Bureaur Schulstratzc 7. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bririaerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Politische Ueberficht. San Remo, den 5. Mär,, 10 Uhr 10 Min. Vormittags, ©e. L AranKreich. Zn Oirairila bereuet sich die Entscheidung zwischen Italienern und Abyss intern vor. Amtliche Nachrichten, die aus Maffauah in Rom ein« gegal g n sind, b-stätigen. daß sich die Abysstnier in Gura unter den Generälen M>k el unb Area conc nttiren. In «nern an Zihl ganz bedeu end überleben sind. — Für den Ausbau der strategischen Bahnen im Osten Deutschland, werden im Ganzen etwas über 25 Millionen Mark gefordert werden: nahezu Millionen werden davon aus Reichsmitteln, der Rest von annähernd 7 Millionen von Preußen zu bezahlen fein. Man hofft, daß die Bewiülf-ung m , °9e Reichstage so wenig Schwierigkeiten verursachen wiro, daß der Reichstag trotzdem Ende nächster Woche geschloffen werden kann. — Bet der im Wahlkreise Greifenberg-Kammtn stattgehabten Reichstag«. Verlin, 5. März. Die mehrfach beklagte und für das Jahr 1885/86 statistisch nachgewiesene „Ueberproduction auf höheren Schulen" hat auch im Berlin, 5. März. Der „Reichs. Anzeiger" veröffentlicht folgende« Bulletin: daraus Anlaß, nochmals vor dem Eintritt in die höhere Schul-Lausbahn dringend zu warnen. Pari«, 5. März. General Boulanger richtete aus Clermont-Ferrand vom 3. d. Mts. ein Schreiben an den Kriegsminister, in welchem er demselben anzeigt, es feien in Bezug auf die in diesem Monat stattstndenden Wahlen dringende Aufforderungen an ihn ergangen. Da es seine Stellung, namentlich jetzt, mit sich bringe, daß er ftch ganz seinen militärischen Pflichten widme, so bitte er den Kriegsminister, entweder selbst dies Schreiben -u veröffentlichen, oder ihn zu ermächtigen, seinerseits ein Schreiben zu veröffentlichen, in welchem er ferne Freunde ersuchen würde, keine Wahlstimmen aus ihn abzuqeben, da er eine Wahl nicht annehmen könne. Deutschland. Darmstadt, 5. März. (Zweite Kammer der Stände.) Der erste Ausschuß zwetter K mmer hat über Kapitel 59 Tit. 1 des Hauptvoranschlaqs für die Jahre 1888/91: A. „Obere landwirthschaftliche Behörde" (welche Pos. nach den Verhandlungen tn der Kammer auf den Antrag des Abg. Osann wieder an den Ausschuß zurückoerwiesen wurde) jetzt weiteren Bericht erstattet. In demselben erklärt stch der Ausschuß mit der von Großh. Regierung in Aussicht genommenen Organisation der oberen landwirthschaftltchen Behörde eir. verstanden, und beantragt: Die Kammer wolle beschließen, Großh. Regierung ihrem Wunsche gemäß zu ermächtigen, zum Zwecke der Einfügung einer Verwaltungsbeamten in die obere landwirthschaftliche Behörde einen weiteren Durchschnittsgehalt von 5000 JL zu verwenden. A x t Nr. 7 des Reichs-Gefetzblatts, ausgegeben den 3. d. Mts., enthält: no JiitA Asetz, betreffend die Einführung der Gewerbe-Ordnung in Elsaß-Lothringen. Vom 27. Februar 1888 "Fend die Unterstützung von Familien in den Dienst eingetretener Mannschaften. Vom 28. Februar 1888. Gießen, am 6. Marz 1888. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Nom, 5 März. In der heutigen Sitzung der Kammer gedachte der toskonische Deputtrte Sonnino des deutschen Kronprinzen und sagte: „Bewegt folgen wir de« Nachrichten aus San Remo, woselbst unser erlauchter Gast, der deutsche Kronprinz, dieser hochgebildete Fürst, erleuchtete Freigeist, Krieger und Künstler, dieser vollendete Ritter und Edelmann, dieser aufrichtige und bewährte Freund Italiens, feil Monaten mit Heldenmuth gegen Krankheit kämpft. Ihm, der besorgten Gattin, seinen ehrwürdigen Eltern, dem ganzen Deutschland, das für seinen Liebling zittert, entbiete diese Kanimer Namens des ganzen italienischen Volkes aus tiefstem Herzen ihren Gruß warmer Sympathie. Ich bitte den Herrn Kammerpräsidenten, diese Gefühle für das uns befreundete und verbündete deutsche Volk und unsere Wünsche für die Hersielluna Ümes Kronprinzen diesem zu entsenden." Ministerpräsident Crtspi schließt sich den Wünschen des Redners für den „Gast Italiens, den Freund des Königs und Italiens, den ausgezeichneten Krieger und klugen, fetngebtldeten Fürsten, dem es noch vergönnt sein möge, den deutschen Kaiserthron zu besteigen und sein Land mit neuem Ruhme zu erfüllen , an. Die Kammer beschloß im Sinne betder.Redner. (F. Z.) Deutscher Reichstag. 53. Sitzung vom 5. März 1888. cs. zweite Berathung der Commtssionsoorlage über die Aufhebung deS Identitätsnachweises wird fortgesetzt. m v'c Pedell-Malchow (cons.) beantragt $ 1 Abs. 1 wie folgt zu fassen: „Bei der Ausfuhr von Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Buchweizen, Hülsenfrüchten, werden, wenn die Menge der einzelnen Fruchtarten 500 Kilogramm ^reicht, auf Antrag der Betheiligten 90 Procent des für die Einfuhr gleichartiger Maaren Mrifmaßig zu zahlenden Zolls baar vergütet. Bei der Einfuhr der vorgenannten Mlaren ist der tarifmäßig zu zahlende Zoll baar zu entrichten." Die übertragbaren Einfuhrvsllmachten fallen damit fort, an ihre Stelle tritt eine Ausfuhrvergütung. " tu c.1.AA Wörmann (natl.) tritt dem Einwande entgegen, daß namentlich der Großhandel von der Aufhebung des Identitätsnachweises Nutzen habe; die Maßregel Afrika. Suakim, 4. März. Meldung des Bureau Reuters Gestern Abend besetzte eine größere Abtheilung Derwische das Fort außerhalb der Stadt und griff heute die Stadt an, mußte sich aber nach vierstündigem Kampfe unter Zurücklassung mehrerer um!!«; rF ~n& Verwundeter zurückztehen. Der im egyptischen Dienste stehende । ta „er? Tapp und 5 Soldaten sind tobt, 14 verwundet. Die Kanonenboote „Delphin und „Albacora" nahmen am Kampfe Theil. Stafitn. San Remo, 4. Marz, Abends 9 Uhr 40 Min. Der Kronprinz hatte einen geringer PerrodUe furJC 3eit auf dem Balkon. Auswurf und Husten sind ließen, 6. März. . -------- ----------------- uuu# lw Seit einiger Zeit schon geht durch einen Theil der Presse das Gerücht, ^ahre 1886/87 ihren Fortgang gesunden. Die zustehenden Behörden nehme» Kaiser Wilhelm habe mittelst Cabinetsordre seinen Enkel, den Prinzen ------ - - ^lm, zur Vollziehung von Regierung-. Acten für einzelne Behinderung-, fälle ermächtigt. Wie nun die „Post" erfährt, ist in den leitenden politischen Kreisen der Reichshauptstadt von einer solchen Maßregel nichts bekannt, ste würve nur denkbar sein, wenn das Befinden des Kaisers Anlaß dazu böte und dieses fei doch gerade gegenwärtig ein durchaus zufriedenstellendes. Im Zustande des Kronprinzen find vorläufig keine neuen bedenklichen Ceränberunqen zu verzeichnen. ja. die Nachrichten aus San Remo nehmen sich seit einigen Tagen wieder etwas hoffnungsvoller aus. Es heißt, die Frau Kron- i w7L ’*** nuuycgauitm meicysiag«- prinzessin habe am Samstag eine Depesche nach London abgeschtckt, in welcher I (Stichwahl) wurde Dr. Kohlt (deutschsreis.) mit 200 Stimmen es wörtlich laute: „Die Hoffnung kehrt wieder! Gott sei Dank!" Auch wird j,or,tät gewählt. Der conferoatioe Canoidat, Herr v. Köller-Hoff, ist dem- berichlet, daß der Hust-n beim Kronprinzen nachgelassen habe, daß er guten nac6 unterlegen. Appetit besitze und daß seine Stimmung wieder besser geworden sei, was aber k Berlin, 5. März. Der Bundesrath stimmte dem Ausschußbericht über aiUeft nidbt aufif^üe&t, daß vielleicht schon in den nächsten Tagen wieder ernster ben wegen Feststellung eines Nachtrags zum Reichshaushalis-Etat lautende Meldungen aus San Remo kommen, die Krankheit des hohen Herrn pro 1 8U' ist la leider nur zu reich an solchen jähen Uebergängen. Was die Aufgabe des ' — - — uaw san Remo entsandten Berliner Anatomen Waldeyer anbelangt, den Aus- wurf des Kronprinzen mikroskopisch zu untersuchen, so soll von den Aerzten des . k ö L k A - -- - ------ ----------- ^v. Kronprinzen beschlossen worden sein, das Resultat dieser Untersuchung jedenfalls ?nh ber Krlwprinz verbrachte eine gute Nacht. Das Allgemeinbe- nicht zu veröffentlichen, ein Beschluß, der freilich nicht geeignet erscheint die Be- ! befriedigend, der Appetit gut, der Husten und Auswurf geringer, fotgnifc bt4 heutigen 93ol(e8 um Den geliebten SCijconfolger »u minbern *--------- ■ U.ber ben Termin ber Reichrtagrschlnsser läßt sich noch immer nichts G-nauer mittheilen, letzterer wirb aber keinensallr bir etwa utm 10 Mär- erfolgen tönnen, wie e« bislang immer hieß. Erstlich würbe ber Reichstag mit den Betriebenen zweiten unb dritten Lesungen, bie er nach iu erledigen bat bt« zu dem genannten Zeitpunkte schwerlich fertig werben unb bann werben noch immer neue Vorlagen stgnalistrt, u. A. der Gesetzentwurf über die strategischen Bahnbüuten im Osten und weiter auch eine neue Vorlage für Elsaß-Lothringen »et btefer parlamentarischen Geschäftslage bürste baher wohl erst für Enbe kommender Woche auf ben Schluß ber Reichrtager zu rechnen sein. War die neue Etfenbahn-Vorlage anbelangt so soll er sich hierbei hauptsächlich um ben Bau weiter Geleise -us ben Strecken Posen-Thorn, Marienburg - Jllowo unb Schneibemühl-Laskowitz hanbeln, die Kosten finb aus etwa 25'/. Mill JC. veranschlagt, von denen bar Reich ben weitaus größten Theil übernimmt" Die Osterferien be« preußischen Sbgeorbnetenhauses werben am 20 ober 21. März beginnen unb soll bir dahin mindestenr der Etat definitiv erledigt werden. Arn Dienrtag gelangte der Antrag auf Verlängerung der Legirtatur-Perioden zur zweiten Lesung und für die Mittwachrsitzung war die Generaldebatte über den Centrumr-Antrag, betr. ben Religionsunterricht in ber Volksschule, in Aussicht genommen und beide Themata werden ohne Zweifel tu lebhaften Debatten geführt haben. ö ’ -Ar. 57 Mittwoch den 7. März 1888 Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. liege im Interesse des gesammten Handels, das sich in diesem Falle mit dem Interesse der Landwirthschaft decke. Was der Handel wünsche, sei, daß die Waare wieder ihrem alten natürlichen Absatzgebiete zugeführt werde. Außer dem Handel, der Rhederei und der Landwtrthschaft bringe die Aufhebung des Identitätsnachweises einer Anzahl von Industrien wesentliche Erleichterungen, so der Preßhefefabrikatton. Die übertragbaren Etnfuhrscheine würden sehr gesucht sein und deshalb immer ziemlich pari stehen. Die aus der Eventualität eines niedrigen Courscs der Etnfuhrscheine hergeleitcten Befürchtungen seien somit hinfällig. Abg. v. Pfetten (Centr.) bekämpft die Aufhebung des Identitätsnachweises sowohl nach den Vorschlägen der Commission als nach dem des Abg. v. Wedell, da durch diese Maßregel Süd- und Westdeutschland schwer geschädigt würden. Abg. Dr. Brömel (freis.) befürwortet die Aufhebung des Identitätsnachweises. Der Vorredner habe sich den Interessen Norddeutschlands gegenüber auf den Standpunkt absoluter „Wurstigkeit" gestellt. Er meine, man solle doch abwarten. Das heiße nichts weiter, als: man solle abwarten, bis das Kind in den Brunnen gefallen sei. Redner will sich nicht in den Streit der Agrarier mischen, aber er verlange offenkundigen Uebelsränden gegenüber Abhülfe. Hier liege ein solcher Mißstand vor; werde jetzt die Abhülfe nicht gewährt, so werde das Verlangen danach immer dringender und dringender werden, bis es endlich auf dem Wege der Gesetzgebung verwirklicht worden sei. Abg. Singer (Soc.) erklärt sich Namens seiner Freunde gegen die Anträge auf Aufhebung des Identitätsnachweises und wird einer mottvirten Tagesordnung zustimmen. Abg. v. Puttkamer-Plauth (conf.): Die Vertreter des Ostens hätten ihre Specialwünsche im Interesse des Ganzen gern zurückgestellt, aber sie dürften nun auch erwarten, daß man ihren gerechten Beschwerden Abhülfe schaffe. Geschehe das nicht, so könne das leicht einen Umschwung in der politischen Stimmung im Gefolge haben; die Unzufriedenheit werde dann immer mehr wachsen. Abg. Richter-Hagen (freis.) erklärt sich gegen alle vorliegenden Anträge, auch gegen die mottoirte Tagesordnung. Die Wähler, auch im Osten, ständen der Frage sehr kühl gegenüber, wie die Wahl in Greiffenderg Kammin beweise, v. Köller habe sich für, Kohli gegen den Wegfall des Identitätsnachweises erklärt, trotzdem sei der Erstere durchgefallen. Abg. Robbe (Rchsp.) erklärt es als eine nationale Ehrenpflicht, angesichts der Nothlage der Landwirthschaft im Osten für die Aufhebung des Identitätsnachweises zu stimmen. Er beantragt für den Fall der Ablehnung der Aufhebung des Identitätsnachweises folgende Resolution: „die Regierung zu ersuchen, 1) in nächster Session einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch welchen unter Aufhebung der Ziffer 3 des 8 7 des Zolltartfgesetzes Fürsorge getroffen wird, daß die Exporlsähtgkeit der Mühlen, der Malz-, Preßhefe und Kakesfabriken ohne Begünstigung der Verwendung ausländischen Getreides gesichert werde; 2) ein anderweites den thatsächlichen Ausbeuteoerhältniffen mehr entsprechendes Rendement für Mehl und Roggen eintreten zu lassen. Abg. Frhr. v. Huene (Centr.) wendet sich gegen die Aufhebung des Identitätsnachweises, wodurch der Landwirthschaft im Osten auch keineswegs der gewünschte Vortheil erwachsen werde. Abg. Gebhard beantragt für den Fall der Annahme der Resolution Robbe hinter den Worten: „der Mühlen" einzufchieden: „der Oelmühlen, der Bäckereien" und hinter „Kakesfabriken" einzufchieden: „bez. die Möglichkeit der Versorgung von Schiffen in deutschen Häfen mit Mühlenfabrikaten und Backwaaren". Abg. Rickert erinnert daran, daß Richter früher selbst die Aushebung des Identitätsnachweises gefordert habe. Mit dieser Aufhebung werde das herrschende Zollsystem nicht befestigt, sondern im Gegentheil erschüttert. DtevondenAbgg. v. Benn igsen, vr. Miquel, Graf v. Behr, v. Kar do r ff, Graf zu Stolberg-Wernigerode und Wichmann eingebrachte motivirte Tagesordnung lautet: In Erwägung, daß der Antrag Ampach und Genossen durch die Neuheit und Schwierigkeit des Gegenstandes erheblichen Zweifeln Raum läßt über die Wirkungen, welche seine Annahme und Durchführung für die Land- wirthfchafl und den Handel, insbesondere auch in den einzelnen Thetlen Deutschlands haben würde; in fernerer Erwägung, daß für dre erforderliche sorgfältige Prüfung des Antrags im Ganzen und Einzelnen, namentlich aber für die nach verschiedenen Richtungen noch wünschenswerthen Erhebungen die Zett während der gegenwärtigen Session mangelt; sowie in der Erwartttng und mit dem Wunsche, daß die verbündeten Regierungen den in dem Anträge angeregten wichtigen Fragen ihre volle Aufmerksamkeit zuwenden und das Ergebniß der über dieselben anzustellenden Erhebungen dem Reichstage in der nächsten Session mittheilen werden, geht der Reichstag über den Antrag Ampach und Genossen zur Tagesordnung über. Diese motivirte Tagesordnung wird mit 178 gegen 101 Stimmen angenommen. Die übrigen Anträge werden zurückgezogen. Der Präsident thetlt den Eingang eines Nachtragsetats der internationalen Literarconventton und eines elsässischen Gesetzes mit. Morgen 12 Uhr: Rechnungssachen, kleine Vorlagen, Colonialjustizgesetz, Wahlprüfungen. Telegraphische Depesche«- Wolff'S telegr. EöMespsKdenr-BUreark Berlin, 5. März. Der Kaiser ist leicht erkältet. Im ersten Theil der Nacht war der Schlaf mehrfach unterbrochen. Der Kaiser schlief in Folge dessen länger und steht erst Mittags auf. — Der „Retchsanzeiger" veröffentlicht folgendes Bulletin über das Befinden des Kaisers: Se. Majestät der Kaiser sind von einer leichten Erkältung befallen und werden voraussichtlich genöthtgt sein, mehrere Tage das Bett zu hüten. Sa« Remo, 5. März, Vorm. 10 Uhr 35 Mtn. Der Kronprinz verbrachte die Nacht ziemlich gut. Husten und Auswurf ist etwas geringer. — Prinz Wilhelm ist heute früh 9 Uhr abgereist. Altona, 5. März. Betrieb auf Strecke Kyritz-Meyenburg des diesseitigen Eisenbahn-Direktions-Bezirks in Folge großer Schneeverwehungen voraussichtlich auf mehrere Tage unmöglich. Chemnitz, 5. März. Auf der Strecke Chemnitz-Borna-Leipzig fehlen seit gestern Abend alle Züge von und nach Leipzig. Bromberg, 5. März. Der durch den orkanartigen Schneesturm am Samstag unterbrochene Verkehr auf den Hauptlinren der Eisenbahndirection Bromberg ist mit Ausnahme der Strecke Stolp-Danzig, welche voraussichtlich heute frei wird, wieder hergestellt. Basel, 5. März. In Beantwortung des gestrigen Artikels der „Nordd. Allg. Ztg." bezüglich des von ihr abgedruckten deutschfeindlichen Fastnachtsgedichts verwahren sich die „Baseler Nachr." dagegen, daß das Machwerk als eine Bekundung der in der Schweiz gegenüber Deutschland herrschenden Gesinnung betrachtet wird. Jenes Gedicht wäre der Baseler Presse erst durch den Lörracher „Oberländer Boten" bekannt geworden und selbst die Baseler Polizei hätte es erst auf diesem Wege kennen gelernt. Dies beweise genügend, daß es nur in wenigen Exemplaren verbreitet worden, da Baseler Bürger fast die ganze Auflage verbrannt hätten. So lange keine Klage eingereichl sei, könne die Staatsgewalt gegen den Drucker nicht einschreiten, ebensowenig könne Der Bundesrath eine Untersuchung einleiten, so lange von auswärts kein Kläger aufgetreten sei. Was die freundnachbarltchen Beziehungen der Schweiz zu Deutschland betreffe, beruhten dieselben in Verhältnissen zu ernster und entscheidender Natur, als daß sie durch frivole Mittel irgend welcher Art gestört werden könnten. Newyork, 5. März. Gestern fand hier ein Meeting von Maschinisten aller in Newyork mündenden Eisenbahnen statt. Es wurde beschlossen, die Strikenden der Ehicago-Burlington-Quincy-Etsenbahn zu unterstützen, auch wenn der Eisenbahnverkehr im ganzen Lande darunter leiden sollte. , Berlin, 6. März. sPrivatdepesche des „Gießener Anzeigers".j Se. Majestät der Kaiser aß gestern mit gutem Appetit. Die Aerzte wünschen, daß er sich noch im Bett hält. Ter Schlaf war in letzter Nacht zwar mehrmals unterbrochen der Zustand jedoch durchaus unbedenklich; für heute sind Vorträge angefetzt. I Lokale-. Gieße«, 6. März. Tagesordnung für die Sladtverordneten-Sitzung am Donnerstag den 8. März 1888, Nachmittags 4 Uhr. 1. Dre Anschaffung und Unterhaltung des Faseloiehs. 2. Die Straßenreinigung. 3. Voranschlag des Wasserwerks pro 1888/89. 4. Die Löber'sche Stiftung betr. 5. Gesuch des Kaufmanns Emil Pistor um Erlaubniß zur Ueberbrückung des Stadlbachs. 6. Gesuch desselben bett, die Herstellung der Fundamentmauer an seinem Magazin. 7. Gesuch der Jacob Noll Wwe. um Bauerlaubniß. 8. Gesuch des Schützenoereins Gießen um Bauerlaubniß. 9. Anlegung einer Abfahrt nach der Grünbergersttaße. 10. Gesuch des Sattlermeisters Franz Senner um Wasserabgabe aus der Quellwasserleitung. 11. Ausbau der Steinstraße. 12. Die Errichtung eines Spaliers in der Wolkengasse. 13. Herstellungsarbeilen in der höheren Mädchenschule. 14. Trennung der Vorschulklassen für die höhere und erweiterte Mädchenschule. %.* Gießen, 6. März. Das 5. Concert des Concertoereins findet am Sonntag den 11. dss. Mts. im Clubsaale statt und bringt außer dem Trio vom Frankfurter Raff-Conseroatorium, bestehend aus den Herren Schwarz (Piano), Brun (Violine) und Nöbe (Cello), noch Herrn Adolf Müller, welcher als Sänger sich bei und des besten Rufes erfreut. Programm wird in nächster Nummer veröffentlicht werden. — Bei der gestrigen Abiturienten-Prüfung des Realgymnasiums haben sämmt- liche 13 Abiturienten das Zeugniß der Reife erhalten. Gießen, 6. März. Auf mehrfache Eingaben von Interessenten geht einstweilen der provlsorifch eingelegte Omnibuszug Morgens V28 Uhr ah Lollar und Mittags 3/»2 Uhr ab Gießen nach Lollar weiter. Letztere Verbindung ist für die Bewohner unserer Stadt, namentlich zur Sommerzeit, von großem Vortheil. Es darf nun nicht verhehlt werden, daß für die Folge diese Züge wieder ausfallen werden, falls dre Frequenz derselben sich nicht hebt. Wir möchten deshalb unsere Leser darauf aufmerksam machen, bei gutem Wetter diese Fahrgelegenheit öfters zu benutzen, damit die angenehme Verbindung mit Lollar, Staufenberg rc. nicht wieder in Wegfall kommt. Bei dem momentan herrschenden Grönlandswetter bleibt man am besten in den vier Wänden. Verwischte Darmstadt, 4. März. sPostpersonalnachrichten.j Versetzt ist der Postsecretär Scheer von Darmstadt nach Wefserling behufs Uebernahme der Vorsteher stelle bet dem Postamte daselbst, der Ober-Telegraphenassistent Rödem er von Mainz nach Darmstadt, die Postverwalter Körbel von Groß-Sletnheim nach Pfeddersheim, Fischer von Waldmtchelbach nach Grotz-Sieinheim, — Gestorben ist der Postkassirer a. D. Ho ff mann in Ltch. Handel und Verkehr. Gießen, 6. März. Auf dem heuttgen Markt kostete: Butter per Pfund y* 0 85—0.95, Hühnereier pr. St. 5—6 Gänseeier St. 10—90 Käse vr. St. 4—7 Ä, Käsematte 3—0 Erbsen pr. Liter 17 Linsen 30 H, Tauben per Paar 90 bis 100 Hühner per Stück Jü 0.85—1.00, Hahnen pr. Stück JL 0.90—1.50, Enten per Stück JL 1.80—2 20, Gänse per Pfund 00—00 H, Ochsenfleisch per Pfund 58 bis 60 H, Kuh- und Rindfleisch 45—50 Schweinefleisch 54—60 H, Hammelfleisch 40 bis 60 H, Kalbfleisch 40—46 4, Kartoffeln per 100 Kilo JL 5.00—5.50, Milch per Liter 12—18 H, Weißkraut Stück 0—00 Zwiebeln per Centner 12.00—18.00. Frankfurt, 5. März. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Ange- ttieben waren 367 Ochsen, ca. 19 Bullen, ca. 388 Kühe und Rinder, ca. 271 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. JL 58—60, 2. Qual. JL 52—54, Kühe und Rinder 1. Qual. ot Kraftmehl, Albert-Biseuit-, feinst prä- parirte« Hafermehl, Legu- minose, Malzextrakt, Milch - Zucker, Salep, Medicinal-Weine, Medicinsl-Lebkrlhran Medicinal-Tokayer- Kinderwein nur garantin rein und ächt und in vorzüglichster Qualität, von ärztlichen Autoritäten geprüft, empfiehlt 129 Phil. Bauer n., Bahnhofstr. 57. Ecke -er Mäusburg. Mk. 3 3 1853 LouiS Scheid. Modes Jacob Wacker, Mühlgasse. Redaction: A. Scheyda. — Augenblicklich als -lontair in einem Engro8-(5iQarrcn= mu Tabak-Geschäft in Frankfurt wirkend. für Knaben und Mädchen empfiehlt zu billigsten Preisen 1758 Die beim Wiederaufbau der Ci- garrenfabrik nothwendigen Bauarbeiten sollen im Submissionswege vergeben werden. Pläne und Voranschlag liegen bei Unterzeichnetem während 8 Tagen offen und können Hochachtungsvoll Jacob Wacker Mühlgasse. Der weitere Verkauf meiner noch vor- räthigen Waaren geschieht im 1. Stock Eingang durch den Lade». - F. Holberg, Z Kirchenplatz 8. I Grösste Erfindung der engl. Stahlfedern - Fabrikation. i/nnn vermischte Anzeigen. 1572 Ein geprüfter Mafchineno iftr , «lelchzeitiq gelernter schmied ist, rotrb bis zum 15. März er Z« engagiren gesucht. Anmeldungen sind zu richten an Mark- chetder Keller in Greß en- BergebüngUr^ Bauarbeiten. „ Franziskaner (dunkel) „ „ Wiener Export , ——---—_____1 vom L«..v und Verlag der Drühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. 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Marktplatz 17. Eine sehr schöne WohnungTsichs NOM 1 §lm?ncr, mtt allem Zubehör, ist vom 1. Juni ab mit oder ohnc Laaer- raÜ?5h,^bC'r Bahnhofstraße zu vermiethen. Näheres in der Exped. d. Bl. ' 1261 EinePorterre-'WH^ßZimmer i a" »etmktbä C66r' ©ottenantbeil, str?ß?23^n^^^^b, Ecke der Bleich- o s^undl. Logis, bestehend aus J4 Simmern und Kabinet, mtt abgeschlossenem Korridor ist sofort oder später zu vermiethen. —^^^^H^Plank^Kaplansgaffe 2. ^n’Cj-Jfa-miHen:2ßoönunßen mit ößen Bequemlichkeiten und Wasserleitung, au^ermietb n ar^Cnn)O^nUn0 per Avnl Friedrich Kahne senior, _______,__Wollthorstra ße._____________ o.®e$r ^lhöne Wohnungen von 4 |n,it Wasserleitung) und -3"oehor sind zu vermiethen und alsbald •?7S BahnhofsträßH ist der ll.^Stock mit Wasserleitung und allen Bequemlichkeiten per 1. April zu vermiethen. ------- Julius Hoos, 1623] Gut möbl. Zimmer oermiether __Alb. V-brend, Maiktstr. 32. 1834 Ein möblirtes Zimmer zu oer- miethem Wetzsteingasse 33. 1774] Zimmer und Kabinei, unmöbl., ^vermiethen. Ederstraße 3. 17C0 Ein möblirtes Zimmer mit Cabmet zu vermiethen. Frankfurterstraße 31 III. 1588 Ein möblirtes Zimmer zu oer- ?ll5l^en. ~ WEHorstraße 5. 1302 Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen. Wallthorftraße 7. . ^62'H^möblirte ZünsiH?7H^ eines mit Cabmet, zu vermiethen Sonnenstraße 25. 1805 Ein Laden zu vermiethem Wo? sagt die Expedition d. Bl. Nur sucht TÄ„’$ J " io BLAUERFARBElpätf. °S Zu haben in den Colonial-, Delicatesswaaren- und Drogen- _______Geschäften, Apotheken etc. 215 «j-1328o Ä^^^ lchen Hause, Neuen Baue 2 Wohnung von 5 Zimmern per 15. Mai, eventuell früher beziehbar zu vermiethen. ' 8 1332' (im kl-m-S Logis im Hintetbaus zu vermiethen. Neuenweg 40. 1366 Der 2. und 3. Stock von je 4-5 Zimmern mit allem Zubehör und Quell- wafferleitung per 1. Juni, event. auch früher,^u vermiethen^ Neuen Bäue 16. 1610 Di« mittler« CHafl« m«in«8 Kaufes, Ecke des Asterwegs und Nordanlage, ist Per 1. April mit «nd ohne Pferdestall zu vermiethen. Bonis Petri III. 868] Schlanke Oelfäffer zu Dung- Wem, sowie Eocospipen zu verkaufen bei L. Mühlhausen, Weftanlage 15 Spelzspreu W6 bei August Schlesfiuger. Die größte Auswahl in