Nr. 283 Erstes Blatt. Sonntag den 2. December 1888. Weßemr Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureau r Schul st raße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Gefunden: 2 Armbänder, 1 Griffelbüchse, 1 Vorstecknadel, 1 Pelzkragen, 1 Paar Filzsohlen, 1 Schippe, 1 Fuchsschwanz, 1 Taschentuch, 1 Hemm- Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn« Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. kette, mehrere Schlüssel. Gießen, am 1. December 1888. Telegraphisch« Aeprsche». Ö*I1F* telegr. Lorrespondeirz. Bureau. Berlin, 30. November. Den „Polit. Nachr." zufolge beabsichtigt das Relchs- justizamr eine Vorlage über eine Reform der Proceßkosten oorzuberetten. Gelegentlich der Fortsetzung der Arbeiten für das bürgerliche Gesetzbuch, also nach Auflösung der zur Ausarbeitung eingesetzten Commission, soll weiterhin der Rath dieser Commission eingeholt werden. — Gutem Vernehmen nach dürfte eine Novelle zum Patentgesetz dem Reichstag noch in dieser Session vorgelegt werden. Berlin, 30. November. Das Armee-Verordnungsblatt veröffentlicht eine kaiserliche, von dem Staatsminister v. Bötticher gegengezeichnete Cabinetsordre vom 22. ds., wodurch die neue deutsche Wehrordnung, unter Aufhebung aller entgegenstehenden Bestimmungen und mit vorläufigen Ausführungsbesttmmungen zum Gesetze über die Änderungen der Wehrpflicht vom 11. Februar 1888, genehmigt wird. Paris, 30. November. Heute früh fand ein Pistolenduell zwischen Reinach und Decoulede auf der Hochebene von Chatillon statt bet 25 Schritte Distanz und zweimaligem Kugelwechsel. Eine Verwundung hatte nicht statt. Paris, 30. November. Hier verbreiteten Gerüchten zufolge soll Herr Patenotre zum Minlsterresidenten Frankreichs in Tanger ernannt werden. Zanzibar, 30. November. Gestern verjagte der deutsche Geschwaderchef die Aufständischen, welche sich in Midi (südlich von Bagamoyo) wieder gesammelt hatten, von dort und zerstörte das Dorf, wobei ein Matrose leicht verwundet wurde. Verhör mit ihm vornahm. Dabei verwickelte sich Dauth in so viele Widersprüche, daß er endlich zugeben mußte, der Verfolgte zu sein. Namentlich wurde er dadurch zum Geständniß gezwungen, daß man bet ihm die sämmtltchen, dem Ermordeten gestohlenen Sachen vorfand. Auch wurden in seinem Besitz 3000 vollzählig vorgefunden. Erft um lV/i Uhr Abends war Dauth mit Bestimmtheit recognoscirt und wurde er dann in Begleitung der beiden Beamten gefesselt zum Bahnhof geführt. Dauth war sehr unruhig, seine Blicke waren unstät, seine Augen blickten finster. Man befürchtete einen Gewaltakt von ihm und wurde er daher zur besseren Sicherheit, wie erwähnt, in Eisen geschlossen. Sein Gesicht hatte, abgesehen von ben erwähnten Veränderungen, auch sonst ein ganz anderes Aussehen erhalten, es war stark geröthet und aufgedunsen. Allem Anscheine nach hat Dauth während der Zeit seiner Verfolgung stark getrunken. Bei seiner Verhaftung trug Dauth einen schwarzen Jacket Anzug. Dem erwähnten Officier, wenn derselbe wirklich der erste Veranlasser zur Verhaftung Dauth's gewesen ist, sowie den beiden erwähnten Karlsruher Officianten würde also das Verdienst gebühren, Dauth dingfest gemacht zu haben. Uebrigens verlautet, daß auch ein Bahnbeamter sich um die Verhaftung des Dauth verdient gemacht habe. Dauth führte einen kleinen Reisekoffer bet sich, in welchem man die dem Hülseberg geraubten Sachen vorfand. Außerdem befanden sich in dem Koffer mehrere Stücke Gardinen, welche er nach der Mordthat vom Fenster heruntergerissen hat, sowie eine Spreitdecke. Beides war mit Blut getränkt. Vermuthlich hat er sich mittelst dieser Zeugstücke vom Blute zu reinigen versucht. Weßhalb er diese ihn so leicht verrathenden corpora delioti aufbewahrt und mit sich geführt hat, erscheint unbegreiflich. Bremen, 28. November. ^Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiff« brüchiger.^ Rettung aus Seegefahr. Der Ortsausschuß der Station Büsum^berichtet über die Rettung der aus 13 Personen bestehenden Besatzung herauf Bielshöven Sand gestrandeten russischen Bark „Turko", Capitain Matthiesohn, mit Holz von Borgo nach Sevilln br ummt, wie folgt: „Am Sonntag den 25. November wurden wir durch einen orkanartigen West- sturm veranlaßt, mit dem Segelrettungsboot „Büsum" hinauszufahren, um uns zu überzeugen, ob auf den gefährlichen Außengründen Schiffe verunglückt seien. Um 4 Uhr Morgens fuhren wir aus dem Hafen, kreuzten die Süderpiep aus und trafen sehr viel Holz an. Etwa um 5 Uhr erblickten wir auf Bielshöoen Sand ein gestrandetes Schiff, welches in einer furchtbaren Brandung sehr gefährlich lag. Unsere Anstrengungen, das Schiff zu erreichen, wurden durch den niedrigen Wasserstand und durch die hohe Brandung vereitelt. Wir entschlossen uns daher, in der Nähe des verunglückten Schiffes zu bleiben, um die Fluth zu erwarten, welche nach etwa 3 Stunden einsetzte. Es gelang uns nun ziemlich nahe an das Schiff heranzukommen, welches bereits halb zertrümmert war. Die Leute an Bord riefen und winkten um Hülfe, doch wurden alle unsere Anstrengungen, um das Schiff zu erreichen, durch die furchtbare Brandung vereitelt. Erst nach weiteren zwei Stunden gelang es uns mit eigener Lebensgefahr die aus 13 Personen bestehende Besatzung zu retten. Nachmittags um 4 Uhr, nach einer zwölfftündigen Abwesenheit, erreichten wir in erschöpftem Zustande den Hafen, worauf die Geretteten in beste Pflege genommen wurden. Das Rettungsboot hat sich vortrefflich bewährt." , Außer den nach vorstehendem Bericht geretteten 13 Personen sind wahrend der heftigen Stürme in der letzten Woche weitere 18 Personen von 4 gestrandeten Schiffen theils durch Rettungsböte, theils durch Raketenapparate gerettet worden. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. _______ Fresenius.__ Handel und Verkehr. Wochenbörseribericht, mitgetheilt von E. Wasser schieben, Bankgeschäft. Die Börse stand während der größeren Hälfte der abglaufenen Woche vorwiegend unter, dem Einfluß der Ultimo-Regulirung. Man hatte erwartet, daß ein großer Therl der in schwachen Händen befindlichen Hausse-Engagements gelöst fein würde. Allein bald stellte sich, besonders in Berlin, Stückeüberfluß heraus, die Prolongationssätze, und mit ihnen der Prioat-Discont, zogen an und veranlaßten Realisationen. Hierzu trat noch der Einfluß des ^orEer Marktes, wo eine sehr empfindliche Baisse in Panama-Obligationen dre besten Werthe s^Auch politische Beunruhigungen, besonders die unklaren Zustände in Frankreich, wirkten ungünstig und veranlaßten wettere Verkäufe, die ziemlich bedeutende Coursabschwächungen, besonders für leitende Bankwerthe, zur Folge hatten. .... Nach beendigter Liquidation besserte sich die Stimmung, doch konnte, da rede äußere Anregung fehlte, keine einheitliche Bewegung zu Stande kommen. Ueberhaupt legte sich die Speculation die größte Zuruckhaltung auf. Die bestehenden Hausse-Engagements sind trotz der Klärung, welche die eben beendete Liquidation hervorgebracht hat, immer noch sehr groß. Aber dre Hoffnungen, unter denen dieselben eingegangen wurden, sind geringer geworden. ®lne »ach der anderen von allen den großen Emissionen ist oorübergegangen, ohne dre erwartete Anregung zu bringen. Politische Beunruhigungen, die früher ganz ausgeschlossen schienen, sind hinzu- 0etKtenion größtem Einfluß aber bleibt die Lage des Geldmarktes. Von ihr wird in erster Linie die Entwickelung der Course abhängen. Die Börse fühlt dies sehr wohl, sie beobachtet mit peinlicher Genauigkeit die Schwankungen der Zmssätze und rede geringe Veränderung derselben findet ihren Ausdruck in den Coursen der leitenden Papiere^ Qud) üorerß die Gefahr eines weiteren Goldabflusses nicht zu befürchten, da in der letzten Zeit sogar etwas Gold nach Deutschland geflossen ist, lo wird doch, angesichts der hohen Anforderungen, welche der December an den Geldmarkt zu stellen pflegt Geld seinen Preis behalten, selbst wenn das Ausland kein Gold fordern sollte, ppegr, ^^er schwebt über der Börse die Gefahr erneuerter Goldexporte und bevor btefe Gefahr nicht endgültig abgewandt ist, wird eine einheitliche Besserung der Course nicht zu erwarten sein. Lokales, Gießen, 1- December. Gestern Abend mußte die Polizei zu verschiedenen Malen zwischen streitenden Gymnasiasten und Stadtschülern, welche aus den Turnhallen kamen, tn der Südanlage und der Neuenbäue Ruhe stiften. - r Ein Zimmermann aus Staufenberg, welcher gestern aus Amerika hier zugereift kam und in einer Wirlhschaft der Marburgerstraße sein Absteigequartier genommen, suchte mit den anwesenden Gästen anzubinden, wobei er einigen derselben das Boxen auf amerikanische Art begreiflich machte und namentlich einen Wiesecker Sandfuhrmann arg zurichtete indem er demselben mit einem zugelegten Taschenmesser am Kopf und im Gesicht etwa 9 Verletzungen beibrachte. Dem freien Staatsbürger wurde vorläufig Quartier-in der Ostanlage angewiesen. — sNeues Theaters. Am Sonntag kommt „Des Lebens Mai", Posse mit Gesang und Tanz in 3 Acten und 6 Bildern von E- Jacobsohn zur Aufführung und können wir allen Theaterbesuchern einen sehr vergnügten Abend versprechen, um so mehr, da die Hauptrolle in den bewährten Händen unseres Directors liegt- Besagte Posse ist in Berlin über hundert Mal hintereinander gegeben worden, sicher ein Beweis, daß dieselbe lebenskräftig und vom Publikum mit Beifall ausgenommen wurde. Wir sind überzeugt, daß sie auch hier sehr gefallen wird. Von den Gesangseinlagen erwähnen wir einer neuen Composition von R. Förster, ein Walzer, betitelt: „Wie süß", welcher sich überall einer großen Beliebtheit erfreute. — — sBürgerclubj. Wir sind in der angenehmen Lage mittheilen zu können, daß der Vorstand des Bürgerclubs für die am Samstag, den 8. December stattfindende SoirLe besondere Anstrengungen gemacht hat, seinen Mitgliedern einen vergnügten Abend ru bereiten, er scheut in dieser Hinsicht weder Mühe noch Kosten, so hat er auch dafür aesorat, daß das neueste Lustspiel von Schönthan und Kadelburg „Die berühmte Frau", welches augenblicklich seinen Triumphzug über die Bühnen Deutschlands macht, und überall mit dem größten Erfolg aufgeführt wird, von den Mitgliedern des neuen Theaters zur Darstellung gelangt. Da die Aufführung dieses Lustspiels mit großen Kosten verbunden ist, und der Vorstand des Bürgerclubs ein namhaftes Honorar für die Aufführung hat zahlen müssen, so verdient dieses Streben alle Anerkennung und hoffen wir, daß die nächste Soiree ein volles Haus zeigen wird. Vermischte». s— Lollar, 30. November. Zwei Staufenberger Einwohner geriethen vor einiger Zeit mit einander in Streit, im Verlaufe dessen der eine dem andern vorwarf, er habe vor 3 Jahren seine eigene Hoiraithe ungezündet. In der Thal ist bis heute die Ursache des vor 3 Jahren in der Hofraithe des Einen der Streitenden ausgebrochenen Schadenfeuers noch nicht aufgeklärt. Der also Beleidigte strengte Klage an und wurde der Beleidiger denn auch vom Schöffengericht in eine entsprechende Strafe genommen. Der Bestrafte ließ es aber dabei nicht bewenden, sondern richtete gegen seinen Widersacher weitergehende Aussagen, infolge deren Letzterer in Untersuchung gezogen wurde. Karlsruhe, 29. November. Heber die Ergreifung des Mörders Dauth gehen den Hamb Nachr." folgende Angaben zu: Dauth war einem Mädchen, welches früher als Passagierin auf dem Dampfer „Hammonia" gefahren war, und mit welchem er auf diesem Schiffe anscheinend sehr vertraut geworden war, nach Karlsruhe gefolgt. Die Ergreifung und Verhaftung des Mörders ist einem Offizier zu danken, welcher Dauth damals auf dem Dampfer „Hammonia" gesehen hatte und ihn in Karlsruhe in dem Augenblick antraf, als er das Haus, in welchem jenes Frauenzimmer wohnte, betrat Der Offizier machte hierauf der Poltterbehorde in Karlsruhe von seiner Entdeckung Mittheilung und erfolgte dann die Festnahme des Dauth. Dauth war in Karlsruhe unter dem Namen Fischer aus Frankfurt a. M. im Hotel „Weißer Bar abgestiegen. Den übrigen Bewohnern des Hotels und der Dienerschaft war sofort das scheue und finstere Wesen des Gastes aufgefallen. Eines der bedienenden Mädchen in dem Hotel soll sich sogar geweigert haben, sein Zimmer zu betreten. Mittags gmg Dauth aus dem Hotel fort und wurde bann, wre erwähnt, von dem Offizier, wie es beißt einem Schiffsingenieur, gesehen. Die Verhaftung erfolgte durch die Karlsruher Polizeibeamten Schlich und Schweizer welche in die Wohnung des Frauenzimmers eindrangen. Anfänglich leugnete Dauth auf das Entschiedenste, der Verfolgte zu sein. Es war auch vorerst nicht möglich, ihn genau zu recognosziren, denn Dauth hatte sich den Bart abnehmen und das Haar kurz scheeren lassen. Er wurde aus der Wohnung des Frauenzimmers in das Untersuchungsgefangnitz ubergesuhrt, wo man sogleich ein erzielt man nur, wenn die Annoncen zweckmäßig abgefaßt f A und typographisch angemessen ausgestaltet sind, ferner die UH7 rTD I U richtige Wahh der geeigneten Zeitungen ge- f ö troffen wird. Um dies zu erreichen, wende man sich an «tfttrtftiroti die Annoncen-Expedition Rudolf Moste in Frankfurt VUrtlJ JVlMlVimn am Main (Vertreter in Gießen Jul. Wallach, Kaufmann, Marktplatz); von dieser Firma werden die zur Erzielung eines Erfolges erforderliLcn Auskünfte kostenfrei ertheilt, sowie Inseraten - Entwürfe zur Ansicht geliefert. Berechnet werden lediglich die Original - Zetlenpretse der Zeitungen unter Bewilligung höchster Rabatte bet größeren Aufträgen, so daß durch Benutzung dieses Instituts neben den sonstigen großen Vorthetlen eine Ersparniß an Jnsertionskosten erreicht wird. 9650 Auszug aus den Staudesamtsregistern des Standesamts Gießen- Elrrfgedots» November: 26. Heinrich Karl Rühl, Bremser zu Betzdorf, mit Elisabethe Schwarz zu Gießen. 26. Peter Merkel von Romrod, Taglöhner dahier, mit Anna Gerlach von Dautohe, wohnhaft dahier. 28. Albert Franz Hermann Buchholz, Trambahn Conducteur zu Bockenhetm, mit Margaretha Stein daselbst. 29. Wilhelm Wacker, Schreiner von hier, mit Elisabeth Ochse von Schiffelbach, wohnhaft dahier. 30. Jacob Wienebald, Schreiner zu Bretdenstetn, mit Anna Elisabethe Gröb daselbst. 30. August Ludwig Oskar Johannes Hahn, Seconde-Lieutenant und Bataillons-Adjutant im 2. Großh. Hess. Infanterie-Regiment Rr. 116 dahier, mit Louise Caroline Margarethe Wulff zu Berlin. 30. Wilhelm Jakob Rau von Heringen, Buchhalters dahier, mit Katharine Albertine Loos von hier. Eheschließungen. November: 28. Peter Joseph Jakobi I., Schneider zu Ober-Mörlen, mit Elisa Otto von hier. 29. Franz Christian Friedrich Haas, Sparkasse-Gehülse dahier, mit Gertrude Wilhelmine Theodore Luise Bauer von hier. Sedorene. November: 18. Dem Bauaufseher Senßfelder ein Sohn. 21. Dem Schmied Johannes Harnisch eine Tochter, Marie Margarethe. 22. Dem Telegraphenoorarbetter Karl Schneider II. eine Tochter. 22. Dem Schlosser Emil Bernhard Weidenhaus ein Sohn. 25. Dem Fuhrmann Kaspar Schott ein Sohn, Karl. Gestorderre. November: 23. Heinrich Fuchs, 49 Jahre alt, Arbeiter von Groß-Eichen. 24. Luise Katharine Hammel, geb. Schmidt, 32 Jahre alt, Ehefrau von Wirth Wilhelm Hammel I. dahier. 24. Karoline Bellos, geb. Stebott, 59 Jabre alt, Ehefrau von Schuhmacher Georg Bellof dahier. 24. Johann Adam Menges, 57 Jahre alt, Maschinenfabrikant dahier. 25. Ludwig Lenz, 37 Jahre alt, Restaurateur dahier. 25. Louis Martin Thielmann, 4 Monate alt, Sohn von Schuhmacher Heinrich Thielmann Wtttwe dahier. 26. Wilhelmine Berres, 48 Jahre alt, ledig, dahier. 26. Minna Louise Marie Wagner, 3 Jahre alt, Tochter von Schuhmacher Johannes Wagner daifier. 28. Marie Wolff, geb. Stadtler, 31 Jahre alt, Ehefrau von Schriftsetzer Albert Wolff dahier. 29. Johannes Ritz II., 45 Jahre alt, Knecht von Udenhausen, Kreis Alsfeld. Auszug aus bett Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. o k J?iC£n 25m^?Dcm6cre Johannes Peter Krauskopf, Bürstenmacher zu Gießen, und Luise Peif zu Gießen. Den 29 November. Franz Christian Friedrich Haas, Sparkasse-Gehilfe zu Gießen, und Gertrude Wilhelmine Theodore Luise Bauer, Tochter des verstorbenen Thürmers Franz Philipp Bauer zu Gießen. Den 2t. November. Ein- außereheliche Tochter, Friederike Christine, geboren den 11. November. Den 25. November. Dem Gärtner Wilhelm Schüttler eine Tochter, Anna Luise Caroline, geboren den 28. October. Qr. rc Denselben. Dem Hausdiener Blasius Grond ein Sohn, Wilhelm Heinrich Adolf, geboren den 7. November. . oD®AnfAbcn‘ Dem Metzger Johann Klein ein Sohn, Ernst Wilhelm, geboren den 2o. October. Denselben. Dem Schneider Anton Jakob Belte ein Sohn, Friedrich Wilhelm, geboren den 13. September. Denselben. Dem Schreiner Wilhelm Schneider eine Tochter, Luise, geborernden 7. September. Denselben. Dem Schlosser Franz Rathenow ein Sohn, Franz Oskar Martin Joseph, geboren den 28. October. Denselben. Dem Jnspector Julius Löbermann ein Sohn, August Christoph, geboren den 10. October. ' Beerdigis. Den 26. November. Luise Katharine Hammel, geb. Schmidt, Ehefrau des Restaurateurs Wilhelm Hammel, alt 32 Jahre, starb den 24. November. Den 27. November. Caroline Bellof, geb. Siebort, Ehefrau des Schuhmachermeisters Georg Bellof, alt 59 Jahre, starb den 24. November. „ Denselben. Louis Lenz, Restaurateur, ein Wittwer, alt 37 Jahre, starb den 25. November. Denselben. Adam Menges, Maschinenfabrikant, alt 57 Jahre, starb den 24. November. . Den 28. November. Wilhelmine Berres, Rentnerin, ledig, alt 48 Jahre, starb den 26. November. wr, . ^?n ^0. November. Marie Wolff, geb. Stadtler, Ehefrau des Schriftsetzers Albert Wolff, alt 31 Jahre, starb den 28. November. Steckbrief. Gegen den unten beschriebenen Dienstknecht Christoph Scheerer aus Roth, Kreis Marburg, zuletzt in Noßdorf bei Ludwig Orth im Dienst, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen der Beschuldigung: am 11. November 1888 zu Roßdorf die Scheune seines Dienstherrn — ein Gebäude — vorsätzlich in Brand gesetzt zu haben, verhängt. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das nächste Gerichts- gefängniß abzuliefern, mir aber zu den Akten J. 1364/88 umgehend Nachricht zu geben. Marburg, 29. November 1888. Königliche Staatsanwaltschaft. Beschreibung: Alter: 26 Jahre, Statur: untersetzt, Haare: schwarz, Bart: schwarzer Schnurrbart und schwarzer dünner Vollbart, Sprache: oberhessischer Dialekt. Kleidung: blauer Kittel, graue Baschlik- mütze, Entoutcas, Sommer- buxkinhose und Riemen- __________schuhe._______________9657 Verpachtung von Grundstücken. Dienstag den 4. December 1. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht nachstehende, in der Gemarkung Gießen ge- legene, der Frau Franz Block Wittwe gehörige Grundstücke auf weitere neun Jahre, von Martini 1888 an, verpachtet werden: 1) 2*233 Klafter Wiese am Leihgesterner Weg, 2) 210 Klafter Wiese hinter dem Waldbrunnen, 3) 6013 Klafter Acker und Wiese unter dem Wiesecker Weg, 4) 2283 Klafter Acker auf die Chaussee 5) 1325 Klafter Acker links am Wiesecker Weg, 6) 793 Klafter Wiese in der Schwarzlach auf die Chaussee, 7) iklafter Wiese auf dem Sandfeld, 8) 848 Klafter Acker über dem Rodt, 9) 662 Klafter Wiese an der Superintendent Liebknecht's Wiese, 10) 2936 Klafter Acker an der Marburger Chaussee und dem Badenburger Fußpfad, 11) 275 Klafter Wiese in der Schwarzlach. Gießen, den 1. December 1888. JA.: Vogt, Ortsgerichtsmann. 9691 A l l g e M e i K e r Anzeiger. In großer Auswahl empfehle: I Ball-Blumen, Spitzenstösse, Volants und Spitzen, Rüschen in Cartons und einzeln. 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Jubiläums-Bund. Die Nr. 9 enthält u. a.: Thino Photinos. Forts. Roman von Bern- hardine Schulze-Schmidt. — Professor Emmelius. Schluß. Ein Skizzenblatt von Ernst Eckstein. — Am Nord-Ostseekanal. Von R. Bode. — Der Dombauentwurf Kaffer Friedrichs. Mit drei Illustrationen. — Am Familientisch. Zu unseren Bildern: In mißlicher Lage von H. Weber, und Der erste Schnee von C. Koch- — Die königliche Jagd- garde. — Der Eislauf. Gedicht von Heinrich Bork. — Elektrischer Beleuchtungswagen. Mit einer Illustration. — Ein Heldenwort aus trübster Zeit. — Rechtsratb — Hi" und Her. — Aus der Redaktion — In unserer Spielecke. Erste Beilage: Aus der Zeit — für die Zeit. Zweite, dritte und vierte Beilage: Frauen- Daheim. Probenummern gratis durch alle Buchhandlungen oder von der Daheim-Expedition in Leipzig. ^nelllter AAg onnuitiit innerhalb weniger Wacken b. brauch von Prof. Gerdes Haar- u.kartelixir, vorzüglich. Mittel ^7 zur Beorderung d.Wachkthum- von Schnurr- u. Backenbart, sow. Haupthaar. Prs. p. 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Für^dieg vielen Beweise herzlicher Theilnahme an dem schweren und unersetzlichen Verluste |unserer Töchter, Schwiegertochter, Schwägerin, Schwester, Gattin und Braut jowiegfür (^zahlreichen Blumenspenden, die trostreichen und erhebenden Worte des Herrn Pfarrers £Jos£und|dasgstimmungsvolle Schlummerlied des Gesangvereins Concordia sagen wir unseren herz- liebsten und innigsten Dank. Telegraphischer Loursbericht Oefterr. Creditactien Oesterr. Staatsbaün-Actien 1880 4o/n Russen Oblig. Darmstädter Bankactten Disconto-Commandit-Anth. Darmstädter Bank-Act. „ Oesterreich. Credtt „ 20 Francs-Stücke 10 do. Danksagung. Herzlichen Dank sagen wir hiermit Allen, welche so große Tbeil- nähme bei dem schweren Verluste uns erwiesen haben, ferner allen Denen, welche uns wahrend der schweren Krankheit unserer guteu Frau und Mutter thatkräftig zur Seite standen; wir danken außerdem für die überaus zahlreichen Blumenspenden, welche unseren Herzen so wohl chaten. Insbesondere jedoch danken wir den barmherzigen Schwestern für die aufopfernde Pflege während der schweren Krankheit und dem Herrn Pfarrer vr. Raum ann für seine trostreichen Worte am Grabe. Gießen, 1. December 1888. Albert Wolff und Kinder. 9666 Eine Familienmohnung zu ver- miethen der G. Orbig, Bahnhofstr. 30. 9659J Kl. Logis mit ZubehöHiH Wethen. Kaplansgass«. 5. 9692 Zwei Zimmer, oder ein Zimmer mrt Kü che^u_vermi ethem^Kirchenplatz 15. 9662 Der Laden des HerrnE^^rl Äos. Acllcr, nebst gerüumiaer miuenwohnung, ist s°f°7« "and« weitig zu vermiethen. W. Kerber, Buchhändler. Eman. Taussig. h rau Duval, Tanzlehrerin Adele Hellmut. Jeanette 4% Reichsanleihe 31/g% do- 4% Preuß. Consols 3W do. _____Ltebigstraße 35. . 9648 Zwei Logis im 1. und 27StöckI je 5 Zimmer mit Zubehör und Wasser- lertung, zu vermiethen bei ^LouiS Hellmold^Schillerstraße 15. - 9658 Ein schönes möblirtes Zimmerdn oer Nahe der Aula zu vermiethen. Zu erfragen in der En>ed. d. Bl. len, b Zimmer nebst Zubehör ist zu ver- ! Piethen.___________ Ernst Moeser. \ 9643] Logis zu vermiethem ; Amniethungen. | 9678 ®n kleines Logis?,u vermiethm. ten. fi QtrrrmoT ü_ in ; Asterweg 7. j „Zum Lahnstein“ ___ Sonntag den 2. December 1888: 3W" Großes humoristisches Coneert der Rudolf Schadt’schen Künstler-Truppe, bestehend aus 7 Personen Anfang 4 und 8 Uhr. feitröc 30 H W°neXt Montag den 3. December 1888: * t oncert im Restaurant „Zum Stern". 9673 Chaussee-Haus. Auf vieles Verlangen: Sonntag den 2. December Oottcert (Streichmusik) von der hiesigen Civilkapelle. Anfang 4 Uhr. Entröe frei. Heute Samstag Abend: Musikalische Unterhaltung. . Entree frei. Es ladet ergebenst ein 9686 C. Drommershausen. 2./12. 1 Uhr. Stifts. Aus. '' 9632 Lüderitz, pens. Beamter Adele / . TZ. , Fritz I seme Klnder Coursbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Frankfurter Börse vom 1. December 1888. Schlußcourse 1 Uhr 15 Mtn. Montag Abend: Lony. Neues Theater in Giessen. Sonntag den 2. December: Des Lebens Mai. Posse in 3 Acten und 6 Bildern v. Jacobsohn. «n A. Sch-oda. - Druck und 81 etf(6) tn @U6en. _____ ®