Nr. 1M5» Zweites Blatt. Sonntag den 26. Juni 1887. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. ®*ttaux Schulftr « tze 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag-. Prei- vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brtngerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 PI- it^r Einladung zum Abonnement auf den Gießener Anzeiger, flmts= unö Änzeigeblatl für Öen Kreis fließen. Der „Gießener Anzeiger" erscheint, wie gewohnt, täglich, mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen, tncL 'Der Beilage „Gießener Familienblatter", welche dreimal wöchentlich dem Anzeiger beigelegt werden. Der Abonnementspreis für den Anzeiger, frei ins Haus geliefert, beträgt 2 Mark 20 Pfg.; für auswärtige Abonnenten, welche nur bei der Post abonniren können, 2 Mark erel. Postgebühr. Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, den Anzeiger auch im HL Quartal 1887 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen. Wir bitten die neuen Abonnenten, namentlich auswärtige, ihre Bestellungen baldgefälligst aufgeben zu wollen, damit wir vollzählige Exemplare liefern können. Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, daß den Abonnenten des Anzeigers die „Verwaltuugsblätter" zum ermäßigten "Preise von 50 H pro Quartal geliefert werden.Die Expedition. Wochen - Uebersicht. Gießen, 25. Juni. Die politische Lage Deutschlands ist in dieser Woche mit der Physiognomie der Börsen in ziemlicher Uebereinstimmung gewesen. Es ereignete sich Nichts, was besonders aufregend oder verstimmend auf weite Kreise hätte wirken können; im Gegentheil: das zunehmende Wohlsein des Kaisers, die guten Nachrichten über das Befinden des Kronprinzen, die günstige Stellung zu allen Mächten in der Runde konnte beruhigend und an der Börse „fest machend" wirken. Aber eine eigentliche Vertrauensstimmung, ein dauerhafter Optimismus hat deshalb doch nicht Platz greisen wollen. Passivität und stilles Zuwarten war die Losung. Man ließ sich auch nicht durch die Nachricht allarmiren, daß der ReichrtagS'Äbgeordnete Kräcker unmittelbar nach Schluß der Session wegen Zugehörigkeit zu einer geheimen Verbindung verhaftet wurde, welchem Geheim- bund auch der gleichfalls in Haft befindliche Studiosus Markuse angehört haben soll; die Politik schwieg überhaupt in Norddeutschland (wo die Aufmerksamkeit des Publikums sich eher dem Eisenbahn-Unglück in Wannsee zuwandte), und sie bildete nur in Bayern, aus Anlaß der Wahlmännerwahlen den Haupt- gegenstand des Interesses. Eine Niederlage der Ultramontanen in einigen wichtigen Städten (München, Augsburg u. a.) und ein ziemlich bedeutender Gewinn an Einfluß seitens der Liberalen bilden die hervorstehendsten Züge des Wahlresultats. Vielfach hatte die freisinnige Partei mit der nationalltberalen zum Zweck der Bekämpfung des Ultramontanismus ein Bündniß ad hoc geschloffen und es klagen nun die freisinnigen Blätter, daß die nationalliberale Partei dieses Bündniß zu sehr in ihrem eigenen Jntereffe ausgebeutet habe. Stellenweise aber ging der Freisinn mit der Volkspartei Hand in Hand und verdrängte Nationalliberale wie Ultramontane. Letztere haben, feit ihnen der Rückhalt in Rom fehlt, den sie unter Pius IX. hatten, große Mühe, ihr Ansehen und ihre Einigkeit zu bewahren. Als ein neues Zeichen des guten Einvernehmens der Kurie mit der Reichsregierung darf die beschlossene Ernennung des Bischofs Kopp zum Fürstbischof von Breslau betrachtet werden. Der Bischof von Fulda verläßt aber seine Diöcese nicht, ohne Vorsorge für die Niederlassung eines der Orden getroffen zu haben, welche, in Folge des Friedens mit Rom, ihre Klosterzellen in Deutschland wieder begründen dürfen. In Rom hat die klerikale Partei bei den Gemeindewahlen obgesiegt, was durch die versöhnliche Haltung vieler liberaler B'ätter gegen den anscheinend versühnungssreundlichen Papst erleichtert wurde. Seit man aber weiß, daß die italienische Negierung dem Papst kein Gebiet abtreten wird, verlieren sich die Aussöhnungsgerüchte in der Presse wieder. Minister DepretiS ist übrigens erkrankt, und das Volk im weitesten Sinne kümmert sich weniger um Politik als um das „liebe Brod", welches durch das zollpolitische „Sperrgesetz" schon in 900 Gemeinden einen Ausschlag erfahren hat und bet fortgesetzten Getreide«Schutzzöllen noch mehr sich vertheuern wird. Rascher als in Italien pvlsirt das politische Leben jetzt in England und Irland. Neben den schön und glücklich verlaufenen Jubiläums'Auszügen der Königin Victoria, die von ihren Kindern, Enkeln uno Großenkeln, sowie von begeisterten Volksmaffen umgeben war, bilden der theatralische Abzug Gladstone's aus dem Parlament, äugen Annahme der irischen Verbrecher-Bill und dis Unruhen, die an verschiedenen Orten Irlands am Jubiläumstag ausbrachen, unwillkommene Schattenpartien. Zugleich droht im Orient ein Gewitter. England drängt den Sultan, die Convention wegen Egyptens zu unterzeichnen, während Rußland und Frankreich mit Drohungen und Jntriguen der Unterzeichnung entgegenarbeiten. An der Grenze Armeniens sollen russische Truppen angehäuft sein, um einzumarschiren, wenn der Sultan Rußlands Willen nicht thue. e Frankreich, der diplomatische Bundesgenosse Rußlands, tritt für | seine eigene Rechnung in der auswärtigen Politik jetzt wenig hervor und im Innern hat sich die neue Regierung der heftigen Angriffe des Radikalismus zu ! erwehren, während die monarchische Rechte unverzagt dem Wiederausrichten eines Throne» vorarbeitet. Die große Masse der Pariser vertagt übrigens die politischen Demonstrationen aus dar Nationalsest, bas mit der Revue der Truppen und Schulbataillone verbunden sein soll und widmet sich zur Zeit den Betrachtungen über die große Hitze, über die Entführung der Spanierin Campos, die Einsperrung des angeblich verrückten Baron Seillieres, das Abenteuer des Herrn von Erlanger und den Umbau der Theater. Der Leipziger Hochverrathsproceß wird erst in zweiter Linie und nicht in voller MeinungS-Uebereinstimmung zum Gegenstand der Pariser Discussion gemacht. Einiges Interesse widmet man dem (in Paris erzogenen) König Milan von Serbien, dessen Neubildung eines Ministeriums Rtstics theils politischen, theils finanziellen oder auch rein persönlichen Motiven zugeschrieben wird. Oesterreich'Ungarn und Bulgarien haben vorerst von Herrn Ristics die Ver- ficherung erhalten, daß er ein friedlicher Nachbar sein wolle; aber zu trauen ist diesem intriguanten Staatsmann nicht von heute auf morgen! In Ungarn unterhält man fich weniger über Serbien als über die soeben vollzogenen Wahlen, welche oem Reichstag eine stattliche, zwei Dritttheile der Abgeordneten umfassende liberale Majorität zuführen. Höchst bedauerlich sind die antisemitischem Ausschreitungen, welche während der Wahlen stattsanden. Die Katastrophe von Packs, wo 300 Wallfahrer in der Donau ertranken, machte auf die Gemüther den tiefsten Eindruck. Man vergißt darüber fast, solche Symptome zu beacht-n, wie die bedeutende Besetzung der russischen Grenze mit russischer Gensd'armerie, eine Maßregel, die in Verbindung mit der Massenauttreibung von Deutschen aus Rußland immerhin viel zu denken giebt. In Erwartung ihres Anbindens mit den Deutschen und Oesterreichern fallen die Russen über die in Astrachan angesiedelten persischen Kaufleute her. Die einmal angestachelten Pöbel-Leidrn- schasten sind mit jedem Object ihrer wilden Gier einverstanden, wenn es nur zu morden und zu plündern giebt! Betemisc-tes. Berlin, 21. Juni. Von den bei der Wannseer Eisenbahn-Katastrophe Verletzten ist das Dienstmädchen Amanda Steinbach heute Morgen um 7 Uhr im Elisabeth- Krankenhause an ihren entsetzlichen Brandwunden gestorben. Die Unglückliche war erst 16 Jahre alt, bei Meserttz in der Provinz Posen geboren. Die Leichen der beiden umgekommenen Mädchen sind nunmehr recognoscirt worden. Nach der Erklärung, welche das in der hiesigen Filiale der Königsberger Thee - Compagnie beschäftigte Fräulein Johanna Wächter zu Protokoll gegeben hat, sind die beiden Getodteten zwei Schwestern Namens Emma und Marie Pangritz. Eine dritte,, ebenfalls in der genannten Thee-Compagnie beschäftigte Schwester, Johanna Pangritz, befand sich gleichfalls in dem brennenden Wagen, es gelang ihr jedoch, sich zu retten, wobei sie allerdings nicht unerhebliche Brandwunden davontrug. Die Identität der Leiche des jungen Mannes ist von seinen Angehörigen festgestellt worden. Der Verunglückte ist ein Sohn des in weiten Kreisen bekannten hiesigen Rentiers Jakob Pollack, ein lunger Mediciner, der vor dem Staatsexamen stand. — Beim Hereinschaffen der beschädigten Wagen von Wannsee nach Berlin hat sich ein neuer Unfall zugetragen, der aber glücklicherweise ohne Folgen verlief. Der Stationsoorstand in Potsdam meldet hierüber: Der heruntergebrannte Wagen (Frankfurt 737) ist bei der Einfahrt des Extrazuges mit den befchädigten Fahrzeugen auf erstes Hauptgeleise wegen zerbrochenen Achfen- lagers auf dem Herzstück der Weiche 39b aufgesetzt und mit dieser Achje entgleist, worauf der Zug zum Stehen gebracht wurde. Hierdurch erlitt Zug 55 sieben Mtnuien und der Vorortszug 737 zehn Minuten Verspätung. - An nachträglichen Ettizern- heiten wird heute u. A. gemeldet, daß der Bahnassistent Arnold, welcher durch zeitiges Geben des Haltesignals das Unglück verschuldet haben soll .und deßhalv o Amt enthoben ist, am Sonntag von früh 4 Uhr 30 Minuten mit elnstündiger muer^ brechung bis zum letzten in Wannfee einlaufenden Nachizuge 0 ) ; f Die Wannseeer Katastrophe ist nunmehr die dritte in verhallnißmatz g s ^glitzer der Berlin-Potsdamer Bahn. Die erste war das entsetzliche^Ung J|ner Bahnhofe Bahnhof, die zweite der Anprall des Neservtstenzuges auf dem '^^thung einer in Berlin. Bereits ist der neueste Eisenbahnunfall Gegenstand d-r^o-r- gestern abgehaltenen Conferenz der Menbahn-Abtherlung de ^ )üerben .erlichen Arbeiten unter Vorsitz des Ministers Maybach S J L^ren zwischen Berlin zu glich sehr umfassende Vorkehrungen auf den sammtUchen v -9 9 ö Loestund's Kindermilch, Carbolineum Avenarius zu lenken. Bet transportfähigen Hölzern hat,man in großen Betrieben mit guten Erfolgen gu7ßebe™ ° eine Comervirung dadurch erzielt, daß in den sogenannten Jmprägniranstalten anti- ! den Apotheken, en gros von Ed. Loeflund in Stuttgart. 937 aus Alpenmilch und Weizen-Extrakt, gibt, nur mit Wasser verdünnt, die krüstiaüe und leichtverdaulichste Nahrung, bei der die Kinder von der Geburt an lebt Altt Aphothin • hoi ... ______r < < 120 per Büchse in "unb Potsdam und namentlich in Wannsee und Schlachtensee in ähnlichem Umfange getroffen werden, wie dies auf dem Bahnhose in Steglitz der Fall gewesen ist. Geplant waren diese Vorkehrungen schon seit längerer Zett. — Auch^der Kaiser hat sich gestern eingehenden Bericht über das unglückliche Ereigntß vom Sonntag Abend erstatten lassen und sein lebhaftes Bedauern darüber geäußert, daß gerade auf der ältesten Eisenbahnlinie Preußens sich die Unfälle in solcher Weise wiederholen. Ein vbjectiver, sachgemäßer Bericht der zuständlgen Behörde wird, der „K. Ztg." zufolge, erst in der nächsten Woche erscheinen; dieser Bericht wird auch auf die technischen Schwierigkeiten Hinweisen, die bei dem Vorfall in Frage kommen. Wie seitens des königlichen Eisenbahnbetriebsamts Berlin-Magdeburg mitgetheilt wird, ist die Voruntersuchung über den Unglücksfall sofort in der Nacht zum Montag, und zwar gegen 3 Uhr früh, an Ort und Stelle eingeleitet worden; geführt wird dieselbe vom könig- ltchen Negierungsbaurath Schneider unter Mitwirkung des Vertreters der SlaatS- anwaltschaft und mehrerer Directoren des genannten Betriebsamts. Greifswald, 19. Juni. Das unvorsichtige Handhaben geladener Pistolen hat hier gestern Abend wieder einmal ein junges Menschenleben gekostet. Mitglieder des hiesigen Corps „Guestphalta" hatten auf dem Schützenplatze unter sich ein Schießen mit Tesching-Pistolen von 6 Millimeter Kaliber veranstaltet. Einer der Schützen war zum Schießen vorgetreten, seine Pistole versagte jedoch und daher trat der stud. Schnitzer, %• Z. Einjahrig-Freiwilliger, an seine Stelle. Während Ersterer seine Pistole in Ordnung brachte, ging der Schuß los und traf den vor ihm stehenden Schnitzer hinten im Genick. Der Getroffene siel sogleich bewußtlos nieder und war nach kurzer Zeit eine Leiche. — Die „Deutsche Jllustrirte Gewerbezeitung" in Stuttgart enthält in Nr. 23. Juni 1887 den nachstehenden für weite Kreise Interesse bietenden Aufsatz: Beitrag jur Frage Ser Holjerhaltung. „Gegenüber den eifrigen Bestrebungen auf den verschiedensten Gebieten der Industrie, sich die neuen Errungenschaften der Chemie für die Praxis nutzbar zu machen, muß es auffallend erscheinen, daß die Frage „wie schützen wir in rationeller Weise das bearbeitete Holz vor den schädlichen Einflüssen der Atmosphärilien noch nicht diejenige allgemeine Beachtung gefunden hat, welche ihr zweifelsohne bet der Wichtigkeit des Gegenstandes gebührt. Der Grund für diese eigentümliche Erscheinung ist ein zweifacher: Auf der einen Seite hält eine gewisse Gleichgültigkeit und die Scheu, von dem Althergebrachten abzugehen, von der Prüfung einer dargebotenen Neuerung ab; auf der anderen Seite gilt es, ein gewisses Vorurteil zu überwinden, welches die Mißerfolge so mancher, im großen Stil angepriesener „Universalmittel", und vielfach mit Recht, im Publikum hervorgerufen haben. Um der oben aufgeworfenen Frage näherzutreten, gilt es zunächst, den seit Jahrhunderten allgemein bestehenden Glauben auszurotten, daß das bearbeitete Holz naturgemäß nach so und so vielen Jahren verfaulen und durch anderes ersetzt werden müsse und dem Gedanken Verbreitung zu verschaffen, daß der menschliche Erfindungsgeist auch hier Mittel ersonnen hat, um dem Zerstörungstrieb in wirksamer Weise entgegenzutreten. Wenn Jeder in seinem Kreis dazu beiträgt, die diesbezüglichen Fortschritte nutzbar zu machen und deren Verwerthung auf die Allgemeinheit zu übertragen, so wird damit ein großer volkswirthschaftlicher Gewinn erzielt werden. Dann wird sich auch sehr bald die Erkenntniß Bahn brechen, welcher von den vielfach empfohlenen Fäulinßhinderern den Anforderungen voll und ganz entspricht und damit kommen wir zu dem eigentlichen Zweck dieser Zeilen, nämlich die Aufmerksamkeit unserer Leser auf ein seit Jahren bewährtes Holzconservirungsmittel, das septische Stoffe in die Gänge und Poren des Holzes mittelst Hochdruck hineinaevE 3"f?er Privanndustrie suchte man bisher dieselbe Wirkung durch Ottfa^ und Theeranstriche zu erreichen. Das erstere Verfahren ist mit großen Vorber7tt,..?Io und theueren Anlagen verknüpft, so daß dadurch eine allgemeine Nutzbarmachung fi™ v°n selbst verbietet. Dagegen gewahren Anstriche mit Oelfarben und Theer woh?einm AAutz nach außen, sie haben aber den großen Nachtheil, die Poren und Gänge des Holz s mit dem darin befindlichen Wanergehalt zu verstopfen und so der Zerstörung von innen nach äugen treten Laus zu lassen. Es galt also ein Prävar-at m erfind 9 welches durch billigen Preis und leichte Anwendbarkeit eine alli-meine Einfübrnn» gestattet und neben dem Abhalten der Witterungseinflüsse auch ini \m tin Anhl seine Wirkung ausübt. Mit vollem Recht dürfen wir auf ®runb coinpeienter 5euan^ aus den verschiedensten Gebieten der Industrie dem Carbolineum^lvenar^us ! doppelte Wlrkungsfähtgkeit zuschreiben. Wir müssen vorausschicken daß cs sich dabli nicht etwa um eine neue, sondern vielmehr um eine schon vor 10 fahren armnrfu! Erfindung handelt. Nachdem aber in dieser langen Zeit das Präparat die Erwartung m vollem Maße nicht nur erfüllt, sondern übertroffen hat, darf es jetzt den 9Infnrn* Echen, als beites Anstrichsöl zur Holzconservirung allgemeine Verwendung zu find?^ Für Eisenbahnen, Schiffahrt, Fabriken aller Art, für landwirthschaftliche Betrieb-' ganz besonders aber für das gesammte Baufach ist das Carbolineum Avenarius2 unschätzbarem Werth. Es steht sest, daß damit behandeltes Holz eine bedeutend steigerte Haltbarkeit, gegenüber nicht imprägnirtem oder mit Oelfarben- Tbeer- £ Anstrichen behandeltem Holz erhält. Das Carbolineum Avenarius ist dünnlliitti!' daher sehr ausgiebig und wird einfach mit einem Pinsel aufgetragen. Ein vorbei gehendes Erwärmen des Carbolineum Avenarius ist zu empfehlen Die hamt* n« gestrichenen Hölzer erhalten einen geschmackvoll braunen Ton, der die fwlrmril^ durchscheinen läßt und überall da als billigster und zweckmäßigster Ersatz für Ä farben-Anstriche gilt, wv die Erzielung einer bestimmten Farbennüanee nicht erfordeTlid! ist. Bemerkenswerth ist auch die anerkannte Wirkung des Carbolineum Avenarius gegen L-chwammbildung und zur Trockenlegung feuchter Mauern d Bei der Beliebtheit, deren das Originalsabrikat Carbolineum Avenarius in Anerkennung semer Billigkeit und Zweckmäßigkeit allgemein sich zu erfreuen bat tonnt, es Nicht ausbletben, daß von verschiedenen Seiten Nachahmungen versucht werden di^ sich aber bis heute ausnahmslos als minderwerthig erwiesen. Die Consumenten baden daher allen Grund, auf die volle Bezeichnung y “ Carbolineum Avenarius Zu achten, um wirklich das bewährte Jmprägniröl dieses Namens zu erhalten " Die Firma Jean Dern & Cie. in Gießen hat bei Fr. Seibel,'Gießen H. Voelzel, Wieseck, O. Rabenau, Alten-Buseck, W. Rühl, Großen-Buscck' 3- Heß H-, Leihgestern, Conr. Wenzel IV., Lang-Göns, Z. Lilien stein, Butzback' K. Kohler, Ltch, Ph. Kammer IV., Bellersbeim, A. Buch, Hungen, sowie bet Louis Moll in Grünberg Niederlagen des Carbolineum Aoenaiius errichtet. ©enannfr Armen sind gerne bereit, allen Interessenten mit Prospeclen und jeder gewünschten Mittheilung zu bienen. 11 1 Wir machen noch darauf aufmerksam, daß durch einen Versuch mit mentaeit Kilogramm Jedermann Gelegenheit geboten ist, die Vorzüge dieses Präparats kennen zu lernen und sich von der Richtigkeit des Vorstehenden selbst zu überzeugen. Es soll uns freuen, wenn unsere Darlegung dazu beitragen wird, für die wichtiae ^rage einer praktischen Holzerhaltung das Interesse unserer Leser zu wecken. 4869 Submission. Auf dem Submissionswege soll demnächst vergeben werden: 1) die zur Anfertigung einiger Gas- rohrleitungen erforderliche Gea- benarbeit, 2) die zur Erbauung einiger Schuppen für Cokes u. s. w. erforderliche Zimmerarbeit und 3) Dachdeckerarbeir (Dachpappe). Die Bedingungen und Zeichnungen können auf unserem Bureau eingesehen werden und sind schriftliche Angebote für die Grubenarbeit bis zum 27. d. Mts. Abends und für die Schuppen bis Ende d. Mts. daselbst verschlossen einzureichen. Gießen, den 23. Juni 1887. Städtisches Gaswerk Gießen. Otto Bergen. 4814 Lieferungs-Ausschreibung. Sämmtliche Bedürfnisse an frischem Fleisch, Wurst, Mehl, Kartoffeln, Gemüse, Hülsenfrüchten, Kaffee, Salz, Fleisch- und Gemüse - Conseroen rc. sollen für die Zeit vom 1. October dieses Jahres bis Ende September nächsten Jahres für die Unterofnzier- und Mannschafts-Küche des unterzeich- neten Bataillons an einen oder mehrere Lieferanten zur Lieferung ver- geben werden. Bedingungen sind auf dem Bureau des Bataillons — Neuenweger Thor- häuschen — einzusehen. Offerten, unter der Adresse des Bataillons und der Bezeichnung „Lieferungs-Offerte auf Menage-Bedürfnisse", sind bis 15. Juli er. einzureichen. 4680 1. Bataillon Infanterie Regiments Ur. 116. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Bei der diesjährigen planmäßigen Verloosung der für 1887 -ur Ab- tcagung kommenden städtischen Obligationen auf Inhaber sind folgende Nummern gezogen worden, nämlich: 1 a a) von dem 3'/z"/oigen Anlehen der Rest: l-it. A Nr. 27. 47. 50 und 134 ä 1714 M. 29 H. Lit. B Nr. 144 und 198 ä 857 M. 14 H. b) von dem 4%igen (alten) Anlehen: Lit. A Nr. 4 und 11 ä 1714 JL 29 Die Besitzer vorbemerkter Schuldverschreibungen haben ihre Kapitalien bis zum Schlüsse dieses Jahres bei der hiesigen Stadtkasse in Empfang zu nehmen; die Verzinsung findet nur bis Ende 1887 statt. Gießen, den 17. Juni 1887. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 4809 A. Brumm. Bekanntmachung. Betreffend: Die Vergebung der Zinsen des Vermächtnisses des Christian Gerhard Hast. Anmeldungen wegen Berücksichtigung bei Vergebung der oben bezeichneten Zinsen haben innerhalb acht Tagen auf dem Bürgermeisterei-Bureau zu geschehen. * 9 Gießen, den 22. Juni 1887. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 4931 Der Bürgermeister: Michel 4660 Der auf den 2 Juli d. I. für Gladenbach angesetzte Jahrmarkt ist auf den 1. Juli d. I. verlegt worden, was den Interessenten hiermit zur Nachricht diene. 9 H. Rübsamen, Mäusburglß ^"Hemden, ^^aen, Manschetten, Chemisetts, Taschentücher ('m emcr? und Sommer-Handschuhe, L»osentrüaer Shlipse und Cravatten, Sonnen- und Regenschirme' Hosenftrecker, alle Arten Mützen, Hut- rorc' sonne Normal-Unterkleider für Damen und Herren (Srfftem nr LhmlnT Vr1 Hrigmal-Preisen, Resorm-Baumwoll-Hemden (System Prof. ^if»a«?markn > öre ^rten wollene, seidene und baumwollene Unterkleider ^ilet- Regenmäntel für Damen, Herr en ^Mädchen fonnen dieselben nach Wahl des Stoffes nach Maß annefeitiat Anfertigung von Hemden nach Maß unter Garantie guten Sitzes und in S Zur Verdingung der Lieferung von 63 Stück Mannschaftsschränken für Infanterie, von Schemeln ohne Lehne, Tischen und Waschtischen für Unteroffiziere und für Mannschaften rc., sowie einer größeren Anzahl Gerätye von Eisen, von Messing, Blech, Zinn, von Holz, Fayence, Glas, Steingut rc., sowie von Lampen und Laternen zur Ausstattung des Jnfanteric-Kasernements in Gießen ist ein unbeschränkter Submissionstermin auf Montag den 4. Juli er., Vormittags 9 Uhr, im Bureau der unten? genannten Verwaltung, woselbst Bedingungen und Zeichnungen nebst Beschreibungen zur Einsichtnahme ausgelegt sind, anberaumt. Gießen, den 20. Juni 1887. 4767 Großherzogliche Garnison-Verwaltung. Ieikgeöölcnes. 4428 Eine Parthie Sommerhosen in guter Qualität, ä jü 2,50, Sommer-Knabni-Anwgk, Herren. An,üge, Täckchrn, Westen, BuckSkinhosen, Hemden in weiß und farbig, Metzgerblousen u. s. w- empfehle bestens- Louis Rothenberger, 4428 Neuenweg 22. Cervelatwurst feinste Qualität, empfiehlt 4165 Emil Fischbach, 3202] Gut erhaltene Fenster zu verkaufen____________Marburgerstraße 13. Leichte Wagen (Halbverdeck) zu.verkaufen. 4837 j Fr. Schwan, Wetzlar. Küchen- und Haushaltartikel, Bürsten-, Korb- und Küferwaaren empfiehlt billigst Louis Lony, 4028 Marklstraße 23. Marktotrasse AUSVCFkatlf Marktstrasse a. Umzugshalber foll unser ^ager ausverkauft werden und geben wir deshalb fämmtliche Maaren ?um Kostenpreis ab. 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