Nr. $1- tErfleS Dlatt. Sonntag den 5. Februar 1888. ; Gießener Anzeiger ' Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureau: Schulstraße 7. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Briugerloh«. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 M Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. wn knwnn1 m8q mit 3n^a[t’ 1 Schlachtmeffer, 1 Taschenmesser, 1 Glacehandschuh, 1 Kinderhandschuh, 1 Jacke. Gießen, am 4. Februar 18S8. «roßherzagliche, Polizeiamt «ließen. ___________ » »Freseniu«. •enj nd lü fl 6’. ti L I. i r V !. k c ijj. f V r i - it ii i. t != Ui >c 1 1 i i Deutscher Keich,tag. etnschl. der Todtgeborenen 1,814,444 1,302.049 Bern, 3. Februar. Ein heule »on den Zeitungen veröffentlichte« Co«, muniquö de« Bundeirath« besagt: Die Untersuchung über die anarchistischen und socialistischen Umtriebe haben lebte« Jahr begonnen. Veranlaßt durch dar Erscheinen der Flugschrift: „Der rothe Teufel" habe stch dieselbe später auch auf die Organisation der deutschen Socialisten in der Schweiz, sowie aus ver- schiedene socialisttsche und anarchistische Versammlungen ausgedehnt. Alsdann sei die Verhaftung Ehrenberg'«, Schröder'« und Haupt gefolgt, so daß der Bun. de«rath erst am 27. Januar in der Lag- gewesen sei, Entschließungen zu soffen. Schon im Verlaufe ver ersten Untersuchung habe da« Justiz- und Polizei« Departement die Osficin de« „Socialdemokraten", au« welcher der „Rothe Teufel" hervorgegangen, zur Mäßigung de« Toner in ihren Veröffentlichungcn angehalten. Der Bunde«rath habe die Warnung bestätigt und verschärft. Knglavd. London, 3. Februar. Thoma« Callan und Michael Harkin«, welche angeklagt st»d, sich behufs Herbeiführung von Dynamit-Explosionen verschworen zu haben, sind heute zu je 15 Jahren Zwangsarbeit verurtheilt worden. in Deutschland. . . 372,318 Aerttschland. Berlin, 2. Februar. Das Statistische Amt Veröffentlicht eine Nachweisung über die im Lause des Jahres 1886 im deutschen Reich erfolgten Ehe- schließung-n, Geburten und Sterbefälle und theilt hierbei zum Vergleich die Hauptdatcn über die Bewegung der französtschen Bevölkerung mit« Wir entnehmen diesen Zusammenstellungen, daß im Jahre 188Metragen hat die Zahl ber Eheschließungen Geborenen Gestorbenen .... Berlin, 3 Februar. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht soeben das deutsch- o terreichtsche Bundniß vom 7. October 1879 mit folgender Einleitung: „Die Regierungen Deutschlands und Oesterreichs haben sich zur Veröffentlichung ihres am 7. October 1879 abgeschlossenen Bündnisses entschlossen, um den Zweifeln ein Ende zu machen, welche an den rein defensiven Intentionen desselben gehegt und zu verschiedenen Zwecken verwerthet werden. Beide sind vom Bestreben geleitet, den Frieden zu erhalten und Storungen desselben abzuwehren, und sind überzeugt, daß die Be- ^untgabe des Inhalts jeden Zweifel hierüber ausschließcn wird, und haben deßhalb beschlossen, denselben zu veröffentlichen." Der Text lautet: In Erwägung, daß Ihre Maiestaten der deutsche Kaiser, König von Preußen und der Kaiser von Oesterreich ^onrg von Ungarn, es als ihre unabwetsliche Monarchenpsttcht erachten müssen, für Lie Sicherheit ihrer Reiche und die Ruhe ihrer Völker unter allen Umständen Sorge zu tragen; m Erwägung, daß die beiden Monarchen ähnlich wie in dem früher bestandenen Bundesverhältnisse durch festes Zusammenhalten beider Reiche im Stande ' sein werden, diese Pflicht leichter und wirksamer zu erfüllen; in Erwägung schließlich Laß ein inniges Zusammengehen von Deutschland und Oesterreich Ungarn Niemanden bedrohen kann, wohl aber geeignet ist, den durch die Berliner Stipulationen ae- Europäischen Frieden zu consolidircn, haben ihre Majestäten der Kaiser von Deutschland und Kaiser von Oesterreich, König von Ungarn, indem sie einander feier- £? DeSrA$en' daß sie ihrem rein defensiven Abkommen eine aggressive Tendenz nach keiner Richtung jemals beilegen wollen, einen Bund des Friedens und der aeaen- seitlgen Verthetdtgung zu knüpfen beschlossen. Zu diesem Zwecke haben Allerhöchstdie- ! eiben zu ihren Bevollmächtigten ernannt: Se. Majestät der deutsche Kaiser Allerhöchst- chren uußerordttltlichen und bevollmächtigten Botschafter Generallieutenant Prinzen Heinrich.JH. tfieufe :c. rc., Se. Majestät der Kaiser von Oesterreich, König von Ungarn, Allerhochstthren wirklichen Geh. Rath Minister des kaiserlichen Hauses und des Aeußeren FUdmarschalllieutenant Julius Grafen Andrassy v. Esikszent-Kiralv und Kraszna-Horka rc. rc., welche sich zu Wien am heutigen Tage vereinigt haben und nach Austausch ihrer gut und genügend befundenen -Vollmachten übereingeksmmen ° e.1*« sollte wider Verhoffen und gegen den aufrichtigen Wunsch der beiden hohen Kontrahenten eines der beiden Reiche von Seiten Rußlands an- gegriffen werden, so sind die hohen Contrahenten oelpflichtct, einander mit ber ae- lammten Kriegsmacht ihrer Reiche beizustehen und demgemäß den Frieden nur ae meinsam und übereinstimmend zu schließen. Art. 2. Würde einer der hohen contra-' beenden Theile von einer anderen Macht angegriffen werden, so verpflichtet fick hiermit der andere hohe Kontrahent, dem Angreifer gegen seinen hohen Verbündeten nirht »ur nicht beizustehen, sondern mindestens eine wohlwollendeneutra^ bm hohen Vtitkonttahenten zu beobachten. Wenn jedoch in solchem Falle die nn" D?n @citc Rußlands, sei es in Form einer activen Cooperation sei « ?UT^ militärische Maßnahmen, welche den Angegriffenen bedrohen' unterstützt Werden sollte so tritt die im Art. 1 dieses Vertrages stipulirte Verpflichtung des gegenseitigen Beistandes mit valler Heeresmacht auch in diesem Falle sofort in Kraft wü> die Kriegführung der beiden hohen Contrahenten wird auch « bjs rum gemeinsamen Friedensschluß. Art. 3. Dieser Vertrag soll in Gemäß- h«ert seines friedlichen Charakters, und, um jede Mißdeutung auszuschließen von beiden Contrahenten geheim gehalten und einer dritten Macht nur im Einverständnisse C Unj? nach Maßgabe specieller Einigung mitgetheilt werden. Beide hohen Contrahenten geben sich nach den bei der Begegnung in Alexandrowo ausgesprochenen ^^l^er der Hoffnung hin, daß die Rüstungen Rußlands sich als bedrohlich für sie in Wirklichkeit nicht erweisen werden, und haben aus diesem Grunde zu einer Mitthetlung für jetzt keinen Anlaß. Sollte sich aber diese Hoffnung «tder Erwarten als eine irrthümliche erweisen, so würden die beiden hohen Contra? h«iten es als eine Pflicht der Loyalität erkennen, den Kaiser Alexander mindestens omtraulich diruber zu verständigen, daß sie einen Angriff auf einen von ihnen als Äc" beide gerichtet betrachten müßten. Urkupd dessen haben die Bevollmächtigten dSesen Vertrag eigenhändig unterschrieben und ihre Wappen beigedrückt. Geschehen ru Wien, am 7. October 1879. Prinz Neuß. Andrassy. ^enyeyen zu | 28. Sitzung vom 3. Februar 1838. Antrags auf Einführung der fünfjährigen Legislaturperiode an Stelle der dreijährigen wird fortgesetzt. fe! die 3jährige Periode gewesm. Die Krone dieselbe s Z selbst beantragt und die Rationalliberalen hätten damals in ihrer Stoßen Mehrheit selbst dafür gestimmt. Wenn die Fortschrittspartei für die Verfasfung nicht gestimmt habe, so sei dies geschehen, weil bei größerer' Entschiedenheit des Reichstages die Regierung noch weitergehende Concessionen in freiheitlicher Richtung gemacht haben wurde. Der Reichstag habe seit jener Zeit immer mehr von seinen Rechten ab- 6/geben, so daß man sich fragen müsse, ob heute nicht der Reichstag dem Reichskanzler, statt der Reichskanzler dem Reichstage verantwortlich sei. Besäße der Reichstag die ihm zurommenden verfassungsmäßigen Rechte, so würde die 5jährtge Legislaturperiode vielleicht nicht so bedenklich^ sein. Abg. v. Bennigsen habe auf verschiedene andere Länder, welche längere als 3jährige Perioden haben, hingewiesen; dort nehme aber das Parlament auch eine ganz andere Stellung ein, als bei uns. Und ließen sich denn aus dm Erfahrungen Grunde für eine Verlängerung der Legislaturperiode anführen / Graf Behr habe auf die Opfer an Zeit und Geld hingewiesen. Das seien gar keine Sr.r ; Dynastteen kosteten auch Geld. Man spreche von Wahlmüdigkeit. Das ^^^/^uermude und Tausende seien so militärmüde, daß sie lieber auSwanderten. Von Wahlmudigkeit in solchem Maße babe er noch nichts gehört. Es schade gar nichts wenn politische Fragen von Zeit zu Zeit öffentlich erörtert würden, mic dies bei den Wahlen gescheh^ v. Bennigsen habe auf die Erbitterung der Parteien und Wahlkämpfe hingewiefen. Was erzeuge diese Erbitterung? Die Art und Weise der Conservativen und Nationalliberalen, ihre Gegner gewissermaßen in die Reichsacht zu thun, ihnen die nationale Gesinnung abzusprechen. Besonders schlimm sei es in dieser Beziehung in Sachsen. Viel habe zu der Erbitteruug auch die Einmischung der Beamten beigetragen. Dre Oberprasidenten und Regierungspräsidenten seien die Oberagenten und die Land- rat?£?k Konten der Wahlmache. Die Rattonalliberalen hätten kein Wort gegen die amtlichen Wahlagitationen; es säge eben Niemand gern an dem Ast, auf dem man selbst sitze. Herr 0. Bennigsen wolle das allgemeine Wahlrecht erhalten; das könne er Archen, wenn er die Wahlbeeinflussungcn seiner Freunde verhindere. Die schlimmsten Wahlbeemflussuugen gingen von den Nationalliberaleu aus. Gute Gesetze gingen aus einem regen politischen Leben hervor, nicht aus der Verflachung politischer Gegensätze die zu einer parlamentarischen Bureaukratie führe. Wenn die freisinnige Partei gegen die Septennatsoorlage stimmte, jetzt aber für die Wehrvorlage stimmt, so geschieht dies keineswegs, wie Herr 0. Bennigsen annehme, weil sie sich eines Besseren überzeugt habe- das Septennatsgesetz und die neue Wehrvorlage hätten nichts mit einander gemein. Die Freisinnigen stimmen heute wie früher gegen das Septennat. Moltke habe selbst ?nnk b« knur b/i"glich der Zeitdauer die Meinungen auseinander gingen. Wenn dies der Fall, dann Jet die Auflö'ung des Reichstags verwerflich gewesen. Die Sep- tenuatsoorlage sei nicht hervorgegangen aus dem Mißtrauen gegen Frankreich und hi-°u? dem Mißtrauen gegen das eigene deutsche Volk. Anstatt an Inn,» h* hatte Herr v. Bennigsen an die Auflösung von 1878 erinnern c? e bic Nationalliberalen mitbetraf. Man sehe die Dinge anders an, wenn man nicht Hammer, sondern Ambos sei. Nach Bennigsens Darstellung hätte s. Z. der Frei- C o gefeiert, die Orgien des Schutzzolls bervorgerufen hätten. In der Thal lct Ueberproduction in der Eisenindustrie dadurch bervorgerufen worden, daß nicht rechtzeitig genug aufgehoben worden sei. Dann sei der Eisenzoll plötzlich unter Berufung auf die Nothlaae der Landwirthschaft aufgehoben worden und zwar gerade in der Zeit des wirthschaftuchen Niederganges. Der Reichskanzler sei es §J?.rßi.en des Freihandels gefeiert habe. Schließlich seien die^chutz- zölle aus politischen Rücksichten wieder eingeführt worden; es wurden damit gleichzeitig die Ftnanzolle durchgedrückt und politische Parteien auseinandergesprengt. Wenn die nationalltberale Partei die Conservativen unterstütze wie bisher, dann werden sich alle ? fkV0 a°n?r£n Pläne der Letzteren bald verwirklichm, dann werden die Conservativen oald so stark sein, um der Nationalliberalen ferner nicht mehr zu bedürfen. Personen feien vergänglich, man dürfe daher auf dieselben nicht die innere Politik bauen: umso weniger sollte man an den Institutionen rütteln. Es gebe kein Volk in Europa, besten Lax Verpflichtungen f* erhöht worben sind in den letzten 10 Jahren, wie die deutschen- deshalb dürfe man die wenigen Rechte deS deutschen Volkes nicht noch scvmalern. (Beifall links.) c CTnAb(?‘?Jn?rer <®oc-): Durch die Annahme des Antrags werde für seine Freunde der Werth des allgemeinen Wahlrechts illusorisch, da kurzfristige Wahlperioden das „ Frankreich . . . 283,193 956,363 903,803 Währenv lonach in Deutschland der Ueberschuß der Geborenen über die Gestor- denen sich aus 512,395 belief, erreichte derselbe in Frankreich nur 52 560. »uch relativ war Die natürliche Bevölkerungrzunahme in Frankreich erheblich schwächer al« im deutschen Reich Berechnet man nämlich da« Verhältnlj dieser und der übrigen Zahlen zur mittleren Bevölkerung de« bezeichneten Jahre», die sich jür da, deutsche Reich aus *7,103.000, für Frankreich aus 38,219,000 Ein« wahner stellt, fo kamen auf 1000 Einwohner Eheschließungen Geborene Gestorbene Geburtrüberschub in Deutschland 7 9 38,5 27 6 10 9 n Frankreich 7,4 25,0 23,6 1,4 Die überseeische Au«Wanderung au« dem Deutschen Reich über deutsche Häfen, Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam betrug im Monat December 1886 2465 und im ganzen Jahre 1887 99,712 Personen. Im gleichen Zeitraum der Vorjahre sind: 1886 2894 bezw. 79,875 und 1885 2318 bezw. 107,238 Deutsche über obengenannte Häsen nach überseeischen Ländern auigewandert- Correlat des allgemeinen Wahlrechts bildeten. Graf Behr habe eine ruhige, friedliche Entwickelung des Parlamentarismus verlangt und damit den Antrag begründet. Derselbe führe aber thatsächlich zur Stagnation, zur Versumpfung. Im Volke werde eher eine Verkürzung, als eine Verlängerung der Legislaturperiode gewünscht. Der Antrag sei nur der Vorbote weiterer reactionärer Pläne. Der Antrag sei von der Furcht vor dem allgemeinen Wahlrecht, vor der Gleichheit, eingegeben. Für die Socialdemokraten sei der Wahltag ein Festtag, sie fühlten sich an demselben in ihrer Menschenwürde. Dagegen sei es den Herren Grafen und Baronen unangenehm, daß der Arbeiter an diesem Tage ebensoviel Recht haben sollte, als sie selbst. Die Septennatsfrage habe nur den äußerlichen Grund zur Auflösung des Reichstags gegeben; in der Thal habe es sich darum gehandelt, eine für neue Sleuerbewilligungen und reactionäre Pläne gefügige Mehrheit berbeizuführen. Abg. vr. Windihorst hofft, daß Abg.v. Bennigsen seine Erklärung zu Gunsten der Aufrechterhaltung des allgemeinen, gleichen und dtrecten Wahlrechts in lieberem- fiimmung mit allen seinen Freunden abgegeben. Herr v. Puttkamer habe im Ab- geordnetenhause angekündigt, daß die preußische Regierung Anträge auf Abänderung des allgemeinen, gleichen, directen Wahlrechts vorbereite. Diese Erklärung sei zu keiner Zeit zurückgenommen worden. Herr v. Helldorf habe als Vertreter der conservatioen Partei Aenderungen des Wahlrechts für nothwendig erklärt und er habe sich durch die erhobenen Einwände und Widersprüche auch nicht beirren lassen. Redner verwendet sich dann eingehend für die Beibehaltung der dreijährigen Legislaturperiode. Die Gelegenheit zur Erörterung politischer Fragen dürfe nicht verschränkt werden, denn eine Wahrheit müsse 25 Jahre hindurch wiederholt werden, bevor sie ins Volk dringe. Abg. v. Bennigsen erwidert auf den Vorwurf Richter's, die Stöcker'sche Berliner Stadtmission unterstützt zu haben, er habe einen Aufruf zur Förderung der allgemeinen Mission im ganzen Lande unterschrieben, weil angesichts des bestehenden geistigen und physischen Nothslandes in der Förderung dieses Liebeswerkes sicher ein Boden sei, auf den sich ein liberaler Mann mit Andersgesinnten stellen könne. Abg. Kräcker (Soc.) beantragt Verweisung des Antrags an eine Commission von 21 Mitgliedern. r Abg. v. Helldorff (conf.) vertheidigt im Schlußwort den Antrag gegen die wider denselben erhobenen Einwürfe. Der Antrag auf Commissionsoerweisung wird abgelehnt, die 2. Lesung findet demgemäß direct im Plenum statt. Nächste Sitzung morgen 1 Uhr: Vorlage betr. Rechtsverhältnisse in den deutschen Schutzgebieten, sowie betr. Unterstützung der Familien der zum Dienst einberufenen Mannschaften, Etat, Wahlprüfungen (darunter die der Wahl Richters). Telegraphische Depesche«. Wolff'S telegr. Es^sfpH«denr-B«ren^ Berlin, 3. Februar. Seine Majestät der Kaiser nahm Vormittags den Vortrag Pcrponcher's entgegen, empfing darauf den General Strubberg, später den Grafen Stolberg und machte um 2 Uhr eine Ausfahrt. Um 3 Uhr hat Minister o. Puttkamer Vortrag. — Wie ein Privattelegramm aus San Remo meldet, ist gestern der Kronprinz nicht ausgegangen, da Kopfschmerz und Neuralgie sich wieder eingestellt haben. Die Witterung ist ungünstig. Hamburg, 3. Februar. Das hiesige Oberlandesgericht bestätigte das Urtheil der ersten Instanz in Sachen des Zusammenstoßes der Kreuzerkoroelte „Sophie" mit dem Dampfer des „Norddeutschen Lloyd" „Hohenstaufen", welches den Reichsfiskus mit der Klage gegen den „Nordd. Lloyd" unter Verurtheilung des Klägers in die Kosten abgewiesen hatte. Paris, 3. Februar. Die Tochter des deutschen Botschafters Grafen Münster ist heute Morgen in Cannes gestorben. Gras Münster reist heute Abend dorthin ab. Paris, 3. Februar. Deputirtenkammer. Cassagnac bringt die gestern angekündigte Interpellation über den Ordenshandel ent. Der Justizmtnister Fallieres erklärt sich zur sofortigen Beantwortung bereit. Delaunay (Rechte) begründet die Interpellation und führt aus, daß der eigentliche Hauptschuldige in dieser Frage frei ausaegangen sei. Delaunay hebt verschiedene Thotsachen hervor, wodurch bewiesen werden soll, daß das Gericht keine Freiheit d-r Handlung gehabt habe, sondern durch politische Intervention gelähmt worden sei. Floquet protestirt gegen das Bekanntgeben von Aktenstücken. Cassagnac fordert den Präsidenten auf, nicht in die Debatte ein- zugr elfen. Floquet seinerseits wünscht, daß Cassagnac nicht weiter im drohenden Tone spreche, welcher doch Niemand erschrecke. (Beisall.) Cassagnac erwidert, das sei die Sprache des Wirthshauses. Floquet entgegnet, die Kammer werde die Sprache Der- jmigen zu schätzen wissen, welche sich Cavaliere nennen. Cassagnac spielt alsdann auf den Ruf Floquet's „Vfre Pologne“ an. Floquet sagt darauf, Ihr Patriotismus ist die Höhe der Höflichkeit. Delaunay fährt fort, Fallieres anzuklagen, .daß er sich der Verhaftung der Schuldigen widersetzt habe. Petersburg, 3. Februar. Die „Nowoje Wremja" hält in Erwiderung des jüngsten Artikels des „Militär-Wochenblatts" ihre Behauptung aufrecht, daß das einzige Mittel, Rußland vor dem Angriffe Oesterreich-Ungarns und Deutschlands zu schützen, in der Erhöhung der Wehrhaftigkeit der Festungen und der Verstärkung der Grenztruppen bestehe; das Eisenbahnnetz müsse militärisch nicht in dem engen Raume des Kriegstheaters an der Grenze, sondern auf dem ganzen Kriegsschauvlatz in Betracht gezogen werden. Der Artikel versucht alsdann, ausführlich den entschieden defensiven Charakter der militärischen Maßnahmen Rußlands an der Grenze nachzuweisen und bemerkt, Rußland brauche nicht einen Fuß breit deutschen Landes, würde aber auch nicht einen Fuß breit seines Landes abtreten. „Von dieser Friedensliebe erfüllt, verfehlen wir nicht, zu bemerken, daß wir uns nur zur Defensive vorbereiten. So lange Deutschland ruhig bleibt, droht ihm von keiner Seite ein Angriff." Sa» Nemo, 3. Februar. Mackenzie ist heute nach London abgereist. Ebiubnrg, 3. Februar. Die agrarischen Meuterer auf der Insel Lewis (Schottland) sind zu Gefängnlß von sechs bis fünfzehn Monaten verurtheilt worden. Berlin, 4. Februar. sPrivatdepesche.) Die Publikation des deutsch-österreichischen Bundnißvertrages wirkte hier klärend, in Wien dagegen wurde es als ein ungünstiges Symptom aufgefaßt, in Petersburg wirkte die Publikation consterntrend. Lokale-. Gießen, 4. Februar. Vvr einem zahlreichen Publikum hielt gestern Abend in 2er™|r?J3cn Aula des Realgymnasiums Herr Capitain Bade seinen angekündigten 2. Vortrag über die deutsche Nordpol-Expedition, speciell über den Untergang des zweiten Schiffes derselben, der „Hansa" und über die 237 Tage währende Eis- fchollenfahrt der Mannschaft des vom Eise erdrückten und sodann versunkenen Schiffes Mit schlichten Worten, jedoch ungemein fesselnd, schilderte Redner das Leben und Treiben der Mannschaft in den ersten 3 Monaten ihres Camptrens auf der 7 Quadratmeilen großen Eisscholle, welche sodann bei einem heftigen Sturme zerschellte und ihre von Steinkohlen-Briquetts erbaute Hütte in zwei Thetle zertrümmerte, sodaß die Mannschaft, kaum das Nothwendigste rettend, sich auf einer nunmehr blos 120 Schritte langen Eisscholle 6 Monate hindurch aller Unbill des atktischen Winters sowie der gräßlichsten Entbehrungen und Mühsale preisgegeben sah. Es ist für eine Landratte schlechterdings nicht zu begreifen, wie Menschen ein solches Elend 9 Monate lang erttagen konnten und gerne begreift man die freudigen Empfindungen, welche die schiffbrüchige Mannschaft beseelte, als sie an Grönlands Gestaden in einer dänischen Missionsstativn von deutschen Missionären ausgenommen und mittelst eines dänischen Kriegsschiffes nach Kopenhagen befördert wurden. Es würde uns zu weit führen wollten wir alle Einzelheiten des Vortrages hier anführen. Reicher Beifall lohnte den Redner am Schluffe seines fast zweistündigen interessanten Vortrags. „ „ Netzen, 4. Februar. (Naturalverpflegungsstation Gießen.) Während des ver- floffenen Monats Januar wurde die hiesige Station von 290 mittellosen Durchreisenden in Anspruch genommen und sind hierdurch 201,78 jfc Verpflegungskoften erwachsen- Vermischtes. △ Mainz, 3. Februar. Nach hierher gelangter Nachricht soll sich der Rhein ; beute Morgen an der Lvreley gestellt haben. Die ganze Strömung des Stromes wie I eingetretenes Stauwasser lassen die Nachricht als richtig erscheinen. Seit heute Nach- , mittag ist vollständiger Witterungsumschlag eingetreten. Von 13 Grad Kälte am \ Morgen ist die Temperatur auf 2 Grad gestiegen und brachte uns leichten Schneefall. — Man wird sich erinnern, daß im November v. I. die Leiche des kurze Zeit vorher verschwundenen Rheinmüllers Fischer von dem nahen Ginsheim unter Umständen gefunden wurde, die ein Verbrechen vermuthen ließen. Unter der schweren Anschuldigung den Müller ermordet zu haben, wurde alsbald der Bäckermeister Schröpfer von Bischofsheim verhaftet und wußten damals eine Reihe Blätter fchon ganz genau die einzelnen Umstände anzugeben, unter welchen Schröpfer den Müller ermordet habe. Der also bereits zum Mörder gestempelte Bäckermeister wurde am Mittwoch durch Beschluß der Strafkammer des Landgerichts Darmstadt außer Verfolgung gesetzt und aus der Haft entlassen, da nicht der geringste Beweis vorliegt, daß er der Thater sei, wenn Fischer überhaupt ermordet wurde. △ Aus Rheinhessen, 3. Februar. Halb erfroren aufgefunden wurde heute Morgen ein älterer Mann von Marienborn, der einst in guten Verhältnissen lebte, spater aber durch Trunkenheit heruntergekommen war. Wiesbaden, 2. Februar. Der siebente Congreß für inBkre Medicin findet vom 9. bis 12. April 1888 hier statt. Das Präsidium desselben übernimmt Herr Leube (Würzburg). Folgende Themata sollen zur Verhandlung kommen: Montag den 9. April: Die chionischen Herzmuskelerkrankungen und ihre Behandlung. Referenten: Herr Oertel (München) und Herr Lichtheim (Bern). — Dienstag den 10. April: Der Weingeist als Heilmittel. Referenten: Herr Binz (Bonn) und Herr v. Jaksch (Graz). — Mittwoch den 11. April: Die Verhütung und Behandlung der asiatischen Cholera. Referenten: Herr Cantani (Neapel) und Herr August Pfeiffer (Wiesbaden). — Folgende Vorträge sind bereits angemeldet: Herr Rumps (Bonn): Ueber das Wanderherz. — Herr Unverricht (Jena): Experimentelle Untersuchungen über den Mechanismus der Alhembewegungen. — Herr Liebreich (Berlin): Thema vorbehalten. — Herr Adamkiewicz (Krakau): Ueber combinirte Degeneration des Rückenmarks. — Herr Jaworski (Krakau): Experimentelle Beiträge zur Diätetik der Verdauungsstörungen. — Derselbe: Thema vorbehalten. — Herr Stiller (Budapest): Zur Therapie des morbus basedowii. — Derselbe: Zur Diagnostik der Nierentumoren. — Herr Emil Pfeiffer (Wiesbaden): Harnsaureausscheidung und Harnsäurelösung. — Mr Binswanger (Jena): Zur Pathogenese des epileptischen Anfalles. — Herr JükMsen (Tübingen): Ueber kryptogenetische Septiko-Pyämie. — Seine Liebhaberei mit Hunden zu spielen, mußte gestern der Schullehrer Jost von Ebersheim arg büßen. Ein großer Jagdhund, der nicht mit sich scherzen ließ, brß dem Dorspadagogen die ganze Unterlippe weg. — sEin theurer Kuß.) Das Landgericht in Güstrow hatte neulich in einer Kußangelegenheit zu entscheiden. Der Vater eines unbescholtenen Mädchens hatte gegen einen Herrn Klage erhoben, weil Letzterer das Mädchen zu einem Kuß gezwungen hatte, Der Angeklagte wurde zu 150 JL Geldbuße verurtheilt. Literarische-. Höchst otighuU ist die neueste Nummer der bekannten illustrirten Zeitschrift „Schorers Familienblatt" ausgestattet. Diese Nummer (6) hat nämlich vom ersten bis zum letzten Buchstaben nur ein Thema: Die Liebe. Wir haben selten eine Journalnummer in der Hand gehabt, die uns so angemnthet hätte, als diese „Liebes- Nummer". Sie gleicht einer Anthologie des Schönsten unb Besten, was je in Poesie und Prosa über die Liebe, diese Alles bewegende Kraft, von deutschen Dichtern gesagt wurde. Wir finden Goethe, Reinick, Rückert, Lessing, Reuter, Schiller, Geibel, Jmmer- mann, Rittershaus und viele andere vertreten mit dem Schönsten, was sie über die Liebe gesagt und gesungen. Illustrativ ift die Nummer wahrhaft glänzend ausgestattet und legt ein Zeugniß ab für die enormen Fortschritte, welche auf dem Gebiete der Illustration in unserer Zeit gemacht wurden. Die Nummer wird Allen, die sie sehen viel Freude machen. -- Dieselbe ist auch einzeln zu haben. Gießen, 4 Januar Auf dem heuttgen Markt kostete: Butter per Pfund K 0.85—0 92, Hühnereier pr. St. 7—8 Gänseeier St. 10—12 H, Kale vr. St. 4—7 S, Käsematte 3—0 H, Erbsen pr- Liter 17 H, Linsen 30 \ Tauben per Paar 60 bis 75 Hühner per Stück 0.90—1.00, Hahnen pr. Stück JL 1.00—1.70, Enten per Stück JL 1.70—2.40, Gänse per Pfund 00-00 H, Ochsenfleisch per Pfund 58 bis 60 H, Kuh- und Rindfleisch 45-50 Schweinefleisch 54—60 H, Hammelfleisch 40 bis 60 3i, Kalbfleisch 40—48 H, Kartoffeln per 100 Mio JL 4 00—5.00, Milch per Liter 12—18 H, Weißkraut Stück 5—10 H, Zwiebeln per Centner JL 8.00—10.00. IMpttt an bcr Erhaltung einer reinen Kopfhaut und schönen Haarwuchses etwas gelegen ist, der kaufe 95g Retter’s Haarwasser (München). Dasselbe staatlich geprüft und begutachtet sowie von ersten Autoritäten empfohlen, verkauft zu 40 H und JL 1.10 J. H. Fuhr, Sonnenstraße Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gießen- Aufgebote. Januar : 28. Jacob Dosch, Hülfsgerichtsschreiber zu Gießen, mit Marie Elisabethe Gilbert zu Vilbel. 30. Heinrich Röddtn-, Schreiner zu Marburg, mit Katharine Gröninger zu Gießen. 31. Friedrich Wilhelm Christoph Heinrich Stooß, Kaufmann von Gießen, mit Jacobine Eleonore Dollhofen von Bingen. Februar: 3. Heinrich Bommersheim, Schutzmann -u Gießen, ein Wittwer, mit Marie Margarethe Babette grieberife Fuchs, lebig, zu Homburg v. d. H. 3. Christian Georg Frech, Anstreicher zu Wetzlar, mit Pauline Bernhardt daselbst. 3. Johann Heinrich Gustav Anderweit, Gletscher zu Wehlau mit Henriette Grantfch zu Allenberg. Eheschließung««. Februar: 1. David Jacob von Weitersweiler im Elsaß, Schächter dahier, mit Karoline Beyfutz von Gießen. 1. Heinrich Friedrich Wilhelm Gaafke von Emern, Amt Oldenstadt, Restaurateur dahier, mit Margarethe Meyer von Hüls, wohnhaft dahier. _ Geborene. Januar: 26. Dem Militärbüchsenmacher Heinrich Engel II. ein Sohn, Wilhelm Hetnrrch Hans. 27. Dem Schuhmacher und Kirchendiener Michael Helfert eine Tochter. 28. Dem ^chremermeister Christian Weber ein Sohn. 29. Dem Wagen-Revisor Justus Beinhauer eine Tochter. 29. Dem Schriftsetzer Richard Petermann eine Tochter. Eevordene» . ,. Januar: 27. Adolf Weiß, 8 Monate alt, Sohn von Taglöhner Philipp Weiß Zahler. 28. Sophie Wehner, geb. Werner, 33 Jahre alt, Ehefrau von Kaufmann Theodor Wchner dahler^ 29. Friedrich Schupp, 56 Jahre alt, Arbeiter von Naunheim. oO. Elisabeth ^ehl, 1 Jahr alt, Tochter von Fabrikarbeiter Johannes Fehl dahier. 30 Johanna Henriette Noll, 6 Monate alt, Tochter von Dachdecker Emil Martin Noll o?h)er. 30. Ludwig Ferber, 17 Jahre alt, Ackersmann von Walogirmes. 31. Margarethe Elisabethe Kahl, geb. Dern, 81 Jahre alt, Wtttwe von Ackerer Johannes Kahl aus Garbenheim Februar: 2. Otto Kempff, 42 Jahre alt, Cigarrenfabrikant dahier. 2. Lina Leicher, geb Muller, 27 Jahre alt, Ehefrau von Musiker Heinrich Leicher von Alpenrod, Amt Hachenburg. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. M «etaufte. Den 29. Januar. Dem Schlosser Adam Uhl ein Sohn, Wilhelm Peter Heinrichs geboren den 1. Januar. * ^Denselben. Dem Oeconom Karl Kreiling eine Tochter, Sophie Karoltue, geboren, den 26. December. bei 960 Werth v. 250,000 Mk und zwar: Gew. Gew. ä M. 340 10,000 Mark 10 „ I 982 Hör«. o-ersteigert. 991 (4 (6 3q9 1 2 1 2 3 1 2 3 1 1 1 1 1 2 3 8 12 50 200 320 500 600 800 1000 1500 1 2 1 2 1 2 3 der Brodverkäufer Md.) Weißbrod . n H rm #/ it ii // ii Der Bürgermeister. Keil. 50000 25000 10000 5000 4000 30. 0 2000 1000 Dienstag den 7. Februar, Nachmittags 2 Uhr, soll im Pfandlokal verschiedenes Mobilar Den 28. Januar, starb den 26. Januar. . Den 30. Januar. Sophie Wehner, geb. Werner, Ehefrau des Tabakhändlers Theodor Wehner, alt 33 Jahre, starb den 28. Januar. Grobherzogliche Bürgermeisterei Rödgen. _____ Jnderthal. Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr Sei der Kronenmühle. — Das Nutzholz wird zuerst ausgeboten und von 11 Uhr ab hie Versteigerung mit dem Brennholz fortgesetzt. Kaufliebhaber sollen die an bequemen Abfahrten legenden Hölzer vor dem Termine be- sichtigen. 959 Forsthaus Strupbach, 2. Febr. 1888. Der Königliche Oberförster: __________B aumann. Aeilgeöotenes. 973 Ein braves Mädchen vom Lande wird per April gesucht. I Senner, Gartenstraße 19- versteigert werden- 974 ä 500 M. ,, 2- 0 „ >, 100 „ r 50 „ » 40 „ » ^0 „ ” 15 " Nadelholzstämme mit 5,10 fm, Nadelholzstangen I.—III. Cl., Eichen-Nutzscheite u. Knüppel, „ Scheite und Knüppel, „ Reiser III Cl., Buchen-Scheite und Knüppel, ,, Reiser I., II u. III Cl., Weichholz-Knüppel, „ Reiser III. Cl., Nadelholz-Knüppel und „ Reiser III. Cl. (Bohnenstangen). „ ^Denlelben. Dem Schaffner Johann Heinrich Preis ein Sohn, Heinrich Konrad August Philipp, geboren den 26. Januar. . Dutten. Dem Schneider Georg Fischer ein Sohn, Georg Konrad, geboren den 28. November. Professor Dr. Emil Schürer ein Sohn, Ernst Emil, geboren unehelicher Sohn, Wilhelm Heinrich Martin, geboren den Beerdigte. Elisabeth Schleenbecker, unoerheirathet, Wäscherin, alt 73 Jahre, Denselben. Dem den 18. December. Denselben. Ein 13. November. Stück Eichen - Stämme mit 109,68 fm, BergBräu H-ut- Sawstag den 4. Februar ff. Anstich Nürnberger Bock 6 Uhr Abends. Münchener »ock-Würste. (Ungarisch) f. Kartoffel Klöse. 3m Sonntag von 11 Uhr zum Frühschoppen dasselbe Rezept den ganzen Tag. 954 Kgr. (2 * C4 ,, (2 r (4 . 27 32 287 3 129 298 36 4422 3 30 11 194 Bro-preise vom 5. bis 19. Februar 1888. ^ämmtliche Hrmularim für Krnnlicnkasstn stnd nunmehr bei mir zu haben. Wüh. Klee Schreibwatertalienhandlung zu Gießen. verzapfe ein vorzügliches Glas'Frankfurter ^ xportbier einer der ersten und ältesten Brauereien Frankfurts w* Publikum mache ich besonders auf die Qualität des aufmer^amz was analysisch nachgewiesen ist. 994 Achtungsvoll K AchenbaeK. Hol;- Versteigerungen in der Oberförsterei Krofdorf. SRanfae, 13, Februar, 10 Uhr im Schützengarien zuWetzlar- Schutzbezirk Stoppelberg, Diftr. Stoppelberg 88. ?^VivWJrVla' Eichen: 235 Stämme L bis IV El. mit 119,42 fm. k. I, 13 ©tangen I. u II. El., 4 rm Klafter-Nutz» bolz, 4b rm Scheit, 36 rm Knüppel, 498 rm o£lJcE‘ 3 Stämme mit 2,78 fm k. I., b rm Reiser. Fichten: 2! Stämme mit 5,09 rrn.k I, 25 Stangen I. bis UI. El., 30 rm Reiser Diftr. Stoppelberg 95. Buchen: 2 rm I Klafter-Nutzholz sFelgen), 69 rm Scheit, Diftr. Totalität 91. iHenr 2 Stämme mit 0'02 fm f. I 7 rrn Reiser. Diftr. 92 SAl. XIa Ahorn: 1 Stamm mit Stid4r ftn2. 1 rrn Rundscheit, 8 rm , Reifer Fichten: 2 Stämme mit 0,27 fm. k. I. ! r Februar er., 9 Uhr I ^rtb ^aMert in Krofdorf. Schutzbezirk Waldhaus Diftr. Linden- wichen: 35 rm Klafter- , Nutzholz, 8" rm Scheit, 20 rm Reiser ' c?rmKlafter-Nutzholz.Felgen,, i 10b I rm Scheit, 106 rm Knüppel, 1269 I rm Reiser. Gießen, den 4. Februar 1888. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. 2, 3 u- 4 Meter lang. I Krofdo rf, den 3. Februar 1888. - 062________Müller, Kgl. Oberförster. Holzversteigerung? streitag, den 10. Kedrnar L I., Vormittags um */8ll U6r, kommt in dem Cleeberger Markwald, District Fuchskopf ob. nachstehendes Holz zur Versteigerung: 203 Stück Nadelholz-Stämme, 88,59 Festmeier, 141 Stück Nadelholz - Derbstangen, 8,72 Festmeter, 2 Rmtr. Nadelholz-Knüppel, 80 „ „ Stockholz, 7 Stück Weichholz- (Erlen) - Stämme, 1,84 Festmeter, 4 Rmtr. Weichholz Knüppel, 2 „ Buchen-Scheit. Das Holz lagert am Vicinalweg von Espa nach Bodenrod, darunter befinden sich Durchzüge und Streckhölzer von 18 Meter Länge. Cleeberg, den 1. Februar 1888. B bietet die Stelzte kiOtteric der Stadt” »den-Baden Hauptgewinne im Werthe von 50,000 Hark 35,000 Mark , Fleisch-Extract AvUllUvl lull q >8t vom feinsten Geschmack und grösster Aus- •* giebigkeit. Das Beste ist stets das Billigste. § CACAO BLCOKE-L <'«("<• Leib Entree-MaskeilbM B Donnerstag den 9« Februar «. f. w., 977 empfiehlt G» Gühlholtz 989 Technicum MfttweidaV — S&chsqjl — \ Coursbericht der Irankfutter Börse führen. •216 Reichsbank-Disconto 3% Telegraphischer CourSbericht der Berliner Börse v,m 4. Februar 1888. 190.80 90.25 77.97 91.0t Tendenz: matt. Jtehcctten: A. etzba. 138.50 85.12 77.30 vermischte Anzeigm. 984 Ein Junge in die Lehre gesucht. Kr. Meinhardt, Schreinerm., Neuft. 55. Disconto-Eom-Antheile Laura-Actien *) Maschinen-Ingenieur Ähnle b) Werkmeister • Schule. — Vorunterricht frei. — Oesterr. Creditactien Oesterr. Staatsbabn-Actien 1880 4% Russen Oblig. 4% unif. Eg^ter Oblig. — Drvck mch v«Eog der BrKhl'sche» Druckerei Oft. Kh». t» Mtzßc». s Sie heutige Ämntntt enthält 2 Blätter und 1 Beilage. Chr« Ludw. Thomas, 10 Neuen Bäue 10. Lindengasse 14 Vorzügl. Sauerkraut, sowie alle Sorten la. Hülsenfrüchte empfiehlt billigst 976 Chr. Ludw. Thomas, 10 Neuen Bäue 10. 3. Februar 1888. Franks B-mk-DiSconto Vk Todes Anzeige Heute Morgen 8V2 Uhr verschied sanft nach kurzen, schweren Leiden, unser innigstgeliebtes unvergeßliches Töchterchen und Schwesterchen Mariechen im Alter von 2