M. 72. Zweites Blatt. Samstag den 26. Marz 1887. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. <1 - I ÄW k * Vttrean r Schulstraße 7. Ersckeint tan(i* mit KirtmAmr des Wonton«. 2 ?! om“ T1»- A Von hewflHl merMTatirhcft 2 ?J?ar? 50 Pf. ■m—bm—cmhi■ iibiii i mir it 1 —g .-■>ij»ca*»ag'-gyyc^.>»■>.. Bekanntmachung. Die Musterung und Loosziehung der Militärpflichtigen des Kreises Gießen für das Jahr 1887 findet an den nachgenannten Tagen statt und zwar: Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg, Harbach, Keffelbach, Lauter, Lindenstruth und Londorf; Dienstag den 19. April, Vormittags von 8 Uhr an: $ derjenigen der Gemeinden Lumda, Odenhausen, Queckborn, Reinhardshain, Mddingshausen, Saasen, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain u. Weitershain. I. Zu Lich im Rathhaussaale. Dienstag den 12. April, Vormittags von 9 Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Albach, Allendorf a. d. Lahn, Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Dorf-Gill, Eberstadt, Ettingshausen, Garbenteich, Großen-Linden, Gröningen und Hausen; Mittwoch den 13. April, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Holzheim, Hungen, Inheiden, Langd, Lang-Göns, Langsdorf, Leihgestern und Lich; Donnerstag W 14 April, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Mufchenheim, Münster, Nieder-Bessingen, Nonnenroth, Obbornhofen, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern, Rabertshausen, Rodheim und Röthges; Freitag den 15. April, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Steinbach, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Villingen und Watzenborn mit Steinberg. Samstag den 16 April, Vormittags von 9 Uhr an: Loosziehung. 11. Zu Grimberg im Gasthaus zum Ruppen. Montag den 18. April, Vormittags von 8 Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Allertshausen, Beltershain, Climbach, III. Zu Gießen im Saale des alten Rathhauses. Mittwoch den 20. April, Vormittags von 73/4 Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Allendorf a. d. Lda., Alten-Vuseck, Annerod, Bersrod mit Winnerod, Beuern, Burkhardsfelden und Daubringen; Donnerstag den 21. April, Vormittags von 73/4 Uhr an: derjenigen der Stadt Gießen der beiden ältesten Jahrgänge (1885 und 1886), sowie derjenigen der Gemeinden Großen-Buseck und Hattenrod; Freitag den 22. April, Vormittags von 73/4 Uhr an: derjenigen des jüngsten Jahrgangs (1887) der Stadt Gießen und derjenigen der Gemeinden Heuchelheim, Klein-Linden, Lollar, Mainzlar und Oppenrod; Samstag den 23. April, Vormittags von 73/4 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Reiskirchen, Rödgen, Ruttershausen, Staufenberg, Treis a. d. Lda., Trohe und Wieseck; Montag den 25. April, Vormittags von 73/4 Uhr an: Loosziehung (auch der in Grünberg Gemusterten). Besondere Bestimmungen. 1) Zur Musterung haben sich, bei Meidung der gesetzlichen Strafen, zu stellen: Diejenigen, dem Großherzogthum Hessen oder einem andern Staate des deutschen Reiches angehörigen Militärpflichtigen, welche a) in einer Gemeinde des Kreises Gießen ihr gesetzliches Domicil — ihre Heimath oder ihren ständigen Wohnsitz — haben und sich nicht in einem andern Theile des Großherzogthums Hessen oder einem andern Staate in einer der nachstehend unter b) angegebenen Eigenschaften aufhalten; b) in einer Gemeinde des Kreises Gießen sich als Dienstboten, Haus- oder Wirthschaftsbeamte, Handlungsdiener und Lehrlinge, Handwerksgesellen und Lehrburschen, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft aufhalten, oder die Universität Gießen oder das Gymnasium daselbst oder eine sonstige Lehranstalt in einer Gemeinde des Kreises Gießen besuchen; , cj in einer Gemeinde des Kreises Gießen, oder während ihre Eltern einer solchen angehörten, im Auslande geboren sind, und weder im Großherzogthum Hessen, noch in einem andern deutschen Staate Domicil besitzen oder sich aufhalten; und im Jahre 1867 geboren sind; ferner Sämmtliche Militärpflichtige, welche im Jahre 1886 bezw. 1885 zurückgestellt worden, oder nach ihrer gezogenen Nummer disponibel geblieben, d. h. nicht einberufen worden sind. Entbunden von der persönlichen Gestellung sind Diejenigen, welchen Ausstand bewilligt, oder Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst ertheilt worden ist. . 2) Diejenigen Militärpflichtigen, welche zum zweiten- oder drittenmale erscheinen, haben ihre Loosungsscheine mitzubrrngen. 3) Wenn von einem Militärpflichtigen, oder für einen solchen von seinem Vater, oder seiner Mutter, Zurückstellung in Anspruch genommen wird, so ist für Vorlage der zur Beurkundung der behaupteten Thalsachen erforderlichen Nachweise und Zeugnisse vor dem zur Musterung anberaumten Termine zu sorgen. Die Zeugnisse müssen amtlich ausgestellt oder beglaubigt sein- r _ ,r. Wenn die Zurückstellung auf die Arbeitsunfähigkeit eines Familienangehörigen gegründet wird, so hat der betreffende Famrtren- angehörige sich selbst persönlich im Termin vor der Ersatz-Commission einzufinden. Noch nicht eingereichte Zurückstellungsansprücke sind bei der Großherzoglichen Bürgermeisterei vorzubrmgen und bie Verhandlungen baldigst — unter allen Umständen vor Beginn des Ersatzgeschäftes — an die Ersatz-Commission einzusenden. Verspätete Gesuche haben feinen P 4) Wenn ein Militärpflichtiger an Gebrechen leidet, die äußerlich nicht wahrnehmbar sind, z. B. Taubheit, Harthörigkeit, Kurzsichtigkeit, Geistesschwäche U s. w., so ist dies durch amtlich ausgestellte oder beglaubigte Zeugnisse des Arztes, sowie des Bürgermeisters, Geistlichen, Lehrers u. s. w. nachzuweisen. Das Vorhandensein von Epilepsie ist durch die eidliche Erklärung von mindestens drei glaubwürdigen Zeugen zu erhärten. 5) An der Loosziebung persönlich Theil zu nehmen, steht jedem Militärpflichtigen frei; für Diejenigen, welche bei dem Aufrufe nicht anwesend futb, zieht ein Mitglied ber Ersatz-Commission bas Loos. , t , „ . , . . . 6) Die Großherzoglichen Bürgermeistereien haben sämmtliche ihrer Gemeinde angehörigen oder rn tbrer Gemeinde gestellungspflichtigen Militärpflichtige auf Grund der ihnen bereits zugegangenen Stammrollen zu der Mus^rung vorzuladen. Bemerkt wird hierbei, daß Militärpflichtige, welche sich auswärts aufhalten, zur Musterung nicht geladen werden dürfen, da solche nur an ihrem Aufenthaltsort gestellungspflichtig find. Die Großherzoglichen Bürgermeister ober Beigeorbneten haben mit ben Militärpflichtigen ihrer Gemeinde im Musterungstermin rechtzeitig anwesend zu sein unv sich barum zu bemühen, baß bie Letzteren V2 Stunde vor der bestimmten Zeit zur Stelle sinb, nüchtern unb remuch gekleibet erscheinen und währenb des Musterungsgeschäftes ein anstänbiges unb ruhiges Verhalten beobachten. Wenn ein Militärpflichtiger wegen Gebrechen ober Krankheit persönlich zu erscheinen nicht im Stande ist, ober wenn er sich in gerichtlicher Hast befindet, o ist darüber ein auf persönlicher Anschauung beruhendes Zeugniß des Arztes und der Bürgermeisterei, bezw. eine Bescheinigung des Gerichts vorzulegen. Den Großherzoglichen Bürgermeistereien liegt es ob, darauf aufmerksam zu machen, daß ein Militärpflichtiger wegen gerichtlicher Bestrafung des Militärdienstes unwürdig ist, und sind deshalb bie erforderlichen Nachweise amtlich zu erwirken und vorzulegen. Im Anschluß an das Ersatz-Geschäft findet Freitag den 15. April im Rathhaus zu Lick, „ Dienstag den 19. April im Gasthaus zum Rappen zu Grunberg, Samstag den 23. April im Saale des alten Rathhauses zu Gießen . die Klasfificirung der Mannschaften der Reserve, der Landwehr und der Ersatz-Reserve 1. Klaffe rücksichtlich ihrer hau icy und gewerblichen Verhältnisse statt. , „ <■ c Qimirtfteffuna Es haben daher diejenigen Reservisten und Landwehrmänner, sowie die Ersatz-Reservisten 1. Klaffe, welche im Falle einer Einberufung aus Z ßearünben, wegen häuslicher Verhältnisse einen Anspruch machen zu können glauben, an den bezeichneten Tagen, Morgens 11 Uhr, zu erscheinen und ihre Oes HZ Gießen, den 20 März 1887. Der Civil-Vorsitzende der Ersatz-Commission des Kreises Gießen. Jost, Regierungsrath. Politische Ueberficht. ,1 ®le k e« 2». März hat sich, wie zu irwartm war, zu einer einzig dastehenden Huldigung der deutschen Volkes für seinen greisen Schub- und Schirmherrn gestaltet uno vergebliche- Bemühen wäre es, ast' ihre Einzel- Herten zu schildern. Nur die hervorragendsten Züge seien nochmals skizzirt und al« Mittelpunkt der sestlichen Tages die Feier In der Reichshauptstadt und speciell bei Hose. Die Kaiserin beglückwünschte als Erste - sowohl der Zeit wie dem Range nach - ihren eilauchten Gemahl zu dessen Ehrentage, woran sich die Beglückwünschung seitens der übrigen Mitglieder der ?nb »Wen Verwandten schloß. Als erster der anderen h^tf,?m;jSca raÄnei'c^schien der Großherzog von Oldenburg; dem Empfang ber fürstlichen Gäste folgte d>e Gratulations-Cour der engeren Dienstes, an e*r”ff6pl 6R beTk Gras Stolberg-Wernigerode stand. Zum ,C?,p^ oer Easterliche Jubilar die beiden ersten seiner Rathgeber.den Reichskanzler Fürsten Bismarck und den General-Feldmarschall Grasen Moltke mJhLBefinh^ee “ S®*61,68o?^b beS GeburtSlagr-Empfanger beim Kaiser! Unzählig sind dre spenden der Siebe und Verehrung, welche dem erlauchten I 2^onar4en zum 90. Geburtstage von allen Seiten dargebracht wurden, kaum Seßnnh “Ud| b e Glückwunsch Telegramme und Glllckwunsch-Adreffen, die aus L° b°» eingegangen waren. Ueberall im Reiche ist der Geburtstag der Kaisers in der seiner Bedeutung entsprechenden Weise begangen worden, aber hpU«*99°nsn?Ä» r^a 6 Reichsgrenzen liegen zahlreiche Berichte über die Feier be« 22. März vor und die lonangebenben Blätter aller Länder trugen der Be- beutung de^ Tages in sympathischen Artikeln Rechnung. Meist klingt in denselben oie Befriedigung darüber durch, daß mit den Festlichkeiten in Berlin die in der allgemeinen politischen Lage eingetretene Besserung zusammensalle; beson- her4inek1“anä»efr^ bet SeRartlfel der „Russ. Peterrb. Zeitung", in welch-m I 6 mm ?,um b^ Erhaltung der Friedens uno der Freund- Deutschland« mit Rußland gedacht uno dem Rathgeber des Kai'ers I pursten Bismarck, warme Anerkennung gezollt wird Auf der deutschen Nm,' I W‘n Paris fand anläßlich be« 90. Geburl-tages bk« Kaiser« am Montau etneSoiröe statt, welche außerordentlich glänzenb verlief; sämmlliche Mitglieder b°8 Sesnmmte diplomatische Corp«, die Spitzen ber Civil- und Militär«Behörden, viele Senatoren und Abgeordnete, unter lebtern Clemenck»^« I Freycinet, Andrteux u. s. w. waren anwesend. 8 ucmenceau, r.. .Der Kaiser erfreut sich ungeachtet der mannigfachen Anstrengungen die I betten tt' Monarchen au« der Feier seines Ehrentages refultirten ' beä a?ne£n6 6 fann man ^IDOn nur mit innigster Genugth'uung liebet Retter s Haarwasser. gr . Es kann nicht genug wiederholt werden, und ist auch darüber schon Vieles von Autoritäten geschrieben worden, daß Oele und Pomaden die fianfnnren nnr -01’ in Folge Zutritts des Staubes sich eine Schichte bildet, »eldÄto Derbtnbert, b« gaatroiineln erstickt unb baburch Kopsleiben und kahle St-ll^en-um Und dennoch gibt es noch eine Unzahl Leute, die im blinden VertrauenmfiaiS9’ hafte Reelame - unbedacht, ob das Versprochene », erfüllen mb7li^ ?e,° k lZwinde - tausende für schädliche Haarmittel ausgeL unbin* bemtfö, ? Fabien Stellen ^ erzeugen, wahrend sie damit doch nur den Charlatamsmus unter- stlltzen und ihrer Gesundheit schaden. Wäre es denn nickt viel nerni o °on dem unnatürlichen Dressiren der Kopfhaareabzulassen S gutes conservirendes Haarmtttel statt der insaesammt fckähffckKn wirklich liW »M W ■ A^^^^Novellen, Humoresken, ||a I nebst 8 Musikstücken 80 PF. k ^UratlS nummern u.brosch. Quartale in allen Buch ^Musikalienhandlungen,Verlag v.PI.Tonger Köln. h,m gD i ° deutsch - Studentenschast hat bekanntlich durch ihre Vertreter bem Kaiser am Vorabend feines Geburtstages einen imnnfant n l11' gebracht welcher für di- Stubentenschast noch e"n ÄXeSf&Sj hatte. Fast unmittelbar nach Beendigung der Feier wurde e^ine 9ihn?hmt^ k C Zuges zum Kaiser beschieden, welcher den Vertretern der Studt-n^n f < §err und darüber, daß Ich von der akademischen ^menh in Sä sä' ä"ä 8MÄWÄ SJÄ.“ ^"ter dromberg, erfolgte. Die Gesammtlänge des zurückgelegten Weges belräat 335 Km die durchschnittliche Geschwindigkeit 16 Mtr. in der Secunde. An Ballast wurden 26 K Neu zu je 10 Kgr. verbraucht. Interessant war das Verhalten der mitgenommenen Brieftauben. Eine der gewaltsam vom Ballon entfernten Tauben ver- ichwand zwar in dem das Luftschiff umgebenden Wolkenmeer, erschien aber plötzlich im Är ^lben Stunde wieder beim Ballon, der inzwischen etwa 29 Km. zurückgelegt hatte. Eine zweite sreigelasiene Taube setzte sich, so lange der Ballon in den ^vlkett war, auf die Ballonhülle und verließ dieselbe, als die Erde sichtbar wurde ^fr^nr^rtT?arCr^i?^ ö5 das Brockengespenst erinnernden Erscheinungen, der brt "«».»...... .»1 gemacht über die größte und prächtigste elektrische Lichtanlage der Welt. Diese Anlage I besitzt der Kaiser von Rußland in feinem Winterpalast in St. Petersburg. Der daselbst I ä K - .r?ö-a. gelegene, von einem großen freien Platze begrenzte großartige Palast I ^Kaisers ist fett kurzer Zeit in allen seinen inneren Räumen mit zwölftaufend I Gluhlamptti beleuchtet, wahrend gleichzeitig die inneren Höfe und der angremenbe I m ?UrA56 Bogenlampen taghell erleuchtet werden. Die Maschinenstation^zurn Betriebe dieser gewaltigen Anlage, welche bei Festlichkeiten in ihrem ganzen Umfange gleichzeitig m Thaffgkett ist, befindet sich in den Kellerräumen des Winlerpalastes Stt Kmra6Ln^?mpr?Q^tnen von ungefähr 2500 Pferdekläffen, welche mit Einschluß der reichlich bemessenen Reserven 26 Dynamomaschinen zur Erzeugung des elekttttchen Stromes treiben. Die Anlage, welche durch Größe und Glanz einen ganz überwältigenden Eindruck macht, ist von den Ingenieuren des Winterpalastes unter Mit- mtrfung ber Firma Siemens und Halske in St. Petersburg im Saufe weniger Monate fertlggestellt worden. Die genannte Firma beleuchtet auch den ganzen Newsky Prospect bedeutendsten und elegantesten Straßen Petersburgs mit ^bttrifchem Bogenlicht und versorgt die Hauser der Anwohner mit Glühttcht' Die CÖmr5)bUP «tQbt ^^mt hiernach in Bezug auf elektrische Beleuchtung^ wohl den ersten Platz unter allen Städten der Welt ein. ot)l om . ~ C®/" deutscher Nimrods Einer der besten Jäger in Thüringen, ia wobl in ganj Deutschland ist der Herzog Ernst II. von Coburg Gotha. Es steht statistisck fe t' da» tn dem Zeitraum von 1837 bis 1887 (einschließlich 1886) folgendes Wild Qß70CM Elchhirsche, 2 Elchthiere, 1 Wapitihirsck, 2316 Rolhhirsch? 06^ ^tt^bi^e, 1025 Dammwild, 2066 Sauen, 1588 Gemsen, 1255 Rehwild, 44 313 Hasen, ^664 Kraniche, 1 Wolf, 8 Dachse, 840 Füchse und 95 verschiedene Thiere in ©umma an Haarwild 57,143 Stück. An Federwild: 4 Adler, 32 Trappen, 11010 planen, ^05 Auerhahne, 42 Birkhähne, 3 Brachvögel, 222 Waldschnepfen, 69 Sumos- schnepfen, Feldhühner, 11 Wachteln, 9 Wachtelkönige, 19 graue Reiher, 1 (5-bel- 8Ct^?°1^ 1 25 Purpurreiher, 3 Löffelreiher, 2 Rohrdommeln, o Ms, roilbe Ganfe, 708 Stockenten, 2 andere Enten, 33 Blässe, 18 Moven 3 Kibitze, 520 andere Vogel, in Summa an Federwild 14,916 Stück. Die Gesammt- g"wib^ein^ftattliä)e Zahl'™ 2Bilbe3 in diesem Zeitraum beträgt demnach 72,060 Stück, 0T (r, — Wie alt ist der Brauch von Heirathsgesuchen durch die Zeitungen?! Als Aufsehen erregende Neuerung ersten Ranges brachte die Berliner „Spener'sche Leitung" « ^f“ar(r.179Lben Abdruck des folgenden Heirathsgesuches aus einern^Wiener 'cPl111 Hbirathen wird ein Weibsbild gesucht. Ein verwittibter Mann von gesetzten Jahren, munter, frisch, der sich bei höchsten und hohen Herrschaften Meriten UbfOd)jfann' auch kein Kind hat, aber an Werth und ^ffen; öesonnen, ein offenes Gewerb mit Vortheil anzutreten, und } Weibsbild, sie muß dreißig oder mehrere Jahre haben, kann ledig oder eine Sbtttib mit zwei unerzogenen Kindern sein, er scheut auch keinen Naturfehler, sie muß aber dreihundert Gulden haben, welche er ihr durch seine Sachen genugsam o sichern und erproben kann. Wann ein solches Weibsbild zu dem Vorbeschriebenen ein Be ffeben tragt fo fann f.e ihn holen lassen oder in sein Logis kommen, er wohnt am Spitalberge^ in der Fuhrmannsgasse beim goldenen Lux Nr. 98 im ersten Stock bei etoa« wenig« Heutzutage werben ble HeirathSgesuche irr t or ^obirmamsell.^ Vor dem Londoner Gerichtshöfe erscheint Mlle ^/aire Antoine als Klagerm gegen Mr. Cooper, Chef eines großen Modewaaren- geschafts. Mr. Cooper hatte die Französin als Probirmamsell mit völlig freier Station monatlichen Gehalts engagirt, dieselbe jedoch nach drei Tagen obne Entschädigung und ohne Kündigung entlassen. Die Pariserin reichte die Klaae cm und Mr. Eooper sagt: .Als sich Mlle. Antoine das erste Mal bei mir vorstelltt > I SaS J1C rrfnw sCÄr°^encn öut. Ich fragte sie, wie alt sie sei. „Vierunddreißia \ I Abre , lautete die Antwort. Ich fragte sie, wo sie früher placirt gewesen: sie nannte - « . — I danser Firma. Ich forschte nach ihren Zeugnissen: sie behauptete man ä ' xV”' "VN Hessen, der britten Tochter be« Grob >fragte "Sunweb", war di- Antwort Drei Tag?^hindurch^7vazierte Herzogs von Hessen und seiner verstorbenen Gemahlin Alice vroAamirt .2 x ^um Spott unb Hohn aller Leute mit einem großen getoloftai n sü e Prinzessin Irene (geb. am 11. Juli 1866) siebt im 21 ßehXmfi« \ ä barauf. be".anb' daß st- sich d-ss-n Enticbigte, aeftnnb ne mir in ihrer Hetmath wegen der hoben Anmutb ihrer rsi-i* > ^ve und erfreut sich I *61 Haupt sei kahl. Gut, meinte ich, nehmen Sie eine Perrücke. Um keinen Breis' WZMM-ZWW SWZZMWW ELWZ--M MMSWWW Regierungr-Vorlage will^ - beginne» ,u7asien 7? " mit 7 p6L ~ wie die -ich mit Frauen nicht mehr u'ngalant p-rfahreE ° b boffinr= ist aber diese Bestimmung in threr ursvrünMmen Ltt°,^°P ro“rbek Nunmehr “-- Commission wieder hergestellt worden und mirh^b^8 ?On ber H"renhau«- I Abgeordnetenhaus nochmals beMsti7en Een b°s Bankstatut ba« AbänderungS-Beschluffe besteht, ist für’« Erste ein GnJf(V 4 e6 ekte auf feinem I Vermischtes. der Luftschiffera^theilung^kürzffch^u^^omme^ roeId)e üon Offizieren berfelben, Premierlieutenant Freiherr v. Hagen und L?eutenan?^^^ ^e Theilnehmer abendsitzung des Deutschen Vereins \t^tenant@ro^ in der Samstaa- jungen di^F^hrt begann^am^2o.^Februa^N^UHr^4^Mn!m^^N ^ifelnbe^Mtt- Tempelhofer Felde aus. Der Ballon stieg in einem Vormittags vom und hatte nach 8 Minuten hpretfa S-t.111 ^uem Winkel von 14° 5V Mtr auf einer Windgeschwindigkeit von 9 Mtr in ?e°r ^2r; erreicht. Er schlug bei schritt bei Kaulsdorf den Damm der Ostbahn und" g^na^Iin^T^6 9ii$tun9 ein, über- 1 bereits eine Höhe von 1340 Mtr uni 9 nt von ihm weiter. Ilm erreicht. Nach 52 Minuten begann der SHaHnn w £ joId)e von 1735 Mtr 1060 Mtr. In dieser Höhe wurden^^ mehrere Schüff aus ^?is zur Höhe von von den Insassen wohl gehört wurden obne daß hi» Ballon abgegeben, die deren Ziel fein sollten. Sie fliegen nunmefir fLr jedoch glaubten, daß sie 50 Minuten bie größte überhaupt gewonnene Höbe erreichten um 3 Uhr wieder allmalig und zwar bis aus 900 Mtr unb 'ftip^h r* Ballon fiel dann an nochmals bis zu 1460 Mtr. empor 9 banAüon 5 Uhr 25 Minuten o'*,ßu1EtL4iffcr "uß-rbcm befürchteten/ auf 'ru sttches 0e,“’orben- unb ba *** ““6 30 »«mb ktwH'XSÄä; Holzversteigerung. Montag den 28., Dienstag ven 2«. und Mittwoch den 30- d. M., jedesmal von Vormittags 9 Uhr an, sollen in dem Reiskirchener Gemeindewald, in den Distrikten Buchwald, Schlieberg, Wilshäuserwald und Trauschel, nachverzeichnete Holzsortimente versteigert verden, und zwar: a. Montag den 28 d. M. in den Distrikten Buchwald u. Schlieberg: 82 Eichen-Bauholzstämme von 15 bis 41 Ctm. mittleren Durchmesser und bis 10 Mtr. Länge, 37,84 Festm. enthaltend, 7 Nadel-Stämme, 1,49 Festm. enthaltend, 6 Nadel-Derbholzstangen 0,27 Festmeier enthaltend, 260 Nadel-Reisigstangen, 2,03 Festmeter enthaltend, 4 Nmtr. Eichen-Scheit, 15 „ Buchen- und Eichen- Knüppel, '5300 Buchen-, Eichen- und Nadel- Reisholz-Wellen, 15 Rmtr. Eichen-Stöcke. Im Distrikt Schlieberg: 74 Eichen-Bauholzstämme von 15 bis 49 Ctm. Durchmesser und bis zu 10 Mtr. Länge, 22,80 Festmeter enthaltend, 49 Nadel - Stämme, 12,71 Festm. enthaltend, 19 Eichen- und Buchen-Derbholzstangen, 0,67 Festm. enthaltend, 354 Nadel • Terbholzstangen, 25,66 Festmeter enthaltend. d Dienstag den 29. März kommen im Distrikt Wilshäuserwald, Beuererberg und Trauschel: 1 Nadelstamm, 0,20 Festm. enthaltend, 9 Nadel-Derbholzstangen, 0,27 Festmeter enthaltend, 3822 Fichten-Neisigstangen, mit 15,63 Festmeter, 67,5 Rmtr. Nadel-Knüppel, 3570 Nadel-Reisig-Wellen zur Versteigerung. c. Mittwoch den 30. März kommen im Distrikt Schlieberg: 34 Rmtr. Buchen- und Eichen- Scheitholz, 197 „ Buchen-Knüppel, 90 „ Eichen- „ 14 „ Nadel- „ 5820 Buchen-Reisholz-Wellen 4250 Eichen- „ „ 1120 Nadel- „ 12 Rmtr. Eichen- u. Nadel-Stöcke zur Versteigerung. Bemerkt wird, daß am 1. Tage von Vormittags 9 Uhr an das Holz im Buchwald und Nachmittags von 1 Uhr an das Bau-, Werk- u. Nutzholz im Schlieberg zur Versteigerung kommt, und die im Schlieberg liegenden Derbholzstangen sich größtentheils zu Dachsparren re. eignen. Am zweiten Tage kommen die Fichten-Reisigstangen auf der Trauschel, größtentheils zu Bohnenstangen, zum Ausgebot. Am ersten Tage ist der Anfang im Distrikt Buchwald bei Abzähl- Nr. 1, am zweiten Tage am Wege nach Bersrod bei Abzähl-Nr. 81 und am dritten Tage im Distrikt Schlieberg bei Abzähl-Nr. 250. Reiskirchen, am 23. März 1887. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen. Jünger. 2224 JÄ11116 ?'r^pc^bL' Aaschen- ’VUUV bgsch. u. Wirthsch., a. ge- ergn.^ f. Mctzg. u. Wirthsch. o. Concurrenz I u. gunst. Bed. z. verk. Gef Off. A. B. 41 J d. Exp. d. Bl. 2131 | Allgemeiner Anzeiger. Hoijversteigerung. Es werden versteigert: 1- Montag den 28. d. Mts. in den Districten Ober- und Niederseilbach, Steaerwald und Aspenstrauch: 19 Eichstämme 16—46 cm dick und 6—9 m lang mit 6,35 fm; 2 Buchenstämme 42 u. 53 cm dick, 8,2 und 11,8 m lang mit 3,44 fm; 16 Eichen- und Buchen- Derbstangen mit 0,48 fm, 180 rm Buchen-Scheiter; 91 rm Buchen- und Eichen-Knüppel; 1420 rm Buchen-, Eichen- und Aspen- rc: Reisig, sowie 37 rm Buchen- und Eichen-Stöcke. — Die Versteigerung beginnt Morgens um V29 Uhr im District Oberseilbach auf dem Fahrweg von Treis a. d. Lda. nach Alten-Buseck. 2. Dienstag den 29. d Mts. in den Districten Psingstkops, Heege, Scheid, Fortbachseck und Todtenberg: 48 Eichenstämme 16—40 cm dick, 5—11 m lang mit 18,27 fm, 20 Nadelstämme 16—24 cm dick, 6—14 m lang mit 4,00 fm, 3 Eichen- und 56 Nadel-Derbstangen mit 3,85 fm, 25 rm Eichen-Scheiter, 28 rm Eichen-Knüppel und 120 rm Eichen-Reisig. — Die Versteigerung beginnt Morgens um V29 Uhr im District Pfinqstkopf an der Chaussee vor Treis a.d. Lda. Treis a. d. Lda., den 19. März 1887. Großherzogliche Obersörsterei Treis a. d. Lda. Amendt. 2121 Holzversteigcrittig in der Freihcrrlichen Oderförsterei Rabeuau. Es werden versteigert: 1. Mittwoch den 30. März 1887 aus den Distrikten Noll, Abth. 5. 7. 6 a u. b. 26 Stck. Eichen-Stämme, 18—35 Ctm. Durchm. u. 6—13 Mtr. Länge, 39 „ Nadelholz (Kiesern)-Stämme, 15 -34 Ctm. Dchm., 5—17 Mtr. Länge, 9 „ Fichten-Derbstangen. Scheiter rm Knüppel rm Reisig rm Stöcke rm Buche 331 103 1188 56 Eiche 2 25 43 11 Nadelholz 32 171 120 3 Zusammenkunft Vorm. V29 Uhr am Pflanzgarten im Distrikt Noll 5. 2. Donnerstag den 31. März Märzacker und Hörnes. Scheiter rm Knüppel rm Buche 354 410 Eiche — 8 Erle — 6 1887, aus den Distrikten Reisig rm Stöcke rm 762 102 6 — Zusammenkunft Vorm. V29 Uhr auf der Landstraße im Hörn es. Kesselbach, den 22. März 1887. Freiherrl. Nevierverwaltuna. 2195 Trost. des Hölzes. 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