Irr. 181. Erstes Blatt. Sonntag den 5. August Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureaur Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. -reiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. >urch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Imtticher Ißeit. Betreffend: Die Nachfuchung der Berechtigung zum einjährig »freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugnisse«. Bekanntmachung. ... . Diejenigen jungen LeBe, welche auf Grund ihrer Sch ulzeugniffe di-Berechtigung zum einjShrig.freimilligen Dienst nachsuchen wollen, werd« Hierdurch aut die nachfolgenden. bet Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschnften mit dem Ansügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvollstSndia« -Gesuche ohne Wertere- zurückgegeben werden. v «hwuhwivv 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meidende im Großherzog- thum Hessen gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2. Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Jahres nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das 20. Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahres zu erbringen. 3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Act en formst (nicht Briffpapier) zu verwenden. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. 4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: 8. GedurtSzeugniß; b. ein Einwilligungs-Atte st des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit u. Fähigkeit, den Freiwilligen Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der §§ 88, 89, 90, 93 und während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpflegen; e. ein Unbeich oltenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen junge« Leute durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; d. das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b: daß in dem Einwilligungs-Attest die Erklärung des Vaters ober Vormundes, in der Lage zu fein, den Freiwilligen während des emjährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen darf. Zu pos. (1: daß die Schulzeugnis! e, mit Ausnahme der Reifezeugnisse für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezeugnisse für die Prima der Gymnasien und Realschule» 1. Old., sämmtlich nach dem Schema 17 zur Ersatz-Ordnung (I. Therl der Wehr-Ordnung vom 28. September 1875 — Reg.-Bl. Nr. 55 von 1875) ausgestellt sein muffen. 94 der angeführten Ersatz »Orb. verwiesen. Großherzogliche Prüflings,Commission -einjährig Freiwillige. Der'Vorsitzende:' Dr Zeller. Gefunden: 1 schwarzer Regenschirm, 1 Haarpfeil, 1 Portemonnaie, 1 Armband, 1 Notizbuch, 1 Laterne, 1 Band Schröders Werke, 1 Paar Handschuhe, 1 Glätteisen. Gießen, am 4. August 1888. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Kraemer. Politische Ueberficht. Gießen, 4. August. Heber die nächsten Reisen deS Kaisers verlautet bis jetzt nur so viel mit Bestimmtheit, daß sich der Kaiser am 23. August zum Ritterschaftsfest des Johanniterordens nach Sonnenburg in der Neumark begiebt, um feierltchst das Protectorat über den Orden zu übernehmen; Herrenmeister desselben ist bekanntlich Prinz Albrecht von Preußen. Auch die Reise des Kaisers nach Bayreuth zu einer der Parsival-Aufführungen gilt als sicher, nur bezüglich des Tages herrscht noch Ungewißheit. Was indessen über Besuche des Kaisers an verschiedenen deutschen Höfen und seine Gegenwart bei. den Manövern nichtpreußischer Truppenconttngente verlautet, beruht vorläufig mehr' auf Gerüchten, als auf bestimmteren Nachrichten, während allerdings hinsichtlich der Reisen Kaiser Wilhelms nach Wien und Rom jetzt von mehreren Seiten übereinstimmend versichert wird, daß dieselben Anfang October erfolgen würden. Nach einer Privatmeldung des „B. T." aus Rom werden die italienische Regierung und die städtischen Behörden schon in diesen Tagen über die feierlichen Vorbereitungen zum Empfange Kaiser Wilhelms Beschluß fassen. Auch die vieloentilirte Frage, wie es bei dem Besuche des deutschen Kaisers in Rom mit seinem Erscheinen im Vatican zu halten sei, soll durch bezügliche Verhandlungen zwischen den betheiligten Kreisen bereits glücklich geregelt sein. Der Prinz-Regent von Bayern richtete an den Ministerpräsidenten v. Lutz ein Handschreiben, welches die Großartigkeit der König-Ludwig-Eentenarfeier heroor- hebt und der Stadt München wie allen Festtheilnehmern den lebhaftesten Dank des Regenten ausspricht. Das Schreiben schließt: „Es ist die beglückendste Empfindung, die Liebe zum Volke durch die Liebe des Volkes erwidert zu sehen. Der heißeste Wunsch, der mich erfüllt, gilt dem Wohle Bayerns, das Gott zu allen Zetten schützen und schirmen möge/' Die Ausdehnung der bislang schon in den Gerichtssprengeln Wien, Korneuburg und Wiener-Neustadt bestandenen Ausnahmemaßregel infolge anarchistischer Gefahren auf die hauptsächlichsten Jndustriee-Eentren des übrigen Oesterreichs diesseits der Leitha deutet auf ein planmäßiges Vorgehen der österreichischen Regierung gegen die anarchistische Partei hin. Diese Ausnahme-Maßregel — Einstellung der Thätigkeit der Geschworenengerichte in Strafsachen anarchistischer Natur — war seinerzeit für die drei genannten Gerichtssprengel verfügt worden, als die Unthaten eines Eifert, Läm- merer u. s. w. ganz Wien und Umgebung in Auflegung setzten. Wenn sich jetzt die österreichische Regierung veranlaßt gesehen hat, auch die hervorragendsten Industrie- Bezirke Böhmens, Mährens, Steiermarks und Oberösterreichs (Wels) in den Bereich I der erwähnten Maßregel zu ziehen, so müssen schwerwiegende Gründe dafür gesprochen | haben, die offenbar auf das Anwachsen der anarchistischen Bewegung in Oesterreich ! zurückzufuhren sind. Die betreffende Verfügung des Wiener Gesammtministeriums bedarf noch der unverwetlten Zustimmung des Reichsrathes nach dessen Zusammentritte. Die Berathung des englischen Unterhauses über die „Parnell-Bill" fördert immer neue Zwischenfälle zu Tage. In der Donnelstagssitzung stellte der bekannte radicale Deputirte Labouchdre einen Antrag, nach welchem ein, die Parnelliten, Gladstone u. s. w. wegen ihrer Verschleppungstaktik heftig angreifender Leitartikel der »Times" als die Privilegien des Hauses verletzend bezeichnet werden sollte. Der Schahsecretair Goschen konnte nicht umhin, anzuerkennen, daß die „Times" die Privilegien des Hauses verletzt habe, hielt es aber für rathsam, den Labouchdre'schen Antrag in Hinblick auf ähnliche Präcedenzen durch Uebergang zur Tagesordnung zu erledigen. Hieraus ersuchte Gladstone seinen Parteifreund Labouchöre, seinen Antrag zurückzuziehen, was nach heftigen Angriffen der oppositionellen Deputirten Redmond und Morley auf die „Times" auch geschah. Die Pforte hat endlich nach langem Zögern die russische Note, welche die Türkei an die Erfüllung ihrer Geldverpflichtungen Rußland gegenüber erinnerte, beantwortet. Die türkische Regierung gesteht in ihrer Antwort-Note die Berechtigung der russischen Kriegsentschädigungsforderungen zu und legt im Weiteren dar, weshalb man türkischerseits diese Forderungen noch immer nicht habe erfüllen können: Mißernten, schlechter Eingang der Steuern u. s. w. Alsdann verspricht die Note für die Zukunft pünktliche Einhaltung der Fälligkeiten und schlägt behufs Tllgung des aufgelaufenen Rückstandes von 700,000 Pfund (türkisch) vor, die jährliche Rate von 350,000 Pfund auf 450,000 Pfund zu erhöhen, so daß also der Rückstand in sieben Jahren amorttfirt sein würde. Die Pforte hätte also neben der regelmäßigen Rate von 350,000 Pfund jährlich noch außerdem 100,000 Pfund zu bezahlen und wo die türkischen Staatsmänner diese Summen hernehmen wollen, da kaum die gewöhnlichen laufenden Staatsausgaben bestritten werden können, mag — Allah wissen! In Petersburg selbst weiß man sehr wohl, daß von der Türkei gegenwärtig trotz aller Zahlungsoersicherungen kein Heller zu erlangen ist, so daß verrnuthlich russischerseits die Nothwendigkeit eines „Faustpfandes" stärker betont werden wird, als bisher. Deutschland. Berlin. Kaiserin Friedrich hat den Oberbaurath Schmidt mit der Anfertigung von Plänen zu einem Mausoleum für Kaiser Friedrich beauftragt. Das Mausoleum soll nach dem Muster der Kirche zum heiligen Grabe in Jnnichen bei Toblach gebaut werden. — Die Spandauer Königliche Gewehrfabrik erfährt jetzt eine bedeutende Erweiterung. Die jetzt bestehende Munitionsfabrik wird durch ein großes Gebäude erweitert. Nach sicheren Mittheilungen werden die Munitionsfabriken von Erfurt und Danzig nach Spandau verlegt werden. Telegraphische Depeschen. Wolf?'- telegr. Korrespondenz - Bureau. Berlin, 3. August. Der Kaiser wohnte Morgens einer Gefechtsübung bei Sarmund bei und empfing um l3/< Ubr den Abgesandten des Sultans, Munir Pascha, nebst Begleitung in feierlicher Audienz im Stadtschlosse zu Potsdam. Später fand ein größeres Diner statt, welchem Herbert Bismarck, der hiesige türkische Botschafter, Fürst Radolin rc. beiwohnten. — Der Kaiser befahl, das Mausoleum in Charlottenburg dem Publikum zu öffnen. — Zu Ehren des außerordentlichen türkischen Gesandten Munir Pascha findet morgen bei Graf Herbert Bismarck ein Diner statt. — Graf Bismarck verläßt am Sonntag Berlin mit sechswöchentlichem Urlaub. Berlin, 3. August. Heute Mittag fand die Gedächtnißfeier der Universität für ihren Stifter Friedrich Wilhelm HL statt, welcher Finanzmintfter Scholz, Mintsterial- director Greiff und Unterstaatssecrelär Naffe beiwohnten. Die Festrede hielt der Rector Schwenderer über die Entstehung des hiesigen botanischen Gartens und die Bedeutung botanischer Gärten für die Pflanzenkunde. Hierauf folgte die Verkündigung der Resultate der Bearbeitung der Pretsausgaben, sowie bte Bekanntmachung der neuen Preisaufgaben. Die Feier begann und schlotz mit einem Feftgesang. Warrnbrunn, 3. August. In Folge des anhaltenden Regens ist großes Hochwasser eingetreten. Brücke und Chaussee nach Hirschberg sind gesperrt. Der Verkehr findet auf Umwegen statt. Hirschberg, 3. August. Die Eisenbahnstrecken Gretffenberg-Friedberg, Greiffen- berg-LÖwenberg, ^auban-Langenöls sind wegen Hochwassers gesperrt. Der Bahnhof Lauban ist überschwemmt. München, 3. August. Dem Magistrat ging ein Telegramm der Stadtbehörden Roms zu, das anzeigt, die städtischen Collegien von Rom beschlossen die Aufstellung der Büste König Ludwigs I. auf dem Capitol. Bern, 3. August. In Folge des anhaltenden Regens findet überall ein starkes Steigen der Gewässer statt. Die Linie Briens-Meirtngen der Brünigbahn ist zeitweise unterbrochen. Bei Granges (Unter-Wallis) konnte gestern der Eisenbahnverkehr nur mittels Umladung der Reisenden fortgesetzt werden. Dle Gotthardbahn ist bei Atting- Hausen überschwemmt, eine Brücke beschädigt, der Bahnoerkehr jedoch nach kurzer Unter; brechuna wieder hergestellt. Paris, 3. August. Nach einer Meldung der „Ag. Havas" wird Gablet heute den Mächten eine Note bezüglich der Massauahfrage übersenden. In derselben wird ausgesührt, daß die Action Italiens bis zum 5. Febr. 1885 zurückreiche. Italien habe damals den Mächten erklärt, daß sein Vorgehen nur den Zweck habe, das Besitzthum der italienischen Staatsangehörigen zu schützen und daß keineswegs die Absicht einer territorialen Ausdehnung bestehe. Am 16. Februar 1885 fei die Unterzeichnung des Berliner Vertrages erfolgt. Italien habe indessen die Besitzergreifung nicht notifizirt, wie dies der Berliner Vertrag vorschrieb. Bis Ende 1885 habe die egyvtische Flagge fortdauernd neben der italienischen in Massauah geweht, wenn die egyptische Garnison alsdann zurückgezogen wurde, wenn Egypten aufgab, in Massauah thatsächlich die Polizei- Sewalt auszuüben, die ihm seitens der Türkei übertragen war. um zu vermeiden, daß ie in Arabien stehenden türkischen Truppen das rothe Meer überschreiten müßten, so erklärte die italienische Regierung doch noch 1887 in dem Augenblicke, als sie sich zur Blockirung Massauahs anschickte, daß die Souveränitätsfrage in der Schwebe bliebe. Es fei daher zweifellos, daß wenigstens bis zum Erscheinen der jüngsten italienischen Note die früheren Eapitulationen noch zu Recht beständen. Goblet's Note soll, wie es heißt, sofort nach Uebermittelung an die betheiligten Mächte veröffentlicht werden. Paris, 3. August. Trotz verschiedener heutiger heftigen Versammlungen in der Arbeiter vor se ist die Mehrzahl Der Strikenden entmuthigt und hat bereits in großer Anzahl die Arbeit wieder aufgenommen. London, 3. August. Das Reuter'sche Bureau ist zu der Mittheilung ermächtigt, daß das Gerücht, die Königin wolle sich im Herbst nach Baden-Baden begeben, unbegründet sei. London, 3. August. Das Oberhaus nahm den Antrag Dunraven's, die Untersuchung über das Schwitzsystem auf das ganze vereinigte Königreich auszudehnen, an. — Lord Salisbury erklärt, daß Italien Massauah, wenn nicht mit der Zustimmung Englands, so doch mit dessen Dorwissen in Besitz genommen habe, wodurch England diesbezügliche Vertragsverpflichtungen übernommen habe. Er hoffe, ein Con- flikt werde vermieden werden. Nach dem früheren Mißerfolg der Vermittelung sei es unmöglich, aufs Neue eine Vermittelung anjubieten. England sei jedoch bereit, jede passende Gelegenheit zur Herstellung des Friedens zu ergretien. — Im Unterhaufe erklärte Fergusson, der Sklaoenyandel in Mittelafrika und Ostafrika werde besser begrenzt werden, sobald englffche und deutsche Gesellschaften die ostafrikanifchett Küsten verwalten. England wirke mit anderen civilisirten Machten zur Unterdrückung und Bestrafung des Sklavenbandels zusammen, der neue Sultan von Zanzibar sei nach besten Kräften dabei behilflich. Rom, 3. August. Die „Riforma" will nach einer Athener Mittheilung wissen, her griechische Minister des Auswärtigen habe, nachdem er Abschriften der ital'rnischen Boten in Betreff Massauahs erhalten, daraus die Zustimmung der Großmächte ersehen und sich denselben angeschlosfen. Lofia, 3. August. Nach einer Meldung der „Agence Havas" sandte der italienische Eapitän Luccta durch den italienischen Consul seine Vollmachten an den Präfekten in Bagardjir, laut welchen er beauftragt ist, Sendboten an die Briganten abzusenden. Der Präfekt weigerte sich, ohne Befehl der Regierung dem Wunsche nachzukommen. Die Consuln Oesterreichs, Griechenlands und Italiens sandten eine Note an die bulgarische Regierung, in der der officieUe Charakter Cuccia's nochmals heroor- gehoden wird^ Die letztere antwortete, sie ziehe ihre Truppen aus den Gebirgsgegenden zurück, übernehme aber keinerlei Verantwortung für weitere Unternehmungen Cuccia's. Lokales. Gießen, 4. August. Ueber das am nächsten Donnerstag den 9. August statt- fmbenbe Jugenbfeft ist uns seitens bes Comiis's bas nachstehende Programm zugestellt worben: Donnerstag ben 9. Auaust, Mittags 121/» Uhr, stellt sich der Feftzug in Oswalbsgarten zum Abmarsch nach bem Philosophenwald auf. Der Zug nimmt seinen Weg durch: Neustadt. Marktplatz, Schulstraße, Neuenbäue und Grünbergerftraße. Aus dem Festplatze: Aufftellung der einzelnen Züge vor der Rednerbühne, Gesang des Liedes Nr. 1 (Tretet in die Runde rc ), Ansprache, Gesang des Liebes Nr. 2 (Deutschland, Deutschland, über Alles rc ). Zwei Böllerschüsse geben hierauf das Zeichen zum Abmarsch der einzelnen Züge nach den Spielplätzen. Nach Beendigung des ersten Spiels verkündigen zwei Böllerschüsse eine einstünbige Pause. Der Schluß der Pause und der Anfang des zweiten Spiels werden abermals durch zwei Böllerschüsse be- »eichnet. Nach Beendigung des zweiten Spiels: Verkeilung der Gaben auf den verschiedenen Spielplätzen, bei turnerischen Leistungen der Preise. — Abmarsch der einzelnen Zuge nach dem Trieb. Aufstellung, Gesang des Liedes Nr. 3 (Es braust ein Ruf wie Donnerhall rc-), geordneter Hetmzug und Auflösung des Zuges vor der Turnhalle. Gießen, 4. August. Die Zahl der von ben Lanbarmenverbänben des Großher- zogthmns in Folge gesetzlicher Verpflichtung im Etatsjahre 1886/87 unterstützten Personen beträgt 1264, davon 626 mit bauernbem Aufenthalt im Kreis, 262 mit vorübergehenbem Aufenthalt im Kreis unb 376 ohne Wohnsitz ober Aufenthalt im Kreis. Die hierfür auf; gewendeten Summen bezifferten sich insgesammt auf JL 79121,30, wovon auf die Provinz Oberheffen JL 30 364,73, auf den Kreis Gießen JL 8870,54 kommen. Die Zahl der unterstützten Personen im Kreise Gießen betrug 102, davon besaßen 58 früher den Unterstützungswohnsitz im Kreise Gießen, 9 außerhalb des Kreises Gießen, 35 außerhalb des Großherzogthums. Von 12 in der Provinz Oberheffen mit JL 352,65 Unterstützten konnten deren Aufenthaltsverhältnisse überhaupt nicht ober doch bei Weitem nicht so genau ermittelt werden, daß sie einer bestimmten Kategorie Unterstützungsbedürftiger überwiesen werden konnten. Am meisten belastet erscheinen die Provinzen Starkenburg (mit 562 Personen und JL 32 017,92 Unterstützung) und Oberheffen imif379 Personen und 30 364,73 Unterstützung), wogegen die Provinz Rheinhessen bei 323 Unterstützten ben Betrag von dL 16738,65 auszuwenden hatte. Gießen, 4. August. Der hiesige Schützenverein begeht am nächsten Montag, den 6. August, Nachmittags 4 Uhr, die feierliche Grundsteinlegung seines neu zu erbauenden Vereinshauses. — Der Männenurnverein Gießen bekheiliat sich mit einer größeren Anzahl seiner Mitglieder an der morgigen Gauturnfahrt nach dem Hainig bei Lauterbach. Gießen, 4 August. Ein hiesiger Schuljunge, welcher durch das Besorgen von Wäsche Zutritt in die Gesellenstuben verschiedener hiesiger Bäckereien hatte, plünderte schon längere Zeit die Hosentaschen der Bäckergesellen, wahrend diese ihr Mittagsschläfchen hielten. Einem derselben nahm der jugendliche Dieb vor einigen Tagen das Portemonnaie mit 25 Mark Inhalt und verjubelte das Geld bis auf einige Mark. Auch andere Gegenstände verschmähte das Kerlchen bet solchen Gelegenheiten nicht mitzunehmen. — Eine Anzahl Lehrlinge der verschiedensten Berufsarten haben in letzter Zeit Hiesige Wirthe dadurch geschädigt, daß sie den an den Wirthschasten ausgestellten Automaten statt ein 10-Pfennigstück für das bekannte Schächtelchen mit Chocvlade 'c. ein rund geklopftes Stück Blei biibrachten. Die Thäler sind ermittelt und zur Anzeige gebracht. Gießen, 4. August. Ein junges Mädchen von Bersrod wurde unter dem Verdacht der Kindestödiung zur Anzeige gebracht. In Folge dessen begab sich das Gericht in Begleitung der Staatsanwaltschaft und Der Gerichtsärzte gestern nach Bersrod um den Thatbestand festzustellen. Vermischtes. Gießen, 2. August. (Inländische Gießereiroheisen-Erzeugung.) Es durfte nur wenig bekannt fein — schreibt das „Gewerbeblatt" — daß der Sitz der bedeutendsten Productionsstätte von Qualitäts-Gietzeretroheisen des Deutschen Reichs sich in unserem Lande und zwar zu Main-Weser-Hütte bet Lollar befindet. Die vier an den Stationen Lollar, Gießen, Wetzlar und Burgsolms gelegenen Hochofenwerke der Buderus'scheu Eisenwerke liefern mit ihren 7 großen Hochöfen — neben namhaften Quantitäten Puddlingsroheisen, das zu ben bevorzugtesten Qualitäten von Stabeisen, Draht und Blech verarbeitet wirb — im Gegensatz zu ben phosphorreicheki unb des- halb rninberwerthigen Zuschlageisensorten von Luxemburg und Lothringen, das sogenannte Qualitäts-Gietzeretroheisen aus Roth-, Braun- und Magnet-Eisenerzen der Provinz Hessen-Nassau, des Kreises Wetzlar und der Provinz Oberhessen zur Zeit in Hohe von ca. 80,000 Tonnen (8000 Doppellader) pro Jahr. Production und Absatz haben sich in den letzten Jahren jährlich um 10—15,000 Tonnen vermehrt und nehmen dieselben noch stetig zu, sie werden bald 100,000 Tonnen erreicht haben! Dcr Versandt erfolgt zur Zeit mit täglich 25—30 Doppellabern nach allen Consumtionsgebteten Deutschlanbs einschl. Elsaß-Lothringen, sowie der Schweiz unb in kleineren Quantitäten auch in das Ausland. Die Fabrikation hat vor etwa 10 Jahren begonnen, als die Roheisenpreise ganz erheblich höher standen als heute. Unstreitig ist diese erfreuliche Thatsache, wo bei Verwendung lediglich inländischer Bodenschätze das früher im- portirte ausländische (englt che) Fabrikat in gleicher Höhe verdrängt, die inländische Productioität um diese erhebliche Summe, ohne Benachtheiltgung der Consumeuten, erhöht wurde, eine gute Folge der heutigen wirthschafUichen Verhältnisse, allerdings auch der eifrigen unb umsichtigen Bestrebungen der Fabrikanten. Offenbach, 3. August. Soeben, um 10 Uhr Abends, ist hier ein großer Brant» in der Seifenfabrik Naumann ausgebrochen. (F. Z.) D Frankfurt, 3. August, lieber unseren erwischten Stlberdieb Bergmann,, der immer noch das größte Interesse erregt, kann ich Ihnen heute melden, daß man bis zur Stunde weder seinen wahren Diamen, noch seine Heimath kennt. Pseudo- Bergmann behauptet mit eisiger Ruhe, ben Namen mit Recht zu führen. Die an- gestellten Ermittelungen Haden inbeß ergeben, daß seine Geliebte eine Frau Bergmann geb. Schmitz, er aber nicht deren Mann ist. B.'s Schweigsamkeit in diesem Punkt ist in der That fast ein sicheres Anzeichen dafür, daß er weit mehr auf bem Kerbholz bat, als jene 4 Einbrüche, von denen man weiß, baß er sie verübt ober boch habet be- theiligt war. Er benimmt sich nach wie vor mit größter Ruhe unb sucht augenschein- lich gerabe baburch den Anschein zu erwecken, wie wenn er sich frei von aller Schuld fühle unb in ber That ber ehrliche, wohlsituirte Bürger wäre, für ben er sich gleich bei seiner Ststtrung ausgab. Wie ein soliber, harmloser Rentner freilich zu zahlreichen Dietrichen, Bohrern. Schraubstöcken, Seilen, Löthkolben u. dgl. Dingen kommt, ist eine anbere Frage, die Pseudo-Bergmann vielleicht genügend beantworten kann. Wegen ber oben erwähnten vier Einbrüche würbe er auch nicht mit 15 Jahren Zuchthaus bestraft, auf bie er sich angeblich gefaßt machen soll. Kurz, Alles beulet darauf hin, daß man einen alten geriebenen Verbrecher abgefaßt hat, ber seinem diebischen Gewerbe um so sicherer nachgehen konnte, als er es verstanden hatte, sich mit einem Schein von Biederkeit unb Wohlhabenheit zu umgeben, ber ihn vor jedem Verdacht lange geschützt hat. Wäre bas verräterische Spitzentuch nicht gewesen unb hätte nicht ber Zufall bie Eigenthümerin desselben in die Färberei, woselbst das Tuch feine violette Farbe mit einer schwarzen vertauschen sollte, geführt, Ehren-Bergmann säße noch heute vergnügt im Kreise feiner Bekannten, speiste fein und tränke gut und spielte den noblen Rentier, ber gern ein Goldstück für seine Freunde springen läßt. Die Angabe, Bergmann sähe auf der von ihm genommenen Photographie verbrechermäßig aus, ist der Wahrheit nicht entsprechend. Er macht vielmehr einen ganz guten Eindruck und sieht einem behäbigen Bürger weit eher als einem Stlberdieb ähnlich. B. hat ein volles Gesicht, einen starken, bei ab; hängenden Schnurrbart und dünnes, schon stark gelichtetes Haar. Er trägt eine Brille. So günstig ber Einbruck ist. ben B. auf bem Bild macht, so ungünstig, ja abstoßend ist jener, ben feine Geliebte hervorruft. Hier hat man eine echte Verbrecherphysiognomie vor sich, bie ben Beschauer mit Abscheu erfüllt. Der Blick ihrer Augen spricht berebter als alles Andere. Das Gesicht ist zwar entstellt, da die Bergmann bet allen bisher versuchten photographischen Aufnahmen Grimassen geschnitten hat; inbeß läßt es zur Genüge erkennen, mit wem man'S zu thun bat. Wenn gegen ihn weiter nichts spräche als ber Umgang mit biesem Weib, bann müßten schon erfahrene Polizeibeamte ben stärksten Verbacht hegen, unb es wird bte Untersuchung auch voraussichtlich ergeben, daß sich das edle Paar lediglich zu verbrecherischen Zwecken zusammen gefunden hatte. Mag Bergmann über seine Herkunft und feinen Warnen noch so hartnäckiges Schweigen beobachten, es wird ihm nichts nützen. Ermittelt wtrds boch, wer er ist und er verlängert eigentlich nur unnütz seine Untersuchungshaft. Daß er mit Langner in Verblnbung gestanden, wirb nach wie vor verrnulhet, es zu beweisen ist jedoch bis dahin nicht gelungen. Welcher Landsmann unser neuer Stlberdieb ist, läßt sich an feiner Sprache nicht erkennen. Er soll eintehie spezifisch rheinische Ausdrücke gebrauchen,, man glaubt aber trotzdem nicht, daß er Rheinländer ist. Die nächste Zeil wird hoffentlich Aufklärung über diesen und noch viele andere Punkte bringen. F rankfurt, 3. August. Der bekannte Afrikareisende Dr. G. Schweinfurlh weilt zur Zeit in unserer Stabt. Von hier begiebt sich derselbe nach Berlin. — Gestern Nachmittag gegen V26 Uhr ging über Frankfurt ein ziemlich heftiges Gewitter nieder, das, wie man vernimmt, nicht ganz ohne Nachtheil verlief. Einzelne Straßen sollen für kurze Zeit völlig unter Wasser gesetzt worben fein, da die Wassermaffen durch bie Kanalöffnungen nicht schnell genug abfließen konnten. Auch traf ein Blitzstrahl unb zwar bas bekannte Geschäftshaus, „golbene 144" in ber Fahrgasse. Glücklicherweise war es ein sogenannter kalter Schlag. Es wurde jedoch ein Gesimsstück losgeriffen und in die Erkerscheibe des gegenüber liegenden Labens geschleudert. — Nächsten Sonntag Vormittag beträgt ber Eintrittspreis im Palmen- und zoologischen Garten nur 20 Psg. Es ist dies eine günstige Gelegenheit, bie schon erwähnten. Seelöwen zu sehen. — Heute wurde hier ein falsches Thalerstück mit ber Jahreszahl 1848 und bem Münzzeichen A angehalten. Vermutlich ist bas nicht das einzige Falsifikat, so baß Vorsicht geboten erscheint. — Professor Graef's Gemälde „Felicie", zu dem bie bekannte Bertha Rother, welche unlängst auf dem besten Wege war „gnädige Frau" zu werden, Modell gestanden hat, bleibt nur noch bis Sonntag Abend 8 Uhr ausgestellt. Görlitz, 3. August. Wolkenbrüche im Gebiete der Neisse unb des Queis verursachten Hochwasser. Die Bahnstrecken Görlitz-Laudan unb Gorlitz-Zitlau sind in Folge eines Dammbruchs unterbrochen. Es herrscht große Bestürzung. — Die Wassersnoth ist bereits großer als im Jahre 1880. Neisse, Bober, Schöps, Queis und Willig sind theilweise uferlos. Besonders betroffen ist die Umgegend von Lauban, Greifenberg, Warmbrunn und Hirfchberg. Die Ernte ist vernichtet. (F. Z.) — (Einige wichtige Zahlen für Mütter.) Im Jahre 1885 wurde in Berlin nachgerechnel, wie viele Kinder gestorben seien, die auf andere Weise ernährt worben sind. Dabei ist man zu folgendem Resultat gekommen. Es starben von je 10 000 mit Muttermilch genährten Kindern 88 Kinder, mit Thiermilch genährten Kindern 456, mit Milchersatzmitteln genährten Kindern 765, mit verschiedener Nahrung genährten Kindern 1102. Es starben also von den mit Thiermilch genährten Kindern über fünfmal so viel, als von denen, welche die natürlichste Nahrung erhielten, von denen mit Milchersatzmitteln genährten etwa neunmal und von denen die verschiedene, gemischte Nahrung erhielten, mehr als zwölfmal so viel. Diese Zahlen reden mehr als große Vorträge über die richtige Nährweise der Kinder. Landwirthfchaftliche-.' Hungen, 2. August. (Landw. Versammlung.) Am 26. v. M. tagte da- bier unter dem Vorsitz des Regierungsraths Jo ft von Gießen die Generalversammlung des landwirthschaftttchen Bezirksvereins Gießen, welche von etwa lOOTHeilnehmern aus allen Theilen des Kreises Gießen besucht war. Neben einigen, innere Angelegenheiten deS Vereins betreffenden Gegenständen standen aus der Tagesordnung: „Maßregeln »ur Vertilgung der Raupen an Obstbäumen" und die Frage: „Empfiehlt sich die Hagelversicherung auch für den kleinen Landwirth?" Bezüglich des ersten Punktes war der Verein durch den landwirtbschaftlichen Prooinzialveretn aufgesordert worden, Vorschläge zu einer gesetzlichen Regelung der Frage der Raupenvertilgung zu machen. Nach längerer Discussion, in welcher allseitig die Nothwendigkeit einer Regelung dieser Frage anerkannt wurde, wurde beschlossen, auf Erlaß eines Reglements hinzuwirken, durch welches die Gemeinden mit Vornahme der geeigneten Vertilgungsmaßregeln beauftragt werden sollen. Dieselben sollen ermächtigt und verpflichtet werden, auch gegen den Willen der Baumbesitzer die Verttlgmrg durchzuführen, je nach der Art der Raupen durch Verbrennung derselben mit Raupenfackeln ober durch Abschneiden der Rester, und sollen zu diesem Behuf einen geeigneten Wärter und zur Controle eine Eommtssion bestellen. Die Versammlung glaubte, daß durch rechtzeitige Ergreifung der vorstehend bezeichneten Maßregeln einem solch' beträchtlichen Schaden, wie er in diesem Jahre durch Raupenfraß verursacht worden ist, vorgebeugt werden könne. Heber die Frage der Hagelversicherung wurde die Diskussion durch ein Referat des Gutsbesitzers Schlenke vom Hardthof bei Gießen eingeleitct. Seitens des Referenten wie seitens mehrerer weiterer Redner wurde der Umstand, daß von kleineren Landwirthen fast Niemand seine Feldfrüchte gegen Hagel versichere, auf die ziemlich beträchtliche Höbe der Versicherungsprämien, besonders aber auf daS vielfach nicht unbegründete Mißtrauen gegen die Versicherungsgesellschaften zurückgeführt. Durch einen Redner wurde die Frage angeregt, ob nicht eine billigere Versicherung und eine gerechtere Schadensregulirung dadurch zu erzielen sei, daß der landwirtschaftliche Verein mit einer bestimmten Gesellschaft Vertrag abschlöfse und dieser dann seine Mitglieder zuwiese. Um dieser Frage und der Frage der Hagelversicherung überhaupt näherzutreten, wurde eine Commission bestellt, welche demnächst weitere Vorlage machen soll. (Darmft. Ztg.) Handel und Verkehr. Gießen, 4. August. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, pr. Pfd. JL 0,80—1,00, Hühnereier, 1 St. 5—6 H, 2 St. 0—00 H, Enteneier 6-7 H, Gänseeier 0—00 Käse pr St. 4-7 H, Käsematte pr. St 3 Erbsen pr. Liter 17 H, Linsen pr. Liter 30 Tauben pr. Paar X 0,50—0,60, Hühner pr. St. JL 0,85—1,00, Hahnen pr. St. 0,55-1,10, Enten pr. St. JL 1,40—2,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 69-68 Kuh- und Rindfleisch 45—54 Schweinefleisch 50—60 H, Hammelfleisch 54—64 Kalbfleisch 40-46 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo Jt 4,50—7,50, Zwiebeln per Centner JL 7,50—9,50, Milch pr. Liter 12—18 H, Weißkraut pr. St- 00—00, Kirschen pr. Pfd. 10— H. Gießen, 4. August. Auf dem am 31. Juli und 1. August d. I. dahier abgehaltenen Viehmarkte waren aufgetrieben: 1260 Stück Rindvieh und 732 Schweine. Sämmt liches Vieh war schön und gut genährt und fand in Folge deffen, bei lebhaftem Handel, schnell Absatz. Nächster Markt Dienstag den 14. und Mittwoch den 15. August d. I., am letzteren Tage auch Krämermarkt. »chtff»«achrtcht O =r CD ö e 3 s e- 5 fr M o l n ev s es © r-i H- s Cf* oq Vciss- und itkWeini von Grosz & Habermann, Erdö-Benye bei Tokay._____ IWwrls in oUen Qualitülen mit Firntendruck empfiehlt zu billigen Preisen Briiti sclie Druckerei. Allgemeiner Anzeiger. Jugendseft. Die Probeausstellung des Festzuges findet Mittwoch den 8. d. M. in «OswaldSgarten statt und zwar um 2 Uhr für die Mädchen und um 4 Uhr für die Knaben. Zugführer und Zugführerinnen werden gebeten, sich zu derselben einzufinden. Die Aufstellung des Festzuges beginnt Donnerstag den 9. August, Mittag- 12Vr Uhr, in Oswaldsgarten, der Abmarsch erfolgt Punkt 1 Uhr. Wir bitten die Eltern jüngerer ober schwächlicher Kinder, dafür zu sorgen, daß jemand während des Zugs in der Nähe ist, um sich derselben nötigenfalls annehmen zu können. Das Hcreindrängen von Erwachsenen in den Zug, sowie das Eingreifen in die Spiele und das Betreten der Spielplätze ist unterlagt. An den Eingängen zum Festplatz wird zur Bestreitung der Kosten von den nicht zum Zuge gehörigen Festtheilnehmern ein Eintrittsgeld von 20 H erhoben, größere Beiträge werden dankend angenommen. Wenn das Jugenosest als solches auch fernerhin für Gießen erhalten bleiben soll, so müssen wir nochmals die Bitte aussprechen, uns mit Beiträgen unterstützen zu wollen. Die Spielordner werden gebeten, Sonntag den 5. August, Vormittags 11 Uhr, sich in der städtischen Turnhalle einfinden zu wollen, 6280 Das FeMcomi(6: Altvater, Batst, Bramm, Büchner, Enders, Bautechniker. Stadto. Brgstr. Schulrarh. Stavtrechner. Fuhr, Franz, Georgi, Hahn, Haustein, Oberlehrer. Reallehrer. Stadtv. Oberlehrer. Stadtv. Homderger, Lehr, Noduagel, Tpitz, Digelius, Stadtv. Lehrer. Direktor. Lehrer. Direktor. Mwsier Platii-Falirplu aller in Gießen ankommenden und abgehenden Eisenbahnzüge in der Expedition des „Gießener Anzeiger", sowie bei den AeitungSträgern zu haben Preis 20 Psg Empfehle einem verehrlichen Publikum Prima Exporflbiert hellfarbig, ä Flasche 23 H, Prima Exportbier, dunkelfarbig, „ „ 25 „ Prima Eager hier, hellfarbig, „ „ 18 „ aus der Actienbrauerei Giessen. Bei Abnahme mehrerer Flaschen liefere ich frei in's Haus. Georg Hebstreit, 6245 Scbloßgaffs 7. 6305 Für Sonntag ein Kellner ■ Stellensuchende jeden Be- gesucht. I ruf» placirt schnell Reuters Bureau 8r. Sony, TeLtor's Hardt, j ■ in Dresden, Reitbahnstr. 25. 4585 H Normal Wäsche. I 76 ß Herrenhemdtn nach Maaß. I w q> < CD -i Q ö s o CO o jd o W rrimiii M——i Wir bitten die geehrten Leser dieser Zeitung, untenstehende Anzeige des Herrn R- J. Suter, Berlin, genau durchzulesen, da dieselbe von grösster Wichtigkeit ist. 4970 Neueste Erfindung! Wichtig für Jedermann! 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