Nr. 86 Dienstag den 6. März Gießener Anzeiger Amts- und Anzcigeblatt für den Kreis Gießen. ' *"■" w*|.i'-«»«»<,d--M°«.» ■:LNffiftSKXS: Politische Ucbersicht. Gießen, 5. März. Die Anordnung, daß die unfern Kronprinzen behandelnden Aerzte keinerlei Auskunft mehr über da» Befinden de» hohen Kranken an die Zeitungen gelangen lassen sollen, hat selbstverständlich eine Fluth von Kommentaren in der deutschen wie auswärtigen Presse hervorgrrufen. Es liegt auf der Hand, daß dieselben mehr ober minder pessimistisch erscheinen und die privaten Nachrichten, welche bislang aus San Nemo über den Zustand des Kronprinzen eingegangen sind, klingen leider derartig, daß die erneuten schwere» Besorgnisse des deutschen Volkes allerdings erklärlich sind. Dagegen bleiben sich die amtlichen Bulletins über den Zustand des erlauchten Herrn in ihrem ver- hältnißmäßig beruhigenden Tone gleich und wissen sie nur immer wieder zu berichten, daß der Kronprinz einen „günstigen Tag" gehabt habe; es ist überflüssig, auf diesen fortgesetzten Widerspruch in den Meldungen aus San Rrmo näher rinzugehen. Im Reichstage wird jetzt, gegen Schluß der Session, noch ein neuer, nicht unwichtiger Gesetzentwurf angekündigt. Derselbe bezieht sich aus strategische Eisenbahnbauten im Osten Deutschlands, namentlich was die Legung zweiter Geleise anbelangt und soll er, nach einer Meldung der osficiösen ,Berl. Pol. Nachr.", ca. 20 Millionen Mark fordern. Das genannte Blatt vernimmt weiter, daß wahrscheinlich auch dem Landtage eine ähnliche Vor- läge zugehen werde, nur würde der Betrag der letzteren erheblich niedriger fein, da das Reich in diesem Falle theilweife die ganzen Kosten, theilweise bis zu sechszig Procent zu tragen habe. Eü wird versichert, daß der Schluß der Reichstagssesston trotz der angekündigt-n neuen Vorlage noch vor Ostern erfolgen werde. Im preußischen Abgeor^etenhaufe ist es am Donnerstag und Freitag anläßlich der Specialber-Nhung des Caltu-etats wieder einmal zu »Culturkampfdebattcu" gekommen. Die Redner des Cennumr brachten bd den einzelnen Positionen eme Reihe von Klagen und Beschwerden vor, woraus sich von selbst Erörterungen kirchenpolitiicher Natur ergeben, die indessen meist nicht» Neues brachten. Speciell in der FrettagSverhandlung spielte die Siaatkpfarrerfroge wieder ihre Rolle und außerdem gelangte auch die Zu- rückberusvng der Orden zur abermaligen Erörterung. Am Sonnabend setzte das Haus die Speciasserathung des Cultusetats fort. Der rusfisch-officiöfe „Nord" in Brüssel glaubt, daß Oesterreich, England und Italien ihr letztes Wort in den Verhandlungen Über Bulgarien noch nicht gesprochen haben. Dieselben werden sich vielmehr, wie der „Nord" meint, dem russischen Vorschläge anschließen. sobald sie die gewünschten Erläuterungen aus Petersburg erhalten hatten. Eine Collectio-Action Europas sei unerläßlich und werde solche seitens der usurpatorischen Regierung in Sofia keinen Widerstand finden können. — Einstweilen scheint es aber mit dieser Collectio-Action noch nicht zum Besten zu stehen. 3>entf4fanb. nn. Darmstadt, 3. März. sZwette Kammer der Stände.) Die Budget- berathung wird bei Kap. 98, Ministerium, fortgesetzt. Eingegangen ist ein Antrag von Wolf stehl und Genossen wegen Auslegung des Art. 84 der hessischen Verfassung. Der Antrag geht dahin, daß es nicht statthaft sei, während der Tagung der Kammer die Untersuchungshaft gegen einen Abgeordneten zu verhängen. Die Strafhaft soll jedoch nicht unter den Art. 84 fallen. Nach eingehender Debatte wird die für dm Dispositionsfonds geforderte Summe von 5000 X nach dem Antrag des Ausschusses auf 3000 X festgesetzt. Für die gering Besoldeten an der Buchhaltung und Calculatur fordert die Regierung eine Aufbesserung von 255 X jährlich. Auch diese geringe Anforderung bleibt nicht unangefochten. Abg. Schröder spricht gegm diese Erhöhung und läßt sich die Majorität nicht bereit finden, trotz warmer Befürwortung Seitens Großh. Regierung, diese Summe zu bewilligen. Kap. 99, Portokosten, Telegraphm- rc. Gebühren, werden 55,000 X genehmigt. Kap. 100 und 101, Hauptstaatskasse, werden mit 81,120 X genehmigt. - Kap. 102, Streitige Rechtsverhältnisse, werden 4000 X, Kap. 103, Rentämter, wird mit 62.358 X und Kap. 104, Localverwaltung der Cameraldomänm des Großh. Hauses, werden ohne Debatte 121,215 X bewilligt und zwar die darin enthaltenen 23,600 X für Ausbildung einer regelmäßigen Fahrrinne im Lampertheimer Altrhein und Userregulirung daselbst, jedoch nur unter der Beschränkung, daß diese 23,600 X ober ein Theil nicht verausgabt werdm können, bis die erfordc.liche Verständigung m l der Gemeinde Lampertheim über deren finanzielle Bethetligung daran erzielt ist und die Stände dem Abkommen zugestimmt habm. Kap. 105, Local-Forstverwaltung und Forstschuh, steht zur Debatte. Hierzu beantragt der Ausschuß unter Ablehnung der für die Besoldung der Forstmeister und der Oberförster geforderten Beträge, für Geholte der vorhandenen 80 Stellen der Forstmeister und Oberförster die jährliche Gesammtsumme von 280,000 X unter der Voraussetzung zu bewtlltgm, daß die vorhandenen 80 Stellen beider Titel mit fünf Gehaltsklaffen mit je 16 Inhabern mit einem Durchschnittsaehalt von 3.500J.X nach ihrem Dienstalter von der Anstellung, als Oberförster an eingethellt werden, jedoch mit der Nachgabe, daß bereits vorhandene Forstmeister mit Gehalten von 4200 bis 4500 X in die erste ober zweite Gehaltsklasse je nach ihrer' Anciennetät als Oberförster eingereiht werden rc., weiter die unter Titel 2 geforderten 1644 X, sowie alle unter Titel 3—17 geforderten Beträge im Ganzen also für den in diesem Kapitel aufgestellten Bedarf die Summe von 1,436,497 X 29 4 bewilligen. Seitens der Regierung wird die beantragte Mehrforderung warm empfohlen, inoem Geheimerath Draudt auf Beibehaltung der seitherigen Sonderstellung dec Forstmeister plaidirt. Die Abgeordneten Schade, Sturmfels und Pfannstiel führen Klage darüber, daß die Holzversteigerungen vielfach nicht im Walde abgehalten würden, was zu vielfachen Klagen Veranlasfung biete. Oberforstrath Wilbranbt erklärt, daß an der als Regel bezeichneten Norm stets festgehalten werde. Mehrfach hätten indessen Liebhaber größerer Holzmassen und auswärtige Händler im Interesse der Vereinfachung des Geschäfts die Abhaltung der Versteigerungen innerhalb der Ortschaften oder im Gemeindehaus und bergt gewünscht und nach den geltenden Bestimmungen seien derartige Abweichungen durchaus zulässig. Abg. Friedrich klagt im Namen von zwölf Ortschaften seines Wahlbezirks Über ungenügende und zu theure Streuabgabe. Dieser Klage schließen sich die Abgeordneten Osann und Kugler an. Ministerialrath Draudt sichert zu, die Regierung werde die einzelnen Defiderien prüfen und Abhilfe schaffen, indem sie immer bestrebt sei, die Jntereffen des Volkes mit denen des Waldes im Auge zu behalren. Ministerialpräsident Weber hält es nicht für angemessen, daß man aus dm Gehalten der Forstmeister, die nun einmal creirt seien', die Gehalte der Oberförster aufbessere. Abg. Kugler betont, daß den Forstmeistern gegenüber den Oberförstern, denm sie beigeordnet, aber nicht Vorgesetzte seien, gewisse Vergünstigungen eingeräumt seien. Dchon im vorigen Landtag sei diese Frage Gegenstand eingehmdster Debatten gewesen und glaube er daher, daß man jetzt den wohlerwogenen Ausschußanträgen zu- stimmm könne. Nach einem Schlußreserat des Berichterstatters Abg. Schröder wird der Antrag des Ausschusses einstimmig angenommen. Kap. 106, Allgemeine Kosten der Forstoerwaltung, wird mit 12,000 X genehmigt. i Kav. 107, Verwaltungskosten der directen Steuern und indirecten Abgaben, steht noch zur Debatte. Wegen Beschlußunfähigkeit vertagt sich das Haus bis zum Dienstag. Berlin, 3. März. Der „Reichs-Anzeiger" veröffentlicht folgendes Bulletin, welches auch von dem Geheimen Medicinalrath Prof. v. Bergmann mit unterzeichnet ist: San Remo, den 3. März, 10 Uhr 30 Min. Vormittags. Die Wieder- gew'rmMg der Kärperkräfte Sr. K. und K. Hoheit des Kronprinzen macht Fortschritte; Höchstdieselben bringen einen Theil des Tages aus dem Balkon zu. Schlaf und Auswurf wie früher. Hesterreich. Wien, 3. März. Die internationale Jubiläums-Kunstausstellung ist heute von dem Protektor derselben, Erzherzog Karl Ludwig, als Vertreter des Kaisers feierlich eröffnet worden. Der Erzherzog ließ sich die fremden Com- miffare, darunter Professor Bracht, Architekt Hoffacker, Bildhauer Kaffsack (Berlin) und die Maler Echtler und Heffner (München) vorstellen. AranLreich. Pari-, 3. März. Die Deputirtenkammer beschloß, bi» aus Weiteres täglich zwei Sitzungen abzuhalten. — Der Prinz von Wales ist heute Vormittag hier eingetroffen. — Wilson und Rtbaudeau haben gegen das llrthetl in dem Ordens- Handel-Proceffe Berufung eingelegt. Rußland. Petersburg, 3. März. Sicherem Vernehmen nach stellte die russische Regierung der russischen Bank für auswärtigen Handel bedeutende Beträge in London zur Versügung, wodurch die Bank in die Lage versetzt ist, ihre Accepte zurückzuziehen. Statten. Remo, 3. März. Der Kronprinz verbrachte einen guten Tag. Er verweilte längere Zett, von seiner ganzen Familie umgeben, aus dem Balkon und ging daselbst öfter auf und ab. Deutscher Keichrtag: 52. Sitzung vom 3. März 1888. Tagesordnung: Zweite Berathung des Gesetzentwurfs betr. die Löschung nicht mehr bestehender Firmen im Handelsregister. Abg. Dr. Meyer-Halle (freif.) beantragt einen Zusatzparagraphen, wonach die Bestimmungm des Gesetzes auch auf die in Liquidation befindlichen Firmen einschließlich der Aktiengesellschaften und Der Comanditgesellschaften auf Actien ausgedehnt werden sollen. Nachdem Geh. Rath Ho ff mann mehrere Bedenken gegen den Antrag geäußert und eine Lösung der angeregten Frage auf anderem Wege in Aussicht gestellt hatte, zieht der Antragsteller feinen Antrag zurück. Die Vorlage wird hierauf unverändert angenommen. Die zweite Berathung der Vorlage ,'betr. die Rechtsverhältnisse in den deutschen Schuhgebieten wird bei dem vom Abg. Rintelen beantragten $ 12 fortgesetzt. Der Paragraph wird gegen die Stimmen des EentrumS abgelehnt. Ein Antrag des Abg. Dr. Hammacher, wonach das »orltegenbe Gesetz am Tage der Verkündigung in Kraft treten soll, wird angenommen, ebenso die ganze Vorlage. Es folgt zweite Berathung |ber Anträge Dr. Lieber-Hitze betreffend die Sonntagsruhe. $ c105 rber ®omrniffion§Dorla0e bestimmt, daß die Festsetzung der Verhältnisse zwischen den selbstständigen Gewerbtretbenden und den gewerblichen Arbeitern Gegenstand freier Uebereinkunft sein soll; § 105a will, daß zum Arbeiten an Sonn- und Festtagen die Arbeiter von den Gewerbtretbenden nicht verpflichtet werden können. Abg. Hitze (Centr.) hofft, daß der Reichstag dem einstimmig angenommenen Lommisstonsbeschluß Folge geben und die Regierung aus ihrer Reserve heraustreten werde. Die 88 105 und 105a werden hierauf angenommen. 8 105b bestimmt, daß im Betriebe von Bergwerken, Salinen, Aufbereitungsanstalten, Brüchen und Gruben von Hüttenwerken, Fabriken und Werkstätten, von Werften und Bauten aller Art Arbeiter an Sonn- und Festtagen nicht beschäftigt werden dürfen; im Handelsgewerbe dürfen Gehülfen, Lehrlinge und Arbeiter an Sonn- und Festtagen nicht länger als 5 Stunden beschäftigt werden. Nach 8 105o findet 8,105b keine Anwendung 1) auf Arbeiten zur Reinigung und Instandhaltung, durch die der regelmäßige Fortgang des eigenen oder eines fremden Betriebes bedingt ist, sofern die Beschäftigung derart geregelt ist, daß jeder Arbeiter an jedem zwei: n Sonn- und Festtage mindestens von 6 Uhr früh bis 6 Uhr Abends von Arbeit befreit bleibt, 2) auf Arbeiten, welche zur Beseitigung eines Nothstandes vorgenommen werden müssen. Abg. Kalle (natl.) beantragt, auch das Gast- und Schankwirthschafts-, sowie das Verkehrsgewerbe von den Bestimmungen des 8 105c fretzulassen. Abg. Singer (Soc.) beantragt, diesem Anträge htnzuzufügen „soweit letzteres den Personenverkehr umfaßt." "* Abg. v. Kleist-Retzow (cons.) spricht seine Genugthuung darüber aus, daß daS Haus einmüthig in der Frage der Sonntagsruhe sei, was jedenfalls zur Folge haben werde, daß die Regierungen endlich eine bestimmte Stellung einnehmen werden Abg. vr. Baumbach (stets.) erklärt sich für dm Antrag Kalle und richtet an die verbündeten Regierungen das Ersuchen, entsprechend dem Beschlüsse des Reichstags einen Arbeiterschutzgesetzentwurf einzudringen. Abg. Singer (Soc.) begründet seinen Antrag. Der Personenverkehr müsse am Sonntag mit Rücksicht auf das arbeitende Volk, das sich an diesem Tage nur erholen könne, austecht erhalten bleiben. 8 105b wird unverändert angenommen, Antrag Singer abgelehnt, 8 105o mit dem Zusatz des Abg. Kalle angenommen. Der Rest der Vorlage wird nach kurzer Discussion angenommen. Es folgt zweite Berathung des Antrags Amp ach und Genossen betr. Aufhebung des Identitätsnachweises. Die Eommtssion beantragt zunächst: Bei der Ausfuhr von Getreide werden, wenn die Menge der einzelnen Fruchtarten 500 Kilogramm erreicht, auf Antrag der Betheiligten übertragbare Einfuhroollmachten ertheilt, welche den Inhaber ermächtigen, innerhalb einer vom Bundesrath zu bestimmenden, mindestens auf 6 Monate festzu- setzendm Frist die gleiche Menge der nämlichen Waarengattungen ohne Zollentrichtung etnzuführen. Abg. Frhr. v. Hornstein (wlld) wendet sich gegen die Aufhebung des Identitätsnachweises. Diese Aufhebung würde zwar Rorddeulschland gegen die Concurrenz Süddeutschlands schützen, aber Süddeutschland der Concurrenz des indischen Weizens, der Culis und der ungarischen Bauern überliefern. Abg. v. Kardorff (Rchsp.) oerthetdtgt den Antrag und beantragt für den Fall der Ablehnung derselben, das einzig noch bestehende Privilegium der Müllereien, welche allein den Identitätsnachweis nicht zu führen hätten, aufzuheben. Der gegenwärtige Zustand käme nur den großen Müllereien, die ausschließlich russisches Getreide verarbeiteten, zu gute. Redner bestreitet, daß Südoeutschland von der Aufhebung des Identitätsnachweises keinen Vortheil haben würde, es würde durch dieselbe eine Hebung der Preise für ganz Deutschland eintreten. Wenn Abg. vr. Meyer-Halle ihn im Abgeordnetenhause ein großes Licht genannt habe, so erwidere er, daß es im Reichstage ! rwei Irrlichter gäbe, das große sei Herr Bamberger, das kleine aber Herr Meyer. ■ (Heiterkeit.) Die Berathung wird abgebrochen. Persönlich bemerkt Abg. Meyer-Halle: Herr v.Kardorff war so unfreundlich, mich ein Irrlicht zu nennen. Ich verwahre mich dagegen. Wenn Herr o. Kardorff in einen Sumpf gerathen ist, so bin ich nicht daran Schuld. (Große Heiterkeit) Montag 1 Uhr: Fortsetzung der heutigen Berathung, Wahlprüfungen. Telegraphische Depesche«. Wolffs telr-r. • BBrearo. Berlin, 4. März. Der Kaiser empfing heule den Prinzen von Croy, den Commandeur der 1. Garde-Ulanen-Regimenlr, welcher gestern aur Kar!«, ruhe zurückgekehrt ist. Nachmittag» 5 Uhr findet ein Familtendiner und Abend» eine kleine Dhee-Gesellschast im Köisigl. Palais statt. San Remo, 4. März. Se. K. und K. Hoheit der Kronprinz halte eine gute Nacht. Husten und Aurwurf unverändert. Da» Wetter ist kälter geworden. Thor«, 4. März. Der Verkehr aus den durchgehenden Strecken Thorn- Allenstein und Thorn-Marienburg ist durch Schneeverwehungen unterbrochen Die Unterbrechung wird voraussichtlich noch über 6 Stunden dauern München, 4. März. Die „Allz. Ztg." veröffentlicht einen Erlaß de» Prinz-Regenten an dar Kriegsministerium, in welchem da« Abschieds-Gesuch der früheren Kriegrministerr, General» Freiherrn p. Pranckh, mit den huldvollsten Worten abgelehnt und demselben vorerst so lange Urlaub ertheilt wird, bi» seine Mundheit,Verhältnisse ihm die Dienstleistung wieder gestatten. Rom, 4. März. Amtliche Nachrichten au» Massauah bestätigen die Soncentnrung der Abysfinier in Gura unter Rar Mikael und Rar Area In Armara und Casten befinden sich die durch den Negur verstärkten Truppen. Em unmittelbarer Angriff gegen die Italiener ist wahrscheinlich bevorstehend. Skew-York, 4 März Chamberlain ist nach London abgeretst. S t { '» l t (, Gietzc«, 5. März. Wie die „Darmst. Zta." aus sicherer Quelle vernimmt ist der Vortragende Rath im Ministerium des Innern und der Justiz, Abthcilung'sür Becker mit Wirkung vom I l. M auf sein Nach uchen in den Ruhestand versetzt und ist mit Wirkung vom gleichen Tage an der Director des Realgymnasiums in Mainz. Soldan, zum Vortragenden Ratl> in der genannten Ministerialabcheilung ernannt worden. Ter Director des Gymnasiums zu Gi-tz-n und Prosestor ,n der philosophischen Fakultät der Landes - Unwersttät. vr. schiller, wurde unter Belastung in seinen gegenwärtigen Dienststellen zug'cich 8 rum außerordentlichen MUgltede der Ministerialabiheilung für Schulmae eaenkeiten unter Verleihung des Charakters „Geheimer Oberschulrath" ernannt. 0 WW-n » UnitetfitiH - Uhroniik. j . - Brett ber Königsberger Universität findet sich folgende $ von der juristischen Fakultät herruhrende Bekanntmachung: , Die uriftifdJ S ä bat sich zu ihrem lebhaften Bedauern der Wahrnehmung ni<*tent»KnneÄ ■' feit einiger Zeit der Besuch der juristischkn Vorleiungen seitens einer großen Zahl ih^rcr ' Studtrenden in auffälliger Weise vernachlässigt wird. Dieser Uebelftand bat im !° hohem Grade zugcnommcn, daß die Fakultät sich zu ei” dringlicher Mahnung dagegen genoihigl sieht. Sollte wider Erwarten e'ne Besseruna Besuche der Vorlesungen nicht eintreten, so wird die Fakultät Maßreaeln in druck i'Ü her””; <‘eS Uci^Lmlt ibr Gebote stehenden Mitteln Inst Nach druck zu bekämpfen u. s. w. Schon fetzt macht die Fakultät die Herren Studirend», : daraus aufmerksam, daß bei Feststellung der S-mestralz-ugniss- astf dm realln Mae i ebet unregelmäßigen Besuch der Vorlesungen enischi-dencs Gewicht gelegt werden wird " : »«,mischte». △ Mainz, 4. Marz. Aus Einladung des Geheimrath Ministerialpräsident Weber und des Oberconsistorialrath Buchner fand gestern hier im Regierungsgebäude eine Besprechung wegen Gründung eines Hülssvereins für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde (vom Rothen Kreuz) für Main, und Umgegend statt. Oberconsistorialrath Buchner gab eine Darstellung der Thätigkcit und Organi- fation des Vereins vom Rothen Kreuz und hob die gewaltigen Anstrengungen hervor- die Stadt Mainz für den im Jahre 1870 etablirten Verbandplatz machte, auf 72 f* ?r? k !lm Verwundete Verpflegung fanden. Oberconsistorialrath Buchner legte besonders Gewicht auf eine vorbereitende Thätigkcit schon in Friedens- ' weßhalb er zur Gründung von Zweiavereinen aufforderte, die sich an den Hulssoeremen im Großherzogthum Hessen für oie Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im ^elde anschtteßen soll. Mit dieser Anschauung war man allgemein ein- aTsrü* unb roui°c 8ur Festsetzung der Statuten eine wettere Versammlung in Aussicht genommen. o , ^Z."-"^rsblum (Rheinhessen) 4. März. Die Kritik, welche die hessische Landwrrlhschaft bet den Kammerverhandlungen vom 25. und 28. Februar in Darm- °Ä^^me Abgeordnete, so namentlich durch den Grafen v. Oriola, Westerhagen, Bürgermeister Michel - Reubamberg, Dr. Osann und Dr. Schröder, er- fapren hat, veranlaßte den Landwirthschaftlichen Verein auf heute Nachmittag hierher ^Z^lamm ung einzuberufen, die von 180 bis 200 Landwirthen aus allen rhetn- ^?»^^rken besucht war. Der Schwerpunkt der in der Kammer geübten 6egenüber den Nachbarstaaten, besonders schlecht in Hessen bestellt sei, und sich eine gewisse Einmüthigkeit unter vermissen lasse Bet der Landwtrlhschaftlichen Ausstellung in Cm ?/o^es Fiasko erlebt und besonders betonte Dr Osann, daß 9rc Zur Widerlegung dieser Vorwürfe traten in der brS ?^ner, die Herren Gutsbesitzer August Dettweiler von Bubenheim, Oeconnoui ^abob Schmitt von hier,- und Obergutsverwalter Gustav mirtMAnH V" Darmstadt auf. Unter eingehender Erörterung der Lage der Lond- 1 1!? Allgemeinen, protestirten die Genannten an Händen von Ziffern über erhaltene Preise gegen die in der Kammer der hessischen Landwirthschaf? gemachten äpnUnLUn^ b£-n Auslassungln der betreffenden Abgeordneten, sÄÄ uud tedes Verstandnitz für die Landwtrthschast mangelt, einer scharfen Kritik. Besonders scharf ging Obergutsoerwalter Dettweiler mit den Abgeordneten htr iUUh ^^ch Letzteren man unter den Fachmännern iTntPrbArn2pmb$ ic6c21 Ausstellung als einen Ignoranten bezeichnet habe. -bestall nahm die Versammlung schließlich folgende von dem Oeconomen w vorgeschlagene Resolunon einstimmig an: „Die Versammlung erklärt, daß die Ausspruche, Die in den Kammerverhandlungen vom 25. und 28. Februar über die Lage ber Landwirthschaft^ in Hessen von den Abgeordneten Grafen v. Oriola, sinb ' Bürgermeister Michel und Dr. Schröder gemacht worden M f rK 0fl! Bezirk als nicht zutreffend und protestirt ausdrücklich dagegen. ^ge Interesse, das die Abgeordneten an den land- wrrthschafllichen Verhaltnryen nehmen, so mochien sie dieselben doch bitten, sich künftig bester und nicht einseitig zu orientiren". Auf Anttag des Notar Dr. Huber wird noch ane zweite Resolution, tn welcher dem Abgeordneten Schröder das Befremden aus- ° b genauer Kenner der landwirthschafllichen Verhältnisse Rhein- Uensdie Borwurse nicht gebührend zuruckgewirsen habe, angenommen. Erstere Resolution sollsowohl der Kammer als auch dem Ministerium zugestellt werden. WnhpJZ b non im Großherzogthum Hessen wohnenden Er- LLrft n Patent - Anmeldimgeii Verfahren zur Vorbereitung des Malzes für die von Farbmalz, Mattin Haumüller in Worms. Lederstanze mit ein- und 3 ©ermann Äraft in Gießen. Als Bremse verwendbares Klinkenfchattwerk mit doppelten Antriebshebeln, Heinrich Hermann in Main,. - i Sicherheitsapparat füt Dampfkessel, H. Hommel in Malnz und ?11$ uom 7. August 1887 ab. Maschine zum Schneiden viereckigen Holzdrahts zur Zundholzfabrikation, PH. Gunder in Darmstadt, vom 7. August 1887 ab. Neuerung an dem in den Patentschriften Nr. 6368 und 6946 beschriebenen Gas- ^bstkr, E. Haas in Mainz^, vom 30. Juni 1887 ab. Zellenwalze mit verstellbarer Zellenticfe, Llrebiehl und L-chwan in Heppenheim a. d. W., vom 14. Juni 1887 ab. Neuerung an Filterpressen, L. A. Enzinger in Worms, vom 26. April 1887 ab. Danzig, 3. März. Alle Etsenbahnstrecken Westpreußens sind in Folge Schneeverwehungen gesperrt zahlreiche Züge sind im Schnee stecken geblieben. _ , A^?.:.b-März. Aus vielen Gebirgsgegenden laufen fortdauernd Berichte über un0en-cbfur$ ^a®lnen ein- 3m Ealcanthal (Eanton Graubünden) ist ein 80 Einwohner zahlendes Dörfchen Selma vollständig verschüttet worden, so daß k r^UrS aus dem Schnee hervorragt. Ebenso sind im Vtsperthale (Eanton Wallis) btt dem A>orfe Ronda 40 Gebäude unter dem Schnee begraben. Aus beiden ’®eDJ?I^run9 "och rechtzeitig flüchten können. Die Zuzüge zu mehreren kleineren Thalern sind gesperrt. ö 1 s. ^areIlI^-SD!nrA- '■H“® eingegaugenen Nachrichten ist das Dorf Trasquara an der italrenisch-walliser Grenze durch eine Lamine völlig zerstört. 9- CTnn„lk,4 3; „p?Vie das „Reuter'sche Bureau" auS Tamatave vom ?: ; 22. Februar ein heftiger Orkan einen großen Tbeil der Stadt tn Trümmer. Elf schiffe an der Küste, darunter der deutsche Schuner „Irene", gingen verloren; 20 Personen sollen das Leben eingebüßt haben. Ehicago, 3. März. Der Verkehr der Personen-, Lokal- und Güterzüge auf oer Ehicago - Burlington- und Quincy - Eisenbahn wird allmählich wieder ausgenommen^^ 1 Landwirthschaftliche Nachrichte«. (Nachdruck verboten.) , , - ^Schlupfwinkel für das Wild.) In unseren Wäldern fehlt es vielfach an niederem, dichten Gebüsch, welches dem Wild einen Unterschlupf gewährt. Rur Er- paltung eines fluten Wildstandes ist aber die Schaffung von solchen Unterschlupfwinkeln, in denen sich Hasen, Rehe, Hühner den Nachstellungen ihrer Feinde entziehen können, E^oßem Wcrthe und es kann daher den Waldbesitzern nur gerathen werden, an geeigneten Stellen so.che Schutzgebusche anzulegen. Als am besten passendes Gesttäuch zu diesem Zweck empfehlen wir die Weinrose (Rosa rubiginoaa), diesen in neuerer Beit ^ucy zu Hecken u. dgl. viel verwendeten R.'sevstrauch. Die Art ist vollkommen wetter- yart kommt in ledcm Boden fort und b vcf gar keiner befonberen Pflege. Sie ge- deiht sowohl unter Baumen als auch an sonnigen Abhängen und ist daher für jeden Ort geeignet. Als Schlupfwinkel für das Wild pflanzt man ca. 15-20 Stück auf einen Quadratmeter, in zwei bis drei Jahren haben sie sich soweit entwickelt, daß sic ■für55,16 »cwähtcn. Schließlich fei noch erwähnt, daß « In? kl * 8ur.®tu£^clt mit ihren weißen und mattrosa Blüthen einen prächtigen Anblick bieten und daß ihre reichlich erscheinenden Früchte von dem Wild im Winter gern gefressen werden. «Fruchtpreise.» Weizen X 17.70, Kvrn X 14.00, ^mC OmOn > Ä» X lä.W Erbsen X 00.00, Linsen X 00.00, Lein X 00.00 Samen J 00.00, Kartoffeln >> 0.00, Wicken 00.00 Kirchliche feit essntzkl. Gemeinde. G'n« Bibelstunde in der Kleinkinderschule, Markus °on an' 2esu Gang nach Golgatha und Kreuzigung. Vfarrer Dr. Naumann. “ 6 U#r: P°sNonsandacht in der Kirche- Briefkasten. Verfasser des „Eingesandt". Wir haben schon daß anonyme Einiendungen keine Aufnahme finden Aufnahme, dann treten eie aus Ihrer Anonymität einer persönlichen Rücksprache auf unser Bureau. unzählige Male bekannt gegeben, können. Wünschen Sie also die heraus und bemühen Sie sich zu D. Red. Bekanntmachung. Die am 29. Februar und 2. März d. I. in dem Stadtwald zu Hungen abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt und können die Abfuhrscheine gegen Hinterlegung der Bürgscheine alsbald bei Großh. Bürgermeisterei Hungen in Empfang genommen werden. Die Abfuhr des Holzes kann an allen Wochentagen gefchehen. Hungen, am 3. März 1388. Großh. Bürgermeisterei Hungen. Bender. 1844 Nutzholz- Versteigerung. Freitag, den 9. März er., soll in hiesigem Gemeinde-Wald folgendes Holz öffentlich versteigert werden: 165 Kiefern-Stämme — 35,79 fm, 182 Fichten- „ = 38,93 „ 97 „ Stangen I. Cl. (Sparren), ft tr U ft tt 763 „ „ III. „ (Spalierholz) und 206 Fichteu-Stangen IV. Cl. (Spalierholz), ® 35 rm Fichten-Nutzholzreiser. Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr am „Rothläufchen". Waldgirmes, den 3. März 1888. Der Bürgermeister: 1846__________Bernhardt. Holzversteigerung. Mittwoch, den?. März d.J, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Climbach er Gemeindewald, District Langenbruch und Krepskopf nachver- zetchnetes Holz versteigert werden: 85 Eichen-Stämme, 15—42 Cmtr. Durchmesser, 5—12 Mtr. Länge, 35 Nadel-Stämme, 15—40 ßmtr. Durchmesser, 5—14 Mtr. Länge, 1 Birken-Stamm, 32 Cmtr. Durchmesser, 8 Mtr. Länge, 16 Nadel-Derbstangen, 41 Nadel-Reisstangen, 60 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 40 „ Eichen- u. Nadel-Knüppel, 3700 Wellen Buchen- u. Nadel-Reisig, 33 Jkmtr. Buchen- und Eichen- Stockholz- Der Anfang ist im District Langenbruch. Climbach, 3. März 1888. Großh. Bürgermeisterei Climbach. __Stein._______1837 Holzversteigerung. Mittwoch den 7. März d. I., von Vormittags 9 Uhr an, soll im hiesigen Gemeindewald Wehrholz nachverzeichnetes Holz versteigert »erden: s 12 Eichenstämme mit 7,22 Festm., darunter 2 Stämme mit 4,60 Festm., 50 Nadelstämme und Stangen mit 1,56 Festm., 18 Rm. Eichenscheiter, zu Küser- und Glaserholz geeignet, 44 Rm. Eichen-Rundscheiter, 133 „ Buchenknüppel, 73 „ Eichenknüppel, 6500 Eichen-Wellen, 750 Nadel-Wellen, 41 Rm. Buchen-Stöcke, 19 „ Eichen-Stöcke. Die Zusammenkunft ist in der Schneise _ am Schaastrieb. Bemerkt wird, daß die Etchenstämme u. Eichenscheiter von Nachmittags 1 Uhr an zur Versteigerung kommen. Lang-Göns, den 1. März 1888. • Großh. Bürgermeisterei Lang-Göns. Brückel. 1778 Fische u. Geflügel große Auswahl bei ---- C. G. Kleinheitn. ! Holz-Versteigerung im Licher Gememdrwald. I. Bau- u. Nutzholz. Donnerstag den 8. März «erden in den Districten Rothenbusch und Kronau versteigert: 31 Eichen Stamm-Abschnitte von 35 bis 63 Ctm. Durchmesser, mit 31,25 Festm. Inhalt, 48 Elchen Schwellen - Stämme mit 26,20 Festm. Inhalt, 71 Eichen Gruben-u. Wagner-Stämme mit 19,20 Festm. Inhalt, 79 Hainbuchen Stamm-Abschnitte von 20 bis 40 Ctm. Durchmesser, mit 25,09 Festm. Inhalt, 17 Lindenstämme mit 8,46 Fm. Inhalt. Zusammenkunft und Anfang ist am Hattenröder Vlcinalweg am Waldeingang Vormittags 9V2 Uhr. 11. Brennholz. Freitag den 9. März werden in den Districten Rochenbusch und Kronau versteigert: 121 Rmtr. Buchen-Scheiter, 301 „ „ Knüppel (wovon 165 Rmtr. Stammknüppel sind), 7924 Buchen-Wellen, 1515 Eichen- und 3073 Weichholz- Wellen, 111,2 Rmtr. Buchen- und 20 Rmtr. Eichen-Stöcke. Zusammenkunft und Anfang ist im Rochenbusch auf der Wiesenschneise Vormittags 9!/2 Uhr. Lich, den 2. März 1888. Großh. Bürgermeisterei Lich. Walz.1792 Allgemeiner Holzversteigerung in der Jiirstl. Oberförstern Hohensolms am Freitag den 9. März er., Morgens 10 Uhr. im District Pfaffenmark aus dem Bechlinger Weg am Ruuden- wieSchen. 21 Eichen-Schnitt-Stämme, bis 67 Ctm. Durchmesser, mit 32,40 Festmeter, 2 Buchen desgl. mit 2,80 Festm., 43 Raummeter Buchen- u. Eichen- Scheitholz, 30 „ desgl. Prügelholz, 43 „ desgl. Stockholz, 1800 Wellen desgl. Reisholz I. Kl., 5000 „ desgl. „ I.u II.Kl. Hohensolms, den 29. Februar 1888. Fürstliche Oberförsterei. Rietsch. 1771 Anzeiger. Stammholz- Versteigerung Im Gemeindewald von O'oercleen GamSrag den 10 März, Vormittags von 9 Uhr ab; Beginn am „Schaalsberg": Eichen: 101 Stämme 1I./IV. Cl. = 44,54 Feftmeter, 5 Stangen I./1I. Cl. Kiefern: 335 Stämme 1II./V. Cl. = 46,30 Festmeter, 507 Stangen I./II. Cl. Gr.-Rechtenbach, 1. März 1888. 1795 Das Bürgermeister-Amt Holzversteigerung. Freitag, den 9. März er , Vormittags von 9 Uhr ab, im Lützellindener Markwald, Beginn an der Sandgrube. Eichen: 3 Stäume — 0,65 fm, 37 rm Knüppel, 1600 Wellen, Nadel: 1 Stamm — 0,24 fm, 335 Reisstangen, 19 rm Knüppel, 11400 Wellen und 4 rm Stöcke. Groß-Rechtenbach, 1. März 1888. 1743 Das Bürgermeister-Amt. Aeilgeöotenes. Holl. Bratbückinge, Leben-frische Schellfische n. Cavliau, Zander, Rbeinsairrreir, Seezungen empfiehlt in frischen Sendungen eintreffenb A. Kech Nacht., 1863 Hamburger Fisch- u. Delicatessen-Handl. 1 Sprungheerd, verschied. Möbel, Belten, Küchenschrank, wegzugshalber zu verkaufen. 1685 Näheres in der Expedition d Bl- Pfuhlfasser in allen Größen vorräthig bei 1722 PH. Lenz, Küfermeister, Klein-Linden. TIqiiq an einer der belebtesten ndUd Straßen, das sich zu jedem Geschäft eignet, ist zu verkaufen. Näheres in der Exp. d. Bl. 1823 Gem. Marmelade, Fst. Zwetschenhosig, la. Kpfelgetse u. Apfelkraut empfiehlt billigst Chr. Ludw. Thomas. 1052 10 Neuen Baue 10. Soeben traf ein Die größte Auswahl in CoiilinnatuleiLsliefel für Knaben und Mädchen empfiehlt -u biaigsten Preisen 1758 «Fullus Buch, ___Eike der MäuSbura. Irische Bratbückinge^ sehr schönes und vreiswerthes Geflügel, jede Woche 2 größere Sendungen, empfiehlt Carl Schwaab’8 1711 Delicatessenhandlung. Drogerie 2 von Otto Schaaf, Seltersweg 39, empfiehlt Kinder-Nährmittel: JLrrow-root Kraftwehl, Aibert-Biscuit-, feinst prä- parirtes Hafermehl, Legu- minofc, Malzextrakt, Milch - Zucker, Salep, Medicinal-Weive, Mrdicinsl-Leberthran । und alle sonstigen । Drogerie-Waaren. ^Flaschenbier^ Export Bier-Brauerei Pfungstadt. Kaiserbräu ä Flasche ... 25 Lager-Bier ä „ ... 20 „ bei jedem Quantum frei in's Haus liefert J. Arnold^ 1656______________Brandgaffe 6. Für Bauunternehmer, Gärtner etc. 1653 Meinen Bleichgarten nebst Wohnhaus will ich aus freier Hand verkaufen. Hch. Schmidt, Wallthorstraße 46. 13<9 Matratzenwolle billig abzugeben bei L. Mühlhausen, Westanlage 15.__ 1866 Eine Kaute Kuhmist zu verkaufen. August Schmidt, Marktstraße 26. Rede des Reichskanzlers Fürsten Bismarck. Nach dem amtl. stenograph. Bericht über die Reichstagsverhandlung am 6. Febr. 1888. (Als Anlimg den Text, des deutsch - österr. Vertrags enthaltend.) Preis r 50 Pfg. Holzversteigerung. Im Daubringer Gemeindewald kommt nachverzeichnetes Holz zur Versteigerung: Donnerstag den 8. März 71 Eichen-Stämme, bis zu 10 Meter Länge und 53 Ctm. Durchmesser mit 32,49 Festm., 113 Nadel-Stämme, bis zu 14 Meter Länge und 40 Ctm. Durchmesser mit 47,32 Festm., 33 Fichten - Derbstangen mit 1,15 Festm. Freitag den 9. März Scheith. Kuüppelh. Stockh. Reish Na ummeter Wellen Buchen 68 12 30 1350 Eichen 30 18 16 1000 Nadel 130 126 — 4750 Der Anfang ist jedesmal Morgens 9V2 Uhr im Buchenberg. Daubringen, am 1. März 1888. Großh. Bürgermeisterei Daubringen. __________Walter._______1786 Mittwoch, den 7. Mär?, Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich auf meiner Amtsstube eine vollst. Ladeneinrichtung und verschiedene Möbel. Geißler, 1861 Gerichtsvollzieher. Gleichzeitig empfehlen wir das vorzügliche, neue Portrait Bismarckkopf Profil in Lichtdruck. Folio. Nach Lenbach. ----- Das Original im Besitz der Tochter des Fürsten. ----- Preis: Mk. 2. 1276 J. Bicker'sche Buchhandlung, Giessen. 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I 1852] Backfteinmacher gesucht, ofen zu verkaufen. Mühlgasse 14. I Heinrich Rinn V», Heuchelheiim. 1853 1848 Dienstag Abend bei Scharmaim 1841 Loui» Scheid. Ekristian Scriba, Pfarrer. Meline Scriba, geb. Groß. 1843 Auf Ostern wird für einen jungen gebildeten, durchaus soliden und sehr vermögenden Saufmann aus hiesiger guter Familie in Gießen Stelle als EommiS gesucht. Gehaltsansprüche 900 Mark. Der Betreffende war längere Zeit in einem Bankgeschäft, einer Bandfabrik und in England thatig. Augenblicklich als Volontair in einem Engros-Gtßarren; und Tabak-Geschäft in Frankfurt wirkend. Borzügliche Zeugnisse stehen z. Diensten. Gefäll. Anfragen befördert die Exped. des Gießener Anzeigers unter W. K. Vergebung von Bauarbeiten. Die beim Wiederaufbau der CL- garrenfabrik nothwendigen Bauarbeiten sollen im Submissionswege vergeben werden. Pläne und Voranschlag liegen bei Unterzeichnetem während 8 Tagen offen und können Unternehmer daselbst ihre Angebote einreichen. heute früh 2% Ufr im Alter von 2 Jahren und 7 Monaten von feinen langen und schweren Leiden zu erlösen. Alten-Buseck, den 4. März 1888. mit guter Schulbildung. _____ Nowack & Schlüter. BäderKerwaltungen, Hotels, Restaurants rc finden beste und billigste Ausführung ihrer Em- pfehlungS-Anzeigen in allen Zeitungen und Zeitschriften durch die älteste Annoncen-Expedition Haafesstei« St Bögler, Frankfurt a. M. Rath wegen zweckmäßigster Ab- faffung der Inserate und Auswahl der Zeitungen, sowie Kosten- Anschläge und Kataloge gratis und franco 505 Hochachtungsvoll Jacob Wacker M ühlgasse. 1840 Ein solider Mann (mit seiner Mutter wohnend), sucht eine kleine Wohnung von 1 oder 2 Zimmern mit Küche in einem reinlichen Haus. Näheres in der Expedition d. Bl. 1842 Ein mit allen Arbeiten, Schäden rc. re. vertrauter Müller wird gesucht. — hu erfragen in der Expedition d Bl- »ÄSÄ, _________Jacob Wacker, Mühlgasse. Bei 1000 Mark Gehalt und Provision sucht solide Leute zum Per- c!Siae«n «• >n Post- collrs an Private __Wilh. Volckmann, Hamburg. 1791 Ein noch innger Schreineraeselle gesucht. Weinhardt, Schreinermstr. Kleinkinder - Bewahranstalt. .. ^0N dieser Woche an werden die Beiträge für unsere Anstalt für das 1. Vierteljahr d. I-, mit denen zugleich der Gesammt-Jahres-Beitraa aerablt werdcn kann, erhoben werden. Mit der Erhebung der Beiträge ist unsere Anstalts-Dienerin Elise Werner, sonst Niemand, beauftragt. Indem wir dies den Wohlthätern und Freunden der Anstalt mittheilen rlchten wir an dieselben die herzliche Bitte, uns auch in diesem Jahre freundlichste Unterstützung gewähren zu wollen. Wir haben ständig für mehr als 200 Kinder in unserer Anstalt zu sorgen, und wir haben außerordentlicherweise infolge der in der Kleinkind er- 'chule ausgebrochenen Feuersbrunst zur Wiederherstellung des Dachstuhls etwa 700 Mark mehr aufzuwenden, als uns aus der Brandkaffe an Entschädigung gezahlt werden konnte. Hierzu sind wir zumeist auf Liebesgaben angewiesen Gießen, den 5. März 1888. 0 ' Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt. __________________Dr. Naumann, Pfarrer. Freiwillige Krankenpstege im Kriege. Den Damen und Herren, welche sich zur freiwilligen Krankenpflege gemeldet haben, diene hiermit zur gefälligen Notiz, daß, ehe der Unterricht beginnt, vorerst Erkundigung eingezogen werden soll, wie es in anderen Städten damit gehalten wird und insbesondere, welche Zeit auf den Unterricht zu verwenden ist. Es wird danach demnächst Näheres bekannt gegeben werden Gießen, den 4. März 1888. Der Dorstand des H ül fs v e re ins. Coursdericht der Frankfurter Börse. ReichSbank-Disconto 3% 3. Mär, 1«««. Franks. Bank-DiSwnto 8«;ä Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem Tode unseres geliebten Gatten, Vaters, Bruders und Onkels, Philipp Kramer, Postschaffner, sowie dem Kriegerverein und Verein Concordia, wie auch für die tröst. rxaen ^es Herrn Pfarrer Schlosser sagen wir unseren Herz- lichsten Dank. 1871 ■Pte trauernden Hinterbliebene Todes-Anzeige. hi,rh,^*tr6tei?C1nbcrteV3In5ei8e ma$en wir Verwandten und Freunden WUkLk Mittheilung, daß es Gott gesallen hat, unser Christian vermischte Anzeigen. 1817 Ein junger gewandter Gärtner gesucht, der sowohl die Gemüse- wie Zieraärtnerei gründlich versteht und durchaus selbstständig arbeiten kann- Anerbietungen mit Lohnanfprüchen und Angabe der innegehabten Stellungen schriftlich an die Exped. d. Bl- 1768 Einen Gesellen u. einen Lehrling sucht C. Pfeil, Schreiner Löwengaffe ß. 1867] Pferdeteppich gesunden. _________________Frankfurterstraße 78, 1847 Einen Arbeitsbeutel verloren. Abzugeben Frankftirterstraße 41. Ein HäüWuWhe Im Alter von 16-18 Jahren in ein «olonialwaar-ngesckiäft gesucht. Derselbe muh gewandt sein und gute'Em- psehlungen besitzen. Näheres in der Exped^d. Bl. 1726 1851 Ein reinliche Lauffrau oder Mädchen auf sofort gesucht. Näheres in der Expedition d- Bl. Rkda°ti°n: «. Scheyda. - Truck und Berlag der Vrühl'schen Druckerei (Fv. Ehr. Pietsch) in Stehen. 7 Hausbursche Z gesucht von Ehr. WallenfelS.^ Modes. Für ein erstes Putz-Geschäft werden Lehrmädchen aus guter Familie gesucht. Offerten nimmt die Expedition d- Bl- entgeaen.__1869 186t] Tüchtige Mädchen für Küche und Haus u. 4 Mädchen o. 15—17 Jahr. such, pass. Stell d. Fr.Hüttenberger, Reust. 52. 1865 Ein junger Man« aus guter Familie kann zum 1. April, eventuell früher, als Lehrling in meine Buchhandlung eintreten. Fehsenfeld'S Universitäts-Buch. Handlung und Antiquariat _________lM. Baltz) Gießen._________ ^868 Wir suchen auf Ostern einen Geselligkeits Verein Gleiberg. Ausserordentliche Generalversammlung am Mittwoch den 7. Mär,, Nachmittags 3 Uhr. im Hotel Victoria zu Glessen. Tagesordnung: Mittheilungen über allgemeine Sesellschaftsangelegenheiten, Wahl des Vorstandes nach §.11 der neuen Statuten Ernennung von Ehrenmitgliedern. ----------Der Vorstand. Zur gefälligen Beachtung. überne^ne, 'mache ich XXfi 2nst°ndhalten der^mir übertragenen Ruhestätten übeFehme ES wird stets mein Bestreben fein, die Zufriedenheit meiner geehrten Auftrag- getiei: mtr zu erhalten; ich hoffe dem verehrten Publikum zu zeigen daß ick- die übernommenen Verpflichtungen zu würdigen weiß und denselben nachzitt kommen wird stets mein eifrigstes Bemühen jein. Derrmethungen. 1856 Mansardenwohnung zu vermiethen. _______________________Seltersweg 26. 1870] Westanlage 23: Belleiage, sieden Zimmer und Zubehör, per 1- Juli zu vermiethen.__ Aug. Montanus. 1849 Ein schönes Logis von 4 Zimmern nebst^ Garten, nahe am Bahnhof zu verm. Näheres Frankfurterftraße 49. 1850 Ein kleines Familienlogis zu vermiethen.___Neuenweg 25. 238J Mansarden-Wohnung, 3 Zimmer mit Zubehör zum 1. April zu oermietben bet CH. Haubach n. an der Rodheimerftraße.____ 652 Der 2. Stock, 5 Zimmer und Zubehör, alsbald zu vermiethen. _________Lahnstraße 5. 667] Südanlage 11 der dritte Stock vom 1. April ab zu verm. Navmann. 728 Ein Logis, 4 Zimmer mit Zube- hor und Gartenantheil zu vermiethen. ____Steinftraße 55 II. 1104] 3. Stock, 6 Zimmer mit Zubeh?, neu hergerichtet, sofort ober später zu ver- miethen. _________Bismarckstraße 10. 1740 Ein Logis zu vermiethen bei ______________Th. Dogt, Löwengasse. 1750 Em Familienlogis zu vermiethen. _________________Asterweg 3. 1827 Geräumige Wohnung, 4 bis 5 Zimmer, geschlossener Vorplatz, schöne Mche mit Wasserleitung, per April zu vermiethen Wilh. Reiber, Seltersweg 38. 1623] Gut möbl. Zimmer oermiethet __Alb. Behrend, Maiktstr. 32. 1731 Zwei freund!, möblirte Zimmer zu vermiethen.________Sonnenstraße 6. 1550 Ein freundlich mövlirtes Zimmer zu vermiethen. ____H. Kinkel, Marktftraße 32. 1754 In der Süd-Anlage ist ein schön möbl. Zimmer mit Cabinet an einen ruhigen Herrn zu vermiethen- Wo? sagt die Expedition d. Bl. 824 Ein schön möblirtes Zimmer sofort zu vermiethen. Bahnhofstr. 61 III. 904 Ein möblirtes oder unmöblirtes Zimmer zu vermiethen. __Seltersweg 12. 568 Ein elegant möbl. Wohn- und Schlafzimmer.__________Seltersweg 31. 1838 Ein kl. möblirtes Zimmer zu vermiethen. Grünbergerstr. 18 IV. 1839 Ein möblirtes Zimmer zu oer^ miethen. Grünbergerstr. 14, Nebenhaus. 1859 Zwei schön möbl. Zimmer, ^ev. getrennt, zu vermiethen. Restauration Teutonia, Grünbergerstraße III. 1860 Ein möbl. Zimmer zu oermietben. __Schillerstraße 27. 1701] Ecktaben mit Wohnung zu oere miethen. Marktstraße 34. Akademisches^MpM. Dr-t Dienst Mädchen avf sofort gesucht.____1746 1749 Ein Dienstmädchen gesucht. __________ Ludwigsplatz 3. Gesucht 1753 ein tüchtiges älteres Mädchen für Küche und Hausarbeit. ___________________ Alicestraße 11 II. Preußische Consold 106.80 V Vr/o do. 101.70 4% Nassauer Oblig. 102 60 4% Bayerische Oblig. 106.10 J 0 Badische Oblig. 105.00 4o/o Hessische Oblig. 106.20 4% Franks. Hypothbk.-Pfandbr. o.,n/ L alte 100 90, neue 102.20