m6. Erstes Blatt. Donnerstag den 23. Juni 1887. * ---—---- iehener Anzeiger Amts- und Anzcigeblatt für den Kreis Gießen. •---------------------------------------- , . _ _. . Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringer!oha. Bureattr S ch u l st r a ß e 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. ____ । > Amtlicher Hheil. Betreffend: Den Kleinhandel mit Branntwein oder Spiritus. Gießen, am 20. Juni 1887. Das Großhcrzogliche Kreisamt Gießen an die »rotzher-oglich-n Bürg-*««ift-r-ien d-S Krelse«. Unter Bemanabme auf unser Ausschreiben vom 12- Juli 1886 (Anzeigeblatt Nr. 160) beauftragen wir Sie hierdurch iVdie Kleinhändler mit Branntwein (Kaufleute rc.) zu bedeuten, daß sie sich eines Mißbrauchs der ihnen ertherlten Concession nicht nur dann schuldig machen wenn sie in ihren Localen dauernde Einrichtungen zur Bewirthung einer größeren Anzahl von Personen besitzen, sondern auch dann wenn sie durch regelmäßige Verabreichung von Branntwein an die zum unmittelbaren Genuß erscheinenden Kunden tbatsäcklich Wirthschast betreiben und daß bei derartigen Zuwiderhandlungen chre Bestrasung aus Grund des § 147 der Gewerbeordnung »om 15. Juni 1883 erfolgen werde, oder daß nach Befund zur Entziehung der ihnen ertheilten Concession zum Kleinhandel mit Branntwein geschritten werden würde. , . r , 2) hei Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen Polizeranzeigen einzusenden. Darmstadt, 19. Jun«. Die Zweite Kammer hat den viel besprochenen Gesetzentwurf wegen Abänderung der die Unverletzbarkeit der Landtagi-Abgeord- rieten behandelnden Art. 84 der Verfassungs-Urkunde in folgender, nach den Ausschuß-Anträgen wesentlich veränderter Form angenommen: „Mitglieder der Ständeversammlung können von der Einberufung des Landtags an bis zur Schließung oder Auflösung deffelben ohne Genehmigung der Kammer, welcher ste angehören, wegen einer mit Strafe bedrohten Handlung nicht in Untersuchung gezogen oder in Untersuchungshaft genommen werden. Die Genehmigung der Kammer ist nicht erforderlich, wenn ein Mitglied der Ständever- sammlung aus frischer That betroffen oder im Laufe des nächstfolgenden Tages ergriffen wird, in welchem Falle aber alsbald der Kammer, zu welcher der Behaftete gehört, die Anzeige des Vorfalls mit Entwickelung der Gründe gemacht werden soll. Die in Satz 1 erwähnte Genehmigung ist für die dort angegebene Zeit auch bei der Civilhast erforderlich, soweit in dieser Beziehung reichrgesetz- liche Regelung nicht vorliegt. Aus Verlangen der Kammer wird jede gegen eüv* Mitglied derselben eingeleitete Untersuchung und jede Untersuchungs- oder Civil- huft für die Dauer des Landtags ausgehoben." Die Strafhaft wollte die Regierung so wenig wie der Ausschuß einbegriffen wissen. Gleichwohl gelangte in der Vollversammlung der Zusatz zur Annahme: „Für die Dauer des Landtags kann die Vollziehung der gegen ein Mitglied deffelben erkannten, bei Einberufung des Landtags noch nicht angetretenen Freiheitsstrafe nur mit Genehmigung der Kammer erfolgen, welcher das Mitglied angehdrt." Der Ausschuß der Ersten Kammer hat stch nun dahin schlüsstg gemacht, den letzten Zusatz nicht zur Annahme zu empfehlen, und da die Vollversammlung ihm in dieser Richtung beitreten wird, so steht die Zweite Kammer vor der Alternative, entweder diesen Zusatz fallen zu laffen oder das Gesetz zum Scheitern zu bringen. Beiläufig bemerkt war das Stimmenverhältniß in der Zweiten Kammer übrigens nur 20 gegen 17 Stimmen. (Fr. Journ.) Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenr-Bureau. Berlin, 21. Juni. Der Kaiser hatte eine gute Nacht. Bei dem Vorbeimarsch der Wache zeigte sich Allerhöchstderselbe am Fenster. Um drei Uhr Nachmittags erscheint der Chef des Militärkabinets von Albedyll zum Vortrage. — Das Gesetz , betreffend die Fürsorge für Wittwen und Waisen von Angehörigen des Reichsheeres und der kaiserlichen Marine ist heute veröffentlicht worden. — Der Reichsanzeiger bringt anläßlich des Regierungsjubiläums der Königin Victoria einen äußerst sympathischen Artikel, worin es heißt: Auch das deutsche Volk sei eingedenk der Stammesverwandtschaft wie der gemeinsam vollbrachten ruhmreichen Thaten und im Bewußtsein der gleichen Bestrebungen beider Völker auf dem Gebiete der Kultur und Civllisation, bringe es der Königin zu ihrem Jublläum die lebhafteste Theilnahme entgegen und schließe sich aus vollem Herzen den Wünschen des britischen Volkes an, daß es Ihrer Majestät noch lange vergönnt sein möge, die Regierung zum Segen Ihrer Unterthanen fortzusühren- Bremen, 21. Juni. Die Rettungsstation Ziegenort der Gesellschaft für Rettung Schiffbrüchiger telegraphirt: Am 21. Juni von dem Kahn des Schiffers Schütt aus Anclam, im großen Haff gestrandet, eine Perfon gerettet durch das Rettungsboot der Station Ziegenort. Pari-, 21. Juni. In dem Tunnel, welcher bei Beauriöres durch den Col de Cabre für die Eisenbahn von Aspres für Buech nach Die gebaut wird, fand gestern eine Entzündung schlagender Wetter statt, wobei 12 Arbeiter gelüstet und 35 verwundet wurden. Die meisten find Italiener. London, 21. Juni. Bereits seit 5 Uhr Morgens waren die Straßen, welche der Jubiläumszug von dem Buckingham-Palast nach der Westminster- Abtei passirt, sowie die benachbarten Straßen von einer dichtgedrängten Menschenmenge besetzt. Trafalgar Square und Piccadilly bieten einen prachtvollen Anblick; der Wagenverkehr ist vollständig eingestellt. An verschiedenen Punkten find Triumphbogen errichtet. Um 9 Uhr wurde die Westminster-Abtei für die mit Einlaßkarten versehenen Personen geöffnet. Um 12 Uhr Mittags sand unter Salutschüssen der feierliche Einzug der Königin in die Westminster-Abtei statt. Das Wetter ist prachtvoll. — Der Jubiläumszug verlief in vollkommener Ordnung ohne jede Störung und wurde überall von den stürmischen Zurufen der jubelnden Menge begleitet. Besonders enthusiastisch wurde der deutsche Kronprinz begrüßt. Die Königin und die Prinzen wurden am Hauptportale der Westminster-Abtei vom Erzbischof von Canterbury und der ganzen Geistlichkeit empfangen und begaben sich dann aus die Plätze am Hochaltäre. Nachdem das Tedeum gesungen war, wurde der Segen vom Erzbischof gesprochen. Alsdann brachten die Prinzen und Prinzessinnen der auf dem Königsstuhl fitzenden Königin ihre Huldigungen dar. Nach Beendigung des Gottesdienstes kehrte die Königin im Jubiläumszuge nach dem Buckingham-Palaste zurück. — Die „Amtliche Zeitung" veröffentlicht eine große Anzahl Decorationen und Beförderungen in der Armee und Marine anläßlich des Jubiläums. Kronprinz Rudolf wurde zum Ritter des Hosenband-Ordens ernannt, der Großfürst Sergius, der Erbgroßherzog von Hessen, der Erbherzog von Sachsen-Meiningen und der Khedive erhielten das Großkreuz des Balhordens. Lokales. Gießen, 21. Juni. sSchwurgericht.j Des Verbrechens des Meineids ist angeklagt der Großh. Beigeordnete Heinrich Ftnkernagel von Köddingen. Derselbe hatte im vorigen Frühjahre in seiner Eigenschaft als Vertreter des Bürgermeisters zu Köddingen zwischen Adam Diegel und Johannes Zöckler von Köddingen einen Sühneversuchstermin abgehalten, zu welchem Diegel den Zöckler wegen einer dem Ersteren zugefügten Mißhandlung geladen hatte. Eine Einigung der Parteien wurde nach Angabe Diegel's damals nicht erzielt. Finkernagel hat dem Diegel Bescheinigung über erfolgten Sühneoersuch ertheilt und dieser erhob nun bet dem Amtsgerichte Ulrichstein Privatklage gegen Zöckler. Zöckler schützte den im Sühnetermin abgeschlossenen Vergleich vor und der als Zeuge vernommene Angeklagte bestätigte in der Verhandlung vom 29. Juli v. I. eidlich, daß die Sache in dem von ihm abgehaltenen Sühnetermin ihre gütliche Erledigung gefunden habe. Diegel, der nicht zur Partei des Beigeordneten gehört, stellte einen Antrag auf Einleitung einer Untersuchung wegen Meineids gegen Finkernagel. Die heutige Verhandlung hat keinen vollständigen Beweis dafür erbracht, daß zwischen Diegel und Zöckler im Sühnetermin eine Einigung nicht zu Stande gekommen und die Geschworenen pflichteten daher den Ausführungen des Vertheidigers, Herrn Dr. Reatz, bei, indem sie die ihnen vorgelegte Schuldfrage verneinten. Es erfolgte dkßhalb Freisprechung des Angeklagten. Gießen, 22. Juni. Nach dem uns vorliegenden Programm zu dem m. Abonne- ments-Eoncert, morgen Abend in Stein's Garten, kommen u. A. die Ouvertüren zu Egmont und Rtenzi, Finale aus der Afrikanerin, sowie der Trauermarsch aus der Götterdämmerung, gewiß wahre Perlen feiner Orchestermusik, zur Aufführung. Wir machen das musikliebende Publikum bei der bekannten ver- ständnißvollen Ausführung unserer hiesigen Regimentsmusik noch besonders darauf aufmerksam. ][ Gießen, 22. Juni. Folgendes ist die Zeiteintheilung für die diesjährigen Herbstübungen der Großh. Hess. (25.) Division: 1) Regimentsübungen. Infanterie-Regiment Nr. 115 bei Darmstadt vom 15. bis 20. August; Infanterie-Regiment Nr. 116 bei Grünberg vom 26. bis 31. August; Infanterie-Regiment Nr. 117 bei Mainz vom 18. bis 23. August; Infanterie-Regiment 9?r. 118 bei Dudenhofen vom 22. bis 27. August; Dragoner-Regiment Rr. 23 bei Dudenhofen vom 12. bis 27. August; Dragoner-Regiment Nr. 24 bei Hungen vom 17. bis 30. August. 2) Brigade Hebungen. 49. Infanterie-Brigade bei Grünberg vom 2. bis 7. September ; an den Hebungen dieser Brigade nimmt in dem angegebenen Zeiträume nur das hessische Jäger-Bataillon Nr. 11 Theil. 50. Infanterie-Brigade bei Dudenho en vom 29. August bis 3. September. 25. Kavallerie-Brigade bet Hungen vom i. ms 5. September. , _ .. 3) Detachements-Hebungen finden vom 9. bis 13. September statt. Detachement besteht aus den Infanterie-Regimentern Nr. 115 und J16' Regiment Nr. 23, bem Jägerbatalllon Nr. 11, ber 4., 5., 6. »nb "«enden Butene Großh. Hess. Felb-Art.-Regiments Nr. 25., bet 1. Compagnie »ebst schanzenwagen Hess. Pionierbataillons Nr. 11, bem Brückentrain nebst Krankentran p Hess. Trainbataillons Nr. 11 unb übt zwischen Grünberg unb Alsfelb nut 3 BtoouatS Das zweite Detachement besteht aus ben Jnkantene-Rcglmentcrn^ 117 un«> Nr. 118, bem Dragoner-Regiment Nr. 24, ber 1., 2. *'n£ f' ,uaroa(ll,n fog Pjonier- Artillerte-Regiments Nr. 25, ber 4. Compagnie nebst Schanzzmgwagen °es 4>'onter Bataillons Nr. 11 und Krankentransportwagen des Trainbataillons Nr. 11 und übt -wischen Büdingen und Lauterbach. 4) Diotsionsmanöver finden am 15.,' 16. und 17. September in zwei Ab- theilungen gegeneinander statt und zwar zwischen Alsfeld und Lauterbach, mit zwei Bivouaks der Vorposten. Am 19., 20. und 21. September manöoerirt die 25. Division gegen die 22. Division. Der 8. und 18. September sind Ruhetage. Noch am letzten Manöoertage, am 21. September, kehren die Fußtruppm per Eisenbahn in ihre Garnison zurück, das 2. Bataillon des Jnfanterie-Reglments Nr. 118 am 22. September. Die übrigen Truppen kehren per Fußmarsch aus den Manöoern zurück, worauf dann unmittelbar die Entlassung der Reservisten und Dispositions- Urlauber zu erfolgen hat. Notiz! , .. Man kann bei den sich massenhaft mehrenden zweifelhaften Mitteln gegen g>aat= fÄrnÄ Gewährende, von Autoritäten empfohlene, Haarwasser v. Netter, München aufmerksam machen, welches wirklich leistet, was es verspricht: Conservirung und Kräftigung der vorhandenen Haare, Reinigung von Schuppen, weich und glänzend machen der Haare nebst Festhalten des Scheitels. 1305 Zu haben um 40 Pfg. und Mk. 1.10 bei I. H. Airhr, Sonnenstraße. Der Weg, den der L>chützenfeftzug am Sonntag den 3. Juli nehmen wird ist nunmehr endgrltig festgesetzt. Von der alten Brücke bewegt sich der Hug durch die Fahrgasse Allerheiligenstraße, Langestraße, Neue Zeil, Zeil, Roßmarkt, ^atsersttaße ^rnLCnreÄ Stcinweg Schillerplatz' ©rofee Eschenheimerstraße, Eschersheimer Landstraße und Holzhausenstraße nach dem 2^ mehreren Stellen wird der Zug von den Anliegern errichtete Triumpsi r-rcn haben. Die Prunkwagen einiger Vereine und fünfte vor Allem ^^^laumswagen, machen schon jetzt viel von sich reden. Der letztere Wagen wird natürlich das Hauptstück des ganzen Zuges bilden. Durch die verschiedenen ?ur Verwendung kommenden schweren golddufchLirkten Stoffe, orientalHdiTn Siäe rnkb ein prächtig geschnitztes und schwer vergoldetes Ornament' ^efanlmPtl^bi6fed Jubiläumswagens zu einem äußerst farbenprächtigen W aud? der Entwurf dazu, von der Meisterhand des Professors Klinisch ganz in der üppigen und farbenprächtigen Manier Makart's gehalten c - Gegen den Schwimmlehrer in der Kleeblatt'schen Badeanstalt, der den Unterricht des lungst ertrunkenen kleinen Virmond überwachte oder besser hätte überwachen sollen wurde Untersuchung wegen fahrlässiger Tödtung etngeleitet. "verwachen sollen, Reichsfechtschule.; Seit dem Jahre ihrer Gründung JJ Reichssechtschule einen colossalen Aufschwung genommen Bekanntlich betiagt der Preis für eine Jahreskarte 30 Pfg., dennoch ist schon jetzt eine Einnahme von 711000 zu verzeichnen. Von diesem Gelde sind bisher 3 Reichs- 08a^rn)U eV 9 “,Drbcn ""d Zwar zu Lahr, Magdeburg und Schwabach ecnrr ^ber das Verhältnlß des Aich- oder Füllstriches an den Biergläsern zur Füllung derselben herrschen noch immer vielfach irrthümliche Ansichten welche Wen unliebsame Erörterungen veranlassen. Um Klafft in dtt -Angettg n -tt ?Ü ^»-n>m°genhter die Mitth-ttung-n Platz finden, die im Verein der Berliner Gatt wirthe über diese Frage gemacht wurden und denen die Darlegungen eines Berliner — Aus dem Leben der kronprinzlichen Familie in Potsdam erfährt die „Magdeburger Ztg.": Im Neuen Palais bei Potsdam ist, nachdem die kronprinzlichen Herrschaften nach England abgereist sind, Stille und Leere eingezogen. Dem Publikum ist es wieder gestattet, bis zum Schloß zu promeniren und letzteres zu besichtigen. Selbstverständlich werden nur die Festräume gezeigt, während die Räume der ersten Etage und die Salons des kronprinzlichen Paares jedem neugierigen Blick verschlossen bleiben, lieber das Leben, welches sich hier während der Anwesenheit der hohen Herrschaften abspielt, erfährt man von den Eingeweihten manches Interessante. In dem ganzen Auftreten und dem Verkehr des Kronprinzenpaares gtebt sich die Neigung kund, möglichst ungenirt und zwanglos zu leben. Die Kronprinzessin geht ihren häuslichen Pflichten nach, die sie ungemein ernst nimmt, ganz im Gegensätze zu anderen hochgestellten Damen, denen Küche und Keller unbekannte Begriffe sind. Die Dienerschaft weiß von der energischen Art, wie sie in ihrem Haushalt auf peinlichste Sauberkeit hält, manches Lied zu singen. Die Schloßherrin verschmäht es nicht, hier und da mit den Fingern über Möbel und Wände zu fahren, um zu prüfen, ob auch der Staub gehörig abgewischt sei. Wie in jedem anderen Hause gibt es Strafpredigten, wenn irgend eine Nachlässigkeit entdeckt wird. Die Diners bestimmt die hohe Frau selbst, wobei sie mit scharfem Auge darüber wacht, daß nicht zu viel verbraucht wird. In der Küche ist sie kein fremder Gast, sondern eine gewohnte Erscheinung, vor deren Sachkenntniß selbst der Koch einen gewissen Respect hat. Den Zettel, nach welchem der Hoffourier jeden Morgen die Bedürfnisse für die kronprinzltche Familie einholt, pflegt die Schloßherrrn jeden vorhergehenden Abend selbst aufzustellen. Die Rechnungen werden immer am Letzten eines jeden Monats von den Lieferanten eingereicht und am folgenden Ersten sofort von der kronprinzlichen Kasse honorirt. Der Kronprinz befaßt sich rm Neuen Palais besonders gern mit landwirthschaftlichen Dingen und speciell mit der Verwaltung seines Gutes in Bornstedt. Fast jeden Tag geht oder reitet er hinüber, um sich über den Stand der Wirthschaft zu informiren. Die Kronprinzessin pflegt ihn oft zu begleiten. Wie der echte, rechte Landwirth schaut er sorgenvoll nach dem Wetter aus, ob dieses auch den Saaten günstig ist. Als der hohe Herr vor einigen Jahren eine landwirthschaftliche Ausstellung besuchte, drückte er einem der Herren seine Be- sorgniß aus, daß das permanente Regenwetter seinen Kartoffeln in Bornstedt schaden könne. Als er wenige Tage später wiederum mit jenem Herrn zusammentraf, flüsterte er demselben leise und verstandnißinnig einige Worte zu. Alles war neugierig, was ' per Kronprinz gesagt und bestürmte den so ehrenvoll Ausgezeichneten um Mittheilung des Gesprochenen. Und wie lauteten die Worte des hohen Herrn? „Gott sei Dank' mit meinen Kartoffeln in Bornstedt steht es gut." f Mainz, 21.Juni. Das seit demJahre l873 geschlossene katholische Priester- semmar hier soll nach einer Mittheilung des „M.T." im Herbste d. I. wieder eröffnet werden. Als Professoren für die Anstalt sind nach der gleichen Ouelle die Herren Pfarrverwalter Schieler m Wetskttchen bei Offenbach und Religionslehrer Selbst in m°n genommen. Die Unterhandlungen mit einem anderen angesehenen Geistlichen wegen Uebernahrne einer Professur sollen sich zerschlagen haben. Die zahlreichen Cohnprocesse, die in Deutschland noch anhängig sind, haben jetzt mit einem Schlag ein Ende genommen. Wie der Rechtsanwalt des Klägers Eohn der auch unter den Beklagten befindlichen Redaction der „Mainzer Nachrichten" mitgetheilt hat, sind sammtliche Beleidigungsklagen von Herrn Cohn zurückgezogen werden und, zwar um d-ßwillen, wett ermittelt worden, dah der Urheber der Nachricht ein in Kassel erscheinendes antisemitisches Blatt sei, das nach Lage der Sache eine strenge Bestrafung zu erwarten habe. 1 ö Wie mehrfach erwähnt, befindet sich das hiesige Stadttheater zur Zeit in einer Krisis, zu deren Losung von verschiedenen Seiten bekanntlich der Vorschlag gemacht wurde, die Stadt solle das Theater in eigene Regie nehmen. Die maßgebenden Factoren in der städtischen Verwaltung, die Theatercommission ist dem Vorschlag jetzt insofern naher getreten, als sie sich an die früheren Leiter der hiesigen Bühne, die Directoren Bahr, Ernst Deutschmger und Marterfteig gewendet habe, um das Urtheil dieser Sachverständigen über die Frage, ob Selbstregie ober Verpachtung, zu erhalten. Astern haben die Schwurgerichtsverhandlungen der Provinz Rheinhessen für das zweite Quartal ihren Anfang genommen und zwar mit aus Mordversuch gerichtet gegen den 24jährigen Dienstknecht Franz Schwab aus Orbis. Schwab hat auf eine gewisse Marie Keller aus Kettenheim, mit melier er einst eine Liebschaft gehabt, welches Verhältniß Keller aber auf Anrathen ihrer Eltern loste, Abends auf dem Weg nach Esselborn mehrere Schüsse mit einem Kölner abgefeuert nach der Anklage in der Absicht, die Keller zu tobten. Obwohl öte Keller nur leicht verletzt wurde, wurde von den Geschworenen die Schuldfrage verurtheU? @d)n,ab untcr Ausschluß mildernder Umstände zu V/2 Jahr Zuchthaus <• «D?. heAae, unter Ausschluß der Oeffentlichkeit verhandelte Anklage war gegen h1 cY251?hrriieinhKFnftnia0b^a9er auö3nge^^eim gerichtet, welche im März ^•.3; /hr Kind kurz nach dessen Geburt mit einer Scheere und einem Strumpfband getobtet hat. Das Urtheil lautet auf 3Vz Jahr Zuchthaus. V O. L Frankfurt a. M., 21 Juni. Wie heute Abend ein hiesiges Blatt aus Deutschen Effectenbank nach Moskau unter dem abgefanbte3 Werthpacket in Hohe von 160 000 Jt an dem Bestimmungsorte ^^^-s?Ps?ekommen und ist die Befürchtung eingnreten, daß dasselbe gestohlen ist. versichert ****** erfolgt. Das Werthpacket war bei einer hiesigen Gesellschaft Handel und Werke hr. rnltf. 7 dem ß. T." sind augenblicklich folgende falsche Geldstücke im Um; 1 c Fünfmarkscheine (Kennzeichen: die Pflanzenfasern sind mit Tusche a^i 0mmf^Ücfe/r(?lÜn3ici,$Ien D’ Jahreszahl 1879, matter Klang, S S 3) Zehnmarkstücke, (leichteres Gewicht, hellerer Klang); 4. Fünfmaik- c a? -Silber (matter Klang, fettiger Griff); 5. Einmarkstücke (matte Färbung, un- bumpfeJ 6- Fünfzigpfennigstücke (weiches Metall, biegsam, in ^r^AS0Ux0kan\X 0arl)i I' Zwcmzigpfennigstücke (Rand unrein ausgeprägt, sänfmlrwS? Außerdem sind in neuerer Zeit falsche goldene Zehn- und 1R77 von preußischem Gepräge und mit den Jahreszahlen 1875 und »»JJnrÄlk r ; deide Fälschungen sind irn October hergestellt,-mittelst Dukatengoldes veryoldet und so ausgefuhrt, daß man sie nur am leichteren Gewicht von den echten Stucken unterscheiden kann. « G iu Erund- Nkg-N. Belm Betteten einer Gast- oder Schankwirtbickatt S1 b« Gast gem-inhm kurz „ein Seidel" oder „ein Glas Bier" zu bestellen Der ,®a& Schankwrrth ist nun allerdings verpflichtest geaichte Gläser zu verwend b hV?» j, m?eja0(!Tn 8°lle nicht verpflichtet, den Aichstttch zu reipectirtn’ ,.bttreffenhe Glas bis zum Aichstrich zu füllen da Seidel" ober ffltnS" fli”' Maheinheit ist; der Gast- obn Schankwirlh kann baher S-ldett oder „Glas eine beliebige Quantität Bier vcrabsdlgen, ohne Rü-Isicht aus den ml. strich zu nehmen. Der Gast hat vielmehr nur das Rechst das Glas bis zum Aichsteä,' gefüllt zu verlangen, wenn er bestimmt fordert: >/, Liter >/. Liter «/.Liter u boll? jn diesem Falle ist auch der Gast- ober Schankwirlh verpfltchtt't boS entipreti' l^las bis zum Aichstrich zu füllen unb es erwächst für ihn naiürlich auch bieielbe®?, M'ung, wem. -r tseinen Gästen auf irgenb -ine Weise b-kännt gibt dah e Maßeinheltf«/-, «/„ '/«Liter) für einen bestlmwtenPrM-erkauft Ti fo vielfach zur Anwendung kommende Ankündigung : ,> Seidel 10 X“ leat hnbpr ®aff- oder Schankwirthe keinerlei Verbindlichkeiten bezüglich des FüMtriches auf - fB-sttafte Habsucht.) Eine artige Firmungsgeschichtt erzähtt di- Passauer ’ ,-3u tinem ausnahmsweise mit Glücksgüteru reich gesegneten Eooverator fat?'nx:na? unb nach 14 Knaben mit ihren Angehörigen, um den Getttlichen als Pathen für die kommende Firmung zu erbitten. Der liebenStDÜrbiaefrerr ?nh 3™8r k"Nim einen abschlägigen Bescheid, berief aber einige Tage vor der Nrmuna iu ‘n Wne SBoinung und theilte ihnen ttwa Folgendes miv „Ich will keinen von euch zuruckweisen; damit jedoch auch Niemand unmirieden tt/ sage ,ch euch gleich, was ein jeder von mir als Pa.hengeschenk bekommt näm ch -in?- R°s-nkranz, ein Gebetbuch und ein„BildI"; wem das genügt, der bad am «irmuna™ ta0e kommen." Der heiß ersehnte Tag kam endlich heran, aber bei bem fi«rn Cooperator erschienen von den 14 Knaben nur noch vier. welche dann auch d*ti« Rosenkranz, ein Gebetbuch und darin liegend ein „Bild!" -dielten iS letzteres indeß, woran wohl Niemand zuvor gedacht hatte in einer — roe ? n°'°b°stand. Di- zehn abgefallen-n „Göden" 'sollen^rade k-sti- 7eson^er^mrg üa'en ni6 «bkltffl1“61 6ab<"' al§ f,e DOn ^er r£i^en E-s»-nkung der vier Getreuen Kenn " ,rtrun,” U-b-r die entsetzliche Katastrophe bei Paks (Ungarn), bei der über 10V Personen bkfhnrb^Werbm fol8m.be naher- Details gemeldet: Ungefähr 300 Wolliahrer Mrzahl Frauen, auch viele Kinder, fuhren am 18. d. Mittags unter Führuna @ATlCI nntte st eines großen flachen Kahnes von Paks am rechten Donau 11)0 fld) cinc Wallfahrtskirche befindet. Die Fähre ^n altes gebrechliches Fahrzeug (!!) war von wallfahrenden Frauen, Mannern unb Kindern gedruckt voll. Etwa auf der Mitte des Stromes angelangt, wurde der ftabn Dom Sturme, der sich wahrend der Fahrt gesteigert hatte, plötzlich umaeroorfen imh nurf1mhl,,(tl^aafa',r/r Sflr,te?, h' baä Wasser. Die hochgehenden Wogen er chwetten Schwimmkundigen die Rettung, wahrend bie Kinder und Frauen wie eta bubter Knäuel in die Tiefe sanken. Schauderhafte Scenen spielten sich dabei ab Vom ßnCmro?r °f0Ü fe n+C Möglich. Nach übermenschlichem Kampfe gelang es ungefäbj ?k,"en, darunter Abt Spieß, welcher zuerst vor dem Umstürzen des Kahnes in T^n«Cn prsn0 .unb.an§ schwamm, sich zu retten. Die schmutziggelben Wellen der Donau warfen in einem fort Leichname empor, Männer, Frauen, Kinder Greise Nur an einem Ufer wurden bis 5 Uhr Nachmittags fünfzig Todte aus der Donau gezogen. Hin und wieder wurden zwei, drei, oft auch mehr Personen in einander ^nfMU1E,faa9i§ Ufc a schwemmt. Di- L-ichen wurden einstweilen äm User d-s Äfr ^i medergelegt. Das entsetzliche Bild, welches das ungebeme Die Nachricht von der schrecklichen Kalgin -UNS-bcure Aufregung verursacht. Die Verzweiflung der plötzlich zu Wittwen und Waisen Gewordenen war unbeschreiblich. Untcr den Opsern befindet sich eine ganze Familie, die alle ihre Mitglieder verloren hat. Ihr Haus steht iefet Wttimk^^F^'lt mit drei jungen Söhnen ebenfalls -rtrunk-^Eine^a!m° Wittwe, die nach Kalocsa fuhr, um eine kleine, daselbst placirte Geldsumme zu holen kam ums Leben Als sich in der Stadt die Nachricht von dem Unglück verbreitete' versammelten sich grauen unb Kinder heftig weinend auf dem Marktplatz. Viele wollten mit verzweifelten Mitteln sich an das Retten machen. Eine desperate Frau bcn Verunglückten nachschwimmen. Von einer Marienfahne. aefnürt 2ßaClfa^rcr mit genommen, wurden einige Fragmente ans User s. ^Aefth, 20. Juni. Immer neue grauenhaftere Berichte bringen die Blätter über bte Katastrophe von Paks, die so viele Menschenleben gekostet hat. Wir entnehmen m^nf^U^ung "P* -5r* ^T?* nachfolgende Angabe: Die Plätte war durch Wallfahrer und Marktleute überfüllt; trotzdem unb obwohl auf der Donau ein ge- waltiger Sturmwind herrschte, stießen die Fährleute vom Ufer. Aber wenige Klafter di^N^Ä^n trat schon das Entsetzliche ein. Nach glaubwürdigen Angaben schwankte die Barke von Anfang an sehr bedeutend und bie erschrockenen Wallfahrer liefen bei jeber geroaltigen Schwankung irtib Neigung ber Barke auf jene Seite, die hoher aus dem Wasser emporragte; dadurch wurden die Schwankungen nur noch verhängnißvoller Ud bei einer^ derselben ergoß sich das Wasser in bie Barke, alle ihre Insassen in den Fiuthen begrabend! Ein einziger, furchtbarer, bte Luft erschütternder Schrei des @nt; durchzitterte die Luft. Die Fährleute unb insbesondre ber Abt Spieß befunbeten eine bewunberungswurbige Kaltblütigkeit. Sie trachteten, die fieberhaft erreg en Wallfahrer zu beschwichtigen. Zu spät! Die Barke sank unb begrub bie frommen Kirchengänger. Abt Spieß warf sein Pluviale ab, riß sich bas Meßhemd vom Leibe, entlebigte sich rasch jeiner Oberkleider, spendete mit erhobenem Kreuze den Sinkenden den Segen und sprach ein Todtengebet. Alles dies war das Werk weniger Augenblicke. Dann erst stürzte er sich kopfüber in's Wasser unb rettete sich schwimmend D" helbenmuthige Priester bade aber nicht an sein Entkommen Während des Schwimmens erblickte er ein mit ben Wellen ringenbes Kind. Er faßt es in einen starken Arm und rettete dem armen Wurme das Leben. Leider nur Wenigen laÄelte baS @lmf beiRettung. Sehr Viele kamen beßhalb um, weil bie des Schwimmens nicht kundigen Frauen unb Kinber bie schwimmenben Männer kramps- haft erfaßten unb uMNammerten, sie mit sich hinabrissen in's kühle Wellengrab. Die Ufer gleichen weitgebehnten Leichenhöfen, wo die Tobten, bie von ben Wellen bereits berauSgejjeben wurden, in schauerlich langen Reihen liegen. In Paks gibt es manches £>au3, das nunmehr gänzlich verobet ist, Urahne, Großmutter, Mutter unb Kinb — belsammen sind; es sind zumeist die Frauen und Kinder, die nicht die Kraft besaßen, gegen die Wellen anzukämpfen unb baher umkommen mußten. — Der Eigenthumer ber Platte, Stephan Müller, ist verhaftet worben. Frankfurter Stadttheater. ^ür die im Opernbause Donnerstag den 23. und Montag den 27. angcsetzten "Norstellunaen von Gocthe's „Faust" werden Platzbestellungen an der Theaterkasse taalick entaeaengenommen und zwar können Billets für beide „Faust"-Abende vor- ^emerkt werden/ Beide Vorstellungen nehmen um 6 Uhr ihren Anfang. Wärmegrade der Lahn und der Luft nach Neaumur gemessen am 22. Juni, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr Wasser 17 Grad, Luft 18 Grad. L. Chr. Rübsamen. Submission. Für die Schlachthausanlage sollen -ferner nachstehende Arbeiten mittelst Submission vergeben werden: Steinhauerarbeit in Lungstein, , veranschlagt zu 1333.— JL r Pflaster- und Chaussir- arbeit, veranschlagt zu 14038,87 JL Die Angebote für die bezüglichen Arbeiten sind spätestens am Mittwoch den 29. l. MtS, Vormittags 11 Uhr, auf dem Stadtbauamte einzureichen, woselbst vorher in den üblichen Amtsstunden die einschlägigen Voranschläge, Zeichnungen und Uebernahmsbeding- ungen offen liegen. Gießen, den 22. Juni 1887. Großh. Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 4799 Montag drn 27. Juni 1887, Vormittags 11 Uhr, soll auf dem Rathhause zu V i l l i n g e n die Lieferung von circa 40 l Mtr. Deckplatten von Rabenauer Lungsteinen zum zweiten Male öffentlich in Akkord gegeben werden- Hungen, 22. Juni 1887. I. A.: 4804 Heineck, Bezirksbauaufseher. 'M in der Neustadt, XXXU1 Nr. 153 — 1473 Meter Acker am Nahrungsberg und Dienstag den 2. August ö. A, Nachmittags 2 Ubr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht die den Georg Dietrich Dörner Eheleuten ge- ^Ozlur I^Nr^Z^— 106 Meter Hofraum in der Mühlgasse, I Nr. 33 b — 25 Meter Grabgarten daselbst, I Nr. 43 — 62 Meter Hosraithe dem Steinbacher Weg öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 20. Juni 1887. Großh. Orisgencht Gießen- 4798 Lüdeking. Ieilgeöotenes. Stachelbeeren zum Einmachen sind zu haben |8oi Sandgasse 64. Esstg-kSalMrKen WMHolstraße S. 4791] Ein Stamm Hühner zu verkaufen. __Wallthorstraße 5. 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In Vertretung: Plaz._____________________________ 5745 - des in liegen _£1 7'7 Druck Ueöernahme tf n ff ff ff ff II Mit den neuesten Schriften, Einfassungen und Maschinen ausgestattet, sind wir in der Lage, auch den weitgehendsten Anforderungen in Bezug auf geschmackvolle Herstellung der uns übertragenen Arbeiten genügen zu können. u If II If 2. Steinhauerarbeit (Lungsteine), 3. Zimmerarbeit, 4. Dachdeckerarbeit, 5. Schreinerarbeit, 6. Schlosserarbeit, 7. Glaserarbeit, 8. Weißbinderarbeit, X. zu tf ii n JL M II ganzer Werke. e Gießen, den 16. Juni 1887. Mr den Allgemeinen Uerein für Armen- und Krankenpflege: 4784 August Hep. von Zeitschriften. V x. M ■ (SX? 557 - 1856 — 813 — 3191 — 751 — 735 — 2296 — 110 — der Wohnung M W 9. Spenglerarbeit, Pläne, Kostenanschläge und Bedingungen . . . . Unterzeichneten — Gartenstraße 10 — in der Zeit vom 20.—23. Juni, täglich von 2—5 Uhr Nachmittags zur Einsicht offen, woselbst auch die Offerten bis zum 28. d. MtS., Vormittags 11 Uhr, einzureichen sind. Die zur Erbauung eines Schwesternhauses für den Allgemeinen Verein für Armen- und Krankenpflege zu Gießen erforderlichen Arbeiten sollen auf dem Submissionswege vergeben werden, und zwar: 1. Maurerarbeit, veranschlagt - " Brülil’sche Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Giessen, Schulst#! 7 empfiehlt sich zur Herstellung säntlicta Matten als: Cireulaire, Adresskarten, Faetura’s, ' Rechnungsformulare, Avis-Briefe, Statuten, Eintrittskarten, Coneert- Programme, Widmungen, Visite- und Gratulations-Karten etc. Verlag des .Giessener Anzeiger.“ 1 v.n Geb. Geh. Geh. 1 JL 50 Mluvite cesky ? (Böhm.) 1 JL 50 Tud ön magyarul? (Ung.) 1 JL 50 Sprachführer. Practisch und leicht fasslich. Parlez - vous fran^ais ? (Franz.) 13. Aufl. Geh. 1 JL 80 geb. 2 J4 40 Do you speak English ? (Engi.) 12. Aufl. Geh. 1 20 geb. 1 80 Parlate italiano ? (Ital.) 5. Aufl. Geh. 1 20 -3), cart. 1 JL 50 Habla V. Castellano ? (Span.) 3. Aufl. Geh. 1\ 20 cart. 1 JL. 50 Falla Vmce. portuguezP (Portug.) Geh. 2 JL 50 Spreekt Gij. de Hollandsche taal? (Holl.) 2. Aufl. Geh. 1 JL 50 Taler de Dansk P (Dän ) 2. Aufl. Geh. 1 «X 50 H. Talar Ni Svenska? (Schwed.) Mowisz Pan po polsku? (Poln.) Mit Aussprache. Geh. 2 Sprechen Sie russisch? Mit Aussprache. 2 Aufl. Geh. 2 3L 50 Türkdsche söjlemisiniz? (Türk.) Geh. 2 X 51) Omilite Ellinika ? (Neugriech.) 2. Aufl. Geh. 2 JL 50 C. A. Koch’s Verlag Leipzig. Specialität: Kafiee \ in allen Qualitäten mit Firmendruck empfiehlt zu billigen Preisen Brühl’sclie Druckerei. S Gefrorenes in verschiedenen Sorten täglich bei H. Lind, schulstraflc. ■ Taschenbuch des I Deutschen Rechts enthaltend sämmtliche Reichs- und Reichsjuflifgesetze (im Nachtrage die neue Gewerbe« ordnung, die Krankenverficher- ung der Arbeiter und das Un« fallverficherungsgesetz nebst einem erklärenden Wörterbuche. Preis eleg. geb. 2 Mk. 50 Pf. C. A. Koch’s Verlagshandlung, Leipzig von der Großherzogl. 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