Nr. 2S8 Erstes Blatt. Donnerstag den 11. October 1888. KießttM Änzeiger Amts- und Anzeigeblüti für den Kreis Gießen. Wurcaur Schulstr-ß- 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. W Amtlicher Hheil. Nr. 37 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 3. d. M., enthält: (Nr. 1824.) Verordnung über die Inkraftsetzung des Gesetzes, betreffend die Unfall- und Krankenversicherung der in land- und forstwirthschastlicherr Betrieben beschäftigten Personen, vom 5. Mai 1886 fiir das Herzogtum Anhalt. Vom 2. October 1888. Gießen, am 8. October 1888. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ________________________________________________v. Gagern. Betreffend: Die Versetzung der Großherzoglichen Districts-Einnehmerei Hungen. Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß in Folge Beurlaubung des Großherzoglichen Districts-Einnehmers Stiehler in Hungen der Großherzogliche Finanz-Aspirant Zimmermann mit der Verwaltung der Großherzoglichen Districts-Einnehmerei Hungen beauftragt worden ist. Gießen, am 9. October 1888. Großherzogliches Kreisamt Gießen. __v. Gagern.__ Gießen, am 4. October 1888. Betreffend: Wiederbefetzung der erledigten Stelle eines Stiftungsanwaltes des evangelischen Kirchen- und Stiftungsfonds der Provinz Oberheffen. i Das Großherzoglichc Kreisamt Gießen an die evangelischen Kirchen- und Stiftungsvorstände deS KreiseS. Wir benachrichtigen Sie, daß Großherzogliches Oberconsistorium den Rechtsanwalt Herrn Theophil Baist zu Gießen mit der Führung sämmtlicher der Stistungsanwaltschast des evangelischen Kirchen- und Stistungsfonds der Provinz Oberheffen obliegenden Geschäfte beauftragt hat. ___v. Gagern.__ Betreffend: Die Einrichtung der Fortbildungsschulen. Gießen, am 10. October 1888. Die Großherzogliche Krris-Schul-Commission Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Die eingesandten Verzeichnisse in rubr. Betr. werden in den nächsten Tagen br. m. an Sie zurückgehen. v. Gaaern. Politische Rundschau. Gießen, 10. October. Die Hofjagden in der Steiermark zu Ehren Kaiser Wilhelms, die Leider vom Wetter nichts weniger als begünstigt waren, sind am Dienstag offiziell zum Abschluß gelangt und hat sich alsdann die hochfürstliche Jagdgesellschaft getrennt. Von Mürzzuschlag aus, wo das bis jetzt in Wien zurückgebliebene Gefolge Kaiser Wilhelms sich wieder mit dem Monarchen vereinigt, dürfte am heutigen Tage die Weiterreise des deutschen Kaisers über Villach, wo Prinz Heinrich von Preußen mit seinem kaiserlichen Bruder Zusammentreffen wird, um ihn auf der Weiterreise zu begleiten, nach der Eisenbahnstation Pontafel an der kärlhnerisch - italienischen Grenze erfolgen. In Pontafel, also noch auf österreichischem Boden, findet die Begrüßung des Kaisers Namens des Königs von Italien durch den entgegengesandten Generaladjutanten König Humberts und die italienischen Ebrencavaliere Statt. Von Pontebba, dem Pontafel gegenüberliegenden italienischen Grenzorte, an, setzt dann Ler Kaiser die Weiterreise mit einem italienischen Separat-Hofzuge über Mestre, Ptstoja, Bologna, Florenz nach Nom fort, woselbst die Ankunft nach den bisherigen Dispositionen an diesem Donnerstag in der fünften Nachmittagsslunde erfolgen dürfte, lieber eine volle Woche wird Kaiser Wilhelm der Gast des italienischen Königshauses sein und die größte Zeit über in Rom weilen, während für den Besuch Neapels zwei Tage in Aussicht genommen sind, um am 19. October die Rückreise nach Deutschland anzutreten. Dieselbe gebt, soweit bis jetzt festsieht, über Ala, München, Regensburg und Probstzella und ist auf derselben ein nochmaliger Besuch des Wiener Hofes, von welchem neuerdings aufgetauchte Gerüchte sprachen, nicht beabsichtigt. Der Besuch Kaiser Wilhelms in Hamburg anläßlich der Zollanschlußfeierlichkeiten wird nunmehr bestimmt am 29. October erwartet. Der Kaiser nimmt an diesem Tage an der Einweihung und Besichtigung der Zollanschlußbauten Theil, wohnt dem sich daranschlteßenden Festmahle bei und kehrt Abends nach Berlin zurück. Der formelle Anschluß Hamburgs und Bremens an das Zollgebiet erfolgt dagegen, wie bekannt, am 15. October. Ate Ausnutzung des unerquicklichen Streites um die Tagebuch - Beröffeirt- Eichungen durch gewisse Berliner Berichterstatter, die fajt täglich neue auf Sensation berechnete Nachrichten in die Oeffentlichkeit bringen, macht in weiten Kreisen einen peinlichen Eindruck. Wie officiös verlautet, soll von alledem nur richtig sein, daß Professor Geffcken sich zu der Veröffentlichung in ihrem vollen Umfange bekannt hat und auch die Verantwortlichkeit für dieselbe übernehmen will. Durch verschiedene Zeitungen ist übrigens ein Telegramm gelaufen, nach welchem „guten Vernehmen nach" die Untersuchung in der Affaire Geffcken bereits geschlossen sei und Herr Geffcken demnächst aus der Haft entlassen werden solle. Wie indessen aus Hamburg von com- petenter Seite geschrieben wird, befindet sich derselbe noch in Untersuchungshaft und es kann also auch das gerichtliche Vorverfahren gegen Professor Geffcken noch nicht zum Abschluß gelangt sein. Die Charakteristik, welche der sreiconsernatioe Abgeordnete Graf Douglas vor feinen Wählern in Aschersleben von unserm jetzigen Kaiser entworfen hat, läßt die politische Persönlichkeit Wilhelms II. von Neuem in wohlthuendsten Lichte erscheinen. Als allem Coterte- und Eamarillawcsen entschieden feindlich gesinnt, schilderte Graf Douglas den jugendlichen Monarchen, der keine Parteiregierung kenne, sondern von seiner Regierung sachliches Handeln, ohne Rücksicht auf kleinliche persönliche und Partei- ! Interessen verlange. Graf Douglas wies auch darauf hin, wie Kaiser Wilhelm wieder- ' holt geäußert habe, daß sein Leben dem ganzen Volke gehöre, ohne Unterschied deS Glaubens, der Abstammung oder der politischen Parteistellung und daß er ein Kaiser und König für alle Untertanen ohne Unterschied sei, der Recht und Gerechtigkeit über alle walten lassen wolle. Die öfteren Hochwafferkatastropherr, von denen in diesem Jahre verschiedene preußische Landesthetle heimgesucht worden sind, haben die Aufmerksamkeit der preußischen Regierung der wichtigen Frage des Ausbaues der Hochwasserbetten und der Regulierung der nicht schiffbaren Flüsse zugelenkt. Seitens des Ministers für Ackerbau und Landwirthschaft, Dr. Lucius, sind Anweisungen ergangen, wonach alle Erfahrungen nutzbar gemacht werden sollen, welche sich auf die Wasserstände in den gedachten Flüssen und Wasserläufen, die hierbei zum Abfluß gelangenden Wassermengen, sowie auch auf die Zeitdauer der Hochwasser in den verschiedenen Flußläufen beziehen. Zu diesem Zwecke wurden die Meliorationsinspectoren in allen Provinzen beauftragt, Verzeichniffe der Flüsse ihres Dienstbezirkes anzulegen und in dieselben, schematisch geordnet, diejenigen Ermittelungen aufzunehmen, welche bei Vorarbeiten zu Flußregulirungs- und Meliorations- projecten gemacht und in dem bei den einzelnen Beamten und Behörden befindlichen Material niedergelegt sind. Die Verzeichnisse sollen möglichst Auskunft geben über die Person des Beobachters, die gewählte Stelle des Flußlaufes, die Höhe des Wasserstandes von dem nächstgelegenen Pegel und ob derselbe als niedriger, mittlerer oder hoher Wasserstand zu gelten habe, ferner über das Durchfluß- ober Fluthprofil, die abfließende Wassermenge, die Größe des Niederschlagsgebietes, die Zeitdauer des Hochwassers und endlich über die Zett der angestellten Ermittelungen. Die Lokalbaubeamten haben durch die vorgesetzten Behörden Anweisung erhalten, den Meliorationsinspectoren über alle bei Wasser- und Brückenbauten, Merkpfahlsetzungen und dergleichen Gelegenheiten gemachten Beobachtungen und über die Resultate der angestellten Berechnungen Mittheilung zu machen. In Oesterreich geschehen Zeichen und Wunder — das Ministerium Ta affe soll vor dem Ende seiner Tage stehen! Wenigstens gehen Gerüchte über eine bedenkliche Erschütterung des „Versöhnungsministeriums" um und wird als deren Ursache die Affaire Strohmayer angegeben. Als nämlich Kaiser Franz Josef von den Manöoern bei Belooar, während welcher der Bischof von Djakovar die bekannte Rüge vom Kaiser persönlich erhielt, nach Wien zurückkehrte, unterbreitete Graf Taaffe dem Monarchen ein Memorandum, indem er die Rückwirkung dieser kaiserlichen Rüge auf die Haltung der Slaven in Oesterreich-Ungarn heroorhob. Kaiser Franz Josef soll darauf angeblich gesagt haben: „Ich kann nicht dulden, daß mich meine Untertanen im Auslande ungestraft verletzen!" In den politischen Budapester Kreisen gilt der Rücktritt des Grafen Taaffe sogar schon als gewiß und bringt man hiermit die allerdings sehr auffällige Thatsache in Verbindung, daß der österreichische Ministerpräsident bei den von Kaiser Wilhelm verliehenen Ordensauszeichnungen leer ausgegangen ist. Die Pester Blätter erinnern daran, daß Graf Hohenwart während der Begegnung der Kaiser von Deutschland und Oesterreich in Gastein im Jahre 1871 in ähnlicher Weise, wie diesmal Graf Taaffe nicht beachtet wurde, worauf dann bald sein Rücktritt erfolgte. — Trotzdem wird man erst die Bestätigung der bezüglich des österreichischen Ministerpräsidenten coursirenden Gerüchte abwarten müssen, denn Graf Taaffe erfreute sich bis jetzt dermaßen des Vertrauens seines Kaiserlichen Herrn, daß man sich durchaus noch nicht mit dem Gedanken vertraut machen kann, Taaffe habe dieses Vertrauen nun plötzlich eingebüßt. Während sich das Oberhaupt der franzöfischeu Republik zur Zeit wieder auf einer politischen Reise, diesmal durch die südöstlichen Departements Frankreichs,, befindet, ist endlich auch Boulanger auf der Bildfläche jenseits der Vogesen wieder ousgetaucht. Er hat seinen politischen Freunden in Parts einen kleinen Vortrag gehalten, woraus zu entnehmen ist, daß Boulanger dem Ministerium bis auf Weiteres keine Verlegenheiten bereiten und sich auch wieder am parlamentarischen Leben betheiligen will, da Boulanger von den ihm bet den verschiedenen Ersatzwahlen zugefallenen Deputtrtenmandaten wiederum dasjenige des Norddepartements annehmen wird. Inzwischen gtebt sich in den Pariser Negierungskreisen große Befriedigung über die sympathische Aufnahme kund, welche dem Präsidenten Carnot in Lyon, der zweitgrößten Stadt Frankreichs, bereitet worden ist; man hatte socialistische und wohl auch boulan- gistische Kundgebungen anläßlich des Präsidentenbesuches in Lyon, das ja voll rvon allerhand unruhigen Elementen steckt, befürchtet, aber es scheinen solche nicht statt- gesunden zu haben. Deutschland. Darmstadt, 9. October. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben Aller- gnädtgst geruht: Am 8. d. M. den Dtstrictselnnehmer der Districtseinnehmerei Höchst, Rendant Johannes Heyl in gleicher Dtensteigenschaft in die Districtseinnehmerei Bad Nauheim zu versetzen; den Districtsetnnevmer der Districtseinnehmerei Fürth Georg Schäfer zum Steuercontroleur, den Ministerialprotokollisten bet der Registratur des Ministeriums der Finanzen Ludwig Müller und den Hauptsteueramtsassistenten bet dem Hauptsteueramte Offenbach Philipp Jakob Göbel zu Dtstrtctseinnehmern der Dtstricts- etnnehmerei Höchst, bezw. Fürth, sowie die bei dem vereinsländischen Hauptzollamte zu Hamburg commissarisch verwendeten Hauptstcueramtsassistenten Friedrich Feick und Philipp Klein zu HauptstellerawtZassistenten bet dem Hauptsteueramte Offenbach, bezw. Worms zu ernennen, und den Calculator bei dem Katasteramte Ernst Schmidt aus sein Nacbtucben aus dem Staatsdienste zu entlassen. Berlin, 8. October. Am 15. October findet der Anschluß Hamburgs und Bremens an den Zollverein statt. Damit ist, abgesehen von den Freihafengebieten, welche, was die Zahl der Konsumenten anlangt, nicht in Betracht kommen — selbst in Hamburg wohnen dort deren nur etwa 1000 und zwar größtenlheils Arbeiter — und in Wahrheit nicht anderes sind, als zollfreie Riede, lagen, das ganze Gebiet Deutschlands zollgeetntgt. Jene Bewegung, welche mit dem Zollanschlusse Hannovers 1851 einsetzte, in den Anschlüssen, Schleswig-Holsteins, Lübecks, Mecklenburgs in den Jahren 1867/68 ihren Fortgang nahm, hat damit ihren Abschluß erreicht. Dieser Abschluß ist freilich, wie so manche vorhergehenden Schritte auf dem Wege der Zolleinigung Deutsch- Lands, nicht ohne Mühe erreicht worden. Aber wenn das Zustandekommen des Zoll- onschlusses unserer beiden bedeutendsten Seeplätze als ein Triumph der Btsmarck'schen Poiilik über zahlreiche Hindernisse bezeichnet werden darf, so ist es auch ein Erfolg, welcher der größten Bemühungen lohnt, und zwar in doppelter Hinsicht. Einmal überwiegt die nationalwirthschaftliche Bedeutung des Anschlusses dieser beiden Plätze und ihrer Umgebung an das deutsche Zoll- und Wirlhschaftsgebiet diejenige des Anschlusses der früher erwähnten Theilc DeulschlandS weiiaus. Er ist eine höchst erfreuliche aber keine vorauszusehen, selbst nicht zu erhoffen gewesene Folge der Reichs- veifassung. Zugleich aber Hal der Zollanschluß den Anlaß und in Folge der Bethci- liqung des Reiches an den Kosten auch die Möglichkeit geboten, die Hafen- und Ver- kedrseinrichtungen dieser beiden Städte auf die Höhe zu bringen, deren sie bedürfen, damit dieselben ihre Aufgabe, die Ein- und vor Allem die Ausfuhr über See zu vermitteln, völlig lösen und den ausländischen Konkurrenten erfolgreich die Spitze bieten können. Belgien. — In Brüssel ist endlich eine erste, in positivster Weise auftretende Nachricht über das Schicksal der Stanley-Expedition eingetroffen. Dieselbe stammt von Major H^dister, einem Beamten der Sanfort-Compagnie und gegenwärtig Letter der Station Bangala des Eongo-Staates, welcher in einem vom 8. Juli dattrten Schreiben berichtet, daß Slanley's Expedition vollständig zu Grunde ging und daß Stanley selber wahrscheinlich längst den Tod gefunden habe. Von wem Major Hodister diese seine Unglücksnachrichten besitzt, ist noch nicht bekannt, aber leider klingen sie nicht unwahrscheinlich, wenngleich von Afrikakennern die Meinung ausgesprochen worden ist, wenn Stanley wirklich todt wäre, würde dies im centralen Afrika langst bekannt sein. Aber Stanley ist mit seiner Expedition länger als ein Jahr völlig verfchollen und dies spricht kaum für die hoffnungsvolleren Auffassungen über das Schicksal des berühmten Afrikareisenden. Telegraphische Aepeschen. Wolsf'A telegr. Korrespondenz - Bureau. Berlin, 9. October. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Ernennung d?s Grasen Puckier zum Hofmarschall mit dem Range des Viceoberhofchargen, sowie die PeUeihung des Schwarzen Adlerordens an Se. König!. Hoheit den Prinzen Waldemar von Dänemark und den schwedischen Staatsminister Baron Bildt und desselben Ordens in Brillanten an den russischen Minister des Aeußeren Herrn von Giers. — In der Expedition der „Deutschen Rundschau" wurde gestern das Octobcr- heft der „Deutschen Rundschau" beschlagnahmt; dasselbe enthält bekanntlich die Auszüge aus dem Tagebuche des bochseltgen Kaisers Friedrich III. Berlin, 9. October. Wie es heißt, begibt sich Graf Douglas für die Tage der Anwesenheit des Kaisers in Rom eben dorthin. — Die „Polst. Rachr." melden, daß Legationsrath Ktderlen-Wächter, bisher in Konstantinopel, zum Wirklichen Legationsrath und Vortragenden Rath und der Wirkliche Leaattonsrath Raschdau zum Vortragenden Rath, beide in der politischen Abthetlung d.'s Auswärtigen Amtes, ernannt worden seien. An Stelle Raschdaus ist Consul Aich- lb.'rger (Galatz) in die handelspolitische Abthetlung getreten. — Nachdem der Kaiser den Durchbruch der Zimmerstraße genehmigt, hat der Kriegsminister dem Magistrat die Bedingungen wegen Abtretung eines Gartentheiles des Krtegsministeriums behufs Verhandlungen zwischen beiden Behörden mitgetheilt. München, 9. October. Auf die Mittheilung, Kaiser Wilhelm habe 1000 JC für hiesige würdige Arme gespendet, dankte der Magistrat durch Erhebung von den Sitzen. München, 9. October. Se. König!. Hoheit der Prinz Heinrich von Preußen ist heute Vormittag halb 11 Uhr hier eingetroffen und nachdem er auf dem Bahnhofe das Frühstück eingenommen, alsbald mit dem nach dem Brenner gehenden Etlzuge roetterpereift. Prinz Heinrich wurde in dem kleinen Fürstensalon von den Prinzen Louis Ferdinand und Alfons von Bayern begrüßt, welche zur Verabschiedung von dem Herzoge und der Herzogin von Genua auf dem Bahnhose anwesend waren. Der Herzog und die Herzogin von Genua traten mit demselben Zuge, welchen Prinz Heinrich benutzte, die Rückreise nach Rom an. Mannheim, 9. October. In Gegenwart der Staats- und städtischen Behörden Wmde heute morgen das neue Local der Börse dem öffentlichen Verkehr feterlichst übergeben. Hamburg, 9. October. Den „Hrmb. Nachrichten" und dem „Correspondent" zulolge beaumaale Geffcken seinen Anwalt Wolffson, gegen die Entmündigung energischen Einspruch zu erheben Straßburg i. E., 9. October. Die Neuwahlen der 24 Abgeordneten zum LandesauSfchusfe, welche die Städte Straßburg, Mülhausen, Metz und Colmar, sowie die 20 Landkreise vertreten, sind auf den 6. November festgesetzt. Wien, 9. October. Der Staatsminister Graf Herbert Bismarck, welcher aus Pest hierher zurückgekehrt ist, fuhr heute bei dem päpstlichen Nuntius Galimberti und bet den übrigen Bot- und Gesandtschaften, sowie bet den österreichischen Ministern vor und gab Abschiedskarten ab. Heute Abend findet zu Ehren des Grafen Bismarck eilt Diner bei dem deutschen Botschafter Prinzen Neuß statt; nach demselben tritt Graf Bismarck alsbald die Reise nach Mürzzuschlag an. Mürzsteg, 9. October. Ihre Majestäten der Kaiser Wilhelm und der Kaiser Iran- Josef begaben sich trotz des fortdauernden Regenwetters heute Morgen um 8 Uhr Lokales. Gießen, 9. Oct ober. Die Entscheidung über die Wahl eines Bauplatzes für nn neues Knabcnlchulhaus scheint demnächst bevorzustehen, indem Seitens der städtischen L au-Deputatlon beute bei strömendem Regen ein weiter in Frage gekommener Platz nämlich bei Heß Ide Garten hinter der Bahnhofstraße — beaugenscheinigt wurde. ,,, ,. Bietzen, 10. October. Als versöhnender Schluß des diesjährigen so überausschlecht verlaufenen Sommers brachte der September noch eine Reihe von wunderbar schonen Tagen, die den Menschen des Wetters Unbill, die während eines großen Theils- der Sommermonate herrschte, vergessen ließen. Das baldige Ende der schönen Jahreszeit ebnend, benutzten denn auch Viele das angenehme Wetter zu Ausflügen, um noch einmal des scheidenden Sommers Herrlichkeit in vollen Zügen zu genießen. Die Per- gnügungsorte in der Umgebung der Stadt erfreuten sich in letzterer Zeit einer recht leoyasien Frequenz und allabendlich konnte man Schaaren heimkearender Spaziergänger ^Ul?en:Aarnb’lra$en wahrnehmen. — Nun ist mit einem Male der Herbst gekommen, nicht mit klaren, sonnigen Tagen, sondern mit Regen und rauben Stürmen hielt er seinen Einzug; grau und trübe schaut der Himmel herab auf das allmälig sich voll- ziehende Hmsterben in der Natur. Der Blätterschmuck der Bäume färbt sich rotb und gelb, der Wind wirbelt das welke Laub umher und unaufhörlich strömt der Regen. Tie noch vor Kurzem so belebten Anlagen sind still und verlassen und bieten ein Bild Der £rnuer dar; das abendliche Promeniren hat ob der kühlen Temperatur für das -Publikum keine Anziehungskraft mehr, denn wen nicht die Nothwendmkeit zum AuS- gehen zwingt, der bleibt am häuslichen Herde, dessen Traulichkeit gerade zu dieser Seit einen eigenen Retz für den Menschen hat. ° “ f?{L9lrb^tern , an<_ ber "euen Wieseckbrücke in der Bleichstraße sind jetzt »orgefdritten, daß in den ersten Tagen die Eisentheile zur Verwendung kommen nach Kaltenbach, wohin die übrige hohe Jagdgesellschaft schon vom frühen Morgen an ausgebrochen war. Um 3 Uhr Nachmittags findet der Schluß der Jagd und um 7 Ubr yoftafel statt. In Mürzzuschlag werden bereits umfangreiche Vorbereitungen für den Empfang der kaiserlichen Majestäten getroffen, namentlich wird der Bahnhof reich geschmückt. “ Mürzst-g, 9 October Da das Wetter sich aufgebellt hat, findet morgen eine ®em§jagb im Curlsgraben bei Krampen oder an den Zwirdelwanden bet Altenberg r.,daer folgt die Rückkehr beider Kaiser und der sürstlichen Jagdgäsie nach der ^^enbahn:Station Kapellen, woselbst ein Exirazug dieselben erwartet. Die Abfahrt von Mürzzuschlag findet um 1 Uhr statt. J Annecy, 9. October. Carnot empfing in der Präfektur den Präsidenten des Generalraths, welcher die Mitglieder des Raths vorstellte und in einer Ansprache ver- nd)erte, bu saooyische Bevölkerung sei ber Republik treu ergeben und werde jeden verbrecherischen und sinnlosen Versuch gegen die Republik energisch zurückweisen. IHonv October. Nach den bis jetzt vorliegenden Bestimmungen werden zum ^mpsange Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm am Bahnbofe anwesend sein: ber Ministerprasibent Crispt, ber Kommandant ber Armee, der Präfect und der Ober- ^r Stadt. Unmittelbar nach Ankunft im Quirinal wird Se. Majestät die MirsisEr, die Präsidenten der Kammern, sowie die höchsten Würdenträg.r empfangen. rSr,r., Petersburg, 9. October. Das „Journal de St. Petersbourg" bemerkt an- der Kommentare einiger Blätter über den Besuch des Kaisers Wilhelm in und Rom und der damit in Verbindung gebrachten Unterstellungen betreffs der bulgarischen Frage: Nach den Steuerungen der osficiellen Organe sei es gestattet, s°siberbej Äaifer« ben Bmecf habe, die guten Beziehungen zu den Hosen unb die frieblichen Absichten ber neuen Regierung zu conftatiren. Dem- ju olge könne von Verhandlungen über specielle Fragen keine Rede fein. In Peterhos habe der Kaiser Wilhelm sicherlich die Ueberzeugung von den friedlichen Absichten Ruß- lailbs gewonnen. Zweifelsohne werde er es sich haben angelegen sein lassen, davon auch den Wiener Hos zu überzeugen unb werde das wohl auch In Rom tbun. tuurbc ba$ abcr nicht geschehen auf Grund irgend welcher Art von Ver- psUchtungen. Athen, 9. October. Die Königin wird am 17. October zurückerwartet. — Die Kammer tit aus den 25. October einberufen. - Die Festlichkeiten anläßlich des Regierungsjubilaums beginnen am 31. October. Gießen, 10 October. Der Schühenverein Gießen hielt gestern Abend die erste Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 1888-89 im Cas6 Gühlholtz unter recht reger Theilnahme ab. Aus dem Geschäfts- und Kassenbericht ist nur Günstiges ZU entnehmen Das Inventar mit Baarvermöaen beträgt circa 7000 Jt (ber Bau- fonbd ilt hierin nicht einbegriffen). In ben Vorstand wurden gewählt: Carl Brück I. ^Lutzenmeister, W. Friedel, 2. Schützenmeister; Carl Wiegand, 1. Vlatz- meister, Aug. Voigt, 2. Platzmeister; Fritz Helm, 1. Schriftführer, W Kurz 2. e»riftfü6nr; Corl D-muth, R-chn-r; Adolph Wohl und J äusoU - Die Feier des 10 Slistungsicstes soll mit Nücksicdt auf die demnächst'stattfindendo Weihe des Pereinsbauscs in einfacher Weife unter den Bereinsangchörigen abaetialten werden Um den geselligen Verkehr unter Mitgliedern auch während des Winters ,u unterhalten sollen an jedem Mittwoch Abend Vcreinsabende. auberdem soll tm Januar 1889 ein Winterfest abgehalten werden. Vermischtes. . , Q BeUuhausen bei Marburg, 4. October. Seit Sonntag den 30. v. M. wird unser Mitbürger Hch. Kapp vermißt. Derselbe begab sich an genanntem Taae na* einer Mühle bei Aiten-Buseck zu Besuch. Sein- V-?wand?en von da liehen ihn Abend« durch einen Knecht nach Hause fahren. Derselbe brachte ihn auf einem Wagen durch Alten-Buseck. Oberhalb des Ortes, auf dem Wege nach Daubringen, stieg er bem, Bemerken, eS friere ihn, er wolle nach Hause gehen, vom Wagen ab. Der Knecht fuhr nach der Mühle zurück. Da Knapp bis jetzt noch nicht zu Hause eingetroffen ist, wird allgemein vermuthet, daß demselben entweder unterwegs ein Leid zugestoben ober baß er verunglückt sei. Seine Angehörigen und Verwandte boten nun Diele ßeute auf und ließen den Hangelstein, welchen er passirt haben soll, ebenso den Lumdafluh durchsuchen jedoch ohne Erfolg. Die Grohh. Gendarmerie zu Gi-Hen, von dem Falle benachrichtigt, soll nun seine Spur aufgenommen und verfolgt haben. Derselbe befinde sich gesund und wobl zu Hause. 9tach einer weiteren Mtltheiluna wollte er (in Folge zerrütteter Vermögensverhältnisse) nach Amerika auswandekn, kehrte aber von Cassel aus wieder tn seine Heimath zurück. hna Autirh? W einigen Tagen cursirte in der Stadt das Gerücht, die „Offenbacher Zeitung", das hiesige Amtsblatt, sei durch Kauf in den Besitz eines FranksurterS ubergegangen, indeß wußte Niemand etwas Zuverlässiges. Nunmehr ist• bte Situation geklärt, Fama bat Recht behalten. Das seit 114 Jahren oEAnhe Geschäft hat ein. Herr v. Witzleben in Frankfurt um den Preis von 250000 JL -- eine ziemlich hohe Summe — gekauft. Bekanntlich starb der seitherige "SÄÄLMtL ^hil. Werner, am 17. December v. I., seine Schwiegermutter, w^che Geschaftstheilhaberin war, ist ihm kürzlich im Tode nachgefolgt, so daß das ganze Geschäft auf die beiden noch verhältnißmäßig jungen Söhne überging. Was letztere zu bem Berkauf veranlaßt, entzieht sich der Ocffentlichkeit, man munfeli freilich, Familienverhaltnisse hätten den Anlaß geboten und bas muß wohl auch der Fall sein, ba sich sonst nicht erklären läßt, warum die Söhne ein so gutes altes Geschäft auö der Hand gaben. . ... S-lig-nstodt, 5. October. (Vatermord). DI- ..Off. Z." b-rt-bt-l: ..Um a heule Nachmittag erschoß der ungefähr 40 Jahre alte Sohn des hiesige» Bürgei s und früheren Fuhrmannes Michael Joseph Burkard seinen ergrauten Vater im Hausflur nach vorausgegangenem Wortwechsel mittelst mehrerer Nevolverschüsse. Die zur Hilfeleistung herbeiellende Schwester erhielt einen ungefährlichen Streifschuß oberhalb Sl? Auges. Der Mörder sott von zeitweisen. Wahnsinn befallen sein und verübte bie blutige That augenscheinlich in einem solchen Zustande. Der hiesigen Polizei ^tne Habhaftwerdung nur mit größter Mühe gelungen. Die Gendarmen Kunst und Doll, welche alsbald an den Ort der That eilten, wurden an der Verhaftung dadurch gehindert, daß der Wahnsinnige dem Kunst tn die Lippe und Döll in den Hals 'Hoß. Darnach fluchtete der Attentäter auf das Dach des Hauses, woselbst er eben falls eine bedrohliche Haltung einnahm und dem Peter Link, welcher sich mit zwei Oclsdienern auf das Dach begab, mit einem Schuß durch den Arm verwundete. Wie 110d) ferner mttgetheilt wird, konnte die Verhaftung des Wahnsinnigen nur dadurch ermöglicht werden, daß die Feuerwehr den Attentäter durch einen starken Wasserstrahl aus zwei Feuerspritzen unschädlich machte." — Frankfurt, 9. October. Heule Mittag erschoß sich mittelst eines Revolvers in einer Badezelle des auf dem Merianplatz belegenen Volksbrausebaler ein 28jähriger Buchbinder Namens Kempf. Die Waffe war mit Wasser geladen. Der Unglückliche feueite den Schuß in den Mund, wodurch der Kopf auseinandergesprengt wurde, so daß das Gehirn bis an die Decke der Zelle spritzte. Als Motiv der unseligen That wirb Arbeitslosigkeit angegeben. Der übrigen Badenden bemächtigte sich große Bestürzung, Manche sprangen unangekleidet aus ihren Zellen, so daß in der Verwirrung ein Bild entstand, das zu dem tragischen Akt eigentlich wenig paßte. Warum auch der Mensch gerade diesen Platz zur Ausführung seiner selbstmörderischen That sich auserkor, ist nicht recht verständlich. — Am 18. d. M-, dem Geburtstage des verstorbenen Kaisers Friedrich, werden im sogenannten Nizza Hierselbst zwei Kaisereichen, eine für Kaiser Wilhelm I. und eine für Kaiser Friedrich, gepflanzt. Das uniformirte deutsche Veteranencorps und der Militärverein sind die eigentlichen Veranstalter der Feier. Nürnberg, 7. October. Einem Schutzmanne, der Abends nach 9 Uhr aus einer Bierwirthschaft ein daselbst mit Zündhölzchen hausirendes kleines Mädchen entfernen wollte, wurde, als er mit dem Mädchen die Straße betrat, von der draußen wartenden Mutter des Kindes nach kurzem Wortwechsel ein Gläschen Scheidewasser in's Gesicht gegossen. Dem bedauerswerthen Manne wurde außer anderen Beschädigungen namentlich das linke Auge durch die ätzende Flüssigkeit dermaßen verletzt, daß dessen Sehkraft verloren sein dürfte. (F. Z.) Gchiffsnachrtchten. Bremen, 8. October. (Per transatlantischenTelegraph.^ Der Schnelldampfer Eider^ Capitän H. Baur, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 29. September von Bremen und am 30. September von Southampton abgegangen war, ist heule 11 Uhr Vormittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Landwirthschaftliche Nachrichten. (Nachdruck verboten.) Aegenwürmer aus Blumentöpfen zu vertreibens Um die den Pflanzen so r 11 Regenwürmer aus den Töpfen zu vertreiben, kann man folgende einfache n c^o^bnden. Man schüttet etwa 125 Gramm Senfmehl in eine große Gießkanne voll-Waner und laßt es ungefähr eine Stunde stehen, alsdann begießt man die Pflanzen in den Topfen damit. Wenn Regenwürmer in demselben vorhanden sein sollten, so nimm en sie ganz sicher an die Oberfläche und können dann leicht entfernt werden. Ern anderes probates Mittel zur Vertilgung der Regenwürmer ist Kampferwasser. Zu dreiem Zweck löst man ein Stück Kampfer in Spiritus auf und verdünnt diese Lösung mit etwas Wasser. Von Zeit zu Zeit wird dieselbe umgeschüttelt und nach einigen Tagen durch Leinwand filtrirt, worauf man sie dann zum Begießen der Pflanzen verwenden kann. Als noch ein anderes sicheres Mittel ist die Anwendung fauler Aepfel zu empfehlen. Legt man einen angefaulten Apfel auf die Erde des Blumentopfes, so kommen die vorhandenen Würmer hervor und kriechen auf denselben. Nach mehr- maliger Anwendung dieses Mittels werden die Würmer verschwinden. Wie heizt man Räume, welche keinen Schornstein haben? Mit dem tragbaren Carbon-Ofen, welcher ohne Schornstein rauch- und geruchlos brennt. Jllustr. Prospect durch die Carbon-Natron-Heiz-Cie. in Dresden. 7395 F"”‘---------------------- __________JJJ. ■■■—■■-I Frankfurter Stadttheater. Zwischen der Intendanz des Frankfurter Opernhauses und der berühmten Sängerin Frau Pauline Lucca ist soeben eine endgültige Ve einbarung erfolgt, derzufolge die Künstlerin an einem oder zwei Abenden im Frankfurter Opernhause auftreten wird. Das erste Gastspiel dieses illustren Gastes findet Dienstag den j 16. October statt, für eine eventuelle zweite und letzte Vorstellung ist der 19. October | in Aussicht genommen. Frau Pauline Lucca wird am 16. October die Titelpartie in i Bizet's „Carmen" fingen. Eintrag in das Gknosftnschastsrrgister Gr. Amtsgerichts Gießen am 9. Oetober. An Stelle des verstorbenen Directors Christian Roth ist August Theodor Krämer von Alten- Buseck als Director des Spar- und Vorschuß-Vereins daselbst gewählt worden. Neidhart, 8140 Gerichtsschreiber. Bekanntmachung. Freitag den 12 October, Nachmittags 2 Uhr, wird die Verpachtung der in diesem Jahre leihfällig werdenden Triebviertel auf weitere 6 Jahre fortgesetzt. Zusammenkunft an der Loth'schen Wirtschaft. Gießen, den 6. October 1888. Großh. Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 8085 Allgemeiner Anzeiger. 4^6« Fischverkauf. Die bei der Ausfischung des fiscalischen Harbteiches — 8/a Stunde von der Station Nidda der Gießcn-Gclnhäuser Eisenbahn gelegen — zu erwartenden ca. 300 kg Speifekarpfen und ca. 50 kg Hechte sollen auf dem Submissionswege verkauft werden und find die Gebote pro 50 kg bis längstens Dienstag den 16. October d. I., Vormittags 11 Uhr, portofrei bei uns einzureichen, um welche Zett dann deren Eröffnung in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten erfolgen wird. Die Verkaufs- Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Nidda, am 8. October 1888. Großherzogliche Oberförsterei Nit da. __Hallwachs.___________________ 8124 Möbel* VersleiyertiHff» Donnerstag den 11. d M., Nachmittags 2*/r Uhr, werden im früheren Brammffchen Local (Neustadt 55) infolge Wegzugs des Herrn Jos. Mattes nach Wien die kaum V2 Jahr gebrauchten Möbel versteigert; besonders: zwei gleiche Betten mit Sprungfedermatratzen, eine Kommode, Tische, Stühle, Waschtisch, zweithüriger Kleiderschrank, Küchenschrank, Regulator rc. rc. 96* 1 neue Howe-Nähmaschiue für Schuhmacher. Anschließend an diese Versteigerung kommen im Auftrag des Herrn Oberförster Heyer von einer Erbschaftstheilung zum Ausgebot: ein Schrank, eine Hängelampe, Spieltisch. Blumentisch, Bett, Teppiche, zwei Tische, Handkoffer, Stühle, Spiegel, Bilder rc. rc. [8105 Louis Rothenberger, Taxator. Die Lieferung von hundert Centnern Steinkohlen (Nußkohlen la.) für das Schwesternhaus in der Lonystraße soll auf dem Submissionsweg vergeben werden. — Anerbietungen nehmen die Unterzeichneten bis zum 15. October entgegen. 8119 August Mayer. Th. Barst. Aeikgeöolenes. Neues Sauerkraut empfiehlt 8132 £. Kalkhof. Fussbodenanstrich § ca / Fuss- /boden ! und Parquet- boden- Wichse. in allen Arten, in allen Nüancen . rasch und / hart / trock- / nend. / •' Stahlspäne, Farben und Lacke. e Wohlschmeckend, durchaus rein. Aus besten Materialien bestehend. ® Sämmtliche Fabrikate sind in wenigen Minuten vollständig zum Genuss J* 3 fertig und eignen sich vermöge ihrer Billigkeit und der durch zahlreiche Zeugnisse ärztlicher Autoritäten, Anstalten eto. anerkannten i i besonderen Güte und Nahrhaftigkeit ganz vorzüglich zum Gebrauch M [ in jedem Haushalt. Ä ' Zu beziehen in allen besseren Colonial- u. Delicatesswaaren-Handl. 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Hypothbk.-Mandbr- 107 40 10490 101.20 107.20 105.40 106 60 Oesterr. Ereditactien Oesterr. Staatsbabn-Actten 1880 40/n Russen Oblig. Darmstädter Bankactien Bühner, Gerichtsvollzieher. 16.13-16.15 16.06-16.14 20.36-20.41 4.16—4.20 ReichSbank-Discrnto 4% Sinnt Reiners. Eugen Göhler. Adam Reiners. Emanuel Laußig. Max Löwe. Ernst Hildebrandt. Johanna Reichelt. Disconto-Eom.-Antheile Lombarden 3V»o/g SolmS-Brauns. Oblig. 4% Gießener Oblig. 4% Oesterr. Goldrente 4,/6°/o Oesterr Silberrente 5% Portugiesen Oblig. 4% Griechen 5% Ottoman Zoll-Obl. Geldsorterr. Preise der Platze: Tagesoerkauf: Sperrsitz 1.50,1. M. 80 flr, „ JJ- Matz 50 X Gallerte 30 A. Abendkasse: Sperrsitz JL 1.75,1. Pl. 1 jl 11 Platz 60H, Gallerte'30^. Militärs vom Feldwebel abwärts zahlen auf den I. und II. Platz an der Abendkasse dte Halste. " Der Vorverkauf, sowie der Verkauf von ganzen und halben Abonnements auf den Sperrsitz und I. Platz befindet sich in der Ergarrenhandlung von Gustav Gerhardt am Lindenplatz, woselbst auch die AbonnementSkarten und Passepartouts gegen nummerirte undTaaes- karten umgetauscht werden müssen. Den geehrten Abonnenten u. partout- Platz.Besttzcrn bleiben ihre Plätze bis 1-t Uhr Mittags r-s-rvirt. W 8 6,6 8133J Die Direction. Freitag den 12. October r Papageno. 20 FrancS-Stücke do. in ,/l Engl. Souvereigns Dollars in Gold Minette, Kammerjgfr. der Geheimräthln Luise Gilsa. Kassenöffnung 7Vz Uhr. — Anfang 8 Uhr. 229 50 4575 83 60 90.50 4% Nassauer Oblig. 4% Bayerische Obttg. 4% Badische Oblig. 4% Hessische Oblig. 4% Franks. Hypothbk.-Pfandbr. Kneiplocal, schönes großes, abzugeben. Wo? sagt die Expedition d. Bl. Albrecht Lonau, Stadt- syndikus Ludwig Förster. Thekla, dessen Frau Marie Fels. Geheimräthin Seefeld, Wittwe, b. Mutter Antonie Frey. Alwine Weiß, Lonau's Mündel y. October 1888. Franks. Bank-Discento 4 /0 Aausmämiischer Verein fließen. r> am - tag, den 13. Oetober, Abends 8 Uhr im decorirten Saale des Cafe Leib: Feier des 15jährigen Stiftungsfestes verbunden mit Goneert, Theater und Tanzunterhaltung. Zu zahlreichem Besuche ladet ergebenst ein 8134 Der Vorstand* Seiraths Gesuch. Ein gebildeter Geschäftsmann von angenehmemAeußern (schönes Geschäft nahe bei Frankfurt a. M. mit ausgez. Kundschaft), sucht die Bekanntschaft einer gebild. eoang. Dame, welche über ein Baarvermögen von mindestens 6000 Jt verfügt und erbittet ernstgemeinte Offerten mit genauer Angabe der Verhältnisse und Photographie, die auf Wunsch zurückgesandt wird, sub B. E. 2012 behufs Weiterbeförderung an Haaseusteiu & Vogler, Frankfurt a. M. Hubert Maiberg Lebrecht Müller Graf Marrling Ehrhardt, Gärtner Henning, c dess. Sohn *• Babette, Köchin - ®e,! b-utigen Nummer liegt eine Extrabeilage de» «77--. e.,„„ 8143 Aermietyungen. 8123] Kl. Familienwohn. und 2 möbl- Zimmer zu oermtethen. Schillerstr. 27. 8120] Logis, 4—5 Zimmer, billigst zu vermiethen. 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