M. 72 Erstes Blatt. Samstag den 26. März 1887. Giehener Anzeiger Amts- imb Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Dnreanr Schulstraße 7. züchter-Vercinen der drei Provinzen einen angemessenen 3Vuag in dem Budget 1888/90 einzustellen und unter Titel „Landwirthschaft" zu classifijiren, welchem Antrag einstimmig stattgegeben wird. Nächste Sitzung Morgen 9 Uhr. Reichstag. E. R. Berlin, 23. Marz 1887. Zur Berathung standen heute die von verschiedenen Abgeordneten - Gruppen eingebrachten Gesetzentwürfe, betreffend die Einführung obligatorischer Innungen und des Befähigungsnachweises. Die einzelnen Anträge werden von den , Abgeordneten Ackermann (Kons.), Lohren (Reichspartei) motivirt. Telegraphische Depeschen. Wolff's tclcgr. (rorrcsponden;-Bureau. Berlin, 24. März. Der Kaiser nahm Norm. Borträge Albekyll's und de« Krtegrmimsterr. sowie Meldungen der Generale Derenlhall und Spliessen eni- gegen und empfing um 123/4 Uhr in längerem Besuche den Großfürsten Wla. bimir und um 2 Uhr den Prinzen Heinrich, sowie den Herzog Altenburg. An der Tasel der Kaisers nehmen nur die Kaiserin, sowie die badischen Herr- schäften Theil. Die hier anwesenden Fürstlichkeiten find theilr vom Kronprinzen, paare, tbeilr vom Prinzen Albrecht zur Tasel geladen. Abends findet im kaiserlichen Palais eine Soiräe statt, zu welcher 240 Einladungen ergangen fir-b Die Kaiserin machte Vormittags den Königinnen von Sachsen und Rumä- nien, sowie der Großherzogin Mutter von Mecklenburg und der Großherzogin von Sachsen Besuche. Der Kronprinz von Dänemark und die Prinzen Georg Friedrich und August von Sachsen, sowie der Großherzog von Oldenburg find heute abgereist. Berlin, 24. März. Die „Post" hört, der Botschafter von Keudell in Rom sei auf seinen Antrag in zeitweiligen Ruhestand versetzt. Haag, 24. März. Die Regierung suchte die Ermächtigung der Kammer nach, die Dienstzeit der Land- und See>Miliz, die 1887 zur Entlassung käme, aus ein Jahr verlängern zu dürfen. Die Regierung hege zwar das Vertrauen, daß her Frieden erhalten bleibe, glaube aber bei den Rüstungen der anderen Staaten diese Vorstchtimaßregel nicht unterlassen zu sollen. Gleichzeitig würbe der Kammer von dem Stands der Land- und See-Truppen vertraulich Mit. theilung gemacht. Petersburg, 24. März. Bei dem zu Ehren des Geburtstages des Kaisers Wllhelm in Gatsckina stattgehabten Festmahl trugen der Kaiser unß die Großfürsten preußische Uniformen und Ordensbänder. Nachdem der Kaiser aus den deutschen Kaiser getoastet hatte, wurde die preußische National-Hymre angestimmt^m empfing der Kaiser auch die Deputation des Kaiser. Alexander-Regiments, welch- stch in der neuen Ausrüstung präsentirte. — Bei dem gestrigen Diner in der deutschen Botschaft toastete Herr v. Gier« aus den Kaiser Wilhelm und der Botschafter General Schweinitz aus den Kaiser Alexander. Als Hauptantragsteller bemerkt Abg. Biehl (Ctt.): Unser Antrag bezweckt die Stärkung und Hebung des Handwerks, welche nicht der einzelne Handwerker, wohl aber ihre geschlossene Gemeinschaft zu bewirken vermag. Um dieses Zieles willen müssen die Innungen mit größeren Rechnen als bisher ausgestattet werden. Es wäre dies vielleicht nicht in dem von uns vorgeschlagenen Maße nöthig, wenn die Regierungen der Einzelstaaten, ähnlich wie es in Preußen geschieht, den Innungen überall Rath und Förderung angedeihen lassen. Das ist jedoch beispielsweise in Bayern mit wenigen rühmlichen Ausnahmen nicht der Fall. Der Befähigungsnachweis ist unerläßlich für eine Anzahl Handwerker. Abg. Dr. Baumbach (5fr.) spricht sich gegen die Anträge aus; er hoffe, daß die nationalliberale Partei nicht ihre ganze Vergangenheit vergesse und etwa für diese Forderungen eintreten wird. Abg. Dr. Meyer (natl.) erklärt, daß seine Partei noch heute auf dem Boden der Gewerbefreiheit stände und deßhalb gegen alle diese Anträge stimmen werde. Der geforderte Befähigungsnachweis bringe so viele Belästigungen mit sich und biete zu so vielen persönlichen Ehikanen Rauni, daß wir uns nicht dafür erklären können. Abg. Grillenberger (Socialdemokrat) erklärt sich gegen diese Anträge, die unter dem Deckmantel der Handwerkerfreundlichkeit gestellt seien, aber eine nur geringe Kenntniß von den dabei in Betracht kommenden Verhältnissen bekundeten. Die Entwürfe gingen an eine Commission von 21 Mitgliedern zur Vor- berathung. Nächste Sitzung Samstag. Zweite Lesung des Reichsbeamtengesetzes. Gesetz über den Verkehr mit Kunstbutter. erledigt zu erklären. ~ or c Zur Vorlage, Abänderung des Schulgesetzes vom 16. Ium 1874 wegen Aufbringung der Reisekosten rc. der Mitglieder der Kreisschul-Commission beschließt Die Kammer im Sinne der von Großb. Regierung vorgeschlagenen Abänderungen. Die ferneren Punkte bieten kein Interesse. Den Schluß der heutigen Verhandlungen bildet e'n Antrag der Abgeordneten Haas, Schönberger, Schröder je., Großh. Regierr g zu ersuchen, den Menen- züchter-Vereinen der l Kaisers Geburtstag in Berlin! Der Kaiser-Commers. Ein reizendes, farbenprächtiges Bild bot die „Philharmonie" nach Beendigung des Fackel,uaes dar. Ihre wetten Räume füllten sich mit den aus allen deutschen Gauen herbeigceilten flotten Mufcnfohncn, die ihren vollen, ganzen Antheil an dem Fest der studentischen Jugend zu Kaisers Geburtstag haben wollt»,. Vom Orchester schauten die Büsten des Kaisers, des Kronprinzen, des Prinzen Wilhelm, Bismarcks und Moltkes, von Fahnen und Bannern dicht umgeben, auf das frohe, studentische ^rcibC2ßeC6ear§ SufccIouDertüre verklingt, da erhebt sich der Vorsitzende, sttä. Zur. Münch, derselbe, der das Arrangement der Festlichkeiten übernommen hatte und soeben erst von Sr. Majestät durch leutselige Worte ausgezeichnet war und begrüßt in kurzer Ansprache die Ehrengäste und dankt den Commilitonen für ihr so unerwartet zahlreiches Erscheinen. Dann nach dem Allgemeinen — „Deutschland, Deutschland nba Alles" ergreift er das Wort zum Kaisertoast: „Welch' ein gewaltiger Tag geht über unserem Vaterlande auf! so begann btr Redner. „Die Glocken, sie läuten es von Gau zu Gau, die Fahnen, sie wehm es von Thurm zu Thurm, die Frcudmfeuer, sic verküiiden es °onB»g i» Berg; auch uv er-r Fackeln Flammenmeer hat es soeben zum Himmel geleuchtet: Es ist em Ehrentag unseres Vaterlandes, es ist ein Jubeltag unserer Nation, so groß und einzig, une di- Welt ihn noch nicht erlebt - der 90. Geburtstag unseres Kaisers W^-lm I. Von seiner Kindheit bis heut-, welch ein Weg, und nicht ein Weg durch liche, stille Thal», die kein Sturm durchbraust, londern über die.Hohen b hinweg, durch die gewaltigen Ereignisse,der Weltgeschichte. Wohl M Jd= f»n W£> die ein Menschenherz erheben kann, erleben dürfen, aber freilich I ) erspart geblieben, das ein Menschenherz demuthigen kann. unfCre§ Kaisers. Redner schilderte dann in begeisterten Worten den Lebenogang „Völkerbezwinger sein, ist etwas Großes, aber noch schöner uno gcvp Deutschland. Darmstadt, 24. März. (Militär-Dienstnachrichten.) Es wurden: Bendermann, Major vom Jnf.-Rsgt. Nr. 117 als Bat.-Commandeur In das Jns.'Negt. Nr. 116 versetzt; v. Erhardt, Pr.-Lieuten. vom Jns.-Regt. Nr. 116 zum Hauptmann und Compagnie-Ches und Stumpfs, Sec.-Lieuten. vom Jns.-Regt. Nr. 116 zum Pr.-Lieuten. befördert. x Darmstadt, 24. März. (25. Landtag 1887/89.] Nach einer längeren Ruhepause trat heute die zweite Kammer der Landstände wieder zusammen und wurden die Verhandlungen um 91/2 Uhr durch den 1. Präsidenten Ku gl er- Offenbach'eröffnet Das Haus ist heute noch schwach vertreten, da sich eine Anzahl Abgeordneter haben entschuldMn^lassen.^ Tagesordnung verliest der Präsident ebn Schreiben Seiner König!. Hoheit des Großherzogs, worin derselbe die fteudige DUttheilung vonder Verlobung seiner Tochter Prinzessin Irene mit Sr. Kgl. Hoheit dem Prinzen Heinrich von Preußen, zweiten Sohn Sr. Kaiser!. Hoheit unseres Kronprinzen, macht D^ Kammer beschloßt einstimmia, diesem für unser Land so freudigen Ereignitz durch Ueberrcichung einer Glückwunsch-Adresse Ausdruck zu geben. . k , Die Verkündigung einer ganzen Anzahl neuer Einlaufe erfolgt sodann durch den zweiten Secretär Abg. Arnold und werden sodann Seitens der einzelnen Ausschüsse die Berichtsanzeigen und mündliche Berichte erstattet. Sodann tritt die Kammer in die Berathung der Tagesordnung über: 1) Die in Folge der Ernennung des Landtags - Abg. Hechler zum Mitglied rind Rath bei der Brandversicherungs-Commission stattgehabte Neuwahl für den Wahlkreis Darmstadt Groß-Gerau. H 2) Die in Folge Ernennung des Landtags-Abg. Haas zum Kreisrath stattge- .habte Neuwahl für den 10. Wahlbezirk Darmstadt-Gernsheim-Zwingenberg. Die Kammer beschließt einstimmig, diese Wahlen für gültig zu erklären. Auf Antrag des Abg. v. Rabenau, den ausgeschiedenen Kreisrath und Land- tags-Abg. Haas in den 2. und 4. Ausschuß wiederzuwählen, wird diesem Antrag einstimmig ftattgegeben. Hierauf erfolgt Berathung und Beschlußfassung über 1) die Vorlage Großh. Ministeriums betreffend Bewilligung von 8400 Mark zur Herstellung der Vorrichtungen für Desinfection der Viehwagen gemäß den Vorschriften des Bundesrathes, welche Forderung ohne Debatte Genehmigung sindei. 2) Vorlage Großh. Ministeriums, Beschaffung der Mittel für eine Locomotive für den Dienst der Oberhess. Eisenbahnen im Betrag von 20,500 Mark. Die Kammer beschließt einstimmig, diese Forderung abzulehnen. 3) Vorlage Großh. Regierung, eine Bewilligung eines Bettages von 3000 Mark Zwecks Entschädigung des F. Becker zu Ludwigshöhe für bei Ausführung des Dienheimer Bergrutsches entstandenen Verluste. , t x t . ..... Mit Majorität beschließt die Kammer, den angeforderten Betrag endgültig zu genehnugen.^^ öro^ Ministeriums, betreffend Verwilligung von 25,500 Mark rum Zwecke der Anlage einer Haltestelle bei Wipshausen der Lime Mam-Neckar-Bahn. Nach einer warmen Befürwortung der Station durch den Abg. Hechler und nachdem Seitens Großh. Regierung die Nothwendigkeit dieser Haltestelle betont wurde, genehmigt das Haus ohne Debatte den angeforderten Betrag, zunächst aber nur sur Personen- verkehr^) Vorlage Großh. Regierung wegen Errichtung einer Winterhaltestelle für Neckarfahrzeuge bei Neckarsteinach findet heute auch endgültige Genehmigung. 6) Nach eingehender Erläuterung Seitens Großh. Regierung und nachdem der Abg. Wolfskehl den Ausschuß-Antrag nochmals empfohlen, beschließt das Haus, die Verwaltung der Staatsschulden der Finanzperiode 1879—82 in allen Theilen für richtig *u cr Die Vorlage Großh. Negierung um Bewilligung von 5400 Mk. zu den Baukosten der Nebenbahn Stockheim-Gedern gibt dem Abg. Ellenberger Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß, trotzdem schon vor längerer Zeit die Bewilligung der Mittel zu der Bahn stattgehabt, bis heute noch kein Spatenstich an derselben geschehen sei; er bitte im Interesse der dortigen Bevölkerung um baldige Inangriffnahme der 93*£6bem üon Seiten Großh. Regierung die Ursachen der Verzögerung klar- gelegt, genehmigt die Kammer mit allen Stimmen den angeforderten Bettag. 8) Ein Antrag der Abgeordneten Ellenberger, Schaum, Sturmfels, Schröder rc., die Linie Gießen-Gelnhausen betreffend, speziell Errichtung mehrerer Haltestellen gab zu fast endlosen Debatten Veranlassung; es wurde hauptsächlich von dem Abg. El len berg er auf die kurze Ueberaangszeit auf der Station Gießen hinge- wiesen und die unzweckmäßige Anlage der Laderampen bei sämmtlichen Stationen zur Sprache gebracht. t Ministerialpräsident Weber erklärt, Großh.Regierung werde sich bestreben, wo nur thunlich Abhülfe zu schaffen; nur müsse man auf dieser Bahn auch mit anderen Linien rechnen. t .. . a _ Hiernach beschließt die Kammer mit großer Majorität den Anträgen des Ausschusses gemäß: pos, I. des Antrages, Errichtung einer Haltestelle zu Büches abzulehnen, sowie die anderen Punkte durch die Erläuterungen Großh. Regierung für ^atte Innerhalb und außerhalb der Schaufenster in Guirlanden 17Q7$ UmiC««7D eI ;°$ auch in Form von Buchstaben und Zahlen, — w. a. 90^ 1797 — 1887 2C. in allen Farben gebraucht. h Großartig war auch die Anwendung des Bogenltchtes. So hatte man an den b£ bcn Archen auf dem Gensdarmcnmarkte ein Reihe ÄrnSi.a 8 ,bte b/n Platz tageshell beleuchteten, so daß gut,Icfcn konnte. Wundervoll war auch die Wirkung des bengalischen Lichtes am Brandenburger Thor, das seine Quadriga beleuchtet hatte, am Museum mit den herrsch beleuchteten Säulenhallen, am Kronprinzenpalais, an der Universität und auch noch an vielen, vielen Privathäusern und öffentlichen Gebäuden. nn£n; roaknuf ^cn^eincn' das mit anzusehen; die unendlichem ”°m Da» ”« -um fteUerfenfter hinunter, machten stockte öfters in den Hauptstraßen, besonders immer an Punkten auffallend prächtige Jllumtnationskorper die Augen der Menge fesselten, so z B an der Ecke der Frledrrchstraße am Caf^ Bauer, vor dem Hause der Edi ongescllschaft in bcr Friedrrchstraße, das mit 1000 farbigen Glühlampen erleuchtet war. brs in die Einzelheiten zu beschreiben, das Rathhaus, sämmtliche öffent- lichen Gebäude, viele Geschäfte, ist gar nicht möglich, so viel des Schönen und Heber- schonen war zu sehen. Das war eine herrliche, ganz großartige Beleuchtung überall in allen Straßen, in allen Stadttheilen der Riesenstadt -veieucyiung, uoerau Gegen 11 Uhr verlöschten die Lichter nach und nach, die Straßen leerten sich mehr und mehr und nahmen ihr gewöhnliches Bild wieder an. Zum Realschuljubiläum. I "vergewaltige Umschwung, welcher seit der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts I Ä allen großen Lebensgebieten sich zu vollziehen begann, konnte selbstverständlich die I "^berührt lassen. Die Entwicklung der Natur- und technischen Wissenschaften I ^ndusttce und des Verkehrs, der modernen politischen Anschauungen uud Institutionen^ I ?es"mm/n"Zbn auf geistigem und materiellem Gebiete forderten eüie Umgestaltung des ,m,en °uß°" ~ «ne Umgestaltung, die ÄheÄ noch feblten aetian^n&nSfl7tnCn n“‘ur9™ä6 diese Entwicklung zu Gut- kommen mußt-, L« ®9mna,‘Um nOä) %0VW '°nn.en, sich-- nicht I ^gesehen von der theilweisen Umgestaltung und Weiterbildung dieser Institute be- ÄxTiXb« d/nWe/der Neuschaffung Mn aXrerfcitäVolksschule hmausgehende allgemeine Bildung gewähren, I andrerseits gewerbliche Fachkenntmsse vermitteln sollten. ö a * smnmptit ml- hinten die Praktiker mehr das letztere, die Theoretiker mehr das erstere d?-stn Richtuna-7bildet"? gekennzeichneten Bedürfnisses durch V-rmckt-Iung zwischen 8StiK SB® •• t-ÄÄ R-alschul-°1n°Gie7-?°a,7 di- Stande unseres Großherzogthums die Errichtung einer jieaqcguie in Gießen als wunschenswerth bezeichnet hatten trat hierüber die (Sirnfeh S,1”“ dem Gi-ß-ner Gem-ind-rath- in Verhandlung Di- ze te sich n7n^ Anstalt zu errichten, geneigt, wenn man in derselben eine praktische®.wer6efrf>7? 1 Cmem Ä L ^Anforderungen d/s Gemeinderachek^ bis zu eröffnet 1 wurbe bie Anstalt mit 9 Lehrern unb 120 Schülern feierlich schon bald?Äen, ^1n?-/'Z-i7-on" * ZWMUMSZ gestattet w* i«r Ne ** 6="affi!!en Realschule um sw kW® «mm SÄÄt“ W. &K-. *'■“ -» Ä5S uns-r-sV°7-rlandks"?°" ^°hr- gedeihlich wirken zum Wohle unserer Stadt mtb 'lealüdfer fein, ein Vater seines Volkes; dies ist der herrlichste Ruhm an Kaiser Wilhelm. Des Volkes Wohl auch sein Wohl, das ist der köstlichste Diamant in seiner Zkrone. Solch eine Fülle von Ereignissen und Arbeiten, von Hoffnungen und Ent- lauschungen, von Höhen und Tiefen in ein einzig Menschenleben zusammengedrängt mid dennoch 90 Jahre; ein Leben von solchem Inhalt und doch ein Greis, der nicht emen Feierabend begeht, sondern der auch die letzten Kräfte des Leibes und der Seele verzehren will in der Hingabe an sein Vaterland. Ja, wo ist ein Kaiser, wie Kaiser Wilhelm! Commilitonen! Wenn die Natur der akademischen Jugend den leichten Muth Les Lebens und die frohe Sorglosigkeit des Genießens als glückliches Vorrecht geschenkt $5"' w bat sie ihr auch die Gabe in's Herz gelegt, um so inniger und freudiger für alles Hohe und Ideale zu erglühen und Denen, die als Träger dieser Ideale uns herrlich erscheinen, die unbedingteste, reinste und wärmste Begeisterung entgegenzu- drmgen. Wir deutschen Studenten preisen uns glücklich, daß es uns vergönnt ist unter dem Scepter unseres Kaisers zu leben, daß uns das Glück beschieden ist, den Heldengreis, um den uns alle Völker der Erde beneiden, von Angesicht zu Angesicht zu sehen. Und ihm jubeln dann in heiliger Begeisterung an diesem gottbegnadeten -Lage die Studentenherzen entgegen, denn er fühlt mit uns, er versteht uns, er liebt uns, da sem Herz noch jugendfrisch und fein Geist noch jugendkräftig ist. Wir wissen Mmer, unser Platz ist an den Stufen des Thrones unter den Augen unseres erhabenen -r., , Wohlan, so lang ein Tropfen Blut noch glüht, so lang ein Hoch noch in Liebe sich begeistern kann, so lange halten wir treu zu unserem Kaiser. Möge er noch lange uns erhalten bleiben, uns zur Freude, dem Vaterlande zum Segen, der Menschheit zum Herl. Und wenn ich Sie jetzt Alle auffordere, mit mir ein Hoch auf unseren -vielgeliebten Kaiser auszubringen, ein Hoch, so brausend, so donnernd, so jubelnd wie zuvor, so habe ich bie freudige Ueberzeugung, daß dieser Ruf aus innerstem, aufrichtigstem Herzen kommen und ihr Gefühl diesen flüchtigen Moment zu einem l,bÄn'nnUMe66n^nt wird. et. Majestät, unser allergnädigster Kaiser lebe hoch, nochmals hoch, immer hoch." -Der lauteste Jubelruf donnerte darauf durch den Saal, in aller Augen leuchtete i.nS i^egers^rung, dre aus tiefstem Herzen hervorbrechend, zum Herzen drängt und rundet, ihrem Kaster huldigend. Das Kaiserlieb des stad. phil. Li en au stieg: i k *3% i uvLrin4? im rocitcn Kreise, aus Nord und Süd, aus Ost und West". Als dasselbe im letzten Vers „Du, unseres Volkes Hort," in die Melodie „Heil Dir im Siegerkranz überging, erhoben sich die Tausende wie ein Mann, um stehend das z" Ende zu singen. Nun betrat der Rektor der Berliner Universität Professor c um eine von ernstem, patriotischen Geiste getragene Festrede zu halten, indem er die durch Blut und Eisen entstandene und gefestigte Einheit des heroorhob, und bie Commilitonen ermahnte an des Dichters Wort festzuhalten „Wlr sind em emig Volk von Brüdern". In diesem Sinne galt sein Trinkspruch der Hochschulen, der patriotisch gesinnten, der Kaisertreuen! ^lgte, laßt sich nicht schildern. Er war so spontan, fortretßend, daß nur der Sturm, der nach dem Kaisersalamander, den ,unb "o/1 der Ansprache Wildenbruchs ausbrach, ihm Les^?ild-n^ff-»^ch' ber Dichter geendet, der in flammenden Worten das Bild Des Friedensfursten gezeichnet, der allem durch sein Wort die kürzlich nock drobenden I ?nd^iub^ltp^s^b verscheucht, da fuhr es empor, da brach es heraus, da klirrte I M & Äp J.“ ®aÄ baswareinToben und Jauchzen, eine alle Dämme I malcn ^Dcr Sprache zu arm ist, sie nur anbeutenb zu Kommers hatte seinen Höhepunkt erreicht. Die Fidelitas begann.! » ä. «red. Maetze am Polytechnikum in Charlottenburg übernahm das Präsidium I Wie lange der Commers gedauert, war aus sicheren Quellen nicht zu erfahren Geburtstagsfeier „Unter den Linden". V” Einzugstagen 1870-71 sahen die Linden be- I l*ön a dem Palais, solche Menschenmassen, wie gestern. Früh Morgens I stand dy alles Kopf an Kopf, den studentischen Wagenzug erwartend und in der I Hostnung, dabei auch den Kaiser wieder zu sehen Am Abend vorderX vii iifir ^^ü?udentischen Fahnen tc. nach der Universität gebracht wurd n sah man ihn » ä9S-SS br°uf-nd-s, ÄISJÄSftM Hoch. fC‘nCm ,rCUEn $°ltC 'Ur» Immer neue Schaaren kamen, Niemand ging, denn beute mußte ^ked-i den I Kaiser gesehen haben Gegen II Uhr hatte der Wagenzug die Linden passirt um einer neuen ^agenmenge Platz zu machen. Um 7,12 Uhr fuhren die Fürstlichkeiien iut (Siratu- I na» dem Palais alle in den herrlichen Galawagen des Hases od^ auch einige in «genen Galawagen Es ist das ein eigenes, wunderschönes Schau piel Dst gläm nd n E n bh,C phrad6ti8cn Mrd- und Geschirre und die kostbaren Wagen wie s e sich da hin und her bewegen. Fast jede Fürstlichkeit, besonders aber Ne dem Pub iku n be ««"nicht vorwSrts^wÄ^das^Vdn3 2ßil6e11? konnte mit feinem Wagen erst ® er wnl das Menschengewoge zu groß und die Huldigung zu stürmifch Wagen Be de^Vrimen bott-?°i» Unb Icinm beiben ältesten Söhnen m ^^nders enthusiastischer Empfang wurde Sr. Könial Hobeit dem I »SÄÄÄSSÄ; - Sä® B äsrs s,to-« ssämk «llen <5®°a6”n8‘e ”or b£!n Mlais, Unter den Linden unb auch in was aMÄ e8 »ßt sich gar nicht beschreiben, iüste^den'herrUchst^TeÄch'en unb^äen^^1™ Ä S!5Ä "Ä-“-ÄttÄÄ Lokal«». D'r-ktor Nodnag-l -ersaßt. Den letzteren enlnehmen^ir hl t”,°n ®ertn Len.- Sd>XW Qm Sch-uß desselben^! Xtiu^^^VMÄ ftnnige?un^ grofiartiaTr6 niä^ aphnrfi?efaibni^rfora“on °usgeführt, wie sie schöner, Vorbau stand der Genius des Fried?ns"Ä-ckt fiU1Jter c!nEZn daldachtnartigen --ehrte Hand schützend über^^d-m Ä^beä^‘ff Kaiserkrone be- rmd in den die Wissenschaft den Namen“ We«. Kunst schmückt monumentalen Su»ftab7n eingräbt $OTunt‘t ift ein ?8Csmrt,rU?b ®erec?!cn mit kurzen Darstellungen aus dem Leben Kaiser Jeter langer Fries mit gestellt. Zwei prächtige Gestalten" Üe^Wehret ^dealstguren dar- des Portals ausgestellt. Die aanic ^rnnt h,>a ^Es, sind an beiden Setten mit goldenen Schilden, Teppichm^ rc^ gestert @t6nube§ ift ^ii Masten und Bannern, lichsten B-umm"g7fchmN"U ifKine^niigTleft^e be^™ mit 6err= die sich in jebem Jahre wiederholt. Diesmal ^n ^cbeutun^hn^^r§ gröber, großartiger und schöner wie in sonstigen Jahren. 93 beutun0 Tages entsprechend Die Illumination. «•; s-. «I«. sondern auch die großartige Anwendung des electrisckienßid&lem nerfe&en war, "b s»™- “■ «■ ««>-- nachrichten -in-^lbHandl"ng^des ^He?rn^ Dr " B -k k - B 4^" bCn Üblichen Schul- schichie im Zeitalter Elisabechs" (For setzunal Der englischen Ge- d-s Schuljahres belief sich auf 587 Schluß aus 8 Schul-rmnen bei Beginn der erweiterten Mädchenschule mitgerechnet. $ $ °U 576‘ sind bie Schülerinnen ihres S^gTn Bestehens wurde di^Schul- der^Ana^des bW ■ Rührend w - 150, ÄÄ bl869 f,et§ unter ^en ’s ,’aw Ober kürzer an der Anstalt gewirkt, darunter 5 D^-ttor-n ” 91 län9cr räume gewechselt werden" nachdem ^e^Ansta"lt 20 W^Iana A^'mal. mußten die Schul- ber Weidengasse hatte vorlieb nehmen müfln ^emietheten Räumen in neuen Anlage und, aI8 bie" J858 a" der sie gegenwärtig untergebracht ist. ' stattliche Gebäube, in welchem Stgiillche Sammlungen sind aus unbedeutenden Anfängen erwachsen. - Der jüngste Personalbestand weist 29 Lehrer und 583 Schüler (529 et)., 26 kath., 28 israel) auf unter letzteren 456 Gießener, 109 sonstige Hessen, 14 sonstige Deutsche 4 Ausländer. Weiter kommen davon 226 auf das Realgymnasium, 188 auf die Real- ' Die Lebrstunden vertheilen sich, wie folgt: Realgymn. Ganze Anstalt. Vorschule Realschule 1. Deutsch...... 30 38 32 100 2. Französisch und Englisch — 42 50 92 3. Geschichte u. Geographie — 28 28 56 4. Latein....... — — 54 54 5. Rechnen...... 16 19 17 52 6. Raturgesch.,Physik, Chemre — 20 3H 50 7. Geometrie uud Algebra . — 21 29 50 8. Religion...... 6 14 18 38 9. Zeichnen...... — 14 16 30 10. Schreiben..... 8 10 6 24 ___ Summen 60 206 280 546. G letzen, 25. März. sKunstoereinZ Der Verwaltungsrath des Kunstoereins für das Grogherzogtoum Hessen hat für das Jahr 1887 zwei Kupferstiche als Vereinsblätter bestimmt, nämlich: rx , 1. „Das letzte Aufgebot", nach Defregger gestochen von Wagemann. 2. „Die Vertheidigung", nach Lessing gestochen von Avbema und Werner. Die Kupferstiche sind in der Zeit vom 28. März bis 5. April in dem Schaufenster des Herrn W. Ferber (Buchhandlung) zur Anncüt ausgestellt. Es bleibt der freien Wahl der Mitglieder überlassen, welchen dieser Kupferstiche sie zugestellt haben wollen. Es können auch beide Stiche bezogen werden, wenn für das andere (zweite) Exemplar der Betrag von 5 X entrichtet wird. Anmeldungen zu dem Verein nehmen die Mitglieder des hiesigen Ausschusses jederzeit entgegen. Gieße«, 25. Märj. Zur Feier de» Realschul Iubiläuws ersuchen wir die Bewohner unserer Stadt ihre Häuser festlich schmücken zu wollen. Vermischtes. X. Bad-Nauheim, 23. März. Die 90ste Wiederkehr des Geburtstages des Kaisers Wilhelm wurde hier in der solennsten Weise begangen. Die kirchliche Feier war mit dem Gottesdienst am oorhergehendeit Sonntag verbunden. Der Kriegerverein „Hassia" nahm geschlossen daran Theil. Die Festpredtgt hielt Pfarrer Walz in der an ihm gewohnten geistreichen Weise. Am Vorabend Zapfenstreich durch das Trommlercorps des Turnvereins, am Festtag selbst Tagesrevetlle und Schulfeier. Das officielle Festessen fand um 5 Uhr in dem prachtvollen, mit Blattpflanzen, Fahnen und der lorbeerbekränzten Kaiserbüste auf das sinnigste geschmückten großen Speisesaale des neuen Kurhauses statt und hatten sich dazu die Beamten und die Bürger von Bad- Nauheim und aus der Umgegend gegen 100 Theilnehmer eingefunden. Oberamtsrichter Bauer hielt die officielle Ansprache und schloß mit einem Hoch auf den kaiserlichen Geburtstagshelden, in welches die patriotisch erregte Festversammlung mit stürmischem Jubel einfiel. Die von der Tafelmusik intonirte Nationalhymne wurde stehend angehört. Um 71/2 Uhr bewegte sich ein Fackel- und Lampionszug des Krieger- und Gesangvereins durch die Straßen der Stadt; die öffentlichen Gebäude und Villen hatten vielfach illuminirt, mit Fahnenschmuck war fast jedes Haus versehen. Nach der Auflösung des Festzuges begann das Festbankett der Vereine, an welchem die Theilnehmer an der Festtafel sich ebenfalls bethetligten. Ansprachen hielten: Pfarrer Walz auf den Kaiser, Bürgermeister Wörner auf den Großherzog, Beigeordneter Grünewald auf das Vaterland, Postsecretär Leister auf das Heer. Die Redner wurden von der nach Hunderten zählenden, animirten Festversammlung auf das Lebhafteste applaudirt. Der Vortrag patriotischer Lieder und musikalischer Piäcen wechselten mit Specialchören der Gesangvereine „Concordia", „Frohsinn" und der Gesangesabtheilung des Turnvereins auf das Angenehmste ab. An den Kaiser und den eben in Berlin weilenden Groß- berzog mürben Gratulationsdepeschen abgesendet und darin gleichzeitig zu der an diesem Tage in Berlin proclamirten Verlobung der hessischen Fürstentochter mit dem preußischen Prinzen die ehrfurchlvollsten Glückwünsche erstattet, wie auch diese erfreuliche Thatsache schon von verschiedenen Festrednern bei ihrer Ansprache betont worden war. Erst lange nach Mitternacht verließen die letzten Gäste das Festlokal in dem erhebenden Bewußtsein, den Ehrentag des greisen Schirmherr» des Reichs in der patriotischsten Weise verlebt zu haben. Selbst daß zum allgemeinen Bedauern das sprichwörtliche „Katserwetter" versagte, konnte die gehobene Feststimmung nicht dämpfen. Aus Rheinhessen, 23. März. Mit dem Bau des für Rheinhessen beschlossenen ^Liechenhauses in Heidesheim wird erst das nächste Jahr begonnen. Den Besitzern des zum Bau benöthigen Geländes ist eröffnet worden, daß sie in diesem Jahr die Felder noch benutzen können. — Am verflossenen Sonntag waren in Mörstadt 20 Bürgermeister aus der Provinz versammelt, um Schritte gegen das projektirrte Weinsteuergesetz zu berathen. Außer einer Petition wurde beschlossen, eine Deputation nach Darmstadt zu entsenden, um dem Ministerium mündlich Die Bedenken gegen das Gesetz zu unterbreiten. Schiff» < Bewegung der Post-Dampfschiffe der Hamburg-Amerikanischen Packetsahrt-Actien-Gesellschaft. „Gothia", 1. März von New-Aork nach Stettin, 17. März Lizard passirtt „Hungaria", von Westtndien kommend, 17. März in Hamburg eingetroffen. „Rhaetia", von New-Dork kommend, 19. März in Hamburg angekommen. „Moravia", 19. März von New-2)ork nach Hamburg. „Wieland", 20. März von Hamburg nach New-Aork, 21. März in Havre angekommen. „Suevia", 10. März von New-Z)ork nach Hamburgs 21. März von Plymouth weiter. „Polynesia", auf der Reise von New-Aork nach Hamburg, 21. März Dover passirt. „Francia", 21. März von Hamburg nach West- indien. „Teutonia", 28. Februar von St. Thomas nach Hamburg, 21. März von Havre weiter. „Gellert", 6. März von Hamburg, 19. März in New-Iork angekommen. „Slaoonia", 3. März von Stettin. 20. März in New-Aork angekommen. „Rugia", 9. März von Hamburg, 21. Marz in New-Aork angekommen. „Australia", ab Hamburg, 21. März in New-Dork angekommen. Kirchliche Anzeigen der Strrdt GietzeA. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag Judica, 27. März. Vormittags 91/» Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Beichte und heiliges Abendmahl im Vormittagsgottesdienst. • Nachmittags 6 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Kinderkirche, Nachmittags 2 Uhr, Pfarrer Schlosser. Montag, den 28. März, Abends 8 Uhr, Bibel stunde in der Kleinkinder- schule, Markus Kap. 8, Speisung der Viertausend, Abweisung der pharisäischen Zeichenforderung, Christi Wundermacht, Pfarrer Dr. Naumann. Mittwoch den 30. März, Abends 6 Uhr, 6. Passionsandacht, Pfarrer Dingeldey. Am Sonntag Palmarum, den 3. April, feiern wir den Landes-Buß- und Bettag; die an diesem Tage zu erhebende Kirchenkollekte ist für hilfsbedürftige inländische evangelische Gemeinden an Orten mit überwiegend katholischer Bevölkerung bestimmt. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 27. März bis 2. April besorgt Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. Passions-Sonntag. Von 6 Uhr an Beichte. Um 8 Uhr: Frühmesse und Austheilung der hl. Communion. „ VzlO Uhr: Hochamt und Predigt. „ 2 Uhr: Fastenandacht. Nach dem Gottesdienste ist eine Kollekte für bedürftige Erftcomunik ante n. Am Freitag um 6 Uhr: Fastenandacht und Predigt. Gottesdienst in der Zynagoge. Freitag Abend 6 Uhr, Samstag Morgen 830 Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr, Samstag Abend 7 Uhr. Bekanntmachung. Dem verstandesschwachen Heinrich Henß von Großen-Buseck ist Jacob Pseisfer daselbst als Cura- tor beigegeben worden. Rechtsgeschäfte mit jenem können gültig nur unter Vermittelung dieses rum Abschluß gebracht werden. Gießen, den 15. März 1887. Großberzoaliches Amtsgericht Gießen. Stammler.2250 Die Lohernte aus sämmtlichen Gemeindewaldnngen hiesigen Amtsbezirks, auch dem Lützel- lindener Markwald (Gr. Rechtenbach nicht) soll im Wege schriftlichen Angebots versteigert werden. Kauflustige wollen ihre Gebote bis 2. April Abends hierher einreichen und erhält der, dem der Zuschlag ertheilt wird, Antwort bis 12. April. Bedingungen 2c. sind hier zu ersahren. Gr- Rechtenbach, 23. März 1887. 2259 Das Bürgermeister-Amt. Holz-Versteigerung. Mittwoch den 30 März, Vormittags 10 Uhr anfangend, soll im Birklar er Markwald folgendes Holz versteigert werden: 22 Eichenstämme von 0,26 bis 1,50 Festm. Inhalt, 43 Fichtenstämme von 0,25 bis 1,50 Festm. Inhalt. Birklar, am 24. März 1887. 2261 Für den Markvorstand: Krausch, Bürgermeister. Allgemeiner Anzeiger. Univerfitäts - Poliklinik. Am 22. März hat Herr Dr. Markwald die Stelle eines poliklinischen Assistenzarztes niedergelegt und hat Herr Dr. von Noorden diese übernommen. Unbemittelte Kranke, welche auf unentgeltliche Behandlung in ihren Wohnungen Anspruch haben, haben dies möglichst zwischen 11 und 1 Uhr Vormittags in der Klinik anzumelden. In besonders dringenden Fällen werden Anmeldungen auch in der Wohnung des Dr. von Noorden, Franksurterstraße 40, entgegen genommen. Die Ordinationsstunde für unbemittelte Kranke ist wie bisher in der Klinik zwischen 11—12^2 Uhr Vormittags. Die Direktion des akademischen Hospitals. Riegel. 2268 Gießener NenenMter-Verein. Sonntag den 27. d^ Mts., Nachmittags 3 Uhr: Versammlung bei Ferd. Felsing, Neuenweg. Tagesordnung: Vortrag, betreffend die Bienenweide. Rückständige Jahresbeiträge können zur Vermeidung von Portokosten in dieser Versammlung noch entrichtet werden. •fc. - .Spezialitäten:, ison 'neuesten hochmodernen Giessen, Neuenweg 7. Samstag den 7. Mai l. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die dem Johannes Weigel V. in Klein-Linden gehörenden Grundstücke: Flur XXII Nr. V — 388 lUMtr. Acker am obersten Bachweg, links der Chaussee, Flur XXII Nr. 3,8 - 881 lUMtr. Acker daselbst, Flur XXII Nr. 93,5 _ 2016 OWr. Wiese, in den Wingerten, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 24. März 1887. Großh. Ortsgericht. 2249 Lüdeking. Samstag den 26. Marz, Nachmittags 2 Uhr, in der Flett'schen Hofraithe dahier versteigere ich gegen baare Zahlung: 1 Pianino, 1 Sopha. Gießen, den 24. März 1887. Engel, 2278 Großh- Gerichtsvollzieher. Iieisgeöolenes. Schwarze Cachmirs empfehlen in schönen und preiswerthen Qualitäten 2266 Gebrüder Scheel. Ieinfles Mastgeflügel in frisch geschlacht-terWaareempfi-hlr 21. Koch Nachf., 2282 Hamb. Fisch- u. Delicateffenhandluxg. 22511 Badeeinrichtnng mit kupfer- ift wegzugshalber zu verkaufen. Ostanlage, Wiesenstraße 1. a 2260 in Klein-Linden. Frau Professor Birnbaum. Redaction: A. Scheyda. V Berlin, Gegr. 1837. I Ilof- lieferant 2263 Die Verläumdung, die ich gegen den Heinrich Bcpler von Kinzenbach ausgesprochen, erkläre ich für unwahr und nehme solches hiermit öffentlich zurück. Kinzenbach, den 25. März 1887. Frau Viehmann. Die Beleidigung gegen Ludwig Luh nehmen wir hiermit zurück. PH. Naumann, KaSpar Größer, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß es dem Herrn gefallen hat, unfern unvergeßlichen Vater, den Ein leinenes Geldbeutelchen mit Inhalt ist verloren worden. Wiederbringer erhält bei der Exped. d. Bl. 1 Belohnung. 2262 Auf dem Comptoir eines hiesigen Geschäftes wird demnächst eine Lehrlings- stelle frei. Nähere Auskunft ertheilt die Exped. dieses Blattes. -2245 Einen braven Jungen sucht auf Ostern in die Lehre Wilhelm Friedel, Sattler u. Tapezier. Bonn, Gegr. 1837. 1781 . Für eine größere Eigarren- tVaorif tn Gießen wird zum baldigen Ewtntt ein Lehrling mit guten Schulkenntnissen gesucht. Schriftliche Offerten unter Nr. 1781 an die Exped. d. Bl. 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M., Mittags 2 Uhr, vom Sterbehause statt. 2281 Danksagung. b?e DieI(!n Beweise herzlicher Theilnahme bei unserem schweren Verluste, sowie für die reiche Blumenspende, insbesondere aber dem Turn- und Gesangverein sagt innigsten Dank Die tieftrauernde Zimmer. Lieb, den 25. März 1887. 2265 Aerurietßungerr. 2252 Ein Logis zu vermietben in der *?• Etage, 4 Zimmer, Küche u. s. w. enthaltend, per 1. Juli. Ostanlage, Wiescnstraße 1. 2270 Ein gut möbl. Zimmer oermiethct Albert Behrend, Marktstraße 32 2272] Stübchen mit Bett zu vermiethen. — _______ __________ Schützenstraße 9. t. ??.n D0n Zimmern mit Zubehör und Gartenantheil zu ver- miethen^ Grünbergerstraße 31. 2258 Ein möblirtes Zimmer zu^ver- mietyen. Hermann 'Bogt, Bäcker, ___ ______Seltersweg. 2246 Mr Einjährige fein möbü Zimmer zu vermiethen. Brandplatz 12, vis-ä-vis der Kaserne. i ?aben mit Logis zu vermiethen. Stadt Mainz. r^^_Zwei ineinander gehende Man- tarden-Znnmer, mit oder ohne Möbel, per 1. April zu vermietben. 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