Dvreau r Sch ul st raße 7. Preis vier^liährlich 2 Mark 20 Tf. mit Bringerlobn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correspondenz-Burean. Berlin, 29. August. Die socialdemokratische Partei des Reichstags erließ ein Circular an die Parteigenossen, .worin zur Theilnahme an dem im LarNe des Herbst im Auslande abzuhaltenden Partertage eingeladen wird. Ort und Zeit des Parteitages sind, damit der Parteitag ungestört verhandeln könne, nicht angegeben August. Die Nordd. Allg. Ztg." kann die Meldung der „Köln. Ztg. bestätigen , daß die Anzahl der etngegangenen Eingaben und Bittschriften um Einführung höherer Gelreidezolle großer sei als durch die Zeitungen bisher bekannt geworden. Aus den verschiedensten Theilen der Monarchie gingen noch immer platdirt^wird"' " @dfCnd Handelsstandes für die Erhöhung der Getreidezölle Darmstadt, 28. August. Das Großh. Regierungsblatt (Beilage Nr. 24) enthält: 1. Zusammenstellung der Ergebnisse der Rechnung über die Staatsschulden» Aerroaltung für das Etatsjahr 1884/85. Der Stand der Staatsschuld ist folgender: 1) Am Schluß des Etats, jähre» 1883/84 war der Stand der Großh. Staatsschuld lt. Zusammenstellung vom 2. August 1886 37,025,402 JL 79 2) Zm Laufe des Etatjahres 1884/85 hat sich die Staatsschuld vermehrt durch Ausgabe von 4procenttgen Obligationen des Anlegens d. d. 1. Juli 1882 um 918,600 e/ft Zusammen 37,944 002 JL 79 H. 3) Im Laufe des Etatsjahre- 1884/85 hat stch die Staatsschuld vermindert durch: a. Abtragung von Kapitalien 1,683,610 JL 52 , b. Zurückbezahlung von Kautionen 10,728 JC. 57 H. 4) Am Schluß des Etatsjahres 1884/85 verbleibt sonach der Stand der Staatsschuld 36,249 663 X 70 H. Die Aktiva betragen 8,444,919 Jl. 81 Die Passiva betragen 36,255 355 Jt 41 Verglichen verbleibt Passtvstand zu Ende des Jahres 1884/85 27,810,435 60 H. 2. Namensveränderungen. 3. Exequatur.Erlhetlung. 4. Dienstnachrichten: Kiel, 29. August. Das Manöoergeschwader traf gestern vor der Hevermünduna ein und ging heute nach Amrum. Das Panzerschiff „Friedrich Carl" ist heute noch Wilhelmshaven gegangen. 1 M ~ Der internationale Astronomen - Congreß wurde heute in der Universitäts- Aula unter Vorsitz des GehetmrathS Auwers (Berlin) eröffnet. Die zahlreiche Ver- .»^""^^orunter auch Delegirte aus Oesterreich, Frankreich, Schweden, Norwegen und Amerika sich befanden, wurde Namens der Staatsregierung von dem Oberpräsi- oenten Stetnmann begrüßt; Seitens der Universität bewillkommnete Rector Professor Hanßen den Congreß. Auwers sprach besonders der Regierung Dank für das der ^rsammlung bewiesene Interesse aus. Für den nächsten Congreß wurden Brüssel und München vorgeschlagen. ~ August. Der Prinzregent ernannte an Stelle des schwererkrankterr Speyrer Bischofs den Bischof von Würzburg zum Reichsrath. Hamburg, 29. August. In dem Hamburger Kirchdorf Geesthacht (2500 Einwohner) wurden durch Feuersbrunst 30 Wohnhäuser und ebenso viele Scheunen und andere Baulichkeiten eingeäschert. Das Feuer soll dadurch entstanden sein, daß sich bei dem von einem Hamburger Club gestern abgebrannten Feuerwerk ein Strohdach entzündete. Am 23. Juli wurde dem Schulamtsaspiranten Philipp Ruh aus Lorsch rtne Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Sulzheim, am 28. Juli wurde dem Pfarramts-Candidaten Georg Bayer aus Westhofen die erste Knaben-Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Schotten übertragen; am 3. August wurde der Kam- mwarter im südlichen Kollegienhause Adam Funk zu Darmstadt zum Kanzlet- diener bet dem Ministerium des Innern und der Justiz, mit Wirkung vom 1. August an, ernannt; am 6. August wurde der von dem Herrn Grasen zu Erbach-Lchonberg auf die erst; Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu König präsentirte Schulamtsaspirant August Schäfer aus Klein-Bieberau für diese Stelle bestätigt; am 7. August wurde dem Schulamtsaspiranten Karl Linck aus Crumbach die Lehrerstelle an der Gememdeschule zu Rüdingshain, am 11. Aua wurde dem Schulverwalter August Wech zu Lorsch eine Lehrerstelle an der kath. Schule zu Lampertheim übertragen. 5. Ruhestandsversetzungen: Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am i i m TL eDcan9* Pfarrer Karl Blumhof zu Wohnbach auf sein Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen. 6. Concurrenzeröffnungen: „„ ilnd: Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle n et.Q®Äme nbe^u e Ju ®W.oä) mit einem Gehalt von 900 M. Mit der »Organistendienst verbunden. Zwei mit kath. Lehrern zu besetzende veyrerstellen an der Gemeindeschule zu Finthen mit einem nach dem Dienstalter ich bemeffenden Gehalt von 1000 bis 1500 JL Die mit einem kalh. Lehrer M besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Kirschhausen mit einem Wit von 900 M. Dem Großh. Kreirrathe und dem kath. Pfarrer m Leo. Präsentation-recht zu dieser Stelle zu. — Die Concurrenz- 9. *n ber Beilage Nr. 22 der Regierungsblatts wird zmiickge- iKJtormit r>nem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der t n ,u Nieder-Saulheim mit einem nach dem Dienstalter stch bemessen. °-n Gehalt von 900 bis 1200 M. Mit der Stells ist Kirchendienst verbunden. *• Sterbefälle: 1 Iaht- ®^°rben stnd: Am 25. Januar der Hofkanzlist Ludwig Nau zu Darm. 2 .’-Q” l ' 8ebtuot ber Gymnasiallehrer, Professor Dr. Konrad Lipr daselbst: d« 2 “ebm?r ber FaEwart i. P. Gg. Förster in Dannenrod; am 18. Februar 65.S8 * *- Psarrer i. P. Hermann Frank zu Ober-Lats; am 20. Februar der d°ter Anton Nahm zu Nieder-Ingelheim; am 24. Februar ber tS ^arret Wilhelm Christian Schimpff zu Goddelau; an dems. Tage d r Sch^drer i. P. Wilhelm Daudistel zu Horrweiler; am 10. Mär, der um 14 toxrcrk ' R' Kirchenrath Georg Friedrich Dingeldey von Roßdorf; natb ^i am Tage der Wahl ihren Leitartikel anzufangen, in dem den Lesern auseinander^^ wird, daß nur das politische Glaubensbekenntniß des bezüglichen Journals das rithtin, dem Gemeinwohl förderliche sei. Wir wollen hier nicht politisiren, dasselbe Motto auch auf andere Kampfe. So z. B. auf den Kampf um die Beantwortung der wer bei der zunehmenden Dunkelheit Abends die Treppen und Flure' zu beleutht^ habe. Daß diese Erleuchtung eine Nothwendigkeit sei, das haben viele unanaenebmr Vorkommnisse, viele oeritable Unglücksfälle unwiderleglich dargethan; um das Was iw also kein Streit mehr, wohl aber um das Wie und Wer. Die Polizeibehörden rmfa an manchen Orten energisch vorgegangen, haben die bezügliche Weisung an die Haus- wirthe ergehen lassen und diese für Unterlassungen verantwortlich gemacht. Ulch die Gerichte haben sich ihnen angeschlossen, sie haben die Recurse gegen polizeiliche Entscheidungen zurückgewiesen und, wo Unglücksfälle vorkamen, nicht nur die Hauswirtbe- zur Zahlung von Kurkosten u. s. w., sondern auch zu empfindlichen Strafen weam- fahrlässiger Körperverletzung oerurtheilt. Man wird ein solches Verfahren nur billiaen können. Der Behörde gegenüber muß irgend eine Instanz vorhanden sein, an welche die erstere im gegebenen Falle sich halten kann und als diese Instanz wirb nur brr Hauswirth gelten können. Ihm aber steht es selbstverständlich frei, die ihm erwackienb^ Mehrbelastung auf dem Wege des Contracts zum Theil auf seine Miether abzuwätten und wir glauben, daß das bei richtiger Handhabung in den wenigsten Fallen Schwieria- fetten bieten wird. Jedem Miether muß ja selbst daran gelegen sein, den Weg md seinem Heim auch am Abend seinen Bekannten und Freunden so sicher zugänglich w. machen, wie nur irgend möglich. Da die Abende jetzt länger werden, erscheint b.e Anregung dieser Frage zeitgemäß. Wer durch sein Geschäft oder andere legitime Gründe am Abend in ein Haus geführt wird, in welchem er nicht jede Treppenstufe kennt, hat Anspruch darauf, daß er gegen Püffe und Hals- und Beinbrüche geschützt werde. — Don dem Geständniß eines Münchener Schänkkellners berichter der „Kurien für Niederbayern": „Ich bin Schänkkellner, habe zwar keinen Lohn, muß mich selbst verköstigen, halte mir eine schöne Wohnung und was sonst noch drum und dran hängt und verdiene mir mit dem Guttchänken (dadurch, daß das Gemäß nicht so voll gemacht wird, wie es sich gebührt) den Tag 40 X“ Dazu bemerkt Sigl in seinem „Baveriscken Vaterland" ganz erbittert: „Mit dem „Guttchänken" also verdient sich dieser Mann täglich 40 X Damit ist Alles gesagt; auch woher die Klagen über das schlechte Einschänken kommen." Das sind ja nette Zustände in dem gelobten Bierlande. Uuiver-täts - Gtzronik. — Professor vr. Vöchting in Basel ist zum Professor der Botanik im Tübingen ernannt worden. — Der Verwaltungsrath des baltischen Polytechnikums in Riga hat be-- schlossen, an Stelle des einem Rufe an die Universität Leipzig folgenden Professors Dr. Ostwald den außerordentlichen Professor der Universität Leipzig, vr. Bischoffs zum Professor der theoretischen und analytischen Chemie zu berufen. — Die russische Universität Kiew hat anläßlich des 150jährigenJubiläums der- Universität Göttingen den Professor an dieser Hochschule, Dr. v. Jhering, z» ihrem Ehrenmitgliede ernannt. r 6 2 I II 6470 6471 ■8 W ! t i * lt I 3 4 $ 3 L ü • L l: ■: I IQ 0 1 K © yd Q r*4 M c i r :: i: CM S H o ? p p »i e Beerdigung findet Mittwoch den 31. d. Mts. Rach- mittags 5 Uhr, vom Sterbehause (An den Bahnhöfen 23) aus statt. der Herren J. Leuchter (Klavier), F. Schweitzer (Violine), F. Wegener (Gesang). Anfang 8 Uhr Abend«. Damen und Herren, die nicht Mitglieder des Staufenberger Casinos find, zahlen für 1. 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Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste unseres lieben Sohnes, Bruders, Schwagers und Onkels ' Carl Roloff sowie für die reichen Blumenspenden, sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. Menwkat mit oder ohne Wohnung sofort gesuch Näheres in der Exoedilion. 64^ Freunden und Bekannten hiermit die traurige Mittheiluna dafi unsere gute Mutter, Schwiegernmtter und Großmutter 9 3' B Frau Anna Kath. Häuser Wwe., geb. Wahl, gestern Vormittag 11 Uhr sanft entschlafen ist. Um stilles Beileid bitten 4963 Ein möbl «immer, e° klraaru moblirt, zu vermiethen. Südant.g 3392 Die von Herrn Dr. Klein toaZL innegehabte Stallung für 3 »Ä1 sowie 2 verschließbare Chaisennmiirn Stroh- und Heuböden, sind sofort wertig zu vermrethen. Ehr^Sa«^ 6327] Kleiner Laden, mitHl Wohnung, in der Neustadt, billig zu ver- miethen Näheres in der Exped. d Bl Danksagung. Für alle uns bewiesene Theilnahme bei dem Verluste unseres Nen Da?k " f°roie fÜr bU '"He Blumenspende scigen H. Heilmann und Frau» Grosser Verdienst die Exped. d. Bl. ________ 5459 6473 ®in LchrtiNtr«ks«ll. kann s°- fort eintreten (Winterarbeit gesichert). H. Demuth, Schreinermstr., Neuenweg 8. 6472 Ein braves ^Dienstmädchen nach ' auswärts gesucht. Marktstraß- 18. vermischte Anzeigen. 6474 Sür meinen 15 Me «Um SoK ber das Gymnasium m Gi-ß-n besuchem soll, suche Ich eine Pension. Gefl. Offerten erbittet der Unterzeichnete Oberförsterei Rotzberg, Poft Edsdor Kreis Marburg, 29. August 1887. Rörig, ________________Konigl. Pr. Oberförster. 6199 Ein möbl. freundl. Zimmer zu vermiethen.__________ Mäusburg 5/_ 5836 Ein auch zwei freundl. möblirte Zimmer zu vermiethen. Schulstraße 4, 64'^6 Ein freundl. möbl. Zimmer per 1. Octbr. zu vermiethen. Näheres in der Exped. d. Bl. 6446 Einen fleißigen Arbeiter suche! 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November ober früher zu vermiethen. ___Ernst Mörser. 5619 Ein kleines Logis, per so ort be- ziehbar, zu vermiethen. _____________M. Kann, Marktstraße. (ffitl "?Ä^^-3Emmer zu vermiethen. ^-»1» [6381] Löwengasie 16. Mozart-Sonate e-moll, Violine u. Klavier. Cavatine a. d. Jüdin, Gesang. Raff Fileuse, Klavier. Schubert a. Minderer, b. Wirthzhaus, Gesang. Raff Cavatine, Violine, de B tot Concert, Violine, Kreutzer Waldlied, Gesang. Liszt Rhapsodie, Klavier. Schubert a. Liebesbotschaft, b. Biet' feie Ruh', Gesang. Meuxtemps Adagio, Winiawsky Mazurka, Violine. Turnverein Gießen. Sonntag den 4. Septbr.: Aier des 41. Stiftungsfestes in Stein s Garten. (Alles Nähere in einer der nächsten Nummern d. Bl.) 6153 Der Borstand. J. M. Schulhof. Neue Matter-Säcke, zu Frucht und Kartoffeln geeignet, das Stück zu 40 und 50 H bet 6354 L. Mühlhausen, Neuenweg 10.