Nr. 261 Mittwoch den 7. November 1888. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Schulstraße 7. Erscheint tüglich mit Ausnahme des M-nt-gS. I"ch Amtlicher Hheiü Betreffend: Schafräude zu Watzenborn-Steinberg. Bekanntmachung. Die über die Schafheerde zu Steinberg wegen Verdachts der Ansteckung an Räude verfügte Sperre wird, nachdem sich bis jetzt Erkrankungen nicht gezeigt haben, hierdurch ausgehoben. Die über die Schafheerden zu Watzenborn wegen Räudeausbruchs verhängte Sperre bleibt, wenn auch die Schafe der früheren Heerde abgefchlachtet sind, vorerst bestehen, weil die Besitzer vor Anschaffung neuer Schafe die Ausführung der vorschriftsmäßigen Desinfection unterlassen haben. Gießen, am 5. November 1888. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gigern. Politische Rundschau. Gießen, 6. November. Hälfet Wilhelm gedenkt demnächst auch der zweiten Stadt des preußischen Staates einen Besuch zu machen und sieht man demselben in Breslau für den 15. November entgegen. An den beiden folgenden Tagen dürfte der Kaiser im Fürstenwalde bei Glau, vielleicht auch als Gast des Königs von Sachsen in dessen Forsten bet Stbyllenort jagen. Jeden Tag kann man jetzt der amtlichen Bekanntmachung über die Einberufung des Neich-tage- entgegensetzen, welcher allgemeiner Annahme zufolge gegen den 20. d. M. -u feiner Wtntersession zusammentreten wird. Hoffentlich wird sich der Bundesrath mit der Vorberathung des Retchshaushaltsetats inzwischen noch so weit beeilen, daß der Reichstag bet seinem Zusammentritte wenigstens diese eine Vorlage vorfindet, denn mit anderen Berathungsgegenständen ist es vorläufig noch ziemlich schlecht bestellt. Optimisten hatten bereits davon gesprochen, daß die Alters- und Jnoalidttäts- versicherungsvorlage dem Retchsparlamente bei feiner Eröffnung zugehen würde, wovon über keine Rede fein, kann, da die Vorlage zur Zeit noch immer die Bundesrathsausschüsse beschäftigt. Auch in der letzten Sitzung des Bundesrathes kam es wider -Erwarten noch nicht zu einer Plenarberathung über die Vorlage, da dieselbe in einigen wesentlichen Punkten erneute Abänderungen durch die Ausschüsse ersahren soll; überhaupt ist es nicht wahrscheinlich, daß die Jnvaliditätsoerficherungsvorlage noch vor Weihnachten an das Parlament gelangt und dasselbe dürfte von dem um- gearbelteten Genossenschaftsgesetzentwurfe zu gelten haben. Von sonstigen Berathungs- gegmständen für die bevorstehende Retchstagssession verlautet noch herzlich wenig und auch die Gerüchte über eine dem Reichstage wegen der ostafrikantschen Unruhen zu machende Vorlage sind als unbegründet bezeichnet worden. Vielleicht lassen sich aber die Regierungsblätter nunmehr des Näheren über das Arbettsprogramm deS Reichstages vernehmen. Dem ungarische« Unterhause ist die Conversionsvorlage des Ministerpräsidenten und intermimstischen Fmanzministers Tisza zugegangen, welche bestimmt zu sein scheint, eine neue Epoche in der Finanzpolitik Ungarns einzuletten. Die Vorlage -bezweckt die Umwandlung einer Anzahl Eisenbahnanlethen des ungarischen Staates in ein längstens in 75 Jahren zu amorltstrendes und niedriger zu verzinsendes Goldanleihen und bezüglich einer Reihe weiterer Eisenbahnanlethen die Umwandlung derselben in ein Silberanleihen, das in längstens 80 Jahren amortisirt und ebenfalls niedriger verzinst werden soll. Endlich sollen an Stelle der jetzigen, im Betrage von über 70 Millionen Gulden im Umlauf befindlichen ungarischen Grundentlastungs- Obltgationen neue Obligationen zu einem niedrigeren Zinsfüße ausgegeben werden. Heber diese weittragenden finanziellen Maßnahmen enthält dann die'Vorlage noch nähere Bestimmungen und spricht sie es weiter aus, daß die sich aus den Ersparnissen an Zinsen und bei der Amortisation der neuen Anleihen jährlich ergebende Summe mindestens so groß sein müsse, als die Summe, welche mit 13,097,430 Fl. als „Tilgungsrente" in das ungarische Budget für 1889 eingestellt wird. Der Gesetzentwurf enthält schließlich die Bestimmung, daß in Zukunft zu Tilgungszwecken keine Papierrente mehr ausgegeben werden darf, daß Vie ganze Operation bis Ende 1890 abgeschlossen sein muß und daß der Minister im Jahre 1891 dem Reichstage Bericht hierüber zu erstatten hat. — lieber die Aufnahmt, welche diese finanzpolitischen Reformoorschläge Tisza's im ungarischen Parlamente gefunden haben, verlautet noch nichts Bestimmtes, oennuthlich werden sie aber zu lebhaften Verhandlungen führen, deren Ausgang sich noch nicht beurtheilen läßt. Mit der kürzlich erfolgten Unterzeichnung der Guezcanal-Converrtion durch den Sultan ist wiederum eine Frage auS der Welt geschafft, welche zu internationalen Reibungen zu führen drohte. Es wird nachträglich bekannt, daß Graf Montebello, der Botschafter Frankreichs bei der Pforte, mit dem Sultan kurz vor Unterzeichnung der Convention eine Unterredung hatte, in welcher sich der Botschafter dahin äußerte, Frankreich werde seine Interessen im Mtttelmeere, falls dieselben durch englische Unternehmungen gefährdet erschienen, nachdrücklich wahren, selbst wenn sich Frankreich deshalb mit andern Mächten, als mit der Türkei, verständigen müßte. In den diplomatischen Kreisen Constantinopels hat man diese Aeußerung Montebello's vielfach als eine halbversteckte, an die Adresse der Pforte gerichtete Drohung Frankreichs betrachtet. Wenn dem aber wirklich so gewesen ist, so beweist jedenfalls die ohne allen Vorbehalt erfolgte Unterzeichnung der Suez-Convention durch den Sultan, daß sich derselbe durch die französischen Drohungen und wohl auch Jntriguen doch nicht hat einschüchtern lassen. Aeulschkand. Darmstadt, 2. November. (Die Gedenktafel für die Königin Louise von Preußen.) In aller Stille wurde in den letzten Tagen eine dem Andenken einer der edelsten Frauen der Geschichte gewidmete Gedenktafel dem Hause' des Kaufmanns Herrn Gaydoul auf dem Marktplatz hier, gegenüber dem Residenzschlosse, eingefügt In diesem Hause, daS früher das alte Palais gewesen ist und von Ludwig VIII. von dem Herrn o. Uttenrodt erworben worden war, verletzte Louise, Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz, die nachherige Königin Louise von Preußm, ihre Jugendjahre bei ihrer Großmutter der LiMdgräfin Marie Louise Albertine und ihrer Erzieherin, einer Schweizerin, Fräulein v. Gelieut. Die Lebensperiode der hohen Dame fand bekanntlich ihren Abschluß mit der hier am 24. April 1793 erfolgten Verlobung mit dem Kronprinzen Friedrich Wilhelm von Preußm, dm sie in Frankfurt a. M. kennen gelernt hatte. Die Gedenktafel ist von der Stadt Darmstadt dem Andenken der erhabenen Fürstin gewidmet und stellt in Cornposition und Ausführung ein vollendetes Kunstwerk dar. Der Entwurf rührt von den städtischen Baubeamten Herren Baurath Broder und Architekten Bieber her; ausgeführt wurde die Arbeit von Herrn Hofbildhauer Carl Schott dahier. Die Tafel ist aus weißem Marmor an- geferttgt; die eigentliche Schrifttafel ist 0,68 x 0,47 Mir. groß. Die Umrahmung besteht aus reicher Architektur und ist rechts und links von mit Palmetten bekrönten Pilastern geziert. Am Fuß derselben befinden sich di- Wappen von Mecklmburg und Preußm. Der Schlußstein enthält die Widmung und trägt an seinem Fuße das Wappen der Stadt Darmstadt. In der Mitte über der Schrifttafel ist, als Rosette mit Lorbeerzweigen, in erhabener Arbeit die Initiale „L" angebracht und darüber die Krone. Dfi: Schrift ist in Blei ausgeführt, welches Verfahren Herr Hofbildhauer Schott zu großer Vollkommenheit gebracht hat und es hat diese Manier den VortheU, daß die — äußerst dauerhafte — Schrift iehr rein und schön hervortritt und auf ver- hältnißmäßig weite Entfernung aufs deutlichste lesbar ist. Die Inschrift lautet: In diesem Hause wohnte in den Jahren 1783—1793 die Prinzessin Louise von Mecklm- burg-Strelitz, nachmalige Königin Louise von Preußen, die Mutter Sr. Majestät deS Deutschen Kaisers Wilhelm I. — Gewidmet von der Stadt Darmstadt 1888. Berlin, 5. November. Nach einer Meldung der „Nordd. Allgem. Ztg." habe» die s. Z. in Belfort infultirten deutschen Studenten aus Freiburg eine Eingabe an dm Reichskanzler gerichtet, worin sie mittheilm, daß das badffche Justizministerium die Belforter Angelegenheit für erledigt halte, nachdem alle Bemühungen, einen französischen Rechtsanwalt zu gewinnen, erfolglos geblieben seien. Berlin, 4. November. Die Eisenbahn, auf welcher dem Czaren das Unglück zugestoßen ist, ist in Rußland unter dem Namen einer Poljaloff'fchm Bahn geradezu berüchtigt. Die Umgebung des Kaisers warnte vor der Benutzung dieser Bahn überhaupt, der Kaiser aber bestand daraus. An irgend eine frevelhafte Ursache des Unglücks wird nirgends mehr geglaubt (F. I.) — Aus Anlaß der feierlichen Grundsteinlegung zum Reichsgerichtsgebäude hat Seine Majestät der Kaiser eine größere Zahl von Auszeichnungen Allergnädigst zu verleihen geruht: Es haben erhalten: Der Königlich Sächsische Staatsminister und Minister der Justiz Dr. von Abeken dm Rothen Adler-Orden erster Classe; der Oberbürgermeister von Leipzig vr. Georgi den Rothen Adler-Orden zweiter Classe; der Senatsvräsident vom Reichsgericht Dr. Drechsler den Rothen Adler-Orden zwetter Classe mit oem Stern; die Reichsgerichtsräthe Dr. Schlesinger, v. Streich und Rüger, der Neichsanwalt Galli und der Rechtsanwalt bei dem Reichsgericht Justizrath Arndts den Rothen Adler-Orden dritter Classe mit der Schleife; die Reichsgerichtsräthe v. Bezold, Nokk und Englaender, der Rechtsanwalt bei dem Reichsgericht, Justizrath Fenner, dm Rothen Adler-Orden vierter Classe; der Bureauvorsteher bei dem Reichsgericht, Geheime Canzleirath Berger, den Königlichm Kronen-Orden dritter Classe. Dem Rechtsanwalt dei dem Reichsgericht Sachs ist der Charakter als Justizrath verliehen worden. — Nach einer Mittheilung der „Köln. Zig." beabsichtigt der Kaiser, schon in nächster Zeit eine neue kleidsame Uniform für die Reichsbeamten anzuordnen. Görlitz, 5. November. Vorgestern wurde hier die Beschlagnahme der Mackenzte'schen Broschüre verfügt, heute ist die Beschlagnahme wieder aufgehobm worden. Telegraphisch« pepeschen. BeltPi trUar. «orresponde«,, Brrreair. Stuttgart, 5. November. Dem „Staatsanzeiger für Württemberg" zufolge ist der Präsident des Staatsministeriums, Freiherr v. Mittnacht, auf Wunsch des Königs gestern nach Nizza a(»gereift. — Der „Staatsanzeiger" bringt ferner folgende Mittheilung: Gegenüber der Behauptung auswärtiger Zeitungen über angeblich von Sr. Majestät dem König contrabirte, das allerhöchste Privatvermögen belastende Verbindlichkeiten sind wir von zuständiger Seite zu der Erklärung ermächtigt, daß die fragliche Behauptung jedes thatsächlichm Grundes entbehrt. Wie«, 5. November. In Vertretung des Kaisers begibt sich Erzherzog Wilhelm, begleitet vom Kammervorsteher Baron Koblitz und einem Ehrencavalier in den nächsten Tagen nach Kopenhagen, um dem Regierungsjubiläum des Königs beizuwohnen. Kopenhagen, 5. November. Die Prinzessin von Wales wird mit ihrem ältesten Sohne, dem Prinzen Albert Victor, zu dem am 15. d. M. stattfindenden Regierungsjubiläum des Königs hier eintreffen. Pari-, 5. November. Einer Meldung der „Agence Havas" aus Tanger zufolge hat der Sultan von Marokko an die Vertreter der Mächte ein Schreiben gerichtet, in welchem er fein Bedauern darüber ausspricht, daß die Madrider Conferenz aus Mangel an Einvernehmen seitens der Mächte nicht zu Stande gekommen fei und dieselben auffordert, seinem Ministerium alljährlich zur Vermeidung von Schwierigkeiten ein Vcrzcichniß der Schutzbefohlenen einzureichen. Pari-, 5. November. Handel und Verkehr. Kinder Erwachsene: 1 9. 10. 11. 12. 13. 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Es starben an: Eingeklemmtem Bruch Organischer Herzkrankheit Gehirnschlagfluß Lungenentzündung Lungenschwindsucht Altersschwäche Krämpfen Gehirnentzündung Entzündung der Bronchien Zusammen: 3 (3) 1 (1) im vom 1. Lebensjahr: 2.—16. Jahr r pr- $fb- chFMMSWMWN Milch pr. Sitter 12-18 4, W-ißkr-ut^r'St.^-7 4" Ioren._S)ranrebU4enngtnbe/fin?ikx),iu21™. ' " 1,1 Kml1 ”” WO -* SfÄWÄSCTlo'* lonlo - ™ ä ää D-m Atter nach waren 5090 Verurtbetlte über 18 Jahre alt 531 ftanben nn'™ K S?l" £ S X^n0änfHflen ^Erhältnisse hin, denn die für das ganze Reich'festgesttlste Gröke L"i Kch'lM, bie männliche Erinttnaliiät in Rheinhessen 675 Verurihttlle in Etarkenbma W aus m Änb,nr 5 3^e bet dem Diebstahl 51, 32 und 25 bei dem 'L Ä!' ? R' ^Starkenburg 36; ®Ättb^ 6^Ä6^ ber Pbrlteben^örSe^rtt 37.^'Sn^’bieSTen^L^tauftH^V' Kbd daß das vielfach behauptete Gesetz von d?r Wt-irn-jtiu is ;W statistisch dargelhan, Reltgionsgenossen in crimineller Beziehung^zurErttäruna "de?^tk^sÄ^ ^bendm ltgung am Verbrechen nicht ausreicht. 8 t$tn6tUnß bct ^sachlichen Bethel- von SO^ÄtleVe^Ä^e^aeÄ ber f^entaren Chemie für bas ®aftn>trt^3Bewnb^Snef9eMI^* «ericht soll über bie Zuerkennung entscheibeu 0 ' ®L ®in »°u>isch:es Prets- 5LZ-LZNM-WLMM ftätte ©flnfeib%ier5erlilen n>Ä, f näbm ber Sranb in bcr ®’anb= SW noch zu besebränken hoffen konnte, bte”ar4tedi£6e 2iuf0e6nuna an SX’*1 der größte Theil der Stadt in Asche liegt Eveynung an, wodurch nun ®erfainmlun0,a be^m11f c^lu ffe° & G ö in i^3 für'bat3t ft al f e'r'gru i WMßWWW WZMMMMW Ligens/ift fnÄ.$et‘C6Un9en' b"6 re 6alb "«• bein Unfall «otplta“ ,E Verzeichnis^ der Mttelpreise der gewöhnlichsten Verbrauchsgegenstande in der Stadt Gießen vom Monat October 1888. Je 50 Kilogramm kosten: 8 8 3-8 IP s- © « 3 50 8 24 7 07 275 3 00 1609 16 75 21 25 27 00 975 90 8 42 26 00 5 50 75 Je V» Kilogramm kostet: L 5® Ä -50 21 - 53 - 15 65 22 'üfl E! Eftl Efl 5fc a 26 00 25 50 S Z a cq £ *«" an •s 85 089 - 64 R §B -Sd -60 X ^IvM 5 Aufruf. Das entsetzliche Brandunglück, welches in den letzten Tagen die Stadt Hünfeld betroffen hat, fordert gebieterisch zur schleunigsten Hilfe aus. Von den zwischen 1800 und 1900 Seelen zählenden Einwohnern sind 1200 durch das Feuer, welches über 300 Gebäude zerstört hat, obdachlos geworden. Die Unterzeichneten werden eine Liste zum Einsammeln von Beiträgen in Umlauf setzen, bitten aber, jetzt schon Kleidungsstücke, Bettwerk, Naturalien u- s. w. an die im alten Rathhause auf dem Marktplatz und der Bürgermeisterei vor dem Neuenwegerthor vorläufig errichteten Sammelstellen, abliefern zu wollen. Gießen, den 31. October 1888. Baist, Bostroem, Bramm, Rechtsanwalt. Rektor der Landesuniversität. Oberbürgermeister. Dr. Elz, FreseniuS, Freiherr v. Gagern, Pfarrer. Polizeirath. Provinzialdirektor. L. Georgi, Dr. Gutfleisch, S. Heichelheim, Fabrikant. Rechtsanwalt. Bankier- A. Heß, Jockel, v. Jungenfeld, Rentner. 1. Staatsanwalt. Bankvorstand. Dr. Knorr, Dr. Levi, Dr. Naumann, Landgerichtspräsident. Rabbiner. Pfarrer. Ad. Noll, E Silbereisen, Wortmann, Commerzienrath. Commerzienrath. Bankvorstand. 3MF* Auch die Expedition des „Gießener Anzeiger" erklärt fich zur Annahme von Geldbeiträgen bereit. Mittwoch den 7. Novbr., Nachmittags V,3 Uhr, versteigere ich in der früher Koch'scheu Nirthschaft — SrW^weg 35: 1 1 Küchenschrank, 1 EiSschrank, 1 GlaSschrank, 2 Kleiderschränke und 2 Bette« mit Matratzen. Versteigerung findet bestimmt statt. Bühner, 8964 Gerichtsvollzieher. Mittwoch drn 7. Novbr., Nachmittag? 2 Uhr, werben in der Flett'schen Hofraithe gegen Vrarzahlung versteigert: Sophas, Kommoden, Kleiderschränke, 2 Betten, Tische, Spiegel, Bilder, 1 Zither, 2 Pferde, 3 Kühe, 2 Wagen, 1 Stoßkarren u. a- Geißler, 8953 Gerichtsvollzieher. Aeitgeöotcnes. Specialität in Rheinweinen: per Fl. Binger Giseler.....JL 1 —. Scharlachberger (beste Lage Bingen's).......„ 1.50. Rüdesheimer Berg (Auslese) „ 2 — Over.Ingelh. Rothwein - „ 2 —. Bei Abnahme von 10 Flaschen entsprechend billiger. 8970 Friedrich Stooss, Neuen Bäue- Palmas anerkannt vorzüglichste 8 Pfg.« Cigarre empfiehlt 8578 Ä. Weiler, Schulstraße 5. Man fordere von Apothekern und Dro- gnisten nur plombirte Gefässe von [8977 William Pearson & Co., Hamburg. 8edicin.-leberthran empfiehlt 8989 Emil Elschbach. ULVeuin *WE Kaisertaffen mit Photographie u. Devise der drei Kaiser Wilhelm I., Friedrich III., Wilhelm II. Taff en ä 12 und 15 $ wieder eins getroffen, Küchen-, Lisch- und Hängelampen sehr billig. Meyer's Waarenhaus, 7538] Seltersweg 63. Allgemeiner Anzeiger. Xicolai’liarkl (Rieh, und Krämer-Markt) ju Allenöorf a. d. L'umöa. Der nächste Vieh- und Krämer-Markt, insbesondere in Hinsicht des Viehes Schaf- und Schweine-Markt, wird in hiesiger Gemeinde Mittwoch den 14. November 1. J. abgehalten. Der Handel mit Schafen und Schweinen verspricht wieder ein recht lebhafter zu weroen und wir bitten im Interesse der Landwirthschaft um recht zahlreiche Betheiligung. Bezüglich des Krämer-Marktes bemerken wir noch, daß die Stände für die betreffenden Gewerbtreibenden Morgens 9 Uhr verloost werden. Allendors a. d. Lda., am 6. November 1888. Großherzogliche Bürgermeisterei Mendorf a. d. Lda. Bieber. 8972 Buchstaben und Meiß- stickereien werden billig gestickt. 8980] Bismarckstr. 6 I, Borderh. Geselligkeitsverein Gleiberg. Samstag den 10. November, Nachmittags, gesellige Vereinigung von Mitgliedern und Freunden des Vereins im Rittersaale der Burg. ^Verstärkte Speisenkarte, verschiedene Biere, ausgezeichnete Weine.] 8992 Der Borstand. V -o <Ö £1 •et § s? 3 e.. £ Q. C — g C s I 2 B o ® = = ^■1 8988 Ein Taglähner in die Mühle , des Herrn Aerd. Burk gesucht.________ I BeNstdern Ä I Heinrich Hellmann, Kanzleiberg 9< l 8,M eF-iodVOadr. Salz von der Großherzogl. Saline Bad-Nauhelm aus gradirter Soole dargestellt, auSge- reich.net durch feine Schärfe und Leicht, losllchkeit Kochsalz, Viehsalz, Bade, salz, GiSsalz, Mutterlauge, letztere in Salinenkannen, alles bester Qualität, wie allgemein anerkannt, ist stet» vorräthia und zu den billigsten Preisen zu beziehen bei Herrn Kaufmann Carl Bieler auf dem Kreuz in Gießen. Grossh, Salinen- und Bergamt Bad-Nauheim. Jäger. [3236 Carbolineum Giesen. Bestes und billigstes Anstreich- und JmprägnirungSmittel (gibt nußbraune Färbung) für alle Holzgegenstände imFreien in der Erde und im Waffer, sowie für alle der Witterung und Nässe ausgesetzten Seiler re., trocknet viel beffer als andere derartige Fabrikate, ohne Zurücklassung eines üblen Geruchs. 3347 L. Petri II., Gießen. Berkaufsstellen in Gießen bei den Herren: Carl Hofmann, Seltersweg, R Schlabach Nachf.,LudwigSpl., C- Roth II., Wallthorstraße, Chr. Ludw. Thomas, NeuenBäue, Friedrich Müller, Neustadt; in Grünberg bei Hrn. Louis Moll, in Lich bei Herrn K. Köhler. IMomrls in allen Qualitäten mit Firmendruck empfichlt zu bMigen Preisen Brühl’sche Druckerei Vorzüglichen Traubenmost empfiehlt 8821 Emil Orbig, Bahnhofstr. 30. 8973 gestern Abend um 8 Uhr nach längerem Leiden sanft entschlafen ist. Wies eck, den 6. November 1888. 8984 per St. Pr«i--Courant d-S Herrn Eduard Lind, Hof-Londitor, in Gieß«, bei 8976 Redaction: A. Schcyda. 1— 2.— 1.50 2— 2 — 163.40 104.80 85 85 99.00 103.70 103.00 9900 104.20 10770 104.20 107.30 105 30 106.50 9650 10300 92.20 6910 10020 73-00 60.10 100.30 v4L 4.- n 4.- 225.90 44 80 84 75 93 50 16.15-1619 1611-16.15 2048-20.33 4.16—4.20 Die trauernde« Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Mittwoch Nachmittag um 3 Uhr statt. Tagesordnung: 1) Berichterstattung, 2) NechnungSablage, 3) Vorstandswohl. Der Borftand Disconto-Com-AntheUe Lombarden in Küche und HauS- älteres Mädchen ffir Weihnachten gesucht. Tran Dr. Noad, Ludwigstr. 34 III. 1.75 3.50 1.50 2— 3.- 1.75 3Räniier=Curnoereiii Ließen Oauptverfammlung SawStag den 10. I. M., Abends 8-/- Uhr, im Vereinslokal. ?V»°/o SolmS-Braunf. Oblig. 4% Gießener Oblig. 4% Oefterr. Goldrente 4V5% Oefterr. Silberrente 5% Portugiesen Oblig. 4% Griechen 5% Ottoman. Zoll-Obl. 3‘/s% Grünberger Obl. Gelds orten. 1.40 1.60 1.20 1— 2.— 1.50 1.40 0,70 1 — 2 — Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitthellung, daß unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante Margarethe XSrfcI, geb. Mndenflrulh gestern Mittag 12 Uhr sanft entschlafen ist. Gießen, den 6. November 1888. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Mittwoch den 7. November, Nach- mittags 3 Uhr, vom Sterbehguse, Neustadt 19, aus statt. [8987 4 Wo Franks. Landwsch. Credttbk.- Oblig. 4°/o Hamb. Hppothbk.-Psandbr. 3l/2°/o do. 5% Buderus Oblig. 20 FrancS-Stücke do. in Vi Engl. SouvereignS Dollars in Gold Druck unb Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gieben. Di, heutige Nummer enthält 1 Blatt an» 1 Beilage. Zm ganzen Deutschen Reiche L. roeJb/n„tücbtißc Personen jeder Be- SS rufsklasse zum Wiederverkäufen eines leicht absehbaren Artikels gesucht- Hohe Provision bei flottem Verkauf. Offerten mit Angabe gegenwärtiger Beschäftigung unter ^Pro« Vision" an Rad. 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Nur Offerten mit de- Gehaltsansprüchen werden be- ^uastchtrgt und befördert durch die Exped. ds Bl. Elisabethenhain, Baumschule der G-ebrüder Sieamayer in Vilbel (Station der Main-Weser-Vahn). ®aumtoufaSbe^anei™^bCr,fam' *" 6crbfi= ““ be” V-rk-uf unserer Auf Rath hervorragender landwirthschaftlicher Kapacitäten der Wetterau verlegten nur unsere Baumschule tn diese Gegend, um in allererster Linie den für die Oberhessen ftch ergebenden Bedürfnissen an Baumschulartikeln besonders in Obst, auf rationelle Weise genügen zu können. ' Der Wuchs unserer Bäume und Sträucher ist ein sehr kräftiger, da die Bewurzelung, tn Folge des schweren Bodens der Wetterau und des öfteren Umpflanzens eine lehr reiche ist. Es versprechen die dort entnommenen Artikel ganz besonders für Gegenden mit gleichen klimatischen und örtlichen Verhältnissen wie die Wetterau, außerordentlich günstigen Erfolg. 9 n Wte Um die Qualität der Maare kennen zu lernen, laden wir iura Besuche der Baumschule freundlichst ein. Dcr ^?"uen sich über richtige Wahl sowohl lokaler, wie vom Deutschen Pomologcn.Derein zu allgemeiner Anpflanzung empfohlener Sorten? m t r? ?bfteI8Srtner v-rstandigen. Es wird bemerkt, daß unsere Hochstämme so aeroben sind, daß Wagen und Pferde frei darunter durchfahren können V 0 3 flcn vollständiges Verzeichniß unserer Baumschulartikel, bestehend in- Obst- LLLL^*A?e-N.' Zt-rdäume« und Zterstrüu^n,' besonders in bunten Spielarten. erichemt demnächst und machen wir einMveilen nur auf nachstebende ab.gebbaren Exemplaren aufmerksam: ' Aepfel in kräftigen Hochstammen, 2 Mtr. hoch Tafelävfel wie crnrnbfe ©orten zu Wirthschaflszwecken, zur Aepfelweinbercitung, zum Kochen und Dörren Die OderheMche GeseUschatt für Natur- u. Heilkunde versammelt sich Mittwoch den 7. Ro- vember, Abends 6 Uhr, im landwirth- schaftlichcn Institut in der Aula !) Vortrag des Herrn Prof. Dr. Thaer: „Ueber den Dampfpflug". 2) Vortrag d Hrn. Prof. Dr. Buchner: „Werden auch Pflanzen von Chloro- form 2C. anästhesiert?" [8944 Der Zutritt ist für Jedermann frei Zelchäst8-Emptehtung. Dem geehrten Publikum von Gießen und Umgegend die ergebene Anzeige, daß ich die Restauration Busch, Seltersweg 79 übernommen habe und daß ich stets bemüht sein werde, meine mich beehrenden Gäste durch Verabreichung guter Speisen und Getränke zufrieden zu stellen. Empfehle einen sehr guten MtttagStisch im Abonnement zu 60 und 80 sowie eine sehr reichhaltige Speisenkarte zu jeder Tageszeit. Exportviere aus der hiefigen Actienbrauerei und Münchener »ürgerbräu. Große Auswahl in reingehaltenen Weinen zu soliden Preisen. Ganz neues Billard. Hochachtungsvoll Adolf Wendler. Em schönes Vereinszimmer mit Instrument (separater Ein- gang) ist noch einige Tage in der Woche frei. 8982 Hiermit die schmerzliche Nachricht, daß unsere liebe unvergeßliche Tochter, Schwester und Enkelin Lina Reinecke Anzeige. Ich fühle mich ju ftr Erklärung gezwungen, daß Herr Hildebrandt nicht erkrankt, sondern aus dem Verband meines Theaters am Sonntag von mir entlassen werden mußte. unn, Adam 8Uine«6, 8991 Director des Neuen Theaters. Neues Theater in Giessen. Diensteg den 6. November: 8S67 Neu! O, dieser Papa! Neu! Lustspiel in 4 Acten von 0. Vischer. Aepfel in Zwergformen (auf Douda und Paradiesäpfel) ** 1/5°‘ Pyramiden, 3- und 4jährig, 1-1,50 Mtr. hoch, reichlich mit Fruchtaugen besetzt, """ ß‘ " 0 bis “ ‘ Telezra-Hisch« LourSbrricht der Berliner Börse vom 6 November 1888 Oefterr. Credttactien Oefterr. Staatsbahn-Actten 1880 4% Russen Oblig. Darmstädter Eisenbahnactten Pflaumen und Zwetschen in kräftigen e Hochstämmen ...... Kirschen, Hochstämmige Kronenbäume Zwergkirchen, auf Prunus Mahaleb veredelt 1 50 Mtr. hoch, in kräftiger Waare . . Pfirsiche und Aprikosen tn ausgewähltem Sortiment, liahrige Veredelungen . Formirte Exemplare * « ■ Preise verstehen sich netto per'comptent ab Vilbel und exclusive Vervackuna Btt Abnahme im Hundert entsprechende Preisermäßigung Verpackung. JBMÄ Ä'”' ___Gebr. Siesmayer. Geschäfts-Uebernahme. Hiermit mache die ergebene Mittheilung, daß ich unterm Heutigen die Aestauralioit zum „Hessischen fjol" m^H?rr"r^binrich Schmall übernommen habe und wird es mein etfriastes Bestreben sein, die mich beehrenden Gäste in jeder Weise zufrieden zu stellen. emvsebl? rtfle* ntJmTtMfAi «f* (im Abonnement 80 L^^.'cht werdenden Speisen in bester Zubereitung in und «avigen Preisen, ebenso feinst Bürgerlich Brauhaus München und Frankfurter Export-Bier von G Henrich, sowie gute reingehaltene Weine Ic n K®s^uratlon zu jeder Tageszeit. Um geneigten Zuspruch bittet Hochachtungsvoll . "• Herchenröaer, - Uil—nM^r,flec Küchenchef in feineren Hütels. 8981j Familienwohnung zuvermiethen. Emil Orbig, Bahnhofstraße 30. 8979J öogiS mit Pension an Herren oder Damen. Bismarckftr. 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Vermischtes. „.—, 3m Etatsjahre 1886/87 betrugen im Grotzherzogthum Hessen die Einnahmen an Administrativstempel für Gewerbebetriebe aus dem Gewerbebetrieb von Angehörigen anderer deutscher Bundesstaaten und von Reichsausländern nach Art. 29 und 30 des Gewerbsteuergesetzes 16 783.60 X, aus Wanderlagern 1510, aus öffentlichen Darstellungen 9266.80, aus Tanz- und Musikhalten 78 445.50, aus Paßkarten 8611,40, aus Gewerbspatenten 27 562.40, insgesammt 187 839.79 X — Die Steuer für sogenannte Wanderlager beträgt für je eine Woche oder den Thetl einer Woche in den Städten Darmstadt mit Bessungen und Mainz mit Castel 40 X, in den Städten Offenbach, Gießen, Worms und Bingen 30 X, in allen übrigen Städten und Dörfern des Großherzogthums 20 X, wovon je ein Drittheil der Gemeindekasse des Betriebsortes zufließen soll. Gelangen ausschließlich gebrauchte Gegenstände (Trödelwaaren) zum Verkauf, so beträgt die Abgabe die Hälfte der angegebenen Sätze. — Nach S 1 und 2 der Verordnung vom 27. August 1874, betr. die Jagdwaffe n pä s f e, darf, von Ausnahmen (Militärpersonen rc.) abgesehen, im Großherzog- thum Hessen Niemand außerhalb der Wohnorte mit einem zur Jagd tauglichen Feuergewehr erscheinen, ohne einen vorschriftsmäßig ausgestellten Jagdwaffenpaß bei sich zu Wen. Solche Jagdwaffenpässe werden nach § 3 der im Staats-, Gemeinde- oder Vrioatdienst stehenden Forstbeamten unter gewissen Voraussetzungen unentgeltlich aus- gestellt. Alle anderen Jagdwaffenpässe sind zahlbar und beträgt die Abgabe für einen T .öutrgen Jagdwaffenpaß 12 X Im Gebiete des Großherzogthums wurden im Etatsjahre 1886/87 an Gebühren für Jagdwaffen vereinnahmt 45 660 X Auf die Oberhessen entfallen hiervon 11484 und von diesen auf die Kreise Gießen 3084, Alsfeld 1452, Büdingen 1824, Friedberg 2988, Lauterbach 1032, Schotten 1104 X * * Eine für Jäger beachtenswerthe Entscheidung fällte am 26. October die Strafkammer zu Eoblenz. Am 14. Juni d. I. hatte sich ein Kaufmann mit noch zwei anderen Nimroden in die Layer Jagd, welche von dem Kaufmanne gepachtet ist, begeben. Man hatte es auf einen Rehbock abgesehen und jeder der Herren wählte einen verschiedenen Standort, der Kaufmann stellte sich in der Nähe des Eoblenzer Jagdbezirks auf, trat aber bald auf letzteren über und setzte sich etwa 4 Meter von der Grenze, den Blick nach dem Layer Gebiet gerichtet, nieder. Ein Forftbeamter bemerkte dies und brachte ihn wegen Ausübung der Jagd auf fremdem Gebiete zur Anzeige. Das Schöffengericht sprach den Angeklagten frei. Die Strafkammer dagegen ihn zu 14 Tagen Gefängniß. Das Gericht schenkte feiner Aussage, er habe nicht die Absicht gehabt, auf fremdem Gebiet zu jagen, keinen Glauben. t Landwirthschaftlichest. Der Werth der Torffire« für die Gärtnerei «nd de« Weinbau. Von Fritz Möhrlin. Der bei der Fabrikation der Torfstreu abfallende Torfmull besitzt ganz dieselben aufsaugenden Eigenschaften wie die Streue, dagegen ist er für Stallung weniger geeignet, weil er viel Staub erzeugt. Seine Anwendung zur Aufsaugung und Con- seroirung der menschlichen Auswurfstoffe und Geruchlosmachung der Abtritte wird bei uns leider noch kaum gewürdigt, während wir in demselben ein äußerst billiges Material besitzen, welches es ermöglicht, die so werthvollen menschlichen Auswurfstoffe für die Landwirthschaft erhalten und in passender Form anwenden zu können. Dadurch, daß wir täglich einige Hände voll dieses Mulls in unsere Abtritte werfen, verwandeln sich die Fäkalien in eine pulverförmige ganz geruchlose Masse, welche mit der Schaufel leicht herauSgestochen werden kann. Der auf diese Weise gewonnene Dünger hat nicht nur den großen Vorzug, daß er die sämmtlichen Bestandthelle der Auswurfstoffe enthält und daß dieselben der Zersetzung nicht ausgesetzt sind, wie in flüssiger Form, sondern daß er den Boden auch lockert und mit Humus bereichert, was wir von der flüssigen Gülle nicht sagen können, welche den Boden schwer und klotzig macht. . Die Vorzüglichkeit des auf diese Weise behandelten Fäkaldüngers ist in «ord- veutschland längst anerkannt und besitzen die öffentlichen Gebäude in Braunschweig und Hannover, sowie die meisten dortigen Privatwohnungen, Torfclosets, auch weiß der dortselbst so sehr entwickelte Gemüsebau bedeutenden Nutzen aus demselben zu ziehen. Um nun ein näherliegendes Beispiel über die guten Dienste anzuführen, welche der mit Torfmull behandelte Abtritt berzLandwirthschaft und insbesondere der Gärtnerei leistet, gebe ich in Nachfolgendem einen Auszug aus einem Berichte, welchen Dr. L. Fürst I in Kitzingen in der Zeitschrift ,des. landwirthschaftlichen Vereins in Bayern ver- I öffentlicht. (ieaebena)e2Iuf'e<.ina,tmiwt-ei?e Se™d)t, theils zu solchen Anregung SS’ kx ctnem Wembergstucke, wo elbst alte, ungefähr hundertiäbriae Stöcke firfi betanbw, die wegen ihres geringen Erträgnisses zum Ausstock n b/rettzbeftimSt waren, wurde ein Versuch mit Loirinenlorsdüngung gemachtund der Ersola mar .h! , ®^cinlni6 btS Braunschweiger hl,5“t ?Äbcn®"te wurden auch noch Zwiebeln in ziemlicher Menge gebaut, die durchgängig über faustgroß wurden.(Württernb. Wochenbl. f. Landw ) Repertoir der vereinigten Stadttheater zu Franliutt a. M. MM Mittwoch den 7. November, Nachmittags 31/» Uhr: Die Reise um hie Erde. Außer Abonnement. Kleine Preise. 1 Dt€ ^r°phnnn§h?n Königin von Saba. Gewöhnliche Preise. Freitag den 9. November geschlossen. Iamslag dm 10. November: Die Afrikanerin. Gewöhnliche Preise. ÄbW »reife £‘ni,a ”°n t$6amuni£- »,ctauf; Wiener SchanfpielhauO. Mittwoch den 7. 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