Erstes Blatt. ^Lr. 62 Dienstag den 13. März 1600 1OOQ. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen v«rea«r Schulstraße 7. Drei- vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh». Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pst Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Dr. Boekmann. Darmstadt, 10. März, sTrauer-Ordnung.) Wegen des Ableben« Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm, Königs von Preußen, ist auf Allerhöchsten Befehl eine Hoftrauer vom Heutigen bis einschließlich den 21. April 1888 verordnet worden. Die Damen tragen: Vom Heutigen bis einschließlich den 7. April schwarze seidene Kleider mit schwarzem Kopsputz und schwarzen Handschuhen. Wilhelm dann auch dadurch, daß er die schwersten Prüfungen geduldig ertrug und mit Standhaftigkeit seine Zeit erwartete. In den bösen Sturm- und Drangjahren 1848 und 1849 wurde Prinz Wilhelm ganz fälschlicher Weise der schwärzesten reaktionären Pläne verdächtigt, während doch gerade der Prinz fast der einzige Staatsmann Preußens war, welcher auf einen gedeihlichen Ausgleich der Volksrechte mit dem Kronrechte hinarbeitete. Es kam sogar soweit, daß Prinz Wilhelm damals das Vaterland verließ und in London Zuflucht vor unerhörten Anfeindungen suchte. Nach Berlin zurückgekehrt, bekannte er sich offen für die neue Verfassung und zog sich nun den Haß der damaligen reaktionären Regierungspartei zu, so daß er sich wieder vom Hofe zurückzog und in einer Art freiwilligen Verbannung in Coblenz lebte. Es kam damals sogar soweit, daß Prinz Wilhelm, die Hoffnung Preußens und Deutschlands, als gefährlicher Neuerer betrachtet und unter eine Art polizeiliche Aufsicht gestellt wurde. 1857 wurde aber Prinz Wilhelm an Stelle seines kranken, kinderlosen Bruders, des Königs Friedrich Wilhelm IV., Regent, und 1861, nach dem Tode Friedrich Wilhelms, König von Preußen und nun begann Preußens und Deutschlands neue Aera. Mit hoher politischer und militärischer Einsicht überragte König Wilhelm alle Staatsmänner und Generale seiner Zeit, König Wilhelm fühlte, was Noth that und daß Preußens Beruf ein großdeutscher werden müsse. Erleuchtete Männer, ein Bismarck, ein Roon, ein Moltke wurden des Königs Paladine, Preußens Heer schuf der König vollständig neu aus alten erstarrten Formen und gewann dadurch die Machtmittel, das im Plane mit Bismarck entworfene Werk der nationalen Wiedergeburt Deutschlands durchzuführen. Deutschland warf alle Gegner zu Boden und erstieg als neues, geeinigtes Reich mit Preußens glorreichem Könige als Kaiser an der Spitze. Damit war aber auch die kriegerische Mission des Heldenkaisers erfüllt, seit dem Frankfurter Frieden 1871 diente sein Schwert nur als Friedenshort, als Schutz und Schirm des friedlichen Wettbewerbs der Nationen. Im 91. Lebensjahre und im 28. Regierungsjahre schloß der ehrwürdige Kaiser seine treuen Augen. Er hat während seiner glorreichen Regierung den edelsten Erwartungen genug gethan und sein Andenken wird ewig unvergessen sein! rb e verlassen, um einen Spaziergarig in die Stadt zu machen —' der Kronprinz in dem bekannten dunklen Havelock^Mantel gekleidet einen Äf.rro/^Cn ?trohhut aus dem Kopf, hinter dm Palmen hervor dtcht an di^ Sa m ' Um nr^U(frir Aufschrei der Freude ging es durch die Menge 5e,^c Allch nach der Villa wallfahrtet — ich finde leinen bezeichnenderen treffenden unaussprechlich freundliche Blick wie ehedem, das Gesicht gebräunt die Wangen leicht gerothet, nicht eingefallen, der Bart melirt, nicht weiß die Laltuna stramm - s° schritt er an uns vorüber, ein Bild des rotebrr m,n6a ni^t des Todes. Als der Kronprinz unter der Menge ein paar Bekannte erblickle' mprVpn U Dralls und unterhielt sich mit ihnen. Sie können sich Denken' stoa?n"in"Äp lichen Eindruck diese Scene auf die Umstehenden machte, die Hüte flogen in die Hohe und brausende Hurrahrufe erfüllten die Lust. V Petersburg, 11. März. D-r Regierungsboie" veröffentlicht bie Ansa-te einer »ierwochentltchen Hoftrauer wegen Ableben- des Kaisers Wilhelm — ffi„ r Tagesbefehl im Militärressart orbnet an: Zum Anb-nk-n an den p-rsi°rben,n Saifer behalt das 5. Kaluga sche Jnsanierie - Regiment sür irnm^ du. Pam'n Wilhelm I. Die gejammte russische Armee hat um den verstorbenen Kaiser Bier SRnrfim Trauer,etchen am linken Aennel zu tragen. Das Kaluga' »e Reaiment ,.nd Ä? Kriegsorden-Dragoner-Regiment, deren Cbes der Verewigte war sollen die 37i fünf Wochen anlegen und zwar'während der ersten drri Ta,?völle Trau r ?es77allÄ beim Salut,ren die Musik nicht spielen, die Trommel nicht gerührt und b e(Ä nicht Malm werden. Am Tage der Beisetzung hat die gelammte russische A m« oolll bereit als wir Aerzte gestern belchlosten hoben', " rine gemnn ame ^r ä unär8an 9b?e Auslandes zu erlaffen.- - „Dieselbe wohl, die bereits an der Thur des Vlce-Eonsulats angeschlagen ist" (und die wohl durch den offiziellen Tcle- Anmerk b^Corr°^e!el'be"'" weßhalb ich darüber hinw!ggeten kann', rikcrL o- ^orr- ). — „Dieselbe. — „Aber außerdem wurden Sie mick ner 2? uPcr Folgendes Ausschluß geben wollten: In einigen Blättern m,rh, $ b-r 9 ad,n*‘.- dem Kronprinzen hätten sämmtliche Vorderzähne auSgezogen werden muffen, um einen be seren Einblick in den Kehlkops zu erhalten?" - ” «ein Ä T Das Körpergewicht des Lnprinzen le^auf m * SS 120 Mund zuruckgegangen — „Ebenso unwahr." — Ferner- J aÄ“?!, Clne? dänischen Blattes, der Kronprinz habe letzte Woche sein Testament beim Äbt6*"' 'b^Ä^dr-grainm für feinen Sohn, den Prinzen Wil- u* letztere Nachricht in den Zeitungen, in manchen, nament- Maemeflen ‘aritimm^s288‘V,o\unb if,r Ansang leinen («tauben KÄn’rtia8eFH,nnjtcS fonn ich Ihnen darüber nicht mittheilen, doch wird Der Acht est ?,h ÄÄ ^auf§°ater 4on lange sein Testament gemacht haben, ich meine, Nicht erst seit Beainn feiner iehtfl,n Krankheit". - „Und darf ich von Ihren i ^“rsmnf^r ^tI9?lUn0Cn entsprechenden Gebrauch machend" - ^Gewiß!"^- i Hl^aus empfahl ich E. ______________ Adolf Semanky Privatdepefchen. !-M-NMKSW sah gut aus Die Mnim h,m »aic r <1 ' Jn und Untformmantel, i Berlin, 10. März. Heute Nachmittag ist die Vereidigung der Truppen erfolgt Tie Leiche des Kaisers Wilhelm wird Dienstag i» Dom ausgestellt. Prof, o Bergmann ist von San Remo hier eingetroffen. Tas Staaismtnistertum^wtrd dem Kaiser I Friedrich auf dessen Befehl morgen bis an die Landesgrenze bei Bitterfeld entgegen fahren. Bei der Ankunft in Eharlottenburg morgen Abend wird kein Empfang statt- finden. Unter den Fürstlichkeiten, die den Beifeyungsfeierltchkeiten beiwohnen werden werden der Prinz von Wales, Kronprinz Rudolf von Oesterreich, Großfürst Wladimir' Großfürst Michael, wahrscheinlich auch Der Großfürst Thronfolger, ferner der König' von Belgien, der Graf von Flandern und dessen Sohn genannt. Berlin, 11. März (6.50 N.) Kaiser Wilhelm hat angeordnet, daß er im grauen Militärmantel und mit der Feldmütze, seldmäßig ausgerüstet, bestattet wird und daß von allen Ordm und Ehrenzeichen, die er besitzt, nur die folgenden ihm angelegt werden sollen: Eisernes Kreuz 2. Klasse, russisches Georgenkreuz, KriegSmedaille von 1814 Kriegmedaille von 1864, KriegSmedaille von 1866, KriegSmedaille von 1870/71, Hohen' zollernmedallle von 1849, russische Medaille, badische Medaille; außerdem ist den Anordnungen des Kaisers gemäß ein neuer Stern des schwarzen Adlerordens angefertigt worden welcher ebenfalls die Brust des entschlummerten Herrschers im Sarge schmücken wird' Die Einsargung des Kaisers dürfte heute Abend in der neunten Stunde in Gegenwart der hier anwesenden Mstglieder des königlichen Hauses erfolgen. Gegen Mitternacht vielleicht auch erst in späterer Stunde, wird von sämmtlichen Beamten des kaiserlichen 1 Lelbdlenstes Der Sarg mit der sterblichen Hülle bis zur Rampe des königlichen PalaiS - getragen, wo ihn Mannschaften dec (darbetegimenter in Empfang nehmen und nach ! dem Dome überführen. Der Sectionsbefund ergab, daß Kaiser Wilhelm in Folge eines großen mit ' zahlreichen spitzen Kanten versehenen Blasenstemcs verstorben ist; bie häufigen blutigen ' Entleerungen und die schließlichen häufigen Ohnmachlsansälle vor dem Tode, welche ' auf eine ^schwere Verletzung der Blase und damit verbundene große Schmerzen schließen lassen, hängen damit zusammen. Die übrigen Organe waren vollkommen gesund. > ... ...Berlin, 11- März. 410.45 33.) Die Kaiserin Augusta empfing gestern Nachmittag ! i <>3/< Uhr den Reichskanzler, der vorher noch eine Zeit lang bei der Leiche des Kaisers - Wilbelm verweilte. Zwischen 4 und 5 Uhr war der Reichskanzler bet dem Kronprinzen ! im königlichen Schlosse Prinz Heinrich unb die Erbprtnzesfin von Meiningen sind ' gestern Abend 9 Uhr hier eingetroffen und begaben sich sofort ins kaiserliche Palais ’ 1 Berlin, 11. Marz. Fürst Bismarck hat sich mit den Mitgliedern des Staats- mmistenumS und den anderen hohen Staatsbeamten, welche bestimmt sind dem Kaiser entgegenzufahren, heute Nachmittag 2 Uhr 45 Minuten vom Anhalter Bahnhof nach Lewria begeben. Der Extrazug, den die Herrschaften benutzten, bestand aus einem Gepäckwagen einem sogenannten Revisionswagen, den Salonwagen Nr. 21, 22 und 20, dem Salonwagen einer fremden Bahnverwaltung und dem Wagen Nr. 1520, welcher den Beschluß bildete Der weslliche Perron war für das Publikum abgesperrt. Inspektor Weniger empfing hier in voller Gala mit dem Zweispitz die Herrschaften. Fürst Bismarck, der um V.3 Ubr fein Palais m gefäli „enem Coupä verlassen hatte, blieb bis zur Anhalter Straße nahezu un- ^kannt. Vor dem Bahnhof hatten sich inzwischen jedoch zahlreiche Menschen angesammelt ] bie den Kanzler durch Hutschwenken begrüßten. Nachdem bei Kanzler mit dem Grafen I Stolberg den Perron betreten hatte, schritt er sofort auf den Wagen Nr. 22 zu und nahm ini mittleren Salon zwischen den beiden Fenstern Platz. Er stand bald darauf wieder auf schritt einige Mal un Salon auf und nieder, vertauschte alsdann den Helm mit der weißen Kürassiermütze und setzte sich endlich wieder nieder, um in einer Zeitung zu lesen Als das Zeichen zur Absahrt gegeben mürbe, stand der Kanzler auf und grüßte bie au dem Mittel- perron angesammelte'Menge durch Abnehmm der Mütze. , s **blrr, 11. März Der „Köln. Ztg." wird aus Petersburg gemeldet: Zar Alerander wird persönlich dem Letchenbegängniß des Kaisers beiwohnen ' J^er A am Pegel heute stündlich etwa 10 Eentimeter gestiegen, die 9tebcnflusse bringen viel Wasser. 1 < r., ^>ie Mannetheile und die Besatzungen der im Jnlande befind- I Kriegsschiffe wurden heute vereidigt. Die Schiffe „Hansa", „Bayern" unb „Blücher" ! gaben den Trmiersalut, ;e 66 einzelne Schüsse in kurzen Jntervalen von 9 bis 12 Uhr m "ll^Märi für Se. Majestät den Kaiser Friedrich gegeben.^ ' Dresden, 11. Marz. Nach einem Armeebefehl König Albert's wird das 2 öyrt-. 1 n',König von Preußen, diese Bezeichnung allzeilig beibehalten, auch nebst den außerhalb Sachsens garnisonirenden Truppentheilen und sämmtlichen m Preumn commandirten Offizieren die Trauer nach den für die preußficke ' Armee getroffenen Bestimmungen anlegen. Die Dauer der Trauer für Die - Armee uberbauvl betragt vier Wochen, die Hoftrauer sechs Wochen. ■ “v;;—- — vuu^utu ,u,u« mnge Peler-Hurg, 11. Marz. Auf Befehl des Kaisers legt die russische Armee auf ? ^ginn seiner jetzigen ftrai vier Wochen Trauer an. 0 " w 2irmcc au' ( bankenswerthen Mittheilungen entsprechenben Petersburg, 1L März. Das „Journal be St. Petersbourg" sagt- In den ****"" " " Telegrammen zwischen ean Remo und Petersburg wurde bas beiberfei in, .-c». m : trauen auf die Fortdauer der ttaditionellen Freundschaft beider Länder unb bklkbe- 1 volle Zuneigung beider Familien ausgesprochen. Das Journal finfft sid ! d-s Dahing-lchi-dmen werd- bauemb über ben bribcn Dynastien und Reichen |chrn?bcn I «ÄÄ >i“„Ä sii gegen Die Rachllust malerisch um bie schultern aefcklaaen ainn,n nnr k»r a>*n “ ft! ÄSWSSÄ S!"X"Ä beroeint . .... Doch hinweg mit ben trüben Gedanken! Nachdem id) beute den m D(gen M-in-id und Verleitung hierzu. Anklage: Erster Staatsanwalt Jäckel. Berthei- diger: Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch und Rechtsanwalt Grünewald 8 Montag den 19. M-lrz Varm. llUhr: gegen Schupp, Karl, von Wingershausen wegen Brandstrftung. Anklage: Staatsanwalt S-eg-r. B-rth-idiger: Rechtsanwalt Lauer. 7 Deenstag d-n 20 Mär, Vorn,. 8>/-^hr: gegen Kraft II, H-inr, von HergerSdorf wegen M-m-rd. Anklage: Erster Staatsanwalt Jdck-l. B-rtheidig-r: R-chtsanw. Weidiq. 8. Mittwoch den 2l. März, Bonn. 9 Uhr: gegen Kann, Georg,von Gießen wegen Wider- fiand gegen d,e Staatsgewalt. Anklage: Erster Staatsanwalt Jöck-I. V-?th-idig-r: Rechtsanwalt Barth. ö ©icfjttt, 12. Marz. Die erste Sitzung des Schwurgerichts der Provinz Oberbefsen h-ui- Morgen '/rO ihren Anfang mit der Verhandlung über die Austag- gegen d-n Schuhmacher spater Wilhelm Uhl von Ob-rschmitt-n wegen versuchter Todtung. Angeklagter wird beschuldigt, am Morgen des 27. Dezember a-aen die Schüsse abgeseu-rl zu haben, deren einer' diesstbe nicht unerheblich verletzte Während der Erste Staatsanwalt Herr Jockel die Anklage in allen Puntten ausr-cht erhalt, plädirt der Vertheidtger H-n Rechtsanwalt Grünewald für Annahme fahrlässiger Körperverletzung, wegen welcher der Angeklagte aber straflos ausgehen würde, da von der Verletzten ein Strafantrag nicht gestellt word-n. Von den den Geschworenen vorgelegten Fragen wurde die Hauptfrage wegen versuchter Todtung verneint; m der Nebenfrage wegen Körperverletzung wurde der Angeklagte ohne Anerkennung mildernder Umstände zu einer Gefängnißstrafe von 1 Jahr abzüglich 2 Monate Untersuchungshaft verurtheilt. B w ~ H^te Morgen um 11 Uhr wurde hier mit dem bis zum 18. d. Mts. ein- fchltetzltch angeordneten Traucrgelaute für unseren verstorbenen Kaiser Wilhelm begonnen. -~7 Zufolge des letzten Schneefalles und reichlichen Regens der letztverqanqenen Tage sind Lahn und Wieseck über ihre Ufer getreten. Die Wiesen zwischen Philosophen- wald und der Stadt bilden eme Wafferfläche, während die Lahn ihre Wasser über die Bleichgärten bis an die Krofdorfer Straße getrieben hat. aW?ra» Astern Nachmittag 3 Uhr wurden auf dem Brandplatz Lothringer Unfcrc3 ^^ments vereidigt, welche geborene Preußen und Elsaß- Pavdei «n» Berffrhs. A t10, lFruchtpreise.) Weizen X 17.50, Korn X 14.00, S^h^maa 1^20t Erbsen X 00.00, Linsen X 00.00, Lein X 00-00 Samen X 00.00, Kartoffeln X 0.00, Wicken 00.00 Arbeits- Vergebung. Zwecks demnächstiger anderweitigen Ausführung der Straßenreinigung sollen 18 Arbeiter und 3 einspännige Fuhrwerke angenommen werden. Mannschaften und Fuhrwerksbesitzer, welche zur Uebernahme der bezüglichen Arbeitsverrichtungen bereit sind, wollen bis zum Samstag den 17. d. Mts., Nachmittags 5 Uhr, ihre Offerten auf dem Stadtbauamte abgeben, woselbst auch die Accordb-dingungen zur Einsicht offen liegen. Gießen, den 12. März 1888. Großh. Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 2099 Holzversteigerung im Gießener Stahtwalde. Montag den 19. März 1888, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in den Districten Faulerboden, Bruch und Bruderwinter nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Bau-, Werk- und Nutzholz. 85 Eichenstämme mit 12,44 Festm., 20 Fichtenstämme „ 7,64 „ 1 Birkenstamm „ 0,20 „ 159 Eichenstangen „ 12,84 „ 2415 Fichtenstangen „ 58,50 „ 4 Birkenstangen „ 0,35 „ B. Brennholz. Scheith. Knüppelh Stockh. ReiSH. Die Zusammenkunft ist am Lumpenmannsbrunnen. Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen Buchen 16 37,7 13 1500 Eichen 2 55 14,6 760 Nadel 19 97 19,8 3460 Birke 1 — — — Aspe — 2 — — Gießen, den 12. März 1888. Großh. Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 2098 1868 Wir suchen auf Ostern einen Lehrling mit guter Schulbildung Xowack & Schlüter. 2097 Guten Kuhmist verkauft Carl Steinberger, Löwengasse. In meinem Medicinal-, Drogen-, «h-mikaUen. L Aarb-n-«-schäst kann die Stelle eines Lehrlings durch einen, mit genügenden Schul- renntniffen versehenen, jungen Mann ausgnter Familie besetzt werden. , . SM' gründliche Ausbildung sichere lcp zu. Otto Schaaf« 2087 Seltcrsweg 39. Kttgemeincr Anzeiger. Bekanntmachung. . , ®nntrUrf oe9 Voranschlags der Stadt Gießen für das Rechnungs- latjr iSHb/ay hegt 8 Tage lang auf dem Bureau der unterzeichnclen Behörde zur Einficht jebes Betheiligten offen. Gießen, den 10. März 1888. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ___________________ A. Bramm.___ 2065 HolzverfteigerzmH. Es kommen zur Versteigerung:- I. Montag den 19. Mär» l I. tn den Districten Hoherod und Ochsenstall: 35 Eichen-Stämme mit 9,92 Fstm., 608 Fichlen-Derbstangen mit 19,35 Fstm.; sodann 106 Rm. Buchen-Scheiter, 208 Rm. Buchen- Knüppel, 90 Rm. Eichen- und Nadel-Knüppel, 242 Rm. Buchen- Reiser, 104 Rm. Eichen- und Radel-Reiser, 54 Rm. Buchen-Stocke 6 Rm. Eichen-Stöcke. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr im District Hoherod bei Brennholz- Nummer 36. . . H. Dienstag den 20. März tn den Districten Steinweg, Alterheeq und Wtrberger-Walvlache: 4 Rm. Eichen-, 240 Rm. Nadel-Scheiter, 50 Rm. Buchen-, 38 Rm. Elchen-, 270 Rm. Nadel-Knüppel, 30 Rm. Eichen-, 484 Rm. Nadel- Reiser, 72 Rm. Eichen- und Nadel-Stöcke. , . m Zusammenkunft Morgens 9 Uhr im District Steinweg am Pflanzgarten bet Remhardshain. ™ Grünberg, am 10. März 1888. Großherzogliche Oberförsterei Grünberg. 2066___________________________Vigelius.______________ Flasctabler-Nieilerlage. empfehle einem verehrt Publikum eine vorzügliche Flasche Erp.-Bier aus dem Bürgerlichen Brauhaus in München pr. Fl. 30 °us der Actieubrauerei in Gießen „ „ 23 „ Hochachtungsvoll Carl Fetri, Marktplatz. €1onji rmmulett« I5WE* 500 Paar —— Zug-, Knopf- und Schaftenstiefel = I linb in guter Waare zu den billigsten Preisen eingetroffen bei 2081 ___ JL. SÜSS, Marktstraße 9. Sämmtliche noch vorrälhigen Englisch Tüll Gardinen gebe noch zum Jnventurpreise ab. Eine Parthie schwarze uud eouleurte reinwollene Kleider- fioffe empfehle ganz enorm billig. 2101 Herrn. Äug. Müller. bis 3500Mit. jäiirl. Nebenverdienst ^onneneohdo p^s°nen jeden Standes bei einiger Thätigkeit erwerben. Off. sub | I). 2<>49 an Rudolf Mosse, Frankfurt a. 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Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme, welche mir bei dem Hinscheiden meiner guten Schwiegermutter zu Theil wurden, sage ich meinen innigsten Dank. Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste, sowie für die überaus zahlreichen Blumen- ■ spenden sagt herzlichsten Dank [2078] Familie Kurz 4% Ungar. Goldrente 75.00 5% Gemischte Russen Oefterr. Creditactie- Oesterr. Staatsbabu victien 1880 40/0 Russen ObUg. I °/o unif. Egypter Oblig. t 2080 Ein Zimmer mit Bett zu ver- mi'tben._______________Sonnenstraße 9. " .2U89J Großer Laden mit 3 Schar - fenstern in Bad-Nanheim für die Saison, auch für's Jahr, zu jedem Geschäft geeignet, auf Wunsch mit Wohnung zu ver- miethen. Näheres in der Exped. 0. Bl. 2100 Eine kleine möblirte Stube zu vermiethen.___________ Weidengasse 12. 2075 Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen. Ernst «och, Kirchenplatz 18. 548 Der dritte neu hergerichtete Stock meines Hauses ist zu vermiethen. E. Heichelheim, Südanlage 13. Rrdaction: 8L Schcyd«. — Druck und Verlag der Brühl'schm Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Die heutige Nummer enthält 2 Blätter