Nr. »7. Freitag den 25. Februar 1887 nzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. vnreau: SchuIstrabe 7. Erscheint tü-lich mit Nusmrhme beS Montags. d!"V^Ä^LZJiich 2 M°ÄİPs^ ■—MUnTTTIIlimIII 111 jj JimiMLiyiJiia^MM^aUU Amtlicher Hheil. . y Gießen, den 24. Februar 1887. Betreffend: Maßregeln gegen Landstreicher und Bettler, hier die Errichtung von Naturalverpflegungsstationen. Das Großherzogliche Kreisautt Gießen an die Grotzherzogliche« Bürgermeistereien des SreifeS. Wir beabsichtigen zur Unterdrückung des Vagantenthums 3 Naturalverpflegungsstationen im Kreise zu errichten und zwar in den Städten Gießeir Grünberg und Hungen. Dem Fortbestehen des Vagantenthums, welches sehr viele sittliche' und volkswirthschaftliche Nachtheile im Gefolge hat, kann nur dann mit Erfolg entgegengewirkt werden, wenn sich die Privaten der Unterstützung durchreisender bedürftigen Personen ganz enthalten und diese nicht an jedem Ort von der betreffende» Bürgermeisterei, sondern uur an einigen wenigen Stationen die nöthige Naturalverpflegung und das erforderliche Nachtquartier, aber niemals eine Unterstützung in Geld erhalten. Eine Unterstützung wird an den Naturalverpflegungsstationen außerdem nur gegen eine Arbeitsleistung gewährt werden. Die Vaganten sollen aber nur durch Gewährung der unmittelbaren Lebensbedürfnisse, aber niemals mit Geld unterstützt werden, well gerade die früher von den Privatpersonen vielfach gewährten Geldunterstützungen eine solche Vermehrung der Zahl der Bettler herbeigeführt hat, daß das Vagantenthum eine wahre Landplage geworden war. Durch die Geldunterstützungen wurden die Landstreicher in den Stand gesetzt, ohne zu arbeiten, ein ungebundenes, für ihre Verhältniffe gutes und sorgenfreies Leben zu führen, indem dieselben häufig durch Betteln pro Tag mehr erwarben, als sie durch Arbeit verdienen konnten. In den Naturalverpflegungsstationen erhalten die Paffanten daher keine Geldunterflützung, sondern je nach den Tageszeiten, zu welchen dieselben eintreffen, Frühstück, Mittagseffen oder Abendessen und Nachtquartier. Sodann dürfen den zugereisten, in die Station aufgenommenen Fremden keine geistigen Getränke, namentlich kein Branntwein, in derselben verabreicht werden. Die Kosten der Unterhaltung der Naturalverpflegungsstationen sollen auf den Kreis übernommen werden. Wir hoffen, daß durch die Einrichtung der Naturalverpflegungsstationen das Vagantenthum ganz unterdrückt oder doch die Zahl der Vaganten wesentlich vermindert werden wird. Wir beauftragen Sie hierdurch dem Gemeinderath in dieser Angelegenheit Vorlage zu machen und dessen Antrag darüber längstens binnen 8 Tagen einzusenden: 1) ob derselbe die Errichtung derartiger Stationen ans Kosten des Kreises für wünschenswerth erachtet; 2) oder ob derselbe wünscht, daß die seitherige Einrichtung, wonach die durchreisenden unbemittelten Personen an jedem Orte von der betreffenden Bürgermeisterei auf Kosten der betreffenden Gemeinde unterstützt werden müssen, fortbestehen soll. Dr. Boekmann. Bekanntmachung. Herr Landwirthschastslehrer Leithiger von Alsfeld wird fodmcnben Sonntag Nachmittags 3 Uhr zu Grünberg in einer Versammlung des dortigen landwirthschastlichen Localvereins einen Dortrag über Saatwechsel und Bezug von Saatgut halten. Alle Landwirthe und Freunde der Landwirthschaft werden hiermit zu dieser Versammlung freundlichst eingeladen. Gießen, den 24. Februar 1887. Der Director des landwirthschastlichen Bezirksvereins Gießen. Nover. Politische Uebersicht. Gießen, 24. Februar. Die große Wahlschlacht ist geschlagen und was bis jetzt von Nachrichten über deren Ausgang vorliegt, berechtigt zu den größten Hoffnungen für die vereinigten Cartell-Parteien. Vor Allem muß hervorgehoben weroen, daß, so weit sich die Wahlresultate übersehen lassen, im ersten Wahlgange nur wenige Deutsch - Freisinnige durchgedrungen find. Die Wahlen in der Reichshauptstadt sind darin charakteristisch. Hier, in dem fortschrittlichen Berlin, Ist diesmal kein einziger Vertreter der freisinnigen Partei sofort gewühlt worden ; selbst im ersten Wahlkreise, wo noch 1884 der inzwischen verstorbene Löwe mit einer Mehrheit von ca. 2000 Stimmen glatt siegte, muß sich Heuer sein freisinniger Ersatzmann, der „alte" Klotz, zu einer Stichwahl mit dem Canoidaten Der Carlell-Parteien, o. Zedlitz - Neukirch, bequemen. Im zweiten und fünften Wahlkreise haben ebenfalls Sttchwahlen zwischen den Freisinnigen und den Con- servativ-Liberalen stattzufinden und hat im zweiten Wahlkreise der Candidat der letzteren, Wolff, sogar nahe an 3000 Stimmen mehr erhalten, als sein sreistnniger Hauptgegner, Professor Virchow. Im dritten Wahlkreise muß der freisinnige Rechtsanwalt Munckel mit dem soctalistischen Schriftsteller Christensen *um die Palme de» Steges ringen und im vierten und sechsten Wahlkreise, den vorwiegend von Arbeitern bewohnten Quartieren Berlins, haben sich die Vertreter der Socialdemokratie behauptet. Außerordentlich schlechte Geschäfte haben ibie Freisinnigen und auch die Socialdemokraten im Königreiche Sachsen gemacht. 'Erstere haben die Wahlkreise Döbeln, Pirna und Löbau an die Nationallrberalen unb Conservativen verloren und in Zitlau kommen sie mit dem nationalliberalen Canoidaten in die Stichwahl. Die Socialdemokraten haben die Wahlkreise Chemnitz, Zwickau, Reichenbach i. V. und Schneeberg-Stollberg, sowie Leipzig- Land und Glauchau-Merane an die Vertreter der reichstreuen Parteien verloren. Zn Leipzig-Stadt siegte der bisherige nationalliberale Abgeordnete, Bürgermeister Dr. Tröndlin, mit der geradezu erdrückenden Mehrheit von 9000 Stimmen aber Bebel (1 9,000 Stimmen gegen 10,000 Stimmen); in Dresden findet Stichwahl zwischen Hultzsch (conf.-lib.) und Bebel statt. — Wenig erfreulich lauten die Wahlresultate aus Elsaß-Lothringen; 12 Protestler, unter ihnen die I bisherigen Vertreter von Straßburg und Metz, Kablä und Antoine sind wieder- gewählt worden und nur in Zabern, Molsheim und Mühlhausen scheinen noch I «einige Aussichten für den Sieg der septennatssreundlichen Parteien vorhanden M sein, Diese Ergebnisse der reichsländischen Wahlen dürsten an leitender Stelle in Berlin besonders unangenehm berühren, da man gerade auf diese einen hohen Werth legte; e» scheint demnach in den Kreisen der altelsüssischen Bevölkerung leider noch nicht so bald ein durchgreifender Umschwung i» der politischen Gesinnung eintreten zu wollen. Im Uebrigen wird e» auch diesmal wieder za zahlreichen Stichwahlen kommen, so außer den bereit» angesührten Berliner Sttchwahlen, in Görlitz, Halle a. S., Danzig, Stettin, Zeitz zwischen den Can» didaten der Freisinnigen und denen der Cactell-Parteien, ferner finden in Elberfeld, Königsberg i. Pr., BreslaU'Ost und Breslau-West, Greiz u. f. w. engere Wahlen zwischen Cartell - Candtdateu und soctalistischen Candidaten statt. Verloren gingen ferner von den seither freisinnig vertreten gewesenen Wahlkreisen an die Conservativen und Nationalliberalen Hof und Altenburg und da» dürste auch von Gera und Weimar zu gelten haben. E» wird versichert, daß der Papst eine neue Kundgeb»ng gegen die Politik des Centrums in der Militürfrage vorbereite uad soll diese Kundgebung bezwecken, den preußischen Episcopat zu bewegen, wenigsten» bet den Stichwahlen Stellung für da» Septennat zu nehmen. Wie die Sachen nunmehr stehen, dürste indessen ein nochmaliges Eintreten de» Papste» für das Septennat überflüssig sein. Die Auseinandersetzungen de» russischen „Nord* in Brüssel über die künftige Politik Rußlands beherrschen noch immer die allgemeine Lage. Demnach will Rußland den deutsch-französischen Beziehungen vor Allem seine Aufmerksamkeit zuwenden und die Orientfrage erst in zweiter Linie behandeln. Die» stimmt auch mit einer Petersburger Notiz der „Polit. Corresp." überein, wonach Rußland die Konstantinopeler Verhandlungen über die bulgarische Frage absichtlich hinausziehe, um desto unbehinderter die Entwickelung de» Verhältnisses zwischen Deutschland und Frankreich verfolgen zu können. Auf welchen Standpunkt sich aber die russischen Politiker hierbei zu stellen gedenken, geht au» der Drohung des „Nord" hervor, Rußland werde in einem künftigen deutsch- französischen Kriege nicht mehr die wohlwollende Neutralität von 1870 beobachten, sondern eine neuerliche Schwächung Frankreichs unter keinen Umständen zugeben. Wenn es wahr ist, was das in russischem Solde stehende Brüsseler Blatt versichert, daß nämlich der Artikel die Anschauungen der leitenden Petersburger Kreise wiedergebe, dann wüßten wir ja mit einem Male, was nur von der russischen „Erbfreundschaft" zu halten hätten! Vielleicht handelt es ,.ch hierbei aber nur um einen russischen Fühler, ob Deutschland und Oesterrelch- Ungarn nicht geneigt sein würden, die russischen Wünsche in der vu.garssche» Die Wahlen vom 21. Februar. Frage noch mehr zu berücksichtigen, als dies schon bis jetzt geschehen, worauf freilich die Antwort der Berliner und Wiener Ossiciösen noch aussteht. Noch immer will sich das neue italienische Cabinet nicht fix und fertig darstellen. Gleichwohl behauptet sich die Combination Depretis-Robilant als die einzige, die unter den obwaltmden Verhältnissen ernsthaft in Betracht kommen kann, denn in der That ist sonst Niemand unter den itattenischen Politikern geeignet, in einer so ernsten Zeit die Leitung des Staatsschiffes in die Hand zu nehmen, während zugleich andererseits die längere Dauer der italieni- schen Ministerkrisis für die innere wie äußere Politik des Landes bedenkliche Folgen nach sich ziehen müßte. F. — Freisinnig. C. — Centrum. Pr. — Protestler. P. = Pole. England. London, 23. Februar. Die Morgenblälter äuiern ihre Seftiebtoim« über die bisher bekannien Resultate der deutschen Reichrlagrwahlen "Times erblickt in dem Ausfall der Wahlen, soweit durch denselben das tennat geuchert erscheine, eine vorläufige Sicherung der Friedens. Italien. an « 3?Dra 23’ st^ruar. Die „Tribuna" »ringt folgende Meldung au« Massauah: General Äenö lehnte in seiner Antwort auf dar Schreiben Ra« Alula 6 es ab, mit demselben zu unterhandeln, so lange Salimbeni und Genossm gefangen feien. Grnö verlangt deren Fretlaffung; erwerbe sonst die Mitglied» der Expedition als tobt betrachten und dieselben rächen. Salimbeni hieb die Anlwort schriftlich gut. ourk “Ä'l? fiab' ®ie etae Meldung der „Ag. Stesani" besagt, heute die Bildung der Cabinet« auf und legte in die Hand de« flönige den bezüglichen Auftrag zuruck. 11 w" Lokale«. «ieficn, 24 Februar. Professor Dr. Köstlin aus Friedberg wird am Frcilaa Abend zu Gunsten des evangelischen Kirchbaufonds über „Novalis, ein religiöses musikalisch gebildeten Theil des Publikums schon langst durch gediegene Abhandlungen auf diesem Gebiete wie ganz besonders durch seine Arbeiten zur Hebung des Kirchcngcsangs rühmlichst bekannt, hat auch in SÄJa f,- Cr m .^otzeren Kreisen daselbst zu verkehren Gelegenheit nahm, sich sehr Unm^rt bic Zuneigung gewonnen, die ihm die Candidaten des Friedberger Predlgerseminars m hohem Maße entgegenbringen. Das 1 n Lprf^cn W ia, für jeden Freund der Literatur und des Kirchenlieds an sich von Interesse. So zwerfeln wir nicht, daß auch dieser Vortrag eine vielseitige Aufmerksamkeit auf sich lenken wird. 0 Gießen, 24. Februar Zum Zeichen, daß der Frühling naht, wurden uns bereits vorige Woche wie auch gestern von befreundeter Hand Schmetterlinge, im Freien übersandt. Mögen sie Vorboten einer dauernd besseren Jahreszeit werden. Wir haben nun gerade genug Winter gehabt. 4 Telegraphische Depeschen. Wolff s telegr. Correspondenz-Bnrea«. , 22. Februar. Peyramont, der Director der „Revanche" wurde beut, verhaftet. Bet der Haussuchung wurden verschiedene Papiere beschlagnahmt Die Haftung erfolgte, dem „Journal des Deb." zufolge, gemäß Art. 84 des Strafgesetzes wegen Kundgebungen, die geeignet seien, den Staat zu compromittiren. ° 9 5 , ~ Wie das letztgenannt Blatt ferner meldet, ist die Regierung mit der Aus- arbeitung emes Memorandums über das egyptische Budget beschäftigt, um den Stand der egpptischen Finanzen genau festzustellen, worüber gegenwärtig nur englische Mit- theilungen vorliegen, Das Memorandum soll den Mächten zugehen ß W ..... 23. Februar. Heute früh zwischen 5 und 8 Uhr fanden mehrere Erd- stoße statt in Toulon, Cannes, Avignon, Nizza, Besseges und anderen Orten der Provence. In Nizza ist em Haus eingestürzt, wobei 3 Personen verschüttet wurden; von mehreren Hausern wurden die Dächer fortgerissen. In Mentone sollen mehrere Per sucht"werden^ sollen' ^cnbft^nücTfct)r ift fuspendirt, da zunächst die Tunnel unter: - c, ,Mattand, 23 Februar. Um 6 Uhr 25 Min. Morgens fand ein wellenförmiges fTunTaft ift baU£tle Sekunden, _ . Rom, 23. Februar. In Casale fand heute früh 6 Uhr 20 Min. ebenfalls ein- Erderschutterung statt; dieselbe war wellenförmig und währte etwa 10 Sekunden. Kurr 0tC Zweiter Erdstoß, der sich über den ganzen Bezirk erstreckte. Auch in ^llestandria wurden zwei leichtere Erdstöße wahrgenommen. r ... Rom, 23. Februar. In Turin und Genua wurden um 6% Uhr Morgens heftige langerdauernde Crderschutterungen wahrgenommen. In Genua flüchteten viele bS H^u^ern, mehrere Rauchfänge wurden herabgeworfen, viele^äuser erhielten Risse. Der ersten Erschütterung folgten mehrere weitere. Gleichzeitig wurde in Aqui eine starke Erderschutterung verspürt, worauf mehrere leichte folgten. Die ^wwm^e Provinz Pavia, sowie Lucca und Savona wurde von stärkeren oder schwächeren nttrun9Cn4^?dcfu(6J- 3n letzterer Stadl stürzten mehrere Häuser ein, wobei il Personen getodtet wurden. ' Upn,n 23 Februar. Heber die heutigen Erderschütterungen in Oberitalien liegen wettere Meldungen aus mehreren anderen Orten »or. In Cuneo stürzten C ni? unb mehrere Gewölbe ein; die Bevölkerung flüchtete aus den Hausern. In mehreren anderen Orten sind durch eingestürzte Häuser zahlreiche Per- wnen verunglückt In Savona wurden bisher acht Todte und fünfzehn Verwundete darunter vier Schwerverwundete, aufgefunden, in Noli fünfzehn Todte, in Albtssola zwei Todte, in Oneglia sechs Todte, darunter ein Soldat, und 28 Verwundete darunter 10 Soldalen und 3 Gensdarmen, tn Portomaurizio ein Todter und acht Verwundete. In Dtanomarmo ist der dritte Theil der Häuser eingestürzt; sehr viele U^&C§fannDor°bt ""h Dcrrounbct 3" Monaovi kam bei den Erderschütterungen fein Reichelsheim in der Wetterau, 19. Februar. Auf Veranlastuna und unter Ersitz bc?r^cr™ ®ro^en in Friedberg und auf Einladung des Herrn Bürgermeister Schmidt dahrer fand in »ergangener Woche dahier eine Besprechung der dahn Hungen—Friedberg interessirten Gemeinden statt. Es waren, wieder ."9* meldet, vertreten: die Gemeinden Friedberg, Fauerbach, Dorheim, Bouern- yeim, Beienheim, Weckesheim, Rnchelsheim, Melbach, Södel, Wölfersheim und Wohnb^ch. Weiter waren aus einzelnen Gememden des Kreises Büdingen Vertreter erschienen, sowre der Vertreter des Fürst!. Braunfelser Bergwerks zu Weckesheim und der ^rector der Briquettesfabrik in Trais-Horloff. Im Allgemeinen sprachm7»sichfürkoE dstsen^Rabnbou^ Alandes aus; Vertreter Mn einigen Gemeinden, die weniger bei h^r em ®cf*lll6 nicht zu. Insbesondere wurde b gvrftnht6 R* ' Don fcWLcriSen ®ontiu festgehaltene Linie „Trais-Horloff - Berstadt- Schwalheimer Hof - Echzell - Reichelsheim - Weckesheim - Melba»- lin-5riebberg" toofür bereits die Mittel zur Stellung des Geländes nahezu empfehlen^ 8tici*net f,llb' bcr äffischen Regierung zur Prüfung und Annahme zu ii.b Tke6ru.ar". ®le verschiedenen Blättern gebrachte Mittheilung, » Soclaldemokraten den Beschluh gesaht, sich bei der bevarstehendeu Stichwahl zwischen dem Provinzialdirector Kuchler und N. Rackö strikte Wahlenthaltuna iü nn cnt P s ** n Richtigkeit. Weder dieser noch ein anderer Belchluß S^aßi worden und erwartet man noch Nachricht van der obersten Partei- m Meldung verschiedener auswärtiger Blätter, datz die Stichwahl amtl^en^Bestä^gung.O^^^^^^ Bretts am 2. März stattsinde, bedarf auch noch der beit au§ bcn fünf Kreisen fand heute in Anwesen- f r ?r§ Weidenhammer hier die jährlich der Aufftellung des Budget 6efftn ftätt^ ”Cr amm Un8 btä landwirthschastlichen Vereins der Provinz Rh-iu- 3. =1 "6cff =«. 23. Februar. Anläßlich der jüngst an dl- zweite nn SLS i " Rrg--rungs°orlag- in Betreff der Besteuerung der Weineinl-g-n von Privaten, ist eben aus einer Reihe weinbautreibendcr Orte Rheinhessens eine ?lc ^wmcr gerichtet worden, welche das Petitum enthält, die ,n h,7%, ?i8nn\r?t,th'9 eR ^re Zustimmung nicht ertheilen. Es wird f? ? ^!'"acht, daß die -oracschcne Controlle die früher schon al« k rofli?tbc?e ®f3ftteIu"8 wieder nach sich führen müffc. Der Behauptung, daß der Wohlhabende, welcher Wein zum Verbriuch in seinem Keller lagere Gieße«, 24. Februar. sReichstagswahl.^I Don den restirenden Orten erhielten Stimmen: in Mainzlar: Buderus 72, Dr. Gutfleisch 28, Ober-Lais: B. 94, Dr. 14, Babenhausen I.: B. 45, Dr. G. 9, Selters: B. 57, Dr. G. 23. (Reichelsheimer Autheil steht noch aus.) Gesammtresultat heute: Buderus 10982, Dr. Gutfleisch 7954 Stimmen. Marburg. Böckel (Antis.) erhielt 4392, Grimm (K.) 2002, Stauffenberg 467. Windthorst 111 St. Böckel ist gewählt. Berlin. Gewählt: In Oppeln Ballestrem (C.), Neustadt sOberschl.^ Stolberg (C.), Großstrelitz Franz (C.X Pleß Dlüller (C.), Frankenstein Chamare (C.), Lüben Schmieder (dfr.), Glatz Huene (C.), Guhrau Kessel (K.), Ohlau Goldfus (K.), Teltow Prinz Handjerp (K.), Osterode Stephanus (K.), Rastenburg Udo Stolberg (K.), Haynau Goldschmidt (dfr.), Weilheim Weber (C.), Aichach Pfetten (C.), Rosenheim Wagner (C.), Trannstein Lrenestrei (C.), Meserttz Unruhe (K.), Buk Myczielski (P.), Wreschen Magdzinski (P.), Kröben Fürst Czartorpski (P.), Adelnau Fürst Radziwill (Pole), Gnesen Chelmicki (P.), Wirsitz Skorzewski (P.), Jnowrazlaw Koszielskt (P.), Czarnikau Colmar (K.), Coblenz Hertling (C.), Stolp Hammerslein (K.), Lüdinghausen Landsberg (C.), Amberg Gise (C.), .Sinsheim Göler (K.), Guben Schönaich-Carolalh (Reichsp.), Illertissen Reindt (C.). Eichstätt: die Wahl Schmidt's (C.) zweifellos. Herford v. Kleist-Retzow (K.), Königsberg sNeumark^I v. Levetzow (K.), Krossen v. Uhden (K.), Lüchow v. Bernstorff (W.), Saatzig Schöning (K.), Posen [Stabt und Kreis) Cegielskr (P.). Daun: die Wahl Limburg (C.) gesichert. Hagcnow Wris- berg (K.), Malchm v. Schlieffen (K.), Ückermünde Gr. Rittberg (K.), Randow v. d. Osten (K.), Demmin v. Maltzabn-Gültz (K.), Montabaur Lieber (C.). Thorn- Kulm: Stichwahl zwischen Dommes (Nl.) und Szaniecki (P.). Nienburg v. Lang- werth-Simmern (W.), Kraudenz Hobrecht (Nl.). Kottbus: Stichwahl zwischen Funke (Nl.) und Breil (Soz.). Dillingen Deuringer (C.), Deutschkrone Gamp (Reichsp.). Jerichow: Stichwahl zwischen Hegel (K.) und Greve (F.). 1 — Gewählt in Rosenberg Dohna (K.), Fulda v. Droste - Vischering (K.), Fritzlar Gehren (K.), Mülheim Moufang (C.), Naugard Fluegge (K.), Celle Bauer- schmidt (Nl.), Mansfeld (Leuschner (Reichsp.), Arnswalde Brand (K.), Sternberg- Waldow Reitzenstein (K.), Harburg Hastedt ('N!.), Moers Hoensbroeck (C.). — In Zauch-Belzig ist Kropatschek (K.) gewählt, nicht Rademacher. — In Köslin ist die Wahl Hildebrandt's (F., für Septennat), in Lohr v. Franckenstein's (C.), in Diepholz Sattler's (Rl.) gesichert. — Stichwahlen finden statt in Dithmarschen zwischen Thomsen (F.) und Kahlke (Rl.), in Frankfurt-Lebus zwischen Schröder (F.) und Steinrück (K.), m Salzwedel zwischen Schultz (Reichsp.) und Goldschmidt (F.) — Gewählt in Kaufbeuren Burbaum (C.), Borken Beckmann (C.), Schweinitz Helldorf Bedra (K.) Mayen Kochan (C.). In Parchim Stichwahl zwischen Hermes (F ) und Oertzen (K.), in Güstrow Stichwahl zwischen Schlieffen (K.) und Thuenen (Nl) In Rudolstadt wurde Hoffmann (F.) gewählt. — Gewählt: Oldenburg [1. Wahlkreis) Ennecerus (Nl.), [2. Wahlkreis) Stichwahl zwischen Thüen (Nl.) und Rickert (Fr.), [3. Wahlkreis Galen (C.) Pots- dam Rauchhaupt (K.), Sangerhausen Müller (Nl.). Stuhm: Stichwahl zwischen Muller (K.) und Spahn (C.), Verden: Stichwahl zwischen Haye (Nl.) und Arnswald (Wille) Greiffenberg Koller (K.). Quersurt: Stichwahl zwischen Neubarth (K.) und Panse (F.). Wolmirstedt: Stichwahl zwischen Parey (Nl.) und Hasselbach (K) Osterburg Lüderitz (K-), Neustadt Kalkstein (P.), Berent Kalkstein (P.) (K — Konservativ. Nl. — Nationalliberal. Dem. — Demokrat. Soz. = Sozialdemokrat. W. = Welfe. Keutschlavd. Berlin, 23. Februar. Der Kaiser nahm Mittag« militärische Meldungen und darauf den Vortrag WilmowLkt'r entgegen und machte Nachmittag« eine Spazierfahrt. Um 4 Uhr erscheint Reichskanzler Fürst Bi«marck zum Vortrag. a — Der „Reichr.Anzeiger" veröffentlicht eine kaiserliche Verordnung, durch »elche der neue Reichstag auf den 3. März einberufen wird. Abgeordnetenhaus erledigte nach wenig erheblicher Debatte den größten Theil des Culturetat«. Windthorst erklärte, das Centrum wolle ajtge» 2c 8 ro6? ,nt.en ^ikchenvorlags prinzipielle Beschwerden vorläufig Unterlasten. Da« Gehalt des altkatholischen Bischof», wozu Schorlemer namentliche Abstim- mung beantragte, wurde mit den Stimmen der Conseroativen, der National- liberalen und einer Theiler der Freifinnigen bewilligt. Fortsetzung morgen. Kefierreich. . .Wie«, 23. Februar. Dar „Fremd.nblatt" glaubt, die Wahlen sür den fArbr4K4tC.n mrd reiche Stärkung nach Innen und Außen. Ern starkes Deutschland aber erhöht und mehrt die Hoffnung aus Erbaltuna de« europäischen Frieden« Die .Prefle" schließt eine Betrachtung: Der Wahl^ fteg Btrmarck« wiegt mehr alr eine gewonnene Schlacht und stärkt vielleicht alle Hoffnungen ans einen europäischen Frieden. Daß der Papst zu dem Siege mrtgeho fen, ehrt den Sieger und seinen erhabenen Verbündeten. Die „DeutfLe Zeitung sagt: Eine« kann schon jetzt aus'« Bestimmteste behauptet werden: hie nattonalen Parteien sind in kräftigem Aufschwünge begriffen, während ihre nisten'wtrken to”er dämpfend aus den Jubel der französischen Chauvi- , „Vefib , 23. Februar. Die amtliche Ernennung Weckerle'« zum Staat«. §eute^etfol?g^man^mm'^et*Um Un^ b*c ®n^c^un9 Koesfinger'« vom Amte ist Kossand. .23; Februar. Nachdem seit dem 19. Februar (Geburtstag de« Königs) mehrfache Reibereien zwischen der Arbeiter-Bevölkerung und den Socialdemokraten stattgefunden hatten, kam in der vorigen Nacht eine erheb- li^eie Ruhestörung vor. Antisocialistische Arbeiter zogen unter dem Rufe: „Es lebe der König , nach einem Local, wo sich zahlreiche Socialdemokraten be- sanden. Hier fand ein Zusammenstoß zwischen den Anhängern beider Parteien statt, welche die Polizei nur mit großer Mühe auieinanderbringen konnte. Er wurden mehrere Verhaftungen vorgenommen. Die Zahl der Verwundete« steht noch nicht fest, doch find 23, darunter 5 schwer Verwundete, in’« Hospital gebracht worden. tmb steuerfrei genieße, während der geringer Bemittelte den durch die Tranksteuer belasteten Wein im Wirthshaus trinken müsse, wird in der Petition durch die Einrede beaeanet daß der wirkliche geringe Mann heute nur Bier in den Wirthshäusern trinke, »er aber den Wein im Wirthshaus trinke, solchen auch zu Hause in seinem Keller Labe Ein Steuerzuschlag von 72 X für 12 Hectoliter, wie ihn die Regierungsvorlage werlanat würde thalsächlich die Preise der mittleren und kleinen Weine um diese Steuer drücken und damit den Weinbau des Landes schwer schädigen, indem gerade Liese Weine vorherrschend in Privatkreisen verbraucht würden. In dem benachbarten Weinreichcn Rheinbayern und Rheinpreußen bestehe eine solche Weinsteuer nicht und ses würden damit die hessischen Producenten hinter jenen der genannten Gebiete zurück- iüeben. Der Einwand, daß nicht der Producent, sondern der Eonsument die Steuer noblen müsse, treffe nicht zu, weil der Käufer in Berücksichtigung der Weinsteuer ein geringeres Angebot für den Wein macht, den er sich einlegen will.____________________ Giugesandt. Gieße«, 24. Februar. In der Stadtverordneten-Sitzung vom 10. d. Mts. wurde über das wichtige «Project einer Verbindungsstraße zwischen Kirchenplatz und Oswald's Garten verhandelt. Obgleich sowohl vom Bauausschuß wie von der ganzen Versammlung die dringende Nothwendigkeit und Nützlichkeit einer solchen Straße anerkannt wurde, erklärte sich Loch die Versammlung dagegen und zwar angeblich, weil die Ausführung des Projectes au viel Geld koste. Die Einsender dieses nun erlauben sich dem zu entgegnen, daß einmal die Kosten Ümrchaus keine unverhältnißmäßig hohen sind, denn außer dem Kirchendiener Knoll'schen Haufe und einem Stück des Pfarrgartens würde kein Zoll Grundstück anzukaufen sein, mnd daß zweitens durch die Möglichkeit, die durch Erwerbung des Pfarrgartens gc- ffchaffenen Bauplätze an der Straße günstig zu verwerthen, die Kosten bis auf ein 'Minimum reducirt werden würden. Wie in der Sitzung erwähnt wurde, ist ja auch »bereits der Plan in's Auge gefaßt, hier einen Platz für das zu errichtende Diakonissen- Haus zu gewinnen. Wenn der Bauausschuß meint, daß sich der Kauf obengenannten Hauses späterhin „in Folge von Familienverhältnissen" vielleicht billiger machen ließe, so ist eine derartige unsichere Hoffnung doch gewiß kein Grund, ein allseitig als nützlich anerkanntes Project unter Umständen bis auf Jahrzehnte hinauszuschieben. Es ist kein Zweifel, daß durch das in Kürze seiner Bestimmung zu übergebende Schlachthaus der ohnehin so lebhafte Verkehr in der engen Wetzsteingasse noch bedeutend erhöht wird, und es ist vorouszusehen, daß sich die Unfälle, wie sie unter den vielen Schulkindern, welche diese Straße zu passiren haben, durch den regen Wagenverkehr in letzter Zeit verschiedentlich vorgekommen sind, häufiger wiederholen und wahrscheinlich nicht immer so gut ablaufen werden, wie dies bislang glücklicher Weise der Fall gewesen ist. Mehrere Bürger. Handel und Berk ehr. Limburg, 23. Februar. Rother Weizen, X 14.8b, weißer Weizen X 14.70, Korn X 10.35, Gerste X 8.45, Hafer X 5.9o, Kartoffeln ä 100 Pfund X 0.00, Erbsen h 100 Pfund X 00.00. Frankfurt, 23. Februar. Auf dem heutigen Markt kosten: Kartoffeln per Malter X 5.00—5.50, das Gescheid 6—9 Eier das Hundert X 5.0U—8.50, das St- 7—8 H, Butter im Großen «X 80.00—8 300, im Detail das Pfund .X 1.00 bis 1.20, Weißkraut per Stück 15—20 H, Rothkraut per Stück 20—30 Kohlrabi per Stück 00—00 H, Ochsenfleisch per Pfund 45—70 H, Kuh- u. Rindfleisch 45—60 X Kalbfleisch 40—65 H, Schweinefleisch v5—75 Hammelfleisch 50—70 X 1 Hahn X 0.80-1.80, 1 Huhn X 1.00—2.50, 1 Ente X 2.00—3.50, Gans Pfund 50—10^, 1 Laube 40—70 H, Welsche X 12.00—00.00. Schisf-nachrichten. Bremen, 22. Februar. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampser Fulda, Capt. R. Ringk, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 12. Februar von Bremen und am 13. Februar von Southampton abgegangen war, I ist heute 5 Ubr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Allgemeiner Anzeiger. Holz-Versteigerung -im Gießener Stadtwalde. Montag den 28. Februar 1887 von Vormittags 9 Uhr an, ffoll im Gießener Stadtwald in den Districten Ameisenkopf, Bannwald, 'Strangswiese und Unterwald nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Bau-, Werk- und Nutzholz. 84 Eichenstämme mit 25,92 Festm. (von 16—32 Ctm. Durchirr.), 2 Birkenstämme mit 0,53 Festm., 474 Fichtenstämme mit 163,38 Festm. (von 15—34 Ctm. Durchm), 500 Fichtenstangen mit 29,90 Festm-, 1 Eichenstange mit 0,11 Festm. B. Brennholz. Scheith. Knüppelh Stockh. Reish. Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen. Eichen 31,6 16,1 — 690 Nadel 65,7 250,2 2,2 4540 Die Zusammenkunft ist an der StrangSwiese. Gießen, den 21. Februar 1887. Großh. Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 1254 Holzversteigerung in der Königlichen Oberförsterei Krofdorf. Freitag, 4. März, 9 Uhr, bei Wirth Kahlert zu Krofdorf; Schutzbezirk Krofdorf, Distr. Homberg 3 a. Nadelholz : 343 Stämme mit 66,15 fm Inhalt, 430 Stangen L—III. El-, 8 rm Klafter- nutzholz, 5 rm Scheit, 11 rm Knüppel, 357 rm Reiser; Distr. Forst 2. Nadelholz: 52 Stämme mit 7,57 fm Inhalt, 455 Stangen I —III. Cl-, 5 rm Scheit, 1 rm Knüppel, 20 rm Reiser; Distr. Küh- bett 21 b. Nadelholz: 150 Stangen I.—UI. El.; daselbst Distr. 24 b. Nadelholz: 715 Stangen 1—IV,. El. 1329 Krofdorf, den 22. Februar 1887. _____Müller, Königlicher Oberförster. Holzversteigerung. DienStag den 1. März l. I., von Vormittags 9 Uhr an, sollen in dem Reiskirchener Gemeindewald, Distrikt Wilshäuserwald, nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden: 234 Nadel-Bauholzstämme, von 15 bis 33 Ctm. Durchmesser und 5—16 Meter Länge, 93,67 Festm. enthaltend, 70 Nadel - Derbholzstangen, 5,66 Festm. enthaltend, I8V2 Rmtr. Nadel-Knüppel, 2630 Nadel-Reisig-Wellen, 34 Nadel-Stöcke. Der Anfang ist am Wege nach Bersrod bei AbzählungS-Nr. 1. Reiskirchen, am 24. Februar 1887. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen. Jünger. 1335 Holzversteigerung in der sürstl. Dbersörsterei Lich. In den Districten „Langeberg, Mühlwäldchen, Häuserberg, Schieß« acker und Wehrholz" soll nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Montag den 28 Februar 72 Nm. Buchen-, Eichen- u. Kiesern- Prügelholz, 50 Rm. Buchen-, Eichen- u. Nadel- Stockholz, 5600 Wellen Buchen-, Eichen- und Kiefern-Neisholz. Dienstag den 1. März 418 Fichtenstämme von 15—28 Ctm. Durchm. u. 10—22 Mtr. Länge mit 196 Festm., 60 Kiefern- u. Lärchenstämme mit 23 Festm. und 800 Fichtenstangen von 6—14 Ctm. Durchm. u. 6—18 Mtr. Länge mit 70 Festm. Inhalt. Die Versteigerung beginnt jedesmal Dormittags 10 Udr bei Mühlsachsen und wird zwischen 12 und 1 Uhr im „Häuserberg" am Nonnen- röther Wege fortgesetzt- 1263 Lich, 21. Februar 1887. Wimmenauer, Forstrath. Holzversteigerung. Montag d. 28. Februar d. I. soll in dem Gräflich Solms-Laubach- schen Revier Arnsburg Distr. Hain, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 255 Rm. Buchcn-Scheitholz, 18$ „ „ u. Eichen-Prügelholz 131 „ „ „ „ Stockholz, 585 „ „ „ „ Reiserholz. Die Versteigerung beginnt präcis 9V2 Uhr. Arnsburg, den 24. Februar 1887. 1334 Henckel. Die Planirung eines Grund» stückS, der Neustädter Schäferei gehörig, cci. 5000 Meter, soll in öffentlicher Versteigerung DienStag den 1. März, Nachmittags 3 Uhr, an Ort und Stelle vergeben werden. Zusammenkunft an der Gail'schen Wollenspinnerei. Nähere Auskunft ertheilt auch vorher Herr Ch r. Haubach. 1345 Freilsg den 25. d. Mts, Nachmittags 2 Uhr, werden in der F lettischen Hofraithe dahler verschiedene Mobiliar-Gegenstände, als: Tische, Stühle, Uhren, Bilder, Schränke rc. versteigert. Gießen, den 24. Februar 1887. I. V.: Seipel, 1348 Gerichtsvollz.-ASpirant. Bekanntmachung. Brenn hotz- verftergerung im Licher Grmeindewrrld. Donnerstag den 3. März I. I. werden im District Großhäuserberg versteigert: 96 Rmtr. Buchen-Knüppel, 16 „ Eichen- , 5530 Buchen-Durchforstungswellen, 500 Eichen- 40 Rmtr. Buchen-Stöcke. Die Zusammenkunft ist am Nonnen- röderweg. Der Anfang ist im Wurzelschlag an der Streitecks-Schneise. Freitag bm 4. März l. I, werden im District Plattenwald und Kronau versteigert: 175 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 51,5 „ „ -Knüppel, 45 „ Eichen- , 80 , Nadel> „ 18 „ Weichholz- „ 4438 Eichen-Wellen, 1100 Nadel- „ 750 Weichholz-Wellen, 93,5 Rmtr. Buchen-Stöcke, 114 „ Eichen- „ 122,5 „ Kiefern- und Fichten- Stöcke, 14 „ Weichholz-Stöcke, fowie 1172 Fichten - Reisstangen für Gartenpfähle und Bohnenstangen geeignet. Die Zusammenkunft und Anfang ist am Hattenröder Vicinalweg am Wald-Eingang Vormittags 9 Uhr. Lich, den 23. Februar 1887. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Walz. 1336 Ieilgeöotenes. 1353] Lebendfrische Schellfische rr. Backfische, frische Schollen, Cabliau, Zander, Hechte, Salmen, empfiehlt heute und täglich in Eispackung eintreffend A Koc!) Nachfolger Hamburger Fisch- u. Delicatessenhandl. Sopha’s in allen Stoffen, sowie Stühle, Spiegel, fertige Betten u. s. w., empfiehlt O. Eekifier, Tapezier, 1054 Neustadt 3 3. 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