1888 Erstes Blatt Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Vnreair r S ch u l st r a ß e 7. ii ü Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. ye des Kaisers zurückzukehren. Dem am Ostersonnabend veröffentlichten Gnadenerlasse König Friedrich's von Preußen ist nunmehr die Ausführungs-Verfügung des preußischen Justizministers nachgefolgt, welche die Einzelheiten des Erlasses näher erläutert. Derselbe bezieht sich bekanntlich nur auf die von den preußischen Civilgerichten verurtheilten Personen, während sich der Amnestieerlaß über etwaige Begnadigungen auch von Personen, welche durch die Militärgerichte verurthetlt worden sind, nicht weiter äußert; möglicherweise sind in dieser Beziehung besondere Anordnungen ergangen. Auch ob em specieller Gnadenerlaß des Kaisers für Elsaß-Lolhringen beabsichtigt ist, steht noch ' dahin. Aus den deutschen UeberschwemmrrngSgebieterr lauten die "Nachrichten noch * immer recht trübe und wenn auch vereinzelte besser klingende Meldungen einlaufen, nie z. B. die Nachricht vom raschen Fallen der Warthe, so stehen derselben anderseits le-ider wieder neue Hisbsposten entgegen. Wir wollen dieselben hier nochmals kurz ; niedergeben. In der Tilsiter Niederung sand am Dienstag bei Budwesten eikr Dammbruch statt und wurden 200 Mann Militär von Tilsit nach der Durchbruchsstelle beordert. Ferner haben Netze und Warthe mehrere Deichbrüche verursacht, wodurch ‘ namentlich die Stadt Drießen und ihre Umgebung stark in Mitleidenschaft gezogen Wurden. In der Danziger Gegend trat der Sorgefluß aus seinen Ufern und über- fchwemmte ganze Stadttheile von Christburg; bet Wernersburg, oberhalb Marienburg, hobt der Nogatdamm zu versinken, was eine neue, schwere Gefahr für Marienburg herbeiführen würde. Das Ueberschwemmungsgebiet in Westpreußen umfaßt zur Zeit c«. 12 Ouadratmeilen, da noch viele Dörfer durch den Rückstau des Wasfers über- : schwemmt sind und schwankt die Höhe des Wassers in diesem Gebiet zwischen drei und . zwölf Fuß. Am Dienstag überschwemmte das Hochwasser zum Theil auch die : Schichau'sche Schiffswerft in Elbing, in Folge dessen das genannte Etablissement 2 200 Arbeiter entlassen mußte. — Dies sind indessen nur einzelne Züge aus dem ; Lüstern Gefammtbilde, welche^die überschwemmten Gegenden in Westpreußen, Branden- " barg Hannover, Posen, Pommern und auch Schlesien darbieten und immer dringender werden die Bitten um Hülfe, die Zahl der aller Subsistenzmittel Beraubten schwillt tiereits in die Hunderttausende an. Es kann nicht schnell und umfassend genug ge- ; hoffen werden und von Neuem ergeht daher an die Bewohner Deutschlands, denen es = erspart geblieben ist, die Festtage im Kampfe um ihr Leben und ihre Habe verbringen 5 za müssen, die dringende Mahnung, nach Kräften ihren durch die Wasserffuthen schwer ; heimgesuchten Landsleuten betzustehen; die Wege, auf denen dies geschehen kann, sind Nr. 14 des Reichs-Gesetzblattes, ausgegeben den 29. v. M., enthält: [1786.1 Verordnung, betreffend das Bergwesen und die Gewinnung von Gold uno Edelsteinen im südwestasrikamschen Schutzgebiet. Vom 25. Marz 1688. Nr. 15 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 29. v. M., enthält: , [Nr. 1787.] Verordnung über die Inkraftsetzung des Gesetzes, betreffend die Unfall- und Krankenversicherung der in land- und forstwlrthschaftlrchen Betrieben beschäftigten Personen, vom 5. Mai 1886 für das Gebiet mehrerer Bundesstaaten. Vom 28. März 1888. Nr. 16 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 31. v. M., enthält: [Nr. 1788.] Gesetz über die Auslegung des Artikels II des Gesetzes vom 30. August 1871, betreffend die Einführung des Strafgesetzbuchs für das Deutsche Reich in Elsaß-Lothringen. Vom 29. März 1888. Gießen, am 4. Avril 1888. Grobherzogliches Krersamt Gießen. Dr. Boekmann. ______ ______ ja hinlänglich bekannt. . r m ,, Der langjährige preußische Gesandte in München, Gras Werthern, ist von seinem Posten abberufen worden und überreichte der Gesandte am Dienstag dem Prinzregenten Luitpold sein Abberufungsschreiben. Der Prinzregent zeichnete den fcheidenden Vertreter der preußischen Regierung durch Verleihung des Sterns zum Groß-Comthurkreuze des Ordens der bayerischen Krone tn besonderer Weise aus; über den Nachfolger des Grafen Werthern verlautet noch nichts Näheres. Der wichtigste Vorgang, welcher sich während der Osterfeiertage in der auswärtigen Politik abgespielt hat, wird durch die Neubildung des französischen Ministeriums unter dem Vorsitze des bisherigen Kammerpräsidenten Floquet repräsentnt. Es kann indessen schwerlich als ein günstiges Anzeichen für das neue Ministerium betrachtet werden, daß sich innerhalb desselben schon wieder Veränderungen notwendig gemacht haben, indem der Justizminister Ricard und der Arbeitsminffter Loubet ihre Portefeuilles zurückgaben, da sie, entgegengesetzt der Meinung ihrer anderen Miniftercollegen, sich entschieden gegen die Verfassungsrevision erklärten. Ricard und Loubet sind Opportunisten; sie wurden durch zwei Radrcale, Ferouillat und Deluns- Montard, ersetzt und hiermit charakterisirt sich das neue ftanzösische Cabinet als ein überwiegend radtcales, denn nur die Minister .des Auswärtigen, Goblet, des Ackerbaues, Viette, sowie der Kriegsminister Freycinet sind Opportunisten, also gemäßigte Republikaner, während die übrigen Cabinetsmitglieder sowie der Cabinetschef Floquet Selber mehr oder weniger entschieden sich zur radicalen Richtung bekennen. In Paris «bezeichnet man daher das Cabinet Floquet als das „große radicale Ministerium"; ob dasselbe aber unter seiner radicalen Flagge sich besser mit der französischen Deputirten- ammer stellen wird, als seine letzten Vorgänger, das steht auf einem anderen Blatte. Vorläufig hat das „grand minietbre radical“ in der Dienstagssitzung der Kammer mit SO Erstes Blatt. Freitag den 6. April Gießener einer ziemlich nichtssagenden Erklärung debütirt. Dieselbe appellirt an alle Republikaner, will ernsthaft verbreitete Reformen und ersucht die Kammer, die Frage wegen der Zweckmäßigkeit einer Versassungsrevision der Regierung zu überlassen. Die Regierung — schließt die ministerielle Erklärung — sei der Aufrechterhaltung des Friedens aufrichtig zugethan. Die Erklärung wurde von den Radicalen natürlich mit Beifall begrüßt, von den gemäßigt-republikanischen Gruppen und der Rechten dagegen mit Schweigen ausgenommen und dieses Schweigen bedeutet ebenfalls nichts Gutes für das „große Ministerium" der Radicalen. Die Freude der Italiener, den lästigen Conflict mit Abysfinien infolge der Friedensäußerungen des Negus Johannes endlich vom Halse zu bekommen, erweist sich als verftüht. Gedrängt durch die abyssinische Kriegspartei, an deren Spitze der Oberfeldherr des abyssinischen Herrschers, Ras Alula, steht, hat der Negus seine kaum erst eingeleiteten Friedensunterhandlungen mit den Italienern wieder abgebrochen und sieht das italienische Expeditionscorps aufs Neue einem endlichen Angriffe der Abyssinier entgegen, falls dieselben ^nicht den .Rückmarsch in das Innere Abyssiniens antreten. Inzwischen scheint nun das letztere geschehen zu sein, denn die letzten Meldungen aus Massauah besagen, daß \ der Negus den Rückzug bestimmt angeordnet habe und Ras Alula mit einem Theile des abyssinischen Heeres nach Ghiada abgezogen sei. Italienische Berichte schätzen die Gesammtstreitmacht der Abyssinier auf 70,000 bis 80,000 Mann. Rumänien hat binnen wenigen Tagen zwei Ministerkrisen erlebt. Wahrend aber die erste mit der fast unveränderten Wiedereinsetzung des Ministeriums Br'atianu endigte, hat der Ausgang der zweiten Krisis ganz neue Männer in Bukarest an die Regierung gebracht. Das neue rumänische Cabinet besteht aus Rosetti, Präsidium und Inneres, Carp Auswärtiges, .Ghermaniz Finanzen, Prinz Stirbey öffentliche Arbeiten, Alexander Marzhilomanu Justiz, General Barsszi Krieg, Majoresco Unterricht und provisorisch Handel. Die Namen der neuen Minister sind außerhalb Rumäniens grotzentheils noch ganz unbekannt und es bleibt daher abzuwarten, nach welcher Seite das Ministerium Rosetti seinen politischen Charakter entwickeln wird, namentlich was die auswärtige Politik Rumäniens anbelangt. Mit einiger Besorgniß muß es aber schon erfüllen, daß die wegen der bekannten tumultuösen Vorgänge in Bukarest verhafteten Oppositions-Deputirten Fleva, Philippesco und Castaforo zur selben Zeit, da sich das Cabinet Rosetti bildete, freigelassen wurden. Man kann hierin ein Zugeständniß des neuen rumänischen Ministeriums an die Partei der Bukarester Russenfreunde erblicken und vielleicht ist dies schon eine Andeutung über die künftige Politik des Cabinets Rosetti. Darmstadt, 4. April. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen heute den Geyeimen Oberschulrath Professor Dr. Schiller aus Gießen. Darmstadt, 4. April. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Aller- gnädigst geruht: am 31. März d. I. den Steuercommissär des Steuercommissariats Homberg Karl Klingelhöffer in gleicher Diensteigenschaft mit Wirkung vom 1. April d. I. an in das Steuercommissariat Ober-Ingelheim zu versetzen; den Rendanten bei dem Salzsteueramte Wimpfen Georg Rößler zum Steuercommissär des Steuercommissariats Homberg mit Wirkung vom 1. April d. I. an — den Steuercontroleur Adolf Schmitt zu Darmstadt zum Steuercommissär des Steuercommissariats Schotten — den Steuerassessor Karl Krebs aus Eberstadt zum Steuercommissariatsassistenten bei dem Steuercommissariat Darmstadt mit Wirkung vom 1. April d. I. an — den Steueraufseher Andreas Müller zu Mainz zum Pfandmeister bei der Obereinnehmerei Mainz — zu ernennen. Darmstadt, 4. April.' Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 10, aus- gegeben den 31. März, enthält das Finanzgesetz für die Finanzperiode 1888/91. Berlin, 4. April. Der Reichskanzler hat beim Bundesrathe den Antrag gestellt, derselbe wolle beschließen, daß für Rechnung des Reichs von den silbernen Zwanzigpfennigstücken ein Betrag von 5 Millionen Mark einzuziehen und je zur Hälfte tn Fünf- und Zweimarkstücke umzuprägen sei. An silbernen Zwanzigpfenntgftücken waren bis zum Jahre 1877 35,7 Millionen ausgeprägt. Mit Rücksicht auf die Unbeliebtheit dieser Münzsorte im Verkehr wurden davon im Laufe der Jahre 8 Millionen wieder eingezogen und in andere mehr gangbare Münzsorten umgeprägt, fo daß bis Ende Februar 1888 der Umlauf an Silbermünzen zu zwanzig Pfennig sich auf 27,7 Millionen verringert hatte. Dessenungeachtet hat der Rückfluß der bezeichneten Münzen zu den öffentlichen Kassen eine Abminderung nicht erfahren. Der Bestand der Reichsbank an silbernen Zwanzigpfennigstücken belief sich Ende März 1883 auf 9104 000 JL und betrug Anfang März 1888 die Summe von 9 540 000 JL In Uebereinftimmung hiermit steht die fortdauernd starke Umwechselung von Zwanzigpfennigstücken gegen Reichsgoldmünzen bei den Einwechselungsstellen. Wie aus diesen Umständen erhellt, besteht die Abneigung gegen die silbernen Zwanzigpfennigstücke wegen ihrer Kleinheit und Unhandlichkeit in dem Maße fort, daß auch die noch vorhandenen Beträge nicht vom Verkehr ausgenommen werden. Eine weitere Reduction des Umlaufs dieser Münzsorte, wie ihn der oben erwähnte Antrag des Reichskanzlers bezweckt, erscheint daher angezeigt und wird der Beanstandung um so weniger begegnen, als inzwischen dem vorhandenen Bedürsniß nach Münzen im Werthe von 20 Pfennig durch die auf Grund des Gesetzes vom 1. April 1886 und in Ausführung des Bundesraths- Politische Rundschau. Gießen, den 5. April 1888. Das Kaiserpaar begab sich am ersten Dfterfeiertag per Wagen wiederum zu • tnem mehrstündigen Aufenhalte nach Berlin, von dem Publikum abermals jubelnd « :grüßt. Den zweiten Osterfeiertag verbrachten die Majestäten in stiller Zurückgezogen- r.l r — In Folge der eingetretenen ungünstigen Witterung ist in den Ausfahrten A $ Friedrich's, die in der Charwoche ihren Anfang nahmen, einstweilen wieder eine ! eingetreten und promenirl der Kaiser dafür täglich mehrmals tn der Orangerie * Charlottenburger Schlosses. Dem Vernehmen nach wird Sir Morell Mackenzie c Tage in Privatangelegenheiten nach London reifen, um jedoch alsbald in die beschlusses vom 4. November desselben Jahres erfolgte Ausprägung von Zwanzig- pfennigftücken in Nickellegierung auch anderweit entsprochen ist. Berlin, 4. April. Der „Reichsanzeiger" veröstentlicht nachstehenden Erlaß des Kaisers: „Der Heimgang meines geliebten Herrn Vaters, weiland Sr. Majestät des Kaisers und Königs Wilhelm, hat zu einer so überwältigenden Bewegung Anlaß gegeben, wie sie bisher kaum je erlebt worden ist. Um seinen ruhmvollen Kaiser trauert einmülhig das ganze deutsche Volk, das mit ihm den milden und gerechten Herrscher, den weisen und kraftvollen Lenker seiner Geschicke, den Wiederbegründer seiner Einigung verloren hat. Fast alle fremden Nationen auf dem weiten Erdenrund nehmen Antheil an diesem Verlust eines Fürsten, in dem sie den sicheren Hort des Friedens erkannten. So zahlreich, so mannigfaltig sind die Kundgebungen liebevoller Theilnahme, daß es erst jetzt, nach Wochen, möglich gewesen ist, einen Ueberbltck über die große Fülle der Spenden zu gewinnen. In allen Thetlen Deutschlands, in ganz Europa, selbst in fernen Welttheilen, wo nur deutsche Herzen schlagen, ist gewetteifert worden, dem theuren Entschlafenen die letzten Zeichen der Liebe und Verehrung, wie sie mein hochseliger Herr Vater im Leben fo ost erfahren, nun auch im Tode darzubrtngen. Ein erhebendes Denkmal bildet die Sammlung von herrlichen Palmen, Blumen und Kränzen, welche in ihrer zum Theil kunstvollen Herstellung bet der feierlichen Aufbahrung der Leiche im Dom, wie an der Ruhestätte im Mausoleum zu einem beredten Schmuck wurden. In Adressen von geschmackvoller, oft künstlerischer Ausstattung haben Verbände, Gemeinden und Corporationen, wissenschaftliche und Kunsttnftttute, Vereine und Innungen ihrem Schmerze über das erschütternde Ereigntß Ausdruck gegeben. Noch hat die Menge der Beileidsbezeugungen in Zuschriften, Gedichten und Telegrammen nicht ihren Abschluß gefunden. Rührend und ergreifend sind solche Beweise wahrer Trauer und inniger Theilnahme für das wunde Herz des Sohnes, dem sie in dieser Zeit des tiefen Leids lindernden Trost und erquickende Stärkung gewähren. Sie ermuthigen mich aber auch, an die schweren Aufgaben meines fürstlichen Berufes als Erbe der Krone vertrauensvoll heranzutreten und als ein theueres Vermächtnttz meines unvergeßlichen Herrn Vaters nach fernem Vorbilde an der Wohlfahrt des deutschen Volkes mit allen meinen Kräften fortzuarbetten. In diesen Empfindungen drängt es mich, Allen, welche durch die herzerhebenden Kundgebungen das thcure Andenken des dahingeschiedenen Kaisers geehrt haben, meinen aufrichtigsten, herzlichsten Dank auszusprechen. — Ich beauftrage Sie, diesen Erlaß zur öffentlichen Kenntniß zu bringen. — Eharlottenburg, den 4. April 1888. — Friedrich. — An den Reichskanzler." Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correspondenz - Bureau. Berlin, 4. April. Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet: Abgesehen von der durch Auswurf, welcher indessen fast gar nicht mehr gefärbt ist, mehr als sonst gestörten Nacht, ist das Befinden des Kaisers relativ zufriedenstellend. Bei dem ungünstigen Wetter finden die Spaziergänge in der Orangerie, seltener im Parke statt. Zuweilen ruht der Kaiser während des Tages. Berlin, 4. April. Der Kaiser empfing gestern den Finanzminister Scholz, den Münzdirector Conrad und den Modelleur Weigand und hörte Abends 67z Uhr den Vortrag Eulenburg's. Heute hatte Wilmowskt Vortrag. — Der „Retchsanzetger" meldet die Verleihung des Großkreuzes des Rothen Adlerordens in Brillanten an Galimberti. Landsberg a. d. Warthe, 4. April. Durch den Bruch des Postumwalles bei Limmritz in der Sonneburger Neustadt sind 40 Gehöfte, durch den Dammbruch an der Netze die Dörfer Alt- und Neu-Gurkowschbruch, Eichenwerder, Friedebergschbruck, Gottschimmerbruch und Schöningsbruch unter Wasser gesetzt. Zahlreiche Gebäude sind eingestürzt. Bisher acht Menschen umgekommen. Danzig, 4. April. Auch an dem unteren Weichseldamm sind einige Stellen durch die rergende Strömung gefährdet, so bet Heringskrug und bet Plehnendorf. Im Mündungsgebiet mußte das Postgebäude wegen Unterspülung geräumt werden, ein anderes Grundstück wurde fortgerissen, nur das Wohnhaus steht davon noch scharf am Uferrand, ist aber auch aufgegeben. Im Danziger Werder ist die Verheerung an Land und Saaten durch den Ausbruch der Binnengewässer eine bedeutende. Ein Central- Hilfscomitä für die ganze Provinz hat sich unter dem Vorsitz des Oberpräsidenten constitutrt. In der Niederung allein berechnet man den Schaden auf mindestens 30 Millionen Mark. Tilsit, 4. April. Im Memeldelta ist nunmehr ebenfalls eine bedeutende Ueber- schwemmung eingetreten. Rom, 4. April. Der König ließ Erispi für die durch die jüngsten Ueber- schwemmungen in Deutschland Betroffenen 40,000 Francs zustellen; beigefÜHt war ein Schreiben des Ministers des Königlichen Hauses, worin der Wunsch des Königs ausgesprochen wird, Deutschland seine Dankbarkeit auszudrücken für die vielfachen Beweise der Sympathie, welche die deutsche Nation bei den verschiedensten Gelegenheiten für Italien bekundete. Erispi übergab die Summe dem deutschen Botschafter, welcher ihn ersuchte, dem König Namens der deutschen Regierung zu danken. — „Fanfulla" zufolge sandte der König dem Reichskanzler Fürsten Bismarck seine herzlichsten Glückwünsche anläßlich dessen Geburtstages. In dem Glückwunschschreiben heißt es: Der König ergreife die Gelegenheit, um seine innigsten Wünsche für die völlige Wtedergenesung des Kaisers auszusprechen. Der Reichskanzler dankte für das Interesse, welches ihm der König auch bet dieser Gelegenheit bekunde, das gereiche ihm zu ganz besonderer Genugthuung. Es liege ihm ob, hierbei auszusprechen, ein wie großes Gewicht der Kaiser darauf lege, daß der König Humbert wisse, wie dankbar er für diesen Freundschaftsbeweis sei. Das Telegramm schließt: Der Kaiser hoffe noch lange genug zu leben, um eine Folge des Einvernehmens zu verwirklichen, welchem er stets die größte Wichtigkeit beigelegt habe und noch beilege. Auf die Glückwünsche Crispt's sprach Fürst Bismarck seine Genugthuung über die Freundschaft aus, die ihn mit dem Führer der italienischen Regierung verbinde, mit dem er in politischer Hinsicht vollkommen übereinsttmme, was nicht nur für die beiden betheiligten Stationen und deren Zukunft ersprießlich sei, sondern auch für den europäischen Frieden. Erispi wird die beiden Depeschen dem Ministerrathe mittheilen. — Wad) einer „Stefani"-Meldung aus Massauah ist Ras Alula mit den Abessiniern in der Richtung von Ghinda nach Asmara abgezogen. Die Ebene von Sabarguma sei seit gestern fast vollständig geräumt. Es sei sicher, daß der Negus den Rückzug angeordnet habe. San Marzano schätzt die Streitmacht der Abessinier auf 70,000 bis 80,000 Mann. Petersburg 4. April. In Folge des Protestes des Staatsanwalts am Moskauer Bezirksgericht kassirte der Senat das Urthetl des Gerichts, wodurch der Postbeamte fretgesprochen wurde, welcher den bekannten, bei der Gesellschaft „Viktoria" auf 120,000 Rubel versicherten und eingeschriebenen Brief unterschlagen hatte. Eine nochmalige „Vornahme des Processes ist angeordnet und dem Gerichtspersonale, welches beim ersten Processe assiftirte, ist eine Rüge erthetlt worden. Ueber das Verfahren des Staatsanwaltsgehilfen, sowie des Verthcidigers des Angeklagten soll dem, Justizminister, resp. dem Adookatenbureau ein Bericht unterbreitet werden. Rewyork, 4. April. Bei den Municipalwahlen in Oskalvosa in Kansas wurde eine Frau zum Mayor und mehrere Frauen wurden zu Mitgliedern des Municipal- raths gewählt. Chicago, 4. April. Die Bediensteten der Eisenbahnen, deren Mittelpunkt in Chicago ist, fahren fort, dem Verkehr auf der Chicago-Burltngton-Quincy-Eisenbahn Hindernisse zu bereiten. Von mehreren Strecken werden Gewaltthaten der Strikenden gegen Diejenigen gemeldet, welche die Arbeit fortsetzen. Eisgang und Ueberschwemmungen im Gebiete der Weichsel, Oder und Elbe. Danzig, 2. April. Um das Unglück, welches gegenwärtig unsere Provinz in Folge der furchtbaren Ueberschwemmungen Heimsucht, voll zu machen, ist nun auch die Eisenbahnstrecke Danzig-Praust gesperrt. Die Rabanne, ein kleines Flüßchen, das aus der sogen. „Kassubtschen Schwerz", einem kleinen Gebirgsländchen mit Erhebungen bis zu 1000 Fuß Höhe, strömt, schwoll nämlich so an, daß sie, in einen reißenden Waldstrom verwandelt, an mehreren Stellen die Dämme durchbrochen und eine derartige Ueberschwemmung der ganzen Gegend herbeigesührt hat, wie es seit 100 Jahren nicht der #aH gewesen sein dürfte. Infolge dessen ist der Eisenbahndamm bei Praust durch stochen worden, um dem Wasser freien Abzug zu gewähren. Dadurch mußte selbstverständlich der Eisenbahnverkehr auf dieser Strecke inhibirt werden. Leider ist damit der Anschluß Danztg's an den Haupteisenbahnpunkt Dirschau aufgehoben und unsere Stadt von dem Weltverkehr förmlich abgeschnilten. Bis zur Wtedertnbetriebsetzuna der Strecke Danzig-Praust dürften mehrere Wochen vergehen. Heute Nachmittag besichtigte Ihr Berichterstatter die Verheerungen, welche das Hochwasser angerichtet hüt' Es sind im Stadtgebiet und bei Praust mehrere Gebäude theils vollständig eingestürrt theils dem Einstürze nahe. Auf der Straße nach Praust müssen die Fuhrwerke eine halbe Stunde weit durch das wtldströmende, 10—12 Eentim. tiefe Wasser fahren. Der Wagen-Verkehr zwischen Danzig und Dirschau ist gegenwärtig sehr stark; Unternehmer haben eine Anzahl Fuhrwerke dem Publikum zur Verfügung gestellt und zwar in enormen Preisen. Der Etsenbahndamm ist auf eine Strecke von 250 Meter vollständig unbrauchbar, an mehreren Stellen sogar total verschwunden und nur die Schienen ragen halbwagrecht aus den tosenden Fluthen hervor. Die Erd-, Sand- und massen des Dammes sind vom Wasser auf die Wiesen und Felder geführt worden und bedecken weit und breit das reichcultivirte Land. Es werden Jahre vergehen, ehe die verschlammten resp. versandeten Wiesen wieder in den früheren Eutturzustand zurückversetzt sein werden. Infolge der Betriebsstörungen treffen die Postsendungen mit 24- bis 48stündiger Verspätung hier ein, wodurch Handel und Verkehr auf die empfindlichste Weise geschädigt werden. Unter solchen Umständen darf es nicht Wunder nehmen, wenn hier eine Handelskrisis eintritt, welche weite Kreise in Mitleidenschaft Ziehen dürfte. Ferner müssen wir es tief beklagen, daß eine Handelsstadt von der Bedeutung wie Danzig nur eine eingeleisige Verbindung mit Dirschau hat; das geringste Vorkommniß fuhrt eine Betriebsstörung auf dieser Strecke herbei. Vielleicht veranlagt das jetzige Ueberschwemmungs-Unglück den Eisenbahnminister zur Ausarbeitung einer Vorlage, wonach die Strecke Danzig-Dtrschau ein zweites Geleise erhält. — Die Ostsee, der hiesige Hafen und der Kanal von Neufahrwasser nach Danzig sind eisfrei. An der Weichselmündung strömt das Hochwasser ungehindert in die See und nur brj Plehnendorf ist dasselbe in unbedeutender Weise ausgetreten. 8 p f ä 11 e, Gießen, 5. April. Der Großh. Amtmann Nooer ist zum Mitgliede de Oberen landwirthschaftlichen Behörde mit dem Titel Regierungsrath ernannt wordeu △ Aus Rheinhessen, 3. April. Der Geschäftsausschuß für die deutsch Schulreform hat sich jüngst an die Wormser Handelskammer gewendet, eine Petition an den preußischen Eultusminifter zu unterstützen, welche verlangt, geeignete Schrtttr zur Herbeiführung einer durchgreifenden Schulreform zu veranlassen. Die Handelskammer hat dieses Ersuchen abgelehnt und zwar mit der Motioirung. weil das Ziel der angestrebten Schulreform unbestimmt gelassen, die Vorwürfe gegen die jetzt bestehenden Schulen nicht gerechtfertigt und durch das Hereinziehen neuer Unterrtchts- gebiete eine Zersplitterung der Thätigkeit der Schüler herbeigeführt würde. △ Aus Rheinhessen, 4. April. Den Leichtsinn, mit Sprengstoffen unvorsichtig umzugehen, mußte ein Arbeiter von Dexheim mit seiner Familie schwer bü/H Derselbe nahm eine Dynamitpatrone, Zündhütchen und Zündschnur mit nach und legte sie in die Nähe des Ofens. Er hatte sie aber kaum niedergelegt, al 's Dynamit mit furchtbarem Schlage explodtrte, wodurch die ganze Zimmereinric^ ' zerstört und der Mann und seine Frau lebensgefährlich verwundet wurden. — Frankfurt a. M., 4. April. Die Defraudationen kommen hier förmlich in Schwung. Nachdem erst vor ca. 8 Tagen die hiesige Annoncen-Firma L. Daube & Co. durch einen ihrer Beamten um ungefähr 22 000 A geschädigt wurde, ist neuerdings Eonrad Baier, der General-Agent zweier Versicherungsgesellschaften und Subdirector der Oldenburger Versicherungsgesellschaft durchgegangen, nachdem er namhafte Unterschlagungen verübt. Eine Gesellschaft soll allein um 30 000 .AL geschädigt sein. Baier ist der Schwiegersohn einer hiesigen angesehenen und reichen Familie. Die Verwandtschaft zeigt aber nicht Lust, die Summen zu decken. Der Defraudant aus dem Daube'scken Hause, Guntermann, ist in Hamburg verhaftet worden. Bei seiner Festnahme schoß er sich eine Kugel in den Kopf und liegt nun im Hamburger Hospital darnieder. r. Frankfurt, 4. April. Die Jahrbücher der Justiz scheinen um einen interessanten Proceß ärmer geworden zu sein. Unser „berühmter" Stlberdieb hat sich nämlich allem Anscheine nach der irdischen Gerechtigkeit entzogen, indem er bei Gelnhausen in die Kinzig sprang und ertrank. Man meldet von Gelnhausen hierher, daß ein unbekanntes Individuum von einem Gensdarm verfolgt wurde und als ein Entrinnen unmöglich war, sich in's Wasser stürzte. Dem Signalement des Verfolgten entspricht jenes des Langner und so ist die Vermuthung berechtigt, daß Langner auf seiner Flucht nach Gelnhausen gekommen ist, dort beobachtet und verfolgt wurde und den Tod suchte, als er sah, daß er nicht mehr entweichen konnte. Der kurz gefaßte Entschluß, in die Kinzig zu springen, harmontrt ja auch mit seinen hiesigen Selbstmordversuchen. Langner ist übrigens schon wiederholt der Polizei in die Hände gefallen, aber noch jedesmal wieder entkommen. Die Leiche des in der Kinzig Ertrunkenen ist noch nicht gefunden, es ist also ein Jrrthum immerhin möglich. Technische Hochschule Darmstadt. Wir machen unsere Leser auf die im Annoncenthetle unseres heutigen Blattes enthaltene Bekanntmachung der technischen Hochschule zu Darmstadt aufmerksam. Diese Anstalt gewährt ihren Studirenden eine vollständig wissenschaftliche und bezw. künstlerische Ausbildung für den technischen Beruf. In speciellen Fachabtheilungen bezweckt sie die Ausbildung von Architekten, Bau-Ingenieuren, Eultur-Jngenieuren, Maschinen-Jngenieuren, Electrotechnikern, Chemikern und Apothekern; ferner in der mathemattsch-naturwissevschaftlichen Schule die Ausbildung von Lehrern für Mathematik, Naturwissenschaften und Zeichnen, sowie von Geometern. Auch Fabrikanten, Kunst- und Gewerbtretbenden ist sie zur Erlangung der erforderlichen Kenntnisse behilflich. Bei der Prüfung für den preußischen Staatsdienst im Hochbaufach, Bau-Jngenieurfach oder Maschtnenbausach berechtigt das akademische Studium an der technischen Hochschule zu Darmstadt zur Zulassung. Ferner ist der Besuch der technischen Hochschule bezüglich der Bestimmungen für Prüfung der Apotheker dem Besuche einer Universität gleich zu achten und ist der pharmaceutischen Prüfungs-Commission in Darmstadt durch Bundesrathsbeschluß die Berechtigung zur Ertheilung für das ganze Reich giltiger Approbationen gegeben worden. Bremen, 3. April. sPer transatlantischen Telegraph.l Der Schnelldampfer Trave, Capt. Willigerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 23. März von Bremen und am 25. März von Southampton abgegangen war, ist vorgestern 2 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Hsttdsil tmfc BeUketz«. Limburg, 4. April. Rother Weizen pro Malters 15.30, weißerWeizen A 00.00, Korn A 10.35, Gerste A 9 60, Hafer A 6.80, Erbsen A 00.00, Kartoffeln A 0.00. Für die Ueberschwemmten gingen ferner bei uns ein: S. Heichelheim 25 A, Steuerrath Süffert 6 A, I. W. 1 A, Scatttsch bet Weidig 10 A, S. F. 2 A, Mandarinenkasten 25 A, Ertrag für das Flaschenlied 3 A 70 Ä H. W. 20 H, Fr- Schildköter 1 A, Frl. A. B. 3 A, vom Spieltisch 3 A, E. P. und I. P. 5 A, Rödelsperger 1 A 50 Frl. M. Frank 3 A, I. B. 30 A, C. K. 1 A, C. R. 2 A, T. 3 A M. M. v. H. 5 A Ungenannt 5 A G. V. 5 A Fr. Reichenbach 10 A. Professor Pasch 20 A Zusammen A 178.90, mit den in gestriger Nummer quitnrten A 258.65 nunmehr A 437.55. Um weitere Gaben bittet dringend Die Expedition des „Gießener Anzeigers". Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschast. Freitag Abend 615 Uhr, Samstag Vormittag 80) Uhr, Samstag Nachmittag 330 Uhr, Samstag Abend 7-o Uhr. Allgemeiner Anzsigerl Grossherzogi. technische Hochschule zu Darmstadt. I ä-'W roch gut erhaltener Por- Festm., 2801 Der Vorstand Nur noch einige Tage kommen hier in Gießen zum fabelhaft billigen der Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda. Bieber. 2791 2823 2811 175 14—26 Ctm. 315 22—52 Ctm. 2677 15 Großh Bürgermeisterei Grünberg. Pracht. 2796 Stein S Garten statt. in Uaiiftonwls Dev 2755 II 249a Großh. Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 2807 fewiiX 3*iocM>acfv. 6ooJf(Hstrationen. von *x22»H uuu w miähaÄ^H 2808 v'ijv Maurerarbeit . Schreinerarbeit Schlofferarbeit . Weißbinderarbeit 452,84 167,63 827,67 Hoflieferant, 119 5 19 422 261 ii ii ii ti ii ii ti ti ii gegründet 1837. 76,12 3,09 4,37 21,68 5,39 ii ii n ti ti 208 ’ 18 2 364 64 24 191 4 77 29 V2 32V- Eichenstämme von Durchmesser, Nadelstämme von Durchmesser, Buchenstämme mit Ausschlagen von Schutzgeländern . . . Gießen, den 5. April gegründet 1837 Geitzler, Gerichtsvollzieher. Arbeitsversteigerung. Dienstag den IO. l. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen im alten Rathhause versteigert werden: Zusammenkunft jedesmal bei Hirtenwiese. Allendorf a. d. Lumda, am 3. April 1888. Großherzogliche von 1(10 Gramm » 250 „ per Kilo — 1 Liter Niederlage in Glessen J. M. Schulhof. 48,— 1888. AM M eröffnet am Montag den 9. April l I., Morgens 10 Uhr, das 20. Semester mit 1) einem methodischen Kursus im Weißnähen, 2) im Wäsche- Zuschneiden und Maschinennähen, 3) im Flicken und Stopfen, 4) im Sticken, 5) im Kleidermachen, 6) im Bügeln, 7) in der Buchführung. Auskunft ertheilt und Anmeldungen nimmt entgegen i c wegen Mangel an Raum sofort billigst zu verkaufen Näheres Wallthorstraße 44 im 2. St. v4L 1 — n 2.30 „ 9.- bei Herrn 10 Holz-Versteigerung in den Waldungen der Gemeinde Allendorf a- d. Kumda. In den Districten Horwelseck, Obig den Rodern, Kringelsbach und Todenberg, sollen versteigert werden: 1. Montag, den 9. Apri I. I., Vorm 9 Uhr anfangend. An genau 75 Tieferungen zum wohlfeilen Preise von 50 Vfennig. Durch vu'i Buchhandlungen zu beziehen. Hermann aus Berlin, Wallthorstraße 6 im „Darmstädter Haus". Samstsg, den 7. April l. I., Nachmittags 2 Uhr, -versteigere ich auf meinem Bureau gegen Baarzahlung: Sophas, Kommoden. Glas- und Kleiderschränke, Tische, Spiegel, Bilder, 1 Secretär, 1 Pianino, 1 Nähmaschine, 1 Stoßkarren, 1 vollst. Ladeneinrichtung, 1 Pferd, 1 Kuh u a- 2 Dienstag, d. 10. April l. I. Borm. 9 Uhr anfangend. Faohabtheilungen: Bauschule, Ingenieurschule (für Bau-Ingenieure und für Cnltur- Ingenieure), Maschinenbauschule, Chemisch-technische Schule (für Chemiker und für Pharmaceuten), Mathematisch-naturwissenschaftliche Schule, Elektrotechnische Schule und Einjähriger Cureus für Geometer I. Classe. Anmeldungen für das Sommer-Semester 1888 werden bis zum 2t. April entgegengenommen. Beginn der Vorlesungen am 24 April. Programme sind unentgeltlich von unserem Secretariat zu beziehen. Die Direction : Dr. Kittier. 2797 Anmeldungen nehme ich in meiner Wohnung: Alieestraße 28 entgegen. Achtungsvoll Hermine Moeser, Kindergärtnerin. Flaschenbier Einem verehrlichen Publikum em« pfehle niein Flaschenbier aus der Aetien-Brauerei Gießen Exportbier, pro Flasche 23 H, Lagerbier, pro Nasche is Gütige Aufträge werden bei jedem Quantum frei in's Haus geliefert. Ileiiir. Jentzen. 20] zum Rebstock, Westanlage 3. in allen Qualitäten mit Firmendruck empfiehlt zu billigen Preisen Brühl’sche Druckerei. Schlerer-Tüll tn allen Farben Mtr. 25 Pfg. an, gestickte Tüll-Spitzen Mtr. 10 Pfg. ab, Stickereien per 4V2 Mtr. von 25 Pfg. ab, Cors etts mit Löffel-Mechanik von 75 Pfg. an in größter Auswahl, Herren-Kragen 6 Stück von Mk. 1 ab, in Reinleinen 6 Stuck Mk. 1.50 an, Herren-Manschetten '/r Dtzd. Paar von Mk. 1.75 ab in Reinleinen 4fach Vr Dtzd. Paar Mk. 3, Chemisetts für Herren 6 Stück von Mk. 2.50 an, Herren-Oberhemden mit Leinen-Einsatz per Stück Mk. 2.50, Knoten a 5 Pfg Herren- Schleifen in großer Auswahl, Rüschen per Dtzd. von 25 Pfg. an, spanische Shawls, unter der Hälfte des reellen Preises, reinleinene Taschentücher 6 Stück von Mk. 1 ab, Trrcot-Taillen von Mk. 2 an in großer Auswahl, ächt Englische Tüii- wett nett. Tülldecken für Sopha, Kommode und Tisch spottbillig, schwarzen Crepe, wollene und seidene Spitzen für die Hälfte des Fabrikpreises. Der Ausverkauf findet nur hier einige Tage statt und ist geöffnet von 8 Uhr Morgens bis 8 Uhr Abends. Alice-Schule für Frauenbildung und Erwerb ;u Gießen bringt ihre Speoialttäten : I gebr. Java-Kaflfee’s la. Qualität ä Mk. 1,80, lla. dto. a „ 1,70, l guter gebrannter Haushaltskaffee ä Mk. 1,60. I in ganz Deutschland rühmlichst bekannt durch Preiswürdigkeit, vorzüglichen Geschmack und Ausgiebigkeit, in empfehlende Erinnerung. Der condensirte Kaffee in flüssiger Form, 0 R. P 39185, wird überall, wo die Bereitung eines guten Kaffee’s mit Schwierigkeiten verknüpft ist, z. B. im Manöver und Krieg, bei Jagden,Touren, auf Schiffen, in Fabriken, Junggesellen - Wirtschaften, bei der Erndte etc. etc. und da, wo man als angenehmen, anregenden Erfrischungstrank kalten Kaffee augenblicklich bereiten will, unersetzlich sein. Für Conditoren bildet der conden- eirte Kaffee eine werthvolle aromatische Essenz für Eis, Cr6me eto. Preis in eleganten Flaschen: veranschlagt zu: . 96,50 Jt. Holzversteigerung. Montag, den 9., u. Dienstag, den IO. d. M, jedesmal von Vormittags 9 Uhr an, kommen in dem Stadtwald dahier zur Versteigerung : 1. Montag im District Steinrütsche. 453 Nadelstämme mit 160 Festmeter. 2. Dienstag in den Districten Taufe und Bobenhäuserkopf. Kindergarten. Mein Kindergarten beginnt Montag den 9. April. Lebendfrische Schellfische, Cablia«, Zander, Hechte, Lebende Karpfen und Schleien, Rüeinsalmen empfiehlt frisch eintreffend A. Koch Nacht., 2814 Hamb. Fisch- u. Delic.-Handlg. Die Dampf-Kaffee-Brennerei von A. ZIIHTZ sei. Wwe. Bonn, Berlin, Antwerpen, 18 Festmeter. Grünberg, den 4. April 1888. 02818] Bücher für Tertia und Sekunda I aes Gymnasiums sind zu verkaufen. Ludwigsplatz 6, part. I Eichenstämme mit Buchenstämme „ Nadelstämme „ Nadel-Derbst. „ Nadel-Reisst. „ Zur gefälligen Beachtung. Der Unterricht in meiner Schule beginnt den 16. April. Lina Moeser, __________gepr. Lehrerin. Sängerkranz. Unsere Abendunterhaltung findet nunmehr Samstag den 7. April Rmtr. Buchen-Scheitholz, Eichen- „ Aspen- „ Neue schöne Badewanne wegzugshalber sofort sehr billig zu Der; kaufen. Näheres im Caf6 Ebel. 2805 Velociped für einen Knaben von 6—9 Jahren vorzüglich gearbeitet, billig abzugeben. Näheres in der Exped. d. Bl. 2788 Buchen-Knüppelholz, Eichen- r Nadel- „ Buchen-Stockholz, Eichen- „ Buchen-Reisholz, Eichen- „ Nadel- „ art lebe n,g (serlag mTljim.1 I Valentin Bausch, sind, cam Giessen, den 4. April 1888. um 3 Uhr von der 2806 Aenniethungen Zum Besten -er Ueberschwemmten im vermiethen. Carl Demuth Logis erhalten. Afterweg 23. 2804 Christian Haubach Ja Coursderrcht der Frankfurter Börse Reichsbank-Disconto 3% 4. April 1888. Franks. Bank-Disconto 3°/0 Geldsorte«. 3Vi% do. 97.30 03 fertigt preiswerth an 2777 Telegraphischer Eoursbericht der Berliner Börse vom 5. April 1888. $ Tendenz: flau. 135.50 87.25 77 60 79.75 103.00 102.50 97.50 103.50 103 00 88 90 64.50 97 60 139 90 107.10 101.90 106*20 105 10 106 30 •2 o o 5^ 1610-16.14 16.09-16.13 20.27—20.32 4,16—4.20 unsere A. H. A. H. und auswärtige J. A. J. A., sowie Freunde und Bekannte geziemend in Kennt- niss zu setzen. ä g $ o tZ) 191.00 94.50 77.40 91.00 Verein, forest. X Disconto-Com.-Antheil 5% Italiener 4% Ungar. Goldrente 5% Gemischte Russen Die Beerdigung findet Samstag Nachmittag 3Va Uhr vom Sterbehause, Frankfurterstraße 30, aus statt. 2815 3 Wo SolmS-Braunf. Oblig. 4°/o Gießener Oblig. 4% Oesterr. Goldrente 4Vs% Oesterr. Silberrente 5% Portugiesen Oblig. Darmst. Bank-Actien Die Ueberführung der Leiche nach dem Bahnhofe findet heute Donnerstag Klinik aus statt. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, von dem heute erfolgten Hinscheiden unseres unvergesslichen Mitgliedes Oesterr. Creditactten Oesterr. Staatsbabn-Actien 1880 40/0 Russen Oblig. 4% untf. Egypter Oblig. Recitation von Oskar Zack Dienstag, 10. April 1888, Abends 8 Uhr, gütigst brwiiligtkn Festssstc der Realschule „Der wilde Jäger.“ Eine Waidmannsmär von Julius Wolff. Der akad. naturw. I. A.E. Schütz, stud. 4Va% Franks. Landwsch. Creditbk.: Oblig. 4% Hamb. Hypothbk.-Pfandbr. 3^2% do. 6% Buderus Oblig. 5 l^g $ Sl-s = Illi — s _--Z 27dl >5wet anständige Leute können Schlafstelle erb. Grünbergerftraße 42. 2785 Für einen Schüler ist Kost und Logis abzugeben. Freundliche Behandlung Zugesichert. Näheres Neustadt 28. 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