Bureau: Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. g ?!?• 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn- ■THirnnimimi iwnIiii i■■ i,——■—vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Nr. 98 Freitag dm SS. April 1887 Weiter 4n;eiaer Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bekannt m a ch u n g. ~~ Setreffenb: ga« Verbrennen dürrer Crescentien ans Feld, nnd Gartengrundstücken in der Nähe der Stadt “MnH£"5r'F5 arb°e * *s* beanstandet worden, nöthiqt uns“ /ur Beseit-gung'^edes Mißmrständnfise's nachdrücklich^sei von den Strafgerichten als unbefugterweife erlassen Gießen auf erfolgte Bern ung d'ur chEntschdung vom SFebmarlEnsÄn u? ..nt ^3uweisen daß die Strafkammer Groß . Landgerichtes" u sondern auch die N°tHwendigke t berfeZn aneX«ntb? tum V*.?"t6. Erlaß dieser Bekanntmachung. Folgender hervor: ' an er rannt hat. Zum Belege hierfür heben w.r aus den umfangreichen Entscheidungsgrnndül zeitweife 'Rta '3'2 ’ViÄ -fifr ^ß die Bewohner ganzer Straßen Bäu* KÄST SWM«* «V »X” 7-?.« KSÄS sä ass*" - * ber ganze Thatbestand erwiesen sein. Die bloße Möglichkeit einer $eläftiannri hf>& er ° y? ?a"n; es muß jedoch für jeden konkreten Fall sein, daß der Rauch sich über Häuser und Wege in demGradesetogert bat ®iKeni SanTb^brrr^*k7“6 den einzelnen Fall dargethan es auch nur ein einzelner Spaziergänger". «99/ B irgenö jemand dadurch die Empfindung der Belästigung gehabt hat, sei beliebten Gartenfeuer Mchst77/mg7ung°7" StaXnach “to AuffafiX to st- gibt bekannt, daß das Anzünden der einer reichsrechtlichen Gesetzesbestimmuna sei und in SufimO 7Xp,^6 „X, 9! 7 3 eXne He6ertr demnach der Ordnung durch neue Ausfuhrungsbestimmungen bedürftigen Anaeleaenbett ’—s-'äs qualiftcieren, trotz her Bedenken des Schöffengerichts " ' bezüglichen Gartenfeuer aus § 360, 11 St-G. B. als „groben Unfug" zu Nach dem Maßstab der Legaldefinition des § 360, 11 finh hi, ©rtforia« aaaaLa • k .. P. cfr- St. G. Entscheidungen I, pag. 400, SLKr.r? * - «* « äStiSSÄ 8?«Ä%SS*ÄÄ &fi s* 2»°-'»-«««d,. » loMien, „w M ZM"«««— Di,. „i„ *,'» &, „f bi.Vuiwf L "Ä5&.“ ,"1?S SÄJBWr i» iUbri6ifE“™""“i“:L“XSa?tianr^äJX%r:3r3a" SfEL“SL",±,ä “**>' » l»«“»« 1« ~<6,n. vom Schöffengericht au gestellten etnn ^nM fpin.m h ^ 7' ? . Wort zusammenzufassen sucht, eben owenig bedarf es dazu der Borsätzllchkeit in dem gerichtet gewesen wäre, B bedarf esinsowKt^einer Berwabruna® ek7en7/7^ fein Ersatz auf geflissentliche Belästigung des PuüiL Belästigung, um das subjektive der Strafbarkeit henustellen Das®s'ub,?kti7unh m“1”11 bel? Möglichkeit und konkreten Wahrscheinlichkeit der analog oder gleichartig angesehen werden". 9 5 en" 8 lubiektwe Schuld- und Willensmoment dieser Uebertretung kann als dem animus injuriandi Privatrechtsft>7ä^ b ex @runVelqentbüm e 7 ? ib u rh?« d°lizeiver waltung sich keines unbefugten Eingriffs in bie angemessen ober sogar nützlich erscheinen, fo® lieg/ doch die^Sache l'o ® baß° baXbvaienis^°7-^7^77" Abfälle wirthschastlich mehr ober weniger und frischer Luft, welchesdurch bie G?rnseuer ?? lästiae^r W i?e"be inX^77°^^ Gesammtbevölkerung an reiner worben ist, weit wesentlicher ift nl« h„a „s 1 “ ra e f . ye beeinträchtigt werben kann unb lange Zeit beeinträcktiat Fresenius. 33 e t r-: Abfindung ber zum Dienst einberufenen Mannschaften mit Marschgebührnissen. Gießen 26 April 1887 Das Großherzoglichr Kreisamt Gießen an die Gemeinde Einnehmer Ves Kceifes. längstensImnen^T/gen7n uu^ Ekto®'" über im abgelaufenen Etatsjahre an einberufene Mannschaften gezahlte Marscheompetenzen ______vr. Boekmann. . Bekanntmachnnq. Betreffend: Wie oben. " StabttheileIn^steigenbem Mak7ru7777öbttchen°R!mai°"^ 5eIb’ unb Gartengrunbstücken in ber Nähe ber Stabt hat mit ber Ausdehnung der äußeren wälzen sich nach der Stadt und 7X8""3 777?™^" a^.elIs. ber Einwohnerschaft geführt. Große Massen dicken stinkenden Qualms t und erfüllen stundenlang Straßen und Wohnungen mit einem penetranten, widerwärtigen Gestank. Wer seine Wohnräume nicht. Gießen, den 23. April 1885. Reichstag. die un- für die Hierauf wird die Vorlage angenommen. Es folgen Wahlprüfungen. Sohlen der Abgeordneten Delius, 3. Minden, Witte, 2. Meiningen, Pfähler, 5. Trier, Fürst Radziwill, 10. Posen, und Feuffel, 2. Oberfranken, werden für gdtig erklärt. -verpestet haben will, mu6 die Fenster geschlossen halten, was namentlich für Kranke, welche im Zimmer frische Luft genießen sollen, eine höchst störende Beschränkung ist. Der Vorwand, daß mit der Asche die Grundstücke gedüngt werden, ist nicht stichhaltig, da durch Unterarbeiten der unverbrannten Crescentien in den Boden demselben erheblich mehr Dungstoffe zugeführt werden, als durch die Aschenrückstände. Ist die Quantität zum Unkerarbeiten zu groß, so kann der Ueberschuß bei Kesselfeuer Verwendung finden. Die vorerwähnte, ohne Nothwendigkeit erfolgende, ungebührliche Belästigung einer großen Mehrheit von Personen erscheint als grober Unfug im Sinne des § 360, pos. 11 des Strafgesetzbuchs und wird in Zukunft als solcher behandelt werden. Die Schutzmannschaft und das Feldschutzpersonal ist angewiesen, Personen, welche in der vorbemerkten Weise bewirken, daß Theile der Stadt mit Qualm überzogen werden, auf Grund der citirten Gesetzesstelle zur Anzeige zu bringen. Zur Warnung Derer, die es angeht, wird dies zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Kraemer. Die beteiligten Gemeinden sollten jedoch, wenn immer tbunlich, über die aus- zufülrenden Arbeiten unter Mittheilung der Plane gehört werden. Die Regierung ist berechtigt, die Vergebung und Ausführung selbst den be- theiligten Gemeinden zu überlassen. Hierzu nimmt der Abg. Geier das Wort, indem er das Zustimmungsrecht der Gemeinden bei Dammanlagen nicht gewahrt findet. Er stellt deshalb einen Antrag welcher dieses Recht gewahrt wissen will. Abg. Metz hält diesen Gesetzes-Artikel für gesetzlich und rechtlich unzulässig, die Gemeinden außerhalb des Expropriations-Verfahrens zu zwingen, Dammbauten in ihren Gemarkungen Herstellen zu lassen, ohne daß sie hierbei eine entscheidende Stimme hätten. Er stellt demgemäß einen Antrag. Abg. Möhn spricht sich in ähnlicher Weise aus. Gegen diese Ansichten erwidert Ministerial-Präsident Weber: Ter Antrag Metz stehe im Widerspruch mit der Tendenz des Gesetzes und es würde hierdurch dasselbe untergraben. Es sei auch unnöthig, einen derartigen Passus im Gesetz aufzunehmen, da die Frage mit jedem Budget in der Kammer erscheine und die Stände hätten im Beschwerdefall das Recht, dieselben dann zu prüfen. Er bittet den Antrag Geyer und Metz abzulehnen. Abg. Küchler und Osann sprechen für die Gesetzes-Vorlage nach Antrag des Ausschusses. Nach erfolgter Abstimmung wird Art. 6 unter Annahme des Zusatzes des Ausschusses: Die betheiligten Gemeinden sollen immer vorher über die auszuführenden Arbeiten unter Mittheilung der Pläne gehört werden, mit allen gegen 6 Stimmen angenommen. Die Anträge Metz und Geier und Genossen werden mit 15 gegen 21 Stimmen abgelehnt. Es folgt nun Art. 7. Derselbe bestimmt: Als beteiligt sind diejenigen Gemeinden anzusehen, welchen der Neubau :c. eines Hochwasserdammes zum Schutz gereicht. Derselbe wird einstimmig angenommen. Art. 8 bestimmt: Der den Gemeinden zu gewährende Zuschuß besteht darin, daß der Staat innerhalb der in dem jeweiligen Hauptvoranschlag der Staatseinnahmen und Ausgaben vorgesehenen oder aut Grund besonderer Propositionen ständisch bewilligten Mittel drei Viertel der Baukosten, ausschließlich der Kosten für Erwerb des Malfeldes übernimmt. Ein Theil des Ausschusses beantragt unveränderte Annahme der Regierungs- Vorlage, der andere Theil beantragt statt 3/4 d.er Baukosten die Hälfte zu setzen. Abg. Haas beantragt dem entgegen 5/6 festzusetzen. Abg. Hechler kann sich nicht damit einverstanden erklären, daß man den Gemeinden noch höhere Summen zu Beitrag ansinnt als die Regierungs-Vorlage wünscht und ersucht derselben zuzustimmen. Metz-Darmstadt ist derselben Ansicht und wird für den Ausschuß-Antrag stimmen. Abg. Tecklenburg stellt den Antrag, den Beitrag des Staates auf 6/s fcst- zusetzen. Abg. Jöst spricht sich für den Antrag Haas aus. or ... r?cr Abg. Vogt und Genossen beantragen in.Anbetracht der Wichtigkeit des Ar.rkels namentliche Abstimmung vorzunehmen. Nach stattgehabter Abstimmung erklären sich für die Vorlage der Regierung und stimmen mit Ja die Abgeordneten Büchner, Frank, Friedrich, Geier, Haas, Hechler, Jost, Jost, Küchler, Mathäi, Metz-Darmstadt, Möhn, Osann, Pennrich, Rack«, Remhardt, Schröder, Stephan, Theobald, Wasserburg, Wolz, Arnold, Heinzerling. t stimmen die Abgeordneten Ellenberger, Grünewald, Jöckel, Kredel, Much, Romer, Schönberger, Sturmfels, Tecklenburg, Vogt, von Wedekind, Weith, Wolsskehl. Die Negierungs-Vorlage ist demgemäß mit 23 gegen 13 (Stimmen angenommen. Art. 9 bestimmt: Tie beteiligten Gemeinden haben a. das erforderliche Baugelände unentgeltlich und lastenfrei zu beschaffen, b. i/i der Baukosten zu tragen. „ , Ein Theil des Ausschusses beantragt Annahme der Regierungs-Vorlage, während Jockel und Wolfskehl „die Hälfte der Baukosten" gesetzt wünschen. .. .^egen sprechen die Abgg. Metz, Jöst, Osann und Schröder, indem Notier die notwendige Entlastung der Gemeinden bei dieser Beitrags- pfucht betonen und die Regierungs-Vorlage empfehlen. Gegen die Regierungs-Vorlage sprechen die Abgg. Ellenberger, Vogt und Jockel, welche den Staatsbeitrag auf die Hälfte bis auf »?r«stadt, 27. April. [II. Kammer der Landstände.l Die Verhandlungen über das Dammbaugesetz werden heute fortgesetzt. Die Art. 2—4 werden ohne Debatte nach den Anträgen des Ausschusses einstimmig angenommen. /" Bei Art. 5, welcher lautet: Die Kosten des Neubaues, der Verstärkung, gänzlicher ober theilweiser Abtragung eines Hochwasserdammes tragen die beteiligten Gemeinden. Denselben wird nach den Bestimmungen dieses Gesetzes hierzu ein Zuschuß aus rCr^taf?t§Jattc gewährt. Das gleiche gilt für den Fall der Verlegung eines Hochwasserdammes, mag dieselbe mit einer gleichzeitigen gänzlichen oder theil- weisen Abtragung eines solchen verbunden sein ober nicht, cntspinnt sich eine lebhafte Debatte. Die Abgg. Rocks und Wasserburg habe« einen Antrag eingebracht, welcher bezweckt, bte ganzen Kosten des Dammbaues dem Staat zuzuweisen. Gegen diesen Antrag spricht der Abg. Schroder, indem er hervorhebt, daß die Gemeinden unter allen Umstanden, da dieselben den Nutzen haben, auch die Verpslichtuna übernehmen müssen, hier einzutreten. Er sieht in dem Antrag keinen prakst chen Ersolg Erwerde.auch wenn sein Wahlkreis von der Annahme des Antrags be- beutenben Nutzen habe, doch gegen den Antrag stimmen aus Gründen der Gerechtlgkert. UCH ucr Ministerial-Präsident Weber erklärt sich entschieden gegen den Antrag der mchts bebeutet, da hierdurch zu wert gehende Consequenzen geschaffen würden' Er bittet, keine Bedenken zu tragen, für das Gesetz in der vorliegenden Fassung zu stimme« annehmbar sei fcmCn faktischen Werth besitze und auch für die Metz-Darmstadt: Er ist der Ansicht, daß die Fassung des Artikel« Augenblick Anstoß erregen muß, daß der Eigenthümer, hier der Staat den macht, daß d:e Kosten des Baues den Gemeinden obliegen. Er werde Gesetz aber gegen diesen Artikel stimmen. 3roar 'ur das (Siegen den Antrag Rack6 sprechen noch die Abgg. Arnold und Teckl.nl»,,^ Nach Abstimmung wird derselbe im Sinne der Regierungs-Vorlaae dem Anträge deS Ausschusses mit allen gegen 8 Stimmen angenommen conf°rm Art. 6 handelt von der Vergebung der auszuführenden Arbeiten sowie herm -Leitung und Ausführung und bestimmt die Regierung hierzu. ' ro c 6ncn Politische Uebersicht. Gießen, 28. April Die Specialberathung der Kirchen-Vorlage im preußischen Abgeordnetenhause ergab zunächst die unveränderte Annahme der Art. 1 bis 4 nach ganz unerheblicher Discussion, dagegen knüpfte sich an Art. 5 (Zulassung der Orden) eine um so ausgedehntere Debatte. Von den Freisinnigen erklärte sich Abg. Virchow gegen den Artikel und namentlich gegen § 3 welcher den Ressort-Ministern die Ermächtigung ertheilt, den bestehenden, sowie den wieder zuzulassenden Orden und Congregationen die Ausbildung von Missionären zu gesiatlen. Nationalliberalerseits führte Abg. Gneist hauptsächlich aus, daß oas ablehnende Votum der Nationalliberalen gegen den Artikel dem Gedanken entspringe, die katholische Kirche gebe mit ihren Ansprüchen bezüglich der Wieder- zulassung der Orden zu weit. Auch Abq. v. Dziembowski (freiconf) bekannte sich als Gegner des Artikels, aber lediglich aus politischen Gründen und exem- plificirte er aus die Verhältnisse in Posen und Westpreußen. Fürst Bismarck gab zu, daß die Wiederzulassung der Orden die polnischen Bestrebungen in Posen fördern könne, dennoch müsse er die Annahme der unveränderten Vorlage empfehlen, da Abweichungen leicht das Zustandekommen des Friedenswerke« gefährden könnten. Dis weitere Debatte war belanglos und wurde schließlich Art. 5 in namentlicher Abstimmung mit 230 gegen 117 Stimmen (National- liberale und eine Anzahl Freiconseroative, Conseroative und Freisinnige) genehmigt, während 22 Abgeordnete, meist Freiconservatior, sich der Abstimmung enthielten; der Rest des Gesetzes sand discussionslos Erledigung. Die so viel Staub auswirbelnde Schnäbele-Assaire hat sich.jetzt wenigstens so wett aufgeklärt, daß festfteht. daß die Verhaftung des genannten sra«ßosischen Polizeibeamten nicht aus französischem, sondern aus deutschem Gebiete erfolgte, daß Schnäbele zwar einen Fluchtversuch unternahm, er aber wieder eingeholt wurde, noch ehe es ihm gelang, aus französisches Territorium zurückglflüchten. Im Weiteren bestätigt es sich, daß Schnäbele wegen dringen- den Verdachtes, die Seele des französischen Spionier-Systems in Elsaß-Lothringen gewesen zu sein, aus Requisition des Staatsanwaltes in Metz und des vom Reichsgerichte beauftragten Untersuchungsrichters aus Straßburg verhaftet wuroe und fahndete man schon seit Wochen aus ihn; nur die Vorgänge, durch welche Schräbele zur Ueberschreitung der deutschen Grenze veranlaßt wurde, scheinen noch nicht ganz klargestellt zu sein. Was die zwischen Berlin und Paris schwebenden Verhandlungen anbelangt, so lassen dieselben eine baldige befriedigende Beilegung der Affaire erhoffen. Immerhin herrscht in der französischen Hauptstadt noch eine gewisse Erregung, in Folge deren die Aufführung von „Lohen- grin", welche am Dienstag stattfinden sollte, bis aus Weiteres verschoben worden ist; offenbar befürchtete man unliebsame antideutsche Demonstrationen. Die militärische Lage der Italiener am Rothen Meere muß noch immer eine bedenkliche sein, denn der neue Oberbesehlshaber in Massauah. General Saletka, hat, kaum daselbst angelangt, eine schleunige Verstärkung um mehrere Bataillone und Batterien gefordert. Die neue Expedition soll in ben ersten Tagen des Mai nach Massauah abgehen. Uebrigens hat General Saletta durch ein königliches Decret fast unbeschränkte Vollmachten erhalten, denn dasselbe ordnet ihm nicht nur die Expeditions-Truppen, sondern auch die italienischen Seestreitkräfte vor Massauah unter und überträgt ihm die oberste Leitung der Verwaltungszweige im Maffauah'Gebiete. Auch in Spanien beschäftigt man sich bekanntlich mit der Stärkung der HeereSmacht und hat der Kriegsminister Zwecks der Reorganisation der spanischen Armee kürzlich eine umfassende Vorlage in der D)eputirtenkammer eingebracht. Am Montag wurde nun die Commission zur Vorberathung der Vorlage gewählt und find sämmtliche Mitglieder btr Commission im Princip mit den RegierungS'Vorschlägen einverstanden, so daß der Entwurf schon jetzt als gesichert betrachtet werden kann. 3368 3138 Robert Stuhl, Neustadt 23. 2662 Hamburger Fisch-u. Delik. Handlung A Koch Nachf 3330 ein ordentliches Mädchen kann das Kochen gründlich erlernen. Wo? sagt die Exped- d- Bl- 3154 Ein Mädchen empfiehlt fick im Bügeln in und außer dem Hause billigst Sandgasse 64. Gnttksdikns! israelilischrn Rl-ligiousgklkllschsst. 6am8tagCybenb 8nU6T @am§ta0 ®Otmitta9 8 Samstag Nachmittag 3 Uhr, Rrflauration Keßtrr, Neuenweg Jeilgeöotcnes. „^57J Heute und folgende L.g. Große Anfuhren r Schellfische 25 Bratbückinge, per Stück 3 Noheßbückinge, „ v 4 Kreier Bücklinge und Sprotten, C-ibliau, Zander, Schollen, fr. Matfifche per Pfund 5u und 55 H, v verseh. Sorten feinere Käse (prachtvollen L-chweizerkäse im Schnitt) bei _ C« G. 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Das Blatt kann dem Pariser „Times" Korrespondenten darin nur deistimmen, datz eine solche Aufforderung einem Sauf-ConduitJ@ntfd)ulht9ung des Schrittes) gleich zu erachten wäre, daß also die Verballung L>chnäbele's sich nicht aufrechthalten lassen werde, wenn derselbe wirklich aus Grund einer solchen Veranlassung diesseitiges Gebiet betreten hätte. c.-^dariS, 27. April. Die bereits gestern dementtrten Dörsengerüchte von an- geblrch vor dem deutschen Botschaftshotel stattgehabten Demonstrationen behaupteten auch das Bevorstehen solcher Demonstrationen im Laufe des Tages und des Abends- es hat lndeß nicht der geringste Versuch einer solchen Demonstration stattgefunden. ’ — Morgen findet Ministerrath statt. Die Minister Granet und Millaud werden wie bereits gemeldet, ihre Reise nicht bis Tunis fortletzen, sondern morgen sich in Phllivpevrlle einschlffen und nach Frankreich zurückke^-en. . ... Petersburg, 27. April. Dem „Herold" zufolge beabsichtigt das Finanz- nnmstenum, Maßnahmen zur Hebung der russtichen Valuta zu treffen. Die Zollämter sollen einen gewissen Theil der Zölle anstatt in Gold in Creditbilleten zu einem vom Finanzminister festzusetzenden Course annehmen. Sämmtliche an ausländischen Börsen crrculrrende russische Greditbillete sollen für Rechnung der russischen Regierung durch Ankauf dem Markte entzogen und gleichzeitig die Massenausfuhr der Creditbillels in's Ausland untersagt werden. Wur Reisende sollen kleine Beträge in Noten in's Ausland ""'nehmen dürfen Das Finanzministerium beabsichtige, sämmtliche durch die Soebulation aut den Berliner Markt geworfenen russischen 9ioten auf Lieferung auf- zunehmcn und deren Lieferung in natura zu verlangen. Das Ministerium werde in den Hauptstädten Europas Zahlstellen einrichten, wo Reisende ihre Credrtbillets iu annü^nen 6 konnten, zu welchem die russischen Zollämter die Creditbillets April. Die Schifffahrt ist durch zwei heute eingelaufene deutsche $ampfer uÄb S-Lffk d°r Strecke Hochlanb-Kroustadt zwei anbere Bukarest, 27. April. Wegen Bcleibigung des Königs durch Artikel der Leitung 50M Sre^Geldbüßk!>Vru?theilt. ,«-tj°hrig°r Kefangnißsträfe und fÜr bit ^"°st---ung ,rn Seidenstoffe v Mk. 1.53 bi» 12.55 p. Met. ulu versch. Färb. u. Dess.) Atlasse, Faille Francaise, ..Monopol“ Fou- Fahnin«*nffidlm8’ merv., Damaste, Brocatelle, Steppdecken- und Fahoenstoffe, Ripse, Taffete etc. — versendet roben- und stückweise zollfrei ins Haus das Seidenfabrik-MpSt » Henneberg (K. u R. HoMeferanN Zurich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 Pf. Porto vofueserant) «n Per i'qn8m^^ut?r im Großen 82.00—85.00, im Detail das Pfund s 110 b J« Weißkraut per Stück 20-25 Rothkraut per Stück 25-30 L ^blrabi ca Ochsenfleisch per Pfund 45—70 Kuh- u. 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Die Aufnahme für die Stadtknabenschule geschieht im Saal 9?r. 8 des SMaufes in der Schulstraße im untersten Stock, rechts, für die Stadt- madchenschule im Schulhause in der Westanlage, unterer Stock, Schulsaal Bezüglich der Wahl des Abg. Richter, 4. Arnsberg, beantragt die Commission, die Beschlußfassung über die Giltigkeit der Wahl auszusetzen und den Reichskanzler zu ersuchen, die Verfügung der königl. Reaierung zu Arnsberg vom 27. Januar d. I., die dagegen eingelegte Beschwerde und den Bescheid des Ministers vom 18. Februar d. I'.betreffend das Verbot der Arbetter-Wahl-Comttt's im Kreise Hagen, einzufordern und die Acren an den Reichstag zurückgelangen zu lassen. Abg. Singer (Soc.) beantragt, daß die Erhebungen auf das Verbot social- dcmokrariscber Versammlungen ausgedehnt werden sollen. Nach längerer Debatte, an der sich die Abgeordneten Klemm, v. Köller, Spahn, Or. Miquel, Dr. Baumbach, Dr. Böcke! und v. Rheinbaben bethei- ligeu, wirb der Antrag Singer abgelehnt und der Commiffionsantrag angenommen. Die Wahlen der Abgeordneten Gottburgsen, 2. Schleswig, und Dr Delbrück, I. Stralsund, werden für gilttg erklärt, die Regierung aber ersucht, Erhebungen vornehmen zu lassen. Nächste Sitzung Donnerstag den 5. Mai. Orientalisches Seminar, Sersis- taru, Wahlprufungen. _ Literarisches. BaKE-i-ggr - -d ‘U.äiä Dvnnerstsg den 9. Juni l J Nachmittags 3 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Heinrich Schneider Ehel^ut n von Heuchelheim gehörigen Grundstücke Flur Xll Wr. 368 — 431 Meter Wiese auf der Harth, die hinterste Triesche, Flur XU Nr. 373 — 431 Meter Wiese daselbst, öffentlich meistbietend versteigert werden Gießen, den 28. April 1887. Großh. Ortsgericht Gießen. Lüdeking. 3362 Apfelwein in bester Qualität bei 3365 _ Emi^Fischbach^ 'V5y Sckiöne frübc tHofentartoffeln »»kaust Heinr. Müh,ich' Wagner. -?* ää'xs« sr MH» MMM Starke Frühgcinüse-Pflanzeii empfiehlt 3279 Karl Berger. Allgemeiner Anzeiger. L , , Nächsten Montag btn 2 Mai, Morgens von 8-10 Uhr, findet die Aufnahme für die Stadtknaben- und Mädchenschule statt- o t; —^genommen werden diejenigen Kinder, welche bis dahin das sechste ^eben^ahr vollendet haben. Gebrechliche, kränkliche oder geistig unreife Kinder -frauen|lrftmp|e, alle Farben, per Paar 50 OöcrljemöBii, gutsitzend, JL 2,50, fierrenfiraflcn, Per Stück 20 per Dtzd. JL 2,25. M. Student, 3306 34- Marktstraße. 34. tonnen von dem Schulvorstand noch eine Zeit lanq von dem Schulbesuche frei, gegeben werden. Dagegen dürfen auf den Wunsch der Eltern oder Stellvertreter auch solche geistig und leiblich nicht unreife Kinder ausgenommen werden, welche bis zum 30. September dieses Jahres das sechste Lebensjahr vollenden. 7 wieder eingetroffen. 3367 3361 Käse 3160 Email Fußbodenlack eo in Gießen. lOS.VOÖELE] Projecte u Anlagen von Fabrikgeleisen. 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J5tocf_ 3342 Ein möbl. oder unmöbl. Zimmer zu vermiethen. A. Kröll. 3370 Ein möblirtes Zimmer mit Kabinet vermiethet bis zum l. Mai ___Eduard Noll, Neustadt. 3349 Ein kl. möbl. Zimmer zu oer- nnethen^ Südanlage 3. 3346 Ein Logis sofort za vermiethen. __ Neuenweg 2. 3219] Möblirtes Zimmer zu oer- mretben Schiffenbergerweg (hinter Steins Garten) Nr. 21 11. | 3352 Ein großes Zimmer mit Kabinet zu vermiethen. ____ Hermann Katz, Seltersweg 20. 3350] Kleineres Familien-Logis ($öri I derhaus) an ruhige Leute zu vermiethen. — Fr. Seibel, Mäusburg. meinem Hinterhause „Erlen- gaste 15 eine Familienwohnung: 2 große Ammer große Küche, nebst Keller und Holzremlse, pr. gleich oder später ru ver- mrethen. H. F. Nafiauer, bb63] Mittlerer Stock meines Hauses miet^nbC^°r Unb Gartenantheil zu ver- _Ä« Bamberger, Südanlage 20 ~ fr. möblirtes Zimmer zu vermiethen. 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I I 3144 Ein schön möblirtes Zimmers I vermiethen Grünbergerstraße 30, II. St. < ■ Die Haupt-Agentur einer alten deutschen Lebens-Verf.» Ges. (für welche sich leicht arbeiten läßt) für Gießen u. Umgegend ist neu zu besetzen Herren, welche in den hies. Kreisen gut emgeführt sind, und auf Uebernahme dieser Vertretung reflectiren. wollen gefl. ihre Offerten unter E. L. in der Exped. d. Bl. niederlegen. 3339 3266 Ein Mädchen wünschten Bügeln und Flicken noch einige Tage zu besetzen. Asterweg 17. 3348 Ein iüngerer energischer Land» Wirth, Sachse, militairfrei, bette Referenzen, sucht gute Stellung als Verwalter auf einem größere« Gute der Rhein-Provinz. Antritt könnte sofort oder später erfolgen- Werthe Offerten unter M. M. an Haasenstein & Vogler in Nossen i/Sa. erbeten. 3351] Lausfrau gesucht- Schiffenbergerweg (hmter Steins Garten) Nr. 2111. 3354] Mädchen mit guten Zeugnissen riiojen Stellen auf sogleich urb später durch Frau Tränkner, Wolkengafse 13- Gin Dchweinehen entlaufen. Wiederbringer Belohnung bei 33o8 Wilh.^anft in Beuern, m 3rl6"°c.' fteinc§ Mädchen für leichte Beschäftigung auf Taglohn gesucht ____ ____________Nordanlage 29 Regenschirme werden bei mir sofort reparirt und überzogen. J*» ‘W’sitzenkorn,. franz. Roquefort, Gervais, Neufchateller, Brie, Eoulommiers, Ramadoux, Rahmkäse, ächten^ saftigen Emmenthaler und Edamerkäse, ist- Harzer Kümmelkäse empfiehlt in besten Qualitäten billigst A. Kock V^ackfolger Hamburger Fisch- u. Delicateffenhandl. Scdlachtete heute wieder ein junges fettes Pferd, circa 1400 Pfd. schwer, per Pfd 20 Pfg. Ressler^ Metzger, 3525 Neuenweg 33. Das diesjährige Stiftungsfest findet Samstag ben 30 April. Abends 8 Uhr, in Stein's Garten mit Theater, Gesang und Tanr statt. — Näheres durch Programme. Der Vorstand. Meine Wohnnng befindet sich von heute ab im Hause d. Herrn I. Strauß, Wallthvrstraße 13.