Nr. 2S Freitag dn; 28. Januar 1887 Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. II W M I I I ^L^a-1 Vureaur Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Aufnahme de» Montags. 2Bringcrlohn. ..... .............Durch Die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Politische Ueberficht. Gießen, 27. Januar. Der erste Tag der Specialberathung des Etats tm preußischen Abgeordnetenhause, der Montag, gestaltete sich zu einer hochpolitischen Debatte und trat hierdurch in einen bemerkenswerten Gegensatz zu der ziemlich harmlos verlaufenen eintägigen General-Debatte. Den äußeren Anlaß dazu, daß sich die MontagS»Verhandlung zu einer Debatte im großen Style gestaltete, gab das Capitel „Gesandtschaften" beim Etat de» Ministeriums des Auswärtigen. Der Reichskanzler ergriff hier das Wort, um unter Hinweis auf seine Reichstags-Reden das Festhalten der verbündeten Regierungen an dem Sep- tennate aus inneren Verfassungs-Gründen wie aus Rücksichten aus die aus- wärtige Politik zu rechtsertigen. Ganz entschieden trat hierbei der Kanzler der Anschauung entgegen, als ob dis Regierung bei Auflösung des Reichstages an Monopole und Hcrausbeschwärung einer ReactionSperiode gedacht habe, damit habe hie gedachte Maßregel nicht das Geringste zu thun gehabt und stünde die Regierung durchweg aus dem Boden dec Verfassung. Dagegen stellte Fürst Bismarck das Kommen der Monopole als eine Rothwendigkeit in Aussicht, wenn etwa ein unglücklicher Krieg die Finanzkcäste des Reiches erschöpfen sollte. Nochmals erklärte dann der Reichskanzler, daß in erster Linie das Mißtrauen gegen die bisherige Reichstags«Mehrheit die Regierung zur Auflösung des Parlamentes veranlaßt habe, denn zu dieser gehörten die 70 Vertreter der Social- d mokraten, Polen, Welfen und Protestler, also notorische Reichsseinde. Diese 70 Intransigenten gäben den Ausschlag, solche Elemente bestimmten über die Wehrkraft des Reiches und da solle der Kaiser zu einem solchen Reichstage noch Vertrauen haben? Diese eindringlichen Worte des leitenden Staatsmannes riefen bei der Rechten minutenlangen stürmischen Beifall, im Centrum und bei der Linken Zischen hervor. Alsdann nahm Dr. Windthorst das Wort, um den Reichstagsbefchluß, betr. das Triennat, mit den bekannten Argumenten zu rechtfertigen und im Uebrigen die Vermuthung auszusprechen, als ob möglicherweise das Wahlrecht zum Reichstage eine Aenderung erleiden könne. Diese Aeußernng des Centrumssührers veranlaßte ein nochmaliges Eingreifen des Reichskanzlers in die Debatte, wobei derselbe die bündige Erklärung abgab, daß im Schooße der verbündeten Regierungen kein Gedanke wegen Beschränkung oder gar Aufhebung des allgemeinen birecten Wahlrechtes laut geworden sei. Die weitere Rede des Fürsten Bismarck bildete im Wesentlichen eine scharfe Charakteristik der oppositionellen Parteien, wobei er seiner Meinung unverhohlen Ausdruck verlieh, daß die Fortschrittler nichts als verkappte Republikaner seien. Am Schluffe seiner Ausführungen erklärte der Kanzler, wegen seiner Gesundheit abbrechen zu müffen, griff aber trotzdem noch ein drittes Mal in die Discussion ein, nachdem Abg. Richter sich über die Angelegenheit des Septennats und die hiermit zusammenhängenden Fragen verbreitet hatte. Der Kanzler trat namentlich den versaffungsrechtlichen Aeußerungen des Abg. Richter entgegen und kam dann auch auf die kirchenpolitische Frage zu sprechen, wobei er erklärte, daß er nicht der Vater der Kirchengesetze sei, obwohl er die Verantwortlichkeit hierfür tragen müffe. Der Rest der Montagssitzung war gegenüber diesen hochbedeut- samen Erörterungen und Auseinandersetzungen unbedeutend. Prinz Friedrich Leopold von Preußen traf aus seiner Reise in Indien am Samstag in Calcutta ein. Hier nahm der Prinz an einem ihm zu Ehren gegebenen Banket beim deutschen Generalconsul Gerlich Theil und reiste nach Beendigung der Festlichkeit mittelst Dampfer nach Madras ab. Die ernste Weltlage wird von gewiffenlosen Börsen - Speculanten ganz augenscheinlich für ihre Sonderzwecke ausgebeutet. So hatten die „Daily News" zu melden gewußt, daß Deutschland beschloflen habe, von der französischen Regierung wegen der Truppen-Zusammenziehungen Ausklärung zu verlangen. Diese ganze sensationelle Meldung wird nun in einem officiellen Communiqus des Londoner auswärtigen Amtes als erfunden bezeichnet und endlich soll der „Libertö" zufolge der Ministerpräsident Goblet selber einem Mit- gliede der französischen Deputirtenkammer gegenüber die Nachricht für falsch erklärt haben. Es bedarf demnach kaum noch eine« besonderen Beweises, daß es sich bei der Tartaren Nachricht des Londoner Blattes lediglich um ein Börfrn- Manöver gehandelt hat. Das „Journal des Döbats" und andere Pariser Blätter tadeln die Aufreizungen Londoner Zeitungen zu einem sranzösisch'deut- schen Kriege. Die „Röpubl. Fran^aise" meint hierbei, wenn England seine bulgarische Politik ändere, sei der Friede gesichert. Die oben erwähnte Sensa- tionS'Nachricht der „Daily News" erhält durch diese Erwiderungen der Pariser gemäßigten Preffe ihre beste Charakteristik! UebrigenS kommt gerade jetzt aus London die beruhigende Meldung, daß die Mächte einer Aufforderung Rußlands zum Austausche ihrer Ansichten in der bulgarischen Frage zugestimmt hätten. Lediglich England hätte einen Vorbehalt über die Reihenfolge der zu behandelnden Punkte gemacht und sei für eine zunächst vorzunehmende Regelung der Frage btr Fürstenwahl, während Rußland vor Allem den Zurücklritt der gegenwärtigen bulgarischen Regierung verlange. Er kann kaum bezweifelt werden, daß Rußland schließlich auch hier seinen Willen durchsetzt. In Belgien herrscht in den Arbeiterkreisen fortgesetzt eins gereizte Stimmung. Dieselbe kam anläßlich einer am Sonntag in Jette bei Brüssel stattgesundenen socialistischen Versammlung wieder einmal zum Ausbruch, indem schließlich Unruhen entstanden, welche das Eingreifen her Gensd'armerie erforderten. An demselben Tage kam es in einer von Arbeitern stark besuchten Theater-Vorstellung zu Gent zu ernsten Thätlichkeiten, so daß die Polizei zahlreiche Verhaftungen vornehmen mußte. Vor den Ausgängen des Theaters sammelten sich SocialistentruppS an, welche die Marseillaise sangen. Die italienischen Besitzungen am Rothen Meere sollen von ernem Angriffe der Abyssinier bedroht sein. In der Montags-Sitzung der Devutirtenkammer konnte Minister Graf Robilant über die bezüglichen Gerüchte noch nichts Näßeres mittheilen und versicherte er nur, daß der italienische Be- fehlLhaber in Maffauoh bereit sei, jeden Angriff zurückzuschlagen. - Die bulgarische Drei-Männer-Deputation ist noch während I lhres Aufenthaltes auf italienischer Erde zu einer Zwei-Männer-Deputation ru- | sammeugeschrumpst. Herr Kaltscheff hat sich nämlich von seinen beiden Reise- j genossen Stoilcff und Grekoff getrennt und während sich diese in der Nacht ' vom Sonntag zum Montag in Brindisi nach Konstantinopel via Corsu ei«. süiffteu, ist Herr Kaltscheff zurückgeblieben. Er machte von Rom aus einen Abstecher nach Florenz. Inzwischen wird aus Konstantinopel Näheres über die Bedingungen ^meldet, unter denen der bulgarische Oppositionsführer Zankoff in die bulaa- n!che Negierung eintreten will. Zankoff verlangt Beseitigung der Regentschaft Ueberlassung der Portefeuilles des Innern und des Aeußern an Anhänger han- koff's, Übertragung des Kriegsministeriums an General v. Kaulbars, Beurlaubung der Armee und Rehabilitirung der Urheber des Staatsstreiches' Man sieht, Bescheidenheit gehört gerade nicht zu. den Haupteigenschaften des Herrn Zankoff! ________________________________________________ ' Darmstadt, 26. Januar. Am 21. Februar findet im Großh Atten Pmais ein The dansant statt, wobei zwei Quadrillen im Kostüm getanzt werden. Darmstadt, 26. Januar. (Militärdienstnachricht.) Winter, Major z. D., zuletzt aggreg. dem 2. Großh. Hess. Jnf.-Regt. (Großherzog) Nr. 116, wurde zum Bezirks - Commar.deur des 2. Bats. (Friedberg) 1. Großb Hess Landw.-Regts. Nr. 115 ernannt. Berlin, 26. Januar. Der Kaiser nahm Vormittags mehrere kurze Vorträge entgegen, conferirte darauf mit dem Chef des Civilkabinets, Wirkt. Geh. Rath v. Wilmowski, und machte Nachmittags eine Ausfahrt. Berlin, 26. Januar. Heber das Verbot, betreffend die Ausfuhr von Pferden, ist folgende kaiserliche Verordnung publicirt: „Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preußen rc. verordnen im Namen des Reiches nach erfolgter Zustimmung de» Bundesraths, was folgt: § 1. Die Ausfuhr von Pferden ist über sämmtliche Grenzen gegen da» Ausland bis auf Weiteres verboten. S 2. Der Reichskanzler ist ermächtigt, Ausnahmen von diesem Verbote zu gestatten und etwa erforderliche Control-Maßregeln zu treffen. S 3. Gegenwärtige Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Verkünduna in Kraft. Urkundlich unter Unserer Höchsteigenhändigen Unterschrift und beigedrucktem Kaiserlichen Jnsiegel. Gegeben, Berlin den 25. Januar 1887. (L- $•) gez. Wilhelm. ggez. v. Bismarck." Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Correspondenz-Brrrea«. Berlin, 26. Januar. Der Kronprinz empfing heute Mittag den Reichskanzler. — Dem Vernehmen nach erfolgte die Uebernahme von 25 Millionen preußischer dreieinhalbprocentiger Konsols durch das Seehandlungskonsortium zum Parikurse. Börsenblättern zufolge hätte letzteres auch den gleichen oder einen noch höheren Betrag der deutschen Reichsanleihe fest übernommen. München, 26. Januar. Das Comits des liberalen Wahlvereins stellte als Kandidaten für München I. den bisherigen Vertreter Sedlmayr, für München II. den Gemeindebevollmächtigten Privatier Gentz auf. Wien, 26. Januar. Die „Presse" meldet: Die ungarische Regierung hat dem Vorschläge des österreichischen Ministeriums zugestimmt, daß die Verhandlungen wegen der Erneuerung des Handelsvertrags mit Deutschland vor jenen mit Italien beginnen. Mailand, 26. Januar. Prinz Alexander von Battenberg ist nach Genua weitergereist. Ram, 26. Januar. Der „Tribuna" und der „Italia militare" zufolge geben baldmöglichst zwei Corvetten mit Truppenverstärkungen nach Massauah ab. Ende des Monats geht eine weitere Infanterie - Abtheilung mit zusammen 12 Infanterie- und 3 Alpenjäger-Compagnien ab. Eine Genie-Compagnie und eine Gebirgsbatterie werden zum Abgänge vorbereitet. Southport, 26. Januar. Gestern vertheilte der deutsche Generalconsul Mohr in Gegenwart des Rtayors von Southport ungefähr 700 Lstrl. unter die Hinterbliebenen der ertrunkenen Mannschaften der Rettungsboote, welche am 20. December v. I. der gestrandeten Barke „Meier" Hilfe bringen wollten. Rach der Vertheilung sprach der Mayor seinen herzlichsten Dank aus und fügte hinzu, ein derartiges großmüthiges Handeln trage entschieden dazu bei, das gute Einvernehmen zwischen Deutschland und England zu verstärken. „ t K Bukarest, 26. Januar. Zwischen dem Minister deS Aeußeren, Pherekide, und dem Deputirten Fleva hat wegen der Vorgänge in der Kammersitzung vom 24. d. M. ein Pistolenduell stattgefunden, wobei letzterer am Arme leicht verwundet wurde. Kopenhagen, 26. Januar. Ein offener Brief deS Kömgs beruft das Folke- thing auf den 1. Februar ein. JL 00.00, v4t 0.00, Handel und Berkehe. Korn limi0-30r,8äe3^U8.30 Wr TbS),toe'6er ®et3en Erbsen ä 100 Pfund s 00.00. ' ° 5'8J' Kartoffeln i 100 Pfund Literarisches. LMWMZMWWffL MMMUMLULLLLLL ZMZMMMZLSZW ÄääSrec^"«--Ä-Ä«B MWWWMZM ZML--M-LZZM siaßiaHfißüe MZWMZWLL-ss--, -MMWZWZWTE ASÄLTWMr^ ?s.rM 8rs£'tt*SS SSSSK: Gewinnen diese von der B-r-chttaunade?ig„EStaatsgebieten zu wenden. £Äb”®‘^,'s” «ÄS*ÄSSS: sich imvosant. Vom 6af6 Leib au« wo die anschlopen, gestaltet- I tritt der Negimentsmusik, durch die SXVÄ £-V°r°n- Nach einer Ansprache an den jetzigen Chef des Sauses S-rrn M^? ,^»tl schen Hause. I a»s 5>ä-3S w ä aa'Ä ä.äs?HHs?S; ncl,m,r 618 «um frühen Morgen in ungetrübter Freude zuchmmenhiett ^ ' t|etts jÄÄt“ÄWa*g 2- ft» i« HSft «JMÄftb« Malters 5.00-b.50^b-?Esch-id 8-10^ ÄnS^s ^-n- Kartoffeln per St. 8-10 A Butter im Großen 70.(^7500 f .6S~15,'°' das «WM'sd.va-K kiLrNKLM^d 1 Taube 40-60 F, Welsche .« 12.0O-00B0? ** '-00-3-50' ®an§ Pfund 50-10^, w«w jki— .«hw -7-—Tr-fiMiimmn- ■—mn,___ Brrmischtes. sammlu^g b^t° beute«.P^L T’ft außergewöhnlich zahlreich besuchten Ver- MMMWDMM- I theilung machte, daß bi11Sfrfi 11£> In An n r • die Mit- MWWWMRZMW s SFäs sjä ÄrÄ ?ä-ä£ I er Regiernngsbeamter se? 4n «ftÄ®?” w“* den Wahlkampf zu treten, zumal und nicht als Prooinzia dir--?°r wünsche er bei der°taot8b[u’ß'r und als solcher 8?Ä L7 Äf'ÄÜ'Ä «AHL-dz »««ft sm.1wä3 kämpfe unausbleiblich ' ’ r @l49. n„bcm bevorstehenden Wabl- lieft fSerr Dr fVrtrr ?>': T c cr ^?P?9 Don großem Verfall unterbrochenen Ansprache in di? Agttatton n ?rÄ>?lnL Ä "?? di- Mahnung folgen, mit allem'Elser ! sondern auch rührige ThättgÄt«fort®»«h“"0 " JU cinem@ie9 °°rhe!fe, s. N^RZUZMUWM ff,s, S ?»■”« j W-Äfts* * Ä^-ÄXÄfeÄXÄtfS ffiM Lokales. (Seaen^n,6? &T£T' [@J6un9 ffroßh. Handelskammer vom 19. Januar.l 1 marcn bte Herren Commerzienrath Silbereisen ft (5 frnrfi Betreffend G?°ßh.'Ministeriums des"Innern und der Justiz IgfSW. w$SlieR”Qfe®v^ -MMMSMZM-Z MZZZWWMk- Zustande ^geF'hLiL^w/rd^^^ 2 "Cn" ba|felbc " del.aturir.em an das^Reicksam?^^3 mit ?en Ausführungen der Handelskammer Offenbach soll br! Innern in gleichem Sinne ein Ersuchen gerichtet werden Berlin WSlÄ*Ä!! ^kamnwr des K°ntgl."Lchg-richts „unter Herstellungspreis nur die unmittel bar zur Herstelluna der Maaren Arbeitslöhne und auf dem Fabrikate als solchem ! -u den mittelbar zu diesem Zwecke | <.e <. ss-s’SB?®* «S mit und fordert fämni11irfip ßrfia .ieiner derartigen Definition I »’• ‘1 “?s” SttMSÄ," JK ?SÄ eriuctit rocrt.c? fo"^£ sL" nnn ,rocld,tr Ul" wcitere Behandlung dcr^Sache I hat folgenden Wortlam . ” Handelskammer Braunschweig beschlossene Erklärung ?,sflund>s Kindermilch aus gnpennma »nh w,ilw. "der und leichtverdautichste b-'°nders zu empfehlen. Zu M 1.20 per Büchse bei Emil Mschbach7 Darnuatarrh Gottesdienst für die isrsetttifche ReligionsgefeUschsft^ 8 Uhr?Samsta^Abend°5?^Ühr^°'"^°8 $ormitla8 8’J Uhr, Samstag Nachmittag Allgemeiner Anzeiger. 677 Pflüge, Eggen und sonstige Gegenstände. DicnstLg den 1. Februar, 11V2 Uhr Vormittags, yerkauft der Schultheiß Wagner ... 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Wir machen daher nochmals darauf aufmerksam, daß in der Febsenfeld'schen und in der Herber'schen Buchhandlung, ebenso wie in der Rndolph'schen Muflkalien- Handlung Eintrittskarten verkauft werden. 681 Verband deutscher Handlungsgehilfen. , Der Verband hat die Rechte einer juristischen Person, bezweckt die Sicherung seiner Mitglieder in materieller Beziehung, sowie die sittliche Hebung des Kaufmanns- standcs, in Vereinigung mit den Herren Principalen. In den fünf Jahren seines Bestehens sind ihm schon über 1OOOO Mitglieder, darunter über 100 hochangesehene Firmeninhaber als unterstützende, Mitglieder beigetreten; die thatsächliche Mitgliederzahl beträgt zur Zeit circa 8000 und circa HO Krersvereine. Für den Verband sind zu zahlen: vtl 2,— Eintrittsgeld, „ 3,— jährlicher Beitrag in 2 Raten; wofür den Mitgliedern geboten wird: Stellenvermittelung, gebührenfrei für Bewerber und Principale; Unterstützung bei Stellenlofigkeit; Rechtsschutz in contractlichen Differenzen zwischen Principal und Gehülfen; Vortheile bei Abschlüffen mit Lebens- und Unfalloersicherungsgesellschaften. Theiluahme- am brieflichen Unterricht in Buchführung zc, einschließlich Correctur der Arbeiten 18 JL für den Cursus. Zutritt zu den vom Verband errichteten Kassen: a. Krauten- und Vegräbnitzkaffe, 1740 Mitglieder, über X 22000 Vermögen; die Beiträge zur Kasse werden nach dem Alter der Bei- tretenden und nach der Höhe des versicherten Krankengeldes (JC. 10Va bis JC. 35 pro Woche) bestimmt; die Mitgliedschaft ist an den Aufenthaltsort nicht gebunden; b. Wittwen. und Waisenkaffe, 181 Mitglieder, über 32000 Vermögen ; jährlicher Beitrag 30,— für die Frau, 5,— für ein Kind. Der Beitritt zur Kasse erfolgt ohne ärztliche Untersuchung und ohne Rücksicht auf das Alter des Mitgliedes; c. Attersversorgungs- und JnvaliditälSkaffe, zunächst mit 5000 Grundcapital ausgestattct. Die näheren Bestimmungen dieser Kasse sind ausgearbeitet und unterliegen der sachverständigen Begutachtung und Berechnung. In Aussicht genommen ist ein jährlicher Beitrag von JL 30 und Beginn der Altersrente, nach Wahl, vom 55., 60. oder 65. Lebensjahre; der Beitritt kann schon jetzt erfolgen- Wir fordern alle Berufsgenossen zum Beitritt in den Verband auf und ersuchen um Entnahme von Prospecten zc. — kostenlos — von unseren Mitgliedern Herren Ernst I. Klose, Gießen, Bahnhof, und Wilh. Wagner, Gießen, Frank» furterstraße 41, oder von uns direct. Besonders machen wir auch die Herren Principale auf unseren Verband aufmerksam und bitten sie, demselben als außerordentliche Mitglieder beizutreten; ihre Beiträge fließen den unter b. und c. genannten Kassen zu- Leipzig, im Januar 1887. Der Dorstand. Georg Hiller, 1. Vorsteher. Georg Bernhard, Secretär. 692 Allgemeiner Verein für Armen- und Krankenpflege. Die in unserem Aufruf angekündigten Sammlungen für den Bau ein^s V ereinghause^ (für dir Schwestern und die Krippe) werden nächsten Montag den 31. Januar beginnen und in den darauf folgenden 14 Tagen bis einschließlich den 14. Februar von den Mitgliedern unseres Vorstands und der Berirksversammlungen vorgenommen werden. Wir bitten, die Sammler und Sammlerinnen freundlich ausnehmen zu wollen. [684] Der Vorstand. t Oswaldsgarten Giessen Oswaldsgarten. t $ Itesiry Dcermann’s | t Reptilierr-Ausstellrrng, t ▼ enthaltend: ▼ V 30 lebende Riesen-Schlangen bis zu 30 Fuß lang, ▼ 22 „ Riefen Krokodile bis zu 4 Meter lang, ▼ ♦ lebende Riesen-Gidechfe, 9 Fuß lang, Armedile, Alligatoren, KaimannS u. s. w. ♦ ♦ WM" alles lebend. t Eröffnung: Samstag den 29. Januar. J X Täglich geöffnet von Morgens bis Abends. ▲ X (Stiftet: 1. Platz 50 H, 2. Platz 25 679 ▲ Da sämmtliche Reptilien aus warmen Zonen stammen, müssen X selbe künstlich erwärmt werden, daher mache löbl. Publikum aufmerk- X sam, daß die Ausstellungshalle auf dem Oswaldsgarten gut geheizt ist. ▲ ▼ Der Unternehmer. X^ 2 .5 Inventur-Atfisverkau f -w» 687 583 Die Beerdigung findet statt: Freitag Mittag 1 Uhr. 685 if 636 688 Das Wahl Comits. 680 Der Vorfiland. 676 Ein Bürschchen von 15 Jahren Äx I l'T- In ff nfA A * . . C . . „ * . Z ^rud und Verlag der Brühl'sch« Druckerei (Fr Chr. Pietsch) m Gießen. Sledactiou: A. Scheyda. __ S S Der Borfitzende deS Grwerbevereins: _____ v. Ritgen, Geh. Rath. Alle diejenigen Wähler, welche nicht in der Wahlliste stehen, wollen bis längstens 31. l. Mts, sich eintragen lassen, wenn sie wahlberechtigt sein wollen. A e rni An n Katz, Srltkrswrg, Klanufakttu- und Moöewaarenhandlung. 551 Das in meinem Hause von Herrn Landgerichtsrath Dr. Möbius bewohnte Logis ist wegen dessen Einzug in sein neues Haus vom 15. Mai an zu vermiethen. H. Zipp, Ostanlage 9. w es 637 Ein Schreintrgeseae gesucht von Schreiner Schäfer, Wallthorstraße 59. f>73 Ein Mädchen, welches das Kleider- j 676 Ein Bürschchen von 1 machen erlernt, nuch -n Wcißzeu»näben sucht Stelle als Hausbursche, bewand., sucht Beschaft. Marktstraße 3. I Näheres Licherstraße 5 Freireligiöse Erbauung. Sonntag b.n SO. d. Mt».: Bortrag von Herrn Prediger Earl Saenger aus Frankfurt a. M. im Lokale des Herrn Ed. Abel (Mittags 2 Uhr) zu Krofdorf, wozu freundlichst einladet bis zum ZK. Februar, zu bedeutend herabgesetzten Dreisen 3>®r Frühjahrsmäntel für Damen und Uind^r , Herrn, ßsag. Müller, Leinen-, Bettwaaren- und Wäsche-O-eschäft, Neichstags-Wahl. Als Kandidat des arbeitenden Volkes für -den Reichstag wurde in einer am 23. l. Mts. stattgehabten, zahlreich besuchten Vertrauensmänner-Ver« fammlung wiederum Herr Landtagsabgeardneter €^ri Uüricl^ in OfTeiftbaiefc aufgestellt. Wir empfehlen diesen Mann nachdrücklichst allen Arbeitern, Hand- werkern und Kleinbauern als denjenigen Kandidaten, welcher ihre Interessen wahren wird. Inventur-Ausverl-auf su bcihuknö ermässigten Preisen. 60r * L-g-'-Aufnahm- rasch zu räumen, meine ~ Die noch vorrathigen Teppiche, CZardiuen, Kleiderftoife, Tbceaedecke Stersrr- Nunt?Ei"anf°v^"a^'^^^'' *"lb«'deutsch-..Leinenstiekercicu gebe größwk- 671 Ein Hausbursche^ gesucht ---Gebe. Stamm. fL Ä^6tx ®urfdK 3Um K°hlm. Näheres in der Exped. d. Bl. KaufmanrFges. Alters, E der Elsenwaaren-Branche, sowie allen Comptoirarbeiten vollkommen vertraut, sucht passende dauernde Stellung. Gest, unter A. B. nimmt die Exp. d. 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