausbau des so lange ersehnten Deutschen Vaterlandes, an ber Verwirklichung bes Nationalgebankens, er, besten Vertrauen auch den nunmehr scheidenden Vorsitzenden des Nattonalliberalen Vereins in die Reihe seiner Räthe berief. Ein Hoch bem Kaffer Friedrich und dem Grotzherzog! Jubelnd stimmte die Versammlung ein, bie Nationalhymne würbe ftehenb gesungen. Herr Realgymnasialbirector Nobnagel feierte hierauf in schwungvollen Worten bie Verdienste bes Herrn Ministerialraths Dr. Dittmar. Er (Rebner) rühme sich freunbschaftlicher Beziehungen zu bem Scheibenben und fühle sich detzhalb mit am meisten betroffen. Namens des Vorsitzenden rufe er ihm den Scheidegruß zu; in Herrn Dr. Dittmar verlieren Viele ben Freunb, die Familien bas gastliche Haus, bie Stabt ben scharfsinnigen Juristen, feine Collegen den bewahrten Berufsgenosten. Was der Scheidende im Nattonalliberalen Verein gewesen, was er im politischen Leben gethan, das habe nunmehr ein Ende. Sein Sinn unb fein Interesse für Politik habe sich schon in frühester Jugenb gezeigt, seine klaren Urtheile schon in einer Zeit, in welcher sich ber Patriotismus kaum anbers betätigen konnte als durch Opposition, zu Zeiten des alten Bundes, mit Oesterreich an der Spitze. Als 1866 ber Grunb zum Ausbau des Reiches gelegt wurde, der feine Vollendung am denkwürdigen 18. Januar 1871 im Spiegelfaale des Versailler Schlosses sand, da bot Kaiser Wilhelm ben bisher getrennten deutschen Stämmen bie Hanb zum Bunbe, sein großer Minister Bismarck vervollkommnete bas Werk burch Schaffung bes allgemeinen Wahlrechts, unb einer ber treuesten Anhänger der nunmehr befolgten Politik war Herr Dr. Dittmar. Aber damals konnte 1 man es in Gießen noch nicht wagen, die Wahl eines nationalliberalen Canbibaten zu 1 unternehmen, einer späteren Zeit blieb es vorbehalten, ben Versuch zu wagen, unb baß er gelang unb wie er gelang, ,ei ein Verbienft Ttttmar's; mit fefmribiger Berebffamkeit unb unter großen Anstrengungen, vielen Verbächtigungen unb Schmähungen, unter Ausgabe ihm seither tbeurcr persönlicher Beziehungen habe Herr Dr. Dittmar ber natio- nalcn Sache schwere vpfer gebracht, unter welchen bie Wahlen von 1884 unb 1887 so glanzend jum bis 1.10, Hahnen per Stück JL 1.40—2.00, Enten per Stück JL 1 80—2.1,0, Ochsenfleisch per Pfunb 56—54 H. Kuh- unb Rinbfleisch 45—50 H, Schweinefleisch 50—60 Hammelfleisch 54—64 H, Kalbfleisch 40—46 Kartoffeln per 100 Kilo .X 4 00-6 00, Zwiebeln per Gentner JL 15.00—00.00, Milch per Liter 12—18 Weißkraut Stück 00—00 H, Kirschen per Pfunb JL 0,90—1,00. Frankfurt, 11. Mai. Auf dem heutigen Markt kosteten: Kartoffeln per Malter JL 11—13.00, bas Gescheib 90--H, Eier baS Hunbert JL 4.00—4.20, bas St- 0—0 Butter im Großen JL 105.—110 00, im Detail bas Pfund 1.10 bis 1.30, Weißkraut per Stück 00—00 H, Rothkraut per Stück 00—00 Kohlrabi per Stück 0-0 H, Ochsenfleisch per Pfund 45-70 H, Kuh- u. Rinbfleisch 35-60 Kalbfleisch 35—50 H, Schweinefleisch 00—00 H, Hammelfleisch 50—60 H, 1 Hahn 0.00-0.00, 1 Huhn JL 00-00, 1 Ente vN. 0.00—0.00, Gans Pfunb 00—00 1 Taube 00-00 H, Welsche JL 00-00. Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gießen. Aufgebote^ Mat: 9. Otto Hermann Carl Brennmehl, Theater-Secretär zu Stettin, mit Hedwig Franziska Martha Degner bajelbft. 9. Hermann Balthasar Martin Carl Schmitt, Schreiner zu Gießen, mit Elisabeth Hill von Friedensdorf, wohnhaft zu Gießen. Eheschließungen. Mat: 11. Siegfried Nathan, Kaufmann zu Darmstadt, mit Mathilde Katz zu Gtetzen. Geborene. April: 30. Dem Gärtner Christian Pfeiffer ein Sohn. Mai: 2. Dem Taglöhner Konrad Jäger eine Tochter, Eltsabetha Katharina Johanna Maria. 3. Dem Schuhmacher Heinrich Heß ein Sohn. 5. Dem Dienstknecht Jakob Jakobi eine Tochter. Gestorbene. Mai: 4. Adolf Alfred Köllner, 6 Jahre alt, Sohn von Stations-Assistent August Köllner dahier. 4. Eltsabethe Wilhelmine Henriette Gustave Jüngst, 26 Jahre alt, ledig, dahier. 6. Johann Bernhard Abend, 55 Jahre, Kammmachermeister dahier. 6. Valentin Trapp, 76 Jahre alt, Bahnwärter t. P. dahier. 6. Marte Katharine Reitz, geb. Schmidt, 70 Jahre alt, Wittwe von Postpackmeister Johannes Reitz dahier. 6. Karoltne Kämmerer, 73 Jahre alt, ledig, Prioatin dahier. 6. Berthold Paul Werner, 26 Jahre alt, Unteroffizier von der 11. Compagnie 2. Großh. Hess. Jnf.-RegimentS Nr. 116 dahier. 6. Lucretia Bayer, 21 Jahre alt, ledig, Köchin von Thulba, Bezirksamt Hammelburg. 6. Fritz von Hagen, 43 Jahre alt, Major und General-Adjutant des Prinz-Regenten von Braunschweig. 6. Marie Müller, 16 Jahre alt, ledig, Dienft- magd von Lang-Göns. 6. Louise Fuchs, geb. Erbe, 34 Jahre alt, Ehefrau von Landmann Heinrich Fuchs zu Weinbach, Amt Weilburg. 7. Anna Wilhelmine Caroline Lindenstrutb, 3 Monate alt, Tochter von Oeconom Wilhelm Lindenstruth III. dahier. 7. Wilhelm August Ludwig Burk, 3 Jahre alt, Sohn von Kutscher Johann Adam Burk dahier. 8. Heinrich Schäfer, 2 Jahre alt, Sohn von Müller Johannes Schäfer zu Niederkleen, Kreis Wetzlar. 8. Johannette Marie Luise Lather, 7 Jahre alt, Tochter von Philipp Lather Wittwe dahier. 8. Margarethe Rosenbaum, ged. Heibertshausen, 34 Jahre alt, Ehefrau von Taglöhner Ludwig Rosenbaum dahier. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. •(taufte. Den 6. Mai. Dem Graveur Max Rühl ein Sohn, Ferdinand Conrad Max, geboren den 26. März. Den 7. Mai. Dem Taglöhner Friedrich Lesch ein Sohn, Wilhelm, geboren den 12. Januar. Denselben. Dem Hausirer Johann Herr ein Sohn, Adolf, geboren den 4. Juli 1887. Den 9. Mat. Dem Wirth Wilhelm Weber ein Sohn, Wilhelm Friedrich Adolf, geboren den 20. April. Denselben. Dem Kaufmann August Ludwig Balser ein Sohn, Karl Ernst Louis Hans, geboren den 17. Januar. Beerdigte. Den 6. Mai. Adolf Alfred Köllner, lediger Sohn des Stationsassiftenten August Köllner, alt 6 Jahre, gestorben den 4. Mai. Den 7. Mat. Elisabeth Wilhelniine Henriette Gustave Jüngst, ledige Tochter des vormaligen Mühlenbesitzers Robert Jüngst, alt 26 Jahre, gestorben den 4. Mat. Den 8. Mai. Karoline Kämmerer, ledige Tochter des verstorbenen Bäckermeisters Ludwig Melchior Kämmerer, alt 73 Jahre, gestorben den 6 Mai. Denselben. Johann Bernhard Abend, Kammmacher, verwittwet, alt 55 Jahre, gestorben den 6. Mai. Denselben. Marie Reitz, geb. Schmidt, Wittwe des verstorbenen Postpackmeisters Johannes Reitz, alt 70 Jahre, gestorben den 6. Mai. Den 10. Mai. Friedrich von Hagen, Major und persönlicher Adjutant Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen Albrecht von Preußen, wohnhaft in Braunschweig, alt 43 Jahre, gestorben den 6. Mai. Denselben. Margarethe Rosenbaum, geb. Heibertshausen, Ehefrau des Taglöhners Ludwig Rosenbaum, alt 34 Jahre, gestorben den 8. Mat. Brodpreise vom 13. bis 2 7. Mai 1888. der Bäcker H 2 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod .... 25 1 „ (4 Pfd.) Weißbrod .... 50 2 „ (2 Pfd.) Schwarzbrot) 1. Sorte 22 1 „ 14 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte 44 2 „ (2 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte 20 bei Martin und Carl Lenz 19 3 „ (4 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte 40 bei Martin und Carl Len, 38 1 „ (6 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte bei K. Haas, W. Löber, I. Lein, L- Schneider, F. W- Hartmann und L. Keil..........60 Gießen, den 12. Mai 1888. der Brodverkäufer H 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod . ... 25 2 „ (4 „ ) „ .....50 1 „ (2 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte 22 2 r (4 „ ) Scbwarzbrod 1. Sorte 44 3 „ (6 „ ) schwarzbrod 1. Sorte — 1 „ (2 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 20 2 „ (4 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 40 3 , (6 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 60 Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. — Für die Ueberschwemmten gingen ferner ein: Frl. Schadeck, Lollar Jt 2.—, G. R. E. JL 4.— , Bürgermeisterei Lich v*L 181.15, Mehrerlös aus 4 Stück neuen 20-Markstücken J4 12.— — JL 199.15, zusammen JL 4031.59. Weitere Gaben nimmt gerne entgegen Die Expedition des Gießener Anzeigers. Bauarbeiten. Nachstehende Arbeiten: 1. Erneuerung des Schieferdaches der Rückseite des ehemaligen Schlosses auf dem Brand zu Gießen, Dachdeckerarbeit, veranschlagt zu Jl. 996,— 2. Herstellung einer Deckenverschalung im Stallgebäude auf dem Schiffenberg, Schreinerarbeit „ 191,40 3. Desgleichen eines Gossen- pflasters vor dem Wohngebäude daselbst, Pflaster- arbeit „ 180,— 4. Theilweise Umdeckung, resp. Erneuerung der Ziegeldächer verschiedener Gebäude auf dem Baumgarten, Dachdeckerarbeit „ 489,55 ! sollen im Submissionswege in Accord gegeben werden. Voranschlag und Bedingungen liegen bei unterzeichneter Stelle zur Einsicht offen, woselbst auch die Gebote bis zum 17. Mai l. I., Vormittags 11 Uhr verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, portofrei einzureichen sind. Gießen, den 11. Mai 1888. Großh. Kreisbauamt Gießen. Walter. 4082 Dienstag, den 15. Mai, von Nachmittags 2 Uhr an, werden im Saale des Caf£ .Leib gegen Baarzahlung versteigert: 2 Sophas, 1 Causeuse mit 4 Sesseln (Garnitur), 1 Kleiderschrank, 1 ovaler Tisch, 2 viereckige Tische, 2 hochfeine Belten (vollständig), 2 nußb polirte Bettladen, 2 Waschkommoden mit Marmorplatten, 3 Kommoden, 1 Gesindebett, 6 Stühle, 2 Comptoirpulte, mehrere Teppiche, 1 großer Spiegel und sonstige Hausgeräthschaften. Die Gegenstände sind gut erhalten und zum Theile neu. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Geißler, 4077 Gr. Gerichtsvollzieher. 4070 Ein braves Dienstmädchen gesucht. Stadt Mainz. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Die verehrlichcn Mitglieder des Spar- und Leihkaffe-Vereins zu Gießen werden zu einer Hauptversammlung auf Freitag den 18. d. Mts., Nachmittags 37r Ahr, in den Saal des alten RathhaufeS dahier eingeladen. Tagesordnung: 1) Die Besitzung der Stelle eines Secretärs und Controleurs. 2) Die Pensionirung des jetzigen Sparkasse-Rechners und Ernennung feines Nachfolgers. 3) Einen dem allgemeinen Verein für Armen- und Krankenpflege zu Gießen zur Erbauung eines Schwesternhauses zu bewilligenden Beitrag. Gießen, den 7. Mai 1888. Der Director des Spar- und Leihkaffe-Vereins. ______________________ Haberkorn._______________________ Waaren-Versteigerung. Donnerstag den 17. Mai er. werden in der früheren Bramm'schen Hof- raithe folgende Gegenstände meistbietend versteigert: 1 Regulator mit Schlagwerk, 1 Kommode, 1 Nähtischchen, 1 kleiner runder Tisch, 1 Bettdecke nebst Unterbett und 3 Kiffen, eine Par» thie sehr gut erhaltene Herrenkleider, sowie HauS» und Küchen- geräthschaften, eine Parthie Glas- und Porzellanwaaren, bestehend aus Teller, Taffen, Kaffee- und Milchkannen, Blumenvasen, Bierseidel mit Patentverschluß, Bierkrüge, sowie eine Parthie Shlipse, Strümpfe, Herren-Filzhüte und Tischdecken. W. Th. Wittlich, 4085 Auktionator- O o <55 *5 "Ct B ux X Verpachtung von Gras- u. Weidennutzungen. Mittwoch, den 16. Mai I. I., Vormittags 9 Uhr, sollen die Gras- und Weidennutzungen an der Lahn in den Gemarkungen Gießen und Heuchelheim an Ort und Stelle auf 6 Jahre verpachtet werden. Die Verpachtung beginnt auf der Weidenstrauchswiese unterhalb des Bahnhofs, am rechten Lahnufer, und wird loosweise auf die ganze Strecke fortgesetzt. Die resp. Gr. Bürgermeistereien werden ersucht, dieses im Interesse ihrer Gemeinde-Angehörigen gefälligst bekannt machen zu lassen. Gießen, den 12. Mai 1888. Großh. Kreisbauamt Gießen. Walter. 4081 Montag, den 14. Mai, Vormittags 9 Uhr, versteigere ich in meinem Bureau: 1 Parthie Möbel, 1 Theke, 2 Tafel- und 7 Kaffeeservice. Gießen, den 12. Mai 1888. 1/Xf Bühner, 4087 Gerichtsvollzieher. Ieikgeöotenes. 4060] 40 Centner Dickwurz verkauft Huhn, Löwengaffe. Sonnenschirme mit außergewöhnlich schönen Griffen zu recht billigen Preisen empfiehlt Albert Wehrend. 4061] neben Herrn Conditor Kinkel. 4072 Ein neuer leichter Sommer- Wagen, ein gebrauchtes Halbverdeck, ein leichter Wagen (passend für Händler), sowie ein gebrauchtes Chaisengeschirr zu verkaufen. E. Mohrmann, Vet--Anstalt. Sehr billige Rrftr in Satin, Kattun, Druckzeug, Shir- ting, Sammt, Cachemir 2c. rc. [4058 Teufelslustgärtchen, Elsässer Rcste-Verkauf. dL $ JL 4 65 38 82 83 14 50 85 82 1100 16 1411 2724 | 96 2724 X werden ezet. 150 161 1202 30 1416 38 37 1070 60 50 75 33 zauez&zte/e u. liefert und billigst die X en» atu in ölet. Uereing-Fahnen gemalt und gestickt, Umzüge werden besorgt mit und ohne Umladung und unter Garantie bei billigster Per Krankenlohn Begräbnißgeld Verwaltungskosten . . . Amortifirtr Mobilienconto Drucksachen- conto . - - Guthaben bei Spar- u.Lcih- kasse Gießen. desgl.b-Gewerb- bank Gießen Cassabestand . Baarvermö- gen am 31. Dezbr. 1887 sowie die dazu fassenden ^OU-Ue t-Zo tnil und oftue S))t<_mog,iayn>no 40/9] Laden mit Logis in der Lud wigsstraße vis-ä-vis der Aula zu ver^ miethen. W. Seipp. Kaufm. Kranken-öeBegrabnißkasse (C.'H.)! Gießen. Wir bringen gemäß § 37 unseres Statuts nachstehend den Rechnungsabschluß i pr- 1887 zur Kenntniß unserer Mitglieder. Gießen, den 11. Mai 1888. Der Vorstand. S°ll» CS üben• <&inladungn>£az/en e/c. elo. An Vermögensstand am 1/1. 87 incl. Drucksachen u. Mobilien . Eintrittsgelder . . Beiträge .... Freiw.Zuwendungen Zinsen..... Mhcr-Festspiei m Gicht». Die Proben des bei dem Festspiele mitwirkenden Sänger-Ghor- begmnen nächsten Montag den 14. d. MtS. , Diejenigen Damen und Herren, welche unserer an sie durch die betr Vereine ergangenen Einladung folgen und sich betheiligen wollen, werden ne* beten, sich am genannten Tage Abends präcis 9 Uhr in der kleinen Aula emzufinden. 4089 __DaS Corrrito. IN................... Pifiniilft’s baar und 1 lulllUv S, in Raten. 8 Clavierstimmen u Reparaturen 9 werden solid und billigst ausgcsührt. ■ 3135 G, D. Gebauer, Seltersweg 67. 16 96 Skizzen, sowie ^X Preis-Courant < auf Wunsch gratis und franko. ______________ 3370 4088 Ein junger Kellner für ein Restaurant gesucht. Wo? sagt die Expedition d. Bl Einen Schneiderlehrling sucht I. Becker, Bahnhofstr. 8. [4086 4092 Bei Konrad Börger in Nie- der-Oh men stehen drei diensttaugliche Faffelochfen (Vogelsberger Race) zu verkaufen. 407.3 Ein kräftiger braver Bursche als Lehrling gesucht. E. Mohrmann, Schmied. Vermietungen. 4061] Kleines Logis frei. _________________ S. Elsoffer. 4068 Versetzungshalber ist der 2. Stock Grünbergerstraße 44, drei Zimmer mit Küche, zu vermtethen. Mansardenwohnung zu vermiethen- 40^5 Grünbergersti atze 43. 4062 Ein Ring gefunden. Abzuholen ________________ Wiesenstraße 2. Mitglied des Deutsch-Oesterreichischen Möbel-Tranöport-Verbandes. y) Möbeltransport E von J. Kessler, rZk Canzleiberg 9 Geprüft und richtig befunden- Gießen, den 2. Mai 1888. Die Revisoren: 4050 C. L. Schmidt. Ernst Wiegelmann. Wilh. Wagner. Siebaction: A. Sch eyda. — Druck und Perlag der BrlldNchen Druckerei (Fr- Cbr. Pietsch) tu Gieße«.--r- ®ie heutige Nummer enthält 3 Blätter und 1 «eilage 3W Keine Ladenmiethe. flarnirle Damen, uni) Jfmöcrfjnte in großer Auswahl zu billigsten Preisen. Ltrohhüte von 50 Pfennig an 4076 H Ellinger, Asterweg 6, 1, St. Zur Anzeige, daß sich mein Herren-G-arderobe-Greschäft lsverielle Maaß-Anfertigung) jetzt Bahnhofstrasse 15, pewterre befindet. Das Neueste in Tuchen. Buckskins, Kammgarn u. f. w. wird stets unterhalten. Indem ich mich bei vorkommendem Bedarf den mich beehrenden Kunden bestens empfehle, zeichne Achtungsvoll 4063 ML WeiBier. Herein Ser Zastrnirthe non WM7 Generalversammlung Montag den 14L Mai, Nachmittags 31/2 Uhr auf dem Labnstein (Schieferstein). Tagesordnung: 1) Bericht über das verflossene Jahr, 2) Rechnungsablage, 3) Vorstandswahl, «n i Dereinsangelegenheiten, speciell Verbandsangeleaenheilen. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung bitten wir um zahlreiches Er- schemen.________________(4083)_______________Der Borstand Sonntag den 13. Mai 1888: " 8aat-Emweihimg mit (loncert - bei Gg- ^^’^wengasse 2- 40o2 Eine größere leistungsfähige Brauerei sucht für Gießen und Umgegend einen zuverlässigen tüchtigen Bier- verkLufer. Näheres besorgt die Expedition dieses Blattes unter R. E. 4042 Ein Schreinergeselle wird auf dauernde Arbeit gesucht. Ehr. PH. Euler, Ludwigstraße 14. 4056] Circa zwei Morgen ewiger Klee in der Nähe der „Schönen Aufsicht" sind zu verpachten. ____________________Bahnhofstraße 22. 3939 Ein Mädchen, in Küche und Hausarbeit erfahren, wird in einen ruhigen Haushalt gesucht. Gute Zeugnisse erwünscht. Näheres in der Expedition d. Bl. 3987 Ein Paar Lachtauben, am liebsten mit flüggen Jungen, zu kaufen gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl. .Durch Wegzug des Herrn I. Strauß lst ein schönes Logis von 4—5 Zimmern mit allem Zubehör und Wasserleitung, per 1. August, auf Wunsch auch früher, zu vermrethen. [4074 Moritz Semmler, Wallthorstraße 15. 4044 Ein kleines Logis frei. _________________ Weidengasse 9. 3807 Ein Logis mit 3—4 Zimmern und Gartenantheil imVorderhaus zu vermiethen. ___Ä» Unverzagt, Steinstraße. 4084 Ein Logis, bestehend aus zwei Stuben, Kabrnet, Küche u. s. w., ist zu vermiethen und den 1. August beziehbar. Zimmermann, Neuen Bäue 15. 4091 Ein freundliches Logis von drei Zimmern mit Zubehör per 1. August zu vermiethen. Näheres in der Exp. d. Bl. 4059 Ein einfach möblirtes Zimmer zu vermiethem_______Neuen Bäue 12 HL 4071] Möbl. Zimmer zu vermiethen. ___Tiefenweg 6. 4090 Ein gut möblirtes Zimmer zu vermiethen.Asterweg 47. 4065] Schöne Lagerräume zu ver- mrethen.S. Elsoffer. 4048 Ein tüchtiger Schüserknecht wird gesucht. Schäfer Euler, Krofdorf. 4078 Ein goldener Ring mit Ametiststein verloren gegangen. Abzugeben gegen Belohnung 36 Wallthorstraße 36. Schärpen, Abzeichen, Bandeliere X&r. reell 1882* ZZjsV Colorirte vermischte Anzeigen. 4069 Ein angehender Kellner gesucht. ! Stadt Mainz, j 4067 Einen Lehrling sucht W. Müller, Schreinermeister, Steinstraße 48. en rc Coursdericht der frankfurter Börse. I Reichsbank-Disconto 11. Mai 18»«. Franks. Bank-Disconto tP