Ar. 2SS Erstes Blatt. Sonntag den 4. November 1888. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. i? K Wureaur Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn« Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pß Amtlicher Theil. Gefunden: 1 Hundemaulkorb, 1 Kinderstrumpf, 2 Taschenmesser, 1 Handschuh, 1 Leine, 1 Schürze, 1 Manschettenknopf, 1 Schul-Atlas. Gießen, am 3. November 1888. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Politische Ueberfkcht. Gießen, 3. November. Der BunbeSrath hielt am Donnerstag wiederum seine Wochen-Plenarsitzung ab. Den Hauptgegenstand der Berathung bildete der Bericht der Ausschüsse über die Alters- und Jnvaltditätsoersicherungs-Vorlage, doch gelangte am genannten Tage die Discussion über den Bericht noch nicht zum Abschlüsse, da verschiedene wichtige Abänderungsvorschläge der Ausschüsse nochmals in Erwägung gezogen werden sollen. Wann die Vorlage an den Reichstag gelangen wird, läßt sich darum noch nicht mit Bestimmtheit sagen, aber es ist nicht unmöglich, daß dies erst nach Neujahr, also in der zweiten Hälfte der Reichstagssession, geschieht, da eben die Vorberathung des so wichtigen Gesetzentwurfes im Bundesrathe mit größter Gründlichkeit geführt wird, lieber sonstige. Zunächst für die Erörterung im Bundesrathe bestimmte Vorlagen verlautet noch nichts, sieht man vom Reichshaushallsetat und vom Genossenschaftsgesetzentwurfe ab. Die Meldungen über den Ausfall der Urwahlen zum preußischen Ab- geordnetenhause lassen mehr und mehr erkennen, daß von großen Veränderungen im brsherigen parlamentarischen Besitzstände der Parteien des Abgeordnetenhauses keine Rede sein wird. Die einzige nennenswerlhe Veränderung ist bei der nationalliberalen Partei zu verzeichnen, welche auf einen Zuwachs von etwa 20 Mandaten rechnen darf, auf Kosten theils der Consecvatioen, theils der Freisinnigen, sonst aber sind weitere bedeutendere Besitzstandoerschtebungen nicht zu gewärtigen. Ein vollständiges Bild vom Ausfall der Wahlen werden aber natürlich erst hie am nächsten Dienstag zu vollziehenden Wahlen der Abgeordneten selbst ermöglichen und erst zu dieser Zeit werden sich die Stärkeoerhältnisse der Fracttonen im neuen Abgeordnetenhause genauer übersehen lassen. Jedenfalls bleibt in demselben die seitherige nationalltberal-conservattve Mehrheit bestehen, anderseits ist aber freilich auch immer wieder die Möglichkeit einer Mehrheit, zusammengesetzt aus Centrum und Deutschconseroattoen, vorhanden, obwohl der Eintritt dieses Falles zunächst nicht wahrscheinlich ist. Einen besonders erfreulichen Zug in den Wahlen des 30. October bildet die hervorgetretene Verstärkung des deutschen Elements in der Provinz Posen. Im Vergleiche zu den Ergebnissen des Jahres 1885 ist diesmal in den meisten gemischtsprachigen Wahlkreisen dieser Provinz eine wesentliche Zunahme der deutschen Wahl- männer zu verzeichnen, während die Zahl der polnischen Wahlmänner theils nur eine geringe Vermehrung erfahren, theils aber eine Abnahme aufzuweisen hat, was für künftige Wahlen in den deutsch-polnischen Bezirken recht günstige Aussichten eröffnet. König Wilhelm von Holland ist auf seinem Sommerschlosse Loo beim Haag neuerdings wiederum bedenklich erkrankt, nachdem er noch nicht einmal die Nachwehen seiner Erkrankung vom vergangenen Frühjahr überwunden hatte. Der Zustand des erlauchten Patienten hat sich namentlich infolge Eintrittes einer Halsentzündung ungünstiger gestaltet und wurde der Haager Specialist Dr. Vinkhuyzen telegraphisch nach Schloß Loo berufen. Eine unmittelbare Gefahr für das Leben des Königs soll zwar nicht vorhanden sein, immerhin sind die ernstesten Besorgnisse in Anbetracht des hohen Alters des so schwer erkrankten holländischen Herrschers nur zu sehr gerechtfertigt. Der Sensationsprozeß in Sachen der „Times" gegen die parn elli tisch en Deputirten zeigt noch immer keine Neigung, zu Gunsten einer der beiden Parteien eine entscheidende Wendung zu nehmen. Wenn die „Times" den einen Tag Belastungszeugen für ihre Anschuldigungen gegen Parnell und dessen Freunde beschafft, so weiß die gegnerische Partei am andern Tag sicherlich Entlastungszeugen aufzuführen und so geht das Spiel fot. Jetzt ist wiederum die Parnell-Partet an der Reihe, nachdem sich ein ehemaliger Freund und College Parnell's, der Irländer O'Schea, gefunden hat, welcher fest behauptet, daß die Unterschrift in dem vielgenannten Briefe Parnell's in der Zfyat von Parnell selber herrüyre; sicherlich wird nunmehr O'Schea wiederum von der Parnell-Partei als „befangen" bezeichnet werden und vielleicht finden sich Leute, welche beschören, daß es nicht die Parnell'sche Unterschrift sei! In Athen sind der Jubiläumsfeier vom 31. October noch eine ganze Reihe non anderen Festlichkeiten zur Verherrlichung des Regenten-Jubiläums König Georgs gefolgt. Zu ihnen gehörte auch die am 1. November vor sich gegangene Eröffnung der nationalen Ausstellung, welche die Entwickelung Griechenlands auf den verschiedensten Gebieten des industriellen und gewerblichen Lebens darlegen soll. Der König, die Mitglieder des königlichen Hauses, die fremden Fürstlichkeiten, die Mitglieder des diplomatischen Corps und die Specialabgesandten der auswärtigen Mächte wohnten der Eröffnungsfeier bei. Weiter wird der Commande'ur des im Piräus ankernden englischen Geschwaders, der Herzog von Edinburgh, an Bord seines Flaggschiffes „Alexandra" ein Dejeuner geben, zu welchem der König und die königliche Familie, die fremden Fürstlichkeiten und der österreichische Admiral v. Sterneck Einladungen erhalten haben und das an diesem Montag stattfindet. Zur ostasrikanischen Frage wird jetzt gemeldet, daß es England gewesen sei, welches die deutsch-englischen Verhandlungen über ein gemeinsames Einschreiten tn Ostafrika eröffnet habe. Das Ergebniß sei, daß beide Regierungen, die englische wie die deutsche, beschlossen hätten, Hand In Hand zur Unterdrückung des Aufstandes und des Sclavenhandels vorzugehen, indessen würden beide hierbei trotzdem bis zu einem gewissen Grade unabhängig von einander handeln, dagegen die Operationen gleichzeitig eröffnen. Telegraphische Depeschen, tel-gr. Eorresporrdenz. Bureau. Berlin, 2. November. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Im ©eaenfake ibe in Zanzibar verbreiteten Nachricht, daß ein neuer Angriff auf Bagamoyo seitens der aufständischen Araber bevorstehe, verlautet aus sicherer Quelle, daß die Lage in dem genannten Hafen sich gebessert habe und keine Ruhestörungen erwartet werden. Berlin, 2. November. Eine heute veranstaltete Wagenauffahrt von Studentm zu Ehren Gerhardt's und Bergmann's verlief äußerst imposant. Außer der Universität nahmen zahlreiche andere wissenschastliche Institute Theil, die Bergakademie, die Thierarzneischule und Gymnasialverbände. Der Zug umfaßte gegen 60 vier- und zwei- spännige Wagen. Die Studenten in Wichs fuhren tn der langen Wagenreihe bei den Wohnungen Gerhardt's und Bergmann's vor, wo der Studiosus Loose eine An- , spräche hielt. — Die Vorlage, betr. die Alters- und Invalidenversicherung der Arbeiter, wurde gestern von der Tagesordnung des Bundesraths abgesetzt, weil mehrere Aende- rungs-Vorschläge einzelner wichtiger Bestimmungen, die von Etnzelregierungen und ! Interessenten gemacht worden sind, in den Ausschüssen einer Vorberathung unterzogen i werden sollen. ' Berlin, 2. November. Der „Nationalzeitung" zufolge wäre die Reorganisation der Marineverwaltung durch Seine Majestät den Kaiser vollzogen. An der Spitze bleibt der Vice-Admiral Graf Monts. Das Seebataillon würde in ein Regiment zu । zwei Bataillonen umformiit. Hannover, 2. November. Der Hannoversche Provinziallandtag wählte ben 1 Landrata von Hammerstein-Loxten zum Landesdtrector. Hamburg, 2. November. In der großen Koopmann'schen Exportschlächterei 1 ist ein erheblicher Brand ausgebrochen. Hamburg, 2. November. Das Schadenfeuer in der Koopmann'schen Export- . schlächteret soll durch eine Gasexplosion entstanden sein. Zwei große Speicher mit j werthoollen Maschinen und Schlachteinrichtungen sind niedergebrannt; die Vorrathsraume konnten dagegen gerettet werden. Der Schaden wird auf 300,000 JL geschätzt, Schlächterei ist aber mit 630,000 JL. versichert. Der Betrieb dürfte voraussichtlich ■ in 14 Tagen Iherlweise wieder aufgenommen werden können. j Hamburg, 2. November. (Ausführlichere Meldung.) Dem „Hamburgischen Correspondenien" zufolge sind die Berliner Postdiebe am Donnerstag hier verhaftet worden. Der eine nennt sich Bohlmann, heißt aber Schroeder und war früher Post- ' affiftent des betreffenden Amtes in Berlin. Schroeder wollte bei dem Banquier Elias 1 Kalmann am Neuerwall Coupons einlösen, der Banquier schöpfte Verdacht, bestellte ; Schroeder wieder und benachrichtigte die Polizei, welche denselben verhaftete. Sein ' Complice, der sich Kruse nennt, wurde im Hotel angetroffen, wie er die Coupons in einen Koffer verpackte. Die Werthsumme der gestohlenen Papiere ist anscheinend eine i sehr bedeutende. München, 2. November. Die Strafkammer des Landgerichts sprach die wegen i Geheimbündelei angeklagten Socialdemokraten (Auer und Genossen) frei. Wien, 2. November. Gegenüber den unrichtigen Meldungen slavischer und < französischer Blätter, sowie der „Jndependance Belge" über den Zwischenfall von Belooar kann das „Fremdenblatt" als zuverlässig mittheilen, daß die Rüge des Kaisers gegen Stroßmayer vollkommen zustimmend vom Vatikan ausgenommen, daß auch das Entschuldigungsschreiben des Bischofs an den Cardinal Rampola in Folge einer Aufforderung von Seiten des Vatikans den peinlichen Eindruck des Kiewer Telegramms ' im Vatikan nicht beseitigte, wenn sich auch der Papst nicht entschließen konnte, noch : weitere Consequcnzen aus der gerügten Haltung des Bischofs zu ziehen. , London, 2. November. Wie die „Times" aus Zanzibar von gestern meldet, i bombardirte gestern die deutsche Kreuzerkoroette „Sophie" das nördlich von Bagomoyo ■ gelegene Dorf Whindi, dessen Einwohner den Aufständischen in Bagomoyo Waffen, । Muniton und bewaffnete Sclaven geliefert hatten. Matrosen landeten und äscherten - das Dorf ein. j Anknüpfend an ihre gestrige Mittheilung bezüglich activer Operationen gegen ■ den Sklavenhandel an der Küste von Zanzibar proteftirt die „Times" entschiedener i als bisher gegen eine Cooperation mit Deutschland. Eine deutsch-englische Konvention zur unverzüglichen Unterdrückung des afrikanischen Sclavenhandels durch Waffengewalt . würde das Todesurtheil Emin Paschas und L>tanley's sein. Allenfalls könnte eine i engere Verbindung Englands und Deutschlands für maritime Zwecke im Zusammen- ; bange mit dem auf der See betriebenen Sklavenhandel, gepaart mit freundlicher Der- , ftänbigung über eine nebeneinander lausende, aber nicht verabredete Action und eine j damit übereinstimmende Politik zu Lande versucht werden. \ Petersburg, 2. November. Einem Telegramm des „Regierungsboten" aus Moskau vom 1. d. M. zufolge traf das Kaiserpaar dortselbst Nachmittags 1V< Uhr ein ■ und fuhr mit den Kindern in die Kathedrale, um vor dem Jwerschen Multergottes- ; bilde eine Andacht zu verrichten. Hierauf begaben fick die Majestäten nach dem Kreml, | zu dem Tschdowschen Kloster und der Uspenski-Kathedrale. Um 4 Uhr 40 Min. reifte j die kaiserliche Familie nach Gatschina ab. 3 — Nach weiteren Meldungen aus Moskau wurde das Kaiserpaar bei seinem ; Eintreffen von den Spitzen der Behörden, von Ständen und Deputationen am Bahn- Z Hofe feierlich begrüßt und unternahm alsbald unter Glockengeläute im offenen Wagen 6 eine Fahrt durch die Stadt nach dem Kreml. Die Häuser waren festlich geschmückt i und dichtgedrängte Volksmassen, sowie die Zöglinge der Lehranstalten standen auf den \ Straßen, die Geistlichkeit vor den Kirchenthüren. Im Kreml trat das Kaiserpaar auf ' die rotbe Treppe heraus und begrüßte wiederholt das jubelnde Volk. Petersburg, 2. November. Die Kaiserfamilie ist heute Nachmittag wohlbehalten tn Gaischina angekommcn. — Der russische Forschungsreisende Przewalsky ist gestern in Karakal gestorben. Petersburg, 2. November. Wie dem „Grashdanin" weiter über die Ursache oes Eisenbahnunfalls bei Borkt berichtet wird, entgleiste eigentlich zuerst nicht die Loco- motive, sondern der massive Waggon des Verkehrsministers. Allerdings ging der kaiserliche Extrazug nur mit einer Geschwindigkeit von 40 Werst pro Stunde, aber die Stoße des entgleisten schweren Ministerwagcns waren so heftig, daß sie vor und hinter demselben Verwüstungen anrichteten, Wagen zertrümmerten. Von dem Wagen, in welchem sich die Majestäten befanden, wurde der Boden herausgerissen, die Insassen stürzten auf den Bahndamm und wurden mit dem Waggondach bedeckt. Die Großfürstin Olga saß im nächsten Wagen, welcher nach rechts hinausgeschleudert wurde. Die Prinzessin fiel den Bahndamm hinab, blieb jedoch glücklicher Weise unverletzt Niederste ob. 4,0 5,38 7,11 13,5 - 2,16 Par. Zoll. 1,97 „ „ Handel und Verkehr. 0,80®-0,l3n6ü6n“?'@Ä^6Ä pr- Md. Hahnen pr. St. .4t 0,90-1,10, Enten vr St i i 8 ^Kiyu~W fc« i »Ä »•«ÄJiUÄ ®ro§fürft Michael, der sich mit seinen Ettern in demselben Wagen befand, lag einige Minuten unter Den Trümmern, wurde aber gleichfalls nicht Bericht. Von der unae- Seuren Heftigkeit des Stoßes, den dieser Wagen erhielt, sowie oon dir Größe der Lebensgesahr, in der die Majestäten schwebten, zeugt die Thatsache, daß ein nur zwei °°hm Ä;i ,et f!febet Di-ncr, der ihm soeben Kaffee reichte, und der Hund des Kaisers neben ihm gelobtet wurden. . , Ha"a, 2. November. In dem Befinden des Königs ist eine leichte Besserung e ngetreren; oie Entzündung hat beträchtlich abgenommen. Der Zustand wird von den Aerzten lm Allgemeinen als zufriedenstellend angesehen, wenn auch das plötzliche Eintreten von Eompltcattonen nicht für ausgeschlossen gebalten wird. Belgrads 2. November. Gelegentlich der vorgestrigen Illumination warf Jemand aus der Volksmenge mit Steinen nach den Fenstern der österre"chflch- ungarfichen Gesandtschaft. Die sofort eingeleitete Untersuchung ergab, daß keinerlei demonftratlve Abstcht vorlag, da auch die Fenster anderer unbeleuchteter Häuser mit Mn grcn,0^en waren. Der Zwischenfall ist ohne wettere Folgen geblieben und die Angelegenheit sofort freundschaftlich betgelegt worden. 0 0 . t Petersburg, 3. November. (Privatdepesche.) Der „Regierungsbote" meldet- Bet dem ,chou gemeldeten Bahnunfalle wurde der Kaiser am Fuße, die Kaiserin an "^wundet, was jedoch die Majestäten nicht verhinderte, für die Verunglückten öu^rgen. Scheremettew wurde ein Thetl eines Fingers abgerissen und die Brust ’ Ho^lllulem Marte Golenitschew wurde am Fuße beschädigt, Wornotzow M^a,Vc2ba,nrOn,§f' ^rotc bte Generaladjutanten Danilowitsch, Tscherewtn erhielten BabreS^?'ks^"^nwald wurde derartig am Fuße verletzt, daß er auf einer gebracht werden mußte. Von den Bebiensteten sind getodtet, 36 schwer verwundet. Ueber die Ursache der Entgleisung berichtet b^^../^glerunMote , daß der Kaiser an Ort und Stelle einem GenSdarmerie-Officter der "Untersuchung^ * Dcrfaultcn Schwelle etngehändtgt hat behufs Vorstellung bet MsMZUWU-Z gsa »»ä 8ä SS Säuterte'^Ee^ BMgWil BIBB Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. D - «“• ÄffÄÄng*" - Laubach^E" 3L °Ct0ber- Kern, Taglöhner, und' Elise Lft, geb. Kr°ik-r au^ ein So^EwaldWiLlm^eborkn"^^^^^^ 5einrid> S-'-drich Schirrmeister geboren d7n°I^Se?iembkr!'"°' ^^ich Wilhelm Sickert eine Tochter, Johanna Anna, 0£6orcn®bennC2T'@eptEc76®Ürfienmad,Cr 6dntlt6 SubI «'ne Tochter, Theresa Katharina, 0ebOrÄd24n@ep®m6e^IbroC6el 3°6anneä 5enfcI eln Sohn, Johann Heinrich, den 9. ©Wer. D-m Metzgermeister Heinrich Meister -ine Tochter, Karoline, geboren Albert/®eblrlennben^e.’®^taembe?le‘fter «eorg Theodor Pfaff ein Sohn, Georg Theodor Marte, ^eborm"tten 2B,‘6elm Tochter, Katharina Emil Mlker/ att0so"Jahre,^starb^dett^30^Oc^ber^ M äBci66inbcrS 6erman,i Jo'ef W»t°e des Metzgermeister Eingesandt. -a ra,„. ..... „ Gießen, 3. Nooember. sssb esnuj hatten *a^UTK',t°“:b',ti!S0' ai“in Ni-s^in Dresdens marntn“n^if“^en' b“ ”‘r ^-'»iöll^o/r Verwendung" de" Defen'in SchttffzimmWn xHchL^"^ KelÄntre^ w.s Bsg. ayats äs ®"“*-® «<■ Lokales. Geian°Ae"'7n. lTheater.s Die mit gespanntem Interesse erwartete -,Jhre Familie aus der Feder der beliebten Lustjpieldichter Sttnde liur^AuMbruna^^olr.stuck ersten Ranges aller Bühnen, gelangt morgen Sonntag n Yps m0m“; b wird sich durch die neuesten Couplets rc. um die lustige Unter- menttnwntwick-ttW»^-nt machen wollen. Aus anscheinend unbedeutenden Mo- Z eine in hochkomi chen Situationen und feinpointirten Witzen "eiche die Zuschauer den ganzen Abend hindurch in der höchsten Moße"Anstehungskras" auszullbm^ E" 'un'"'eb°ndes Publikum eine ess gemessene gesteigert w^de.' bit burd) bie wohlgelungene Aufführung „o Vo" dm Darstellern ist in erster Linie unbedingt wieder Herr Dtrector Reiners silton k"ine ^r ^ein/s kCr ftet® Derneint und aus purer Oppo- liNSLürikSN'-L?" “b ÄS Ylf.. 33011 ^rau Reiners genieren wir uns eigentlich, überhaupt noch in unseren Be- "Zff h™”!1 können wirklich .nichts weiter L7 als mit Aasdrückw: sind ÖÄ’"1“1 ^d diese, der letztere oornehmlich, flirfnprnm.« $£rril 2:?u^l0fY uns schon srüher gelegentlich eine Unart der Sprache Metallen, die heu e stellenweise fast störend wuroe; er schiebt häufig zwischm seine einen unarttkultrten Naturlaut ein, der geradezu unschön tft Wir glauben fein S^l war wttder sthr bchöm""^°^ Aufmerksamkeit .aus diesen Punkt zu lenken! verdient volle Anerkennung. Herr Förster (Hugo Sa 7 b „Sternschnuppe", traf den fließenden Ton der Unterhaltung sehr aut (Ö&n)Sei kQUtS Nüchterner Liebe ausnehmend Herm Göhler^s i„WpS 1 ■ ^mal lebr erfreulich; auch der Vollbart stand ihm sehr schön I Ür.rh* l$te* ®^6nes Münchow fand in Frl. v. Fels eine sehr liebens: I .. ?b/ ^umuthtge Vertreterin. Der alte Diener Erdmann wurde von Herrn Löwe I münfrhp» Hud F^i. Gtlsa's Magd Hanna ließ an Stupidität nichts iu I Mäusebera"—^die Änst?^st^^> gieper, bem Darsteller des Bürgermeistereicandtdaten I uieoerg die Rolle ist ein ziemlich fades Seitenstück zu dem durch Ernst ginfürrt I ?tn n7^?bkannten „Lorsch" in „Unterm Siegel der Verschwiegmhett" - 5? Mttalie^b!'« ?ueh diesem ersten Auftreten beurthetten läßt, sehr tüchtiges I machen wÄmW'?« °»dl-s-s.Geschwätz könnte fast nervös 2Bir bnffen h an manchen Stellen etwas artitulirter „piepen" bürfen I 21511 «°nen den Herrn bald auch in anderen Rollen kennen zu lernen. I ftürmtt*pa„ ^r^?^^^idubltkum war in antmirtester Stimmung, der es durch I stürmischen, thetlwetse sogar die Handlung unterbrechmden.Beifall Ausdruck verlieh. I nn b. November. Infolge Herstellung der Reststrecke der Ost an la ae I Kulte ©^MurneX I Temperatur in Gießen October 1888. Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gießen. KarolinWLe E-M-Katharine ssssasÄseSW« M-MMNWS-U MWZMWWZW GustaBOJuEr' zu^Weittnünster?" 29^^^^^^^ alt Ehefrau von Lehrer Heinrich Göbel zu Ober-Lais 30 Anton Zinn iq S ? t# S°hn von Schäfer MMMWKHM Schleuning Wittwe dabier. Fuhrmann, Sohn non Johannes Für die Abgebrannten in Hünfeld ÄK^eLmf ij2^al,barinenfaf,en M 10'-' Pascoe x 6-, zusammen Weitere Beiträge nimmt gerne entgegen Die Exped. d. „Gießener Anzeiger". Mittlere Mittel früherer Jahre . Höchste .... Niederschlag an 15 Tagen . „ im Mittel früherer Jahre' an 14 Tagen 8689 Folgender Brief ist unserem Wiener Vertreter zugegangen: Direction der Allgemeinen Poliklinik beehrt sich xu Ihrer gefälligen Kenntniß zu bringen, daß sich die ^Fleischextracte und Fleischconserven^ von Armour & Co , Chicago sehr gut bewahrt haben- Achtungsvoll! Der Dtrector: Prof. Dr. Schnitzler. K. K. Reaierunas- rath, Vorst, d. Abth. für Hals- und Brustkrankheiten, Cmdr. d dän D O., Offiz, d. grd) E. O. 2C. rc. Arm HUF ’q Fleischextract bester, volle Töpfe A11UUU1 m billiger wie jeder andere. OA ' f<,nrn aus allen Ständen wird loh- «ekanst in C CFrnphitinn 7 I nender Verdienst nachgewiesen. I Lerauft m der Expedition, Schulstr. 7. I Offerten an die Exped. d. Bl. 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Es sind ca. 165 Gemälde zum Verkam ausgestellt, worunter Originale der hervorragendsten Meister der Düsseldorfer und Münchener Künstlerschaft. Eatalog am Eingang. Geöffnet von Vormittags 9 V-% Abends 8 Uhr. Entree 30 H. f Zu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein (8898 F. Küpper, Maler aus Düsseldorf. Gebackene Aisthe 8924 in der Pulvermühle. 8917 Ein kräftiger Bursche für mein Flaschenbier-Geschäft gesucht. ___ L. Seidel. _^€Wt€ LamStag Abend: Metzelsuppe im Gasthaus ,zum GambrinuS". 8919 Wieseck. r-nelte Fahrten. gute RoHr Slem Lime Belg. Pestdantpser vm» von der Becke & Marally, Antwerpen F. J. Bothof, Generalagent, Mainz Chr. Wallenfels in Giessen. W. Klippatein in Langsdorf. 43 E. K. e. V. 4% Preußische EonsolS 3V»o/a do. 4% Nassauer Obltg. 4% Bayerische Obltg. 4°/0 Badische Oblig. 4% Hessische Oblig. 4% Franks. Hypothbk.-Pfandbr. 107 70 10420 107.20 105.30 106.50 alte 101.50, neue 103.10 3Vi% do- 99.00 41/j°/o Franks. Landwsch. Eredttbk.- Oblig. 103.70 4°/o Hamb. Hypothbk.-Psandbr. 103.00 31/2% do. 99 00 5% BuderuS Oblig. 104 20 8 Uhr: R ea Igymnaain m. 8892 Erklärung« Um vielfachen Gerüchten und Irrungen, die im Publikum verbreitet und meinem Geschäfte höchst nachtheilig sind, entgegenzutreten, erkläre ich hiermit, daß ich in keiner Weise mit dem früheren Theaterdirektor in Gießen, Herrn Rheinberger, identisch bin und durchaus in keiner Beziehung zu demselben stehe. . Hochachtungsvoll Adam Reiners, Direktor des neuen Theaters 8906 ___________________in Gießen. I Für die so zahlreichen Beweise der Theilnahme, welche uns aus I I™ Anlaß des Todes unserer geliebten Mutter entgegengebracht worden I sind, sprechen wir hierdurch unseren innigsten Dank aus. Im Namen der Hinterbliebenen: 8905 Julius Möhl. Wir bringen wiederholt zur Kenntniss, dass wir den An- L Verkauf vqn Slaaispapieren' bestens und billigst besorgen, Coupons provisionsfrei einlösen, ver- looste Obligationen einziehen und die Erhebung neuer Coupons- ; bogen erwirken. Ferner können durch uns Auszahlungen auf alle ; grösseren europäischen und überseeischen Plätze geleistet werden. „ SCHULHOF & Co. GIESSEN. Coursderichl der Frankfurter Börse. » Reicksbank-Dtsconto 4% 2. November 1888. Franks. Bank-DiSconto 4/0 \ 3'/?/o Solms-Brauns. Obltg. 9650 4% Gießener Oblig. 103 00 4% Oefterr. Goldrente 92.10 41/s% Oefterr. Silberrente 69 00 * 5o/o Portugiesen Oblig. 100 40 j 40/0 Griechen 72 80 5% Ottoman. Zoll-Obl. 69 90 3‘/a°/o Grünberger Obl. 100.30 Geldforter^. 20 FrancS-Stücke do. in Vt Engl. Souvereigns Dollar« in Gold 16.14-16.18 [ 16.11-16.15 20.28-2! >-33 4.16—4.20 - Telegraphischer EourSbericht Oefterr. Ereditactten Oefterr. Staatsbabn-Actien 1880 40/n Russen Obltg. Darmstädter Eisenbahnactien der Berliner Börse vom 3 November 1888 163.00 104.40 86 00 160 25 Dtsconto-Com.-Anthetle Lombarden 4°/n Ungar. Goldrente Marienburger Eisenbahnactien 225 80 45.00 85 00 93 GO Tendenz: flau. Chausseehaus. Sonntag den 4. November: Concert (Hornmusik). Anfang 4 Mr. Anfang 4 Ahr. | Drommershausen. ,33er Wer Sprachen kennt, ist reich zu nennen. Das Meisterschafts-System zur praktischen und naturgemäße« Erlernung der französischen, englischen, italienischen, spanischen, portugiesischen, Holland« scheu, dänischen, schwedischen und russischen G-eachäfta- und TJ mgangaaprache. Eine neue Methode, in 3 Monaten eine Sprache sprechen, schreiben und lesen zu lernen. Zum Selbstunterricht von Dr. Richard 8. Rosenthal Französisch — Englisch — Spanisch, complet in je 15 Lectionen ä 1 JL Italienisch — Russisch, complet in je 20 Lectionen hl** Schlüssel dazu ä 1 3RL 50 Pf. Portugiesisch — Holländisch — Dänisch — Schundisch, complet in je 10 Lectionen ä 1 jü Probebriefe aller 9 Sprachen a 50 Pf. Leipzig. Kosenihal'sche perlagshandlung. neu: Antonie Frey Ludwig Förster. Johanna Reichelt Ernst Hildebrandt Emanuel Taussig. Marie v Fels. Neues Theater in Giessen. Sonntag den 4. November: Neu! Ihre Familie. Neu! Volksstück mit Gesang in 4 Acten von Stinde und Engels. P e r s o Gräfin von Ebersburg Georg von Ebersburg Adelhaid von Seefeld Alexander von Feldern Krüger Klara/ . _.. , Lilly ( 8eine Tochter Mädchen, wollen, werden gesucht. Carl Pietsch, Nahrungsberg. Hedwig Müller. Ludolf Mädicke, Mechanik. Adam Reiners. Marie, Kammermädchen Luise Gilsa. Jean, Diener Max Löwe SRtMctwn: L Sch-Vd-. - Truck und «erlag der Brühl'schm Drucker-. (Fr Cbr. Pietsch, in Gießen. Di- heutig« Nummer euthSlt 3 Blätter.