Nr. 291 Zweites Blatt. Mittwoch den 12. December 1888. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Durcaur Schulstr-ß- 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Äf50 ■! M । —M—■■■ ■■■MMMMBMWMMMMMMMMMMMM—————M—i Amtlicher Hheik. Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Lokalgewerbverein zu Büdingen mit der bei Gelegenheit der Generalversammlung der Landesgewerbvereins daselbst im August künftigen Jahres stattfindenden Gewerbeausstellung eine Verloosung von ausgestellten Haus- und landwirthschasUichen Geräthschaften zu verbinden beabsichtigt. c „ u. Grobherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat die nachgesuchte Erlaubniß zur Veranstaltung dieser Verloosung unter der Bedingung erthellt, daß nicht mehr als 30,000 Loose ä 1 JL ausgegeben werden dürfen und mindestens 60% des Bruttoerlöses aus dem Verlaus der Loose zum Ankauf von Gegenständen zu verwenden find. ' Grobherzogliches Ministerium hat zugleich den Vertrieb der Loose im Großherzogthum gestattet. Gießen, am S. December 1888. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Frutfchlaud Literarische». bewilligten das Wehrgefetz nur, damit Oesterreich-Ungarn auch allein militärisch stark sei, falls es sich einmal des Bundesoerhältnisses zu Deutschland zu entledigen wünsche. Nur dem Kaiser von Oesterreich als König von Böhmen bewillige seine, Gregr's, Partei das Wehrgesetz, sonst aber Niemandem, eine Wendung, von der Graf Taaffe vermuthltch nicht sehr angenehm erbaut sein dürfte. Die Erklärungen des jungczechi- schen Führers gewähren einen tiefen Einblick in gewisse Stimmungen und Strömungen im Donaureiche und die vom Abgeordnetenhause am Dienstag begonnene Special- berathung des Wehrgesetzes wird vielleicht noch weitere interessante Beiträge zu diesem Capitel liefern. ____________________________________________ Darmstadt, 10. December. Seine iÄönigl. Hoheit der Großherzog haben Aller- gnadigst geruht: Am 8. December die Kaufleute Ferdinand Burk, Georg Wortmann, Siegmund Heichelheim, Earl Wilhelm Ltebrich zu Gießen zu Handelsrichtern, Adolf Zintzer, Richard Scheel zu Gießen zu Ergänzungsrtchtern an der bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen gebildete» Kammer sür Handelssachen mit dem Sitze zu Gießen zu ernennen. Darmstadt, 10. December. Durch Verfügung Grobherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz wurden für das Geschäftsjahr 1889 bestellt: 1) zu Vorsitzenden der Kammern für Handelssachen am Landgericht der Provinz Starkenburg der Großh. Landgerichtsrath Jost, am Landgericht der Provinz Oberhessen der Großh. Landgerichtsrath Hofmann, am^Landgericht der Provinz Rheinhessen der Großh. Landgerichtsrath BedellS; 2) zu Stellvertretern dieser Vorsitzenden: am Landgericht der Provinz Starkenburg der Großh. Landgertchtsrath Dr. Gilmer, am Landgericht der Provinz Oberhessen der Großh. Landgerichtsrath Holzapfel, am Landgericht der Provinz Rheinhessen der Großh. Landgerichtsrath Steinem. Berlin, 9. December. Eine Petition des Verbandes der deutschen Baugewerks- Berufsgenossenschaften, betr. Einführung eines Befähigungsnachweises zum selbstständigen Betriebe des Baugewerbes, ist am 4. d. M. an den Bundesrath, an den Reichstag und an daS Retchsamt des Innern abgegangen. Gregr L.—, —_______________ zrur ein nothwendiges Hebel erblicken und offen erklärte er, UniverfitätS-Ehronik. — Im Studienjahre 1887—88 betrug die Gesammtzahl der Studtrendm der technischen Hochschule zu Darmstadt 204, wozu tndeß noch 75Hospitanten zu rechnen sind. Hiervon waren 19 aus dem Großherzogthum Hessen, 58 aus Preußen, 15 aus anderen deutschen Staaten und 12 Ausländer. Die größte Frequenz zeigt die elektrotechnische Schule mit 51 Studirenden und 31 Hospitanten. Politische Rundschau. Gießen, 11. December. Das neueste parlamentarische Ereigntß ist die Vorlegung des auf die ost afrikanischen Angelegenheiten bezüglichen Weißbuche- im Reichstage. Es ist dies eine umfangreiche Sammlung von Actenstücken über die Entwickelung der ostafrikanischen Frage von dem Zeitpunkte an, wo die Deutsch-ostafrikanische Gesellschaft die Verwaltung des ihr vertragsmäßig überladenen Küstengebietes von Sansibar übernahm, bis zum heutigen, durch den Araber-Aufruhr gegebenen Stande der Dinge. Das Weißbuch enthält zunächst neben dem betreffenden Vertrage selbst, dessen Wortlaut somit zum ersten Male auch in weiteren Kreisen zur Kenntniß gelangt ist, eingehende Schilderungen und Darstellungen der Verhältnisse im Küstengebiet von Sansibar, der Vorgänge, welche sich an die Ausführung des Vertrages knüpften, und über die ersten Anzeichen der aufständischen Bewegung in den Kampfscenen von Pangani und Tanga seitens des deutschen GeneralconsulS in Sansibar, Michahelles. In diese Berichte des Generalconsuls hinein fällt ein Erlaß des Reichskanzlers an denselben, in_ welcher Kundgebung das Hissen der Flagge der oftasrikanischen Gesellschaft in den Sansibar- Häfen neben derjenigen des Sultans von Sansibar als ein voreiliger und nicht durch die Verhältnisse bedingter Schritt gerügt wird; es ist dies nach den Mtttheilungen des Weißbuches der einzige bedenkliche Fehler, den man der Deutsch-ostafrikanischen Gesellschaft zur Last legen kann. Die weiteren im Weißbuche veröffentlichten Documente beziehen sich zumeist auf die über die ostafrikanischen Angelegenheiten und speciell über t>te Sclaoereiftage auf Anregung Deutschlands gepflogenen diplomatischen Verhandlungen und zum Schlüsse enthält das Weißbuch die Mttthetlung der deutschen Admiralität über den Beginn der deutsch-englischen Blokade an der Festlandsküste von Sanfibar und die hierauf bezüglichen amtlichen Mittheilungen der deutschen Regierung an bie europäischen Cabinete. Das Weißbuch gibt allerdings keine directen Aufschlüsse über die ferneren Abfichten der Retchsregierung in Ostafrtkä, aber dennoch läßt sich aus verschiedenen Stellen desselben darauf schließen, daß die Retchsregierung ihr Schutzgebiet in Ostafrika zu halten entschlossen ist, sobald sie hierzu die kräftige Unterstützung des Reichsparlaments findet. Sowohl über letzteren Punkt, als auch über die eventuellen Entschlüsse der RelchSregterung werden die parlamentarischen Verhandlungen gewiß volle Aufklärung bringen, welche über das Weißbuch noch vor den Weihnachtsferien des Reichstages, also noch im Laufe dieser Woche, stattsinden sollen. Sie werden sich unter dem Eindrücke der neuesten ernsten Meldungen von der ostafrikanischen Küste, der bei Baga- mayo stattgehabten Kämpfe der Deutschen gegen die aufständischen Araber, vollziehen und um so mehr steht von den Debatten über das Weißbuch zu erwarten, daß sie die vereinte Entschlossenheit von Regierung und Parlament zeigen werden, die Ehre der nationalen Flagge und des deutschen Namens auch im Osten Afrikas zu wahren. Mit den Debatten über das Weißbuch soll die Discufsion über den Centrumsantrag, wonach der Reichstag feine Bereitwilligkeit zur Unterstützung der Maßregeln gegen die Sclaoenjagden und ben Sclavenhandel ausspricht, verbunden werden. Nach übereinstimmenden Mittheilungen aus parlamentarischen Kreisen gedenkt Ler Reichstag am kommenden Samstag seine Weihnachtsferien anzutreten und unmittelbar nach Hohneujahr seine Verhandlungen wieder auszunehmen. Es wird gehofft, daß das Haus, welches bislang die Generaldebatte über den Etat und über die Alt^s- und Jnvaltditätsversicherungs-Vorlage, bann zum Theil die Specialberathung über ben Militäretat und die Debatte über den die Wahlfreiheit betreffenden Antrag der Freisinnigen hinter sich hat, bis zu seiner Vertagung noch die übrigen Theile des Militäretats, die erste Lesung des Genossenschaftsgesetzes, Den Handelsvertrag mit der Schweiz und die Verhandlung über das Weißbuch erledigen werde. Nach Neujahr wird der Schwerpunkt der Reichstagsarbeit zumeist in ben Commissionen ruhen und bies ermöglicht eine öftere Pause in ben Plenarverhanblungen bes Reichstages, welche wiederum den Arbeiten des am 19. Januar zusammentretenden preußischen Landtages zu Gute kommen wird. Das österreichische Abgeordnetenhaus hat mit der Generaldebatte über das neue Wehrgesetz von voriger Woche eine hochpolitische Verhandlung hinter sich. Das deutsch-österreichische Bündniß spielte in derselben eine Haupttolle und unter dem Beisalle der deutschen Linken erklärte der liberale Abgeordnete Dr. v. Plener, daß seine Partei nur diesem Bündnisse zu Liebe und nur im Interesse der Machtstellung Oester- reich-Ungarns nach außen dem Wehrgesetze zustimmen, beileibe aber nicht, um hierdurch etwa ein Vertrauensvotum für das Ministerium Taaffe zu bekunden. Von besonderem Interesse war aber das Auftreten der beiden Czechen Dr. Rieger und Dr. Grcgr, jener , der Führer der Altczechm, dieser das Haupt der Jungczechen. Jener gestand unter i merkwürdigen Drehungen und Werbungen, daß das Bündniß mit Deutschland allerdings den Interessen Oesterreich-Ungarns voll entspreche, dagegen ließ sein Landsmann • Lokales. Gießen, 9. December. sGabelsberger Stenographen-Verein.j Am 6 December hielt der Gabelsberger Stenographen-Verein seine diesjährige ordentliche Generalversammlung ab. Dem Jahresbericht entnehmen wir, daß überall ein erfreulicher Fortschritt zu bemerken ist, sowohl in der Mttgliederzahl als auch in ben Leistungen der Einzelnen. Der Verein, welcher im vorigen Jahre 21 Mitglieder hatte, »ählt jetzt bereits 57 ordentliche Mitglieder. In der Generaloersammlrmg konnten allein wieder 10 neue Mitglieder ausgenommen werden. Die Sitzungen des VereKls wurden während des Jahres sehr gut besucht; es trat in ihnen et» großer Eifer für unsere Kunst an den Tag. Untrrrichtscurse wurden drei abgehalten mit starker Be- theiligung. Ein vierter Cursus wurde am 5. December eröffnet, derselbe wird voraussichtlich mindestens 15 Teilnehmer zählen. Im letzten Jahre wurde -in Lesezirkel eingerichtet, der von den Mitgliedern sehr stark benutzt wird. Auch an geselligen Veranstaltungen fehlte es nicht, so sind namentlich die Weihnachtskneipe, sowie die Ftter des Geburtstages Gabelsbergers am 9. Februar zu erwähnen. Das Stiftungsfest wurde am 11. und 12. August gefeiert. Nach Erstattung des Jahresberichts wurde das Budget aufgestellt und sodann zur Wahl des Vorstandes geschritten. Es wurden aewäblt als 1. Vorsitzender Herr Reallehrer Albach, 2. Vorsitzender Herr etud. phiL Pfaff, 1. Schriftführer Herr Kaufmann Wagner, 2. Schriftführer Herr Kaufmarm Vaubel, Kassier Herr Kaufmann Wiegelmann. Nachdem noch verschiedene Dereins- angelegenhetten erledigt waren, konnte die Generalversammlung um 12 Uhr geschlossen merben Eine aemüthliche Sitzung hielt bie Anwesenben nocv bis zu früher Morgenstunde zusammen. Wünschen wir, daß auch fernerhin die Bestrebungen des Vereins von der Bevölkerung anerkannt und unterstützt werden, möge er tm neuen Jahre ein ebenso großes Wachsthum zu verzeichnen haben, wie im vorhergehenden! — Hrnst Challier, seit einem Jahr unser Mitbürger, ein in der musikalischm Welt bereits längst bekannter und geschätzter lexikalisch-bibliographischer Schristfteller, den Jnteresftn Oesterreich-Ungarns voll entspreche, dagegen ließ lein W“109"“"" I 'Si^eit^re^ia*tra0n0^ieteVt'*“33rr haben bis- d-utUch durch!chtmmern, daß die Czechen in derAllianz^^^b-m^-ullchen R^ch. | Austeheir^^gt ^e, welches einen coloffalen Sammelfleifc verräth, keine ÄlSÄX?’*" b,C n5b'" Bekanntschaft j nnberer n-u-r-r V-räff-ntl.chungm von ihm: Zweit.r Nachtrag 3um Dovvelhandbn» Wir glauben am besten zu thun, wenn wir das Urtheil des berufensten Kritikers I ?rft^9?nAflt^rtUinm 9?lCT ;*r^U«^Ül Zeit vom October 1883 bis Septtmber' 1887h des Professors der Gesangskunst der König!. Hochschule zu Berlin Gustav Enael' I Lember^i^ komischer Duette und Terzette vom zu dem unserigen machen; derselbe schreibt: 4 ' ^U1tflD teH0eI' bis September 1887; erster Nachtrag zum Special-Handbuck ta7mis^ Ernst Ehallier's großer Ltederkatalog nebst erstem Nachtrag Es lieat uns in Llani-rÄnnat^"dramattsche Werke u. s w.); tabellarische Uebersicht sämmtlick^ diesem 132 Bogen starken Werke eine der werthvollsten Sammlungen für d?n Musik" Lavier-Sonaten DOn ^ee^Oöcn in aQen jetzt noch vorhandenen Ausgaben. * honbf . für den fckostenden Mnsiker nnh für S«» °Ti. . ’ — _____________ zrr o ka* H ,£a Zur bester Cacao verarbeitet wird und -50 ^4, für das halbe Kilo — ein recht mäßiger ist, so kann handel, für den schaffenden Musiker und für den Kunsthistoriker vor Es ist st-iltch nur cm Kataiog, aber ein durch den Gegenstand sowohl wie durch die sorasä tiae nauigkct der Ausführung ungemein bedeutungsvoller. Nur der Musik- i-nblindler "‘•6- "J* di- mannigfaliigften Anfragen nach diesem ober jenen, sei ener im V - Ie6r bcsindl.chen oder ganz vergessenen Lied- kommen; dieser Katalog, der alle ein- stimmigen deutschen Lieder undauß-rd-m au» die für Deutschland wichtigsten auber- beutid)en im Ganzen etwa 75 000 an der Zahl, enthält, gibt Antwort. Er ist bereits seit dem Augenblick seines Erscheinens ein unentbehrliches Handbuch für den Musikalien- 6anbd flcworben. Eine zweite wohithäiige Folge tritt für den schaffenden Musiker -in J-d-r h-uttgc Compon.st, d-r -in älteres Gedicht in Musik s-tzen will, kann sich sitzt -ri-Miten, ob dasselbe schon früher -ompvnirt worden ist und wie oft -r findet auch die Gelegenheit, da di- Namen d-r Verleger stets ebenfalls angegeben sind einen m«- bUck die früheren Composstionen zu thun und sich zu überzeugen, ob es g?rathm^ btr^s die Hand davon zu lassen oder noch einmal den Versuch zu machen Manch« Lieder sind erstaunlich oft componirt worden, am meisten Heines Dt, tSn Blume", nämlich I67m°l, nächstdem 23 Lieder noch zwischen 32- und'WSmal u s w Für den wesentlichsten^iheil des Katalogs halten wir indetz, wenn er auch für den Verleger der am wenigsten lukrativ- sein dürste, den kunsthistorischen. Es muß und wttd einmal dahin kommen, daß eine Anthologie der deutschen Lieder beramZaeaeben wird, eme Anthologie, in welche freilich die Lieder von Schubert, Mendelssohn Schumann, ftranj, Jensen u. s. w., die ohnehin nicht vergessen werden, nicht ausgenommen ?nf*,Cr^It ^raU(Äfn' sondern nur die eigenthümlicheren und werthvolleren Schöpfunaen I folcfter Komponisten, T)ie von den eigentlichen Koryphäen in den Schatten gestellt wurden und beu e aan» oder fuft nmn r ,l ^u,unen gesreur uahruu^zu^ähVn ßM>"’ ÄÄ »Ä. Vg-nd-7 L ÄM ÄS» "ä Werk in »»In* b-rgesi-llt-s Präparm von Gebrüder Stoll. MKMÄZMUL^Z! SIBySsSteBSSg liier ,st unausgesetzt thättg, durch neue Kataloge eine U-bei sichtW' dsi musikall ^ ! b"n®te ? f £'JU •* W ct>» salbe Kilo - em re»t mäßiger ist f0 ka £^atur2u_9emäbren^ Wir erwähnen bei dieser Gelegenheit zugleich eine Anzahl ! haben ist, besiens^empfehlm^ ^nährungsmlttel, das jetzt in allen Apotheken Prima deutsche und enal Gummischuh. empfiehlt in den neuesten Fayons ä-W6J Hilf», Serben. Kttgemeiner Anzeiger. den 12. December 1888, 13. H ------ Weitab O L E . ^chul- und Schreibheft-Mäppchen, Schreibzeuge, Schreibmappen, Lampenschirme, Zugendschristen u. Märchenbücher, Bilderbogen, gemalt u. ungemalt, Modellir-Cartons, Laubsäge-Muster, Ankleide-Puppen, Etuis mit Klei- und Buntstiften, Bürstchen u. TaschemAecestaire. coS X3 Woeste-, Schreib- u. Marken-Albums, Photographie-Albums, Portemonnaies und Cigarren-Etuis, Feuerzeuge, Bifitkarten-Täschchen, Notizbücher und Brieftaschen, Photographie-Kahmen, Papeterien und Bilderbücher, Reißzeuge und Farbekasten, Feder- und Zeichnen-Kästchen, Mittwoch Donnerstag Samstag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Samstag Montag Freitag Samstag Montag Mittwoch Donnerstag Samstag Dienstag Mittwoch Donnerstag Samstag Paul Moser’s Notizkalender als Schreibunterlage für 1S89. Preis 2 Mark. Bekanntmachung. Es wird hierdurch'zur öffentlichen Kennt- mß gebracht, daß bei der Spar- «nd Leikkaffe Gießen in den Monaten Dc- cember l. I. und Januar k. I. folgende Geschäftslage festgesttzt worden sind: Verner empfehle: Wechsel, Speise-, Wein- und AdreßKarten-, Rechnungs- Formulare, Spielkarten, Ballorden, sowie Christbaum-Decorationen, Lametta, Lichthalter in verschiedenen Lorten. gggZ Willi. Klee Marktstrasse 2. Versteigerung. Freitag d. 14L December d. I., Vormittags von 9 Uhr an, will ich verschiedene Haus-, Stuben- u Küchengeräthe, darunter ein gutes Sopha, einen großen Auszugtlsch, eine Kommode, eme fast neue Bettlade mit Polsterrahmen, einen großen Waschtisch, ein großes Waschfaß, einen Küchenschrank u. dgl. mehr, ferner eine Anzahl neue Säcke, Wagentücher, gebrechten Flachs, Fourage und Stroh, Gemüse und sonstige zur ^rndwlrthschaft erforderlichen Gegenstände in meiner Wohnung öffentlich meistbietend versteigern. »^u-h habe ich ein gut erhaltenes Taselclavier zu verkaufen. Treis a/Limda, 8. Decbr. 1888. 9871 Kehr, Lehrer i. P. Ileikgeöotenes. Feinste gestoßene Raffinade per Pfd. 34 4, bei 10 Pfd. 32 per Pfd. 15. 17. 18. 19. 20. 22. 24. 28. 29. 31. Montag den 17. December. Nachmittags 2 Uhr, bem%«ULb.T bi-sig-n Ortsgericht die eT«.»«a^ect®t0?6 Karl Christi«« hen ^mmnMrl5rantfUrt W' M-heN- den Immobilien: Flur 8 Nr. 34,t - 2081 Meter Acker letzt W-cse hinter den Schieß! , a garten an der NodHeimerstraße» Flur 8 Nr. 35,z — 144 Meter Acker, jetzt Wiese daselbst, Mr 24 Nr. 67 - 4725 Meter Acker am rvr Barresgraben, Flur 40 Nr. 342 — 388 Meter Wiese auf dem Sand, Flur 40 Nr. 343 - 1200 Meter Wies- daselbst freiwillig meistbietend unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden -vedinaungen versteigert werden. ließen, den 7. December 1888. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A.: Vogt, Ortsgerichtsmann. 9863- «roße Auswahl in Gesangbüchern mit feinen Einbänden, Billet- und Brief- Papieren mit Monogramm«, Visitenkarten, Postpapieren und Couverts mit Kirma, u. s. w. Ele9antC’ blllige und Praktische Gelegenheits- oder Weihnachtsgeschenke TT kür Herren und Famen! obq nentbehrlich für jeden Schreibtisch, jedes Bnreau, jeden Haushalt. empfiehlt 9599 ______Fr. Sei bei. »^4r9, aebrauchtes gut erhaltener ist preiswürdig abzugeben. Näheres in der Exped. d. Bl. Die Berschrerbung bezw. Empfangnahme der Zinsen von Kapitaleinlagen pro 1888 iann an diesen Tagen erfolgen, zu welchem Zwecke die Schuldscheine vorzulegen sind. Die Großh Bürgermeistereien des Spar- kaffebezirks werden ersucht, vorstehende Bekanntmachung auf ortsübliche Weise zur Kenntniß der Ortseinwohner bringen zu lasten. Gießen, den 26. November 1888. Der Rechner der Spar- u. Leihkasse Gießen : Doering. 2.o Zu Weihnachts-Geschenken empfehle in großer Auswahl zu sehr billigen Preisen: Wollwaaren, Caputzen für Damen und Kinder, Pelufchkappen, Ball- und GefellschaftStücher in b> *£>Ur?t>£u!tfJett &atbe»’ in Ebenille, Seide ««6 agpffe SöpH, und Chenille-Schulter- Kragen. Pelz-Muffs und Kappen. Neuheiten in Winter-Handschuhen. 9696 A. 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Dr. Hans Haym von hier (Orgel), des academlschen Gesangvereins hierselbst, und des durch auswärtige Künstler verstärkten Vereinsorchesters. ------ [9720 Programm. 1. Präludium und Fuge (G-moll) für die Orgel Joh. Seb. Bach. 2 Trauermarsch ans der Sinfonie eroica, für Orchester L. van Beethoven. 3. Ein deutsches Requiem, nach Worten der heiligen Schrift, für Soli, Chor, Orchester und Orgel Johannes Brahms. Ltcherstraße 5. £>rud und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. vermischte -nzeigm. 9935] Ein in Gießen ortsansässiger Tagelöhner sucht regelmäßige Beschäfti- Sunfl für die Wintermonate. Nähere uSkunst ertheilt Prof. Thaer. Logis zu vermiethen Liebigstraße _35. Nürnberger Lebkuchen au« der Fabrik von G. Go ess in Nürnberg empfehlen zu Fabrikpreisen 9750 ______tiebrüder Adami im Ritter. 1 ————I——— Redaction: A. Scheyda. ------------------- eeeo®eeee»e®eieeeeeeeee®ee Gratulations-Karlen feinste Ausführung empfiehlt H. Kühn. 9719 Eine Mansardenwohnung, vier Zimmer und Kabinet, geschlossenem Vorplatz, Wasserleitung und Gartenantheil, zu vermiethen._________Nordanlage 19 II. 9765] Ein Logis von 3—4 Zimmern nebst Zubehör zu vermiethen. ____________________Wallthorftraße 36. 8327] Möblirte Zimmer zu vermiethen. Gartenstraße 29. Eintrittskarten für nummerirte Plätze im Schiff der Kirche und auf der Orgelbühne zu AL 3,—, für unnummerirte ebendaselbst und auf der ersten Emporbühne zu «AL 2,—. auf der zweiten Emporbühne zu JL 1,— sind in der Rlcker’schen Buchhandlung zur Hauptprobe am Dienstag des II. Decbr., 7 Uhr Abends, für «AL 1,— und Texte zum deutschen Requiem für 10 H ebendaselbst und am Eingang der Kirche zu haben. Die Kirche ist geheizt. Hausbursche gesucht. Eintritt in 14 Tagen. 9947 Neuenweg 38. 9950 Ein Lchrrhmachergeselle gesucht. Christian Kraft, Krofdorf. 9949 Auf Weihnachten wird ein Knecht bei zwei Pferde gesucht. Näheres