Nr. 286* Erstes Blatt. Donnerstag den 1. November 1888. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. vnreanr Schulstraße 7. Geeint täglich mit Ausnahme des Montag«.- - Ureis 2!20 *)urd) die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Die diesjährigen Herbst-Control-Versammlungen werden im Kreise Gießen wie folgt abgehalten werden: 2) C a Spary, Oberstlieutenant z. D. und Kommandeur des Landwehr-Bataillons-Bezirks Gießen. de» Conferenz-Bezirks Grünberg: Mittwoch den 7. November, Vormittags 10 Uhr, in Grünberg. - Lieder: 16. 130. Gießen, den 1. November 1888. Büchner, Schulrath. Hierher gehören die Orte: Bellersheim, Bettenhausen, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Muschenheim mit Hof Güll, Nonnenroth, Obbornhofen, Rabertshausen mit Ringelhausen, Rodheim mit Hof Graß, Röthges, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Villingen. Zu Lich am 10. November 1888, Nachmittags 3 Uhr am Bahnhofe. Hierher gehören die Orte: Albach, Mendorf a. b. Lahn, Birklar, Dorf- Gill , Eberstadt mit Arnsburg, Ettingshausen, Garbenteich, Großen-Linden, Grüningen, Hausen, Holzheim, Lang-Göns, Lechgestern, Lich mit Albacher- Hof, Kolnhausen und Michlsachsen, Münster, Nieder-Bessingen, Ober-Bes- singen, Ober-Hörgern, Steinbach, Watzenborn mit Steinberg. I» Im Bezirke der I. Compagnie (Gießen). 1) Zu Gießen am 3. November 1888 Vormittags im Oswald'schen Garten und zwar: um 8 Uhr für sämmtliche Reservisten der Infanterie, um 9 Uhr für sämmtliche zur Disposition der Truppentheile und der Ersatz- Behörden entlassenen Mannschaften aller Waffen, sowie sämmtliche Reservisten der übrigen Waffen und die am Schluffe näher bezeichneten Wehrleute. Hierher gehören die Orte: Annerod, Burkhardsfelden, Gießen (mit Schiffenberg und Herrnwald), Heuchelheim, Klein-Linden und Oppenrod. 2) Zu Lollar am 5. November 1888, Vormittags 9 Uhr neben dem neuen Bahnhofsgebäude. Hierher gehören die Orte: Mendorf a. d. Lda., Alten-Buseck, Bersrod, Beuern, Climbach, Daubringen (mit Heibertshausen), Großen - Buseck, Lollar, Mainzlar, Rödgen, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Friedelbausen, Treis a. d. Lda., Trohe und Wieseck. 3) Zu Grünberg am 5. November 1888, Vormittags 12 Uhr 30 Mnuten an dem Bahnhofe. Hierher gehören die Orte: Mertshausen, Beltershain, Gellshausen, Göbelnrod, Grünberg (mit der Dickelsmühle, Neumühle, Stadtmühle, Stein- mühle, Obere und Untere Ziegelhütte, Latzmühle), Hattenrod, Harbach mit der Kolbenmühle und Sommermühle, Keffelbach mit der Rabenau'schen Papiermühle, Lauter mit der Arztmühle, Bingmühle, Georgenhammer, Strellesmühle und Walkmühle, Lindenstruth, Londorf mit der Burg Rabenau, Burgmühle, Schmidtmühle, Reitzenmühle und Ziegelhütte, Lumda (Groß- und Klein-), Odenhausen mit Appenbörnerhof, Queckborn, Rein- hardshain, Reiskirchen, Rüddingshausen, Saasen mit Bollnbach, Veitsberg und Wirberg, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain, Weitershain mit dem Hainer-Hof, Winnerod. II. Im Bezirke -er II. Compagnie (Lich). 1) Zu Hungen am 10. November 1888, Vormittags 9 Uhr 30 Minuten am Friedhöfe. Es haben aus den genannten Orten zur bestimmten Stunde sämmtliche im betreffenden Bezirke wohnenden Offiziere und Mannschaften des Beurlaubtenstandes aller Waffen des Deutschen Reichs zu erscheinen, welche zur Reserve gehören, zur DiSpofition der Truppentheile beurlaubt oder zur DiSpofition der Ersatz-Behörden entlassen find, sowie diejenigen der Landwehr I. Aufgebots angehörigen Mannschaften, welchen eine besondere Ordre zur Gestellung bei der Herbst-Control-Versammlung vom Bezirksfeldwebel zugegangen ist. Die Ersatz-Reservisten haben bei der Herbst-Control-Versammlung nicht zu erscheinen. Dispensationen können nur in ganz dringenden Fällen eintreten und müssen darauf bezügliche Gesuche, welche von den betressendeu B^gerweistereien beglaubigt sein müssen, spätesten- 8 Tage vor den betreffenden Control-Versammlungen auf dem Dienstwege eingereicht werden. Die ohne Entschuldigung fehlenden Mannschaften haben sich der gesetzlichen Strafe zu gewärtigen. Es wird noch bemerkt, daß die Leute mit Mllitär-Paß und Führungs- Attest versehen in bürgerlicher Kleidung zu erscheinen haben, und vor dem Beginn der Control-Versammlung Schirme, Stöcke, Pfeifen rc. fortzulegen sind. Schließlich wird noch ganz besonders darauf hingewiesen, daß sämmtliche an der Control-Versammlung theilnehmenden Mannschaften für den ganzen Tag, an welchem die Control-Versammlung stattfindet, zum activen Heere gehören und den Militärgesetzen unterworfen sind. Deutschland. Darmstadt, 30. October. Seine Königliche Hoheit der Großherzog werden anstatt Mittwoch, 31. October, am Donnerstag, 1. November. Vormittags nach halb 10 Uhr im Neuen Palais Audienzen erthetlen und Meldungen entgegennehmen. Am Samstag, 3. November, findet kein Empfang statt. Berlin, 29. October. In Sachen der Personentarife der preußischen StaatS- eisenbahnen gibt heute die „Nordd. Allg. Ztg." folgende Auslassung des „Berl. Aktionär" ohne jeden Zusatz wieder: „Die Presse behandelt in der letzten Zeit mehrfach die Per- sonentartfe Der deutschen Bahnen und stellt heute diese, morgen jene Reformen in mehr oder minder sichere Aussicht, je nachdem die Verfasser aller Weisheit Inbegriff gefunden zu haben glauben. Die Etsenbahnverwaltung steht allen diesen Erörterungen, wie wir versichern können, vollkommen fern und leider haben sich aus denselben auch bisher noch keinerlei Motive entnehmen lassen, welche einem Wechsel in den Grundsätzen das Wort reden, die dem gegenwärtigen Tartfsystem zu Grunde liegen. Wohl aber hat sich auch den anscheinend ausführbaren Vorschlägen noch regelmäßig ein Berg von Bedenken entgegen gethürmt, die entschieden widerrathen, den Vorschlägen näher zu treten. Von den bekannten Gedankenspähnen des Dr. Eduard Engel, die das Entzücken geistreicher Feuilletonisten bilden mögen, erfahrenen Fachmännern aber die Ruhe des Urthetls auch nicht einen Augenblick beeinträchtigen, ganz abgesehen, gilt dies namentlich von den Vorschlägen, Kilometerbillets, Eisenbahnmarken und dergleichen schöne Dinge etnzuführen; die preußische Staatsbahn-Verwaltung denkt gar nicht daran. Wohl aber beschäftigt sich die preußische Etsenbahnverwaltung mit dem Gedanken, die Verbindung unserer Arbelterbevölkerung zwischen den Wohnsitzen derselben und den Zentren des Arbeitsangebotes wesentlich zu erleichtern und zu fördern. — Fast ununterbrochen folgen sich die bedenklichen Nachrichten aus Ostafrtka. Nach Bagomoyo mußte vom Commanoanten des deutschen Geschwaders eine Garnison von Marinetruppen verlegt werden, weil dort allnächtlich Kämpfe stattfinden. — Die Boten, welche die deutsche Gesellschaft zu den Ansiedlern nach Mowapwa entsandte, sind an der Küste ermordet worden. Endlich sollen auch zwischen den Italienern und den Eingeborenen, dem Tamali -Stamme, Kämpfe stattgefunden haben und zwar bet Ktsmayu. fcrtantftsti a. M., 30. October. Aus Berlin kommt die Meldung, daß der Afrikareisende Wtßmann als Premterlteutenant mit Patent im 2. Garde-Regiment wieder angestellt ist. Die Bethetltgung Wtßmann's an der Emin-Pascha-Expedttion wird da durch lehr in Frage gestellt, da es ungewiß ist, ob derselbe den dazu nöthigen Urlaub erhalten wird. Straßburg, 30. October. Das Deutschthum in den Reichslanden kann einen neuen erfreulichen Sieg verzeichnen. Bet der Wahl eines Abgeordneten zum lothringischen Bezirkstag für den Bezirk St. Avold wurde der Candtdat der Altdeutschen, Notar Wolff in St. Avold, mit 1100 Stimmen zum Deputaten gewähltj; der bisherige einheimische Vertreter des Bezirks, Holzhändler Riß in St. Avold, blieb mit 850 Stimmen in der Minderheit. Frankreich. — Bei dem am Montag in Parts stattgefundenen amerikanisch - französischen Banket (Jahrestag der Einweihung der Freihettsstatue in New Aork) hielt Goblet eine sehr friedliche Rede. Der Minister führte hierbei aus, daß Frankreich, welches auf den Ruhm der Eroberungen verzichtete, nur Frieden wolle und dessen bedürfe, um das Werk der Verbesserung des Looses seiner Bevölkerung zu vollenden. Für die Aufrichtigkeit Frankreichs bürgten die großartigen Vorbereitungen zum großen friedlichen Wettstreite in der französischen Hauptstadt, zu welchem alle Völker eingeladen seien. Telegraphisch« Aepeschen. 89*11!’# tcUgr. «orresporrderr,. Bureau. FriedrichSruh, 30. October. Der Kaiser ist Punkt 3 Uhr nach Berlin abgereist. Er führte die Fürstin Bismarck beim Heraustrtten aus der Schloßpforte am Arm. Brausende Hurrahs empfingen ihn, Kinder überreichten ihm Blumen. Der Kaiser küßte der Fürstin beim Abschied die Hand, schüttelte dem sich tief verneigenden Fürsten wiederholt herzlichst die Hand und verneigte sich grüßend nach allen Seiten. Graf Herbert Bismarck war kurz vorher in einen Nebenwaggon eingestiegen. Nach der Abfahrt des Kaisers verweilte der Fürst einige Minuten an der Abfahrtsstelle und dankte für die wiederholten Hochrufe des Publikums, indem er freundlichst nach allen Seilen grüßte. Potsdam, 30. October. Der Kaiser traf heute Abend 8 Uhr hier ein und begab sich in's Mormorpalais. Berlin, 30. October. Der Afrikareisende Premierlieutenant Wißmann sprach heute hier in einer Versammlung Namens des Emin-Pascha-EomitS'S über die Be- A bv- October. Der serbisch- Ministerprüses richtet in seiner Eigen- K m nr..f,er °n sammtliche Polizeiorgan- im Land- ein Circular, worin er dieselben aufsordert den Worten des Königs, womit derselbe Wahlfreiheit ßaranhre, Achtung zu verschaffen. -r, Oktober. Der König von Griechenland empfing heute Mittag den österreichischen Lrpecialgesandten, Admiral Sterneck, in besonders feierlicher Audienz. Anwesend waren Dragumis, der Hofstaat, die Begleitung Sterneck's und Commandant Gre f. Sterneck überbrachte die Glückwünsche Kaiser Franz Josef's zum Regierungs- lnnftapUm,fl?n,*ralIH für diesen außerordentlichen Sympathiebeweis wiederholt £)abm der König die Glückwünsche der ständigen Mächtevertreter ^^^of ^ar°nfi° überreichte ein Schreiben des Papstes. Abends fand ein Galadiner zu Ehren Sterneck's statt. 30 October.^ Die Suezkanal-Konvention ist gestern von den Vertretern sammtltcher tnteresstrten Mächte unterzeichnet worden. Darmstadt, 31. October. tPrioatdcpesche.) Der Großfürst und die Großfürstin Wladimir von Rußland statteten auf der Durchreise von Schwerin nach Paris der Großherzoglichen Familie, sowie dem erkrankten Prinzen Alexander einen Besuch ab. Magners C-dur-Sinfonie* Von Th. M—n. «... „ ?ein Werk ist wohl stm Laufe dieses Jahres so häufig aufgeführt worden als n5nC3U 0eL ^rs^ollenhert wiedererstandene Jugendsinsonie Richard *®enn dieser auch nicht wünschte, bei seinen Lebzeiten das Werk der Oeffent- ltchkeit übergeben zu wissen, so haben doch feine Erben der Musikwelt jetzt eine föbrCnnrtarp*?Cbhian,ftC^ ^Ä^stens oberflächlich kennen zu lernen, indem sie das Auf- fuhrungsrecht bis Ende diefes Jahres dem Eoncertagenten Wolff freigaben. Auch h?frTenn^°iHCCmn*C n ^^Enheit nicht entgehen lassen, uns mit der Sinfonie bekannt zu machen und wir müssen ihm dafür danken. Das Werk ist nicht nur schön if/^n^P^Th ,rocrt^otl, durch gediegene thematische und contrapunktische Arbeit. ES irntPMrtp6» luunberhar roaä ein 19jähriger Jüngling aus diesen scheinbar so un- erglebtgen Themen zu machen gewußt, und wer die Sinfonie hört, begreift, wie der ßln.^, ni?tnb ÖU8b!rCC °/ Schlitz, der die Partitur gelesen hatte, dem sich oorftellenden Compontsten zurufen konnte: „Was, Sie sind ja noch ein ganz junger Mensch ich hatte nur einen viel älteren und erfahreneren Componisten erwartet!" ' - , . ■~°y .00^ bebeutenbfte von Wagner's Jugenbwerken, erhält die Sinfonie Wichtigkeit, weil sie eine vielfach aufgestellte Behauptung Lügen hp^?hn^b ^abe Cd aT\ ^^punktischem Wissen und formellem Können gefehlt rÄfi flfbVa 5cncue^\- 2) 6 Ausführung der Form ist in der 6-äur-Sinfonie schlechterdings tadellos, und dre contrapunktische Arbeit bietet eine Fülle des Hvch- tntercsianten. ww c. Dem ersten Satze geht eine längere Jntroduction Sosten uto e maestoso voraus an bte sich das AUegro con brio anschließt. Keck wird da in den Hörnern und nr*»rtn ^bovens Geist durchwehtes Thema hingeschleudert, dessen bald fnna6 h c§ N allmälig mit dem weicheren aber gleichfalls bestimmten Nebenthema verschmilzt, das sich enoltch losringt und jetzt in der Ausfübruna SSt nim” vollständig auftrttt. Nach einer kurzen imitatorischen Ausführung folgt nun ein kleines Sätzchen, das fchon einen unverkennbaren Hinweis Ms.ob?!-Enthält. Mit einer weiteren Verarbeitung des zweiten ^ch^eßt der erste Theil. In dem ziemlich langathmigen Durchführungssatz gewinnt der Componist dem Hauptthema ungeahnt schöne Gesichtspunkte ab. einmal ein Lichtstrahl in das Ehaos der Durchführung, indem plötzlich MfPt p^ ff1?0?0 rrbc§, ersten Themas in der Grundtonart Solo bringt KJ1 r fclr interessante Modulation auf den Wiederholungssatz über. In von den Bläsern hindfhnüffifp c*- ». ,het noch ein ganz neues Motiv, eine | ™ ,n yn?c?au<^ e f etne Terz, bte später im Andante eine hervorragende wirksamen Satz^^' interessante Durchführung beschließt den außerordentlich ,, „ ^/r zweite Satz, Andante ma non troppo, nn poco maestoso, beginnt mit dem lch°" U"^ber Coda des Allegro bekannten Terzeninteroall in den Oboen und Elari- ^ten. Nach einer kleinen Einleitung, die durch das nämliche Motto in zwei Hälften Vliükata^dps' mJffpF11 C*t ^oioncelli und Bratschen das Hauptthema, begleitet vom Plzzikato des Basses; noch zweimal wiederholt sich das Thema, jedesmal in höherer Ca^e und mit Erstarkter Begleitung, worauf das Anfangsmolio zu dem sehr pompösen ^r volle Bläserchor, durch Posaunen und Kontrafagott verstärkt, b^en 11 PZacb k?^r Ausspinnung des Themas führt eine frappante Modulation As-moll in zwei Takten nach dem Hauptton A-moll zurück. Statt des durch Er- ^binen der Einlettungstakte angebeuteten Wieberholungssatzes tritt jetzt eine kleine & «emischt mit den kurz abgerissenen Äccorden der I w!rt^ ta0g0«ifrtmo »kba/öu in,ei,e£6ema- bie6mal ab» k-°°, es wird j-d°ch -ÄeÄxs.ÄÄä Klarinetten mit dem Anfangsmotiv den Satz beschließen. .... Scherzo, Allegro assai, eröffnet ein markiges Motiv, das hernach das ^ÄhP wird. Letzteres erinnert im Charakter etwas an bcr§ ent üon Beethovens vierter Sinfonie. Der zweite Theil derselben ist bann ber zweite Theil construtrt, dem noch einmal nach einer ku r n DÄUca^hpaft9inad Thema im Fortissimo des vollen Orchesters folgt. Be^tm Da capo des Allegro frappirt wiederum die spielende Leichtigkeit in ber Handbabuna tine rOliOrc£ tbe§ ^ondolhemaS zu Grunde. Wieder folgt dieses selbst, ohne jedoch durch sein Erscheinen daS contrapunktische Spiel mit seinen bcutung deS Ausstandes in Ostafrika. Noch s-i eS möglich - so führte er auS — Abschn-ldung von Wastcn und Munition den Aufstand zu dümpsm und mit ver- Ä.« entg-genzutret-n Das deutsche und das englisch- Emin- Pascha-Comitö, di- Bestrebungen des Cardinals Lavigcrie und die osstctelle Action Deutschlands, Englands, Portugals und des Congostaatcs müßim zu diesem Zwecke in g-nl-iusamer R ch ung Zusammenwirken, sonst sei Asrtta den Arabern und ihrem Sklavenhandel verfallen. Varis, 30. Octvber^ In ber französischen Deputirtenkammer ist ein seltsamer „Ctrlti ausgebrochen. Wegen ber vom Kammerquästor angeordneten Maßregeln gegen d e Journalisten haben die beiden Vicepräsidenten und die vier Secretaire ber Deputirtenkammer ihre Entlassung gegeben unb hiermit den Fortgang der palamentarischen Berathungen augenblicklich unmöglich gemacht. Der erste Kammerpräsident, Mdline, unterhandelt mit den »ftrifenben" Sureaumitgliebern, um eine Verständigung zwischen ihnen und der Quäsiur herbeizusühren. * * 8 w . . Lille, 30. October. Nach einer Meldung des „Echo du Nord" ist dem Präsidenten der hiesigen geographischen Gefellschaft die Nachricht zugegangen, daß Stanley mit seiner ganzen Mannschaft bis auf zwei Personen getödtet worden sei. ° 9 r. Petersburg, 20. October. Ueber die Entgleisung des Kaiserlichen Hofzuges liegen noch keine a.tthentischen Details vor. Fest steht bisher nur, daß ein gewöhn- 31^6^01 Cnb°bnUn aa ^orliegt. Alle anderen Gerüchte sind mit Vorsicht auf- Motiven zum Abschluß zu bringen. Das geschieht erst mit ®ieberrintrtH mit veränderter Instrumentation erscheint. Nachdel^esEin ähnlicher Weise w e zuerst durchgefuhrt ist, wiederholt sich der Anfang des Satzes all" malig in thematischer Verarbeitung der Hauptmotive zur Code überleitend hprpn Pannonien sich an die Einleitung des ersten Satzes anlehnen Nochmals reiat'si^i dns s «'SS” J. L nämbOchPn'Rrips^? b. in O-dar componirte, noch nicht möglich war. Indem ber C mon ®unh hna9Vnpnnaans rCrAbem Thema seines Andante, ohne d^s Welt erblickt. Allegretto ber A-dur-e>infonie hatte es wohl nicht bas Licht der , m llebrigens wurde gerade das Andante, unseres Erachtens der schönste Sah irqq eine traumhafte Erinnerung in unserem Musikleben bleiben soll. " c , bl- October. Neben vielen Einwohnern, die es mit Freude bearüken ba6 bie stabMch- V-rw-tttung zur V-rfchönerung ber Anlagen b-beu!-nb-Kosten au?-' w-nd-t, gibt es l-tb-r auch P-rfon-n, bi- hierfür keinen Sinn haben So si^b ver Anlage ausgerifsm wrnbm?^" ^urn g-pflanz.e Baume auf b-r Ost-' einer Äf Zmes^hlun^L'^^h^l^ lon^Ln^ 348 W-ingrotzhänbl-r, 812 Kl-inhänbler, 5845 Weinzäpfer Im^iiannoMl 6438 Me n" zapser über bte Straße, 85 Ligucurfabrikanten 84 PlaupurFmnS?. Q9 «438 . ßroSbänbler, 364 ÄIrfnbänbler, 6766 Srannt^)et^Jäpfe^ 0mU©^an^^o^aI922^17al^Btannt- wemzapser ub-r ble Straße unb im Stand, 21 «terhändler im ffltofien 200 « im Kleinen, 6648 Bi-rzäpfer im Schanklokal, 620 ®ktiaPf ” unb m 62 Obitweinfabrikanten, 1 Obstwetnhändler im Groben 99 inirh hiprhpi XaFj l über die Straße. Bemerkt °»r äääsää uäj, “ 7 Ligueursabrtkan.e" 8 Lig?°urhänU-? 'll Br7nktw7n- großhandler, 0 Kleinhändler, 129 Branntweinzäpfer im Schanklokal^ 43 Branntwein- »SS ^S^b^r bÄ6Xnuub'im weWr in SchLL'N !67n1887/8^ in rben Hauptst-ueramtsbczirk-n Gießen 652145 JL darunter 235 952 N°chst°u°r, Darmstadt 127 713 M, Ost-nbach 208074 M, Main, ioi 325 7t Worms bmunte^484O68NachstMr^' im Großherzogthum Hessen 1 168 428 M, 9rhlaü ° a10, ra^ 1 ?9 Stuck mit feinen amüsanten Einlagen am Donnerstaa Abend nochmals wiederholt wird. Die Wirkungen, die von der Bühm in den Saal drangen waren zwar nicht der Art, daß sie die Pulse hastig fliegen, den Äthern kürzer werden ließen; aber gelacht hat man und das herzlich und reichlich unb rner an dieser pitlirtP k /C y- M kl k »s o . r ... -1 t r* • gern in das Theater Zeilen, um «Ä1w&V“ uns 0eräutoDD1Ier btnn ie -Ufdrangt, ÄivB' p“??"'*;1’Ä'fä wU'StÄÄÄ'Ä Reiners, blieb aber auch im allgemeinen nicht hinter den bisherigen Vorstellunaen zurück, wenn schon die Einzelleiftungen hie und da zu wünschen ® n “ . e ^delloS waren Herr und Frau Reiners. Herr Reiners beweist uns mit jetjer Rolle in der er auftritt mehr, daß er in feinem W eta «ünma ift sffi tm nUr-etma§ burnrnen Onkel Christian spielte er höchst ergötzlich Qu «X" bCt -u°--sichtlich-T°n, mit d-rn er immer sein: „BItr ,chön7 sei so guk" T,lrnn,®e,r ?-k»mm-rt- D-ter d-s Herrn Taußig (Lon-i) vermocht- recht wohl ble SEeilna^me des Zuschauers wachzurufen. Dazu trug auch wesentlich der biedere Ton seiner schonen Stimme bei. Herr Förster (Reinhard) beeinträchtigte leider die Wirkung sesties guten Spiels vielfach durch Überhastetes Sprechen. Das Mienensviel des Herrn Göhler war diesmal sehr beredt; sein Blick hing nämlich^ fortm^^ Judjenb an der Souffleuse, wodurch nicht nur feine Sprache litt, auch fein Geberdenspiel gelangte in noch beschränkterem Maße als fnnft n.r r m-6.?' (^U9U^ bie ^erfon'' nol“ beffer, ersten Male wurde sie ihrer Rolle in vollem Umfang gerecht. Herr Löwe (Kurt)'blieb ^ hem Ge ste seiner Rolle getreu; er spielte nämlich wie ein dmchgefallener Abi- von bi-s-m Umfange'nicht^gewachsen. ^^ung nach ist ber Künstler Rollen Ä“ bedauern ist, daß noch immer die Betheiligung seitens des Publikums keine wLb LS “aei" L-istungen b-s Ehepaares Reinersmachten^ 7, b" Müh ifÄ“»,!' “b" •" *»■««« ... - Jungen im Alter von 13 bis 5 Jahren übten sich am Sonntag Nachmittag an einem Häuschen mit Anbau am Hardtberg derart im Demoliren daß der ^ea^ntAUp?SCnt Ur (Morgenkleider, Strassen- und Ball-Toiletten). — Fehlerfreie Roben knappen Maasses zu Geschenken geeignet, äusserst billig. — Muster umgehend. Haus-Verkauf. Freitag den 2. November, ^Nachmittags 2 Uhr, läßt Unterzeichneter aus hiesigem Rathhause fein tn der Schloßgaffe, am Marktplätze in guter Geschäftslage gelegenes Haus, nebst Scheuer und Stallung, einer Versteigerung ausfeken. Butzbach, den 30. October 1888. 88051 Heine. Steinhäusser V. Wohnungsveränderung. Mit dem heutigen Tage verlegte meine Wohnung, sowie mein Atelier für künstliche Zähne, Plombiren re. nach dem Hause des Herrn Sattlermeister Friebel Bahnhofstrasse 33. Gießen, den 1. November 1888. (8804 Juiittfi KoMermamu Am heutigen Tage eröffne ich Seltersweg 71, Haus des Herrn Kaufmann Leo, meine Kunst-Ausstellung = Seltersweg 71. —— Renten- und Lebens-Versicherungsanstalt zu Darmstadt. Die in Folge Ablebens des Herrn Drucksachen-Verwalters Müller erledigte Agentur unserer Anstalt haben wir dem Herrn Louis Schultheis in Giessen, Asterweg Nr. 39, übertragen. Darmstadt, den 29. October 1888. 8818 Die Direktion. Weilinachls-Knnsl-Aosslellnng. Die ganz bedeutende Vergrösserung meines Kunsllagers an gerahmten und ungerahmten Photographien, den sehr beliebten Emaillebildern. Stichen, Oelbildern etc. veranlasst mich, mein Kunstgeschäft für die Monate November und Decem- ber in ein zweites Local zu verlegen. Die sehr geräumigen neuen Localitäten erlauben es mir, eine Ausstellung meines gesammten Kunstlagers, das auch den weitgehendsten Ansprüchen genügen dürfte, vorzunehmen, zu deren gefälliger Besichtigung ich hiermit ganz ergebenst einlade. Die Weihnachts - Ausstellung meines Bücherlagers in meinem alten Local Seltersweg 53 wird erst Ende November vollendete 8799 Hochachtungsvoll fifl. Balis, in Firma Echsenfcld’s Universitäts-Buchhandlung, Kunsthandlung u. Antiquariat. Buchhandlung: Seltersweg 53. Kunsthandlung: Seltersweg 71« Geschäfts - Verlegung! Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum zur gest. Nachricht, daß sich von jetzt an mein Geschäft nebst Wohnung in dem von mir erkauften Th. Geismar’schen Hause, Wallthorstrasse 8. befindet. Gleichzeitig halte ich mein Uhren- und Goldwaarenlager bestens empfohlen. Achtunsvoll Martin Vogt, 8623_________ Uhrmacher.__________*4 Lnilffrail sesucht. 8810 | fast neu, billig abzugeben, lidUlli dll Bahnhofstraße 48 II. 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Arthur Schütze, Baumstr., Wan da’8 Gatte Moritz Pendel, Chemiker Dr. Pfeiffer, Arzt Clavierconcert (F-moll) mit Orchester gleitung: a) Adelaide b) „Mit Myrthen und Rosen“ DtSconto-Com.-Anthetle Lombarden Oesterr. StaatSbahn-Actien 1880 40/0 Russen Oblig. Darmstädter Bankactien a) Maestoso, b) Larghetto, c) Allegro vivace. 4 Lieder mit Clavierbe- Wir liefern alle Drucksachen, vom Tinnecke, Friseur August Wurzel, Soldat Ein Schutzmann b. Pizzikato aus Sylvia von 8) ,8a Cascade^ lHarfen-Solo, Herr Döhler) von 9) a- Werbelied aus die ^Meistersinger^, b. Liebeslied aus die Schwanensang aus .Lohengrin" von 10) ^MÜnchner.Glocken«, Walzer (Violin-Solo in der Einleitung Herr Edelmann) von 11) Ouvertüre zu .Orpheus^ (Violin-Solo Herr Steinmeier) Symphonie für grosses Orchester in C - dar (comp. 1833) Arie: „O wie ängstlich“ etc. a. d. Oper: „Die Entführung“ aus dem Serail“ Der Concertflügel von Blüthner ist aus dem Lager des Herrn W. Rudolph. ------ [8520 Eintrittskarten für Nichtmitglieder zu vti* 2.50 (Sperrsitz 3,50) sind in der Rloker’schen Buchhandlung zu haben. 1 w , Reitetablissement. ffn a n r. n Reitbeluftigung für Herren, Damen und Kinder. Marftall besteht aus gut zugerittenen, lammfrommen Pferden, welche auch । ei eintretendem Bedarf an Drucksachen halten wir Papageno. Neu! in 4 Acten von Rudolf KneiseL Personen: a) Etüde: „Dors tu, ma vie ?“ b) Phantasiestück c) Scherzo (H-moll) Ouvertüre: , Meeresstille und glückliche Fahrt“ unter Leitung Grossh. Universität^ - Musikdirector» Herrn Adolf Felchner Erstes Concert (97. Vereins]ahr) am Pianlno’s, M Elaviersitmms« u. Reparaturen werden solid und billigst ausgeführt. 3135 G. D. Gebauer, Seltersweg 67. Briccialdi. Ernest Gillet. Fr. Liszt. Eh. de Beriot. Moszkowsky. Delibes. Eh. Oberthür. Richard Wagner. Stoltz. Offenbach. Adam Reiners. Antonie Frey. Hedwig Müller. Anni Reiners. Todes-Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß nach kurzem, schwerem Leiden unsere liebe Gattin, Mutter, Schwieqer- tochter und Schwägerin 3 Elise Völker, grd. Vogel im Alter von 50 Jahren gestern sanft entschlafen ist. Gießen, 31. October 1888. m L. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Donnerstag den 1. November, Nachmittaas 2 Uhr, von der Klinik aus statt- 8816 Sonntag, den 4. Novbn 1888, 5 Uhr Abends, 4 grossen Saale des Gesellschaftsvereint einfachsten Schwarz- bis zu in und Mitwirkung Frl. Elisabeth Rouge (Pianoforte) un4 Herrn Heinrich Grahl (Tenor) aus Berlin, sowie des durch auswärtige Künstler vet- M • ■ | • hefle Ich gründ]. Asthma ■ - ”7* ■■■■■■Wdee Patienten. Beschreibung des Leidens und Angabe ob FBsse kalt, an P. Weldhaas, Dresden Beissigerstrasse *2, I., gegenüber dem 22 Kgl. Poliselbureaa. Hippodrom r ^er $ar/taö oeiM aus gut zugerittenen, lammfrommen Pferden, welche auch ?u?Ven Personen mit der größten Ruhe geritten werden können, die noch nie auf etnem $ferb gesessen haben. Das Retten findet unter Musikbegleitung und der strengsten Aufsicht mehrerer gut erfahrener Stallmeister statt- nerin,H^brom ist auf das Eleganteste eingerichtet und mit gutem Restaurant Hermann eine vergnügte Stunde bereiten kann. Der Hippodrom befindet sich auf dem Oöwald's Garten und ist vom 31. October bis 4. November 3 bis Abends 10 Uhr geöffnet. Die Direktion ertheiltauch Rettunterrrcht. Zu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein die Direktion. c . Ä^dferde werden auch leihweise zum Ausreiten abgegeben. Die Stallung be= findet sich rm Gasthaus zum Löwen. Auch sind einige Zugpferde zu verkaufen. (8811 4°/o Ungar. Goldrente 161.90 Marienburger Eisenbahnactien c) „Der Hidalgo“ Solostücke für Klavier: H:un3t - Druckerei empfohlen. Emanuel Bach. Fr. Liszt. 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