1888. Nr. 205 Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. ‘ Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Bureau r Schul st raße 7. Erstes Blatt. Sonntag den T. September Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Amtlicher Hheit. Gefunden: 1 Herrenjacke, 1 Faß, 1 Leiter, 3 Hundehalsbänder, 1 Ranzen, 1 Brosche, 1 Sack, 1 Kinder-Schiebkarren, 1 Notizbuch, 4 Gepäck Halter, 1 Messer, 1 unächter Ring, 1 Armband, 1 Stock, 1 Kinderkragen, 1 Handschuh, 1 Maßstab, 2 Fuhrbücher, 1 Brodbeutel, 1 Loupe. Zugelaufen: 1 Stallhase. Gießen, am 1. September 1888. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Zum nationalen Gedenktage. Der achtzehnte Gedenktag an jene große Schlacht und jene ruhmreiche Zeit, in welcher Deutschlands Macht sich aller Welt offenbarte und die nationale Einheit des Reiches mit wuchtigen Schwertern gefügt wurde, findet uns in einer bedeutsamen, charakteristischen Epoche des jungen Reichs. Die beiden herrlichsten Helden jener glorreichen Zeit, der ewig unvergeßliche Heldengreis Kaiser Wilhelm I., der gottbegnadete erhabene Gründer der deutschen Einheit, und sein edler, vielbeklagter, erlauchter Sohn Kaiser Friedrich, der treue Helfer und Beistand des großen Vaters in schwerer Zett, weilen nicht mehr unter uns. Die Last des höchsten Gretsenalters ließ das wunderbare Leben Kaiser Wilhelms I. dahin siechen und eine furchtbare Krankheit vernichtete das edle Leben Kaiser Friedrichs. Wie sollten wir die diesjährige Sedanfeier begehen können, ohne nicht noch einmal der beiden erhabensten Helden zu gedenken, die in der Schlacht bet Sedan die obersten Führer der deutschen Heere waren? Kaiser Wilhelms und Kaiser Friedrichs Tapferkeit und hobem nationalen Sinne war es ja überhaupt auch in erster Linie zu verdanken, daß der Feind mit seinen ränkeoollen Anschlägen 1870 auf ein großes, geeintes, waffenstarkes Deutschland stieß, welches Fürsten und Volksstämme besaß, die fest geeint nebeneinander standen und nicht Willens waren, auch nur eine Scholle deutscher Erde dem Feinde zu überlassen. Wehmuth und Trauer erfaßt unser Herz, wenn wir daran denken, daß die beiden edlen kaiserlichen Helden, deren treue Augen mit unermüdlicher Sorgfalt über Deutschlands Wohl und Wehe wachten, nun für immer von uns gegangen sind. Aber wenn ihre gesalbten Leiber auch tobt sind, so sind doch die Großthaten und edlen Gesinnungen der beiden verewigten Kaiser noch unter uns lebendig und spornen unsere Heranwachsenden Geschlechter, wie auch diejenigen, welche gegenwärtig die Würde und Macht der deutschen Nation repräsentiren, zu herrlichen Tugenden an. Deutlich sehen wir es auch, daß der Genius Kaiser Wilhelms I. und der Edelsinn Kaiser Friedrichs noch unter uns weilt und zur herrlichen Freude aller Patrioten, in unserem jugendlichen Kaiser Wilhelm II. verkörpert, auch ferner über des Vaterlands Wohl und Ehre wachen wird. Ganz im Geiste seines erlauchten Großvaters und seines edeln Vaters sehen wir Kaiser Wilhelm II. das Scepter führen. Ein heiliger Ernst und ein unerschütterlicher Muth, eine pflichtgemäße, unerbittliche Strenge und eine erhabene Herzensgüte zieren den erlauchten Enkel und Sohn ebenso wie den verewigten Großvater und Vater und so kann das deutsche Volk, einig in seinen Führern und Gliedern, auch an diesem Sedantage mit stolzer Zuversicht in die Zukunft schauen. Feiern wir doch kein schadenfrohes, eiteles Triumphfest, sondern wir begehen nur den größten Gedenktag aus der Zeit der glorreichen Wiedergeburt Deutschlands zum dankbaren Angedenken an die tobten und lebenden Helden und zur Nacheiferung für die deutsche Jugend! Politische Ueberficht. Gießen, 1. September. Im Stadtschlosse zu Potsdam vollzog sich am Freitag die Taufe des jüngsten Sohnes unseres Kaiserpaares ganz dem Programm gemäß. Fast sämmtliche Vertreter der kaiserlichen und königlichen Familie des Hauses Hohenzollern waren bei der Tauffeierlichkeit zugegen und machte es einen ganz besonders rührenden Eindruck, den jüngsten Hohenzollernprinzen von seiner kaiserlichen Mutter, seiner Großmutter und seiner Urgroßmutter bet der Tauffeierlichkeit umgeben zu sehen. Von den erlauchten Taufpathen des jungen Prinzen waren anwesend der König von Schweden, der im Moment der Taufe den fürstlichen Täufling in den Armen hielt, ferner der König und die Königin von Sachsen und der Großherzog und die Großherzogin von Mecklenburg - Schwerin, während der Kaiser und die Kaiserin von Oesterreich durch den Erzherzog Earl Ludwig und dessen Gemahlin die Erzherzogin Maria Theresia vertreten wurden. Wie schon berichtet, fand nach der Tauffeierlichkeit eine Desilir- und Gratulationscour vor der Kaiserin Victoria und danach ein Galadiner in den Prachtsälen des Stadtfchlosses zu Potsdam statt. Zum Ober Präsidenten der Provinz W e st p r eu ß en ist der bisherige Oberprüstdent von Hannover, v. Leipziger, ernannt worden, dem zugleich der königliche Kronen-Orden 1. Klasse verliehen wurde. Das Festrrngs- und Flottenmanöver in der Kieler Bucht schloß am Donnerstag mit einem mehrstündigen Arttlleriekampfe zwischen dem angreifenden Panzergeschwader einerseits und den Forts „Falkenstein" und „Stosch", sowie dem Panzerschiff „Württemberg" andererseits. Das Panzergeschwader forcirte den Eingang und ging vor den Wällen von Friedrichsort vor Anker. In der darauffolgenden Nacht vom Donnerstag auf Freitag wurde der Angriff des Panzergeschwaders fortgesetzt. Die am Donnerstag im sechsten Berliner Reichstags-Wahlkreis vollzogene Ersatzwahl für den foeialdemokratifchen Abgeordneten Hasenclever hatte das allseitig erwartete Ergebniß der Wahl des socialdemokratischen Kandidaten Liebknecht. Die Wahlbetheiligung war erheblich geringer wie bei der im Jahre 1887 stattgefundenen Hauptwahl. Eingeschriebene Wähler 63582. Abgegebene Stimmen 41791. Dabei ergiebt sich, daß die Conseroatioen und Antisemiten den größten Rückgang aufweisen, ihnen nahe kommt die Fortschrittspartei, aber auch die sonst rührige socialdemokratische Partei hat nicht vermocht, ihre frühere Truppenstärke in das Feld zu bringen. Der französische Minister des Auswärtigen, Goblet, hat den Versuch gemacht, die Haltung Frankreichs in bcm Eonfltcte mit Italien zu rechtfertigen. Goblet hat an die Mächte eine Note gesandt, in welcher er ausführt, die von der $ italienischen Regierung angeführtenBeispiele bewiesen, daß Aenderungen in der Souveränetät '• immer nur durch Verträge bekräftigt würden, es sei dies ebenso bei Algier der Fall J gewesen, als der Bey den Franzosen seine Rechte in einer regelmäßigen Kapitulation j übertragen habe. Eine Eroberung sei erst dann zu Ende geführt, wenn sie mit einem Vertrage abschlösse und erst dann könne dieselbe einem Dritten gegenüber geltend gemacht werden. Italien habe sich jedoch auf keinen Vertrag berufen, es folge vielmehr aus den wiederholten Erklärungen der italienischen Regierung, daß Italien in Massauah einfach die Verwaltung ausübe. Die Capitulationen seien also nicht abgeschafft gewesen, erst die Noten des italienischen Cabinets vom 27. Juli hätten von der Souveränetät Akt genommen. Italien sei folglich nicht im Rechte gewesen, eine gereizte Haltung gegen den französischen Eonsul in Massauah einzunehmen, welcher seine Exequatur von der Pforte hatte und welchen die französische Regierung zurückberief, um einen Streit zu vermeiden. Goblet bemerkt schließlich, daß Italien sich mit Frankreich hätte verständigen müssen, anstatt eine Debatte vor Europa zu erheben. Da aber Italien eine solche vor den Mächten aufgeworfen habe, so werden dieselben anerkennen, daß Frankreich Maßnahmen treffen mußte, wie sie eine Regierung ergreifen muß, die auf Wahrung ihrer Rechte und ihrer Würde bedacht ist. In Oberegypten wie im Suda« witthet noch immer der Bürgerkrieg weiter. Nach einer Meldung aus Kairo vom 28. v. Mts. hätten am 27. v. Mts. um 11 Uhr Abends 500 Derwische einen Angriff auf das Fort Khorrnoussa gemacht, welches eine Besatzung von 200 Mann hatte. Es wurden sofort aus Wadi-Halfa^Verftärkungen unter dem Befehl des Lieutinants Macell gesandt, welcher mit 100 Sudanesen die Derwische heftig angriff. Alle in der Festung befindlichen Derwische, im Ganzen 80 Mann, sowie die außerhalb des Forts befindlichen wurden getödtet. Der Verlust der Egypter beträgt 16 Todte und 27 Verwundete, unter welchen sich auch 2 Officiere befinden. Wie aus der Bundeshauptstadt Washington gemeldet wird, hat die Eom- mission des Repräsentantenhauses für die auswärtigen Angelegenheiten dem Hause in der Fischerei-Angelegenheit mit Eanada eine Vorlage gemacht, welche entsprechend den vom Präsidenten Eleveland in seiner Botschaft gemachten Vorschlägen Repressalien gegen Eanada beantragte. Telegraphische Pepeschen. Wolst's telegr. Eorrespondenz. Bnrearr. Berlin, 31. August. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die letztwilligen Aufzeichnungen Kaiser Wilhelm L, sowie einen Erlaß Sr. Maj. Kaisers Wilhelm II. unter heutigem Datum, welcher besagt: Diese Aufzeichnungen enthalten ein herrliches Zeugniß von der erhabenen Seelengröße und dem edlen und frommen Sinn dieses Monarchen, dessen Kenntniß Ick Meinem Volke nicht vorenthalten will- Ich habe deshalb an dem heutigen, für Mein Haus so bedeutungsvollen Tage beschlossen, einen Auszug davon bekannt zu geben als ein Denkmal zur Ehre des Entschlafenen und als ein Vorbild für Mein Haus und für mein Volk. — Diese vier Auszüge datiren vom 10. April 1857, vom 31. Deceniber 1866 und vom 31. December der Jahre 1871 und 1878 Berlin, 31. August. Heute Nachmittags um 51/* Uhr sand unter den Linden vor der Universität die Uebergabe der Fahnenbänder an die Leibcompagnie des ersten Garde-Regiments, sowie an das zweite und vierte Garde-Regiment und das Garde- Füsilier-Regiment, deren Eommando der Kaiser vor seiner Thronbesteigung geführt hat, statt. Der Kaiser erschien in dem von den Truppen gebildeten Viereck zu Pferde und hielt nach dem Abreiten der Front eine Ansprache, welche etwa Folgendes besagt: Es fei sein Wille, die Truppen, deren Eommando er unter der Regierung seines glorreichen Großvaters erhalten, durch Verleihung von Fahnenbändern besonders zu ehren. „Ihr wäret die einzigen Truppen, die mein Vater als Kaiser gesehen, und wir erinnern uns alle wehrnüthig des Tages, da die Brigade die Ehre hatte, dem Kaiser Friedrich vorgeführt zu werden. Im Andenken daran weihe ich diesen Regimentern die Bänder und hoffe, die Regimenter werden die Ehre ihrer Fahnen hochhalten und zu wahren wissen." Die aus dem Palais des Kaisers Wilhelm gebrachten, mit neuen Bändern versehenen Fahnen wurden hierauf in die Regimenter eingestellt. Der Eommandeur der zweiten Garde-Jnfanterie-Brigade, General von Falkenstein, dankte kurz für die den Truppen erwiesene hohe Ehre, und brachte ein dreimaliges Hurrah auf den allerhöchsten Kriegsherrn aus, worauf die Truppen im Parademarsch an dem Kaiser vorüberdefilirten. Die hohen Gäste des Kaisers wohnten der Feierlichkeit auf dem Balkon des Palais weiland Kaiser Friedrich's bei. Berlin, 31. August. Sämmtliche Musikcorps des Garde-Corps marschirten um 8 Uhr, begleitet von Magnesiumfackeln tragenden Mannschaften, vom Opernplatz nach dem Lustgarten. Die Linden und der Lustgarten waren electrisch beleuchtet. Gegenüber dem Mittelportal des Schlosses war ein Podium für den Armee -INusik- tnipicienten Voigt errichtet. Der Kaiser und seine Gäste erschienen auf dem Schloßbalkon, worauf die Musikcorps 8 Märsche und Ouvertüren spielten. Dann folgte der Zapfenstreich, die Retraite. Abendsegen und zum Schluß ein dreimaliger Tusch unter Trommelwirbeln, worauf die Allerhöchsten Herrschaften sich zurückzogen. Die Musikcorps zogen nun unter dem Zapfenstreich-Marsch ab. Eine immense Menschenmenge bewegte sich auf den Straßen, welche in der Nähe bes Schlosses abgesperrt waren, jedoch herrschte überall musterhafte Ordnung. — Das österreichische Erzherzogspaar ist Abends wieder nach Wien zurückgereist. Berlin, 31. August. Dem Vernehmen nach ist der König von Schweden vom Deutschen Kaiser als Admiral ä la suite der deutschen Marine gestellt worden. Potsdam, 31. August. Bei seiner um 2i/» Uhr vollzogenen Taufe erhielt der jüngste kaiserliche Prinz die Namen Oskar Karl Gustav Adolf. München, 31. August. Nach dem nunmehr veröffentlichten osficiellen Programm für die Reise des Prinzregenten in die Pfalz wird die Reise vom 17. bis 28. September dauern und sich auf den Besuch der meisten Städte der Pfalz erstrecken. ude der Consumvereine ersucht Md, den Entwurf Kgr. (2 N 1 2 1 2 3 1 2 3 (4 (2 (4 (6 (2 (4 (6 1 2 1 2 1 2 Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Wärmegrade der Lahn und der Luft, nach Jceaumur gemessen zwischen 11 und 12 Uhr _ Luft 15 X* “n t-fluS(. 0r°ben Zahl die Personenzüge, die verschwindend Lr ß*npni^anCtaK ben* Nachdem von mehreren Seiten das System Esii^nd^ ^a^^^te - ungeachtet der auch gegen dieses zu erhebenden Einwande - ats das gerechtere bezeichnet worden war, fand schließlich ein Negierung um Eintreten für Abstelluna des »- $«>• >äs R.5SÄ! Vcrsicherungsgestllschasten, welche an dem Schaan Kiha? °-crtretfncn in ihm feuergefährliche Arbeiten, wie bas Kochen vo^ Svrst wr süetafflXl'i”' genommen wurden. Wenn der Gesellschaft hha FiPfn„MTPrUr Buckerfarbung, vor- Prämie anders normiA oder^T*7 eS^pt auf ÄÄ?'' ^rde sie die Auch unsere Handelskre.se werden »an bem ™tanbempfi?bI??9Ä Lagerräume vernichtet, welche ,u den ausgedehnksten^^unseie^RIou^ ° deck,en einen Flächenraum von 25 000 gw Allerd nas ba^ ^ ^f g-hvren, sie he- teSÄSSÄu“ - **»*— tsjas Q, a , Geborene. zu :j.*7u0« i l 20- Dem Schuhmacher Konrad Wißner ein Sobn 22 SWi Gerichtsvollzieher Karl Bühner eine Tochter, Elisabeth 22 Dem August Langer eine Tochter, Frieda Eltsc Paula 23 Dem D-bus eine Tochter, Anna Margarethe Wtlhe?mine 23 D^> Meüae? «ör," Geworbene. .^August: 26. Ein Kind männlichen Geschlechts. 16 Stunden nff schuhmLZ^K^^,?- 28- (SeOra 7 Monate alt, Sohn kon Hand- '^^^szu^M^en^irchenbüchkrn^e^täd^ießen^^^ Evangelische Gemeinde. Getraute. ,®cn„,30- August. Dr. Reinhard Wilhelm Friedrich Ludwia Hermann »nrf. T?cht'e??esLfLnns°Wm Lsthrkch^Äben^"""^ ^ise Henriette Liedrich! Getaufte. Marie,'geboren den°2k' 3®? @d,nElbCT Wmann eine Tochter, Hermine Doroth«i?geboren dnc Margarethe Auguste 9 3uII$)enlClben' $Cm ed)Ioffer daul Lolh ein Sohn, Franz Wilhelm, geboren den ä Ä Ä‘$,L,nbW,,*‘*”0"" ■*”*»■ SM- Beerdigte. Keller, Ä’Ä den'L" August.' btä Saufmannä ßontflb 3°^ den ^August. Klingelmeyer, gewesener Feldschütz, alt 43 Jahre, starb der Brodverkäufer Pfd.) Weißbrod .... 26 « ) ff .....52 w ) Schwarzbrod 1. Sorte 23 " ) Schwarzbrod 1. Sötte 46 „ ) Schwarzbrod 1. S"tte — „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 21 * ) Schwarzbrod 2. Sorte 42 • ) Schwarzbrod 2. Sorte — der Bäcker Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod .... 26 „ (4 Pfd.) Weißbrod .... 52 " (? Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte 23 * P'a ) Schwarzbrod 1. Sötte 46 (2 M.) Schwarzbrod 2. Sorte 21 bei Carl Lenz ..... 20 „ (4 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte 42 bei Carl Lenz ..... 40 11 or Schwarzbrod 2. Sorte bet F. W. Hartmann, K.Haas, L Schneider, I. Lein, L. Keil ...... 63 Gießen, den 2. September 1888. Das Grummetgras von den Wiesen der Pfarrei Wieseck soll nächsten Mittwoch, den S September d. I., Vormittags 10 Uhr, in dem Dorfeld Aschen Garten dahier versteigert werden. Wieseck, am 31. August 1888. Sommerlad, 0989_____________Bürgermeister. Grasversteigerung. Donner-tag, den 6. September L I., soll das Grummetgras von den hiesigen Gemeindewiesen Versteigert werden. Der Anfang ist um 9 Uhr Vormittags bei der Fuß- inühle. Großen-Buseck, am 31. August 1888. Großh. Bürgermeisterei Großen-Buseck. _________Stephan.__6992 Gramm et gras- Versteigerung. Montag, den 3. September, Vormittags von 8 Uhr an, soll das Grummetgras von den hiesigen Gemeindewiesen an Ort und Stelle versteigert werden. Der Anfang ist am Großen-Busecker Weg an der Lehmkaute. Alten-Buseck, am 30. August 1888. Großh. Bürgermeisterei Alten-Bujeck. Krämer. ' 6982 Für frisch geschossene Hasen zahle ich per Stück Mk. 3.20, für Rehe 70 bis 80 Pfg. per Pfund. Wildprethändler Ebel 6994 in Gießen. Schiff-nachrichten Bremen, 31. August. Mr transatlantischen Telegraph.] Der Schnelldampfer Lahn, kTapitän H. Hellmers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 22. August von Bremen und am 23. August von Southampton abgegangen war, ist heute 5 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Zur Haarpflege ! täten empfohlene S-it 20 Jahren von unübertroffener Wirkung ist ba$ staatlich geprüfte und begutachtete von ersten Autori- Haarwaffer v. Retter (München) Bremen, 31. August. Mr transatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer Main, Eapitän H. Bruns, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcder am 15. August von Bremen abgegangen war, ist heute 7 Uhr Morgens wohlbehalten in i Baltimore angekommen d'vb’ Pomade, täglich gebraucht, das Haar bis in's höchste Alter •’*b- Schettel haltend macht, die Kopfhaut von Schuppen c. befreit und dadurch die Thaugkeit derselben erhöht. Z h. um 40 u. 1.10 bei 2» H» Fuhr, Sonnenstraße. Bekanntmachung. Die Lieferung von 20 Centnern Aepsel soll auf dem Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Offerten sind bis zum 15. d. M., Vormittags 12 Uhr, auf unserem Verwaltungsbureau, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, einzureichen. Bedingungen liegen an Wochentagen Nachmittags von 3 bis 6 Uhr auf genanntem Bureau offen. Gießen, den 31. August 1888. Großh. Direction des akademischen Hospitals.________7002 Dbftversteigerung. Mittwoch, den S. September, Nachmittags 3 Uhr, soll die diesjährige Obsternte, bestehend in Birnen und Aepfeln, von den Bäumen am Krofdorferweg, alten Steinbacherweg, Wieseckerweg, Luther- berg 2C. versteigert werden. Zusammenkunft an der Lahnbrücke. Gießen, den 1. September 1888. Großh. Bürgermeisterei Gießen. ________A. Bramm. 7013 Die Grnmmctgras- Vcrstcigcrunq vom 30. und 31. August von den Domanialwiesen ist genehmigt und können die Abfuhrscheine bei Gr. Rentamt Gießen vom 8. d. Mts. an ab» geholt werden. 7014 Gießen, den 1. September 1888. Großh. Oberförsterei Gießen. Block. Attgemeiner Anzeiger. ; Preisermäßigung, Infolge Uebernahme eines großen Waarenlagers bin ich in den Stand ■ gesetzt, einen Posten Buckskin zu außergewöhnlich billigen Preisen abzugeben i und verkaufe ich prima tritt wollene Anzugstoffe, per Meter von 3 an und hochfeine Winter - Nouveaute'S in Kammgarn und englischem Genre, von 5—8 Jt 7012 Julius Klipstein. ____Schneidern und Wiederverkäufer« gewähre Extra-Rabatt. Die neuesten -Bnk.sfiiii.s uni) paletolstoffe sind eingetroffen und halten wir unser Maaßgefchäft bestens empfohlen. Eleganter Schnitt, solide Arbeit, billige Preise. Garantie für gutes Passen. 6987 ^Weyerhoff & Goslar. Mch glaube einem in hiesiger Stadt fühlbar gewordenen Bedürfnisse, hervor- Jj) gerufen durch die Ueberfüllung der unteren Klaffen der höheren Mädchenschule, zu genügen, wenn ich es unternehme, einen UnterrichtskurfuS für schulpflichtige Mädchen einzurichten. Gestützt auf die Erfahrungen, welche ich als Lehrerin an einer Privat- töchterschule erworben habe, kann ich gründlichen Unterricht in allen Fächern zusichern. — Englischer und französischer Unterricht wird gleichfalls ertheilt. Beste Empfehlungen stehen zur Seite. 7008 Anna Stix, für höhere Töchterschulen geprüfte Lehrerin, ______________________Neuen «äue 16 III. Salz-Berkauf. Wir haben den Verkauf unserer Salinen-Producte, nachdem Frau I. G. D. Bapst Wittwe erklärt hat, ihr Geschäft am 15. September aufzugeben, dem Kaufmann Herrn Carl Bieler, wohnhaft auf dem Kreuz zu Gießen, von diesem Tage an für Gießen und Umgegend übertragen. Bad Nauheim, am 31. August 1888. Großh. Salinen- und Perg-Amt Pad Nauheim. ____________________________Jäger.______________________6981 Den Empfang der Neuheiten in Regenmänteln und Iaquetts, sowie in Kleiderstoffen zeigen ergebenst an Meyer hoff' 4* Goslar, 6987 Kirchenplatz 9. Auf nach Kamerun und Sansibar! Einem hochverehrten Publikum von Gießen und Umgegend zur Nachricht, daß ich mit meinem prachtvoll ausgestatteten und mit großer electrischer Beleuchtung versehenen Dampf-Schiff- Caroussel dahier eingetroffen bin und dasselbe vom 2. bis 9. September in Oswald's Garten zur gefälligen Benutzung empfehle. Eine Seereise zu Land kostet für Erwachsene 10 Pfg., für Kinder 3 Pfg. 6985 Hochachtungsvoll __Wittwe Kietzmann. Schweizer Stickereien ohne Apprst in Hunderten von Mustern wieder frisch eingetroffen bei 1521 J. Kaan jun., Kreuzplatz 10. sr Grummetgras- versteigerungen 5i>er Fürstlich Solmsifchen Rentei Lich. Das Grummetgras von den Fürstlichen Wiesen rc. wird versteigert: Montag den 10. September, Vormittags präcis 8 Uhr, von den Wiesen in der Gemarkung Lich, oberhalb der Stadt, zusammen 115 Morgen-- Zusammenkunft an der Saubrücke, nächst der Peinmühle. An demselben Tage, Nachmittags PrüciS 1 Uhr, von den Wiesen unterhalb der Stadt Lich, sowie Thurm- und Bleichgarten und von der großen Teichwiese, Gemarkung Hof Albach, zunächst der Staatsstraße Lich- Gießen, zusammen ca- 20 Morgen. Zusammenkunft im Schloßgarten an der Eisenbahnbrücke. Dienstag den 11. September, Vormittags prüeiS 8 Uhr, von den Fürstlichen Wiesen in den Gemarkungen Mühlsachsen, Ober- und Niedervesfingen, im Ganzen 130 Morgen. Zusammenkunft in Mühlsachsen. Mittwoch den 12. September, Vormittags prücis 9 Uhr, von der Fürstlichen Mönch- und Strauchwaldwiese, GemarkungBurkhardSfelden, zusammen 70 Morgen- Zusammenkunft in der Mönchwiese- Die Ausgeboie geschehen in Abtheilungen von 1 bis 2 Morgen. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini d- I. gestattet. Lsi ch, am 25. August 1888. Fürstlich Solmsische Rentei. Kreiling.6977 von den Kempff'schen Wiesen soll nächsten Mittwoch, den S. September l. I., Vormittags 10 Uhr, in dem Dorseld'schen Garten zu Wieseck versteigert werden. Wieseck, am 31. August 1888. Sommerlad, 6990 Bürgermeister. Iieilgeöolenes. prima Ochsenfleisch (nicht ladenrein), per Pfund 35 Pfg. 7016] Neustadt 48, im Hofe rechts. Bukskins 3000 Abbildungen im Text. .5 CO ca TD ,O "Tn LU V— OS LU co a Q v» c c <3 C o ia •ca x CD CM Q. Q ,o Co N C et .6) N 2 L CT) UJ CD GO 3 von JL 3.— per Meter bis zu den feinsten Qualitäten, Kammgarne u. Paletotstoffe in sebr reichhaltiger Auswahl empfehlen [6735] Gebr. Stamm. Giessener Radfalir-Verein. Sonntag, den 9. September: I. Großes Nadfahrfest aus der neuen Rennbahn in Steins Garten. Pr® gr 1 Uhr: Ausstellung des Corso in Oswald'S Garten. \ IV2 Uhr: Abfahrr des Corso durch die Nordanlage, Wallthor, Mäusburg, i Seltersweg, Südanlage nach dem Festplatze. 3 Uhr: Beginn des Kunst- und Wettfahrens daselbst. 1) Eröffnungsreigen. 2) Solofahren. 3) Jugendquadrille, gefahren von 4 Zöglingen des Nadsahrvereins. j 4) Fahrendes Reck. 5) Unsere Schüler. 6) Kunstfahren des Herrn Schulz aus Niederrad. 7) Jokepquadrille, gefahren von 6 Herren des Radfahrvereins. a m in« 8) Duettsahren von den Herren Hammel und Ruppel. 9) Die Post. 10) Einradfahren des Herrn Schulz aus Niederrad. 11) Gießener Zukunftsbilder. 12) Wettfahren. I. Vereinsfahren: Strecke 6 Runden = 1200 Meter, zwei Preise. II. Jugendsahren: Strecke 5 Runden — 1000 Meter, drei Preise. III Sicherheit - Zweiradsahren: Strecke 6 Runden — 1200 Meter, zwei Preise. IV. Hauptsahren: Strecke 10 Runden = 2000 Meter, zwei Preise. 7 Uhr: Preisvertheilung. Preise der Plätze: I Familienkarten incl. 3 Beikarten . . JL Neservirte Platze. Einzelne Karlen........„ Reservirte Plätze: n im Garten: n 1 — j im Garten: n Familien karten incl. 3 Beikalten . . Einzelne Karten........ 3.- 1.50 2.- An der Kasse: Familienkarten incl. 3 Beikarten . . Einzelne Karten........ Familienkarten incl 3 Beikarten . . Einzelne Karten........ 4.- 2.- 2.50 1.50 JL n Karten im Borverkauf sind zu haben bei den Herren: E. Blödner, Seltersweg, G. Gerhardt, Lindenplatz, D. Heil, Lindenplatz, C. G. Kleinhenn, Kreuz, L. Lind, Kirchenplatz, I. P. Sann, Bismarckstraße. Das Comite. 7015 Gießener Nadfahr-Beretn. Säoimtliähe Fahrer werden heute Samstag Abend 8>/z Uhr nach Stein's Garten gebeten. 7004_______________________Der Vorstand Central-Kranken- und Sterbekasse der Tischler 11. and. gew. Arbeiter. Montag, den 3. September, Abend- 9 Uhr: Mitgliederversammlung in der Restaur. Vramm. Tagesordnung: Rechenschaftsbericht pro 2. Quartal; Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 6914 Der Vorstand. Sonntag den 2. und Montag den 3. September kirrliwHliliisl zu Lolhir. wozu ergebens! einladet L. Schön „Zum Schönhof". Sonntag den 2. und Montag den 3. September: KMweihtet zu Lollar wozu ergebenst einladen 6984 die Wirthe: J. Schön und F, Weinrich. Sonntag, den 2», und Montag, den 3. September: KlrdiweHiteUrossM-lliisMli wozu ergebenst einladet 6996 Heinrich Brück Kühlen Grund". 6975] Seltersweg 81: Logis von vier Zimmern rc. zu oermiethen. Vermischte Anzeigen. 7005 Ein jüngeres Mädchen auf sofort gesu cht.__Grünbergerstraße 42 Weißbindergefelleu und Handlanger gesucht von 7006 With. Seipp, Ludwigstratze 28. Einen bis zwei Gesellen sucht W. Diehl, Schreinermeister, 7010 Kaplansgafse 12. HT Stadt Marburg. -H« Heute Sonntag: 7009 Gänsekegeln. Hennietyungen. 7000 In meinem neuen Hause, verlang. Bismarckstraße, ist der 1. und 2. Stock, je 5 Zimmer mit Zubehör, Wasserleitung und Garten, zu vermiethen. ________Sentzfelder, Bauaufseher. 7001] Familienlogis zu oermiethen. ________B. 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Es wird mehr auf Familienanschluß, als hohen Lohn gerechnet. Näheres durch Frau Hüttenberger, am Kreuz. 6997 Am Montag Abend eine silberne Damenuhr mit Kette in der Bleichftraße verloren. Vor Ankauf wird gewarnt, j Abzugeben gegen hohe Belohnung Bleichstraße 5 I. | 6986 Ein Kellner und zweiter HauSbursche gesucht. _____________Hotel Lenz. Gebackene Fische in der Pulvermühle. 6998 6995] Gesucht auf 1. October d. I. gegen guten Lohn ein fleißiges Zimmer^ Mädchen, das bügeln und etwas nähen kann. Zu erfragen bei Frau Müller, Löwengasse, Gießen. — Auch ^werden Mädchen für Küche u. Hausarbeit gesucht. 6999 Einen tüchtigen zuverlässigen Knecht suchen auf sofort ________ Jean Dern & Eo. 7003 Mehrere tüchtige Metalldreher und Klempner gesucht von Wilh. Nicolai, Coursdericht der Frankfurter Börse. Reichsbank-Disconto 3% 31. August 1888. Franks. 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September 1888 163.50 106 30 83 80 85 60 225 00 47.25 84.30 9740 Dtsconto-Com.-Anthetle Lombarden 4% Ungar. Goldrente 5% Gemischte Russen Oesterr. Credttactien Oesterr. Staatsbabn-Actien 1880 4% Russen Oblig. 4% unif. Egypter Oblig. Tendenz: matt. Redaction: i. V. Hermann Elle. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Die heutige Nummer enthält 2 Blätter und l Beilage.