Ar. 2S3 Drittes Blatt. Sonntag den 30. October 1887. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Schulstr-b° 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. ............ Darmstadt, 26. Octbr. Das Gr. Regier.-Blatt (Beil. Nr. 28) enthält: 1. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, die Bestätigung von Stiftungen und Vermächtnissen betreffend. 2. Bekanntmachung Großh. Ministeriums der Finanzen,^die Organisation der Unfallversicherung betreffend. 3. Ueberstcht über die Einnahmen und Ausgaben des Vicinalwegbau-Fonds für die Provinz Rheinhessen sür das Jahr 1883/84. 4. Ueberstcht über die Einnahmen und Ausgaben des Vicinalwegbau-Fonds für biß Provinz Rheinhessen für das Jahr 1884/85. 5. Namensveränderungen. 6. Dienstnachrichten: Am 22. Septbr. wurde der provisorische Lehrer an der höheren Bürgerschule zu Beerfelden Dr. Heinrich Heil, unter Verleihung der Rechte eines definitiv angestellten Volksschullehrers, zum Lehrer an der Realschule zu Groß- Umstadt, mit Wirkung vom 1. October an, ernannt; an dems. Tage wurde dem Schullehrer Ernst Ruckelshausen zu Otterbach die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hainbach, an dems. Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Georg Lauber aus Grünberg die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Lehnheim, an dems. Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Philipp Adam Schuckmann aus Echornsheim die zweite Lehrerfielle an der Gemeindeschule zu Muschenheim, am 23. Septbr. wurde dem Schulamtsaspiranten Johs. Jung aus Lang-Göns eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Großen-Buscck, am 24. Septbr. wurde dem provis. Zeichenlehrer an der Volksschule zu Darmstadt Friedrich Kuhlmann, unter Verleihung der Rechte eines definitiv angestellten Votksschullehrers, eine Zeichenlehrerstelle an der genannten Schule, an dems. Tage wurde dem Schul- verwalter Xaver Trieb zu Radheim die Lehrerstelle an der Gemeindeschule daselbst — übertragen; aut 25. Septbr. wurde der von dem Herrn Grasen zu Elbach'Erbach aus die erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Brensbach präseniirte Schulamtsaspirant Georg Vogel aus Groß-Bieberau sür diese Stelle, ar. dems. Tage wurde die von dem kath. Psarrer und Stadtvorstand zu Bensheim aus die zweite Lehrerinnenstelle an der kath. Schule zu Benshehn präseniirte Schulamtsaspirantin Luise Stieler aus Darmstadt sür diese Stelle — bestätigt; am 26. Septbr. wurde der Hllsshetzer bei der Main-Neckar-Bahn Georg Götz aus Darmstadt zum Heizer bei dieser Bahn, am 1. Octbr. wurde der Hiliswärter Heinrich Reuter aus Bleichenbach zum Bahnwärter und der hWwärter Johannes Niedernhöser aus Egelsbach zum Weichenwärter bei den Obeihejfischen Eisenbahnen, an dems. Tage wurde der Schutzmann Nck. Knapp in Offenbach zum Kreisdiener bet dem Kreisamte Offenbach — ernannt; an dems. Tage wurde dem Schullehrer Georg Schmidt zu Schadenbach die Lehrer- stelle an der Gemeindeschule zu Elbenrod übertragen; am 4. Octbr. wurde Friedrich Ohl aus Bad Nauheim zum Geometer der 2. Klaffe Jür den Kreis Wen ernannt; am 5. Octbr. wurde dem Schullehrer Jakob Faustmann zu Nieder-Jngelheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gau-Algesheim, an deins. Tage wurde dem Schullehrer Joseph Adam Diehl zu Mosbach eine Leh- mstelle an der Gemeindeschule zu Rieder-Ingelheim, am 6. Octbr. wurde dem Echulomreaspiranten Philipp Brenner aus Mönstadt eine Lehrerstclle an der Gimeindescbule zu Sauer' Schwabenheim übertragen^ am 7. Octbr. wurde Friedrich Eiserhuth zu Michelstadt zum Steuerkommissariats-Gehilsen ernannt. Am 22. Septbr. wurde dem Psarrer Jäger zu Weisenau die kath. Psarr- fielle zu Dieburg, dem Psarrer Weber zu Birkenau die kath. Pfarrstelle zu Gabsheim, dem Psarrer Kimmes zu Osthosen die kath. Psarrstelle zu Gensingen, dem Psarrer Herrmann zu Oppenheim die kath. Psarrstelle zu Gernsheim, dem Psarrer Vierling zu Mörlenbach die katholische Psarrstelle zu Hosheim, dem Psarrer Dr. Falk zu Mombach die kath. Pfarrstelle zu Klein-Winternheim, dem Psarrer Koch zu Ober-Flörsheim die kath. Psarrstelle zu Armsheim, dem Psarrer Kemps zu Kostheim die kath. Psarrstelle zu Rieder-Saulheim, dem Psarrer Ries |u Wald-Michelbach die kath. Psarrstelle zu Rieder-Mörlen, dem Psarrer Strauß zu Lindensels die kath. Psarrstelle zu Abenheim, dem Domkaplan Dr. Scheurer zu Mainz die kath. Psarrstelle zu Kastel, dem Psarrverwalter Jöst zu St. Quintin in Mainz die kath. Psarrstelle zu Budenheim, am 23. Septbr. wurde dem Psarrer Kuhn zu Ober-Ingelheim die kath. Psarrstelle zu Bürstadt, dem Pfarrer Geier zu Seligenstadt die kath. Psarrstelle zu Bensheim, und dem Kaplan Gödecker zu Rieder-Olm die kath. Psarrstelle am Dome zu Mainz übertragen. 7. Charakterertheilung. 8. Ruhestandsversetzungen: Am 22. Septbr. wurde der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Groß- Winternhetm Joseph Schuster aus sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 1. Novbr. an, — am 1. Octbr. wurde der Schullehrer an der Gemeindefchule zu Laubach Friedr. Schenck, unter Anerkennung seiner largjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 1. Novbr. an, — am 5. Octbr. wurde der Kreisdiener bei dem Kreisamte Schotten Karl tzcrth auf fein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 15. Octbr. an, — in den Ruhestand versetzt. 9. Concurrenzeröffnungen: Erledigt sind: Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Äemetndeschule zu Malchen mit einem Gehalt von 900 JL Eine mit einer eoang. Lehrerin zu besetzende Lehrerinnenstelle an der Volksschule zu Worms mit einem Geholt von 1200 Die L hrerstelle an der kath. Schule zu Mölsheim mit einem Gehalt von 900 «A Mit derselben ist Organistendienst verbunden. Vermischte-. Frankfurt a. M., 27. October. Im Rtederwäldchen, einige Schritte vom Waldesrand entfernt, wurde gestern, nach einer Mtttheilung des „Jntell.-Bl.", von Vorübergehenden in einer Erdoerttefung ein etwa 3 Wochen altes, in Lappen eingewickeltes Kind gefunden, welches laut jammerte und steif gefroren war. Nachdem es auf polizeiliche Anordnung in das in der Nähe gelegene Wasserwerk verbracht worden war, wo man es erwärmte und reinigte, wurde von einem hinzukommenden Arbeiter mitgetheilt, daß Nachmittags in der Zeit zwischen 1 und 2 Uhr ein Mädchen mit einem Kinde zu seiner Ehefrau gekommen sei und dieselbe weinend gebeten habe, dem Kinde in ihrer Wohnung etwas Nahrung geben zu dürfen. Die bei dieser Frau gehaltene Nachfrage ergab die Richtigkeit dieser Mittheilung. Das Kind wurde insbesondere an den Lappen, mit welchen die Arbeitsfrau dasselbe gestern bekleidet hatte, wieder erkannt. Die angestellten Nachforschungen haben in kurzer Zeit zur Ermittelung der Mutter geführt, die das Kind am Dienstag an der bezeichneten Stelle ausgesetzt hat. Es ist ein 18 Jahre altes Dienstmädchen aus Oberramstadt bei Darmstadt, welches vor acht Tagen aus einer Anstalt in Marburg hierher gekommen war, um eine Stelle als Amme zu suchen, eine solche aber nicht gefunden hat und dadurch völlig mittel- und obdachlos geworden ist. — In Meerane ward am vorigen Freitag eine Filiale „der goldenen 72 in Halle" errichtet und am nächsten Tage wieder geschlossen, weil Eoncurs ausgebrochen war. Der Inhaber hatte seinen Gläubigern 40 Procent geboten,„ sein Angebot war aber nicht angenommen worden; jetzt stellt sich's heraus, daß ungefähr 75 Procent aus der Masse stießen werden. Es wäre ein hübsches Geschäft gewesen. — sDie Dunkelftunde tritt in ihr Regiments Wir meinen damit nicht die vielen dunklen Stunden, welche das Menschenleben im Allgemeinen und das Winterhalbjahr im Besonderen so zahlreich aufweist, sondern jenen Uebeigang von Tag und Nacht, für welchen vielfach — und mit Recht — geschwärmt wird. Zu jetziger Zeit, da die sparsame Haussrau noch nicht recht an den gesteigerten Petroleumconsum glauben mag, und das Tagesgestirn dennoch mit mathematischer Rücksichtslosigkeit um 3/*6, Uhr seine Funktion einstellt, wird mit dem Anstecken der Lampen gern ein Weilchen gezögert, ist die Dunkel- oder, wie sie mancherorts heißt, Schlummerstunde ihre wohlgemessenen 60 Minuten lang. Und sie hat des Reizvollen viel. Wer entsänne sich nicht noch gern aus seiner Jugendzeit der lauschigen Stunde, da Großmutter allabendlich die schauerlich hübschen Märchen erzählte, sür deren abenteuerliche Ereignisse, düstere Waldgründe und übernatürliche Lösungen die Dunkelftunde sich vorzugsweise eignet; wer hätte nicht — als er größer war und im traulichen Beisammensein des spätgewordenen Nachmittags neben einem Liebchen saß, die Dämmerung als innig-willkommen begrüßt als die treue Hüterin eines verschwiegenen Händedrucks, als die Gelegenheilsmacherin sür einen besonders schmachtenden Blick, den die Fernsitzenden nicht mehr controliren konnten. Ja, bei der frühen wie bei der reiferen Jugend hat die Dunkelstunde einen Stein im Brett und sie hat es auch bei dem — Alter. Das Alter ist beschaulich, sein Leben ist die Erinnerung. Wann aber träumte es sich süßer, als in der stillen Dämmerzeit, den Blick verloren in den ergrauenden Himmel, an dessen dunklem Gewölk das letzte goldige Flimmern erlischt und während der Abendwind sich erhebt und gespenstisch durch die abgefallenen Blätter der Straße rasselt. Da sinnt das Alter und sinnt immer weiter zurück, je tiefer die Nacht sinkt und es ist wie ein Erwachen aus alter Zeit zur blendenden, lebendigen Gegenwart, wenn plötzlich — die Lampe gebracht wird und die Dunkelstunde ihre Endschaft erreicht hat. — Das 100jährige Don Juan-Jubiläum am 29. October hat überall Anlaß zu allerlei Feftfeier gegeben. Wer aber war dieser Don Juan in Natura? Denn der Held von Mozart's altbekannter Oper, dessen Namen und Persönlichkeit nicht nur Anlaß zu verschiedenen Dichtungen gegeben, sondern der auch eine förmlich sprichwörtliche Figur geworden, ist keineswegs eine erfundene Person, sondern hat wirklich in Spanien einst gelebt. Sein vollständiger Name lautete: Don Juan de Marana, sein Wohnort war Sevilla, wo in einem seitwärts gelegenen Winkel des Marktplatzes, nahe der Kirche Omnium Sanctorum, sich ein nicht großes, doch zierliches Haus befindet, das als das seinige bezeichnet wird. — (Später gelangte es in den Besitz des gräflichen Geschlechts Motijo y Theaba, aus welchem die Ex-Kaiserin der Franzosen, Eugenie, stammt.) — Wenn nun auch die Ueberlteferungen Sevilla's das ausschweifende Leben des berüchtigten Don Juan ähnlich so schildern, wie es aus Mozart's Oper bekannt ist, so weicht die Schilderung der Chronik doch zum Schluß bedeutend davon ab, um sich statt dessen mehr der spanischen Denkungsart anzupassen. — Dem zufolge läßt sie den gewissenlosen Schwelger nicht inmitten seiner Sünden sterben und verderben, sondern ihn als einen Bußfertigen sein Leben enden. Einst — so erzählt sie — vurchstreifte Don Juan Nachts nach einem verschwenderischen Gastmahle die Stadt auf frische Abenteuer, als plötzlich ihm ein Leichenzug begegnete. — „Wen begrabt Ihr da?" fragte er, mit trunkenem Hohne den düsteren Zug anhaltend. — „Wir begraben Ton Juan de Marana," lautete die Antwort. — Halb betroffen, halb zum Spott schließt er sich dem Trauerzuge an und wandelt mit ihm durch die dunklen Gassen, bis man in eine Kirche tritt und unter Gesängen, die wie Stimmen des letzten Gerichts an sein Ohr klingen, den Sarg vor dem Altäre niedersetzt. — Man hebt den Deckel ab und Don Juan erkennt sich selber in dem Sarge liegend! — Bewußtlos niederftürzend, erwacht er erst am anderen Morgen in der leeren Kirche wieder — erwacht zu neuem Leben, denn das alte hatten die ihm erschienenen Geister zu Grabe getragen. — Ob diese ein Traumbild, eine Vision gewesen, ob Menschenhände dabet betheiligt waren, erzählt die Chronik von Sevilla nicht — sie begnügt sich damit, die Thatsache zu berichten, daß Don Juan in Folge dieser nächtlichen Begebenheit mit dem Reste seiner Reichthümer das „Hospicio de la Caridad“ (das große Armen- und Krankenhaus der christlichen Liebe) baute und dieser Stiftung in frommer, werktätiger Buße den Rest seiner Tage weihte. — sGegen Ratten.) Ein probates Mittel gegen Ratten theilt uns ein alter Landwirth mit: „Ich gab mir alle mögliche Mühe, diese Thiere von meinem Hofe zu vertreiben, doch stets mit wenig Erfolg. Es gab wohl kein Mittel, welches ich nicht anwendete, doch war alles vergebens. Angewandelt von guter Laune, erfand ich nun selbst ein probates Mittel. Ich habe wiederholt gelesen, daß wenn man S^eer in Die Rattenlöcher gießt, dieselben nicht mehr kommen. Obwohl mir der Zweck nicht besonders klar war, versuchte ich es dennoch, und siehe, die Ratten kamen aus den mit Theer behandelten Löchern nicht mehr, aber aus neu gegrabenen hervor. Alses mir wieder einmal glückte, mit der Rattenfalle einige Raiten zu fangen, wollte ich oen Theer nicht umsonst gekauft haben und bestrich mit diesen die Ratten, nur den Kops ließ ich frei und die Thiere wieder laufen. Seit dieser Zett sind in meiner 0°n8cn Nähe die Ratten wie verschwunden. Gewiß haben sich alle Raiten vor den lacrtrien Collegen geflüchtet und diese selbst sind in Folge dessen aus Gram umgekommen. A>er es nicht glaubt, der versuche es." Wollene und wasserdichte Fferdedeckei., billigst. LouiS Wittich II., Sattln M 7322 ____Neustadt 11. * 7963 Zwei hölzerne Tonnen, fast n :h| mit Schienen und Wägelchen, billigst |8 ß verkaufen-Löwengasse 2^ 6965 Drei Stoßrapiere (Fleundll und zwei Fechtsäbel, noch neu, Mz abzugeben. Wo? sagt die Exped d. :il Landwirthschaftliche Nachrichte«. (Nachdruck verboten.) — (Zum Pflanzen der Bäume und Sträuchers In keiner Jahreszeit wird in Feld und Garten so viel gesündigt und so viel Schaden angertchtet als im Herbst. So mancher schöne junge Baum, der neu gepflanzt und umgepflanzl wird, muß die Fehler seines Besitzers mit seinem Untergange oder doch mit längerem Siechlhum bezahlen. Die Fehler, die wir in erster Linie im Auge haben, beziehen sich auf das Beschneiden der Wurzeln. Ein jeder Gärtner und jeder GartenUebhaber weiß zwar, daß bei Bäumen und Sträuchern, die man verpflanzen will, die Wurzeln zu beschneiden sind, warum, das wissen die wenigsten. So wird dann flott darauf los geschnitten, so nach Gutdünken. Das Beschneiden der Wurzln ist aber sehr wichtig. Durch das Herausnehmen der Bäume oder Sträucher werden die meisten der feinen Saugwurzeln, die die eigentlichen Ernährer sind, vernichtet oder beschädigt. Es muß also für einen baldigen Ersatz gesorgt werden. Erfahrungsmäßig wachsen nun aus den Schnittstellen diese Saugwurzeln am schnellsten hervor. Also recht viel schneiden, denkt da vielleicht mancher, aber er ist damit auf dem Holzwege. Es soll nicht blos eine genügende Anzahl von Saugwurzeln vorhanden sein, sondern sie sollen auch Nahrung finden. Dazu gehbrt, daß sie sich nicht gegenseitig hindern und verfilzen. Es muß jede genügend Raum haben, dies ist beim Beschneiden der Wurzeln zu beachten. — Die Wasserschossen der Obstbäume, das heißt diejenigen Triebe, die sich an alten Aesten entwickeln, werden von vielen Gärtnern als durchaus schädlich angesehen und demnach vernichtet. Diese Ansicht ist aber nicht so berechtigt, wie sie scheinen könnte, unter Umständen können sogar die Wasserschossen sehr nützlich sein. Zuerst sei bemerkt, daß die Wasserschossen ebenso wie die anderen Aeste überall da entfernt werden sollen, wo sie zu dicht stehen, und dann, wo sie sich etwa kreuzen oder gar reiben. Sonst indeß sind die Wasserschossen zu schonen, denn sie sind mit Vortheil zur Aus- füllung der Kronen zu verwenden, wenn sie einen Stand haben, der sie zur Ausfüllung der Lücke geeignet erscheinen läßt. Denn diese Wasserschossen sind durchaus nicht unfruchtbar, sondern sie tragen oft schon im dritten Jahre Früchte. Hin und wieder benutzen die Gärtner die Wasserschossen sogar zur Bildung einer neuen Krone, indem sie sämmtltche Aeste bis auf geeignete Wasserschossen zurückschneiden. Das wird namentlich angewendet, wenn ein Obstbaum im Zuge ist, sich durch übergroße Fruchtbarkeit zu erschöpfen. Wenn man die Wasserschossen zur Ausfüllung der Lücken benutzen will, werden sie wie die Seitenzweige junger Stämme behandelt. Nicht zu verwechseln mit den Wasserschossen, die nur an den Zweigen entstehen, sind die Wurzelausläufer 3 und die Schößlinge des Stammes unterhalb der Kronen, diese finh „ sofort nach ihrem Erscheinen glatt abzuschneiden. nö tmmcr schädlich Uij eitcratifcb, - Soeben ist der 77. Jahrgang von LeSke'S Kalender erschienen. Seit den 77 Jahren seines Bestehens Notizen blätter für alle Tage des Jahres, 1 Kalender der' i 1 ÄaUnöer ujj Jnteressen-Rechnung von 3 bis 6pEt., Umrechnungstabellen nnn VtQ^a.bu*. ’t Währungen in die jetzige Deutsche Reichswährung, viele wichtige unMm*ftTfdnebeiTC3 im Geschäftsleben wohl zu verwendende Notizen, 1 Post: Unh ßUhn?" in*crefiair.t Telegramme, 1 ausführlicher Verloosungs-Kalender, sowie oft verm-fÄ^ ??^f Notizen in Betreff unseres Großherzogthums Hessen und schlteklieb i -?tistisj^ Genealogie der Regenten und aller hohen fürstlichen Häuser und in™? »^Ehrlich, sauber und solid gebunden — zu dem Preis von 1.25 w mprl °r .Es dies - Büchlein in Taschen-Format durch jede Buch- und Papierhandlung - Endlich Verleger — E. W. Leske in Darmstadt, Promenade-Stratze n? ?on dm beziehen ist. 9fr- 5 - „Monopol-Seide“. (Modebericht.) „Bom $,r-| Me rage. Mit 8012) Bremen nach Amerika e Bremen nach von t e n a Marktstr. Westanlage Holz- und B aumaterialien - Handlung. 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