Nr. 73 Erstes Blatt. Sonntag dm 27. März 1887. Amts- tmb Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. 'M L L 1 i Burrau r Schul st raße 7. Erscheint tätlich utt Ausnahme des MentagS. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Dur>^ die Bott bergen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. AMtlicher Hßeil. Gießen, am 23. März 1887. Betreffend: Die Einrichtung der Fortbildungsschulen. Die Großherzoglichc Kreis-Schul-Commission Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Sie wollen uns innerhalb 8 Tagen die Berichte über den Zustand der Fortbildungsschulen im verflossenen Wintersemester einsenden. Dr. Boe mann. 5. Betragen der Schüler, 6. Zahl der abgehaltenen Stunden, 7. Höhe der Vergütung für den ganzen Unterricht. sind nach folgendem Schema abzufassen: 1. Zahl der Klassen, 2. „ „ Lehrer, 3. ,, „ Schüler, 4. Leistungen der Schüler, Dieselben Gefunden: 1 Haarnadel von Horn, 1 Brenneisen, 1 Compaß, 1 Regenschirm, photographische Blenten, 1 Kinderstrumpf, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Hundehalsband, 1 Halstuch. Gießen, am 26. März 1887. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius _________ Der Dank des Kaisers. Es ist eine wunderbare Fügung des Himmels, daß mir nach io vielen unvergeßlichen Erinnerungstagen auch noch vergönnt gewesen ist, am 22. März mein 90. Lebensjahr zu vollenden. In demüthigem Ernste erkenne ich die Gnade Gottes, welche mich diesen Tag hat erleben lassen, welche mir in so hohem Alt-r die Krast zur Erfüllung meiner fürstlichen Pflicht erholten hat, welche mir das Glück gewährt, noch den Lebensabend mit meiner geliebten Gemahlin zu theilen und auf eine kräftig emporwachsende Nachfolge von Kindern, Enkeln und Urenkeln zu schauen. Neunzig Jahre eines menschlichen Lebens, welch' eine lange Spanne 3eit! Wenn ich ste im Geiste an mir vorübergehen laste, so will es mir oft kaum sahlich erscheinen, was ich Alles erlebt, erfahren und errungen habe. Die gött* liche Vorsehung hat meine Wege, wenn auch nicht ohne schwere Prüfungen, sicher geleitet und zu glücklichen Zielen geführt. Gottes reichster Segen hat auf meiner Arbeit geruht. , „ r In frühester Jugend habe ich die Monarchie meines tiefgebeugten Vaters in ihrer verhängnißvollen Heimsuchung gesehen. Ich habe aber auch die hingehendste Treue und Opferfreudigkeit, die ungebrochene Krast und den unverzagten Muth des Volkes in den^Tagen seiner Erhebung und Befreiung kennen gelernt. Jetzt in meinem Alter blicke ich, nach so manchen Wechselfällen meines Lebens, mit Stolz und Befriedigung auf die großen Wandlungen, welche die ruhmvolle Vergangenheit der jüngsten Zeit, ein unvergängliches Zeugniß deutscher Einigkeit und aufrichtiger Vaterlandsliebe, in Deutschland geschaffen hat. Möge unserem theuren Vaterlande die lang ersehnte Errungenschaft, wie ich es zuversichtlich hoffe, in ungestörter segensreicher Friedensarbeit zu stets wachsender Wohlfahrt aller Klaffen der Nation gereichen! In wohlthuender Erinnerung an eine solche ereignißreiche Vergangenheit gewinnt die neunzigste Wiederkehr meines Geburtstages für mich eine besondere Bedeutung, welche durch die allgemeine tief empfundene Theilnahme meines Volkes erhöht wird. Aus allen Theilen des Reiches, aus fernen Landen, in denen Deutsche eine neue Heimath gesunden, selbst von jenseits des Oceans her, sind mir Adreffen in zum Theil kunstvoller, gediegener Ausstattung, Zuschriften und Telegramme, poetische und musikalische Gaben, Blumenspenden und Arbeiten in überreicher Anzahl zu diesem seltenen Tage zugegangen. Von Gemeinde- Verbänden, größeren wie kleineren Umsangs, von Collegien, Corporationen und Genossenschaften jeder Art, von wissenschaftlichen und Kunstinstituten, von Anstalten und einzelnen Personen bin ich in der herzlichsten Weise beglückwünscht worden. Künstler, bildende wie darstellende, Studirende der deutschen Universitäten, Akademien und technische Hochschulen, Krieger-, Turn-, Bürger- und andere Vereine, Gilden und Innungen haben in der verschiedensten Weise ihre treue Anhänglichkeit an mich kundgethan. Durch festliche Veranstaltungen und Festversammlungen ist der Tag aller Orten verherrlicht worden. Der Umfang und die Mannigfaltigkeit dieser beredten Beweise von Liebe und Verehrung ist so groß gewesen, daß sich die Feier des Tages zu einer nationalen Huldigung für mich gestaltet hat. Nicht vermag ich Allen, welche mir so liebevolle Aufmerksamkeiten erwiesen haben, im Einzelnen dafür zu danken. Tief ergriff n von solcher durch alle Schichten der Bevölkerung gehenden Bewegung kann >.l) nur der Gesammtheit zu erkennen geben, welche ungemeine Freude mir Jeder an seinem Thetle bereitet hat und wie tief mein Herz von innigster Dankbarkeit für alle diese patriotischen Kundgebungen erfüllt ist. Es giebt wahrlich für mich kein größeres Glück, kein erhebenderes Bewußtsein, als zu wissen, daß in solcher Weise die Herzen meines Volkes mir entgegenschlagen. Möge mir diese Treue und Anhänglichkeit als ein theueres Gut, welches die letzten Jahre meines Lebens hell erleuchtet, erhalten bleiben! Mein Sinnen und Denken aber soll wie bisher so auch ferner für die Zeit, welche mir zu wirken noch beschieden sein wird, darauf gerichtet sein, die Wohlfahrt und Sicherheit meines Volkes zu heben und zu fördern. Ich beauftrage Sie, diesen Erlaß zur öffentlichen Kenntniß zu bringen. Berlin, den 23. März 1887. Wilhelm. An den Reichskanzler. Deutschland. Darmstadt, 24. März. Seine König!. Hoheit der Großherzog empfingen gestern Vormittag lO'/zUhr im Kronprinzltchen Palais zu Berlin: den Generalmajor v. Becker, Kommandeur der 10. Cavallerie-Brigade, den Obersten Hofmann, Kommandant von Cüstrin, den Obersten z. D. Kolb, den Major Rothe vom großen Generalstabe, den Major Leydhecker, Adjutant bet der Generalinspection der Artillerie, den Major Menges vom Kriegsministerium, den Hauptmann Keim vom Nebenetat des großen Generalstabs, den Hauptmann Frhrn. v. Gall vom Garde-Füsilier-Regiment, den Hauptmann v. Lyncker vom 1. Garde-Feld-Artillerie-Regiment, den Hauptmann Mock vom Eisenbahn-Regiment, den Rittmeister v. Zimmermann vom Nebenetat des großen Generalstabs, den Rittmeister v. Willich vom 1. Garde-Dragoner-Regiment, den Rittmeister v. Scholl vom 1. Garde-Ulanen-Regiment, den Rittmeister Frhrn. Riedesel zu Eisenbach vom 10. Husaren-Regiment, den Hauptmann v. Wachter vom 3. Garde-Grenadier- Regiment, den Hauvtmann Bicrel ä la suite des 3. Großh. Infanterie-Regiments (Leib- Regiments) Nr. 117 und den Hauptmann Loos ä la suite des 1. Großh. Infanterie (Leibgarde)-Regiments Nr. 115 von der Gewehr-Prüfungs-Kommission, den Hauptmann Gindler vom Großh. Feld - Artillerie - Regiment Nr. 25 (Großh. Artillerie- Korps), den Hauptmann Simon vom Fuß-Artillerie-Regiment Nr. 8, den Hauptmann Scheche, Lehrer an der Artillerie- und Ingenieur-Schule, die Premierlieutenants v. Geyso vom Infanterie - Regiment Nr. 81, kommandirt beim großen Generalstabe, Lüttich ä la suite des Infanterie-Regiments Nr. 118, kommandirt zur Gewehrfabrik in Spandau, Scholl vom Feld-Artillerie-Regiment Nr. 31, kommandirt zur Artillerie-Schießschule, Friedrich vom Eisenbahn-Regiment, Hopfe vom Infanterie-Regiment Nr. 118, kommandirt bei der Militär-Schießschule, Vollmar vom Feld-Artillerte-Regiment Nr. 25, kommandirt zur Arttllerie-Schießschule, v. Mülmann vom Infanterie-Regiment Nr. 115 und Kaul vom Infanterie-Regiment Nr. 116, kommandirt zur Kriegs-Akademie, die Secondlieutenants Schorle vom Dragoner-Regiment Nr. 23, Pempel vom Infanterie- Regiment Nr. 117, Petersen vom Feld-Artillerie-Regiment Nr. 25, kommandirt zur Central-Turnanstalt, die Secondlieutenants v. Heuduck vom 6. Husaren-Regiment und Hahn vom 24. Dragoner-Regiment, kommandirt zur Kriegs-Akademie, den Second- lieutenant Neidhardt vom 3. Garde-Regiment z. F.; den Großh. Gesandten, Geheimen Staatsrath Dr. Neidhardt, den Frhrn. Riedesel zu Eisenbach, Erbmarschall in Hessen, die Regierungsassessoren v. Löhr I. und v. Löhr II.; den Fürstlich Lippe'schen Cabinets- minister Frhr. v. Richthofen aus Detmold; die Reichstagsabgeordneten aus dem Groß- berzogthum Hessen: 1. Wahlkreis Gießen: Buderus, Mitglied der Ersten Kammer der Landstände des Großherzogthums, Hüttenbesitzer in Hirzenhain, 2. Wahlkreis Friedberg: Brand, Director in Mainz, 3. Wahlkreis Alsfeld: Kalle, Rentner in Wiesbaden, 4. Wahlkreis Darmstadt: Ulrich, Brauereibesitzer in Pfungstadt, 5. Wahlkreis Offenbach: Böhm, Mitglied der zweiten Kammer der Stände des Großherzogthums, Fabrikant in Offenbach, 6. Wahlkreis Erbach: Scipio, Gutsbesitzer in Mannheim, 7. Wahlkreis Worms: Dr. Marquardsen, Universitäts-Professor in Erlangen. Die sämmtlichen Genannten hatten darauf die Ehre, auch von Sr. Kgl. H. dem Erbgroßherzog empfangen zu werden und dem Hohen Brautpaare, Sr. Königl. Hohert dem Prinzen Heinrich von Preußen und Ihrer Großh. Hoheit der Prinzessin Irene von Hessen ihre Glückwünsche zur Verlobung darbringen zu dürfen. x Darmstadt, 25. März. sZweite Kammer der Landstände.j Die Verhandlungen werden heute um 9 Uhr fortgesetzt und die Einläufe und Berichterstattungen Seitens des Bureaus und der verschiedenen Ausschüsse zur Kenntniß des Hauses gebracht. * Sodann tritt die Kammer in die Tagesordnung, als deren erster Punkt l ie Interpellation des Abg. Ohly betteffend die Dienstverhältnisse der geprmicn Expeditions-Gehülfen der Main-Neckar-Bahn, damit denselben in ähnlicher Weise wie den Kreisamts- und Steuer-Commissariats-Gehülfen nach einer gewissen Zeit Gehaus- Aufbesserung decretmäßig zu Theil werde, zur Besprechung gelangt. ,, Ministerial-Präsident Weber beantwortet diese Interpellation dahin, dav o- Großh. Negierung die Aufbesserung der Gehalte, sowie die Anstellung dieser Categor von Gehülfen ablehnt. t M 11tfr:ßsßn und Abg. Ohly gibt sich mit diesen Erklärungen der Regierung mch rusrteoen wird nochmals einen Antrag in dieser Sache dem Hause demnächst vo . g • Es folgt sodann die Interpellation des Abg Wasserburg, d^zu uerer schwemmungen geneigte Bodenftguration zwischen Muhlheim und -ft lokale-. mit R-°lschul- wurde gestern Abend besetzt. Herr Direktor Nodnagel bi-lt eine „®rct «"ß- Raum war recht gut jüngere Schüler, Ehrengäste und Freunde der welcher er alte und Reden, Gesängen, Vortrag von MännerchörenUch willkommen hieß. Unter Sangerkran,, entschwanden rasch die Stunden d-s «lederkranz und rührend zu sehen war es, wie di- alten Schü er fi* Interessant und brgrubten und wie man sich freute, auch frühere Lebr-rÄ Trennung Orten eben wirken, bewillkommnen »u fönnen iRnn hL;^?nftaIt',5,ri*c ln »"deren Anstalt die Realschule besuchten, waren am acstriaei?AKe/de^' 2tId^ i" Beginn der —LL'tz'LK- SM; 5luä Slnlttg iet letzten U-berschwemmungcn der Rhein- und Maingebicte und bfe durch solche veranlagten Häus-r-instürz- zu Bürgel sah icl 3lb0;.2ßa,fcrmB>^r,? aud) °uf die zu Ucbcrschwemmungen geneigte B-dcnstguration von Muhlheim bis Osienbach hinzuweiscn, unter welcher gerade Bürgel und Rumpenhetm nothleidcn. Die diesmalige rasche Schneeschmclzc bedroht nun die dortige Gegend ausis Neue und man weiß noch nicht, ob die Gefahr vorüberaebt Di- Großh. Regierung gibt, nachdem noch eine Jntervellation Seitens des Abg. Kugler betr. di- Verbesserung der Schiffbarkeit d-S Mains aus der fieifilrh- B""dis»eu Strecke von Frankfurt bis Kahl zur Besprechung gestellt war, die Erklän ng dahin ab, daß alle Vorarb-itki, für tue Regulirung des Mains baldigst beendet seien und daß dem Hause IN den nächsten Wochen eine diesbezügliche Vorlage zugehcn werde tftermtt sind die Interpellationen beendet. 6 ö v Die Kammer tritt in die Berathung über die Vorlage Großh. Ministeriums des Innern betr. die Heranziehung der im Großherzogthum garnisonirenden im mnUgen5raU9 ^C^Cn^Cn Mrlitarpersonen des activen Dienststandes zu den Gemeinde- ?2r/aK ru^ ^.ne ^haste Discussion insofern hervor, als man im Hause getheilter Archcht ist, ob die m Offtziersrang stehenden Milttärpersonen zu den Communallasten heranzuziehen seren oder nicht. ® . H^use vorliegende Gesetzentwurf bestimmt dagegen, daß dieselben zu L-n G-m-tnd-ft-ucrn nicht herangczogen w-rd-n sollen und zwar m t ihrem dienstlichen Einkommen und insoweit sie vor dem I. April 1887 in den Echestan" getreten sind und d-ni-ntg-n Chargen angehören, welch- bei Nachsuchung d-s Leiratbs confenfe§ jut Führung des Nachweises eines bestimmten außerdienstlichen Einkommens verpflichtet sind, hinsichtlich der sogen. Heiraths-Caution. n 1 q diese im Uebrtgen den Bestimmungen des Gesetzes vom ^3 Mai 1885, jedoch mit Ausnahme, daff der hiernach auf das Kapitalrentensteuer- kapital und der auf das halbe Einkommensteuerkapital festgesetzte Betrag insoweit das Einkommen nicht aus Grundbesitz oder Gewerbebetrieb fließt, den für das betreffende Jahr zu entrichtenden Staatssteuerbetrag nicht überschreiten darf T ""ressende Gegen diesen Theil des Gesetzentwurfes sprachen mit Entschiedenheit die Aba« ^?^^krburg, Frank, Metz-Gießen, indem sie eine gleichmäßige Besteueruna und keine Ausnahme gemacht wissen wollten. 001 euerung und ,, r, D ogt - Butzbach beantragt den Gesetz-Entwurf nochmals an den Aus- ÄboÄ "ne nOd,mahge Vision des S 1 möglich zu machen, ders-ch- S>anßdnr. $OrIa6C fprcd,cn bie at,0B' Schroder, Wolfskehl, Lautz und . ... N°-h erfolgter Abstimmung der einzelnen Artikel findet sodann das Gesetz die einstimmige Annahme des Hauses. ’” VK , T 60 f°‘at hierauf der Antrag des Abg. Freiherr von Nordeck zur Rabenau "ändllchen^V-ihältnisi-^^^^^i Bauordnung im Sinn- größerer Berücksichtigung"^ . Der Antragsteller betont, daß es vorzugsweise die Kosten der Besichtiaunaen baulicher Objecte sind, welche als zu hohe und die kleinen Leute drückende und daß das vielfach bestehende Mißverhältniß zwischen dem Werth des Banobstctes und der Hohe der Revistons- und Bestchttgungsgebühren nicht mit dem Nutzen befielben im Einklang stehe: ferner seien d.e alljährlich wiederkehrenden Visitationen von Feuer stellen und Feuerungsanlagen eine wahre Plage für den kleinen Mann und Km terfelbe 6«b ein zweijähriger Besichtigungstermin genügend erscheine 0laubt m An Hand einer Reihe von Beispielen führt der Abg Hanstein-Gi-s-n bi- Nothwend.gkeit einer Revision der allgemeinen Bauordnung aus und hauptsächstch festn es die Bauvisitatoren, deren Gebühren als viel zu hoch angesetzt Wen 0 1 ®ider Antrag wird einstimmig angenommen. -> äks sä’.» ■Ä»'25- & ”* «*“ ».im ~ nbe,n Oberförster der Obersörsterei Bingenheim, Hermann Da ab in gleicher Drensteigenschaft in die Obersörsterei Ernsthofen au versetzen ° er er Oberförster August Lang, dermalen in Heppenheim die Forsts cL°a4 ®ie®en und Friedrich Joseph aus Eberstadt ru Obersörstern der Obersörsterei Bingenheim, resp. Jägersburg und Lindenfels — letzteren mit Wirkung vom 1. April d. I«. - zu ernennen ' m ^0. März. (Ordensverleihung.) Se. Känial. Hoheit der Großherzog haben dem Leibarzt Sr. Mai. der Kaisers Dr 9C.» 0ro6freu5 der Verdienstordens Philipps der Großmüthigen zu verleihen geruht. Rußland. des 25 .März. Katkow polemisiert gegen das Communiquö des „Regierung-. Anzeigers vom 21. ds. in einer langen Auseinandersetzung in welcher er behauptet, daß die deutschen Zeitungen für die Erschießungen in ParIet flenommen Wtten; auch die Verdienste de» deutschen Vertte- ter» in Bulgarien werden angezweiselt. Das » " ^^^bte, trotz aller Nachahmungen unüder- ^ci,bi0, Adolf Noll, Goldarbeiter Julius Noll, Schulrath ?0 UbHf^rftrttet *flk6rCVfi.MnbrCr0crs.unb M-tzä-v Karl Sack I. Heute Morgen 1U u’v öeftaftuä tn der Realschule und um 2 Uhr Festessen in Steins ©arten. . 77 Ließen, 26. März. sRealschuljubiläum.1 Der beutiae "aUntebCeinflekitetnCnmerisidnn V". ber teftlid> städtischen Turn- oaue etngeietteL Die Halle und die Gallerten waren mit den zahlreich erschienene Chio bp Ä-- Unlcr ^wesenden bemerkten wir die Spitzen der EtviD £ebrfBr^rbbe8tC4^r,;ler br @sI,mnaJiukm§mbet Wtren Mädchenschule, dem gesammtm r-hrtorp-r des Realgymnasiums und der Neal chule, Lehrer der hiesigen Unterrichts- 13"u r"'m?t"d-m°°^chül°r der Anstalt Dame.'u. ,.b w. DieFeier begann um Beethoven b ®c,an0 uon: "®ie Himmel rühmen des Ewigen Ehre" von Als die letzten Töne verklungen waren, bestieg Herr Director Nodnaa-I M, a iunä*ftnhteU w b »h biC n?d)I®°i.me.U?b1 Inhalt hervorragende Festrede, in welcher ?""0 d-eser Jubelfeier nachwies, die äußere und innere Ent- ?umaniftifA,n a rbark0te und dabei der Ziele und Mittel gedachte, bic b?m humanistischen Gymnasium vorgezeichnet seien. nt ^r4@Cr!Qn0: „Groß ist der Herr!- von Ph. E. Bach knüpfte der älteste ^hr-r der Anstalt, Herr Professor Dr. Buchner, an seine persönlichen Ersahrunaen SP; btC Hauptmomente der Geschichte der Anstalt und legte in vorzüglicher §?ede die Bedeutung der in der Realschule gepflegten Wissenschaft dar uvrzugiicyer ^ieve $iJau\!ol0te der Gesang von „Treue Liebe bis zum Grabe" von Manaald nnh än1fta|rt8iuffbnearüfee^CrtrhtCr bf Behörden das Wort, um die jubiUrende Ä beglückwünschen. Zunächst im Auftrage der Staatsbehörde die keinen Vertreter geschickt hatte, Realgymnasialdirector Soldaii aus Ma n, Fr-i' herr von der Ropp für die hiesige Universität, Geh Baurath Prof Schmitt auT H°ch!chule (mit einer Adresse), Bürgermeister Bramm N-o?- o! r>^^iisch-u Behörden Prälat Habich aus Darmstadt für das OberconsistorMm tor°M?wDr' ^CV C(TrrJfr ba8 hiesige Gymnasium (nebst Adresse), Director Viaelius für die hiesige hoher- Mädchenschule, Director Schön aus Offenbach in ,einem in" warmen^Wortem^" bi-algymnastums. Jedem einzelnen dankte Director Nodnagel und b^ r-ih!reichen Orte verlelen waren, aus denen Glückwünsche Amerika?ebe^^°0°j'0^ un? b-r Inhalt zweier Briefe ehemaliger, jetzt in ün Prinn rmm nn *■ ler kundg-geb-n die der Anstalt Geld zu einer Hanstein-Stiftung wi"“*>■ -5 Zum Schluß wünschen wir, daß die Anstalt auch wahrend der nächsten 50 emc Stalic t6Ieibe< in welcher di- Jugend, der Zukunft goldene Saat, frisch fröhlich, fromm und frei gedeihe und dem Vaterlande zur Ehr' und Wehr' heranr-if-, daß sie eine Hüterin der Zucht und Sitte bleibe, eine Pflegerin der Humanität; wir wünschen ihr das Wohlwollen und di- volle Würdigung seitens der vorgesetzten Be- 5“.f ba6 f« 3U9lett§ die Stellung erringe, die ihr mit Fug und Recht gei bufirt. Wir wünschen der Anstalt, daß ihre jetzigen Lehrer den Geist der B-russ- treue und Eintracht tünfttgen Kollegen überliefern, daß alle ihre Arbeiter an dem bedeutsamen Werke der Jugendbildung stets durch das Beispiel ihrer eigenen Persönlichkeit Sinn für Ehre, Treue, Biederkeit, Entsagung und Selbstverleugnung wecken, daß sie tets em warmes Herz für die ihnen anvertraute Jugend haben und durch Liebe Gegenliebe und Arbeitslust erzeugen, damit auch ihre Schüler gern und freudig dazu beitragen, die Ehre der Anstalt zu wahren. ©taatä^amen bestanden an hiesiger Universität das medicin. ^laalsexamen mit dei Rote I. die Herren Ludwig Bott aus Höchst i O W v ®oT6 $,ongeIUa,u®matn3.3 ' ^---bach, Fritz Schli-phake aus Gießen und' n^mi„^^^dEändler W. Ferber veranstaltet soeben unter polizeilicher Ge- nehmigung durch Lohndiener Wadenpfuhl für einen zu Weihnachten verunalückten ^m°Raknbvs^^ n lUie ^^^mmlung. (Der Bedauernswerthe glitt im Begriffe, nach aus und erlitt hierbei einen complictrten Beinbruch) Diese Knt ÖnHf C n Individuum, welches ohne Genehmigung, wie gew^nt 0Cn 9lcc^nun9 ru.Nutzen und sei hierdurch vor diesem Schwindel 25- März. Heber den am 1. April in Stein's Garten auftretenden rooBI Vn??ber?, ^ßerte man sich in anderen Städten: Es ist wohl unmöglich, bei den Vortragen oieses Virtuosen eine griesgrämige Stimmuna ru bewahren und kaum denkbar, daß nicht ein jeder von der allgemeinen Heiterkeit ersofft wird und lachend mit einstimmt in den Beifall, der fast jeder P^ogwmm-Nummer f°T!?^rcnb folgenden vielen gelehrten und ungelehrten mufr Ä!fh ^fn a*xC* V°A?gen der Neuzeit, welche so vielfach die Auf- und Geduld eines langmuthigen Publikums unter der stolzen Devise- ^dnschaft" in Anspruch nehmen und doch auch manche cCru^at^n' Konnte man die Konzerte des Herrn Lamborg als eine Oase Telegraphische Depeschen. telegr. Correspondenz - Bureau. Prinz von Wales verlassen heute Abend Berlin x "/ Xon,le ber din-r im kaiserlichen Palais fiatt. - »fenba 6V i?8? ‘nod>^ Samilicn: torniung des B°t-rländischen Frauenvereins bei d--Ka?ftrin°im" runien Ll^d-s tomäbenbe SchlL^eimtFr7nV'°über"den^'^^^ M^ituÄrtk*u^uc‘Ebn »äS ftÄ-sa f,toenÖUnMb ÄXu^’e^SgV^10"0 b,C '"N.ö- ist auf ben 3t 3uii™ftgäefe ® eer5ffnUn0 b“ 0ro6cn °k°d-mifch-n Kunst-Ausstellung aasas MMZZU-D-WW MMMSZSS- ZSW-M-MWM Handel und Verkehr. »LNdZ'-S Xi!» WWSSMS ______ Dienstag den 5. und Mittwoch den 6. April d. 3.