Nr. SS Freitag den 2. März Gießener Anzeiger Amts- lind Anzeigtblatt für den Kreis Gießen. Dureaur Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. ?^rteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. mm.............. N । " Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hßeil. Betreffend: Änderungen der Wehrpflicht- Gießen, am 16. Febmar 1888. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreise«. W>r beauftragen Sie nachstehende Bekanntmachung des Landwehr-Bezirks-Kommando Gießen alsbald auf ortsübliche Weife zur öffentlichen Kenntniß Dr. Boekmann. Bekanntmachung über das Gesetz, bctrcffcnd Aenderungcn der Wehrpflicht § 1. Die Landwehr wird in zwei Aufgebote elngetheilt. § 2. Die Verpflichtung zum Dienst in der Landwehr ersten Aufgebots ist von fünfjähriger Dauer. Der Eintritt in die Landwehr ersten Aufgebots erfolgt nach abgeleisteter Dienstpflicht im stehenden Heere..... § 3. Die Verpflichtung zum Dienst in der Landwehr zweiten Aufgebots dauert Lis zum 31. März desjenigen Kalenderjahres, in welchem das 39. Lebensjahr vollendet wird. Der Eintritt in die Landwehr zweiten Aufgebots erfolgt: a. nach abgeleisteter Dienstpflicht in der Landwehr ersten Aufgebots; b. für Erfatz-Reservisten, welche geübt haben, nach abgeleisteter Ersatz» Reservepflicht...... § 11. Die der Ersatz-Reserve überwiesenen Personen gehören zu den Mannschaften des Beurlaubtenstandes und sind allen für die letzteren — insbesondere den für Reserve- und Landwehr — gültigen Bestimmungen unterworfen, insoweit nicht besondere Festsetzungen getroffen sind. § 19. Die bisherige Eintheilung in Ersatz-Reserve erster und zweiter Klasse wird aufgehoben. Sämmtliche bisher der zweiten Klaffe zu überweisenden Mannschaften sind fortan dem ersten Aufgebot des Landsturms zuzutheilen. Hierzu bemerkt das Bezirks-Kommando: 1) Die im Jahr 1850 und später geborenen Personen — Unter» osficiere, Mannschaften und untere Militärbeamten — welche nach adgeleisteter gesetzlicher Dienstpflicht im stehenden Heere und m der Landwehr (Flotte und Seewehr) beziehungsweise als geübte Ersatz- Reservisten nach Ablauf der Ersatz-Reserve-Pflicht bereits zum Landstürme entlassen waren, werden hierdurch angewiesen, sich bis spätestens zum 13. März 1888 unter Vorlage ihrer Militär- papiere (Paß und Führungs-Attest) bei dem zuständigen Bezirks- feldwebel behufs erneuter Ausnahme in die Controle anzumelden. Für diejenigen Personen, welche sich außerhalb Deutschlands beziehungsweise auf Seereisen befinden, wird die Meldefrist bis zum 30. September 18 88, beziehungsweise wenn dieselben vor diesem Zeitpunkte nach Deutschland zurückkehren oder bei einem Seemannsamt des Inlandes abgemustert werden, bis 14 Tage nach erfolgter Rückkehr beziehungsweise Abmusterung verlängert. Im Unterlassungsfälle kommen die Strafbestimmungen des §. 67 des Reichs-Militair-Gesetzes zur Anwendung. Diejenigen zur Zeit des Inkrafttretens des Gesetzes bereits dem Landsturm angehörigen Personen, welche nicht unter vorstehende Bestimmungen fallen, treten je nach ihremLebens- alter zum Landsturm ersten beziehungsweise zweiten Aufgebots über. Auf Offiziere, Sanitätsoffiziere und obere Mili- tairbeamten finden vorstehende Bestimmungen gleiche Anwendung ; die bezüglichen Meldungen sind jedoch beim Bezirks-Commando direct anzubringen. 2) Alle gegenwärtig der Reserve und Landwehr angehörigen, i sowie alle zur Disposition der Trupp entheile undder I Ersatz-Behörden entlassenen Mannschasten haben ihren ' Vom 11. Februar 1888. Militair-Paß gelegentlich, jedoch spätestens bis zum 13. März 1888 an den zuständigen Bezirksfeldwebel zwecks Einheftens der neuen Be< stimmungen für die Mannfchaflen des Beurlaubtenstandes persönlich abzugeben oder durch die Post zuzusenden. 3) Die Ersatz.Reservisten ersterClasse gehören fortan zu den Mannschaften des Beurlaubtenstandes. Dieselben werden hierdurch angewiesen, ihren Ersatz-Reserve-Paß beziehungsweise Ersatz-Reserve-Schein dem zuständigen Bezirkifeld- webel gelegentlich, spätestens bis zum 13. März 1888 obzu« liefern; für die abgegebenen Pässe beziehungsweise Scheine werden den Ersatz-Reservisten andere MUitairpapiere (Ersatz-Reserve-Pässej spätestens bis zur Frühjahrs-Controlversammlung diäes Jahres eingehändigt werden. Es wird schon jetzt ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Ersatz-Reservisten als Mannschaften des Beurlaub- tenstandes fortan der Frühjahrs-Controlversammlung jeden Jahres beizuwohnen haben werden. Die bisher der Seewehr zweiter Klaffe angehörigen Mannschaften gehören fortan der Marine-Ersatz-Reserve an und unterliegen dieselben den vorstehenden Bestimmungen. 4) Sämmtliche Mannschaften des Beurlaubtenstandes haben sich baldigst mit den „neuen Bestimmungen für die Mannschaften des Beurlaubtenstandes" genau bekannt zu machen, damit Zuwiderhandlungen gegen dieselben thunlichst vermieden werden. 5) Angehörige der Ersatz-Reserve zweiter Klasse sind nunmehr Angehörige des Landsturmes ersten Aufgebots und dienen die diesen Mannschaften seiner Zeit erteilten Ersatz-Reserve-Scheine Zweiter Classe denselben als Ausweis ihrer Zugehörigkeit zum Landsturm. 6) Aus Landsturmpflichtige finden bereits im Frieden nachstehende Bestimmungen Anwendung: a. Landsturmpflichtige, welche durch ConsulatS-Atteste nachweisen, daß sie in einem außereuropäischen Lande eine ihren Unterhalt sichernde Stellung als Kaufmann, Gewerbetreibender u. s. w. erworben haben, können für die Dauer ihres Aufenthalts außerhalb Europas von der Befolgung des Ausrufs entbunden werden. Bezügliche Gesuche sind an den Civil-Vorsitzenden derjenigen Ersatz-Commission zu richten, in deren Bezirk die Gesuchsteller nach abgeleisteter Dienstpflicht im Heere oder in der Flotte zum Landsturm entlassen beziehungsweise von vornherein (bisher der Ersatz-Reserve zweiter Classe) dem Landsturm überwiesen sind, b. Der Uebertritt aus dem Landsturm ersten Aufgebots in den des zweiten Aufgebots erfolgt mit dem 31. März desjenigen Kalenderjahres, in welchem das 39. Lebensjahr vollendet wird. Die Landfturmpflicht im zweiten Aufgebot erlischt mit dem vollendeten 45. Lebensjahre, ohne daß es dazu einer besonderen Verfügung bedarf. 7) Es wird nochmals ausdrücklich hervorgehoben, daß vorstehende Bestimmungen auf die Mannschaften des Beurlaubtenstandes der Marine und Seewehr zweiter Classe gleiche Anwendung finden. Casp a ry, Oberstlieutenant und Commandeur des Landwehr-Bataillons-Bezirks Gießen. Bekanntmachung. , ÄPomtenbett Sonntag den 4L Marz, Nachmittags 3 Uhr, findet eine Versammlung des landwirthfchaftlichen Local- VereinS «ang-GönS daselbst im Gasthause des Herrn Weil III. statt, in welcher der Unterzeichnete einen Vortrag über Feldbereinigung (Feldwege Anlage rc., Confolidation) halten und dabei das neue Gesetz erklären wird. . Ich ersuche die Herrn Bürgermeister von Lang-Göns und Umgebung, dies auf geeignete Weise mit dem Bemerken zur allgemeinen Kenntniß zu bringen, daß Jedermann freien Zutritt zu dieser Versammlung habe. Gießen, 1. März 1888. Der Director des landwirthschastlichen Bezirksvereins Gießen. Rover. Politische Ueberstcht. Gießen, 1. März. Während die amtlichen Bulletins au» San Remo über da» Befinden des Kronprinzen verhältnißmäßig günstig lauten, sprechen sich private Berichte ernster aus. Dieser anscheinend so auffällige Gegensatz erklärt stch aber, wenn man berücksichtigt, daß die ärztlichen, für die Ocffentlichkeit bestimmten Berichte in ihrer knappen Form über Die Erwähnung äußerlicher Erscheinungen nicht hinausgehen, indeffen man in allen wesentlichen Fragen, um die stch Fürchten uno Hoffen bewegt, auf die Privatberichterstattung angewiesen bleibt. Von dieser stammen denn auch die mehr oter minder besorgnißerregenden Nachrichten der letzten Tage her, wonach namentlich in dem Auswurf des Kronprinzen die aus Krebs hindeutenden Alveolargebiloe oufgefunden sein sollten und wonach sich fetter Prof. Kußmaul sehr pesftmistisch über den allgemeinen Zustand de» hohen Kranken ausgesprochen haben sollte. Inwieweit diese privaten Meldungen der Wahrheit ertsprechen, läßt sich aber von der Ferne aus nicht controltren und somit kann die schwankende und unsichere Berichterstattung aus San Remo nur dazu beitragen, die Besorgniffe des deutschen Volkes um seinen geliebten Kron» Prinzen zu vermehren. — Vros. Kußmaul ist aus San Remo nach Straßburg zuruckgekehrt, nachdem sein Besuch beim Kronprinzen wenigstens das eine beruhigende Resultat ergeben hat, daß sich die Lungen des yohen Herrn in völlig normalem Zustande befinden. Pros. v. Bergmann dagegen verbleibt in Folge erhaltener telegraphischer Anweisung des Kaffers bis auf Weiteres in San Remo. Kaiser Wilhelm verfügt in einer Cabinetsordre an den Kriegsminister Bronsart v. Schellendorff, welche von der tiefen Trauer des greisen Monarchen um seinen dahingeschiedenen Enkel zeugt, daß die Vorgesetzten uno Osficiere aller badischen Truppentheile 9 Tage, die Osficiere des ersten badischen Leib-Grenadter- Regiments Nr. 109 und des ersten Garde-Manen-Regiments in Potsdam, welchen Regimentern der Prinz Ludwig angehört hatte, 14 Tage Trauer anzulegen haben. Im Reichstage wird jetzt, gegen Ende feiner Session, die Beschlußunfähigkeit anscheinend chronisch, dieselbe mußte in der Montags- wie in ter Dienstags-Sitzung constatirt werden und auch in den vorhergegangenen Sitzungen hatte sich das Haus wiederholt beschlußunfähig gezeigt. Am Montag stellte sich die Be'chlußunsähigkeit bei Der zweiten Berathung über den Gesitzentwurs, betr. den Ausschluß der Oeffentlichkeit bei Gerichtsverhandlungen, heraus und am Dienstag war dies der Fall bei der zweiten Lesung der Vorlage über bie Rechtsverhältnisse in den deutschen Schutzgebieten. Das Haus hatte bereits fast sämmt- liche Paragraphen des Entwurfes erledigt, als der Centrums-Abgeordnete Rintelen einen neuen Paragraphen 12), wonach die Bestimmungen des Congo-Ver träges über die religiösen Verhältnisse, resp. die Religionsausübung in den Colonialgebieten, auf die deutschen Schutzgebiete Anwendung finden sollen, beantragte. Abg. Windhorst schlug vor, über Den Antrag seines Fractionsgenoffen zur Tagesordnung Überzugehen, da Die Anwendung der Congo-Acte auf die Schutzgebiete selbstverständlich fei. Der Cenlrumssührer beantragte für seinen Antrag namentliche Abstimmung und diese ergab die abermalige Beschlußunsähigkeit des H«mies. Es sind demnach die zweiten Lesungen der genannten Entwürfe vorläufig resultatlos verlaufen. Für Mittwoch standen die Anträge Munckel, betr. die Zusiändigkkit der Geschworenengerichte, Munckel und Reichensperger, betr. die Wiedereinführung der Berufung, und Hitze/Ackermann, betr. den Befähigungs- Nachweis, wiederum auf der Tagesordnung der Reichstages. Der diplomatische Feldzug zur Entfernung des Coburgers aus Bulgarien geht nur in sehr langsamem Tempo vor sich. Einstweilen ist btr Stand der Angelegenheit dahin zu präciüren, d^ß Frankreich und Dutfch'and den Vorschlag Rußlands, den Fürsten Ferdinand durch den Sultan zum Verlaffen Bulgariens aufforvern zu (affen, energisch unterstützen, während Oeffmetd) Ungarn, England und Italien stch noch ziemlich referckl verhalten. Sp cieö Oesterreich wünscht vor der Entfernung des Coburgers Klarheit Über d e Frage, wie denn das bulgarische Problem nachher weitet behänd It werden j solle und ist Der Meinung, daß, ehe nicht hierüber e ne Verständigung erhielt sei, das von Rußland vorgeschlagene Vorgehen nur neue Schwierigkeiten Hervorrufen würde. Diese Anschauung scheint man nun aber in Berlin und Par^s nicht zu theilen, denn die Botschafter Deutschlands und Frankreich» in Constantinopel sollen den vom russischen Botschafter v. Nelidoff der Pforte übermittelten Vorschlcg Rußlands bei letzterer befürwortet haben, das Weitere würde also zunächst von Der Initiative refi Sultans abhängen und da wird man stch wohl mit Geduld wappnen müssen.' D:e Candidatur des Generals Boulanger bei den jüngsten Ersatzwahlen zur französischen Depuürkenkammer hat tm Ministerium Tirard SU Erwägungen geführt, ob nicht mit Maßregeln gegen den ehrgeizigen General vorzugehen sei. Es wird sogar von der Absicht gesprochen, ihm das Commando seines Aimeccorp» zu nehmen, aber eine derartlge Maßregelung des Generals würde höchst wahrfchrinlich nur dazu beitragen, feine verblüffende Popularität bei der großen Masse wieder aufzufrischen. Außerdem komm: Saulanger der Umstand zu statten, daß er öffentlich gegen die Aufstellung seiner Candidatur prmestirte, obwohl da» nicht ausschließt, daß er heimlich Desto mehr für dieselbe gewirkt hat. Jedenfalls wird die ganze Affaire im Sande verlausen, zumal es sich jetzt herausstellt, daß die Zahl der für Boular.ger abgegebenen Stimmen lange nicht so groß ist, als es zuerst hieß. Zwtscden Frankreich und Italien ist der längst befürchrete Zollkrieg infolge v.s N chizustavdekommens des franiösischüalienisch.n Handelsvertrages ausgebrochen. Das französische Parlament hat einen Gesetzentwurf angenommen, welcher verschiedene italienische Pcoducte mit namhaften Zollerhöhungen ^'legt, was italienischerseits dadurch beantwortet worden ist, daß vom 1. März oer allgemeine Zolltarif auf die aus Frankreich nach Italien eingeführten Prokucle Anwendung findet. Die schon lange im englischen Unterhanse schwebende Frage de» Debatten schlusses hat nunmchr endlich ihre Regelung gefunden. Am D-enetoa nahm bc.fi> Haus den Antrag Smith an, wonach der Debuttenschluß er- solgen soll, wenn die Mehrheit für benfeiben mindestens 100 Stimmen be» trägt. Da bie Conservatioen und bie liberalen Unionisten zusammen gegen» über den Gladstonianern und den Parnelliten über eine Mehrheit von etwa 140 Stimmen verfugen, so wird es mit der namentlich von den irisch- - nationalen Deputaten so meisterlich geübten „Obstruction-polittk", o. h. de Äunß, die Verhandlungen in unendliche Länge zu ziehen, nunmehr bald vor- \ bei [nn. Deutschland. Darmstadt- 27. Februar. Das am 20. Februar ausgegebene Ver* ordnungsblatt für Die evangelische Kirche des Großherzogthums Hessen, Nr. 2 enthält: 1. Bekanntmachung Großh. Ober-Confisioriums, das neue ChoralbuL betreffend. 9 * 2. Ausschreiben. 3. Dienstnachrichten: Zu Psarrverwaltern wurden bestellt: Am 24. Januar: Pfarrverwalter Adolf Loos zu Ober-Lais zam Pfarrverwalter von Homberg a. d. Ohm. Pfarrverwalter S ch o t t zu Homberg a. d. Ohm zum Pfarrverwalter von Rothenberg. Pfarrverwalter Gustav Schöner zu Billertshausen zum Psarr- Verwalter von Ober-Lai». 4. Concurrenzeröffnungen: (ärleaiqt iS bie evang. Pfairstelle zu Armsheim im Dekanat Alzey. , c. nn* Darmstadt, 29. ^edruar. fZweile Kammer der Stände.'! Die Ver- S P,Wildenten Kugler mit der Verlesung eines Antrags h°rbfCth111-Idnru 1 crb“58' Wol; und Genossen, die Aufbesserung der Gehalle der katholiichen Geistlichen eröffnet. q k .^Ä""?ährt die Kammer mit der Berathung des Budgets bei Kap. 59, Tit. 3, r:andwmhschaftucher Unierrlcht, fort. 9 . c Regierung eine Mehrforderung von 6000 JL für eine landwirthschastliche Mittelschule beantragt, welche nach Beschluß des vorigen Landtags an einer der bestehenden Realschulen eritchtel werden soll. . ®lc Abgeordneten Römer und Michel wünschen, daß man diese Schule nach Rheinhessen, Osann und Lautz nach Groß-Umstadt oeilegt. Haas plaidirt für die Berücksichtigung des Kreises Offenbach, wünscht aber, daß die ^cegrerung trete Hand erhält für die am besten geeignet erscheinende Stadt. - n o- Rabenau wünscht, duß dann die Wahl auf eine möglichst kleine Stadt wahn bleibenbaUUt *5d)ülci Dor Luxus und den bedenklichen Folgen desselben uc= Abg. Zöckel empfiehlt Friedberg. :>lach erfolgter Abstimmung erfolgt die einstimmige Annahme der Regierungs- UUt ?cm Großh. Regierung zu ersuchen, bie ökonomische und lech- nische^Leitung der landwirthschastlichen Winterschulen unter Fixirung der jeweiligen i ^bittungen von Gemeinden, Kreisen und Eorporauonen der oberen land- wirthschaftlichen Behörde zu ullterstellen. Tit. 4, Beuräge zur Bestreitung der Ausgaben der Prooinzial-Vereine. Regierung beantragt, hierfür 19,000 x oorzusehen und der Ausschuß empfehlt die Annahme. D zu erhöhen ^abcnau Genossen beantragen, diesen Betrag auf 30,000 ** Kammer beschließt dem Anträge des Ausschusses gemäß und verweist den Antrag^Rabenau an den Ausschuß. ’ - . , Tit. 5, Förderung der Rindviehzucht, werden die beantragten 15,000 ohne Debatte genehmigt. * Für Tit. 6, Pserdezucht, werden 1000 dt mehr für Prämiirung genehmigt. Tit- 7, Bienenzucht. Der Ausschuß beantragt, da er es für angemessen erachte tun den Vereinen eine nicht zu geringfügige Summe als Unterstützung zu gewähren die getorderle Summe von 500 auf 900 jt zu erhöhen, so daß jede Provinz 300 jL erhalte. Die Regierung ist mit dieser Erhöhung nicht einverstanden, gleichwohl hält der Ausschuß an feinem Anträge fest. Nach erfolgter Abstimmung wird der Antrag des Ausschusses auf Erhöhung abgelehnt und die Regierungsforderung angenommen. Ferner wird die Negierung ersucht, über die weiteren 400 jl den Ständen baldigst Vorlage zu machen. ö Tit. 8, Obstbau. Der Ausschuß beantragt hier im Einverständniß mit Großh. Regierung eine erhöhte Dolation dieses für Hessen so wichtigen Betriebszweiges von 6000 X, da m Baden die doppelten Summen Verwendung finden. Dieser Titel ftndet einstimmige Annahme. Ebenso Tit. 9, Genossenschaftswesen, mit 5000 X. TU. 10, Ausführung der Gesetze über die Reblaus und den Coloradokäfer. Die Regierung fordert 10,000 X. Der Ausschuß beantragt eine Herabminderung auf vOOO v4L. , D?s Haus beschließt dem Anträge des Ausschusses gemäß auf 6000 X, mit Der Ermächtigung, daß die von obigem Titel abgesetzten 4000 X auf Tit. 11, land- wtrthschaftliche Versuchsstation, übertragen werden. - T^ Versuchsstation, Tit. 12, Lehrkursus für Geometer und Culturtechniker, Tit. 13, Beitrag des Staates zur Feldbereinigung, Tit. 14, Vorbereitung und Ausstellung umfangreicher Melioralionsprojecte, und Tit. 15 finden ohne Debatte die Genehmigung des Hauses. Es folgt Kap. 60, Landesgestüt. Die in dem früheren Budget abgelehnte Mehrforderung von 700 X für den Landesstallmeister will der Ausschuß nicht beanstanden, dagegen streicht dei selbe 200 X für Erhöhung der Secretariatskosten. Hierbei bringt der Abg. Haas die schlechten Gehalts-Verhältnisse Der Landgestütsbien er zur Sprache und bitter, doch hier etwas aufbessern zu wollen, da ein Mann mit 900 X pro Jahr nicht mehr leben könne. Diesen Ausführungen schließen sich die Abgeordneten Metz, Wasserburg und Osann an. Ministerialrath J aup erwidert, die Eingabe dieser Diener sei zu spät an die Regierung gelangt, welche mit der Aufstellung des Budgets schon fertig war. Sie werde aber nicht ermangeln, diese Gehalts^Erhöhung zu prüfen. Hiernach wird die Summe von 115,739 X bewilligt. Kap. 61, Regulirung von Bächen und nicht schiffbaren Flüssen, desgleichen 62, Handelskammern, sind en ohne Debatte Genehmigung. Bei Kap. 63, Eentralstelle für Gewerbe, bespricht Abg. Vogt die ungenügende Dotirung der Handwerkerschulen auf dem Lande gegenüber denjenigen in den Städten. Er stellt mit den Abgeordneten Lautz und Schröder einen dementsprechenden Antrag, ote Großh. Regierung zu ersuchen, 10,000 X zur wesentlichen Unterstützung der Local- Gewerb-Vereine auf dem Lande zu bewilligen. Das Haus genehmigte hiernach die angeforderte Summe von 45,086 X. ., Bei Kap. 64, Landesbaugewerkschule zu Darmstadt und erweiterte Handwerker- schule, erkennt der Ausschuß das Bedürsniß an und beantragt 55,000 X und beschließt die Kammer demgemäß. Ebenso findet Kap. 65, Maß- und Gewichtskosten einstimmige Annahme. Zu Kap. 66, Fabrik-Inspektor, bringen die Abgeordneten Jö st und Ullrich einen ■rajLcJnL Regierung zu ersuchen, die Eintheilung des Großherzogthums in zwei Distrikte und Anstellung eines zweiten Fabrikinspektors zum besseren Schutze der Arbeiter tn Erwägung zu ziehen. 2Ib0- 3öft beleuchtet in der eingehendsten Weise die Nützlichkeit des Fabrtk- tnspektorS für die Arbeiter und freut sich, daß die Regierung gelegentlich der Samstags-^ Debatte ihren Schutz dem Arbeiter zugesichert hat. „ Abg. Wasserburg schließt sich den Ausführungen an und plaidirt ebenfalls für Vermehrung der Fabrikinspektoren. Staatsminister Finger spricht die Bereitwilligkeit der Regierung in dieser Richtung nochmals aus und begrüßt den Ton, in welchem der Abg. Jöst seinen Antrag begründet hat. DaS Kapitel findet sonach Genehmigung mit 6700 X. t rr r P.crner $7, Bergwesen, Kap. 68, Großh. Landesanstalt, Kap. 69, Dampf- feffelprufungen, werden genehmigt. Morgen Sitzung. Berlin, 29. Februar. Der Kaiser nahm heute Vormittaq mehrere kurze Vorträge, dann einen längeren des Wirklichen Geheimen Raths v. Wil- mowski entgegen und machte am Nachmittag eine Ausfahrt. Berlin, 29. Februar. Der „Reichs-Anzeiger" veröffentlicht folgendes SBulLtn aus San Remo: San Remo, den 29. Februar, Norm ttags 10 Uhr 50 Min. Die Nachtlube Sr. K. und K. Hoheit des Kronprinz« n war anfänglich unterbrochen, fpäter befriedigend. Auswurf etwas reichlicher. — Dem Burderrathe ging ein Entwurf von Vorschriften über Einrichtung und Betrieb von zur Anfertigung von Cigarren bestimmten Anlagen zu. Dieselben enthalten ausschließlich hygienische Maßnahmen zum Schutze der bei der Cigrrrenfabrikation beschäftigten Arbeiter. Italien. San Remo, 28 Februar. Der Kronprinz verbrachte einen ziemlich guten Tag, bUeb aber im Zimmer. Das Athmen ist leicht, der Auswurf unverändert. Florenz, 29. Februar. Nach hier vorliegenden Meldungen soll die Königin von England am 23. Mürz incognito unter dem Namen „Herzogin Kent" bier eintreffln und einen Monat verbleiben. Deutscher Reichstag. 49. Sitzung vom 29. Februar 1888. Der dem Abg. Buderus neulich versagte Urlaub wird heute bewilligt, da derselbe, wie der Präsident mittheilt, Urlaub behufs Verhetrathung nachsucht. (Heiterkeit.) Darauf wird in die zweite Berathung des vom Abg. Munckel eingebrachten Antrags auf Ausdehnung der Schwurgerichte auf politische und Preßvergeben eingetreten. Abg. Munckel: Sein Antrag sei ein Korrelat zu der Forderung der Regierung, die Oeffenllichkett im Gerichtsverfahren zu beschränken. Für Deutschland lägen die Verhältnisse gegenwärtig ebenso wie 1865 für Preußen. In einer Zett, wo Urtheile « la Dürholt gefällt wurden, sei es doppelte Pflicht der Volksvertreter, die alte seit 1848 stets geforderte Ausdehnung der Zuständigkeit der Schwurgerichte energisch zu verlangen. Abg. d. Reinbaben (Rchsp.) meint, daß gerade die Mitglieder der Schwurgerichte, dre mitten im politische^ Leben ständen, sich am wenigsten von dem Einflüsse ihrer politischen Anschauung würden frei machen können. Der gelehrte Richter sei viel eher in der Lage, objectio und ohne Rücksicht auf seine politische Ueberzeugung zu urtheilen. Der Druck von oben sei niemals so groß wie der von unten. Abg. Eule mann (natl.) ist im Princip mit denr Antrag Munckel einverstanden, nur dürfe nicht das Schwurgericht, welches auf die Schuldfrage ja oder nein zu antworten habe, über politische Vergehen entscheiden, sondern das Schöffengericht. Redner wünscht, daß das Schöffengericht überall außer beim Reichsgericht eingeführt werde. Die von dem Antragsteller gerügten Uebelstände seien verschwindend gering, deshalb seien seine politischen Freunde Gegner des Antrags. Abg. Edler v. Gräoe (Pole) erklärt Namens seiner Freunde, daß sie für den Antrag stimmen. Nachdem noch Abgg. Träger für, Dr. Hartmann (cons.) gegen den Antrag gesprochen, zieht Abg. Munckel seinen Antrag zurück. Eine gleiche Erklärung geben die Abgg. Munckel und Dr. Retchensperger auf den folgenden Gegenstand der Tagesordnung, den Antrag auf Wiedereinführung der Berufung ab. Es folgt zweite Berathung der von den Abgg. Ackermann und Genossen sowie von den Abgg. Hitze und Genossen gestellten Anträge auf Einführung des Befähigungsnachweises. Abg. Ackermann (cons.) verweist zur Begründung seines Antrags auf die zahlreichen Petitionen aus Handwerkerkreisen, die zu Gunsten des Befähigungsnachweises eingegangen sind. Abg. Dr. Baumbach (frets.) bekämpft den Antrag, dem man endlich mit offenem Visir entgegentreten müsse. Abg. Biehl (Eentr.) bezeichnet die Berichte der Handelskammern als nicht maßgebend, da ja in den Handelskammern Leute sitzen, die systematisch das Handwerk unterdrücken und aufsaugen. Geh. Rath. Lohmann erwidert, daß in Bezug auf das Bauhandwerk die Erhebungen noch nicht beendet seien und die Resterungen daher hierüber noch keine Beschlüsse hätten fassen können. "Nachdem noch Abg. Duvigneau (natl.) gegen den Antrag gesprochen, wird t)ie Discussion geschlossen. S 14a, welcher für die verschiedenen Handwerkerarten den Besähigungsnachweis fordert, wird in namentlicher Abstimmung mit 115 gegen 114 Stimmen angenommen. Für denselben stimmen die Conseroatioen, das Centrum und ein Theil der Retchspartei. § 14b bestimmt, daß der Bundesrath auch für andere Handwerksarten den Befähigungsnachweis verlangen kann. Der Paragraph wird mit 114 gegen 105 Stimmen angenommen. S 14c setzt fest, daß wo Innungen bestehen, die Prüfung vor der Jnnungs- commission abzulegen ist. Rach kurzer Discussion wird $ 14c in namentlicher Abstimmung mit 114 gegen 110 Stimmen angenommen. Morgen: Fortsetzung der heutigen Berathung, Sonntagsruhe, nichtöffentliche Gerichtsverhandlungen. Telegraphische Depesche«. Löolff's telegr. Berlin, 29. Februar. Abgeordnetenhaus. Der Antrag des Prinzen Arenberg auf Wiederoerteihung von korporationsrechten an die wieder zugelassenen Orden wurde dem Ersuchen des Prinzen Arenberg gemäß von der Tagesordnung abgesetzt, nachdem der Kultusminister v. Goßler erklärt hatte, die Regierung werde eine Novelle einbringen, welche den wieder zugelassenen Orden die Korporationsrechte wiedergeben solle. Das Abgeordnetenhaus erledigte darauf eine Reihe von Petitionen meistens nach den von der Kommission gestellten Anträgen und nahm dabei den Antrag, betreffend die Vorlegung eines Gesetzes, welches das Pensionsgesetz für Die Volksschullehrer auch auf olle Lehrer an den Mittelschulen ausdehnt, an. Der AuNag der Abgeordneten Hitze und Lieber, betreffend die Veröffentlichung von Jahresberichten der Fabrikinspectoren wird nach einer längeren Berathung gemäß dem Anträge der Budgetcommission abgelehnt. Morgen um elf Uhr kommt der Kultusetat zur Berathung. Karlsruhe, 29. Februar. Die feierliche Beisetzung des Prinzen Ludwig Wilhelm fand unter großer Betheitigung der Bevölkerung statt. Nach dem Trauergebet in der Schloßkirche wurde der Sarg in den Leichenwagen gehoben und in feierlichem Zuge, der sich um 12 Uhr unter dem Geläute aller Glocken in Bewegung setzte, nach der Stadtkirche übergcführt. Eine Abtheilung Letbgrenadiere eröffnete den Zug, hieran schlossen sich die Dienerschaft des Verstorbenen, die Kammerherren und Junker; die Generale der badischen Armee trugen vor dem Leichenwagen die Orden des Verstorbenen. Zu Seiten des sechsspännigen Leichenwagens befanden sich Kammerherren und vier Stabsoffiziere, welche das Bahrtuch trugen. Der Großherzog und die übrigen fürstlichen Her« schäften folgten im Wagen. Diesen schlossen sich die Flügeladjutanten des Prinzen, die Oberhof- und die tzofchargen, die Abgesandten der fremden Fürstlichkeiten, die Mitglieder des Staatsministeriums, die Präsidien des Landtags, als Stellvertreter des kommandirenden Generals Generallieutenant von Petersdorff, die Generalität, die Vertreter der Stadt an. Eine Grenadierabtheilung schloß den Zug, bei dessen Eintritt in die Stadtkirche die Orgel spielte. Nach dem Ehoralgesang hielt der Prälat Doll die ! Trauerrede. Die Großherzogin und die fürstlichen Damen wohnten der Trauerfeter | auf der Hoftribüne bei. Nach der Trauerrede wurde der Sarg unter Kanonendonner ; und Gesang in die Gruft versenkt, wo in Anwesenheit der höchsten Herrschaften die i Leiche eingesegnet wurde. Der größte Theil der Geschäfte ist geschlossen , die Balkone | auf dem Trauerwege sind schwarz verhängt, aus dem Marktplatz findet Trauer- ? parade statt. Karlsruhe, 29. Februar^ Prinz Wilhelm von Preußen reift Nachts 1V2 Uhr nach Sau Remo ob. ., Kopenhagen, 29. Februar. Der ehemalige Finanzminister und Generalzoll- Mrektor Gras eponnetf seinerzeit Rathgeber des Königs Georg von Griechenland, ist in der vorigen Nacht gestorben. Paris, 29. Februar. Deputirtenkammer. Bei der Berathung über das Budget des Auswärtigen kommt Marquis von Breteuil auf die durch die Trippelallianz geschaffene Lage zu sprechen, erklärt dem Auslande gegenüber gebe es weder Monarchisten noch Republikaner, und betont die Rothwendigkeit, der Unbeständigkeit des Minffteriums namentlich dem des Krieges und der Marine ein Ende zu setzen-, die Rechte werde niemals Schwierigkeiten schaffen, weil sie stets die Interessen des Vaterlandes höher stellen werde als die der Partei. Dem Kaiser von Rußland müßte Frankreich seine Sympathien bezeugen, ohne jedoch dieselben zu übertreiben. Redner freut sich, daß die Mißverständnisse mit England beseitigt feien; auch gegen Italien habe Frankreich kein Uebelwollen. Redner schließt: Zeigen wir, daß die Ration den Frieden will, aber den Krieg nicht fürchtet; weisen wir jede Idee eines Offensiv-Krieges zurück. — Im weiteren Verlaufe der Sitzung rechtfertigte der Minister des Auswärtigen, Flourens, den Angriffen des Deputirten de la Ferronay gegenüber die bezüglich des Suezkanals und der Reuen Hebriden abgeschloffene Konvention und erklärte, es gebe neben der Suezkanalfrage noch eine von dieser sehr verschiedene egyptische Frage. Frankreich habe das größte Interesse daran, dem Kanal einen internationalen Charakter zu geben, deshalb habe die Regierung die Verwirklichung der Konvention veranlaßt, welcher die Kammer gewiß zustimmen werde. (Zustimmung.) 29« Februar. Das Unterhaus nahm bei der fortgesetzten Berathung der Abänderung der Geschäftsordnung die Anträge der Regierung bis zur zwölften Resolution einschließlich an, iheilweise mit Amendements, welche von der Regierung acceptirt wurden. Dieselben bestimmen, daß der Präsident bet verschleppenden Anträgen von einer namentlichen Abstimmung absehen kann und die zweite Lesung der Antwortadresse aus die Thronrede wegfällt. Die Debatte wurde alsdann bis Dienstag vertagt. — Der parnelltstische Deputirte Hyne wurde heute im Clommel wegen einer aufrührerischen Rede zu^sechs Wocken Gefängniß oerurthetlt. Er legte Berufung ein. London, 29. Februar. Das Unterhaus erledigte die Regierungsanträge der Geschäftsordnung bis zur achten Resolution inclusive und vertagte hierauf die Debatte bis morgen. Newyork, 29. Februar. Das Unionsquaretheater ist niedergebrannt. Durch den Einsturz eines Theiles des brennenden Daches wurden sechs Feuerwehrleute verletzt. L o ik cr i e Gießen, 1. März. Im Monat Februar wurden im hiesigen Schlachtbause geschlachtet: 1466 Stück Vieh und zwar 117 Ochsen, 12 Faselochsen und Kühe, 102 Rinder, 574 Kälber und Hammel, 651 Schweine und 10 Pferde. Hiervon waren 3 Ochsen, 1 Rind, 1 Kuh mit Perlsucht (Tuberkulose) behaftet und für nicht ladenrein eifannt, 1 Schwein mußte durch innere Beschädigung bei dem Transport für nicht genießbar erklärt werden, noch wurde 1 Pferd dem Abdecker, überwiesen. S m ai H J t h Neu - Ulrichstein-, 1. Marz. sMonats-Bcricht der Arbeiter-Kolonie vro Februar 1888.] Ultimo Februar sind in der Kolonie arbeits- resp. stellenlos ins- gesammt 115. Hiervon waren landw. Arbeiter rc. 27, Backer 3, Bergleute 1, Böttcher 1, Brauer 1, Bronceur 1, Buchbinder 2, Cigarrenmacher 1, Konditor 1, Cand. theol. 1, Dachdecker 3, Eisengießer 1, Färber 3, Fleischer 2, Former 4, Gärtner 1, Graveur 1, Heizer 1, Hausbursche 1, Kaufleute 3, Kellner 3, Korbmacher 1, Landwirth 1, Maler 3, Maurer 2, Mühlenbauer 1, Schreiber 3, Schlosser 8, Schmiede 2, Schneider 11, Schuhmacher 8, Steinhauer 1, Stellmacher 1, Tapezierer 1, Tüncher 2, Weber 1, Zimmerleute 4, Tuchmacher 1, Seifensieder 1, Nadler 1. Den Staaten nach kommen auf: Großherzogthum Hessen 34, Nassau 14, Thüringen 4, Bayern 16, Sachsen 9. Von Preußen auf die Provinzen: Brandenburg 3, Hannover 1, Hessen (Cassel) 14, Posen 1, Pommern 1, Westpreußen 3, Rheinland 13, Schleswig 1, Oesterreich 1. Abgegangen sind im Laufe des Monats Februar 31. Davon gingen auf eigenen Wunsch 21, durch die Colonie in Stellung 9, durch eigenes Bemühen 1. Im Ganzen wurden seit Eröffnung der Anstalt ausgenommen 874 Colonisten. Verpflegungstage: 3382, Arbeitstage: 2836, hierunter 90 für fremde Rechnung. + Frankfurt, 29. Februar. Seit mehr denn Jahresfrist werden hier von Zeit zu Zeit Silberdiebstähle mit solcher Geschicklichkeit und verblüffenden Sicherheit ausgeführt, daß allen jenen Leuten, die in der angenehmen Lage sind, über werthvclle Silbersachen zu verfügen, bange zu werden anfängt. Vergeblich fahndet die Polizei nach diesem Silberdieb — man glaubt nämlich bestimmt, daß ein einzelner Mensch die Diebstähle ausführt — vergeblich gebrauchen reiche Leute alle möglichen Vorsichtsmaßregeln — der Silberdieb treibt in kurzen Pausen sein verbrecherisches Handwerk weiter. In der Tagespresse, im Wirthshaus, in Gesellschaften — überall spricht man vom Silberdieb, der mit der Einrichtung jener Häuser, wo er stiehlt und mit den Gepflogenheiten der Bewohner derselben so genau bekannt ist, daß er auch nicht ein einziges Mal fehlgeht, ja nicht einmal einen Schrank oder eine Kommode vergeblich öffnet. Er weiß ganz genau, wo die Leute ihre Silbersachen 'aufbewahren und ohne sich einen Moment zu besinnen, geschweige denn zu suchen, steigt er ein, geht auf den ihm bekannten Behälter zu, nimmt die Silberfachen heraus und entfernt sich ebenso geräuschlos wie er gekommen ist. Diese merkwürdige Wahrnehmung, welche bei der Mehrzahl der verübten Silberdiebstähle gemacht wurde, hat zu der Annahme — und wohl nicht mit Unrecht — geführt, daß der Dieb eine Persönlichkeit aus den fogen. besseren Kreisen ist, welche vermöge ihrer angeblichen socialen Stellung Zutritt zu den Häusern hat, die sie nachher bestiehlt. Im ruhigen geselligen Verkehr macht er seine Beobachtungen und nachdem Wochen, vielleicht Monate fett jenem Besuch verstrichen, macht er dem liebenswürdigen Gastgeber auch einmal feine Visite als Silberdieb. Was Wunder, daß der unheimliche Spitzbube Frankfurt und Umgebung in Athem hält, was Wunder, daß die Polizei mit Argusaugen Alles und Jeden bewacht i Verfloffenen Sonntag nun hieß es plötzlich, die Spuren des Silberdiebes seien in Lohr in Bayern gefunden. Es wurden auch Verhaftungen vorgenommen, leider aber ergab sich, daß die Polizei auf falscher Fährte war und zwei völlig unschuldige, geachtete Männer hiesiger Stadt grundlos hinter Schloß und Riegel verbracht und wie Verbrecher behandelt wurden. Der Silberdieb treibt unterdeß fein Wesen lustig weiter und gerade in dem Moment, als hier die Wogen die Erregung ob des Jrrtbums der Polizeiorgane recht hoch gingen, hat er wieder einen Besuch in der Uhlandstraße abgestattet und für mehrere Hundert Mark Silberfachen gestohlen. Möge es unserer Polizei recht bald gelingen, dieses ungemein raffinirten Gauners habhaft zu werden, damit endlich wieder Ruhe in die Gemüther Derer einziehen kann, die sich glückliche Besitzer kostbarer Silber- facken nennen können. Limburg, 29. Februar. Rother Weizen pro Malters 15.0t), weißer Weizen X 14.80, ÄornJt 10.30, Gerste X 930, Hafer X 6.55, Erbsen X 00.00, Kartoffeln .m O.pn. — Nur wahres Heil beut die Natur! Welch' tiefe Wahrheit birgt dieser Spruch. Für jede der mannigfachen Krankheiten, die uns befallen, hat die gütige Natur ihre Gegenmittel und bietet uns dieselben in ihren unermeßlich werthoollen Mineralheilwassern. Eine solche Schatzquelle von Heilkräften ist u. a. auch das Bad Soden. Durch glückliche Zusammensetzung der bestbewährtesten Wasser dieses Bades ist es gelungen, Pastillen herzustellen, die von intensiver Heilkraft sind und das vorzüglichste Naturheilmittel bilden für erkrankte Lungen, für Hals- und Brustleiden, für Katarrhe des Kehlkopfes, der Verdauungsorgane und bei Unterleibsstörungen. Diese kostbaren Pastillen sind in allen Avotbeken die Schachtel tz 85 H zu haben. 24 Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschsst. Freitag Abend 515 Uhr, Samstag Vormittag 880 Uhr, Samstag Nachackttag 381 Uhr, Samstag Abend 6W Uhr. GberheWt fiiftnbaljtttu. Am 1. März d. I. tritt der Nachtrag V. Zum Gütertarif Frankfurt a. M-—Oberhessen in Kraft. Derselbe enthält unter Anderem Ausnahmetarifsätze für die Beförderung von Steinen des Spezialtarifs HL zwischen Alsfeld und Renzendorf einerseits und Frankfurt a. M. 8t. B, Sachsenhausen, Hanau St. B., Kastel, Höchst a. M. St. B. und Wiesbaden St. B. andererseits. Nähere Auskunft ertheilen die Güter- Expeditionen. 1705 Großherzogliche Direction- Anhesßslhe Eisknbahuerl. Vergebung von Bauurbeiten. Die bei Herstellung eines Abortsgebäudes auf Haltepunkt Schiffenberg erforderlichen Bauarbeiten sollen im Submissionsweg vergeben werden, und sind zu diesem Zweck Voranschlag, Bedingungen und Zeichnungen im Zimmer Nr. 4 des hiesigen Verwaltungsgebäudes zur Einsicht der Interessenten offen gelegt- Die Submissionseröffnung findet Montag den 5. März, Vormittags 10 Uhr, auf dem Bureau des Unterzeichneten statt. Roth, 1704 Großh. Eisenbahnbaumeister. Hotzverfteigerrmg in der Mrstl. Oberförstern Hohensolms am Dienstag, den 6. März er., in den Districten ELchelsberg, Altenbera, GrundwaLd und Annewald. 43 Raummeter Buchen- und Nadel- Prügelholz, 66 Raummeter desgl. Stockholz, 6200 Wellen desgl. Reisholz I. Cl., 3400 „ desgl. „ I. und II. Classe, 2 Stück Kiefern-Bauholz-Stämme. Der Anfang der Versteigerung ist Morgens 10 Uhr im District Gichel-berg zunächst demTeich und wird Mittags gegen 1 Uhr im District Grundwald fortgesetzt. Hohensolms, den 28. Febr. 1888. Fürstliche Oberförsterei. ____________Rietsch. 1689 Zur gefl. Beachtung. Mit dem 13, März beginnt in meiner Arbeitsschule der !!■ Bflgelcursus. Anmeldungen hierzu, sowie Anmeldungen zum Nähen, Sticken, Kneten u. s. w. nehme jeder Zeit entgegen. Lina Moeser, gepr. Lehrerin, 1727 tt Gartenstraße Für Confirmanden oGuaayaoGQQQoaGöOGDGoaoaoaooa300000000 | Sämmtlichc Neuheiten | g in O 8 Damenkleiderstoffen, Regenmänteln, Prome- § 8 nades, Jaquets und Umhängen □ 0 sind eingetroffen und bietet mein Lager eine so reichhaltige Auswahl bei n O billigst berechneten Preisen, daß ich die weitgehendsten Ansprüche zu be- Q S friedigen hoffe. 171g O empfehle Knabenhcmden in allen Qualitäten, von 1.80 M. pr Stück an Mädchenbemden, Röcke. Hosen und Taschentücher in größter Auswahl und billigsten Preisen. E Jos. mark, Schulstraße 5. Von beute an Frankfurter Bock im Zapf. 1693 Restauration Herbert. Steinhauer. Die Steinmetzen von Leipzig stehen mit ihren Meistern in Lohnstreit und bitten alle * ' Steinhauer nicht nach Leipzig zu kommen. Die Annoncen betreffs der Löhne erklären wir als Lockspeise. Franz Kitzing, Kremstr 1688 1692 1593 Nußkohlen I., II alte 100 80, neue 102.20 Telegraphischer CourSbericht der Berliner Börse vom 1. Oesterr. Creditactien Oesterr. Staatsbabn-Actien 86.75 1880 4% Russen Oblig. । 4% unif. Egypter Oblig. 74.80 Tendenz: befestigt. 97.30 103.00 102.50 97.50 104.00 106.90 10160 102.60 106.20 105 00 105.90 9410 114 10 86 70 63.00 95 90 136 60 16.12-16.15 16.11-16.14 20.29-20.34 4.16-4.20 März 1888. 194.00 90.62 77.40 88.90 Sonntag den 4. Mdrs 1888 Abends 8 Uhr präcise: Keilgeöotenes. 1725 Ein Paar schwarze Ehaisen- geschirre, sehr gut erhalten, sind billig zu »erkaufen. Wo? sagt die Expedition d. Bl. Holzverkauf. Donnerstag, den 8. März e., um 1 Uhr werden im Gemeindehause zu Dutenhofen aus dem dortigen Gemeinde- walde versteigert: Eichenstämme: 1 Stck. I. Kl. mit 2,65 und 5 Stck. III. Kl. mit 2,78 fm; Eichenscheit: 1 rm u. Eichenknüppel r 3 rm. Reiser, rm: Eichen 23, Kiefern 100, Gemischte 60, Birken 14, Weiden 22, Dörner 2 rm. Krofdorf, den 29. Februar 1888. 1698 Das Bürgermeisteramt. W/o Solms-Brauns. Oblig. 4°/o Gießener Oblig. 4°/0 Oesterr. Goldrente 4Vs% Oesterr. Silberrente 5% Portugiesen Oblig. Darmst. Bank-Actten Geldsorte«. Bettwaaren. Empfehle zu äußerst billigen Preisen unter Garantie- Doppelt gereinigte B-ttfedern und Daunen, Roßhaare und Jndiafaser, p Bettbarcdent, Daunendrell, Federleinen und Matratzendrelle in allen Preislagen. Herrn. Äug. Müller. Dritter Dilcttanten-Abenö in der großes Aula der Universität. Während der einzelnen Vorträge bleiben die Thüren geschloffen. 20 FrancS-Stücke do. in Vi Engl. Souvereigns Dollars in Gold Heute: 1a* ®alm, Hecht, Zander, Schellfische, Capaunen, Hahnen, t Puten, Enten rc. bei 1721 <1. Kleinhenn. 4% Preußische Consols 3V2o/o do. 4% Nassauer Oblig. 4% Bayerische Oblig. 4% Badische Oblig. 4% Hessische Oblig. 4% Franks. Hypothbk.-Pfandbr. 4% Ungar. Goldrente 75 00 5% Gemischte Russen 41/2°/o Franks. Landwsch. Creditbk.- Oblig. 4°/o Hamb. Hypothbk.-Pfandbr. 372% do. 5% BuderuS Oblig. 139.00 Disconto-Com-Antheile 86.75 Laura-Actien Coursberichl der Iranksurter Börse. Reichsbank-Dtsconta LS. Februar ,»««. Franks.Bank-DIsc°vt° 8% griesfrei, Melirte Gtemkohlen, Hessenbrücker-Hammer- Braunkohlen, Braunkohlen-Bricketts, Kleingemachtes Holz empfiehlt Emil Lotz. Irische Bratbückinge^ sehr schönes und preiswerthes Geflügel, jede Woche 2 größere Sendungen, empfiehlt Carl Sehwaab'* 1711 Delicateffenhandlung. V 1709 3V»o/o do. I Frischt Schellfischt jeden Donnerstag und Freitag zu haben in Car3 Schwa» b’s | 1710 Delicateffenhandlung. 8WK in allen Qualitäten mit Firmendruck empfiehlt zu billigen Preisen Bnihl’sche Druckerei Hamburger 1728 Jisch- u. Delicatessen-Handluna. A. Hoch Aachf. empfiehlt heute und die nächsten Tage eintreffend: leber dfrische holländische u. Helgol. Schellfische und Cavliau, Zander. Hechte, Ostender Seezungen, ächten Rheinsalmcn, grüne Häringe, fr. Seedorsche, Bücklinge, Räucheraale rc. Für Freitag und Samstag: Auswahl in franz, und deutschem Mast- geftügel, nordd. Wildgeftügel. Loose zum Butzbacher Fasseimarkt empfiehlt 1313 Earl Lehrmund, Neuenweg '36. 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Lindenplatz 7. 1729 Ein Stock auf der Bahn gefunden. Abzuh. bei Krausmüüer, Schloßgasse 9. 1706 Ein kleine Familienwohn., 2—3 Zimmer, in der Nähe der Realschule zu mieth^gesucht. Näh, in der Exp. d- Bl. Ein Häusbürfche °°n 16 18 Jahren in ein ColonialwaarkngesÄäft gesucht. Ter- selbe muß gewandt sein und gute Empfehlungen besitzen. 1726 Näheres in der Expedition d- Bl- Tüchtiger, eaution-fähiger Wirth für unseren Brauerei-Ausschank gesucht. 1708_____Cebr. Rohrle« O 2./3.8 Ahr. Conf. Gbl. i.®£ 1682 Derwischte Anzeigen. Eine nachweislich rentable Wirthschaft wird bei einer Anzahlung von zehn- vis zwölftausend Mark für sofort zu kaufen gesucht. Offerten unter A. B. an ote Expedition dieses Blattes. 1724 1696 Gesucht zum 1. Avril eine Wohnung von 4 bis 6 Zimm PHI mit Redenräumen und v t. TT ®arten- Offerten unter X. M. 13 an die Expeditton d- Bl. Ktbartion: 8L ©»eqba. - Trua und «erlag der Brühl'schm Drucke ,^Chr. Pi.tsch) in ------------------------ [Sie heutige Nummer enthält 1 Blatt und 1 Beilage. Beilage zu Jlr. 53 des „Aeßener Anzeiger "enbpro facdtatTditocä Unieer,itä.tcn wurden im Berichtsjahre 1885/86 ! ?c2e^nbc"1 ®otHtnentabud)b&^^^ Wii^erabfaft*iKBt en ^Die de* -"U °-pru,t von denen 72 das Examen überhaupt ! di- Hände einer verhältnißmäßig kleinen Än ahi von b°r Haupt- lbre^ M Probecandida,en stieg von 230 tat Vorjahre aus 327 | bringen, die seitherige Organisation des deutschen Buchhandels mekh?6b ei? J“ umme ioä) Äthatm hpl’b-A*““ ZOProcent. Man kann gegenwärtig I*!a™i6*ad>e, nicht zu unterschätzende Vortheile gewährt^ zu vern^che$n und UMum ^maeaenüb^ ».n? E 6D-,6,eJcn Schulamts ohne remuncrirte Stellung d e Bestimmung der Bücherpretse jenen »Großkaufleuten" zu übÄösb,', ^ ^'-ßlich ÄÄ1 i(,d' ^r Abgang an akademisch gebildeten Lehrern, nicht mehr gehindert werden konnten, sie nad> 6rem ($meffen n' hn/r,™eI$c bann ' °urch -rod, Pension,rung, Berufungen ins Ausland ec„ auf 159 Nimm hoher anzusehen. ' ^rmcfsen niederer oder auch im letzten Jahre; höher anzusetzen. auch ff ff 1443 für 1 JL 20 H bei 1586 C. Roth II. 592 12 12 A. 93 125 33 1850 3400 20 203 61 14 21 «Jh Äen^nÜpfe( (73 Rm. Uno 3 Mtr. lang), Rm. Eichen-Stöcke, EicheN'Wellen, Nadel- „ Nm. Nadel-Scheit, Holz-Versteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den s. Mär, 1888, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in dem District Hangelstein nachverzeichnetes Hol; versteigert werden: Wilhelm Attlg 9 Seltersweg 9. Gießen, den 28. Februar 1888. Großh. Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 1651 Holz-Versteigerung. Freitag, den 2. Mär» d. ftPtaPrf."1 ^leri9em Gemeindewald ver' pvlytri . Gherhesßsche Eisenbahne«. Mit Wirksamkeit vom 1. k. M. wird die Station Schaiding der Bayerischen Staatsbahn mit direkten Frachtsätzen in den Oberhessisch-Bayerischen Güterverkehr einbezogen. Gießen, den 23. Februar 1888. 1691 Großherzogliche Direction. Bau-, Werk- und Nutzholz. Eichenstämme mit 32,10 Festm., darunter Schnittholz bis zu 54 cm Durchmesser, Fichtenstangen mit 10,69 Festm., Eichenstämme mit 5,11 Festm., Nadelstämme mit 1,11 Festm. anneymen. \cni9e0£_nubei stellt sich der Abgang an akademisch aebildeten Lebrern ?Ä'©SlÄTXS'bS“"8 alS °rb£ntl,d,e &brct °b°r auch nur als Buchen Eichen Radel Buchen Eichen Nadel Die Zilsammenkunft Nouveaute’s in Kleiderstoffen, Damen- und Kinder-Mänteln in reicher Auswahl eingetroffen bei Univerfitäts-Chronik. , ro.tben, ba e§ in feinen Gonfenuenu 6ßQ Universitäten wurden im Berichtsjahre 1885/86 bestehenden Sortimentsbuchhandlungi neu 0fprütt' von denen 72 das Examen überhaupt 1 fad)e in bi- nidji bestanden. D,e Zahl der Probecandidaten fti™ nnn 9.Qfl im fllnftrthro Auf Q97 Allgemeiner Anzeiger. Gwße Mobiliar-Versteigerung in Bad-Nauheim. hpn der Villa Reich, Bahnhofsallee Nr. 414, dahier wird Dienstag aK.tt‘roo^. bcn 7- März l. I., jedesmal um 8'/, Uhr Vor- mlltags begrünend, sämmtüches Mobiliar -c öffentlich meistbietend versteigert. kommen hauptsächlich zum Verkauf: J. Ä.ort!£loben' 9 Waschkommoden mit Marmorplatten qir 4 Dutzend Rohr- und 2 Dutzend gepolsterte Stuhle ^0 vEcindrge Betten, 4 Spiegelschränke, 20 Nachttische mit Marmorplatten,' InÄ Ä“e' re^3CU^' 30 verschiedene Steppdecken und Colter, ^ 9el, Büder, Glas, Porzellan, Messer und Gabeln und Gartenmöbel, sowie noch verschiedene sonstige Haus- und Küchengeräthschaften 1641 Bad-Nauheim, den 27. Februar 1888. Großherzogliches Ortsgericht Bad-Nauheim. ______________ Wörner. Vermischte-, dürste oeroto ^dsau-Jagd innerhalb der Grenzen unserer Stadt unkm ätmnAtlr 0er veröffentlichenden Gegenständen gehören. (Siner ünb bempr^ Sm S L -Urv56en von seinem Wächterdtenste nach Hause zuruck er fnh tSJ? beim Betreten seines Hofes m einer Ecke einen schwarzen Gegenstand- 9,;na^eir Ä^r"Uetzt zurück, denn es war, soviel sich im Zwielicht erkennen pS;/^e2etb^ttf.9e Wildsau. Er concentrirte sich 'schleunigst ft ^^^leute welche, bewaffnet mit Knütteln und Mistgabeln, dem Ungetbüm ,.vlcr zu 1.elbe ruckten. Als die bewaffnete Schaar sich nahte, bewegte sich das ^^^er mrd schleunigst nahmen die Angreifer Reißaus hinter ihnen aber ertönte end)a'Ä‘Cmne8 ” ~ ~ °°» °us bemBSt2: Leipzig. Der Vorstand be5 Börsen Vereins der Deutschen Sudbhänbler ,rit.6 S?fer^TSntalflie’fetaSü^r"1™*“"0' 'DCt‘6e QUd) fÜr einEn großen Theit unserer SV» nnthmpn^in Vf0 bemessen^datz die für einen ausreichenden Vertrieb ihrer Verlagswerke ^„.^^^^b^vzahl von ^ortlmentsbuchhandlungen existiren kann, und es bedarf wobl C Ser deren Versicherung, daß die Verleger den Sortimentern schon deßhalb mki/p hohen Durchschnittsrabatt gewähren, weil dies durchaus gegen ihr Interesse ^ b-., der Thal fft der Gewinn, welchen die ^ortimentsbuchhändler erzielen ein fpCm ^"bcvollen und kostspieligen Vertrieb der neuen Erscheinunaen' des 'ÄSS ÄfiK;>» «ÄÄÄ'ffi nr- .nSeit Jahren haben nun aber einzelne Sortimentsbuchhandlungen dasGesckäfts- ?-Är angenommen, bet be,anders begehrten und Erfolg versprechenden Büchern einen Tbe l des °on dm Verlegern gewährten Rabatts in ber $orm D?n ?n ^as Publikum abzugeben und den ihnen dabei entgehenden Gewinn dadurch SLCXCr, ba§ fie efnerfeit§ anberen Sortimentern einen Theil ihres A?- I Mübe nn^bbn, °nberersetts sich bes Verttiebs zahlreicher nur mit Aufwendung größerer Muhe und Kosten abzusetzender Verlagswerke enthalten. 0 b , c ~ t Princip ist seitens der oeulschen Verleger längst als ein die ^ntereivn I ^Buchhandels, der Schriftsteller und des^Publikums gleicherweise schädigendes erkannt I .ist unweit des Steinbruchs an der Straße Gießen- Daubringen. Fft. Kirschliqueur, | Kneiplokal, per Schoppen 25 X 1636 : schönes großes, abzugeben. oHertrt S. Elsoffer. , Näheres in der Exped. d. Bl. 1286 Nächsten Donnerstag, ben 8- März 13., soll inflb'em hiess Markwald nachfolgende« Werkholz zur Versteigerung kommen: 33 Erlenstämme von 21—47 cm Durchmesser und 5—14 Meter Länge. Anfang der Versteigerung präcis 9 Uhr am Berstädter Waldschlaq Berstadt, den 28. Februar 1888 1680 Wolff, Bürgermeister. 5 Pfd. prima weiße Kernseife Eingesandt. _. .. „ , , Gießen, 1. März 1888. Ein mngst erschienener Artikel im „Gießener Ameiaer" »fi,r st, 3 , i «»Äh» Erne bekannte Persönlichkeit hat einmal im Reickstaa ftHrirf Sonntag ein Drittel der Postbeamten dienstfrei seien SanLSJcbcnT Landbrtefträger offenbar ausgeschlossen ^ene Erklär,ina n^iÄ^^vhlthat und unsere wenn man bedenkt, daß es Katelorien °°n Beamten g?^ ^th, hindurch ihre Sonntagsruhe genießen. Scheiben biefe bei b r 3ie4nuna '6r ■ «». »«'Sm® «,”S SÄIJ’ÄJ*““ Ml d»> ÄÄ* BÄ SÄiS*'" *'“«»»» **« 11-12% Üb""“18' St°d«bestellung von V,6-9«/. Uhr, bann Bahnhvfbienst von 12V, utrroofble^anffUrttrftra8C ""'Bahnhöfen von '/-6-gUhr unb von 11 bis bpr Die Beschlüsse der Frankfurter Versammlung bezwecken demgemäß hi? mnflAr+ d°ß S ‘U? nurübeVante3ummBUi^“^ref?J obne68ra56tF§f”' beziehen, sondern auch jedes Buch kostenlos zur Einstchl erhalten kaum Sra4lfau§Ia8cn Für möglichste Billigkeit der Bücher sorgt hinreichend hi? (Xntir..«-,« < m leger untereinander, welche durch die Frankfurter Beschlüsse -§oncurrenz der Ver- ist. Dieielbe wird den einzelnen Verle^r auch Mr dKtae nnfh ta,n des Publikums nach billigen Bücherpreisen^Ioweit als mÄ9 "'?1"1 Verlangen und tasbesondere keine Ladenpreife zu bestimmen bei welch^v^ e?ta^^n,ukommen käs« «■”«-.®—«w»ä Äastj« "bidfcn h« ^kn Sabenpreik einzuhasteu und nur in befonbiren RäOen einen ms6l8ern fcft= bewilligen S'-dt oder Provinz be'chlvsfenen glelchmäßlgm finh 8 sm* Ä,napPCl <69 Rtaj Uno 3 Mtr. lang), Rm. Nadel-Stöcke, Eichen -Slämme mit 2,27 ftzm., Nadel- „ 4 u ■4.3 Eichen-Derbstangenm. 1,83 41 Radel- „ 269 1 o^ta3u'aTnenfunft istVormsttag« 10 de, der neuen Sandkaute. Großen-Linden am 27. Febr. 1888. ®r. Bürgermeisterei Großen-Linden. Leun. 1631 B. Brennholz. Scheith. Knüppelh Stockh. Reish. jtmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen 58 114 35 2050 18 35 22 750 — — — 150 52 58 14 1475 10 16 2 750 — — — 60 und alle sonstigen । Drogerie-Waaren. 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M. werden alle Diejenigen, welche zur Hebung freiwilliger Krankenpflege bereit sind — Damen wie Herren — auf Samstag den 3. Mär; l. I., Abends 6 Uhr, zu einer Besprechung in die große Aula des Nniversitätsgebäude» eingeladen. Die Herren Professoren Dr. Bose und Dr. Riegel werden die Güte haben, dabei nähere Mittheilungen über die zu stellenden Anforderungen und Zeit und Ort des Unterrichts zu machen. Gießen, den 28. Februar 1888. Der Vorstand des Hülssvereins. Dr. Stammler. 1307 Eine Wohnung im mittleren Stock, bestehend aus 6 Zimmern mit großem Balkon, nebst allem Zubehör und Quellwasserleitung in Küche und Waschküche, ist vom 1. Juli an zu vermiethen- Zu erfragen Ost-Anlage, Ecke der __________________Wiesenstraße 2 in. 568 Ein elegant möbl. Wohn- und Schlafzimmer.__Seltersweg 31. 652- Der 2. Stock, 5 Zimmer und Zubehör, alsbald zu vermietpen. __________________________Lahnstraße 5. 667] Südanlage 11 der dritte Swck vom 1. April ab zu verm. Naumann. 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Vielseitigkeit und persönliche Ueber- wachung des Principals, in dessen Familie auf Wunsch gegen geringe Vergütung Unterkunft gewahrt wird, sichern den Erfolg- Portofreie Anfragen sind erbeten unter H. C. 177 an G. L. Daube & Co., Frankfurt a. M. 1687 Ich suche für April einen Lehrlina. —03 ^Emtl Ptstor, Eisenhandlung. 1697 Ein schwarzer Dachshund zuge- laufen- Abzuh. b Emtl Schmidt, Metzger- 1718 Ein junger HauSbursche gesucht- Wo? sagt die Exped. d- Bl- Wirthschafts-Uebernahme und Empfehlung. Einem hiesig und auswärtigen Publikum die ergebene Nachricht, daß ich die hiefige Wirthschaft des Herrn Külbach, Licherstraste 9, übernommen habe und unter dem Namen: „Zu den drei Hasen" weiterführen werde. Ich empfehle ein vorzügliches Glas Frankfurter Bier, sowie einen guten Mittagstiich zu 50 Restauration ä la carte zu jeder Tageszeit. Ich lade zu zahlreichem Besuche ergebenst ein. 1561 Eh. Schneider. GeselligkeitS Verem Gleiberg. Ausserordentliche Generalversammlung am Mittwocb den 7. März, Nachmittags 3 Uhr, im Hotel Wictoria zu Glessen. Tagesordnung- Mittheilungen über allgemeine Gesellschaftsangelegenheiten, Wahl des Vorstandes nach §. 11 der neuen Statuten, Ernennung von Ehrenmitgliedern. 1625 Der Vorstand. 1690 Ein altes solides Bielefelder LeinenhauS sucht Vertreter. Damen i oder Herren zum Verkauf seiner 1 Fabrikate an Private, Hotels, für j ganze Aussteuern, Lieferungen u. s- w. ] Gefällige Offerten nebst Referenzen j werden erbeten durch die Annoncen- \ Expedition von Rudolf Moste, Cöln, ? unter L. 6567. \ 1675 Ein Laufmüdchen gesucht. _________________________Wiesenftraße 4. < 1707 Ein möbl. Zimmer zu miethen \ gesucht. Off- unter 100 an die Exped- d. Bl- - 1719] Logis, 3 Zimmer mit Zubehör, ’ in 2—3 Monaten gesucht. Off- unt. X 100 an die Exp- d. Bl- erb. > 1702 Ein junger Schmiedegese'le gesucht- i Nachzufragen in der Exped. d. Bl. 1178 Ein tüchtiges freundliches Hausmädchen wird auf Ostern zu miethen gesucht. ___Arankfurterstratze 45. > Zu baldigstem Eintritte suche ich für ■ meine Verlagsbuchhandlung tinen Lehrling mit töchtigen Schulkenntnissen. : Gießen, Marburgerstraße 2u. j Emil Roth. > 1308 Ein junger Kaufmann sucht per 1. April oder später Stelle als Comptorist. Beste Zeugnisse stehen zu Diensten. Gefl. Offerten unter A. B. C. an die Exped d. Bl- Reisender-Gesuch. Für eine Liqueurfabrik wird per sofort oder später ein tüchtiger junger Mann als Reisender gesucht. Solche, welche in gleicher Branche Oberhessen und Hessen-Nassau mit Erfolg bereist, erhalten den Vorzug 1445 Offerten unter Z. an die Exped. d. Bl. 291 Eine hiesige Cigarrenfabrik . sucht zu Ostern einen Lehrling = mit guten Schulkenntnissen. Näheres in der Exped. d. Bl- 1534 Einen Lehrling mit guten Schulkenntnissen nach Ostern suchen __Echternach & Haustein. «“ Gesucht zwei Lchneidergesellen. Von wem? sagt die Exped- d. Bl. 1 1664 Eine gesunde kräftige Amme gesucht- Meldungen unter P. 28 post- lagernd Siegen- ___________________ 1678 Ein junges Mädchen für ein hiesiges Geschäft gesucht, woselbst es Gelegenheit hat, die Buchführung zu erlernen. Off eub A. B. 100 an die Exped. d- Bl. 1644 Einen Jungen sucht in die Lehre I. Benner, Schuhmacher, Rittergasse 16. DEUTSCHE K0ßEL-TRÄMSP.-6ESELLSCIUI Ph. Müller Giessen WW WH übernimmt Umzüge per Bahn und zu Land, sowie das Verpacken von Glas- Porzellan rc unter Garantie ohne Um- ladung. ______________ 414 Zk Ein Wort an Alle, welche Aranzöstfch, Englisch, Jtalie« nifch. Spanisch oder Russisch wirklich sprechen lernen wollen. Gratis u. franco zu beziehen durch di Rosenihnl'sche Verlagshandlung ________in Leipzig. Fahrplan. Abfahrt von Gießen nach: Frankfurt 2", 4^. 5"*, 6“, 8«* IW 150, 442, 76»# ftOb. Lollar 1« (Localzug). 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