M. 79 Erstes Blatt. Donnerstag den 5. April 18LL. Meßmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureaur SchuIstraßc 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. bker$oft6be}*gEn™liel■te^äfrii™i2 Amtlicher Hßeil. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß vom 1. April 1888 an auf die Dauer von zwei Jahren der 1. Kaminfegerbezirk dem Kaminfeger Aranr Nebl dahier und der 2. Kaminsegerbezirk dem Kaminfeger Karl Zwesch dahier zugewiesen ist. Der 1. Bezirk besteht: a) aus dem Theile der Stadt Gießen, welcher, von Frankfurt aus gerechnet, rechts der Straße von Frankfurt nach Marburg gelegen ist, em- schließlich der Gemarkung Schiffenberg. p y ,, , , n. , o , b) aus den Orten: Albach, Allendorf a. d. Lahn, Burkhardsfelden, Garbenterch, Großen-Linden, Hausen, Heuchelheim, Klein-Lmden, Lang«Gons, Leihgestern, Oppenrod, Steinbach und Watzenborn-Steinberg. Der 2 Bezirk umfaßt: a) den links der Frankfurt-Marburger Straße gelegenen Theil der Stadt Gießen, sowie b) die Orte: Alten-Buseck, Annerod, Bersrod, Beuern, Daubringen mit Heibertshausen, Großen-Buseck, Lollar, Mainzlar, Rersktrchen, Roogen, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Friedelhausen, Trohe, Wieseck und Winnerod. Gießen', 31. März 1888. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius.____ Politische Rundschau Gießen, den 4. April 1888. Die festtägliche Pause hat das innerpolittsche Leben auf ein Minimum herabge- 'drückt und nur der Gnadenerlaß Kaiser Friedrichs, der sich als ein so erfreu- • ltches Ostergeschenk für das deutsche Volk darstellt, gewährte da den Blättern einen willkommenen Anlaß zu Betrachtungen. Der Amnestieerlaß erweist sich als sehr umfangreich, denn er begnadigt alle wegen Majestätsbeletdigungen, Preßoergehen, Widerstandes gegen die Staatsgewalt, Verbrechen und Vergehen bezüglich der Ausübung der -staatsbürgerlichen Recyl-. Verletzung der öffentlichen Ordnung, Beamtenbeleidigung amb strafbarer Handlungen gegenüber dem Versammlungs- und Veretnigungsrccht von Len ^preußischen Eivilgerichten verurtheilten Personen. Nur Personen, welche wegen Landes- und Hochverrathes Strafen verbüßen, nimmt der Gnaden-Erlaß aus, wenn .auch nicht ausdrücklich und für diese Ausnahme dürfte der Umstand maßgebend gewesen lein, daß die Amnestie eben nur eine vom König von Preußen, nicht aber vom deutschen Kaiser erlassene ist. Mithin kann sie sich nicht auf die vom Reichsgericht als erste Instanz wegen Hoch- und Landesverrathes verurtheilten Personen beziehen, wozu aber noch kommt, daß es auch dem allgemeinen Rechtsgefühl widersprochen haben würde, wären Individuen, welche mit dem Auslande zum Nachtheil des deutschen Reiches conspirirt oder Dynamit-A^-utate versucht haben, mit unter die Wohlthaten des Erlasses einbezogen worde". Doch auch so ist der Gnadenact des neuen Herrschers ein umfassender, er giebt zahlreichen Gefangenen die Freiheit zurück und klang er darum harmonisch in die Osterfreude hinein. Dem Reichskanzler Fürsten BiSmarS sind auch zu seinem 73. Geburtstage -überaus zahlreiche und herzliche Zeichen der Theilnahme aus Nah' und Fern' zuge- gangen, während an vielen Orten des Reiches besondere Feierlichkeiten anläßlich des Geburtsfestes des Kanzlers veranstaltet wurden. Besonders erhebend gestaltete sich die in Köln am Sonntag Abend zu Ehren des Fürsten stattgefundene Feier im Gürzenich- Saale. Eine große Anzahl von Bürgern fand sich hierzu ein und hielt Regierungspräsident v. Sydow die erste Rede, worauf Oberstaatsanwalt Hamm in längerer Rede die Verdienste des Reichskanzlers, des Ehrenbürgers Köln's, feierte. Die Versammlung sandte schließlich ein Beglückwünschungstelegramm an Fürst Bismarck ab; mit Ab- singung der „Wacht am Rhein" endete die Feier. (Siehe zweites Blatt). In die Ruhe der Osterfeiertage klangen aus dem Donaukaiserstaate sensatio- melle Gerüchte von großen Verschiebungen österreichischer Truppen nach der galizischen Grenze hinein. Ihnen zu Folge sollen bis zum 15. April nicht weniger als drei neue vollständige Divisionen aus dem Innern des Reiches nach Galizien mittels Extrazügen abgehen, um die dortige Truppenmacht wenigstens annährend auf die Stärke der gegen- übersteh'enden russischen Truppen zu bringen. Weiter verlautet von Errichtung großer Lazarethe in Krakau und anderen Plätzen, sowie von Personalveränderungen in den Höchsten Commandostellen der in Galizien stehenden Truppen, ohne daß sich doch vorerst controlltren ließe, inwieweit diese beunruhigenden Gerüchte begründet sind. Dieselben werden von den Wiener Offictösen anscheinend gar nicht beachtet, was freilich nicht ausfchließt, daß hierbei die Officiöscn nur ganz bestimmten Weisungen von oben herab folgen. Hoffentlich kommen baldigst Aufklärungen über diese sich so kriegerisch anlassenden Gerüchten, welche mit der sich seit Kurzem markirendcn relativ günstigeren Wendung in der allgemeinen Lage durchaus nicht übereinstimmen. Der dänische Reichstag ist am Ostersonntag auf Befehl des Königs geschloffen worden, da sich die beiden Kammern über das vorgelegte Budget nicht zu einigen vermochten und muß sich demnach die dänische Regierung auf's Neue mit einem provisorischen Budget behelfen. Es ist nur verwunderlich, daß die Regierungsmaschinerie in dem kleinen Dänemark unter solchen anormalen Verhältnissen noch immer leidlich weiter- functiontrt, aber lange können derartige Zustände schwerlich noch andauern. In Frankreich ist die sich an den Rücktritt des Ministeriums Tirard knüpfende Eabinetscrisis durch die Bildung des neuen Ministeriums Floguet bereits wieder beseitigt, ohne daß sich freilich die allgemein zerfahrene Lage jenseits der Vogesen hiermit wesentlich gebessert hätte. Das neue Ministerium ist folgendermaßen zusammengesetzt, wobei nachträgliche Aenderungen allerdings nicht ausgeschlossen sind: Floquet: Präsidium und Inneres, Goblet: Aeußeres, Freycinet: Krieg, Krantz: Marine, Ricard: Justiz, Peytral: Finanzen, Lockroy: Unterricht, Loubet: öffentliche Arbeiten, Vielte: Ackerbau, Legrand: Handel. Das Merkwürdigste an der Zusammensetzung des neuen Eabinets ist offenbar, daß Goblet das Portefeuille des Auswärtigen und Freycinet dasjenige des Kriegsministers übernommen haben, denn Goblet wie Freycinet müssen erst noch ihre Qualtfication gerade zu diesen Aemtern beweisen. Abgesehen von dieser - speciellen Ueberraschung, so stellt sich das neue französische Eabinet als ein aus opportunistischen und radicalen Elementen zusammengesetztes dar und insofern entspricht es den republikanischen Parteiverhältnissen in der französischen Volksvertretung. Eine andere Frage ist es aber, ob sich das Ministerium Floquet gegenüber den nachgerade unberechenbar gewordenen Strömungen in der Deputirtenkammer wie auch dem immer drohender austretenden Boulangismus gegenüber lange wird halten können und da stehen denn die Aussichten für das Ministerium nicht sonderlich günstig und es ist bezeichnend, daß sich schon jetzt die gemäßigt-republikanischen Pariser Blätter nicht besonders hoffnungsvoll über die Zukunft des Ministeriums Floquet äußern. Zunächst wird sich aber dasselbe mit der von der Rechten und den Ultraradicalen aufgeworfenen Frage der Verfafsungsrevision zu befassen haben und standen in der Dienstagssitzung der Deputirtenkammer mehrere bezügliche Anträge auf der Tagesordnung. Vielleicht dürsten schon die Verhandlungen über diese Anträge einiges Licht darüber verbreitet haben, welche Stimmung das neue Ministerium in der Kammer begegne und ob in der Tbat die Auflösung der letzteren das einzige Mittel ist, zu^ einem Auswege aus den ch. itischen.Zuständen zu gelangen, in welchen sich die stanzösische Revublik bereits jetzt in gewisser Beziehung befindet. Darmstadt, 1. April. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Aller- gnädigft geruht: am 8. März dem Schullehrer an der Gemeindeschule zu Eschollbrücken im Kreise Darmstadt, Jakob Kuhlmann, das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste" und , ,, am 22. März dem Oberlehrer an der Volksschule zu Mainz, Johann Winkler, das Ritterkreuz zweiter Klasse des Verdienst - Ordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen. Darmstadt, 1. April. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen gestern den Oberstlteulenant Rogge, Eommandeur des 2. Großh. Jnf.-Regtmmts (Großherzog) Nr. 116. — Kadettenvertheilung 1888. Kadett v. Dewall H. dem 2. Großh. Hess. Jnf.- Regtment (Großherzog) Nr. 116 als charakterisirter Portepee-Fähnrich zugethetlt. ][ Darmstadt, 2. April. Sicherem Vernehmen nach steht demnächst eine Veränderung in der Etnthetlung des Großherzogthums in Gensdarmerte - Districte bevor. Bekanntlich bildete bisher jede der drei Provinzen je einen Dtstrict, welcher von einem Gensdarmerieofficier, der seinen Sitz in der Prooinzialhauptstadt hatte, commandirt wurde. Das Eorpscommando befand sich in Darmstadt. Letzteres soll auch künftig noch hier verbleiben, dagegen soll das hiesige Distrtclscommando, welches durch den Rücktritt des Oberstlteutenants Barthel erledigt ist, nicht mehr besetzt, vielmehr die Districte Starkenburg und Rheinhessen in einen verschmolzen werden. Mainz bleibt Sitz des Districts-Commandos. Wie wir weiter hören, wird auch der Gensdarmerte- Eorps-Commandeur Oberst Rüti demnächst seine Pensionirung einretchen. Alsdann würde Major Beck, bisher Dtstricts-Eommandeur in Mainz, das Corps-Eommando in Darmstadt, Major Freiherr v. Follenius, bisher Dtstricts-Eommandeur in Gießen, den Dtstrict Starkenburg-Rheinhessen mtf dem Sitz in Mainz erhalten und für den District Oberhessen ein neuer Eommandeur ernannt werden. Die „N. Hess. Volksbl." melden hierüber: Hauptmann Kull mann vom 2. Infanterie-Regiment ist, wie bestimmt verlautet, als Major und Dtstricts-Eommandeur der Großh. Gensdarmerie für die Provinz Oberhessen ausersehen, zu welchem Zwecke derselbe gegenwärtig von seinem Regimente beurlaubt ist, um sich in dem neuen Dienste einzuüben. Berlin, 31. März. Der „Reichs-Anzeiger" schreibt: Ich will, daß sofort die Frage erörtert werde, wie durch einen Umbau des gegenwärtigen Domes in Berlin ein würdiges, der bedeutend angewachsenen Zahl seiner Gemeindeglieder entsprechendes Gotteshaus, welches der Haupt- und Residenzstadt zur Zierde gereicht, geschaffen werden kann. Sie haben hiernach das Weitere zu veranlassen. Eharlottenburg, den 29. März 1888. Friedrich. An den Minister der geistlichen rc. Angelegenheiten. K „ Berlin, 31. März. Der Kaiser nahm heute Vormittag die Vortrage des Kriegsmintsters und des Chefs vom Militärcabinet entgegen. Mittags wachten die Majestäten eine Spazierfahrt durch Eharlottenburg und den Thiergarten. Nachmittags empfing der Kaiser den von Rom zurückgekehrten General Hohenlohe-Ingelfingen, welcher ein eigenhändiges Schreiben des Königs Humbert überbrachte. Spater conferirte der Kaiser mit dem Reichskanzler und nahm den Vortrag des Justizministers entgegen. — Der Kronprinz besuchte gestern Vormittag den Reichskanzler und empfing den Oberpräsidenten Achenbach. c t Ä ,r «. _ — Die „Nordd. Allg. Ztg." berichtet über das Befinden des Kaisers, daß bte Spaziergänge und Ausfahrten dem Kaiser sehr gut bekommen seien. Sein Aussehen sei wieder frischer, auch seine Stimmung habe sich gehoben. Die letzte Nacht war gut. Der Kräftezustand ist befriedigend. t t Danzig, 31. März. Fast überall in der Provinz sind die Hochwasserschaden enorm. Die Eisenbahnstrecken Danzig-Dirschau und Marteuburg-Mlawka sind wegen Geleis-Unterspülungen und Ueberfluthung unfahrbar. Die Vorstädte Danzigs, Stadtgebiet und Schidlitz sind seit gestern Nachmittag theilweise überschwemmt. — Der Bahnhof in Prauft, sowie viele Häuser der Ortschaft Proust stehen 2 Fuß unter Wasser. Ein Haus ist eingestürzt. Der Bahndamm wird jetzt an zwei Stellen durchstochen, um den Wassermassen einen Abzug zu schaffen. Danzig, 1. April. Das Eisenbahn - Betrtebsaml gibt bekannt: Die Strecke Praust Canhaus ist an mehreren Stellen zwischen Stroschin und Alfemühle durch Ueberfluthung und Dammrutschung unfahrbar geworden. Die Dauer der Betriebsstörung ist nicht vorauszusehen. Danzig, 1. April. Das hiesige Etsenbahn-Betriebsamt nmcht bekannt: Die Strecke Danzig-Neufahrwasser ist wieder im Betriebe, ebenso die Thetlstrecke Dirschau- Hohenstetn. Auf der letzteren werden die Anschlußzüge von Hohenstein-Behrend abgelassen. Hohenstein-Danzig kann heute voraussichtlich noch nicht in Betrieb genommen werden. — Beide Geleise zwischen Jtedmannsdorf und Braunsberg, Hoppenbruch und Wolitnik, und Kokbelbude und Ludwigsort wegen Ueberfluthung, bezw. Hochwasser gefährdet und bis auf Weiteres unfahrbar. Bromberg, 1. April. Die Eisenbahn-Dtrection gibt bekannt: Die Strecke Könitz bis Laskowrtz ist an mehreren Stellen durch Hochwasser gesperrt, dagegen Graudenz dis Jablonowo wieder in Betrieb. Stolp, 31. März. Das Wasser des Stolpflusses ist fast 4 Meter über dem Normalstande und steigt noch weiter. Oberhalb und unterhalb der Stadt gleicht das Stolpetbal einem See. Die tiefer gelegenen Straßen stehen metertief unter Wasser; in der Töpferstraße ist bereits ein Haus eingestürzt. Oberhalb Stolp wurden mehrere Brücken weggeschwemmt. Stolp, 1. April. Das Etsenbahn-Betriebsamt gibt bekannt: Der Mittel- Vfeilcr der Fluthbrücke bei der Ktlometerstatton 33X) zwischen Schlawe und Rügenwalde ist in Folge von Unterspülung eingestürzt; die Strecke ist in Folge dessen bis auf Weiteres betriebsunfähig. — Der Betrieb auf der Strecke Neustettin-Stolp ist heute wieder mit der Maßnahme eröffnet worden, daß die Reisenden an der zum Theil zerstörten Wipper- brücke in Km. 80 zwischen Hammermühle und Zollbrück umsteigen. Ebenso ist der Betrieb aus den Slrecken Neustettin-Hammerstein und Konitz-Bärenwalde heute wieder oufgenommen. Ein Umstetgen der Reisenden zwischen Hammerstein und Bärenwalde ist gegenwärtig nicht thunlich, da mehrere unfahrbare Stellen vorhanden sind. Arankreich. Pari-, 1. April. Der „Temps" hält jede Majorität in der Kammer für unmöglich, wenn das neue Cabtnet nicht alle aufregenden Fragen fernhalte, und empfiehlt Floquet, Opportunisten in das neue Cabinet aufzunehmen. Das „Journal des Debats" erblickt in einem Cabinet Floquet einen erneuten Versuch zu einer Concentrirung der Republikaner und bedauert, daß man früher gemachte Fehler auf's Neue und in verschärftem Maße begehen wolle in einem Augenblicke, wo man überhaupt keinen Fehlir mehr begehen dürfe. — Heute Nachmittag fand im Palais Bourbon eine längere Conferenz Floquet's mit Freycinet und Goblet statt. Wie verlautet, wäre es dabei zu einer Einigung gekommen sowohl über die Elemente, aus denen das neue Cabinet zu bestehen, wie nuch über die Hauptpunkte des Programms, das das neue Cabinet zu befolgen hätte. Portugal. Lissabon, 1. April. Der deutsche Gesandte v. Schmidthals ist gestern in Cintra in Folge eines Lungenschlags gestorben. Telegraphische Depeschen. Wolffs ielegr. Correspondenz- Bureau. Berlin, 3. April. Das „Militärwochenblatt" veröffentlicht folgende Kabinetsordre des Kaisers an den Kriegsminister vom 26. März: „Gleich meines Herrn Vaters Majestät will ich unverweilt und unausgesetzt meiner Armee meine Fürsorge zuwenden. Das von dem Kaiser und Könige Wilhelm gegebene, wiederholt zeitgemäß geänderte Exerzierreglement der Infanterie, welches sich bis heute in seinen Grundsätzen durchaus bewahrt hat wird bei den Ansprüchen, welche *ie fortgeschrittene Technik der Feuerwaffen jetzt an die Soldaten stellt, einer Vereinfachung bedürfen, um Zeit und Raum zu schaffen für eine noch gründlichere Einzelausbildung, eine einheitlichere und strengere Erziehung in der Feuer- uno Gefechtsdisziplin. In diesem Sinne will ich als künftig zum Wegfall besonders geeignet die dreigliedrige Aufstellung bezeichnen, welche int Kriege nicht gebraucht wird und im Frieden entbehrlich ist, jedoch will ich hiernach die erforderlichen Aenderungen des Reglements so gestellt wissen, daß die zum Dienst zur Fahne einberusenen Mannschaften des Beurlaubtenftandes sich ohne besondere Einübung in der Schule des Reglements zurechtfinden." — Der „Post" zufolge brachte der Kronprinz bei dem Geburtstagsdiner des Reichskanzlers, nachdem der Reichskanzler in dem ersten Toaste den Kaiser gefeiert hatte, einen Toast auf den Reichskanzler aus, worin er sagte: Er bitte bei einer so erhebenden Gelegenheit ein Bild vorführen zu dürfen, wie er sich das Reich in seiner politischen und sozialen Lage, in seinen inneren und äußeren Beziehungen gegenwärtig vorstelle. Er vergleiche dasselbe mit einem Armeecorps, welches im Feldzuge den Höchstkommandirenden verloren und dessen erster Offizier schwer verwundet sei! In diesem kritischen Augenblicke richten sich 46 Millionen echter deutscher Herzen in Angst und Hoffnung nach der Fahne rmd deren Träger, von dem Alles erwartet wird. Der Träger dieser Fahne aber ist wtfer erlauchter Fürst, unser großer Kanzler , er gehe uns voran, ihm folgen wir, er lebe hoch! — Der Reichskanzler hat beim Bundesrathe beantragt, daß für Rechnung des Ruches von den umlaufenden silbernen Zwanzigpfennigstücken fünf Millionen Mark Unzu- ztehen und je zur Hälfte in Fünf- und Zweimarkstücke umzuprägen sind. Berlin, 3. April. Der Kaiser nahm Vormittags den Vortrag Albedyll's entgegen machte Mittags eine Promenade mit der Kaiserin im Charlottenburger Schloßpark und empfing später den von Darmstadt heute früh zurückgekehrten Prinzen Heinrich. . _ , Hannover, 3. April. Dem „Hannoverschen Courter" zufolge erhielt der Reichslagsabgeordnete Landesdirector von Bennigsen den rothen Adlerorden erster Classe. Elbing, 3 April. Zwischen hier und Marienburg verkehrt täglich eine Ponton- VOft- ^^Ueberschwemmungsgebiet umfaßt jetzt circa zwölf Quadratmeilen, da viele Dörfer durch Ruckstau überschwemmt sind. Die Wasserhöhe beträgt drei bis zwölf Fuß. Heute wurde bie Schichau'sche Schiffswerft theilweise überschwemmt: 200 Arbeiter sind entlassen worden. . 1 Danzig, 3 April Durch Ueberfluthung des Sorgeflusses sind ganz- Stadt- tbeile von Gyristburg hoch überschwemmt. Ueber 20 Häuser sind einaeslürrt an 300 Menschen obdachlos. Bei Wernersdors oberhalb Marienburg droht Är Nogat" dämm zu versinken; es wird mit aller Kraft gearbeitet, um den Damm zu halten, dessen Bruch neue schwere Gefahr für Marienburg und den großen Werder bringen wurde. ö Landsberg a. SB., 3. April. Durch Deichbrüche der Netze bei Driesen Krcbbel und Gurkow'sch-Bruch sind das Friedeberger- und das Netze-Bruch überschwemmt. Die totabt Driesen und die Dörfer Dessau, Siegendorf, Gurkow'sch-Bruch und Lipke stehen unter Wasser. Bei Limmritz hat ein Dammbruch der Warthe statt- »5'u^em Mel Vieh ist ertrunken auch Menschen sollen umgekommen fein. Das Wasier her Warthe und Netze fallt langsam. Posen, 3. April. Einem Comitä von Bürgern, welches Nahrungsmittel an die Durch dre Ueberschwemmung Geschädigten vertheilt, sagte Minister o Puttkamer Se. Majestät der König habe ihn direct auch nach Posen gesandt, weil sein Herz sehr schmerzlich davon ergriffen sei, daß gleich bei seinem Regierungsantritte so viel Noth und Elend über einen Theil seines Landes hereingebrochen sei; er, der Minister bitte Bürgern zu sagen und spreche ihnen für ihre werkthätige Hilfe den Dank Sr. Moiestat aus. — Die Warthe ist heute auf 5,20 gefallen. ?• April. Bei Budwetm in der Tilsiter Niederung fand heute ein Dammbruch statt. Es sind 200 Mann Militär dorthin beordert worden. dariS' 3* April. Das neue Kabinet, in welchem Ferouillat anstatt Ricard's die ^^süz und Deluns-Montaud anstatt Loubet's die Arbeiten übernahm, ist nunmehr con- Jtttuirt. ES trat heute Nachmittag um 2 Uhr unter dem Vorsitz Carnot's zusammen um den Wortlaut der ministeriellen Erklärung festzustellen, welche heute in der Kammer xur | Verlesung gelangt. HCC »»5 - -r, M .da*iS, 3. April. Das Ministerium ist definiliv conftituirt: Floquet, Inneres- ©obiet, A-ub-res; Freycinet, Krieg; Krantz, Marine; P-ytral, Finanzen'- Vielte' Pierre^LearmKi"^>anta^ Sertouilto' Justiz; Deluns Dionlaub, öffentliche Arbeiten' Die Mitglieber b-s neuen Cabtncts hielten gestern Nach- mittag eine fünfstündige Berathung ab. onu n-3- Ap^l. Dem Vernehmen nach führte die gestrige Berathung der 6cSr neiken Ministeriums Meinungsverschiedenheiten bezüglich des den senden Programms herbei. Die Opportunisten Ricald und Loubet !?s?^n^sich gegen das Prmcip der Verfassungsrevision aus. Es heißt, die Radikalen Lesdore und Lesguillier wurden an ihre Stellen treten. Es ist noch ungewiß ob das berA* ^uie sich den Kammern vorstellt. Die gemäßigt repubttkanischm Blaiter äußern sich ungünstig über das neue Cabinet. Rom, 3. April. In mehreren Ortschaften der Provinz Bergamo haben Scknee- verlegt" 'Ocr^cerun0cn angerichtet. Die Straße zwifchen Gardellino und Bondtone ist deterSburg, 3. Aprill General v. Werder ist heute nach Berlin zurückgereist. , , Chicago, 3. April. Die Direction der Chicago-Milwaukee-Saint Paul-Eisen- enUassin 0CßCU 5000 ^rcr Bediensteten wegen Betheiligung an dem jüngsten Stritt Lokales. 1 Dee Kgl. Eisenbahn - Direktion Hannover theilt untemt m,t' ali!)®.rUnbv allerhöchster Ermächtigung die Königlichen Eisenbahn- Dlrektwnen vom Herrn Mmrster der öffentlichen Arbeiten angewiesen worden sind frei- R-.^aben an Lebensmitteln zum Verzehr, an Kleidungsstücken, Decken und ähn- ^lche zur Unterstützung der nothleidenden Bevölkerung in den von ben Überschwemmungen betroffenen Gebieten bestimmt sind und von Staats- oder „E^^ehörden, Kreesvereinen oder anderen Wohlthätigkeitsvereinen aufgegeben und ^bhorden oder Vereine genchtet werden, bis auf Weiteres frachtsrei zu be- ^.rdern Dw betreffenden Frachtbriefe müssen mit dem Vermerk versehen sein- Frei- Krei?/ nhpr6n K ft® "°^^"dende Bevölkerung in . . . ." Die in Betracht kommenden HhVr S? r9rt^a^ten "brden den Komglrchen Eisenbahn - Direktionen von den Herren s n betreffenden Provinzen noch besonders bezeichnet werden." Die 1 ^bessen schon fetzt nach solchen Stationen bewilligt, welche in oder an SSJJ r1bea^ ®Ibe zwischen Wittenberge und Hitzacker, der unteren 9cGt Unbc ber Warjhe ber Posen belegen sind. Die Verwaltungen dn Prwateffenbahnen sind aufgefordert worden, sich dieser Maßnahme anzuschließen. B o < 4. April. Zum Besten der Ueberschwemmten wird Herr Oscar Zack am Dlenstag den 10. d Mts. eine Vorlesung halten, deren Reinertrag den von der großen Wassersgefahr Bedrängten zu Gute kommen soll. Wenn schon der edle Zweck an sich die höchste Beachtung verdient, so können wir doch nicht umhin, unsere geschätzten Leserinnen und Leser noch besonders auf das Unternehmen des Herrn Zack aufmerksam zu machen, um so mehr, da die Wahl des zu recitirenben Werks „Der wilde ^äaer" ron Julius Wolf, eine äußerst glückliche genannt werden kann. Gieße«, 4 April. (Der neue Verschönerungsverein.) Unsere Stadt kroßen Vorzug, m einer herrlichen Gegend zu liegen. Berg und Thal, Feld und Walh, Waffer und Land wechseln in reizender Manigfaltigkeit und die Höhen sind mit Wnjöurgen und Rumen gekrönt, die die herrlichste Aussicht gewähren. Der Einheimische ist an alle diese Pracht derart gewöhnt, daß er sich kaum noch Rechenschaft darüber Swt, warum unsere Gegend einen so hohen Reiz gewährt. Auf den Fremden aber stürmt all diese Schönheit der Natur um so mächtiger ein. ., u Läßt sich denn da noch etwas verschönern? Ist, wenn die begeisterte Schönheitsschwärmerei wirklich am Platze ist, auch noch ein Verseh önevungsverein am Platze? _ ..„^ne Zweifel doch. Wie viele schöne Punkte sind nicht ober nur schwer zugänglich: es muffen neue Pfade gebaut, oder dieselben verbessert werden, oder es sind Bänke aufzustellen, die zur Rast emladen, ober Bäume zu pflanzen, um Schatten zu gewähren auf sonnigen Wegen. Wer kann im Voraus angeben, in wie vielerlei Beziehung ein Ver. schvnerungsverem bessernd eingreifen kann und an welchen Stellen er zuerst den Hebel ansetzen soll Aber was er auch, beseelt vom uneigennützigen Bestreben, der Stadt, ihren Bewohnern dienstbar zu sein, angreifen mag, der Verein braucht Geld, ohne welches er seine Thati^keit nicht beginnen kann. Es ergeht daher an alle Bewohner unserer Stadt die dringende Bitte, dem Verein beizutreten und es demselben durch den geringen Jahres- beitrag von 2 Mark zu ermöglichen, der gefammten Einwohnerschaft unserer Stadt wirklich Dienste zu erweisen. ' f t < i △ M ainz, 2. April. Mit Rücksicht darauf, daß es in der letzten Zeit wieder- polt vorgekvmmen, daß Kinder aus Privatunterrichts-Anstalten austraten, ohne der gesetzlichen Schulpflicht Genüge geleistet zu haben, bat sich die Kreis-Schul-Commission Mainz veranlaßt gesehen, an die Vorsteher und Vorsteherinnen von Prioatunterrichts- Anstalten neuerdings eine angemessene Verfügung zu erlassen. Sobald ein Kmd aus E ncV^rlDatle$ranftaIt austritt, gleichviel, in welchem Alter sich dasselbe befindet, muß darüber bei der Kreis-Schul-Commission Anzeige erstattet werden und zwar mit genauer Angabe der Namen und Wohnung des Kindes und dessen Eltern. lü Frankfurt, 31. März. Der Donnerstag verhaftete Silberdieb, dessen richtiger Name Carl Laugner und der seines Zeichens Kellner ist, ist in verwichener ^acht entwischt. Die Aufregung, welche heute Früh in unserer Stadt her-rschte, als das Entweichen des gefürchteten Einbrechers bekannt wurde, war ungeheuer. Die Leute wollten die Nachricht gar nicht glauben und doch stand die Thatsache seit Mitternacht zweifellos fest Langner hatte in der Nacht zweimal einen Selbstmordversuch gemacht, wc^ aber ledesmal noch rechtzeitig abgeschnitten worden. Um weitere derartige Ver- suche zu verhindern, hatte man seine Zelle offen gelassen und einen Tisch in die Thüre gestellt, an dem ein Wächter Platz nahm, um Laugner fortwährend im Auge behalten zu tonnen. Dieser Wächter, Namens Broca, der einem unverbürgten Gerücht zufolge 56 Stunden ununterbrochen Dienst gethan haben soll, ist an dem Tisch eingeschlafen. Laugner hat diesen unverhofft günstigen Umstand benutzt, Broca die Schlüssel ge- "ommen und, nachdem er in der Nebcnzelle einen langen Winterpaletot sich ungeeignet, bas ^eitc gesucht. Der kühne Einbrecher, welcher nur mit Unterhose und Hemd de- tleidet war, ist zweifellos über die Mauer entkommen. Der Posten am Klapperfeld will auch einen Mann in Ueberzieher und Unterhose mit einem Tuch um den Kopf «eschen haben. Laugner hat sich sehr wahrscheinlich nach Alte Gasse 26 begeben, m- Jelbft seine Geliebte wohnt. Hier ist er vermuthlich in andere Kleider gesteckt und mit Geld versehen worden. Das Frauenzimmer wurde heute Morgen verhaftet, mußte aber, da eine Haussuchung resultatlos verlief und sie jede Begegnung mit Laugner be- streitet, wieder auf freien Fuß gesetzt werden. Der Wächter Broca hat sich, als man das Entweichen des endlich erwischten Silberdiebes entdeckte, an einem Gasarm erhängt. Derselbe hinterläßt 4 Kinder. Die Polizei hat die ganze verflossene Nacht unb den heutigen Tag eine wahrhaft fieberhafte Thätigkeit entfaltet, um des frechen Einbrechers wieder habhaft zu werden — bis zur Stunde leider umsonst. Daß man in Laugner den echten Silberdieb wirklich dingfest gemacht hatte, ging daraus hervor, daß wan Silbersachen bei^ihm gefunden, die von Wormser, Heidelberger und hiesigen Ein- bruchdiebstahlen herrührten. Laugner soll mehrere Sprachen sprechen und in feinem Auftreten ebenso fein wie gewandt sein. Heute Nachmiktag hat die Polizeibehörde das Entweichen des geriebenen Spitzbuben mittelst Plakatanschlags bekannt gemacht und Jedermann aufgefordert, nach Kräften zur Ergreifung des Verbrechers durch Mit- theilungen rc. beizutragen. Auf die Festnahme Lauaner's ist ein Preis von 700 JL ausgest'tzt. selbstredend erzählt man sich in der Stadt noch die seltsamsten Geschichten, wenig ober gar nichts davon dürfte indeß auf Wahrheit beruhen, auf eine Wiedergabe verzichte ich daher. — Frankfurt, 2. April. Seit vorgestern tagt in unserer Stadt die V. Dele- girten-Versammlung des Deutschen Werkmeister-Verbandes, welche von Vertretern aus nah und fern zahlreich besucht ist. Ueber die gefaßten Beschlüsse läßt sich erst später berichten, da die Verhandlungen noch andauern. Gestern Abend fand im Restaurant „Frankenbräu" ein vom Verband veranstalteter Festabend statt, der ungemein zahlreich besucht war. In bunter Reihenfolge wechselten Concert, Gesang und Reden ab. Der Schuler'sche Männerchor von hier trug mehrere Lieder in prächtiger Weise vor. Die Nationalhymne, deren Wortlaut im dritten Vers natürlich dahin abgeändert war, daß es hieß „Sei Kaiser Friedrich hier", wurde stehend gesungen und am Schlüsse aus viel- hun'vertstimmigen Kehlen ein Hoch auf unfern Kaiser ausgebracht. Das Fest verlief in bester Weise. Wil Helmsbad, 30. März. Ein empörender Meuchelmord ist heute früh halb sechs Uhr an dem landgräflichen Revierförster Mauke! von Wachenbuchen durch Wilderer verübt worden. Derselbe wurde aus dem Hinterhalt im nahen Walde durch einen Schuß, Ler über der Rase eindrang, getödtet. Der Tod muß sofort erfolgt sein. Die Polizei von Hanau, Herr Rittmeister von Strahl, Chef des Hofmarschallamts, Herr Oberförster Link, sowie sämmtliche landgräfliche Förster und Gehilfen waren bald zur Stelle und allgemeine Theilnahme und Wuth herrschte über diesen Mord eines braven und pflichttreuen Be- omten und Familienvaters. Das Gericht (Oberstaatsanwalt Schuhmann, Amtsgerichtsrath Sanner, der Polizeicommissar, Secretär rc.) erschien um 11 Uhr, um den Thatbestand an Ort und Stelle aufzunehmen, worauf der Unglückliche auf einem Wagen des Gutsvor- ftehers Schultheis-Wilhelmsbader Hof nach Wachenbuchen verbracht wurde. Hanau, 31. März. Nachdem gestern und heute diverse Verdächtige eingezogen wurden, welche den Meuchelmord im Walde bei Wilhelmsbad an dem landgräfl. Reoter- förfter Mauke! verübt haben sollten, gelang es unserer Polizei heute früh, 2 Wilderer einzufangen, wovon der eine der Mörder ist. Derselbe soll bereits ein Geständniß abgelegt haben. Es ist noch ein junger hier wohnhafter Mann Namens Mollak, der noch nicht lange seiner Militärpflicht Genüge geleistet. Schi ff-n ach r ich t en Bremen, 31. März. (Per transatlantischen Telegraph.] Der Schnelldampfer Fulda, Capltän R. Ningk, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 17. März von Bremen und am 18. März von Southampton abgegangen war, ist heute 6 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 31. März. (Per transatlantischen Telegraph.] Der Postdampf.r Rhein, Eapilän Stürmer, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 14. März von Bremen abgegangen war, ist gestern 7 Uhr Morgens wohlbehalten in Baltimore angekommen. Literarische-. — Zum Besten der Kassen der deutschen Vereinigungen für Ferien- Colonien und Sommerpstegen wird doh dem Verlage des „Schorer'schen Familienblattes" ein Künstler- und Selbstschriften-Album im großen Stile vorbereitet. Tas kaiserliche Paar, welches bekannllich den Bestrebungen genannter Vereinigung stets ein warmes Interest entgegengebracht, hat den Plan zu diesem Album nicht nur genehmigt, sondern auch eigenhändige, tief ergreifende Denksprüche niedergeschrieben, welche sich bereils in dem Besitz der Eenlralstelle für Ferien-Colonien befinden. Der Denkspruch des Kaisers Friedrich trägt das Datum des 8. Februar, also des Tages vor der Operation! Wir werden noch Gelegenheit haben, wiederholt auf dieses Album zurückzukommen, welches die Elite der deutschen Nation auf allen Gebieten in sich vereinigen wird._____________________________________________________ Schwarze Seidenstoffe von Mk. 1.25 ms 18.65 P. Met. — (ca 180 versch. Qual.) — vers. roben- und stückweise porto- und zollfrei das Fabrik-Depot G. Henneberg (K. u. K. Hoflief.) Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 Pf. 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In dem Genoffenschaftsregister des unterzeichneten Gerichts ist beute folgender Eintrag vollzogen worden: 9 1. Landwirthschastlicher Eonsumverein in Climbach auf Grund des Statuts vom 11. Februar l. I., mit dem Zwecke, Bedürfnisse der Haus- und Landwirthfchast anzuschaffen und Producte aus dem landwirtschaftlichen Betriebe zu verkaufen. 2. Der Vorstand besteht aus dem Director und zwei Beisitzern, vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich und zeichnet für den Verein in der Weise, daß der Director, oder dessen Stellvertreter, und ein weiteres Vorstandsmitglied seinen Namen unter die Firma des Vereins setzt. 3. Die dermaligen Mitglieder des Vorstandes sind Peter Stein, Director, Friedrich Wißner, Stellvertreter, Balthasar Schnepp, Controleur. 4. Die Bekanntmachungen erfolgen in dem „Gießener Anzeiger." Das Verzeichniß der Genossenschafter kann zu jeder Zeit bei dem Handelsgerichte eingesehen werden. Gießen, den 29. März 1888. Großherzogliches Amtsgericht. 2716 Gebhardt V-.lust unserer lieben Qn bem schmerzlichen Nr. 1 hat die Blumenvase gewonnen. 274« Christian Matthias. Holzversteigerung. Donnerstag den 12., Freitag den 13. und - wenn SawStag den 14. April kommen in den Distrikten Kuh- zeu, Stuckbrrken, Letth, Dottenberg, Steimel rc. in der Forstwartei Ober-Gleen zum Ausgebot: 788 Rm. Buchen-, Birken-, Eichen-, Kiefern- und Aspen-Scheiter 1132 Rm. Buchen-, Birken-, Eichen-, Kiefern- und Aspen-Knüppel 1092 Rm Buchen-, Birken-, Eichen-, Kiefern- und Aspen-Reisig, 246 Rm Bucken- Birken-, Eichen-, Kiefern- rc. Stöcke. Die Zusammenkunft ist an den 3 Ver- steigerungstagen Morgens 8V3 Uhr im Distrikte Kuhzeil am Erbenhäuser Feld Maulbach am 3. April 1888 2723 Großherzogl. Obersörsterei Maulbach. Koch. o g 5 III § Kindergarten. ^‘nbersarlen eröffne Donnerstag den 6 April und ne&me ich Anmeldungen in meiner Wohnung, Wetzsteingasse Nr^33, ent- Hochachtungsvoll iöttiUt* Kindergärtnerin. -E ° Aausmäniiische Ziransten- u. Regräbilißkaffe fliefji’ii (©• H.) Ordentliche Generalversammlung Donnerstag den 3. April I. I., Abends s*/3 Uhr, m der Kestauration Zcharmann (Zchloßaassel. Tagesordnung: N Rechenschaftsbericht des Vorstandes ,und Vorlage der Jahresrechnuna 2) Neuwahl des Vorstandes uid der Revisoren. yre-recynung. 3) Eventuell weitere Anträge. Statut^"^ dunkt 3 der Tagesordnung verweisen wir auf § 33 unseres ließen, den 14. März 1888. Der Borstand. Oefterr. Staatsbahn-Actten 1880 4°/o Russen Obltg. 40/o untf. Egypter Obltg. Fermietyungen. 2771 Schöne Mansardenwohnung pro Mat zu vermiethen. Seltersweg 20 1. 2741 Dte Parterre-Wohnung meines Hauses, 6 Zimmer mit Zubehör, auch Gartenantheil, ist zu vermiethen. Chr. Petri III., Ludwigsslraße, Ecke der Bleichstr. 23. 2756 Kl. 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J, Weitzenkorn, 104__________Schulstraße 9.__ „Namenlos.“ ß Tausend Dank für Deinen lieben Oster- 6rief- Werde Dir Mittheilung machen, sobald ich weiß, auf welchem Wege. Meine Gedanken weilen stets bei Dir. Bin wohl und bleibe ewig Dein Stern. 2657 Seboww«: «. Sch.»da. - Druck und Verlag der Brühl',ch«. Drucker-, Ehr. Pietsch) i. Sieg*----------------------------- bniHge Wummer enthält 2 Blätter mtfr 1 Beilage.