Nir. 4N. Erstes Blatt Sonntag den 27. Februar 1887 Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. >■ , . vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Dringerlohn. V«vea«r Schulstraße 7. Erscbemt täglich mit Ausnahme be§ Montags. die Bast betonen mertelfäbrlicb 2 Mark öO Pf. Amtlicher Hheil. Betreffend: Die Reichstagswahlen. Bekanntmachung. Es wird hiermit ,ur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß in dem L Wahlkreis des Großherzogthums der Hüttenbesitzer Herr Hugo Buderus zu Hirzenhain mit 10,918 von 19,247 gültig abgegebenen Stimmen zum Reichstagsabgeordneten gewählt worden ist. G i e ß e n, den 25. Februar 1887. Der Wahlcommiffär. Dr. Boekmann._____________ Gefunden: 2 Taschenmesser, 1 Perlenkette, 1 Kriegervereins-Abzeichen, 1 Theil eines Maskenanzugs, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Tabaksdose, 1 Taschentuch, 50 Pfennige. rix „ r. . . . Gießen, am 26. Februar 1887. Großherzoglrches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Corrrspondenz-Burea«. Berlin,' 26. Februar. Die „Nordd. Allg. Ztg." macht darauf aufmerksam, Laß die Verordnung über den Bischofseid dasselbe Datum des 13. Februar trage, wie Übte Ermächtigung zur Einbringung des kirchenpolitischen Gesetzentwurfs. Schon dieser Äußere Umstand dürfe erkennen lassen, daß die Verordnung eine Ergänzung des vor- ggelegten Gesetzentwurfs bilde und mit letzterem bestimmt sei, bisher noch offen gebliebene Zragen in versöhnendem Sinne zu lösen. . . Berlin, 25. Februar. Heute Vormittag wurden beiden Maiestaten sechs iFenerwehrleute, welcke sich bei den letzten Bränden besonders hervorgethan, vorgestellt imnd mit Geldgeschenken bedacht. „ — Seine Maj. der Kaiser nahm Mittags die Vortrage Wilmowski's und des «Irafcn Stolberg entgegen, empfing darauf den deutschen Gesandten in der Schweiz Herrn v. Bülow und machte um 2*/z Uhr eine Spazierfahrt. — Das Abgeordnetenhaus überwies in wenig erheblicher Debatte den Gesetz- scntwurf, betreffend die Kreiseintheilung der Provinzen Posen und Westpreußen, einer »Commission von 21 Mitgliedern und ebenso den Gesetzentwurf, betr. die Kreis- und iProvinzialordnung für die Rheinprovinz. — Morgen: Etat. Berlin, 24. Februar. Die amtlichen Wahlresultate sind fetzt bis auf erns — -Lippe, wo wahrscheinlich Stichwahl stattfindet — bekannt. Von diesen 396 sind definitiv gewählt: Konservative 75, Reichspartei 34, Nationalliberale 84, Eentrum 90, ^Freisinnige 14, Socialisten 6, Elsässer 15, Polen 13, Welfen 2 , Däne 1, unbe- fslimmt 2. Stichwahlen sind 60 vorzunehmen. Paris, 25. Februar. Der Prinz von Wales ist heute nach Cannes abgereist mnd begibt sich nach London zurück. . r , .... Paris, 25. Februar. Einer amtlichen Depesche aus Hanoi zufolge ift die Provinz Phuoen pacificirt. Die Expedition setz! ihren Marsch gegen die Provinz Brindinh fort. r , , Petersburg, 25. Februar. Der russischen „Petersb. Ztg." zufolge ging dem Reichsrathe ein Gesetzentwurf betreffs allmählichen Einfuhrverbots für ausländisches Roheisen, resp. successiver Erhöhung der Eisenzölle zu. • Brüssel, 25. Februar. Einer hier eingegangenen Meldung zufolge schiffte sich Stanley mit seinen Begleitern gestern von Zanzibar auf dem Dampfer „Madura" nach Banana ein. Der Häuptling Tipotib erklärte sich bereit, die Expedition bis Wadclai zu begleiten. . c , Rom, 25. Februar. Rach amtlichen Ermittelungen wurden in Folge des Erdbebens nachstehende Ortschaften in Ligurien am meisten heimgesucht: Bajardo 300 Todte und Verwundete, Diano Marina 250 Todte und Verwundete, Bussano 50 Todte und 36 Verwundete, Diano Castello 30 Todte und mehrere Verwundete. Nizza, 25. Februar. Heute Vormittag wurde abermals eine unbedeutende Erderschütterung verspürt. Q — Bei den Erderschütterungen haben hier zwei Personen aus der Stadtbevölkerung das Leben verloren und etwa 10 Personen Verletzungen erlitten. Ungefahr 60 Häuser sind unbewohnbar geworden. Viele Fremde verlassen Nizza. —In Mentone, wo mehrere Häuser eingestürzt und'viele so beschädigt sind, daß sie geräumt werben mußten, sind mehrere Personen verletzt worden, aber Niemand um's Leben gekommen. — Auch in Cannes wurden heute früh zwei neue Erdstöße wahrgenommen, die jedoch keinen Schaden anrichteten. & 0 i a l e Gießen, 26. Februar. Man zähmt Löwen und Tiger, des Menschen Wille, Intelligenz und überlegene Kraft lehrt sie auf Commando die verschiedensten Dinge verrichten und macht sie seinem Machtspruche unterthan. Die Abrichtung der Elephanten und Bären ift nichts Seltenes. Dagegen sind dressirte Wölfe, die gleich einen ganzen stattlichen Nudel, 12 an der Zahl, repräsentiren, eine große Rarität. Eine solche ist zur Zeit in Oswald's Garten bei Herrn C. Wal len da zu sehen. Der Wolf war bis jetzt als feig, heimtückisch, mordlustig und ungelehrig bekannt, dagegen erscheint er dcesfirt von einer ganz anderen Seite. Die Dressur, wie sie uns vorgeführt wird, soll ungemein schwierig sein. Denn selbst in der Gefangenschaft von jung aufgezogen verleugnen die Wölfe nie ihren Charakter und müssen in der Zwangsjacke die ersten Lehrstunden erhalten, wenn sie einmal ein Jahr alt sind. Die Thierbändigerrn manipultrt mit dem wilden Gethier mit erstaunlicher Sicherheit und Ruhe und find ihre Producttonen, die lebhaft an die dressirten Hunde erinnert, äußerst interessant und sehenswerth. Gießen, 26. Februnr. Amtliche Prüfung der Lichtstärke des Leuchtgases. Februar: I9V, vorschriftsmäßige Kerzen. Darmstadt, 25. Februar. Nach einem von den Aerzten Dr. Weil und Dr. Küchler heute in der „D. Z." veröffentlichten Bulletin leidet Fürst Alexander an Variolois (Wasserblattern), die in nicht gelinder Form aufgetreten ist. Schüttelfröste auf der Reise gingen dem sehr heftig ausgetretenen Fieber (bis zu 42 Gr. C.) voraus. Das Exanthem entwickelte sich mit Ablauf des Fiebers, ist vollkommeu charakteristisch und verursacht durch die Spannung der Haut, insbesondere des Kopfes, sehr heftige Schmerzen, welche noch fortdauern. Wenn eine eigentliche Lebensgefahr auch mit dem Fallen der Temperatur nicht wohl mehr vorhanden ist, so wird der Patient doch noch einige schwere Stunden in Folge der Kopfschmerzen durchzukämpfen haben. Die Infektion fand nach der Berechnung zur Zeit des Aufenthalt des Fürsten in Marseille statt, wo der Besuch des Hafens und der Schiffe in denselben reichlich Gelegenheit gab. △ Mainz, 24. Februar. Mainz, deffen Uferanlagen man wohl ohne Uebcr- hebung mit zu den schönsten des ganzen Rheinstromes zählen kann, wird nach der binnen Kurzem erfolgenden Fertigstellung seiner Hafenbauten nach der Rheinseite hin um eine weitere große Zierde bereichert werden. Nach Fertigstellung der Hafenbauten wird man nämlich sofort mit dem Abbruch der häßlichen Gebäude und Baracken beginnen, in welche eben das Kurfürstliche Schloß eingekeilt ist und wird alsdann der herrlichste der wenigen in Deutschland noch bestehenden Renaissancebauten frei nach dem Rhein zu liegen kommen. Obgleich mit schwere« financiellen Opfern verbunden, wird sich .Stadt nach der Freilegung des prachtvollen Bauwerkes nicht mehr lange der Pflichr entschlagen können, dessen äußere Restauration vorzunehmen. Mit Rücksicht auf *die großen Kosten, welche eine gründliche, sachgemäße Restauration verursacht, besteht die Absicht, diese Arbeiten in fünf Abtheilungen vorzunehmen und so die Kosten auf eine Reihe von Jahren zu vertheilen. Der dem Großherzoglichen Palais gegenüber gelegene Flügel des Schlosses ist zunächst für die Restauration vorgesehen und wird schon in Kurzem eine diesbezügliche Vorlage an die Stadtverordneten-Dersammlung kommen^ Nachdem der Rhein bis auf die Häfen wieder ganz eisfrei, ist die Schifffahrt jetzt durch den niederen Wasserstand lahm gelegt. Längs dem hiesigen Hafen liegen eine große Anzahl Schiffe, die sämmtlich durch den ungünstigen Wassersttom am Fahren verhindert sind. Durch die gelinde Witterung hofft man ein Schmelzen des Schnees im Oberland und so ein Steigen des Wassers bald erwarten zu dürfen. — Ein wegen Geistesstörung in der Irrenanstalt in Heppenheim seit Jahresfrist internirter Bürger von hier wußte sich gestern von dorten zu befreien und seinen Weg zu Fuß hierher zu nehmen. Nur nach schwerem Kampfe gelang es, den Tobsüchtigen, von dessen Flucht man telegraphisch benachrichtigt war, hier feftzunehmen. Der Unglückliche entwickelte in seinem Wahn eine solche Kraft, daß mehrere kräftige Männer lange zu thun hatten, bis man ihn fesseln konnte. — Die Militärbehörde läßt eben hier bedeutende Ankäufe von Hafer und Weizen machen. Die gesammten Lagerbestände zweier bedeutenden hiesigen Firmen wurden gestern für das Militär acquirirt. r r △ Mainz, 25. Februar. Nach dem soeben verkündeten amtlichen Wahlergebmß wurden im Wahlkreise Mainz-Oppenheim 20 691 Stimmen abgegeben, davon erhielt Racks (Centrum) 8112, Küchler (natlib.) 7024 und Jöst (Soz.) 5526. Mithin Stichwahl zwischen Küchler und Racks, welche, wie gleichzeitig bekannt gegeben wurde, nächsten Mittwoch, den 2. März, stattstndet. Aus Rheinhessen, 25. Februar. Ucber häßliche Nachklange zur Wahl kommen immer wieder neue 9!achrichten: Ein Bewohner von Gaualgesheim gerieth in Appenheim (Kreis Bingen) am Dienstag Abend über die Wahl in Disput. Auf dem Heimweg wurde er vor dem Dorf von seinen Gegnern überfallen und derart mißhandelt, daß sein Zustand besorgnißerre-end ist. — In Biebesheim hat sich ein junger Mann aus Furcht vor dem Soldatenleben erhängt. , ~ . Köln, 25. Februar. Eine allerliebste Scene spielte sich in einer zur Feier des Carneoals versammelten Gesellschaft ab, die wir unseren Lesern mittheilen wollen. Einer der Gebrüder Stollwerk hatte auf einer Studienreise in der neuen Welt auch die bedeutenden Cacaoplantagen der Hauptproductionsländer besucht, wo die sämml- lichen Arbeiten fast ausschließlich von Negern verrichtet werden. Vor der Abreise des Herrn Stollwerck äußerten einige der jungen Neger lebhaft Den Wunsch, Die alte Welt einmal zu sehen. Es wurde nun mit dem Plantagenbesitzer verabredet, daß Die Schwarzen die nächste Cacaosendung begleiten sollten. Der Zufall nun wollte, daß zwei der Neger am Rosenmontag bei Stollwerk eintrafen und in der hier versammelten Gesellschaft „als maskirte Bekannte" eingeführt wurden, wo sie durch ihre „echten Manieren und ihre Schüchternheit" riesige Heiterkeit heroorriefen, bis ihr Begleiter Aufschluß gab, wo denn die Heiterkeit natürlich noch weit größer wurde. — Ein in dem dicht bei Nordhausen gelegenen Ort Salza am Wahltage entstandener Auftuhr beschäftigt bereits die Staatsanwaltschaft. Salza hat ca. 2500 Einwohner, zumeist Fabrikarbeiter, welche in Den hiesigen Tabaks- unb Cigarrenfabrtren, mechanischen Webereien rc. beschäftigt werden und zumeist der Socialdemokratie huldigen. Während d:s Wahlaktes in Der neuen Schule entstand am Abend 7 Uhr nach erfolgter Feststellung des Ergebnisses (245 für Lerche df., 89 für Mernann k. und nm 68 für .) Skandal, der zu einer bedrohlichen Haltung gegen Den Wahlvorsteher, Oberamtmann Schmalfuß, führte und einen solchen tumultuarischen Charakter annah , 4 B Sicherheit des Ortes und der Personen gefährdet war. .Zunächst wurden di- Fenster cingeworfcn und die Mitglieder des Wablvorstandcs sestgehalten. aufrecht Gensdarmerie-Wachtmeister Diegner war nicht im Stande, die Ordnung allein Jr cht zu erhalten. Es wurde sofort nach Nordhauscn an das l.airdrath j,'-. Poli>eiwacht- Polizeiverwaltung t-l-graphirt und um 8'/- Uhr ruck en von hier die Po tz-rwacht^ meister Mistling, Nagel, Reckling und 12 Polizeisergeantm, also 15 Mann, ternet Bei Ä-nsdarmerie-Wachtmeist-r Rem-fahrt nach Salza ab. Da das Publ.Ium trotz drei. Literarische-. - — Gartenliebhaber machen wir darauf aufmerksam, daß der in der Könial. Hofbuchdruckerei in Frankfurt a. d. O. erscheinende Praktische Rathgeber im Obst. Gartenbau in der soeben ausgegebenen Nr. 8 folgende imereffante Preis- ausgabe stellt: Der Lehrer A. hat i/t Morgen mittleren Lehmboden (Gartenland). Er will darauf den Hausbedarf an Gemüsen für sich und seine Familie bauen und wenn möglich noch etwas verkaufen. Der Boden ist von seinem Vor- ganger vernachlässigt worden. Was hat er zu thun? Erläutert an einem praktlschen Beispeile, Planzeichnung, Angabe der rationellsten Fruchtfolge, Kosten- und Einnahmeberechnung. m Mr die beste Lösung sind von der Redaction 800 Mk. baar ausgesetzt. Als Preisrichter fungircn fünf Herren, Autoritäten auf dem Gebiete des Garten- und Obstbaues. Der Termin der Ablieferung ist der 15. Mai. Die preisgekrönte Arbeit wird spater im praktischen Rathgeber veröffentlicht. Nr. 8 des praktischen Ratb- gebers, welcher Näheres über die Preisaufgabe enthält, ist gratis von der Verlags- handlung zu beziehen. 0 maliger Aufforderung das Wahllokal nicht räumte, wurde blank gezogen und mit offener Klinge das Volk hinausgedrängt. Unter starker Bedeckung brachte man den Amtsvorsteher Herrn Schmalfuß nach seiner Wohnung. Aber beim Austritt aus dem Wahllokal empfing ein Steinhagel die Polizei. Das Bombardement wurde heftiger, schwer getroffen stürzte blutend der Polizeisergeant Reichhardt nieder. Glücklicherweise bewahrten die Polizeibeamten, die sämmtlich Würfe bekommen haben, ihre Ruhe. Reichhardt wurde hierher gebracht und um 11 Uhr durch Herrn Or. Seifart im Riesenhause verbunden. Abends: Gensdarmerie und Polizei sind wieder nach Salza gegangen nm über die Excefie Untersuchungen anzustellen. — lEasernenhofblüthe/s Sergeant zu einem dummen Rekruten: „Kerl, 's ist nur gut, daß Du Rindvieh das Pulver nicht erfunden hast, das wär eine schöne Schmier geworden." ... , “ [Unliebfamc Hilfe.) Kleine Else: „Denke Dir nur, Mamachen, was ich Dir für eine große Arbeit abgenommen! Ich habe von Deinem Abreißkalender schon fast den nächsten halben Monat abgerissen." — Nach einer neuerlichen Entscheidung des Reichsgerichts kann Derjenige, der aus einer Restauration Streichhölzer mit torknimmt, auf gestellten Antrag hin wegen Diebstahls verurtheilt werden. Aus demselben Grunde mögen Diejenigen, welche gewohnt sind, den Zucker einzustecken, den sie im Restaurant zum Kaffee erhalten und nicht sofort verwenden, hiervor gewarnt werden, um der Uannehmlichkeit, event. deshalb wegen Diebstahls angeklagt zu werden, aus dem Wege zu gehen. Auöjug aus deu Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. __ r , Getraute. Tink, Ausläufer von Gießen, und Katharine Elisabeth Jakobme Munzert, ledige Tochter des Bergmanns Karl Munzert in Charlottenbun Getaufte. Den 20. Februar. Dem Bahnarbeiter August Braun eine Tochter, Elise Auguste geboren den 10. November 1886. ' 1 Denselben. Dem Posthilfsboten Earl Friedrich Busch ein Sohn, Michael Karl Conrad, geboren den 20. Januar. M w m ben 9. D-c-mbn 1886" Scbneib'r 5’rinrid' Ctto Wahl eine Tochter, Luise, geboren Dem Tape,ier Johannes Klinkersuß eine Tochter, Luise Wilhelmine isiottioc, geboren den 14. Januar. den 15^"önuar"' ®Cm Ia9löbncc SarI Diltmar eine Tochter, Karoline Elise, gebeten D-nselben. Dem Fuhrmann Valentin Schaub eine Tochter, Luise Elisabetb geboren den 9. Januar. *' ®enfeIbeB Dem Weber Leonhard Gerbig ein Sohn, Heinrich Wilhelm Karl, geooren oen Januar. Den 21. Februar. Dem Zuschneider Peter König Zwillinge, ein Sohn, Heinrich Otto und eine Tochter, Anna Elise Therese, geboren den 21. Februar. $ geboren d?n 22. Januar. ftarl tin S°hn, Karl Heinrich Philipp, Beerdigte. a„i®cn„ ft°">.5£hKUat;o tDan8' Pfarrer i. P. Jakob Hermann Frank, oll 58 Jahre, gestorben den 18. Februar. . 9n®ln.22- F-bruar. Wilhelm Bergen, Taglöhner dahier, alt 39Jahre, gestorben wen zaj. yCDrimr. Denselben. Friedrich Hoffmann, Generalmajor z. D. in Sonderburg, alt 63 Jahre, gestorben den 19. Februar in Flensburg. Auszug aus den StaudeSamtSregistern des Standesamts Gieße«. (Nachdruck nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet.) f . Aufgebote. an ^oruar: 2! Hermann Weinberg, Kaufmann zu Gießen, mit Sara Wittgenstein ^Tt^ nUnnS'cY2J' Michael Gotz, Postschaffner zu Gießen, mit Magdalene geb. Beden, JÄ* 24- 66df“an mar$' Schl°'i°r non hier, mit Handel und Verkehr. _ 28. Februar. Aus dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund ^-0 ^0-0.85 Hühnereier per S . 5-6 4, Enteneier St. 7-0^, » or. St 4-8 fi fm’efIeiW 56—60 Hammelfleisch 50 bis 66 -^-Kalbfleisch 44—50 Kartoffeln per 100 Kilo X 4.50—0.00, Milch per Liter 15—18 -H, Zwiebeln per Centner 6.00—7.00. p /TI Eheschttetzunge«. ^bruar: 19 Georg Leistenschncider, Postschaffner zu Metz, mit Anna Philiiwi- Bauer dahier. 23. Johann Georg Ruppel von Bettenhausen, Weißbinder babw Katharine Hartmann von Hohensolms, wohnhas, dahier. 25. Adolph Fink oon Herrnhaag, Ausläufer dahier, mit Katharine Elisabethe Jakobine Munzert Charlottenberg, wohnhaft dahier. 31 ÖOn Geborene. Februar: 14. Dem Kaufinann Adolph Bieler eine Tochter. 15. Dem Welkbink. und Lackrrer Karl Hägele eine Tochter, Lina. 16. Dem Seconde-Lieutenam Cars Pampe eme Tochter. 17. Dem Bürstenmacher August Gereke ein Sohn, snbi[iatl W., Kaufmann Christian Jnderthal eine Tochter. 20. Dem Schrei b Ferdmand Wiedmcyer ein Sohn. 21. Dem Zuschneider Peter König Zwill „7/ ein Sohn Heinrich Otto und eine Tochter, Anna Elise Therese. 22. Dem Schloss W; he m Lang ein Sohn. 22. Dem Oberlazareth-Gehülfen Wilhelm Döll ein Dem Weinhändler Abraham Austerlitz ein Sohn, Siegmund. 24 Dem Großh. Unioersitats-Amtmann Dr. August Dietz eine Tochter. ' m _, Geworbene. rnr cr?cDrrUarJ-2?- Wilhelm Bergen, 39 Jahre alt, Fabrikarbeiter dahier. 21. Anm ^CTefe ÄJnta, 9®/< Stunden alt, Tochter von Zuschneider Peter König dahin 21. Anna Elisabethe Luise Karolme Waldschmidt, 6 Monat alt, Tochter von Sckmi^ Jacob Waldschmidt dahier. 22. Marie Therese Jughard, 1 Jahr alt, Tochter^ Fuhrmann Karl Jughard II dahier. 22. Heinrich Otto König, 1 Tag alt, Sobl von Zuschneider Peter König dahier. 22. Levi Meyerfeld, 42 Jahre alt, KaufmA 1418 1425] Sechs junge Hühner zu verkaufen bei Ziegler Wttzner. Großherzozliche Bürgermeisterei Gießen, Keller, __Beigeordneter. 2)ie am 23. 1. M. abgehaltene Holzverstergerung mit Eichen-Schnitt- "Ebenholz >m Grüninger Markwald ist nicht genehmigt und soll unter den gewöhnlichen Bedingungen am 3. März, Vormittags 9‘A Uhr nochmals »ersteigert werden. ' Grüningen, den 25. Februar 1887. Großh. Bürgermeisterei Grüninqen. 1385 Gilbert. Bekanntmachung. Betr.: Die Stiftungen der,.Frau Hofgerichtsrath v. Krug und ihres Sohnes des Hofgerichtsraths Dr. Karl v-, Krug, sowie des Gemeinderaths-Mitglieds Fried- rich Sony. innen ™f^Sen von Zinsen aus den oben bezeichneten Stif- <87°^ Beschluß der Stadtverordneten - Versammlung vom nnrofnh, n,O M1875 r bc3ro' Stadtarme, deren Auswahl dem Stadt- au.sbe3?l[t morden sollen, sind bis 10. März schriftlich oder mündlich bei der unterzeichneten Stelle einzubrinqen. Gießen, 21. Februar 1887. Bekanntmachung. Die seither in Gießen bestandene Zweigniederlassung der Firma An ton Hölterhofs Söhne in Olpe ist als solche aufgehoben und die dem Kaufmann Franz Anton Holter- 9°ff für diese Zweigniederlassung er- theilte Procura erloschen. Letzterer führt dieses Geschäft als Einzelkauf- mann auf eigene Rechnung unter unveränderter Firma und Uebernahme der Activen und Passiven fort. Gießen, am 23. Februar 1887. Großh. Amtsgericht Gießen. Gottw erth. 1407 Nutzholz- Versteigerung. Donnerstag, den 3. Mär? er., soll in hiesigem Gemeindewald folgen- der Holz öffentlich meistbietend versteigert werden: 1) 55 Stück meist schwere Eichen- Stämme von 3—12 M. Länge und 21—74 Cm. Durchmesser, mit 69,38 F-stm. C. Inhalt (zum Theil Schreiner- und Glaserholz). 2) 85 Stück Nadelholz-Stämme mit 14,17 Festm. (Grubenholz.) Zusammenkunft Vormittags 11 Uhr au der „Haustädter Mühle." Waldgirmes, den 25. Febr. 1887. Der Bürgermeister: 1405 Bernhardt. Mittwoch den 2. Mär, Nachmittags 2 Uhr, ’ werben im Wiener Hof, Neuenweg 62, mitte Cigarren l?IiÄuten uni) Mittelsorten, versteigert A ~ Auftrag: Hpsfmann, Ottsgerichtsmanrn Brkanittmachrtng. „,n Das 6. Ziel Comwunalsteuer pro 1886/87 kann in ben "üchsten 8 Tagen an den Zahltagen: Dienstag, Donnerstag und SamStai noch ohne Kosten zur hiesigen Stadtkasse bezahlt werden. Gießen, den 26. Februar 1887. Der Stadt-Rechner: ____________ H. Enders. 1419 Kleinkinder Bewahranstalt. 4 vachster Woche an werden die Beiträge für unsere Anstalt für baä 1. Vierteliahr d I, mit denen zugleich der Gesammt-Jahresbeitrag gezahlt werden kann, erhoben werden durch unsere Vereinsdienerin Elise Werner. Indem rotr dies den Wohlthätern und Freunden der Anstalt mitthellen, rIl5nen»”lr E" btefea,en bie herzliche Bitte, uns auch in diesem Jahre freund- lichste Unterstützung gewähren zu wollen. ,230 Kinder in unserer Anstalt zu sorgen und suid bierber zumeist auf Liebesgaben angewiesen. Gießen, den 26. Februar 1887. Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt. Dr. Naumann. Spanischen Sanitäts- und Dessert - Weinen. Madeira u. Pajarete JL 2. Verkaufsstellen r 1.30 1.40 1.50 1.50 2.— K Q Sherry u. Montilla . Malaga u. Madeira, alten Moskatel u. Alicante Lacrima-Christi . l Friedr. Leo, (lir. öaiidl’s Mf. ££ empfiehlt unter Garantie der Reinheit sein Lager von direct importirten n 2— „ 2.50 „ 2.50 „ 2.50 71 Priorato, roth, herb Prioralo, roth, süss . „ Valdepennas, roth . „ Malaga-Xerez (Sherry) „ Malaga u. Oporto . „ Gebr. Adami, Mäusburg 14. I Conditor H. Kinkel, Marktstr. 32. Ferd. Drebes, Marktplatz 21. | Friedrich Leo, Seltersweg 71. Auf Burg Gleiberg sind die Weine im Glas zu haben. Botel Kaliwasser, Welzlar Bekanntmachung. CO Die Kaufleute Alfred undGustav Vorzügliches Hackerbräu Schreibfedern \ aiiUWiMM dl. 7/dZWZ> it ».. 20 g‘" 50 »■ u «-« »i, «I-ÄmWiB, , Achtungsvoll C. Wallenda. Steln’s Garten. Sonntag den 27. Februar: CROSSES CONCERT ausgeführt von der Capelle des 2. Grohh. Hess. Jnf.-Regts. Nr. 116 unter Leitung des Großh. Musikdirektors Herrn C. Krau he. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. 1436 Bier im Glas, "»er 1400] Kleines möblirtes Zimmer zu vermiethen. Mühlgasse 11. 1384 Ein Familieologis, 3 Zimmer, Küche nebst Zubehör, aur sofort zu ver- miethen. Verl- Flügelsgasse 25. 1410 Ein Logis im ersten Stock zu vermiethen. Bahnhofstraße 58. 1422 Ein möblirtes Zimmer zu ver- Vermischte Anzeigen. 1429 Außerhalb der Stadt eine Woh- rrung von 4 Zimmern mit Zubehör von einer ruhigen Familie alsbald zu miethen gesucht. Offerten an die Exped. d. Bl. erbeten.____________________________________ 1390 Eine Wohnung von 4 Zimmern mit Zubehör (1 Treppe hoch) in den äußeren Stadttheilen von einer ruhigen Familie zum 15. April zu miethen gesucht. Offerten an die Exped. d. Bl. erbeten. Radfahr-Vkrein. In Röhrle - Bier-Halle kann gefahren werden. 1440 Wer übernimmt die Pflege und Instandhaltung eines kleinen Lustgartens pro Jahr? Adressen sub M. W. bei Oswalds Garten. Sonntag bis incl, Donnerstag. 1428 Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen- Asterweg 9, Hinterhaus, links. 1443] Logis, sowie kl. Zimmer zu vermiet hen.^Neuen Bäuen 20. 1433] Möbl. Zimmer zu vermiethen. __Bahnhofstraße 31, part. 1438 In meinem neu erbauten Hause, verlängerter Asterweg, sind 3 Familien- Wohnungen, ä 5 Zimmer zu vermiethen und 1. Juni zu beziehen. Theodor Schmidt, Ederstroße 6. 1444 Eine Wohnung von 3 Zimmern mit allem Zubehör zu vermiethen Hammstraße 27. Montag: Junker. 228 Verloren ein gelber Pferdeteppich in der Wall- thor- oder Marburger-Straße. - ,A?rugeben gegen Belohnung 1424 Marburgerstraße 24. AoppelteIulhsührung ß und kaufmänn. Rechnen lehrt brieflich Segen geringe Monatsraten das erste kaufmännische Unterrichts-Institut von Jul. Morgenstern, Lehrer der Handels- wifienschaften in Magdeburg, Breite- rveg 95. Man verlange Prospecte u. Mx- briefe Nr. 1 frco. u. gratis zur Durchsicht. 1427 Ein in allen häuslichen Arbeiten erfahrenes Mädchen wird nach auswärts gefacht. Nur solche mit guten Zeugnissen wollen sich melden Gartenstraße 10. 1395 Gesucht wird fü^in^mzelne Dame ein besseres kräftiges, älteres Mädchen aus guter Familie, das dem Haushalt in Allem selbstständig vorstehen rann. Dasselbe muß nähen und stricken können. Näheres in der Exped- d- Bl- 1441] Schlafstellen für anständige beiter und billigen Mittagstisch. Neuen Bäue 17, pari. 1442] Acker, gutes Land, zu verpachten. Neuen Bäue 20. 1413 Auf dauernde Beschäftigung zwei gute Arbeiter gesucht. Emil Beil, Schreinermeister. 1392 Eine Frau empfiehlt sich in allen häuslichen Arbeiten. Lömengasse 9. Beschäftigungslose Leut mit Verkauf-Talent können durch \ Vertrieb von 2 leicht vertäust, j tentirt. Verbrauchs-Artikeln täg! 6 bis 10 JL verdienen- Auf Wunsch versenden beide Mus (Werth 1 D für 80 ein Mus für 50 H geg. Einsend, in Bri marken. 14 Gebrüder Welter, Hamburg.