Nr. 206 Donnerstag den 6. September 1888. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Vureaur Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf, Politische Rundschau Gießen, 5. September. Von einem neuen frohen Ereignisse im Schooße unseres erhabenen Kaiserhauses kommt soeben die Kunde und erregt hier die freudige Theilnahme des preußischen und deutschen Volkes: Die Verlobung der Prinzessin Sophie, dritten Schwester Kaiser Wilhelms, mit dem Kronprinzen von Griechenland, welche am Sonntag in Potsdam im engsten Familienkreise mit Bewilligung des Kaisers und unter Zustimmung der Kaiserinnen Friedrich und Augusta verkündigt wurde. Prinzeß Sophie ist geboren am 14. Juni 1870 und steht somit in der Blüthe der Jugend; gleich ihren erlauchten Schwestern, ist die nunmehrige Braut des griechischen Thronfolgers mit Gaben des Geistes und Herzens reich begnadet und eine anmuthige, schlanke Erscheinung. Die erschütternden Katastrophen, welche in diesem Jahre Deutschlands Kaiserhaus betroffen, hatten auch das Gemüth der Prinzessin Sophie tief ergriffen und begreiflicher Weise war es namentlich der einen Tag nach ihrem 18. Geburtstage erfolgte Heimgang ihres heißgeliebten Vaters, des Kaisers Friedrich, welcher die Prinzessin aus das Schmerzlichste ergriff und erst allmählig hat sie sich von diesem Schlage wieder zu erholen vermocht. Was den hohen Bräutigam der Prinzessin Sophie anbelangt, so ist Kronprinz Constantin von Griechenland, Herzog von Sparta, dem deutschen Volke längst kein Fremder mehr^ er hat ja auf deutschen Universitäten studirt, überhaupt eine durch und durch deutsche Erziehung genossen und nie seine Bewunderung für Deutschland und dessen große Männer verhehlt. Der griechische Thronfolger ist am 2. August 1868 geboren und steht also im 21. Lebensjahre, er ist von eleganter, jugendlich-frischer Erscheinung und gewinnendem Wesen; speciell erfreut er sich in den Berliner Hofkreisen, wo er schon in früheren Jahren wiederholt weilte, allgemeiner Beliebtheit. Auch in diesem Jahre nahm Kronprinz Constantin am Berliner Hofe wieder längeren Aufenthalt, dessen Endzweck sich nunmehr in so freudig überraschender Weise aufgeklärt hat; möge die Verbindung zwischen dem künftigen Herrscher Griechenlands und der deutschen Kaisertochter auch ein neues Band um die beiden Völker schlingen! Zu dm Reiseplönen Kaiser Wilhelms — abgesehen von seinen Manöver- reism — wird jetzt gemeldet, daß der Kaiser gegen den 24. September seine Reise zunächst zum Besuche der süddeutschen Fürstenhöfe antreten werde, auf welcher seinem Eintreffen in der bayerischen Hauptstadt Anfang October entgegen gesehen wird. Bon München aus begiebt sich der Kaiser direct nach Rom, woselbst man seine Ankunft am 6. October erwartet. Dagegen weiß die Berliner „Post" mitzuthellen, daß unser Kaiser erst gegen dm 10. October in der Hauptstadt Italiens eintreffen werde und daß er vorher doch noch dem Wiener Hofe seinen Besuch zu machen beabsichtige, welche letztere Meldung indessen mit Nachrichten aus der jüngsten Zeit in verschiedenem Widerspruch steht. Denn letzteren zufolge würde Kaiser Wilhelm erst nach Beendigung seines Aufenthaltes auf italienischem Boden in Wien erscheinen, so daß bezüglich dieses Widerspruchs erst noch die letzten aufklärmdm Mittheilungen abzuwarten sind, nur überwiegt eben bis jetzt die Armahme, daß der deutsche Herrscher erst auf der Rückkehr von seiner Romfahrl am österreichischen Hofe vorsprechen werde. Bestimmt verlautet, daß die gegenwärtige Anwesenheit der Vertreter Deutschlands und Preußens am italienischen Hofe, resp. beim Vattcan in der Heimath mit der endgiltigm Festsetzung der beim Besuche unseres Kaisers in Rom zu beobachtenden Aeußerlichkeiten im Zusammenhänge steht. Die schlesische« Gebirgsgegenden, welche vor kaum Monatsfrist von einer großen Ueberschwemmungskatastrophe heimgesucht worden, sind jetzt infolge anhaltender Regengüsse, die in Schlesien niedergingen, wiederum von Ueberschwemmungen betroffen worden. Doch haben dieselben im Allgemeinen feinen solchen Umfang angenommen, wie dies im August der Fall war und sind in den meisten neuerdings überschwemmten Districten die Hochfluthen bereits mehr oder weniger wieder gefallen. Die französischen Flottenmanöver sind programmgemäß am Montag beendigt worden und löste sich noch am Abend des genannten Tages das Uebungs- geschwader im Hafen von Toulon auf. Die Besorgnisse, welche hie und da aufgetaucht waren, daß die französischen Seemanöoer, weil sie gleichzeitig mit den italienischen Flottenübungen stattfanden und weil an ihnen eine ungewöhnlich große Zahl von Schiffen Theil nahm, schließlich zu ernsteren Demonstrationen führen könnten, haben sich demnach als überflüssig erwiesen. Ebenso ist die specielle Befürchtung der Italiener, die französische Flotte könnte einen Handstreich gegen Tripolis versuchen, unbegründet gewesen und hätte ein solches Unternehmen ja schließlich auch nur für Frankreich die schwersten Consequenzen nach sich gezogen. Die mit dem Besuche des Königs Humbert und des Kronprinzen Victor Emanuel in der Romagna verbunden gewesenen italienischen Manöver haben am Dienstag ihren Abschluß mit einer großen Parade gefunden. In den von den hohen Herrschaften besuchten Orten der Romagna selbst ist dem Herrscher von sämmtlichen Volksclassen überall ein begeisteter Empfang zu Theil geworden, namentlich in Raoenina, Forli, Cesena, Faenza u. s. w., wofür König Humbert wiederholt seinen bewegten Dank aussprach. Man kann diese dem Könige dargebrachten Ovationen nicht nur als glänzende Beweise treuer Anhänglichkeit des italienischen Volkes orrichtung sich stellt und nachdem er sich gehörig abgeseift duräi einen Qnn nn ber b e Brauscvorrichtung in Bewegung setzt. Je zwei'Zellen merbei^hur* eine Gasflamme beleuchtet. Den Mitt-lraum des Brausebades nimmtbk mSÄ? Ä' durch welche das zu benutzende Wasser erwärmt urch-vent. dstÄ.nna ”*»• •« ••• Ä' ”»■ >«... SSkl« „Hochverehrter Herr! Auf eine aus der „Magdeb 2ta " in ^br Blatt q?r ara xMM^M ÄÄ0"^1116 mi‘ tEm Z-i1ungsnach^r°ch"m Glaub-n"schenk-n'darf, I besonderen Sorgfalt der Polizei So tollen / Uch ^xgeneral Boulanger einer L": äs"1 *"■ -11- £?==!a=j~si£=:3Ss schloß die Stadtgemeinde einen Vertrag mtt vier svani^n"^"' b n? abieftm Zwecke I «egen die Bagatelle von 100,000 ,^rcs bereit erflärtm’ hnt '“ä ’ :We!$e I veranstalten. Das erste D c5e u. ern,ar*cn, oret Vorstellungen in Spa zu I Badeverwaltung hat Herstellen ^lasfin und bk a?n?n welche die I «SS™* auf einem Sessel an einem der Ausgänge der Arena douly, I ÄS" Ä *£i-Ä Ä MLUMMZtzS- Mausoleum einer gründlichen Besichtigung unterroaen als „sfi*^-atLc6en. ZPLMLMZZMM ZZLZZZ! ^,enen>ieI d-s biederen Partikulier bei dieser Piähr^u beobachlen als ein Vergnügen. Mit halb offenem Munde starrte er den Svrecber an fi* Weile entrangen sich dem Verblüfften einige Jnterjectionm die l" der Schriftsprache unseres spröden Hochdeutsch gar nicht wiederg ben7affem cT Ä.^rriehmersch, das is Se aber greilich! - Nifi so was - werkttck mifkn^r* nh^h ^^uttlchen Na, da Hammer uns scheene angeschm'iert' Denn missen mer aber daheeme, komm fix, mei Deibchen!" Das Täubchen sckkn nhprh™ "otorlsch sanstmüthigm Vogels nicht 7u besitzen den? derlkremd^ fnnntm0 § u>ir, bte einen lauten Heiterkeitsausbruch nur mit Mühe verkneifen I SS?Ä ä“ tew X'" MH 4543 neü-bMitaliedl.e fÄ ” TT Rechenschaftsbericht für das 7. Geschäftsjahr' I und die lauflnd-MitMdsnummerMübr 17 E^L?cr^k'^b^?T,^b!°u tenbertatkräftig unterstützen und daß eine große Anzahl bedeu- I renver^ Firmen als stiftende und außerordentliche Mitglieder beiaetreten finh I ‘ÄSÄ.SLS"" »•»”i «Wä fcfiiebenrmffJ^M^0, ^^taD ^eytag sei ein Orden verliehen worden, fügten ver- I I schreibt, finb di- Vorleser der Sek?- der RasMnik? ^"Ofk^h"" ,G°uv.-Ztg." gekommen, ihren Jüngern -inzureden, daß dst Pizu Im Sfe“ ben Einfall nur wenige Plätze 1. und 2. Klasse eien noch frei unb wÄ m‘b b.ef'W Wen- jcbn, resp. fünf Rubel sowohl für Lebendtae al« a,,^ ,!?” Vermittelung ju Käufer der Plätze der erstenKlas e önn-n ,m Lehnstub?^ ’U !T8etL Dic "egen; die Käufer der Plätze zweiter Klasse tSnnm LnS b T ?bel auf bem Divan ^-Glückseligkeiten der ersten Klasse hinüb rseben Kür’ Tct fitJen und aus Olsivowo, daß ein armer Mann seinen"e tz t e n M im Dorfe Sohne den Platz „erster Klasse im Paradiese» beleat/ Ro^b heimlich vor seinem Ersahrung gebracht hatte, nahm er den Vater geböri/vär. 3=?,T ,ber @°bn e8 'n ob-r.kriecht auch In die erst- Klasse - könnte» armer Teufel; W Anfangs versuchte der Vater es zu kugmn ndl ck „T l,Tllen P'°S- k°st-n und werfen den Geldbetrags der ihnm gmua" .7 »in ^?//^b^ d-° Bries- ahnen, tn welche Verleaenbeit fi? hnhnr* h?« ,8U J.cm ’$eint, dazu, ohne zu handeln läßt ^bringen.^^ Stimmt die Anrobl Postamt, das nie mit sich gefundenen Geld, so frankirt das Postamt Briefe mit dem vor- daß das Geld unzureichend ist und da man nun häufiger ist es jedoch, genügendes Porto erlegt wurde, so werden derlei R^Ä7 h*™' /ÜJ rod*^e Sendung ÄtUnfran,,rt 6ef5tbert- Auf R-rlamation-n werdet dan^Ä- Beträge""«^! einige Ka/rk/?eÄKttn,^nL-rk°sich"bd/m Tho» Ä? B°-°n-.a di. Zollbeamten Kreuzen und Weihrauchfässern voran bann Chorknaben mit Wagen eines geistlichen Würb?llt?äaers folak Kirchenbiener, dem der sich Beamte und Bauern vor der Procession 'die^unbebeMn^^^^^n und bekreuzten Ä'ÄS""'.....“w ?Ä"Ä tÄÄi? 1"“" fc, denselben, ohne sich weiter um den Tnrpnhnr , f r-? hcn Sessel und jectrümmertf ?nbMeno,!1Hit8liebet bcr Quadrilla, dc?P,cad°r d//Rmb.rin 92un kamen die br in die Arena und reizten ben ®tltr >u „cutr 58^6^? 71Iltr0eUnLber Eapeador Leute besteht in dem geschickten Ausweichen vor 'er mP[Zl"?'RfcrliIgr(.eit bie’« die Harner nehmen würde, wenn sic den aerin°s,enT,m!rN. Ä sie unsehlbar aus ung des Schauspiels wurde der Stier nim Äm Äf ® T/T1*" ^ach Beendig' abgeholt, dem er aus Schrill und Tritt fälnfr11601®”!.1 etnc.r ^wcke behängten Ochsen einer neuen Quadrilla an di- R-ih- ^beTnobr^Tb,füms.ti2 °nd°r°r Stier m» aus- Bald sprang der loreabor aufben liefen beä Sfi!!,^016 Tbe“,.Äunftf<üd abzuwerfen suchte, bald pflanzte er ibmSc.- e3'^II'cIc6er ihn wüthend auf. In Spanien endet der Stierkamvf wmSft b5°rT 1 Ä,.orarbm und Bänder d-r Toreador (Espada genannt) dm Denen in'b^ m^' $6lm8, welchem aber unserer nordischen Cioiltsation bi- dT. «■ben Zacken stoßt. Le Pouly mußte abzusehen, so daß schließlich alles gut abltef E»!°»wiscken?nn'lT bIuti8m Endgekommen, indem ein Picador beim Ausm-I».» " Zwischenfall ist aber doch vor- ihn vorläufig kampfunfähig machte^ Der^udrann Harnstoß erhielt, welcher ungeheurer zu nennen, obwohl die besseren guÄu! U. ben Stiergefechlen ist ein Di- gestrige Einnahme wird auf 50,000 Frc^ geschätzt “£nt0er al8 20 Frcs. kosten, nahe gelegene West!-Newar^machte sich ^scst Äiger'siAt^^ TTT™: 3» dem Publikum und bet den Behörden bemerkbar der es üj,^n,T ffb'8er Mann beim ichi-n, den kleinen Kindern der Weißen ein SckuUenoVl ITr ?ctu^ «rmacht zu haben °°n zw-i Monaten rettete er nicht weniger als lwÄ - f6*"-, n 3r" bem Zeitraum unddreißig Kinder, di- er nach feinen eiaenen Ano/n-n fefig-st-llt wurde) cin- iheils aus abgelegenen Wegen, wohin fie sich verlauten «/k^is aus dem Wasser gezogen, ängstlich forschenden Eltern zurückstelltc wofür ibm iTb?! a> b£? 6laben wollte und den verabreicht wurde. Die Heldentbaten h,s L!,Tsin b£t3?e8eI -'ne artige B-lohnuna Bcvölkerun8, die ihm in blinder Dankbarkeit' den stol^n^Beinom^ untcr ber (Kiuber-Erretter) beilegte. (Sinern oiifmprffnmm Zkn Beinamen „Children-rescaer“ von dem Neger ierfl6&unbE? «6 2« *(nbe6 kamen die b° i°nd -s sich denn , daß der „Kindc?-Errttter"^ bl°’bUfVtbe"lfeIben nndl und blabb^■ jedes ^«S“' -T°führt; I aber gleichzeitig alle Kaufleute welche^ tinfAnnr Cop. bezahlen. Nun finb n-hm-n. Sobald sie dann^^d» -in Weib' ,u I Ehemann unb natürlich muß sie bann wieder hk Sk«-? r, lr^rau^.nen ruberen hieraus soll bebeutenb fein - fo tele^ bezahlen.^ Die Einnahme I ^s Petersburg auf Grund „zuverlässiger" Berichte. 6^m8 bcm Chronicle" eine schwere Zunge bekomme?""-^^,Nu^,^wk denn 2""^^ So""l D*m ?rinfm torialität" ohne Anstoß ausfprechen Fann bk, i* nn* ~ Ian9c td> „Exterri- „Jncompattbtlität" deutlich herausbring"' acht's nU^tS>n* Wenn ich die „ExcentricitSt" stolpere, wirb's bebenHiA- wenn S? n ?e"n bei der kann, bann ist's gefehlt!" rocnn abcr „Eulalia" nicht mehr sagen Literarische-. (vierteljSHMch Z TÄw. 2Bod’EnbI“tW -lle Hausfrauen .Für- Ha««- P.. P . Wochenspruch: Schieß nie mit ber Verläumdung Bogen Auf seinen Nächsten Pfeil auf Pfeil, ©te 2ßunbe wirb doch nimmer heil, gr^hrioh x E0 er auch roieber ausgezoqen Wirthschaften Für Stellung- Jn Sturm unb Noth. (Fortsetzung) Preisfraae Nr^ZO""on Obstflecken. Kätzchen unb Spatzen Gasthöfe in Tirnf x ^ordelstricken. Dornröschen. Wie ich meine Diele reiniate Teller an« Tb7n n^," 8?'.. Fußboden zu scheue,n. SÄ"» öS» VV-H. «Ätt l-ilung. Für's kleine Volk Anzeigen ^ allen Tuten. Briefkasten der Schrift- — Die ^Thierbörse", welche vr. Lang mann in Berlin herausgibt, entwickelt sich immer mehr zu einem höchst interessanten Familienblati. Für jeden deutschen Thierzüchter, Thierhändler und Thierbesitzer ist das Blatt geradezu unentbehrlich geworden; über auch jeder Thierliebhaber sollte 50Pfg. anwenden und bei seiner nächsten Postanstalt auf die „Thierbörse" abonniren. Der redactionelle Text ist sehr mannigfaltig und anregend für Mann, Frau und Kind. Der Annoncentheil enthält ein so reichhaltiges Bild von Angebot und Nachfrage im Thterleben und von geschäftlichen Anzeigen aller Art, wie kaum ein zweites deutsches Blatt, was aber auch bei der überaus großen Verbreitung des Blattes kein Wunder nimmt. Wir empfehlen ein Abonnement auf die „Thierbörse" unseren Lesern angelegentlichst. — Von der Jllirftrirten Geschichte Deutschlands aus dem Verlage des Süddeutschen Verlags-Instituts (vormals Enni. Hämelmann) in Stuttgart liegen uns nunmehr die Lieferungen 24—33 vor. Mit diesen Lieferungen beginnt der zweite Band des schönen und verdienstvollen Unternehmens. Mit der Regierung Rudolfs von Habsburg beginnend, führt uns die lebendige und höchst anziehend geschriebene Schilderung durch die kampf- und sturmbewegten Zeiten des Habsburgers und seiner Nachfolger jenem gewaltigen Ereigniß entgegen, das die veralteten kirchlichen Zustände htnwegnahm und dem neuen Geist, wie ihn Luther verkörperte, Bahn brach. Das Zeitalter des Humanismus, Politik und Cultur derselben, alle die religiösen Bewegungen, die die Reformation vorbereiten halfen, finden eingehende und objective Darstellung. Der Bearbeiter des Textes liebt es, wie es schon in der Vorrede zum ersten Band ausgesprochen, oft die Quellen selbst zum Worte kommen zu lassen; um des großen Publikums willen, für welches diese Geschichte Deutschlands bestimmt ist, können wir das nur loben, denn wir erhalten dadurch zugleich Proben aus den besten Geschichtsschreibern unserer Zeit, deren Verdienste gerade bei dem größeren Publikum sonst so wenig zur Geltung kommen. Die Kämpfe der Schweizer um ihre Freiheit, die Hussitenkriege, zeigen uns, wie bewegt gerade diese Zett war und lassen uns die großen kommenden Ereignisse ahnen. Der treffliche und nach anerkennenswerthen Grundsätzen ausgearbeitele Text findet eine schöne Ergänzung in den mit feinem künstlerischem Takt ausgewählten und tadellos ausgeführten Illustrationen. Alles in Allem ein Werk, das wir unfern Lesern nur immer wieder und wieder empfehlen können. Das Werk erscheint in ca. 80 Lieferungen ä 40 Pfg._________________ Schwarze Seidenstoffe von Mk 1.23 ms 18.65 p. Met. — (ca 180 versch. Qual.) — vers. roben- und stückweise porto- und zollfrei das Fabrik-Depot G. Henneberg (K. u. K. Hoflief.) Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 Pf. Porto. 2744 Wöchentliche Neberficht der Todesfälle in der Ltadt Gießen. 35. Woche. Vom 26. August bis 1. September 1888. Einwohnerzahl: 19 001 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 8,2 o/®. Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahrt Brechdurchfall 1 — 1 — Vereiterung der Wirbel 1 — 1 — Allgemeiner Schwäche 1 — 1 — Summa: 3 — 3 — Wärmegrade der Lahn und der Luft, nach Reaumur gemessen zwischen 11 und 12 Uhr. Luft 16, Wasser 13^2 Gr. Gießen, den 5. September 1888. Rübsamen. Allgemeiner Anzeiger. Oberhesßscht Eisenbahnen. Am 5. d. M. tritt die neue Station Sachsenhausen-Hafen in directen Güterverkehr für Wagenladungen mit den diesseitigen Stationen. Nähere Auskunft ertheilen die letzteren. Gießen, den 4. September 1888. 7084_________Großherzogliche Direction. Erntcverstcigmmg. Freitag, den?♦ dS. Mts., Nachmittags 3 Uhr, sollen drei Morgen Kartoffeln des landwirthschastlichen Versuchsfeldes an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Die Steigerer sind verbunden, unmittelbar nach dem ihnen ertheilten Zuschlag den Betrag von 10 at an das unterfertigte Rentamt zu hinterlegen. Gießen, den 5. September 1888. Großherzogliches Universitäts-Rentamt. __________Schmitt._______7096 Grummetgras« Versteigerungen der Fürstlich Solmfischen Rentei Lich. Das Grummetgras von den Fürstlichen Wiesen rc. wird versteigert: Montag den 10. September, Vormittags präciS 8 Uhr, von den Wiesen in der Gemarkung Lich, oberhalb der Stadt, zusammen 115 Morgen- Zusammenkunft an der Saubrücke, nächst der Peinmühle. An demselben Tage, Nachmittags präcis 1 Uhr, von den Wiesen unterhalb der Stadt Lich, sowie Thurm- und Bleichgarten und von der großen Teichwiese, Gemarkung Hof Albach, zunächst der Staatsstraße Lich- Gießen, zusammen ca. 20 Morgen. Zusammenkunft im Schloßgarten an der Eisenbahnbrücke. Dienstag den 11. September, Vormittags präciS 8 Uhr, von den Fürstlichen Wiesen in den Gemarkungen Mühlsachsen, Ober- und Riedervessingen, im Ganzen 130 Morgen. Zusammenkunft in Mühlsachsen. Mittwoch den 12. September, Vormittags prüciS 9 Uhr, von der Fürstlichen Mönch- und «Strauß waldwiese,GemarkungvurkhardSfelden, insammen 70 Morgen. Zusammenkunft in der Mönchwiese. Die Ausgebote geschehen tu Abheilungen von 1 bis 2 Morgen. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini d. I. gestattet. Lich, am 25. August 1888. Fürstlich Solmfische Rentei. Kreiling. 6977 Iieilgeöotenes. Spelzspreu 5103 bei August Tchlesstnger. Unterstiihungskaffe der hessischen Landes-Irrenanstalten. Nachdem Großh. Provinzial-Direktion Starkenburg unterm 1. laufenden Monats mehrere einstimmige Beschlüsse des Kuratoriums unserer Kasse, unter dem Vorbehalt der Entscheidung der nächsten General-Versammlung der Vertrauensmänner, zur einstweiligen Ausführung bestimmt hat, werden diese Beschlüsse gemäß § 31 ber Statuten hiermit veröffentlicht und einer geneigten Berücksichtigung empfohlen. 1. Entgegen der Bestimmung des § 28 der Statuten sollen in den nächsten Jahresbericht (1888/89) versuchsweise die Namen der einzelnen Geber nicht ausgenommen werden, sondern nur die Namen der betreffenden Gemeinden und die entsprechenden Summen der Geber und der Gaben 2. (zu § 1 der Statuten). Die Unterstützungskasse für bedürftige Pfleglinge der Großherzoglichen Landes-Irrenanstalt und des Großherzoglichen Landeshospitals führt fortan die offizielle Bezeichnung: Unterstützungskaffe der Hessischen Landes-Irrenanstalten. 3. Der letzte Satz des § 18 der Statuten fällt aus; statt dessen erhält der § 19 folgenden Schlußsatz: Im Falle der vorübergehenden Verhinderung eines ständigen oder eines unständigen Mitglieds des Kuratoriums steht dem Vorsitzenden der Verwaltung das Recht zu, aus den Reihen der Vertrauensmänner einen Ersatzmann einzuberufen. Heppenheim, den 16. August 1888. Die Verwaltung: Dr. Ludwig. Dr. Wittich. Dr. Stühlinger. Schaum. Dar» alle Buchhandlungen zu beziehen gn genau 75 ^Lieferungen jnm wohlfeilen preise von 60 Vfenntg. Zur gefall. Beachtung. Mit dem 15. September beginnt der 3. Bügelcursus. Anmeldungen nehme bis dahin in meiner Wohnung entgegen. „ ** Außerdem werde ich einen Gxtra-CursuS für Weihnawrs- arbeiten einrichten. In demselben können alle Arten Stickereien, "net^ arbeiten, Blumenmachen, Flachschnitzerei (bei genügender Betheiligung auch Brandmalerei), Filigran u. s. w., gearbeitet werden. Eintritt jederzeit. Nähere Auskunft erthellt IMa Moeser, gepr. Mrerin. Unterricht für Kinder: Mittwoch und Samstag Mittag von 2—4 Uhr- Zwetschen- u. Apfelkuchen täglich frisch, empfiehlt 7090 Aug. Guhr, Bahnhofstraße 12. Aas Grummetgras von mehreren Wiesen preiswürdig zu verpachten. 7087 Carl Schwan, Seltersweg 64. Flaschenbier 3000 Abbildungen im Text. ßiziqoy 2498 CI a *cä cn Q_ Oi o c K o Iß -CS «o a Q X CD Iß OJ c g -c CJ 3 CQ ■ß ,-O CO CD S o «3 .6) N .Q. *o c co ex — a . । 3 .1 Einem verehrlichen Publikum empfehle mein Flaschenbier ^aus der Actien Brauerei Gießen Exportbier, pro Flasche 23 H, Lagerbier, pr° Nasch- is Gütige Austräge werden bei jedem Quantum frei in's Haus geliefert. Helnr. Jenizen» 20] zum Rebstock, Westanlage 3. Kaffee» reinschmeckend, roh und stets frisch gebrannt in allen Qualitäten und Preisen. — Hochfeiner großbohniger Ceylon, sehr feinschmeckend, per Psd. JC. 1.40, empfiehlt Emil Orblg, 5275 Bahnhofstraße 30. 1076 süffig 7079 Brehms Tierleben. Redaction: i. D. Hermann Elle. 99.00 103.70 103.00 9900 105 00 96.00 104 00 92 90 69 00 100.60 162 70 107 60 10480 100.10 107.70 105.50 107.00 1646-16.19 16.12-1646 20.35—20.40 446-4.20 Feiertage halber blcibenmeine Verkaufsräume Donnerstag und Freitag den 6. und 7. d. M. Für Biertrinker! I Disconto-Com.-Antheil W Lombarden I SP0 Ungar. Golbrente 8o 90 | 5% Gernischte Russen Tendenz: Renten matt. 20 FrancS-Stücke do. in Vi Engl. Souoereigns Dollars in Gold stets frisch und WM« Inserate aller Art gnfccn diedenkbar weiteste und billigste ^"breitung durch das „Deutsche Fa- Mtlrenblatt , das von 130 deutschen Silage gebracht wird. Alles Nähere durch 6915 Julius Weinbergs Verlag, Berlin NW., Thurmstraße 8. Stettin Gießen. D. ö. A. V. Freitag, d. 7. Sept.r Neretnsabenü. Beschlußfassung über proiectrrte Parthie auf den Feldberg. [7G97 i k Dum. I Neun ProcentVerzinsung I hatten Privatcapitalisten M | völliger Sicherheit. 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