Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. m. 194 Dnrcau! Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 2N Ps mitBrinaerlobn. __Kurch Die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hh eiü Nr. 33 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 17. d. M., enthält: (Nr. 1744.) Bekanntmachung, betreffend den Nachweis der Befähigung als Seeschiffer und Seesteuermann auf deutschen Kauffahrteischiffen. Lom 6. August 1887. Gießen, am 20. August 1887. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Politische Ueberstcht. Gießen, 22. August. Die Spiritus-Actien-Gesellschast scheint doch zu Stande kommen zu wollen, da täglich die Zahl der Spiritushändler wächst, welche sich mit der Gründung des Unternehmens einverstanden erklären. Dagegen zeigt man in den Kreisen der süddeutschen Brenner noch wenig Neigung zum Eingehen in das Project und sollen daher seitens des Consortiums, welches die Realisirung des Projektes in die Hand genommen hat, Agitatoren nach Süddeutschland entsendet werden, um die dortigen Spritsabrikanten dem Unternehmen günstig zu stimmen. Was die Stellung der preußischen Regierung gegenüber dem Plane eines Prioat- Spiritur-Monopols anbelangt, so verlautet, daß sich die Regierung zunächst noch völlig abwartend verhalten wolle. Es ist daher auch die Angabe einer Be- thetligung der Seehandlung an dem Unternehmen mit großer Vorsicht auszunehmen ; eine solche Betheiligung erscheint nach augenblicklicher Lage der Dinge mindestens sehr fraglich. Nachträglich wird übrigens bekannt, daß die Grund- Ideen zu dem jetzt hervorgetretenen Plane schon während der Berathung des Spirituslleuer-Gesetzes im Reichstage Gegenstand der Besprechung unter den Interessenten waren und daß man damals vor den Schwierigkeiten der Aus- fährung zurückschreckte. Nach anscheinend ossieiösen Mittheilungen in der „Köln. Ztg." will die Allsiedelungs-Commission für Posen und Westpreußen in diesem Jahre versuchsweise mit der Besiedelung beginnen. Es sollen hierbei zugleich die verschiedenen in dieser Beziehung vocgeschlagenen Systeme — z. B. ob das Dors ein geschloffenes sein oder sich aus Einzelgehöften zusammensetzen soll — zur Anwendung gelangen. Die Arbeiten zu den „Probekolonien" sind im vollen Gange und bilden wohlhabende jüngere Bauernsöhne aus Westpreußen und Schlesien die Mehrzahl unter den ersten künftigen Kolonisten. Der Zudrang zu den Ansiedelungsstellen ist andauernd groß, wenn erst die öffentlichen Ankündigungen ergangen fein werden, dürfte sich das Angebot von Kolonisten jedenfalls noch erheblich steigern. Bemerkenswerther Weise liegen der Commission Anmeldungen zur Uebernahme von Kolontstenstellen sogar aus Amerika vor. Während der Koburger sortsährt, sich von seinen „allergetreuesten Un- thanen'^ huldigen zu lassen, zieht sich das dem neuen Bulgarensürsten von Seiten der Mächte drohende Ungewitter anscheinend immer dichter über seinem Haupte zusammen. Soeben hat das „Journal de St. Pötersbourg" einen zweiten geharnischten Artikel gegen den Fürsten Ferdinand vom Stapel gelassen und wird seine Proklamation an die Sobranje als offenbarer Trotz und als eine Aus- sorderung an die Bulgaren, sich über alle Verpflichtungen hinwegzusetzen, be- -uchnet. Auch die „Mosk. Ztg." läßt sich jetzt in dem russischen Preßtamtam gegen den Koburger vernehmen; nur giebt sie sich hierbei ziemlich „originell." Da» Moskauer Blatt schlägt eine Pression aus die Pforte vor, damit dieselbe du Wiederherstellung der Ruhe und Ordnung in Bulgarien übernähme, und 'Ee Rußland zu diesem Behuse Erzerum und Trapezunt besetzen. — Das wäre v« Ruffen schon willkommen, wenn sie Erzerum und Trapezunt als „Faust- Mnder" in ihre unergründlichen Taschen stecken könnten; indessen dürste man N- leitenden Orts in Petersburg ein derartige» bedenkliches Vorgehen denn M zwei Mal überlegen. c, Das Wiener „Fremdenblalt" constatirt gegenüber unrichtigen Meldungen, vau das Consular-Corps in Rustschuk anläßlich der Ankunst des Prinzen Fer- «n* r?1? Coburg weder geflaggt, noch sich sonst am Empfang betheiligt habe, « ?^erhaupt aus der äußersten Reserve herausgetreten sei. — Dem deutschen träger in Sofia soll die Anwesenheit zugegangen sein, sich jedes diplo- mauschen Verkehres mit der Regierung des Fürsten Ferdinand zu enthalten. . Die Berichte über den Gesundheitszustand der italienischen Expedi- t,0"-Truppen in Massauah lauten jetzt etwa» günstiger und leeren sich b»c?Pf, er Massauah allmälig. Die Hitze im Juni und der ersten Hälfte k ® "Uli war aber auch selbst für jene, durch ihr heißes Klima bekannten Striche eur kka $en Osiküste eine ganz ungewöhnliche und richtete sie unter den ^Mischen Soldaten große Verheerungen an; manche Compagnien schmolzen M ote Hälfte zusammen und ein geordneter Tagesdienst in der Sonne war gut wie unmöglich. Die Fälle, daß die Leute, kaum daß sie ihre in N s nö-en hatten, unter der Einwirkung der entsetzlichen Sonnengluth sofort gs ™en stürzten und meist nach wenigen Minuten verschieden, zählt man nach gW,Es stellt flch eben immer mehr heraus, daß Massauah ohne den Lefitz des fruchtbaren und gesunden Hinterlande» von Keren von aus die Dauer nicht gehalten werden kann, aber einstweilen Kfnh1 selben noch in keiner Weise in der Verfassung zu sein, um einen ^g^brsprechenden Vorstoß gegen Keren unternehmen zu können. französische Ministerpräsident Rouvier hat am Don- ag Abend in Parts eine Banketrede gehalten, der man mit einiger Spannung j entgegensah. Die Rede hat indessen einigermaßen enttäuscht, sie beschäftigte sich vorwiegend mit der Einigkeit der republikanischen Parteien und brachte weder etwas besonders Neues, noch besonders Interessantes zu Tage. Der Schluß derselben lautet: „Man kann in der Regierung Denjenigen keinen Platz einräumen, welche sich als Feinde der Republik ^kennen. Wir find aber eine wohlwollende Regierung und nicht eine Regierung de» Kampfes. Wir möchten bei der Jahresfeier von 1789 alle Franzojen auf dem Boden der republifani« scheu Institutionen versöhnt sehen, das ist unser einziger Wunsch." Aeutschland. Darmstadt, 20. August. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 27 enthält: Das Gesetz, die Bäche und die nicht ständig fließenden Gewässer betreffend, vom 30. Juli 1887. Kisfingen, 20. August. Die Minister v. Lutz und v. Crailsheim find heute Nachmittag kurz nach 3 Uhr hier eingetroffen und von dem Reichskanzler Fürsten v. Bismarck und dem Staatssecretär Grasen Herbert v. Bismarck empfangen worden. Hesterreich. Wien, 20. August. Der „Polit. Corresp." wird aus Konstantinopel gemeldet, dem bulgarischen Exarchen sei rusfischerseit» nahegelegt worden, mittelst eines Cirkularschreibens an den bulgarischen Klerus gegen den Prinzen von Koburg Stellung zu nehmen, derselbe habe indeß diese» Verlangen abgelehnt. Bulgarien. Philippopel, 18 August. (Verspätet eingetroffen). Prinz Ferdinand hielt heute unter einem Salut von 100 Kanonenschüssen seinen Einzug in die , Stadt. Infanterie, Artillerie und Kavallerie bildeten Spalier. Die Civtl- und ' Militärbehörden empfingen den Prinzen vor der Stadt. Dieser, zu Pferde und von den Major» Popoff und Petroff, sowie einer Anzahl anderer Officiere begleitet, wurde von Seiten der in den Slraßen angesammelten dichtgedrängten Menschenmenge mit Hurrahs begrüßt. Der Prinz ritt durch die Stadt nach dem Hause, welches er während seine» hiesigen Aufenthaltes bewohnen wird, und stieg nicht im Konak ab. Auf dem Platze in der Mitte der Stadt erwartete die Geistlichkeit, an ihrer Spitze der Metropolit Gervasius, den Prinzen, der sich in die Kathedrale begab, wo ein Tedeum gesungen wurde. Philippopel, 20. August. (Verspätet eingetroffen). Prinz Ferdinand empfing mehrere Deputationen und Vertreter religiöser Körperschaften, unter anderen den Bischof Mentnt, mit welchem er in Gegenwart Stoilow's und Stranskl's eine kurze Unterredung hatte. Gestern sayd ein von der Munizipalität gegebenes Banket statt. Die Reise nach Sofia soll morgen angetreten werden. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenz-Bure^n. Babelöberg, 21. August. Die Kaiserin wohnte heute Vormittag dem Gottesdienste in der Frievenskirche bei. Um 41/» Uhr findet bei dem Kaiserpaar Familiendiner statt. Gestern Abend war Generalmajor v. Winterfeld zum Thee geladen. Kiel, 21. August. Prinz Ludwig von Bayern begab sich heute Vormittag auf der Dampfyacht des Stationschefs an Bord des Panzerschiffes „Kaiser", welches alsbald die bayerische Prinzenstandarte am Großtop hisste. Mittags traten unter Flaggenparade das Schulgeschwader und die Torpedoboot - Flotille in den Verband des Manöoergeschwaders ein. Heute Nachmittag folgte der Prinz einer Einladung des Chefs des Manövergeschwaders, Eontreadmiral Paschen, zum Galadiner an Bord des Flaggenschiffes „Kaiser Wilhelm". Bad Kisfinge«, 21. August. Die Minister Freiherr v. Lutz und Freiherr v. Crailsheim machten gestern Nachmittag dem Reichskanzler Fürsten v. Bismarck einen längeren Besuch. Die Minister sind heute Vormittag 10 Uhr nach München zurückgekehrt. Frankfurt a. M., 21. August. Wie das „Frankfurter Journal" meldet, werden zu einer Berathung über den Beittitt zur Actien - Gesellschaft zur Spiritus- Verwerthung die hessischen Brennereibesitzer am 27. ds. Mts. hier in Frankfurt, die bayerischen Brennereibesitzer am 25. ds. Mts. in Regensburg zusammenkommen. — Die Central - Commission für die Rheinschifffahrt tritt am 29. August in Mannheim zusammen. Birmingham, 21. August. In einer Rede, welche Chamberlain gestern in einer Versammlung der radikalen Unionisten hielt, erklärte derselbe die Gerüchte, welche ihm die Absicht zuschretben, sich in Folge der Proklamation, betreffend die Staats- gefährlichkett der irischen Nationalltga von den Unionisten trennen zu wollen, aus das Entschiedenste für unbegründet; er stimme zwar in diesem Punkte mit der Regierung nicht überein, werde aber dennoch fortfahren, die allgemeine Politik der letzteren zu unterstützen, ebenso wie er für die Aufrechterhaltung der Vereinigung Irlands mit England eintrete. Lokale«. Gießen, 22. August. Die Vorstellungen des berühmten Circus Carl Hagen- 'bed haben mit der gestern Abend stattgehabten Galavorstellung ihr Ende erreicht und ist die Gesellschaft heute in aller Frühe, nachdem der Circus noch gestern Abend abgebrochen und verladen worden, nach Hanau abgereist, woselbst schon heute Abend eine Vorstellung stattfinden wird. Wenn wir die drei uns gebotenen Vorstellungen überblicken, so können wir, und mit uns wohl der größte Theil der Besucher, con- statiren, daß die Gesellschaft ihren Ruf als vorzüglich in jeder Hinsicht rechtfertigt. Daß die Künstler und Künstlerinnen sehr gut „arbeiten", bewies der ihnen rückhaltlos gewordene Beifall. Die Leistungen auf Pferd, Reck und Telephondraht waren staunenerregend und dürfte, was gerade Miß Ella auf letzterem ausführte, hier noch nicht gesehen sein. Waren es einerseits die Eleganz und Gewandtheit der Reiterinnen (und hier hob sich wiederum Mlle. Rosita de la Plata hervor), welche Bewunderung erregten, so waren anderntheils die Sicherheit und Kraft, mit welcher Mr. Melville als Jokey auftrat, nicht minder bewundernswerth. Erwähnen wir noch der Spaßmacher der Gesellschaft, der kreuzfidelen Clowns oder „Aujuste", die unablässig bemüht waren, neben ihren Arm- und Beinmuskeln die Lachmuskeln nicht nur des hierfür sich immer dankbar zeigenden Gallertepublikums, sondern der Gesammtheit der Zuschauer in steter Thätigkeit zu erhallen, so dürfen wir auch der Vierfüßler gedenken, die ihren Theil zum Gelingen der Vorstellungen beitrugen. Das vorzügliche Pferdematerial, über welches Herr Hagenbeck verfügt, entzückt nicht nur den Kenner, sondern auch den Laien, und brachte dasselbe die vorzüglichste Schulung zur Schau. Von ihrem künstlerischen Beruf am meisten durchdrungen und am Feinfühlendsten in ihren Productionen zeigten sich in jeder Vorstellung die — Dickhäuter. Die von Mr. Thomson vorgeführten 7 Elephanten verstanden jeden Wink Dres Führers und das von ihnen gegebene Concert, in welchem der älteste und größte Elephant als bebrillter Capellmetfter den Taktstock schwang, erregte allgemeine Heiterkeit. — Die Singhalesen veranstalteten gestern Vormittag einen Umzug. Auch dieser Theil des Hagenbeck'schen Unternehmens fand allenthalben Anklang. Die braunen Gesellen, von denen unseres Wissens die ersten durch Hagenbeck nach Deutschland gekommen, scheinen bet uns nicht mehr so „grün" zu sein, denn eine hier und da ihnen zugeworfene witzige Bemerkung wurde zwar nicht gerade witzig, aber doch immerhin ziemlich deutsch erwidert. ~ Wie alljährlich so war auch am gestrigen Nachmittag die Heuchelheimer Kirchweihe sehr stark besucht. Urrtverfitüts - «Ldronik. ~ ~ Der außerordentliche Professor in der rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät der Straßburger Universität, Dr. Otto Mayer, ist zum ordentlichen Professor in der genannten Fakultät ernannt worden. „ - Ein Berliner Gelehrter, Dr. Johann Frenzel, ist, wie die „Med. Cent.- Ztg. berichtet, zum Professor der Zoologie und Dtrector des zoologischen Museums rn Corduba in Argentinien berufen worden. Frenzel hat sich durch biologische For chungcn bekannt gemacht, welche er unter Professor Dohrn's Leitung in Neapel betrieb, und ist von der Berliner Akademie mehrfach durch Stipendien ausgezeichnet worden. Der Curator der argentinischen Hochschule ist Hermann Burmeister, der Nestor der deutschen Naturforscher, welcher vor seiner Auswanderung in die Neue Welt in Halle eine Professur inne hatte. m r. ~ Wie verlautet, hat Professor Graf Solms definitiv die Berufung nach Berlin abgelehnt. Es soll setzt Professor Wittmack als Nachfolger Professor Etchler's in. A^lcht genommen sein. Professor Wittmack, der sich in der Leitung des Land- wirthschastlichen Museums als trefflicher Organisator bewährt hat, vertritt den Ver- storbenen schon insofern, als er dessen Vorlesungen übernommen hat. Vor Ostern nächsten Jahres durfte sedoch eine definitive Regelung der Angelegenheit nicht zu er- Der Darmstadt, 20. August, von Donnerstag bis Samstag in brachte, erlegte am Freitag Abend ungrad 20 Enden. mischte». Seine Königliche Hoheit der Großherzog, welcher seinem Jägerhause im Viernheimer Walde zu- im Distrikt Croatenschlag einen Edelhirsch von Wieseck, 19. August. Der hiesige Kriegerverein beging den Gedenktag zur Erinnerung der Schlacht von Gravelotte in feierlichster Weise. Um */,9 Uhr Abends ^ASte sich em solenner Fackelzug mit Musik nach dem Friedhöfe, um an dem reich aeschmuckten und tllumintrten Denkmale der vor 17 Jahren gefallenen Krieger zu g7- denken Hter angekommen spreite die Musik ein Gebet und hielt sodann Herr Pfarrer Wahl eine tlesergreifende Rede, worin er die Wichtigkeit des Tages hervorhob und den gefallenen Heldensohnen warme Worte der Erinnerung nachlief, auch die Anwesenden ermahnte, treu zu Kaiser und Reich zu halten. Nach Ntederleguna eines Lorbeerkranzes und unter Abfeuerung mehrerer Salutschüsse begab sich der Krieger- V^einslokale zu einem gemächlichen Zusammensein. Hier überreichte man WM dwsS ^eteranen in hiesiger Gemeinde Philipp Theodor Kümmel eine Ehren- Itt m. s? U b c!cm .arelsen Krieger vergönnt sein, noch viele Jahre den Tag des sÄr mitzufeiern. Unter abwechselnden Musik- und Gesangsvorträgen hielten ?CbmCr «egen Morgen zusammen und trennten sich mit dem Bewußtsein, diese Ertnnerungsfeter würdig begangen zu haben. ö Bet der Rückfahrt von einem Ausfluge nach Mainz WL4.fCf1Cr Ausflügler der Besitzer eines vielbewunderten langen Bartes ein- geschlafen; seine übermütigen Freunde erlaubten sich bet dieser Gelegenheit das Äe ihmnÄnlt?rt' ft0!6 ^erbe seines Antlitzes, abzuschnetden. Allein der Witz sollte ihnen theuer zu stehen kommen, denn der Geschädigte ließ sich erst dann bewegen, von ehier Klage abzustehen, als ihm 600 JL Entschädigung gezahlt waren .mel Licht.) In Stettin b-nutz,-°d-r städ,sich-Tauchcr ffiäfirmb Unb fpr.ac^ sehr befriedigend über dieselben aus. Wahrend bisher die Taucher ganz tm Dunkeln, nur auf ihren Tastsinn anaemiefen atbC.ten k-nnlen ist mit Hülfe dieser Lichter jede Kleinigkeit genau zu besichtig n und' der 9 enenUS,r„täÄilfelbfi »u finden. In demselben Sinne hat sich! der „Neuen Stettiner Zeitung zufolge, der im „Vulkan" angestellte Taucher nack ttsolgtem Versuche geäußert. Jedes Licht ist an einem 30 Meter langen wasserdichten Schlauche befestigt und hat 50 Kerzen Stärke. Anscheinend ist diese Neuerung für Taucherarbeiten von großer Wichtigkeit. Steuerung für Rohheit einer Stiefmutter.^ Aus Hannover, 11. August wird berichtet. Eine Bewohnerin des Hauses Rösehof Nr. 26 hörte am frühen Morgen aus einer zur Wohnung des Arbeiters Heinrich Sch. gehörigen Kammer das schmerzhafte Gewimmer eures Kindes und rief die Ehefrau Sch. herbei, welche dem Anscheine nach herankam und die Kammerthür, wenn auch ungern öffnete M-G°s'üugnißL7 L" 9 Latt7'Litt-7"0rober ™i6i,miblun9 b°"-lbmKind?s thumer, welche er m einer großen eisernen Kiste nerfArnffpn °rDen citb bedroht wähnte, abzuhalten. Von Zeit zu Seit ftanb ber Ä ?rfpa2,i! e auf, öffnete das Fenster und - beOTe mehrere Mie durch TaVMbe hinaus. Er wollte dadurch den Dieben den Glauben beibringen dakr er ^raße d°« Sundes ,-l Der Verstorbene hatte nie dle ssnttrstützu^ genommen, sondern fristete sein Leben von den Erträgnissen seiner Vrivatku^sch^ »le er am 1. und 15. jeden Monats pünktlich brandig Jn jeL. LN sand man außer russischen und rumänischen Eisenbahnactien nock . cin kleines Lederbeutelchen, welches lauterauEn^ch^Gochmüw^ ** Man mag sich dagegen noch so sträuben, wie man will täalich " uns armen Menschenkindern mehr und mehr die Wahrnehmuna auf kürzer werden daß di- schön- Zeit des Frühlings und Sommers zub'^ bald der Herbst mit hartem Finger an die Thür pocht. Umfaßt die 9d)t un> eben dieser Finger gehört, auch ein Füllhorn mit reichem Fruchtseaen iu Wcl;”0e?"<>te de« Kaliasin im Gouvernement Twer glücklich wieder z.» Nowotfcherkask war gutes W-ttcr. Was die fibirifche Zone der Finsterwß ^»be«n'1 Kraßnoiarek trotz des nicht ganz klaren Himmels dock einiges Wttter^chön^^ TOatetial «langt. In Jekaterinenburg, Irbit und Tomsk war i>.ä ,~7 Ein -uucrikanischcs Journal schloß kürzlich einen Nekrolog mit ben Wort-:: oi k k? bi/Jc! ungewöhnlichen Mannes verliert die Gesellschaft eine ihn: monnenlen " ento° ‘ ° "u-bttse Stütze und unser Blatt einen pünktlich zahlend» ~ ^^- merkwürdige Vcrwandtschaft.j Die »Geraer Zeitung" berichled »Eis-nb-rg, 16 August Am gestrigen Nachmittag traf Prinz Ernst von Sachs« ®r- Hoheit des Herrn Premterlteutenant v. Strubberg au k: cnii*L°^c längerem Aufenthalte und zur Fortsetzung seiner wisse» cyaftlicyen Studien ein. ro. . ,7" [MurboeWSibu"9^ ^un, Herr Comrnerzienrath, was hatten Sie auf der' ! Rigi für Wetteri Prachtvolles! Ich sag' Ihnen, de Sonn' ist nur so auf-u»« unter gangen. Landwirthfchaftliche Nachrichten. ~~ [®^ne neue Äreffenart.] Unter bem Namen üpland Gress wurde im vorige Jahre eine neue Kressenart eingeführt, die sich zum Anbau nach den inzwischen @= "?owien Erfahrungen sehr empfiehlt. An Geschmack der bekannten Brunnenkre:e ebenbürtig, ist ihre Zucht insofern leichter, als sie nicht wie jene im Wasser, fonbra auf bem Canbe wächst. Den bisher bekannten Winterkressen ist sie insofern überleget* weil sie besser überwintert als diese unb einen weit üppigeren Wuchs hat. Jeds, . Liebhaber von Kresse kann also nur gerathen werden, mit Upland Gress einen VersruJ . zu machen. Zu dem Zwecke ist ber Bezug von Pflanzen, bie in Erfurt ziemlich bill? zu haben sinb, anzurathen. Die Auspflanzung findet bann am besten Ende Augu» statt unb zwar, wie das ja für solche Auspflanzungen allgemein Regel tft, mögliche an einem trüben Tage. Zum Anbau geeignet sind gut rigolte Beete von mittelgute- Boden, auf welche bie Kresse in 10 Ctm. weiten Reihen mit 20 Ctm. Abstand v«r twandrr ausgesetzt werben. billigst bei 6259 6254 Jelkgeöotenes. 216 führen. 6185] Gute Speise - Kartoffeln verkauft Hcinr. Leib, Philosophenwald. von der Großherzogl. 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