9lr. 2S Zweites Blatt Sonntag b’n 30. Januar 18^7 Amts- und Allzeigeblatt für den Kreis Gießen. vurea« r Schulstr « ße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme be-ö Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pt. mit Bringerlobn. i urch die Po»t berogeri vierteljübrlich 2 Mark 50 Pf. ^aaiaB-3ZBawiBC7^>3ae>MH!tiLw«. 45 Erboerthcilungen waren anhängig: 2. in Oberhessen: 1. in Starkenburg 2. in Oberhessen Jnventarien wegen Zus. 346 253 zus. 1215 733 leistungen 55 , r c .» ll c,- « .. ui anderweiter Ehen: Eine besondere Lebhaftigkeit und | i. in Starkenburg Dir Wahlbewegung hat auch in dieser Woche lebhafte Fortschritte I gemacht und in den meisten Wahlkreisen Dürften nunmehr wohl die Candtdaten I der concurrirenden Parteien aufgestellt sein. .... Rührigkeit entwickeln die Socialdemokraten, fte haben diesmal sogar in verschie- j benen Wahlkreisen, in denen früher von einer socialistijchen Agitation nicht fvn- j Wochen - Ueberficht. Gießen, 29. Januar. Er ist eine alte Erfahrung, daß in politisch erregten Zeiten Sensations-Nachrichten, selbst wenn sie den Stempel der künstlichen Mache auf der Stirne tragen, eine außerordentlich rasche Verbreitung und leider auch Glauben in den weitesten Kreisen finden. So war er mit der berüchtigt gewordenen „Mardgeschichte" der Herrn v. Villaume, so ist er in der Folge mit einer ganzen Reihe anderer allarmirender Gerüchte gewesen, bis nun endlich die „Daily News" in diesem mehr als zweifelhaften Spiele gewiffermaßen den höchsten Trumpf darauf gesetzt haben, indem sie meldeten, daß Deutschland bei Frankreich wegen der Truppen-Zusammenziehungen in den französischen Ost- Departements anfragen wolle — warum schreibt da das Londoner Blatt nicht gleich, daß Deutschland demnächst mobil machen werde?! Glücklicher Weise ist diese tendenziöse Nachricht, die jedenfalls nur gewissen Börsenzwecken dienen sollte, von osficiöser deutscher Seite sofort mit dem wünfchenswerthen Nachdrucke dementirt worden und auch in Parts ist man loyal genug, die erwähnte Meldung der „Daily News" als eine Schwindel-Nachricht zu erklären. Bei der noch immer unsicheren politischen Lage wird es aber voraussichtlich auch weiterhin nicht an ähnlichen allarmirenden Gerüchten fehlen, denen gegenüber das Publikum immerhin auf der Hut sein mag. Es würde daher auch nicht verwunderlich erscheinen, wenn sich an da» nunmehr veröffentlichte Verbot der Pferdeausfuhr aus dem deutschen Reiche, welches mit dem 25. Januar in Kraft getreten ist, wieder neue beunruhigende Gerüchte knüpfen. Allerdings mag nun zuaegeben werden, daß eine derartige Maßregel für die obwaltenden Zeitverhältnisse immerhin symptomatisch ist, aber es darf ihr auch keine übertriebene Bedeutung beigelegt werden. Bereits im Jahre 1878, also zu einem Zeitpunkte, zu welchem die europäische Lage noch nicht so gespannt erschien, wie heutzutage, wurde vom Bundesrathe ein Pferdeausfuhr-Verbot erlassen, lediglich um unverhältnißmäßig starken Pferdeankäufen, welche damals auswärtige Händler ebenfalls in Deutschland machten, zu begegnen. Es handelte sich also 1878 wie jetzt für Deutschland nur um eine Maßregel zum Schutze seine» Pferdebestandes und somit kann man das Verbot an und für sich auch diesmal nicht als ein besonder» beunruhigendes Zeichen betrachten. Seit dem gewaltsamen Ende des Reichstages und der Vertagung de» Herrenhauses beherrscht von den in Berlin tagenden Parlamenten das Abgeordnetenhaus allein das parlamentarische Feld. Es ließ sich daher erwarten, daß die letzten inhaltschweren Debatten in dem aufgelösten Reichstage in der preußischen Volksvertretung noch einen lauten Nachhall finden würden. Dies ist denn nun auch in den Sitzungen bet Abgeordnetenhauses vom Montag und Dienstag geschehen. In denselben stand zwar die Special- berathung de» Etats auf der Tagesordnung, aber vom Etat war an beiden I Tagen herzlich wenig die Rede und drehten sich die Debatten in der Hauptsache um die Militärfrage und war hiermit mehr oder weniger zusammenhängt. I Gegner wie Freunde des Septennats legten in diesen zweitägigen Verhandlungen I nochmals ihren Standpunkt in dieser wichtigen Tazesfrage dar und alle Redner I sprachen sozusagen zum Fenster hinaus, zum Volk, denn sämmiliche Reden, die I gehalten wurden, charakterisirten sich als Wahlreden und dies waren im Grunde I genommen auch die Darlegungen des Fürsten Bismarck in der Montags-Debatte. I In denselben rechtfertigte der Kanzler die Auflösung des Reichstages nochmals I durch den Hinweis auf die so eigenthümlich zusammengesetzte bisherige Mehrheit, I bei der entschieden reichsfeindliche Elemente den Ausschlag gegen die Regierung I gäben, außerdem verwahrte sich der Reichskanzler dagegen, als ob die Regie- I rung durch eine eventuelle liberal-confervative Mehrheit die Monopol - Projecte I durchsetzen oder gar das allgemeine Wahlrecht beschneiden wolle, es handle sich I bei den bevorstehenden Wahlen nur um die militärische Sicherung des Reiches I durch das Septennat. — Eine ganz besondere Episode in den Bismarck'schen I Ausführungen bildete die Andeutung, daß der Papst die Haltung der Centrums- I Partei in der Septennatsfragr nicht billige und daß noch vor dem 21. Februar I eine bejÜQlidje Kundgebung des Papstes zu gewärtigen sei. Eine derartige Ein- I mif$ung des Oberhauptes der katholischen Christenheit in die gegenwärtige I Wahlbewegung in Deutschland zu Gunsten der Regierung wäre allerdings ein I hochbedeutsames Ereigniß und man möchte fast bezweifeln, daß ein solcher Schritt I ßeo XIII zu erwarten sei. Wie nun aber die Münchener „Neuesten Nachr." I au» angeblich unantastbarer Quelle erfahren, soll Fürst Bismarck eine sehr ent- I schiebene Aeußerung der Papstes über die Stellung des Centrums in den gegen- I wärligen Fragen besitzen und würde diese Aeußerung für die Stellung der I Katholiken im Wahlkampfe entscheidend sein, den katholischen Klerus von der I Wahlagitation fernhalten und aus den Reihen der Opposition drängen. Das Centrum werde sich entscheiden müssen, ob es form Papste ober Windthorst fer- I nerhin folgen solle. Die päpstliche Kundgebung sei so deutlich, daß Ungehorsam eine binde Unbotmäßigkeit gegen den Papst bedeuten würde. Bismarck werde die Kundgebung im geeigneten Augenblicke veröffentlichen. — Vorerst muß die Verantwortung für diese sensationelle Meldung dem genannten Blatte über- I lassen bleiben. über- diesjährige 414 801 340 393 1293 verblieben beim Jahresschluß: über- dies- lahrige 78 268 HO 143 Lokales. Gießen, 29. Januar. Dem Januarheft der Mittheilungen der Grobberranli^ Sben- ^"tralstelle für die Landes-Statistik entnehmen wir die nachfolgenden Während des Schuljahres 1885/86 bestanden im Großherroatbum dessen nn größeren und kleineren Orten 76 Handwerker- und Kunst-Gewerbe-Schulen an welche!! zusammen 143 Lehrer thättg waren Die Zahl der di- Anstalten besuchenden Schüler betrug tm Ganzen 4403, von welchen an dem Sonntags- und Taaesunterricht 4QR7 und an dem Abendunterricht 852 Theil nahmen. In Gießen besuchten die erweitert.» Handwerkerschule 24, die Sonntags- und Abendschule 143, die Alice-Vereins Schnke 25 Schüler; 84 Schüler betheiligten sich an dem Abendunterricht. $UIe Im Jahre 1885 wurden in den Provinzen Starkenburg 18,142 und Oberbesftn 21,333 Verträge bestätigt; darunter waren: ' Terpenen 569 wurden beendet: über- diesjährige zus. 336 533 869 230 250 480 berli^ md »u msthn gewesen ist, eigene Candtdaten aufgestellt und überschwemme daber die Arbeiter.Bevölkerung schon jetzt mit ihren Flugschriften Tti der bisher socialistisch vertretenen Wahlkreisen wird der Versuch Einigung sämmllicher auf dem Boden der staatlichen und gesellschaftlich^' n nung stehenden Parteien gegenüber der Socialdemokratie h-rbchMhA SJ« man aber von diesen Versuchen hört, klingt freilich dem ©maunüSdlnfL.n nicht sonderlich günstig. Die leidige Varteiwuth A>-rwuchett^eben «mm-! höher stehende Rücksichten und Interessen I * ebcn immct wieder Prinz Alexander von Battenberg ist am Mittwoch nnn smAir„„K aus nach Genua - nicht nach Venedig, wie erwartet wurde — abaereiß1 h ©fnua dürfte sich der Prinz zu seiner weiteren Reise noch dem Süh.n „i R Mit den bulgarischen Delegirten ist demnach der lprinz nicht mehr zusammengetroffen. v ’ 1,1 weyr Der österreichische Reichsrath ist am Freitag zusammena-tr-.-» und wird vermuthlich die Thronrede eine weitere Kundgebung zur allaeme^nen Lag- gebracht haben Verschiedene Vorgänge der inneren österreichischen Po rt k ” B. btt Ausgleichungsfrage mit Ungarn und der Austritt der deutsch, böhmischen Abgeordneten aus dem böhmischen Landtage, werden im Reichsratbe unzweifelhaft in den ersten Tagen nach der Eröffnung mit zur Sprache kommen und da jedenfalls zu lebhaften Auseinandersetzungen führen. V mmtn ,. Auch das englische Parlament ist in diesen Tagen, am 27 d M zu seiner neuen Session zusammengetreten. Einen Hauptgegenstand der Be- rathungen des Unterhauses werden die von der Regierung voraeschlaa-n-» Gesetzentwürfe gegen die irische Agrarbewegung bllden und wird sich hf-rh-i zeigen, inwieweit das reconstruirte Cabinet Salisbury noch einen Rückbatt am Parlament hat. In den nächsten Tagen sollen auch die Verhandlunaen im s-Lem den Gladstonianern und einen. TheUe der liberalen Unionisten L bi “Ä gtage raubet aufgenommen werben und falls diese Verständigung zwischen ben f-lndl,chen Brudern doch noch zu Stande kommt, wird bas Ministerium Sali«, bury im Unterhause einen harten Stand erhalten. 16 England hat Port Hamilton am 23. b. M. geräumt unb somit biese wichtige Position an ber koreanischen Küste preisgegeben Die Chinesen beabsichtigen nun, sich in Port Hamilton festzusetzen, was man ihnen schwerlich verdenken kann. Den Italienern erwachsen jetzt aus ihrer Colonialpolitik recht unangenehme Früchte. D.e Abessynier, bie südlichen Nachbarn Italiens am R°then Meere, haben plötzlich einen Vorstoß gegen Massauah, das Centrum der ttaliemschen Besitzungen, gemacht, wöbe, sie zwar mit blutigen Köpfen heimgeschickt wurden, aber trotzdem scheint dort die Lage ernst genug zu ein möglichster Eile sollen von Neapel aus zwei Corvetten mit Truppenversiärkuno-n nach dem Rothen Meere abgehen und werden im Ganzen '2 Co!npagm ^ Jnfanteru, 3 Alpenzager.Compagmen, 1 Geniecomvagnie und 1 Gebirasbatterie zum sofortigen Abgänge nach Massauah vorbereitet. In der Senatssttzuna am Mittwoch äußerte sich der Minister Robilant über die Sage am Rothen Ziemlich optimistisch; ob dieser Optimismus gerechtfertigt ist müssen die kommenden Ereignisse in dortiger Gegend lehren. Wie die „Aqencia ©‘efani* erfährt, soll sich der abessynische Obergeneral Raffallul» noch in Ghinda befinden und mit dem Vormarsche auf Massauah zögern. In der Devutirten- kammer erklärte Minister Robilant am Mittwoch, daß Italien jetzt keine Expansionspolitik in Afrika verfolgen würde und bezeichnete dann die Nachricht, daß d.e abessynischen Truppen Massauah bereits angegriffen haben sollten als unwahrscheinlich. ' ' _____ 73 Schenkungsverträge Eheverträge Sonstige Verträge 16 418 1709 Kauf- u. Tausch- Uebergabs-,.. Erbver- Schuld- und Pfand- Bürgschafts- Verträge Verträge träge Verschreibungen 1. in Starkenburg 13 708 206 16 2014 2. in Oberhessen 17 223 _ 579 8 1541 1. in Starkenburg 2. in Oberhessen 754 1194 1948 566 783 1349 188 411 599 56 410 466 52 371 423 4 39 43 27 189 216 24 163 187 3 26 29 83 599 682 76 534 610 7 65 72 936 11000 574 347 6361 4225 5787 3878 10064 555 372 803 38 593 25 397 38 841 Vormundschaften: 1. in Starkenburg 6342 612 6954 2. in Oberhessen 4250 372 4622 3. in Rheinhessen 10867 974 11841 folgt: Fällen 49 230 1 1 auf Gießen 8 5 14 Erwachsene Todesursachen waren: Verunglückung Selbstmord Im 1. Lebensjahre verstärken 101 „ 2.-15. » k m 1958 23417 1730 101 1831 19729 1857 21586--- In der Provinz Nheinbesten wurden außerdem norgenommtit • 245 Siegelungen, 436 Inventare statt Siegelungen, 265 Entsicgelungcn; <0^0 Eintragungen in die Mutatlvnsverzeichnisse auf Grund öffentlicher Urknndcn, 4242 Eintragungen auf Grund von Privaturkunden. (5d erfolgten Testaments:Aufnahmen -Hinterlegungen tn Starkenburg 541 734 in Oberhessen 433 521 oQrk den 16 größten Gemeinden des Großhcrzogthums kamen im November 1886 380 Sterbfalle bet einer Seelenzahl von 250 200 vor; dieselben vertheilen sich wie in 5 9 Mord und tödtl. Körperverletzung 2 „ in allen anderen Fällen Diphtherie, Masern, Keuchhusten, Lungenschwindsucht Scblaa- slaß, Darmkatarrh und Brechdurchfall und andere bekannte Krankheiten. Gießen, 27. Januar. Gestern Nachmittag 3 Uhr wurde die Generalversammlung des Allgemeinen Vereins für Armen- nnd Krankenpflege im alten Nachhause abgehalten. Der Vorsitzende, Pfarrer Schlosser eröffnete sie mit einer kurzen Ansprache, in welcher er die arbeitenden Mitglieder ermunterte, trotz aller Schwierigkeiten von innen und von außen auch ferner dem treu zu bleiben. Zu den Schwierigkeiten von außen rechnete er die mancherlei abfaüigen Urtheile, die von Solchen, die keine Kenntniß und kein Dersiändniß der Ordert der Armenpflege haben, immer wieder gefällt werden. Den einen geschehe bann zu wenig, den andern zu viel. Vielfach seien solche Urtheile nur ein Vorwand um damit Ansprüche an den eigenen Geldeutel abzuwehren. Der Verein sei sich bewußt' daß seine Leistungen von menschlicher Unvollkommenheit nicht frei seien aber nicht '"luder, daß er mit ernstem Willen bestrebt sei, der schwierigen Aufgabe ebenso mir warmem Herzen wie mit nüchterner Prüfurw gerecht zu werden. Dafür tauche weder eine allzu weichherzige Mitleidigkett, die verkennt, daß in der Armenpflege auch raucht nothwendig sei, aber noch viel weniger jener kaltherzige Egoismus, der die Armen nur al5 eme Lcfft ansieht. Ganz besonders weist der Vorsitzende den völlig aus der Lust 6egriffenen $oriDurf zurück als ob der Verein durch seine Tätigkeit die Armen von außerhalb in die Stadt ziehe. Daß darauf von Armen speculirt werde, könne er nicht hlndern. Er unterstütze aber nur solche Arme, deren Unterstützungswohnsik schon festgestellt sei und habe schon in zahlreichen Fällen den heimlichen Erwerb des Unter stutzungswohnsitzes durch sein Eingreifen verhindert. s .^l^dann erstattete der Vorsitzende den Jahresbericht für 1886 Da £ur<$ den Druck veröffentlicht werden wird, so heben wir daraus nur fun beroor. Zwei schmerzliche Verluste hat der Verein erlitten durch den Ä Ugendee ?nrnfhlArlalhtOf 0 V m a n n uud des Rentners Karl Vogt, denen^er Vereinen dankbares Andenken bewahren wird. Die Mitalied-rk,,i^^- rLx ei? Cln zurückgegangen, von 3358,40 in 1885 «uf 338664ÖC^rin ’lSSS^matonbhk müßigen Ausgaben beständig im Wachsen begriffen sind. Doch hat der Verein au* b" 8p"’ ÄS 'S“' SM" äü®‘8 «™Ä “”1 ", äÄSVf.™?™’*' b,‘ 0,1 11 .» gefefjieft ‘ wurden zur Cur in das Kindcrhospital nach Bad Nauheim Mittel die zur Erbauung eines Vereinshauses nöthigen Ausgaben für Ankauf einea rc. vorzunehmen. Schließlich wurden die ausscheidenden ^Rit- gltebcr des Vorstandes durch Acclamation wiedergewählt. »mwenoen jjai- «m©etfWdrte schwarze Seide. Man ver- keSjSioffeS, von dem man kaufen will, und die etwaige VerfLlschung ;d)te' .reLnf gefärbte Seide kräuselt sofort zusammen ver? ^i11 9 Don 9an3 hellbräunlicher Farbe. — 'Ver- salschte Seide (ote leicht speckig wird und bricht) brennt langsam fort namentlich hmf nd’Ut(lb?rf4,ra?er (wenn sehr mit Farbstoff erschwert)' und hinter- lafet eine dunkelbraune Asche, die sich im Gegensatz zur ächten Seide nickt kräuselt sondern krümmt Zerdrückt man die Asche der ächten Seide, so zerstäubt sie die Seiden-Fabrik-D6M von G. Hennebe?g | (Wu. $ Hoslref.) in Zurich versendet gern Muster von feinen ächten Seidenstoffen an ^eder- mann und liefert einzelne Roben und ganze Stücke zollfrei in's Haus. 731' Jagdvcrpachtung. Donnerstag den 3 Febr. I. I., Vormittags 9 Uhr, soll auf hiesigem Bürgermeisterei- Bureau die der Gemeinde Bersrod zustehende Wald- und Feldjagd ander- weit auf 6 Jahre verpachtet werden. Bemerkt wird, daß die Gemarkung Bersrod zwei Kilometer von der Bahnstation Reiskirchen entfernt ist. Bersrod, am 27. Januar 1887. Großh. Bürgermeisterei Bersrod. 711________Bücher. Bekanntmachung. Zur Verdingung der Lieferung des pro Etatsjahr 1887/88 für die hiesigen Garnison-Anstalten erforderlichen Bedarfs und zwar: 155 rm Kiefern Klobenholz, 500 kg Petroleum mit 20 m Dochtband, 400 „ grüne Seife, 60 „ weiße Kernseife, 800 „ crystallisirte Soda, 204 hl weißer Streusand, sowie der Anfuhr von 8100 Centner Steinkohlen ist ein unbeschränkter Submissionstermin auf Sonnabend den 8. Februar 1887, Vormittags 10 Uhr, im Garnison - Verwaltungs- Bureau, Nahrungsberg Nr. 7 hier anberaumt, woselbst die Lieferungs- rc. Bedingungen zur Einsichtnahme aufgelegt sind. 569 Gießen, 21. Januar 1387. Großh. Garnison-Verwaltung. Aeilgebotenes. Kreppe! täglich frisch bei Fr. Schreiner, 589 Lindenplatz 4. Specialität: Kaffee 53 Bekanntmachung. Zarten wegen Erwerbung des zur Straßenverbreiterunq nicht erfordere lt$en ^blandes der durch die Stadt angekauften von Gehren'schen Besitzung tn der Bahnhofstraße mit Gebäulichkeiten oder ohne solche werden binnen 14 ^agen von heute an bei der unterzeichneten Behörde entgegen genommen. Etwa gewunicht werdende Auskunft erthult Herr Stadtbaumeister ©tief Gießen, den 21. Januar 1887. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ______________________A. Bramm. ________________ 585 Bekanntnr achung. Es^wird hiermit bekannt gemacht, daß außer an jedem Mittwoch 3*. a" auch noch jeden Samstag Vormittag Don 9 bt6 12 Uhr bei der hiesigen Spar- und Leihkasse Geschäfte erledigt werden können. ö Gießen, am 14. Januar 1887. Die Direction des Spar- und Leihkassevereins zu Gießen. ________ Haberkorn. A. ranguiÄMM, Kircheuplatz ~ empfiehlt au Maskeraden 1gelb, hellblau, rosa, ponceau, flrutt und weiß, per Meter Mk. 1.40, in fchwarr per Meter Mk. 1.- in schöner Qualität 587 Gänzlicher Ausverkauf wegen Ausgabe des Uhren-, Geld- t Silberwaareii-Geschäftes GGA Die soeben erschienenen billigen Ausgaben von 393 Robert Schumann’s Werken Willi. Rudolph in Giessen. äe7afllIetrbeKe?rmOC5etS G-iSmar soll das reichhaltige Uhren, Ketten, Ringe, Brechen, Ohrringe & Silberwaaren, mXn Fabrikpreis abgegeben werden. Die Werken versehen^^ ^^ 0U CS Fabrikat und unter Garantie mit besten “"n"0 b" ***" m“ Th Geismar Wwe , Gich<», numijorfir. is. ... . per Pfund Mersch ohne Knochen 25 H Lenden im Schnitt 40 Rauchfleisch zum Rohesten 50 ” Roulade 40 Pökelfleisch 40 I Cervelatwurst ßo Aleischwurst 40 Leberwurst 25 Geräucherte Zunge, per Stück 60 ” Knovlauchwürstchen „ „ 10 „ M. Kessler, 567 Pferdemetzger. Atafchenöier. 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Kenntnißnahrne, daß ich keinen Gehülfen, auch Wust Niemanden beauftrage, für mich Pferde zu kaufen und »ollen sich Verkäufer gütigst dnect an mich wenden. M. Kegler, Pferüemehger. 334 Lehrling mit den nöthigen Vorkenntnissen für das Eomptoir einer hiesigen Eigarren-Fabrik gesucht. Zu erfragen in der Erp, d Bl. 674 Für ein Lu-gros-Geschäft wird per 1 April 1887 ein angehender Commis Zeugn gesucht. £ff mit best- Gehaltsansp. sub 8. H. i. d Exped. d- Bl- abzug. Vermischte Anzeigen. 579 Ein Herrenschneider empfiehlt sich im Repariren u. Reinigen v. Kleidern gut und billig; auch geht derselbe auf Wunsch in Wohnungen zum Arbeiten. Näheres Hftanlage 9 im Hinterhaus- Eintrittskarten ü 75 sind bei den Vorstandsmitgliedern, sowie an der Kasse zu haben. __________________Der Vorstand. Turnverein. Die erste diesjährige Oröentlidje ^auploerfammfuiui findet laut Beschluß des Vorstandes . Die Nr. 16 enthält: Textlich: Nach dem Sturme. Roman von B- Renz. Fortsetzung.) — Aus meinen Knaben- und Jünglingsjahren. Erinnerungen eines Hannoveraners von v. Waldvogel-Jesberg. — Die alte Uhr. Von Harriot Wolff. — Der Dichter des Urwaldes und des Ozeans .I. F. Cooper l. Von Ernst Otto Hopp. Mit Porträt. — Aus dem Famili-nl-b-n der Fische. Von K. Hennings. Mit °re- Edern. - Am Familienti'ch iMIscellen). — Erste Beilage: Aus der Zett — für di- Zeit. Zweite Beilage: Frauen-Daheim. ferner: Im Frauenstand einer Thurmger Dorfkirche Gemalt von erfüllung ^ ~ Gewissenhafte Pfllcht- 706 Ein^rdentliches^Mädchen^ miethen gesucht. Bahnhofstraße 39, I Treppe. MaCti°“: 3,1 ed)tSba" - ®tud und Verlag der Brühl'schm Dn.-t-re. tgr. Lhr. Pietsch) in Gießen. Vermietungen. 542 Der unterste Stock eines Hauses, in guter Lage, als Geschäftslokal, besonders für Bäcker oder Metzger sich eignend, ist zu vermiethen- Näheres in der Exped. d Bl. 292] Kleine und größere Wohnung zu vermiethen. Hammstraße 27. 248 Die von Frau Rentnerin Henk innegehabte Wohnung, II. St., ist per 1. April anderweitig zu vermiethen. H. Winter, Wallthorsiraße 16. 149 Die 3. Etage m. Hauses, Nord- anlage 29, bestehend in 5 Zimmern, Küche, obgeschlvssenem Corridor, Bodenkammer, Gartenantheil per 1. April I. I. ander- rveit zu vermiethen. W. Seuling. (für dir Schwestern und die Krippe) werden oächflrn Montag den 31. Januar beginnen und in den darauf folgenden 14 Tagen bis eiischlieblich den 14. Februar von bei -Kttguedern unseres Vorstands und Der Befirksversammlungen voraenommen roerhen. Wir bitten, die Sammler und Sammlerinnen freundlich ausnebmen ru [684]_________ Der Vo-fland. Central - Kranken- »nd Sterbekassc der Schuhmacher, Gieften. Zonntag den 30. Januar im Saale des Cafe Leid: 1. StiftiiBgfNfest von ausgekämmtem Haar werden für 1 «X schön und dauerhaft angefertigt von F r. W e l ck e r, 419 Neustadt 30. 543 Ein tüchtiger Schuhmacher, welcher selbstständig arbeitet, und der auch Zuschneiden versteht, kann gegen guten Lohn dauernde Beschäftigung finden bei Moritz Mähers Nachfolger, Homberg a/Ohm. Tagesordnung: 1) Bericht über Verein und Gau. 451 2) Decharge-Ertheilung für die vorigjährige Rechnung. 3) Antrag des Vorstandes, betr. Vermehrung des Turner-Unfallfonds 4) Ergänzungswahl des Vorstandes (2. Sprecher und Turnältester) 5) Verschiedenes. __________Der Vorstand. Wes fp Magischer flog«. Sonntag den 30. Januar: 696 Für eine gut empfohlene Lehrerstochter gesetzteren Alters wird eine leichte Stelle bei einer einzelnen Dame, einzelnem älteren Herrn, oder in einem Hause wo die Mutter fehlt, gesucht. Auskunft ertheilt Frl. Ki ß n e r, Löwen- aasse 5, oder Frau vvn Gehren, Bahn- Hofstraste 27. Sonntag den 30. Januar: Streich-Äoncert bei Gr» Külbach, 718 Licherstraße 9. II! Zöpfe !!! werden für JL 1.— angefertigt, Perrücken Toupes und Scheitel nach Maaß. Perrücken und Bürte leihweise. Georg Perri Wiwe., 227 Seltersweg 43. 403 Ein unmöbl. Zimmer |an eine einzelne Person zu vermiethen- Lindengasse 1 IIT. t6»] Wohnung mit 6—7 Zimmern Gartenantheil und allem Zubehör, zu ver- miethen. Lahnstraße 11. Durch Versetzung des Herrn Lieutenant Teltz ist dessen Wohnung (mittlere Etagei sofort oder später zu ver- miethen. A. Petri, Neuenweg 41. 574 In meinem Hause ist der zweite Stock per 1. April 1887 zu vermiethen. _____Herd. DrebeS, Marktplatz 21. 659 Eine Mansardenwohnung zu ver- miethen. jAlicestraße 28. 6b8 1 Familienlogis zu vermiethen- Frankfurterstratze 23. 418 Ein freundlich möblirtes Zimmer, mit Schlafzimmer ist an einen Herrn preiswürdig zu vermiethen. Sonnenstraße 1, am Botanischen Garten. iMitMIM der Mimten Naturmissenschaflen l unter Mitwirkung hervorragender Fachmänner. D Vf Herausgegeben von Dr. Vlko Dammrv ?eVa0 bon p"o Weiscrt in Stuttgart. er^eint tn Lieferungen a 1 Mk. 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