Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. 1888. ivureaur Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pst Amtlicher HyeiL Betreffend: Die Nachsuchung der Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen. 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzog- thum Hessen gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2. Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Jahres nachgesucht werden, 'in welchem der sich Meldende das 20. Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahres zu erbringen. 3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actenformat (nicht Briefpapier) zu verwenden. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. 4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburtszeugniß; b. ein Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärungüber Bereitwilligkeit u. Fähigkeit, den Freiwilligen Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, ausrurüften und zu verpflegen; ö c. ein Unbesch oltenh eitszeugniß, welches für Zöglinge von höhere« Schulen (Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jung« Leute durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszuftellen ist; ö- das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu Pos. b: daß in dem Einwilligungs-Attest die Erklärung de» Vaters oder Vormundes, in der Lage zu sein, den Freiwilligen wahrend des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehl« Zu pos. d: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeug- Nlffe für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reisezeugniffe für die Prima der Gymnasien und Realschule» i. Ord., sämmtlich nach dem Schema 17 zur Ersatz-Ord« nung (I. Theil der Wehr-Ordnung vom 28. September 1875 — Reg.-Bl. Nr. 55 von 1875) ausgestellt sein müssen. der §§ 88, 89, 90, 93 und 94 der angeführten Ersatz-Ord. verwiesen. Großherzogliche Prüfungs-Comm^sion für einjährig Freiwillige. _______________Der Vorsitzende: Dr Zeller. Politische Rundschau. Gießen, 2. November. Zum zweiten Male seit seinem Regierungsantritte hat Kaiser Wilhelm den Fürsten Bismarck auf dessen Landsitze Friedrichsruh durch einen Besuch ausgezeichnet, indem der Monarch anläßlich der Rückkehr von den Hamburger Festlichkeiten am Montag Abend in Friedrichsruh abstieg und hier bis zum Dienstag Nachmittag verweilte. Es war dies die erste Wiederbegegnung zwischen dem jugendlichen Herrscher und seinem greisen Kanzler seit der Heimkehr des ersteren von seiner großen Südfahrt und hat jene somit den bedeutsamen Besuchen Kaiser Wilhelms in Wien und Rom recht eigentlich erst datz Siegel aufgedrückt, denn sicherlich haben die Ergebnisse dieser zweiten großen Kaiserreise mit im Vordergründe der Berathungen zwischen dem Kaiser und dem Fürsten Bismarck gestanden. Alle Berichte über den diesmaligen Kaiserbesuch auf dem lauenburgischen Landsitze des Reichskanzlers lassen erkennen, daß er wiederum das innigste Einvernehmen zwischen dem Monarchen und dem leitenden Staatsmanne bekundete und datz ihr gegenseitiger Verkehr den Charakter großer Herzlichkeit trug. Es erhellt hieraus wohl am besten, wie unbegründet die neuerlichen Gerüchte über die angebliche Erschütterung der Stellung des Reichskanzlers, wozu namentlich der Verlauf der Affaire Geffcken beigetragen haben sollte, sind und darf man vielmehr als gewiß annehmen, datz Fürst Bismarck sich nach wie vor des Vertrauens seines kaiserlichen Herrn im vollsten Maße erfreut. Das Befinden des Kaisers ist trotz der Anstrengungen, welche die so kurz aufeinander folgenden Reisen nach Hamburg und Leipzig für den Monarchen wiederum mit sich brachten, ein durchaus befriedigendes; über fernere, für nächste Zeit geplante Ausflüge des Kaisers verlautet indessen noch nichts Zuverlässiges. Ueber den Ausfall der am Dienstag stattgefundenen Urwahlen zum preußischen Abgeordnetenhause gehen die Nachrichten nur sehr lückenhaft ein und es ist daher unmöglich, schon jetzt ein einigermaßen richtiges Bild von den Wahlergebnissen des 30. October zu zeichnen. Nach dem indessen zu urthetlen, was bislang bekannt geworden ist, scheinen allerdings keine umstürzenden Veränderungen in der Zusammensetzung des preußischen Abgeordnetenhauses ftattfinden zu sollen, nur dürfte die Zahl der vorzunehmenden Stichwahlen keine allzu geringe sein und wie es scheint, wird eine solche z. B. auch im ersten Berliner Landtagswahlkreise stattfinden müssen. Die Deutschliberalen im österreichischen Abgeordnetenhause können nach langer Zeit wieder einmal einen, allerdings nicht allzuviel besagenden Erfolg verzeichnen. Durch den Tod des ersten Vicepräsidenten des Hauses, des czechisch-feudalen Grafen Elam, war die Neubesetzung dieses Postens nothwendig geworden und nach der Praxis des Hauses hatte der bisherige zweite Vicepräsident der Deutsch-Liberalen, Herr v. Chlumecky, die nächste Anwartschaft auf den Posten Clam's, aber seiner Ernennung widerstrebten die Czechen und Clerikalen, welche den Czechen Zeithammer auf den ersten Vicepräsidentenstuhl haben wollten. Da legten sich aber die Polen für Herrn v. Chlumecky in's Mittel und ihrem mächtigen Einflüsse ist es auch zu danken, daß Chlumecky in der Dienstagssitzung des Abgeordnetenhauses wirklich zum ersten Vicepräsidenten gewählt wurde, während sich Zeithammer mit der zweiten Vicepräsidentenstelle begnügen mußte. Der französischen Deputirtenkammer ist am Mittwoch der Einkommensteuerentwurf des Finanzministers Peytral oorgelegt worden. Der Entwurf besteuert die Einkommen von über 2000 FrcS. an und zwar mit Va Prozent, wenn sie aus Arbeit, und mit 1 Prozent, wenn sie aus erworbenem Vermögen herrühren. Das Gesetz soll mit verschiedenen Erleichterungen angewendet und die Steuer überhaupt nicht von der Gesammtheit des declarirten Einkommens, sondern nur von dreiviertel desselben erhoben werden. Trotzdem sollen die Aussichten für Annahme des Entwurfes in der Deputirtenkammer noch keine allzugünstigen sein. Zur Stunde dürfte der russische Kaiser von seiner Kaukasus-Reise wieder in Petersburg eingetroffen sein, aber unheimliche Attentatsgerüchte haben die Heimreise des Czaren begleitet. Dieselben sind zwar hinterher wieder dementtrt worden indessen sind diese Dementis auch nicht so absolut zuverlässig und zum Mindesten ist die Nachricht von einer theilweisen Entgleisung des kaiserlichen Hofzuges richtig Stanley soll mit seiner ganzen Expedition bis auf zwei Personen ae- todtet worden sein — dies ist die neueste Hiobspost aus Afrika! Sie ging dem Präsidenten der geographischen Gesellschaft in Lille zu und wenngleich der Telegraph hierber dre betreffende Quelle nicht genannt hat, so kann die Meldung von dem traurigen Geschick, das die Stanley-Expedition betroffen, nach Lage der Verhältnisse leider kaum mehr bezweifelt werden. Aeutschkand. P^oembef. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen heute u. A. den Professor Dr. Bostroem, Rector der Landes-Universität die aus Gießen unb Dr* Löhlein, sowie den Steuerrath Süf'fert gnadigft'gE^^ L Number. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben Aller- cYn.ra^Hm10; PCtmlr den ordentlichen Professor an der Universität Kiel Dr. Paul 2it Mirb.7/ ^ntlichm Professor in der luristischen Fakultät der Landes-Universität, zu berufen 15' ^s., zu ernennen und in der gedachten Eigenschaft Hamburg, 31. October. An der heutigen Börse verlas der Präses der Handels- kammer ein Schreiben des Senats, worin Hamburg der Dank Seiner Majestät des mit einem^^ übermittelt wird. Die Versammlung antwortete Telegraphische Depeschen. »alst'» tel-gr. Eorrespsrrden,, Vurea«. 1. November. Dem heutigen Dankgottesdienst in der russischen Botschaftskapelle anläßlich der Errettung des Czaren wohnten das gesammte Botschafter- Colonie Schuwaloff an der Spitze, und sehr viele Mitglieder der russischen er November. Das „Militär - Verordnungsblatt" veröffentlicht folgende Cabtnetsordre des Prinzregenten Luitpold: „Ich habe Mich entschlossen der u*mCC cUm unb zvm Vorbilde, ein Denkmal tn der von Meinem unoeraetz- Herrn Vater erbauten Feldherrnhalle zu errichten. Mit der Entwerfung und Ausführung dieses Denkmals auf Rechnung Meiner Prioatkasse habe Ich den Bildhauer und Erzgießer Ferdinand v. Miller beauftragt." rc ^°ember Außer einem herzlichen Glückwunsch - Telegramm des m68a^cn ""lablich der glücklichen Errettung des Letzteren bei dem jüngsten "UH von Kalnoky Namens der österreichisch-ungarischen Regierung ein ebenso Arzliches Glückwunsch-Telegramm an die russische Regierung abgesandt. rpth.nn 1' November. Das „Fremdenblatt" sagt anläßlich der glücklichen Er- n*nQr p Qmen unbber Czartn: „Die Folgen, welche ein für den Czaren Unglück- »°>er Ausgang nach sich gezogen batten, wären unabsehbar gewesen. Sei die Thalsache der glücklichen Errettung des Kaiferpaares ein freudiges Ereigniß für das russische Reich, so sei sie auch für Europa von hoher glücklicher Bedeutung. In dem Czaren wurde ein Monarch erhalten, welcher gerade in den letzten Jahren extremen Bestrebungen gegenüber wiederholt seine volle Autorität etnsetzte für die Erhaltung der Ruhe unseres Weltthcils und welcher als mächtigster Schirmherr des Friedens und seiner Freunde im eigenen Reiche waltet. Paris, 1. November. Im heutigen Mtnisterrathe theilte Goblet mit, er habe Depeschen erhallen, worin die glückliche Errettung der kaiserlichen russischen Familie bei dem schweren Eisenbahnunfall gemeldet wird; er habe Herrn v. Laboulaye beauftragt, Herrn v. Giers die Glückwünsche der französischen Regierung auszusprechen mit dem Ersuchen, dieselben dem Czaren und der kaiserlichen Familie zu übermitteln. Haag, 1. November. Der Zustand des Königs hat sich in Folge einer Halsentzündung ungünstiger gestaltet, doch soll keine unmittelbare Gefahr vorhanden fein. Gutem Vernehmen nach wird heute Abend ein offictelles Bulletin über den Zustand des Königs ausgegeben werden. Belgrad, 1. November. König Milan empfing gestern die Politiker Ristik, Garaschantn und Gruic in längerer Audienz. — König Milan und die serbische Regierung ließen dem russischen Gesandten Persiani heute ihre Glückwünsche anläßlich des glücklichen Entrinnens des Czaren aus dem Bahnunfall ausdrücken. Petersburg, 1. November. In dem kaiserlichen Rescripte, welches die Verleihung des Wladimir-Ordens an Giers begleitete, heißt es: „Ihre vorzüglichen Eigenschaften, sowie die große Erfahrung, die Sie sich angeetgnet, bewogen Mich, Ihnen im Jahre 1882 den wichtigen Posten eines Ministers des Auswärtigen anzuvertrauen. Indem Ich seit dieser Zeit in Ihnen den nächsten Mitarbeiter, einen pünktlichen Ausführer meiner Absichten bezüglich der internationalen Politik halte, konnte Ich Mich von Ihrer unermüdlichen Wirksamkeit in der Leitung der auswärtigen Beziehungen überzeugen, einer Leitung, welche der Würde und dem Dorthetle des Reiches vollständig entspricht." Athen, 1. November. Nach dem gestrigen Tedeum zur Feier des Regierungs- jubiläums wurde ein großer Empfang im Königsschlosse unter unaufhörlichen Kundgebungen der vor dem Palais versammelten Volksmenge abgehalten. Die Illumination gestaltete sich glänzend. Die Königsfamilie sah, umgeben von den fremden Fürstlichkeiten und deren Vertretern, dem Schauspiele vom Schloßbalkon aus zu, immer vom Volke jubelnd begrüßt. Beim sich anschließenden Familtendtner im Palais trugen der König und der Kronprinz das Großkreuz des österreichischen Stesansordens. Nach dem Diner fand ein Hofcercle statt. — Der Herzog von Edinburgh gibt Montag auf der „Alexandra" ein Dejeuner, wozu die Königsfamilie, die Fürstlichkeiten und der Specialgesandte Oesterreichs, Sterneck, geladen sind. — Heute fand die Eröffnung der griechischen Ausstellung in Anwesenheit der Köntgsfamilie, der Fürstlichkeiten, des diplomatischen Corps und der Specialgesandten statt. Hamburg, 2. November. (Privatdepesche.) Der „Hamb. Correspondence" zufolge sind die Berliner Postdtebe (siehe unter Berlin in der Beilage zum heutigen Blatte) am Donnerstag in Hamburg verhaftet worden. Ein ehemaliger Postassistent wollte bet einem Banquier Coupons einlösen, der Banquier schöpfte jedoch Verdacht und benachrichtigte die Polizei, welche den Postassistenten verhaftete. Ein Complice desselben wurde im Hotel angetroffen, wie er gerade Coupons in einen Koffer einpackte. Die Werthsumme der gestohlenen Papiere ist sehr bedeutend. Aus Franken, 31. October. Der Böttchergeselle Kullmann aus Magdeburg welcher vom unterfranktschen Schwurgerichte im Jahre 1874 wegen des Attentates auf den Fürsten Bismarck zu 14 Jahren Zuchthaus verurtheilt wurde, hat mit dem gestrigen Tage diese Strafe in dem Zuchthause St. Georgen bei Bayreuth verbüßt Derselbe wird nunmehr in die Gefangenenaustalt Amberg überführt, wo er noch 7 Jahrt Gesangnißstrafe wegen verschiedener während seiner Strafzeit verübter Vergehen abzu- sttzen hat Die Gesundheitsoerhältnisse Kullmanns sind aber derart, daß er wohl kaum mehr die Freiheit erlangen dürfte. — (Ein alter Rekrut.) Durch das Bezirkscommando zu Erbach im Odenwald wurde dem 117. Regiment dahier am Montag ein Mann zur Einstellung zugeführt der bereits 33 Jahre alt ist. Derselbe hat in seinen gestellungspflichtigen Jahren seine Meldung zur Stammrolle rc. unterlassen und trotzdem nach fernem Aufenthaltsorte geforscht wurde, konnte man diesen nicht ermitteln, obwohl der Mann sich nach seiner Aussage stets in Mainz und Castel aufgehalten hat, bis er sich vor einigen Tagen .^n semem Geburtsort stellte. Der Mann muß nun nachträglich seiner Militärpflicht Genüge leisten. ~ Die Beschäftigung unserer Kinder im Zimmer ist eine Sorge, die alljährlich um diese Zeit an die Eltern herantritt. Die Spiele im Freien baden aufgehort oder sind doch nur an vereinzelten witterungsgünstigen Tagen noch praktikabel da steht denn unsere kleine Welt so recht von Herzen gelangweilt und allen Erwachsenen im Wege umher und — ist es nicht natürlich genug? — macht Dummheiten. Ist es- denn wirklich so schwer, Kinder im Zimmer zu beschäftigen, muß man dazu eine Bonne in Anspruch nehmen ober die Kleinen in einen Kindergarten schicken? Auf Beides sagt jebe verständige Mutter mit uns: „Nein." Ja im Gegentheil, jetzt ist die beste Zeit, allerlei gute Triebe und Beschäftigungssinn in die jugendlichen Herzen zu pflanzen, man muß nur die Kleinen behandeln wie die Großen. Auch wir Großen wollen durch Erfolg, befriedigte Eitelkeit und dergleichen belohnt sein und thun so schrecklich wenig Gutes und Nützliches blos deshalb, weil es gut und nützlich ist. Also gilt es zu allererst das Interesse zu erregen und dann dies Interesse durch geeignete Lohneslockuna Gleich die Wahl der Beschäfligung muß darauf zugeschnitten sein. Welcher Knabe hatte nicht Freude an einem kleinen Theater, welch' Mädchen n-cht an etner Puppenstube! Der Besitz beider ist ein Ziel, die Selbstanfertigung ist cm sür unsere Zwecke eminent geeignetes Mittel. Mutz denn Puppentheater, Puppenstube, Burg ober Park fertig aus dem Spielwaarenladen gekauft werden? Ist es nicht für alle Thetle besser, wenn in eigener Arbeit das Kind sich beschäftigt und bildet^ Die Materialien zu allerlei Pappklebereien dieser Art sind spottbillig in jeder Papierhandlung zu haben und es gehört nun nichts weiter dazu, als daß Vater oder Mutter wer gerade Zeit hat ober sich am fähigsten weiß, die Kleinen anleitet. Sind sie im Zuge, sehen sic aus dem Stückwerk die Gesammtheit aus zweckooller Ordnung des Einzelnen das Ganze wachsen, so ist ihr Eifer rührend. Sie sind durchschnittlich natürlich — wunderbar empfänglich für Handfertigkeitslehren, auf welche Erfahrung ja Frobei seine ganze Kindergartenpädagogtk gründet. Und dann noch Eins, waS mrmer Kinderhände schufen, sei es solche eben genannte Pappklebearbeit, Waldmofaik, Puppenkleiderschneiderei oder sonst ein Fabrikat, es hält vielmals langer als alles gekaufte Spielzeug und ist anziehender für lange Dauer. Das darf Niemanden wundem. Die gehabte Mühe läßt es höher und richtiger schätzen, die Kenntnitz der Herstellung verlockt auch wohl zu rechtzeitiger, eigener Reparatur, an die man als Kind gekaufter Waare gegenüber gar nicht denkt. In dieser Weise die junge Welt zu Beschäftigung irn Zimmer heranzuziehen, ist also mehr als eine Aushülfe, es ist an sich selbst ein Stuck Erziehungspfltcht, das sich vergilt durch rechtzeitige Anregung zu eigenem schaffen nach Maßgabe der vorhandenen Kraft und durch Verminderung der >^er- storungslust. Lokales. Gießen, 2. November. [G-oncert.] Das gestern Abend in Stein's Saalbau stattgefundene Concert, gegeben vom Münchener Ausstellungs-Orchester, bot Den Besuchern genußreiche Stunden. Das Programm, raffintrt zusammengestellt, wurde auch ebenso abgespielt, denn wirklich nur raffinirtes und peinliches Einstudiren kann solch ein Ensemble zu Stande bringen. Als Solist fungirten Herr Döhler (Harfe) und Herr Edelmann (Violine), beide Herren waren nicht gut — so schien es — disponirt, was wir dem mangelhaften Besuch in die Schuhe schieben wollen, dagegen eine wahrhaft glänzende Leistung bot uns Herr Neupert (Trompete). Genannter Herr bläst mit einer Sicherheit und Leichtigkeit technisch schwere Figuren wie auch Cantilenen tadellos. Herrn Capellmeister Stoltz, der das ganze Programm auswendig birtgtrte, sowie seinem trefflich geschulten Orchester können wir nur das beste Lob ertheilen und hoffen wir, daß Herr Stoltz uns wieder einmal besuchen möchte. Gießen, 2. November. Die Unsitte, Bettwäsche „zum Auslüften" in die offenen Fenster nach der Straße zu hinauszuhängen, scheint in letzter Zeit anstatt ab-, nur zuzunehmen. Nicht allein in frühen Morgenstunden, sondern bis zum Nachmittag kann man diese Unsitte wahrnehmen. Beispielsweise hing am verflossenen Sonntag in einem Hause der neuen Aula gegenüber noch um V2I Uhr Mittags an einem Fenster der ersten Etage die Bettwäsche heraus. Mag es nun Bequemlichkeit der Dienstboten sein, daß solches stattfinden konnte ober es eine andere Ursache gewesen sein: es paßt sich nicht, daß dem Passanten dicht vor der Nase diese Wäsche baumelt. Unsere Polizei würde sich den Dank Vieler erwerben, wollte sie ein etwas schärferes Augenmerk auf beregte Unsitte haben. Gießen, 2. November. Die heute zur Ausgabe gelangte Nr. 11 der Verwaltungsblätter hat folgenden Inhalt: 1. Entscheidung Großh. Verwaltungsgerichtshofs, betreffend Loosholzvertheilung in der Gemeinde Fränkisch-Crumbach, hier Reclamation des Phil. Dörr V., Adam Ripper und Consorten von Erlau gegen den Gemeinoe-Voranschlag pro 1886/87. 2. Entscheidung des Bundesamts für das Heimathwesen, in Sachen des Ortsarmenverbandes Gießen gegen den Landarmenoerband Gießen wegen Unterstützung des Karl Bergzog von Magdeburg. vermischte«. nn. Darmstadt, 1. November. Zu der Landesbaugewerkschule, welche am 15. November ihre Winter-Cursc eröffnet, ist auch in diesem Jahre der Zudrang jüngerer Techniker ein ganz außerordentlicher. Mehr als 120 Anmeldungen liegen beute schon vor unb mußten wegen Raummangel, da der fertiggestellte Neubau noch nicht bezogen werden kann, noch eine Anzahl Schüler zurückgewiesen werben. Seitens der Direction der Schule, der Großh. Centralstelle, ist eine Neuerung dahin getroffen, daß ein specieller Curs nur für Metallarbeiter und verwandte Gewerbe eingerichtet wurde, sodaß einem längst gefühlten Bedürfnitz hierdurch abgeholfen ist. Darmstadt, 1. November. Die Allg. Electricitätsgesellschaft (früher deutsche Edisongesellschaft in Berlin) hat, um mit den Interessenten im Großherzogthum Hessen besser verkehren und Aufträge rascher ausführen zu können, hier, Schützenstraße Nr. 7, ein Bureau errichtet, durch welches deren Fabrikate zu Originalpreisen zu beziehen sind. * Kösen. Für Corpsstudenten und „alte Herren" dürfte die Nachricht von Interesse fein, daß die Kunst- und Verlagshandlung von Carl Techow Hierselbst von dem Denkmal, welches deutsche Corpsstudenten ihren im Kriege 1870/71 gefallenen Kommilitonen errichteten, nunmehr eine plastische Vervielfältigung veranstaltet hat und daß Exemplare hiervon zu 10 JL zu haben sind. Lennep, 31. October. „Lieber aufhängen als wählen!" sagte gestern Morgen ein hiesiger Fabrikarbeiter zu seinem Bekannten, der ihn an feine bürgerliche Pflicht erinnerte. Trotz der so drastischen Verwahrung gegen das Wählen gab er dennoch im Wahllocale seine Stimme zu Gunsten eines Wahlmannes der KarteUparteien ab, ging .bann an feine Arbeitsstelle zurück und erhängte sich. (F, Z.) Gingesandt. Gießen, 2. November. Die Benutzung des sogenannten Essiggäßchens und des unteren Niegelpfades, in welchen dasselbe einmündet, hat sich in der letzten Zeit außerordentlich gesteigert und ist bis in die späten Abendstunden hinein eine derartige, daß der Mangel jeglicher Beleuchtung dieser Fußwege stark empfunden wird. Namentlich sind es die Treppenstufen am südlichen Ausgange des Durchlasses unter dem Bahnkörper, welche das Passiren in der Dunkelheit so sehr erschweren und im Winter bei Schnee und Eis geradezu gefährlich machen. Die Beleuchtung gerade dieser Stelle, vielleicht durch Anbringung einer Laterne an der Gartenmauer des katholischen Schwesternhauses, erscheint dringend geboten und nicht minder ist es ein Bedürfniß, daß auch die Beleuchtung des ziemlich steilen Aufstiegs am katholischen Schwesternhaus vorbei und des unteren Riegelpfades überhaupt einmal ernstlich in's Auge gefaßt würde. Es bedarf wohl nur dieses Hinweises, um die hier so nothwendige Abhilfe zu. schaffen. Einer für Viele. Literarische-. — Mit dem uns vorliegenden ersten Hefte seines eben beginnenden 31. Jahrgangs legt »Neber Land und Meer« (Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt) alle Ehre ein. Schon die ersten Blicke auf die reiche Folge meisterhafter Holzschnitte, obenan „Kaiser Wilhelm der Siegreiche" in Ferdinand Kellers schwungvoller Apotheose, erzeugen den Eindruck einer im besten Wortsinn vornehmen Erscheinung, der immer tiefer bestätigt wird, je näher wir uns mit dem Inhalt des glänzend ausgestatteten Heftes vertraut machen. „Jenseits des Grades" von Leo Warren und „Nubia" von Richard Voß isind Novellen, deren Anfänge die bedeutsamsten Erwartungen erwecken, und die reizende novellistische Skizze „Frrrt!" von Heinrich Landsberger liegt hin bereits in ihrer ganzen knappen Geschlossenheit vor. Außerdem lesen wir treffliche Aufsätze von Wilhelm Lübke, A. G. v. Suttner, Heinrich Ehrlich, Ernst Eckstein, Fr. v. Hellwald und anderen, die eine reiche Ausbeute angenehm belehrenden Unterhaltungsstoffs darstellen. I. Koppays naiv liebliche „Reise in's Leben" in farbigem Kunstdruck bildet eine reizende Beigabe. Bei solcher Trefflichkeit des Gebotenen und dem überaus billigen Preis von nur 50 Pfennig für das 14tägige Heft kann das beliebte Familien-Journal allen unseren Lesern aufs beste empfohlen werden. »Wassersport« 1888/89, Nr. 5, enthält unter Rudern: Z 8 (Amateur-Bestimmung des Deutschen Ruder-Verbandes), lieber die Regatten 1888 und die bei denselben zu Tage getretenen Uebelftänbe (Schluß). Ein neuer Rollfitz. Nachrichten. Unter ©egeln: ®er ©pinnafer (mit Bild), Praktische Winke für die Außerdienststellung von Yachten (Fortsetzung) und Nachrichten. Unter Eislauf und Allgemeines: Nachrichten, Briefkasten und officielle Mittheilungen der Clubs. " - 1 Landwirthschaftttche Nachrichten. (Nachdruck verboten.) — (Mäuse von Getreidefeimen fernzuhalten.j Es dürfte angezeigt fein, auf ein Zwar nicht mehr neues, aber bei richtiger Anwendung sehr erfolgreiches Verfahren aufmerksam zu machen, welches den Zweck hat, die das Feld verlassenden Mäuse an dem Eindringen in die Getreidefeimen zu verhindern. Dieses Verfahren besteht darin, daß der fertige Schober mit einem '/, Meter tiefen, möglichst schmalen Graben umzogen wird, welcher in allen seinen Punkten etwa einen Meter von demselben entfernt ist und dessen Seiten recht glatt abzustechen sind; dies ist vor Allem an ber inneren, d. h. dem Schoberen gelegenen Seite, welche auch fast senkrecht zu halten ist, zu beachten, während die äußere ein wenig von der senkrechten abweichen kann, weil ja naturgemäß jeder Graben oben etwas weiter wird als unten. Um den Graben recht schmal za machen, empfiehlt es sich, die oberen Stiche mit einem gewöhnlichen, die unteren mit einem Drainspaten auszuführen, welcher, falls er nicht vorhanden sein sollte, unschwer zu beschaffen ist. Nachdem der Graben fertiggefteUt ist, bohrt man mit einem Erdbohrer in Abständen von etwa 3 Meter Löcher von 30 Zentimeter Tiefe in die Grabensohle, in welche vierzöllige Drains so hineingesetzt werden, daß ihr oberes Ende mit der Grabensohle abschneidet. Nach Einsetzung der Drains ist es nothwendig, die lockere Erde rings um dieselben und in den Rohren tüchtig festzustampfen, weil die gefangenen Mäuse sich sonst nach oben durchgraben; aus diesem Grunde ist es ferner sehr empfehlenswerth, die etwa gefangenen Mäuse täglich aus den Löchern herauszunehmen. Was die Weite der Drains anbetrifft, so eignen sich zu diesem Zwecke die vierzölligen Röbren am besten, weil die in den Graben gefallene Maus, wenn ihr nicht das Ende der nach unten führenden, durch das Drainrohr gebildeten Oeffnung sichtbar ist, diese für einen Ausgang hält und oft unmittelbar hineinläust, während sie über eine engere Oeffnung leicht hinweglaufen würde, eine weitere Röhre aber zu viel Licht einläßt. Jedenfalls mutz der Durchmesser des Drains, der Breite der Grabensohle, aber biefe dem ersteren gleich sein, wenn die Einrichtung Erfolg haben soll. Nothwendig ist es, daß der auf solche Weise hergestellte Mäusegraben täglich nachgesehen wird, was von einem invaliden Arbeiter besorgt werden kann; dieser hat mittelst einer Feuerzange oder einer eisernen mit Widerhaken versehenen kleinen Harpune die in den Drains befindlichen Mäuse herauszunehmen und zu tobten, sowie die etwa in den Graben ober die Drains gefallenen Dinge, wie Stroh, Erbe u. s. w. zu entfernen. Wo bies Alles vorschristsmäßig ausgeführt würbe, hat sich bieses Verfahren, bie Mäuse von den Getreideseimen fernzuhalten, außerordentlich bewährt, und Jeder, welcher genothigt ist, Getreidefeimen zu setzen, sollte sich diese geringe Arbeit nicht verdrießen lassen, um die schädlichen Nager auf diese Weise zu vertilgen, da dieselben im anderen Falle oft einen sehr bedeutenden Schaden unter dem'Getreideoorrath anrichten, und wenn sie erst einmal im Schober, dann auch sehr schwer daraus zu vertreiben sind, es müssen hier also die Maßregeln zur Verhütung des Eindringens derselben bei Zeiten angewandt werben, wenn man einen wirklichen Erfolg erzielen will. — (3ur Lockerung rauhen Bobens im Herbstes Die Aufgabe des Düngers ist es, nicht nur dem Boden mehr Nahrungsftoffe für das Wachsthum der Pflanzen zuzuführen, sondern er soll auch besonders dazu dienen, harten ober sich zusammenballenben Boben aufzulockern. Ein Haupterforberniß für ein gutes Gebeihen ber Pflanzen bleibt es einmal, baß ber Boben möglichst porös ist, ohne boch bie allzu große Durchlässigkeit des Sandes zu besitzen. Wo man es nun mit diesem harten Boden zu thun hat, da empfiehlt es sich, denselben im Herbst tief umzugraben, den Mist aber nicht mitunter: zubringen, sondern ihn nur vor dem Eintritt des Frostes über das umgegrabene Land auszubreiten. Es hat sich gezeigt, daß so behandelter Boden im Frühling schon locker geworden war, während solcher mit untergebrachtem Dünger oben seine unangenehmen Eigenschaften beibehalten hatte. Wenn bann im nunmehr gelockerten Boben ber Mist leicht untergebracht wirb, so ist das Feld für den Gemüsebau fertig und besonders für die Wurzelgemüse geeignet. Telegraphischer Schiff-bericht der „Red Star Line" Antwerpen. Philadelphia, 30. October. Der Postdampfer „Switzerland" der „Red Star Line" ist von Antwerpen heute wohlbehalten hier angekommen. Schiss-uachrichten. Bremen, 1. Rovbr. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Rhein, Eapt. W. Töpfer, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist am 30. October, 9 Uhr Vormittags, wohlbehalten in Baltimore angekommen. Seiden Reste schwarz n. farbig für Schürzen, B-satz und Mäntel rc. in Coupons von Vs—8 Met. Einsend. einer Seiden- ob. Wollstoff-Probe genügt mit Angabe ber ungefähren Länge unb Preis bes gewünschten Stoffes; bie Resten werben gewissenhaft ausgesucht und berechnet. Proben kann ich nicht bavon versenben- Von 20 Mark an porto- und zollfrei. G. Henne- berg, Zürich. Briefe kosten 20 Pf. Porto. 7813 Handel und Verkehr. m. . Gießen, 1. November. Der am 30. unb 31. October d. I. hier abgehaltene Viehmarkt war, trotz ungünstiger Witterung, sehr stark befahren. Es waren auf- getrieben: 1663 Stück Rinboieh unb 1050 Schweine. Bel lebhaftem Hanbel und reger -Nachfrage fanb der Markt einen allseitig befriedigenden Abschluß. Ebenso war ein reger Besuch des am 31. October mit abgehaltenen Krämermarktes (Zwiebelmarkt) zu verzeichnen. Nächster Markt Dienstag den 20. unb Mittwoch ben 21. b. M. Amtliche Prüfung der Lichtstärke des Leuchtgases. October 1888: 193/< vorschriftsmäßige Kerzen. Buchner. Für die Abgebrannten in Hünfeld ^ngen bis jetzt bei uns ein: Fräulein von Haxthausen JL 10.—, A. B. JL 2—, I. W. Kurz Jt 5.—. Weitere Beiträge nimmt gerne entgegen Die Exped. d. „Gießener Anzeiger". Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. G o t t e s d i e n st. 23. Sonntag nach Trinitatis, den 4. November: Reformationsfest. Vormittags 9Vi Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Beichte unb heiliges Abendmahl im VormittagSgottesbienft. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dingelbey Nach beiben Gottesbiensten Kollekte für die Gustav-Abolf-Stiftung. Kinberkirche fällt aus. Bibel st unbe: Montag ben 5. November, Abenbs 8 Uhr, in ber Kleinkinder- schule, 1. Mos. Kap. 4, Kain unb Abel, ber Menschen Thun unb Gottes Walten. Pfarrer Dr. Naumann. Am Donnerstag ben 8. November, Abenbs 7 Uhr, Vorbereitung für die Kinderkirche Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 4. bis 10. November besorgt Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. 24. Sonntag nach Pfingsten. Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um Vr8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 7 Uhr Frühmesseum V-10 Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 3 Uhr christlicher Unterricht unb Anbacht. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 4^ Uhr, Samstag Morgen 8»o Uhr, Samstag Mittag 3™ Uhr, Samstag Abend 516. Arbeitsversteigerung. Montag den 5. d. M., Nachmittags 2 Uhr, soll aus unterzeichneter Bürgermeisterei : das Brechen, Ansahren und Aufsetzen ; von 50 Cubikmeter Chaussirsteinen ; und das Chaussiren von 50 Meter Waldwegen wenigstnehmend versteigert werden. Daubringen, am 1. Novbr. 1888. Großh. Bürgermeisterei Daubringen. Walter. 8860 Aeikgeöoteues. 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Eine Liste zur Emzeichnung circulirt, außerdem werden Billets an ' jedem Vortragsabend an der Kaffe abgegeben. 8853 \ FlaschenBier. 8870] Einem verehrlichen Publikum empfehle mein Flaschen-Bier aus dei Actien-Brauerei Gießen: Exportbier, per Flasche 23 L Lagerbier. „ „ i8 *’ Gütige Aufträge werden bei jcdm Quantum frei in's Haus geliefert Louis Lüter, Brandgaffe 8. Guten Mittagstisä)^ 8871) LouiS Lüter, Brandgasff 8872] Ein Kneiplocal abzugeben LouiS Lüter, Brandgasse 8 btn : KüH jÖCÜlfhflllllfl i im Schiffenbergerthal bei Gastwirth K. Häuser. Frankfurt a. Main. Theater Variete, Stein’s Tivoli Merijeiiigenitr. 10-12. ■ Auftreten von nur Specialitäten I. Ranges. ■■ Feinstes Chantant Frankfurts. 4% Preußische ConsolS 107.70 W/o do. 104 30 4% Nassauer Oblig. 101.00 4o/o Bayerische Oblig. 107.20 4°/o Badische Oblig. 105 30 4°/o Hessische Oblig. 106 50 4% Franks. Hypothbk.-Pfandbr. alte 101.60, neue 103.10 3Vr°/o do- 99.00 4,/a°/o Franks. Landwsch. Creditbk.- ln/ Oblig. 103.70 4% Hamb. Hypothbk.-Mandbr. 103.0 ) 3V2°/o do. 99 00 5% Buderus Oblig. 104 20 3V»o/g Solms-Brau nf. Oblig. 96.50 40/o Gießener Oblig. 10300 40/o Oesterr. Goldrente 92.20 41/5°/o Oefterr. Silberrente 6900 5% Portugiesen Oblig. 10040 .4o/o Griechen 7300 5o/o Ottoman. Zoll-Obl. 6940 3V8% Grünberger Obl. IÖ0J0 ^eldsortrrr. 20 FrancS-Stücke 16.14-16.18 do. in 1/1 16.11-16.15 Engl. Souvereigns 20.28—20.33 Dollars in Gold 4.16—120 Telegraphischer «ourtziericht der Ber Oesterr. Creditactien 163 50 Oefterr. Staatsbabn-Actien 104 60 I 1880 40/n Russen Oblig. 8610 < Darmstädter Eisenbahnactien 161.00 liner Börse vom 2. November 1888 DiSconto-Com.-Antheile 227.10 Lombarden 44 70 4% Ungar. Goldrente 85.00 Marienburger Eisenbahnactien 94.t0