Nr. 132 Samstag den 9. Juni 1888; Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. , , r, .. • ., , . .. ar P , t ' Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Vf. mit Bringerlohn. Vureau r S ch u l st r a ß e 7. Erscheint täglich nut Ausnahme des Montags. . Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pst Amtlicher HHeit. Betreffend: Die Vertilgung der Blutlaus. Gießen, am 6. Juni 1886. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen un die GroßherzogUchen Bürgermeistereien dezw. Ortspolizeibeamten des Kreises. Soweit Sie unserer Verfügung vom 3. Februar l. I. — Anzeiger Nr. 32 — noch nicht entsprochen haben, erinnern wir Sie an baldige Erledigung. Dr. Boekmann. Gießen, den 24. Mai 1888. Betr.: Die Bestimmungen über den Eintritt junger Leute in die Unterosfizierschulen und Unteroffiziervorschulen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Trotzherzogiichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir weisen Sie an, nachstehende Bekanntmachung auf ortsübliche Weise zur öffentlichen Kenntniß bringen zu lassen. . Dr. Boekmann. Bekanntmachung. Nachdem vom König!. Kriegs-Ministerium zu Berlin neue Bestimmungen über den Eintritt in die Unteroffizier-Schulen Potsdam, Biebrich, Ettlingen und Marienwerder, sowie die Unterosfizier-Vorschulen Wellburg, Annaburg und Neu-Breisach herausgegeben worden sind, werden alle diejenigen jungen Leute, welche in die genannten Schulen einzutreten wünschen, mit dem Bemerken darauf aufmerksam gemacht, daß eine nähere Auskunft über den Eintritt'bei dem Bezirks-Commando Gießen oder den zuständigen Bezirksfeldwebeln zu erlangen ist. Easpary, . Oberstlreutenant und Commandeur des Landwehr-Batarllons-Bezrrks Gießen- Politische Wochenschau. Gießen, 8. Juni. Die erste Woche seit der Uebersiedeluvg des Kaiser- und seiner Familie nach Schloß Friedrichskron ist nunmehr verstrichen und wenngleich sich der erlauchte Monarch in Folge der Anstrengungen und Aufregungen der Uebersiedelung nach seinem gegenwärtigen Sommerheim einige Tage etwas angegriffen fühlte, so ist doch zur Zeit sein Allgemeinbefinden wieder ein befriedigendes, wie dies auch das officielle Bulletin vom 6. d. constatirte. Der Kaiser hält sich in den Schloß Friedrichs- kron umgebenden ausgedehnten Parkanlagen, sobald dies die Witterung nur irgendwie gestattet, täglich längere Zeit auf und unternimmt er auch häufig Ausfahrten nach verschiedenen Punkten der Umgebung, namentlich auch nach seinem Gute Bornstedt. Der Erledigung der Staatsgeschäfte und der Angelegenheiten seines Hofes widmet fich der Monarch in immer ausgedehnterer Weise und nimmt er fast jeden Tag eine größere oder geringere Anzahl von Vorträgen entgegen. Die Abreise der Kaiserin nach dem westpreußischen Ueberschwemmungsgebiete sollte am Freitag Abend erfolgen, doch ist die abermalige Verschiebung der Reise nicht unwahrscheinlich. Auch die zweite Erschütterung, welche die innerpreußische und deutsche Polrtrk seit dem Regierungsantritte Kaiser Friedrichs in Gestalt der gegenwärtigen ,Prrtt- kanrer-Krifis" durchzumachen hat, scheint in ihrem Höhepunkte wieder voruberge- gangen zu sein. Als Wendepunkt der Krisis anläßlich der Legislaturperioden- und Wahtfreiheitsfrage in Preußen betrachtet man allgemein die in Schloß Friedrichskron am Dienstag Nachmittag zwischen dem Kaiser und dem Reichskanzler stattgefundene längere Conferenz, obschon sich deren Inhalt der Kenntniß weiterer Kreise selbstverständlich noch entzieht. Wenn bereits hierüber allerhand Mtttheilungen von der üblichen „wohl unterrichteten Seite" auftauchen, so scheint man es hierbei vorläufig mehr mit Combinationen, als mit wirklich begründeten Nachrichten zu thun zu haben; doch sei zur Information mitgetheilt, was in dieser Beziehung das „Berliner Tagebl." zu melden weiß. Hiernach soll in der Unterredung zwischen Kaiser und Kanzler ein Compromiß" auf folgender Grundlage erzielt worden sein: keine Veröffentlichung des Legtslaturperiodengesetzes, aber auch keine Veröffentlichung des kaiserlichen Wahlerlasses an Herrn v. Puttkamer und keine Demission des Ministeriums. Auch Herr v Puttkamer soll nach dieser Meldung vorläufig im Amte bleiben, indessen sei sein Rücktritt im Prinzip" vom Reichskanzler zugestanden worden und bleibe es demselben überlassen" den Zeitpunkt des Rücktrittes und die Art der Begründung zu bestimmen. - Was Wahres und was lediglich Zusammencombinirtes an der Mittheilung des „B. T." ist läßt sich eben nicht controlliren, die Situation bietet eben noch immer gewisse Widersprüche dar und erscheint hie und da noch immer schleierhaft, indessen erscheint doch die Möglichkeit eines Rücktrittes des Gesammtministeriums nunmehr wieder beseitigt und hiermit ist der Niedergang der Krisis gegeben. Begreiflich ist es daß sich die Preßorgane der einzelnen Parteien die bisherige Entwickelung der Affaire je nach ihrem politischen Standpunkte zurecht- und auslegen. Die freisinnige Preste kommt hierbei zu dem Schlüsse, daß die vorläufige Verhinderung der Veröffentlichung des preußischen Legislaturperioden - Gesetzes eine Niederlage des Ministeriums und der Eartellparteien bedeute und daß der Artikel der „Nordd. Allgem. Ztg. , welcher augenscheinlich die Ansichten des leitenden Staatmannes über die ganze schwebende Tagesfrage widerspiegelte, nur den Rückzug des Ministeriums verschleiern sollte. C rft muß indessen der definitive Ausgang der Crisis abgewartet werden, ehe sich sagen läßt ob dieses Urtheil von linksliberaler Seite in der That ein richtiges gewesen tft. Abgesehen von der noch nicht vollständig erledigten Legislaturperiodenfrage in Preußen, schwebt zur Zett in der inneren Politik augenblicklich keine Angelegenheit von allgemeinerem Interesse und es deutet Alles daraus hin, daß die allsommerliche Ruhepause nachgerade herannaht. Mehr mit der auswärtigen Politik verquickt erscheint die Angelegenheit der nunmehr ins Leben getretenen Patzvorschriften an der deutsch- französischen Grenze, denn obwohl hierüber keine Verhandlungen zwischen den beiderseitigen Regierungen stattgefunden haben, so ist doch sicher, daß Mseits der Vogesen Erörterungen über gewisse Gegemnaßregeln stattfinden. Der lächerliche Antrag des Boulangisten Laur in der französischen Deputirtenkammer, deutschen Staatsangehörigen den Aufenthal. in einer bestimmten Zone des nordöstlichen Frankreichs zu verbieten, ist von der yr.er zwar fast einstimmig abgelehnt worden, aber man erwägt dafür in Frankreich andere antideutsche Maßnahmen. Von ihnen ist bereits die eine zur Ausführung gelangt, wonach auf der Strecke Basel-Delsberg-Delle zwei Schnellzüge eingelegt worden sind, welche es den aus Frankreich, resp. Paris kommenden Reisenden ermöglichen, mit Umgehung reichsländischen Gebietes direct nach Basel über Belfort zu fahren. Es sollen auch Verhandlungen mit der französischen Ostbahngesellschaft schweben, um eine Leitung der Orientexpreßzüge Paris-Wien über nichtdeutsches Gebiet herbeizu- führen. Doch hat die reichsländische Regierung, um dem oorzubeugen, bekanntlich die Erleichterung zugestanden, daß die mit directen Billets Paris-München versehenen frnnzösischen Reisenden von der Paßpflicht befreit bleiben, sofern dieselben den Zug während der Fahrt durch reichsländisches Gebiet nicht verlassen. Das Anfang dieser Woche zu seiner Sommersession zusammengetretene schweizerische Parlament, die Bundesversammlung, verspricht die zur Zeit in der Schweiz schwebenden militärischen Fragen ihrer raschen Erledigung zuzuführen. Debattelos nahm der Nationalrath am Mittwoch alle von dem vorbereitenden Ausschuß gewünschten Maßnahmen zur Hebung der nationalen Wehrkraft und zur raschen Förderung der Befestigungsarbeiten am St. Gotthard an. Die Vorarbeiten für die Befestigung des Urner Loches bei Andermatt sollen sofort beginnen. Die Parlamentssession in Oesterreich wie in Ungarn ist in dieser Woche zu Ende gegangen und treten dafür am Sonnabend die Delegationen in Budapest zusammen. Da die Session des österreichischen Reichsrathcs und des ungarischen Reichstages keinerlei einschneidenden Differenzen zwischen beiden gesetzgebenden Körperschaften ergeben hat und namentlich die Sptritussteuer - Vorlage dort wie hier im Regierungssinne angenommen worden ist. so dürften auch die Delegationsoerhandlungen einen glatten Verlauf nehmen. Allgemein wurde erwartet, daß die Thronrede zur Eröffnung der Delegationssession neue Verheißungen und Anzeigen für die Erhaltung des Friedens bieten werde. Der bekannte ungarisch-französische Zwischenfall scheint trotz seiner officiellen Erledigung noch immer seine Kreise ziehen zu wollen. Der französische Botschafter in Wien Decrais, soll sich demnach nach Pest begeben wollen, um Fühlung mit den dortigen franzosenfreundlichen Kreisen zu gewinnen; hoffentlich läßt sich Herr Tisza durch diese „Fühlung" sein Concept nicht verrücken! Der russische Senat hat die Berufung Feodoroff's, des Redacteurs des panslavistischen Hetzblattes „Nowoje Wremja", gegen das ihn zu Gefängnißstrafe ver- urtheilende erstinstanzliche Erken ntniß in dem Prozesse wegen Beleidigung des deutschen Militärbevollmächtigten Obersten v. Villaume verworfen. Das Urtheil ist also rechtskräftig geworden und diese seiner Zeit so viel Aufsehen erregende Affaire ist mit dem Ausspruche des Senats erledigt, womit man sich nun wohl auch auf panslavistischer Seite wird zufrieden geben müssen. Ieutschkand. Berlin. Graf Maximilian von Lüttichau ist zum Schloßhauptmann von Friedrichskron ernannt worden. — Das Königliche Palais kann seit der Abreise der Kaiserin Augusta in den Vormittagsstunden vom Publikum besichtigt werden. Der Andrang von Fremden ist groß, welche die Räume zu sehen wünschen, m denen Kaiser Wilhelm so lange Jahre schaltete. - Die bei der Katastrophe rm Königlichen Schauspielhause verunglückten Zimmerleute sind sämmtlich auf dem Wege entschiedener Besserung. — Heute oder morgen Abend gedenkt Ihre Majestät die Kaiserin in Begleitung der Prinzessin Victoria die schon lange projectirte Reise in das Ueber^wemmungsgebtet in Westpreußen anzutreten. — Der Herzog von Sachsen-Coburg-Gotha hat dem Katstr Friedrich sein im Thüringer Walde belegenes Schloß Reinhardbrunn zur Verfügung gestellt. Es ist bei der vorzüglichen Lage des Schlosses wohl möglich, daß das Anerbieten angenommen wird und somit die Reise nach Homburg aufgegeben wurde. Telegraphischer Schiffsbericht der „Red Star Line" Antwerpen. ist °°n^ntw?rpen'Lut'°^bet "SRcb@tot8l"‘ Da Sir Morell Mackenzie auf Wunsch des Kaisers Dorläufm nit-fit „a* a. x v zuruckkehrt, sind gestern die Gattin und Tochter des englischen Ärztes^in VotsEim^ getroffen, um dort dauernd Wohnung zu nehmen. - Som 1 f2»anhiSU»hT vorbehaltlich der Gestattung von Ausnahmen für einzelne Grenzbeztrke, fremde Scheidemünzen in Zahlung weder gegeben noch genommen werden. vcyelde- Kesterreich. Wien, 6. Juni. Nach dem Saatenstandsbericht des Ackerbauamtes nprfnrirfit der retz ge L-tand des Roggens im Großen und Ganzen nur ^ine schwach- Telegraphische Depeschen. Wolff - telegr. Correspondenz-Bureau. p »derlin, 7. Juni. Von einer Reise des Kaisers nach Reinhardsbrunn ist ivinc jivUv» . _ or “ , Der „Retchsanzeiger" veröffentlicht heute das Gesetz betreffs Abänderuna ?r!8 ^^kels 73 der Verfassungsurkunde (fünfjährige Legislaturperiode). Das Gesetz worden. @ 0 bCn 7* mal DOn öeiner Majestät dem Kaiser unterzeTet Potsdam, 7 Juni. Der Kaiser machte gestern eine Spazierfahrt und hörte heute den Vortrag Albedyll's und des Kriegsmtntsters. Zum Diner sind keine Einladungen ergangen. Zum Thee wurde Fürst Anton Radziwill geladen Pot-dam, 7. Zunt, 6Vr Uhr Abends. Der Kaiser hatte einen ziemlich guten %a£t sCr ^u,ttcnrc^ nachgelassen. Der Kaiser hat heute viel gearbeitet, er empfing noch den Grafen Eulenburg Nur des ungünstigen Wetters wegen war er heute nicht 10 Uhr zurück. ist Abends 6 Uhr nach Berlin gefahren und kehrt um ’Ä °d-sD-7ns S'tiÄK bcbe «’M* wie bteÄÄ ^ie zweite Wanderversammlung der deutschen landwirth- schaftllchen Gesellschaft, welche mit einer Ausstellung verbunden ist wurde beute Vor- I mittag um 11 Uhr seierlichst durch den Herzog von SRatibor unter Ina6me fafi fammth(6er größerer Magnaten und Grundbesitzer Schlesiens und der Soiüen der hiesigen königlichen und städtischen Behörden mit einem Vorträge eröffneten welchem d°r H-rz°g die Bedeutung und das rasche Wachsthum der Geselstchaft trotz ihre"ku?zen ®CA 6ren«,tJern,’[r60tl unb mlt "'nem dreimaligen Hoch auf Kaiser Friedrich, weich " fnthn»°st sch ausgenommen wurde schloß. Alle Anwesenden sangen eiffblößteu H^upt s " B-gl-'tung der Musikkapelle bte erste Strophe der Nationalhymne. Gras Päckler- Burghaus toastete aus sammilrche Bundessürsten und die freien Städte DeutfMlanbs Paris, 7. Juni. Marschall Leboeuf ist gestorben. ' | ,, ^uiS, 7. Juni. In dem nach längerer Berathung festgestellten Programm I welches der demokratischen Nattonalkonoention heute unterbreitet wurde, wird das Fest! ACICT>an demokratischen Principien betont und das Programm von 1884 bestätiat I D--S Programm stutzt sich aus die letzte Botschaft des Präsidenten Aeöeland billigt die Anstrengungen für die Herbeiführung der Reduktion der Steuern und unterstützt dte I Florin bcsi 6ioilheamtenhiatfte§. naä) ben von Clevelano befolgten Principien eiw Ii""™ "* «■•«»« i°> »i. merken. In dem Tagesbefehl heißt es, die Maßregel bezwecke, den Freiwilligen eine I ^. rganisatron zu gewahren, welche sie befähige, im Augenblicke großer nationaler Gefahr I die von ihrem Parrtotrsmus erstrebte Stellung etnzunehmen. Obwohl der eventuelle bet Aufbietung der Freiwilligen darin bestehe, eine Invasion zurückzuweisen sei I doch als unmittelbares Ziel in's Auge zu fassen, mittelst vorheriger Or-ams^ion die I Besuch nicht Sl?nroetbe.Unro‘16tfd,ein“‘b 3“ mad,e"' ba6 überhaupt du berartiger UniverfitätS-Chronik. ab in gleiier Äft’ÄE£ Äetz7 wrnb^^L" October b. I. [ ordentliche Professur der Geschicht? übertragen toorben"" ®em(elt,cn ift ble «lebtgte °r. H°7th?usen'a,kPLL Ltstt. Universität Göttingen hat sich Unioersstät ^erlin"^0r"^ar"^B^cr"istein^i)r L^^a^cob^o ^^^bd^"akbveent ™ der des Professors Dr. Lucae hat sich an der R^tiA n -bb-r lang,ahrtge Assistent hcilkunbe, Dr. Krönig ehemaliger affiftent^h.s ra RUjn ”erI»a aks Docent für Ohren- für innere Mebicin habilitir" ° ‘ b Keheimralhs s. Frerichs, als Docent Unioersit!tslehker^„ämffch sll^rde^PrL^'''^ W b,£ 3-61 unserer 26 Prioatdocenten, 2 Lectoren und 4 6^^^ Künste' ^u^rordentliche Professoren, zergt 560 gegen 467 im letzten Winter q? ^nb der Studirenden Medicin 285, WMopbi e 1« Rechtswissenschaft 46, Holstein 224. ber Heimath kommen auf Schleswig- beurige^Sommcrsem'este'r ^matd?uIirfen6t@t6ueb\r?nbeTbdrän^tSt ,ür b°s Zahl, welche bisher noch niemals errei^t mürbe 91, 4°* A-nz-n 1547, eine diese Zahl wie folgt: I6eoIogCn 146 aeaen im 1 f b ‘ patultaten vertheilt sich Juristen 264 (231), Mebiciner 925 (851),°Phmma "t^ ^37^Vbit.?°^ $or^6rc8' äs gär, ssf'ÄS’ÄÄWÄ fern.«,, ..... 1« SWI„'n>, . Oberhaus bestätigte Salisbury die Nachricht von Differenzen zwischen dem italienischen Consul und dem Sultan von Sansibar. 5 j ia,cn »rüffel, 7. Juni. Die internationale Ausstellung wurde heute Nachmittaa -.Uhr vom König eröffnet. Die königliche Familie, das diplomatische Corps die Minister, Deputirte, Senatoren, Ciotl- und Militärbehörden und etwa 3000 Ein- flelabene wohnten ber Eröffnung bei. In dem glänzenb aefdmtürften ..। i,; ,, ltX«W«* beä auSfübrenbeAuSfdiufÄ, S?mj«r“&XÄ Ä bers für bte Ermuthigung bankte, welche bie königliche Familie bem großen Wettstrett entgegengebracht habe unb in ber er ferner bie zahlreiche SetbeiHauna hea 6-r°°rh° . Fürst Chimay hieß fobann ben einer Slnfpradbe, welche mit großer Begeisterung ausgenommen wurde Bei Ankunft s; ÄS «m. ÜSSy- mS, deutschen Gesandten, dem gesammten Gesandtschaslspersonal, sowie dem deutschen Consul SSSSsFrsÄ ®enr6San°babto^C*r ^-'-Daraufhin habe ber Consul Gen?g?huung ge"forded ggysss-TS-öS-i । WSS.SSkÜL-sM . 3uni/ tPrivatdepesche.s Der Kaiser hatte eine recht gute Nacht I unb suhlt sich munter unb erfrischt, er ftanb um 10 Uhr auf und beaab firf, snT I mittag« in ben Park. Heute Nachmittag findet, falls das Wetter es erlaubt eine I W T Ein Wechsel der Canäle ist nicht vorgenommen worden Die Kaiserin reist, nach den btsherigen Dispositionen, Abends nach Westpreußen rur mpfirfi- I sichtigung des dortigen Ueberschwemmungsgebietes. 3 I | Vereinätrigenten,"je§^oerst?rbenen^Wlip^Qil^V?h"J00'• % DOn dem damaligen gleichfalls verstorbener Tochter ang^rUg7 Der V,Ä^' Gemeinschaft mit dessen I glieder, worunter eine größere Anzahl EbrenmitV^-fi ^in zahlt gegenwärtig 97 Mit- Wirkung als Sänger), sowienoch mehrer^Mtg Lr^des T? jährige Mit- I 1853. Des umsichtigen und geschickten nt£r Vereins aus dem Jahre I ?ieIc miner lchänen Lieder verdankt sei an'bieffm N,^^'! ®?rr- welchem der Verein dem Verein vergönnt sein, noch redjt lange in bTr ~ Möge es U ^xMa ^^^deFest zu Vm I im Betrieb, so ist' auch schon ein ^glücksfall^^^^^r^Edda-Scho'tten einige Tage I löste sich im sogen. Spteßkopf, dem Durchstich rwisch^Ä"/"' i Gestern Nachmittag gtabtaerarbnetenuerfammlung $ ran affuna baf „Ä“’ 6%b ‘n ber «eftrigen «endigkeit der Erbauung einer Jrrenansialt in ieb?en S-iten die Roth- Einzelne Stadtverordnete glaubten rwar dab b^^vorgehoben wurde, h«* bt« Projectirte Siechenanstalt abgchölsen^wüde ^w7d, n°"n^"b""b°^"n3ust--nde rtchteter Seite dahin belehrt, daß neben b d^nUllber' rr®“?; a6cr t,on b-ff-r unter- Ä-*"" beim bd K«üznÄ^erLetz"°'^'LL'er ^nwob^'°°"°°7" in Windes- bte<6t5f.ti0t' cin ®eIb umzumachen und befand fcbTerabe btoV nn ? bamit at§ fein bretjabrige? Töchterchen, btSber unbemerff8 hinter 7 nf*'i.d'C beCr6eiIe' und — vorn Karst des Vaters tödlich in den A^O «blben lustig hervorsprang Dienstag erlag die arme Kleine der erbÄten^^! getroff™ ~ ntedersank. Am unsäglichen Jammer der Eltern ist allgemein ^Lunde. Die Therlnahme an dem günstig sur sein Vorhaben, da starke ^orbmeftminVLa U diesen Umstand für lands fort nach Island zu getrieben^ ^aben e DOn bcr Ostküste Grön- Nicht, Herr LI^'-jeiLger^l'ikL ?ch'ein7nL°7 lasst". »Ich weiß - hier nm den Mund herum befonbers - 'm Gesicht _ Sagen Sie ihm, er solle sich rasiren lassen." ^ause der Umgebung.) Vermischtes. Heuchelheim. sFahnen-Jubtläum.) Sonntag den 10 ^uni l i c Gesangverein „Teutonia" dahier die Feier des 25i»hrtA^ degeht der bTbier ibgBältenbün§ MgtobfekrÄ^ÄS^b"^3«6ne a^7.3^?^ in Srofborf unb Wiefeck als dann sich ieba*^ h r Ä3fctt“'M“”b,äMI «» « “■ *ä“ Ä‘Ä* Literarische». ©SgrS E'"ü°r unb März lls^u^rmftobt MLDZWMMML WPSZLMWZMWB PMWZMKMW I Wege verständnißvoll zurecht zu finden und so ^a .ÜUa geschichtlichen klareren Weg zu finden. 10 fur fdn eigenes Mitarbeiten einen Sinne L^Gan?des versuch gemacht, in diesem in allgemein verständlicher Weise darzustellen Di/"Ä^0bd^ungenen Zügen und des Kirchenrechtsgelehrten R Sobm nnh t"®IC Kirchengeschichte im Abriß" ftäbter DbercÄÄH D. ®’#n Beide Schien «nd7n"re^'"t bes $ar^- bem Zweck, ben sie sich gefegt ju bienen SHeih, ftnb *" reichem Maße geeignet, । mit wenigen Worten viel zu sagen und vDte«b ^lte6en es in ausgezeichneter Weise, grünblicher Vergleichung ohne Bebenken ber^Arbei^Sell's' de?N m°*tC “bec "S* MMBMUWM s g$ÄS»-s S-« äs«: Schiff-u ach richten. Bremen, 6. Juni. [$er transatlantischen Telegraph.^ Der Poftdampfcr Braunschweig, Capt. H. Bödecker, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 23. Mat von Bremen abgegangen war, ist heute 6 Uhr Morgens wohlbehalten in Baltimore angekommen. Handel und Verkehr. △ Mainz, 7. Juni. Am 12. d. M. findet in Frankfurt eine Sitzung des Etsenbahnbezirksraths statt, in welcher unter Anderem die Einführung von Kilometer- billeten und der Winterfahrplan von 1888/89 auf der Tagesordnung steht. — Nach einer Mtttheilung der Spectaldirection der Ludwigsbahn ist in der Beförderung der Mainzer Eilgutsendungen nach Paris eine Beschleunigung von 24 Stunden eingetreten. Es ist dies dadurch erreicht worden, daß die Sendungen in Noväant nicht mehr einzeln zollamtlich behandelt werden, sondern nur unter Raumverschluß gelegt werden, ohne daß Umladung stattfindet. Wärmegrade der Lahn und der Luft, nach Reaumur gemessen zwischen 11 und 12 Uhr. Mrchliche Anzeigen -er Gtadt Wieste«. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. 2. Sonntag nach Trinitatis, den 10. Juni: Bormittags 8 Uhr in der Friedbofskapelle: Pfarrer Schlosser. Vormittags 10 Uhr in der Friedhofskapelle: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmtttans 2'/- Uhr m der Friedhosskapelle: Pfarrer Dtngeldey. Z'uderkirche, Vormittags 11 Uhr, in der Kirche, Pfarrer Schlosser. .... Katechismuslehre für die Gymnasiasten und Stadtschüler Vormittaas 111/a Uhr tn der Friedhofskapelle, Pfarrer Dingeldey. 1 ' 183 hi.nft < naA Trinitatis, 17. Juni, wird im V-rmitt-gsgott-s- drenst in der Kirche Beichte und heiliges Abendmahl gehalten werden vr. CD A «2 4791 Em älteres in Küche und Haus- ar^it erfahrenes Mädchen gesucht. Nah. in der Exped. b. Bl. Oesterr. Creditactien Oefferr. Staatsbabn-Aci m 1880 40/0 Russen Oblia. 4°/o unif. Egypter Oblig. o .. Disconto-Com.-Antheile Lombarden 4% Ungar. Goldrente 5% Gemischte Russen 2 Caffaschränkc billig abzugeben 4796 W. Handwerk, Wetzlar. Lutherfestspiel. Weitere Aufführungen Mm Samstag den 9. uni Sonntag" den 10. Juni flatt. — Anfang Nachmittags 5 Uhr. Preise wie seither. 4777 , , Für die Sonntags - Aufführung können nur die in diesem Friih- £ 1onf*lm,rteit Knaben und Mädchen aus den hiesigen Stadtschulen Eintrittskarten zu ermäßigtem Preise erhalten. Hierzu haben sich dieselben an den betreffenden Herrn Pfarrer zu wenden, welcher sie konfirmirt hat. __________ Das Comite. Fahnenweihe Brirgkr-Vrreins »1 Annerod Sonntag -en 1O. Ju«, er. Der Vorstand. 4794 Von einer älteren deutschen ^"ieM*s"hrtenFeuerverficherurras- Gesellschaft wird für Gießen ein thätiger Agent gesucht, ©emfetben roürfce das bestchende größere Geschäft mit lohnendem Jncasso übertragen werden. Offert, mit Ref. sub G. V. 1217 Vogler in Frank, furt a. M. erbeten. E Z E 'y lu Hochfeines Pilsener von Gebr. Röhrle stets in Zapf im Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Di« heutige Nummer enthält 1 Blatt und 1 Beilage. Todes-Anzeige. Verwandten und Bekannten die traurige Mittheilung, daß Herr Louis Jäger, Bäcker, aus Homberg a. d. Ohm, heute früh 4 llhr sanft entschlafen ist. Gießen, den 7. Juni 1888. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Sonntag früh 8'/- Uhr von der Klinik aus statt. 479Q Liederkranz. Sonntag den 10. Juni: Part hie nach Kloster Arnsburg mit Extrazug nach Lich und zurück. . ®£.¥reiä 1 Retourbillet beträgt für Mitglieder bezw. deren Frauen je 50 Pfg. Kinder von Mitgliedern fahren frei. Abfahrt: 1 Uhr präcis. Rückfahrt: 9% Uhr präcis. Gewerbebank zu Giessen, e. G. Carl Vogt II. ««- ÄÄ?* 14 m“” ”*** »«■ ____________ L. Weller. __gofjgge 844 OOP; -aß verbreitetste aLer öeutfchen Blätter überhg apt; außerdem erscheinen Uebersetzunaeu iu zwölf fremde« Sprache«. -------- I ^ie Vi-Kilo-Tafcln tragen dioVerkaufa- preise. I Unsere Kaiser-Chocolade (pr. i/i Ko. B § X. 5) ist das Beste, was in Chocolade | j1 gefertigt werden kann. I. 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Mts., von Vormittags 9 Uhr an, wird der Unter: verbandstag H-Mscher Vorschuß- und Credit-Vereine in ~t* *» S Saalbau dahier tagen und steht als Hauptgegenstand die Berathung des neuen Genoffenschaftsgesetzes auf der Tagesordnung. . E Mitglieder und Freunde unseres Vereins und des Genossenschaftswesens laden wir^hierdurch zum Besuche dieses Verbandstages und zur Tbeil- nahme an dem sich anschließenden gemeinschaftlichen Festessen freundlichst em und hoffen auf recht zahlreiche Betheiligung. Anmeldungen zum Festesten nehmen Herr Gastwirth Stein im Garten unser Veremsdiener, Herr Carl Währ um, und wir auf unserem Bureau mit Vergnügen entgegen. Gießen, den 7. Juni 1888. Die Modenwelt. Jllustrirte Zeitung für Toilette und Handarbeiten. Monatlich 2 Nummern. Preis Vierteljährlich 1,25 ~ 75 Kr. Jährlich erscheinen: 24 Nummern mit Toiletten u. 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Der feit 1866 bestehende Unterstützungsverein deutscher Buchdrucker hat vor einiaen Wochen in Hamburg seine Generalversammlung abgehalten, um sich namentlich darüber schlüssig zu werden, ob der Sitz des Vereins, welcher sich seither in Stuttgart befindet, nach Preußen zu verlegen sei, oder aber, ob die centrale Form aufgegeben und dafür Landesveretne gegründet werden sollten. Veranlassung hierzu gab die schon seit längerer Zeil von Seiten der preußischen Regierung vorgenommenen Recherchen und Beanstandungen der Kassen des genannten Vereins, weil man diese Humanitären Anstalten für Versicherungen im Sinne des § 360,9 des deutschen Strafgesetzbuches erklärte und verlangte, man müßte entweder Eorporcttionsrechte in Württemberg erwerben oder aber die Zulassung zum Geschäftsbetrieb in Preußen nachsuchen. Das letztere geschah- jedoch wurde das Gesuch zweimal vom Ministerium abschlägig befchreden. Erst in letzter Stunde ging dem Berliner Gauvorftand, welcher mit Führung der Angelegenheit betraut worden war, weil man die Mitglieder des Stuttgarter Eentralvorstandes als „Ausländer" betrachtete, auf eine abermalige Eingabe folgender ministerielle Ent- scheid zu. Po,stände ertheile ich auf das an den Herrn Minister des Innern gerichtete Gesuch vom 11. v. M. im Auftrage des letzteren hiermit zum Bescheide, daß derselbe geneigt ist, dem Unterstützungsveretn deutscher Buchdrucker die Erthetlung der landespoltzeiltchen Genehmigung zum Geschäftsbetrieb in Preußen in Aussicht zu stellen, wenn der Verein seinen Sitz hierher verlegt und sein Statut den erforderlichen Abänderungen unterzieht. Der Polizeipräsident." Aus Grund dieser neuesten Verordnung beschloß dann die Generalversammlung nach längerer Debatte und mit überwiegender Majorität, dem Verlangen der preußischen Regierung uachzukommen und den Sitz des Ceniraloeretns nach Berlin zu verlegen. Gegenwärtig befindet sich das neue Statut beim preutztichen Ministerium, um für dasselbe die staatliche Genehmigung zu erwirken. Wie segensreich der Unterstutzungsverein deutscher Buchdrucker bisher seme Thätigkeit entfaltet, dürfte am deutlichsten aus dem neuesten Rechenschaftsberichte dieses Vereins heroorgehen. Darnach wurden im verflossenen Geschäftsjahre (ausschließlich Verwaltungskosten), welche etwa 5 Procent der Einnahmen ausmachen, für Unterstützungen abgegeben.yon Allgemeinen (Gewerkoereins-) Kasse: Reiseunterftützung . . , JL 137,616. 27. Arbeitslosen-Unterstützung Unterstützung zur Aufrecht- b) von der Jnvalidenkasse: Jnvalidenunterstützung . - ** 72,649. —• Begräbnißgeld verstorbener In- , validen 2,710. —. — 75,309. —. 2. JL 941,649. 37. Znsgesamml c) von der Krankenkasse (eingeschr. Hiltskasse): 1. für Krankengeld u. Verpflegungskosten v* 304,808. 27. Begräbnißgeld 14,588, 50. = 319,396. 77. Eingenommen wurden in diesem Zeitraum: a, in der Gewerkoereintzkasse an Beiträgen und Zinsen b. „ „ Jnvalidenkasse „ v » » c. „ „ Krankenkasse „ „ » » Zusammen Die Mehrausgaben in der Gewerkoereinskasse wurden JL 398,660. 85. „ 194,716. 10. „ 353,426. 95. «X 946,803. 90. aus dem Reservefonds 0^)becrcr^erm5ßen§ftant) ber drei Kasten (einschl. betrug am 1. April 1888: a. Allgemeine (Gewerkoereins-) Kasse . b. Jnvalidenkasse c. Krankenkasse der Vorschüsse in den Gauen) . JL 65,524. 57. . ,, 756.835. 60. . „ 104,783. 78. Summa v* 927,143. 95. Landwirthschaftliche Nachrichten. (Nachdruck verboten.) — sVertreibung der Natten.) Als ein vorzügliches Mittel zur Vertreibung der Ratten ist in vielen Gegenden Deutschlands die jetzt blühende Hundszunge im Gebrauch. Diese Pflanze, kenntlich an den langen, schmalen, behaarten Blättern und den kleinen, blauen Blüthen, ist den Ratten sehr unangenehm und sie sollen die Orte verlassen, in denen sie auf die Hundszunge stoßen. Man steckt zu dem Zwecke die blühende Pflanze, nachdem man sie vorher zerquetscht hat, um den Geruch besser heroortreten zu lassen, in die Rattenlöcher oder legt sie an den ,von Ratten besuchten Orten aus. Da die Pflanze allenthalben wild oorkornrnt, können wir unsere Leser nur zu einem Versuch mit dem einfachen Mittel rathen. — Gegen Fliegenstiche bei Thiercn läßt sich, wenn die Stiche sehr schmerzhaft und die Stelle sehr anschwillt, bekanntlich mit Vortheil Salmiakgeist anwenden, von dem einige Tropfen auf die Stelle gebracht, eine Schmerzlinderung herbeiführen. Da indeß Salmiakgeist nicht immer bei der Hand ist und es doch oft nölhig scheint, den Thieren, namentlich unruhigen Pferden, eine Schmerzlinderung zu verschaffen, so emvfehlen wir unseren Lesern in solchen Fällen den in vielen Gegenden Deutschlands allgemein angewendeten Tabakssaft zu gebrauchen. Dieser Saft ist immer vorhanden, wo eine Pfeife geraucht, und diesen braunen Saft aus der Pfeife schmiert man auf die gestochene Stelle. Die Wirkung ist eine sehr gute, da in dem Safte kohlensaures Ammoniak enthalten ist, welches das in die Stichwunde gerathene Insectengift (Ameisensäure) neulralisirt. - (Achtet auf die Kornmotte.) Wir erinnern daran, daß die Flugzeit der Kornmotte begonnen hat und daß daher, wenn auch das Hauptaugenmerk des Land- wirths jetzt dem Acker zugewandt ist, doch der Speicher^nicht vergessen werden darf. Die Kornmotte ist bekanntlich ein kleiner, silbriggrauer Schmetterling von noch nicht einem (Sentimeter Länge, dessen Flügel hinten gekreuzt sind und in die Höhe stehen, er ist also leicht kenntlich. Die Motte schwärmt von Ende Mai bis in den. Juli hinein und legt nach erfolgter Paarung ihre kleinen mit bloßem Auge nicht recht sichtbaren Eier an die einzelnen Getreidekörner. Die Raupen, die nach 10—14 Tagen auskriechen, fressen sich in das Korn ein, fressen es hohl und geben dann zu einem andern über, ein Räupchen braucht 20—30 Körner. Dahin darf es der Landwirth nicht kommen lassen, sondern er muß zur Vernichtung der Motten schreiten und hierbei^ sind die scharfen Augen und fünfen Hände der Kinder gut zu verwenden, man lasse täglich mit Fliegenflappen die am Tage an den Wänden und dem Gebälk sitzenden Motten tobt- schlagen. Daneben ist ein fleißiges Wenden des Getreides zu empfehlen. Um nicht ein Zufliegen der Motten von Außen zu begünstigen, sind die Speicher während der Flugzeit möglichst zu schließen. , . r . — Um eigroße Stachelbeeren zu ziehen, wird jetzt vielfach folgendes Mittel empfohlen, das wir unfern Lesern nicht omenthalten wollen. Man wählt zunächst einen Stachelbeerstrauch mit grohfrüchtigen Stachelbeeren. Nachdem die Beeren die Größe eines Nußferns erreicht haben, umwickelt man einzelne Zweige mit Moos mittelst dicker wollener Fäden, stellt ein flaches Gefäß mit Wasser unter den Strauch und laßt die angefeuchteten Fäden in das Wasser hinein hängen. Vermöge der Capillaritat zieht sich das Wasser in die Höhe an den Zweig. Es muß natürlich dafür gesorgt werden, daß fortwährend Wasser in dem Gefäß ist. Nach Verlauf einiger Wochen werden die Beeren an den betreffenden Zweigen eine abnorme Größe erreicht haben, soweit das empfohlene Mittel. Wir wollen unseren Lesern aber auch gleich mittheilen, daß sich die eigroßen Stachelbeeren nicht lange halten und auch nicht besonders schmecken. — Gurken geben nach folgender Behandlungsweise einen besonders großen Ertrag. Man ziehe einen Graben von einem Spatenstich Breite und Tiefe, fülle ihn ein Drittel mit Asche und Abtrittdünger und dann ganz mit der ausgeworfenen Gartenerde. Jiun macht man mitten auf den gefüllten Graben eine ca. 5 (Zentimeter tiefe Rille, Legt tue Kerne hinein, scharrt die Erde wieder locker darauf und gießt gut an. Die Gurken gehen schnell auf, wachsen stark, setzen reich an und bringen gute und große Fruchte, weshalb wir diese Art der Aussaat unseren Lesern nur empfehlen können. T7 ’ r- Cond. Bouillon ist eingedickter reiner ■* W Pili |n P r 1 CIl S Fleischsaft ohne Zusatz von billigen Suppen- fr- MVU1U1U1 iVU ** kräutern. Bequem.Gebrauch, fein.Geschmack. Oi an der Erhaltung einer reinen Kopfhaut und schönen Haarwuchses etwas Mklll gelegen ist, der kaufe 958 Better’s Haarwasser (München). I Dasselbe staatlich geprüft und begutachtet sowie von ersten Autoritäten empfohlen, I verkauft zu 40 H und JL 1.10 J. H, Fuhr, Sonnenstraße. Aettgevolenes. Strobbiite für Herren und Knaben, Sonnenschirme für Damen und Herren empfiehlt in großer Auswahl 4565 A. Fangmann. Herrenhemden nach Maaß. 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