Alr. 198, Samstag den 27. August 1887. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Vrrreaur Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Ehrlich 2 Mark 20 Pf mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Politische Ueberficht. Gießen, 26. August. Der Kaiser ist von seinem jüngsten Unwohlsein erfreulicher Weise wieder hergestellt und konnte der hohe Herr dem am Mittwoch vom Osficier-Corps bet 1. Garde-Regiments z. F. veranstalteten Adlerschießen im Katharinenholz be Potsdam bereits beiwohnen. Ueber den Tag der Ueberstedeluug des Kaisers von Babelsberg nach Berlin ist noch nichts Bestimmtes bekannt. Das Zustandekommen der Spiritus - Actien - Gesellschaft, das schon gesichert schien, ist plötzlich wieder fraglich geworden. Nicht nur größere Spiritusfabrikanten haben den Eintritt in die geplante Coalition verweigert, sondern es find auch förmliche Gegen-Coalitionen in Bildung begriffen. In Breslau haben eine Anzahl Gast- und Schankwirthe die vorbereitenden Schritte zu Errichtung einer Genoffenfchafts-Brennerei gethan und in Nordhausen, dem Hauptfitze der deutschen Spritfabrikation, ist seitens der Vereinigung der dortigen Branntweinbrenner beschlossen worden, mit denjenigen Brennereien und Sprit- sabriken, welche dem Spiritusring nicht beitreten wollen, zu unterhandeln und diesen die Abnahme des ganzen Bedarf» zu sichern. Da in Nordhausen jährlich mehr als 30 Mill. Liter Sprit verarbeitet werden, was etwa dem zehnten Theile des inländischen Gesammt-Spritconsums entspricht, so hat die Spiritus-Coalition allen Grund, die ihr durch den Beschluß der Nordhäuser Vereinigung drohende Gefahr nicht zu unterschätzen; es ist jedenfalls die Realisirung des Projectes der Spiritus - Actien - Gefellfchaft noch immer abzuwarten. Uebrigens muß anerkannt werden, daß die Discuffion für und wider den Spiritusring sich jetzt in fachlicheren und ruhigeren Bahnen bewegt, als beim ersten Auftauchen des Projectes. Alle aus Kissingen über das Befinden des Reichskanzlers einlau- senden Meldungen bekunden, daß sich derselbe des besten Wohlseins erfreut. Der Kanzler giebt sich aber an dem Strande der fränkischen Saale durchaus nicht dem dolce far mente eines Badegastes hin. im Gegentheile, er arbeitet auch in Wngen so angestrengt, wie er es in Berlin thut. Außer Geheimerath v. Rotünburg befindet sich auch Staatssecretär Graf Herbert Bismarck beim Kanzler, um denselben zu unterstützen; Graf Herbert Bismarck hat deshalb sogar eigens feinen Erholungsurlaub im Taunus abgebrochen. Es sind vor Allem die bulgar. Dinge, welche die Zeit und Kraft bes leitenben beutschen Staatsmannes in Anspruch nehmen. Währenb seiner letzten Anwesenheit in Berlin hat Fürst Bismarck bekanntlich ben russischen Botschafter Grafen Schuwaloff empfangen unb conferirten beibe Staatsmänner längere Zeit mit einanber; bas Ergebniß der Conferenz ist natürlich in feinen Einzelheiten nicht bekannt geworden, es läßt sich aber nach bem wärmeren Winde, der seitdem wieder zwischen Berlin und Petersburg weht, hinlänglich beurteilen. Als selbstverständlich kann man annehmen, daß bei dieser Gelegenheit auch von ben bulgarischen Dingen die Rede gewesen ist und verschiedene Anzeichen deuten daraus hin, daß nach dieser Richtung hin eine vollkommene Verständigung zwischen Deutschland und Rußland erzielt worden ist. Aus dem bekannten belgischen Seebade Ostende werden Ausschreitungen der dortigen Fischer gegen landende englische Fischerbarken gemeldet. Die Menge zerstörte einen Theil der Ladung der englischen Barken und waren die Polizei und die Gensd'armerie genötigt, mit der Waffe in der Öanb die Ruhe wieder herzustellen; mehrere Tumultuanten wurden hierbei schwer verwundet. Die englischen Fischerboote konnten ihre Ausladung nur unter dem Schutze der Gensd'armerie bewerkstelligen. Dem ganzen Vorgänge Kn offenbar lediglich Brodneid der Ostender Fischer gegen ihre englischen Collegen und Concurrenten zu Grunde und wird deshalb wohl kaum zu diplö- Mischen Reklamationen Englands bei der belgischen Regierung Anlaß geben. Das russische Kaiserpaar hat am Dienstag Nachmittag seine all- Mlche Sommerreise nach Kopenhagen auf der Jacht „Derschawa" von Kronstadt aus angetreten; die Jacht „Zarewna" gab der „Derschawa" das Ge- lbtte. gjHt bem Eintreffen der russischen Herrschasten in der dänischen Haupt- llaot wird der fürstliche Familientag aus Schloß Klampenborg wieder vollzählig '^. dahier, in dem Sommerfitze der dänischen Königssamilie, bereits das griechische Königspaar und feine Kinder, sowie die Prinzessin von Wales mit ^ren beiden ältesten Töchtern weilen. Dem Kaiser Alexander pflegt die idyllische u kmUnl> bie Abgeschlossenheit von Schloß Klampenborg sehr wohl zu thun ,unö W deshalb der Ausenthalt des Czaren daselbst immer ein verhältnißmäßig Mer; wahrscheinlich wird das russische Kaiserpaar auch diesmal mehrere rochen in der Abgeschiedenheit von Klampenborg zubringen. Die Streit-Asfaire zwischen dem spanischen Marineminister und dem Gouverneur von Cuba, General Salamanca, hat nun doch zur Amtsnieder- egung des Letzteren geführt. Der General hatte die Verwaltung Cubas einer ^sprechenden Kritik unterzogen und hierdurch den Marineminister veran- W, feine Entlassung zu geben, doch ließ sich der Minister bewegen, dieselbe wieder zurückzuziehen, nachdem sich Salamanca zu einer Art Widerruf bereit S hEe. Indessen hielt es Ministerpräsident Sagasta doch nicht für mi ml ben intriguanten General, der mit seinem Angriff aus den Marine- pirff c .b/nahe eine Cabinetskrisis herbeigeführt hätte, noch ferner auf feinem rputzreichen Posten zu belassen und so legte er es ihm nahe, seine Entlassung s Generalkapitän von Cuba zu nehmen. Freilich ist nicht ausgeschlossen, daß " ehrgeizige General, welcher eine Art spanischer Boulanger ist, nunmehr erst recht gegen das Ministerium Salamanca intriguiren wird. General Salamanca hat sich auch in der Carolinen-Affaire, seligen Andenken», einen „Namen" gemacht, er entpuppte sich hierbei al» ein Deutschensreffer und Bramarbas ersten Ranges und wenn es nach ihm gegangen wäre, so hätte Spanien wegen der Vorgänge auf der Insel Jap sofort den Krieg an Deutschland erklären müssen. Nun, wer weiß, zu welchen großen Thaten das Schicksal den tapsern General noch aufgespart hat! Auf der Insel Corsica wüthen große Waldbrände, welche bislang das Gebiet von 14 Gemeinden verwüsten. Verlin, 23. August. Dr. Mackenzie hat in einem an die Frau Kronprinzessin gerichteten Schreiben vorn 18. d. Mts. derselben aus Grund der neuesten Untersuchungen di- feste Ueberzeugung von der völligen Gutartigkeit der Halsleidens des Kronprinzen ausgesprochen und dabei versichert, daß, soweit da» menschliche Ermessen reiche, dessen gänzliche Wiederherstellung in absehbarer Zeit mit Sicherheit zu erwarten fei. Der Kronprinz hat dem Professor Virchow schriftlich über sein Befinden Bericht erstattet und daran ben Dank gefügt für Virchow's Untersuchungen, „die für die Kurmethode bestimmend, für- meinen Gemüthszustand maßgebend" gewesen sind. Der Kronprinz besuchte am'Samstag Balmoral. Am Sonntag wohnte er Morgens und Abends dem Gottesdienste bei und Nachmittags machte er dem Earl of Fife in Mar Lodge einen Gegenbesuch. Dr. Morell Mackenzie traf gestern (Montag) in Braemar ein, um ben Kronprinzen zu besuchen. Die Kronprinzessin stattete heute mit ben Prinzessinnen Victoria, Sophie unb Margarethe bem Matrosenheim in Portsmouth einen Besuch ab. Frankfurt, 25. August. Der Vorstand des Verbands lüdwestdeutscher Branntwein-Interessenten ist heute hier zu einer Sitzung zusammengetreten, um zu dem Project der Spiritusmonopol-Bank Stellung zu nehmen. Ueber den Inhalt der gepflogenen Verhandlungen erfahren wir Folgendes: Es wurde der Beschluß gefaßt, demnächst eine Generalversammlung des Verbands einzuberufen, um für den Fall des Zustandekommens des Berliner Projects die nöthigen Schritte zur Gründung einer von der Monopolbank unabhängigen Rectifications- Anstalt am hiesigen Platze zu veranlassen. Diese Rectifications-Anstalt würde ihr Rohmaterial nur von solchen Brennern beziehen, welche der Monopolbank nicht beigetreten find; dieselbe würde aber wegen der geringeren Spesen und Verwaltungskosten, sowie in Anbetracht des Umstandes, daß sie ben betreffenben Brennern ihr ganzes Probuct unb nicht wie bei bem Monopolproject nur die Hälfte desselben zu bevorzugtem Preise abzunehmen in der Lage wäre, ben mit ihr abschließenden Brennern im Vergleich zu der projectirten Monopolbank noch günstigere Bedingungen stellen können. Sollte aber im Falle zu zahlreichen Anschlusses der Brenner Südwestdeutschlands an das Berliner Project Rohmaterial aus unabhängigen Brennereien für die vom Verband in Aussicht genommene Rectifications-Anstalt nicht in der nöthigen Menge zu beschaffen fein, so würde bet Verband südwestdeutscher Branntwein - Interessenten mit Zustimmung der Generalversammlung zur Gründung einer eigenen Genoffenfchafts-Brennerei schreiten, so daß die Rectifications-Anstalt in jedem Falle ihr Rohmaterial sich unabhängig vom Norden und von den Manipulationen der projectirten Monopolbank zu beschaffen im Stande wäre. Das zur Anlage des gedachten Unternehmens nothwendige Kapital ist, wie wir hören, in hiesigen Kapitalistenkreifen für ben Bedarfsfall bereits zur Verfügung gestellt. Auch haben schon verschiedene Liqueursabrikanten unb Großdestillateure in Nassau unb Hessen sich bereit erklärt, sich vertragsmäßig zur Deckung ihres gesammten Bedarfs aus der vom Verband in Aussicht genommenen Rectifications-Anstalt zu verpflichten. (Fr. Z.) Telegraphische Depesche«. Wolff'S telegr. Eorresporrdenr-Burean. Babelsberg, 25. August. Der Kaiser nahm die Vorträge Perponcher's und Albedyll's, foroie militärische Meldungen entgegen. Zum Diner sind geladen mehrere Minister, Generaladjutant Rauch und Hofgartendirector Jühlke. Berlin, 25. August. Die „Nordd. Allg. Ztg." ist in der Lage, die Meldung bestätigen zu können, wonach die Pforte telegraphisch die Erklärung an den Prinzen von Eoburg gesandt habe, daß die Pforte und die Mächte einig seien, das Vorgehen des Coburgers in Bulgarien als illegal und gesetzwidrig anzusehen. Regensburg, 25. August. In der heute hier stattgehabten Versammlung der Branntweinbrenner Bayerns erklärten 62 von 70 Anwesenden ihren Beitritt zur „Actien-Gesellschaft für Spiritusverwerthung". Es wurden im weiteren Verlaufe vier Delegirte, unter diesen der Commerctcnrath Puehn (München) gewählt, welche an der am 29. August in Berlin stattfindenden Versammlung theilnehmen und zugleich eine Betheiligung des bayerischen Kapitals beantragen sollen. Kiel, 25. August. Das Ostseegeschwader unternahm vergangene Nacht einen Angriff aus die Minensperre in der Eckernförder Bucht. Alle Versuche, die Sperre zu durchbrechen oder zu sprengen, mißlangen. London, 25. August. Gemäß dem neuen irischen Strafgesetze beabsichtigt die Regierung, gegen den irischen Abgeordneten O'Brien vorzugehen, weil derselbe in einer Versammlung vom 9. August die Pächter auf der Besitzung der Gräfin Kingston aufreizte, sich dem Gesetze nicht zu fügen. O'Brien ist zum 9. September vor das Gericht in Mitchels Town geladen. — Dem Bureau Reuter wird aus Teheran unterm 25. ds. gemeldet, daß Ejub Khan aus Teheran geflohen ist. Erst am 21. ds. M. sei entdeckt worden, daß derselbe Teheran mit anderen afghanischen Häuptlingen am 14. ds. verlassen habe. Die Flüchtlinge seien 180 Meilen östlich von Teheran auf dem 2Üege nach Turshiz gesehen worden. Der Schah habe den Behörden von Herman, Z)ezd und Meshed befohlen, der Ostgrenze Landwirthfchaftliche Nachrichten. irfj bildet, dürfte für Manchen nicht uninteressant sein, welchen Gang der Haupt genommen hat. Gortz wurde von dem Schwurgericht freigesprochen in Frckh-i! gesetzt; wenige Tage nachher ersalgte wiedernm die VeVha und zwar auf Grund einer nachträaltchcn Angabe einer Zeugin, die bei der anwaltschaft die Anzeige machte, in der Hauptoerhandlung kein vollstänbiaes a, . ? abgelegt zu haben. Der Umstand, daß die Zeugin sich auf diese Art selbst lässigen Meineides anzeigte, schützte sie vor einer Verfolgung und ermöglicht^“S* Staatsanwaltschaft, die Verhaftung des Görtz wieder vornehmen zu lassen an??» dieselbe nur möglich gewesen wäre, wenn einer der Zeugen des Meineids bur* liche Entscheidung überführt gewesen. Die Ferienkammer des Landgerichts ? Beschwerde hin die Verhaftung aufrecht erhalten, während das Oberlandes»"^ Haftbefehl aufbob und die Freilassung des Görtz verfügte. Da einer beschlagnahme durch die Staatsanwaltschaft nach dem Gesetze erst etn öahbffohr gehen muß, so ist in Folge des Beschlusses des Oberlandesgertchts eine beschlagnahme, wie verschiedene Blätter behaupteten, gar nicht möglich mit der Wiederoerhaftung des Görtz hatte die Staatsanwaltschaft auch die imi. nähme des Verfahrens beantragt, welchem Antrag das Landgericht Auftimmt ra u^: letzteren Beschluß liegt nun eine Beschwerde bei dem Oberlandesgericht mr und hängt es nun von der Entscheidung des letzteren Gerichts ab, ob überb».,«! ?°I Verfahren gegen Görtz wegen der Brandstiftung nochmals eröffnet werden kann « ist nun der Stand des vielbesprochenen Processes. n* — Eine eindringliche Warnung vor dem Tabakrauchen im iuaenblirfi™ am- enthält das neueste Verordnungsblatt für den Bezirk Reichenbach i D - «u. 11 sitte des frühzeitigen Tabakrauchens bringt, so heißt es ba, immer mebr in jugenbltche Kreise, welche bie Zukunft des Volkes bilden. Jeden Menschenfreund H es mit tiefer Wehmuth erfüllen, wenn er den bleichen kleinen ausgemeraelten (SwJhfJ begegnet, welche besonders an Sonn- und Feiertagen die Pfeife oder die Ctaarr? S Munde umherschlendern, aus denen einst Familienväter, tüchtige Arbeiter mnnnJ? Verthetdtger des Vaterlandes werden sollen. Nicht die Noth hat dieRöthe'und ‘tofÄ der Gesundheit von ihren Wangen getrieben und das traurige Zeichen Alters auf ihre Stirn gedrückt, nein, die Folgen des frühzeitigen Tabakrauchens es, welche auf den zarten menschlichen Organismus der Jugend so furchtbar einwickei-? das Wachsthum hemmen und nicht selten Entkräftung und Entnervung berbeiiükr^' Erst der vollständig entwickelte Organismus vermag das Tabakrauchen ohne Nack- thetle zu ertragen. In dieser Erkenntntß ist in der Schwei; das Tabakrauchen bt* zum 18. Lebensjahre verboten. Zahllosen Krankheiten und frühzeitigem Siechthui^ würde vorgebeugt werden, wenn das frühzeitige Tabakrauchen unterbliebe. Möam daher die Schulvorstände, die geistlichen und weltlichen Lehrer die Jugend die Eltern Vormünder, die Lehr- und Dienstherren, das Fabrtkaufsichtspersonal mit'allem Nack» druck dahin wirken, daß die ihrer Obhut anoertraute Jugend das frühzeitige Tabak- rauchen unterlassen und sich so die erste Bedingung ihres Fortkommens im Leben einen gesunden, kräftigen Körper, erhalten. n c — sWolkenbruch im Salzkammergut.) Von Salzburg, Laufen und Simbach sind im Laufe des Montag Nachmittag telegraphische Nachrichten in Passau etngetroffeir welche bedeutendes Hochwasser auf dem Inn in Aussicht stellen. Das Wasser ist seitdem dort beständig gestiegen und zeigte gestern früh 6 Uhr einen Stand von 3,70 Meter Die schmutzig-gelben Fluthen, welche Scheitholz, Baumstümpfe, Gestrüpp rc. rc. mit siü führen, drohen jeden Augenblick das Ufer zu überschreiten. Das Hochwasser rührt vor einem Wolkenbruch her, der im Salzkammergut niedergegangen ist und dort große Ver Wüstungen angerichtet hat. Die Züge der k. k. österreichischen Westbahn trafen gestern sämmtlich mit Verspätung ein, da zwischen Gmunden und Ischl der Verkehr DoUftänbic unterbrochen ist. Die Station Ebensee wurde theils durch die angeschwollene £raim theils durch den aus seinen Ufern getretenen Traunsee überschwemmt; das Heizhaur konnte nur mit Kähnen erreicht werden. In Ischl haben sich die Traun und die Jstz! in reißende Wildbäche verwandelt, die Traun trat aus den Ufern und überschwemmte den Gries und den Rudolf-Kai. — In Salzburg strömte seit Sonntag Nachmittag etn wolkenbruchartiger Regen, die Salzach schwoll zu ungewöhnlicher Höhe; zwischen den Haltestellen Aigen und Elsbethen auf der Gitelabahn wurde die Eisenbahnbrückr über den Glasenbach gänzlich weggerissen und auch Theile des Bahnkörpers wtg- geschwemmt. — Der Verkehr nach und vom Arlberg ist bis auf Weiteres nur über die Route Salzburg-Rosenheim-Kufstein möglich. Auch in Berchtesgaden und St. Johann sind vorgestern Wolkenbrüche niedergegangen. Doch war der Verkehr zwischen Salzburg und Bischofsheim durch Umsteigen am Abend wieder ermöglicht, auch die Unterbrechung bei Eben behoben. — Die Steyr ist ebenfalls rapid gestiegen, in SteyrdoTs mußten an einigen Stellen die ebenerdig wohnenden Parteien ihre Wohnungen räumen. — Spätere Nachrichten, von gestern Vormittag, lauten übrigens von allen Seiten beruhigend. Die Wasser haben sich verlaufen. An der Wiederherstellung des Verkehrs wird rastlos gearbeitet. Kreuznach, 24. August. Bei dem letzten Zuge zwischen hier und Bingerbrück, Abends 11 Uhr 30 Minuten, ist gestern ein Reisender jämmerlich verunglückt Derselbe war in Station Bretzenheim ausgestiegen, der Zug war außergewöhnlich laut und der Reisende kam auf die Brüstung der Unterführung. In der Meinung, sch auf dem Perron zu befinden, that derselbe einige Schritte vorwärts, stürzte vier Meter hoch herab und lag mit zerbrochenem Schädel auf der Straße. Bei der Schwere dr Verletzung war es noch ein Glück, daß der Tod den Mann von seinen Leidet rasch erlöste. — (Mißverstanden.) Herr M. sagt zu seinem Dienstmädchen: „Geh'n S- doch zu meinem Freunde, dem Doctor C., um ihn und dessen Frau in meinem Nam.« zu bitten, mit auf den Ressourcen-Ball zu gehen." — Nachdem das Dienstmädtz« den Auftrag ausgeführt und den Hausherrn entsprechend benachrichtigen will, frage dieser in erwartungsvoller Eile: „Werden sie mitgehen?" worauf das Dia»:- mädchen, erröthend und einen Knix machend, antwortet: »Ja, wenn Sie gütl {t erlauben." . . . Thatsache! Die deutschen Genossenschaften: Trotz vielfacher Angriffe auf die solidarische Haftpflicht, die ja leider auch durch Vertrauensbrüche und Veruntreuungen von Beamten einzelner Genossenschaftskassen in speciellen Fällen begründet waren, ist die Entwickelung der deutschen Genossenschaften in stetigem Fortschritt begriffen. Der soeben vom Anwalt des Allgemeinen deutschen Genossenschaftsverbandes, F. Schenck, herausgeaebene Jahresbericht pro 1886 beziffert die Zahl der deutschen Genossenschaften Ende oes Berichtsjahres auf 4438 gegenüber 4170 Ende des Jahres 1885. Davon sind 2135 Kreditgenossenschaften, 1572 Genossenschaften in einzelnen Gewerbszweigen, 696 Konsumvereine und 35 Baugenossenschaften. An Mitgliedern zählen diese Genossenschaften, die seit Ende 1886 wohl auf 4500 herangewachsen sind, ca. 1 500 000. Ihre geschäftlichen Leistungen sind auf 3000 Millionen Mark, das Betriebskapital auf 800 Millionen Mark zu veranschlagen. Die 881 Vorschuß- und Creditvereine, welche ihre Abschlüsse für die Statistik des Jahresberichts einsandten, zählten 451 452 Mitglieder, die Gesammtsumme der von ihnen gewährten Kredite betrug 1522 571 424 X, hiernach beträgt der Durchschnittsumsatz eines Vereins 1728 231 X, auf das einzelne Mitglied entfällt eine Durchschnittssumme von 3372 X (gegen 1 711876 X resp. 3348 X in 1885). Das Betriebskapital der berichtenden Vereine belief sich Ende 1886 auf 543 866 459 X und ist gegen Ende 1885 um 12>/, Millionen Mark gestiegen. Das Verhältniß des eigenen Kapitals zum fremden beträgt 32,09 pCt., die Zinseneinnahme 5,55 pCt. des Betriebskapitals. An Gehältern, Verwaltungskosten, Grundstücks- und Inventar-Amortisationen wurden 5 918 407 X gezahlt, so daß den Mitgliedern nach Abzug aller übrigen Ausgaben (hierunter 35 033 X für Volksbildungs- und gemeinnützige und 22 550 X für Versicherungszwecke der Genossenschaftsbeamten) eine Dividende von 6 448 464 X verblieb. Der Bericht theilt auch die Liquidation von 13 und den Concurs von 2 Vorschuß- u. s. w. Vereinen mit, daran die Bemerkung knüpfend, daß in den wenigen Fällen, in welchen bamit ein Verlust verbunden wäre, sich dies stets auf ein leichtfertiges Abweichen von oft und eindringlich empfohlenen Grundsätzen zurückführen lasse. Die Mitglieder bestanden der Hauptsache nach aus selbständigen Handwerken (29,4 pCt.), selbständigen Landwirthen u. s. w. (26,8 pkt.), selbständigen Kaufleuten (9,5 pkt.), Rentnern, Pensionären (7,8pkt.), Beamten, Aerzten, Künstlern (6,5pkt) u. s. w. An Genossenschaften in einzelnen Gewerbszweigen führt der Bericht 141 industrielle und 563 landwirtschaftliche Rohstoffgenossenschasten, 202 landwirtschaftliche Werkgenossenschaften, 62 industrielle und 7 landwirthschaftliche Magazingenossenschaften, 154 industrielle und 388 landwirthschaftliche Productivgenossenschaften, 55 Versicherungs- und sonstige Genossenschaften auf. Die landwirthschaftlichen Genossenschaften dieser Art zeigen gegen Ende 1885 einen Zuwachs von 221. Konsumvereine werden 696, gegen 682 Ende 1885, aufgeführt. Von diesen Vereinen haben nur 164 ihre Abschlüsse zur Verbandsstatistik eingesandt. Dieselben zahlten 144 504 Mitglieder. An Kapital- und Einkaufs-Dividenden gewährten die 164 Vereine 3 205 091 X, außerdem verausgabten dieselben für Bildungs- und Gemeinnützigkeitszwecke 48461 X lieber die Hälfte der Mitglieder der Konsumvereine sind unselbständige Arbeiter. Der Bestand der Baugenossenschaften hat sich von 33 Ende 1885 auf 35 Ende 1886 erhöht Die Anwaltschaft bemerkt, daß es den Anschein hat, als ob für diese Genossenschaften eine günstigere Zeit gekommen ist, welche der weiteren Ausdehnung derselben forderlich fein kann; es wird darauf ankommen, daß überall, wo das Be- unb Mittel zu solchen genossenschaftlichen Vereinigungen vorhanden sind, sich Manner finden, welche die Bewegung in die richtige Bahn lenken und mit Sach- renntniß und der erforderlichen Energie die Leitung übernehmen. m t Der Jahresbericht macht auch Mitteilung über die weitere Durchführung der Verbandsrevisionen innerhalb der 33 Unteroerbände bes Allgemeinen beutschen Ge- nosfenschaftsverbandes unb betont, baß in ber Beseitigung von alten Mängeln, in der Einführung befferer Einrichtungen, in dem sicheren Ausbaue ber inneren Organisation der einzelnen Genossmschaften große Wirkungen erzielt sinb. in - Angesichts der im umfangreichen Bericht bargelegten Sorgfalt unb Mühewaltung in es bedauerlich, zu conftatiren, baß trotz ber eindringlichen Bitten ber Anwaltschaft oon 4438 Genossenschaften nur etwa bie Hälfte bie gewünschten Berichte unb Abschlüsse an erstere eingesanbt haben. Wie viel wertvoller würbe die vorliegende Arbeit sein, wenn das gesammte Material dem Berichterstatter zur Verfügung stände! Hoffentlich kommt in Zukunft sch 't " ®lnne das genossenschaftliche Gefühl im eigenen Jntereffe der Genossen- ,r. . Mainz, 25. August. Im Anschluß an eine Verfügung des Großh. Mi- nifteriums, welche anordnet, baß in den Kreisen Mainz unb Bingen unverzüglich eine Anpflanzungen durch Sachverstänbige vorgenommen werden soll, macht bas hiesige Kreisamt bekannt, baß bie Untersuchungen mit Ausnahme der ®e!£?rk“n0cn und Kostheim, in welchen Nachforschungen durch preußische Sach- verständige zu erwarten stehen, von den Herren Reallehrer Dr. Nies hier und Kreis- schulinspector Do ch und Gymnasiallehrer Dr. Quendel! in Worms vorgenommen werden Gleichzeitig beauftragte das Kreisamt bie Bürgermeistereien, Ermittelung n anzustellen, in welchen Garten und Weinbergen ftemde Reben eingeführt worden sind △ Aus Rheinhessen, 25 August. Laut Mittheilung verschiedener Blätter hat der von dem Schwurgericht von der Anschuldigung der Brandstiftung freigesprochene, spater aber wieder verhastete, alsbald lebod) abermals in Freiheit gesetzte Häfner Görk von Worftadt sich den iveiteren Verfolgungen durch die Flucht entzogen, was ur Folge gehabt habe, daß die Staatsanwaltschaft das gesammte Vermögen des Görtz mit Beschlag belegt habe. Mit Rücksicht darauf, daß durch die Flucht des Görtz dessen vielbesprochener Proceß abermals das Gesprächsthema in einem Theil von Rheinhessen entlang Kavallerie zu entsenden, um die Flüchtlinge gefangen zu nehmen. Es werde indeß auch angenommen, daß Ejub Khan nach Norden geflohen sein könne, um per Dampfer über das KaSpische Meer zu entkommen und daß er sich gegenwärtig bereits auf russischem Gebiet befinde. Petersburg, 25. August. Bezüglich der Meldung, daß als Sühne für die durch den Prinzen Ferdinand von Coburg geschehene Verletzung der Verträge die Mächte ihre Vertreter von Sofia abberufen würden, bemerkt das „Journ. de St. P.", eine derartige platonische Sühne wäre für Niemand von Bedeutung; bei dem Stande der Dinge hätte eine solche nur Werth, wenn sie gleichzeitig die volle Wiederherstellung des verletzten Rechts in sich schlösse; die Abberufung der Vertreter allein bringe eine solche volle Wiederherstellung nicht mit sich. Anläßlich der Erwiderung des Prinzen gegenüber dem Bürgermeister von Sofia, daß er bie verheißene Hingebung für Bulgarien damit bekundet habe, baß er gekommen sei, bemerkt bas „Journ. de St. Peters- bourg": Ob der Prinz nicht allmälig einsehen könnte, daß ihm als wahre Be- thätigung seiner Hingebung für Bulgarien nur übrig bleibe, dasselbe sobald als möglich zu verlassen. Brüssel, 25. August. Nach der „Chronique" gab General Brialmont wegen der gegen feinen Rath stattgehabten Beförderungen im Personal des Generalstabs seine Demission als Chef desselben. Der König nahm die Demission an und stellte den General Boyaert an die Spitze des Generalstabs. Ostende, 25. August. Der heutige Tag verlief ruhig. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung blieben die Quais von den Truppen besetzt. Ein im Hafen ankerndes englisches Fischerboot fand keinen einzigen Arbeiter, der zur Löschung der Fischladung die Hand bot. Sofia, 25. August. (,,Havas"-Meldung.) Die Pforte antwortete auf die Depesche des Prinzen, da der Prinz ohne die Zustimmung der suzeränen Macht unb der anderen Mächte nach Bulgarien gekommen sei, so sehe sie seine Besitzergreifung des bulgarischen Thrones für illegal an. Sofia, 25. August. Die Verhandlungen mit Tontschew wegen Bildung des neuen Eabinets sind bisher erfolglos geblieben. Stambulow, dessen Ankunft man erwartete, telegraphirte, daß sein Gesundheitszustand ihm die Hierherreise nicht erlaube. Es gilt daher für wahrscheinlich, baß das bisherige Ministerium in seinem Amte verbleibt. — Die Erdbeerpflanzungen, die jetzt anzulegen sind, werden oft nicht mit Äc Sorgfalt angelegt, bie nöthig ist, um einen guten Ertrag zu sichern. Wer in fein «n Garten einige Erbbeerbeete anlegen will, kauft ja meist Pflanzen der besten Art, bs ift gewiß, damit glaubt er aber genug gethan zu haben. Man vergißt im Allgemeine ganz und gar, daß die besten größten Sorten Produkte sorgfältigster Zucht unb W * sind. Wenn den Pflanzen deßhalb nicht fortgesetzt die nöthige Aufmerksamkeit gesche h und ihr Gedeihen überwacht wird, tritt leicht ein Rückschlag ein unb die im Haw- garten gewonnenen Früchte gleichen in Nichts denen, die man zu gewinnen gedE- Dann wird die Schuld auf den Lieferanten der Pflanzen geschoben und über Ul reeüität des Geschäfts geklagt, während bie Ursache für bas Mißlingen in der Handlung der Pflänzlinge liegen. Zumeist wird auf die Bodenart nicht genüge« geachtet. Erdbeeren sind Erdbeeren, denkt so mancher Gartenliebhaber, und PRf7 großfrüchtige Sorten auf Beete, bie früher einmal mit Monatserbbeeren bMno»-- waren. Die Monatserbbeeren unb bie großfrüchtigen Sorten verlangen inoeB enuu sehr oerfebiebenen Boben, denn währenb jene einen leichteren oorziehen, gedeihen «rs großfrüchtigen Sorten nur in schwerem, tiefem, nahrhaftem Boben. Ist dieser n^ vorhanben, so muß man leichteren Boden durch Unterbringung von Kuhmist unv auti Lehm und durch tiefes Rigolen vorbereiten. In einen solchen Boden bringt mr-- dann im August ober Anfang September bie Pflanzen unb zwar in Reihen von « gefähr 1 Fuß Abstanb unb die einzelnen Pflanzen anderthalb Fuß von einanoer k fernt; empfehlenswert ist es, die Pflanzen im Dreiecksverband zu setzen. Wohl Dar ji zu achten ist nun, daß die Beete an trocknen, warmen Tagen gut begossen niera ■ Selbstverständlich müssen die Beete vom Unkraut rein gehalten werden unb ber sou muß stets locker sein. Bei solcher Behanblung werden die Pflanzen bald anwaOI- und auch Ausläufer zeigen, bie indeß gegen Ende September, Anfang October am Mutterstocke wegzuschneiden sind. Gleichzeitig sind habet die unteren, absterbeiD- Blätter zu entfernen. Bedeckt man sodann die Beete mit kurzem Dünger, hat n^ für den Herbst das Nöthige gethan, um von seinen Beeten einen möglichst reichen 1 trag zu erzielen. Was im Winter und Frühjahr noch zu thun ist, davon weroen zur rechten Zeit wieder sprechen. - Für bie Bepflanzung von Gehöften und Wegen mit Bäumen »wchKn .- dringend von der Verwendung ber hohen italienischen Pappeln abrathen. r*nen|ii die jetzt noch vielfach verwendet werden, haben allerdings den Vortheil, sehr w wachsen, sonst erfüllen sie aber keine der Bedingungen, die an einen guten Allee- oder Hofbaum zu stellen sind. Sie geben erstens keinen Schatten, leiden sehr viel vom Ungeziefer und haben, wo sie zahlreicher angepflanzt sind, durchaus kein schönes Aus- sehen. Von den Chausseen sind sie deshalb auch seit einiger Zeit so gut wie verbannt und Niemand wird darüber trauern, daß die endlosen Rethen von italienischen Pappeln, diese „Ausrufezeichen der Langenweile", durch andere schönere Bäume ersetzt werden. Einen ebenso schnell wachsenden, eine schöne Krone bildenden Baum haben wir in unserer heimischen Schwarzpappel. Wer diesen Baum nicht verwenden will, kann die Kastanie pflanzen, deren Vorzüge nicht erst näher auseinandergesetzt zu werden brauchen. Diese Bäume sind da zu pflanzen, wo es auf schnelles Wachsthum ankommt, sonst ist immer den Obstbaumen der Vorzug zu geben. Einen Hof namentlich schmückt nichts so sehr als einige schone Birnen- oder Nußbäume. Sie erfüllen alle die Bedingungen, die man für den Zweck an die Bäume stellen kann und bringen durch ihre Fruchte noch einen stetigen Nutzen. *anhl und Berketzr. Darmstadt, 24. August. Die dreizehnte Sitzung des hessischen Eisenbahn- beiratbs wird am 8. September d. I. stattfinden. Die Tagesordnung enthält u. A. folgende Berathungsgegenstände: Fahrpläne. A. Der Oberhessischen Eisenbahnen. Der Entwurf für den Winterfahrplan unterscheidet sich von dem bestehenden Sommerfahrplan nur dadurch, daß, wie auch seither, 1) Zug 18 Gelnhausen—Nidda (ab Nidda 922 bezw. 822) für die Zeit vom 1. November bis Ende Februar um 55 Minuten, 2) Zug 19 Gießen—Nidda (ab Gießen 7*2) für die Dauer des Winterfahrplans um 61 Minuten früher gelegt sind. B. Der Nebenbahn Nidda-Schotten. Der Fahrplan enthält nur die Aenderung, daß der letzte Zug aus Nidda in Aebereinstimmung mit dem Zug 18 der Oberhefsischen Bahn für die Zeit vom 1. November bis Ende Februar 45 Minuten früher gelegt ist. C. Der Nebenbahn Stockheim—Gedern. Der Fahrplan bleibt bis zur Zett der Betriebseröffnung vorbehalten. L. Der Main-Weser-Bahn. a. Der Wtnterfahrplan liegt noch nicht vor. d. Gesuch mehrerer Einwohner der Ortschaften Lollar, Daubringen, Mainzlar, Ruttershausen, bezw. des Herrn Fretherrn von Nordeck zur Rabenau um Einlegung eines Omnibuszuges während des Winterfahrplans um 7f/2 Uhr Vormittags von Lollar nach Gießen und l«/2 Uhr Mittags zurück. c- Gesuch der Buderus'schen Eisenwerke um Einlegung eines Omnibuszuges wahrend des Wtnterfahrplans um 7Vz Uhr von Lollar nach Gießen und um D/k Uhr zurück. Wärmegrade der Lahn und der Luft nach Reaumur gemessen am 26. August, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr- Wasser 15 Grad, Luft im Schatten 21 Grad. L. Ehr. Rübsamen. Telegraphischer Schiff-bericht der „Red Star Line" Antwerpen. Line" toclTer °nm Postdampfer „Belgenland" der „Red Star angekommen 131 *U0uft DOn ^werpen abging, ist heute wohlbehalten hier Kirchliche Anzeigen der Stadt Gieften. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Samstag den 27. August. Nachmittags 2 Uhr: Beichte, Pfarrer Dr. Naumann. 1 0nnfag nach Trinitatis, 28. August. Vormittags 8«/r Ubr: Pfarrer Schlosser. w x xax ucter des heiligen Abendmahls. Die Gm‘bat P°bst -s Fri-db-rg. nixf NaAAbschluß des Kirchenoorstandes soll die kirchliche Feier des Sedansestes E ? September, durch befoM*'Äbie^ wirb au®'?Ä fü" K°is-r-Wilh-lms.S.!ffun7fa°r"LsW ber 21,0(66 Dom 28' August bir 3. S-pt-mb-r beforgt Katholische Gemeinde. Sonntag nach Pfingsten. Von 6 Uhr an Beichte. Lich, am 25. August 1887. Fürstlich Solmsische Rentei. Kreiling. 6357 \ | fllice-Schule für Frauenbildung u. Erwerb. Zum Besuche der am Dienstag den 30. dss. Mts. stattfindenden Prüfung der Schülerinnen, welche den Curfus zur Ausbildung von Handarbeitslehrerinnen besuchten, wie zu der damit verbundenen Ausstellung der Arbeiten von den Schülerinnen der Alice-Schule, am Dienstag den 3 0. und Mittwoch den 31. August, von Morgens 10-12 Uhr und Nachmittags von 2—5 Uhr in dem Vereinslokale auf dem Asterweg werden die Eltern der Schülerinnen wie Freunde und Gönner der Anstalt freundlichst eingeladen. Die Curfe des Winterhalbjahres beginnen am 3. Oktober. Anmeldungen nimmt entgegen 6345 Gießen, im August 1887. Der Borstand. Zieilgeöotenes. Cold-Cream-Seife von Carl John & Co., Köln a. Rh. ist unübertroffen gegen rauhe und spröde Haut und namentlich Damen zur Erhaltung eines schönen Teints zu empfehlen, b Packet (3 Stück) 50 634 * Fr Telpel. CO —HWWHWieMHHWWHHH» *NW***MMHM Durch die vorgerückte Saison gebe 5185 : Illi GO !h 6 GO Wetzsteingaffe AS im Hause des Herrn vr. Weber. Oe Weinhandlung. 4952 Gratis und franfo zu beziehen durch btt Rosenthal'sche Verlagshandl^ 'a Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Drühl'schcn Druckerei (Fr. CHr. Pietsch) in Gießen, HÄ: rr tat iw LG II; I On Sw w 4" 1 'm Kmx 9 schreibung, 6205 Ein gesetztes älteres Frauenzimmer, das kochen kann und die Haushaltung zu führen versteht, wird gegen? hohen Lohn gesucht. Hch. Rübsamen, Mausburg 16. Garderobe Uhu - Mädchen und Knaben, wie für das zatt Kindesalter umfassen, ebenso die U wasche für Herren und die Bett- Tischwäsche rc-, wie die Handarbeiten ui Die Modenvelt Jllustrirte Zeitung fu Toilette und H«md arbeiten. Monats 2 Nummern. Pre^ Vierteljährlich 1,2 ~ 75 Kr. Jährli t Auf den am 12. September l. I. abgehalten werdenden Vieh- und Krämermarkt erlaubt man sich das Handel treibende Publikum aufmerksam zu machen. 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Schaffstaedt. 24 Bahuholslr. • Statt jeder besonderen Anzeige hierdurch die schmerzliche Nachricht, daß gestern Abend Va9 Uhr unsere innig geliebte unvergeßliche Tochter, Schwester, Schwägerin, Tante und Braut Louise Bötz uach langem schwerem Leiden im Alter von 24 Jahren sanft verschieden ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Phil. Bötz, Postschaffner. Gießen, den 26. August 1887. Die Beerdigung findet Samstag Nachmittag 3 Uhr vom Sterbehause, Weserstraße 13, aus statt. 6347 ja« ihrem ganzen Umfange. ... 12 Beilagen mit etwa 200Schnuimus _ für alle Gegenstände der Garderobe u - etwa 400 Mustcr-VorzeichnEN Weitz- und Buntstickerei, Namen. Einen großen Posten Teppiche, Vorhänge, Halter und Gallerten verkaufe zu und unter Fabrikpreisen. 6355 Ernst Lotz, Neustadt 11. Für Landwirthe. Bei Beginn der Herbstbestellung bringe ich mein Lager in Düngemitteln in empfehlende Erinnerung, insbesondere frisch angekommenen Chili-Salpeter. 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