1887. Mittwoch den 26. October M 249 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Surean r Schulst raße 7. ESS Hiernach ebenmäßig bedeuten. Finger. ! münde anzutreten und hierbei dem deutschen Kaiser einen Besuch abzustatten, ! bat nunmehr auch die „Nordd. Allg. Ztg." ein weiteres, freilich verspätetes Breis nicrtelfährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinaerlabn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Dementi folgen lassen. Das Berliner Regierungsblatt erklärt die bezügliche Meldung des „Rttzau'schen Telegr.-Bureaus" als eine „müßige, wenn nicht „böswillige" Erfindung, die lediglich antideutschen Tendenzen dienen sollte; der Umstand, daß „Ritzau's Bureau" bislang noch keinen Versuch gemacht hat, fich zu rechtsertigen, spricht allerdings nicht besonders für dasselbe. Ungewiß bleibt aber noch immer die Route, welche die Czarensamilie bei der Heimreise einzuschlagen gedenkt. Französtsche Blätter wtsien allerdings zu melden, die russtschen Majestäten würden über Schweden zurückkehren und fänden zum Empfange der erwarteten Gäste bereits Vorbereitungen in schwedischen Schlössern statt, aber dies scheint vorläufig wenigstens eine ganz willkürliche Combination zu fein. Derselben widerspricht die große Beschwerlichkeit einer Reise von Kopenhagen über Schweden nach den russischen Ostseehäfen zur jetzigen Jahreszeit, zumal da hierbei aus dem Dampfer in den Bahnwagen, aus letzterem wieder auf den Dampfer und von diesem nochmals in den Bahnwagen übergegangen werden muß. Vielmehr ist es nach Andeutungen rufstscher Blätter nicht ausgeschlossen, daß die Heimkehr der Czarensamilie doch noch über deutschen Boden erfolgen wird. Der Bundesrath hat zwar schon seit einiger Zeit seine regelmäßigen Wochen Sitzungen ausgenommen, dieselben waren aber nur der Erledigung von Angelegenheiten gewidmet, die mit der bevorstehenden Reichstags-Session m keinerlei Zusammenhang standen. In dieser Woche sollen nun die Lpecial-Etat» des Reichshaushalts im Bundesrathe zur Vertheilung gelangen und fosorr oen Ausschüssen überwiesen werden und von der Erledigung dieser Speciat-^talS rm Bundesrathe hängt erst die Festsetzung des Termins für die Elnberufung des Reichstages ab, da hierüber zwischen dem Reichskanzler und dear Staatsfecrekär v. Bötticher in Friedrichsruhe noch keine bestimmten Beschlüsse gefaßt worden find und auch nicht gut gefaßt werden konnten. Alle Meldungen über den Zeitpunkt des Reichsparlamentes, denen zufolge die Einberufung bald gegen den Politische Ueberstcht^ Gieße«, 25. October. Kaiser Wilhelm refidirt nunmehr wieder in der Reichshauptstadt zum bändigen Winterausenthalt und haben somit seine größeren Reisen für dieses Jahr ihren Abschluß erreicht. Dieselben führten den greifen Monarchen, wre IN seit einer Reihe von Jahren, zunächst nach EmS zum Gebrauch der geahnten FrühjahrS'Kur, deren Dauer Heuer indessen gegen früher nur eine kurz bemessene war. Rach einem Abstecher, den der Kaiser von Ems aus nach Menz gemacht, um der Kaiserin einen Besuch abzustatten, erfolgte b:e Weiterreise über die Mainau, woselbst Kaiser Wilhelm im Kreise der badischen Herr- schersamilie für einige Tage Raft machte, und Bregenz, wo den erlauchten Reisenden der Prinz-Regent von Bayern begrüßte, nach Gastein. Hier weilte der Kaiser beinahe 4 Wochen und die kräftigende Alpenlust, wie die Quellen dieser berühmten Badeortes erwiesen sich auch diesmal als von erwünschtester Wirkung aus das gesammte Befinden des hohen Kurgastes und neugestärkt konnte der kaiserliche Herr, nachdem er in Gastein noch die traditionelle Zu- sammenkunst mit dem österreichischen Monarchen gehabt, nach Berlin zurucr- kehren. Alsdann folgte die Reise nach Stettin anläßlich der großen Manöver des pommerschen Armee-CorpS und mit Rührung wird wohl der greife Herrscher an den begeisterten Empfang zurückdenken, der ihm tu der pommerschen Hauptstadt von Tausenden und Abertausenden bereitet wurde. Den Beschluß des heurigen Reiseprogramms bildete die Fahrt nach Baden-Baden zu dem üblichen Herbstausenthalte, von welchem der Kaiser in voriger Woche im besten Wohlsein wieder in Berlin eingetroffen ist, während die Kaiserin noch in der Herbftsrische weilt. Nunmehr dürften nur noch Jagdausfluge den Kaiser zeu- vetlig aus der Residenz entführen und gedachte der hohe Herr den ersten der. selben nach Wernigerode zu richten, woselbst man der Ankunft des Kaisers für Montag Abend entgegensah. , , Dem Kopenhagener Dementi der Nachricht, Kaiser Alexanoer beab- Wge, die Heimreise von Dänemark nach Petersburg über Warne Gießen, den 21. October 1887. Betreffend: Die Ausführung des Gesetzes über den Bau und die Unterhaltung der Kunststraßen vom 27. April 1881, hier die Befreiung der Gemeinden von Zahlung gerichtlichen Stempels. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grobherzoglichen Bürgermeisterei-« deS Kreise». Nachstehende Abdrucke der Ausschreiben Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz theilen wir Ihnen zur Kenntnißnahme und Nachts mit. vr. Boekmann. Betreffend: Wie oben. Darmstadt, am 12. October 1887. Das Großherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz an die Großberzoglichen Kreisämter. Den nachstehenden Abdruck eines von der Section für Justizverwaltung unterm 3. l. Mts. erlaffenen Ausschreibens chellen wir Ihnen zur Kenntniß- * 15,939. daraus aufmerksam, daß bei der Übertragung des Eigentums an Straßengelände auf den Kreis eine doppelte Stempelentrtchtung m denMtgen Fällen, m welchen das fragliche Gelände noch nicht auf die Gemeinde ingrossirt ist, im Allgemeinen dadurch vermieden werden kann, daß das von .Dritten erworbene -Gelände nicht erst auf die Gemeinde, sondern sofort auf den Kreis überschrieben wird. Sie wollen die Äroßherzogltchen Bürgermeistereien Ihres Kretses Betreffend: Wie oben. Darmstadt, am 3. October 1887. Das Großhcrzoglichc Ministerium des Inner» und der Justiz Sektion für die Justizverwaltung an die Justizbehörden, insbesondere die Gericht und Gerichtsschreibereien. Aus Grund des Art. 16 des Gesetzes vom 30. August 1879, die Ausführung des deutschen Gerichtskosteugesetzes betreffend, bestimmen wir : Die Uebertraqunq des Eiqenthunis an dem Gelände der Kreisstraßen von den Gemeinden auf die Kreise ist von dem Stempel der Verarmung vom 18. Januar? 1882 unter der Voraussetzung befreit, daß das Gelände bereits zur Zeit des Erlasses des gegenwärtrgen Ausschre.bens auf den Namen der Gemeinde im Grundbuch (Mutationsverzeichniß, Flurbuch rc.) eingetragen war- Best. Betreffend: Das Verschwinden des geisteskranken Heinrich Bender Ä von Villingen. Gießen, am 1<. October 1887. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und die Großherzoglich- Gendarmerie de» Kreises. LeinriL Bender I von Villingen, 66 Jahre alt, von schlanker Statur, gegen 1,7 Meter groß mit einem gestrickten blauen Kamisol und mit einer Kappebekleidet welcher seiteincherZeit an Geistesstörung leidet hat sich am 11. b. Mts. vom Felde, mit einer Schippe versehen, nach dem nahe >. W«- Dr. Boekmann. ___________ Di- innerpolitische Krisis, welche in Oesterreich durch den k 31t gtlStifi* Bßfr- Udt tauft, . fal ift eine Art Waffenstillstand zwischen beiden Parteien abgeschloffen worden indem ®r- Rie»er bei der Abstimmung im österreichischen Abgeordnetenhause über bat provisorische Budget erklärte, die Allczechen würden für dar Budget au, Grün- den der Staatrraison stimmen, jedoch ohne Präjudiz, ste wollten hierdurch weder ein Vertrauen,- noch e,n Mißtrauen-,Votum für da, Ministerium au-sprechen Die Jungczechen ihrersett« stimmten ledoch gegen dar Budget, welcher schließlich gegen die Stimmen der Jungczechen und einer Theiler der deutschen Oooosttion angenommen wurde. War nun weiter werden wird, bleibt abzuwarten er ist indessen nicht anzun-hm-n, daß dar Taseltuch zwischen der Regierung und den Ezechen wirklich entzweigeschnitten werden sollte, denn er verlautet daß der renitenten „Regierung«, Fraktion" wenigstens ein Theil ihrer Forderungen zuae. billigt werden solle. Die Czechen werden schließlich schon mit sich handeln laffm, auch ohne daß ihnen gerade Herr v. Gautsch geopfert wird' n Roch unter dem Eindrücke der Scandal-Affaire Caffarel und de« hieraus hervorgegangenen Zwischenfalle« Ferron - Boulanger treten die fratuöf ifdien e?xrt uie'e2 ®i°nrtag zu ihrer Wintersesston zusammen. Daß all' diese Vorfälle In den Kammer-Verhandlungen widerklingen werden, kann kaum einem Zweifel unterliegen und gegen die Rothen wie gegen die Rechte wird da« Ministerium Rouvier ledenfallr einen schweren Kampf zu bestehen haben Dabei °u4 die Budget-Commisfion den Herren Ferron und Rouvier nicht sonderlich freundlich gestnnt, während anderseits die Radikalen auch die Errich- tung einer General-Gouvernement« für Französtsch - Asten zum Ausgangspunkt weiterer Angriffe gegen die Regierung machen wollen und somit geht dar Mini« sterium Rouvier allem Anschein nach ernsteren parlamentarischen Stürmen als vtslang, entgegen. ' London, 24. October. Erkältung und der Ermüdung bet Tage bettlägerig war, hat sich gebessert. bald gegen den 22. November erfolgen solle, find daher nur Mutymatzungen. 7 MA V. * Äffe® tw tzpMt i f-BUtP M au V,t $tu M d bi inw »idfenb Hi tztr.lbcn : hfrim Mi Ar ijnibtr ieiLn. .Cjlbmi m m '? ob1 p. 68 foi: fd)rl $rh bt kf M R man Wfl wicht d. 4 ntch üWfti k Sauer Wnöe ixitog । «Ä'rä. di VÄrLi 4 «der, ^cksitz dl h.m^hLnbraL6Qrff?rel iR "unmehr aur dem sranzöstschen Heere wie aus dem Orden der Ehrenlegion aurgestoßen worden und wird er außerdem mit den Än pariser Zuchtpolizeigericht erscheinen Die beiden Flügel der serbischen Regierungspartei die Libe- ralen und die Radikalen, zwischen denen Meinungr-Verschiedenheiten 'obwalteten ffnmif/n^nn “f 6 w't u T 9'- Die Deputirtm beider Fraktionen wählten je ein Comitö von 6 Mitgliedern zum Zwecke einer gemeinsamen Vorgehens in allen E!*b, l0?3" bie Berathungen dieser Comitör gemeinsam geführt werden. Ob dre Einigkeit lange anhalten wiro, ist freilich eine andere Frage denn die ft Lf hi^aw f“Ien finb begEicher Weise bestrebt, den größtmöglich^ sten Einfluß aus die Regierung zu gewinnen. o» Boulanger - Cultus treibt auch in Algerien seine Blütben In Kolea kam es dieser Tage unter den Reservisten der dort garnisonirenden M» I«> M. Steg. Mit dem Sultan von Marokko soll er wieder bedeutend bester JÄ' n?*?? batJb,n' ^Sesehen von seiner allernächsten Umgebung, noch Nie- ^efm» 6 hJs r* FC mnfu» Mlebet ,u fe^n bekommen. Er ist daher be- Sulla?'erhalte? " manc6ertei absonderlichen Gerüchte über den Sw D Arankreich. Der „Tempr" und andere Abendblätter melden bei(inH*mh» fl?Detr ^anzöstschen und der englischen Regierung ein Einvernehmen bezüglich der Reutrallstrung des Suezkanal«, sowie über die Reuen Lebru n äSs SVä L 3 Amerika. Telegraphische Depeschen. SBolff’S telegr. Coreesvondenr. Bvre^r«. ä„k nur diese eine Sotr6e hier C»er?nftaIknnrannbCrWem9Cn Dichtungen nach-omm^. Gießen, 25. October. Samstag den 29. l. M. Dormitt^s a m „ Reglerungsgebaude hier eine öffentliche Sitzung des Kreisaussckuüp? s^'i« folgende Gegenstände zur Verhandlung kommen: ° ' 10 welchsi Äff jl, Äf1" “• >. m i SM Sw *nNt bl Si .* ff Ij-iUI - Innen tL ; Das Befinden Gladstone's, welcher in <> . Vrifl d°nk--.s in Nottingham 1vährm?L'lL fatntnluna -cine um Beschäftigung an die Regierung zu wenden Die Menne beschloß, s-sch Westminster-Abtei, wohnte dem Gottesdienste bet und kehrte nach bea?3> na4 tetr Luruck, wo sie sich ruhig zerstreute. 9 naa? Dem Trasalgar-Squaire vermischtes. einer Heinen ©^meinbe “unfcre-0®rflpnh^pnC empörende Lieblosigkeit eines Elternpaare- wurde unlängst durch die Poliz^oraane^?^-!^/^Kmd, etrl IWHriges Bnbcheci, nämlich dieser Tage an dle Der betreffende Knabe wandte fid Schutz gegen die fortaefektp» ihm6 nA101?”6 zu Seligenstadt und suchte bet delselber Handlungen. Der Kmrf des 'atinen ®Ucrn widerfahrenden gröblichsten Mig über zebn bluttnden^^Wunden^ wie ärztlich constattrr wurde, mr! welche augenscheinlich nnm ’?1 ^cr Huls zeigte vielfache blaue Strieme^ in dem be^treffenden^Dorfe ^e desselben Tages erschie« dieser abscheulichen KtndeSrüMi?«!,^ M^^Ensdarmerte, um sich über die Gründ« Wohnung fraglicher Bürgersleu?e"oersch^n^uheren zu informtren. Dieselbe fanb btt sie den Knaben im Ämmer an ÄS und nach erfolgtem Einlaßbegehr gewahrt.« Fußgelenke an welches^Ti? Wand angekettet. Die Versuche, die Me vom blieben erfolglos^ bis die h ^?"^chlosses befestigt war, zu entfernem Schloß öffnete Nack Mutter des Kindes mit einem Schlüssel da« mehrmals während b«- Nackt Rachbarsleute wurde der unglückliche Knabe schott bestialischsten Mistbandlunn^ eingesperrt, wie er überhaupt fortwährend den stehliche Abneiauna seitens seiner Eltern ausgesetzt ist, die eine unwider - anlassung hierzu soll^ ledialick^Äh ^ibliches Kind zu haben vorgeben. Die SBer brofenbln Qücötiauri,? fein' daß der Knabe aus Furcht vor be i zukehren sich weigert L TÄ baä Elternhaus verläßt und in dasselbe zurück! Jungen wie einen 5iünd^b^ÄT^ 5*neS Fluchtversuchs legte man darum den dem Vorfalle geaendPnsick «T* UnA verriegelte überdies bas HauS. Die dd: verständigte Staa?sanwoltsckÄt Gefühle aufbäumen müssen, bereit.! gebilhrend^ BS^ üb^ compromittirtm Eltern zm in der^Rä'he Tcdbfiin^uer2^afmTbhr* Die Untersuchung des von der „Habsburgs „Stadt Lindau" rotrb n8 $in b/n ^und gebohrten bayerischen Dampfer"! schon bei früheren^Gelegmheiten Tauchern durchgeführt. Der eine istder thätig, der andere wurä von ^ hier actto gewesene Taucher Hoch, zuletzt bei Zu,j dieser Taucher in die Caiüte^ 2 derbergerufen. Vorgestern nun drang an der Schiffsglocke nickt niir^b^oEinbau" unb fanb auf dem Verdeü und dem einaerannten §Ick der Frau Roll, sondern zwischen dem VerdeÄ drei Opfer der Katastrn^? diejenige eines Mannes vor. Somit wärm achi Leiche aufgefunbenen N^i-?- ^klagen. Der zuletzt Entbeckte ist nach den bei der St Gallen. Sä hleint & i gewisser D. B. Wtlb, Landschaftsphotograph m woraus sich auck ba<^ eine längere Reise nach Deutschlanb beabsicht^t«, wußten, daß er gerade seiner Angehörigen erklärt, die natürlich mÄ benutzt hat. Die Leick? A ~bau'' 8ur Ueberfahrt von Rorschach nach Lindau die „Stadt Lindau^ ®aUen überführt. Taucher Hoch fand, da! heftigen Stürmen brr Schlamm überschwemmt wurde, was bet ben auch der besckäbiate leicht erklärlich ist. Heute Morgen wurde übrigeni! Friedrichshafen^^gebrach?' ^2?^ „Habsburg" auf die Schiffswerfie nach sich bis jetzt noch nicht beMigt.)^^"^E' ba|} Qud) einc üicrtc Reiche gefunden fei, W Stahlinduftrieller T'belie^ttck Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen- unV schließlich Lurembui-nL^ c Roheisen - Production des Deutschen Reiches (euu 168 705 Tonnen Nnbb r ,*P^onat September 1887 auf 337,638 Tonnen, barunte:i 90,408 Tonnen TBnmnC?r0?Cx!cn ""d Sptegeleisen, 34,531 Tonnen Bessemerroheisem im September lR«RTfr°^eJJen "^d 43,994 Tonnen Gießereiroheisen. Die Producttou wurben mobuctr*2849^^63'702 T°nn°n. Vom I.Jonuor bi« 30. ©eptbr. 188 i Vorjahres. ^o49,491 Tonnen gegen 2,521,119 Tonnen im gleichen Zeiträume be-i »ur 3a*ena"^^n^etoLerabge®iit.lriN°urens und Eg-rton unterzeichneten Nachmittaas 3 Nb. über die Ncutralistrung des Suez-Canals und über die Neuen LÄl b,e Gonoentü, stimmte weiteren Eriparnissen im Etat des Kriegsminister un.^ ~ 5en-> Ersparnis,- die es Etats gegenüber dem Voranschlag- Boulan^r's b'- undzwanzig Millionen Francs betragen. ^amanger s durften eiwa aä „ , — Die Abendblätter glauben, Rouvier werde moraen » Bprlage, betr. die Conoertirung der alten 4cf C‘$rim SaH"’•DCrfeme^nJubIitunt '-rach Frankfurt a. M über das Thema M- Na7u?^?mk'Ä«^ Sänge? Anzahl Damen waren erschienen. " J atUr Menschen . Auch eine großen - M die deutschen Frauen.) Das weltbekannte große Geschäft der Maga- sins da Louvre in Parts versendet neueroings wieder einmal dm Eatalog seiner Winterneuheit; auch in unserer Gegend wird derselbe Hunderten von Familien ju= gesandt. Der Umstand, daß das Haus den Eatalog in einer deutschen Ausgabe verschickt. beweist, daß es sich auf dem deutschen Markte einen beträchtlichen Absatz verspricht und wohl auch nach früheren Erfahrungen sich zu versprechen berechtigt ist. Es dürfte nicht überflüssig fern, daran zu erinnern, daß dies dasselbe Geschäft ist, welches 4ille bet ihm angestellten Deutschen entlassen und sich diese Austreibung vor dem Pariser Publikum zum besonderen Verdienste angerechnet hat. Man fragt sich: Sollte es wirklich deutsche grauen und Mädchen geben, die unpatriotisch genug wären, ihre Maren, die sie überdies ebenso gut und ebenso billig im eigenen Lande haben können, , Enteneier St. 0-0 Käse vr. ©t. 4-7 ffäfemafre 3—° Erbsen pr. Liter 17 J,, Linsen 30 Tauben per Paar 40 bis Alz,§°duer per Stück'M 0.90—1.20, Hahnen vr- Stück M 0.50—0.90, Enten per Stück JL 1.5<>—1.80, Ganse per Pfund 35—50 Ochsenfleisch per Pfund 58 bis 60 ä' innb5:eif? ^?Ä?bfleifch 54—60H, Hammelfleisch 40 bis ^'o^kbfleisch 40-46 Kartoffeln per 100 Kilo JL 3 40—5.00, Milch per Liter 1b ^' Weißkraut Stück 4—9 Zwiebeln per Centner X 6.00—.700. f22, 9c!.0?nn S^chkpreise.j Weizen 16.90, Korn X 13.20, ®cr^e ^.80, Hafer 11.00, Erbsen JL 13 10, Linsen JL 00.00, Lein 24.00 Samen 00.00, Kartoffeln JL 0.00, Wicken 21.00. M k4, ^^-^?reide-Preise.i Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer ^'00- 8'50, Roggen eff. hies. JL 13,25-00,00, fremder Gerste effectw hiesige und Wetterauer X 15,00—17,00, fremde 00,00—00,00, Hafer eff. bies. JL 13,00—13,50, fremder JL 00,00-00,00. r a n f f u r t 24. Dctbr. 5Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Ange- trieben waren o03 Ochsen, ca. 36 Bullen, ca. 502 Kühe und Rinder, ca. 295 Kälber, gje JCreiie Mten sich: Ochsen 1. CuaL 57-59, 2. Qual. 50-52, Kühe und ginber 1. Gual. 50, 2. Qual. JL 38—44 per 100 Pfund Schlachtgewicht, halber 1. Qual. 50—55 H, 2. Qual. 45—60 H per 1 Pfund Schlachtgewicht. Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in der Stadt Gießen. 42. Woche. Vom 16. October bis 22. October 1887. Einwohnerzahl: 19 001 (incL 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 19,15°/«. n. , r Kinder starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom Altersbrand 1 1 1. Lebensjahr: 2.-15. Jahr: Organischer Herzkrankheit 2 (2) 2 (2) _ Rachenbräune 2 (1) 1 _ 1 (11 Leberentzündung 1 1 Gehirnentzündung 1 — 1 Summa: 7 4 12 i k ?ie jn Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen ?977 Bühner, Gerichtsvollzieher- Jagdverpachtung der Gemeinde Holtheim Donnerstag d. 3. Novdr.d I., Nachmittags 1 Uhr im Rathhaus. Holzheim, 24. October 1887. Großh. Bürgermeisterei Holzheim. «018 I. V.: Reuhl._________ Mittwoch örn 26. Btlober: Nachmittags 2 Uhr versteigere ich auf meinem Bureau gegen Aaanahlung: Sophos, Kommoden, Tische, Kleiderschränke, Glasschränke, Spiegel, Bilder, 1 Regulator, 1 Pianino, 1 Ladeneinrichtung , bestehend aus 4 feinen Schränken mit Glasverschluß und . 1 Theke, Krner 1 Stoßkarren, 2 Pferde, 2 Kühe u. a. cnn, Geißler, rjy4__Gerichtsvollzieher. ^Mittwoch den 26. l. M., Nachmittags 2 Uhr, Wetgere ich in dem Bramm'schen Taal dahier zwangsweise eine Partie NoU- und Kurfwaaren ofö: Strickwolle, Baumwolle, Wammse, Strümpfe, Jacken, Unter- 5?'^-Halstücher, Zwirne, Schnur, «rnopft, Herren- u. Damen-Kragen u »ranfchetten, Halsbinden, Hemden, K l Taschenuhr, 1 Nähmaschine ni,2 BrehmS Thierlebe«. w Serftetgerung findet bestimmt statt- ließen, den 22. October 1887. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Gemäß Beschluß des Vorstandes der hiesigen Spar- und Leihkasse werden vom 1. November l. I. an säwmtliche Einlagen in genannter Kaffe mit 3V2 Procent verzinst. Lang-Götls, am 24. October 1887. Für die Spar- und Leihkaffe zu Lang-Göns, E. G.: A. Henrich, Director. 8024 läHUjii- aller in Gießen ankommenden und abgehenden Eisenbahnzüge in der Expedition des „Gießener Anzeiger", sowie bei den Zeitungsträgern zu haben- Preis 20 Pfg. Wegen Ausdehnung unseres Buckskin-, Tuch- und Herren-Garderobe-Geschäftes beabsichtigen wir, unser Lager in Oamen-Kleiderstoffen und Damen-Mänteln gänzlich zu räumen, verkaufen deshalb diese Artikel von heute an zu bedeutend ermäßigten Preisen. 7769 Gießen. <-ebr. Stamm. Aeilgeöotenes. 8041 la. Schellfische, la« Zander, !»♦ Hecht, Kieler Bücklinge, Sprot» te«, ger. LachS re. re., heute frische Sendungen bei O. Kleinhcnn. , 8021 Prima Rindfleisch, pro Pfd. 45 Pfg., empfiehlt I. Rosendanm, Neustadt. Reisedecken empfiehlt in einer großen Auswahl 8033 Emst Blödtier. 8029 Zwei wachsame Hoshunde billig abzugeben. Zu erfragen in der Exp. d. Bl. 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Mittwoch den »6. October ISS»: 2 grosse brillante antispiritistische Zauber-Vorstellungen des Illusionisten und Sensationsmagiers 3MT Agoston. Das Programm ist )usammkngesteUt aus den neuesten Experimenten der Sen sations - Magie, des Spiritismus, Gedankenlesen und Klopfgeistern. Preise der Plätze im Vorverkauf bei den Herren Friseur Gerhardt (Lindenplatz) und Kaufmann Thomas (Neuen Baue): Reservirter I- Platz 1 JL 20 H, II Platz 80 Parterre 50 Gallerie 20 P>. An der Casse: Reservirter I. Platz 1 Jt. 50 II. Platz 1 jl, Par. terre 60 P,, Gallerie 30 P,. * Anfang 4 und Abends 8 Uhr. Caffe-«effnung 1 Uhr. r„ In der Nachmittags-Vorstellung zahlen Schüler und Schülerinnen auf sammtlrchen Plätzen halbe Caffa-Preise. 8022 Ä’M* «WÄ Restaurant Mäusburg, empfiehlt sehr guten Mittagstisch ,u r,o % Auch sind daselbst drei dchentz renovtrte Kneip-Lokale zu vermiether? Aainenlos. ' Wann wird, was war, mal wieder- werden? Bitte schreibe doch nochmal. 8026 Stern. 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Gaguoin. ! 8039] Möblirte Zimmer zu vermiethen ' in Ltein's Garten. i 7528] Belletage, 6 —8 Zimmer mit ; Mansarde, Badezimmer, Gartenver- ' gnügen per 1. April 1888 zu ver- ' miethen. Carl Stohr I., Ludwigsplatz 5. ! j Die Nr. 3 enthält: I Tertuch: Eulen und Krebse. Fortsetzuna - Roman von August Niemann. - Ein? . unblutige Eroberungsfahrt an der ost- afrikantschen Küste- Schluß. Briefe von Frieda Freiin von Bülow- — K. G- ?fanÄlbLzÄn D- Hermann von der ffoltz. Mtt sechs Jllustr. - Am Famtüenttsch: Vordem Dorfe, ^u dem i Bilde von Otto Strützel. - Ein selt^ samer Kritiker. Von A. B. — Aus I der Redaktion. — In unserer Soielecke ! Erste Beilage: Aus der Zeit — für die Seit* I Zweite Beilage: Frauen-Daheim. i ^8028 Ein stud. phih ertheilt gegen maß- '■ Hon- Nachhülfe. Marburgerstraße 34. ; gKy' schnelle Fahrtni. rMr». .Ptüst/M F° J dBothn?a & ™ar8ily- Antwerpen. ~ • J. Bothof, Generalagent, Mainz. Chr. Wallenfels in Giessen. W. Klippstein in Langsdorf. 269