, Stwistag beit 25. 3mti 1887. Meßmer Anzeiger ~"y Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontägS. SuttOUr Schnlstraßc 7. lagen nicht zweiseln und hiermit wird unser großer Nachbarstaat im Westen einen neuen Schritt zu seiner militärischen Stärkung gethan haben. Wie sich die bedeutenden Mehrausgaben, welche die Durchführung der Vorlagen verlangt, mit dem Programm strengster Sparsamkeit, welches das Ministerium Rouvier auf seine Fahne geschrieben hat, vereinigen lassen werden, muß freilich noch abgewartet werden. Die italieniiche Regierung bat in Paris nunmehr die amtlrchs Erklärung abgeben lassen, daß sie sich an der projeclirten Pariser Weltausstellung Nicht betheiligen werde und dies durch finanzielle Rücksichten motlvirt. Hebet- raichend kommt diese Meldung jedoch kaum mehr, da es schon seit längerer Zeit bekannt war, daß Italien gleich Rußland, Deutschland und Oesterreich eine osficielle B-theiligung an der Pariser Ausstellung für da» Jahr 1889 ablehnen werde. __ Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Deutschland. Darmstadt, 23. Juni. fErste Kammer der Landstände.j Die Erste Kammer erledigte heute als ersten Punkt ihrer Tagesordnung den Gesetz-Entwurf, die Vorbildung und Anstellung von Geistlichen betr., sowie den Antrag der Abgg. Frank und ( enossen auf Abänderung der Ktrchengesetze. . Hierzu nimmt als erster Redner Bischof Haffner von Mainz das Wort und erklärt: Es sei heute das erste Mal und in einer für ihn so hochwichtigen Sache, daß er das Wort ergreife, aber er fühle hierzu das Bedürfniß, Großh. Regierung Dank dafür abzustatten, datz sie es verstanden hat, durch diese Gesetzes-Vorlage die Harten zu mildern, welche dem katholischen Volke und insbesondere dem Klerus durch die Gesetze von 1875 auferlegt wurden. Er vermeide, darauf einzugehen, welche Grunde es waren, datz die katholische Kirche in bemjür sie peinlichen Widerstand beharren muhte. Ganz besonders danke er dem Großh. Staatsminister für die Gute, mit welcher derselbe die Bemühungen, den Frieden der katholischen Krrche herbeizufuhren, unterstützt habe. Er verhehle nicht, datz in dieser Gesetzes-Vorlage noch nicht ganz den Wünschen der katholischen Kirche Rechnung getragen wurde und daß das Gesetz, wenn: es Kraft tritt, noch manche Härte enthalte. Es sei ihm jedoch nicht darum zu thun, eine Friedensstörung hervorzurufen, sondern er behalte sich vor, bei Berathung der einzelnen Artikel seine Abänderungsvorschläge zu stellen und constatire er, daß er sich ganz und gar mit den Jntensionen des heiligen Stuhles in Uebereinftimmung befinde 9 Staatsminifter Finger: Im Laufe des jetzigen Landtages seien manche Gesetze aus den Beratbungen des hohen Hauses hervorgcgangen; die heutige Vorlage fei aber wohl die bedeutsamste, welche dem Hause vorgelegen habe. Die Vorlage sei bedeutsam dadurch, daß sie für lange Zeit ein Verhältniß regelt, wie es zwischen Kirche und Staat nothwendig ist. Um dieses zu erreichen, sei es nöthig, dem- Gesetztfriedlich entgegen zu kommen und freue es ihn, noch constatiren zu können, daß em Mitglied dieses hohen Hauses ein wesentliches Verdienst um das Zustandekommen dieses Gesetzes habe. ^ Freiherr v. Stark: Es könnte vielleicht auffällig befunden werden daß er sich bei der Berathung der gegenwärtigen Gesetzes-Vorlage betheilige, welche bezweckt, ein Gesetz aufzuheben, welches während seiner Amtsthätigkert zu Stande gekommen fei. Seiner Ansicht nach habe sich jedoch die Großh. Regierung der Aufgabe uicht entziehen können, eine Revision der Kirchengesetze eintreten zu lassen, da das frühere Gezetz manche Härte enthalte, welche jetzt gemildert würde. Er könne daher erklären, datz er für die Vorlage stimmen werde. , .. , , Fürst Jsenburg-Birstetn: Das Votum der Zweiten Kammer habe ihn angenehm berührt, es freue ihn, constatiren zu können, daß durch dieses Gesetz dein katholischen Volke das zurückgegeben werde, was es ^it 15 Jahren vergeblich ^wünscht. In seiner Fassung unterscheide sich das Gesetz in mancher Beziehung von dem Preuß. Kirckenaesetz. Er könne daher auch für Linige Artikel nicht stimmen. Prälat Dr. Habicht: Durch den Erlaß dieses Gesetzes wurden die Jntereffen der evangelischen Kirche nicht alterirt. Er hoffe jedoch, daß durch dieses der Frieden zwischen Staat und Kirche hergestellt werden möge und daß dieser Frieden ein segensreicher sein möae zwischen den katholischen und evangelffchenGemeindenundder evangelischen und katholischen Geistlichkeit und daß m dieser Beziehung von beiden Seiten entgegengekommen wird. T . .. .r. „ , e Staatsminifter Finger bittet nochmals, die Vorlage wie sie ist, nach der Regierungs-Vorlage anzunehmen, um dadurch einer Gefährdung derselben vorzubeugen. Nachdem noch Bischof Haffner, sowie Fürst Isenburg zu Art. 7 des Gesetzes Abänderungen beantragt, wird über das ganze Gesetz abgestimmt und wird unter vorheriger Ablehnung der obengenannten Anträge mit allen gegen 4 Stimmen, das ganze Gesetz Zsti^sodan^ betreffen die Rückaußerun^ der Zweiten Kammer über Gesetzesentwürfe u. s. w., welche kein besonderes Interesse bieten und tritt das Haus in fast allen Punkten den Beschlüssen Zweiter Kammer bei. Berlin, 23. Juni. Der „Reichs-Anz." mewet . Die Genesung des Kaisers nimmt sernerhin einen erwünschten Verlaus, so daß unter Mitwirkung günstiger Witterungsbeschaffenheit die Möglichkeit des Genuffes der ftischen Lust in naher Aussicht steht. . - Die „Rordd. Allg. Zig." hört, daß die Special-Proiecte zu dem am 1 April 1887 Gesetz gewordenen Entwürfe, in welchem die Herstellung eine» dritten und vierten Geleise» nebst den dadurch bedingten Ergänzungen und Geleisveränderungen für die Strecke Berlin - Zehlendorf der Berlin-Potsdamer Bahn vorgesehen ist, inzwischen kräftig in Angriff genommen und deren Bearbe ung so weit vorgerückt ist, daß alsbald die vorgeschriebene landerpolizeiliche Prüfung veranlaßt und demnächst in die energisch zu betreibende Bauaursührung einge treten werden kann. Arankreich. Pari», 23. Juni. Der Runtiu» Rotelli überreichte bigungs,Schreiben und hob dis besondere ZuneigungdesPopstes^fuF gab als die älteste Tochter der Kirche und dessen Volk hervor. geiH,s Rotelli dem Wunsche des Papstes nach Ausr^hthattu^d ba ^et. guten Einvernehmens zwischen Frankreich und dem V m @ durch die gemeinsamen Interessen einen wirksamen|U1V Politische Ueberficht. Gießen, 24. Juni. Die Nachrichten über da» Befinden de» Kaiser« lauten jetzt mit jedem Tag befriedigender und erledigt der erlauchte Monarch bereit» feit einigen Tagen die lausenden Regierungsgeschäfte wiederum 'N vollem Umfange Au« England laufen ebenfalls die günstigsten Berichte über den Gesundheitszustand der deutschen Kronprinzen ein und ist dem hohen Herrn die Theilnahme an den JndiläumS-Festlichkeiten de» 21. Juni sehr gut kommen Mit dem Schlüsse der parlamentarischen Geschäfte rinnt auch der Neuigkeit? quell auf dem Felde der innerpolitischen Angelegenheiten nur noch in spärlicher Weise und alle Anzeichen deuten daraus hm, daß die Zett der politischen Sommer-Siesta in Bälde beginnen wird. Wenn indessen auch der Beendigung der Reichrlagr-Arbeiten d,e D seussion über dis großen Frag n der Reichspolitik, wiche den Reichstag beschäftiglen, im Ganzen und Großen zum Abschluß gelangt ist, so tauchen doch immer noch Ereignisse au , welche Anspruch auf ein gewisse« Interesse haben. Zur Stunde st die» mit den am Dienstag stattgesundenen bayerischen Landtag«wahlen der gaQ, weil einerseit« in verschiedenen größeren Städten sich bte nichtultramontanen Parteien zum gemeinsamen Ansturm aus die klerikalen Mandate v-rbunden und wett an- derfe.» die Soeiald/mokraten sich diesmal ernstlich an der Wahlbewegung be- theiligt hatten. Der Ansturm der anti-klerikalen Parteien auf bett Besitzstand bet „patriotischen" Partei scheint in der That von Erfolg gewesen zu fein wenigstens wird au» der Haupisiadt München wie au« Regensburg gemeldet, daß überwiegend liberale Wahlmänner - die Landtagswahlen in Bayern sind, wie in Preußen, inbirecl - gewählt wurden Besonder« erfreuliche Ergebnisse hat die Wahl in Nürnberg gezeitigt, wo sich sämmlliche nichtsoeta.isti.che Par- leien vereinigt halten. Letztere sind e$ offenbar von den Reichstags mahlen her gewöhnt, diese alte Reichsstadt al» ihre Domains zu betrachten und wollten sich nun auch deren Landtags-Mandate erobern. Dies ist aber den Gesinnung«, genossen de« Herrn Bebel nicht gelungen, denn e« wurden IN Nürnberg 167 nichlsoeiale und nur 92 soeialdemokratische Wahlmänner gewählt. Auch in Augsburg erhielten die liberalen Wahlmänner die Mehrheit. Heber den Ausfall der sonstigen Wahlen lagen indessen bis zum Mittwoch Mittag noch keine näheren Meldungen vor. , f . Auf kirchenpolitischem Gebiete war in letzter Zeit die Frage der Neubesetzung des sürstbischöftichen Stuhles von Breslau bte am meinen erörterte. Die widersprechendsten Gerüchte über die Persönlichkeit, welche zum Nachfolger des verstorbenen Fürstbischofs Dr. Herzog ausersehen fein sollte, kreuzten sich und war hierbei namentlich die Entschiedenheit bemerkenswerty, mit welcher bte Berliner „Germania" sich gegen das gleich von Anfang an auftretende Gerücht wandte, der Bischof von FuldaDr. Kopp, sei zum Fürstbischof von Breslau befanirt. Nun bestätigen aber birecte Mitthülungcn aus Rom, welche der klerikalen „Schles. Volks-Ztg." zugegangen find, daß die Ernennung Dr. Kopp » ganz zweiiello» sei und die Berufung biefe« versöhnlichen Kirchen,utsten, der in gleicher Weise der Vertrauensmann der preußischen Regierung wie de» Vatikan« ist, aus den wichtigen Posten be« Fürstbischos« von Breslau kann daher al» ein neuer Werlhmeffer für die gegenwärtig zwischen Berlin und dem Vatikan ob- waltenden guten Beziehungen betrachtet werden. Unter den Meldungen vom Auslande zogen in diesen Tagen biejetugett über die Londoner Jubiläum«.Festlichkeiten die Aufmerksamkeit am meisten auf sich. Nach den vorliegenven Berichten ist der Jnbiläumszug vom Dienstag da« Centrum aller Festlichkeiten, der sich vom Buckingham-Palaste nach der Westminster-Abtei durch die auf da» Prächtigste geschmückten Straßen bewegte, in vollkommener Ordnung und ohne jede Störung verlausen; die Befürchtungen wegen fenifdjer Dynamit-Demonstrationen sind demnach grundlo» gewesen. Die nach Hunderttaufenden zählende Zuschauermenge, unter denen sich Vertreter der entferntesten Kolonien de» britifchen Riefenreicher befanden, begleitete den Zug überall mit stürmischen Zurufen und besonder» enthusiastisch wurde der deutsche Kronprinz begrüßt. Die Feierlichkeit in der Westminster-Abtei — Ruhestätte der großen Tobten England» — selbst, verlief vollkommen programmgemäß und begab sich alrdann die Königin im Jubiläum»zuge nach dem Buckingham-Palaste zurück, woselbst da» große Staatsdiner stattfand Am Abend be« festlichen Tage» wurde die Riesenstadt an der Themse glänzend erleuchtet, die Illumination fiel namenilich in dem aristokratischen Westend und in der City, dem Herzen de» Londoner Geschästrverkehr», großartig au«. Die Ordnung wurde trotz der ungeheuren Menschenmassen nirgend« gestört. Während be» Festzuge» kamen eine Reihe von Hnsällen vor; u. A. stürzte ber Marquis of Borne, Schwiegersohn ber Königin, vom Pf erbe, er erlitt jedoch nur eine unerhebliche Verletzung- Da» „Hof-Journal" weiß zu melden, daß da» Befinden der Königin trotz der ermüdenden Feier nicht gelitten habe. Der neue französische Kriegrminister, Herr Ferron, hat ber Deputirtenkammer noch vier weitere Gesetzentwürfe militärischer Natur vorge- legt. Dieselben bezwecken durch die in ihnen geforderte Neubildung von 10 Jnsan- terle« und 4 Kavallerie-Regimentern, sowie durch die vorgeschlagene Erhöhung der Effeeiivstärke der Compagnien eine fernere bemerkenrwerthe Kräftigung der Wehrkraft Frankreich», wie die« schon der Boulanger'sche M litärgesetz-Entwurf thut, dessen Princip die dreijährige^Dienstzeiti ist und mit dessen Spee^ berathung fich die Deputirtenkammer bereits seit vorigem Samitag befabt. Die Stimmung der Kammermehrheit läßt an der Annahme all dieser Mitär.Bor. bartfte für die ausgesprochenen Gesinnungen und versicherte, der Nuntius werde behufs Aufrechlhattung der gegenwärtig zwischen Frankreich und dem Vatikan bestehenden guten Beziehungen auf die herzliche Mitwirkung der französischen Regierung zählen können. 9 ' England. *°n*oa' 2.2- 3uni. Dar Hauptereigniß der heutigen Jubiläums- Festlichkeiten war ein großes Kinderfest im Hyde-Park. Etwa 30,000 Kinder oer Londoner Communalschulen marschirten Vormittag- mit Musik in 2 Abthei- Lungen nach dem Hyde-Park, wo verschiedene Belustigungen für dieselben ver- wurden. (Segru 6 Uhr traf auch die Königin ein. Nachdem die Kinder bei der Königin vorbeimarschirt waren und »Rule Britannia“ und son- o Lieder gesungen hatten, begab sich die Königin unter enthusiastischen Zurufen der Menge nach der Paddington - Station und von dort in b5Lut14en Kronprinzessin und anderer Prinzessinnen und Prinzen nach Windsor. Auch heute Abend fand wieder eine Illumination statt, wobei 1<^ n°$ ^^Irei^eres Publikum als am ersten Tage die Straßen V* I UUlv* Wußland. „ , 23. Juni. Gegenüber der Londoner Nachricht, Herr ! v. Neltdow habe der Pforte eine drohend gehaltene Note überreicht, worin er CII'7« Jiatfficotion der englisch-türkischen Convention wegen Egyptens abrätb ttk.ärt das „Journal de St. Pöterrbourg", seiner Wissens sei von russischer Seue eine derartige Note nicht überreicht worden. ’O ziemlich alle auf das Conto obigen Consortrums fallen werden. 9 •ÄftÄt'ÄÄÄrÄ'B ^s^Iben in einem Gartenhäuschen der Nordanlage aus und'fand Wicseck-Ufc^ der ÄtrT'nÄ1* Wasche neben sich liegen hatten welche am längerem Leugnen die kleinen^Dicbc^dann^auch Safc fi/berdt^mehreTeffiätoeb^bVh? Ä-SS Tteft ÄS' »S sggMie Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenz-Bttrean» m ?^2uni. Das hiesige Generalcomitä des landwirthschaftlichen Vereins sprach sich etnfhmmtg für den Anschluß Bayerns an das Branntweins?^ bei Steuersatzes °v°n^^^ Aufrechterhaltung der Contingentirung und Abstusung Q nnn^**' 23. Juni. Die beiden eidgenössischen Räthe bewilligten ohne Diskussion Neubewaffnung des Auszuges der Artillerie und beauff mnzulegen dundesrath, auch für die Neubewafsnung der Landwehr-Artillerie Anträge durchwel erMtkn Zollsätzen am" bm neuen Zolltarif mit c- Dern, 2b Juni. Der Bundesrath hat heute die Schweizerische Nordostbabn imh aCr^rrQ- Umt)au bex Eisenbahnen Thalweil-Zug, Bülach-Schaffhausen 0,6 vorzunehmen und die Vertragsverpslichtungen für den Bau fcnfuVK» en^nCIi Koblenz-Stein und Ctzweilen-Schaffhausen zu erfüllen. Das Eisen- S beauftragt, unverzüglich einen Antrag über die Reihenfolge in weicher der Bau der einzelnen Linien geschehen soll, vorzulegen. ' znTv”' • ehemalige Gesandte in Bukarest, Marcodrgumis wurde er^nnt b n “ “nb bcr fru^erc Deputirte Blachos zum Gesandten in Berlin 20 Proc-nt!nächd-m'd-7Lb"s-tt^ab?ün^ ki°l plötzlich in N-wyork um fast Ende letzter Woche 111 bis 130 91,,* * % oO Kr. bis 58 Fl. noiirt. 213,000 Gentner, am 4 ^Tni 1886 I7o «m ',°00 6cn*ner - 4. Juni 1885 Jahres 1887 14O.(M Centner bettuaen U1?b,,an b‘mfeI„beR Tage d-s sich eine riesige Hausse^Smkulation in'M "»Sunst.geu Verhaltnisfeu baute sich mit sehr bedeutenden Mitteln ein Nina 9mpi*n in ^mcr^a etablirte die Preise von Woche zu Woche in bie Höbe' ?"bäuste und der Spekulation zu einem Rückfcklaae nph'ihrt'i,Ms baben diese Uebertreibungcn mehr Herr der Lage. Charakteristisch sü? amerrkamsche Ring ist nicht S:ä -- einem den Engrospreisen entsprechenden VerbältnMp^^$6er J$re ^rci^c nicht in .»Ä- «ä L'ILL S? ÄS- £• “gy Reisetasche gelegt; die Büch^ Etuis ward eine wunderbare die Montirung ist in Gold und als ^erikrunn Hellem CrystaU, eines Mitgliedes der kaiserlichen Familie ^“"hp/9T9g IC?ftr ?e?eL ein Porträt cisilirtes Schild mit her Sntodfr «Q»erin r;Mu6scn,elftc ble Tasche eia Sohnes." 1x5 ^rqL „Kalstrin Augusta dem berühmten Arzte ihres WtT» bc§ Reichstages war der ö-beu 47 Plenarsitzungen 176 ©CiLenbegeh'c(r,,ammeIt- .Während dieser Zeit Commissionen stattgesunden. Von bcn^O ßt p7p™C-cn 0en- F!1?. 168 Sitzungen der 2 Nachtragsetats haben 27 die ^ustimn?,,!^ ^nschüeßlich des Etats und träge. Von den /^ten; ferner 4 Verhallen, sind 5 genehmigt, 2 abgelehnt worden^ 4^,^/^. des Reichstags eingebracht trägen bat nur einer die Genehmigung Erhalten 0bblteben. Von den 4 An- I beträgt 9983, davon betreffen 2078 d?e Kunstbüttmoo?ia?- Petitionen 62 die Zuckersteuer, 2737 die IanhmirfG?*Lf*nlCröOl5i0cL ll88 *te Branntweinsteuer, gesetzgebung, 314 den BefähigunasnackwÄs ^"^utzzolle, 42 die Arbeiterschutz- Wanderlager u. s. w., 41 H^oStn^HAp o^L 401 ben Hausirhandel, Arbeiten, 1975 das Tödten der Sckflachttbtme ^34 f“r a?e gewerblichen Dampferlinie nach Zanzibar 53 die Anibpl!.,^ hCa®clnfuPrun9 emer suboentionirten krankenversicherung, 347 die Weiniraap JbcblS6 bc$ a™0e.§ ' 30 bie Arbeiterkanzler überwiesen, 1963 durch Ueberaana'ru^a^s fsnb 20 Petitionen dem Reichsschlüsse des Reichstags für erlediate?klü?t^^Tagesordnung erledigt, 4605 durch Be- geeignet erklärt, 2417 (Getreidezölle belr ArnVmp^ erDrfte.Lun0Jm P^num nicht für Commission nicht mehr berathm ward?» 704 ^ n?U ^aten Einganges auch in der vorliegen, sind nicht mehr im Plenum t °nen% ""'ruber Pelltionsberichte Laufe der Session stallaebablln^tEnff Verhandlung gekommen. - Bei den im für gütig erklärt- Ä ,0£t Ä?rLe ?? Wahl von 384 Mitgliedern gesetzt worden, 8 Wahlen liea^ ^ Beschlußfassung über die Giltigkeit aussind erledigt. Cn <0cn ber Wahlprusungscommisston noch vor. 4 Mandake Abreise'de?Könka"v°n' der „K. Zig." gemelbet: Bei der heutigen K,?‘S KSÄlA» »"“««»* ÄÄta SBJ! SÄSS?«1? iSÄS; ÄS. Ä.1Ä S ©enerafconful^inffi ^er "?b V Wtät, Sie haben hier als und ich habe ibni Derfnnvfcp^s ^^lche die Erde trägt! Er hat mich bestohlen, werde" 6-nnm ocheir, daß jedesmal, wenn ich ihm begegne, ich ihn ohrfeigen werde. Kaum hatte der Oberst diese Worte gesprochen, als er aus den Barow MMWWML'LLLZ bluttge^rama, welches sich 'n der Nachl ?7u7L"'^Vm Opfer fordernde WL^WSLLZZW WWZBZWWW stand eine allgemeine Keilerei die sich au? den e ?le ^lcfen und es ent- I nm dem Skandal aus dem Weae TpL« "5ärI ?°? n bie Brüder Braun, I endigte, daß Peter Hendrich ein Messer mü stebeE fortspielte und damit I mit Wucht in dm Hals stieß XL«<’1Ä1[inJe unb dem Georg Braun sortschleppen, wo er als Leiche zufammenbrach C qm/hÄ bis zur Wirthszimmerthüre Beter Hendrich dem flüchtenden Wilhelm Braun a^f die Straß? nnch befriedigt, eilte diesem einen Stich und zwar mit solcher Wuch? daß das WpL- Ä "ersetzte auch bis zur Brust drang. Anderthalb D 5 Messer durch den Arm durch Leiche. Nach vollbrachter Thal begaben sich die Hendrickjen ®raun eine noch rn der Nacht verhaftet wurden. Bevor sie fah irp^nfpn 1«? Ebnungen, wo sie Hendrich, wie Zeugen deponirten, Peter Hendrick nock d^a^m 0uben Jakob und Georg rathen. Bet d?r Verhaftung des Letztgenannten fand nichts zu ver- Th-t vollbracht war, mit Butter und Erde besttichen °°r, w°Ä her°örgeht?dab j ^Messer noch verbergen bestialische Rohheit offenbaren, geben zu ihrer (SntLhnihi' 0 6 ^b^u schon bemerkt, eine em und sich in Nothwehr befunden zu habe/Daß ^inP? N' Zweien zu setzt, bestreiten sie alle drei, doch sind sie durck hb q I die tödtlichen Stiche vn-- hin überführt. Peter Hendrich ist der förnpHi*PbJ mybereits nach jeder Richtung der betdm Braun angeschuldigt 3^06 0^ Dllbhandlungen und des TodtschL Brüder Braun. Um 4 Uhr Nachmittags wird di?körperlichen Mißhandlung d^er Geschworenen 21 Fragen zur Beantwortung und den durch den Staatsanwalt und den Ausführungen d-? m^^^rundung der Anklage schworenen um 7% Uhr in das Berathungszimmer sich die Ge- Beantwortung der Fragen verblieben. Unter Ausschluß InildP^^ ^i4 »-u?ben B« PAr Harwich des Todtschlags und der Körperverl2un« ^rnder Umstande wurde Erklärt, Jakob und Georg Hendrich wurden der aemeiniAnftri*Bruder Braun schuldig Wilhelm Braun schuldig gesprochen. Das Urthei? gegenPeler Hen^^?^ung von Gesammtzuchthausstrafe von 12 Jahren und 6 Monate/ aeam ^G lautete aus eine und Georg Hendrich auf 8 Monate Gefängniß ' 0e0en ^^kob Hendrich auf 6 domus Universität^' ”«Wnb wird'im L-Lfe des Monats Mär7bes 5m7en?enV^7" ?? den'Up'- I blnem bekannten Uebereinkommen mit der Reichsregieruna mprhp« su erJ°.l0eiL ^tach warttg noch im militärischen Besitz befindlichen^ Casernen Sp ^ v ?/c bctbfn 0e» $etmc/, sttr. zur y'eauemlldifpit m«terun^ n Hani Deutschlanb. Depots werben SW™** 6 aU crdd,,ct Rahns ertheilt gern unb kostenlos Max Ritter Schiffs« Bewegung der Postbampfschiffe ber Hamburg-Amerikanischen Packetsahrt-Aetien-Gesellschast. ßambura .14‘ 3unlin $»imbur8 angekommen: „Rugia", von St Tbomas ^^, ^ ^' Jf' H'N' von Haare weitergegangen; „Rhenania", von m 141 Juni tn Hamburg angekommen: „Polaria" am 15 ^uni von H^burg nach Newyork abgegangen; „Leising". am 18. Juni von^ Newyork'nach Hamburg abgegangen; „Slavonia", von Newport nach Stet km am 19 ^uni in e,?8elt0ffcn; "G-ll-rt", von Newyork nach Hamburg, am 1g Juni von wer ergegangen; „Hammonia", am 19. Juni von Hamburg nach^Newyork Tputn^n"’ , °m 19. Juni von St. Thomas nach Hamburg abgeganaen • „Teutonia" von St. Thomas nach Hamburg, am 19. Juni Lizarb passirt von Siamburn r’nm'17 6am.bur8 am lb.Juni in Newyork angekommen; „Wieland", von Hamburg, am 17. Ium tn Newyork angekommen. Kirchliche MuzeiMU der Dtudt ©tefteu. Evanyeiische Gemeinde. Gottesbien st. Samstag den 25. Juni. Nachmittags 2 Uhr: Beichte, Pfarrer Dingeldey. 3. Sonntag nach Trinitatis, 26. Juni. Vormittags 9V2 Uhr: Pfarrer Schlosser. Feier bes heiligen Abenbmahls. Nachmittags 2>/r Uhr: Pfarrer Dingeldey. Krnderktrche, Vormittags 11V» Uhr, Pfarrer Schlosser. kapelle Sre?DiEvg°elbE yb'E ^^chen, Vormittags 11'/. Uhr, in ber Friedhofs- SPfflrre^ecbUffeVCf*äfte *“ b" D<”n 261 Juni bis 2. Juli besorgt Katholische Gemeinde. „ „ £• Sonntag nach Pfingsten. Von 6 Uhr an Beichte. ? ^r: Frühmesse und Austheilung ber h. Communion. „ VzlO Ubr: Hochamt unb Prebigt. „ 2 Uhr: Andacht. GMesdieilA in der Annngoge. ^Freitag Abend Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 Uhr, Samstag Abend 9" Uhr. ___ Wärmegrade der Lahn und der Luft nach Reaumur gemessen am 24. Juni, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 18 Grad, Luft im Schatten 20 Grad. L. Ehr. Rübsamen. Iieikgeöotenes. | Gefrorenes in verschiedenen Sorten täglich'bei H. 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Januar 1887, abgeändert unterm 21. März 1887 und 23. Mai 1887 sich in Beuern unter der Firma: „Landwirthschaftlicher Consumverein Beuern, eingetr. Gen." ein Verein zur Förderung der Wirthschaft seiner Mitglieder durch gemeinschaftliche Beschaffung von Bedürfnissen der Haus- und Landwirthschaft in bester Qualität, gemeinschaftlichen Verkauf von Produkten aus dem landwirth- schaftlichen Betrieb und Schutz der Mitglieder gegen Uebervorthellung, auf unbestimmte Zeit geblldet hat. Der Vorstand dieses Vereins, welcher Letzteren gerichtlich und außergerichtlich vertritt und für denselben zeichnet, besteht aus dem Director und zwei Beisitzern, von welchen der Eine als Stellvertreter des Directors zu bezeichnen ist. Die Zeichnung Namens des Vereins erfolgt dadurch, daß die Zeichnenden der Firma des Vereins ihre Namensunterschrift beifügen, rechtliche Wirkung hat die Zeichnung für den Verein jedoch nur dann, wenn sie von dem Director oder seinem Stellvertreter und einem weiteren Vorstandsmitglied ausgeht. Die Bekanntmachungen erfolgen unter der Firma des Vereins, werden von dem Director oder dessen Stellvertreter und dem weiteren Beisitzer unterzeichnet und in dem „Gießener Anzeiger" veröffentlicht. Die derzeitigen Mitglieder des Vorstandes sind: Heinrich Adam Linden st ruth III., Director, Philipp Sommerlad II., Stellvertreter desselben, Johann Sommerlad III., Controleur, sämmtlich in Beuern wohnhaft. Das Verzeichniß der Genossenschafter kann jederzeit bei dem unterzeichneten Gericht eingesehen werden. Gießen, am 20. Juni 1887. Großherzogliches Amtsgericht. 4835 Gebhardt. «»»hessische Thlr. MO Loose ("icht au üerroedjfeln mit sogenannten Thlr. 20 Loosen) Einzige Gewinn- tteyung 1««7, unb zwar am 1. Juli. Es existiren babei in Allem nur 6000 . denen 6000 Gewinne gegenüberstehen, jedes Loos muß also unfehlbar mit Treffer gezogen werden. Hauptgewinne von Mk. 108000, Mk. 24000 rc- porigster Gewinn Mk. 255. Bestellung auf ganze Loose h Mk. 455.— und Insten Treffer ä Mk. 200.— werden baldigst erbeten. Es können auch lAntheilloose abzüglich kleinsten Treffer Va ä Mk. 100, */4 ä Mk. 50, % ä Mk. 25 ■unb 1'16 a HRL 13 abgegeben roert>en. Spielplan, sowie Auskunft und nach der ■Ziehung Lifte gratis. |.o., Moriz Stiebel Söhne, Bankgeschäft, Frankfurt a. M. ^41 Annahme von Börsenaufträgen. Concertflüffel. Einen vorzüglichen Flügel aus der Hof-Pianofabrik von Duysen in Berlin, welcher 3000.— kostete und nur einige Male in Concerren gespielt wurde, bin ich za verkaufen beauftragt; der Nettopreis beträgt JL 1500.— 4862 Wilh. Rudolph in Giessen. verkaufen bei Balth. 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Die heutige Nummer enthält 1 Blatt u 1 Beilage.