188k Mittwoch den 11. Januar Nr. 9 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Bureau r Schulstraße 7. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pst, Darmstadt, 9. Januar. Seine Königliche Hoheit der Großherzog werden eines vorübergehenden Unwohlseins wegen Mittwoch den 11. d. Mt». weder Audienzen erthellen, noch Meldungen und Vorträge entgegennehmen. Der für den 11. d. Mts. in Aussicht genommene Hosball ist bis aus Weiteres verschoben. Darmstadt, 9. Januar. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigfi geruht: Am 9. Januar dem Bürgermeister Johannes Weber II. zu Kirch-Göns, im Kreise Friedberg, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste" zu verleihen. Berlin, 7. Januar. Dem Prinzen Wilhelm ist aus Anlaß des Jahreswechsels seitens der Berliner Hos- und Domprediger nachstehender Glückwunsch zugegangen: Durchlauchtigster Prinz, gnädigster Herr! Durchlauchtigste Prinzessin, gnädigste Frau! Euren Königl. Hoheiten nahen sich die treugehorsamsten Hos- und Domprediger zum Beginn des neuen Jahres mit den innigsten Segenswünschen. Durch den Ernst der Zeit wie durch die schwere Heimsuchung, welche aus dem Königshause ruht, sind wir zu besonderer Fürbitte bewegt. Gott der Herr mit seiner Allmacht und Barmherzigkeit walte wie in vergangenen Tagen auch in Zukunst über unserm Vaterlande, er halte insonderheit seine Gnaoen- Hand über dem Leben Sr. Kaiser!. Hoheit des Kronprinzen und laffe denselben seine Durchhülfe und Tröstung reichlich erfahren. Eure Königl. Hoheiten aber und Ihr Haus segne der treue Gott über Bitten und Verstehen. Wenn Sie es in den letzten Wochen des alten Jahres erfahren haben, daß auch das lautere Sinh eten für die Arbeit des Reiches Gottes nicht ohne Widerspruch bleibt, so sei das Wort des Herrn Ihr Licht: „Wer mich bekennet vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater." In tiefster Ehrerbietung verharren Eurer Königl. Hoheiten unterthänigste Hos- und Domprediger. Berlin, den 31. December 1887. (gez.) Kögel. Stöcker. Schrader. Bayer. Der Prinz hat hierauf die folgende Antwort ertheilt: Potsdam, den 3. Januar 1888. Das Hof- und Dom-Ministerium hat mich durch feine zur Jahreswende da^chrachten freundlichen Glück- und Segenswünsche wieder herzlich erfreut. Die mir ausgedrückte Theilnahme an dem Besinden Sr. Kaiser!. Hoheit des Kronprinzen, meines inniggeliebten Vaters, hat mit besonders tief gerührt. Ich beuge mich vor der Autorität der ärztlichen Wissenschaft, erhoffe aber mit den Meinigen und der gesammten Nation, daß die kräftige Natur meines Vaters, unter gnädiger Hülfe des Allmächtigen, die ernste Krankheit überwinden werde. Die von Ihnen erwähnten Mißdeutungen, welche mein Eintreten für das Wohl der geistig und körperlich Nothleidenden vielfach hervorgerusen hat, haben mich schmerzlich berührt, sie werden mich aber nicht abhalten, dem Vorbilde unseres erhabenen Kaisers und meines theuren Vaters folgend, unbeirrt von politischen Parteibestrebungen, stets zur Hebung des Wohles aller Nothleidenden nach Kräften beizutragen. (gez.) Wilhelm, Prinz von Preußen. An das König!. Hof- und Dom-Ministerium, z. H. des General-Superintendenten rc. Herrn Dr. Kögel, Berlin. Berlin, 7. Januar. Von Amtswegen wird gegen die eigenmächtige Aenderung von Vornamen, wenn diese auch nicht in betrügerischer Absicht erfolgt, gewarnt, weil das öffentliche, staatliche wie Gemeinde-Interesse die Verhinderung derartiger Verdunkelungen fordert. • — Der demnächst eingehende Staatshaushalt wird auch höhere Beträge für die Fortbildungsschulen und technischen Lehranstalten fordern. Pläne zu Steuerumgestaltungen liegen jedoch nicht vor. — Bekanntlich hat der Kaiser am Neujahrstage erklärt, daß die Kaiser- Manöver sich diesmal auf das Garde- und brandenburgische Armee-Corps beschränken würden. An der Reihe war eigentlich das 9. (schleswig-holsteinische) Armee-Corps, und zwar hätten die Hebungen in Mecklenburg staltfinden sollen, doch wollte der Kaiser weitere Reisen vermeiden. — Die Ausweisungen Deutscher aus Rußland dauern fort. So ist dieser Tage ein Lehrer, der 24 Jahre dort gewirkt, ausgewiesen worden und in bitterster Roth in Lyck angekcmmen. Dagegen sollen die Gewerbekammern Polens ermächtigt worden sein, allen israelitischen Ausländern, welche bisher ein Giloepatent erster Klaffe hatten, dasselbe auch für das laufende Jahr zu ertheilen. Das Posener „Tagebl." will dies aus guter Quelle erfahren haben. — In unfern politischen Kreisen erwartet man, daß dem Reichstag schon bald nach seinem Zusammentritt am 17. Januar ein Nachtrags-Etat zugehen wird, der die Forderungen der Militärverwaltung für die aus der neuen Wehr- Vorlage hervorgehende Heeresverstärkung enthalten wird. Die Höhe dieser Forderung ist noch nicht genau bekannt. In sonst unterrichteten Kreisen wird angenommen, daß sie sich auf nahezu 100 Mill. »X belaufen wird. In andern Kreisen wird freilich diese Höhe bestritten. Jedenfalls hat bereits der Kriegsminister in der Reichstagssitzunq vom 16. December ausdrücklich darauf hinge- roiefen, daß durch Bekleidung, Bewaffnung und Ausrüstung der für den Kriegsfall in Aussicht genommenen Gesammtverstärkung des Heeres nicht unerhebliche einmalige Kosten entstehen werden. Berlin, 9. Januar. Der Kaiser hat die letzte Nacht besser verbracht als die vorhergegangenen. Die katarrhalischen Erscheinungen gehen bereits zurück, doch mußte der Kaiser heute den größten Theil des Tages noch im Bette rubringen. — Die Nachrichten über das Befinden deS Kronprinzen lauten fortwährend günstig. ES wird namentlich berichtet, daß sein Aussehen ein sehr gutes sei. Von einem Herrn aus- seiner Umgebung, der vor Kurzem erst zurückgekehrt ist, erfahren wir, daß der Kron prinz thatsachlich wohler aussteht als vor Beginn des Leidens. --- Die Zuversicht in Politische Ueberficht^ I Gieße«, 10. Januar. Der Kaiser leidet seit einigen Tagen an Erkältung und hat der hohe Herr daher seine täglichen Spazierfahrten bis auf Weiteres eingejlettt. Im Uebrigen ist das Unwohlsein von keinem Belang und schlief der Kaiser in der Nacht von Samstag zum Sonntag, abgesehen von einigen Unterbrechungen , gut. „ , , , , anr-r« . rA Der Ausgang der Reich sta gs-Ersatzwahl tm Wahlkreise Wirsitz-Schubin kann nur mit großer Genugthuung verzeichnet werden. Es siegte hierbei der Gutsbesitzer Poll, welcher von den vereinigten Deutschen als ihr alleiniger Candidat aufgestellt worden war, mit 8794 Stimmen über den Candidaten der Polen, Rittergutsbesitzer Graf Skorszewski, welcher 4122 Stimmen erhielt. Hiermit ist es den Deutschen gelungen, diesen Wahl- kreis zu behaupten, den sie am 21. Februar 1887 den Polen abnahmen und welcher seit jenem Tage durch den inzwischen verstorbenen Abgeordneten Falken- berg vertreten wurde. Der Wahlkreis galt lange Zeit hindurch als ein fester Besitz des Polenthums, bis es dem vereinigten Zusammenwirken der deutschen Parteien gelang, den heißumstrittenen Parlamentssitz für Wirsitz-Schubin der Sache des Deutschthums zu erobern. Wenn die Deutschen denselben auch letzt ungeachtet der Verbitterung unseres Parteilebens behauptet haben, so ist das nur erfreulich und berechtigt zü der Erwartung, daß der Wahlkreis den Deutschen nunmehr dauernd erhalten bleiben werde. Uebrigens ist die Zahl der diesmal abgegebenen Stimmen im Vergleich mit dem 21. Februar 1887 auf beiden Seiten nicht unbeträchtlich zurückgegangen. Dem Vernehmen nach wird sich auch Herr Poll, wie es schon sein Vorgänger im Mandat, Falken- bera qethan hat, der nationalliberalen Fraktion des Reichstages anschließen. Zu einem merkwürdigen Titelstreit scheint der Angriff de» Reichs-Anzeiger»" aus dar Prädikat „Hoheit" führen zu wollen, welches der Gothaische Hofkalender dem Fürsten Ferdinand von Bulgarien gegeben hat. Rach dem „Reichi-Anzelger" soll dem Bulgareniürsten nur der Titel „Durch- lauchl" zukommen, während die Redaction des Hoskalenders in einer Zuschrift an verschiedene Zeitungen den Beweis zu führen sucht, daß dem Coburger sowohl al» Prinz des Hauses Coburg, wie als Herrscher Bulgariens da» Prädikat Hoheit" gebühre. Vielleicht wirb nun wieder der „Reichr-Anzeigsr" repliciren; jedenfalls wird aber dieser Streit von „Hoheit" contra „Durchlaucht" den Fürsten Ferdinand in seiner Stellung nicht erschüttern. — Vorliegenden Falles komme noch hinzu, daß derartige amtliche Mittheilungen der bulgarischen Regie- rung nur insoweit von Bedeutung, als sie vom Sultan sanctionirt seien; Bul- garien sei kein souverainer Staat und könne wie Egypten nur von der Pforte vertreten werden. , , Die englische Regierung geht gegen dieienigen irischen Deputirten, welche zugleich nationalistische Hetzapostel sind, mit wirklich merkwürdiger Stramm- heit vor. So wurde am Samrtag wieder einer der parnellitischen Hauplhähne, Lane, wegen aufrührerischer Reden in Dublin verhaftet, jedoch gegen Caulion einstweilen wieder aus freien Fuß geletzt. Am gleichen Tage kam er in Galway anläßlich der Einbringung des Agitator» Wilsred Blunt zu einem größeren Krawalle Die Volksmaffen begrüßten den Agitator enthusiastisch und verur- fachten Tumulte, so daß die Polizei mit blanker Waffe einschreiten mußte, wobei er an Verwundungen nicht fehlte. Blunt selbst wurde schließlich In da» Ge« sönoniß abaeiührt, welches stark bewacht wird. " Dis Erhebung der bisherigen spanischen Gesandtschaft in Rom zum Range einer Botschaft ist nun ebenfalls erfolgt und übergab Graf Rarcon, der Vertreter Spaniens, am Sonntag dem König in feierlicher Audienz feine Beglaubigung al» Botschafter. Mit großer Spannung steht man in Italien den nächsten Nachrichten au» Massauah entgegen, da der erste Zusammenstoß zwischen dem italienischen Expeditionr-Corpr und den Truppen des Regus augenscheinlich bevorsteht. Nach läng-rer Unterbrechung haben die Italiener ihre Vorwärtsbewegung wieder auf« genommen und besetzten ihre Vorposten Dogali, welches durch den ersten Ueber- fall der italienischen Truppen durch die Schaaren Ra» Alula'», de» abyssintschen Oberfeidherrn, eine so traurige Berühmtheit erlangt hat. Aus dm Dogalt beherrschenden Höhen soll ein kleines Fort errichtet «erden, um einen etwaigen abermaligen Vorstoß der Abyssinier hierdurch abzuschwächen; ferner war für Sonntag die Verlegung de» Hauptquartier» de« Oberstcommandirenden, General Marzano», nach Monkullo, also unmittelbar hinter die äußerste Front der ''.alieniichen Stellungen, angekündigt worden. Ueber die B-wegungm der Abysst- nier fehlen wieder einmal alle Nachrichten, indessen scheint e», daß der Negu» seinen begonnenen Vormarsch unterbrochen hat, um die Italiener in vorthetl« Hafter Stellung am Rande de» Hochlande», da» hinter den Felsenschluchten von Saati und Dogali aussteigt, zu erwarten. Vielleicht, daß schon die nächsten Tage di- Kunde von dem ersten Zusammenstöße zwischen den Truppen Marzano'» und den Abyssiniern bringen. Lokales. T^s°rdnung Mr di- Stadtverordneten-Sttzung am erhobenen Taxen. für 1 JL, 1 Kuh 4.58 JL, 1 Rind H, 1 Hafen 6 $ die friedliche Entwickelung der politischen Lage ist bereits so weit fortgeschritten, daß einzelne Stimmen vor einer Ueberschätzung der friedlichen Symptome warnen und daran erinnern, daß mit den diplomatischen Verhandlungen zur Lösung der bulgarischen Frage die Schwierigkeiten erst beginnen. Zu der Verschiebung weiterer zwei russischer Divisionen an die Westgrenze bemerkt die „Kreuz-Zeitung": „Wenn hierin auch kein neues Moment zu erblicken ist, da der „Russische Invalide" die weitere Ausführung des Truppendislokationsplanes angekündtgt hat, so ist doch aus der Thatsache, daß es bei der Ausführung dieses Planes verbleibt, ersichtlich, daß sich eben an der militärischen Situation nichts geändert hat." Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt heute: „Ein Zwischenfall, der daran gemahnt, wie ungemein schwer das Moment des Unberechenbaren in die Waagschale der internationalen Situation fällt, ist der von Nabokow und Genossen in Bulgarien angestiftete Putschversuch. Obwohl dem Unternehmen kein besserer Erfolg beschteden gewesen als seinen Vorgängern, zeigt es doch, daß Bulgarien von einer definitiven Ordnung der Dinge noch recht weit entfernt und nicht in der Lage ist, den Interessenten des europäischen Friedens moralische Bürgschaften für Die Stetigkeit seiner normalen Entwicklung zu bieten." Berlin, 8. Januar. Einen liebenswürdigen Beweis internationaler Courtoisie hat, wie di- „Nordd. Allg. Ztg." mittheilt, in diesen Tagen die italienische Regierung geliefert Für den deutschen Kronprinzen und die kronprinzliche Familie gehen täglich zahlreiche Sendungen aus Deutschland, meist in Körben mit frischen Blumen oder in Blumensträußen bestehend, in San Remo ein. Der Umstand, daß für Postpacket- sendungen nach Italien nur ein Höchstgewicht von 3 Kilogramm zugelassen ist, erschwert natürlich derartige Sendungen und führt schon bet der Aufgabe derselben wegen der im Publikum häufig bestehenden Unkenntniß von jener Einschränkung bedauerliche Verzögerungen berbet. Im Hinblick hierauf hat die italienische Postverwaltung die Grenz- Postamter telegraphisch angewiesen, ausländische Postpacketsendungen an den deutschen Kronprinzen und an die kronprinzliche Familie bis zum Gewichte von 5 Kilogramm zur Beförderung zuzulasien. Italien. i i i i i i i u. wahrend dahier zur Erhebung kommen für oder Stier 2.75 jü I Schwein 1.72 m.. 1 uo „ und für 1 Rnitr. Laub-, Scheit- und Knüppelholz 24 H. UniverfltätS-Chronik. * Ochsen 6.86 JL, 1 Kuh Hammel 58 1 Reh 43 Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. «Sttteatu 4n QiArftnH vtAv» COr.„..irr » Earnot hielt am gestrigen Sonntag eine Jagd °°"R°mb°u.ll°t ab, an der auch der deutsch-!rKschffÄaS-, MZK welche eifrigst'betrieben'werden^^ Arbeiien für die Weltausstellung -°n 1889, <5avallerifte« und Artilleristen seien bereits entlassen die Entlassima fLr !unp ' bedarf aber noch der Bestätigung des Senats. ' ßmn' ülc Ernennung Gan Remo, 2. Januar. In ganz Oberitalien ist nordischer Winter eingekehrt: in der Lombardei und im Venetianischen liegt fußhoher Schnee und Bahn- und Telegraphenverkehr sind tagelang tn's Stocken gekommen. Sogar Nizza hat seinen bedeutenden Schneefall gehabt, ebenso Cannes, und die hier einlaufenden Briefe aus Rom, die bisher nur über unendlichen Regen gejammert, melden zur Abwechslung neuerdings auch von dort Regen und Schnee zusammen. Unter solchen Umständen hat der zeitweilige Bewohner von San Remo noch allen Grund, mit seinem Wettergeschick zufrieden zu sein. Schnee kennen wir einstweilen nur vom Hörensagen. Wirklicher Frost ist uns bisher ferngeblieben und wenn wir bei frischer Brise, rauher Luft und bedecktem Himmel einmal einen Tag den Ausgang auf das Nothwendige beschränken, so gewährt doch gewöhnlich schon am folgenden Tage stundenlanger Aufenthalt im Freien im Hellen, warmen Sonnenschein auch zarten, schwachen Kranken selbst entschiedenes Behagen. Man darf daher wohl sagen, daß Alles in Allem genommen die Wahl des Winteraufenthalts für den ersten unserer Kurgäste, den Kronprinzen, eine gute gewesen ist Seine Erscheinung, seine Frische und Heiterkeit bezeugt es. Die elastische Kraft seiner Bewegungen spricht von vollem Wohlbefinden. Das tückische Leiden, das nun schon seit mehr als Jahresfrist in Behandlung steht, scheint zu einem Stillstände gekommen zu sein. Seine äußeren Erscheinungen bleiben in ihrer Art eigenthümlich. Sie decken sich nicht vollständig mit irgend einem der verschiedenen bekannten Krankheitsbilder. Der hohe Kranke selbst leidet unter keinerlei Beschwerden. Für die vielen Millionen von Landsleuten, die in diesen Tagen mit heißen Wünschen, gethetlt zwischen Furcht und Hoffen, nach San Remo blickten, muß es unter allen Umständen ein Trost sein, baß der heldenhafte, ritterliche Fürst, auf dessen Haupt so lange die besten f>off: dre Zukunft unseres Volkes ruhten, ungeschwächt in voller Kraft und Männlichkeit dasteht und mit unerschütterlichem Gottvertrauen der Zukunft cntgeaen- sieht Seine Aerzte nennen ihn das Muster und Beispiel aller Patienten und rühmen die strenge Gewissenhaftigkeit, mit welcher er ihren Vorschriften nach lebt, ihre Unter-- fuchungen und Beobachtungen erleichtert und ihre heilwirkenden Bemühungen in jeder Richtung unterstützt, nicht zuletzt durch seine stramme Mannhaftigkeit und tapfere, flu> « Was dre Behandlung anbelangt, so gehören ihre Einzelheilen nicht in den Bereich des Berichterstatters. Die besondere Schonung und Rücksicht, welche im Privatleben das Gefühl dem wohlerzogenen Menschen an der Schwelle des Krankenzimmers auferlegt, sollte der erlauchten Person des Fürsten gegenüber, welcher der Krone am nächsten steht, rn erhöhtem Maße vorwalten. Ein entschiedenes und gerechtfertigtes Jnt-r-ss- ied«ch wird in wellen Kreisen der Stellung und dem Einflüsse des deutschen iVri u dieser Behandlung zugewandt. Durch die Nähe drohender Gefahr für den ? geliebten Thronerben aufs Tiefste erschüttert, hatte das Volk dringend verlangt daI auch Deutschlands bestes Können auf dem Gebiete der Wissenschaft zum Wohle des Kranken nutzbar gemacht werde. Es war für den Arzt, auf welchen die Wahl fiel eine hohe verantwortungsvolle, mit eigenthümlichen Schwierigkeiten verknüpfte Aufgabe. Die ritterliche biedere Mannestreue, welche unser Kaiser stets Denen bewährt hat, denen er einmal sein Vertrauen geschenkt, zählt auch bekanntlich zu den bemerkens- werthen Ergenscha en seines Sohnes. Man hat es bis tn die letzten Tage gesehen, wie er seinem englischen Arzte unentwegt sein Vertrauen erhielt, und Mancher mochte mit ungewisser Besorgniß dem Verlauf der Dinge entgegenblicken in einer Lage, die öu Reibungen und Zusammenstoß mancher Pflichten in Menge zu bieten schien. ^"^"den Menschen, unter Männern von vornehmer Gesinnung ebnen sich dergleichen Schwierigkeiten von selbst. Eigenes hervorragendes Wissen und ^ÖI}nen ihnen neben der Achtung vor fremder Begabung und Tüchtigkeit zugleich Bescheidenheit, Zuruckhaltung und Entgegenkommen. So ist es auch in diesem Falle gescheh^. Wer hier in unmittelbarer Nähe dem Gange der Ding? als theiU nahmvoller, aber unbefangener Zeuge folgt, der kann nur mit herzlicher Freude ver- 9br6 ^änncr bcr Wissenschaft mit wohlthuender Wärme den Empfindungen arn6?I^rn.SnUn0 h-nb Sympathie für einander Ausdruck geben, kin Sache, um die: es sich hier handelt, muß solche Harmonie ein Gewinn sein. Geopfert wird dabei nichts, denn es kann nach bestem Wissen bestimmt ver- sichert werden, daß bei aller Zurückhaltung der Einfluß der deutsche» Wissenschaft erhäl^^ (Köln^Z^g"/ bC§ bcut^en ®olfeg die gebührende Geltung voll und ganz 5. Verbreiterung der kleinen Sandgasse. 7i Softenbe«elburnen®aTUn ^Kupferschmieds Zimmer ziehenden Fluthgraben. affiftenPS« in H-Äidn'als Angest-ltt ist d-r ÄS dach (Ln)^^Ä^L di-Ob°r-T-,egraphenassist-ni-n Drews in Cffen= issan ja* ssSsEäSS« r« d^ser Auskunft gingen die bestellten Maaren ^al^sbald'ab Als^dann^fvättr ää ä's »S ä,wää bee®?a6^ Unb »^Vftern auch -in' °bsi°g°nd?s'urchdf "" Gasthof Roh hier selbst Feuer aus und^erstW 7inen ^tz-n Tbett dÄaÄ'd?"»" ÄSr °UrbC burch heute Vmmtt.agÄm ---nglüekte bad> dadurch daß er sich jT üb« bte S ne ndfle ÄM Tclegraphenstange schlug und durch den Anprall von der M^chine a^i. k^?"' cine D°r Mann erhielt b-d-ut-nd- N-rl-tzung.n am So?fe unb was Anzahi d-r Anschlüsse re°?. Abonnent-^ -ls an» R " Dichtung - sowohl belangt — an der Spitze aller Weltstädte marschirt. * ^Nutzung der Apparate an= ©ctrob®taflVtrnTAn(Stabtnffit^n"( l-tzt-n Nummern eine Zusammcnsiellung d-r ♦Ruma l s^tadt Gießen, sowie einiger anderer Städte des Großherzoa- ^.^bi Vergleichung der Elnahmen unserer Stadt mit denen der Städte Darmftaht, Offenbach, Mainz und Worms wird unseren Lesern wohl der Umstand StSdt-"im Verhältnisse^ ^d/uteEd""^^^ ?h°n ®ie|cn btnt-r denen der vorgenannten Vlaore ,m ^eryattntste bedeutend zuruckbleiben. Es erklärt sich dies durch die Ner- schiedenheit der bestehenden Sätze, da dieselben in jenen Städten fast für jeden einzelnen b ^ÜÄ^SbÄ2?enPanb Dtd böher sind wie die dahier ~ ' (sö werden z. B. erhoben in ,t SSf*?1*«10- Januar. sTurnerisches.^j Gestern Abend hielt der hiesige Turn- verein seine 1 Generalver ammlung pro 1887/88 ab. Nach einem Beschlüsse derselben das dieszahnae Winterfest (bestehend in Theater, turnerischen Hebungen Auf- von Pyramiden rc.) am 4. Februar in Stein's Garten statt. Da in Anbetracht der Größe des Vereins es unmöglich erscheint, bei Gelegenheit des Winterfestes einen ^ufugm, so wurde beschlossen, als Ersatz hierfür am 18. Februar einen Ball nnfhm^nMÄ hCr b"^? Amtsniederlegung und Abreise einiger Vorstandsmitglieder ben darauffolgenden Regen war das bis jetzt noch feststehende Eis in Beweaun,, Unb luchte sich unter donnerndem Getöse einen Weg, dabei den Schweins Niederungen mit Schollen bedeckend. Hoffentlich wild der diesjährige erste Eisgang ohne größeren Schaden anzurichten vorübergegangen sein. rr. , ““ ber jüngsten Zeit hat ein angeblicher R. Bürgin aus München in ner- chiedenen deutschen Zeitungen eine Annonce erlassen, worin er Antheilscheine der Braunschweiger Staatsloose zu 2 JL mit dem Ansuchen anbot, daß die ^iebuno am ma^eCe^int1887 ^ttfiude und jedes Loos gewinne. Das Geschäft, das BürM 80l)bB'estellung-n'."' Natürlich^ waren 'di/'glaubensfcltg'enbBestcller^bupirt'' d^s ^5° ?ies rur Warnung derjenigen dienen, die ohne vorher sich genau »u bina^rocrfen ^nnOnct 6in bl-ndlings zugreifen und ihr Geld zum Fenster Gieße«, 10. Januar. sThcatcr.j Sobald die Benefize auf dem Revertoir crfchctnen, weiß man, daß sich die Theatersaifon zu End- neigt. Für U- weniaen Vorstellungen, welche noch stattfinden, steigert sich daher das -ich» Weise, gegenwärtig studirt die ^udolph'fchl ©tfÄ" dn S^ni^ d = weldbeS wohl dazu angethan fern dürfte, allgemeine Aufmerksamkeit bei dem mirfürh S2SÄT 'Lumgl^sf-lb-^r-s^ noch nicht gÄ Äd % Ä d°s W-N-L « Ä ® bjS behandelt den Liebesroman der gefeierten Schaufvielerin WnHa 9?»rtJ^nnL 3 Aufführung ganz besonders interesfiren. Die Directian hn hb ' und Magdalena Herrn Heinrich in QlU ssawfaa j-v. ^unuui. ^agesoronung pur Dte Stad ! SottWttetee den 12. Jannar 1888, Nachmittags 4 Uhr " " 1. Das neue Schlachthaus. 2- um Ermäßigung des 3. Ausbau der Ostanlage. 4- rre'pp1„-rittk°^'"^ ®eOrS A'u°ld um Erlaubniß zur Legung eines Ochsen Darmstadt JL 19,50 Offenbach JC. 14.— Mainz 11.— Worms vtl 15.— 10.- 3.— 1.20 Kuh oder Rind 12 — 10.— 7*__ Schwein 3.50 3.— 1 75 Hammel Neh 1.30 2.— 0.85 0*50 1 _ Hasen 0.30 _ 0.20 Rmtr. Laub-, Scheit- Knüppelholz 0.60 0.40 — __ Die Zahl der daselbst im Betriebe befindlichen Telephonanschlüsse beträgt jetzt ca. 7400, welche durchschnittlich etwas mehr als 16mal täglich in Anspruch genommen werden. In New-Nork dagegen, welches den Fernsprechverkehr zuerst practisch eingeführt hatte, werden die dort installtrten ca. 6900 Apparate nur 12mal täglich benutzt. Die Schmierigkeiten, welche sich in dem Telephonnetz größerer Städte durch die gleichzeitige Anwendung von oberirdischen Drahtleitungen und Erdkabeln einer deutlichen Verständigung entgegenstellten, ergaben alsbald das Bedürfnis, die Telephone als Geber durch ein gutes Mikrophon zu ersetzen. Die auf dem Gebiete des Telephonwesens bekannte Fabrik Mix und Genest in Berlin hat in diesem Jahre ein Mikrophon construirt, welches diese Schwierigkeiten hebt und durch dessen Anwendung die sonst so häufigen Klagen über schlechte Verständigung verstummt sind. Die bisher verwendeten Mikrrphonsysteme sind durch die neue Erfindung fast vollständig verdrängt worden, so daß jetzt Deutschland auch in dieser Beziehung vollständig unabhängig vom Auslande ist. Landwirthschaftliche Nachrichten. ' (Nachdruck verboten.) — sBehandlung welker Blumen.) Ein altes, aber wenig bekanntes Mittel, um welk gewordene Blumen wieder aufzufrischen, gleichsam wieder aufleben zu lassen, ist das nachfolgende. Man beschneide die Stiele welker Blumen soweit, als sie getrocknet find, und stecke den frisch beschnittenen Stiel dann in heißes Wasser und zwar so, daß die Halste des Stieles im Wasser steht. Allmälig werden sich die Blumen nun wieder erholen und meist sind sie nach dem Erkalten des Wassers wieder frisch. Schneidet man nun den Stenzel noch ein klein wenig ab, so können die Blumen wieder in kaltes Wasser gestellt werden, in dem sie sich noch eine ganze Zeit lang frisch erhalten. Auf alle Blumen ist das Verfahren natürlich nicht von gleichem Einfluß, etwas belebt werden sie aber alle auf diese Weise. Handel xnW Verkehr Gießen, 10. Januar. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund JX 0.75—0.85, Hühnereier pr. St. 7—8 Gänseeter St. 12—14 H, Käse vr. St. 4—7 H, KLsematte 3—0 Erbsen pr. Liter 18 H, Linsen 29 H, Tauben per Paar 60 bis 90 Hühner per Stück X 0.90—1.00, Hahnen pr. Stück X 0.80—1.30, Enten per Stück X 1.30—1.70, Gänse per Pfund 40—56 Ochsenfleisch per Pfund 58 bis «0 H, Kuh- und Rindfleisch 45—50 Schweinefleisch 54—60 H, Hammelfleisch 40 bis 60 H, Kalbfleisch 40—48 X Kartoffeln per 100 Kilo X 4 00—5.00, Milch per Liter 12—18 Ä, Weißkraut Stück 5—10 H, Zwiebeln per Centner X 8.00—10.00. Frankfurt, 9. Januar Der heutige Viehmarkt war ziemlich befahren. Ange-- trieben waren 374 Ochsen, ca. 16 Bullen, ca. 501 Kühe und Rinder, ca. 295 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 58—60, 2. Qual. X 52—54, Kühe und Rinder 1. Qual. «X 50—52, 2. Qual, X 42—46 per 100 Pfund Schlachtgewicht, Kälber 1. Qual. 50—54 2. Qual. 44—48 H per 1 Pfund Schlachtgewicht. Frankfurt, 9. Januar. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer ** 17,50—18,50, fremder X 17,75—20,25, Roggen eff. hief. X 14,00—14,50, fremder «X 00,00—,00,00 Gerste effectiv hiesige und Wetterauer X 15,00—16,50, fremde ^00,00—00,00, Hafer eff. dies. JL 14,00—14,50, fremder M. 00,00—00,00. Loefhmds Algäuer-Rabm-Milch V0llkr0e,r6n ohne Zucker condensirt, unverdünnt als frischer Rahm, mit Waffer als Alvenmilch zu gebrauchen. Für Kranke und Kinder ärztlich empfohlen. Per Büchse 65 Pfg. LrfOPfllind«S indermileh aus Alpenmilch mit Weizen-Extrakt con- -LtuCllUlJUb IXIIHiej II11ICI1 densirt; für Säuglinge die gedeihlichst, und zuverlässigste Nahrung, besonders bei gestörter Verdauung. Per Büchse X. 1.20. In allen Apotheken, en groa von Ed. Loeflund in Stuttgart. 279 Wöchmtliche Aeberficht der Todesfälle in der Stadt Gießen. 1. Woche. Vom 1. Januar bis 7. Januar 1887. Einwohnerzahl: 19 001 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 32,84°/«. Kinder An m. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im 1. Lebensjahr: vom 2.-15. Jahr: Lungenentzündung 2 m 2 (1) — — Lungenschwindsucht 2 (1) 1 (1) — 1 Tuberkulose des Gehirns 1 (1) 1 (1) — _ Organischer Herzkrankheit 1 1 — — Altersschwäche 1 1 — — Krämpfen 1 — 1 — Angeborenem Bildungsfehler 1 — 1 — Diphtherie Miliartuberkulose 1 (1) 1 — 1 (1) 1 Gehirnentzündung 1 — — 1 Summa: 12 6 2 4 Vergebung von Bauarbeiten. Die nachstehenden, zum Rohbau eine- neuen Sch>ulhaufeS itt WeiterShain erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege schriftlicher Submission vergeben werden und zwar: veranschlagt zu Erd- und Maurerarbeiten (ohne Material) 1807,60 JL Steinhauerarbeiten 844,45 „ Zimmerarbeiten 1177,37 , Dachdeckerarbetten 451,90 , Spenglerarbeiten 164,73 „ Schlosserarbeiten 85,99 „ Weißbinderarbeiten 76,73 „ Eisenlieferung 556,29 , Lieferung v. blauem Kalk 306,— „ „ „ weißem „ 230,— w Kostenvoranschläge, Pläne und Bedingungen sind auf Großh. Bürgermeisterei WeiterShain einzusehen, wohin auch die Offerten, verschloffen und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis Längstens Montag, den 16. d. M., Vormittag- 11 Uhr, einzureichen sind. Weitere Auskunft erthellen die Bezirksbauauffeher Maringer in 'Grünberg und Senßselder in Gießen. Gießen, am 5. Januar 1888. Der Kreisingenieur: 247 Gnauth. Mittwoch, den 11. d Mts., Nachmittags 2 Uhr, in der früher Bram m'schen Hofraithe dahier sollen gegen Baarzahlung öffentlich Versteigert werden: IHandwäaelchen, 1 Hobelbank, 1 Geweht, 1 Näbmaichine, 1 Divan, 2 Sopha's, 2 Kleiderschrävke, 2 Eom- möden, 2 Koffer, 1 Mikroscop u.A.m. Die Versteigerung findet voraussichtlich theitweise bestimmt statt. Gießen, den 9. Januar 1888. Q,, Engel, 315 Gr. Gerichtsvollzieher. 297 Geißler, Gerichtsvollzieher. Mittwochs. 11. Ianusr1888, Nachmittags 2 Ühr Versteigere ich in meiner Amtsstube gegen Daarzahlung: Sopha^s, Kommoden, Schränke, 1 Regulator, 1 Taschenuhr, 1 Pianino, 1 Nähmaschine, 2 Pferde, 2 Kühe u. a. m. Allgemeiner Anzeiger. Pfennig-Sparkasse. Die Einleger werden aufgefordert, Samstag, den 14. Januar I. I., die Sparkassenscheine zum Zwecke der Einlage der Pfennigjpargelder in die Sparkasse dahier an die Pfennigsparkasse'Erheber abzugeben. Gießen, 9. Januar 1888. Hinraliln neuer bewährter Construction liefert unter dreijähriger reeller Garantie zu günstigen Bedingungen H, Kraft, Mechaniker, 15A Neuenweg 46, Arühmrrschirienbestandtheile stets vorrLthig. Eigene Reparalurwertstätte. Restauration zum Löwen Neuenweg 28. Iteliener tooziskaiierlrtn 269 Julius Klipstein, Lindenplatz. von heute an im Zapf. Alleinverkauf für Gießen und Umgegend. Abgabe in Gebinden und Flaschen. 126 !!! Anerkannt bestes Münchener Gebräu!!! Otto Luft. ! 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Plank, Kaplansgasse 2. 196 Ein freundliches Familienlogis von 3 bis 4 Zimmern nebst Zubehör zu vermiethen.Marktstraße 32.__ 234 Eine größere und eine kleinere Familienwohnung, sowie möbl. Zimmer, sofort beziehbar, sind zu vermiethen. _________________________Lrchillerstra ße^27. 265 Ein kl. Logis mit Zubehör sofort zu vermiethen._________Kaplansgasse 5. 224 Eine Wohnung, bestehend aus 2 Zimmern, Kabinet und Küche nebst sonstigem Zubehör ist zu vermiethen. W. Wagner, Frankfurterstraße 41. 236 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. ____________Aliceftraße 19, Nebenhaus. 202 Zwei Zimmer, ev. ein Zimmer mit Küche an eine einzelne Person zu ver- miethen._____________Bahnhofstraße 58. 317 Ein möbl. Zimmer, mit oder ohne Pension, zu vermiethen, am liebsten an eine Dame Ostanlage 15, part. Mein Laders mit oder ohne Wohnung ist zu vermiethen. F. Hol Bierg, 199 Kirchenplatz 8. Vermischte Anzeigen. 318 Gesucht von Beamtenwittwe frdl. Wohnung von 4—5 Zimmern per April. __Cff_mit Preisang. an die Exp. d. Bl. Kapitalausleihe. Aus der Kirchenkasse zu Reiskirchen sind vom 31. März d. I. ab ca. 428 Mark zu entleihen. Reiskirchen, den 9. Januar 1888. Für den evang. Kirchenvorstand daselbst: __Kleberger, Pfarrvikar. 325 Tüchtiger Wirth für eine gut gehende Wirthschaft in Gießen gesucht. 316__Gebr. Röhrte« Volapük? Auf vielfachen Wunsch beabsichtigt Unterzeichneter, einen Weltsprachkursus oder einen Bolapükverein zu eröffnen und erlaubt sich daher alle Diejenigen, die beizutreten gedenken, oder sich für die Sache interessiren, auf Freitag Abend 8V2 Uhr im Caf6 Ebel zur weiteren Besprechung, sowie zu einem kleinen Vortrag über Weltsprache ergebenst einzuladen. 320 Heddericb. Englischer Unterricht wird billigst von einem Studenten ertheilt. Näheres Lindenplah 5 III._________321 319 Einige Wagen Kehricht frei abzufahren._______________Wallthorstraße 71. \ §52 Ein Mädchen für Küche und \ Hausarbeit gesucht Näheres zu erfahren in der Expedition I dieses Blattes. 332 Ein stud. phil. ertheilt Unterricht im französischen und Englischen. Näh. in der Exped. d. Bl. p. p. Hierdurch beehre mich, Ihnen die höfliche Mittheilung zu machen, daß ich am hiesigen Platze ein Geschäft für Kücheneinrichtungen, Haushaltungsgegenstände und Spielwaaren unter der Firma M. Meyer's Maarenhaus errichtet habe. Nicht allein durch vielfache und grossartige Auswahl, sondern auch durch streng reelle, solide Waaren, besonders aber durch ganz erstaunlich billige Preise zeichnet sich mein Etablissement aus. !! Man überzeuge sich von der Wahrheit!! Hochachtungsvoll M. Meyer’s Waarenhaus Seltersweg Nr. 63. 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Im Einzelnen zu Engrog- Preisen 327 Ein anständiges braves Mädchen für ein Kind, das nach Amerika mit übersiedeln will, wird zum 1. Februar er. gesucht. Zu erfragen bei _____S. Goldenberg, Löwengasse 5. 334 Ein röthlicher Hund mit gelben Füßen und gelben Augen (PommerHünd- chen) entlaufen. Abzuliefern an Wirth Aac. Gerlach, Rodheim a/Bieber. 333 Ein braves Mädchen für Küche- und Hausarbeit für Mitte Febr. gesucht. __________________SelterSweg 81 II, 255 Fischerei Badenburg. Erlaub- nißscheine bei V. Chr. Rübsamen. 22o Gesucht ein Hausbursche von ________Jungblut, Promenadehaus. 243 In einer benachbarten Stadt ist für einen tüchtigen Bäcker Gelegenheit geboten, die zur Ausübung seines Geschäftes nöthigen Räumlichkeiten mit Backofen, sowie Haus- und Gartenwirthschaft mit Kegelbahn pachtweise zu übernehmen. Außer den Wirthschafts-, Bäckerei-, Wohn-, Keller- und Speicherräumen, sind auch Stallungen vorhanden, nöthigenfalls kann auch Land dazu gegeben werden. Reflectanten wollen ihre Bewerbungen an die Expedition dieses Blattes zur Beförderung übergeben. Frauen -Arbeitsschule. Der Unterricht in meiner Schule beginnt wieder am 16. Januar. Lehrfächer: Hand- und Maschinen-Nähen, Weiß- und Buntstickerei rc. Erste Bügelstunde: Dienstag den 17. Januar. Die Anfertigung von Knetarbeiten wird als neuer Lehrgegenstand eingeführt. Auskunft wird täglich bis Nachmittags 2 Uhr gerne ertheilt. Achtunasvoll Lina Moeser, geprüfte Lehrerin, 228 ' Schiffenbergerweg 14. Gießener Zitherclub. sWohlthätigkeitsverein). Donnerstag, 12 Januar, Abends 8 Uhr 'm oberen Saale des Postkeller (C. Schütz): Generalversammlung Tagesordnung: Rechnungsablage, Revisorenwahl, Maskenball. 330 Wir bitten die Mitglieder um zahlreiches Erscheinen. Der Vorstand. V eteranen-V er ein. Samstag den 14 d. M. Generalversammlung Restauration Brawm (Kamerad Rühl). Tagesordnung: Geschäftsbericht. Rechnungsablage. Unterstützungsfrage. $28__Stiftungsfest. Der Vorstand Wechselsüihe VOM SCHUHT (t tu. Marktstrasse < Giessen Geschäftsbetrieb: Burggraben« An- und Verkauf von Effecten an der Frankfurter und an der Berliner Börse (Vio% Provision). Einlösung sämmtlicher Coupons (1 Monat vor Verfall ohne jeglichen Abzug). Bevorschussung von Werthpapieren (Zinsfuss bis auf Weiteres 3i/2o/ p JA An- und Verkauf von Tratten auf alle bedeutenden europäischen und über- seeischen Plätze. 43g 255 Ein Frl. b Stelle als zweite Arbeiterin in einem Putz-Geschäft, event auch als Verkäuferin in einem Mode-Geschäft. Schriftliche Offerten niederzulegen unter 0. B. 100 in der Exped. d- Bl. In Marburg ist ein schöner Laben mit Wohnung in der Haupt Geschäfts- strotze gelegen und zu jedem Geschäft geeignet, zum Frühjahr zu vermiethen. Gefl. Anfr. bittet man unter 8. 109 an Haasenstein & Vogler, Marburg, zu ricbten 282 Zuschneide-Unterricht im Kleidermachen, Maatznehmen, Freihandzeichnen, sowie Richten und Rassen der Costüme nach neuester engl. und franz. Methode. Elegante Fayon und gutsitzende Taillen zugesichert. Auch werden Costüme, PaletotS, Schlafröcke, Kin- derkleider u. s. w. nach Bestellung prompt angefertigt. Der Cursus beginnt am 2. Januar und können Theilnehmer Anfang jeden Monats eintreten. Auf Wunsch Pension im Hause. Achtungsvoll [125 Johanna Vogel, Modes, Sonnenstraße 3 (Kanzleiberg) parterre. äs je! •^92 Ein tüchtiger Bursche, welcher mrt Pferden umgehen kann, gesucht von ___________ Carl Steinberger. 5“ A Die Nr. 14 enthält: Textlich: Seine Frau. Von Moritz von Reichenbach. — Friedrich der Große und Roßbach. Von Hanns von Spielberg. Mit einer Illustration und einer Karte. — Eulen und Krebse. Forts. Roman von August Niemann. — Die deutsche Lutherstiftung Von D- Hermann von der Goltz. — Am Familientisch. Hu unseren Bildern: Normalarbeitstag von ?vranz Geerts; Im neuen Hut von R. Scholz, und Schafherde im Frühling D°k zuT Bibelvertheiler und Nihilist. — Gesundheitsrath. — Aus der Redaktion. — In unserer Spielecke. Erste Beilage: Aus der Zeit — für die Zeit. Zweite Beilage: Frauen-Daheim. Coursdencht der Frankfurter Börse. Reichsbank-Disconto 3% «. Januar 18««. Franks. Bank-DiSconto 3% 4% Preußische Consols 107.10 W/o do. 100 90 4% Nassauer Oblig. 102.60 4% Bayerische Oblig. 106.00 4% Badische Oblig. 104.70 4% Hessische Oblig. 105-50 4% Franks. Hypothbk.-Pfandbr. alte 100.90, neue 102.20 31/20/0 do- 97.30 41/2% Franks. Landwsch. Creditbk.- Oblig. 102.80 4% Hamb. Hypothbk.-Pfandbr. 102.20 31/2% do. 97.20 5o/o BuderuS Oblig. 104.30 ?‘/2°/o Solms-Braunf. Oblig. 93 90 4°/o Gießener Oblig. __ __ 4o/o Oefterr. Goldrente 88*70 y/b°/o Oefterr. Silberrente 65 30 5o/o Portugiesen Oblig. 95 60 Darmft. Bank-Actien 137 50 Gel dis orten. 20 Francs-Stücke 16.10—16 14 do. in 1/2 16.08-16*12 Engl- Souvereians 20.29-20.33 Dollars in Gold 4 ifj__419 e Telegraphischer CourSbericht der Be Oefterr. Creditactienj 139.75 Oefterr. Staatsbahn-Actien 85 90 1880 40/0 Russen Oblig. 78