Ar. 7<8, Zweites Blatt. Donnerstag den 31 Marz . 1887. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigkblatt für den Kreis Gießen. Bureaur S ch u l st r a ß e 7. mif AnLnaltme WrtttPreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Er scheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. AmLl ich er Hl) ei l. Auszug ans der von Gr. Oder-Rcchnungskammer abgeschlossenen Rechnung der Provinzialkaffe der Provinz Oberheffen für 1884/5. Einnahme. Rubrik Nr. 1. Kassenvorrath aus vorhergehenden Jahren 2. Ausstände aus vorhergehenden Jahren 3. Beiträge der Kreise 4. Kapitalzinsen 5. Proceßkosten ...... 6. Beitrag aus der Staatskasse ♦ 12. Zurückempfangene Kapitalien • • • Summe der Einnahme Ausgabe. Rubrik Nr. 14. Besoldungen 15. Diäten und Gebühren 16. Botenlohn und Verkündigungskosten . 17. Für Bureaugegenstände und Geräthschaften 18. Erbauung und Unterhaltung von Kreisstraßen . 22. Uneinbringliche Posten und Nachlässe 23. Ausgeliehene Kapitalien . . . . ^ ( Summe der Ausgaben 207429 64 66767 72 94 84 140800 — 785 11 1686 37 21320 — 28000 — 259454 04 H 1250 2827 52 161 80 238 06 139259 34 42 92 63640 — Abschluß. Gesammtsumme der Einnahme 259454 04 JL Gesammtsumme der Ausgabe ... . . . 207419 64 „ Verglichen, bleibt Rest 52034 40 JL und dieser besteht: a. in baarem Vorrath 51982 48 «X b. in liquidirten Ausständen .... 51 92 „ Gleiche Summe wie oben 52034 40 ju Gießen, am 12. Februar 1886. Der Rechner der Provinzialkasse für Oberheffen: Grüneberg, Rendant. Revidirt, ohne daß sich für vorstehenden Abschluß eine Aenderung er- geben hat. Darmstadt, den 16. März 1887. Großherzogliche Ober-Rechnungskammer: Heß. Pfeiffer. In Gemäßheit des Art. 93 bez. 43 der Kreis- bezw. Provinzialordnung wird der vorstehende Auszug zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Gießen, den 25. März 1887. Der Vorsitzende des Provinzialausschuffes der Provinz Oberheffen: Dr. Boekmann. Politische Übersicht. Gießen, 30. März. Die Erkältung des Kaisers giebt, wie Berliner Blätter melden, zu keinerlei Besorgniffen Anlaß und auch die hiermit zusammenhängende Affection des linken Auges soll ohne Belang sein. Nur ist dem hohen Herrn von den Äerzten strengste Schonung und unbedingte Ruhe anempsohlen worden, so daß einstweilen selbst die täglichen Meldungen und Berichte unterbleiben müssen. Die Aussichten der Meisterprüfungs-Anträge scheinen in der tetr. Reichstags-Commission nicht so ungünstige zu sein, als man nach dem Verlause der ersten Plenarlesung annehmen mußte. Wenigstens gilt dies von dem- jenigen Theile des Antrages Lohren, der sich auf die Baugewerbe bezieht und hier bekanntlich eine technische Prüfung verlangt; dieser Theil des Antrages ist auch von liberaler Seite für discutabel erklärt worden, während die regierungsseitig angestellten Erhebungen der Nothwendigkeit einer technischen Prüfung im Bauhandwerke ebenfalls das Wort reden. Die weitaus größte Mehrheit der tetheiligten Privatpersonen und Beamten stimmt darin überein, daß die Leistungen vieler Bauhanvwerker und Unternehmer, namentlich aus dem platten Lande, durchaus ungenügend und geeignet sind, ernste Gefahren für Leben und Sicherheit der Bevölkerung herbeizusühren. Die Sachverständigen suchen die Ursache dieser Erscheinung mit im Wegfalle der obligatorischen Meisterprüfung und versprechen sich daher von deren Wiedereinführung eine wesentliche Besserung der Zustände im Baugewerbe. Die meisten Gutachten stimmen auch insofern mit den Lohren'schen Vorschlägen überein, als sie die Prüfung nicht als Meisterprüfung im zünftlerischen Sinne gestalten und dieselbe den Innungen übertragen wissen wollen, sondern eine rein technische Prüfung vor staatlichen PrüfungS- behörden befürworten. Ob indessen trotz dieser weitgehenden Uebereinstimmung der Lohren'sche Entwurf bereits völlig gesetzgeberisch durchgearbeitet ist und ob er nicht vielmehr noch weiter im Einzelnen durchgebildet werden muß, bevor der in ihm enthaltene richtige Gedanke in gesetzgeberisch brauchbare Münze umgeprägt ist, kann zur Zeit noch dahingestellt bleiben. Die Demission Herrn v. Keudell's ist neben der anderweitigen Besetzung der deutschen Botschafterposten in London und Paris seit Jahren das hervorragendste Ereigniß in der deutschen Diplomatenwelt. Begreiflicher Weise wird dah'.r das Ausscheiden unseres langjährigen Vertreters am italienischen Hose aus dem diplomatischen Dienste von der Presse r^ch immer eifrig commen- tirt, was namentlich hinsichtlich der Motive gilt. Nuu aus Gesundheits-Rücksichten, wie es anfänglich hieß, sondern aus Famüien-Rücksichten will Herr v. Keudell seine Entlassung eingereicht haben, aber die eigentlichen Motive liegen offenbar auf einem ganz anderen Gebiete, wenngleich hierüber nur Vermuthungen gehegt werden können und hat hier die auch allgemein verbreitete Anschauung das Meiste für sich, daß Herr v. Keudell demissionirte, weil der neue Abschluß der mitteleuropäischen Tripel-Allianz erfolgt sei, ohne ihn in's Vertrauen zu ziehen. Eine andere merkwürdige Version will wissen, es sei ihm von Berlin aus nahe gelegt worden, seine Entlassung zu nehmen, da Herr v. Keudell dem Reichskanzler zu sehr „veritalienert" sei. Es wird hierbei daraus hingewiesen, daß es Fürst Bismarck überhaupt nicht liebe, wenn unsere auswärtigen Vertreter sich zu sehr in Sitte und Eigenart des Landes, bei dessen Regierung sie beglaubigt sind, einleben und führt man als jüngstes Beispiel die Versetzung des Grasen Münster, der dem Kanzler zu sehr Engländer geworden sei, von London nach Petersburg an. Inwieweit diese Auffassung hinsichtlich unseres bisherigen Botschafters in Rom zutrifft, mag dahingestellt bleiben, Thatsache ist aber, daß derselbe sich während seines fast 14jährigen Aufenthaltes in der ewigen Stadt daselbst sozusagen festgewurzelt hatte und bei Hose wie in den römischen Gesellschaftskreisen sieht man daher Herrn v. Keudell nur mit dem lebhaftesten Bedauern scheiden. Uebrigens wird versichert, daß sich Herr v. Keudell auch ferner zur Verfügung unseres auswärtigen Amtes halten werde und dieser Entschluß ist in Anbetracht der hervorragenden diplomatischen Befähigung des Botschafters höchst erfreulich. Ueber seinen Nachfolger verlautet noch nichts Bestimmtes, wenngleich der Name des Herrn v. Radowitz, des deutschen Botschafters in Konstantinopel, als desjenigen Diplomaten genannt wird, der sich am meisten für den römischen Posten eigne. Die vom leitenden StaatSmanne Oesterreichs, dem Grasen Ta affe, ausgegebene Parole: Gleichberechtigung der Nationalitäten des Kai- serstaates! hat in Prag wieder einmal eine recht seltsame Auslegung erfahren. Dem dortigen deutschen Turnverein ist seitens der Statthalterschaft die Feier seines 25jährigen Stiftungsfestes untersagt worden, natürlich, um die Empfindlichkeit der Herren Czechen zu schonen. Wenn freilich irgendeine czechische „Beseda" eine ähnliche Feier begehen will, da ist nichts von einem Verbote zu spüren, aber bei den Deutschen — ja, da pfeift der Wind ganz anders! Uebrigens will der deutsche Turnverein gegen das Verbot seines Stiftungsfestes beim Ministerium des Innern recurriren. Nach einer Wiener Meldung ist Prinzessin Thyra, die Gemahlin des Herzogs von Cumberland, in die Privat-Jrrenanstalt zu Döbling gebracht worden. Die Herzogin litt schon längere Zeit an Verfolgungswahn, der aber erst seit dem letzten Petersburger Mordanschlag eine bedenkliche Wendung, nahm, da die Herzogin meint, ihre Schwester, die Czarewna, werde ermordet und treffe dann die Reihe sie selbst. Er soll Aussicht auf Hellung vorhanden sein. Aus Afghanistan sind wieder einmal bedenkliche Nachrichten in London eingelaufen. Emir Abdurrhaman soll 10,000 Mann Verstärkungen nach Herat beordert haben, da ein Handstreich des Prätendenten Isländer Khan gegen diese Stadt befürchtet wird. Natürlich wittert man in London hinter den Bewegungen Jskander Khan's gleich Rußland, obwohl dies noch gar nicht erwiesen in, aber es begreift sich, daß sich die öffentliche Meinung Englands stetsbhr empfindlich zeigt, wenn von unruhigen Vorgängen in Afghanistan die Rede in. Denn jede Trübung der Lage daselbst läuft den englischen Interessen zuwider, während Erschütterungen der afghanischen Verhältnisse in ^tzter Instanz im wieder den Russen zu Gute kommen. Ob Jskander Khan wirklich der geh ■*- Schützling Rußlands ist, mag unerörlert bleiben; jedensalls scheint es aoer ob derselbe berufen sei, in neuen afghanischen Wirren eine hervorragende Rolle, zu spielen und alsdann wird e» sich zeigen, ob Rußland hmter ihm s y. Gestatten Sie, zur Jubiläumsfeier *) $on einem ehemaligen Realschüler verfaßtes Gelegenheitsgedicht und der Redaction dieses Blattes Wir veröffentlichen dasselbe als ein Ertnnerungsblatt an das so schön verlaufene Jubelfest. £ andren Lehrer säh'n wir gern beim Feste Der schon in jenen Jahren thätig war, Professor Hoffmann ist's, der Bäume, Wurzeln, Aest, Und „Blumen", Früchte uns beschrieb so klar, Der Mikroskopes Bilder an die Wand Entwarf mit kunstgeübter sichrer Hand! Und nun, da zur Botanik wir gefahren, Zur Excursion, da sei mir wohl verzieh'» Die Frage: Wem vor über 30 Jahren Ich mein Botanikheft zur Durchsicht wohl gelieh'n? Ich bitt § zurück, die Flora war von Gießen D'rin abgemalt, mit Enzian von den Wiesen! Vergessen wir nicht unsrer Schönschreibstunde Und sei des Meisters Köhler drum gedacht, Der nebenbei so manche schöne Kunde Aus „alten Klassikern" uns überbracht, Nur ewig schade, daß so viele gute Zeit Dem Schnitt der Gänsekiele damals war geweiht 1 Erinnert sei, daß Zeichenstund' wir hatten Bei Dickors, dem Lehrer kunstgewandt, Der von den Formen und von Licht und Schatten Uns Kenntniß gab in Bildern eigner Hand, Wer kennet doch die Studien nicht mehr: Die Burg, die Kungel und den Ahasver? Und bei dem Unterricht im Modelliren Erzählt' er uns von großen Künstlern auch, Sodaß beim Gypsanmachen, Lettenschmieren, Umwehet uns der Ruhm des Meisters Rauch, Herr Dicksrä war uns in vielen Dingen Ein Freund, doch auch ein Freund von—Schmetterlingen! Und noch zum gutem Ende sei erklungen - Ein Liedervers dem Lehrer des Gesangs, Wie aus dem Abela wir einst gesungen, Ein Lied, aus jungen Kehlen laut erklangs, Das schöne Lied: „Ich bin ein deutscher Knabe": Erinnert sei damit an Kantor Schwabe! Wenn heute unsrer treuen Lehrer zu gedenken, — Die meistens schon zur ew'gen Ruhe hin — Wir in die Jugendzeit zurück die Blicke lenken, Zu rufen können wir nicht dann umhin- „Der wärmste Dank, er sei für alle Zeit Der Schule sammt der Lehrerschaft geweiht!" Wenn manchmal auch im sturmbewegten Leben Der eine so, der andere anders meint, 'ne größere Einheit wird es selten geben Als in dem Lob der Schule, das vereint Und mahnt: Die Gläser hoch und freudig zu erheben- Der Jubilarin Heil! Schenk' Gott ihr langes Leben l auf deren besonderen Wunsch zur Verfügung gestellt. — ____ Die Redaction. „Ei weg'm Stahb geschieht das Herr Professer", „Wie sprichst Du wieder roh, Herr Weigand rief, "Staub" sprich für die Folge besser", Das Wörtchen „wiegen", hör', regiert den Genitiv. Und merk Dir drittens noch, was ich Dir sage heut: „Des Wassers erster Tropfen der Gottheit war geweiht!" ^Hollunder" lehrt' er, heißt es, und nicht Holler", Da» „Teigscherr" ich und nicht mehr „Dahtscher" hör', „Gepolter" spricht man hochdeutsch, nicht „Gepoller" statt „Flügel", o, verdrießt mich sehr, Statt Muffel, Pfannckuche, Quetsche, Bramme laß' Nur Mundvoll, Pfannenkuchen, Zwetschen, gjfloumfn sprechen, Junge!" Herrn Ettling's Name sei uns hochgepriesen, Mein chemisch Heft zeigt ihn in goldnem Schmuck, Der war der ersten einer hier in Gießen, Der einer Gasanstalt verlieh des Wortes Druck! Wie er vom Weltall sprach so unermeßlich, Vom Feld des Forschens, bleibt uns unvergeßlich! Und wie er pries des Wissens helle Geister Und aufgemuntert uns zu stetem Fleiß, Doch nie vergaß den großen Weltenmeister Wenn er vom „Stoffe" sprach im Schülerkreis, Und wie an seinem Liebig er gehangen Sind wir an Ettling's Seite treu gegangen. Und Doktor Stein, wer könnte sein vergessen, Des tucht'gen Rechenlehrers bünd'gen Unterricht, «82?. ?h'rer Gleichung Werthe zu ermessen Nicht icdem Schüler glänzte gleich ein Licht, Der dann nicht dienen konnte mit Beweisen Gar freundlich „Adam Riese" ward geheißen! lUid Doktor Hansi ei n.s segensreiches Wirken Mir unvergeßlich in der Seele steht, In allen seiner Thätigkeit Bezirken Wird seiner stets gedacht in Pietät, Geographie, Gedichte und fremder Sprache Lehren Uno auch „Humanität" man konnte bei ihm hören! Wenn der von großen Männern uns erzählte, Die hoch verdient um alle Menschen sich gemacht, An ausmerksamen Schülern es nicht fehlte, Die sein begeistert Wort begeisternd angefacht; Fürwahr auch ohne Stiftung wäre mir geblieben ^ein lieber Name tief in's Herz hinein geschrieben! Geometrie und algebra'sche Lehren, Das Zeichnen mit dem Zirkel und Physik Gehörig einzuüben und zu hören, Bei Doktor Tasche hatten wir das Glück, Daß ihn beim Jubelfest wir grüßen dürfen Gew ähret sein en Schülern größte Freudigkeit! Worte der Erinnerung aus den Schuljahren 1852 bis 1856 Dem Andenken unsrer Lehrer gewidmet.*) Zu rühren mit des Dilettanten Hand Die schnellgespannten Saiten einer Leyer, Die in verborgner Mappe noch ich fand. Die schwachenWorte wollen Sie nichtschelten, Der gute Wille mag statt solcher gelten! Im Schulhaus war es in der Weidengasse, Da lehrte man der Dichtkunst flotten Reim, Vom Pegasus man sprach und vom Parnasse, Von Goethe, Schiller und vom Dichter Gleim, Man schätzte dort poet'sche Unterhaltung, Der Rhythmen Wellenspiel und Versgestaltung. Kein Wunder war es, daß man heimlich wagte, An's Verseschmieden dann und wann zu gehn, Daß man in Reimen damals manches sagte, Was leichter doch in Prosa wär' geschehn! Doch „Hebung", heißt es, „bildet aus die „Geister", „Vom Himmel niemals fällt ein fert'ger Meister!" Euch Schulgenossen will dies Lied ich widmen, Gedenken längst entfloh'ner Jugendzeit, Als wir mit Büchern, Frühstück, Logarithmen, Und Feuereifer uns der Wissenschaft geweiht, Da wir im „Lern- und Lesebuche" lasen, Und Stunden hatten selbst im „Löthrohrblasen!" Als Braubach mit den sichern Kennerblicken Uns prägte ein die „Grammatik des Styls" Und wir in „Leuchsenrings Theaterstücken" Die Grenzen glaubten gern erstrebten Ziels, Da durften wir, die noch so jungen Knaben, Uns in der „Seel en lehre" Tiefe laben! Als Weigand, deutschen Geistes treuer Wachte r, Der jedem Worte in die Wurzel sah, In Wetterauer Mundart-sprach, in achter: „E schihnes Lajdche vo d'r Wearrerah", Der „Gudrun" und „der Nibelungen Hort" Verliehen gern sein uns belehrend Wort! Mit Hellem Kopf, doch auch mit frommem Herzen Den Sinn des „Heil'gen Buchs" er lehrte klar, Doch nicht verschweigen könnt' er seine Schmerzen, Wenn nicht korrekt die Uebersetzung war. Hätt' Luther doch und auch sein Freund Melanchthon „Grimms großes Wörterbuch" gehabt zur Hand schon,! Noch heute hör' ich ihn 'nen Schüler fragen Aus dem Gebiet der deutschen Götterlehr': „Kannst Du mir, lieber Heinrich, einmal sagen, Wenn Bauern aus dem Kruge trinken, wo kommt's her, Daß sie den ersten Tropfen Wassers nicht genießen Und lassen andachtsvoll ihn hin zur Erde fließen?" Allgemeiner Anzeiger. Holz-Versteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 4. April 1887, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in den Distrikten Waldshute, Philosophenwald und Tanne nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Bau-, Werk« und Nutzholz. 5 Eichenstämme mit 3,69 Festm., 41 Flchtenstämme mit 18,91 Festm. B. Brennholz. Scheith. Knüppelh Stockh. Reish. Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen. Eiche 16 12 1 450 Buche — — — 2030 1 Nadel 70 551,4 105,1 7650 Die Zusammenkunft ist im Philosophenwald. Die Großh. Bürgermeistereien der * Nachbarorte werden ersucht, Vorstehen- ‘ des im Interesse ihrer Ortsange- ' hörigen bekannt machen zu lassen. Gießen, den 28. März 1887. Großh. Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 2355 Iieikgeöotenes. Als ganz vorzüglich empfehle Cigarren zu 5 und 6 H per Stück, Cigarretten per Stück von 1 H an. Für Confirmanden Zahlreiche ZEUGNISSE der ersten medicinlsohen Autoritäten. ... Um °or Eintreffen der Frühjahrssendungen gänzlich zu räumen, gebe sammtliche vorrathigen Gardinen in reicher Auswabl schwarze Cachemirs und couleurte Kleiderstoffe z»m Einkaufspreise ab. Auch die Preise aller anderen Artikel sind billigst gestellt. 1836 Aug. Müller. 21 Auszeichnungen, worunter 8 Ehrendiplome und 8 Gold. Medaillen. H. RESTLOS KINDERMEHL 15Jähriger Erfolg. Frtbri'k-Marke ^llsiäiidigBs Nahrungsmittel für kleine Kinder. btei Mangel an Muttermilch, erleichtert das Entwöhnen, leicht und vo Irtandig verdaulich, deeshalb auch ErwaelMeMMi bei MMenleitlen als Aahrangsmittel bestens empfohlen. Zum Schutz gegen die zahlreichen Nachahmungen führt jede Büchse die Unterschrift des Erfinders Mene»! Verkant in allen Apotheken und Drogen-Handlungen, 103 resM empfehle ich schwarzen Cacheniir und Kammgarn in vorzüglichen Qualitäten zu billigen Preisen. ,rrz> Franz Gärtner, 154N im Darmstädter Haus. I 2058 August Meudelsohn. Wagenfabrik Stumpf Frankfurt a. M. Eiserne Hand 18, empfiehlt ihr reichhaltiges Magazin von Wagen aller Art, neu und gebraucht. Photographien °uf Wunsch zur Ansicht. 1095 Sand sür Maurer und Weißbinder zu haben bei 2159 Melchior Mank, Wieseck. ! Kinderwagen, neue Sendungen eingetroffen bei *647 Franz Senner. Das Beste zum Schmieren von Lederzeug sowie Wagen ist Pferdefett. Zu haben bei [1897 Pferdemetzger. 1997 Eine Kaute Mist zu verkaufen- —____________M. mofcnthaU la. Bettfedern ac(u Buckskinhosen, Westen, Säckchen, Joppen, Arbeiterhosen, Hemden, Blousen, Unterhosen, Metzgerkittel, blaue Hosen u. Kittel, Knaben-An- züge, 200 Buckskinwesten, schön gearbeitet, in la. Qualitäten, ä jü 2,25 u. s. ro. bei Louis Rothenberger, Neuenweg 22. 9ES3 Getrag. Kleider, Schuhe rc. halte wie seither ebenfalls bestens empfohlen_____________________________896 2363 Kanarienvögel Männchen und Weibchen, sind noch abzugeben__Wallthorstraße 16. Ein Wohnhaus nebst Garten in guter Lage, besonders für Gärtnerei geeignet, ist Wegzugs halber zu verkaufen. Näheres bei der Expedition dieses Blattes. 2341 Salz von der Großherzogl. Saline Bad-Nauheim aus gradirter Soole dargestellt, ausgezeichnet durch seine Schärfe und Leichtlöslichkeit, Kochsalz, Viehsalz, Bade, salz, Eissalz, Mutterlauge, letztere in Salinenkannen, alles bester Qualität, wie allgemein anerkannt, ist stets vorräthig und zu den billigsten Preisen zu beziehen bei Herrn Kaufmann J. <*# !>• auf dem Markt in Gießen. Grossh. Salinen- und Bergamt Bad-Nauheim._________ Konfirmanden-Alhiige billigst bei LouiS Rothenberger, 1917 ______Neuenweg 22.______ 2295 Spelzspreu bei August Schleßinger. LWU" Schivar^e Cachcmires und farbige neue Kleiderstoffe "ÄS in vortrefflichen Qualitäten, besonders für]Confirmanden, empfiehlt zu anerkannt billigen festen Preisen 2316 J. Pfeffer. Herman bi Mnrx• MarktplM. H .fofin^rStull§art s s S a v L fiS M s is Frack-Verleili-In»titut. 9 Verrniethmrgcn. 322 Bel-Etage Grünbergerstraße 21 per 15. Mär, cd. 1. April zu vermiethen. Näheres Löberstraße 6.________________ 1563 Ein möbl. schönes Zimmer zu vermiethen.________Marktstraßc 32. 1625 Ein möbl Zimmer mit Cabinet per 1. April zu vermietben. Schulstr. 9. 2057 Hammstraße 12: Wohnung mit 3 Zimmern und Zubehör. 2099 Für Einjährige. " Zwei fein möblirte Zimmer in nächster Nähe der Kaserne zu vermielhen. Sonnenstraße 3 II. 2270 Ein gut möbl. Zimmer vermiethet Albert Behrend, Marktstraße 32. 2366] Möbl. Zimmer, mit oder ohne Cabinet, zu vermiethen. Asterweg 1. 2320 Der zweite Stock, bestehend aus 6 Zimmern u. s. w, seither bewohnt von H. Major v. Heyden, in der Ludwigstr. bei der Aula ist anderweit zu vermiethen. Näheres bei Wilh. Seipp, Ludwigs- Platzs__ 2121] Möbl. Zimmer mit Kabinet zu vermiethen. Neuenweg 36, II. St. 2297] Möbl. Zimmer zu vermiethen- Afterweg 9, Hinterhaus. 2171 Ein Familienlogis zu vermiethen. Neustadt 27. Näheres im 2. Stock- 2025 Ein Logis, bestehend aus vier Zimmern nebst Zubehör, ist an eine ruhige Familie per 15. April oder 1. Mai zu vermiethen bei _____A. Markus, Bahnhofstraße 15. 1741 Ein kleines Familienlogis zu ver- miethen. Rodheimerstraße 40. 1410 Ein Logis im ersten Stock zu vermiethen. Bahnhofstraße 58. 1190 Eine Wohnung, 5 Zimmer mit Zubehör u- Gartenantheil zu vermiethen. __Steinstraße 55 2368 Ein Familienlogis zu vermielhen. ________________Katharinengasse 10. 2347 Das seither von Fr- Dr. Boek- mann bewohnte Logis ist vom 1. Mai anderweit zu vermiethen. Geschw. Gaquoin. 2344 Eine Wohnung zu vermiethen. I. Hirz, Glaser, Seltersweg. Nasche Lieferung. Billige Preise. Eingang im großen Hause, 1. Tbüre links. Verein Creditreform 57 Zur Vermeidung von Neclamaüonen werden die Mitglieder ersucht, dem Bureau sofortige schriftliche Anzeige zu machen von allen im verfloffenen Monat empfangenen Zahlungen auf Ausstände, welche dem Bureau zur statutenmäßigen Behandlung übergeben worden sind. ^^Ausstandsertheilungen sind ebenfalls schriftlich anzuzeigen. 2399 Ein braves Dienstmädchen zu Ostern gesucht. Frankfurterstraße 23. 2400] Nachhülfe in den Elementarfächern, sowie gründlicher Unterricht im Schönschreiben wird ertheilt. Carl Franz, Lehrer. 2361 Ein stud., der vor 14 Tagen am hies. Gymn. Matur, bestand, hat, ert. btll. Nachhülfestunden. Wer? sagt die Exped. d. Bl._________ 2322] Nachhilfestunden werden er- therlt v. e. stud. theol. Asterweg 40 III. 46 Wallthorstraase 46 Hüte zum Waschen und Faconnirerr werden von mir angenommen. Zugleich empfehle ich eine reiche Auswahl von Hüten, Blumen, Bändern, Federn, Rüschen rc. 2136 Ottilie Schmidt, vorm. Pauly & Schmidt. OKSGOSOOASGGOMOGOGGOGODGT | «»----..Konrad Hamel| 0 empfiehlt sich zur Anlage von gs g Wasserleitungen, • H Bade- und Closet-Einrichtungen 9 A unter der Zusicherung, daß ich nur Prima echte- Robr ver- wende, so daß Versicherung gegen Wasserleitung«- schaden fast gänzlich unnöthig ist. 1435 G Sachgemäße Ausführung. Billige Preise. G GOGGOGKGOGGOAOOGGOGIAOAAGO .1. C. Wallenfels — Kirchenplatz 21 empfiehlt sein 1759 Gtablifferrrent für Färberei, Wäscherei und chemische Reinigung von Damen- und Herren-Garderoben jeder Art, Möbelstoffen, Gardinen, Teppichen re. re. 2340 Ein kleines Familienlogis zu ver- miethen im Löwen. 2132] Große Wohnung mit Hinterhaus, wenn gewünscht Pierdestall, mit allem Zubehör, zu vermiethen. Näheres in der Erped. d. Bl' _ g 65 Die Belletage meines Hauses, Asterweg 29, 6 Zimmer mit Zubehör, ist zu vermiethen und am 1. April I I zu beziehen. Dr. Haupt. 1784 Ein möbl Zimmer mit Cabinet sofort zu Dcrmietbeii. Ederstraße 8. 2036 Für Einj.-Freiwillige. Mehrere möblirte Zimmer (auf Wunsch mit Pension) in der Nähe der Caserne zu vermiethen. Näheres in der Exp. d- Bl. 2246 Für Einjährige fein möbl. Zimmer zu vermiethen. Brandplatz 12, vis ä-vis der ftafetnt. 2258 Ein möblirtes Zimmer zu vermiet -en. Hermann Vogt, Bäcker, Seltersweg. 2264 Zwei ineinander gehende Man- sarden-Zimmer, mit oder ohne Möbel, per 1. April zu vermiethen. Marktstr. 1. 2342 Ein möblirtes Zimmer, in der Lage passend für einen Einjährigen, zu vermielhen bei Dr. Weber. 2227 Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen.______________________Kreuz 11. 163dJ Gut möblirte Zimmer zu vermietben. Gartenstraße 29. 2358 Ein Laden im Mittelpunkt der Stadt per 1. Juli d. I zu vermietben. Näheres in der Expe>. d Bl. 1 Laden mit Logis zu vermiethen. Stadt Mainz. Vermischte Anzeigen. 1983 Für mein Medieinal-, Drogen- Chemikalien- und Farben-Geschäft suche ich auf sofort oder später einen mit den nöthigen Schulkenntnissen versehenen jungen Mann aus guter Familie als Lehrling. Otto Schaaf, Seltersweg 39. 2206j Meinen werthen Kunden zur gefl. Nachricht, daß Hüt© rum Waschen, Färben u. Faconniren angenommen werden. Gießen. L. Bertrand, Wettergasse 3. Privat stunden ertheilt ein stud. theol. in allen Fächern des Gymnasiums und Real-Gnmnasiums. Näheres in der Exped. d. Bl. 2371 2374 Ein Ober-Primaner des Realgymnasiums beabsichtigt Schülern unterer Klassen Nachhülfeftunden zu ertheilen. Näheres in der Exped. d. Bl. f ür 50—80 Pf. werden Kinder- n. Damenstrohhüte nach neuesten vorgelegten Fa?ons gewaschen, i gefärbt und modernisirt. 1817 ! Albert Behrend, Marktstraße 32. In meine Musikalien- u. Instrum.- : Handlung kann ein junger Mann als 1 Lehrling | eintreten. Tüchtige Schulkenntnisse u. gute Handschrift sind erforderlich. Wilh» Biidolph in Giessen. 1 1227 In einer gebildeten Familie finden jüngere Schüler hiesiger höherer Lehranstalten freundliche Ausnahme Auch kann an einen einzeln stehenden gebildeten Herrn von Anfang April ab ein gut möblirtes freundliches Zimmer, mit oder ohne Per- I köitigung, zu mäßigem Preise abgegeben werden. Näheres zu erfragen Ludwigsstraße 4. 2349 Zwei tüchtige Schneider aus dauernde Arbeit gesucht von Gg. W. Lotz, Schneidermeister _______________in Alten-Buseck.__________ 2352 Ein 15—17 Jahre alter Bursche vom Lande erhält in einem hiesigen Geschäft bei gutem Lohn dauernde Stellung. Näheres bei der Exped. d. Dl. Nedaction: kl. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gieß«,