Nr. 1S5 Freitag den 6. Juli 1883. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für drn Kreis Gießen. Amtlicher Hßeik. Nr. 30 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 30. Juni,, enthält: (Nr. 1812.) Verordnung, betreffend eine Abänderung der Klasseneintheilung der Orte. Vom 29. Juni 1888. Gießen, am 4. Juli 1888. Großherzogliches Kreisamt Gießen. . Dr. Boekmann. Politische Rundschau Gießen, 5. Juli. Wie wir erfahren, sind jetzt die definitiven Bestimmungen über die Reise unseres Kaisers nach Petersburg getroffen. Danach wird sich Kaiser Wilhelm am 13. Juli in Kiel einschiffen und begleitet von einem Geschwader unter Befehl des "Prinzen Heinrich die Fahrt nach Kronstadt, dem Seehafen vor Petersburg, antreten und von dort per Bahn nach Petersburg fahren. Die Begegnung der beiden Monarchen wird auf russischem Boden stattfinden. Aus Petersburg wird gemeldet, daß Vorbereitungen dort getroffen werden, um dem deutschen Kaiser ein großes militärisches Schauspiel bieten zu können. Der Reichskanzler Fürst Bismarck dürfte, wie schon erwähnt, in den nächsten Tagen Berlin verlassen und sich zu längerem Aufenthalt nach Friedrtchsruh begeben. Der Ehef der Reichskanzlei, Dr. v. Rottenburg, wird den Fürsten Bismarck begleiten und wohl einige Zett in Friedrichsruh verbleiben. Die Ausschüsse des Bundesraths halten jetzt täglich Sitzung ab, um das noch ziemlich umfangreiche Pensum zu erledigen, welches das Plenum vor Eintritt der Sommelpause aufzuarbeiten hat. Außer den Ausführungsbestimmungen zum Zuckersteuergesetz und den damit zusammenhängenden Entwürfen über Erleichterungen, welche einzelnen Gewerben gewährt werden sollen, die Zucker für ihre zum Export bestimmten Fabrikate verwenden, unterliegen hauptsächlich der Berathung der Ausschüsse noch die den Zollanschluß von Hamburg und Bremen betreffenden Regulative zu den Zoll- und Steuergesetzen. Die letzteren haben auch für das Binnenland insofern größeres Interesse, als darin mehrfach Abänderungen der bisherigen Bestimmungen über Privat- lager und Theilungslager in Aussicht genommen sind. Das sächsische Königspaar reiste am Donnerstag über Berlin nach Eopenhagen zur Weltausstellung und trifft am 6. Juli daselbst ein, an welchem Tage die Eröffnung der deutschen Abtheilung in der Ausstellung erfolgt. Wie man nunmehr aus allen europäischen Hauptstädten erfährt, war der Cmpfang der Abgesandten Kaiser Wilhelms, welche dessen Thronbesteigung den auswärtigen Regierungen anzeigten, ein außerordentlich sympathischer. Zu Ehren der Abgesandten fanden an den auswärtigen Höfen gewöhnlich Festlichkeiten statt. D)ie Abgesandten des Kaisers sind inzwischen alle nach Berlin zurückgekehrt und haben ihrem erlauchten Herrn Bericht über die Ausführung ihrer Mission abgestattet. Aus Wien wird gemeldet, daß der daselbst eingetroffene bulgarische Major Popoff nicht der verurtheilt gewesene Major Popoff, sondern ein anderer sei. Der Major reifte nach Deutschland weiter, doch bezweifelt man, daß er eine politische Mission habe. Die gesammte russische Presse widmet dem bevorstehenden Besuche des deutschen Kaisers am Monarchenhofe in Petersburg sympathische Artikel und erblickt als noth- wendige Folge dieser Zusammenkunft der Kaiser Wilhelm und Alexander eine freundschaftliche Wiederannäherung Deutschlands und Rußlands. Einige russische Blätter gehen sogar sehr weit in ihren Hoffnungen. Sie erwarten von der Kaiserzusammenkunft eine endliche glückliche Lösung der bulgarischen Frage. Aus diesen letzteren Herzensergüssen sieht man jedenfalls, wo Rußland der Schuh drückt. Kaiser Wilhelm, der im Orient kein deutsches Interesse zu vertreten hat und fest an dem Bündnisse mit Oesterreich hält, kann bezüglich der bulgarischen Frage jedenfalls zwischen Rußland und Oesterreich nur vermitteln. Man thut daher gut, in Bezug auf die Lösung der außerordentlich verwickelten bulgarischen Frage keine allzugroßen Erwartungen an die Reise Kaiser Wilhelms nach Petersburg zu knüpfen. Die Niederlage, welche das französische Ministerium bei der Bildung der für die Genehmigung des Budgets gewöhnlich maßgebenden Budgetcommission erlitten hat, indem in dieser Eommission die Opportunisten die Mehrheit erhielten, ist am letzten Dienstag durch ein Vertrauensvotum, welches dem Minister Floquet in der Deputirtenkammer zugebilligt wurde, einigermaßen wieder ausgeglichen worden. Flourenz hatte dem Ministerium unerlaubte Wahlbeeinflussungen durch den Bürgermeister von Carcassonne vorgeworfen, Floquet wies diese Behauptung aber als unbegründet zurück, und erklärte, die Negierung kenne keine andere Unterstützung als. die echt republikanische, und wenn die Kammer sich dahin aussprechen werde, daß die Regierung nicht ihre Pflicht gethan, so werde das Eabinet sofort zurücktreten. Daraufhin gab die Kammer dem Ministerium mit 326 gegen 172 Stimmen ein Vertrauensvotum. Da Rouvier, der Präsident der Budgetcommissron, erklärt hat, die Eommission würde sich nur von sachlichen Gründen und nicht von politischen bei ihren Abstimmungen leiten lassen, so ist es wahrscheinlich, daß das Ministerium Floquet die Erisis auch noch weiter überstehen wird. Darmstadt, 4. Juli. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 4. Juli I. Js. Allergnädigst geruht, den Major und Distrtcts-Eommandeur Wilhelm Justus Freiherr v. Follenius zum Kammerher.n zu ernennen. Berlin, 3. Juli. Der Antrag Bayerns an den Bundesrath über die Zulassung fremder Scheidemünzen geht dahin, daß die Scheidemünzen der Frankenwährung innerhalb des Gebiets der Stadt Lindau und die Scheidemünzen der österreichischen Währung innerhalb der Zollgrenzbezirke der königlichen Hnuptzollämter Lindau, Pfronten, Rosenheim, Retchenhall, Simbach, Passau, Fürth, Waldmünchen, Waldsassen und Hof auch ferner in Zahlung gegeben und genommen werden dürfen. Telegraphische Depeschen. Wolft'S telegr. Eorrespondenz. Bureau. Berlin, 4. Juli. Dem Vernehmen nach findet morgen Vormittag unter dem Vorsitz des Kaisers tm hiesigen Schlosse ein Kronrath statt. Berlin, 4. Juli. Seine Majestät der Kaiser empfing gestern Nachmittag den Hosmarfcball v. Reischach und den Minister des Königlichen Hauses, v. Wedell, und machte Abends eine Spazierfahrt. Heute Vormittag besichtigte Allerhöchftderselbe, von einer glänzenden Suite umgeben, das Garde-Husaren-Regtment auf dem Bornstedter Felde. Leipzig, 4. Juli. Proceß Dietz. Die Verhandlung wurde heute unter Ausschluß der Oeffentlichkeit fortgesetzt. Die Zeugen sind nunmehr sämmtlich entlassen; npr die Sachverständigen von dem großen Generalstabe sind noch anwesend. Sie wohnen der heutigen Sitzung bei, in welcher die verrathenen Schriftstücke verlesen werden. — Die ganze heutige Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Die Beweisaufnahme wurde beendet und beginnen morgen die Plaidoyers der Reichsstaatsanwaltschait und der Verthetdigung; es ist noch kein Beschluß darüber gefaßt, ob solche in öffentlicher Sitzung ftattfinden werden. Paris, 4. Juli. Rach der definitiven Feststellung wurde das gestrige Vertrauensvotum für das Eabinet nicht mit 325 gegen 172, sondern mit 270 gegen 158 Stimmen angenommen. Die Minorität setzte sich aus der Rechten und 3 Bou- langisten zusammen, während die Anhänger Ferry's der Abstimmung sich enthielten. Die Morgenblätter betrachten die Situation des Eabinets als befestigt, wenigstens bis zum Zusammentritt der Kammern tm October. Einige Blätter halten den gestrigen Tag für einen Selbstmord der Opportunisten und meinen, der zukünftige Kampf werde allein zwischen den Radikalen und Conservativen ftattfinden. Boulanger will Sonntag einem Banket in Rennes beiwohnen und eine Rebe halten. Rom, 4. Juli. Betreffs der Beschwerden Frankreichs und Griechenlands wegen der in Massauah seitens Italiens eingeführten Besteuerung meldet die „Agencia Stefani", daß die genannten Steuern die Italiener ebenso wie Ausländer treffen. Der griechische Gesandte, welcher auf Grund des Art. 2 des italienisch-griechischen Handelsvertrags reklamirte, mußte anerkennen, daß Italien im Rechte sei, in Folge dessen mußte auch Frankreich, welches das Interesse der griechischen Bevölkerung reklamirte, seine Verwendung einftellen. Neapel, 4. Juli. Ein englisches Geschwader ist heute früh hier eingetroffen. Mailand, 4. Juli. Die königliche Familie ist heute in Monza eingetroffen. Petersburg, 4. Juli. Das Katserpaar ist gestern nach dem finnischen Archipel abgereift. Lokales. Gießen^ 5. Juli. Das 5. Abonnements-Eoncert wird nach Einsicht des Programms seinen interessanten Vorgängern an Reichhaltigkeit nicht nur ebenbürttg zur Seite stehen, sondern diese, wie ersichtlich, noch bedeutend übertreffen. Schon dadurch, daß Militär- und Streichmusik nach einander zu Gehör gebracht werden, dürfte sich das musikalische Interesse steigern. Für Militärmusik werden außer der Ouvertüre zur „Schönen Galathea" eine Novität aus der neuesten Strauß'schen Operette „Simplicius", sowie die „Schmetterlingsjaad" von K6ler-B6la geboten werden. Das Programm für Streichmusik enthält die selten gehörte Ouvertüre zu der Oper „Horatius, Cocles und Adrien" von M6hul, sowie „Athalia" von Mendelssohn. Reigen seel'ger Geister und Furientanz aus Gluck's „Orpheus", Concert für die Flöte, Fantasie aus Neßlers „Trompeter von Säkkingen" rc- zieren ferner das Programm, worauf wir bei der gewöhnten vorzüglichen Execution unserer Militärcapelle Musikfreunde besonders aufmerksam machen wollen. Gießen, 5. Juli. Wie uns soeben von zuverlässiger Seite mitgetheilt wird, hat der Hiesige Schützenverein in der gestern Morgen ftattgehabten Vorbesprechung des Mtttelrhein. Schützentags seine Anmeldung als Festort für das nächste Jahr zu Gunsten des Schützenoereins Wiesbaden zurückgezogen. Interne gewichtige Gründe sollen den Ausschlag hierfür gegeben haben. Gießen, 5. Juli. Wie bekannt sein dürfte, hatte am 18. October v. I. ein Reisender, der im Hötel Einhorn dahier logirte, den Kaufmann St ein meyer um die Summe von 350 JL geprellt und war dann flüchtig geworden. Trotz sorgfältigster Recherchen konnte der Schwindler nicht dingfest gemacht werden, bis ihn endlich die Nemesis erreichte und er im Frühjahr d. I. in der Person des Georg Paul Herbert aus Meerane, Königreich Sachsen, zuletzt Reisender zu Köln, entdeckt und verhaftet wurde. Die eingeleitete Untersuchung ergab, daß er sich ähnliche wie in Gießen begangene Schwindeleien vor und nach dieser That in verschiedenen Städten in bedeutenden Beträgen zu Schulden hatte kommen lassen und ist Herbert durch Urthetl der Strafkammer Königl. Landgerichts zu Bonn am 26. Mai d. I. wegen Betrugs sin 18 Fällen, des Betrugsversucks in einem Falle, sowie des einfachen Diebstahls in einem Falle in eine Gesammt-Gefängnißstrafe von 8 Jahren und zum Verluste der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren verurtheilt worden. — Gestern Abend wurde ein Metzgergeselle, welcher seinem hiesigen Meister mehrfach Kundengelder unterschlagen, vor seiner Abreise in der Herberge verhaftet. • Vermischtes. Butzbach. Das neue Zellengefängniß kommt hierher, auf den von der Stadt unentgeltlich abgetretenen Platz westlich der Stadt, am Kleeberger Wege. △ Mainz, 4. Juli. Laut einem hier eingetroffenen Privattelegramm hat das Reichsgericht in seiner heutigen Sitzung die Revision des Reichsmilitärfiskus gegen das Urtheil des Oberlandesgerichts zu Darmstadt in der sattsam bekannten Sache des Invaliden Burkard kostenfällig abgewiesen. Burkard hat sonach seine Klage endlich gewonnen und der Reichsfiskus ist verpflichtet, demselben lebenslänglich die ihm von dem Oberlandesgericht in Darmstadt für die ihm durch die Mißhandlung eines Unter- osficiers zugefügte Verletzungen zugesprochene Entschädigung zu zahlen. △ Mainz, 4. Juli. Das traurige Vorkommniß kn einer hiesigen Badeanstalt hatte unsere Bürgermeisterei veranlaßt, eine L-achverftändtgen-Commission zur Revision sämmtlicher Mainzer Badehäuser zu bestellen. Diese Commission ist nun mit ihren Arbeiten zu Ende und haben dteseben zu dem Resultat geführt, daß aus Grund des 8 35 der Gewerbeordnung eine zweite hiesige Badeanstalt polizeilich geschloßen wurde. Die Commission hat in letzterer Anstalt Zustände angetroffen, die es Wunder nehmen lassen, daß nicht ähnliche traurige Fälle hier schon lange oorgekommen^stnd. Wad) den Ermittelungen der Commission wird sich das gerichtliche Nachspiel der L>ache nun gegen die Beamten wenden, welche im Auftrage der Stadt alljährlich dre Badeanstalten untersuchen und die in ihrem Bericht über die Revision in diesem Jahr bte Anstalten sämmtlich intact erklärt haben. Nach einer von Köln hierher gelangten Mittheilung soll dorten eine vollständig entkleidete weibliche Leiche geländet worden sein, in welcher man das hier im Badehaus ertrunkene Mädchen oermuthet. Frankfurt a. M., 3. Juli. Eine hiesige Firma ist auf eine ziemlich schlaue Weise von einer Rotterdamer Colontalwaaren- und Landesprodukten-Handlung^betrogen worden. Dor mehreren Tagen erhielt das hiesige Haus aus Rotterdam ein Schreiben, worin um Übersendung mehrerer Centner feinerer Käse per Nachnahme gebeten wurde. Da man es mit dem Besitzer eines offenen Geschäfts zu thun hatte, so zögerte man feinen Augenblick, den Auftrag zu effektuiren. Die Sendung ging ab, wurde jedoch von dem Besteller nicht abgeholt. Dies veranlaßte die Bahndirection, der hiesigen Handlung Mittheilung zu machen und anzufragen, was man mit der bei dem warmen Wetter leicht verderblichen Waare machen solle. Fast zu gleicher Zeit mit dieser Nachricht traf auch ein Schreiben eines anderen Colonialwaarenhändlers und Landes- produktenoerkäufers ein, worin dieser kurz schrieb: „Wundere mich, daß Sie, wie ich zufällig am Bahnhof erfuhr, dem Händler T. überhaupt Maaren senden, denn derselbe kann ja gar nicht zahlen. Ich erlaube mir, Sie vor dieser Firma zu warnen. Hochachtungsvoll C. L." — Durch diesen Brief kam nun das hiesige Geschäft auf den Gedanken, dem Briefschreiber telegraphisch die in Rotterdam liegenden Käse anzubieten und zwar zu ganz wesentlich billigerem Preise, da man sich sagte, daß, wenn man den Käse zurücktransportiren ließe, er zum Theil verderben und selbstredend bedeutende Spesen erwachsen würden. Der Rotterdamer Händler telegraphirte zurück, er wolle den Käse nehmen, jedoch mit drei Monate Ziel und zu einem noch geringeren Werthe. Auch darauf ging man ein, um wenigstens etwas zu retten. Man benachrichtigte die Eisenbahndirection, daß man den Käse dem Händler C. L. ohne Geld behändigen solle, was diese auch that. Nachträglich stellte sich nun durch einen Verräther heraus, daß man das Opfer eines Gaunerstreichs geworden und daß der erste Besteller mit dem Abnehmer C. L. gemeinsame Sache gemacht hatte, um die Frankfurter Firma zu betrügen. Die Eisenbahndirektion sagte aus, daß es nicht das erste Mal sei, daß jener Kaufmann leicht verderbliche Maaren per Nachnahme bestellt und der C. L. sie alsdann erworben habe. Die Betrogene hat. gegen bte Schwtndelfirma Anzeige bei der holländischen Behörde wegen Betrugs erstattet. Der angerichtete Schaden beläuft sich auf rund 370 JL □ Frankfurt, 4. Juli. In der Paradiesgasse Hierselbst, in der Wohnung eines Feuerwehrmanns, soll ein Complice des berüchtigten Silberdtebes Langner verhaftet worden sein. Der Verhaftete soll sich bet seinem Logisherrn als Maurer etngemiethet haben und auch jeden Morgen in der Kleidung eines solchen das Haus verlassen haben, um erst Abends wieder nach Hause zu kommen. In einer früheren Wohnung soll sich der Jnhafttrte angeblich für einen Handelsmann auSgegcben haben. Ob diese Meldung auf Wahrheit beruht und ob insbesondere eine Verbindung des in Haft Genommenen mit Langner nachweislich ist, wird tii Zukunft lehren. — Auf der Mitte Mai eröffneten Lokalbahn Frankfurt-Eschersheim stürzte heute Vormittag gegen 11 Uhr ein Wagen an einer Curoe um. Von den 10 Passagieren verletzte sich nur einer am Handgelenk, die anderen kamen mit dem Schrecken davon. Eine Verkehrsstörung trat nicht ein. Der Unfall soll dadurch passirt sein, daß sich einige Steinchen in das Geleise eingeklemmt hatten. Der Wagen fiel in den Graben, welcher sich dicht neben dem Schienengeleise hinzieht. Dieser Vorfall, so unbedeutend er im Augenblick auch erscheinen mag, kann für die Bahn von den nach- theiltgsten Folgen begleitet sein. Jetzt schon sagt man hier — und mit Recht — wer mag sich der Bahn noch anoerlrauen, wenn dergleichen passiren kann. Man kann wohl verstehen, daß durch einige Steinchen eine Entgleisung herbetgeführt wird, nicht aber daß der Wagen gleich umfällt. Man ist daher hier sehr geneigt, die Constructton der Magen für das unliebsame Vorkommniß verantwortlich zu machen. — Unsere Stadl weist 10 Ortskrankenkassen auf. Der Vorstand des Verbandes dieser Kassen hat jetzt den Rechenschaftsbericht pro 1887 veröffentlicht. Die nachstehenden Ziffern, welche auch die Leser Ihres Blattes tnteresfiren werden, sind demselben entnommen. Die 10 Kaffen zählten bet Beginn des Rechnungsjahres zusammen 9966 Mitglieder, am Schluffe desselben 11623. Die Zahl der Erkrankungs- fälle betrug 3541, die Zahl der Krankhettstage'85 801. Die Einnahmen beliefen sich insgesammt auf 261 901 v*L, wovon 237 164 «X auf Beiträge durch die Arbeitgeber entfallen. Die Ausgaben erreichen bte Höhe von 206 070 Iwovon 26 680 JL für ärztliche Behandlung, 13 260 JL für Arznei und sonstige Heilmittel, 92 421 JL für Krankengelder, 39 093 JL für Verpflegungskosten an Krankenanstalten und 18 033 JL für Verwaltungskosten in Ansatz gebracht sind. Es wird eine Vereinigung der 10 Kaffen geplant. Wiesbaden, 3. Juli. In der gestern Vormittag begonnenen und heute beendeten Verhandlung des Schwurgerichts gegen den Mtlchhändler Heß aus Noiden- ftadt wegen Kindesmords und die lebige Dienstmagd Henriette Becker von ebendaher wegen Beihilfe hierzu, war aus Sittlichkeitsrücksichten die Oeffentlichkeit des Verfahrens ausgeschlossen. Heß wurde zum Tode und die Becker zu vier Jahren Zuchthaus verurtheilt. Straßburg. Die französische Ostbahn veröffentlicht eine Statistik, nach welcher feit Einführung des Paßzwanges bis 15. Juni 3000 Fahrkarten weniger nach dem Elsaß verkauft wurden, als wahrend derselben Zeitdauer im Vorjahre. — Auf dem Schlachtfeld von Wörth soll ein Denkmal für Kaiser Friedrich errichtet werben. Unterstützt von angesehenen Männern aus Hagenau und dem Kreise Weißenburg hat der Kriegerverein die Sache in die Hand genommen und den Beschluß gefaßt, bte Denkmalsfrage nicht lediglich als Sache des Vereins aufzufassen, sondern auf breiter Grundlage zu verallgemeinern. — Einige Hamburger und Bremer Ctgarrenhändler sind geradezu aufdringlich und werden förmlich unangenehm, wenn man nichts von ihnen bezieht. So bekam auch ein Barmer Zahnarzt eines Tages einen Brief folgenden Inhalts: „P. p. Sie haben immer noch nicht von meiner Ihnen schon so oft gemachten Offerte Gebrauch gemacht. Damit Sie sich nun von der Reellität meines Geschäfts und der vorzüglichen Beschastenhet^meiner Cigarren in allen Preislagen überzeugen, erlaube ich mir Ihnen nn „Probe-Sortiment" frei zu übersenden und übermache Ihnen gleichzeitig die Rechnung, für deren Betrag von 38,70 JL Sie mich gütigst erkennen wollen. Bei- folgende francirte Postkarte belieben Sie gefälligst zu benutzen, wenn Sie lieber hellere oder dunklere, als in meiner Rechnung angegebene Farben wünschen. Mit ausgezeichneter Hochachtung X. X." — „P. 8. Habe ich bts Sonnabend keine Nachricht so gehen die Cigarren an Sie ab." Die Antwort des Zahnarztes lautete: „Mit Ver- sehe ich der Sendung Cigarren entgegen. Jedoch werde ich mir erlauben, zur Ausgleichung der Rechnung Ihnen für den gleichen Betrag, 38,70 at, Zahnpulver zu Wen. Mit vorzüglicher Hochachtung Z. Z." Bis jetzt hat der Zahnarzt keine Cigarren erhalten. n “ Ueber die Bevölkerungszunahme in Frankreich und Deutschland schreibt die „Lpz. Z. : Nach der Volkszählung von 1806 hatte Frankreich bereits 29107 425 Ein- wohner, darunter 28 572 569 auf dem heutigen Gebiete Frankreichs, während auf dem Gebiete des heutigen Deutschen Reichs noch im Jahre 1816 erst 24 831 396 Personen wurden. Die beiden jüngsten Zählungen ergeben für Frankreich (1886) 38 218 903 Seelen, für das Deutsche Reich (1885) dagegen 46 855 704 Seelen. Nimmt man das „Französische Jahrbuch" zur Hand, so findet man von 1806 bis 1831 mit wenig Ausnahmen noch mehr als 30 Geburten jährlich auf 1000 Einwohner. Seitdem ist diefe Zahl in Frankreich nie mehr erreicht worden. Seit 1880 treffen nicht einmal mehr 25 Geburten auf 1000 Einwohner. Im Gebiete des Deutschen Reiches sind vor 1870 per Jahr nie weniger als 32 Geborene (mit Ausschluß der Todtgeborenen wie in Frankreich), in der Regel aber reichlich 36 Geborene auf 1000 Einwohner verzeichnet Für das Jahrzehnt 1871/80 stellt sich die deutsche Geburtenziffer (ausschließlich der Todtgeborenen) auf fast 40 (39,7), für 1881/86 auf 37 (37,1). Beim Gegenüberhalten der deutschen und der französischen Geburtenziffern begreift man, warum im Laufe dieses Jahrhunderts die deutsche Bevölkerung so viel stärker angewachsen ist, a[§- die französische. — sExceß bet einer Bauernhochzeit.) Aus Kaschau wird dem „Pester Lloyd" über einen Tumult berichtet, dessen Schauplatz die Gemeinde Bocsärd (bei Enyiczke, Comttat -Ibanj) gewesen ist und welcher sehr bedauerliche Dimensionen angenommen zu haben scheint. Ein Bauernmädchen aus der genannten Gemeinde heirathete nach ^ncm an&cr ,n ^ie; als nach der Hochzeit die Neuvermählten sich anschickten, das bisherige Heim der Zungen Frau zu verlassen und in jenes des Gatten zu ziehen, rotteten sich die Bocsärder zusammen und wollten die Frau nicht zum Dorfe hinaus- 1°" Cr* ^er eweggrund zu dieser seltsamen Gewaltthätigkeit ist noch nicht festgestellt; mogltcherweise war die Bauernschaft durch einen früheren, weniger glücklichen Neben- buhler be3 "buen Ehemannes verhetzt worden. Der Fall ist schon öfter vorgekommen, ifafe die Surfdjenühaft eines Dorfes tn Ungarn es mit scheelen Augen ansieht, wenn ''.e*n ^rewder bei einem lchonen Mädchen ihrer Gemeinde, zumal wenn dasselbe dazu n ff'i 5um Ziele gelangt. Wahrscheinlich ver- «-^i^^oe-ärder Bursche den Triumph des „hergelaufenen" Eindringlings genug sie suchten den Auszug der Weuoermäblten zu verhindern, und seine Kameraden ließen sich diesen Schimpf natürlich nicht «rnnh raen kCtn E "Mimischen entgegen. Einige drohten, das Dorf in »„h l fU,e"n ?tc dem Hochzeitszuge nicht Raum geben würden „ Irrten ^ese Drohung auch in der That aus. Nun kam es zu einer blutigen Schlägerei, bei welcher von beiden Parteien Todte und Verwundete auf dem Platze blieben. Die Lokalbehorde sah sich genöthigt, die Staatsanwaltschaft und das Gendarmerie-Eommando in Kaschau telegraphisch um Hilfe anzugehen. Das letztere entsendete sofort alle seine verfüabare Mannschaft nach Bocsärd. Am anderen Morgen brachten die Gendarmen neun der Haupträdelsführer bet der Staatsanwaltschaft in Kaschau ein. ~ Der kälteste Ort der Erde ist, soviel darüber wissenschaftliche Beobachtungen ^oruegen, die etabt Werchojansk in Ost-Sibirien, -unter 67V20 nördlicher Breite und 134 östlicher lange, im Flußthal der Jana, 9 Meter über der Thalsohle und 107 Dieter »7em Meer. Daselbst werden seit 1881 regelmäßige Beobachtungen gemacht und es Haden sich in den Jahren 1884 dis 1887 als Monatsmittel für den Januar ergeben . 00,6, —52 8, —53,4 und —52,7, zusammen aus vier Jahren —53° Eelsius. In demselben Zeiträume ergab sich für den Monat Februar -46,3, für den März noch h7^4,7'JU^2lpr^n-—10'8, für Mai -0,1, für Juni 9,6, für Juli 13,8° Celsius. Von dieser höchsten Warme aber geht es wieder rasch abwärts. Der August hatte 6.4°, September —1,6, October —20,2, November —40,1 und der December —49,9° Monatsmittel. ' , “ Wie man ju einem Jniurienprozesse kommen kann, mutzte zu feinem Leid- roefen der Hofbauer M. aus A . . . im Werragrunde erfahren. Er wollte in der Apotheke em Zugpflaster kaufen und der gerade vom Mittagessen abgerufene Provisor, tn9?ero detten Laune befand, fuhr ihn barsch an: „Wollen Sie ein's hinter die Ohren? Seiber verstand der stolze Bauer die Frage ganz und gar nicht, fonbern versetzte ingrimmig dem Gehilfen eine schallende Ohrfeige, ihm zurufend: „St- unverschämter Kerl, tch will Ihnen lernen, den Leuten Etn's hinter die Ohren zu geben. Bei der nächsten Sitzung des Schöffengerichts wird er sich deshalb zu verantworten haben. ^Vertraulich.) Lieutenant: Hast Du dem Fräulein das Bouquet übergeben? Bursche: Ja, Herr Lieutenant. Ist die aber schön! Wollen wir die nicht heirathen, Herr Lieutenant? ' ' Univerfität-- Chronik. 77 3>n Erlangen hat die Zahl der Studenten in diesem Semester die bisher noch nicht dagewesene Höhe von 926 erreicht. Obenan stehen die Theologen mit 354, bann folgt die medicinische Facultät mit 276, die juristische mit 167, die philosophische mit 129 Angehörigen. onn Universität Heidelberg zählt 994 Studirende, 98 Theologen, 309 Juristen, 2o3 Mediciner, 334 Philosophen, einschließlich 133 Hospitanten, im Ganzen 1127 Hörer. — Der außerordentliche Professor der orientalischen Sprachen an der Universität Marburg, Lic. Dr. Konrad Keßler, ist in gleicher Eigenschaft in die philosophische Facultat der Universität Greifswald versetzt worden. Eingesandt. Schreiber dieses hatte gestern Abend Gelegenheit, daS^Dam^en^Cornet- Quartett der Familie Spindler aus London im „Wiener Hof" zu hören und kann derselbe nur versichern, daß der den Concertgebern vorangehende Ruf sich in jeder Weife bestätigt hat. Die Damen, die in schottischem Nationalcostüm erschienen waren leisteten in der That Vorzügliches und verdient besonders eine auf dem Cornet ä Piston mit vollendeter Meisterschaft ausgeführte Variation über das Thema „Der Carneval von Venedig" an dieser Stelle besondere Erwähnung. Die junge Dame zeigte bei dem Vortrage dieses Stückes, daß sie ihr Instrument in einer Weise beherrscht, die auf den Zuhörer geradezu verblüffend wirkt. — Leider fand das Concert wegen der schlechten Witterung nicht im Freien statt, weshalb der Besuch nur ein schwacher zu nennen war. Wir wollen deshalb nicht verfehlen, das kunstliebende Publikum auf die morgen Abend im Wiener Hof stattfindende Wiederholung des Concertes aufmerksam zu machen. Handel und Verkehr. — [Dad Abrufen auf den Bahnhöfen.) Das Publikum ist meistens der Ansicht, daß es ein Recht auf das sogenannte „Abrufen" durch den Portier auf den Bahnhöfen habe und es kommt vor, daß im Falle des Unterbleibens desselben und daraus entstandener Versäumniß des Zuges Schadenansprüche an die Eisenbahnverwaltuna gemacht werden. Es wird deßhalb von Interesse sein, zu erfahren, daß folchen Entschädigungsansprüchen nie stattgegeben wird und zwar deßhalb, weil § 85 des Belriebs- reglements der preußischen Staatsbahnen klar und deutlich sagt: „Das Zeichen zum Einsteigen in die Wagen wird durch zwei verschiedene Schläge auf die Siationsglocke gegeben." Das „Abrufen" sei zur Bequemlichkeit des Publikums eingeführt; ein Unterlassen desselben könnte den damit beauftragten Beamten wohl eine Disciplinarstrafe zuziehen, jedoch nie den Grund zu Entschädlgungs - Ansprüchen für das Publikum bilden. Limburg, 4. Juli. Rother Weizen pro Malter JC 1575, weißer Weizen 15.60, Äorn JL 11.10, Gerste JL 9.10, Hafer JL 7.45, Erbsen 00.00, Kartoffeln 0.00. * Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft. ,„0 ?lbend 7!5 Samslag Vormittag 8°° Uhr, Samstag Nachmittag 4™ Uhr, Samstag Abend 910 Uhr. Temperatur in Gießen. M t Juni 1888. Niederste........ 3,7 °R. Mittlere.......+ 13,33 „ Mittel früherer Jahre.....+ 13,12 Höchste........4- 24,8 ,, Niederschlag an 19 Tagen .... 5,48 Par. Zoll. „ im Mittel früherer Jahre an 14 Tagen 2,90 „ „ Wärmegrade der Lahn und der Luft, nach Reaumur gemessen zwischen 11 und 12 Uhr. Luft 14, Wasser 14 Gr. Gießen, ben 5. Juli 1888. Rübsamen. Aktgemeiner Anzeiger. Montag, den 9. Juli l. I., versteigere ich gegen Baarzahlung: 1) Vormittags 9 Uhr in dem Laden Neustadt 6 r eine Ladeneinrichtung, bestehend aus 3 großen Glasschränken und einer Ladentheke. 1 Sopha, 1 Kleiderschrank, 1 Tisch, Bilder und Spiegel. 2) Von Vormittags 10 Uhr und qon Nachmittags 2 Uhr an im Saale deS Hotel Einhorn r 173 Strohhüte, 130 Filzhüte, 172 Mützen, Cylinderhüte u- a- Die Versteigerung findet bestimmt statt. Geißler, 5539 Gerichtsvollzieher. Freitag, den 6. Juli l. A, von Nachmittags 2 Uhr an: Fortsetzung der Versteigerung im Saale des Hotel Einhorn. Zum Verkauf kommen: Strohhüte, Mützen und Pelz- fachen. Geißler, 5538 Gr. Gerichlsoollzieher. Freitag, den 6. Juli, Nachmittags von 2 Uhr an, werden im Hinterhaus 2. Stock des früher B r a m m 'scheu Locais lNeuftadt 5d) eine Partkne Möbel und Hausgeräthe, wie: 1 vollständiges Bett, Sopha, Stühle, schöner runder Tisch, 1 eleg. 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Die Mitglieder der Gemeindevertretung der evangelischen Gemeinde Gießen werden, vorbehältlich der den einzelnen Herren noch besonders zugehenden Einladung, hierdurch eingeladen zu einer Sitzung, die am Freitag, den 6. Juli t>. I., Nachmittags 3 Uhr, in der Stadtkirche stattfinden soll mit folgender Tagesordnung: 1) Verpflichtung der neugewählten Gemeindevertreter. 2) Ergänzungswahl für den Kirchenvorstand. Im lausenden Jahr haben nach Ablaus ihrer Dienstzeit aus dem Kirchenvörstand auszutreten die 6 Herren: Rentner Ludw. Bücking, Rentner Balth. Lenz. Goldarbeiter Jul- Roll, Bauunternehmer Anton Petri, Professor Dr. Thaer, Bankvorstand G. Wort- mann. Sechs Kirchenvorsteher sind also neu zu wählen. Die Austretenden sind wieder wählbar- Unter Hinweis auf die §§ 13, 18 und 38 des Kirchenversassungs'Edikls wird bemerkt, daß wählbar in den Kirchenvorstand nur solche stimmberechtigte Männer unserer Gemeinde von bewährtem kirchlichen Sinn und ehrbarem Lebenswandel sind, welche das 30. Lebensjahr überschritten haben. Gießen, den 3. Juli 1888. Der Vorsitzende des Kirchenvorstavdes: 5474 Dr. Naumann. Nm meine abgeschlossenen Contracte in Kohlen E abzustoßen, gebe in Wagenladungen von 30 Gtr. und mehr I. Anthracitkohlen, gewaschen und gesiebt, I. gewaschene Mußkohlen 1 Größe, I. melirte Kohlen, 60% Stücke, 40% Nüsse, per Juli und August lieferbar, frei vor das Haus geliefert, zu vorjährigen Preisen ab. Die Preise der Kohlen sind bedeutend gestiegen und empsehle ich diese vortheilhaste Offerte zur gefl. Beachtung. 5176 Ferrit, Bapst Wwe. Frische Rheinsalme, Hechte, Barsche, SchcÜfische, Aale» Schleien, Krebse, Neue holl. Voühürins.e, Nene MatjeShäringe, sste. Sardellen, Brathüringe, frische Sardinen und Rollmöpse, besten Ochsengaumensalat empf- A. Koch Nachf., 5533 Hamburger Fisch- u. Delic -Handlung. Wir bitten die geehi ten Leser dieser Zeitung, untehstehende Anzeige des Herrn R. J. 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Eine Total-Uebersicht von New-York und Brooklyn in Amertka, nach der neuesten Aufnahme im Jahre 1887, sowie eine Polarlandschaft, naturgetreue Darstellung des nördlichen Eismeeres, mit Jagd auf Eisbären, Wallroffe und Walfischfang. Extra-Tableau - der Niagarafall in Amerika. Eintrittspreis: Erwachsene 80 Pfg., Kinder IO Pfg. Zu zahlreichem Besuche ladet ergebenst ein 5325 Adolf Rauscher von Gmünd. II. Turnfest des Lalin-Weiter-fiaues. An die Bewohner unserer Stadt richten wir die recht herzliche Bitte, durch Schmücken der Häuser unseren einzikhenden Gästen einen freundlichen Empfang bereiten und das Fest verherrlichen zu wollen. [5527] Das Fest-Comite. Oswalds Garten. Rauscher s Panorama Dreher gesucht. 5465 F. Habenicht, Lampenfabrik. 5406 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. Hermann Vogt, Bäcker, Selterswea. 3220] Laden und Logis, zusammen ober getrennt, zu vermiethen im Darmstädter HauS. 5458 Ein Schreinergefelle a. dauernde Arbeit gesucht. C. 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