Nr. 234 Samstag den 6. October 1888 vV Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureaur Schulstraße 7. MMMMK—— IIII II ........ Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pss Amtlicher Hßeit. Klagen und sonstige Erklärungen und Anträge sind bei unserer Gerichtsschreiberei an allen Wochentagen Vormittags zwischen 10 und 12 Uhr vorzubringen. Wer einen Amtsrichter sprechen will, ohne vorgeladen zu sein, hat sich Mittwochs Vormittags einzusinden. Gießen, am 2. October 1888. Großherzogliches Amtsgericht. Langsdorfs. Politische Rundschau. Gießen, 6. October. Noch kommen immer Nachklänge zur der Kaiserwoche in Süddeutschland und namentlich zu dem begeisterten Empfange Kaiser Wilhelms in Bayerns Hauptstadt und schon hat die Südenfahrt des erlauchten Monarchen mit seinem Besuche in Wien neue glänzende Bilder entrollt. Die schöne Katserstadt an der Donau hatte sich zur Begrüßung des deutschen Herrschers prächtig geschmückt und dem äußerlichen Festgewand der österreichischen Hauptstadt entsprach nur der warme Empfang, den ihre Bevölkerung dem hohen Gaste bei seiner am Mittwoch Vormittag erfolgten Ankunft bereitete. Bei derselben wurde Kaiser Wilhelm auf dem Westbahnhofe von Kaiser Franz Josef, sämmtlichen Erzherzögen, den obersten Würdenträgern, der Generalität und den Mitgliedern der deutschen Botschaft begrüßt. Ergreifend war die erste Begegnung zwischen den beiden Kaisern; mit sichtlicher Bewegung sanken sie sich in die Arme und küßten sie sich wiederholt und dann schüttelten sie einander immer wieder die Hände, wobei besonders der österreichische Monarch seine tiefe Ergriffenheit nur schwer verbergen konnte. An bemerkenswerthenpolitischen Kundgebungen von der deutschen Kaiserreise waren bis jetzt die beiden Auslassungen Kaiser Wilhelms hervorzuheben, in deren einer der jugendliche Monarch dem Bürgermeister v. Wtdenmayer gegenüber versicherte, die Geschicke des Reiches im Geiste seines hochseligen Großvaters weiterlenken zu wollen, in deren anderen aber der kaiserliche Enkel Wilhelms I. dem greisen Prinz-Regenten Luitpold unerschütterliche Bundesfreundschaft gelobte. Auch aus Wien dürfte nunmehr der Telegraph inzwischen von Kundgebungen, gewechselt zwischen dem österreichischen Monarchen und seinem kaiserlichen Gaste an festlicher Tafel, berichtet haben, die unzweifelhaft den festen Wetterbestand des deutsch-österreichischen Freundschaftsbundes verkündigt haben werden. Gegenüber der in ihrem Fortschreiten immer mächtiger das Tagesinleresse beanspruchenden Kaiserreise können diesmal die Wochenbegebenheiten zunächst auf dem Gebiete der inneren Politik nur eine flüchtige Skizzirung erfahren. Doch giebt es in dieser Beziehung auch nicht sonderlich viel zu vermelden und namentlich liegt über die weitere Entwickelung der Sensationsaffaire des kronprinzlichen Tagebuches noch nichts Neues vor. Speciell verlautet über die Ergebnisse der bisherigen Untersuchung gegen Professor Geffcken noch durchaus nichts Authentisches, während es freilich an den manntchfachsten Gerüchten nicht fehlt, bestimmt wird nur versichert, daß die bei Professor Geffcken in Hamburg vorgenommene Haussuchung keinerlei Ergebniß gehabt habe. Aus Frankreich hat die abgelaufen Woche die merkwürdige Meldung von dem beabsichtigten Erlasse eines Fremdengesetzes gebracht, nach welchem alle Ausländer, die sich in Frankreich niederzulassen wünschen, künftig einer ganzen Reihe von Eontrollmatzregeln unterliegen sollen. Bezeichnender Weise erfährt dieser Gesetzentwurf in Frankreich selbst Widerspruch und erklärt z. B. der „Temps" die Durchführung desselben für unmöglich, während der Entwurf im Auslande, wie in Belgien, bereits den ernstlichen Gedanken an Repressalien heroorgerufen hat. Vermuthlich wird das Ministerium Floquet, wie auch die Liberte andeutet, auf den „Fremdenukas" wieder verzichten. Die Schweiz ist in ihren westlichen Cantons, hauptsächlich aber im Canton Genf, von Ueberschwemmungen heimgesucht worden, welche vielfache Verheerungen anrichteten. Neueren Meldungen zufolge hat man jedoch auch in Theilen der östlichen Schweiz, wie im Canton St. Gallen, durch Hochfluthen, in erster Linie des Rheins, zu leiden. In der radiealen Partei Dänemarks scheint ein ernster Conflict zwischen den „Unversöhnlichen" und den einer Verständigung mit dem Ministerium Estrup geneigten Elementen entstanden zu sein. Hierauf deutet die Entfernung des ultra; radicalen Vicepräsidenten des Folkethings, Redacteurs Hörup, aus dem gemeinschaftlichen Vorstande der Linken, durch Ballotage hin; Hörup wurde durch den gemäßigteren Abgeordneten Bauer ersetzt, welcher auch der Verständigung zwischen Regierung und Fol- kething das Wort reden soll. Von der KaukasuSreise deS russischen Kaiserpaares liegt die Meldung von der erfolgten Weiterfahrt der hohen Reisenden von der Stadt Wladikawkas nach Jekaterinodor vor. Letztere Stadt liegt an den westlichen Ausläufern des Kaukasus und am Kubanflusse, ist der Sitz des Atamans oder Oberhauptes der Tschernomorttchen Kosaken und zählt gegen 23,000 Einwohner. — In Wladikawkas empfingen die Majestäten auch die Huldigungen der Abgesandten der kaukasischen Volksstämme. Nach Berichten, die in Rom eingegangen sind, unternahmen die Assoarttns im Innern AbyffiNienS große Raubzüge. Alle bei Saganeitt gefangen genommenen italienischen Baschi-Bozuks sind dis auf einige Mann wieder nach Massauah zurückgekehrt. — Die Meldung von den Raubzügen der Assoarttns, desjenigen abyssinischen Stammes, durch dessen Verrätherei die Italiener ihr Niederlage bet Saganeitt erlitten, deutet darauf hin, daß in Abyssinien allmählig anarchische Zustände eingetreten sind; inwiefern hiervon die italienische Stellung in Massauah berührt wird, läßt sich noch nicht beurtheilen. Der erfolgreiche Feldzug der Engländer gegen die Tibetaner hat zunächst die Besetzung der Hauptstadt von Sikkim, Tümlooug, durch die Engländer und die Unterwerfung der Rajahs dieses Landes unter England zur Folge gehabt. Der chinesische Resident in Lhassa wird demnächst in Gnantong erwartet, um die Frtedens- bedinzungeu zwischen England und Tibet zu vereinbaren. Deutschland. Berlin, 3. October. Nach dem neuesten Terminkalender für die Verwaltungsbeamten beträgt die Zahl der Landrathsstellen in Preußen 484. — Die über das ganze Deutsche Reich sich erstreckende Zucker-Berufsgenossenschaft hat am 19. September ihr Verwaltungsbureau von Berlin nach Magdeburg verlegt. Der Sitz der Zucker-Berufsgenossenschaften bleibt nach wie vor Berlin. Berlin. In den Schilderungen betreffend den Aufenthalt Kaiser Wilhelms in der Mainau ist seitens einiger Zeitungen erwähnt worden, daß Herzog Adolf von Nassau bet Sr. Majestät in österreichischer Generalsuntform zum Besuch erschienen sei, während der Herzog thatsächltch die Uniform seines 5. preußischen Ulanenregiments angelegt hatte^ Bei den im Laufe der Zeit hervorgetretenen Wandlungen, welche auch auf das Verhältniß des ehemals nassauischen Landesherrn zum Berliner Hofe ihre bekannte versöhnende Wirkung geübt haben, darf man in der Anlegung der preußischen Uniform seitens des Herzogs Adolf wohl mehr als einen Akt bloßer Courtoisie erblicken, und Daraus abnehmen, daß der Herzog, indem er den Kaiser in preußischer Uniform begrüßte, solchermaßen hat darthun wollen, daß auch der letzte Rest von Verbitterung, der aus dem Jahre 1866 in seiner Brust etwa zurückgeblieben, nun endgültig überwunden worden. Das nationale Bewußtsein des deutschen Volkes schöpft aus dieser Deutung um so größere Befriedigung, als es dem durchaus correcten Verhalten des Herzogs von Nassau seit den Ereignissen von 1866 stets bereitwillig Anerkennung gezollt hat. — In der während der letzten Tage zu Frankfurt a. M. stattgehabten Versammlung des Vereins für Socialpolitik ist auch die Frage der Beschränkung des Wuchers auf dem Lande zur Besprechung gekommen. Im Allgemeinen erklärte man sich dort mit einer zu diesem Zwecke vorzunehmenden Erweiterung der Wuchergesetzgebung nicht einverstanden, versprach sich vielmehr nur von präventiven Maßregeln Erfolg. Im Einklang hiermit wird jetzt von maßgebender Seite betont, daß in der That die Gründe gegen einen wetteren Ausbau der strafgesetzlichen Bestimmungen so schwerwiegend zu sein scheinen, daß man von einem solchen Vorgehen nur abrathen könnte. Der Wucher weiß, so wird in der „Nordd. Allg. Ztg." ausgeführt, stets Wege zu finden, auf denen er der strafrechtlichen Ahndung zu entgehen vermag und es ist sicher zu erwarten, daß, wenn neue Paragraphen bestimmte Formen des Wuchers unter Strafe stellen, dieser damit doch nicht aus der Welt geschafft werden wird. Die Gesetz- gebungsmaschtnerie würde nicht in der Lage sein, den verschlungenen Pfaden jenes verderblichen und verwerflichen Gebührens mit der nöthigen Schnelligkeit zu folgen. Außerdem spricht noch ein gewichtiges Moment gegen die Bekämpfung des Wuchers durch erweiterte Bestimmungen: die Rücksicht auf den legitimen Verkehr, der einer nicht unerheblichen Gefahr der Störung ausgesetzt sein würde, wenn immerhin dehnbare Vorschriften Handel und Wandel in bestimmte Formen bringen und den reellen Verdienst, ber oft den gesetzlichen Zinsfuß überschreiten kann, eventuell als Wucher kennzeichnen würden. Es ist auch darauf hingewiesen worden, daß ein solches Gesetz fast mit Nothwendigkeil eine wenig erfreuliche Fluth von Denunciationen im Gefolge haben würde Es muß also die Heilung dieses socialen Uebels auf anderem Wege gesucht werden. — Unter der Ueberschrift „Chauvin und das Tagebuch Kaiser Friedrichs" wird den „Münch. N. Nachr." aus Paris geschrieben: n Mit dem Zank auf Kaiser Friedrichs Grab geben wir Deutsche dem Auslande ein jämmerliches Schauspiel. Wer etwa daran zweifelt, daß die Veröffentlichung des kronprinzlichen Tagebuches ein böser Streich war, mag sich die Sache von draußen, namentlich von Paris aus ansehen, wo die deutschen Vorgänge sich eigenartig in den Franzosenseelen widerspiegeln und wo in diesem schwarzen Spiegel jeder Fehler im Bilde unserer nationalen Einheit kraß hervortrttt. Die Franzosen haben mit Kaiser Friedrich sympathisirt, ja fast für ihn geschwärmt, doch galt diese Empfindung nicht blos dem edlen, verehrungs- und ltebenswerthen Friedensfürsten, sondern auch dem Widersacher des Reichskanzlers; denn in Bismarck sieht man hier den Riesen, der, wie der Atlas die Welt, das Deutsche Reich auf seinen Schultern trägt. Was ihn lahmen, kränken oder gar zur Seite schieben könnte, ist stets des begeisterten Mitgefühls von französischer Seite sicher. In Deutschland denken manche Leute ebenso, nur geniren sie sich etwas mehr, es zu gestehen. Die hiesigen Blätter druckten mit fetten Lettern vor Allem den Streit zwischen Kronprinz und Kanzler nebst denjenigen Stellen, welche die Rolle des Letzteren zu vermindern geeignet schienen. Es herrscht hier ja der Glaube oder Aberglaube, daß mit Bismarcks Verschwinden das Deutsche Reich aus den Fugen gehen werde; und in unserer nationalen Einheit erblicken die Franzosen doch die Hauptursache ihres Unglücks, deren Beseitigung immer der Zielpunkt ihres Strebens bleibt. Mit höhnischem Beifall lasen sie daher auch die „Enthüllungen" über die Entstehung des Kaiserthums und besonders die Erörterungen über den Zwang, den der Kronprinz nöthtgenfalls gegen Bayern und Württemberg zu gebrauchen vorschlug. Daß das deutsche Volk sich aus innerem Drang geeinigt hat, daß unsere Einheitsidee sich schon in zahllosen Entwürfen und Ansätzen ausgesprochen hatte, bevor sie ihre Verwirklichung unter Kaiser Wilhelm fand, wissen die Franzosen nicht; sie wollen cs auch nicht wissen. Das Deutsche Reich betrachten sie als ein durch brutale Thatsachen geschaffenes Gebilde, das durch Zufall und Gewalt entstanden, durch Zufall und Gewalt auch wieder zusammenbrechen müsse. Dies ist die einzige Anschauung der deutschen Verhältnisse, die ihren nationalen Hoffnungen schmeichelt; an ihr klammern sie sich fest und für sie suchen sie rastlos Beweise, um die traditionelle Politik ihrer Kaiser und Könige wieder aufzunehmen und die alte Aufwiegelung Süddeutschlands gegen Nord- deutschland von Neuem zu beginnen. Daß das „Tagebuch" in der Form, wie es von der „Rundschau" veröffentlicht worden ist, unseren westlichen Nachbarn neues Material zur Verhetzung oder auch nur neuen Grund zu Illusionen liefert, ist eine seiner bedenklichsten Seiten, welche, wie man wohl beachten möge, gerade zum Dichten und Trachten des Kaisers Friedrich im schroffsten Widerspruche steht. Wenn jemals eine Versöhnung Frankreichs mit Deutschland, wie sie der edle Kronprinz schon während des Krieges träumte, wenn jemals auch nui eine nachbarliche Verträglichkeit zwischen beiden Staaten eintreten soll, so kann dies nur geschehen, indem die Franzosen vom festen, unerschütterlichen Bestände der deutschen Einheit überzeugt werden und sich mit ihr als mit einer unwiderruflichen ~ Ai? "Fr-mdenblatl" zufolge ernannte Kaiser Wilhelni den deutschen Milt- 't i! n m T tn fort Sll/m av 1 2 ..... r> ■ •’ < c • . . ’ tärbevollmächtigten Major v. Detneszum F.ügeladjutant7nMaor. Du" würde aber auf dem hiesigen Posten verbleiben. Thatsache abfinden. Aus Deutschland selbst heraus wird aber dieser Ueberzeugung leider °°^°b'Ugt und unserer nationalen Achtung geschadet, die sich doch wesentlich danach bemißt, wie wir uns selber achten. Hamburg, 2. October. Der „Hamburgischen Börsenhalle" zufolge beschloß die Hamburger Handelskammer, die Vertreter von Handel und Industrie in den Handelskammern, kaufmännischen Corporattonen und wtrthschaftlichen Vereinen, welche dem deut^en Handelstage und der Delegirten-Conferenz deutscher Seeplätze angehören, zur Besichtigung der Zollanschlußbauten auf den 3. November einzuladen. ^°?cr* ^''im Empfang der österreichischen Generalität durch Kaiser Wilhelm in den großen Empfangedtparlements der Hofburg fanden sich 38 actioe Generäle unter Führung des Kriegsministers ein. Beide Kaiser betraten, von glän- zenden Sui en gefolgt, den Saal Nach Vorstellung des Kavallerie-Generals Neippera trat der Kriegsminister vor und hielt eine Ansprache. Er sagte, daß es ihm zur hoben hi? ft füiler J?en *.n S^ien befindlichen aktiven Generälen vor- Ä Hand und bat ihn, Vermischtes. bierfeMift'bem^ninn^n ^ic ,$erroa“un9 der Königlichen Eisenbahn-Bauinspeclion tragen worden königlichen Regierungsbaumeister Herrn Dr. phil. v. Ritgen über- ?ctobcr. Das Hochwasser am Oberrhein beginnt jetzt in der h8»r bM 4 sEtne Folgen zu üben. Von gestern Vormittag bis heute Abend 0,75 Meter gestiegen. Die Nachrichten^ von oben lauten steigend. Ädlhuf meldet auch'Kwach oerhüftm""^ mlt ”01Ier Äraft' um ein Eindringen des Massets durch die CaEe zu Telegraphisch« Zepeschen. Wolff'- telegr. Correspondenz. Bureau. getroffe?E^ 41 Ccto6er- Der Oberreichsgerichtsanwalt Tessendorf ist hier ein- — Der „Post" zufolge begibt sich Seine Königliche Hoheit Prinz Heinrich am Samstag oder Sonntag nach Italien, um mit Sr. Majestät dem Kaiser zusammen- zutreffen. d"li^ 4. October. Die Stadtverordneten genehmigten in ihrer heutigen Sitzung den Antrag des Ausschusses auf Bewilligung von 500,000 JL zur Errichtung «irrer für die Forderung der Volkswohlfahrt bestimmten Katser-Friedrich-Sttftung, deren fpecieller Zweck der Kaiserin Friedrich vorzubehalten ist, sowie die Veranstaltung von Sammlungen zur Errichtung eines Denkmals für Kaiser Friedrich in Berlin. Nur zwei soctalisti che Stadtverordnete stimmten dagegen. Die bezüglichen Beschlüsse tz^n der Kaiserin Friedrich in einer am 18. October, dem Geburtstage Kaiser Friedrichs, durch eine Deputation zu überreichenden Adresse zur Kenntniß gebracht München, 4. October. Das „Armee-Verordnungsblatt" enthält die vom Prinz- regenten genehmigte Einführung des neuen Exercier - Reglements für die Infanterie k » ^Ordnung, daß dis zum 15. October 1890 Berichte des Gcneral-Commandos und des Generalstadschefs über die mit dem neuen Reglement gemachten Erfahrungen beim Kriegsmmistertum einzureichen seien. 4^Oct0?ierV Der Generaladjutant des Kaisers von Rußland, Graf Adlerberg, ist heute hier gestorben. 1 4/Dctober. Auf sämmtlichen schweizerischen Eisenbahnen, ausgenommen die Strecke ^ausanne-Lyß, wurde der Personenverkehr wleder ausgenommen. Rach den nunmehr vollständiger etnlaufenden Berichten richtete aber das gestrige Hochwasser an vielen Orten, trotz seiner kurzen Dauer, erheblichen Schaden an. .W^^-Dctob bem gestrigen glänzenden Hofconcert beehrte der Kaiser Wilhelm, die Kaiserin Elisabeth am Arme führend, mehrere Persönlichkeiten mit 2bv sprachen. Derselbe dankte nach dem Concerte den Künstlern, während die Kaiserin den Grafen Herbert Bismarck durch eine fast halbstündige Unterredung auszeichnete. . „ 4‘ O^^ber. Kaiser Wilhelm verlieh dem Oberstkämmerer Trautmannsdorff den Schwarzen Adlerorden, wofür derselbe beim Hofconcerte dankte. Der Deutsche Kaiser trug beim Hofconcert die Oberstuniform seines 7. österreichischen Husaren- regiments, Kronprinz Rudolf die Uniform seines brandenburgischen Ulanen-Regiments Geistlichkeit war bei dem Hofconcert durch den Cardinal Ganglbaur, den Fürstbischof von Prag, Schonborn, den Wethbischof Angerer, den Feldbischof Gruscha und andere Kirchenfurften vertreten, die Stadt Wien durch den Bürgermeister Uhl. Wahrend des ^rcles unterhielt sich Kaiser Wilhelm mit einigen Botschaftern, längere A r.u? der durch hie Prinzessin Reuß vorgestellten Gemahlin des englischen Bot- schafters Berkeley-Paget und mit dem Grafen Kalnoky, während der Kaiser von Oester- reich den Grafen Herbert Bismarck tn's Gespräch zog. Nach dem Concerte unterhielt sich Kaiser Wilhelm mit dem Cardinal Galtmbertt. Gestern Nachmittag empfing der Deutsche Kaiser zuerst den Grafen Kalnoky, sodann den ungarischen Ministerpräsidenten DisM in halbstündiger Audienz, Kaiser Franz Joseph zur selben Zett den Grafen Herbert Bismarck. .... — Kaiser Wilhelm verlieh Kalnoky die Brillanten zum schwarten Adlerorden, £ =1lT^a=ie^.??tltrtorbcn' Szogyenyi die Brillanten zum rothen Adlerorden, dem Sektionschef des Mintstcriuins des Aeußeren, Paselti, und dem Statthalter von Niederosterreich, Possinger , den Kronenorden erster Klasse, dem Bürgermeister'von Wien, Uhl, den rothen Adlerorden zweiter Klasse mit Stern und dem Polizeipräsidenten Krauß den Kronenorden zweiter Klasse mit Stern. Wi««, 4.Oct°ber Kaiser Wilhelm stattete heute früh dem Kaiser Franz Josc, einen Besuch ab und beglückwünschte ihn zum Namenstage. Hierauf nahm der Kaiser bm Vortrag des Ministers Grafen Bismarck entgegen. Gegen 9'/- Uhr fuhr Kaiser Wilhelm mit dem Kaiser Franz Josef und in Begleitung der Generaladjutanten und Ehrencavaliere beim neuen Burgtheater vor, um dasselbe zu besichtigen. Im Entr6 erwarteten der Obersthofmeifter und der Generalintendant und der Erbauer des Theaters, Baron Hasenauer, die Majestäten, welche beide die österreichischen Uniformen trugen. Das Innere des Prachtbaues erstrahlte in elektrischem Lichte. — Anläßlich des Besuches Kaiser Wilhelms im Burgtheater hatte sich lange vorher em zahlreiches Publikum vor dem Theater eingefunden. Bald nach 9 Uhr erschienen vor dem Portale der Obersthofmeister, der deutsche Botschafter, Generalintendant Berzecenz, Oberbaurath Hasenauer und die Hausbeamten. Schlag 9«/2 Uhr trafen die beiden Kaiser, gefolgt von den Generaladjutanten Graf Paar, Hahnke. General Rosenberg Pokorny und Steininger ein. Nach der Begrüßung durch den Obersthofmeifter und die sonstigen Anwesenden wurden die Monarchen in das electrisch beleuchtete Haus geleitet. Darauf wurden die Herrschaften in die Festloge geführt, d b" Kaiser sich die zur Ansicht gestellte Scenedecoration aus dem „Götz von Berlichmgen ansahen. Um die Arbeiten der Bühnenmaschinerie darzustellen, wurden bei offener Scene Verwandlungen vorgenommen. Die still sich abspielenden und überraschend gelungenen Functionen fanden vollen Beifall. Die Monarchen begaben sich hierauf auf den Buhnenraum, wo Director Sonnenthal und Regierungsrath Alassak zur Begrüßung anwesend waren Kaiser Wilhelm sprach sich wiederholt höchst anerkennend über den Bau und die Ausschmückung des Theaters aus. Nach einem Blick zwecks Gewinnung des Gesammteindrucks verabschiedete er sich um IO1/« Uhr mit Worten huldvollsten Lobes und Dankes. ,. Q. Men, 4. October. Zum heutigen Dejeuner bei dem Prinzen Reuß begann die Auffahrt um 11 /2 U^rJBotmtttagä. Die Geladenen versammelten sich im großen Speisesaal des erfften Stockes, wo eine große runde Tafel aufgestellt worden war: tine Ä' “cÄ clne VochwildMgd darstellte, zierte dieselbe. Den Ehrenplatz in der Mitte der Tafelordnung nahm Kaiser Wilhelm ein. Rechts von ihm saß Kronprinz Rudolf, links die Prinzessin Reuß; dem Kaiser gegenüber hatte der Botschafter Prinz Reuß Platz genommen. Rechts vom Kronprinzen saßen Obersthofmeifter Wittich ^oron Nestel, Generalkonsul Messen, Graf Pfuel, Major Deines' AttachS Kapher, Freiherr v. Mewitz, Pokorny, Liebenau, Flügeladjutant Rosenberg und Prinz Heinrich IV. von Reuß. Neben der Prinzessin Reuß folgten Kalnoky Herbert Bismarck, V'ceadmiral Tschischky, Botschaftsrath Monts, Generalarzt Leuthol^ ^°ron Steininger, Unterstaatssecretar Lukanus, Sektionschef Szögyenyi. General Hahnke. Nach halb 1 Uhrbegann das Dejeuner, das etwa 1 Stunde dauerte. Nach demselben er Botschaftspalats die Vorstellung der Chefs der ausländischen ffSÄ ^esigen Hofe entgegen. Nachmittags empfing der Kaiser in der deut- wC,Ih rh" * ° C ^hordnungen des „Deutschen Hilfsoereins" und des Vereins a« WUIU • frrrp„ .^Dctober. Der große Redoutensaal war anläßlich des Galadiners zu ^£*217*prat?hg geschmückt. Die Halle zeigte tn allen Ecken und Flo?a ' Die ^Wän??"n7h unb beim Entree eine duftende farbenreiche klebet 9h f h?r LÄ erten ?arrc" unt den kostbarsten Gobelins oer- Hufeisenform aufgestellten Tafel prunkten mächtige Giran- , von prächtigen Bouquets umschlossen. Der Einzug des Hofes erfolgt in nach- stehender Ordnung: Kaiser Wilhelm mit der Kaiserin Elisabeth am Arme Kaiser m t $er Kronprinzessin, Kronprinz Rudolf mit der Erzherzogin Maria Gästemit den Erzherzoginnen, und dann dte^ geladenen m ^Elhelm erschien in österreichischer, Kaiser Franz Josef, Kronprinz ^? ^{rpb/n^r^eri°0e Karl Ludwig Albrecht und Wilhelm in preußischer Uniform Die Kaiserin trug eine silberfarbene Robe mit Silberstickerei bedeckt im offenen ae- ^ollten Haar ein Brillantdmdern. Die Kronprinzessin Stefanie trug'eine rotbbro'fatne bin /werreihiges Brillentdiadern im hochfrisirten Haar und ein Derlencollie,- mit Diamantschloß. Kaiser Wilhelm nahm in der Mitte der Tafel eines an einer Ri der Bund der Unterstützung Englands jedenfalls sicher. 6 ' ' y. Schi?E' °CtObCr- ®er SPapft cmpfin8 seftern d-n Preußischen Gesandten ~ Das in der gestrigen Gemeinderathssitzung von dem Büraermeisier Kuicciola ?^?mP"P^Sbschte Programm für die vom Gemeinderath veranstalteten Festlichkeiten bei Anwesenheit des Kaisers Wilhelm wurde angenommen. Zugleich wurde beschiß SxSfct K’&Ää," WttÄta® s buglischen Gesandtschaft und dem Bürgermeister Die Stadt ift ' bt6 den Abend festgesetzten ^ftnben in bei Lokales. l ^von einem Spaziergang Heimzubringen pflegt, gehäuft liegen ein Bilb ■'s? KL«, s»'->.<» .•;>«? äs. äMÄ JS ,'LL'L S ber ^ler wohl öffentlichen Ausdruck finden darf, daß jene Bilder auch in unserer Stadt dem größeren Publikum zur Anschauung gebracht werden möchten Giehen, 5. October. Der im Gießener Anzeiger Nr 295 nnm 9ß erwähnte Diebstahl mittelst Einbruchs in einem Garten auf den Nahrungsbcra bat bd Vubltt^s"'$Le'0e£trü0't™®e«Wun(0Lf^^'im Jnt«esi- «ÄS; äs Bürgermeisterei ist, nachdem die ©anctlon durch alle Factorcn stattgefunden, jetzt das neue Ortsstatut über die Organisation des Polizeiwesens in Niainz publicirt worden. Die wichtigste Neuerung des Statuts das ft nnanky ?n°R-ih- P-rsonalsragen erledigt sw°d, in Kraft tretenlann besteht in^tWr""*« staatlich geprüfter Bezirkscornrnissäre, welche die Aufgabe haben, Jeder in seinem Bezirk den ganzen inneren und äußeren Polizeidienst, einschließlich der aericbtK wahrzunehmen. Durch diese seither in Mainz nicht bestandene Einrichtung der Bezirks' npwhi e*c ^the der bisherigen Geschäfte des PoltzeianUes in die Reviere vertheilt und dadurch der Geschäftsgang erleichtert. Die Bezirkscommissäre werden Eh/e Bolizeiwachtmeister vertreten, welchen namentlich die Uebcrwachuna her xtä sä“ i"6w- Wotto0 Sim^enr^Ur e SUJbe D0S ben Preisrichtern dem Entwurf Nr. 37 mit dem erffp^r^ Thp F ' Archttect Bruno Schmitz in Berlin, der in 1200 Jt bilstehende erste Preis zuei könnt. Den zweiten Preis von 800 JL erhielt Carl Hecker in Düfseldm f ur den Entwurf Nr. 42 mit dem Motto „Wappen". Die Preisrichter ügtcn h^m Urtbeil bet daß dem Entwurf Nr. 29, Motto: „Händel", eigentlich der erste uI gbb"hre, tcdoch deshalb nicht berücksichiigt werden könne, weil dieses Project die vorgesehene Bausumme bedeutend Übersteige. -piujtei oie vor. Qu™™ Rheinhessen, 4. October. Auf dieDenunciation einer norddeutschen Avma hin ist gegen einen Weinhändler von Bingen und einen Weinvroduter.ien | Gaulsheim Untersuchung wegen Weinoerfälschung eingeleitet worden Die norddeutsche mtt der Borstellung Su X Ä* bab von ihr bezogener Rothwein tt « r °U6- We6tokkk 'ch herz-ch-rw-is- und sich' =Ä 4. Oetober. Dem Gom.tö für das Kaiser-Wilhelm- Denkmal Hai d e Platzfrage sehr viel K°pszerb,ech°n verursacht. ' Man trug sich rSrt(1nA mit dem Plan, das Schillerdenkmal nach dem Theaterplatz ^versetzen und Mkrbentmal auf dem Schtllerplatz zu errichten, ist aber nachnaglrch, und wohl Neckt von dieser Absicht -urückgekommen. Nach Erwägung aller in Betraäst ^^m/nben Fragen Hot sich das Comitö nunmehr für den Rotzmaikt, auf dem frettich «ch^dos Gutenbergdenkmal steht, entschieden. Darüber ob der Platz glücklich gewählt ]9onrs6t sich streiten. Es wird nickt mit Unrechl geltend gemacht, daß dort das durch das in unmittelbarer Nähe befindliche Gutenberg- und Goethe-Denkmal k-etnträckttgt werde, während man andererseits darauf hinweist, daß die Statue des Nearünders des Deutschen Reiches, Kaiser Wilhelms I , auf dem Roßmalkt mit seinem vroßarttgen Verkehr von Alt und Jung gesehen werde. Letzteres wurde zweifellos auch -rreickt wenn der Vorschlag eines hiesigen Blattes, das Denkmal auf den freien Platz vor dem Frankfurter Hof zu setzen, befolgt würde, wobei noch der Vortheil eintrate, daü es im schönsten Stadttheil und völlig unbeeinträchtigt von anderen Denkmälern hnftfmbe Vielleicht zieht das Eomitö diesen Gedanken noch in Erwägung. Berlin, 4. Öctober. Die Garde Kürassiere sind am 1. October ebenfalls mit Lanzen bewaffnet worden und es werden gegenwärtig eifrig Uebungen mit denselben nnaestellt da schon die neuen Rekruten mit Lanzen ausgebildet werden sollen; ebenso baden die Reserven, namentlich die in diesem Jahre entlassenen, für das nächste Jahr eine Einberufung zu gewärtigen, um die neue Waffe handhaben zu können. Die Kaiserin, die bisher noch nicht Chef eines Regiments ist, soll sich das Garde-Kmassier- Regiment zu ihrer Leibtruppe gewählt haben; ihre Ernennung zum Regimentschef soll nach Rückkunft des Kaisers erfolgen. Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. 19. Sonntag nach Trinitatis, den 7. October: Vormittags 9Va Uhr: Pfarrer Dingeldey. Nachmittags 2i/2 Uhr: Pfarrer Schlosser. Kinderkirche, Vormittags 11 Uhr, Pfarrer Schlosser. Bibel stunde: Montag den 8. October, Abends 8 Uhr, in der Kleinkinderschule, 1. Mos. Kap. 1. Pfarrer Dr. Naumann. In der nächsten Woche beginnt der Eon firm and en unterricht für die im Jahre 1889 zu confirmirenden Kinder unserer Gemeinde. Die Gymnasiasten und Stadtschüler sollen sich zum ersten Male versammeln am Montag, den 8. October, Nachmittags 3 Uhr, in der Kirche. Pfarrer Schlosser. Die Mädchen aus allen Schulen sollen sich zum ersten Male versammeln am Montag, den 8. October, Nachmittags 4 Uhr, in der Kirche. Pfarrer Dr. Naumann Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 7. bis 13. October besorgt Pfarrer Dingeldey. Katholische Gemeinde. Hanve» und Verkehr. Limburg, 3. October. (Fruchtmarkt). Rother Weizen 16.40, weißer Weizen Jü 00 60, Korn JL 1190, Gerste JL 9.00, Hafer JL 6.20, Erbsen 00.00, Kartoffeln 0 00. . Literarisches. Soeben ist der 78. Jahrgang von LeSke'S Schreib- und Geschäfts-Kalender erschienen. Seit den 78 Jahren seines Bestehens bietet er: 1 Kalender und Nottz- blätter für alle Tage des Jahres, 1 Kalender der Juden, 1 Cassabuch, die Jnterefsen- Rechnung von 3 bis 6 pCt., Umrechnungstabellen von 6 verschiedenen Währungen in die jetzige deutsche Retchswährung, viele wichtige und höchst interessante, im Geschafts- leben wohl zu verwendende Notizen, 1 Post- und Gebühren-Tarif für Telegramme, 1 ausführlichen Verloosungs-Kalender, sowie oft verwerthbare stattsttfche Notizen tn Betreff unseres Großherzogthums Hessen und schließlich eine ausführliche Genealogie der Regenten und aller hohen fürstlichen Häuser, und zwar alles dies - sauber und solid gebunden — zu dem Preise von 1 JL 25 zu welchem das handlicke Buchlem in Tascken-Format durch jede Buch- und Papierhandlung, fowie von dem Verleger — -C. W. Leske in Darmstadt, Promenadestraße Nr. 5 — zu beziehen ist-. 20. Sonntag nach Pfingsten. Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um VaS Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 7 Uhr Frühmesse; um 8/<10 Uhr feierliche Installation des neuen Pfarrers, darauf Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 3 Uhr Andacht. Gießen, 5. October. Nächsten Sonntag, den 7. d-M., findet in der hiesigen katholischen Kirche Vormittags 3/410 Uhr die feierliche Installation des neu ernannten Pfarrers Herrn Dr. Friedrich Elz statt. Aus demseloen Anlaß findet auf Einladung des Kirchenvorstandes, bezüglich deren auf den Jnseratentheil verwiesen wird, des Abends 8 Uhr im kleinen Saale von Stetn's Garten eine gemüthliche Zusammenkunft der katholischen Gemeindemitglieder statt. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 5°° Uhr, Samstag Morgen 8£0 Uhr, Samstag Mittag 3°° Uhr, l Samstag Abend 610. Die Lieferung -von ca. 180 Ctr. guter Speisekartoffeln, von ca. 15 Ctr. gebrochener Aepseln und von ca. 100 Krautköpsen soll im Submissionswege vergeben werden. Offerten mit Proben versehen, sind bis zum 15. l. M. in der Anstalt abzugeben. Gießen, am 1. October 1888. Gr. Direction der Entbindungsanstalt. Dr. Hofmeier. 7952 Ieikgeöoienes. Ulmer Dogge, Rüde, 1 Jahr alt, isabellenfarben, von prächtiger Figur, zu verkaufen. Preis X 120.—. Slug. Benz, 7961 Arheilgen b. Darmstadt- Aepskl auf'sMer zu haben a. d. LiebigShöhe. [7964 Wein-SpedalilälCD. 1884er Burgunder Roth weirr, pr. Flasche, incl. Glas, JL 1.50, 1885er Erlauer rother Ungarwein, pr. Flasche, incl. Glas, JL 1.20, vortreffliche rothe Tischweine, bester Ersatz für die geringen Bordeaux- Weine, empfiehlt Carl Schwaab’s 7978] Delicatessenhandlung. Bei Entnahme von 12 oder 25 Flaschen treten billigere Preise ein Feinsten hesfifchen Saatroggen empfiehlt Me Rosenthals 7974 Liebigstraße- Stalldünger Promen^ehs- [7976 7747 Drei gut erhaltene Fässer, zus. 1890 Liter haltend, preiswürdig zu verkauf. b. Ehr. Jungblut- Promenadehaus. 8chustchreibheste 8 mit schwarzer Liniatur, in gediegenster Ausführung, bester Waare und billigsten Preisen bei H. jtljic, Buchdruckerei, Darmstadt. Allgemeiner Anzeiger. Mäusburg als jede Äeltestes u. grösstes Sehnhgeschäi't Giessens Verlag von Wilhelm Koebner in Breslau: licdjt-sfnicf) für.Kmiftcute. Handbuch der wichtigsten Rechtsbestimmungen für den deutschen Kausmannsstand. Von F. Schliack, Gerichts-Assessor a- D. 420 Seiten- Eartonirt. Preis 2 Mark 50 Pfg. Inhalt r Handelsrecht. Eisenbahnrecht. Wechselrecht. Bankwesen- Reichsmünzen. Maaße und Gewichte. Patentrecht, Markenschutz, Urheberrecht an Mustern und Modellen. Verkehr mit Nahrungs- und Genußmitteln. Genossenschaftsrecht. Konkursrecht. Prozeßverfahren. Strafbestimmungen. Juliwsßuch empfiehlt sein Lager aller Sorten dauerhaft und elegant gearbeiteter Schnhwaaren als: Knopf-, Schnür-, Schaft- u. Zugstiefel, Halbschuh, Tanzschuh, Plüsch- uml Lederpantoffel für Damen, Herren und Kinder von den gewöhnlichsten bis zu den hochfeinsten aus den besten und grössten Fabriken. Für Arbeiter u. Landleute Grösstes Lager in schweren und dauerhaften Arbeitsschuhen, langen und halblangen Knie-, Rohr- und Reitstiefeln, sowie Pantoffeln. 6091 Billigste Preise. Reelle Bedienung. Reparaturen stets schnell und billigst Ludwig Schmitt, Glaser, Kanzleiberg 7, empfiehlt sich im Einrahmen von Bildern und Spiegeln in allen denkbaren Rahmen- 4<7_ und H Wettergasse g Wettergasse Mäusburg und Kieler Sprotten, Bückinge, Geräucherte Aale, Geräucherten Lachs, Aal (gebraten), Aal (in Gela), Neunaugen, Marinirte Häringe (in drei Sorten) empfiehlt Carl Schwaab’s 7979 Delicatessenhandlung. Lu. Saatkorn zu haben bei 7908 __Gebr. Rosenbaum, Westanlage 36. 7950 Eine Kelter neuester Eonstruction steht zu verkaufen. _________________Renzel, Lohmühle. Feinste Gothaer Cervelatwurst frisch angekommen bei [7751 Fmil Fischbach. Eine Zimmerdouche, wenig gebraucht und fast noch wie neu, billig adzugeben. Wo? sagt die Exped. ds. Bl. 7812 Packkisten, verkauft billig 7945 Ph. Lüdeking. Wollgarn (Marke M & W) anerkannt beste Qualität, billigst bei [7208 Robert Stahl, Neustadt 23. Iadenschrantr, Geschäft Babnhosstr. 48._____________7843 Neues Sauerkraut, sowie gutkochende Crbsen, Bohnen und Linsen empfiehlt 7657 OUr. Bieker, Neustadt 55. Frankl Würstchen empfiehlt [7750 JEmil Fischbach. Neue Hellerlinsen (gut kochend), Aechte Franks. Würstchen empfiehlt Emil Orbig, 7641 30. Neue Linsen g (gutkochend) b. Robert Stuhl, Neustadt23 Kronjuwel“. Neu! Neu! eine Der katholische KLrchenvorstand. 7960 CS ff. Todt, wozu ergebenst einladet [7956] WaÜthorstraße 57. vermiethen. PH. Strack. Bahnhofstraße 58. Telegra-Hischer t1 röbericht der Berliner Börje voA 5. October 1888. Siebaction: A. Scheyda. 162.70 106 75 84.75 230 40 46 20 83.75 89.50 Marie v. Fels. ' Luise Gilsa. Lieschen Mainau, Stickerin Frau Klemens, deren Großmutter Jean, Diener bei Hellenbach Oesterr. Creditactien Oefterr. Staatsbabn-Actien 1880 4% Nüssen Oblig. Darmstädter Bankactien Disconto-Com.-Antheile Lombarden ^Samstag den 6. Oktober r Herren-Abend tn der Restauration ^zum Sterup Neues Theater in Giessen. Montag den 8. Oktober: Eröffnungsvorstellung. Unserem lieben Bub I.... s H .. sch zu seinem heutigen Wiegenfeste ein dreifach donnerndes Hoch, daß das ganze Wallthor wackelt. 7972J Der Butter unn sei Buwe. Desdemonas Taschentuch. Schwank in 4 Acten von Rud. Kneifes. Regie: Herr Reiners. Personen: Str* Zur Stadt Marburg. Sonntag den T Oetoberr Preise der Plätze: Tagesverkauf: Sperrsitz JL 1.50,1. Pl. 90^. Gallerie 50 Abendkasse: Sperrsitz X 1.75,1. Pl. 1 jl Gallerie 50 Der Vorverkauf findet in der Cigarren- Handlung des Herrn Gustav Gerhardt statt, woselbst auch die Abonnementskarten umgetauscht werden müssen. Den geehrten Abonnenten bleiben die bestellten Plätze bis 12 Uhr Mittags re- servtrt. [7970] Die Direktion. gemiUhlichx Zusammenßunsl statt, zu welcher alle Männer der katholischen Gemeinde einladet WermisHte Anzeigen. in allen Unterrrchtsfachern ertheilt ein stud. phil Näheres in der Exped- d. Bl. ^79o9] Gesucht wird Jemand zur Aus- hülfe in Hausarbeit für sofort. ______________ Bahnhofstraße 40 TT. 18000 Mark _ Max Löwe. Ort der Handlung: Berlin. Im L Act bei Walldorf, alsdann iin Hause Hellenbachs. — Zeit: die Gegenwart. Statt jeder besonderen Anzeige theilen wir Verwandten, Freunden und Bekannten tiefbetrübt mit, daß heute Morgen >/-8 Uhr unsere geliebte Tochter und Schwester Mathilde Kalkhof nach langem Leiden sanft entschlafen ist. Gießen, ven 5. October 1888. Die tieftrauernde Mutter und Schwester. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 3 Uhr, vom Sterbehause aus statt. 7971 Modellhüte sind eingetroffen bei 7963 £)■ Scdmidt, Wallthorstraße 46. 7b68 Ein gewandter discrtter Staub «raun, welcher die Buchführung gründlich versteht, wird zur zeitweisen Besorgung von schriftlichen Arbeiten gesucht. Späteres festes Engagement nicht ausgeschlossen. Offerten mit Angabe der Ansprüche rc. unter „Merkur" in die Exped. d. Bl. erbeten. 7398] Kleines Logis zu vermiethen. __________________ Weidengasse 10. 7540] Familienwohnung zu vermiethem ________ Neuenweg 40. 7698 Der zweite Stock meines Hauses mit 6 Zimmern, Küche und allem Zubeh., nebst Wasserleitung, gmz oder auch getrennt, zu vermiethen. _ , Strack^Bahnhofstraße 58. 7913 Zwei Zimmer, Küche, im Hinter- haus for- zu vermiethen I. Schmücker. 7893] Möblirtes Zimmer zuvermiethem _ _________ Grünbergerstraße 40. 7241] Möblirtes Zimmer zu vermiethen ____________________Bahnhofstraße 24. ^97 ®tne gut gehende Metzgerei und Wirthschaft nebst Wohnung mit Wasserleitung zu vermiethen bet 4°/o Ungar. Goldrente 164 25 Marienburger Eisenbahnactien Wermielyungen. 7957] Zu vermiethen ein freundliches Logis an ruhige Leute: Neustadt Nr. 28. Auch ist daselbst ein einfach möblirtes Mansardenstübchen billig abzugeben. 7958 Ein kl. unmöblirtes Mansaiden- zimmer zu vermiethen Brandplatz 12. 7965 Ein kl. Logis an ruhige Leute zu Fritz Hellenbach. Bank. Ernst Hildebrandt- Leonie. seine Frau Hedwig Müller. Franziska, s. Schwester Anni Reiners. Dagobert Fernau Ludwig Förster. Otto Walldorf, Archit. Eugen Göhler. Lammert, Rentier Adam Reiners an78?2 Ein geräumiger Laden mit aöolniunfljft vrerswurdia zu vermiethen. Näheres Sonnenstraße 20. Todes - Anzeige. Unseren vielen Freunden und Be- kannten machen wir die schmerzliche Mittheiluna, daß unser treuer unver- geßlicher Bruder, der Großh. Real- schul-Direktor i. P. Dr. Fr. Möller in Friedberg beute Morgen 81', Uhr nach ^/-wöchentlichem Krankenager sanft verschieden ist. Um stille Theilnahme bitten Friedberg, den 4. October 1888. Die tiefgebeugten Geschwister. Die Beerdigung findet Samstag den 6. October, Nachmittags 4 Uhr. statt. [7959 riebt es. wenn rieh der Leidende an spZt nach 2 Rettung mnsiebt Wer an Schwindsucht, Auszehrune, Asthma (Atiiemnot), ** Luftrohrenkatarrh. Spitzenaffec- tionen. Bronchial- und Kehlkopfkatarrh etc. leidet, trinke den Absud der Pilanze Homeriana. welche echt in Paketen a Mk. L— bei Ernst Weidemann m Liebenburg am Harz pj-hnitTk-ii «L. BrosobOre daselhst gratis and franko. Der Anfang meines Kleiderkrrrsrrs beginnt am 1. October. Anmeldungen nehme zu jeder Zeit entgegen. Vogel, Modes, Sonnenstraße 3. Pension im Hause.________[7514 Erdarbeiter^ । finden gegen hohen Lohn sofort Beschäftigung bei der 7934________Wasserleitung in Lich. , 7879 Emen tüchtigen Glasergesellen sucht H. Gröninger. ' 7966 In meinem Hause am Kreuz ist ein kleines Mansardenlogis an ruhige Leute zu vermiethen. Julius Schulze. 7878 Die seither von Herrn Dr. med. von Noorden innegehabte Parterre- Wohnung, 8 ev. 10 Zimmer, Wasserleitung, großer Garten mit Vorgarten, Bleichplatz und Trockenraum, auf Wunsch Pferdeftall, Remise nebst Scheuer zu vermiethen. __________________Frankfurterstraße 40. ~ 7464 Ein kleines Logis zu vermiethen. __________I. Hetz, Teufelslustgärtchen. 7234| Eine Mansardenwohnung zu vermiethen._______________Ederstraße 4. 7068 Mehrere kleinere Familienlogis mit abgeschlossenem Corridor. Stem- straße 50, zu vermiethen. W. Seuling. 7062 Der dritte Stock meines Hauses, 6 Zimmer, Wasserleitung u. s. w., ist zum 1. November zu vermiethen. __ Dr. Ploch. 6342| Südanlage 22: dritter Stock zu vermiethen._____________ 5996] Süd-Anl. 18 111 4—5 Zimmer, Küche und Mägdekammer rc. ______ 5445] Logis im 1. Stock Seltersweg 33 zu vermiethen._______st. Hoffmann. 6765] Löberstratze 6: sehr schöne Wohnung, 11. Stock, mit allem Zubehör, auch Wasserleitung, Garten rc, zu vermiethen. Zu beziehen nach Ueberetnfunft. Näheres Ostanlage neben der Gewerbe- bank bei Ehr. Petri V. I 7967 Em Acker im „Altenfeld" oder am „ L chiffenbergerweg" gelegen, wird gegen baar zu kaufen gesucht. Offerten mit genauer Angabe der Größe und des Preises unter „A. B.“ in der Exped. d. Bl. nieder- zulegen._______________ Per sofort einige junge Mädchen, welche im Nähen bewandert sind, gesucht. 7975 Schirmfabrik^L^L^vi, Sklterswea. ^lche Maschinen« stricken erlernen wollen, werden gesucht. Oarl Pielseb, Nahrungsberg. __________Tendenz: fest. — Druck und Verlag der Brühl'schm Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Comptoir und Lager gesucht. 101 Schrift!. Offert, beförd. die Exp.^^ •Tieife-Jiifpefitoren »ssÄ&ssifcw ^nstigen Bedingungen für Neffen Daden zu engagiren gesucht. ” Oiefucbt em Mädchen für Küche und Hausarbeit ÖwhV°-£en Vo$n auf ^gleich. Auskun ertheilt ^rau Müller, Löwengasst. Einen großen Posten vorigjähriger Hauben, weil. Damen- und Kinder-Höcke, woll.u.Tricot- Kinder - Kleidchen, wollene Schulterkragen und Tricot- Handschuhe g legte zum Ausverkauf zu bedeutend herabgesetzten Preisen aus. Eine Parthie Damen- und Kinderstrümpfe berechne nur zu Wollpreifen. Markt 16 Fr. Teipel Markt 16. Zur Feier der Installation unseres Pfarrers, Herrn Dr. Elz, findet nächsten Sonntag den 7. October, Abends 8 Uhr, im kleinen Saale von Stein'S Garten . , Znr bevorstehenden Jahreszeit empfehlen wir unser reichhaltiges Lager * .......,h:|">..... & Hygi.rn.-Of,,. Amerikaner Oefen „Kronjuwel“ aus der amerikanischen Ofenfabrik von Pani Reissmann in Nürnberg, , sowie in: Transport. Hygieine-ReguL-Fiillöfen. Ber Amerik. Ofen „Kronjnwel“ Ist von keinem Regulir-Füll- orenamerikanisGhen Systems erreicht und zeichnet sich von allen anderen und ähnlichen Fabrikaten durch seine einfache und absolut sichere Reenlirnne mit nur einem Griff ganz bedeutend aus. Zur leichteren Beurtheilung der Unterschiede gegen Concurrenz-Fabrikate halten wir zwei weitere amerikanische Ofensysteme am Lager. Das Auswechseln des verbrauchten Feuerkorbs geschieht an Ort und Stelle verursacht nur geringe Kosten und wird auf Wunsch von uns besorgt. Der Kronjuwel-Ofen ist in einfacher und eleganter reich vernickelter Ausstattung vorräthig. e _________ Bruder Schmidt, Seltersweg 2.