Ar. SS Erstes Blatt. Donnerstag den 12. April 1888. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Vureaur Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn« Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheil. Bekanntmachung. Klagen und sonstige Erklärungen und Anträge sind bei unserer Gerichtsschreiberei an allen Wochentagen Vormittags zwischen 10 und 12 Uhr Dorzubringen. Wer einen Amtsrichter sprechen will, ohne vorgeladen zu sein, hat sich Mittwochs Vormittag einzufinden. Gießen, den 7. April 1888. Grobherzogliches Amtsgericht. __________________________________________Langsdorfs.____________________________________________________ An die Vorstände der Jokal-Dereine der Guflav-Adolf-Htiftung. Sie werden ersucht, soweit dies noch nicht geschehen ist, die Beiträge zu rubricirter Stiftung alsbald einzusammeln und an den Rechner, Herrn Döring in Gießen, einzusenden. Lang-Göns, den 10. April 1888. Dr. Strack, Dekan. Politische Rundschau Gießen, den 11. April 1888. Die Nächte des Kaisers werden noch immer durch Husten und Auswurf gehört und folgen sich in dem Allgemeinbefinden des Monarchen noch abwechselnd Zeiten Eines verhältnißmäßtg günstigen Zustandes und solche, die weniger befriedigend sind. Die Meldung, daß Professor Dr. Esmarch aus Kiel jüngst den Kehlkopf des Kaisers Untersucht und dabei ein Urtheil über den Charakter der Krankheit abgegeben habe, aoird jetzt als unrichtig bezeichnet mit dem Bemerken, daß der berühmte Kieler Chirurg «om Kaiser nur in Hinsicht auf persönliche Beziehungen empfangen worden und nicht Sn der Lage gewesen ist, ein Gutachten abzugeben. Der Besuch, den die Kaiserin Victoria im UeberschwemmungSgebiete »er Warthe am Montag abgeftattet hat, beweist in überzeugendster Weise die innige Theilnahme, welche unser erhabenes Kaiserpaar den von der Ueberschwemmungskata- sstrophe Heimgesuchten widmet. Die hohe Frau hat sich selbst zur Dolmetscherin dieser Gefühle gemacht, indem sie bei den verschiedenen offictellen Empfängen in Landsberg, §Vrcus, Posen u. s. w. ihrer und des Kaisers Theilnahme an dem schweren Unglück in Len herzlichsten Worten Ausdruck verlieh und dabei wiederholt das Bedauern ihres Laiserlichen Gemahls aussprach, nicht persönlich in die heimgesuchten Landestheile frommen zu können. In allen Städten, welche die Kaiserin mit längerer oder kürzerer Anwesenheit beehrte, wurde ihr seitens der Bevölkerung eine begeisterte Begrüßung zu Theil, wie dies namentlich in der Stadt Posen der Fall war, woselbst sich auch das polnische Element an dem Empfange stark betheiligte. In Posen besichtigte die Kai- sierin die Localitäten, in denen die Obdachlosen hauptsächlich untergebracht sind, also Lie Schulen, die Militärbaracken und die Forts, und sprach sich die hohe Besucherin cauf das Anerkennendste über die getroffenen Maßregeln aus. Kurz nach 5 Uhr Nachmittags trat die Kaiserin die Rückreise über Bentschen und Frankfurt a. O. an und erfolgte in der zehnten Abendstunde die Ankunft des kaiserlichen Extrazuges auf dem Charlottenburger Bahnhofe. Zu Gunsten der Ueberfchwemmten in Norddeutschland hat der Londoner Oberbürgermeister auf Ersuchen des englischen Botschafters in Berlin, Malet, einen ssehr warmen Aufruf in den englischen Zeitungen erlassen. In seiner Zuschrift an den Oberbürgermeister bemerkt der Botschafter, Tausende in England würden gewiß freudig bereit sein, gerade in dieser Zett materielle Beweise ihrer Sympathie und Achtung für Deutschland zu geben. Die Sturmfluth von Gerüchten, welche durch die KanzlerkristS verursacht worden ist, will sich noch immer nicht ganz verlaufen, während die Krisis selbst zur Zeit als wieder beschworen oder wenigstens als vertagt gelten kann. Welche Vorgänge hierbei eigentlich hinter den Coulissen gespielt haben und ob das baitenbergische Hei- llathsprojekt wirklich nur den äußerlichen Anlaß zu der Demissionsaffaire gebildet hat, wie von mancher Seite behauptet wird, dürfte vielleicht erst später einmal völlig klar werden. Für jetzt muß man sich mit der Genugthuung begnügen, daß der Sturm, bei welchem es sich um das Verbleiben des Reichskanzlers im Amte handelte, unschädlich vorübergebraust ist; eine Garantie, daß er sich im gegebenen Momente nicht wiederum erheben wird, ist freilich nicht gegeben und somit verbleibt als Rückstand der jüngsten Bismarckkrisis eine ziemlich unbehagliche und unerquickliche Stimmung, die möglicherweise noch verschiedene Nachspiele zeitigen wird. Fürst Bismarck selbst gedenkt sich in den nächsten Tagen in die ländliche Einsamkeit von Varzin zurückzuziehen und daselbst llängere Zeit zu verweilen, und man wird ihm dies unter den obwaltenden Verhältnissen kaum verargen können. Die »BoularrgeritiS*, die neueste politische Modekrankheit der Franzosen, macht bei der „großen Nation" weitere bedenkliche Fortschritte. Die Ersatzwahlen, welche am Sonntag in den Departements Dordogne, Aisue und Aude zur Deputirten- tkammer stattgefunden haben, bedeuten theils einen directen, theils einen inbirccten Triumph des Boulangismus. Direct triumphirten die Boulangisten in der Dordogne, wo ihr Herr und Meister selber mit ca. 60,000 von 100,000 abgegeben Stimmen gewählt wurde, indirect aber im Aude-Departement, wo Boulanger, obwohl er daselbst ®ar nicht candidirte 7150 Stimmen erhielt, und im Aisne-Departement, wo der Radicale Doumer gewählt wurde, dessen Candidatnr von den Boulangisten unterstützt worden war. Auch der im Aude-Departement gewählte Radicale Ferroul segelt im Fahrwasser Boulangismus, denn er hat von seinen Wählern den Auftrag übernommen, die Wiedereinstellung Boulanger's in die Armeelisten zu beantragen. Für seine Wahl in Der Dordogne hat Boulanger den dortigen Wählern in einem Briefe gedankt, in Welchem er sich auf's Neue für Kammerauflösung und Verfassungsrevision ausspricht «md seine Wahl als eine neue Protestkundgebung gegen die jetzige Kammer bezeichnet. Woulanger verzichtete jedoch auf das Mandat für die Dordogne und erklärte, er wolle mur das Departement du Nord vertreten, woselbst am kommenden Sonntag die Ersatz- Mahl zur Kammer stattfindet. An einem für Boulanger ebenfalls günstigen Ausgange [ derselben kann kaum gezweifelt werden, aber ob der Ex-General alsdann mit den „Plebiscits" für ihn genug haben wird, ist eine andere Frage. Die Ministerkrifts in Holland, welche durch den Rücktritt des Ministeriums Heemskerk entstand, erscheint durch die Bildung des neuen Ministeriums einstweilen als beseitigt. Das Präsidium in demselben nebst dem Portefeuille des Innern übernahm der Baron de Mackay, eines der einflußreichsten Mitglieder der clerical-orthodox- proteftantischen Koalition, welche bei den Neuwahlen zur zweiten holländischen Kammer siegte; als Minister des Aeußern werden Gericke, als Kriegsminister Oberst Schimmel- penninck und als Colonialminister Keuchenius genannt. Bei der ausgesprochen reac- tionäxcn Färbung des Cabinets Mackay ist sein Gegensatz zur ersten Kammer der Generalstaaten, in welcher nach wie vor die liberale Partei überwiegt, von selbst gegeben und hiermit die Lebensfähigkeit des neuen Ministeriums von Anbeginn seiner Thatigkeit in Frage gestellt. In Irland ist es am Sonntag infolge des Verbotes nationalistischer Versammlungen wieder einmal zu bedenklichen Crawallen an verschiedenen Orten gekommen. Ucbcratt "'ußte hierbei die Polizei, zum Theil sogar das Militär einschreiten und es kam zu zahlreichen Verwundungen. Eine Wiederholung dieser Tumulte ist bei der eifrigen Agitation der parnellistischen Deputirten nicht unwahrscheinlich. Eine neue egyptifche Anleihe hat in den letzten Tagen das Licht der Wett erblickt und zwar in bewerkenswerth leichter Weise, was immerhin für die Hebung des Staatscredits des Pharaonenlandes an den europäischen Börsen spricht. Wie der Unterstaatsseeretär Fergusson im englischen Unterhause erklärte, betrage die neue egyptische Anleihe 2 Millionen englische Pfund, dieselbe habe feine Priorität vor früheren Anleihen und berühre die für letztere verpfändeten Sicherheiten in feiner Weise. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenz-Bureau. Berlin, 10. April. Das Befinden des Kaisers, der, obschon er alle Geschäfte erledigte und auch ausfuhr, in den letzten Nächten etwas mehr hustete und auch eine kleine Anschwellung hatte, zeigte heute bei gutem Appetit gehobenen Kräftezuftand. — Der Kaiser hörte Vormittags mehrere Vorträge und arbeitete längere Zett mit dem Chef des Civilkabinets. Berlin, 10. April. Der Kaiser überwies dem Centralcomttö in Berlin für die Ueberfchwemmten aller deutschen Landestheile fünfzigtausend Mark. Bern, 10. April. Der Buudesrath beschloß, gegen Verfasser, Herausgeber und Verbreiter des Gedichtes: „Vive la France“ (Basler Fastnacht) strafgerichtliche Untersuchung einzuleiten und den Fall an die Bundesassisen zu verweisen. Paris, 10. April. Die Regierung ordnete auf Klage des Grafen Dillon eine Untersuchung über die Verbreitung von Depeschen an, die zwischen Dillon und Bon- langer gewechselt wurden.^Mehrere Abendblätter protefttren gegen die Veröffentlichung der Depeschen. „Temps" findet den Vorgang unregelmäßig, derselbe Helle indessen das politische Verhalten Boulanger's auf. — Der deutsche Botschafter Graf Münster besuchte heute Vormittag den Minister des Auswärtigen, Goblet. Er reift heute Abend nach Hannover ab und wird nach kurzem Aufenthalt dort wieder hierher zurückkehren. London, 10. April. Im Unterhause theilte der Sprecher mit, er habe durch Lord Salisbury eine Mittheilung des deutschen Botschafters v. Hatzfeld erhalten, wonach sich der veutsche Reichstag am 19. März einstimmig dahifi ausgesprochen habe, daß der Ausdruck der Verehrung des Hauses der Gemeinen anläßlich des Dahin- scheidens des Kaisers Wilhelm und die Theilnahme Englands am Schmerze deS deutschen Volkes überall in Deutschland lebhafte Sympathie hervorgerufen und den Beweis freundschasUicher Beziehungen zwischen beiden Völkern geliefert habe. — Für die Ueberfchwemmten in Preußen empfing der Lordmayor gestern 100 Pfund ^Don dem Prinzen von Wales, begleitet von einem Schreiben, welches Befriedigung über die Bildung eines Hilfsfonds ausdrückt, ferner 300 Psd. von Rothschild und 500 von der Firma Schröder. Rom, 10. April. Wegen der Kopfsteuer kam es in Bernalda (Bezirk Potenz« in der Basilicata) zu einem thätlichen Conflict zwischen Bauern und Gensdarmen. Letztere mußten feuern; sie tödteten vier und verwundeten mehrere Bauern; auch Gensdarmen sind verletzt worden. Universität-° Chronik. Marburg. Der zeitige Rector der Universität Kiel, Prof. Dr. Brockhaus, welcher feit 1872 der dortigen Universität angehört, hat einen Ruf als Lehrer des Kirchen- und Staatsrechtes an die hiesige Universität erhalten. — Derselbe wild, wie wir hören, an Stelle des nach Straßburg berufenen Professor Dr. Sickel treten, da der für denselben berufene Professor Dr. Huber zu Basel einem Rufe nach Halle. Folge geben wird. — Wer frühblühende Georginen zu haben wünscht, dem rathen wie, die Knollen nicht, wie meist üblich, direct in das freie Land zu legen. Es ist für das Wachslhmn der Georginen sehr vortheilhaft, wenn dieselben erst etwas angetUeben werden. Das geschieht am besten in halbwarmen Mistbeeten. Man lege die Georginenknolleu in nicht zu kleine, mit guter Erde gefüllte Blumentöpfe und stelle diese in bas Mistbeet. Zu bemerken ist auch hier, daß die Fenster des Kastens häufig gelüftet werden müssen. Stetig, aber nur mäßig feucht gehalten werden die Knollen bald austreiben und bet günstigem Wetter kann dann bald die Verpflanzung in's freie Land vorgenommen werden. Die auf diese Weise angetriebenen Georginen blühen meist 4 Wochen früher wie die gleich in's Freie ausgepflanzten. Das neue Reichsgeseh für den Schuh der Vögel. Obwohl der Streit über die Grenzen der Staatscinmischung in die Handlungen der Menschen noch heftig hin- und herwogt, werden doch gewisse Forderungen immer allgemeiner gebilligt. Dazu gehört die Forderung des Schutzes hilfloser Geschöpfe und die Abwehr unnöthiger grausamer Behandlung von Thieren, welche den Menschen nicht Ichaden, sondern vielmehr wesentlich nützen. Der neue deutsche Kaiser Hal am 22. März 1888 zu Charlottenburg ein Gesetz, betreffend den Schutz von Vögeln, unterzeichnet, welches am 1. Juli d. I. in Kraft treten soll und dem deutschen Volke nur zur Ehre gereichen wird. Es wird damit besonders der Schutz der Singvögel beabsichtigt. Nach § 1 des Gesetzes ist das Zerstören und das Ausheben von Nestern oder Brutstätten oer Vögel, das Zerstören und Ausnehmen von Eiern, das Ausnehmen und Tödten von Jungen, das Feilbteten und der Verkauf der gegen dieses Verbot erlangten Nester, Eier und Jungen untersagt. Den Eigenthümern und den Nutzungsberechligten und deren Beauftragten steht jedoch frei, Nester, welche sich an oder in Gebäuden oder in HofräUmen befinden, zu beseitigen. «In der Zeit vorn 1. März bis zum 15. September ist das Fangen und die Erlegung von Vögeln, sowie das Feilbteten und der Verkauf todter Vögel überhaupt untersagt." Die Bestimmungen des Gesetzes finden keine Anwendung: a. auf das im Prtvat- eigenthum befindliche Federvieh, b. auf die nach Maßregeln der Landesgesetze jagdbaren Vögel, o. auf eine Reihe namentlich aufgefährter Vogclarten, wie Tagraubvögel, Uhus, Würger, Kreuzschnäbel, Sperlinge, Kornveißer, radenartige Vögel, Wildtauben (Ringeltaube, Hohltaube, Turteltaube), Wasserhühner, Reiher, Säger, alle nicht im Bn.nen- lande brütenden Möven, Kormorane, Taucher. — „Auch wird der in der bisher üblichen Weise betriebene Krammetsvogelfang, jedoch nur in der Zeit vom 21. September bis 3. December je einschließlich, durch die Vorschriften dieses Gesetzes nicht berührt." — „Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen dieses Gesetzes oder gegen die von dem Bundesrathe auf Grund derselben erlassenen Anordnungen werden mit Geldstrafe bis zu 150 X oder mit Haft bestraft. Der gleichen Strafe unterliegt, wer es unterläßt, Kinder oder andere unter seiner Gewalt stehende Personen, welche feiner Aufsicht untergeben sind und zu seiner Hausgcnossenschaft gehören, von der Ueber- Iretung dieser Vorschriften abzuhalten." Das neue^deutsche Vogelschutzgesetz läßt den Jagdliebhabern und gewissen Vvlks- sttten noch viel Spielraum, macht aus anderer Seite aber doch einen hochwillkommenen Anfang mit einem ausgedehnteren Vogelschutz. Von besonderem Segen wird das Gesetz fein, wenn andere Staaten nachfolgen und sich aus dem Vorgehen Deutschlands ein internationaler Vogelschutz entwickelt. Für die Ueberschwemmtcn gingen ferner ein: V. K. 10^L, Frau Commerzienrath Gall 20 X, M. Sch. 3 X, Frl. Bork 2 X, Frau Pfar rer Vitrtarius 4 X, Wasserschleben 50 X, L. Jost 3 X, H. S. 2 X, G. K. 5 X, Pfarrer vr. Haupt 5 G. V. 10 X, Tischgesellschaft bei Schwinn 5 , V. A. L. 3 X, H. Döring 3 X, H. M. Jughardt Wwe. 5 Reisegesellschaft „W artburgia" 25 X, F. M Wwe. 5 M. G. 2 JL, Gg. Wink 2 X, C. Koch 30 X, Rentamtmann Lynker 6 Jl, msgesammt 200 X, mit den in gestriger Stummer guittirten Beträgen nunmehr 1832 X 87 Um weitere Gaben bittet: Die Expedition des Gießener Anzeigers. Landwirthschaftliche Nachrichten. (Nachdruck verboten.) — Die Distel, diele Verunstallerin der Rasenflächen unserer Gärten, die sich bekanntlich sehr schnell und weit verbreitet, zeigt sich zuerst im April und in diesem Monat ist ihr daher eifrig nachzustellen, sie ift mit der Wurzel htnauszustechen wo man sie nur trifft. Werthlos find diese ausgezogenen Disteln nicht, sie bilden eine äußerst vorteilhafte, bekömmliche Zugabe zum Futter der Luxuspferdc. In der Umgegend von Berlin roht) daher die Distel im Frühjahr von armen Leuten viel gesammelt und an die Besitzer von Luxuspferden verkauft. Die gezahlten Preise sind ost ziemlich bedeutende. — Die Veilchen werden allenthalben meist auf besonderen Beeten angepflamt In Gärtnereien ist das ja durchaus nöthig, nicht aber in Hausgärt-n, in denen man häufig auch solche Vetlchenbeete findet. Weit hübscher und sinniger rst es, die Veilchen im Garten zerstreut auszupflanzen oder zu säen. Ganz verthetlt brauchen sie ja trotzdem nickt zu werden. Es können hier und da, am Rande von Gebüsch mehrere Pflanzen gesetzt werden. Auch auf den Rasenflächen nrachen sich die Veilchen sehr schön und gedeihen prächtig. Jedenfalls ist diese Art der Auspflanzung für den Haus- und Schmuckgarten weit hübscher und gefälliger als die nüchterne Anlage eines Veilchen- beetes und wir können daher bet der beginnenden Pflanzzeit nur empfehlen, die Veilchen zerstreut zu pflanzen. Seidene Fahnenstoffe, 125 Cm. breit — tust- und wäfserächt — versendet in einzelnen Metern direct an Private zu Fabrikpreisen porto- u. zollfrei das Fabrik-D^pöt G. Henneberg (K- u- K. Hofl.) Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 Pf. Porto. 3011 Lokales. Gießen, 11. April. Die Königliche Eisenbahn-Direktion zu Hannover theilt uns mit, daß im Anschluß an unsere frühere Mittheilung die aus Anlaß der Ueberschwemmungen der Elbe, Warlhe, Weichsel und Nogat bewilligte Frachtfreiheit für freiwillige Gaben von Lebensmitteln zum Verzehr, Kleidungsstücken, Decken und ähnlichen Bedürfnissen mit Allerhöchster Ermächtigung unter den gleichen Bedingungen auf die übrigen, inzwischen durch Ueberschwemmungen heimgesuchten Gebiete in den Provinzen Ost- und Westpreußen, Posen, Brandenburg und Pommern ausgedehnt ist. Vermischtes. — Frankfurt, 10. April. Heute ist die Frühjahrsmesse zu Ende gegangen, lieber den Geschäftsgang wird tm Allgemeinen geklagt, wenn auch die letzten Tage, die uns endlich, wenn auch noch lange nicht warmes, so doch sonnig-helles Wetter brachten, das Geschäft etwas lebhafter gestalteten. Namentlich klagen die Schuhwaaren-Verkäufer, die sonst stets auf unserer Messe ihre Rechnung fanden. Außerordentlich belebt war es gestern, am Nickelchestag, in der Messt. Gestern war auch entschieden der beste Tag. Auch heute war ein flottes Geschäft zu verzeichnen, indeß konnten die paar guten Tage die Leute nicht für den sciiherigen Ausfall entschädigen. Endlich scheint der Frühling in's Land ziehen zu wollen, wenn auch nur sehr allmälig. Seit 8 Tagen ist das Wetter leidlich, nur will es immer noch nicht warm werden. Wir haben hier Morgens V2—IV20 Wärme und in den Mittagsstunden 5 und 6°, während wir doch nach der Jahreszeit 15 und 16» haben sollten. D. Frankfurt, 10. April. Während der Tage vom 22.-24. d. Mts. feiert unser Landwlrthschaftllcher Verein die 50. Wiederkehr des Frühjahrpferdemarktes durch ein großes Reitfest mit nachfolgendem Bankett, Concert, Verloosung von Pferden und Equipagen 2c. Es ist nicht zu zweifeln, daß das Fest bei der hervorragenden Stellung, welche der genannte Verein in unserer Stadt einnimmt, einen glänzenden Verlauf nehmen wird. — Vom 10.-13. Mai findet hier eine internationale Ausstellung von Jagd- und Luxushunden statt, zu der die Anmeldungen bereits zahlreich etnlaufen. Veranstalter ist der etwas länger als seit Jahresfrist bestehende Verein zur Züchtung reiner Hunderacen. Kassel, 9. April. Eine gräßliche Scene ereignete sich zu Folge der „K. A. Z." gestern Abend in einem Hintergebäude vor dem Holländischen Thore. Dort lebte seit- her in größter Zufriedenheit ein junges Ehepaar — der Mann war Schneider — mit einem Kind. Seit einiger Zeit schien es, daß der Mann tiefsinnig zu werden beginne, und auch die Frau schien in diesen Gernüthszustand versetzt zir werden. Gestern Nachmittag schon hatte sich die Frau so auffällig benommen, daß die Hausbewohner unter einem Vorwand das Kind von ihr entfernten. Sie geberdete sich aber bald derart — drohte ans dem Fenster zu springen —, daß man ihr das Kind wiedergab. Gegen Abend hörte man Mark und Bein durchdringende Rufe. Man stürzte hln und fand die Wohnung verschlossen. Gewaltsam wurde die Thür gespengt. Da bot sich ein entsetzlicher Anblick. Auf dem Boden wälzten sich die beiden Ehegatten, indem sie offenbar von Wahnsinn ergriffen, miteinander rangen. Der Mann hatte der Frau die eine Wange ganz zerbissen. Nur mit der größten Gewalt gelang es, sie von einander zu reißen. Während der Mann an einen Stuhl gefesselt wurde, brachte man die Frau 311 Bett und überwachte sie hier. Heute sollte die Ueberführung der Unglücklichen nach der Abtheilung für Irrsinnige in der städtischen Kaserne erfolgen. Paris, 8-Aprtt^ In verwichener Nacht brach eine heftige Feuersbrunst in dem Thetle des Bahnhofs Saint Lazare aus, der nächstens abgebrochen werden sollte. Um 2v4 Uhr stürzte mit furchtbarem Krachen eine Treppe ein, auf der sich ein Lieutenant mit 7 Feuerwehrmännern befand, von denen 2 gelobtet, 5 schwer verwundet wurden. Der Lieutenant kam unverletzt davon. — (Zur Aussaat von Klee.) Wenn man berechnen wollte, welche Unmenge des durchaus nicht billigen Kleesamens alljährlich durch eine falsche Zurichtung des Ackers verschwendet wird, so würde man zu einer ganz ungeheuren Summe lornmen. Denn leider kann man allenthalben die Beobachtung machen, daß die zur Bestellung mit Klee bestimmten Aecker nicht genügend klar gemacht werden. Keine andere Pflanze bedarf einer so gut zertheilten, gleichmäßigen Ackerkrume wie der Klee. Ist das Feld nicht Zur Frage der Ueberschwemmungen. Von überall her bringen die Zeitungen wieder einmal Unglücksbotschaften aus den überschwemmten Gebieten unserer großen Flüsse und wir können bei allem Mitleid diese Nachrichten nicht ohne einen gewissen Aerger lesen, Aerger über Alle die von dem Elend betroffen werden, und betroffen werden im Grunde alle Reichsbürger Diese jährlich wiederkehrenden Ueberschwemmungen bedeuten einen riesigen Verlust an Nationalreichthum, wir machen uns einer unverantwortlichen Verschwendung schuldig dadurch, daß wir das Elend regelmäßig wiederkehren lassen. Denn gestehen wir es nur, so vortrefflich wir uns gegen die feindlichen Grenznachbarn gerüstet halten so geizig sind wir in der Bekämpfung der feindlichen Skaturkräfte im eigenen Lande obwohl wir doch genug erfahren haben, daß die Elbe, die Weichsel, der Rhein u s w in kürzeren ober längeren Zwischenräumen sich wider uns empören und uns zu schmachvoller Flucht und Niederlage zwingen. Wir sollten uns endlich belehren lassen und unsere Kräfte gegen diese Wassermassen organisiren, um einerseits Ueberschwemmungen zu verhindern, andererseits das dadurch erfolgende Elend zu vermindern, lieber die Mittel, solche Ueberfluthungen zu verhindern, mögen sich Sachverständige aussprechen; soviel steht fest, daß viel gethan werden kann durch Aufforstungen, Anlage von Nebenbecken, Dämmen, Deichen u s w wenn nur unsere Vertreter im Reichstage und in den Landtagen sich entschließen mochten, einmal recht große Summen für diese Zwecke zu bewilligen. Sparsamkeit in dieser Beziehung ist in Wahrheit Verschwendung, darum sollten sich die öffentliche Meinung und besonders der Wille der Wähler kräftig für eine Verbesserung der Flußgebiete erklären, an den Behörden wird eS dann nicht fehlen. - - . --- ----- der Klee. Ist das Feld nicht genügend bearbeitet, finden sich Schollen und Erdklöße, so geht ein großer Theil des Kleesamens nutzlos verloren. Denn wenn die an und für sich sehr kleinen Samen in eine größere Vertiefung ober unter eine Scholle zu liegen kommen, so ist es meist um sie geschehen, sie keimen nicht. Anbere, die nicht bei einander in einer Vei tiefung liegen, keimen wohl, die jungen Pflanzen gehen aber theilweis zu Grunde. Es kann daher nicht genug davor gewarnt werden, Klee auf einem ungenügend vorbereiteten, scholligen Boden zu säen. Kirchliche Anzeigen der evMykl. Gemeinde Donnerstag, den 12. April, Abends 8 Uhr: Missionsstunde in der Kirche, die Mission in Ostafrika. Pfarrer Schlosser. (Es wirb geläutet werben). Literarisch«». , . ~«ne "Deutsche Jllustrtrtc Zeitung" int vollsten und heften ©mne de? Wortes bewahrt sich „lieber Land und Meer" auss neue und ganz besonder« glanzend durch das längst, zur Ausgabe gelangte dreizehnte Helt seines laufenben Jahrgangs. Hier finden wir einen ebenso vornehmen als packenden fünftlerifrii- ^rarischen Widerschein der großen Ereignisse, die welterschütternd die zweite und dritte Marzwoche bewegten. In einer Reihe ergreifender Bilder wirb uns der eh e dahingegangene Kaiser auf seinem Leidens- und Sterbelager vor Augen geführt m er das letzte Dokument unterzeichnet, wie die Seinen sich um den Scheidenden bränaen wie der Vollendete stilloerklärt mit lauft geneigtem Haupt in den Kissen ruht- bann des Reichskanzlers Erscheinen im Parlament, seine Begrüßung des neuen Kaisers die Leichenfeieilichkeiten für den Verewigten — alles bas ist in weihevollster Stimmuna zur Anschauung gebracht. Daneben prangen prächtige Bilbnisse des neuen Kaiser- und Kronprinzenpaares und als großartiges Hauptbilb „Kaiser Wilhelm tm Kreise der Leinen", ein herrliches ©ebenfblatt mit nicht weniger als scchsundzwanzig Porträts die sämmtlichen Angehörigen des deutschen Kaiserhauses darsteUenb, welche die erste Märzwoche noch lebend fand. Der zu all diesen Bildern gehörige Text faßt die schehnisse dieser reich bewegten Wochen in ebenso erschöpfender als übersichtlicher und würdiger Weise zusammen, während daneben noch der vielseitigste Unterhaltungs- und Bilbungsstoff geboten ist. Zwe tens muß das Rettungswesen sur Wassersnöthe weiter ausgebout werd«. Wer cmmal das Elend mit angesehen bat, weiß, daß die Betroffenen den £op ,rc AnsN und unsinnigen Bemühungen das Unglück nur verschlimmern Als die besten Heiser erweisen sich stets die Pioniere und diesen wackeren sX ,n gebührt mehr Dank und Preis als ihnen gemeinhin wird. Leider sind nicht° ° d " Nahe aller gesahrdeten Landstriche Pionierbataillone garnisonirt, und auch wollere^ zeitig hingelangen können, erweist sich di- Zahl der Mannschaften ost als >u aetini" V^r muß man -'nsehen, wenn man schon in gefahrlosen Zeiten eine FIußwehr sür die Zetten der Gefahr schaffen will. Ob es angängig ist, die Zahl der Pionierbataillons zu vermehren, können wir nicht entscheiden, aber das ist vielleicht gar nicht n3iM. werden letzt bereits alljährlich von anderen Truxpentheilen ausgewählte Mann' chasten au einige Wochen zu den Plonierbataillonen atcommandirt und dort zu einer' Art von Htlssp onieren ausgebildet. Sie erlernen jetzt besonders Schanzen- und Laaerbauten, vielleicht konnten diese Leute auch in den Wasscrarbciten unterrichtet werden Sollten sie dadurch ihren Regimentern zu lange entzogen werden, so könnten wM andere Mannschaften in einer anderen Jahreszeit oder an gewissen Wochentaacn diesem Dienst abcommandtrt werden, besonders solche Leute, die in der Räbe »NN Flüssen zu Hause sind. Dadurch würbe in allen Garnisonen ein Stamm von fülla- Pionieren entstehen, die bei plötzlicher Wassersnoth maiicpes Leben und manche rsag: retten wurden. Es käme nun ferner darauf an, die Pioniere und Hilsspiontere die in die Reserve und Landwehr übertreten, zu einer stündigen Flußwehr zu organisiren die frei »an sonstigen m, »arischen Hebungen und gegen eigenen Schaden durch gute Löhnung und Pensionsanspruche gesichert, in Rothzeiten sofort in Wirksamkeit treten konnte. Wir dünken uns nicht für befugt, den militärischen Behörden Rathschläae m ertherlen ober da sich schon letzt di- Pioniere als eine vorzügliche Rcttungstruppe bewahrt, so ist ey wohl natürlich, daß wir sie verstärkt und ihre segensreicheTbätlakell erweitert sehen mochten. Wir ocrmuthen, daß auch in diesem Falle die Behörden ° rn Schritte Ihun werden wen» sie von der öffentlich,n Meinung und den gesetzgebenden Korpeischasten unterstützt werden. Einträge in das Firmenregister Großh. Amtsgericht Gießen am 9» Aprit 1888. 1. Die Firma Isaak Rosenbaum in Gießen wurde gelöscht. 2. Isaak Rosenbaum Wittwe, Dina, geb. Katz, in Gießen betreibt daselbst seit 13. Januar 1884 ein Cigar rengeschäft unter der Firma „I. Rosenbaum." Neidhart, 3010_____________Gerichtsschreiber. Bekanntmachung. Freitag, den 13. ds. Mts., Nachmittags 4 Uhr, sollen 14 Triebviertel an Ort und Stelle auf 6 Jahre verpachtet werden. Die Zusammenkunft ist auf der Wieseckbrücke. Gießen, den 11. April 1888. Großh. Bürgermeisterei Gießen. A. B r a m m. 3038 Versteigerung von Abfallholz SamStag. den 14. d. M., Vormittags 9 Uhr, soll das an der Staatsstraße Gießen-Hersfeld in Abth. 2—7 befindliche Ausputzholz loosweise an Ort und Stelle versteigert werden. Gießen, den 11. April 4888. Großh. Kreisbauamt Gießen. Walter. 3044 AeikgcLoLenes. k Eine große Auswahl leichter \La Arbeitspferde hM Jucker, -M DoppelponnyS ■ * und Ponuys steht von Dienstag dsn 17. Bpril an int Gasthof „zur Krone" in Alsfeld zum Verkauf. [3008 S. Neuberg, Berlin. Iür Constrmunden. Hemden, Hosen, Unterröcke, Taschentücher unc- Krausen empfehlen I 3< 25 Geschw. Kauber, Neuenweg, t 3033 Zu verkaufen: eine Treppe, eine zweist. Hausthüre, mehrere Hundert Plättchen und zwei Oesen. Emil Lotz, Kirchenplatz 9. Fussbodenanstrich Giessen. in allen Arten, in allen Nüancen rasch und hart trocknend. Fussboden- und Parquet- boden- Wichse. Stahlspäne. Farben und Lacke. CO CM 03 Schweinefleisch ä Pfd. 45 und 50 Pfg. [3041 Keßler, Neuenweg 33. Für Bäcker, Circa 100 Meter gerissenes Tannenholz I. Qualität sind in hiesiger Stadt wegen Geschäftshindernissen abzugeben. Näheres tn der Exped- d. Bl. 3043 j I Allgemeiner Anzeiger. Die Modellhüte sowie sämmtliche Neuheiten in Strohhirt^n, FaconS, BLume», Federn, Bändern, Stoffen, Agraffen re. stnd eingetroffen und empfehle solche in großer Auswahl; Damen- und Mädchen hüte in bedeutender Auswahl, letztere schon von 50 H an. 3036 ___A. Fangmann. Kinderwagen neu eingetroffen in großer Auswahl bei PH. Schlatter. NB. Das Lager befindet sich jetzt zur befferen Annehmlichkeit direkt hinter meinem Laden. 3017 B“ Th. Hanbach Bahn4T,r' »pj Alleinige Niederlage für Gießen und Umgebung der Kleyer’schen Velocipedfabrik M NW M und Handlung in Frankfurt a M. Vertretung der renommirtesten englischen Häuser. — v ti'x Fahrräder jeder Art und Größe unö in jeder Preis- ।) ^a9e- — Kinder-Zwei- und Dreiräder mit Gummi- —reifen schon von 30 «M. an. Abzahlungen gestattet. Lager in Velocipedtheilen, Glocken, Lampen etc. [3045 Der Ausverkauf des Weißwaarenlagers im Darmstädter Haus dauert nur noch einige Tage. 3040 Hermann, Berlin. Hierdurch zeigen wir den Empfang der letzten Neuheiten ^@8^ in Regen- u. Sonnenschirmen für die kommende Saison ergebenst an und bietet unter Lager eine große Auswahl der besten Fabrikate zu den billigsten Preisen tieschw« Aroa, Specinl-Gefeüäft, 3028 Gießen am Kreuz Nr. 3. JP/fe. SeMcettes*. 3016 3029 I ordentliche Verbreitung dieses Hausmittels hat eine ebenso die Spcrial-Schuhhsndlung S. Flsoffer, Strickgarne empfehle für bevorstehende Saison in allen Farben und Qualitäten zu äußerst billigen Preisen. Das Stricken sowie Anftricken der Strümpfe wird sofort prompt und billigst in meiner im Haufe befindlichen Maschinenstrickerei besorgt. ... ,. , grosse Zahl ähnlicher Präparate als Nachahmer hervorgerufen, welche sich nicht entblöden, Verpak- knnrr, Farbe und Etiqnette in täuschender Weise herzustellen. Die Packete des ächten Stollwerck'schen Fabrikates tragen den vollen Namen des Fabrikanten und kennzeichnen sich die Verkaufsstellen durch ausgelegte Firmen-Schilder. Entöltes Maisproduct. Für Kinder und Kranke mit Milch gekocht gpeciell geeignet — erhöht die Verdaulichkeit der Milch. — In Colonial- und Drog.-Hdlg. yt u. i/z Pfd. engl. a 60 und 3«> 2721 Alle Sorten seine und hochelegante $ Schuhe, Stiefel und Pantoffel in nur solider Maare offerirt zu den dankbar billigsten Preisen UWM „M,x Heute: 3035 edjeafMe. Cabliau, Zander, Brat- bückinge, Kiel. Sprotten u. Bücklinge, Teltower Rübchen, westf. Pumpernickel, ächte Frks. Würstel, Goth. Servelatwurst, extra u. qrofie Sendung Oestügel bet C. G. Kleinhenn. 3027 Zehn Körbe Buxbaum zu ver- '^"'en.____Eichgärten 31. B Mit Genedmigung MU t Regierung! Zu Gunsten enfions-Anstaltd. Genossen- Devtscher Bühnenangehö- erfolgt Anfang Mat in in eine Berloosung von l3 Gew. im Werthe von 5 O . <> O O M a r k. c»se ä 1 Mk. u. 25 f. Liste o. versend, d. Bankhaus 3039 E. Calmann Hamburg, Neuerwall 105. ggggg 1.231ST Wer Sprachen kennt, ist reich zu nennen. "SBUE ■fl ■ Das Mßäsferschafts-System zur praktischen und naturgemäßen Erlernung der französischen, englischen, italienischen, spanischen und russischen G-escliäfts- und IT mgangsaprache. Eine neue Methode, in 3 Monaten eme Sprache sprechen, schreiben und lesen zu lernen. Zum Selbstunterricht von Dr. Richard 8. Rosenthal Französisch - Englisch — Spanisch, complet in je 15 Lectionen ä 1 jt Italienisch - Russisch, complet in je 20 Lectionen h 1 je. Schlüssel dazu ä 1 Mk. 50 Pf. Probebriefe aller 5 Sprachen ä 50 Pf. Leipzig. jiosenlhal'sche Verlagshandlung. 2963j Junger Mann für Haus- und Gartenarbeit gesucht. ______________________Gartenstraße 36. 2769 Für ein hiesiges Fngros-Geschäft wird ein Lehrling mit guten Schulkenntnissen gesucht. MH. in der Exp d. Bl. Glaser-Lehrling gesucht. B. Wolf, Bahnhofstr. 32. [2207 2218] Schüler können Pension zu mäßigem Preise erhalten. Zu erfragen in der Exped d. Bl. 2780] Solide, anständ. Arbeiter können Logis erhalten.__Asterweg 23 Meine Adresie für auswärtige Kunden ist wie seither: 1828 Simon Marcus, CollectcurderPreutzischenLotterie, Frankfurt a. M Bureau für Stadtkundschast und Kunden aus der Umgegend. die mich mit ihrem w. Besuche beehren, von heute ab 83 Alierheiligenstrasse 93. 2837 Suche einen selbstständigen Tifchlergehülfen. H. Werner Ein wahrer Schatz für die unglücklichen Opfer der Selbstbetleckung (Onanie) und geheimen Ausschweifungen ist das berühmte Werk: 165 Drjktoifö Sei bstbewahru v g 8t>. Aufl. Mit 27 Abbild Preis 3 Mark Lese es Jeder, der an den schrecklichen folgen dieses Lasters leidet, seine aufrichtigen Belehrungen retten jährlich Tausende vom sichern Tode. Zu beziehen durch das BerlagH-Magazin in Leipzig, Neumarkt 34, sowie d. j. Buchbandlg. Hierdurch die schmerzliche Mittheilung, dass unser geliebter Gatte und Vater Locomolivführer Andreas Pfeffer heute Mittag sanft entschlafen ist. Giessen, den 10. April 1888. Die trauernde Familie 3009 3)31 Brandgasse 6. 2908 alte 10100, neue 102.20 telegraphischer Coursberichl der Berliner Börse vom 11. 4°/o Ungar. Goldrente 80 50 5% Gemischte Russen' Tendenz: still. 152 Redaction: A. Scheyda. 135.90 89.00 78.25 9410 103 80 89 20 65.00 97 80 139 50 16.10-16.14 16.09-16.13 20.27-20.32 4.16-4.20 107.20 102.00 103.00 106.40 105.10 106.20 April 1888. 190.62 95.00 78 25 92.00 Oesterr. Creditactien Defterr. Staatsbabn-Actien 1880 4% Russen Obltg. 4% unif. Egypter Obltg. Disconto-Com-Antheile 5% Italiener 3Va% Solms-Brauns. Oblig. 4% Gießener Oblig. 4% Oesterr. Goldrente 4V5% Oesterr. Silberrente 5% Portugiesen Oblig. Darmst. Bank-Actten GeM forte«. 20 Francs-Stücke do. in Vi Engl. Souvereigns Dollars in Gold 97.30 103.00 102.50 97.50 103.70 4Va% Franks. Landwsch. Creditbk.- Obltg. 4°/» Hamb. Hypothbk.-Pfandbr. a’/r/o do. ö% Buderus Oblig. mit Logis, seither von «rAVkLT Herrn I. Arnold bewohnt, Anfangs Juni zu vermiethen. ®niaC?e§fiin ber6® 9Cfl* suGmm'l. °«gIHwderm»»ch.n Frau Fabrikant Busch, Westanlage 19. Fester Stebenverdienst^ jährlich Mk. 3OO.—. Die Agentur einer alten Feueroersiche- -U.;n^@e,eS^aft für Gießen, welche ein jährliches Einkommen von 300.— für den Agenten bringt, ist zu vergeben. Es ^^,^f einflußreiche und arbeitsame Per- sonlrchkert reflecttrt, deren Bemühungen bte§ Etn^mmen in kurzer Zeit erhöhen können. Personen, welche schon mit Er- .A"ervers;cherung gearbeitet ^ben. sind nicht ausgeschlossen. Offerten b F» 230 an bie Annoncen-Exped. von G. L. Daube & Co., Frank- furt a. M. ' " 2892 Einen Lehrling lucht Wilh. Hosch, Mechanik»^ 978 HeUfn ^/^eber für alte und junge Personen, hAi* «Ä ^LeI m Tausenden zur Gesund- in Kr,aft- ®e8en Einsendung von 1 Mark beziehen von Dr. L. Ernst, SmoopatB, Wien, Cieelaetraese Ar. 11.— 2Birb in Couvert verschlossen überschickt. Wermietyungen. 3007 Der mittlere Stock meines neuerbauten Hauses mit 5 Zimmern und zwei Bodenkammern, versehen mit Wasserleitung und allen Bequemlichkeiten, sowie großes Mansardenzimmer mit Cabinet, zusammen oder getrennt, zu vermiethen. __Andreas Euler, Nordanlage 5. 3015 Stube mit Küche zu vermiethen. __Bahnhofstraße 31. 3019 Eine Wohnung von 4 Zimmern mit Zubehör zu vermiethen. CH. Schopbach, Neuen Bäue 7. ' 3026 Eine freundliche Wohnung von 3—4 Zimmern nebst Mansardenstube und Küche auf sofort oder später zu vermiethen. Näheres in der Exped. d. Bl. 3012] Grünbergerstraße 12 ist die Parterre-Wohnung, bestehend aus 4—5 Zimmern nebst allem Zubehör (Gartenantheil) wegzugshalber zu vermiethen und von Mitte April an beziehbar. 3032 Ein Familienlogis zu vermiethen- Frau Hubler Wwe., Brandgasse 8. 2830 Möbltrtes Zimmer, auf Wunsch mit Cabinet zu vermiethen bei _ Rullmann, Göthestraße 12. 3004 Ein Stübchen zu vermiethen. Kleine Mühlgasse 3. 3020 Möblirtes Zimmer mit Kabinet zu vermiethen- Bleichstraß ei 1, part. 3034 Mei« kleiner Laden mit Comptoir ist per 15. Sept, ander- weit zu vermiethen. Emil Lotz, Kirchenplatz 9. ?014 Ein Kinderwagen zu kaufen ßefudjt. Näheres Wallthorstraße 52. 3024] Mädchen können das Weißzeug- Nähen erlernen. 0 Gefchw. Räuber, Neuenweg. 3Vr0/g do. vermischte Anzeigen. 3002 Eine Lauffrau gesucht. Schillerstraße 23 II. 3005 Ein junger Mann mit guter Schulbildung, welcher Buchhändler werden will, findet in einem hiesigen Geschäfte Stellung. Schriftliche Antr. oder Offerten befördert die Exped. d. Bl. 3003 Die Seemühle bei Krofdorf mit zugehörigen Ländereien ist zu verpachten, auch zu verkaufen. Reflectanten wollen sich wenden an den Rentmeister Gelhaufrn in Wetzlar. Für Fuhrleute. 100 Cbmtr. Eichenholz aus den Freiherrlich von Mtlchling'schen Waldungen Oberseilbach abzufahren Reflectanten wollen sich melden bei 3006 Andreas Euler. 2332] Seltersweg 2 II. finden Schüler jeder Klaffe gute Pension bei ___________L. Jacobs. 3013 Ein atud phil. wünscht freien Mrttagstisch gegen Ertheilung von Nacb- hülfestunden. Gefl. Offerten befördert die Exped- d. Bl.