Politische Uebersicht. Die Eröffnung des Reichstags. »um ?eibetn ,unfem Kronprinzen tfi rokber'ein°fte^ne^Umtomung vomMmbtem Ängsten offtdeUen Bulletin, welches »ÄÄÄX'äS kutfäe «niV mnM1 ^°?en ?ranf&eU geradezu erstaunlich guter ist, so darf das Ä®1 rotie,ber etwas zuversichtlicher den weiteren Nachrichtenaus Jr?? . entgegensehen, obwohl freilich bei der eigeuarliae« Natur de« ®eFi?ef8. f£ronpt(njen Idber auch ein abermaliger Rückfall nicht aurgeschloffen welche aus fremden Maaten -inaelaub-?»^ * ^rlin anW der Erkrankung bes Throne z etngelaufen find, ist auch eine warme Symparbie-Kundaebuna des wie der Bürger der Vereinigten Staaten zu S kEi Etaatrfecrctär« Bayard durch den amerikanischen Gesandten ^r>dleten dem Kaiser übermittelt. Kaiser Wilhelm hat seine tiefe Rühruna über diesen von lenseits der Oceans kommenden Beweis herzlicher Lheilnahme °L'p-°ch°n und den deutschen Gesandten in Washington beauftragt d m fi fidenten Cleveland seinen, der Kaisers, Dank auszudrücken. V i heSt .Äati,„er6> welcher von einer neuen, leichten UnM. Äm« i" sollte, ist nach den osficiellen Hofberichten ein ganz vortresflicher. Auch im Gesundheitszustände der Kaiserin ist eine erfreuliche Besserung eingetreten, so daß die hohe Frau demnächst ihre Uedersiedduna von Koblenz nach Berlin bewerkstelligen können wird 9 uedersted.Iung von ^l-itet von der Frau Fürstin und seinem Schwie- I ÄiSF ™StaB« he« Pe°iE"°.8 ^t die Eröffnung der Winter-Session ?8 q 8k! den Staatrsecretär v. Bötticher stattgefunden. Es hieß zuerst, die Eröffnung sollte diesmal durch den Reichskanzler selbst erfolgen, was dem Acte jedenfalls einen noch bedeutungsvolleren Charakter verliehen haben würde, schließlich ist er aber nun doch, wiefafi^täinbenleöten |^rte.n' den Vertreter der Reichramtes des Innern vollzogen worden. hemRPdLn9hf«roe ““i b°8 ®ef^i(I hingewiesen worden ist, welcher in dem Leiden der Kronprinzen auf dem Katserhause und hiermit auch auf der ^wmten deutschen Nation lastet, galt schon vor Zusammentritt des Parlamentes alr selbstverständlich. Ebenso wenig läßt sich daran zweifeln, daß die berufenen Vertreter der Nation alsbald das Bedürfniß empfinden werden, dem «rhabenen Oberhaupt- der Reicher in feierlichster Weife ihre innigste Theilnahme zu versichern, war vermuthlich in Form einer Adresse geschehen wird. Er ist b «le<(:l.u er®artenbe Vorgehen im deutschen Parlamente allerdings ein ungewöhnlicher, aoer er rechtfertigt sich vollkommen durch die ungewöhnlichen, ernsten Zeitumstände, unter denen diesmal die Einberufung der R-ichsboten erfolgt ist In den ersten Wochen seiner Zusammenseins wird bar Haus vollkommen durch die Etatrarbeiten und durch die B-rathung über diesen und jenen Gesetzentwurf in Anspruch genommen werden, während die eigentlich- Arbettr-Session erst in dem Abschnitte nach Weihnachten beginnt. Er werden alsdann die Vorlage, > Gleichzeitig mit dem Reichrparlamente ist auch der hessische Landtag zusammengetreten, während säst unmittelbar vorher, am Dienstag, auch der b a d t s ch e L a n d t a g eröffnet worden ist. Die Thronrede in letzterem, °>e vom Großherzog in Person verlesen wurde, gedenk! in warmen Worten der Krankheit de« deutschen Kronprinzen und kündigt im klebrigen einen Entwurf, betr die Erweiterung de« jüngsten kirchenpolttischen Gesetze«, sodann aber meist Vorlagen von ziemlich untergeordneter Bedeutung an und bezeichnet/^ließlich die Finanzlage al- eine im Ganzen erfreuliche. — Da neben den Landtagen van Mehrzahl der Mittelstaaten neben der sfiPirfiaLa ® ta*0e Sitzungsperiode der “• "K‘« »I« JEtaÄ M-«» Abgeordnetenkammer schreiten bie arbeiten‘ ShnnF hol ?u 6a9erif(5eii tdt zwischen den Liberalen und den Ultramontanen rüftin nJetln*n ^umüthtg- mißte die Kammer am Dienstag den § 18 des Gesttz s ftWh? fleneb' sorgung der Eisenbahn-Arbeiter sowie hie 8b-r die Allersver- Beamtengehälter und Vermehrung d!r Beamtenstellen ^einstimmig" Öet Dr. I^räbniß des Bischof. °°n Mainz und Trier Bi-chöf- von Angers erschienen war. rfrankreich Bischof Föppel wMääsk “x1.2 “s. Seit bie imere. »>d gtäMiSw, bü Ke'äeSSr» b”‘S I£?"ÄÄTÄÄ»» " >. -1-- wurs wegm Erneuerung de« Soctalistengesetzer, der Antrag auf Verlängerung «« %tw'ud)t ift- »füllt nicht mir Seine maie /ä^benlLkr fnn^ des einzelnen Menschenlebens sich erfüllen ae ?cr ^olfer wie erfüllung sind zu jeder und besondersin schwer ZettÄe Pflicht- Volkes gewesen. Sie werden uns auch heute befäbtaen den öliifnnhJ Cn unferc5 g-b-nd-n Körpern des Reiches b-oorst-hm gerecht zu'werden ' mld,c ben »ÄftÄSK* •£8* & äs ZN d-r Aufbesserung'dts Einkommens Nm Di-VdeS c^?neu ein Anfang zu machen und zunächst der vom Reichstag AtC9 der Wittwen- und Waisengeldbeiträge der Officiere und Beamien bcreUuna^ ne^men ^n* ®inc entsprechende Vorlage befindet sich in bcr Vor- ar c o aud> einzelnen Gebieten des nationalen Erwerbslebms nickt an Anzeichen eines zu erhoffenden Aufschwungs, so befindet sich doch die wichttgfte Quell" mi!!elst^M-chöchsk!' Entschsießung ®m b^Cn Prinzen Alexander von Hellen und bei Rhein für hu Hoheit den •jÄtaa ä»>» »«.... C-nstituirung der Kammer schreiten könne. Etnweisungs-Commission zur vorläufigen wesend stnN8' n“n N°°--nsaufrufung^, welche ergibt, daß 41 Abgeordnete an- öst-rreichischen Handelsverträge«, die ungefähren Hauptgegenstände der Verhand- lungen bilden. Es werden sich über manche dieser Materien gewiß tiefaebenbe ^s4°n ^v einzelnen Parteien ^und dem emä scharfe Debatten entwickeln, die aber trotzdem ein sachliche« Arbeiten nicht aus- schließen und man bars daher wohl die Erwartung aussprechen, daß sich die Verhandlungen des Reichstages in seiner neuen Sitzungsperiode im Allgemeinen in ruhigen und sachlichen Geleisen bewegen werden. — Die Blätter-Meldung baß dem Reichstage auch ein Entwurf über eine besondere Besteuerung aller fremdländischen Papiere zugehen werde, wird officiöserseitr als durchaus unrichtig bezeichnet. zi*0 • Samstag dm S6. November r„7 Meßener Anzeiger 5uni) Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Vuresur Schulftraße 7. —---- Langsdorfs.8 ®rtoetat täglich mit Ausnahme des Montags Zr-is vierteljährlich 2 Mark 20 Pf mit RrinA-rlA^ — D^ch die Post bezogen -l-rteMrlichMr?"^ «" ÄS™,'S. »SB Ä-°. ......Ä‘l‘ta.ÄS™w »" WS". >«» »-«. ----- » ......» .»«W, .«.fiHSK'ü* •*»11 ■*-»■ «>«».. Samstag Schluß-Sitzung. Wahl der Ausschüsse. Vermischte-. Reiß, Retchnow, Meibauer, Röseler, Hanke, Neumann, Heilborn, Langerhan-, Bergmann, Manegold, Degmeier, Salge, Cassel, sämmllich freifinnig, ferner Kyllmann (Kartell), Spinola (Candidat beider Parteien) gewählt. — Im Reichsheer-Etat ist eine Ausgabe vott 21 Mill eingestellt zur Vervollständigung des deutschen EisenbahmNetzes im Interesse der Landesver- prtnzen abgesandt werde: „An Se. K. K. Hoheit den Kronprinzen des Deutschen Reiches und von Preußen in San Remo. Der Reichstag gedenkt in tiefster Ehrerbietung und herzlicher Liebe Sr. K. K. Hoheit. Möge Gott das theure Leben unseres geliebten Kronprinzen schirmen und zum Heile des Vaterlandes erhalten. Im Auftrage des Deutschen Reichstags: v. Wedell-Piesdorf." Das Haus, welches die Rede stehend anhört, stimmt einhellig dem Vorschläge des Präsidenten ^zm Erläge betr. Wegfall der Wittwen- unb Waisengeldbeitrage; Darlegung der Anordnungen, welche von der preußischen, sächsischen und hamburgischen Regierung auf Grund des Socialistengesetzes getroffen worden sind; Generalbericht über die Enquete betr. die Sonntagsarbeit. Die nun erfolgende Auszählung ergibt die Anwesenheit von 187 Mitgliedern. *Das Haus ist somit nicht beschlußfähig. Nächste Sitzung morgen Mittag 1 Uhr. (Präsidentenwahl.)- Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Conesvmrdenz - Brrrearr« Berlin, 24. November. Der Kaiser empfing im Lause des Vormittags mehrere militärische Meldungen und nahm alsdann die Vorträge Albe- dyll's und des Kriegsministers entgegen. — Bei den heutigen Stadtverordnetenwahlen erster Abtheilung wurden Pari-, 24. November. Gr^vy empfing Nibot heute Morgen. Ge» rüätmeife verlautet, Nibot sei geneigt, ein Uebergangr-Mtntsterium zu bilven, dem Waldeck > Rousseau, Flourenr, Carnot und Perron angehören sollen. Die radikalen Blält-r sprechen sich energisch gegen eine Prästdenllchastr-Candidatur der General» Sausster au«. Maret sagt Im „Radikal": Dec Congretz hat freie Land. Die gegenwörtige Krist» an sich sei eine moraliche Verletzung der Versasiung. Jetzt stehe die präsidentielle G-a>alt aus dem Spiele. Paris, 24. November. Lar „Journal de» DÄa!»" glaubt, eine definitive Lösung der Krifi» sei noch heute Abend oder morgen zu erwarten. Nach anderweitiger Annahme würde der Congreß vor Montag oder Dienstag nicht zusammenlreten. E» ist abermals von einer Plenarversammlung der Gruppen der Link-n die Rede, die sich nach der Demission Gröoy'r über die Wahl seine» Nachsolger» zu verständigen hätte. Die radikale Linke sprach sich für eine Plenarversammlung aus, aber gegen jede militärische Candidatur. — Gröoy conserirte heule Abend mit den bisherigen Cabinels-Milgliedern und lheille ihnen seinen Entschluß mit, wegen der Unmöglichkeit der Weitersüh« rung der Regierung sein Amt niederzulegen. Die Botschaft wird wahrscheinlich Moniag in den Kammern verlesen, woraus Dienrtag der Zusammentritt de» Co"Sr^^oy^be«achr>4tigt« heute Vormittag Nibot, er beabsichtige eine Botschaft an die Kammern zu richten und ersuche ihn, heute Abend nochmal» nach dem Elysöe zu kommen. Grövy wird heute Abend auch mit den birherigen Ministern conseriren. — Gröoy ersuchte Nibot, die Bildung de» neuen Cabinets zu übernehmen, welcher beaustragt werde, den Kammern die Botschast seiner Entlaffung zu überbringen. Nibot übernahm den Austrag bedtngungrweise, indem er bemerkte, daß die Botschast ein politischer Act sei, deren Inhalt da» neue Cabinet billigen müßte; er rathe G.öoy von Neuem, mit dem alten Eabtnet zu conseriren. Gröoy' wird heute Abeno mit den Ministern, die ihre Entlaffung gegeben haben, beraehen. N.bot wird sich heute Abend wieder in'S Elysöe begeben. London, 24. Novbr. Die internationale Zuckerprämien-Conserenz hielt heute Nachmittag ihre erste Sitzung unter dem Vorsitze des Secretär» der Han- delramte», Baron H. de Warm», ab. Es wurden lediglich sormale Angelegenheiten erledigt; die sachlichen Berathungen beginnen erst Montag. Zu Ehren der Delegirten ist beute Abend Diner im Duiwärttgen Amt. Lokale». Gießen, 25. November. sSitzung Großh. Handelskammer Gießen vom 11 November 1887.] Gegenwärtig waren die Herren Eommerzienrath Stlbereisen,. S. Heichelheim, C. Klingspor, A. Kraatz, R. Scheel und A Ztnßcr. Ein Gesuch des Rollfuhrunternehmers Adolph Lynckcr dahier um thellwcisc Erhöhung der ihm für die An- und Abfuhr der Guter vertragsmäßig zustchendcn Gebühren wurde der Kammer von Königl. Eisenbahnbetrtebsamt der Mam-Weser- Bahn zu Cassel mit der Anfrage mitgetheilt, ob gegen die gewünschte Erhöhung der fraglichen Gebühren von Setten der Kammer etwaige Bedenken gellend gemacht werden. fÖnnteniHt Rücksicht darauf, daß die ftüheren Sätze für Kaufleute und bezüglich ber inneren Stadttheile nach dem Inhalt des Gesuchs bestehen bleiben sollen und nur eine Modisication der Gebührensätze für besonders schwierig zu transportirende Guter gewünscht wurde, die nachgesuchte Erhöhung der Gebühren sich also nur auf Private in den äußeren Stadttheilen bezieht, wurde beschlossen. Königl. Eisenbahnbetnebsamt zu erwidern, daß gegen die Erhöhung der Rollfuhrgebühren in dem gewünschten Umfang, von Seiten der Kammer Bedenken nicht vorlägen. , rR .ooo Eine Anfrage des Präsidenten des ausführenden Comitä's für die pro 1888 projecttrte internationale Ausstellung in Brüssel wurde dahin beantwortet, daß in dem Bezirke der Handelskammer ein besonderes Interesse an der Ausstellung bet den etwa in Betracht kommenden Geschäftstretbenden nicht vorhanden zu sein scheine. Der Handelskammer Wesel, welche eine Petition an den Bundesrath um Abschaffung des Petroleumfaßzolls der Kammer zur Unterstützung mitgetheilt hat, wurde mit Rücksicht auf die in dieser Angelegenheit schon früher gefaßten Beschlüsse die Ermächtigung ertheilt, die Unterschrift der Handelskammer ihrer Petition beizufügen. Von Großh. Ministerium wird aus Anlaß einer demselben zugegangenen Notiz darauf aufmerksam gemacht, daß die Verwendung von Salicylsäure bet Nahrungsmitteln nach dem jetzigen Stand der französischen Gesetzgebung als strafbare Fälschunangesehen werde und daß insbesondere die Verwendung von Salicylsäure bei Bier nach einem Urtheil des Pariser Zuchtpolizeigerichts vom 26. Juli d. I., das seinem wesentlichen Inhalte nach in der Abendausgabe des „Journal des D6bctts" vom 29. desselben Monats wiedergegeben ist, unter Anwendung von Gesetzen aus 1851 und 1855 als Fälschung zu bestrafen sei. Es wird dies hiermit zur Kenntnitz der Interessenten gebracht. Das belgische Consulat zu Frankfurt a. M. ließ der Kammer im Auftrage seiner Regierung eine Zusammenstellung der Adressen belgischer Import- und Exportfirmen der verschiedensten Branchen des Handels und der Industrie zugehen mit dem Ersuchen, dieselbe zur Verfügung des Handels- und Gewerbeftandes bereit halten zu wollen. Die Lifte kann von Interessenten auf dem Bureau der Handelskammer in deni festgesetzten Bureaustunden Dienstags und Freitags von 6 bis 8 Uhr Abends eingesehen werden. Ueber das Bestehen von Schwindelfirmen in Genua, Odessa und Stockholm^ werden der Kammer Mittheilungen gemacht, was mit dem Anfügen hiermit bekannt gegeben wird, daß besondere Anfragen, ob sich gegen eine Geschäftsverbindung mit einer bestimmten Firma Bedenken ergäben, zunächst an die Handelskammer zu richten sind. Weiterhin wird zur Kenntniß der Geschäftstreibenden gebracht, daß nach Anordnung der Regierung zu Uruguay das bisher nicht durchgeführte und darum nicht beobachtete Decret vom 12. September 1885, nach welchem sowohl die Herstellung und der Verkauf, als auch die Einfuhr von salicylsäurehaltigen Nahrungs- und Genußmitteln aus dem Auslande verboten sind, nunmehr zur Ausführung gebracht werden wird. Gießen, 25. Nov. Der dritte Vortrag, welchen das zur Bildung einer freireligiösen Gemeinde dahier zusammengetretene Comitö gestern Abend im Saale des „Prinz Carl" veranstaltete, hatte sich wiederum eines äußerst zahlreichen Besuchs zu erfreuen. Herr Prediger Carl Voigt aus Offenbach a. M. war für diesmal gewonnen worden und sprach derselbe in fließender Rede über das Thema: Glaube und Wissenschaft. Das Publikum, worunter die Damenwelt mehr wie seither vertreten war, folgte mit sichtlichem Interesse bis zum Schlüsse den Ausführungen des Vor^ tragenden. — Den beim gestrigen Sturz erlittenen schweren inneren Verletzungen ist bereits gestern Abend Herr Dachdeckermeister Louis Schwalb erlegen. Der unerbittliche Tod hat hiermit grausam ein glückliches Familienleben jäh zerstört. In dem Verstorbenen beklagen Angehörige und seine vielen Freunde einen biederen vortrefflichen Menschen. Möge der gütige Schöpfer die trauernde Gattin, Eltern und Geschwister in ihrem großen Schmerze trösten! unftre« wirthfchafilichcn Wohlstandes, die Landwirthfchast, in einer bedrohlichNoth- S £ Ä,Ä ÄÄ&’Äjg: gefaßt worden. Ein dieses Ziel verfolgender Gesetz-Entwurf wird dem Reichstage zugehen, je sß Seiner Majestät des Kaisers und der verbündet« Regierungeii ist unausgesetzt auf die weitere Entwickelung des Heerwesens gerichtet. Ein Ihnen vo - ruleaender Gesetzentwurf, welcher die Landwehr und den Landsturm betrifft, ist bestimmt, !in/wesentliche Erhöhung der Wehrkraft des Reiches^erbeizufuhren. ^inaende Sckon in der Allerhöchsten Botschaft vom 17. November ,1^1 ^er dringende Wunsch Seiner Majestät des Kaisers ausgesprochen, denArbeitern, wuche durch Alter und Invalidität erwerbsunfähig werden, das bnechtigte Maß staatlicher Fürsorge durch Gesetzaebuna zu sichern und damit eine weitere Gewahr für die Befestigung des foctaten ^riedms und für die Stärkung der nationalen Arbeitskraft zu gewinnen. Nach der schrittweisen Weiterführung der für die genossenschaftliche Gliederung unseres Erwerbs- lebens grundlegmdm Unfallversichcruvgs^Gesctzgrbung ist es nunmehr i>ie mit besonderen Schwierigkeiten verknüpfte Aufgabe threr Löfung s° i°eit-nlg-gin zuführen, daß die Ausarbeitung eines Gefetzentwurfs über die Alters- und Invaitben Versorgung der Arbeiter vorliegt. Seine Maicftat der Kaiser hofft, daß »er Entwurf, nachdem die Grundzüge für denselben der öffentlichen Erörterung unterstellt und der besonderen Prüfung fachverftändiger Kreise übergeben worden sind, Ihnen noch in dieser Session wird evorgelegt^iv t bic weitere Ausdehnung «« mit Genug- thuung h-rvorgchob-n werden darf, je länger desto feg-nsrnch-r wirkend n Uns all- Versicherung auf die derselben bedürftigen Theile der Bevölkerung nn-lr^e zu behalten. Das gegenwärtig geltende Gesetz über die Erwerbs und Wnthfchas - genosscnschaften beruht auf dem Grundsätze der vollen Gksammtschast aller Mitg eber. Die Erfabruna hat ergeben, baß bie Nothwenbigkett, sich bieser Haftform zu unterwerfen, der wünfchenswerthen Fortentwickelung des Genossenschaftswesen ^Uichist und die beittetenden Mitglieder nicht selten eurer unorrhaltnißmaßigen Gefährdung ihrer wirthschaftlichen Lage und Selbstständigkeit aussetzt. Demzufolge und da auch die Einzelbestimmungen des Gesetzes in manchen Punkten eurer ^^?^K?lnb Vervollständigung bedürfen, wird Ihnen em Gesetzentwurf rugehen, welcher du^Verhalt- nisse der freien Genossenschaften regeln und insbesondere die Bildung von Genosfen- schasten mit beschränkter Haftpflicht der Mitglieder ermöglichen soll Die Anwendung des Nahrungsmtttelgesetzes auf.den Verkehr mit Wem begegnet in der Praxis mannigfachen Schwierigkeiten. Dieselben s^b beretts wiederholt im Reichstage Gegenstand der Verhandlungen gewesen. Es wird Ihnen ^.Wetzeniwu f vorgelegt werden, dessen Zweck es ist, diese Frage m gesundhettspolizerlrcher Hinsicht zu regeln.^ ^vorstehende Ablauf unseres Handelsvertrages mit Oestnrnch-Ungarn bat den verbündeten Regierungen Veranlassung geboten, der Frage der Neugestaltung des Vertragsverhältniffes ihre volle Aufmerksamkeit zuzuwenden. Die verbündeten Regierungen können sich die Schwierigkeiten nicht verhehlen, welche einer befriedigenden Lösung dieser Frage zunächst noch entgegenstehen, glauben sich aber zu der yon- nung berechtigt, Ihnen rechtzeittg ein Abkommen mit der kaiserlich königlichen österreichisch-ungarischen Regierung zur verfassungsmäßigen Zustimmung vorlegen zu können, durch welches bei bestehende Handelsvertrag vorläufig verlängert und oer Eventualität eines oertragslosen Zustandes vorgebeugt wird. Verträge behufs Regelung der Handelsbeziehungen des Reiches mit einigen amerikanischen Staaten werden Ihnen zur verfassungsmaßigm Beschlußnahme vor- -elegt werden.^^ Politik Sr. Maj. des Kaisers ist mtt Erfolg bemüht, den Frieden Europas, dessen Erhaltung ihre Aufgabe ist, durch Psiege der freundschaf - lichen Beziehungen zu allen Mächten, durch Verttage und durch Bündnisse zu befestigen, welche den Zweck haben, den Kriegsgefahren vorzubeugen und ungerechten Angriffen gemeinsam entgegen zu treten. Das Deutsche Reich hat /eme aggressiven Tendenzen und keine Bedürfnisse, die durch siegreiche Kriege befriedigt wnderl kminten. Die unchriftliche Neigung zu UeberfLllen benachbarter Volker ist dem deutschen Charakter fremd und die Verfassung sowohl wie die Heereseinrichtungen des Reiches find nicht darauf berechnet, den Frieden unserer Nachbarn durch willkürliche Angriffe zu stören. Aber in der Abwehr solcher und in der Vertheidigung unserer Unabhängigkeit sind wir stark und wollen wir mit Gottes Hllfe so stark werden, daß wir jebcT Gefahr ruhig entgegen sehen können. 1. Sitzung vom 24. November 1887. Der bisherige Präsident v. Wedell-Piesdorf eröffnet die Sitzung mit etwa 0 Se. K^K.^doheit der Kronprinz, dem Deutschland so großen Dank schuldet und auf den unsere Hoffnung für die Zukunft gesetzt ist, weilt, heimgesucht von schwerem Leiden, in der Ferne. Der Schmerz wegen des traurigen Geschickes unseres Kronprinzen, die bange Sorge um sein Leben erfüllt ganz Deutschland. Ich meine deshalb es ist uns Bedürsniß, vor allen Dingen unteren tiefen Kummer über das Leiden des geliebten Kronprinzen sowohl Sr. Majestät dem Kaiser gegenüber als auch Sr. K. K. Hoheit selbst auszudrücken und auszusprechen, wie wir unser Vertrauen allein auf Gottes Gnade und Barmherzigkeit setzen. Ich bitte Sie deshalb, das Präsidium zu beauftragen, diesem Gefühle gegenüber Sr. Majestät dem Kaiser Ausdruck zu geben und bitte Sie ferner zu genehmigen, daß folgende Depefche an Se. K. K. Hoheit den Kron- _ △ Mainz, 24. November. In Betreff der Wasserversorgung von Mainz haben die Stadtverordneten gestern Abend beschlossen, vorläufig auf die Dauer von 4 Monaten an dem Dr. Rauter'schen Wasserwerke Pumpversuche vornehmen zu lassen, um ein -----» n'rV - __ «J- 21t| Urtheil über bie Leistungsfähigkeit des Werkes zu bekommen. Der hierfür erforderliche theidigung, darunter ein Zuschuß zum Bau zweigeleistger Eisenbaynbrückm über ,I Betrag beläuft sich auf 46 280 — In gleicher Stadtverordnetenfitzung wurde auch Weichsel und Nogat, ' die Wahl der Theaterdeputation vorgenommen und zwar wurden aus jeder der in der Pläne und Be- 00 gH-B 8774 Gnauth. 8772 Feinste Frankfurter Gelegenheit zu billigen Meihnachl8- W üi stehen oLnier«? 8782] Junger Kellner und junger 8109 Schlesfirrger. j Frau Bärrn, Asterweg 10. 1685,54 4807,46. 2886,51. 194,05. 227,20. Fröbel’sche Kinderbeschäftigungen. Schlosserarbeiten Glaserarbeiten Schreinerarbeiten Weißbinderarbeiten Tapezierarbeiten Ofenlieferung Kostenvoranschläge, ff ft tt tf if zwar: veranjchl. zu JL 885,90. dingungen sind auf Großh. Bürgermeisterei Grünberg einzusehen, wohin auch die Offerte, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis längstens Freitag, den 2. Dezbr. l. I., Nachmittags 1 Uhr, einzureichen sind. Weitere Auskunft ertheilen die Bezirksbauaufseher Maringer in Grünberg und Senßfelder in Gießen. Gießen, am 24. November 1887. Der Kreisingenieur: Vergebung von Bauarbeiten. Die nachstehenden, zum inneren Ausbau des neuen Schulhaufes in Grünberg B-icht- Lich, im November 1887. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. ________ Walz. Iieilgeöotenes. Medicinal-Tokayer- Kinderwein nur garantirt rein und ächt und in vorzüglichster Qualität, von ärztlichen Autoritäten geprüft, empfiehlt 8769 Phil. Bauer n., Bahnhofstr. 57. erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege schriftlicher Submission vergeben weroen, und 6cr 1% Verlags-Anstalt (vorm. Ed. Hall- »“ Stuttgart hat für die in ihrem Verläse weitbekannten illnstrirten Familieu- ."U'ber Land und Meer" und „Jllustrirte Reckt brr ^""o«cen Expedition Rudolf Moste das tragen allein.gen Annoncen-Annahme über- —2—---- 8770 Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Betreffend: Die Handwerkerschule zu Lich, hier den Fortbestand Der) eiben. Qu* Br SnUreffe aller gewerbtreiBenben jungen Leute dahier sowohl, als ßbrL 8 ^rrna^e gelegenen Ortsgemeinden'Angehöriaen hat der beschlossen, die schon länger als 40 Jahre dahier mit s aens^ reich er Wrrksamkeit bestandene Gewerbeschule dem lernbegierigen Publikum aemerb?nUPr»ne^mMeT9Bi^e16entlQlRel,e für bie Gewerbe und den Landes- r^r^eaerein JU Darmstadt hat großes Interesse für die Erhaltung einer so hat^ i^re"'unterüützttM^ Gegenwart gewordenen Lehranstalt und WirksamkÄ zugesagt ^lnahme, wie bisher, auch fernerhin bei erfolgreicher ^err ^lraßenmeister Berkes dahier hat sich mit Einwiüiauna feiner Uebernabme?nd°^^"ud der Großh. Centralstelle für die Gewerbe ^sür die Xti—n w ^eirhin9 leJro'-a? Se>r für diese Anstalt gemeldet und die Zustimmung des hiesigen Gememderaths erhalten. ^semäß die Großherzoglichen Bürgermeistereien in der Hebung von Lich hiermit ergebens;, im Interesse ihrer Gemeindeangehörigen ff hSS e^Ullb Bauhandwerkern gefälligst bekannt machen zu lassen, daß sich dieselben Sonntag, den 27. l. M., Mittags von 12—1 U6r fernefter t0ie887/SR^U-ä ft* die fragliche Schule für das Winter- 2 „bke* Sttaßenmeister Berkes anmelden wollen, wo b^beu alsdann das weiter Erforderliche von demselben bekannt gemacht ivvivvii Tviro* mr ~ Don dem bekannten Versand - Geschäfte M-u ä. «esu* o i i •?. Ä'S'atjiÄ ts: ä‘ä!.ä Ä!Ä,.31” 4 «»I..ÄÄÄ5 *-ä i!S.. Jedermann passende Geschenke für die Seinen her'ausfinden wird" Auswahl wohl ÄÄ'9e wird Dom Versand-Geschäft Ä*• ’ L°ip"S-P-°Switz, auf Verlangen Jedermann kost,-nfr-i Iwählü"-^F7r7-r'°wurd7^ > -we- Mitglieder Gelandestuckes, auf welches später ein Js°lirkrankenhau7 g-b-Ü?W fS?‘“f """ politisch- Ädta« ™tauäUeer7iftnLri7überenf?em "?ie 5eit" eine ncue verordnete Harig-Bembä. 9 ^cr ^ru^er genannte demokratische Stadt- Ortsgertch!eOsich^bj7^^s:7stlichxn^Verkcbr"d^s^Ge7rauch77on d°b,-inz°ln° bedienen, welche auf directe Bestelluna her Jf s Ur? ±=on .^Eegeln und Stempeln worden sind. Großh. Ministerium des^Jnn-rn^Ünd"d?r anlaßt, in einem Ausschreiben darauf btn-uw-tten >,7f, ki.ra daher ver- vorsteher zu selbstständigen Bestellungen dieser Ar ni-bt ^snöl ^oßh. Ortsgerichts- daß die ohne vorherige Ministcrtalerlanbvio , ,“0t 1» erachten sind und L«°k7er EinL^unL soweit sich dieselben im Besitz non ^er Ortsgerichte, ÄÄSÄ“ empfiehlt und versendet Adolf Höfel, 8775 Schweinemetzger. Küthslische Gemeinde. 7 l», .» LZ"" « “”»■ %«S; >■«—»- Sfi.. c" 2 Uhr: Advents-Andacht. unf°r-r L-ind°^kaL. ™ Kollekte für die Bescheerung der armen Kinder Qrt t Gottesdienst in der Symass-- Samstagabend 4^ Uhr. äF?orßen 830 Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr, I KnchlicheArrzeiaen der Stadt Gieße«-. Evangelische Gemeinde. GottesdienL 9Inf,? Dk = *' November: ueuen Kirchenjahres. BeilM°rr-r Dingelbep. Nachmittags 5 UhrP^arr" S ch^sV/r 8 8°^^i-nst. P^mehrung'd-s Ka^talv^erm^ens^der^Gemeinde^ 6iefi8C £lrd6enraffc 3ur allmählichen .. ... — und über die Auferstehung; Pfarrer Ur Nahman^n°8° ' Entrichtung des Zinses 8°‘‘‘ Ä6Ä?n ber Kirch-- Missions- b-sorgt Pfarrer D?ng?lb/y. *" bet aB’$e Dotn 27- November bis 3. December Prachtvolle Schellfische und Zander «77Ql^lßCm Preise soeben eingetroffen bei - 9 C. G. Kleinhenn. Ernst Balser. Sämmtliche Artikel für die Oel- und Aquarellmalerei. Gegenstände zum Bemalen und Be- kleben von Thon, Pappe, Holz. Hasenfelle kauft zu hohem Preis A. 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Conservatorium in Frankfurt a. in., sowie der hiesigen Militärkapelle. mit Orchesterbegleitung . • „Nachtlied“, für gemischten Chor . • • • ’ II „Ritters Abschied“, für Männerchor Lieder für Bass: a) Morgengruss | . e b) Der Wanderer \ ' MColumbusu, Melodramatische Dichtung, für ffem Chor, Männerchor u. Orchester . • • g ' III. Todes-Anzeige. Gestern Abend verschied in Folge eines Unglücksfalles unser innigst geliebter Gatte, Vater, Sohn, Bruder und Schwager, Dachdeckermeister LOUIS X(llWilll) was wir Verwandten und Bekannten tiefbetrübt mittheilen. Giessen, 25. November 1887. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Samstag den 26 Nov., Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Tiefen- weg 9 aus, statt. Cafe Leib. CONCERT Cafe Leib. ZreT ihpheS Luhlßass) und freund 1. Mitwirkung des Herrn Hl Lun m ) M . des Herrn 0. Zack von nier, ' - 8759 1 . Ouvertüre z. Op. „LibeUa • - • • 2 ,Frühlingserwachen“, Lied ohne » orte . 3 Loreley-Rheinklänge“ Falzer . . • 4 Potpourri aus Millökers Bettelstuden . . ' Das Clavier zur Begleitung der Sologesänge hat Herr SÄ G.,b.rd WU) u.d Herrn Conrad (Umbers) a d.to. - e----»»-«- ;--- ^Znniaasverei« für Mädchen. smxhApit an iedem Sonntag, Nachmittags zwischen , A» w w -- «-c ? nMt.rha[tuna mit Gesang, Bibelwort und Erzählung. »d S-V °». Händen- Dr. Naumann, Pfarrer. 8478 --- 8781] Gut möbl. Zimmer mit Kabinet und kleines Zimmer zu uermiethen. Marktplatz 2. 87681 Seltersweg 81 .von Ende Februar an ein Loais von vier Stuben, Küche, Keller, Manfarde rc. mit ©arten; antheil zu vermiethen. 8777 Der seit langen Jahren von Herrn Schandua innegehabte Laden Mit Wohnung ist Ende Februar 1888 ander- weit zu vermiethen. Metzger Seng, Seltersweg 50- 49041 Ainn, Blei, Kupfer, Eism, Messing, Guß ii- s- w. kauft zu den Neuenweg 22. Telegraphischer Coursbericht der Berliner Börse vom 25. November 1887. O-st-rr. Creditactien 448.00 DM°nt°-E°m.-Auth-il- Oesterr. Staatsbabn-Actten 359.50 Laura'Actien 80.25 1880 4% Russen Oblig. 79.50 4» o Unfl«- ®Än‘e £"?" 40/0 unis. Egypter Oblig. 74.50 b°/° g-mischt- Russe» scansösischen Zwiestäude legen der Bors- res-route Haltung auf- ________- 31/a°/o Solms-Braunf. Oblig. 40/g Giehener Oblig. 40/0 Oesterr. Goldrente 41/6% Oesterr. Silberrente 50/0 1871/1873 Russen Oblig. 50/0 Portugiesen Oblig. Darmft. Bank-Actien Geldslorten. clxlclx T Specialität: Kaffee