Ar. 60 Erstes Blatt. Samstag den 10. März 1888. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. , c - Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlolm. Vureau r S ch u l st r a ß e 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pst Metze«, 9. März. Die gestern Abend auch von uns durch Extrablatt verbreitete Nachricht von dem Tode des Kaisers, welche wir als nicht offiziell und unter allein Vorbehalt unseren Lesern mittheilten, da uns bis zu später Stunde eine bestätigende Nachricht nicht zuging, ist nach einem uns heute Morgen 11 Uhr zugegangenen Telegramm inzwischen zur traurigen Gewißheit geworden: Se. Majestät unser allverehrter Kaiser ist heute Morgen $9 Uhr sanft entschlafen. Bei den gestern und heute eingegangenen, sich widersprechenden Nachrichten, die wir aus der Ferne nicht beurthcilen konnten, glauben wir von einer Wiedergabe derselben absehen zu können. Die näheren Mittheilungen, auf die sich die Nachrichten, nach welchen unser Kaiser bereits gestern Nachmittag verschieden sein sollte, gestützt haben mögen, befinden sich unter den Nachrichten ans der zweiten Seite dieses Blaties. Sa« Remo, 9. März, früh. Die Abreise des Kronprinzen und der Kronprinzessin ist unmittelbar bevorstehend. Dieselben machen die Rückreise über den Brenner und begeben sich nach Charlottcn- bnrg. Mackenzie begleitet die Herrschaften. Abg. Schröder drückt ebenfalls sein Bedauern aus baß durch bi? 9lnnnFim«> d°s Antrags der Majorität des Ausschusses nicht das erreicht werde,was ^or z^n Tayen von den meisten Rednern gefordert wurde. Er betrachte es für eine halbe Arbeit, von der er sich nichts verspreche. 'ur etnc ’ttWe T)QrmfUbtnf° äU6Crn Abgeordneten Michel, von Rabenau und Metz- W den Ausschußantrag sprechen die Abgeordneten Schade und Jöckel. , t ^oatsminister Finger erwidert, er müsse den Besorgnissen entgegentreten, als n?rhtUh?a ene? r^en Raths in der landwtrthschafklichen Abthetluug nicht das erreicht , was gewünscht wurde. Dieser Beamte solle nicht etwa für das Bureau verwendet werden, sondern er betrachte ihn als eine Art fliegenden Beamten, welcher in steter Fühlung bleiben werde mit dem Landwirth und dem Ministerium. v cAf! erlo-gt die Abstimmung und wird zu Ttt. 1, Verwilligung der im f>a-jpt= mUl?me ÜOn I0-000 •*' ru Tit. 2 der Antrag der Majorität des Ausschusses, Großh. Regierung zu ermächtigen, zum Zwecke der Einfügung eines ^!e o^re landwirthschaftliche Behörde einen weiteren Durch- schnlttsgehalt von 5000 zu verwenden, mit 24 gegen 10 Stimmen angenommen. Hierauf tritt das Haus in die fernere Berathung des Budgets und zwar Einnahme", Hauptabtheilung I., Domänen. ■ 1 " hÄQP* V PÄ«? ^Familien Eigenthum des Großh. Hauses, wird ohne Debatte genehmigt. Ebenso Ttt. 2, Braunkohlenbergwerk Ludwigshoffnung, Tit. 3, Saline Theodorshalle, und Tit. 4, Badeanstalt Salzhausen. ° 9 nnhmJmÄ “’eI*ecb« «uäWufi beantragt, die oorgesehenen Ein- nahmen mit 4,399,231 Jü unter der Beschränkung einzustellen, daß 1. bei der Saline Theodorshalle die für den Salineninspektor vorgesehene Gehalts- eihohung von 200 vÄ nur für den Inhaber der Stelle bewilligt wird, und daß der durch Ver Heilung der Geschäfte frei werdende Gehalt des Material- verwalters nur bis zur Hälfte zur Aufbesserung anderer Gehalte von Beamten dieser Saline verwendet werden darf, 2. bei Neuregelung der Beiträge der waldbesitzenden Gemeinden zu den Ge- halten rc. der Oberförster nur diejenige Summe angerechnet werden darf, welche sich nach den Verhandlungen über Kap. 105, Tit. 1 und 2 der Aus- , . enthaltenen Vorschläge als oerwilligt, bezw. verwendet ergeben wird ohne Debatte angenommen. _ Kap, 2, Erträge aus Staatsdomänen. Tit. 1, AuS Cameral- und Norsi- domanen, unter Verrechnung der Rentämter, gibt zu Debatten keine SBeranlaffunä , Ttt. 2, Saline Bad Nauheim, deSgl. zu Tit. 3, Badeanstalt Bad Nauheim be- Kr to°" langst angeregter Mißstände in dem ersten- licher Weise sich stets hebenden Bade. .. m l?lnist-rialpräsident Weber gibt die Versicherung, daß, nachdem die Regierung die Nothwendigkeit der Abstellung erkannt, diese in raschester Weise erfolgen merbe. Dtc Etnsuhrung der- elektritchen Lichtes könne er jedoch noch nicht zusagen, da hierüber noch Erhebungen angeftellt werden müßten. , TU- Ertrag der Staats-Eisenbahnen^ a. Belricbzüberschuß der Main-Neckar- Eisenbahn, Hess. Thetl. s bespricht der Abg^Vo g t die von ihm angetroffene schlechte Beleuchtung und die Unreinllchkeit in den Wagen auf der Strecke Frankfurt-Darmstadt Mtnislerialpräsident W eber erklärt, daß er über diele Beschwerde wahrhaft ver- blufft et und halte ste auch kaum für THatsache, weil die Main-Neckar-Bahn doch wie bekannt tm Nuie der größten Ordnung und Sauberkeit stehe. Auch berüaltck der Beleuchtung wiederhole er dasselbe. * ö w Ferner platdirl der Abg. Hechler für die Errichtung einer Haltestelle bei Erzhausen. Ä ?5!.edrich bittet um den Umbau resp. Verlegung der Station Arheilgen. c b’ Betriebsüberschuß der Nebenbahn Eberftadt-Pfungstadt gibt zu keiner Besprechung Veranlassung. * Die Krankheit des Kaisers. Berlin, 8. März, 8.34 N. Ter schwerste Schlag, der das neue deutsche Reich seit seinem Bestehen treffen wird, scheint nach menschlichem Ermessen bevorzustchen. Sein greiser Kaiser kämpft vieleicht den letzten Kampf. Ja ein Gerücht, welches seit 6 Uhr bie Stadt durcheilte, wollte wissen, daß der Kaiser sein Leben bereits ausgehaucht habe. Ein hiesiges Lokalblatt verbreitete durch ein Extrablatt die Nachricht: der Kaiser ist tobt. Ein kurz vor 7 Uhr ausgegebenes Bulletin besagt, daß man ihm flüssige Nahrung beigebracht habe. Die Nachrichten, die heute im Laufe des Tages aus unmittelbarsten Quellen im Reichstage einliefen und dort in fieberhafter Erregung entgegengenommen wurden, liefen, wenn auch zuweilen von lichten Momenten berichtet wurde, doch alle darauf hinaus, daß die Kräfte abnehmen und der ohnmachtsähnliche Zustand, in welchem der greise Monarch liegt, den letzten Kampf bedeutet. Tief gedrückt und erschüttert war die Stimmung, die im Reichstag und im Landtag heute herrschte. Nur Ein Gespräch und Ein Gedanke beherrscht heute die Vertreter des Volkes und die Bevölkerung von Berlin. Dichte Massen umlagern das Palais in ernstem Schweigen, und wo man spricht, spricht man im Flüstertöne, wie in der Nähe des Schwerkranken. Seit frühem Morgen weilte die gc- sammte hier anwesende kaiserliche Familie, Prinz und Prinzessin Wilhelm, das großherzoglich badische, das kronprinzlich schwedische Paar, Fürst Bismarck, die Generalität im Palais, auf das Schlimmste gefaßt. Lautlos, ohne Spiel, bezogen die Truppen die Wache, die Regimenter sind in den Kasernen confignirt, alle Behörden in einer Art von Permanenz. Fürst Bismarck verließ das Palais um halb drei Uhr und begab sich zu der in einem Zimmer des Reichstages stattfindenden Sitzung des Staatsministeriums. Auch der HauS- minister Graf Stolberg nahm an dieser Sitzung Theil. Sie galt den Fragen, die der ver- muthlich nahe bevorstehende Thronwechsel sofort mit sich bringt, denn die heute publizirte Stellvertretungsordre deS Prinzen Wilhelm erlischt ja in dem Augenblick, wo der Kaiser die Augen schließt und wo in demselben Moment der in San Remo weilende Kronprinz König und Kaiser ist. Die formalen Schwierigkeiten, die dadurch entstehen, sind, von sachlichen zunächst ganz abgesehen, nicht gering. Die Staatsministerialsitzung dauerte Stunden lang. Um ein Viertel auf sechs erschien in derselben ein Flügeladjutant aus dem Palais; seine Ankunft und was er mittheilte, schien Bestürzung zu erregen. Die Sitzung wurde aufgehoben. Fürst Bismarck und die Minister begaben sich in das Palais; im Zimmer des Kaisers weilten heute nur die Aerzte und kurze Zeit die Kaiserin. In einigen litten Momenten hat der Kaiser auch seinen Enkel, Prinz Wilhelm, und wie es heißt gegen 2 Uhr auch den Reichskanzler noch gesprochen. Es waren dies wohl aber nur wenige Worte. Es ist heute einige Male gelungen, dem Kaiser stärkende Nahrung beizubringen; einen Erfolg hatten dieselben nicht. Die Aerzte erwarten auch keinen mehr. Gegen Mittag hat der Seelsorger des Kaisers, Oberhofprediger Dr. Kögel, einige Zeit bei ihm zugebracht, um ihm die letzten Tröstungen der Kirche zu spenden. In bangster Spannung und in einer Erregung, die schwer auch kräftige Naturen trifft, harrt man hier der letzten entscheidenden Nachricht. In diesem Augenblick (7 Uhr 10 Minuten) wnd mir aus dem Palais gemeldet, daß der Kaiser aus einem schweren Ohnmachtsanfalle erwacht sei. Die Polizei konfiszirte soeben die auf den Straßen ausgerufenen Extrablätter mit der Todes- ______________ (F. Z.) Heute gingen auch besorgnißerregende Nachrichten über bas Befinden des Kaisers Wilhelm ein. Er fei üveczeugt, den Wünschen aller Srnatsmttglttber Ausdruck zn geben, wenn er beantrage, daß der Präsident den Mitgliedern de« deutschen Kaiserhauses bte lebhafte Anteilnahme des Senats für das f0 kostbare Leben und die innigsten Wünsche für bie Wiedergenesung telegraphisch austpt^e. D-r Finanzmimsier erklärte, di- Regierung schließe sich im vollen ^a^e dem Anträge Ro;n an; es gereiche derselben zu großer Befrredlgung, an! CÄ be” beteiu von der Kammer ausgesprochenen bezüglichen Antrag Rossi's wurde einstimmig angenommen. D.r Präsident erklärte, er werde dem Anträge sofort entsprechen. (Fr. I) Darmstadt, 9. März, 12Uhr9 Mn. Mittags. (Privat-Depesche.) Aufdir Nachricht von dem Tode des Kaisers unterbrach die Ständekammer ihre Sitzung und vertagte sich bis zum Montag. Schulen und Hoftheater sind geschloffen. Darmstadt, 9. März, 12 Uhr 44 Mn. Mittags. (Privat-Depesche.) Der Großherzog trift morgen früh 5 Uhr mit Prinzessin Irene, dem Prinzen Hernrrch von Preußen und der Erbprinzesfin von Meiningen hier ein. Letz, tere setzen die Reise nach Berlin fort. Der Großherzog verbleibt dort bis zur Beisetzung. c P °n- Darmstadt, 8. März. (Erste Kammer der Stänbe.j Unter dem Vorsitz zusammen^ ^^xander von Hessen trat soeben die ErsteKammerzu eine^Sttzung 2lntra0 bc5 Referenten, Staatsminister v. Stark, wurde alsdann die vertagt sich die Kammer bis zur demnächsttgen Budgetberathung. ~ nn* März. sZweite Kammer der Stände 1 Budaet- Berathung. Mil Heutigem wird üver den s. Z. an den Ausschuß zurückoerwtesenen Ttt. 1 und 2, Landwirthschaftliche Oberbehörde, berathen u .. Graf Oriola ergreift hierzu das Wort. Er führt aus, daß es bei der De* &?'LU S rthschaft" nicht in seiner Absicht gelegen, über die innere oor- fanü?6 on dn landwirthschaftlichen Behörden der Regierung ein Unheil zu fallen. Für ihn sei nur maßgebend gewesen, bestehende Mängel der Landwirthschaft zur Sprache zu bringen. Er müsse aber heute bedauern, daß die dreitägigen Debatten über unfere Landwirthschaft keine wetteren Resultate zu Tage gefördert haben, als daß h? 'm!^en "! Allgemeinen Klage geführt, aus seinem Amte geschieden l"- ,,^nn die Legierung auf die geäußerten Wünsche nicht eingegangen ist, eine land- wtrthschaftltche Oberbehorde zu schaffen mit einem Manne an der Spitze, der sich voll und ganz den Ausgaben widmet, welche zur Hebung der Landwirthschaft nöthig sind q ft h C b,ct,au;rn.* Ein Nebenamt dürfe dieses nicht sein, sonst trete der elbe Zustand wieder ein wie früher. Er hoffe, daß die Großh. Staatsregierung demnächst dahrn gelangen und sich zu der Ansicht bekehren werde, eine solche Behörde zu erreich?'wurde^" ^ a&cr be^agen, daß dasjenige, was erreicht werden sollte, nicht .. Abends. Ein officielles Bulletin beruhigt dte Bevölkerung, welche durch Extrablätter, die eine falsche Nachricht vom Tode des Kaisers enthielten, sehr erregt war. ReichSgesktzblatt und bie Gesetzsammlung veröffentlichen folgenden Allerhöchsten Erlaß: d In Betracht der Wechselfälle Meiner Gesundheit, welche Mich vorüber- gehend zur Enthaltung von Geschäften nöthigen, und in Betracht der Krankbeit und verlängerten Abwesenheit Meines Sohnes, des Kronprinzen, beauftrage Ich Euere Königl. Hoheit in allen Fällen, wo Ich einer Vertretung in den laufen- den RegterungSgeschäften und namentlich in der Unterzeichnung von Ordres ru bedürfen glauben werde, mit dieser Vertretung, ohne daß cs für die einzelnen Fälle einer jedesmaligen besonderen Ordre bedarf. 3 e Berlin, 17. November 1887. An de« Prinzen Wilhelm Königliche Hoheit, Bismarck. Bulletin^^""' 8* Der „Reichs-Anzeiger" veröffentlicht folgendes San Remo, den 8. März, 11 Uhr 5 Min. Vormittags. Nach einem längeren Aufenthalte Sr K und K. Hoheit des Kronprinzen im Fr^en am gestrigen Tage war auch die letzte Nacht befriedigens. Da das bessere Allgemein- bchnden andauert, weroen von jetzt ab die Bulletins alle zwei Tage erscheinen San Remo, 7. März. Die Abreise Sr. K und K. Hoheit des Kronprinzen nach Deutschland wird als nahe bevorstehend bezeichnet, doch ist der n $ bcR mmL @e- Hoheit Prinz Heinrich dürfte bereit» morgen San Remo, 8. März. Der Kronprinz verweilte länaere sielt im Garten und hatte einen guten Tag. obgleich die Nachrichten L £ pnben de« Kaiser« Ibn tief erregten. Pnn, H.i-rtch, die Erbprinielsin von Meningen, sowie der Großherzoz und bie Punzessin Irene von ü'sien sind AbiNd« nach D Utschland adgereisi. " ,tnh .„ ®”n ^tmo' 9- Die Kinder der Kronprinzen sind gestern ab« gereist. Der Kronprinz wird nur nach schlimmster Wenduna im mSL X Majestät der Kaiser« abreisen. Ein «e ch r Son er ug ^^ (Stehe die Meldung aur San Remo aus der ersten Seite d Bltlr.) ^ ' i Berlin, 8. März. Dar Abgeordnetenhaus hat soeben im Sinbttck auf \ bie schweren Eventualiiäten, denen wir entgegengehen künnten auf den bei Abg. Rauchhaupt seine Sitzung vertagt ' ouf bXn a"‘ta» »^raßburg, 8. März. Gestern Abend wurden bei den Erdarbeiten am Fort Grobherzog von Baden bei Oberbaurbergen 8 Arbeiter in S S Erdrutsche» verschüttet, von denen 5 umi Leben kamen. *»W eines London, 8. Mürz. Alle Morgenvlätter widmen dec Kiar-kbcit be« deutschen Kaiser« sympakhisebe Leilarlikel und brücken bie inbrünstige Loff-mna auf Wtebergenesung aut. Die „Morningpost" schließt täten Artckel mit don Worten, bie kaiserliche Familie und ba« beutsche Volk mögen versichert sei, b“ “•* ““" Ä ••rtm «u'ble hMtabn Don Um « Betriebsüberschuß der Oberhessischen Eisenbahnen gibt zu eingehenden Debatten Veranlassung, indein die Großh. Regierung eine Viehrausgabe von etwa 74 000 «tt gegenüber dem vorigen Budget eingestellt hat. Die Mehrheit des Ausschusses wünscht bei dem Personal-Etat der Nebenbahn Nidda-Schotten Strick des mit 1200 JL eingestellten Stations-Assistenten; ebenso bei der Nebenbahn Stockheim-Gedern Strich der mit zusammen 2600 Jt eingestellten (Hehalte für 2 Stationsassistenten. Die Minderheit beantragt Strich der beiden Bahnmeisterstellen bei Nidda-Schotten. Betriebsdirector Altvater plaidirt in eingehendster Weise für den von der Regierung eingestellten Betrag, welcher es nur möglich mache, diese Bahnen in ordnungsmäßiger Weise zu letten. Abg. Schröder glaubt, daß man mit den vom Ausschuß vorgeschlagenen Beträgen vorerst recht gut auskommen könne, zumal man sich von den Einnahmen dieser Nebenbahnen nicht viel versprechen dürfe. Auf anderen Bahnen, z. B. den Straßenbahnen der Feldabahn sei viel weniger Personal verwendet als die hier vorgesehenen Etats aufführen. Abg. Sturmfels spricht für die Regierungsforderung, ebenso Abg. Schade. Nach erfolgter Abstimmung wird, nachdem die Mehrheit des Ausschusses ihren Antrag auf Strich zurückgezogen, die Regierungsforderung angenommen. Zu Ttt. 5, Erhebungen durch die Lokalkassen und Ttt. 6, Unmittelbare Erhebungen der Hauptstaatskasse, erfolgt keine Bemerkung und wird somit der Ausschuß- Antrag auf Einstellung der unter Kap. 2, Tit. 1—6 aulgeführten Beträge von zusammen 907 494.65 Jt mit -allen gegen eine Stimme angenommen. Es folgt Haupt-Abtheilung III, Jndirecte Auflage. Kap. 4, Ttt. 1, Tranksteuer von Wein und die Petition der Wetnwirthe des Großherzogthums um Aufhebung der Weinsteuer. Hierzu ist ein Antrag der Abgg. Ohly, Bergsträßer, Arnold und Vogt eingegangen: „Die Kammer wolle hohe Staatsregierung um Vorlage eines Gesetzes ersuchen, durch welches die Besteuerung des Wetn-Eonsums gleichmäßig und in gerechter Weise geregelt werde." Der Antrag wird an den Ausschuß verwiesen. Abg. Ullrich (Soc.) und Pennrich erklären sich gegen jede indirecte uni) directe Besteuerung des Weines, welcher et« Nahrungsmittel des Volkes sei. Abg. Schröder erklärt sich im Sinne des Antrags Ohly für eine event. Besteuerung. , c .. Der Ausschuß beantragt Einstellung von 280 000 JL in Einnahme und die Eingabe der Wirthe für erledigt zu erklären. Der Antrag wird mit allen gegen 5 Stimmen angenommen. Schluß der Sitzung V,2 Uhr. und Gießen handele, indem mit Lang-Gons und Umgebung der Umfang des Bezirkes abschttcße, für welchen eie gewünschie Verbindung mit Gießen von besonderem Interesse sei. Als Zeit der Ankunft und bezw. Abfahrt der Züge in Gießen wurde für den Sommer 5« Uhr Morgens, für den Winter 6t2 Uhr Morgens und bezw. 620 oder 625 Uhr Abends als wünfchenswerth bezeichnet. Metzen, 9. März. Heute Vormittag '/r9 Uhr begann unter dem Vorsitz des Herrn Landgerichtsdireclors Mutb vor der hiesigen Strafkammer die Verhandlung gegen den früheren Landtagsabgeordneten Reinhard Sckaum von H^rrenhag bet Büdingen, welcher angeklagl wild, daß er durch zwei selbstständige Handlungen in den Jahren 1886 und 1887 bei der Untersuchungsfache gegen ihn wegen Betrugs es unternommen habe, die Zeugen Ernst Stemmler von Wiesbaden und Wilhelm Wolter von Leipzig zur Begehung eines Meineids zu verleiten. Verbrechen gegen § 159, 74 des Str.-G.-B. Als Beweismittel dienen die gerichtlichen Geständnisse, die Acten, betr. die Strafsache gegen Schaum wegen Betrugs, die Eorrespondenzen des Schaum mit einer Reihe von Personen und endlich Zeugen. Es sind 10 De- und 7 Entlastungszeugen geladen. f* Den ganzen Vormittag nimmt die Verlesung der verschiedenen von Schaum geschriebenen ober veranlaßten Briefe an Zeugen aus dem Prozeß vom 9. Decbr. v. I. bezw. Personen, welche mit diesen in Berührung kamen, in Anspruch. Um 1 Uhr wurde die Verhandlung bis Nachmittags 3 Uhr vertagt. Eingehender Bericht folgt in nächster Nummer. SchiffSuachrLchte». Bremen, 7. März. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Trave, Eapt. W. Willtgerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 26. Februar von Bremen und am 27. Februar von Southampton abgegangen war, ist gestern 9 Uhr Abends wohlbehalten in Newvork angekommen. Bremen, 8. März. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Elbe, Eapt. G. Meyer, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 26. Februar von Bremen und am 28. Februar von Southampton abgegangen war, ist heute 5 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Katholische Gemeinde. Vierter Fasten-Sonntag. ^Laetare). 7 Uhr an Beichte. 8 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Communis«. VglO Uhr: Hochamt und Predigt. „ 2 Uhr: Fasten-Andacht. Am Freitag um 6 Uhr: Fasten-Andacht und Predigt. Gottesdienst in der Äynagogr. Freitag Abend 530 Uhr, Samstag Morgen 830 Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr Samstag Abend 64® Uhr. ________ Kirchliche Anzeige» der Dtsdt Wiegen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag Lätare, den 11. März: Vormittags 9Vr Uhr: Pfarrer Dingeldey. Abends 6 Uhr: Pfarrer Schlosser. Kinderkirche, Nachmittags 2 Uhr, Pfarrer Schlosser. Montag, den 12. März, Abends 8 Uhr Bibelftunde in der Kleinkinderschule, Markus Kap. 15, von Vers 33 an, Jesu Sterben und Grablegung. Pfarrer Dr. Naumann. Mittwoch, den 14. März, Abends 6 Uhr: V. Passionsandacht in der Kirche. Pfarrer Schlosser. Am Sonntag Judica, den 18. März, wird Beichte und heiliges Abendmahl im Vormittagsgottesdienst gehalten werden. Die Pfarrgeschäste in Der Woche vom 11. bis 17. März besorgt Pfarrer Dingeldey. verwischte-. Großen-Linden, 8. März. Auf Antrag der hiesigen Bürgermeisterei und Befürwortung der GroßherzogUcken Handelskammer Gießen, der Stadt Gießen und der Vorstände der benachbarten Orte hat die Königliche Bahnoerwaltung genehmigt, vom 1. April d. I. einen neuen Zug zwischen Friedberg und Gießen und zurück verkehren zu lassen. Der Zug von Friedberg trifft Morgens hier um 5 Uhr 31 Min. und in Gießen um 5 Uhr 40 Min. ein und geht Abends um 6 Uhr 25 Min. von Gießen nach Friedberg zurück. Hierdurch wird den Arbeitern aus hiesiger Gegend, welche in Gießen beschäftigt sind, Gelegenheit geboten, von und nach der Arbeit zu fahren und zwar von dem hiesigen Haltepunkte aus zu einem sehr mäßigen Preise. Die hier zur Ausgabe gelangenden Arbeiter-Wochenbillete kosten nur 1 JL, fo daß eine der 12 Fahrten nur 8Vs H kommt. Diese beiden neuen Züge werden mit 3. und 4. Classe ausgerüstet und werden nur versuchsweise verkehren. Sollten die Arbeiter und das übrige Publikum an dieser neuen Einrichtung sich nur wenig betheiligen, dann werden die Züge nur bis 1. Juni d. I. gefahren. Bei genügender Betheiligung dagegen werden btefe Züge dauernd bleiben und im Sommer zu oben angegebener Zeit und im Winter Morgens um 6 Uhr 26 Min. in Gießen eintreffen und Abends um 6 Uhr 35 Mm. von dort abgehen. Die Züge werden auf allen Zwifchen-Stationen und Haltepunkten der Strecke Friedberg Gießen anhalten. Frankfurt, 8. März. Gestern Nachmittag, als die Depeschen aus Berlin eintrafen, welche von dem langen tiefen Schlaf des Kaisers berichteten und die Anwesenheit des Reichskanzlers und Moltke's im Kaiserlichen Palais meldeten, herrschte hier eine unglaubliche Aufregung. An den Eingängen zu den Hauptblättern, wo die Telegramme sofort angeschlagen wurden, dauerte das Gedränge bis in die Nacht hinein. Alles trat gegenüber diesen Nachrichten in den Hintergrund, selbst San Remo und der allverehrte Kronprinz für kurze Zeit. Des Kaisers Befinden war das alleinige Gesprächschema. An den Zeitungskiosks sand ein förmlicher Kampf um die Blätter statt. Erst um 8 Uhr, als der Telegraph das Erwachen Kaiser Wilhelm's aus dem tiefen Schlaf meldete, wurde die Stimmung im Volk ruhiger. Die Stimmen zahlreicher Colporteure, welche das Allerneueste ausriefen, dröhnten dem Wandernden aber noch spät Abends entgegen. Lokale-. Metzen, 8. März. sAuszug aus den Sttzungsprotocollen der Großh. HandelskammerZ Sitzung vom 24. Januar 1888. Gegenwärtig waren die Herren Eommerzienrath Silbereisen, F. E. B. Koch, S. Heichelheim, A. Katz, C. Klingspor, A. Kraatz, R. Scheel und Hch. Schirmer. Die Wahlbestätigungsurkunde über die letzte Ergänzungs- und Ersatzwahl Gr. Handelskammer wurde verlesen, wonach die im Dezember v. I. stattgehabte Wahl der Herren Kraatz, Scheel, Schirmer und Gail als Mitglieder der Handelskammer die Genehmigung Großb. Ministeriums erfahren hat. Bei der hieraus vorgenommenen Neuwahl eines Vorsitzenden der Handelskammer pro 1888 wurde Herr Eommerzienrath Silbereisen von Steuern zum Präsidenten der Handelskammer erwählt. Da die Amtszeit der im Jahre 1885 auf Grund des § 2 der Verordnung vom 5. Juli 1881 betr. die Bildung eines Eisenbahnbeiraths durch die Handelskammer gewählten Vertreter abgelaufen war, so wurde zu einer Neuwahl derselben geschritten und Herr Commer- zienrath Silbereisen als Vertreter der Handelskammer und Herr Heichelheim als dessen Stellvertreter gewählt. — Gioßh. Ministerium hatte der Handelskammer die „Grundzüge zur Alters- und Jnvaliden-Versicherung der Arbeiter" zur gutachtlichen Aeußerung mitgetheilt. lieber den Inhalt derselben referirte der Secretär, die Berathung mußte jedoch wegen Mangels an Zeit auf die folgende Sitzung aufgehoben werden. Sitzung vom 27. Januar 1888. Gegenwärtig waren die Herren Lommerzien- rath Silbereifen, Gail, Heichelheim, Katz, Klingspor und Kraatz. Es wurde ein Schreiben des Herrn Scheel verlesen, wonach derselbe seinen Austritt aus der Handelskammer anzeigt. Nach kurzer Berathung über die „Grundzüge der Alters- und Jnvaliden-Versicherung", und nachdem verfchiedene bereits darüber erstattete Gutachten zur Kenntniß der Handelskammer gebracht worden waren, wurde zunächst beschlossen, eine Commission, bestehend aus Herrn Gail, Klingfpor, Koch und Schirmer mit der Ausarbeitung eines berichtlichen Gutachtens an Großh. Ministerium zu 6eauftragen, und sollte dasselbe in der nächsten Sitzung zur Vorlage gelangen. Verschiedene vertrauliche Mittheilungen über ausländische Schwindelfirmen in Paris und New-Z)ork, foroie bezügl. der Beschickung eines Musterlagers in Belgrad mit deutschen Jndustrieerzeugnissen wurden Derlei en. Besondere Anfragen etwaiger Interessenten Tonnen an die Handelskammer gerichtet werden. Eine Anfrage Gr. Amtsgerichts Gießen, ob in hiesiger Gegend in der Art eines Handelsbrauchs gleichmäßige ausnahmslose Behandlung des Geschäftsverkehrs der Stadt zwischen Fruchthändlein und creditwürdigen Müllern kleinerer Betriebe dahin gehandhabt werde, daß die käutlichen Lieferungen der Fruchthändler überhaupt nicht mit bestimmter Creditfrist von 2, 3 oder mehr Monaten stattfinden, und daß die Fruchthändler den Müllern, welche in Angemessener Zeit Zahlung leisten, Zinsen nicht anforbern, würbe in verneinenbem Sinne beantwortet, ba eine als Hanbelsusance sich characterisirende Gepflogenheit bes geschäftlichen Verkehrs in ben angegebenen Beziehungen nicht conftatirt werben kann. Sitzung vom 10. Februar 1888. Gegenwärtig waren die Herren Commerzien- rath Silbereisen, Gail, Klingspor, Kraatz und Schirmer. Der von der beauftragten Commifsion entworfene Bericht über die „Grundzüge zur Alters- und Jnvaliden-Versicherung" an Gr. Ministerium wurde verleben und in der vorgelegten Form genehmigt. Heber die angeregte Anstellung eines deutschen Be- russconsuls in Batavia, sowie Einrichtung einer birecten Verbindung von Nieder- ländisch-Jndien nach der Deutschen-Ostasiatiscken Postdampferlinie soll auf Auffordern Großh Ministeriums berichtet werden, daß man sick im allgemeinen Handelsinteresfe für die Anstellung eines Berufsconfuls ausfprechen könne, dagegen die Einrichtung der birecten Verbindung von Niederländifch Indien mit der Deutscken-Ostasiatifcken Post- bampferlinie jedenfalls zur Zeit für noch nicht angebracht halte. Eine Anfrage der König!. Eisenbahn-Direction Hannover betr. die Personenzug-Verbindung Gießen— Großen-Linden—Friedberg wurde unter Bezugnahme auf ein Gefuch Großh. Bürgermeisterei Großen-Linden dahin beantwortet, daß man eine Berücksichtigung des erwähnten Gesuchs insoweit empfahl, als es sick um eine Verbindung zwischen Lang-Göns Allgemeiner Anzeiger. Bürger-Gesellschaft. Wegen des Ablevens Sr. Moj. unseres Kaisers fällt die auf Sonntag ! den 11. er. projectirte Abendunterhaltung aus. 1981 Der Vorstand Schaufenster-Rouleaux mit Schrift und Emblemen in dauerhafter und geschmackvoller Ausführung. — Offerten gratis und franco. Bonner Fahnenfabrik (Hof-Fahneufabrik) Bonn a. 9t 1979 Die Abendunterhhltung des Sängerkranzes ist bis auf weiteres verschoben. 1998__Der Vorstand. Zwiebel-Bottbowu Das bewährteste Haus- und Linderungsmittel gegen Hustenreiz, Heiserkeit, Rauhheit im Halse etc. allein echt aus der Fabrik von Kiel & Schmahl in Herford sind h Packet 50 H in Giessen zu haben bei den Herren Ferd. Drehes, Marktplatz. > C. Rath II., W^pthorstrasse. li. Kalkhof, Frankfurterstrasse. | Robert Stuhl, Neustadt. 1992 Gg. Kinkel, Kreuzplatz. I C. Schultze II., Schillerstrasse. 1991 Einen Lehrling sucht t 1972 Zu verkaufen: guter Dünge« Karl Köhler, Schreinermeister. 1 (wagenweise). Jungblut. Trauerflor für Militär und CiviS, für Arm und Hut, sowie am^Stüök in bedeutender Auswahl empfiehlt 1974 A. Fangmann. i. Stammholz- Vcrstcigmmgcn. Samstag, den 17. d. M., sollen versteigert werden: a) im Gemeindewald von Lützellinden, Beginn in, 4 a „Aspenzahl" Punkt 9 Uhr. Zusammenkunft aus dem Weg von hier nach Münchholzhausen vor dem Wald am Wegweiser um 8V2 Uhr. Eichen: Stämme, 16 III. Kl. — 8,25 fm, 37 IV. Klasse = 6,97 fm, Kieiern: Stämme, 102 III. und IV. Klaffe — 38,26 fm, Stangen, 31 I. Klaffe = 2,79 fm, 12 II. Klaffe = 0,72 fm. b) im Gemeindewald Hörnsheim, Beginn in 1 a „Heide" Punkt 12 Uhr. Eichen: Stämme, 2 I. Klaffe — o,15 fm, 8 II. Klaffe — 13,92 fm, 27 III. Klaffe = 20,02 fm, 2 IV. Klaffe — 0,55 fm, Nutzholr — 27,5 rm, Kiefern: Stämme, 5 IV. Klaffe — 1,05 fm, Stangen: 3 I. Klaffe = 0,27 fm. c) im Gemeindewald Groß-Rechtön- bach, Beginn in 16a „Schirmheck" unmittelbar an der Straße nach Wetzlar, Punkt 2 Uhr. Eichen: Stämme, 12 II Klaffe — 19,62 fm, 39 III. Klaffe =31,17 fm, 2 IV. Klaffe = 0,55 fm, Nutzholz = 10,5 rm. Kiefern: Stämme, 29 III. und IV. Klaffe = 4,98 fm, Stangen, 72 I Klaffe = 6,48 fm, Nutzholz: = 22,5 rm. 11. Brennholz- Versteigerungen. a) Montag, den 19. d. M., Vormittags von 9 Uhr ab, im Gemeindewald von Groß-Rechtenbach, Beginn „Schirmheck." Eichen: 3 rm Scheit, 19 rm Scheit und Knüppel, 10 rm Knüppel, 5 rm Stöcke, 49 rm Reiser. Buchen: 4 rm Scheit und Knüppel, 5,5 rm Reiser. Kiefern: 6 rm Scheit und Knüppel, 13 rm Knüppel, 247 rm Reiser. Weichholz: 5 rm Scheit, 1 rm Stöcke, 129,5 rm Reiser. b) Dienstag, den 20 d. M., Vormittags von 9 Uhr ab, im Gemeindewald von Hörnsheim, Beginn 1 a „Heide." Eichen: 32 rm Scheit, 32 rm Scheit und Knüppel, 22 rm Knüppel, 52 rm Stöcke, 242 rm Reiser. Buchen: 2 rm Scheit, 30 rm Scheit und Knüppel, 43 rm Knüppel, 20 rm Stöcke, 248 rm Reiser. Kiefern: 2 rm Scheit und Knüppel, 1 rm Stöcke, 28 rm Reiser und 59 rm gemischte Reiser. Groß-Rechtenbach, 7. März 1888; 1982 Das Bürgermeister-Amt. Versteigerung Samstag, den 10. März l. I.. Vormittags 11 Ubr, sollen im kiesigen Pfandlokal 2 Kommoden, 1 Kleioerschrank, 1 Sopha, 2 Bilder, 1 Ning, 1 Medaillon, 1 Brosche, silberne Löffel, Messer und Gabeln und 12 Meter Cache- mire, Stoßkarren, 1 Uhr, 1 Kronleuchter mit vier Lampen und eichene Bohlen gegen Boarzahlung versteigert werden 2001 Horn. t'repe und Trauerflor empfiehlt 2002 J. Kaan jr. | Holzversteigerung. Freitag den 16. d. Mts, Vormittags 9 Uhr anfangend, soll in dem Muschenheimer Mark- u. Gemeindewald nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 48 Eichenstämme von 15 bis 40 Ctm. Durchmesser, 8 bis 13 Mtr. Länge = 16,06 Festm., 2 Buchenstämme, 38 bis 45 Ctm. Durchmesser, der eine Stamm 5 Mtr., der andere 10 Mtr. lang = 1,91 Festm., 22 Kiesernstämme von 12 bis 16 Ctm. Durchmesser, 5 bis 10 Mtr. Länge = 1,66 Festm., 75 Rmtr. Buchen- und Eichen- Scheitholz 108 Rmtr. Buchen-, Eichen- und Kiefern-Knüppel, 50 Rmtr. Buchen-, Eichen- und Kiesern-Stockholz, 10622 Wellen Buchen-, Eichen- und Kiefern-Reisig. Der Anfang ist zur bestimmten Stunde im Hinterwald am Weg von Treis-Münzenberg nach Bettenhausen. Muschenheim, den 8. März 1888. Großh. Bürgermeisterei Muschenheim. Roth. 1986 Holzversteigerung. Donnerstag, den 14. März d. I. kommen in den Walddistricten „Bauerheid", „Eichhüppel", „Zipfen" und „Neuhof" der Zimmer'schen Waldung nachstehende Holzsortimente zur Versteigerung: 3 Eichenstämme = 3,26 Fstmtr. 3 Elchenstangen = 0,14 „ 17 Nadelstämme = 3,63 „ 2000 Nadelstangen =19,62 „ 89 Rm. Buchen- und 4 Rm. Eichenscheit; 68 „ Buchen- und 4 Rrn. Eichenprügel ; 58 „ Nadelprügel; 4 8 Rm. Buchenstock; 30 „ Nadel- und 17 Rm. Eichenstockholz; 24 „ Eichen-, 135 Rm. Buchen- und 280 Rm. Nadelreiser. Anfang Vormittags 9 Uhr an der „Bauerheid". 1996 Winnerod, den 9. März 1888. Zimmer'sche Försterei. Jieilgeboleiles. 1978 1 grüne Plüschgarnitur, Küchen und Harrsgeräth wegjugs- halber zu verkauf. Näh. i. d. Exp d. Bl. Seltene Gelegenheit. Zwei prachtvolle neue Pianino’s, kreuzsaitig, hoher Bauart. großartigem Ton, von renommirtem Fabrikant, aus privater Hand mit Sjähriger Garantie billig zu verkaufen. Näheres in der Expedition d. Bl.1983 Bedeutender Kaffee-Abschlag! Garantirt reinschmeckende rohe Kaffee'- jetzt schon wieder pr. Pfd. von 90 Pf. an, gebrannte Kaffee'S per Pfund von Mk. 1.20 an empfiehlt 1999 Fr. Seibel. 2003 20 bi» 30 tüchtig« Gruben- i arbeiter finden gegen hohenLohndauernde ; Beschäftigung. , Anmeldungen werden von Steiger I Bernhardt i JlSdorfentgegengenommen * 1938 Eine Wohnung im mittleren Stock, bestehend aus 6—8 Zimmern mit großem Balkon, nebst allem Zubehör und Quellwasserleitung in Küche und Waschküche, ist vom 1. Juli an zu vermiethen. Ost-Anlage, Ecke der Wiesenstr. 2. 1 Näheres im 3. St.___• 1976 Ein kleines Familienlogis im ; Hinterhause zu vermiethen. ____O. Luft. 1995 Der zweite Stock meines Hauses, 4 eo. 6 Zimmer, Gartenanlheil u. Wasserleitung, per Mai oder April an ruhige Leute zu vermiethen. Zu erfragen bei Frau M. Heichelheim, _______________Seltersweg 20, 1. St. 1990] Wohnung von 4 Zimmern mit Zubehör, per April oder später zu ver- mtetben. L. fleller, Wtefenstraße. 1989 Eine Stube, Kabinet und Küche mit Zubehör, sofort zu vermieten. Kaplansgasse 5. Billard gut erhalten, gesucht. 2000__Gebr Röhrle. 1971 Gesucht ein kräftiger Haus- bursche._______________Jungblut. Ein Mädchen von 15 bis 16 Jahren für dauernde Arbeit gesucht. Carl Pietsch, Maschineustrickcre Dämpper-Verein Dampauf. 1994 -Ssmslag Zusammenkunft im Rkbstock. Der Oberdämpper. Exporteure f für Stadt tmb Land zum Verkauf eines gangbaren Artikels gefuchtWÄ Offerten an die Exp. d. Bl. s 1997' Samstag, den 10. d. Mts.: General Versammlung im Vereinslocal. Hauche und Ange- hate